Nunmehr gut vier Monate ist es her, dass wir zum letzten Mal ein Sockel A-Board zum Test geladen hatten. Kein Wunder, kam doch zehn Tage nach dem letzten Sockel A-Review der offizielle Nachfolger des Athlon XP in Form des neuen Athlon64 bzw Athlon 64 FX auf den Markt und die passenden Reviews zu den neuen Boards sprossen nur so aus dem Boden. Doch war der Athlon XP nun begraben?
Die Antwort lautet: Nein. Der Athlon XP ist nachwievor die marktrelevante CPU von AMD, kommt der Athlon 64 Verkauf nicht zuletzt durch die teilweise doch recht saftigen Preise doch eher schleppend in Fahrt. Grund genug, um mal wieder eine der aktuellen Sockel A-Platinen auf den Prüfstand zu stellen. So fand sich das A7N8X-E Deluxe Wireless Edition bei uns ein. Das Mainboard hebt sich hauptsächlich mit seinem speziellen Wi-Fi Slot für Asus Wireless-LAN Karten von den anderen Platinen ab und kommt in diesem Bundle mit der passenden W-LAN-Karte daher.
Mit der A7N8X-E Deluxe Wireless Edition führt Asus die Sockel A-"Serie" A7N8X einmal mehr fort. Mit derweil fünf verschiedenen Modellen ist das Board, basierend auf nVidias nForce 2-Chipsatz, in vielen Varianten erhältlich. Angefangen vom A7N8X-X oder A7N8X-VM, welche mit einem beschnittenen Speicherinterface daherkommen, über das normale A7N8X mit Mittelklasse-Feeling, was die Ausstattung anbelangt, bis zu den derzeitigen Topmodellen A7N8X-E Deluxe und unserem heutigen Probanden. Ein besonderes Prädikat liegt hierbei auf dem Anhängsel "Wireless Edition", nämlich der werksseitigen Unterstützung von Funk-LAN-Netzen, was mit einer Wireless-LAN Karte realisiert wird, die auf einem Asus eigenen Slot ihren Dienst verrichten soll. Damit deckt Asus neben dem Leistungs- und Ausstattungsfaktor auch ein recht großes Preisspektrum ab.
Der Lieferumfang lässt sich, abgesehen von der Wireless-LAN Karte, zwar als komplett, aber nicht herausragend bezeichnen. Neben der eigentlichen Hauptplatine findet sich alles Nötige wieder, was der geneigte User zum vernünftigen Betrieb benötigt.
Die zwei mitgelieferten Serial-ATA-Datenkabel und das Stromkabel mit zwei Serial-ATA-Stromanschlüssen genügen, um die zwei verfügbaren S-ATA-Ports auf dem Mainboard zu bestücken. Auch die beiden IDE-Kabel und das Floppy-Kabel reichen aus, um das Board bis auf den letzten Steckplatz auszureizen. Allerdings hätten wir uns hier gerundete Kabel statt den "altmodischen" Flachbandkabeln gewünscht. Einige Hersteller liefern bei ihren Boards mittlerweile diese praktischere Lösung gleich mit. Die drei Flachbandkabel kommen jedoch in einem schicken, schwarzen Design daher.
Maximal lassen sich bei dem Board insgesamt sechs USB2.0-Ports nach außen führen, was mit dem USB-Bracket, welches zwei Anschlüsse beherbergt, auch prompt geschieht. Vier USB Ports werden direkt an der ATX-Leiste heraus geführt. Gleiches gilt für die zwei IEEE 1394 Firewire-Ports, die ebenfalls mittels mitgelieferten Bracket ans Tageslicht gelangen. Des Weiteren finden sich in der Schachtel die bekannte Beigaben wie ATX-Blende, Handbücher und Treiber-CDs. Etwas verwundert hat uns die Tatsache, dass kein Bracket für den Gameport vorhanden ist. Bei der Vorgängerversion war diese Option zusammen mit dem USB Bracket vereint. Nun denn, jeder aktuelle Joystick sollte entweder über einen USB-Anschluss oder einen Adapter verfügen.
