Da bereits ASUS bewiesen hat, dass die Vorgaben Intels das eine, das letztendliche Hersteller-Mainboard jedoch etwas völlig anderes sein kann, fällt unser Blick mit geschärftem Interesse auf die nächsten zwei Protagonisten. In diesem Test nun reiht sich Abit mit zwei eigenen Vertretern in die Diagramme der Benchmarks ein, muss sich gegen bereits getestete Hardware behaupten und auch der Kritik des Redakteurs standhalten. Als Vorreiter in unseren Sockel-775-Tests nimmt ASUS natürlich auch die Position des bisher als Referenz anzusehenden Herstellers ein - ein Umstand, der in diesem Test sein Ende findet?
Vorwegnehmen kann man an dieser Stelle wohl, dass die beiden Hersteller, oder die vier zu vergleichenden Mainboards (lässt man Intel außen vor), nicht sehr viel mehr gemein haben als den Chipsatz, auf den sie setzen. So bildet allein die Farbgebung des PCBs beim Auspacken einen extremen Kontrast, will sich doch jeder Hersteller in jeder Beziehung vom anderen abheben.
Fronten werden auch bei der Kühllösung geschaffen, die, das sei vorweg genommen, ebenfalls bei den zwei Herstellern auseinandergeht. Während man bei ASUS mit einer kompletten Passivkühlung sowohl Freunde des leisen Betriebes ansprechen wie auch Übertakter durch Extra-Features gewinnen will, so setzt man bei Abit gleich auf eine aktive Kühlung - wohl, um das Potenzial als Overclocking-Mainboard unter Beweis zu stellen.
Was nun Schau ist und was in den Tests übrig bleibt, das gilt es in diesem Bericht herauszufinden. Aus diesem Grunde soll nicht lange gefackelt werden - es gilt Mainboards zu testen.
Da sich im Laufe der Zeit einige Artikel angesammelt haben, die mit diesem Artikel in Zusammenhang stehen, wollen wir diese noch einmal in Erinnerung rufen. Da es mitunter vorkommt, dass im heutigen Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Tests und Technikerläuterungen zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas „mehr“ wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte zu werfen.
Orange, modern und fabrikfrisch - das sind sie beide, die Mainboards aus dem Hause Abit. Doch was unterscheidet das Abit AG8 vom Abit AA8 DuraMax? Nun, neben einer anderen farblichen Codierung der RAM-Bänke wäre hier wohl der Chipsatz zu nennen. Das Abit AA8 DuraMax setzt auf Intels derzeitigen High-Performance-Chipsatz i925X, das Abit AG8 nutzt den kleineren Bruder, Intels i915P-Chipsatz. Weiterhin ist als deutlicher Unterschied festzustellen, dass das Abit AA8 DuraMax mit DDR2-Speicher bestückt werden muss, jener zweite Testkandidat auf i915P-Basis hingegen auf den älteren (und im Vergleich zu DDR2-Speicher eher verfügbaren) DDR1-RAM setzt. Im Folgenden soll einmal genauer auf die Merkmale eingegangen werden, die bei der Betrachtung der beiden Mainboards auffallen:
Bei der ersten Betrachtung des Abit AA8 DuraMax fallen die knalligen Farben des Mainboards auf: Orangenes PCB, giftgrüne beziehungsweise ebenfalls orangene RAM-Bänke sowie hellblaue Kühlkonstruktionen auf der North- und Southbridge. Während der Southbridgekühlkörper erwartungsgemäß klein ausfällt, thront auf der Northbridge ein mit einem Aktivlüfter versehener Kühlkörper. Der Lüfter wurde jedoch nicht wie gewohnt parallel zur Hauptplatine aufgebracht, Abit zog es bei dem AA8 DuraMax vor, den nur 40 mm hohen Lüfter senkrecht zum PCB zu montieren.
Im Vergleich zu der bereits getesteten Konkurrenz von ASUS und auch unter Berücksichtigung der Intel-Mainboards selbst, die wir seiner Zeit als Referenz herangezogen haben, stellt die Aktivkühlung natürlich eine potentielle Geräuschquelle dar. Eine Geräuschquelle, deren Existenz im gleichen Atemzug nicht begründet werden kann - denn es geht doch auch passiv. Wahrscheinlich ist, dass man somit für mehr Stabilität sorgen wollte und vor allem den Übertaktern mehr Freiraum noch oben zu geben versuchte (bzw. diesen Freiraum zumindest suggerieren möchte). Diese Vermutung muss jedoch erst noch im weiteren Testverlauf bestätigt werden.
