Obgleich der bloße Anblick der neuen Mainboards aus dem Hause ASUS einem schon mal das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen kann - zumindest jenen PC-Nutzern, die gar nicht genug OnBoard-Anschlüsse auf ihrem Board vorfinden können - sollen sich die bis auf das Äußerste ausgestatteten Hauptplatinen auch in Alltagstests, Geschwindigkeitstest sowie im Kompatibilitätstest beweisen. Das zumindest sind die Erwartungen des heutigen Users und so ist auch der zuständige Tester bei einem abgesteckten Zeitraum für die Tests gezwungen, mehr als nur zu „glotzen“.
Während dieser „Aha-Phase“, um den Schwenk in die von Fakten geprägte Welt der Hardware möglichst elegant zu vollziehen, stachen jedoch bereits mehrere Schriftzüge ins Auge, die die Erwartungen des Autors wachsen ließen. Darunter befinden sich Begriffe wie „Wireless-LAN“, „Dual Gigabit Ethernet“, „SATA Extension Modul“ oder aber eine neue Ausführung des AI Overclocking Utilities. Während die erstgenannten Schlagwörter eher Liebhaber mannigfaltiger Anschlüsse ansprechen dürften, zielt die ausgewiesene „Artificial Intelligence“ schon allein wegen der Selbsternennung zur Übertaktungshilfe in die Richtung der Geschwindigkeits-Enthusiasten.
Für diese hält ASUS sogleich mehr bereit als vorkonfigurierte Geschwindigkeitsstufen im BIOS. So sind die unabhängige Erhöhung von RAM-Takt und FSB zueinander, das automatische Übertakten der CPU sowie das viel umstrittene PEG nur einige der nennenswerten Features. Denkt man einen Schritt weiter, so könnte man zumindest meinen, dass mit der - zugegebener Maßen - sehr vereinfachten Möglichkeit des Übertaktens auch ein höherer Kühlaufwand einhergeht, der sich nicht nur auf den Prozessor beschränkt. Nicht selten kamen zu dem aktiven Northbridge-Kühler auch andere, abenteuerliche „Spezial-Kühler“ hinzu, die auch die restlichen leicht erhitzbaren Komponenten der Hauptplatine in angemessenen Temperaturen halten sollten. Dies hatte natürlich ebenso Auswirkung auf die Lautstärke, die, unabhängig von den verbauten Komponenten, bereits im Rohzustand des Mainboards für eine (störende) Geräuschkulisse sorgte.
ASUS geht hier durchaus löbliche andere Wege und so ist auch das Versprechen der komplett lüfterlosen Passivkühlung der Mainboardkomponenten eine Zusage an den Käufer, die man sich gerne gefallen lässt. In der Tat scheinen durch den Anblick der Alderwood - und Grantsdale-Mainboards all die genannten Extra-Lüfter deutlich an Sinn zu verlieren, geht es doch auch einfach ohne. Fraglich wäre an dieser Stelle nur, ob auch an wärmeren Tagen oder bei getätigter Übertaktung genug Freiraum geschaffen wurde, effektiv vor Überhitzung zu schützen. Dies soll ebenso Bestandteil unserer Tests sein - um eben auch hier mögliche Fragen beantworten zu können.
Bei den im Test befindlichen ASUS-Mainboards handelt es sich um das ASUS P5AD2, das sich auf Intels Alderwood-Chipsatz stützt, und um das ASUS P5GD2, das, so verrät es schon die Buchstabenkonstellation „GD“, auf Intels Grantsdale-Chipsatz aufbaut. Beide Hauptplatinen bieten - zusätzlich zu den Standardausführungen von Intel - eine ganze Palette an weiteren Features und vor allem an Ausstattung. Und so gesellen sich zu den von Intel im Referenzdesign gebotenen vier SATA-Anschlüssen, die von der ICH6/R im RAID-Modus beherrscht werden können, noch einmal vier weitere SATA-Steckplätze, die von einem Silicon-Image-Chip verwaltet werden. Auch hier ist der RAID-Betrieb möglich - die genauen Möglichkeiten der RAID-Verwaltung werden im späteren Bericht noch genauer Erwähnung finden. Fixe Kopfrechner summieren die RAID-Controller auf eine Anzahl von derer zwei - doch nicht genug. ASUS hat im wahrsten Sinne des Wortes noch einen (Controller) drauf gesetzt (aufs Board) und bietet vier weitere Ports für ATA/133 Laufwerke. Zusammengefasst ergibt sich somit die beachtliche Zahl von vierzehn möglichen HDD/ODD-Laufwerken, sechs seriellen und jeweils vier Stück über einen der beiden SATA/150-Festplattencontroller.
Das ist wahrlich Rekord. Als außerordentlich dürfte man aber auch die Ausführungen der ATX-Blende bezeichnen: Vier USB2.0-Anschlüsse, einmal Firewire, Gigabit-Ethernet-LAN, 8x-OnBoard-HD-Audio, ein Anschluss für eine Wireless-LAN-Antenne, PS/2-Anschlüsse sowie ein Parallel-Port. Hinzu kommen vier weitere Slotblenden, die an das Mainboard angeschlossen und als Erweiterung verwendet werden können. Dazu zählen der zweite Gigabit-Ethernet-Anschluss, zwei weitere USB2.0-Ports, ein Firewire-Anschluss sowie ein SATA-Extension-Modul. Letzteres führt die SATA-Anschlüsse durch die Blende nach außen - inklusive Stromanschluss. Dem Anschluss externer SATA-Geräte steht also nichts im Wege und gepaart mit den nachfolgend beschriebenen „Packungsbeilagen“ wird das Verwenden der Peripherie zum Kinderspiel.
Denn auch hier findet sich wieder ein Reichtum an Umfang, den es schon bei der Betrachtung der OnBoard-Komponenten zu verzeichnen gab. So stehen mit zehn SATA/150-Kabeln so viele Kabel zur Verfügung wie noch nie. Obwohl insgesamt nur acht SATA-Geräte angeschlossen werden können, dienen die letzten beiden bei weitem nicht nur zum Austausch im Notfall. Vielmehr sind sie Verbindungsstück für das SATA-Extension-Modul, welches mit dem Mainboard verbunden wird und nach außen hin mit den externen Geräten kommuniziert.
Wollte man diese erste Vorstellung der zwei Mainboards hier also zusammenfassen, käme man wohl zu dem Schluss, dass es sich um mit neuester Technik voll gestopfte Hauptplatinen handelt, die so ziemlich alles bieten, was man sich derzeit erhoffen kann. Zumindest in Punkto Ausstattung und das bisher auch nur auf dem Papier - denn wie schnell ist der Silicon Image RAID-Controller, hält der OnBoard-Sound, was „High Definition“ verspricht und läuft das Ganze auch stabil? Und mindestens ebenso interessant ist auch die Frage nach der letztendlichen Performance - auch im Vergleich mit Intels Referenz-Mainboards, die in diesem Bericht als Vergleichsplattform herangezogen (jedoch nicht weiter behandelt) werden. Bei so vielen offenen Fragen ist der Übergang zur Hardwarebetrachtung der einzelnen Boards jetzt nur der nächste notwendige Schritt.
Ein Blick auf das ASUS P5GD2 offenbart schon auf den ersten Blick, dass es sich hierbei um neueste Technik oder - anders gesagt - um neuartige Hardwareschnittstellen handelt. Denn thronte der Sockel 478 noch recht unauffällig in dunklem Grau auf den Mainboards der Hersteller, so inszeniert sich sein Kollege mit der Nummer 775 ungleich auffallender. Nicht nur das große „Important!“ und der darunter gedruckte Schriftzug tragen dazu bei, vielmehr zeigt sich auch beim Öffnen des Moduls, dass es sich hier um sensible Technik handelt. So ragen die Pins in die Höhe, ein klarer Ruf nach Vorsicht beim Hardwareeinbau. Verbiegt man diese dünnen Kontakte, so kann man das ganze Mainboard als irreparabel geschädigt ansehen.
Der nicht gerade freizügig umbaute Sockel legt die Vermutung nahe, dass Kühlkörper schon strikter in ihren Ausmaßen eingeschränkt sind, als dies noch beim Sockel 478 der Fall gewesen sein mag. Nichtsdestotrotz fängt der betrachtende Nutzer nach dem Schriftzug auf dem Sockelschutz wohl als zweites die Worte „Fanless Design“ mit seinen Augen auf. Und, durchaus, man kann es nur bestätigen: Die Northbridge kommt mit einem deutlichen, nicht aber wirklich ausladenden Kühlkörper zurecht, bei der Southbridge misst der Passivkühler sogar nur spärliche Ausmaße. In Zeiten der zunehmenden Anzahl von Lüftern eine durchaus willkommene Abwechslung.
