Der neue S-ATA Standard ist inzwischen nicht mehr so neu, wie es vielleicht scheint. So soll schon bald die zweite Stufe des S-ATA Standards verwendet werden, die mit Datenraten von bis zu 300 MByte/s auf sich aufmerksam macht. Im Bereich der Personal Computer setzen sich allerdings erst jetzt nach und nach die Festplatten mit S-ATA Standard durch. Der Kunde hatte erkennbar wenig Interesse daran, für den Einbau einer S-ATA-Festplatte zusätzlich noch entsprechenden Laufwerks-Controller zu erwerben. Jetzt, während sich die neue Generation an Mainboards mit integrierten S-ATA-Controllern zunehmend am Markt etabliert haben, steigt auch die Nachfrage nach entsprechenden S-ATA-Laufwerken. Auch bei den Netzteilen sind inzwischen S-ATA Stromstecker vorhanden, die Verwendung von zusätzlichen Adaptern, und damit auch eine zusätzliche Fehlerquelle, entfällt.
Über ein Jahr ist es her, dass wir mit der Seagate Barracuda V S-ATA [1] eine der ersten S-ATA Festplatten getestet haben. Im damaligen Test sind wir auch auf die technischen Unterschiede zum P-ATA Standard eingegangen. Die meisten Hersteller haben seitdem nachgezogen und so besteht inzwischen eine erste Auswahl an S-ATA Festplatten auf dem Markt. Immerhin vier Modelle haben sich bei uns eingefunden, auf die bekannten "Raptor" Laufwerke von Western Digital haben wir bewusst verzichtet. Geplant waren Desktop-Festplatten nach S-ATA 1.0 Standard im 3,5" Format, mit 7.200 U/min und einer Kapazität von 120 GB. Leider waren nicht alle Hersteller in der Lage, uns rechtzeitig mit Testmodellen zu versorgen. Auch bei den Kapazitäten gibt es leider deutliche Unterschiede, die jedoch hoffentlich keinen zu großen Einfluss auf die Leistung der Festplatten haben. Einen Test der bis Redaktionsschluss noch nicht eingetroffenen Hitachi Festplatte Modell 7K250 werden wir zeitnah nachreichen.
Alle angetretenen Testkandidaten verfügen im Übrigen über so genannte Fluid Dynamic Bearing-(FDB-)Motoren, also flüssigkeitsgelagerte Motoren. Das senkt zum Einen das Laufgeräusch und zum Anderen die entstehende Temperatur, da keine direkte Reibung zwischen Metallteilen entsteht.
Ebenfalls bei drei von vier Geräten mit von der Partie ist der bereits bekannte Marvel Bridge-Chip. Da es sich bei diesen Festplatten quasi um P-ATA Laufwerke handelt, wird dieses IC als „Übersetzer“ eingesetzt, welches die ankommenden S-ATA Kommandos für die Laufwerkselektronik in P-ATA Kommandos übersetzt.
Samsung hat sich in den letzten Jahren immer mehr vom Nischenbesetzer bei den Festplattenherstellern zum echten Geheimtipp gewandelt. Schnelle und leise Festplatten bietet der süd-koreanische Technologie-Konzern an, der zwischen 1969 und 1971 gegründet wurde und sich Anfangs mit Fernsehern und Küchengeräten beschäftigte. Nach und nach wurden die Geschäftszweige erweitert. Samsung ist heute einer der Global Player in vielen technischen Bereichen und stellt unter Anderem Plasma- und LCD-Fernseher, Handys, Digitalkameras und PC-Speicher her.
Nach diesem kurzen Ausblick auf den Produzenten der SpinPoint Festplatten werfen wir in der Tabelle einen Blick auf die Herstellerangaben zum Gerät.