Als weitere Besonderheit bei der äußerlichen Betrachtung fällt die digitalen Diagnose-Anzeige auf, deren Funktion sicherlich nur kurz umrissen werden braucht: Mittels eines Fehlercodes wird auf das Nichtfunktionieren bestimmter Komponenten oder eine falsche Konfiguration hingewiesen, das Handbuch hilft dann bei der Deutung des ausgegebenen Fehlercodes und das Problem kann so effektiv eingegrenzt werden. Benutzerfreundlich wurden neue und alte Slots farblich voneinander abgegrenzt. So tauchte man die PCI-Express-Slots in ein mattes Schwarz, die bekannten PCI-Slots erstrahlen im gewohnten Matt-Weiss. Das Abit AA8 DuraMax verfügt im Übrigen über einen PCI-E-x16-Slot, drei PCI-E-x1-Slots und zwei der gewohnten PCI-Slots. Aufgrund des reichen OnBoard-Angebotes dürfte diese Zahl für Viele ausreichen. Hier eine allgemeine Wertung auszusprechen, wäre wohl nicht möglich, besitzt jeder PC-Nutzer doch andere Ansprüche an freie Slots. Dem Tester selbst jedenfalls reichte das Gebotene.
Im Gegensatz zu ASUS begnügt sich Abit mit den zwei Bridge-Kühlkörpern, verfügt also nicht über das Stack-Cool-System [5], eine Kühlplatte auf der Unterseite des PCBs gegenüber dem CPU-Sockel. Der Overclocking-Test mit dem Abit-Board kann also erstmals auch als Bewährungsprobe für das bereits beäugte Kühlsystem von ASUS angesehen werden. Erreicht man mit Abit den gleichen Takt, oder doch mehr oder gar weniger? Wie warm wird der Prozessor? All diese Fragen werden später noch geklärt werden, hier soll jedoch die Betrachtung des Mainboard-Layouts vorerst noch ein Ende finden.
Nun, vielmehr gibt es auch nicht zu sagen. Neben der Slotblende, die in bekanntem Umfang ausgestattet ist, wären wohl die SATA- sowie IDE-Anschlüsse ein Punkt, der noch Erwähnung finden sollte. So gibt es insgesamt vier SATA-Anschlüsse und nur einen IDE-Anschluss. Verglichen mit dem ASUS P5GD2 und dem ASUS P5AD2 bietet Abit also einen SATA-RAID-Controller weniger und spart ebenfalls einen Raid-Controller bei den IDE-Ports ein. Es entsteht folglich eine Differenz aus vier SATA-Anschlüssen und zwei IDE-Anschlüssen, wobei gerade letztere so einigen Kunden fehlen könnten. Denn der eine IDE-Anschluss wird nicht selten für optische Laufwerke gebraucht. Die Käufer des Abit-Mainboards sind folglich auf einen PCI-RAID-Controller für mehr IDE-Laufwerke angewiesen oder verfügen über maximal ein IDE-Laufwerke. Ein Punkt, der beim Kauf beachtet werden sollte.
Das Abit AG8 Mainboard setzt ebenso auf den bereits vorangehend beschriebenen aktiven Northbridge-Kühler, der gleichermaßen in Richtung CPU-Sockel zeigt. Der wohl auffallendste Unterschied gegenüber dem Abit AA8 DuraMax ist die andere farbliche Kodierung der RAM-Bänke, eine logische Konsequenz, da es sich hierbei um DDR1-RAM-Slots handelt. Die farbliche Einteilung von Lila-Blau erinnert daher wohl nicht zufällig an die Mainboards der vorigen Generation.
Weiterhin lassen sich - bis auf die leicht andere Position der Diagnose-Anzeige - kaum signifikante Unterschiede zwischen den beiden Abit-Mainboards feststellen. Dies heißt aber auch, dass auch das Abit AG8 über nur einen einzelnen IDE-Anschluss verfügt, der den gleichen Grund zur Kritik gibt, wie es schon beim Abit AA8 DuraMax der Fall gewesen war.
