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Test: MacPower Pleiades Super S-Combo

von Ralph Burmester

Einleitung

Betriebssysteme und Anwendungen wie die Office-Suite belegen immer mehr Platz auf der Festplatte im PC. Dazu komme jede Menge kritische Daten wie Urlaubsbilder oder -filme; von der privaten Steuererklärung oder der beruflichen Finanzübersicht einmal ganz abgesehen. Leider denken viel zu wenige Benutzer über das Thema Datensicherung nach und so ist das Wehklagen beim Ausfall der Festplatte weithin allerorts zu hören. Auch in unserem Datenrettungsforum [1], in dem Moderatorin Fiona hilft, wann immer Not an den Daten ist.

Sind regelmäßige Back-Ups denn zu kompliziert? Den Einbau einer zweiten oder dritten HDD für den relativ aufwendigen Aufbau eines RAID-1- oder gar RAID-5-Verbundes scheuen viele Normalanwender. Bleibt als Standardalternative das Sichern auf optischen Medien wie CDs oder DVDs. Die Datensicherheit ist bis zum Zerfall der Medien zwar recht hoch. Leicht ist die Handhabung von vielleicht einem Dutzend Medien zur Datensicherung sicherlich nicht.

Intro

Als Lösung bietet sich für solche Fälle eine externe Festplatte an. Per USB-, FireWire- oder neuerdings per eSATA-Schnittstelle lassen sich derartige Medien über Plug & Play auf einfache Art und Weise anschließen und nutzen. Damit kommen selbst Anfänger gut zurecht und können durch eine Drag-and-Drop-Kopie oder Backup-Software ihre Daten und Programme sichern. In diesem Artikel wollen wir zwei Möglichkeiten aufzeigen. Zum Einen eine Komplettlösung von Iomega, zum Anderen ein externes HDD-Gehäuse von MacPower. Die 250 GB große Iomega-Festplatte wird bereits seit längerer Zeit von uns in den Mainboard-Reviews zum Messen der Schnittstellengeschwindigkeiten verwendet. Um auch die eSATA-Schnittstelle vieler Mainboards testen zu können, steht uns neuerdings das Pleiades-Super-S-Combo-Gehäuse zur Verfügung.

Bereits vor geraumer Zeit hatten wir in einem Artikel [2] einen kleinen Einblick in die Welt der externen Festplattengehäuse gewährt. Nun wollen wir mit diesem Artikel einen begrenzten Blick auf die aktuellen Modelle werfen. Die Messwerte aus dem alten Testbericht können nicht mehr als Vergleich heran gezogen werden. Das Testsystem hat sich seitdem grundlegend verändert.

Um gleichermaßen einen kleinen Einblick in die aktuelle Mainboard-Controller-Welt zu wagen, testen wir die beiden Probanden an Mainboards mit unterschiedlichen Schnittstellen-Bausteinen. Es für fast jede Schnittstelle mehrere Kandidaten zur Auswahl. Nur die FireWire-800-Schnittstelle ist lediglich auf einem Mainboard im Parcours zu finden.

Die Probanden

Werfen wir als erstes einen Blick auf die technische Ausstattung der Testobjekte.

Externe HDD Gehäuse
IomegaMacPower
Iomega 250 GB Pleiades Super S-Combo
Leer-Gehäuse
X
Komplett-System
X
USB 2.0
FireWire 400
FireWire 800
eSATA
X
HDD-Größe
200-500 GB
(320-500)
bis 750 GB
interne Schnittstelle
PATA
SATA
Festplatte
Hitachi 7K250
WD740 Raptor

Das von uns verwendete Iomega-Modell ist zwar nicht mehr erhältlich, soll im Artikel allerdings auch nur als Vergleich zum MacPower-Gehäuse dienen. Daher rühren bei der Kapazität auch die Angaben in Klammern, welche die Werte der momentan erhältlichen Marktmodelle zeigen. Vereinzelt sind noch Modelle der „Black Series“ mit davon abweichenden Kapazitäten zu finden.

