Einleitung
Betriebssysteme und Anwendungen wie die Office-Suite belegen immer mehr Platz auf der Festplatte im PC. Dazu komme jede Menge kritische Daten wie Urlaubsbilder oder -filme; von der privaten Steuererklärung oder der beruflichen Finanzübersicht einmal ganz abgesehen. Leider denken viel zu wenige Benutzer über das Thema Datensicherung nach und so ist das Wehklagen beim Ausfall der Festplatte weithin allerorts zu hören. Auch in unserem Datenrettungsforum [1], in dem Moderatorin Fiona hilft, wann immer Not an den Daten ist.
Sind regelmäßige Back-Ups denn zu kompliziert? Den Einbau einer zweiten oder dritten HDD für den relativ aufwendigen Aufbau eines RAID-1- oder gar RAID-5-Verbundes scheuen viele Normalanwender. Bleibt als Standardalternative das Sichern auf optischen Medien wie CDs oder DVDs. Die Datensicherheit ist bis zum Zerfall der Medien zwar recht hoch. Leicht ist die Handhabung von vielleicht einem Dutzend Medien zur Datensicherung sicherlich nicht.
Als Lösung bietet sich für solche Fälle eine externe Festplatte an. Per USB-, FireWire- oder neuerdings per eSATA-Schnittstelle lassen sich derartige Medien über Plug & Play auf einfache Art und Weise anschließen und nutzen. Damit kommen selbst Anfänger gut zurecht und können durch eine Drag-and-Drop-Kopie oder Backup-Software ihre Daten und Programme sichern. In diesem Artikel wollen wir zwei Möglichkeiten aufzeigen. Zum Einen eine Komplettlösung von Iomega, zum Anderen ein externes HDD-Gehäuse von MacPower. Die 250 GB große Iomega-Festplatte wird bereits seit längerer Zeit von uns in den Mainboard-Reviews zum Messen der Schnittstellengeschwindigkeiten verwendet. Um auch die eSATA-Schnittstelle vieler Mainboards testen zu können, steht uns neuerdings das Pleiades-Super-S-Combo-Gehäuse zur Verfügung.
Bereits vor geraumer Zeit hatten wir in einem Artikel [2] einen kleinen Einblick in die Welt der externen Festplattengehäuse gewährt. Nun wollen wir mit diesem Artikel einen begrenzten Blick auf die aktuellen Modelle werfen. Die Messwerte aus dem alten Testbericht können nicht mehr als Vergleich heran gezogen werden. Das Testsystem hat sich seitdem grundlegend verändert.
Um gleichermaßen einen kleinen Einblick in die aktuelle Mainboard-Controller-Welt zu wagen, testen wir die beiden Probanden an Mainboards mit unterschiedlichen Schnittstellen-Bausteinen. Es für fast jede Schnittstelle mehrere Kandidaten zur Auswahl. Nur die FireWire-800-Schnittstelle ist lediglich auf einem Mainboard im Parcours zu finden.
Die Probanden
Werfen wir als erstes einen Blick auf die technische Ausstattung der Testobjekte.
Externe HDD Gehäuse
| Iomega | MacPower |
|
|
|
| Leer-Gehäuse | X | √ |
| Komplett-System | √ | X |
| USB 2.0 | √ | √ |
| FireWire 400 | √ | √ |
| FireWire 800 | √ | √ |
| eSATA | X | √ |
| HDD-Größe | 200-500 GB (320-500) | bis 750 GB |
| interne Schnittstelle | PATA | SATA |
| Festplatte | Hitachi 7K250 | WD740 Raptor |
Das von uns verwendete Iomega-Modell ist zwar nicht mehr erhältlich, soll im Artikel allerdings auch nur als Vergleich zum MacPower-Gehäuse dienen. Daher rühren bei der Kapazität auch die Angaben in Klammern, welche die Werte der momentan erhältlichen Marktmodelle zeigen. Vereinzelt sind noch Modelle der „Black Series“ mit davon abweichenden Kapazitäten zu finden.
Iomega 250 GB Black Series
Die externe Festplatte Iomega 250 GB Black Series gehört zur Professional-Serie, der Top-Serie der externen Desktop-Festplatten. Zum Lieferumfang gehören neben der Festplatte die notwendigen Datenkabel für USB und FireWire und natürlich das Netzteil. Auch eine Backup-Software liegt bei. Die Abmessungen betragen 197 x 121 x 41 mm (LxBxH).