Auch ist beim Abit AG8 zu bemerken, dass die Slotblende nicht so reichhaltig ausgestattet ist wie beim größeren Gegenstück, dem benannten AA8 DuraMax. Das auffälligste Merkmal wäre hier die Verwendung des AC97-Audio-Codecs, der natürlich auch eine geringe Anzahl von verfügbaren Audio-Kanälen bedingt. Neben dieser direkten Auswirkung auf die Anzahl der Audio-Kanäle gibt es jedoch noch mehr zu erwarten: Im Vergleich zu Intels HD-Audio-Chip sollte der AC97-Codec schlechter abschneiden, so steht es zumindest auf dem Papier. Wie also schlägt sich das AG8 gegenüber dem Abit AA8 DuraMax und auch im Vergleich zu den bereits getesteten Mainboards?
Ebenfalls zu untersuchen sind etwaige Unterschiede in der Speicher-Performance, da wir hier Mainboards betrachten, die auf unterschiedliche Standards setzen. Da das Abit AG8 auf den bewährten und verbreiteten DDR1-Standard setzt, liegt es natürlich im Blickfeld vieler interessierter Käufer, die zwar neue Technik ihr Eigen nennen wollen, jedoch nicht gleich in allen Bereichen aufzurüsten gedenken. Wie gut ist allerdings die Speicherbandbreite zu bewerten, die über die Lila-Blauen Slots geliefert wird?
Die sich im Laufe der optischen Auseinandersetzung gestellten Fragen sollen nicht länger verschoben werden, weshalb die Vorstellung der an diesem Test teilnehmenden Probanden abgeschlossen sei. Interessierte Leser finden auf der nächsten Seite eine detaillierte Übersicht über alle technischen Gegebenheiten der beiden Mainboards.
Für die in diesem Test anzubringende technische Übersicht dient jene Tabelle, die bereits für den Bericht Sockel 775-Boards von ASUS [6]Verwendung fand - erweitert um unsere Neuzugänge.
| Features | ASUS P5AD2 | ASUS P5GD2 | Abit AA8 DuraMax | Abit AG8 | ||
| Chipsatz | 925X Alderwood | 915P Grantsdale-P | 925X Alderwood | 915P Grantsdale-P | ||
| Ausbaufähigkeit für Prozessoren | Northwood, Prescott über 3,60 GHz | Northwood, Prescott über 3,6 GHz | Northwood, Prescott über 3,6 GHz | Northwood, Prescott über 3,6 GHz | ||
| Frontside-Bus | ||||||
| 400 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | ||
| 533 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | ||
| 800 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | ||
| Speichertakt/typ | ||||||
| 400 MHz/PC2 3200 | Ja | Ja | Ja | Nein* | ||
| 533 MHz/PC2 4300 | Ja | Ja | Ja | Nein* | ||
| 667 MHz/PC2 5300 | Ja | Ja | Ja | Nein* | ||
| * Das Abit AG8 basiert zwar auf Intels Grantsdale-Chipsatz, nutzt jedoch DDR1-Speicher und erlaubt daher ausschließlich den Einsatz von DDR400-RAM. Alle höheren Frequenzen gelten als Übertaktung | ||||||
| Dual Channel Modus | verfügbar | verfügbar | verfügbar | verfügbar | ||
| Maximaler RAM-Ausbau | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | ||
| Onboardgrafik | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | ||
| Onboardsound | CMI 9880, HD Audio, 8 Kanäle | CMI 9880, HD Audio, 8 Kanäle | Realtek ALC880, HD Audio, 8 Kanäle | Realtek ALC658, AC97 Audio, 6 Kanäle | ||
| Steckplätze | 1x PCIe x16 2x PCIe x1 3x PCI | 1x PCIe x16 3x PCIe x1 2x PCI | 1x PCIe x16 3x PCIe x1 2x PCI | 1x PCIe x16 3x PCIe x1 2x PCI | ||
| W-LAN Fähigkeit | Ja, in der Premium- Version (W-LAN 802.11b/g - 54 Mbit/s) | Ja, in der Premium- Version (W-LAN 802.11b/g - 54 Mbit/s) | Nein | Nein | ||
| HDD-Controller | ||||||