Zu den Handbüchern sei gesagt, dass sowohl das Haupthandbuch als auch das Handbuch für die Wireless LAN Karte lediglich in Englisch verfasst sind. Der Quickinstall Guide ist in mehreren Sprachen gedruckt, natürlich auch in Deutsch. Asus typisch hat man dem Board auch einen schicken Asus Sticker für die Frontblende des Towers sowie eine Übersicht sämtlicher Jumper und Steckplätze in Form eines großen Aufklebers für die Seitentür mit beigelegt. Auf die extra Wireless-LAN Karte samt Antenne gehen wir innerhalb der nächsten Abschnitte noch genauer ein.
Ein erster positiver Aspekt ist die auch weiterhin passive Kühlung der Northbridge. Seit Jahren setzt man bei Asus auf diese Ohren schonende Variante. Der nForce 2 wird im Betrieb glücklicherweise nicht so warm, als dass hier mehr als ein kleiner Kühlkörper benötigt würde. Die Keep-Out-Area-Vorgaben von AMD wurden beispielhaft eingehalten, so dass es auch mit großen Kühlkörper keine Schwierigkeiten geben dürfte.
Die RAM-Slots werden farblich für den Einsatz im Dual-Channel Speicherbetrieb gekennzeichnet. Um zwei Speichermodule im Dual-Channel Modus anzusprechen, muss der einzeln stehende blaue Slot sowie einer oder beide anderen Slots bestückt werden. Beim AGP-Bus setzt man bei Asus weiterhin auf den AGP Pro Slot, der leider über keine Arretierung verfügt. Dem Heimanwender bringt AGP Pro eher keine Vorteile, da dieser Slot nur noch in Ausnahmen von professionellen CAD- und OpenGL-Karten verwendet wird.
Mit fünf PCI-Slots lehnt sich Asus an den quasi geltenden Standard und auch die restliche Aufteilung gibt keinen Anlass zu schwerwiegender Kritik. IDE-, Floppy- und ATX Stecker befinden sich an einem vernünftigen Platz und der gesockelte BIOS-Chip stellt nicht wirklich etwas Herausragendes dar. Der Serial-ATA-Anschluss wird durch eine Silicon Image Lösung realisiert und die Firewire-Schnittstelle wird durch einen Chip der Firma Realtek gesteuert.
Am "Ur-Design [1]" hat Asus bis heute nicht viel verändert. Die einzelnen Versionen unterschieden sich nur in der Fülle an verlöteten Chips. Neu ist gegenüber den ersten Revisionen [2] lediglich der Asus eigene Wi-Fi Slotlösung für die eigenen Wireless LAN Karten. Eine Liste der damit bestückten Boards kann bei Asuscom.de [3] eingesehen werden.
Nachwievor ist das BIOS eines der wichtigsten Komponenten auf einem Mainboard und ausschlaggebend für die Stabilität und Performance der Platine. Ein schlecht programmiertes BIOS kann selbst den besten und schnellsten Chipsatz zur lahmen, instabilen Schnecke mutieren lassen. Insbesondere bei den Performanceeinstellungen geben die Hersteller den Usern immer mehr und detaillierter die Möglichkeit, das Board bis auf das letzte Quäntchen Leistung auszureizen. Zwar kann damit auch viel Schund getrieben werden - aber irgendetwas ist ja immer.