Iomega 250 GB Black Series

Die externe Festplatte Iomega 250 GB Black Series gehört zur Professional-Serie, der Top-Serie der externen Desktop-Festplatten. Zum Lieferumfang gehören neben der Festplatte die notwendigen Datenkabel für USB und FireWire und natürlich das Netzteil. Auch eine Backup-Software liegt bei. Die Abmessungen betragen 197 x 121 x 41 mm (LxBxH).

Bildstrecke „Iomega 250 GB“ (12 Bilder)
Iomega 250 GB

Das externe Gehäuse ist zur liegenden Positionierung vorbereitet und besitzt unter dem Gehäuse Gummifüße. Der Ein/Aus-Taster befindet sich neben den vier Schnittstellen und dem Netzteilanschluss an der Rückseite. Zur Kontrolle ist eine blau leuchtende LED verbaut. Im Inneren arbeitet eine Hitachi 7K250 Festplatte mit PATA-Anschluss. Diese ist im Metallrahmen zur Entkoppelung durch Gummimuffen festgeschraubt. Zur Vermeidung eines Wärmestaus ist ein kleiner 30-mm-Lüfter integriert, der recht leise seiner Tätigkeit nachgeht – allerdings immer läuft. Auf der Steuerplatine findet sich ein Initio Inic-2430L-Chip [3], welcher zusammen mit dem Texas Instruments TSB81BA3 [4] die Kommunikation zwischen HDD und den beiden FireWire-Schnittstellen verarbeitet. Die USB-Schnittstelle wird vom Cypress CY7C68300B bedient [5]. Der Anschluss an die Hitachi Deskstar erfolgt per kurzem IDE- und Stromkabel.

MacPower Pleiades Super S-Combo

Im Gegensatz zum Iomega-Laufwerk wird das Pleiades in senkrechter Position betrieben. Der Standfuß, der wie der Rest des Gehäuses aus einer Aluminium-Legierung besteht, ist verschraubt und verfügt über vier Füße mit Silikon-Polster. Diese verhindern nicht nur Kratzer auf der Schreibtisch-Oberfläche sondern auch das Übertragen von Vibrationen und sorgen für rutschfesten Halt. Die Stirnseite ist mit einem Lochgitter versehen, durch das eine blaue Power/Aktivitäts-LED leuchtet. Einen An/Aus-Schalter findet man auf der Rückseite bei den insgesamt fünf Schnittstellen. Aus Platzgründen hat man sich bei MacPower bei der USB-Schnittstelle für die MiniB-Version entschieden. Das Pleiades setzt auf eine komplett passive Kühlung ohne Lüfter. Die Abmessungen betragen 228 x 137 x 35 mm (LxHxB).

Bildstrecke „Pleiades Super S-Combo“ (13 Bilder)
Pleiades Super S-Combo

Die Kommunikation zwischen der eingebauten SATA-Festplatte und der Außenwelt wird komplett vom Oxford-924-DSb-Chip [6] übernommen. Diese Single-Chip-IC ermöglicht ein recht kompaktes Platinen-Design, wodurch das Gehäuse kleiner gehalten werden kann. Der zweite Chip von Texas Instruments, der SN081BA3, dient nur als nötiger PHY-Layer zwischen den FireWire-Anschlüssen und dem Oxford-Chip. Das dritte IC stammt von SST und beherbergt ein 2 MBit großes Flash-Memory [7].

Die Festplatte selbst wird mit Schrauben von unten im Halter befestigt. Für eine gewisse Entkoppelung sorgen vier kleine Silikon-Polster, von denen sich je zwei oben auf jeder Seite des Halters befinden. Der Halter wiederum wird von der Unterseite des Gehäuses aus festgeschraubt. Auch hier gibt es keine Entkoppelung. Damit können sich Schwingungen zwar relativ ungestört ausbreiten. Allerdings kann die verbaute HDD ihre Abwärme auch besser an das Gehäuse abgeben. Der Anschluss an die Elektronik erfolgt nicht per Kabel sondern über einen integrierten Platinenstecker.

Testsystem und Referenzwerte

Referenzwerte: WD740 Raptor

WD740 Raptor

Für einen Vergleich der Leistungsfähigkeit des Pleiades-Gehäuses und seiner eSATA-Schnittstelle braucht man natürlich auch die Messwerte beim direkten Anschluss an den SATA-Anschluss am Mainboard. Wir haben dafür das Asus P5B-E Plus mit Intels P965-Chipsatz gewählt. Der Übersicht halber haben wir die Referenzwerte bei den Ergebnissen jeweils mit aufgeführt.