| ATA 133/100/66 | Intel ICH6/R 2 Geräte ITE 8212F IDE RAID 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, JBOD) | Intel ICH6/R 2 Geräte ITE 8212F IDE RAID 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, JBOD) | Intel ICH6/R 2 Geräte | Intel ICH6/R 2 Geräte | ||
| Serial ATA 150 | Intel ICH6/R 4 Geräte (RAID 0,1) Silicon Image 3114R 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 10, 5, JBOD) | Intel ICH6/R 4 Geräte (RAID 0,1) Silicon Image 3114R 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 10, 5, JBOD) | Intel ICH6/R 4 Geräte (RAID 0,1) | Intel ICH6/R 4 Geräte (RAID 0,1) | ||
| RAID-Array | RAID 0, 128KB Clustergröße | RAID 0, 128KB Clustergröße | RAID 0, 128KB Clustergröße | RAID 0, 128KB Clustergröße | ||
| Verfügbare Anschlüsse | ||||||
| USB 2.0 | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | ||
| IEEE 1394 Ports | 1x über Rear- Panel 2x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 2x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 2x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 2x über Mainboard- Header | ||
| LAN | 2x Marvell 88E8053 LAN Controller Dual Gigabit Ethernet | Marvell 88E8052 LAN Controller + Marvell 88E8001 Dual Gigabit Ethernet | Realtek RTL8110S-32 Gigabit Ethernet | Realtek RTL8110S-32 Gigabit Ethernet | ||
| Weitere Anschlüsse | 1x Parallel 2x PS/2 8x Audio | 1x Parallel 2x PS/2 8x Audio | 1x Parallel 2x PS/2 8x Audio 1x Seriell | 1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Seriell | ||
Um die Auflistung des Lieferumfangs nicht zu sehr ausarten zu lassen (das wenigste dürfte einer Erklärung bedürfen), seien die Dreingaben, die sich in der Verpackung fanden, als Liste angegeben:
In dem Bereich, den man Alltag schimpft, gibt es nicht wirklich viel über die zwei Abit-Mainboards zu berichten. Die Inbetriebnahme geschieht problemlos, da der Einbau bekannt ist, alle Anschlüsse erreichbar sind und auch sonst alles mit der Hilfe des Handbuches binnen Minuten angeschlossen werden kann. Beim Booten war die Erstkonfiguration im BIOS natürlich unumgänglich, aber auch hier stand der erfahrene Nutzer vor keinen unbekannten Optionen. Alles gekannt, alles bekannt - alles arbeitet zuverlässig.
Erstaunlich ist auch hier, dass Abit den normalen Prozessortakt ebenso für ungenügend zuhalten scheint, wie wir es schon bei ASUS der Fall gewesen war (Siehe Sockel 775-Boards von ASUS [7]-Testbericht). Das Quäntchen mehr Leistung scheint auch hier wichtiger zu sein, als die verbaute Hardware innerhalb der Spezifikationen zu betreiben. Im Gegensatz zu ASUS geht man hier jedoch noch ein Stückchen weiter und übertaktet via FSB nicht um zwei, nicht um drei, nein um vier Megahertz. Bei einem Multiplikatir von x16 Macht das gute 64 MHz mehr an Prozessortakt. Dass dies kein Zufall ist und zum Herausschlagen des ein oder anderen Benchmarkpünktchens dient, dürfte klar sein.
Zumindest geht es per manueller Konfiguration besser und nicht etwa wie bei ASUS, wo sich dieser FSB-Takt auf Gedeih und Verderben bei Einstellungen von 200 MHz bis 202 MHz einzubrennen scheint. Abit schaltet auf 200 MHz, wenn man es denn wirklich möchte. Zum Beweis dienen hier zwei Bilder von CPU-Z bei unterschiedlicher Taktung:
Zum Übertakten diente in diesem Test das Abit AA8 DuraMax, schlichtweg aus dem Grunde, da hierfür DDR2-Speicher zur Verfügung stand, der bis zu einem Takt von 333 MHz ausgelegt war.