Bei genauem Betrachten sollten dem interessierten Hardwarenutzer jedoch noch einige weitere Kleinigkeiten auffallen: Ist der Zusatzanschluss für Pentium 4-Prozessoren noch unter „bekannt“ abzuhaken, kann man dies von dem neuen, nun 24-poligen Mainboard-Stromanschluss nicht behaupten. Im Gegensatz zu Hauptplatinen der vorherigen Generation zählt man nun also vier neue Kerben im Haupanschluss-Port. Dies setzt natürlich auch ein neues Netzteil voraus, was den Mainboardkauf - zusätzlich zu den Anschaffungskosten für DDR2-RAM und einen neuen Prozessor - in neue finanzielle Höhen wachsen lässt. Intel zeigt, dass es auch besser geht. Bei den Referenzboards ist es nämlich möglich, bei Verwendung eines 20-poligen Stromsteckers in Kombination mit einem 4-poligen Stromanschluss das System dennoch in Betrieb zu nehmen. Auch in diesem Falle dürfte natürlich der Pentium 4-Zusatzstecker nicht fehlen, allerdings lässt sich die Kluft der unterschiedlichen Standards so effektiv überbrücken.
Nicht überbrücken lässt sich hingegen der Unterschied zwischen DDR1- und DDR2-Speicher. Rein optisch betrachtet ist zwischen den Slots der verschieden standardisierten Speicher kein Unterschied auszumachen, tatsächlich jedoch ist die Kerbe in Mitten der RAM-Bank allerdings bei DDR2-Speicher um zwei Millimeter versetzt - ein Umstand, den unerfahrene PC-Nutzer womöglich übersehen. Nichts zu übersehen bei den RAM-Bänken ist hingegen die farbliche Kodierung, die der besseren Übersicht für den Dual-Channel-Betrieb dient. Hier werden die einzelnen Kanäle nicht nur durch die Farben Schwarz und Gelb voneinander getrennt, auch die zur Arretierung zu nutzenden Clips an der Seite der Slots unterscheiden sich abhängig von ihrer Zugehörigkeit zum Kanal A oder Kanal B. Deutlicher geht es wohl nur mit einer Leuchtschrift. ;)
Die Verteilung der PCI- und PCI-Express-Slots auf dem Mainboard ist uns ebenso einige Worte wert, entscheidet sich doch hier meistens, wie viele Erweiterungskarten wahrscheinlich installiert werden können. Wahrscheinlich deshalb, da in der heutigen Zeit auch mit einer Dual-Slot-Kühllösung bei Grafikkarten gerechnet werden muss, die natürlich schon einen der PCI - oder PCI-Express-x1-Slots belegen kann. Im Falle des P5GD2 finden sich unterhalb des PCI-Express-x16-Slots für die Grafikkarte zwei normale PCI-Slots, denen schlussendlich zwei PCI-E-x1-Steckplätze folgen. Hinzu kommt ein weitere PCI-Express-x1-Steckplatz oberhalb des schwarzen PCI-E-x16-Slots. Zwischen dem Steckplatz für die Grafikkarte und dem ersten PCI-Slot ist zudem eine Lücke, die so groß ist, dass man dort normalerweise einen weiteren Steckplatz erwarten würde. Ihn wegzulassen birgt natürlich den Nachteil einer geringeren Erweiterbarkeit, garantiert aber auch, dass kein Slot für eine größere Kühllösung geopfert werden muss. Auch der einzelne PCI-Express-x1-Steckplatz oberhalb jenes Slots für den Grafikbeschleuniger wird garantiert immer verwendbar bleiben - in diese Richtung breiten sich eher selten Kühlkörper von Grafikkarten aus.
Aufgrund der durchaus zahlreichen OnBoard-Ausführungen verschiedenster Geräte sollten die gebotenen Slots für die meisten Computernutzer ausreichen. Die Lösung der Slot-Anzahl und deren Verteilung scheint jedenfalls gut durchdacht. Schade ist einzig nur, dass mit der Lücke zwischen PCI-Express-x16-Slot und PCI-Steckplatz eine Zusage an heutige Grafikkarten erteilt werden musste, die einen weiteren Slot verhinderte, welcher zweifelsfrei für noch mehr Erweiterungsmöglichkeiten gesorgt hätte.
Nach dem ASUS P5GD2 auf Grantsdale-Basis gilt es, den größeren Bruder genauer zu betrachten und augenscheinlich zu analysieren. Denn schon hier lassen sich die ersten Unterschiede ausmachen, die sich bei weitem nicht nur auf den Chipsatz beschränken. So dürfte im direkten Vergleich mit dem eben betrachteten P5GD2 eine andere Ausführung von PCI-Slots und ihren moderneren Kollegen, den PCI-Express-Steckplätzen, auffallen. Fand man diese soeben noch um den Slot für die Grafikkarte herum angeordnet, befinden sich alle Erweiterungs-Steckplätze nun ausschließlich und in anderer Zahl unter dem schwarzen PCI-Express-x16-Grafik-Steckplatz. Drei PCI-Slots und darunter noch einmal zwei PCI-E-x1-Steckplätze, das ist es, was man auf dem Alderwood-Vertreter aus dem Hause ASUS ausmachen kann.
Auch findet sich auf dieser Hauptplatine kein Freiraum mehr zwischen dem Steckplatz für die Grafikkarte, dem PCI-E-x16-Slot, und jenem Steckplatz, der darunter angesiedelt wurde. Im Falle einer Dual-Slot-Kühllösung bei der verbauten Grafikkarte geht dieser Steckplatz also verloren, was die Gesamtzahl an Erweiterungs-Slots auf vier beschränkt. Aber auch beim Verlust des ersten, unter der Grafikkarte befindlichen PCI-Slots würde eine gleiche Zahl von PCI-E-x1-Slots und PCI-Steckplätzen über bleiben - eine durchaus bessere Variante, als einen PCI-E-Slot dort zu platzieren und ihn schmerzlich vermissen zu müssen.
Interessant ist bei dem ASUS P5AD2 eine Kühlplatte, die auf der Rückseite des Boards hinter dem CPU-Sockel angebracht wurde. Diese Vorrichtung besitzt im Übrigen auch das ASUS P5GD2. Das „Stack Cool“-System soll - laut Handbuch - die CPU-Temperatur um mindestens zehn Grad Celsius im Gegensatz zu der normalen Kühllösung, wie sie von Intel vorgeschrieben wird, senken. Laut den Angaben von ASUS erklärt das auch den Verzicht auf jegliche aktive Kühlmethoden auf der Hauptplatine, da alle Komponenten im Umkreis der CPU nicht vermehrt der Wärme ausgesetzt sind, die normalerweise von dem Prozessor ausgeht. Zwei Fliegen mit einer Klappe also? Wäre das angepriesene Feature so effektiv, wie man es verspricht, so stünde Overclockern und Silent-Freunden zugleich ein besonderes Extra ins Haus.
Nun, offensichtlich ist zumindest, dass das ASUS-Mainboard keine eigenen Geräusche von sich geben wird, denn ebenso wie das P5GD2 setzt es komplett auf Passivkühlkörper ohne sich drehende Unterstützung. Doch da dies auch bei Intels Referenz-Mainboards der Fall ist, dürfte nicht alles auf das „Stack Cool“-System zurückzuführen sein - es gilt also, die CPU-Temperatur genauer zu beobachten.
Interessant ist noch, dass im Gegensatz zum ASUS P5GD2 die Dual-Gigabit-Ethernet-Lösung über den PCI-Express-BUS angeschlossen ist, während bei dem Grantsdale-Mainboard aus dem Hause ASUS sowohl PCI-Express-BUS als auch PCI-BUS genutzt werden. Da beim ASUS P5AD2 zwei Marvell-Chips als PCI-E-Controller fungieren, erklärt sich auch die Differenz der Anzahl von PCI-Express-x1-Slots zwischen P5GD2 (drei PCI-E-x1-Steckplätze) und P5AD2 (zwei PCI-E-x1-Steckplätze).
