Trotz der inzwischen starken Verbreitung von DVD-Brennern erfreuen sich externe Festplatten immer noch großer Beliebtheit. Verschiedene Hersteller bieten Komplettlösungen mit bis zu 500 GB vorinstallierter Kapazität an, was für den normalen Benutzer und Käufer sicherlich nicht ganz die passende Lösung ist. Für den schnellen Datenaustausch an verschiedenen Standorten werden gerne interne Festplatten in externe Gehäuse montiert und dann vor Ort per IEEE 1394 (Firewire) oder USB 2.0 angeschlossen. Beide Schnittstellen bieten genügend Leistungsreserven auch für moderne Festplatten. Wie hoch die tatsächliche Geschwindigkeit jedoch ist, beleuchten wir in unseren Tests. Natürlich spielen auch die Handhabung, Verarbeitung und der Lieferumfang eine Rolle. Unser Testfeld sollte einen größeren Umfang haben, allerdings mussten wir uns durch Lieferprobleme vorerst mit diesen wenigen Kontrahenten begnügen, weitere werden jedoch in absehbarer Zeit folgen.
Lingus [1] ist in Berlin ansässig und hat sich auf externe Festplattengehäuse spezialisiert. Uns standen vier verschiedene Modelle zur Verfügung, eines für 2,5"-Festplatten, die anderen drei für 3,5"-Festplatten. Wir wollen als erstes das kleinste Gehäuse vorstellen.
Der stabile Karton ist im Inneren mit einem Kunststoffhalter versehen, in dem das Festplattengehäuse, eine Tasche, das Anschlusskabel und Zubehör gut gegen äußere Einflüsse geschützt sind. Wer noch Windows 98 einsetzt, kommt um die Treiberinstallation von der mitgelieferten 8-cm-CD nicht vorbei. Unter Windows 2000/XP wird das Gerät automatisch als USB-Datenträger erkannt. Leider werden über die USB-Schnittstelle keine SMART-Daten wie z.B. die Temperatur der Festplatte übertragen. Im Testbetrieb wurde das Gehäuse jedoch nur etwa handwarm, so dürften Temperaturprobleme nicht all zu schnell auftreten. Zum Lieferumfang gehört eine stabile Transporttasche aus Kunstleder, in die neben dem Gehäuse auch das zugehörige Kabel passt. Das Kabel selbst verfügt neben dem USB-Anschluss über einen PS/2-Anschluss, mit dem Stromversorgungsprobleme gelöst werden können. Das USB-Kabel ist etwa 90 cm lang, der PS/2-Teil etwa 50 cm.
Die Montage der Toshiba GAX-Festplatte geschieht einfach per Aufstecken der Mini-Platine, die gleichzeitig auch den Gehäusedeckel bildet. Nach dem Einschieben in das Gehäuse wird der Deckel mit zwei winzigen Schrauben befestigt, dafür ist ein feiner Schraubendreher nötig. Im Inneren des Gehäuses wird die Festplatte nur von der Platine gehalten, sie hat daher leichtes Spiel. Da die 2,5"-Festplatten aber deutlich besser mit Bewegungen während des Betriebs zurecht kommen, spielt dies keine große Rolle - man sollte es natürlich nicht übertreiben.
Hier noch der genaue Lieferumfang:
Die beiden Kartons der Combo-Gehäuse unterscheiden sich äußerlich nur durch einen farbigen Punkt. Der rote Punkt bezeichnet das Combo-Gehäuse, das sowohl über eine USB 2.0- als auch eine Firewire-Schnittstelle verfügt. Auch die Gehäuse selber unterscheiden sich kaum voneinander. So hat das Combo-Gehäuse neben der zusätzlichen Firewire-Schnittstelle eine graue Blende. Diese Blende ist bei der USB 2.0-Version in blau-metallic gehalten.
Da die externen 3,5"-Gehäuse über eine zusätzliche Stromversorgung verfügen, sind die Gehäuse mit einem Ein/Aus-Schalter versehen. Die Duo-LED neben dem Stromanschluss leuchtet grün, wird auf die Festplatte zugegriffen, ändert sich die Farbe in rot. Die mitgelieferte Transporttasche aus Nylon ist mit zwei großen Fächern versehen, so dass man das Gehäuse samt Netzteil und allen Kabeln gut verstauen kann. Für zusätzlichen Schutz ist die Tasche mit Schaumstoff-Einlagen ausgestattet.