Raptor - Lesen Durchschnitt

WD740 Raptor
65,1
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Schreiben Durchschnitt

WD740 Raptor
69,2
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Burst

WD740 Raptor
123,7
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - CPU-Last

WD740 Raptor
3
Angaben in Prozent

Mainboards und Controller

In einer Tabelle wollen wir einen kurzen Überblick geben, welches der eingesetzten Mainboards über welchen Chipsatz verfügt. Einhergehend damit kann man erkennen, welcher Schnittstellen-Chip bei zum Beispiel FireWire zum Einsatz kommt. Für den Zugriff auf weitere Informationen lassen sich die Hersteller-Seiten per Maus-Klick aufrufen.

Mainboards + Schnittstellen
MainboardeSATAFireWire 400FireWire 800USB
Asus CrosshairSilicon Image 3132 [18]TI TSB43AB22A [19]XnForce 590 SLI [20]
Asus M2R32-MVPJMicron 360 [21]VIA VT6308P [22]XATi SB600 [23]
Asus P5B-E PlusJMicron 363 [24]TI TSB43AB22A [18]XIntel P965 [25]
Asus P5W DH DeluxeJMicron 363 [23]TI TSB43AB22A [18]XIntel 975X [26]
Asus Striker ExtremeSilicon Image 3132 [17]VIA VT6308P [21]XnForce 680i SLI [27]
Foxconn C51XEM2AAXTI TSB82AA2 [28]TI TSB82AA2 [27]nForce 590 SLI [19]

Messungen

USB2.0

USB - Lesen Durchschnitt

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Asus Crosshair
35,1
33,9
Asus M2R32-MVP
31,9
30,8
Asus P5B-E Plus
34,6
30,8
Asus P5W DH Deluxe
34,6
27,6
Asus Striker Extreme
34,9
30,8
Foxconn C51XEM2AA
35,2
33,9
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Lesen Durchschnitt

WD740 Raptor
65,1
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

USB - Schreiben Durchschnitt

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Asus Crosshair
37,0
34,9
Asus M2R32-MVP
32,5
30,8
Asus P5B-E Plus
28,9
27,4
Asus P5W DH Deluxe
28,9
27,5
Asus Striker Extreme
34,6
32,8
Foxconn C51XEM2AA
37,0
34,9
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Schreiben Durchschnitt

WD740 Raptor
69,2
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

USB - Burst

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Asus Crosshair
37,5
35,1
Asus M2R32-MVP
32,9
31,8
Asus P5B-E Plus
35,2
30,9
Asus P5W DH Deluxe
35,1
27,7
Asus Striker Extreme
35,1
31,0
Foxconn C51XEM2AA
37,6
35,1
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Burst

WD740 Raptor
123,7
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

USB - CPU-Last

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Asus Crosshair
4
5
Asus M2R32-MVP
7
8
Asus P5B-E Plus
4
8
Asus P5W DH Deluxe
8
6
Asus Striker Extreme
6
8
Foxconn C51XEM2AA
7
4
Angaben in Prozent

Raptor - CPU-Last

WD740 Raptor
3
Angaben in Prozent

FireWire 400

FireWire 400 - Lesen Durchschnitt

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Asus Crosshair
41,7
37,9
Asus M2R32-MVP
39,9
36,8
Asus P5B-E Plus
41,7
39,7
Asus P5W DH Deluxe
41,7
36,7
Asus Striker Extreme
39,9
39,3
Foxconn C51XEM2AA
28,1
29,9
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Lesen Durchschnitt

WD740 Raptor
65,1
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

FireWire 400 - Schreiben Durchschnitt

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Asus Crosshair
35,4
30,1
Asus M2R32-MVP
30,4
27,9
Asus P5B-E Plus
35,2
29,3
Asus P5W DH Deluxe
35,3
29,5
Asus Striker Extreme
31,2
28,1
Foxconn C51XEM2AA
23,1
22,9
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Schreiben Durchschnitt