Die weiteren Unterschiede zwischen den beiden ASUS-Mainboards beschränken sich auf eine leichte Umverteilung der Mainboard-Header oder der IDE-Steckplätze, die von dem ITE8212F-RAID-Controller verwaltet werden. Letzterer sorgt zusätzlich zur ICH6/R auf beiden Boards für ATA 133/100/66-Anschlussmöglichkeiten, die sogar im RAID-Betrieb verwaltet werden können. Ebenso zusätzlich und noch einmal für den RAID-Betrieb tauglich ist der Silicon Image Chip, der, auch auf beiden ASUS-Boards verbaut, für vier zusätzliche SATA-Steckplätze am unteren Rand der Platine sorgt. Da der Silicon Image RAID-Controller über den PCI-BUS angeschlossen ist, beschränkt ihn natürlich auch die maximale Bandbreite von 133 MB/s.
Nicht beschränkt werden unterdes die Gigabit-Ethernet-Chips von Marvell, die über den PCI-Express-x1-BUS genügend Freiraum besitzen. Letzterer bietet 250 MB/s pro Richtung und kann durch einen der LAN-Controller bestenfalls zu 50 % ausgelastet werden und auch nur dann, wenn diese im Full-Duplex-Modus laufen und somit 2 Gbit (250 MB/s) über die Leitungen schicken.
Bevor es an die weitere Betrachtung der Mainboards geht, soll ein technischer Überblick und Vergleich mit Intels Referenz-Plattformen zusätzliche Informationen bieten. Die tabellarische Übersicht weist auf einen Blick Unterschiede und Gemeinsamkeiten auf und verbessert somit das später geforderte Verständnis der Benchmarkergebnisse.
| Features | Intel i925X | ASUS P5AD2 | ASUS P5GD2 | Intel i915G (Micro-ATX) | |
| Chipsatz | Alderwood | Alderwood | Grantsdale | Grantsdale-G | |
| Ausbaufähigkeit für Prozessoren | Northwood/Prescott über 3,60 GHz | Northwood/Prescott über 3,6 GHz | Northwood/Prescott über 3,60 GHz | Northwood/Prescott über 3,6 GHz | |
| Frontside-Bus | |||||
| 400 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 533 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 800 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Bei den ASUS-Mainboards ist ebenfalls ein FSB von 1066 MHz im BIOS anwählbar und als Voreinstellung verfügbar. Mangels entsprechender Prozessoren ist es jedoch nicht möglich zu testen, ob dieser FSB im Realbetrieb als Standard-FSB gesetzt werden kann. | |||||
| Speichertakt/typ | |||||
| 400 MHz/PC2 3200 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 533 MHz/PC2 4300 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 667 MHz/PC2 5300 | Nein | Ja* | Ja* | Nein | |
| * ASUS untersützt einen RAM-Takt von 600MHz bei Modellen der Premium-Version oder der Deluxe-Version auf Grantsdale-Basis [1] (welche von uns nicht getestet wurde). Dieser Takt ist im BIOS verfügbar und unabhängig vom FSB frei konfigurierbar. (400/533/600 MHz) | |||||
| Dual Channel Modus | verfügbar | verfügbar | verfügbar | verfügbar | |
| maximaler RAM-Ausbau | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | |
| OnBoardgrafik | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Intel Graphics Media Accelerator 900 | |
| OnBoardsound | Intel HD Audio, 8 Kanäle | CMI 9880 HD Audio, 8 Kanäle | CMI 9880 HD Audio, 8 Kanäle | Intel HD Audio, 6 Kanäle | |
| Steckplätze | 1x PCI Express x16 2x PCI Express x1 4x PCI | 1x PCI Express x16 2x PCI Express x1 3x PCI | 1x PCI Express x16 3x PCI Express x1 2x PCI | 1x PCI Express x16 1x PCI Express x1 2x PCI | |
| W-LAN Fähigkeit | Nein | Ja, in der Premium-Version (W-LAN 802.11b/g - 54 Mbit/s) | Ja, in der Premium-Version (W-LAN 802.11b/g - 54 Mbit/s) | Nein | |
| HDD-Controller | |||||
| ATA 133/100/66 | Intel ICH6/R 2 Geräte | Intel ICH6/R 2 Geräte ITE 8212F IDE RAID 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, JBOD) | Intel ICH6/R 2 Geräte ITE 8212F IDE RAID 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, JBOD) | Intel ICH6/R 2 Geräte | |
| Serial ATA 150 | Intel ICH6/R 4 Geräte (RAID 0,1) | Intel ICH6/R 4 Geräte (RAID 0,1) Silicon Image 3114R 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 10, 5**, JBOD) | Intel ICH6/R 4 Geräte (RAID 0,1) Silicon Image 3114R 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 10, 5**, JBOD) | Intel ICH6/R 4 Geräte | |
| ** ASUS gibt an, RAID 5 Arrays mit einem Softwarepatch realisieren zu können, der nicht WHQL spezifiziert ist. | |||||
| verfügbare Anschlüsse | |||||
| USB 2.0 | 4x über Rear-Panel 4x über Mainboard-Header | 4x über Rear-Panel 4x über Mainboard-Header | 4x über Rear-Panel 4x über Mainboard-Header | 4x über Rear-Panel 4x über Mainboard-Header | |
| IEEE 1394 Ports | 1x über Rear-Panel 2x über Mainboard-Header | 1x über Rear-Panel 2x über Mainboard-Header | 1x über Rear-Panel 2x über Mainboard-Header | nicht vorhanden | |
| LAN | Gigabit Ethernet LAN | 2x Marvell 88E8053 LAN Controller Dual Gigabit Ethernet | Marvell 88E8052 LAN Controller + Marvell 88E8001 Dual Gigabit Ethernet | Gigabit Ethernet LAN | |
| Im Falle des ASUS P5AD2 wird die Dual-Gigabit- Ethernet-Lösung ausschließlich über den PCI-Express-BUS realisiert. Das Grantsdale-Pendant setzt mit dem Marvell 88E8052 Controller auf den PCI-Express-BUS und nutzt ebenso mit dem Marvell 88E8001 Controller den PCI-BUS, um die Dual-Gigabit-Ethernet-Lösung zu realisieren. | |||||
| weitere Anschlüsse | 1x Parallel 2x PS/2 8x Audio 1x Seriell | 1x Parallel 2x PS/2 8x Audio | 1x Parallel 2x PS/2 8x Audio | 1x Parallel 2x PS/2 8x Audio 1x Seriell | |
Wie bereits im Vorfeld des Berichtes beschrieben, glänzen die ASUS-Boards mit einer umfangreichen Palette an OnBoard-Features, Anschlussmöglichkeiten und technischen Raffinessen. Dieser Eindruck setzt sich auch bei der Betrachtung der verschriebenen Packungsbeilagen fort. Gewiss, ein Teil davon ist einfach ein Muss, würden doch acht SATA-Ports ohne entsprechende Kabel ebenso wenig nützen, wie ein Firewire-Mainboard-Header ohne das entsprechende Kabelpacket, das ihn nach außen führt.
Und so finden sich in der bis an den Rand gefüllten Verpackung eines jeden ASUS-Mainboards, ob P5AD2 oder P5GD2, zehn SATA-Kabel, vier SATA-Stromanschlüsse mit jeweils Dual-Plug-Köpfen, also zur Versorgung von insgesamt acht SATA-Geräten, und zwei Ultra DMA/133-Kabel. Weiterhin bietet ASUS neben dem Floppy-Kabel noch ein IDE-Kabel zum Anschluss der verbleibenden Nicht-Serial-ATA-Geräte. Leider handelt es sich bei den Kabeln nicht um Rundkabel, wie wir sie bei dem aktuell möglichen Aufkommen an Festspeichern nur zu gerne verbauen würden, um nicht alles zu verhängen. Wer jetzt aber graue und triste Flachbandkabel erwartet, der kann dennoch beruhigt sein: Ganz so standardisiert geht es dann auch nicht zu Werke, da die Kabel in einem Schwarzton daher kommen und mit dem ASUS-Schriftzug versehen sind.
Natürlich gehört in der Premium-Version der Mainboards, die allesamt über einen OnBoard Wifi-LAN-Controller verfügen, auch eine entsprechende Antenne in den Lieferumfang. Diese wird zusammen mit einem fest in der Antenne verankerten Kabel geliefert, das mit einer Länge von etwa 50 Zentimetern gerade von dem Anschluss bis auf den Towerdeckel reicht. Über ein Gewinde wird verhindert, dass sich die einmal festgeschraubte Antenne vom OnBoard-Anschluss lösen kann.