Das Gehäuse selber besteht aus einer Aluminium-Hülle mit seitlichen Kunststoffblenden. Die Festplatte wird in einen - ebenfalls aus Kunststoff bestehenden - Rahmen geschraubt. Die Besonderheit ist die federnde Lagerung der Festplatte. Rechts und links im Gehäuse sind zwei mit Federn versehene Schienen, an welche die HDD verschraubt wird. Dadurch ist sie gegen Erschütterungen besser als in anderen externen Gehäusen geschützt. Der Hersteller sieht darin auch das Haupteinsatzgebiet der Protektor-Serie, sie ist weniger als Desktop-Ersatz gedacht, sondern für den mobilen Einsatz, bei dem es schneller zu Erschütterungen und Vibrationen kommen kann. Trotz dieser federnden Aufhängung hat die Festplatte im Gehäuse einen guten Halt. Die Kabel im Inneren sind lang genug, um den Ein- und Ausbau einfach zu gestalten. Die Laufwerkshalterung wird in der Aluminium-Hülle durch zwei Schienen präzise geführt und hat dadurch als Ganzes einen guten Halt. Hat man beides ineinander geschoben, wird der Schlitten von unten mit vier Schrauben mit der Hülle verschraubt.
Die Kabel sind ausreichend lang, USB- und Firewire-Kabel haben etwa 100 cm Länge, das zweiteilige Stromkabel ist insgesamt rund 220 cm lang. Wie beim 2,5"-Gehäuse ist eine Treiberinstallation nur beim älteren Windows 98 nötig, unter Windows XP/2000 funktioniert Plug&Play.
Hier noch der genaue Lieferumfang:
Da sich die Differenzen der beiden Protektor-Gehäuse auf die unterschiedlichen Schnittstellen beschränken, wollen wir hier nicht mehr viele Worte verlieren. Montage und Betrieb sind ebenfalls identisch, daher kommen wir gleich zum Lieferumfang:
Das Profi-Gehäuse von Lingus unterscheidet sich bereits beim Karton von seinen Geschwistern. Der blaue Karton ist mit einem Tragegriff versehen, im Inneren ist das Gehäuse durch zwei Schaumstoffformteile gut gegen äußere Einflüsse geschützt. Das Gehäuse selbst ist aus Metall und verfügt über ein eingebautes Netzteil. Trotzdem ist das Gehäuse kaum größer als seine Geschwister. Zusätzlich ist im Boden des Gehäuses ein kleiner Ventilator zur Belüftung der verbauten Festplatte eingebaut. Der Lüfter hat einen Durchmesser von 50 mm und ist trotz seiner geringen Größe sehr leise. Wem diese Lüftung noch nicht reicht, der kann auf der Gehäuserückseite noch einen weiteren Lüfter mit 35 mm Durchmesser verbauen.
Das Gehäuse steht auf vier Gummifüßen und im Inneren wird die Festplatte ebenfalls durch vier Gummipolster festgeschraubt. Damit werden Vibrationen der HDD wirkungsvoll gedämpft und die Platte vor externen Vibrationen geschützt. Die Anschlusskabel im Gehäuseinneren sind lang genug, um einen problemlosen Ein- und Ausbau zu gewährleisten. Zur Inbetriebnahme verfügt das Gehäuse auf der Vorderseite über einen kleinen Netzschalter, direkt daneben befindet sich die Duo-LED. Diese leuchtet ebenfalls grün im Betrieb, beim Zugriff wechselt sie auf rot. Der Gehäusedeckel wird nach dem Einbau der Festplatte vorne eingehangen und dann hinten seitlich mit zwei Schrauben befestigt.
Hier noch der genaue Lieferumfang:
Ebenfalls zur Verfügung stand uns ein externer IDE-zu-USB-Adapter, der sich gerade für Service-Techniker gut eignet. Im Set ist ein externes Netzteil, das mit 34 Watt Leistung genügend Reserven aufweist. Der Geräte-Anschluss des Netzteils entspricht dem von ATX-Netzteilen, so können Festplatten und optische Laufwerke direkt angeschlossen werden. Die Daten werden von der IDE-Schnittstelle der Laufwerke umgewandelt und per USB-Kabel an den PC oder Notebook geleitet. Im Stecker ist die Elektronik untergebracht, die diese „Übersetzung“ durchführt.