| Samsung SpinPoint P80 | Wert |
| Kapazität | 160GB |
| Drehzahl | 7.200U/min. |
| Cache | 8192KB |
| Platter | 2x à 80GB |
| Köpfe | 4 Stück |
| Zugriff (Ø) | 8,9ms |
| Zugriff (full stroke) | 18ms |
| AAM | Nein |
| Datenrate intern | 840MBit/s |
| MTBF | 500.000h |
| Stoßfestigkeit (Ruhe) | 350G |
| Stoßfestigkeit (Betrieb) | 63G |
| Temperaturbereich | 5°C bis 55°C |
| Stromverbrauch (Schreib/Lese) | 8,5W |
| Stromverbrauch (Suche) | 9,5W |
| Stromverbrauch (Ruhe) | 7,7W |
| Gewicht | 610g |
| Hot-Plug | Ja |
| Garantiedauer | 3 Jahre |
Positiv fallen hier gleich die lange Garantiezeit von drei Jahren und der geringe Energiebedarf auf. Ob sich die sehr hohe interne Datenrate auch bei unseren Tests positiv in Szene setzen kann, werden wir später klären. Samsung setzt bei der Hauptlogik auf einen Marvel-Chip, der mit dem bekannten Marvel Bridge-Chip als ?Übersetzer? zusammen arbeitet. Trotz der Herstellung von RAM Bausteinen in den Samsung Fabriken wird als Cache-Baustein ein Winbond-Chip verwendet.
Nicht aus dem fernen Osten, sondern aus dem fernen Westen, genauer aus den USA, stammen die Festplatten von Western Digital. 1970 gegründet begann das Unternehmen 1988 mit der Produktion von Festplatten und beschäftigt sich inzwischen fast ausschließlich damit. Der Hauptsitz der Firma ist in Kalifornien, die Produktion ist jedoch nach Malaysia und Thailand ausgelagert. Unser Testgerät stammt dementsprechend aus Malaysia, Herstellungsdatum ist der 13. Juni 2003.
| Western Digital Caviar SE | Wert |
| Kapazität | 120GB |
| Drehzahl | 7.200U/min. |
| Cache | 8192KB |
| Platter | 2x à 80GB |
| Köpfe | 3 Stück |
| Zugriff (Ø) | 8,9ms |
| Zugriff (full stroke) | 21ms |
| AAM | Ja |
| Datenrate intern | 748MBit/s |
| MTBF | keine Angabe |
| Stoßfestigkeit (Ruhe) | 300G |
| Stoßfestigkeit (Betrieb) | 65G |
| Temperaturbereich | 5°C bis 55°C |
| Stromverbrauch (Schreib/Lese) | 12,8W |
| Stromverbrauch (Suche) | keine Angabe |
| Stromverbrauch (Ruhe) | 10,0W |
| Gewicht | 575g |
| Hot-Plug | Ja |
| Garantiedauer | 3 Jahre |
Genau 10 Watt Leistungsaufnahme im Ruhezustand - keine herausragender Wert. Auffällig ist die Platine mit der Laufwerkselektronik, die quasi verkehrt herum montiert wurde. Dadurch sind die Bauteile nicht sichtbar, womit eine versehentliche Berührung ausgeschlossen ist. Auch die Caviar SE setzt auf den Marvel Bridge-Chip, es handelt sich also nur um eine aufgerüstete P-ATA Festplatte. Schön, dass noch der bekannte vier-polige Stromanschluss vorhanden ist. Das Hantieren mit Adaptern für den S-ATA Stromanschluss kann so entfallen, denn Netzteile mit S-ATA Stromanschlüssen sind noch all zu stark verbreitet. Allerdings gilt auch hier: Nur einer der Stromanschlüsse darf genutzt werden, da es sonst zu Beschädigungen des Laufwerkes kommen kann.
Ebenfalls aus Kalifornien stammt die Firma Maxtor, die 1982 gegründet wurde. Zur Zeit lässt Maxtor in Singapur fertigen, unser Testgerät stammt von dort und das Produktionsdatum ist der 8. Mai 2003. Um seine Fertigungskapazitäten aufzustocken, baut Maxtor gerade ein neues Werk in China, das noch in diesem Jahr mit der Produktion beginnen soll.