Auch gehören einige Slotblenden zum Lieferumfang. So führt eine der Blenden die zwei verbleibenden IEEE-1394b-Mainboard-Header ins Freie, ein anderer macht das Mainboard erst zur Dual-Gigabit-Lösung und führt einen RJ-45-Port nach außen. Wieder ein anderes Modul sorgt für zusätzlichen seriellen Platz mit einem COM-Port und auch zwei weitere USB2.0-Schittstellen sowie ein GAME-Port können nach außen geführt werden.
Zuletzt wäre da noch das mehrmals erwähnte SATA-Extension-Modul, das mit zwei SATA-Anschlüssen und einem Strom-Anschluss als Slotblende ebenfalls bereit liegt. Mit dieser Slotblende erklärt sich auch das Vorhandensein von insgesamt zehn SATA-Kabeln. Hier benötigt man nämlich vier Stück, um externe Geräte über das Extension-Modul anzuschließen. Zwei der Kabel verbinden das Mainboard mit dem Modul, zwei weitere dienen der Verbindung zwischen Modul und den externen Geräten. Auch der Stromanschluss schluckt zwei Kabel, wobei hier nur ein kostbares Dual-Plug-SATA-Kabel benutzt werden muss - als Verbindung zwischen Modul und den externen Geräten. Zwischen Netzteil und Modul reicht ein schlichtes, vierpoliges Verlängerungskabel.
Bei jedem Mainboard dürfen natürlich die Treiber-CD und das Benutzhandbuch nicht fehlen. Beide Exemplare lagen in der Englischen Sprache vor, die Bebilderung ist jedoch zumeist selbsterklärend und wenn man der Fremdsprache einigermaßen mächtig ist, steht einem mit dem User-Guide eine zu Genüge ausführliche Anleitung zur Seite. Die Treiber-CD bietet zudem neben allen benötigten Treibern auch Tools wie „ASUS-Update“ zum einfachen Flashen des BIOS“ oder ein WLAN-Utility. Einige Bedienungsanleitungen stehen ebenfalls als PDF-Datei auf der CD zur Verfügung. Den Abschluss in Sachen Software übernimmt eine Retail-Version von WinDVD, die, nicht unüblich für aktuelle Mainboards, ebenfalls in der Verpackung zu finden ist.
Beide ASUS-Mainboards waren im Großen und Ganzen sehr unkompliziert zu handhaben. Mag man den Einbau eines solchen Boards bereits zum Alltag zählen, so kann man auch hier keine etwaigen Schwierigkeiten benennen. Alle Ports sind logisch angeordnet, klar beschriftet und im Handbuch beschrieben, können aber auch ohne dieses leicht zugeordnet werden. Die Bestückung der LEDs beispielsweise ist löblicherweise ohne einen Blick ins Handbuch sofort zu bewerkstelligen.
Ist nun Alles an seinem Platz und betriebsbereit, so leuchtet eine grüne LED am unteren Rand der Hauptplatine. Sie zeigt die anliegende Spannung an und signalisiert Betriebsbereitschaft. Nach dem Einschalten funktionierte bei unserem Testsystem (welches immerhin aus drei internen und einer externen Festplatte, zwei optischen Laufwerken und allem OnBoard-Schnickschnack bestand) auch alles - jedoch aufgrund der Sicherheitseinstellungen nicht mit voller Geschwindigkeit. Das BIOS war hier erste Anlaufstelle. Das AMI-Basic-Input-Output-System ist klar gegliedert und schnell beherrschbar. Sogar mehrere Sprachen standen zur Verfügung, darunter auch Deutsch. Einzig verwirrend waren einige der Begrifflichkeiten. So konnte man beim USB2.0-Controller zwischen [Highspeed] und [Fullspeed] wählen. Die Namensgebung und auch die Reihenfolge suggerieren, dass die [Fullspeed]-Einstellung zu einer maximalen Geschwindigkeit von 480 Mbit/s führen sollte. Tatsächlich jedoch führt nur die Wahl von [Highspeed] zu dem gewünschten Ergebnis.
Dieses Problem betrifft allerdings nur jene Computernutzer, die eher schnell denn lesend durch das BIOS schalten und walten - denn eine entsprechende Erklärung wird neben den Einstellungen geliefert. Um an dieser Stelle den Alltag nicht noch weiter in die einzelnen BIOS-Optionen abdriften zu lassen, sei auf den weiteren Bericht verwiesen - wir werden uns dem BIOS an gegebener Stelle noch genauer widmen.
In Windows angelangt wurden die neuen Treiber installiert und die Hardware mit Leben erfüllt. Vorsicht ist aber auch hier angesagt: Laut Handbuch sollen die neuen IEEE-1394b-Treiber von ASUS (also jene, die den Port auf eine theoretische Geschwindigkeit von 800 Mbit/s beschleunigen) nicht installiert werden, wenn man einen Digital-Video-Camcorder an den Firewire-Port anschließen will. In einem extra diesem Problem gewidmeten Kapitel des User-Guides erfährt der Leser folgendes:
Für alle anderen Geräte ist der TI-IEEE-1394b-Treiber aber dringend zu empfehlen. Ohne diesen erreichten wir bei Tests mit einer externen Festplatte - wie sie auch in unserem Testparcours Verwendung findet - nur eine maximale Bandbreite von 7,2 MB/s (laut HDTach). Dass dies deutlich hinter den Möglichkeiten der Maxtorplatte liegt, wurde bereits bei einem früheren Tests des Modells [2] gezeigt. Mit dem neuen Treiber übertrafen wir die ehemals erzielten Ergebnisse sogar deutlich - gewiss mit anderem Testsystem, aber der Treiber und der IEEE-1394b-Port scheinen ihren Dienst zu tun.
Freunden von geringen CPU-Temperaturen sei gesagt, dass sich das „Stack Cool“-System anscheinend bewährt. Laut BIOS betrug die Temperatur unseres verbauten Intel Pentium 4 „Prescott“-Prozessores mit 3,2 GHz im Kaltstart 35°C, bei längerer Vollbelastung stieg die Temperatur nicht über 53°C und das wohlgemerkt bei einem Boxed-Kühler, der mit nur 60 % seiner maximalen Drehzahl wirbelte. De Facto lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, inwieweit die Temperaturen falsch ausgelesen werden (ob bewusst oder unbewusst, sei einmal dahingestellt) - der „Fühltest“ am arbeitenden Kühlkörper bestätigte aber zumindest, dass dieser nicht übermäßig heiß war. Auch Systemabstürze waren nicht zu verzeichnen, auch dann nicht, als der Tester alle Gehäuselüfter abschaltete und das System unüblichen Temperaturen aussetzte. Wenngleich die 10°C weniger gegenüber anderen Kühllösungen von uns also nicht bestätigt werden können, so ist doch zu vermerken, dass zu jeder Zeit ein stabiler (und laut BIOS und ASUS-Utilities kühler) Betrieb garantiert wurde.
Bei der Betrachtung des BIOS“ wollen wir nicht auf bekannte und überall vorherrschende Funktionen eingehen, sondern unseren Fokus auf das konzentrieren, was ASUS selbst als herausragend bezeichnet oder wir als nennenswert empfinden. Da wären zu allererst - gemäß der Anordnung im BIOS-Menü beginnend von links - die verschiedenen Sprach zu nennen, die für das Basis-System des PCs ausgewählt werden können. Neben der als Standard konfigurierten Weltsprache Englisch finden sich ebenso Deutsch und Französisch in dem Drop-Down-Menü wieder. Ebenso vertreten sind aber auch die japanische wie die chinesische Sprache.
Die Liste der OnBoard-Geräte lässt sich sicherlich ebenso eines Blickes würdigen, wenngleich sich eine Erläuterung sparen lässt, sollten doch die Namen durch die vorangegangenen Seiten bereits einer Funktion zugeordnet werden können. Obwohl das BIOS-Menü des P5GD2 dem des P5AD2 zum Verwechseln ähnlich sieht, kann man sie anhand der OnBoard-Geräte-Liste leicht trennen. Zu sehen ist nämlich hier noch einmal, dass ein Gigabit-Ethernet-LAN-Controller (GbE-LAN) über PCI-E angeschlossen wurde und ein anderer den PCI-BUS nutzt.