Das Asus A7N8X-E Deluxe BIOS erscheint im gewohnten Asus typischen Phoenix-Award-Gewand und bietet sämtliche Einstellungen, die praktisch zum Standard geworden sind:
| Option | Einstellungen |
| System Performance | OPtimal / Aggressive / User Defined |
| CPU Interface | Optimal / Aggressive |
| Memory Frequency | By SPD / 50% / 60% / 66% / 75% / 80% / 83% / Sync / 120% / 125% / 133% / 150% / 166% / 200% / |
| Memory Timing | Optimal / Aggressive / User Defined |
| SDRAM Active Precharge Delay | 1-15 |
| SDRAM RAS to CAS Delay | 1-15 |
| SDRAM RAS Precharge Delay | 1-15 |
| SDRAM CAS Latency | 2 / 2,5 / 3 |
Auffällig sind sicherlich die vielen Teiler für den Speichtakt. Dort hat man eine sehr große Auswahl, um den Speichertakt optimal an den Frontside-Bus anzupassen. Jedoch haben Erfahrungswerte gezeigt, dass der n-Force2 nur synchron (100%) sein Potenzial entfalten kann. Schaltet man hier auf asynchron, können daraus auch Performancenachteile entstehen. Bei den Einstellungen für die Timings hält sich Asus diesmal eher konservativ und verzichtet auf jeglichen Kleinkram. Werfen wir noch kurz einen Blick auf die Overclocking Einstellungen:
| Option | Einstellungen |
| Multiplikator | 5-24x |
| Frontside Bus | 100-300 MHz in 1, 2, 3 oder 5 MHz Schritten |
| CPU V-Core | 1,100 - 1,850 Volt in 0,025er Schritten |
| DDR Voltage | 2,6 / 2,7 / 2,8 Volt |
| AGP Voltage | 1,5 / 1,6 /1,7 Volt |
| AGP Takt | 50-100 MHz |
Bei den Einstellungen fürs Overclocking sieht es Alles in Allem eher "mager" aus. Zwar lassen 300MHz FSB bei einigen das Herz höher schlagen, allerdings dürften solche Werte ein Wunschtraum bleiben. Die Einstellungen für die Spannungen halten sich im sehr gemäßigten Rahmen. Mit 2,8 Volt lässt sich so mancher Overclockingspeicher noch nicht einmal standardmäßig betreiben. Beim Überprüfen des Frontside-Bus spuckte WCPUID genau 200,45 MHz aus, was einen effektiven Takt von 400,91 MHz und einen CPU Takt von 2205 MHz ergibt. Es geht sicherlich genauer, jedoch kennen wir von Asus auch deutlich höhere Übertaktung von Werk ab.
Als besonderes Schmankerl hat Asus in dieser Version - wie der Name schon vermuten lässt - eine Wireless LAN Karte beigelegt, welche zum Einstieg in die kabellose Netzwerkwelt dienen soll. Bevor wir uns die Karte und die mitgelieferte Software genauer angucken, möchten wir noch einen kurzen Ausschnitt aus unserem Wireless-LAN Grundlagen Reports [4]hier beilegen:
Auf genau eben diesem Standard basiert die Wireless-LAN Karte von Asus. Im Lieferumfang befinden sich die Karte, die externe Antenne und ein Handbuch, sowie die passende Konfigurationssoftware. Die Karte ist in einem schweren Metallgehäuse geschützt, welches Störeinflusse minimieren soll. Die Antenne wird über ein kleines Kabel an die Karte angeschlossen und kann wahlweise am Gehäuse befestigt werden. Das Kabel ist deutlich über 50 Zentimeter lang und somit nicht all zu kurz bemessen.
Der Asus Wi-Fi Slot sieht auf den ersten Blick wie eine Art IDE-Anschluss mit drei Pinreihen aus. Der Slot besitzt 63 Pins inklusive eines Dummy-Pins, der verhindert, dass die Karte falsch herum einsetzt werden kann. Die Karte lässt sich bequem ohne Mühe und Gewalt in den Slot einsetzen. Einmal eingesetzt hält das Ganze auch recht ordentlich. An der Rückseite der Karte befinden sich zwei Leuchtdioden, welche grobe Auskunft über den Status der Verbindung geben.
Die Karte unterstützt, wie oben schon erwähnt, den IEEE 802.11b Wireless LAN Standard mit einer Übertragungsrate von maximal 11 Megabit pro Sekunde. Neben den 11 Megabit/s werden auch Transferraten von 5,5, 2 und 1 Megabit/s je nach Gegebenheiten unterstützt. Laut Herstellerangaben liegt die Reichweite bei 11 MBit/s innerhalb von Gebäuden bei 30 und im freien Feld bei bis 300 Metern. In der Realität werden jedoch nur selten solch optimalen Bedingungen erreicht. Der Betrieb in den eigenen vier Wänden sollte aber in nahezu 100% der Fälle keine Probleme in der Reichweite darstellen.