| Maxtor Diamond Plus 9 6Y200MO | Wert |
| Kapazität | 200GB |
| Drehzahl | 7.200U/min. |
| Cache | 8192KB |
| Platter | k.A. (3x à 80GB?) |
| Köpfe | k.A. (5 Stück?) |
| Zugriff (Ø) | 9,3ms |
| Zugriff (full stroke) | 20ms |
| AAM | Ja |
| Datenrate intern | 803MBit/s |
| MTBF | keine Angabe |
| Stoßfestigkeit (Ruhe) | 300G |
| Stoßfestigkeit (Betrieb) | 60G |
| Temperaturbereich | 5°C bis 55°C |
| Stromverbrauch (Schreib/Lese) | 8,3W |
| Stromverbrauch (Suche) | 11,3W |
| Stromverbrauch (Ruhe) | 7,1W |
| Gewicht | 630g |
| Hot-Plug | Ja |
| Garantiedauer | 3 Jahre |
Alle S-ATA-Laufwerke der Diamond Plus 9-Serie mit einer Größe von über 120 GB kommen mit drei Jahren Herstellergarantie daher, so auch das vorliegende Modell mit 200 GB Speicherkapazität. Leider macht Maxtor keine Angaben bei der zu erwartenden Lebensdauer, ebensowenig wie Angaben zur Kapazität der verwendeten Platter und der Anzahl der Schreib/Leseköpfe. Da jedoch 80 GB Platter inzwischen quasi als Standard verwendet werden, gehen wir von drei solchen aus, in Verbindung mit den dazu nötigen fünf Schreib/Leseköpfen. Auch bei Maxtor ansonsten nichts Aufregendes, der Marvel Bridge-Chip ist ebenso vorhanden wie ein zusätzlicher vier-poliger Stromanschluss. Der Baustein für den Cache stammt hier von Hynix, die Hauptlogik wird von Ardent, die zu Infineon gehören, eingekauft.
Bleibt noch Seagate übrig, ebenfalls aus den USA stammend, ebenfalls, welch Zufall, in Kalifornien ansässig. 1979 als reines Festplatten-Unternehmen gegründet, ist man heute stolz auf über 42.000 Mitarbeiter weltweit. Die Produktionsstätten sind global verteilt. Unser Testgerät stammt aus Singapur, das Herstellungsdatum ist jedoch kodiert.
| Seagate Barracuda 7200.7 | Wert |
| Kapazität | 120GB |
| Drehzahl | 7.200U/min. |
| Cache | 8192KB |
| Platter | 2x à 100GB |
| Köpfe | 3 Stück |
| Zugriff (Ø) | 8,5ms |
| Zugriff (full stroke) | keine Angabe |
| AAM | Nein |
| Datenrate intern | 683MBit/s |
| MTBF | 600.000h |
| Stoßfestigkeit (Ruhe) | 350G |
| Stoßfestigkeit (Betrieb) | 63G |
| Temperaturbereich | 0°C bis 60°C |
| Stromverbrauch (Schreib/Lese) | 13,0W |
| Stromverbrauch (Suche) | 13,5W |
| Stromverbrauch (Ruhe) | 9,0W |
| Gewicht | 635g |
| Hot-Plug | Ja |
| Garantiedauer | 3 Jahr |
Endlich technologischer Fortschritt in Sicht: Mit dem neuen Modell von Seagate erreichte uns die erste Festplatte mit 100 GB Plattern. Seagate ist damit der erste Hersteller, der Platter mit dieser hohen Dichte in Standard Desktop Festplatten einsetzt. Wie bereits bei der Barracuda V, verfügt auch dieses neue Modell über native S-ATA Unterstützung - eine Umsetzung der Kommandos und Signale durch z.B. einen Marvel Bridge-Chip entfällt somit. Die Hauptlogik ist daher auch mit Unterstützung von Agere hausgemacht und ihr steht noch ein LSI Logic-Baustein zur Seite. Der RAM-Baustein stammt von Samsung, verkehrte Welt, verzichtet doch Samsung bei seiner Festplatte auf einen Solchen aus eigener Produktion.
Um den Festplatten auf den Zahn zu fühlen, haben wir uns als Testplattform für einen Intel i865PE-(Springdale-)Chipsatz mit ICH5/R entschieden. Im Gegensatz zu onboard Controllern oder PCI-Steckkarten besteht hier nicht der Flaschenhals des PCI-Bus' mit seiner Bandbreite von 133 MByte/s. Die ICH5/R unterstützt S-ATA nativ und ist mit einer Bandbreite von 266 MByte/s an die Northbridge und damit den Memorycontroller angebunden. Vor allem beim Burstlesen direkt aus dem Cache der Festplatte kann das schon zu Leistungssteigerungen führen. Ganz interessant wird dies dann beim Thema RAID-Verbund, wo schon mal mehr als 130 MByte/s übertragen werden können. Die nötige Systemfestplatte wird als P-ATA Festplatte ebenfalls an die ICH5/R angeschlossen, behindert den S-ATA Controller dadurch jedoch nicht.