Der PEG-Link-Modus gehört seit der neuen Reihe von Mainboards auf Alderwood- oder Grantsdale-Basis von ASUS fest zum Bestandteil der Featureliste (wir berichteten [3]). Mit ihm sollen mittels verschiedener Stufen sowohl der GPU- wie auch der VGA-RAM-Takt erhöht werden, um so eine bessere Performance mit den ASUS-Mainboards zu erreichen. Das BIOS fungiert auch hier als zentrale Anlaufstelle für die neue Art des Übertaktens. Die genaue Funktion und ihre Wirkung sollen im Kapitel „Special-Features“ noch genau behandelt werden - an dieser Stelle soll die Abbildung der Funktion genügen.
Doch um von der einen Art des Overclockings zur anderen zu kommen, reiht sich an den PEG-Link-Modus das A.I. Overclocking sowie die N.O.S.-Modi. A.I. steht in diesem Zusammenhang für „artificial intelligence“, was in der Deutschen Sprache künstliche Intelligenz bedeutet. Mit dieser speziellen Ergänzung der BIOS-Optionen soll es nunmehr leichter möglich sein, den Prozessor samt RAM und FSB - oder einzeln - zu übertakten. So kann man unter dem Menüpunkt [AI Overclocking] neben der automatischen Veränderung der Taktschraube durch das Overclocking-Tool auch speziell vordefinierte Profile laden oder aber N.O.S.-Modi auswählen.
Die Abkürzung „N.O.S“ steht bei ASUS für „Non-delay-Overclocking-System“, ein System also, das sich durch verzögerungslose Änderungen des FSB auszeichnen soll. Der maximale FSB-Takt wird hierbei vom Computernutzer selbst eingestellt - wieder in Prozenten und hier in den Schritten 3%, 5%, 7%, 10%, 15% und 20%. Je nach eingestelltem Schärfegrad, mit dem die prozentuale Taktsteigerung forciert werden soll, setzt das N.O.-System den FSB während des Betriebes neu fest. Genaue Einzelheiten zum N.O.S. erfahren interessierte Leser ebenfalls auf den nächsten Seiten.
Da zum Testen der Mainboards auch unterschiedlicher Speicher zur Verfügung stand, ist es möglich, einen kleinen Überblick über die Speicherkompatibilität zu bieten. Nachfolgend eine Tabelle mit den verwendeten Speichermodulen und den entsprechenden Mainboards als Inhalt:
| Verwendeter Speicher | P5AD2 | P5GD2 | Timings erkannt |
| Corsair CM2X512-4300 2x 512 MB | Ja | Ja | Ja (P5AD2/P5GD2) |
| Samsung KR0423 4200U 2x 512 MB | Ja | Ja | Ja (P5AD2/P5GD2) |
| Crucial Ballistix-5300U 2x 512 MB | Ja | Ja | Ja (P5AD2/P5GD2) |
| Micron 4300U 2x 512 MB | Ja | Ja | Ja (P5AD2/P5GD2) |
| Kingston KVR533-4200U 2x 256 MB | Ja | Ja | Ja (P5AD2/P5GD2) |
Kurzum: ASUS erkannte jeden Speicher auf Anhieb und die Timings wurden korrekt eingestellt. Betrieben wurde der Speicher jedoch synchron zum FSB mit 400MHz. Als BIOS-Revision kam die Version 1005 zum Einsatz.
Um den PEG-Link-Modus zu beschreiben, eignet sich die offizielle Presseerklärung [4] zu diesem Thema am besten. Wir wollen diese Versprechungen kritisch betrachten und die reale Wirkungsweise untersuchen.
Der PEG-Link-Modus wurde ursprünglich durch den bekannten Mainboardhersteller und Konkurrenten Gigabyte als Benchmark-Bevorteilung beschimpft (Siehe „Gigabyte: ASUS cheatet bei Mainboards!“ [2] und „ASUS vs. Gigabyte Teil2: Pressemitteilung.“ [5]). Die Pressemitteilung entstammt der den Anklagen folgenden Bekanntmachung des PEG-Link-Modus und beinhaltet, auf das Wesentliche komprimiert und ins Deutsche übersetzt, folgendes:
Mit einem speziell an die Grafikkarte angepassten Takt-Tuning soll dar PEG-Link-Modus den internen GPU-Takt sowie den Speichertakt des Grafikbeschleunigers anheben - je nach ausgewählter Stufe der Beschleunigung. Zur Auswahl stehen hierbei die Modi [Auto], [Slow], [Normal], [Fast] und [Faster]. Als Standard wurde [Auto] definiert, also die automatische Anpassung der Taktungen an die Möglichkeiten, die das Feature festsetzt. Das heißt im Klartext: Mit der Standardeinstellung werden sowohl GPU als auch Speicher übertaktet - soweit, wie das BIOS es für nötig erachtet!
Um uns einmal selbst ein Bild von den Geschwindigskeitsdiskrepanzen zwischen den Modi zu verschaffen, testeten wir bei aktiviertem PEG-Link-Modus die zwei Extrema. Ein Vergleich der Einstellungen [Slow] und [Faster] zeigt, dass allein beim viel genutzten 3DMark der Version 2003 ein deutlicher Score-Unterschied erzielt wird. Gleiches gilt bei anderen Testprogrammen, deren Veröffentlichung an dieser Stelle jedoch nicht von Nöten ist - das Ergebnis bleibt dasselbe:
Da die Unterschiede wohl für sich selbst sprechen, fragt sich, welcher der verschiedenen PEG-Link-Modi denn nun in unserem Auto-Fall automatisch ausgewählt wurde. Die Antwort auf diese Frage war nicht schwer zu finden und überrascht auch nicht wirklich. Natürlich kam der schnellste Link-Modus zum Zuge. Ein Vergleich von [Auto] und [Faster] zeigte bei unserem Testsystem, dass bis auf einen Unterschied von fünf 3DMarks der gleiche Level an Geschwindigkeit erzielt wurde.
Fassen wir einmal zusammen: der PEG-Link-Modus beschleunigt das System in Grafikanwendungen so, dass der Geschwindigkeitszuwachs deutlich messbar (wenngleich aufgrund der hohen Gesamtperformance des Testsystems nicht wirklich sichtbar) ist. Das Feature führte weiterhin zu keinerlei Abstürzen, Grafikfehlern oder vergleichbarem fehlerhaften Verhalten. Doch ist es angemessen, den Computernutzer von vornherein auf die schnellere Bahn zu schicken? Diese Frage sollte wohl jeder potentielle Käufer für sich entscheiden. DemTester bleibt nur der Unmut über die stets steigende Anzahl versteckter Optimierungen, die das Gesamtbild beeinflussen.
Nachdem bereits beim PEG-Link-Modus festgestellt wurde, dass dieser nicht unerheblich zur Standard-Performance der ASUS-Mainboards beiträgt, gilt es, die nächste Übertaktungshilfe in Augenschein zu nehmen. Denn auch diese startet zusammen mit dem ersten Systemstart als automatisch vorkonfiguriert mit. Die Rede ist vom Automatischen AI-Overclocking, das nicht unerheblich an der Taktschraube drehte, dies aber beim Booten selbst nicht einmal deutlich machte! Das heißt im Klartext: Das BIOS übertaktete via FSB unseren Test-Prozessor auf immerhin 3,6 GHz (der Standardtakt beträgt 3,2 GHz) und erhöhte den FSB um 24 MHz, Quadpumped also um insgesamt 96 MHz. Beim Hochfahren wurden jedoch sowohl bei der Standardtaktfrequenz des Prozessors als auch bei der aktuell konfigurierten Taktung 3,2 GHz ausgegeben. Dass diese Angaben nicht zutreffen, kann man entweder über die Systemsteuerung auslesen, oder aber mit Hilfe von Programmen wie WCPUID feststellen. Ein Foto aus WCPUID wurde zur Verdeutlichung angehangen:
Natürlich lässt sich auch dieses Feature im BIOS deaktivieren, indem beim AI-Overclocking die Funktion auf manuelle Einstellungen beschränkt wird. Fraglich ist jedoch auch an dieser Stelle, weshalb der Kunde von Haus aus Übertaktungen in Kauf nehmen muss. Kombiniert man nun den PEG-Link-Modus und das automatische AI-Overclocking, so ergeben sich nicht minder deutliche Vorteile gegenüber Mainboards, die mit den eigentlichen Werten der Hardwarekomponenten betrieben werden.