WD740 Raptor
69,2
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

FireWire 400 - Burst

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Asus Crosshair
43,0
42,8
Asus M2R32-MVP
41,2
40,9
Asus P5B-E Plus
43,1
42,9
Asus P5W DH Deluxe
43,1
42,9
Asus Striker Extreme
41,2
41,2
Foxconn C51XEM2AA
29,3
31,2
Angaben in Punkten

Raptor - Burst

WD740 Raptor
123,7
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

FireWire 400 - CPU-Last

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Asus Crosshair
1
1
Asus M2R32-MVP
1
1
Asus P5B-E Plus
0
1
Asus P5W DH Deluxe
0
0
Asus Striker Extreme
1
1
Foxconn C51XEM2AA
1
0
Angaben in Prozent

Raptor - CPU-Last

WD740 Raptor
3
Angaben in Prozent

FireWire 800

FireWire 800 - Lesen Durchschnitt

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Foxconn C51XEM2AA
65,1
50,4
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Lesen Durchschnitt

WD740 Raptor
65,1
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

FireWire 800 - Schreiben Durchschnitt

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Foxconn C51XEM2AA
57,7
41,9
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Schreiben Durchschnitt

WD740 Raptor
69,2
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

FireWire 800 - Burst

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Foxconn C51XEM2AA
87,1
85,8
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Burst

WD740 Raptor
123,7
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

FireWire 800 - CPU-Last

  •  Pleiades Super S-Combo
  •  Iomega 250 GB
Foxconn C51XEM2AA
1
1
Angaben in Prozent

Raptor - CPU-Last

WD740 Raptor
3
Angaben in Prozent

eSATA

eSATA - Lesen Durchschnitt

 Pleiades Super S-Combo:
Asus Crosshair
65,1
Asus M2R32-MVP
65,1
Asus P5B-E Plus
65,1
Asus P5W DH Deluxe
65,1
Asus Striker Extreme
65,1
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Lesen Durchschnitt

WD740 Raptor
65,1
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

eSATA - Schreiben Durchschnitt

 Pleiades Super S-Combo:
Asus P5W DH Deluxe
64,1
Asus M2R32-MVP
62,2
Asus P5B-E Plus
62,2
Asus Striker Extreme
61,9
Asus Crosshair
61,6
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Schreiben Durchschnitt

WD740 Raptor
69,2
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

eSATA - Burst

 Pleiades Super S-Combo:
Asus P5W DH Deluxe
147,6
Asus M2R32-MVP
145,7
Asus Crosshair
122,5
Asus Striker Extreme
121,8
Asus P5B-E Plus
116,6
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Raptor - Burst

WD740 Raptor
123,7
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

eSATA - CPU-Last

 Pleiades Super S-Combo:
Asus M2R32-MVP
4
Asus P5W DH Deluxe
3
Asus Crosshair
1
Asus P5B-E Plus
1
Asus Striker Extreme
1
Angaben in Prozent

Raptor - CPU-Last

WD740 Raptor
3
Angaben in Prozent

Stromaufnahme

Stromaufnahme

  •  Idle
  •  Last
Pleiades Super S-Combo
11,7
17,0
Hinweis: 26 beim Einschalten
Iomega 250 GB
8,0
15,0
Hinweis: 20 beim Einschalten
Angaben in Watt (W)

Natürlich benötigen die externen Festplatten mitsamt Gehäuse minimal mehr Strom, als wenn die Festplatte im PC verbaut wäre. Trotzdem liegt der Strombedarf durchaus im grünen Bereich. Um im ausgeschalteten Zustand den Stromverbrauch auf das mögliche Minimum zu reduzieren, sollte man nicht nur die Festplatte am Gehäuse ausschalten, sondern auch das externe Netzteil. Das sind zwar nur ca. 1,5 Watt, allerdings summiert sich auch das über das Jahr zu einigen verschwendeten Euros und kWh.

Temperatur

Temperatur

  •  Idle
  •  Last
Pleiades Super S-Combo
34
36
Iomega 250 GB
29
32
Angaben in °C

Leider lassen die Controller-Chips der externen Gehäuse das Auslesen der Temperaturwerte per S.M.A.R.T. nicht zu. So haben wir nur die wärmste Stelle am Gehäuse gemessen. Auf Grund der niedrigen Werte (Raumtemperatur 20°C) kann man jedoch davon ausgehen, das die Festplatten nicht so schnell ins Schwitzen geraten und bei mehr als 50 °C arbeiten müssen.