Bildstrecke „Iomega 250 GB“ (12 Bilder)
Das externe Gehäuse ist zur liegenden Positionierung vorbereitet und besitzt unter dem Gehäuse Gummifüße. Der Ein/Aus-Taster befindet sich neben den vier Schnittstellen und dem Netzteilanschluss an der Rückseite. Zur Kontrolle ist eine blau leuchtende LED verbaut. Im Inneren arbeitet eine Hitachi 7K250 Festplatte mit PATA-Anschluss. Diese ist im Metallrahmen zur Entkoppelung durch Gummimuffen festgeschraubt. Zur Vermeidung eines Wärmestaus ist ein kleiner 30-mm-Lüfter integriert, der recht leise seiner Tätigkeit nachgeht – allerdings immer läuft. Auf der Steuerplatine findet sich ein Initio Inic-2430L-Chip [3], welcher zusammen mit dem Texas Instruments TSB81BA3 [4] die Kommunikation zwischen HDD und den beiden FireWire-Schnittstellen verarbeitet. Die USB-Schnittstelle wird vom Cypress CY7C68300B bedient [5]. Der Anschluss an die Hitachi Deskstar erfolgt per kurzem IDE- und Stromkabel.
MacPower Pleiades Super S-Combo
Im Gegensatz zum Iomega-Laufwerk wird das Pleiades in senkrechter Position betrieben. Der Standfuß, der wie der Rest des Gehäuses aus einer Aluminium-Legierung besteht, ist verschraubt und verfügt über vier Füße mit Silikon-Polster. Diese verhindern nicht nur Kratzer auf der Schreibtisch-Oberfläche sondern auch das Übertragen von Vibrationen und sorgen für rutschfesten Halt. Die Stirnseite ist mit einem Lochgitter versehen, durch das eine blaue Power/Aktivitäts-LED leuchtet. Einen An/Aus-Schalter findet man auf der Rückseite bei den insgesamt fünf Schnittstellen. Aus Platzgründen hat man sich bei MacPower bei der USB-Schnittstelle für die MiniB-Version entschieden. Das Pleiades setzt auf eine komplett passive Kühlung ohne Lüfter. Die Abmessungen betragen 228 x 137 x 35 mm (LxHxB).
Bildstrecke „Pleiades Super S-Combo“ (13 Bilder)
Die Kommunikation zwischen der eingebauten SATA-Festplatte und der Außenwelt wird komplett vom Oxford-924-DSb-Chip [6] übernommen. Diese Single-Chip-IC ermöglicht ein recht kompaktes Platinen-Design, wodurch das Gehäuse kleiner gehalten werden kann. Der zweite Chip von Texas Instruments, der SN081BA3, dient nur als nötiger PHY-Layer zwischen den FireWire-Anschlüssen und dem Oxford-Chip. Das dritte IC stammt von SST und beherbergt ein 2 MBit großes Flash-Memory [7].
Die Festplatte selbst wird mit Schrauben von unten im Halter befestigt. Für eine gewisse Entkoppelung sorgen vier kleine Silikon-Polster, von denen sich je zwei oben auf jeder Seite des Halters befinden. Der Halter wiederum wird von der Unterseite des Gehäuses aus festgeschraubt. Auch hier gibt es keine Entkoppelung. Damit können sich Schwingungen zwar relativ ungestört ausbreiten. Allerdings kann die verbaute HDD ihre Abwärme auch besser an das Gehäuse abgeben. Der Anschluss an die Elektronik erfolgt nicht per Kabel sondern über einen integrierten Platinenstecker.