Neben den bisher eingesetzten Benchmarkprogrammen haben wir zusätzlich den HDD-Test des PCMark04 und das recht neue HD-Tune 1.00 benutzt. Nicht dokumentierte Kontrollmessungen wurden mit HD-Tach 2.70 [8] und h2benchw [9] durchgeführt. Letzteres wird auch während der Lautstärkemessungen genutzt, genauer der enthaltene Test der Zugriffszeiten. Die Temperaturmessungen werden per HD-Tune 1.00 bzw. Motherboard Monitor [10] durch Auslesen der Smartwerte vorgenommen. Das AAM (Automatic Accoustic Managment) der Festplatten wurde, sofern möglich, auf den Wert „254“ gesetzt, was der schnellsten Stufe entspricht.
Nach einigen Anregungen aus dem Forum haben wir auch einen praxisnahen Test durchgeführt: Der komplette Inhalt einer Windows XP SP1 CD wurde auf die Systemfestplatte kopiert. Das sind 6.606 Dateien in 141 Ordnern, die zusammen 513 MB belegen. Als Erstes wurden diese Dateien von der P-ATA Systemplatte auf die leere Testplatte kopiert und die benötigte Zeit gemessen. Dann wurde auf der Testplatte ein neues Verzeichnis angelegt und die Dateien aus dem ersten in das zweite Verzeichnis kopiert, sprich auf den Testkandidaten. Wie auch bei allen anderen Tests führen wir diesen dreimal durch und mitteln die gemessenen Werte. Dadurch fallen besonders gute oder schlechte Werte (Ausreißer) sofort auf und verfälschen die Testergebnisse nicht.
Beginnen wir mit den Lesegeschwindigkeiten der einzelnen Laufwerke und schauen, ob sich hier bereits eines der Laufwerke ins Rampenlicht rückt.
Lesen - Durchschnitt
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Lesen - Maximum
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Lesen - Minimum
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
|
Auch wenn die WD Caviar SE bei den minimalen und den Durchschnittswerten ganz vorne steht, muss sie sich doch bei der maximalen Lesegeschwindigkeit sowohl der Samsung als auch der Maxtor geschlagen geben. Die rund 64 MB/s der Samsung stellen einen neuen Bestwert aller bisher getesteten Laufwerke dar. Die Hitachi 180GXP P-ATA [15] mit ebenfalls 8MB Cache erreichte rund 60 MB/s. Der Schritt von 60 GB Plattern zu 80 GB Plattern und die damit verbundene höhere Datendichte auf der selbigen scheint sich hier wenigstens messbar positiv auszuwirken.
Lesen aus Cache
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Schade, der gute Eindruck der WD Caviar SE wird beim Lesen direkt aus dem Cache der Festplatte gleich wieder zunichte gemacht. Mit 112 MB/s erreicht die Samsung hier einen einsamen Spitzenwert und wird nur von dem RAID 0-Doppelpack der Seagate Barracuda V [16] geschlagen. Die Maxtor zeigt wie auch beim P-ATA Modell starke Werte und auch bei Seagate hat man die Hausaufgaben gemacht und immerhin um fast 25 MB/s gegenüber dem Vorgänger-Modell zugelegt.
Aber nicht nur das Lesen zählt, auch Schreiben will gelernt sein. Wer sich hier absetzen kann, zeigen die Diagramme.
Schreiben - Durchschnitt
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Schreiben - Maximum
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Schreiben - Minimum
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Auch wir haben gestaunt, wie weit sich die Samsung beim theoretischen Schreib-Benchmark von ihren Konkurrenten absetzen kann. Mit fast bis zu 90 MB/s werden die Daten auf den Plattern abgelegt, die Samsung SpinPoint kann schneller schreiben als lesen. Auch wenn die Seagate bei den maximalen Werten auf dem zweiten Platz liegt, ist sie im Schnitt noch langsamer als die Modelle von Maxtor und WD.
Die Zugriffszeiten können die Leistungsfähigkeit einer Festplatte deutlich beeinflussen, daher ist bei der Maxtor und der Western Digital das AAM auf den Wert „254“ gestellt worden, die beiden anderen Geräte unterstützen kein AAM.