Wir werden in diesem Test nicht genauer auf dieses interessante Stück Technik eingehen. Bei Test-Messungen ergaben sich Werte, die in etwa bei 8 MB/s lagen. Nicht berauschend schnell, für viele Zwecke aber ausreichend. Das zweiteilige Stromkabel ist mit 90 cm und 150 cm ausreichend lang. Das USB-Kabel mit der Wandler-Elektronik könnte ruhig noch etwas länger sein als die gemessenen 80 cm. Kleines Manko ist die fehlende Kodierung des Wandler-IDE-Steckers, nur ein kleiner Aufkleber gibt Auskunft über die richtige Position zum Aufstecken. Das Gerät ist bei Lingus für 35 Euro käuflich zu erwerben.
Hier noch der genaue Lieferumfang:
Revoltec bietet eine Serie von externen „Alu Book“-Gehäusen von 2,5" bis 5,25" an. Für Festplatten kommen nur die beiden kleineren Größen zum Tragen. Das 2,5"-Gehäuse besteht aus einer Aluminium-Hülle, in die eine durchgehende Platine geschoben wird. Die Festplatte wird mit dieser Platine verschraubt und hat dadurch einen guten Halt. Allerdings sind die Toleranzen zu gering. Sowohl das Reinschieben als auch das wieder herausziehen mit verbauter HDD gestaltet sich extrem schwer, ein deutlicher Minuspunkt für das Gehäuse.
Die Stromversorgung erfolgt über den USB-Anschluss und falls ein einzelner Anschluss nicht ausreicht, hat Revoltec das Kabel mit einem zweiten USB-Stecker versehen. Dieser ist durchgeschleift, so entfällt trotz der Nutzung beider Stecker nur ein USB-Anschluss. Das Kabel ist mit 120 cm Länge völlig ausreichend dimensioniert. Auf der einen Seite verfügt das Gehäuse zwar über einen Stromanschluss, allerdings liegt kein Netzteil bei. Auf der anderen Gehäuseseite ist die blaue LED angebracht, die jedoch so hell ist, dass sie störend wirkt. Für den Transport liegt eine einfache Transporttasche bei, das USB-Kabel passt allerdings nicht mit in die Tasche.
Hier noch der genaue Lieferumfang:
Bis auf die Größe gleichen sich die Kartons der Revoltec-Gehäuse auf den ersten Blick. Das 3,5"-Gehäuse ist durch Schaumstoffformteile gegen äußere Einflüsse gut geschützt. Wie die anderen 3,5"-Gehäuse verfügt das Revoltec wegen der externen Stromversorgung über einen Ein/Aus-Schalter. Nach dem Öffnen sieht man einen kurzen Metallschlitten, in den die Festplatte geschraubt wird. Die Platine mit der Elektronik ist sehr klein, die nötigen Anschlusskabel für die Festplatte ausreichend lang. Nur das Kabel für die auf der anderen Gehäuseseite angebrachte LED ist nicht gelungen. Es ragt nur wenige Zentimeter aus der Aluminium-Hülle heraus und muss vor dem Schließen des Gehäuses noch auf der Platine aufgesteckt werden. Durch die geringe Länge gestaltet sich das jedoch unnötig schwierig - für Choleriker nicht geeignet. Die LED ist ebenfalls blau wie beim kleinen 2,5"-Revoltec-Gehäuse und ebenso ultrahell, was selbst bei Tageslicht störend wirkt.
Das externe Netzteil ist mit 30 Watt Leistung schon fast überdimensioniert, die Stromkabel mit 180 cm und 120 cm haben eine gute Länge. Das USB-Kabel weist mit 130 cm ebenfalls eine völlig ausreichende Länge auf. Nach dem Einschieben des Schlittens, der in der Aluminium-Hülle von zwei Schienen geführt wird, lässt sich das Seitenteil mit zwei Schrauben befestigen. Hier noch der genaue Lieferumfang:
Um den Festplatten auf den Zahn zu fühlen, haben wir uns als Testplattform für einen Intel i865PE-(Springdale-)Chipsatz mit ICH5/R entschieden. Im Gegensatz zu Onboard-Controllern oder PCI-Steckkarten besteht hier nicht der Flaschenhals des PCI-Bus' mit seiner Bandbreite von 133 MByte/s. Die ICH5/R unterstützt S-ATA nativ und ist mit einer Bandbreite von 266 MByte/s an die Northbridge und damit den Memorycontroller angebunden. Vor allem beim Burstlesen direkt aus dem Cache der Festplatte kann das schon zu Leistungssteigerungen führen. Ganz interessant wird dies dann beim Thema RAID-Verbund, wo schon mal mehr als 130 MByte/s übertragen werden können. Die externen Gehäuse werden mit den mitgelieferten Kabeln an die USB 2.0- bzw. Firewire-(IEEE 1394)Schnittstelle angeschlossen.