Fazit

Sicherlich bieten externe Festplatten eine sehr gute Möglichkeit, um wichtige Daten zu sichern oder auf einfache Art und Weise von A nach B zu transportieren. Wenn, ja wenn da nicht der Wust an verschiedenen Schnittstellen wäre. Plug & Play wird zwar zum Glück von allen unterstützt. Bei der Geschwindigkeit und im Preis gibt es aber gravierende Unterschiede. Natürlich bietet USB den wohl höchsten Verbreitungsgrad sowohl bei PCs, Notebooks als auch externen HDD-Lösungen. Dem gegenüber steht eine meist höhere CPU-Last und eine relativ geringe Übertragungsgeschwindigkeit. Ein weiterer Vorteil von USB sind die erlaubten bis zu fünf Meter Kabellänge zwischen Hub (z.B. PC) und Gerät.

Ähnlich gut verbreitet auf der PC-Seite ist die FireWire-Schnittstelle IEEE-1394a. Bei den externen Gehäusen wird die Auswahl schon kleiner. Kaum vorhanden ist die wesentlich schnellere FireWire-800-Schnittstelle IEEE-1394b, was wohl hauptsächlich auf den Kostendruck zurückzuführen ist. Mit der 400er-Variante ist man zwar besser bedient als mit USB, kann allerdings moderne Festplatten, die deutlich höhere Datentransferraten aufweisen, nicht ausnutzen. Hier greift FireWire 800, das erst bei knapp 90 MB/s einen Riegel vorschiebt. Die erlaubten Kabellängen liegen bei FW400 bei 4,5 und bei FW800 bei über 70 Metern.

Kommen wir zur neusten Schnittstelle, external SATA. In den Anfangszeiten von SATA gab es von einigen Herstellern bereits proprietäre Lösungsansätze [29], um externe SATA-Geräte anzusprechen. Inzwischen gibt es einen offiziellen eSATA-Standard, der für einheitliche Lösungen sorgt. Wie bei den FireWire-Controllern wird die CPU des Host-Systems quasi nicht beansprucht. Und auf der Geschwindigkeits-Seite kann sich eSATA direkt an die Spitze setzen. Ähnlich wie beim direkten Anschluss am Mainboard kann sich die von uns eingesetzte Raptor ungebremst der Datenschieberei widmen. Der eSATA-Standard erlaubt Kabellängen von bis zu zwei Metern.

Pleiades Super S-Combo

Das Fazit ist somit klar: Gelgenheitsnutzer, die Daten nicht unter Zeitdruck sichern müssen, sind mit der USB- oder FireWire-400-Schnittstelle prima bedient. Die erreichten Geschwindigkeiten sind für viele Anwendungszwecke ausreichend, die Kabelpreise für den Fall der Fälle günstig. Wer jedoch viele Daten in kurzer Zeit verschieben, kopieren oder sichern möchte, für den kommt nur FireWire 800 oder eSATA als Anschluss-Art in Frage. Leider liegen die Preise für externe Gehäuse mit diesen Schnittstellen noch deutlich über denen der USB-Geräte. Durch die Zeitersparnis und damit gesteigerte Produktivität sollten sich diese Zusatzkosten im Bedarfsfall aber schnell amortisieren. Inzwischen liegen eSATA-Kabel preislich auf dem Niveau von USB-Kabeln, nur FireWire-800-Kabel liegen etwas teurer bei etwa fünf bis acht Euro.

Der Vorteil von Komplettlösungen wie von Iomega sind meist die beiliegenden Back-Up-Programme, die die Datensicherung leicht machen. Allerdings sollte man sich vor dem Kauf über den oder die verbauten Schnittstellen-ICs informieren, bieten diese doch unterschiedliche Leistungen. Auch der Controller auf der PC- oder Notebook-Seite spielt eine Rolle, wie sich den Diagrammen deutlich entnehmen lässt.