Im Bereich des Overclockings waren natürlich klare Ziele definiert, haben wir doch bei ASUS bereits erste Grenzen ausgetestet und unsere Prescott-CPU auf fast 4 GHz übertaktet. Fast, da hier wohl der Prozessor als limitierende Einheit einen Riegel davor setzte - oder vielleicht nicht? Bei Abit jedenfalls ging es in den gleichen gemächlichen Schritten voran, bis wir abermals an der Frontside-Bus-Marke von 240MHz angelangt waren - es ergab sich Prozessortakt von 3840 MHz - und booteten. Der erste Versuch an dieser Stelle misslang, und so musste der VCore per Hand auf 1,4125 V erhöht werden - was dann auch das gewünschte Ergebnis lieferte: Windows lief Benchmark-stabil. Weiter ging es dann nicht, jedenfalls nicht ohne den VCore auf 1,575V zu erhöhen. Mit dieser Spannung waren 250 MHz FSB möglich. Hier scheint nun aber die letzte Grenze der CPU mit diesem Multiplikator erreicht - mehr ging nicht. Der Speicher konnte, dank der Auslegung bis 667 MHz, sogar mit einem Teiler von 3:4 betrieben und so mit 334 MHz getaktet werden. Zum Austesten der CPU-Grenzen kam jedoch ein Teiler von 1:1 zum Tragen.
Anbei noch ein Screenshot von CPU-Z bei einem FSB von 250 MHz. Den über SiSoft Sandra ermittelten Speicherdurchsatz gibt es ebenfalls in einem Diagramm:
Memory Bandwidth übertaktet
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Die Temperatur während der Testphase bei erhöhtem Takt stieg im Übrigen aufgrund des hohen VCores in doch nennenswerte Höhen. Bei gut 75°C unter Volllast pegelte sich die Prozessortemperatur ein - bei einem gut durchlüfteten Gehäuse muss man jedoch dazu sagen. Bei einer derartigen Abwärme ist entweder eine besserer Kühler als die Boxed-Version empfehlenswert, oder noch mehr als die verwendeten 4 Gehäuselüfter (80mm).
Anbei folgt die Zusammenstellung des Testsystems, die wie gewohnt in Form einer Auflistung der einzelnen Komponenten für den bestmöglichen Überblick sorgen soll.
Da das Abit AG8 nur mit DDR1-Speicher bestückt werden kann, kamen hier die gelisteten Module von takeMS zum Einsatz. In allen anderen Fällen nutzten wir den uns zur Verfügung stehenden DDR2-RAM.
Mit den neuen Boards wurde auch unser Benchmarkparcours überarbeitet, um noch mehr auf die Möglichkeiten von Hauptplatinen einzugehen und diese nicht etwa wie Grafikkarten zu testen. Und so fällt der Teil, welcher Spiele-Benchmarks enthält, auch vergleichsweise gering aus. Vielmehr sollen Schnittstellenbenchmarks - bekannte wie neue - für eine höhere Aussagekraft sorgen. Zu beachten ist bei unserem Benchmarkparcours einmal mehr, dass die Ergebnisse als Richtungsweisung dienen können, jedoch aufgrund eigener Testmethoden und spezieller Hardwarekonfigurationen nicht in Eigenversuchen reproduzierbar sein müssen.
Bei den Benchmarks ist zu beachten, dass beide der bereits getesteten ASUS-Mainboards teilweise zweimal in den Diagrammen vertreten sind. Der ursprüngliche Wert, jener ist Grau hinterlegt und mit einem Sternchen versehen, entstammt dem Bericht Sockel 775-Mainboards von ASUS [8]. Der Wert, der in den Diagrammen Grün dargestellt wird, beschreibt einige neue Testläufe, die unter veränderten Bedingungen stattfanden. Die ASUS-Mainboards lieferten die „grünen Werte“ ohne den PEG-Link und mit einem FSB von 199 MHz (200 MHz waren nicht möglich [6]). Die Standardkonfiguration des ASUS-BIOS' wurde hierfür also verändert. Dies ist jedoch nötig, um zu zeigen, in wie weit sich die Abit-Mainboards an die Konkurrenz halten können, ohne dass die Mitstreiter auf Zusatz-Features setzen.