Neben den bisher eingesetzten Benchmarkprogrammen haben wir zusätzlich den HDD-Test des PCMark04 und das neue HD-Tune 2.00 [8] benutzt. Nicht dokumentierte Kontrollmessungen wurden mit HD-Tach 2.70 [9] und h2benchw [10] durchgeführt. Letzteres wird auch während der Lautstärkemessungen genutzt, genauer der enthaltene Test der Zugriffszeiten. Die Temperaturmessungen werden per HD-Tune 2.00 bzw. Motherboard Monitor [11] durch Auslesen der Smartwerte vorgenommen. Das AAM (Automatic Accoustic Managment) der Festplatten wurde, sofern möglich, auf den Wert „254“ gesetzt, was der schnellsten Stufe entspricht.
Nach einigen Anregungen aus dem Forum haben wir auch einen praxisnahen Test durchgeführt: Der komplette Inhalt einer Windows XP SP1-CD wurde auf die Systemfestplatte kopiert. Das sind 6.606 Dateien in 141 Ordnern, die zusammen 513 MB belegen. Als Erstes wurden diese Dateien von der P-ATA-Systemplatte auf die leere Testplatte kopiert und die benötigte Zeit gemessen. Dann wurde auf der Testplatte ein neues Verzeichnis angelegt und die Dateien aus dem ersten in das zweite Verzeichnis kopiert, sprich auf den Testkandidaten. Wie auch bei allen anderen Tests führen wir diesen dreimal durch und mitteln die gemessenen Werte. Dadurch fallen besonders gute oder schlechte Werte (Ausreißer) sofort auf und verfälschen die Testergebnisse nicht.
Das gute, alte HD-Tach 2.61 wird ab jetzt durch die Version 3 RW abgelöst, die auch über Schreibtests verfügt und somit einen aktuellen und vollwertigen Ersatz für die Version 2.61 darstellt. Trotz allem führen wir noch undokumentierte Vergleichsmessungen mit der Version 2.61 durch. Um vergleichbare Werte zu erhalten, wird bei HD-Tach 3 RW für alle Probanden die Zonengröße auf 32 MB (Long Bench) gestellt.
Lesen - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Lesen - Maximum
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Lesen - Minimum
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Hier werden bereits die ersten Unterschiede der verwendeten USB-Chipsätze deutlich. Das Lingus Protektor USB 2.0 und das Lingus Profi-Gehäuse setzen sich hier bei den 3,5"-Gehäusen klar an die Spitze. Bei den 2,5"-Gehäusen steht allerdings Revoltec vorne und ist etwa doppelt so schnell wie die Lingus-Gehäuse.
Lesen aus Cache
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Auch beim Lesen aus dem Cache der Festplatte sieht man sehr gut die Unterschiede in der Leistungsfähigkeit der verbauten Chipsätze. Interessant, dass die Toshiba GAX im Lingus-Gehäuse schneller ist als ihr großes Geschwister im Protektor-Combo-Gehäuse.
Schreiben - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Schreiben - Maximum
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Schreiben - Minimum
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Das gleiche Bild wie beim Lesen. Auch hier setzen sich die Lingus-Gehäuse in der 3,5"-Klasse ab, bei den 2,5"-Geräten ist das Revoltec wieder das schnellere.
Zugriffszeiten
Angaben in Millisekunden
|
Beim Zugriff auf die ersten 500 MB der Festplatte verlieren die externen Gehäuse rund eine halbe Millisekunde, ein Wert, der zu vernachlässigen ist. Erstaunliches sieht man dann beim vollen Zugriff, das Lingus-Profi-Gehäuse und das Revoltec-Gehäuse entlocken der Maxtor scheinbar die letzten Reserven. Allerdings führen wir die schnelleren Ergebnisse dann doch eher auf Probleme des verwendeten Programms zurück.