Testsystem und Referenzwerte
- Prozessor
- AMD Athlon 64 X2 3800+, Sockel AM2
- Intel Core 2 Duo E6300 [8], 1,86 GHz, FSB1066
- Motherboards
- Arbeitsspeicher
- 2x1024 MB DDR2-800 Corsair TWIN2X2048-6400C4 (DDR2-800 CL4-4-4-12)
- Grafikkarte
- Peripherie
- Samsung P80SD SATA II, 80 GB (1x System, 3x RAID)
- Pioneer DVD-ROM DVD-105
- Iomega 250 GB USB 2.0 / FireWire 400/800 extern, Hitachi 7K250 integriert
- MacPower Pleiades Super S-Combo, Test mit WD740 Raptor
- Sonstiges
- Avance B031 Gehäuse [16]
- Tagan TG480-U22-2Force-Netzteil, 480 Watt
- Noiseblocker S2 Ultra-Silent-Fan 80 mm [17] (Drei Stück)
- Software
- Windows XP Professional SP2
- DirectX 9.0c (Juni 2006)
- Treiber
- Intel Chipsatztreiber 8.1.1.1010
- Intel Matrix Storage Manager 6.2.0.2002
- nVidia nForce 9.53 WHQL (680i)
- nVidia nForce 9.35 WHQL (590)
- JMicron 36x 1.12.07.00
- Silicon Image 3132 1.0.19.0
Referenzwerte: WD740 Raptor
Für einen Vergleich der Leistungsfähigkeit des Pleiades-Gehäuses und seiner eSATA-Schnittstelle braucht man natürlich auch die Messwerte beim direkten Anschluss an den SATA-Anschluss am Mainboard. Wir haben dafür das Asus P5B-E Plus mit Intels P965-Chipsatz gewählt. Der Übersicht halber haben wir die Referenzwerte bei den Ergebnissen jeweils mit aufgeführt.
Raptor - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Mainboards und Controller
In einer Tabelle wollen wir einen kurzen Überblick geben, welches der eingesetzten Mainboards über welchen Chipsatz verfügt. Einhergehend damit kann man erkennen, welcher Schnittstellen-Chip bei zum Beispiel FireWire zum Einsatz kommt. Für den Zugriff auf weitere Informationen lassen sich die Hersteller-Seiten per Maus-Klick aufrufen.
Mainboards + Schnittstellen
| Mainboard | eSATA | FireWire 400 | FireWire 800 | USB |
| Asus Crosshair | Silicon Image 3132 [18] | TI TSB43AB22A [19] | X | nForce 590 SLI [20] |
| Asus M2R32-MVP | JMicron 360 [21] | VIA VT6308P [22] | X | ATi SB600 [23] |
| Asus P5B-E Plus | JMicron 363 [24] | TI TSB43AB22A [18] | X | Intel P965 [25] |
| Asus P5W DH Deluxe | JMicron 363 [23] | TI TSB43AB22A [18] | X | Intel 975X [26] |
| Asus Striker Extreme | Silicon Image 3132 [17] | VIA VT6308P [21] | X | nForce 680i SLI [27] |
| Foxconn C51XEM2AA | X | TI TSB82AA2 [28] | TI TSB82AA2 [27] | nForce 590 SLI [19] |
Messungen
USB2.0
USB - Lesen Durchschnitt
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
| Asus Crosshair | |
|
| Asus M2R32-MVP | |
|
| Asus P5B-E Plus | |
|
| Asus P5W DH Deluxe | |
|
| Asus Striker Extreme | |
|
| Foxconn C51XEM2AA | |
|
|
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB - Schreiben Durchschnitt
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
| Asus Crosshair | |
|
| Asus M2R32-MVP | |
|
| Asus P5B-E Plus | |
|
| Asus P5W DH Deluxe | |
|
| Asus Striker Extreme | |
|
| Foxconn C51XEM2AA | |
|
|
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB - Burst
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
| Asus Crosshair | |
|
| Asus M2R32-MVP | |
|
| Asus P5B-E Plus | |
|
| Asus P5W DH Deluxe | |
|
| Asus Striker Extreme | |
|
| Foxconn C51XEM2AA | |
|
|
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB - CPU-Last
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
| Asus Crosshair | |
|
| Asus M2R32-MVP | |
|
| Asus P5B-E Plus | |
|
| Asus P5W DH Deluxe | |
|
| Asus Striker Extreme | |
|
| Foxconn C51XEM2AA | |
|
|
Angaben in Prozent
|
Raptor - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
FireWire 400
FireWire 400 - Lesen Durchschnitt
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
| Asus Crosshair | |
|
| Asus M2R32-MVP | |
|
| Asus P5B-E Plus | |
|
| Asus P5W DH Deluxe | |
|
| Asus Striker Extreme | |
|
| Foxconn C51XEM2AA | |
|
|
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire 400 - Schreiben Durchschnitt
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