Um jedoch nicht nur den eigenen Unmut auf dieser kontrollierbaren Funktion abzuladen, sei die eigentliche Funktionsweise und ihre Wirkung beschrieben, die durch die so genannte Künstliche Intelligenz automatisch geregelt werden. Im BIOS-Vergleich wurde bereits auf die verschiedenen Möglichkeiten des AI-Overclockings verwiesen, in gewisser Weise wurde auch in dieser Passage bereits die Funktionsweise des automatischen Modus erläutert. Bleiben also noch das Übertakten per vordefiniertem Profil sowie das prozentuale Overclocking zu benennen.
Prozentual wird das System mit Hilfe des Non-delay-Overclocking-System übertaktet, kurz N.O.S. genannt. Die offizielle Presseerklärung zu diesem Feature hilft auch hier wieder dem besseren Verständnis dieser Funktion, weshalb ein kurzer Blick erlaubt sein sollte:
Der Erklärung zu entnehmen ist, dass das AI N.O.S. die eingestellte Taktabweichung nach oben hin an der Leistungsaufnahme der CPU festmacht, indirekt also auf die CPU-Auslastung reagieren will. Je stärker die CPU nämlich gefordert wird, desto höher ist die Leistungsaufnahme und desto stärker wird auch an der Taktschraube gedreht, bis schlussendlich die prozentual vordefinierte Maximalgrenze erreicht wurde. Weiterhin interessant ist, dass die Kühlung keinen Einfluss auf dieses Feature hat, da nicht die Temperatur, sondern die Auslastung des Prozessors zählen. Wer also dank guter Kühlung noch mehr als die maximalen (durch N.O.S. möglichen) 30% an Taktsteigerung herausholen will, der sollte Manuell übertakten oder ein Overclocking-Profil nutzen.
Die Overclocking-Profile stellen wohl die zweite, einfachere Methode des Übertaktens dar. In vordefinierten Schritten geht es entweder ebenfalls über Prozentrechnungen zum neuen Takt oder aber per vordefinierten FSB/RAM-Takt-Stufen. Die schnellstmögliche Einstellung ist hierbei ein Frontside-Bus von 1066 MHz bei 710 MHz RAM-Takt. Dieser Wert ist aber, wenn überhaupt, nur mit absolutem Spitzenspeicher und einer sehr toleranten CPU möglich - bisher wohl eher eine Utopie.
Erwähnt man die Zahl Drei als aller guten Dinge Summe, so muss man dies in diesem Bericht wohl etwas korrigieren. Denn nun kommt auch der dritte Streich aus dem Hause ASUS, nicht ganz so offensichtlich, wie der PEG-Link-Modus oder das AI-Overclocking, dafür aber nicht korrigierbar. Die Rede ist von dem manuell konfigurierten Frontside-Bus, der gar nicht so Recht wollte, wie wir es gerne hätten. Denn statt 200MHz taktete das Board vehement mit 202,30 MHz FSB, vervierfacht ergibt dies also einen FSB von 809,19 MHz. Man könnte nun meinen, dieser Umstand ließe sich mit einer Taktverminderung von 2 MHz korrigieren - immerhin stehen laut Beschreibung alle Werte zwischen 100 MHz und 400 MHz zur Wahl. Doch beherrschen die ASUS-Mainboards die Kunst, alle anderen FSB-Taktungen korrekt einzustellen.
Was bedeutet dies nun im Klartext? Nun, neben einem um 9 MHz höheren FSB wäre da noch die Übertaktung des Prozessors zu nennen, der je nach Multiplikator schon mal um ein paar MHz gewinnt. In unserem Falle ergaben sich 3236,76 MHz. Nicht viel? Genug in jedem Falle, die Testergebnisse zu beeinflussen. Anhand von Sisoft Sandras Memory-Bandwidth-Benchmark sollen die Unterschiede durch die augenscheinlich nur kleine Abweichung verdeutlicht werden. Hierbei verglichen wir die Bandbreite bei einem FSB von real 202,3 MHz und von 199 MHz:
Sisoft Sandra FSB Vergleich
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Das Ergebnis ist eindeutig. 300 MB/s Differenz aufgrund von 3 MHz - ein nicht zu verachtender, messbarer Vorteil, der natürlich auch im Vergleich mit anderen Mainboards zum Tragen kommt. Gewiss ist das Ergebnis keinesfalls schlecht für diejenigen Computernutzer, die von Natur aus nur auf Leistung achten, den fairen Wettbewerb untergraben derartige Praktiken jedoch.
Kurioser Weise könnte man jedoch auch von einer Wiederherstellung der gerade als verloren titulierten Wettbewerbsfähigkeit sprechen. Interne Tests von anderen Alderwood- und Grantsdale-Mainboards nämlich ergaben, dass nicht nur ASUS leicht über die 200 MHz Hürde hinausschießt. Doch legitimiert die Schummelei aller Wettbewerber die jedes Einzelnen?
Wenn einem ASUS die Möglichkeit zum Übertakten schon zu Füßen legt, so sollte dieser Umstand auch genutzt werden. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch wir uns dem Overclocking mit den beiden ASUS-Mainboards näher widmeten. Dies geschah auf zweierlei Art: Bevor Overclocking-Profile zum Zuge kamen oder der künstlichen Intelligenz die Bahn geräumt wurde, versuchte sich der Tester am manuellen Übertakten von CPU, FSB und Arbeitsspeicher. Dieser Weg ist sinnvoll, um etwaige Grenzen beim Übertakten schon vorher zu kennen und so gucken zu können, ob die Artificial Intelligence es besser kann oder nicht.
Beim Übertakten wurde stets der RAM synchron zum FSB betrieben. Es wäre zwar ohne weiteres möglich, über die bereitstehenden Teiler den Arbeitsspeicher höher zu takten. Mehr Bandbreite würde sich daraus aber nicht ergeben, da die Northbridge hier den Flaschenhals darstellt.
Und so begann die Versuchsreihe mit einer schrittweisen Erhöhung des FSB bei anschließendem Dauertest, ob denn auch alles stabil läuft. Über die bedeutenderen Stufen von 210 MHz, 220 MHz und 230 MHz Frontside-Bus wurde das Ende der manuellen Fahnenstange bei 240 MHz erreicht. Bei mehr wollte das System nicht mehr ordnungsgemäß neu starten, nachdem die Takteinstellungen im BIOS vorgenommen wurden - der Bildschirm blieb schwarz. Dies lässt sich jedoch leicht beheben, indem der PC ausgeschaltet und wieder neu gestartet wird. Dann gibt das BIOS die Meldung „Overclocking failed“ aus und fordert zu einer Rekonfiguration der BIOS-Einstellungen auf.
Insgesamt ist es also sehr löblich, dass nicht einmal ein BIOS-Reset erfolgen muss, um fehlgeschlagene Übertaktungsversuche rückgängig zu machen. Des Weiteren ist wahrscheinlich, dass nicht das Mainboard bei diesem Takt einen Schlussstrich gezogen hat, sondern der Prozessor bei über 600 MHz an Mehrtakt die Obergrenze festlegte. Da das verwendete Modell gelockt war, konnten wir dieser Einschätzung aber nicht nachgehen, indem ein geringerer Multiplikator hätte gewählt werden können.
Nachdem die manuelle Grenze nunmehr bestimmt scheint, gilt es noch, die künstliche Intelligenz ihr Übertaktungs-Glück versuchen zu lassen. Hierbei stehen bekanntermaßen neben der prozentual-konfigurierbaren Übertaktung auch Overcloking-Profile zur Verfügung. Beide Varianten sollen sich bewähren und wurden auf ihre Möglichkeiten hin untersucht.
Und so wurde als erstes mit dem A.I. Non-delay-Overclocking-System (N.O.S.) versucht, die 240-MHz-Marke beim Frontside-Bus zu übertrumpfen. Eine Prozentzahl von 20 % lieferte hierbei genau den gewünschten FSB von 960 MHz quadpumped, also den bereits erreichten 240 MHz bei der manuellen Übertaktung. ASUS A.I.-System beschleunigte das System bei diesen Vorgaben auch zuverlässig und ohne Fehl und Tadel. Kein Absturz und keine Stabilitätsprobleme traten auf. Auch mussten per Hand keine Nacheinstellungen vorgenommen werden. Mit dem N.O.-System ist es ebenso möglich, noch eine 30-%-Übertaktungsstufe auszuwählen. Dieser Versuch endete jedoch abermals in einem nicht glückenden Boot-Vorgang des Testsystems, der, wie bereits erwähnt, durch ein Neustarten des Systems behoben werden kann.
