ATis Gegenstück zur bekannten und anfangs verschrienen, mittlerweile aber akzeptierten Dual-GPU-Lösung von nVidia, SLI, heißt CrossFire. CrossFire soll für die Kanadier verlorenen Boden im Bereich der Performance gutmachen, indem man zwei Karten der Konkurrenz im SLI-Betrieb eben zwei entgegenstellt, die ebenfalls zusammen rechnen. Dass CrossFire aber keine blinde Kopie der SLI-Technologie ist, das wurde spätestens mit der Bekanntgabe der Voraussetzungen [1] klar.
So benötigt jeder, der zwei ATi-Grafikkarten im Verbund betreiben will, eine CF-Master- sowie eine normale Grafikkarte, die als Slave fungiert. Übertragen wird der Datenstrom zwischen den beiden Karten auch nicht per SLI-Bridge, sondern über ein externes Loop-Kabel. Am interessantesten an den Spezifikationen zur CrossFire-Technologie ist jedoch, dass kein ATI-Chipsatz von Nöten ist, um zwei ATi-Grafikkarten zusammen rendern zu lassen. So sei jedes Mainboard, das über zwei PCIe-x16-Slots verfügt, dazu im Stande, durch den Einsatz zweier CrossFire-tauglicher Karten an 3D-Performance zuzulegen. Explizit genannt wurde in diesem Zusammenhang Intels 955X-Chipsatz, der bei einigen Herstellern bereits länger mit zwei Grafikkarten-Slots ausgeliefert wurde. In der Tat fand sich auch bei einem von uns bereits getesteten Mainboard kurz nach der Ankündigung dieser Kompatibilität ein BIOS-Update, das den CrossFire-Betrieb ermöglichen sollte. Bisher diente der zweite Grafikkartenslot lediglich als Steckplatz, über den man mit einer zweiten Grafikkarten insgesamt vier Monitore hat anschließen können. Ein Performance-Gewinn war nicht möglich.
Mittlerweile soll dieses Mainboard samt der BIOS-Version 606 den CrossFire-Betrieb erlauben und so auch in Sachen Geschwindigkeit aufholen. Ähnlich, aber doch anders, verhält es sich beim aktuell in den Startlöchern verharrenden i975X-Chipsatz. Dieser kommt von Haus aus mit einer CrossFire-Unterstützung daher, die nur auf andere Art und Weise implementiert wurde. Klar ist, dass sich beide Chipsätze in unserem Test behaupten müssen um zu zeigen, inwieweit CrossFire nicht nur als Äquivalent zu nVidias SLI-Technologie zu sehen ist, sondern auch mit einer höheren Kompatibilität durch den Einsatz auf „Drittchipsätzen“ glänzen kann.
Ein Vergleich zwischen den beiden Chipsätzen soll außerdem zeigen, wo die durch die Architektur bedingten Grenzen des i955X in Sachen CrossFire-Performance liegen. Ein ständiger Seitenblick zu bereits getätigten Tests der CrossFire-Technologie soll außerdem klären, wie gut Intels Implementierung der Dual-GPU-Technologie gelungen ist.
Da sich im Laufe der Zeit einige Artikel angesammelt haben, die mit diesem Artikel in Zusammenhang stehen, wollen wir diese noch einmal in Erinnerung rufen. Da es mitunter vorkommt, dass im heutigen Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Tests und Technikerläuterungen zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas „mehr“ wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte zu werfen.
Die CrossFire-Technologie und ihre Funktionsweise [6] (siehe auch [7]) wurden von uns bereits vorgestellt und bedürfen daher im Detail keiner Neubetrachtung. Neu ist, dass zwei ATi-fremde Chipsätze von Intel in der Lage sein sollen, von zwei ATi-Grafikkarten im Verbund zu profitieren. Die Umsetzung der Dual-GPU-Technologie ist bei diesen Chipsätzen natürlich anders, als auf einem Mainboard mit ATi-CrossFire-Chipsatz. Aus diesem Grund widmen wir uns in einem extra Abschnitt der technischen Realisierung auf den Mainboards mit Intel-Chipsatz. Die obligatorische Vorstellung der Probanden fällt indes kurz aus, da es sich entweder um bekannte oder in weiteren Tests noch zu behandelnde Platinen handelt.