Zur Sicherheit seines Netzes kann der Nutzer eine WEP-Verschlüsselung von Stärken bis 128 Bit zuschalten, um die Daten vor neugierigen Lauschern zu verstecken. Die Karte beherrscht sowohl den Infrastruktur sowie den Ad-Hoc Verbindungstypen und bietet sogar ein reichhaltiges Angebot an SoftAP - der softwareseitigen Emulierung eines Access Points - Funktionen. Dazu gehört zum Beispiel die Brückenfunktion, um z.B. ein komplettes Netzwerk an ein anderes Netzwerk zu brücken oder die Verbindung zu einem DSL-Modem herzustellen.
Das mitgelieferte Handbuch ist zwar leider nicht in deutscher Sprache verfasst, zahlreiche Bilder und der deutsche Konfigurationsassistent geben aber genug Aufschluss über die durchzuführenden Schritte, so dass angehende Amateur-Datenfunker keinerlei Probleme mit der Installation haben dürften. Für Kenner bietet die Software auch noch die ein oder andere Tuning Möglichkeit, um das Netz optimal auszunutzen. Die Wireless LAN Lösung wurde zu Testzwecken problemlos in eine bestehende Funk-LAN Struktur (Modus: Infrastructure) eingebunden. Gute Dienste leisteten dabei ein D-Link DWL-2000AP+ Access Point, eine Level One WPC-0300 i802.11g PC-Card und eine Intel Wireless Pro i802.11b Mini-PCI Karte in einem Centrino Notebook.
Im Alltag verhält sich die Karte praktisch wie eine "normale" Netzwerkkarte. Der Unterschied besteht lediglich in der Übertragungsstrecke. Statt Spannungen über ein Kabel, werden eben Funksignale gesendet. Beim Windows-Start lädt sich nach Wunsch automatisch das mitgelieferte Tool und verbindet sich zu dem einmal eingestellten und verfügbaren Access-Point. Netzwerkdienste wie zum Beispiel ICS (Internet-Verbindungsfreigabe) funktionieren genauso wie mit Standard LAN-Karten. Nicht unbedingt empfehlenswert, aber ebenfalls möglich, ist die Verwaltung der drahtlosen Verbindung durch Windows. Einmal auf die Gegebenheiten eingestellt, läuft die Karte ohne Verbindungsabrüche. Verfügt man über einen Access Point, welcher automatisch den Kanal mit der besten Übertragung sucht, wird er ebenfalls durch die Karte im "Auto" Kanal gefunden, sofern die SSID und die Sicherheitseinstellungen stimmen. Zum Thema elektromagnetische Wellen sei gesagt, dass die Karte den deutschen Funknormen voll entspricht. Frei von Funk-Wellen ist der Mensch in seiner üblichen Umgebung so oder so nicht mehr. Jeder der ein Handy besitzt, ist ebenfalls ständig den Funkwellen ausgesetzt. Die in Deutschland geltenden Normen, die eine maximale Sendeleistung von 100 Milliwatt vorschreiben, sind schon ausreichend zum Schutz Gesundheit ausgelegt, um eventuelle Risiken auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [9].
SiSoft Sandra 2003 Pro
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Um einen Bruchteil kann sich das Asus A7N8X-E Deluxe gleich zu Anfang an die Spitze setzen. Vom zweiten Platz trennen es immerhin 9 - respektive 10 MB/s. Der nForce 2 Ultra 400 bleibt in dieser Disziplin ungeschlagen.
Cachemem - Durchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Cachemem - Latenzen
Angaben in Nanosekunden
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Auch in Cachemen kann sich das Asus bei den Transferraten geringfügig nach vorne schieben. Bei den Latenzen unterliegen die Unterschiede der nForce 2 Platinen absolut der Messtoleranz. Die Unterschiede insgesamt sind denkbar knapp. In der Realität spürt man 10 MB/s Datendurchsatz sicherlich nicht.
