Um den PEG-Link-Modus zu beschreiben, eignet sich die offizielle Presseerklärung zu diesem Thema am besten. Wir wollen diese Versprechungen kritisch betrachten und die reale Wirkungsweise untersuchen.
Der PEG-Link-Modus wurde ursprünglich durch den bekannten Mainboardhersteller und Konkurrenten Gigabyte als Benchmark-Bevorteilung beschimpft (Siehe „Gigabyte: ASUS cheatet bei Mainboards!“ und „ASUS vs. Gigabyte Teil2: Pressemitteilung.“). Die Pressemitteilung entstammt der den Anklagen folgenden Bekanntmachung des PEG-Link-Modus und beinhaltet, auf das Wesentliche komprimiert und ins Deutsche übersetzt, folgendes:
Mit einem speziell an die Grafikkarte angepassten Takt-Tuning soll dar PEG-Link-Modus den internen GPU-Takt sowie den Speichertakt des Grafikbeschleunigers anheben - je nach ausgewählter Stufe der Beschleunigung. Zur Auswahl stehen hierbei die Modi [Auto], [Slow], [Normal], [Fast] und [Faster]. Als Standard wurde [Auto] definiert, also die automatische Anpassung der Taktungen an die Möglichkeiten, die das Feature festsetzt. Das heißt im Klartext: Mit der Standardeinstellung werden sowohl GPU als auch Speicher übertaktet - soweit, wie das BIOS es für nötig erachtet!
Um uns einmal selbst ein Bild von den Geschwindigskeitsdiskrepanzen zwischen den Modi zu verschaffen, testeten wir bei aktiviertem PEG-Link-Modus die zwei Extrema. Ein Vergleich der Einstellungen [Slow] und [Faster] zeigt, dass allein beim viel genutzten 3DMark der Version 2003 ein deutlicher Score-Unterschied erzielt wird. Gleiches gilt bei anderen Testprogrammen, deren Veröffentlichung an dieser Stelle jedoch nicht von Nöten ist - das Ergebnis bleibt dasselbe:
Da die Unterschiede wohl für sich selbst sprechen, fragt sich, welcher der verschiedenen PEG-Link-Modi denn nun in unserem Auto-Fall automatisch ausgewählt wurde. Die Antwort auf diese Frage war nicht schwer zu finden und überrascht auch nicht wirklich. Natürlich kam der schnellste Link-Modus zum Zuge. Ein Vergleich von [Auto] und [Faster] zeigte bei unserem Testsystem, dass bis auf einen Unterschied von fünf 3DMarks der gleiche Level an Geschwindigkeit erzielt wurde.
Fassen wir einmal zusammen: der PEG-Link-Modus beschleunigt das System in Grafikanwendungen so, dass der Geschwindigkeitszuwachs deutlich messbar (wenngleich aufgrund der hohen Gesamtperformance des Testsystems nicht wirklich sichtbar) ist. Das Feature führte weiterhin zu keinerlei Abstürzen, Grafikfehlern oder vergleichbarem fehlerhaften Verhalten. Doch ist es angemessen, den Computernutzer von vornherein auf die schnellere Bahn zu schicken? Diese Frage sollte wohl jeder potentielle Käufer für sich entscheiden. DemTester bleibt nur der Unmut über die stets steigende Anzahl versteckter Optimierungen, die das Gesamtbild beeinflussen.