CPU Belastung
Angaben in Prozent
|
Womit sich die recht hohe Geschwindigkeit der USB-Chipsätze erkauft wird, sieht man hier deutlich. Fast ein Viertel der Prozessorleistung wird benötigt, um Daten von und zum Gehäuse zu transportieren. Dass die Firewire-Schnittstelle keine Prozessorlast benötigt, stimmt so natürlich nicht. Das Meßprogramm hat jedoch eine Genauigkeit von ±2 Prozent, wodurch bei sehr geringer Prozessorlast auch einmal eine Null als Ergebnis erscheinen kann.
PCMark04 1.10
Angaben in Punkten
|
Die Bilder von HD-Tune zeigen deutlich die Beschränkungen der Geschwindigkeit durch die verwendeten Schnittstellen. Enttäuschend auch hier die Firewire-Schnittstelle des Lingus Combo-Gehäuse. Das Protektor-Gehäuse mit der USB-2.0-Schnittstelle steht hier wieder weit vorne. Auch beim praxisnahen PCMark04 ändert sich an der bereits bei den theoretischen Tests aufgetretenen Leistungs-Reihenfolge der Kontrahenten nichts. Der Test mit der Firewire-Schnittstelle am Lingus-Combo-Gehäuse wurde jedoch immer mit einem „Aufhängen“ des Benchmarks quittiert. Da das Gehäuse das einzigste im Testfeld mit Firewire-Schnittstelle ist, können wir den Schuldigen dafür leider nicht ermitteln.
Winbench 99 2.0 Business
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
|
Winbench 99 2.0 Highend
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
|
Den Business-Bereich des Winbench kann man für externe Gehäuse offenbar nicht nutzen. Über 4.000 Punkte mehr als an der deutlich schnelleren internen IDE-Schnittstelle zeigen hier die Schwächen des in die Jahre gekommenen Benchmarks auf. Beim Highend-Test fällt dieser Einfluss offensichtlich weg, die Reihenfolge bei der Leistung ist bereits bekannt.
Kopieren intern - extern
Angaben in Sekunden
|
Kopieren extern - extern
Angaben in Sekunden
|
Nichts Bemerkenswertes fällt bei unserem Kopiertest auf. Die beiden Lingus-Gehäuse sind mit der Maxtor äußerst leistungsfähig. Bei den 2,5"-Gehäusen zeigt das Revoltec wieder, wie gut es mit der Toshiba-Festplatte zusammen arbeitet.
Lautstärke beim Zugriff
Angaben in Dezibel
|
Lautstärke in Ruhe
Angaben in Dezibel
|
Bei der Geräuschentwicklung beim Zugriff auf die Toshiba-Festplatte zeigt sich schön die zusätzliche Geräuschdämmung durch die externen Gehäuse. Auch die Protektor-Serie hält die 3,5"-Maxtor ruhiger, wenn auch nicht wirklich leise. Das Profi-Gehäuse von Lingus leidet offenbar unter der Materialwahl, das Metall verstärkt die Zugriffsgeräusche gegenüber der offen liegenden Festplatte noch einmal.
Im Ruhezustand der Festplatten ein ganz anderes Bild. Die Protektor-Serie von Lingus schluckt quasi alle Betriebsgeräusche der Maxtor Festplatte. Trotz des im Inneren arbeitenden Ventilators bleibt das Profi-Gehäuse von Lingus hier schön ruhig. Ausreißer ist das Revoltec-Gehäuse, die Vibrationen der Festplatte nutzen das Gehäuse als Verstärker und erhöhen so das entstehende Geräuschniveau.
Leider lassen sich bei allen externen Gehäusen keine Smart-Werte wie z.B. die Festplatten-Temperatur auslesen. Verbindliche Angaben können wir so leider nicht machen. Zur Beruhigung aller Leser blieben die zwei zum Einsatz gekommenen Festplatten zwar warm, werden aber nicht so heiß, dass sie nicht mehr angefasst werden können. Am Besten kühlt dabei noch das Lingus Profi-Gehäuse, da es über einen integrierten Lüfter verfügt.