Zugriffszeiten
Angaben in Millisekunden
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Und auch hier gab es ein leichtes Stirnrunzeln, wie kann die Samsung mit solchen Zugriffszeiten schneller sein als die Konkurrenz? Liegen alle Geräte auf den ersten 500 MB noch ziemlich nahe beieinander, ist die Seagate beim durchschnittlichen Zugriff über zwei Millisekunden schneller als die Samsung. Das Geheimnis lässt sich zum Teil über die beim Zugriffstest entstehende Geräuschkulisse lüften. Im voll gedämmten Gehäuse hört man von der Samsung nur ein leises „Grummeln“, während die Maxtor doch sehr deutlich in den Vordergrund tritt. Sowohl die WD als auch die Seagate sind ebenfalls leise Vertreter ihrer Art, und obwohl die Seagate schneller ist als alle anderen, ist sie kaum lauter als die Western Digital, die ihrerseits nur etwas lauter als die Samsung ist. Auf die Lautstärke der Festplatten gehen wir später noch genau ein.
Wie stark die S-ATA Festplatten den Prozessor belasten, zeigen wir hier auf. Natürlich ist eine geringere Belastung besser als eine hohe, kann doch der Prozessor so auch während der Festplattenzugriffe anderen Aufgaben nachgehen.
CPU Belastung
Angaben in Prozent
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Die Samsung knackt als einzige die drei Prozent Marke, insgesamt belasten aber alle Laufwerke den Prozessor kaum und liegen recht eng beieinander.
Hier setzen wir neue Benchmark Programme ein, daher können wir leider auch keinen Bezug mehr zu bereits getesteten Geräten herstellen. Beim HD-Tune haben wir auf Grund der detaillierten grafischen Darstellung der Ergebnisse auf die Tabellenform verzichtet und veröffentlichen hier Screenshots der Software. Beim PCMark04 1.10 wurden nur die HDD-Tests durchgeführt, diese zeigen wir wieder in der gewohnten Diagrammform. Der PCMark04 emuliert bei seinen Tests realistische Festplattenzugriffe und fasst diese zu einer Punktezahl zusammen. Wie sich diese Punkte genau zusammen setzen, kann man der Dokumentation [17] entnehmen.
Dass Samsung eine andere Lese- und Cachestrategie hat als die Mitbewerber, zeigen die Bilder recht deutlich. Auch die hohen Zugriffszeiten der SpinPoint werden durch HD-Tune noch einmal bestätigt, hier zeigen die anderen Festplatten deutlich näher beieinander liegende Werte. Die hohen Temperaturwerte der Maxtor kann man ebenfalls gut nachvollziehen.
PCMark04 1.10
Angaben in Punkten
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Die Maxtor Festplatte kann sich mit über 100 Punkten Vorsprung an die Spitze setzen, die sonst so schnelle WD Caviar SE wird auf den letzten Platz verwiesen und zeigt einen recht hohen Abstand zu den anderen Geräten.
Ähnlich wie schon im PCMark04, stellt auch der Winbench anhand von selbstlaufenden Applikationen den Alltag nach und bewertet daran die Leistungsfähigkeit von Festplatten.
Winbench 99 2.0 Business
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Winbench 99 2.0 Highend
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Trotz ihrer Stärken beim Lesen und Schreiben kann die Samsung hier nicht ganz überzeugen. Die Maxtor liegt mit ihrem P-ATA Zwilling beim Business Wert gleichauf, aber beim Highend Wert jedoch rund 5.000 Zähler weiter vorne. Also bestätigt die Praxis nicht ganz das, was die Theorie versprochen hat? Werfen wir dazu einen Blick auf unseren Kopiertest.
Was und wie getestet wurde, haben wir bereits im Kapitel Benchmark [18] geklärt. Gespannt waren wir auf die Zeiten, die von den Festplatten benötigt wurden.