Einfache eSATA-Gehäuse beginnen bereits bei unter 30 Euro [30], reine USB-Gehäuse schon bei zehn Euro [31]. Auch interne Controller-Karten für das Nachrüsten werden angeboten. Allerdings wird dann der PCI-Bus möglicherweise wieder zum begrenzenden Element. Doch wer bei der Wahl eines neuen Mainboards einfach auch auf die Anschluss-Seite achtet, der kann sich in Zukunft beim Nutzen einer externen Festplatte über einen nicht unwesentlichen Geschwindigkeitsvorteil freuen.

Das von uns getestete Pleiades-Gehäuse ist in puncto Konnektivität auf der Höhe der Zeit. Mehr geht kaum und muss auch nicht. Die erreichten Geschwindigkeiten und die niedrige Temperatur auch beim Betrieb der Raptor-Festplatte geben keinen Grund zur Klage. Die Montage ist für geübte Schraubendreher-Virtuosen in wenigen Minuten erledigt. Leider benötigt man zwei verschiedene Größen von Kreuzschlitz-Schraubendrehern. Das ist dann aber auch das einzige Manko. Das MacPower Pleiades Super S-Combo ist ab rund 105 Euro zum Beispiel bei Lauwe.de [32] erhältlich.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/forum/forumdisplay.php?f=78
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/laufwerke/2004/test_externe_25-_35-gehaeuse/
  3. http://www.initio.com/products/index.htm
  4. http://focus.ti.com/docs/prod/folders/print/tsb81ba3.html
  5. http://www.cypress.com/portal/server.pt?space=CommunityPage&control=SetCommunity&CommunityID=209&PageID=215&gid=9&fid=14&category=EZ-USB+AT2LP&showall=false
  6. http://www.oxsemi.com/products/storage/OXUF924DSB.html
  7. http://www.semiconductorstore.com/Pages/Items/SST/39VF200A704CB3K.htm
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2006/test_intel_core_2_duo_e6700_e6600/
  9. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/test_fuenf_mainboards_sockel_am2/3/#abschnitt_asus_crosshair
  10. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/test_asus_m2r32-mvp/3/#abschnitt_asus_m2r32_mvp
  11. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/test_nforce_680i_sli_intel_p965/3/#abschnitt_asus_p5b_e_plus
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/bericht_asus_p5w_dh_deluxe_msi_p4n_sli_xe/2/#abschnitt_asus_p5w_dh_deluxe
  13. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/test_zweimal_nforce_680i_asus/3/#abschnitt_asus_striker_extreme
  14. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/test_fuenf_mainboards_sockel_am2/7/#abschnitt_foxconn_c51xem2aa
  15. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2006/test_geforce_7600_gt_7900_gt_7900_gtx/5/#abschnitt_nvidia_geforce_7900_gtx
  16. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2002/test_avance_b031-ti_mini_server/
  17. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2003/test_32_lueftern_fluegel/3/#abschnitt_noiseblocker
  18. http://www.siliconimage.com/products/product.aspx?id=32
  19. http://focus.ti.com/docs/prod/folders/print/tsb43ab22a.html
  20. http://www.nvidia.de/page/nforce5_amd.html
  21. http://www.jmicron.com/Product_JMB360.htm
  22. http://www.via.com.tw/en/products/peripherals/1394/vt6308ps//
  23. http://www.amd.com/us-en/Processors/ProductInformation/0,,30_118_14603_14604^14607,00.html
  24. http://www.jmicron.com/Product_JMB363.htm
  25. http://www.intel.com/cd/products/services/emea/deu/chipsets/289386.htm
  26. http://www.intel.com/cd/products/services/emea/deu/chipsets/247208.htm
  27. http://www.nvidia.de/page/nforce_600i.html
  28. http://focus.ti.com/docs/prod/folders/print/tsb82aa2.html
  29. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/laufwerke/2003/test_externe_festplattengehaeuse/2/#abschnitt_highpoint_rocketmate_1000
  30. http://geizhals.at/deutschland/?cat=gehhd&bpmax=&asuch=esata&sort=p
  31. http://geizhals.at/deutschland/?cat=gehhd&sort=p&bpmax=&asuch=usb+3.5&filter=+Angebote+anzeigen+
  32. http://www.lauwe.de
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