| Asus Crosshair | |
|
| Asus M2R32-MVP | |
|
| Asus P5B-E Plus | |
|
| Asus P5W DH Deluxe | |
|
| Asus Striker Extreme | |
|
| Foxconn C51XEM2AA | |
|
|
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire 400 - Burst
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
| Asus Crosshair | |
|
| Asus M2R32-MVP | |
|
| Asus P5B-E Plus | |
|
| Asus P5W DH Deluxe | |
|
| Asus Striker Extreme | |
|
| Foxconn C51XEM2AA | |
|
|
Angaben in Punkten
|
Raptor - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire 400 - CPU-Last
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
| Asus Crosshair | |
|
| Asus M2R32-MVP | |
|
| Asus P5B-E Plus | 0 |
|
| Asus P5W DH Deluxe | 0 |
| 0 |
| Asus Striker Extreme | |
|
| Foxconn C51XEM2AA | |
| 0 |
|
Angaben in Prozent
|
Raptor - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
FireWire 800
FireWire 800 - Lesen Durchschnitt
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire 800 - Schreiben Durchschnitt
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire 800 - Burst
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire 800 - CPU-Last
- Pleiades Super S-Combo
- Iomega 250 GB
Angaben in Prozent
|
Raptor - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
eSATA
eSATA - Lesen Durchschnitt
| |
| Asus Crosshair | |
| Asus M2R32-MVP | |
| Asus P5B-E Plus | |
| Asus P5W DH Deluxe | |
| Asus Striker Extreme | |
|
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
eSATA - Schreiben Durchschnitt
| |
| Asus P5W DH Deluxe | |
| Asus M2R32-MVP | |
| Asus P5B-E Plus | |
| Asus Striker Extreme | |
| Asus Crosshair | |
|
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
eSATA - Burst
| |
| Asus P5W DH Deluxe | |
| Asus M2R32-MVP | |
| Asus Crosshair | |
| Asus Striker Extreme | |
| Asus P5B-E Plus | |
|
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Raptor - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
eSATA - CPU-Last
| |
| Asus M2R32-MVP | |
| Asus P5W DH Deluxe | |
| Asus Crosshair | |
| Asus P5B-E Plus | |
| Asus Striker Extreme | |
|
Angaben in Prozent
|
Raptor - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Stromaufnahme
Stromaufnahme
| Pleiades Super S-Combo | |
|
| Iomega 250 GB | |
|
|
Angaben in Watt (W)
|
Natürlich benötigen die externen Festplatten mitsamt Gehäuse minimal mehr Strom, als wenn die Festplatte im PC verbaut wäre. Trotzdem liegt der Strombedarf durchaus im grünen Bereich. Um im ausgeschalteten Zustand den Stromverbrauch auf das mögliche Minimum zu reduzieren, sollte man nicht nur die Festplatte am Gehäuse ausschalten, sondern auch das externe Netzteil. Das sind zwar nur ca. 1,5 Watt, allerdings summiert sich auch das über das Jahr zu einigen verschwendeten Euros und kWh.
Temperatur
Temperatur
| Pleiades Super S-Combo | |
|
| Iomega 250 GB | |
|
|
Angaben in °C
|
Leider lassen die Controller-Chips der externen Gehäuse das Auslesen der Temperaturwerte per S.M.A.R.T. nicht zu. So haben wir nur die wärmste Stelle am Gehäuse gemessen. Auf Grund der niedrigen Werte (Raumtemperatur 20°C) kann man jedoch davon ausgehen, das die Festplatten nicht so schnell ins Schwitzen geraten und bei mehr als 50 °C arbeiten müssen.
Fazit
Sicherlich bieten externe Festplatten eine sehr gute Möglichkeit, um wichtige Daten zu sichern oder auf einfache Art und Weise von A nach B zu transportieren. Wenn, ja wenn da nicht der Wust an verschiedenen Schnittstellen wäre. Plug & Play wird zwar zum Glück von allen unterstützt. Bei der Geschwindigkeit und im Preis gibt es aber gravierende Unterschiede. Natürlich bietet USB den wohl höchsten Verbreitungsgrad sowohl bei PCs, Notebooks als auch externen HDD-Lösungen. Dem gegenüber steht eine meist höhere CPU-Last und eine relativ geringe Übertragungsgeschwindigkeit. Ein weiterer Vorteil von USB sind die erlaubten bis zu fünf Meter Kabellänge zwischen Hub (z.B. PC) und Gerät.