Kopieren P-ATA - S-ATA
Angaben in Sekunden
|
Kopieren S-ATA - S-ATA
Angaben in Sekunden
|
Und hier kam dann doch wieder das Aufatmen, denn die theoretisch guten Werte der Samsung werden hier eindrucksvoll bestätigt. Kann die Maxtor beim Kopieren von der P-ATA Festplatte noch mithalten, müssen sich beim Kopieren auf der Testfestplatte alle ein Beispiel an der Samsung SpinPoint P80 nehmen. Gute 13 Sekunden schneller als das Mittelfeld, die Western Digital fällt bei diesem Test völlig aus dem Rahmen und lässt sich extrem viel Zeit, um die Daten zu vervielfältigen.
Da der Teststandort über eines unserer Lautstärkemessgeräte verfügt, haben wir natürlich auch die Lautstärke der Festplatten im Betrieb gemessen. Dazu werden die Laufwerke eingebaut und das Messgerät auf Höhe der Festplatte direkt vor das geschlossene Gehäuse gehalten, wodurch sich ca. 5 cm Abstand zur Festplatte ergeben. Da sich beim CS-601 hier die Lüfteröffnungen befinden, dringt an dieser Stelle auch der meiste Schall nach außen. Die Lautstärke des Systems ohne Aktivität der Festplatten liegt an diesem Messpunkt bei 42,5 dB(A).
Lautstärke beim Zugriff
Angaben in Dezibel
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Auch wenn die Angaben so nahe zusammen liegen, kann man doch deutliche Unterschiede zwischen den Kontrahenten heraus hören. Die beiden leisesten Kandidaten erzeugen beim Zugriff recht dumpfe Geräusche, die man am Besten als „Grummeln“ umschreiben kann. Die Seagate hat ein viel helleres Zugriffsgeräusch, richtig nervend agiert allerdings die Maxtor, bei der ein helles hartes Geräusch hörbar wird.
Auch das reine Laufgeräusch haben wir gemessen, im ausgebauten Zustand wird das Messgerät in fünf Zentimeter Abstand in Höhe des mittleren Schraublochs seitlich neben der Festplatte platziert. Dieser geringe Abstand ist wegen des eingeschränkten Messbereichs nötig, da bereits die umgebende „Stille“ etwa 33 dB(A) laut ist.
Lautstärke in Ruhe
Angaben in Dezibel
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Die Western Digital erzeugt das lauteste Laufgeräusch, trotz FDB-Motor (Fluid Dynamic Bearing - FDB) kann man ein helles Summen wahrnehmen, das auch aus dem geschlossenen Gehäuse dringt. Leise, aber für das menschliche Ohr durchaus hörbar und für empfindliche Naturen schnell störend. Die anderen Festplatten arbeiten quasi unhörbar, nur wenn das Ohr sehr nahe an die Geräte gehalten wird, kann man das Betriebsgeräusch wahrnehmen.
Bleiben noch die Betriebstemperaturen der Kandidaten festzustellen. Der voll gedämmte Chieftec-Tower wird nur auf der Rückseite durch zwei herunter geregelte 80 mm Lüfter entlüftet. Die Frischluft streicht also unbeschleunigt durch die vorderen Lüftungsöffnungen des CS-601. Alle angetretenen Festplatten können Dank S.M.A.R.T. (Self Monitoring and Reporting Technologie) die Temperatur des Gerätes melden.
Temperatur
Angaben in °C
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Immerhin 21 °C Unterschied - das ist schon mal eine ganze Menge. Bevor jedoch jetzt alle über die Samsung SpinPoint jubeln, müssen wir der aufkommenden Freude eine kleinen Dämpfer geben. Bei einer Raumtemperatur von 21 °C meldete die Samsung direkt nach dem Einbau eine Temperatur von 15 °C, also mindestens 6 °C zu wenig. Addiert man diese Temperatur hinzu, bleibt die Samsung allerdings immer noch am kühlsten. Die Maxtor möchte offenbar gerne aktiv gekühlt werden, mit den gemessenen Wert ist man bereits an der Obergrenze der erlaubten Betriebstemperatur angekommen.