Die Diagramme, die keine grünen und neuen Werte beinhalten, waren von den Veränderungen nur geringfügig oder gar nicht betroffen. Das Rating im Fazit bezieht nun auch die Tests mit ein, die mit den veränderten Einstellungen erzielt wurden. Dazu gehören alle Spiele-Benchmarks sowie die speziell markierten synthetischen Benchmarks, die übrigen Werte wurden Eins zu Eins übernommen, da hier keine Unterschiede erzielt wurden, die einer Erwähnung bedürfen.
Den Anfang unserer Benchmarkreihe sollen Tests aus dem Hause Futuremark machen. Hierzu zählen wir bei diesem Benchmarkparcours die 3DMarks der Versionen 2001 und 2003 sowie den PCMark der Version 2004. Zu bemerken ist auch an dieser Stelle noch einmal, dass die ASUS-Mainboards mit einem Frontside-Bus von 202,30 MHz betrieben wurden. Abit wurde auf den gleichen Wert getaktet, um wenigstens einen geringen Ausgleich zu schaffen und nicht mit 204 MHz Frontside Bus sogar den sich bevorteilenden ASUS-Mainboards noch Punkte unberechtigter Weise abzunehmen.
3DMark 2003
3DMark 03
Angaben in Punkten
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3DMark 2001 SE
3DMark 2001
Angaben in Punkten
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PCMark 2004
PCMark 04
Angaben in Punkten
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Mit SiSoft Sandra soll der nächste Blick auf die Speicherperformance sowie die CPU-Geschwindigkeit im Multimedia-Benchmark gerichtet werden. Den Abschluss der synthetischen Benchmarks bildet der Aquamark 3-Benchmark.
SiSoft Sandra 2004
SiSoft Sandra Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
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SiSoft Sandra Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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AquaMark 3
Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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In unserem Benchmarkbereich „Anwendungen und Encoding“ soll es über die zwei Neulinge im Testfeld namens SysMark 2004 und einer Word-zu-PDF-Konvertierung zu alten Bekannten mit neuer Aufgaben gehen.
SysMark 2004
Der SysMark 2004 testet die Gesamtgeschwindigkeit des Systems unter Einbeziehung realer Applikationen, wie sie im PC-Alltag Verwendung finden. So stehen auf der Liste der Programme, die der SysMark testet und aus denen sich die Gesamtgeschwindigkeit ergibt neben WinZip, Macromedia Dreamweaver und Photoshop auch Microsoft Powerpoint, der Internet Explorer sowie MS Word. Die Gesamtpunktzahl im SysMark ergibt sich aus einem Untertest namens „Internet Content Creation“ und einem zweiten Test namens „Office Productivity“. Ein vollständige Liste aller implementierten Programme gibt es in der BapCo eigenen Applikations-Übersicht [20].
SysMark 2004
Angaben in Punkten
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PDF-Konvertierung mit OpenOffice.org
PDF Konvertierung
Angaben in Minuten, Sekunden
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Mit dem Programm XMPEG konvertieren wir seit Neuestem eine 590 MB große .VOB-Datei in das DivX-Format. Die Änderungen gegenüber anderen Benchmarks beschränken sich auf das Nutzen einer größeren .VOB-Datei um durch längere Konvertierungszeiten eindeutigere Ergebnisse zu erhalten. TMPGenc bekommt von nun an die gleiche .VOB-Datei vorgesetzt, um auch hier bessere Ergebnisse für einen Vergleich geliefert zu bekommen. Auch mit LAME konvertieren wir nun neu: 300MB an Wave-Files werden in Reihe durch den Encoder geschickt und in 192kbit-VBR-MP3-Files konvertiert.
XMPEG 5.02 Divx 5.1
XMpeg 5.0.3 - DivX 5.2
Angaben in Minuten, Sekunden
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TMPGEnc 2.520
TMPGenc 2.521 - SVCD
Angaben in Minuten, Sekunden
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Lame 3.93
LAME 3.93
Angaben in Minuten, Sekunden
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Als nächstes soll uns Spec ViewPerf in der neuesten Version 8 Vergleichswerte liefern. Mit den neuen, anspruchsvolleren Tests sind aussagekräftige Ergebnisse innerhalb unseres Erwartungshorizonts vorgesehen.