Das Asus P5WD2 Premium [8] auf Basis des i955X-Chipsatzes ist bereits aus einem früheren Vergleichstest bekannt. Ungewöhnlich war und ist bei diesem Mainboard der zweite Grafikkartensteckplatz, der eindeutig eine Erweiterung der Spezifikation des ursprünglichen i955X-Chipsatzes darstellt - auch wenn Intel selbst sein D955XBK-Mainboard [9] mit zwei Steckplätzen ins Rennen schickte. Dieser befähigte das Asus-Board bisher allerdings lediglich dazu, bis zu vier Monitore durch den Einsatz von zwei Grafikkarten ansteuern zu können. Eine Verbesserung der Geschwindigkeit konnte bei dem Versuch, dem Board den SLi-Modus näher zu bringen, nicht festgestellt werden. Auch CrossFire ist erst ab dem BIOS der Versionsnummer 606 möglich.
Mit neuem BIOS geht der performante Vertreter aus dem Hause Asus jetzt noch einmal ins Rennen. Die Einstellungen im Bios, die hinsichtlich der Grafik-Ports getätigt werden können, beschränken sich auf den ersten Blick weiterhin auf allgemeine Konfigurationen, die von anderen Mainboards mit zwei PEG-Slots bekannt sind. Die Tatsache, dass für den zweiten PCIe-x16-Slot nur die Modi Auto, x2 und x4 zur Auswahl stehen, deutet darauf hin, dass es dem Mainboard an einer Realisierung der Ports über die Northbridge fehlt - dies sei allerdings Thema der nächsten Seite.
Intels neuestes Flaggschiff auf dem Chipsatzmeer ist der i975X; das entsprechende Mainboard dazu hört auf den für Intel typisch kryptischen Namen D975XBX. Im Gegensatz zum Vorgänger-Chipsatz verfügt dieses Mainboard über zwei via Northbridge realisierte PEG-Steckplätze, die über die gleiche Bandbreite angebunden sind. So findet die Technologie, die die x16-Lanes eines PCIe-x16-Slots auf zwei Steckplätze aufteilt, auch bei Intel Anwendung - jede Grafikkarte verfügt damit effektiv über eine PCIe-x8-Bandbreite.
Das BIOS des Testmusters befand sich noch im Beta-Stadium, die erzielten Ergebnisse in diesem Test müssen also keine endgültige Aussagekraft besitzen. Problematisch war in diesem Zusammenhang speziell der Einsatz des Pentium 4 660 als Pentium 4 EE mit 3,73 GHz. Zwar ließen sich Frontside-Bus und Multiplikator nach mehrmaligem Freischalten im BIOS einstellen, übernommen wurde eine solche Konfiguration jedoch nicht. Die CrossFire-Tests wurden aus diesem Grunde auf allen drei Testplattformen mit 3,6 GHz und einem FSB von effektiven 800 MHz durchgeführt.
Das Intel D95XBX wird ein einem der kommenden Berichte den üblichen Leistungstests für Mainboards unterzogen und auch im Detail vorgestellt.
Das Elitegroup PA1 ist ein echtes CrossFire-Mainboard, da es auf einen Chipsatz von ATi setzt und dadurch alle Raffinessen der Dual-GPU-Technologie mit auf den Weg bekommen hat. So setzt das Mainboard auf den „ATi Xpress 200“-Chipsatz [3] mit RX400-Northbridge, die auch für die Datenverteilung zwischen den Grafikkarten zuständig ist. Das Mainboard dient in diesem Test vor allem als Vergleich zu den Leistungen, die die Intel-Boards bei CrossFire-Tests liefern. Eine ausführliche Betrachtung erfolgt ebenfalls in einem kommenden Test.