Samsung SpinPoint P80 SP1614C
Selbst wenn die Samsung SpinPoint P80 nicht in allen Tests den ersten Platz belegt, kann sie sich doch sehr gut in Szene setzen und zeigt den Mitbewerbern vor allem in unserem praktischen Kopiertest, was eine schnelle Festplatte ausmacht. Dazu ist das Laufgeräusch der SpinPoint quasi nicht hörbar und auch bei den Zugriffsgeräuschen bleibt sie dezent im Hintergrund und behält darüber hinaus den kühlsten Kopf von allen Testteilnehmern. Den Ausschlag gibt dann der Preis, rund 103 Euro für das Modell mit 160GB Kapazität ergeben etwa 0,64 Euro/GB, das ist sehr günstig. Zu guter Letzt stehen auf der Haben-Seite noch drei Jahre Hersteller-Garantie. Aus diesen Gründen verdient sich die Samsung SpinPoint P80 ganz klar unseren Hardware-Hammer.
Western Digital Caviar SE WD1200JD
Die Western Digital Caviar SE kann nicht überzeugen, auch wenn die Zugriffsgeräusche laut Messung die leisesten sind. Das reine Laufgeräusch kann schnell nervend werden und beim Kopiertest versagt die WD1200JD deutlich. Trotzdem kann sie sich im Winbench Business Test an die Spitze setzen, der PCMark04 behauptet wieder das Gegenteil. Die schwachen Werte beim Schreiben und Burst-Lesen aus dem Cache der Festplatte sprechen nicht für dieses Gerät. Die Garantiedauer beträgt auch bei diesem Modell drei Jahre. Der hohe Preis und das schlechte Preis pro GB Verhältnis sind jedoch weitere Minuspunkte für die Western Digital Caviar SE.
Maxtor DiamondMax Plus 9 6Y200MO
Die Maxtor DiamondMax Plus 9, deren P-ATA Schwester wir bereits getestet haben [6], kann sich sowohl beim PCMark04 als auch beim Winbench Highend an die Spitze setzen. Ärgerlich ist das hohe Geräuschniveau beim Datenzugriff, welches in leiser Umgebung schnell als nervend empfunden wird. Die sehr hohen Temperaturen, die bis an die Grenze der Zulässigkeit reichen, sind indiskutabel, Maxtor sollte sich dieses Problems annehmen. Neben der guten Geschwindigkeit kann die DiamondMax Plus 9 mit einem guten Preis aufwarten und es werden drei Jahre Herstellergarantie gewährt.
Seagate Barracuda 7200.7 ST3120026AS
Die einzige native S-ATA Festplatte, deren Vorgänger ebenfalls schon von uns getestet wurde [19], kann nicht überzeugen. Recht laut im Betrieb und beim Zugriff, kann sie sich auch bei den Schreib- und Lesewerten trotz der technologisch sehr aktuellen 100 GB Platter nicht durchsetzen. So hat die Seagate Barracuda zwar die niedrigsten Zugriffszeiten und die niedrigste Prozessorlast, dies ist allerdings mit dem schwächsten durchschnittlichen Schreib- und Lesetempo verbunden. Dafür bietet jedoch auch die Seagate Barracuda 7200.7 eine Herstellergarantie von drei Jahren. Sämtliche Laufwerke von Seagate, die über einen 8 MB großen Cache verfügen, bieten diese längere Herstellergarantie. Festplatten mit kleinerem Cache haben nur ein Jahr Herstellergarantie.
Die aktuellen Preise der Festplatten in den Größen 120 GB, 160 GB und 200 GB haben wir in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst, inklusive dem interessanten Preis pro GB. Die Testkandidaten sind zwecks besserer Übersichtlichkeit in der Tabelle fett geschrieben.
| Hersteller | Kapazität | Preis | Preis pro GB |
| Samsung | 120 GB | 87,50 Euro | 0,73 Euro |
| Samsung | 160 GB | 102,98 Euro | 0,64 Euro |
| Samsung | 200 GB | nicht lieferbar | |
| Western Digital | 120 GB | 90,98 Euro | 0,76 Euro |
| Western Digital | 160 GB | 109,49 Euro | 0,68 Euro |
| Western Digital | 200 GB | 141,53 Euro | 0,71 Euro |
| Maxtor | 120 GB | 90,98 Euro | 0,76 Euro |
| Maxtor | 160 GB | 102,98 Euro | 0,64 Euro |
| Maxtor | 200 GB | 139,82 Euro | 0,70 Euro |
| Seagate | 120 GB | 86,33 Euro | 0,72 Euro |
| Seagate | 160 GB | 103,74 Euro | 0,65 Euro |
| Seagate | 200 GB | 164,90 Euro | 0,82 Euro |