Spec ViewPerf 8
Spec ViewPerf 8
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Bevor wir zu denjenigen Anwendungen kommen, die Spiele-spezifisch sind, soll ein letzter Blick auf Cinema 4D, Lightwave sowie die Pack-Programme WinRAR und 7-Zip riskiert werden. Da hier nicht selten das Zusammenspiel von Speicher und Prozessor im Vordergrund steht, können die genannten Benchmarks sicherlich verwertbare Ergebnisse liefern.
7-Zip 3.13
7-Zip 3.13
Angaben in Minuten, Sekunden
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WinRAR 3.4
WinRAR 3.4
Angaben in Minuten, Sekunden
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Lightwave 8.0
Lightwave 8.0
Angaben in Minuten, Sekunden
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Cinema 4D 8.5
Cinema 4D 8.5
Angaben in Minuten, Sekunden
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Unsere Spiele-Benchmarks wurden ebenfalls überarbeitet, wie einigen aufmerksamen Lesern bereits bei der Benchmarkübersicht aufgefallen sein sollte. So kommen neben FarCry und Doom3 auch Call of Duty hinzu. Warcraft 3 muss sich jedoch ebenso verabschieden wie Comanche 4. Der Testaufwand dieser Programme stand nicht in Relation zu der Aussagefähigkeit ihrer Ergebnisse.
Quake 3 Arena
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unreal Tournament 2004
UT2004
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Splinter Cell
Splinter Cell
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Doom 3 und FarCry benötigen zwar für ihre volle Pracht potente Grafikkarten, die Gesamtgeschwindigkeit hängt jedoch ebenso stark vom restlichen Gesamtsystem ab, weshalb an dieser Stelle die genannten Benchmarks ebenfalls ihre Berücksichtigung finden sollten.
Doom3
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Far Cry
Far Cry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Call of Duty
Call of Duty
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Da die aktuellen Mainboards in Massen über USB2.0-Anschlüsse und Firewire-Ports verfügen, entschlossen wir uns, die Geschwindigkeit dieser ebenfalls zu überprüfen. Dazu diente eine externe Maxtor Festplatte, die sowohl über die IEEE-1394-Schnittstelle wie auch USB2.0 an den PC angeschlossen werden kann. Bei der für die Tests genutzten Maxtor HDD handelt es sich um das 250 GByte fassende Modell, welches bereits in diesem Testbericht [49] verglichen wurde.
USB-Test
USB Test
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Firewire-Test
Firewire
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Mit dem RightMark Audio Analyzer sollen auch die OnBoard-Soundchips ihren Benchmark bekommen und wir natürlich Ergebnisse über deren Qualität aufgeklärt werden. Denn mit der neuesten Generation von Hauptplatinen kehrte auch der Begriff HD-Audio in den OnBoard-Soundchip-Bereich ein. Ob die neuen Chips jedoch tatsächlich mehr liefern als ihre Vorgänger, soll der Loopback-Test des RightMark-Benchmarks zeigen. Dieser gibt zugleich Auskunft über die Qualität des Audioaus- sowie des Audioeingangs, was das Gesamtergebnis zwar aussagefähiger macht, den für die meisten wichtigeren Audioausgang jedoch nicht einzeln bewerten lässt.
| Soundtest | Intel i915G | ASUS P5AD2 | ASUS P5GD2 | Abit AA8 DuraMax | Abit AG8 |
| Frequency response, dB | +0,22; -0,33 | +0,09; -1,55 | +0,09; -1,55 | +0,25; -0,32 | +0,29; -0,29 |
| Noise level, dBA | -86,0 | -93,6 | -94,2 | -82,8 | -85,2 |
| Dynamic range, dBA | 85,4 | 86,6 | 86,6 | 82,6 | 84,8 |
| THD, % | 0,021 | 0,075 | 0,054 | 0,0048 | 0,0078 |
| Intermodulation, % | 0,025 | 0,055 | 0,056 | 0,032 | 0,050 |
| Stereo crosstalk, dB | -85,7 | -93,8 | -94,5 | -81,8 | -83,4 |
In der Aufschlüsselung der gebotenen Werte sieht der Vergleich dann wie folgt aus:
| Soundtest | Intel i915G | ASUS P5AD2 | ASUS P5GD2 | Abit AA8 DuraMax | Abit AG8 |
| Frequency response, dB | Good | Average | Average | Good | Good |
| Noise level, dBA | Good | Very Good | Good | Good | Good |
| Dynami |