PCMark2002
Angaben in Punkten
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PCMark in der "alten" Version, die nach wie vor von uns für Sockel A Mainboardtests erhalten bleibt, bescheinigt dem A7N8X-E Deluxe zwar eine leicht schwächere CPU Performance als dem Leadtek, liegt im RAM-Result aber wieder an erster Stelle. Anscheinend hat man bei Asus bei der Programmierung des Speichercontrollers vom nForce 2 etwas schärferen Einstellungen gewählt als die Konkurrenz.
WinACE
Angaben in Minuten, Sekunden
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In unserem ersten Anwendungstest liegt das Asus zeitgleich mit dem Epox 8RDA+ und 8RDA3+ an der Spitze. Große Überraschungen gibt es hier nicht zu bewundern.
Cinema 4D
Angaben in Minuten, Sekunden
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Cinema 4D zeigt sich von einem Mainboardtausch ziemlich unbeeindruckt. Hier kommt es hauptsächlich auf die CPU an.
Die eine Sekunde Vorsprung vom n-Force 2 zum KT600 sollte man also gewiss nicht überbewerten. ;-)
Seti@Home
Angaben in Stunden, Minuten
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Ein ähnliches Bild wie bei Cinema 4D. Der nForce 2 ist bei der Aliensuche etwas schneller als der KT600, untereinander jedoch werden sich die Boards nicht einig.
3DMark2001 SE
Angaben in Punkten
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Der etwas besseren Speicherperformance verdankt Asus den knappen 100 Punkte Vorsprung gegenüber der Konkurrenz von Epox und Co. Großartige Höhenflüge waren auch hier nicht zu erwarten. Der Gedanke - es ist spürbar schneller - siegt gegenüber der Realität.
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Da auch Quake 3 Arena sehr speicherlastig ist, kann sich das Asus A7N8X-E abermals in einer im realen Leben eher selten anzutreffenden Auflösung von 640x480 durchsetzen. Bei 1280x1024 wird das Spiel anderweitig limitiert. Nur die KT600 Platine von MSI fällt hier aus dem Rahmen. Die nForce 2 liefern sich ein Duell in einem für uns Menschen unsichtbaren Bereich.
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Der Comanche 4 Benchmark ist und bleibt ein kleines Trostpflaster für den KT600. Die nForce 2 Platinen sind hier durch die Bank ein Stückchen langsamer. Auch das A7N8X kann daran nichts verändern. Gegenüber den anderen nForce 2 Boards kann es sich dennoch mit 0,02 Bildern pro Sekunde "absetzen".
UT2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Flyby 2 - Botmatch 1, da gibt es nicht viel zu kritisieren. Die Unterschiede sind auch beim EgoShooter Unreal Tournament eher gering.
Wer im Spiel nur auf den Framecounter statt auf den Gegner starrt, verliert doch sowieso.
| Asus A7N8X-E | MSI KT6 Delta | EPoX 8RDA3+ | Leadtek Winfast | |
| Read Speed (Burst) | ||||
| max | 46654 KB/s | 47019,0 KB/s | 46960 KB/s | 46969 KB/s |
| min | 7863 KB/s | 12464,0 KB/s | 7633 KB/s | 8170 KB/s |
| avg | 36568 KB/s | 35460,6 KB/s | 37188,9 KB/s | 36971,3 KB/s |
| CPU utilization | 9,1% | 11,0% | 9,3% | 8,8% |
| Zugriffzeit | 13,5 ms | 13,5ms | 13,7 ms | 13,4 ms |
Das A7N8X-E Deluxe setzt sich im HD Tach gekonnt ins Mittelfeld. Alle nForce 2 Platinen liegen hier in etwa gleich auf - nur das KT600 Board von MSI konnte sich bei den maximalen und minimalen Transferraten ein wenig absetzen. Auch die CPU Belastung bewegt sich im gewohnten Rahmen ebenso wie die Zugriffszeit.