Zu guter Letzt sollten auch die Overclocking-Profile ihre gerechte Chance bekommen. Hier versuchten wir uns als erstes an einem Frontside-Bus von 950 MHz gepaart mit 633 MHz schneller RAM-Taktung (Für diese Versuche nutzten wir bis DDR2-667 spezifizierte Module von Ballistix). Als dieses Profil stabil in Betrieb genommen wurde, versuchten wir uns am nächsten Schritt. 1000 MHz Frontside-Bus und 667 MHz für den RAM sollten es sein. Mehr als ein „sollte“ lässt sich hierbei jedoch auch nicht anbringen. Wieder wollte die CPU nicht höher. In der Summe hinterließen alle automatischen Übertaktungsmöglichkeiten jedoch einen guten Eindruck. Es lief, solange die Hardware mitmachte. Die Features selbst waren nie der Grenzpunkt bei unseren Übertaktungsversuchen.
Anbei folgt die Zusammenstellung des Testsystems, die wie gewohnt in Form einer Auflistung der einzelnen Komponenten für den bestmöglichen Überblick sorgen soll.
Mit den neuen Boards wurde auch unser Benchmarkparcours überarbeitet, um noch mehr auf die Möglichkeiten von Hauptplatinen einzugehen und diese nicht etwa wie Grafikkarten zu testen. Und so fällt der Teil, welcher Spiele-Benchmarks enthält, auch vergleichsweise gering aus. Vielmehr sollen Schnittstellenbenchmarks - bekannte wie neue - für eine höhere Aussagekraft sorgen. Zu beachten ist bei unserem Benchmarkparcours einmal mehr, dass die Ergebnisse als Richtungsweisung dienen können, jedoch aufgrund eigener Testmethoden und spezieller Hardwarekonfigurationen nicht in Eigenversuchen reproduzierbar sein müssen.
Den Anfang unserer Benchmarkreihe sollen Tests aus dem Hause Futuremark machen. Hierzu zählen wir bei diesem Benchmarkparcours die 3DMarks der Versionen 2001 und 2003 sowie den PCMark der Version 2004. Zu bemerken ist auch an dieser Stelle noch einmal, dass die ASUS-Mainboards mit einem Frontside-Bus von 202,30 MHz betrieben wurden. Dass sich dieser Wert bestenfalls nur unter den Sollwert von 200MHz bringen lässt, sollen diese Benchmarks mit dem ASUS-Trick behaftet auskommen. Dieser Schritt des bewussten Nicht-Zurücktaktens auf 199 MHz geschah aus dem Wissen um die Tricks anderer Hersteller heraus. Beim nächsten Mainboardvergleich spielen alle Partner mit derlei Tricks...
3DMark 2001
Angaben in Punkten
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3DMark 03
Angaben in Punkten
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PCMark 04
Angaben in Punkten
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Den Benchmarks zu entnehmen ist, dass ASUS´ P5AD2 Mainboard durchweg eine gute Figur macht. Auch das Grantsdale-Mainboard aus eigenem Haus kann sich gegen Intels Referenz behaupten; sogar gegen das eigentlich potentere Alderwood-Mainboard. Der PCMark jedoch malte offensichtlich nicht an diesem Bild der Performanceverteilung mit. Dieser bescheinigt dem ASUS P5GD2 nämlich eine schlechtere Gesamtgeschwindigkeit als allen anderen Vergleichsboards. Das P5AD2 Premium hingegen behauptet auch hier die Spitze, wenngleich - zusammenfassend betrachtet - die Differenzen zwischen den Boards sehr mager ausfielen.
Mit SiSoft Sandra soll der nächste Blick auf die Speicherperformance sowie die CPU-Geschwindigkeit im Multimedia-Benchmark gerichtet werden. Den Abschluss der synthetischen Benchmarks bildet der Aquamark 3-Benchmark.
SiSoft Sandra Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
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SiSoft Sandra Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Sisoft Sandra liefert in etwa ein Bild, wie es auch der PCMark 2004 vorzugeben wusste: Auch hier ist das ASUS 5AD2 an der Spitze zu suchen, das auf dem Grantsdale-Chipsatz basierende, kleinere Gegenstück muss sich jedoch zumindest im CPU-Test hinten anstellen. Verwunderlich ist, dass im Float-Teil des Multimedia-Prozessor-Benchmarks Intels i925-Board hinten liegt. Da die Werte allerdings im Allgemeinen sehr dicht zusammen liegen, kann man diesen Unterschied praktisch als nichtig betrachten. Es ist zwar ein aus mehreren Benchmarkdurchläufen gemittelter Wert, letztendlich bleibt der Unterschied aber marginal.
Beim Memory-Bandwidth-Benchmark von Sisoft Sandra belegen die beiden ASUS-Vertreter die Spitzenpositionen. ASUS‚Alderwood-Board verteidigt damit die bisher ungeschlagene Spitze, beim Grantsdale-Pendant kann man eher von willkürlichen Sprüngen aufs Podium reden.
Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch im Aquamark 3 finden wir die Pole-Position des P5AD2 wieder. Den zweiten Platz belegte knapp vor den Intel-Referenz-Mitstreitern das ASUS P5GD2. Ein nicht wirklich überraschendes Ergebnis. Dennoch war nicht klar, inwieweit das Grantsdale-Board von ASUS hier überzeugen kann.
In unserem Benchmarkbereich „Anwendungen und Encoding“ soll es über die zwei Neulinge im Testfeld namens SysMark 2004 und einer Word-zu-PDF-Konvertierung zu alten Bekannten mit neuer Aufgaben gehen. Doch dazu an geeigneter Stelle mehr.
SysMark 2004
Angaben in Punkten
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PDF Konvertierung
Angaben in Minuten, Sekunden
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Die beiden Benchmarks liefern in diesem Fall gleiche Ergebnisse bei der Auswertung: Während die zwei Alderwood-Mainboards, Intels Referenz und ASUS eigene Kreation, die Spitzenposition teilen (in beiden Fällen mit gleichem Ergebnis), muss sich das ASUS P5GD2 stets hinten anstellen. Die Differenz zu Intels Vorgaben fällt aber relativ gering aus, weshalb die Betrachtung weiterer Benchmarks Sinn hat, um im Fazit zu einem endgültigerem Ergebnis zu gelangen.
XMpeg 5.0.3 - DivX 5.2
Angaben in Minuten, Sekunden
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TMPGenc 2.521 - SVCD
Angaben in Minuten, Sekunden
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LAME 3.93
Angaben in Minuten, Sekunden
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Mit dem Programm XMPEG konvertieren wir seit Neuestem eine 590 MB große .VOB-Datei in das DivX-Format. Die Änderungen gegenüber anderen Benchmarks beschränken sich auf das Nutzen einer größeren .VOB-Datei um durch längere Konvertierungszeiten eindeutigere Ergebnisse zu erhalten. TMPGenc bekommt von nun an die gleiche .VOB-Datei vorgesetzt, um auch hier bessere Ergebnisse für einen Vergleich geliefert zu bekommen.
Auch mit LAME konvertieren wir nun neu: 300MB an Wave-Files werden in Reihe durch den Encoder geschickt und in 192kbit-VBR-MP3-Files konvertiert.
Die Ergebnisse sind bei allen drei Benchmarks relativ eindeutig: Das ASUS P5AD2 liegt vorne, das P5GD2 zumeist hinten in der Performanceliste. Am deutlichsten fällt dieser Rückstand bei XMPEG auf, bei dem eine Differenz von 24 Sekunden zu verzeichnen ist. Ein durchaus deutlicher Wert, vor allem in Anbetracht der sonst nur geringen Unterschiede zwischen den anderen Mainboards.
Als nächstes soll uns Spec ViewPerf in der neuesten Version 8 Vergleichswerte liefern. Mit den neuen, anspruchsvolleren Tests sind aussagekräftige Ergebnisse innerhalb unseres Erwartungshorizonts vorgesehen.