Lingus USB 2.0 Gehäuse 2,5"
Das Lingus-Gehäuse macht einen stabilen Eindruck und ist gut verarbeitet. Die Montage der Festplatte lässt sich problemlos durchführen und auch im Betrieb gibt es keine Probleme. Trotz der USB-2.0-Schnittstelle wurde unsere Test-Festplatte jedoch deutlich eingebremst. Die Geschwindigkeit von gut 12 MB/s wird allerdings auch vom Hersteller angegeben, von daher gibt es keinen Anlass zur Kritik. Wem ein USB-Stick zu wenig Kapazität bietet und trotzdem die Abmessungen wegen der Mobilität wichtig sind, der sollte sich das Lingus USB 2.0 Gehäuse 2,5" [15] für 35 Euro genauer anschauen.
Revoltec Alu Book Edition 2,5" USB
Das kleine Revoltec-Gehäuse sieht auf jeden Fall sehr schick aus. Allerdings stört im Betrieb die ultrahelle LED doch sehr. Der im Gehäuse eingesetzte Chipsatz liefert gute Transferraten, doch sprechen die mechanischen Probleme leider gegen das Gehäuse. Wie bereits beschrieben, gab es beim Ein- und Ausbau der Test-Festplatte erhebliche Probleme. Interessenten sollten das Gehäuse vor dem Kauf möglichst testen. Das Revoltec Alu Book Edition 2,5" USB-Gehäuse [16] ist bei Listan zum Preis von knapp 28 Euro erhältlich.
Lingus Protektor Combo 3,5"
Das Combo-Gehäuse ist wegen seiner zwei Schnittstellen zwar sehr flexibel. Allerdings lässt die Übertragungsgeschwindigkeit doch zu wünschen übrig. Die mechanische Ausführung des Gehäuses ist sehr gut und auch der Lieferumfang ist vorbildlich. Gerade für diejenigen, die häufig mit der externen Festplatte unterwegs sind, empfiehlt sich das Gehäuse. Manko ist leider der mit 89 Euro recht hohe Preis des Lingus Protektor Combo 3,5" [17]. Wer nicht auf die Firewire-Schnittstelle angewiesen ist, sollte aber zum reinen USB-2.0-Modell greifen.
Lingus Protektor USB 2.0 3,5"
Was für das Combo-Gehäuse von Lingus gilt, gilt natürlich genauso für das USB-2.0-Gehäuse. Allerdings stehen hier deutlich bessere Transferraten über die Schnittstelle zur Verfügung, da macht das Arbeiten mit der externen Festplatte auch Spaß. Die Verarbeitung und der Lieferumfang sind wie beim Combo-Gehäuse sehr gut. Wer die externe Festplatte häufig mit auf Reisen oder zum Kunden vor Ort mitnehmen möchte, sollte sich auf jeden Fall mit dem Lingus Protektor USB 2.0 3,5" [16], das für 49 Euro erhältlich ist, genauer beschäftigen.
Lingus Profi-Gehäuse 3,5"
Das Profi-Gehäuse ist eindeutig als Desktop-Ersatz für eine weitere Festplatte gedacht. Die Mobilität steht hier im Hintergrund, denn es befindet sich im Lieferumfang keine Transporttasche. Das Gehäuse weist eine gute Verarbeitung auf und durch den integrierten Lüfter bleiben die Festplatten-Temperaturen im grünen Bereich. Wer die Speicherkapazität seines Computers auf einfache Art und Weise erhöhen möchte, ohne das PC-Gehäuse zu öffnen, sollte sich mit dem Lingus Profi-Gehäuse 3,5" [18] für 49 Euro beschäftigen. Der Lieferumfang ist genau wie die Transferraten der Schnittstelle gut, das mattschwarze Gehäuse macht zusätzlich noch einen edlen Eindruck auf dem Schreibtisch.
Revoltec Alu Book Edition 3,5" USB
Das 3,5"-Revoltec-Gehäuse spielt leider nur im Mittelfeld mit. Ebenfalls als Desktop-Ersatz gedacht, macht das Gehäuse durch seine Buch-Form zwar eine gute Figur, die ultrahelle blaue LED stört jedoch sehr. Der fummelige Anschluss der Status-LED und die nur befriedigenden Transferraten tun ihr übriges, die generelle Verarbeitung ist allerdings gut. Wer sich für das silberne Revoltec Alu Book Edition 3,5" USB [19] interessiert, kann es bei Listan für knapp 50 Euro erwerben.