| Asus A7N8X-E (nForce2 Ultra 400) | MSI KT6 Delta (KT600) | Epox 8RDA3+ (nForce2 Ultra 400) | |
| Memory Bandwidth (höher ist besser) | |||
| L1 Cache | 21672 MB/s | 19511 MB/s | 21627 MB/s |
| L2 Cache | 5834 MB/s | 5626 MB/s | 5818 MB/s |
| Memory | 2730 MB/s | 2745 MB/s | 2717 MB/s |
| Cache/Memory Latency (weniger ist besser) | |||
| L1 Cache - 32byte stride | 3 cycles / 1,36ns | 3 cycles / 1,36ns | 3 cycles / 1,36ns |
| L2 Cache - 4byte stride | 3 cycles / 1,36ns | 3 cycles / 1,36ns | 3 cycles / 1,36ns |
| L2 Cache - 16byte stride | 5 cycles / 2,27ns | 5 cycles / 2,27ns | 5 cycles / 2,27ns |
| L2 Cache - 64byte stride | 24 cycles / 10,74ns | 24 cycles / 10,68ns | 24 cycles / 10,92ns |
| L2 Cache - 256byte stride | 20 cycles / 9,09ns | 20 cycles / 9,07ns | 20 cycles / 9,10ns |
| L2 Cache - 512byte stride | 20 cycles / 9,09ns | 20 cycles / 9,07ns | 20 cycles / 9,10ns |
| Memory - 4byte stride | 9 cycles / 4,09ns | 9 cycles / 4,08ns | 9 cycles / 4,09ns |
| Memory - 16byte stride | 31 cycles / 14,40ns | 39 cycles / 17,69ns | 32 cycles / 14,56ns |
| Memory - 64byte stride | 124 cycles / 57,14ns | 138 cycles / 62,58ns | 126 cycles / 57,32ns |
| Memory - 256byte stride | 200 cycles / 91,68ns | 183 cycles / 82,98ns | 202 cycles / 91,90ns |
| Memory - 512byte stride | 202 cycles / 92,45ns | 187 cycles / 84,80ns | 204 cycles / 92,81ns |
Gegen den direkten Chippartner von Epox kann sich die Asus Platine gut behaupten, muss aber auch an einigen Stellen die Spitzenposition dem KT600 überlassen. Praktisch alle Abstände zwischem dem Epox und dem Asus bewegen sich mehr oder weniger im Bereich der Messungenauigkeit. Es sind hundertstel Nanosekunden!
Gut ausgestattet und erstaunlich flink zeigt sich Asus' „A7N8X-E Deluxe Wireless Edition“ in unserem Test. Neigten einige Hersteller in der Vergangenheit doch oft dazu, mit steigender Revision von BIOS und Platine mehr und mehr die Leistungsschraube nach unten zu drehen, um eventuellen Inkompatibilitäten und Instabilitäten aus dem Weg zu gehen, zeigte sich das hier getestete Asus Toppmodell für den Sockel A in nahezu allen Disziplinen äußert agil. An der Stabilität gab es während des gesamten Reviews nichts zu mäkeln, was neben der Leistung heutzutage für viele eine hohe Priorität bedeutet. Auch die mitgelieferte Wireless-LAN Lösung konnte in Bedienbarkeit und Funktionalität überzeugen und gibt eigentlich keinen Anlass zur Kritik. Zwar sind die maximal zu erreichenden 11 Mbit/s auf dem W-LAN Sektor längst nicht mehr das Non-Plus-Ultra, reichen für den Otto-Normal Verbraucher zum Surfen und Spielen im LAN aber allemal aus. Wer viel Datentransfer im Netz plant oder schon hat, ist mit einem verkabelten 100 MBit/s Netzwerk über einen Switch sicherlich besser bedient. Zum Einstieg in die Netzwerk über Funk reicht die Asus Lösung aber in jedem Fall aus und wer einen PC nicht nur mit einem nForce 2 aufrüsten sondern auch gleich in ein W-LAN einbinden möchte, darf mit dem Paket liebäugeln. Denn während die Karte einzeln mit 32 Euro zu Buche schlägt, kostet die W-LAN Edition mit 124 € nur 15 € mehr, als das nicht funkende Pendant. Ein Preis, der es in sich hat. Alles in Allem hat das Asus A7N8X-E Deluxe Wireless Edition so einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.