Spec ViewPerf 8
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Der bisher gewonnene Eindruck scheint sich weiter zu verfestigen: ASUS hat mit dem P5AD2 ein von der Performance her sehr schnelles Board im Angebot, das P5GD2 scheint etwas hinterher zu hinken. So ist auch in diesem Benchmark zu beobachten, dass das Grantsdale-Mainboard mit Intels i915G-Referenz um den dritten Platz kämpft, zumeist aber schneller ist, als das Intel-Board mit gleichem Chipsatz. Durchaus nicht so verwunderlich ist, dass die i925-Mainboards ihre Kollegen mit der schwächeren Brust hinter sich lassen. Dieser Eindruck war auch schon in den vorangegangenen Testläufen zu gewinnen.
Bevor wir zu denjenigen Anwendungen kommen, die Spiele-spezifisch sind, soll ein letzter Blick auf Cinema 4D, Lightwave sowie die Pack-Programme WinRAR und 7-Zip riskiert werden. Da hier nicht selten das Zusammenspiel von Speicher und Prozessor im Vordergrund steht, können die genannten Benchmarks sicherlich verwertbare Ergebnisse liefern.
7-Zip 3.13
Angaben in Minuten, Sekunden
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WinRAR 3.3
Angaben in Minuten, Sekunden
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Nicht viel Neues erwartet uns bei der Auswertung des Benchmarks: Intels Referenz wird von beiden ASUS-Boards umrandet - das P5AD2 wie gewohnt vorne, das P5GD2 darf sich einmal mehr hinten anstellen. Obgleich der Zeitunterschied beim Komprimieren mit WinRAR noch relativ knapp ausfiel, sprechen sieben Sekunden Rückstand bei 7-Zip für sich.
Lightwave 8.0
Angaben in Minuten, Sekunden
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Cinema 4D 8.5
Angaben in Minuten, Sekunden
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Die farbliche Kodierung der Benchmarkergebnisse sollte bei der Diagramm-Darstellung der Lightwave-Ergebnisse nicht täuschen: ASUS beansprucht die Führungsposition für sich, teilt sich diese in der „Tracer no Radiosity“-Szene jedoch mit Intels i925X-Mainboard und der zweiten Hauptplatine aus dem Hause ASUS. Nicht ganz zum besten Ergebnisse reichte die Rendering-Geschwindigkeit in der „Skullhead-Newest“-Szene, die vom P5AD2 zwei Sekunden langsamer berechnet wurde, als es das Alderwood-Mainboard von Intel zu bewerkstelligen vermochte. Das P5GD2 liegt im „Skullhead-Newest “-Benchmark auf der letzten Position, zwei Sekunden Rückstand zu Intels i915G-Mainboard sind jedoch zu verschmerzen.
Im Cinema4D-Vergleich werden beide ASUS-Mainboards von ihrem direkten Chipsatz-Gegenstück geschlagen und so liegt das P5AD2 eine Sekunde hinter Intels i925X-Mainboard, das P5GD2 verliert das Grantsdale-Chipsatz-Duell mit zwei Sekunden Rückstand.
Unsere Spiele-Benchmarks wurden ebenfalls überarbeitet, wie einigen aufmerksamen Lesern bereits bei der Benchmarkübersicht aufgefallen sein sollte. So kommen neben FarCry und Doom3 auch Call of Duty hinzu. Warcraft 3 muss sich jedoch ebenso verabschieden wie Comanche 4. Der Testaufwand dieser Programme stand nicht in Relation zu der Aussagefähigkeit ihrer Ergebnisse.
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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UT2004
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Obgleich die Quake3-Engine nicht mehr zu der aktuellen Referenz gehört, reagiert sie dennoch sensibel auf kleinste Hardwareveränderungen, weshalb bereits unscheinbare Differenzen in der Konfiguration zu mehreren Dutzend Bildern Unterschied führen können. Nun, mehrere Dutzend sind es nicht in unserem Mainboard-Vergleich. 18 FPS zwischen dem Erst - und Letztplatziertem sollten jedoch die Richtung vorgeben. So bestehen die beiden ASUS-Mainboards den Test als schnellste Konfiguration und setzen sich an die Spitze. Auch in UT2004 wissen beide ASUS-Hauptplatinen die Farben Gold und Silber für sich zu beanspruchen. Gute zwei FPS sind hier von Board zu Board als Differenz zu verzeichnen.
Splinter Cell
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Bei Splinter Cell machen sowohl das P5AD2 wie auch das P5GD2 von ASUS eine gute Figur und setzen sich souverän vor Intels Referenz-Mainboards. Da die Diagramm-Werte mehr als deutliche Worte sprechen sollten, wollen wir statt vieler Worte lieber weitere Benchmarks auf der folgenden Seite präsentieren.
Doom 3 und FarCry benötigen zwar für ihre volle Pracht potente Grafikkarten, die Gesamtgeschwindigkeit hängt jedoch ebenso stark vom restlichen Gesamtsystem ab, weshalb an dieser Stelle die genannten Benchmarks ebenfalls ihre Berücksichtigung finden sollten.
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Far Cry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Die Timedemo in Doom3 liefert ebenso eindeutige Ergebnisse wie auch der FarCry-Benchmark. Wieder dominieren die ASUS-Boards die Spitzenpositionen. Dass hier keine Überflieger-Ergebnisse zu erwarten sind, ergibt sich aus der Tatsache, dass eine GeForce PCX 5900 im Testsystem verbaut wurde. Sollte also jemand Bange aufgrund der erzielten Gesamtgeschwindigkeit bei Spielen werden, sei er an die Grafikkarte erinnert. Neue Spitzenmodelle bringen es in Kombination mit den Alderwood- oder Grantsdale-Mainboards natürlich auch auf wahre Werte eine High-End-Maschine.
Call of Duty
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Call of Duty liefert keine deutlich divergierenden Werte, was im Umkehrschluss kein Mainboards wirklich schlecht dastehen lässt. Dies hat zu Folge, dass ASUS mit seinen Mainboards eine durchaus akzeptable Spiele-Performance vorzuweisen hat, die bisher nicht von Boards gleicher Chipsätze übertrumpft werden konnte. Hierzu bedarf es weiterer Tests der Mainboards, die sich - ebenfalls mit dem Sockel 775 gewappnet - in den Kampf mit den Benchmarks stürzen wollen. Doch gilt es, ohne die Zukunftspläne völlig außer Acht zu lassen, zuerst ein Fazit über die beobachteten Dingen zu ziehen.
Da die aktuellen Mainboards in Massen über USB2.0-Anschlüsse und Firewire-Ports verfügen, entschlossen wir uns, die Geschwindigkeit dieser ebenfalls zu überprüfen. Dazu diente eine externe Maxtor Festplatte, die sowohl über die IEEE-1394-Schnittstelle wie auch USB2.0 an den PC angeschlossen werden kann. Bei der für die Tests genutzten Maxtor HDD handelt es sich um das 250 GByte fassende Modell, welches bereits in diesem Testbericht [6] verglichen wurde. Zu bemerken ist, wie bereits bei der Prüfung der Alltagstauglichkeit [7] angemerkt, dass der TI-IEEE-1394-Treiber für den Firewire-Port installiert wurde, da dieser sonst unterhalb seiner Spezifikationen betrieben wird.
USB Test
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Firewire
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Beim Test der USB2.0-Geschwindigkeit liegen die Werte sehr dicht beieinander, das P5AD2 jedoch an letzter Stelle. Im Firewire-Benchmark wird dieses Defizit sogleich wieder wettgemacht und ASUS“ aktueller Spitzenreiter auf Alderwood-Basis führt das Testfeld an. Das P5GD2 zeigt in diesen Benchmarks seine gute Seite und belegt (oder teilt sich) den zweiten Platz in beiden Schnittstellenbenchmarks. Die geringen Unterschiede in der Bandbreite lassen nur messbare Geschwindigkeitsunterschiede zu, fühlbar dürften die wenigsten davon sein.
Mit dem RightMark Audio Analyzer sollen auch die OnBoard-Soundchips ihren Benchmark bekommen und wir natürlich Ergebnisse über deren Qualität aufgeklärt werden. Denn mit der neuesten Generation von Hauptplatinen kehrte auch der Begriff HD-Audio in den OnBoard-Soundchip-Bereich ein. Ob die neuen Chips jedoch tatsächlich mehr liefern als ihre Vorgänger, soll der Loopback-Test des RightMark-Benchmarks zeigen. Dieser gibt zugleich Auskunft über die Qu