Ähnlich gut verbreitet auf der PC-Seite ist die FireWire-Schnittstelle IEEE-1394a. Bei den externen Gehäusen wird die Auswahl schon kleiner. Kaum vorhanden ist die wesentlich schnellere FireWire-800-Schnittstelle IEEE-1394b, was wohl hauptsächlich auf den Kostendruck zurückzuführen ist. Mit der 400er-Variante ist man zwar besser bedient als mit USB, kann allerdings moderne Festplatten, die deutlich höhere Datentransferraten aufweisen, nicht ausnutzen. Hier greift FireWire 800, das erst bei knapp 90 MB/s einen Riegel vorschiebt. Die erlaubten Kabellängen liegen bei FW400 bei 4,5 und bei FW800 bei über 70 Metern.
Kommen wir zur neusten Schnittstelle, external SATA. In den Anfangszeiten von SATA gab es von einigen Herstellern bereits proprietäre Lösungsansätze [29], um externe SATA-Geräte anzusprechen. Inzwischen gibt es einen offiziellen eSATA-Standard, der für einheitliche Lösungen sorgt. Wie bei den FireWire-Controllern wird die CPU des Host-Systems quasi nicht beansprucht. Und auf der Geschwindigkeits-Seite kann sich eSATA direkt an die Spitze setzen. Ähnlich wie beim direkten Anschluss am Mainboard kann sich die von uns eingesetzte Raptor ungebremst der Datenschieberei widmen. Der eSATA-Standard erlaubt Kabellängen von bis zu zwei Metern.
Das Fazit ist somit klar: Gelgenheitsnutzer, die Daten nicht unter Zeitdruck sichern müssen, sind mit der USB- oder FireWire-400-Schnittstelle prima bedient. Die erreichten Geschwindigkeiten sind für viele Anwendungszwecke ausreichend, die Kabelpreise für den Fall der Fälle günstig. Wer jedoch viele Daten in kurzer Zeit verschieben, kopieren oder sichern möchte, für den kommt nur FireWire 800 oder eSATA als Anschluss-Art in Frage. Leider liegen die Preise für externe Gehäuse mit diesen Schnittstellen noch deutlich über denen der USB-Geräte. Durch die Zeitersparnis und damit gesteigerte Produktivität sollten sich diese Zusatzkosten im Bedarfsfall aber schnell amortisieren. Inzwischen liegen eSATA-Kabel preislich auf dem Niveau von USB-Kabeln, nur FireWire-800-Kabel liegen etwas teurer bei etwa fünf bis acht Euro.
Der Vorteil von Komplettlösungen wie von Iomega sind meist die beiliegenden Back-Up-Programme, die die Datensicherung leicht machen. Allerdings sollte man sich vor dem Kauf über den oder die verbauten Schnittstellen-ICs informieren, bieten diese doch unterschiedliche Leistungen. Auch der Controller auf der PC- oder Notebook-Seite spielt eine Rolle, wie sich den Diagrammen deutlich entnehmen lässt.
Einfache eSATA-Gehäuse beginnen bereits bei unter 30 Euro [30], reine USB-Gehäuse schon bei zehn Euro [31]. Auch interne Controller-Karten für das Nachrüsten werden angeboten. Allerdings wird dann der PCI-Bus möglicherweise wieder zum begrenzenden Element. Doch wer bei der Wahl eines neuen Mainboards einfach auch auf die Anschluss-Seite achtet, der kann sich in Zukunft beim Nutzen einer externen Festplatte über einen nicht unwesentlichen Geschwindigkeitsvorteil freuen.
Das von uns getestete Pleiades-Gehäuse ist in puncto Konnektivität auf der Höhe der Zeit. Mehr geht kaum und muss auch nicht. Die erreichten Geschwindigkeiten und die niedrige Temperatur auch beim Betrieb der Raptor-Festplatte geben keinen Grund zur Klage. Die Montage ist für geübte Schraubendreher-Virtuosen in wenigen Minuten erledigt. Leider benötigt man zwei verschiedene Größen von Kreuzschlitz-Schraubendrehern. Das ist dann aber auch das einzige Manko. Das MacPower Pleiades Super S-Combo ist ab rund 105 Euro zum Beispiel bei Lauwe.de [32] erhältlich.