Dass ATi mit einem Pendant zu nVidias SLi-Technologie nachziehen würde, das stand schon fest, als der grüne Grafikkarten-Riese erstmals seine Interpretation einer Dual-GPU-Grafiklösung für den Endverbraucher präsentierte [10]. Erstaunlich und unerwartet an dem entwickelten Gegenstück zu SLi, namentlich CrossFire, ist aber dennoch einiges: So wird der Datenaustausch zwischen den zwei ATI-Grafikkarten per Loop-Kabel realisiert, was eine „SLI-Brücke“ überflüssig macht. Zudem werden die unterschiedlichen Bildteile, die von den zwei Grafikkarten berechnet werden, durch einen Chip auf der CrossFire-Master-Karte zusammengesetzt.
Das Bild zeigt eine CrossFire-Bestückung. Auf der linken Seite sieht man die CrossFire-Master-Karte, die über den benötigten HD-DMS-Anschluss (oberer Anschluss) verfügt. An diesem wird das Loop-Kabel angebracht; die zweite Karte wird über den DVI-Ausgang eingebunden. Das Ergebnis des Zusammenbaus zeigt sich in Windows durch eine verfügbare CrossFire-Option im Treiber sowie höherer Anti-Aliasing-Modi. Für eine sinnvolle Nutzung der CrossFire-Funktion wird die Verwendung von Catalyst A.I. vorgeschrieben. Diese Option ist für die Auswahl des jeweils besten Rendering-Modus' zuständig und kann entscheidend dafür sein, ob CrossFire die Rendering-Geschwindigkeit steigert oder nicht.
Vor allem aber braucht man keinen speziellen Chipsatz, um CrossFire-Systeme zu erstellen. So begnügt sich die zweite, als Slave fungierende Karte durchaus mit einem PCIe-x16-Steckplatz, der nicht einmal direkt an die Northbridge angebunden ist. Dies ist der Fall beim i955X-Chipsatz, der optional über zwei Grafikkarten-Slots verfügt. Der erste PCIe-x16-Steckplatz ist an den Memory Controller Hub (MCH), also Intels Northbridge, angebunden (wie auch aus dem Blockdiagramm zum i955X ersichtlich ist). Für den zweiten Slot wurden nun maximal vier der x1-Lanes, die eigentlich für die PCIe-x1-Steckplätze gedacht sind, zusammengefasst. Damit ist der zweite PCIe-x16-Steckplatz als x4-Slot über die Southbridge angebunden. Diese Methode ist nicht neu und wurde bereits auf dem Asus P5WD2 eingesetzt, bevor ATis CrossFire-Pläne Form annahmen.
Blockdiagramm i955X-Chipsatz
Bei dieser Art der Umsetzung ergibt sich jedoch ein theoretischer Engpass: So stehen für den Datenaustausch zwischen MCH und der zweiten Grafikkarte via Southbridge maximal 2 GB/s an Bandbreite zur Verfügung, die so in der Praxis aber nicht einmal annähernd erreicht werden dürften. Denn nicht nur, dass die Northbridge selbst nur maximal zwei Gigabyte an Daten pro Sekunde zum südlichen Kollegen schicken kann und die reale Bandbreite meist unter diesem Idealwert liegt; Intels ICH7/R muss zudem auch die Festplattendaten weiterleiten und unter Umständen den Netzwerkhaushalt schmeißen. Die theoretische Bandbreite, die dann für die zweite Grafikkarte übrig bleibt, schrumpft also auf einen Bruchteil zusammen, der in jedem Fall um ein Vielfacher kleiner ist als die Anbindung des ersten Grafikkarten-Slots. Inwieweit diese Bandbreite das spätere Geschwindigkeits-Plus schmälert, soll aber in den Benchmarks erörtert werden.
Intels neuester i975X-Chipsatz setzt an dieser Stelle von vornherein auf bekanntere Lösungen bei der Realisierung eines zweiten Grafikkartensteckplatzes. Ein zweiter PCI-Express-Controller in der Northbridge ermöglicht im Falle eines Falles das Halbieren und Verteilen der 16 Lanes für den ersten Grafikkarten-Slot auf zwei Steckplätze. Beide PCIe-x16-Slots werden so mit x8-Bandbreite betrieben. Der beim i955X theoretisch noch präsente Flaschenhals, der auf die über die Southbridge gerouteten vier Lanes zurückzuführen ist, wurde so wirksam eliminiert. Zumindest die theoretische Umsetzung ist beim i975X also Dual-GPU-freundlicher; die Bestätigung oder Negation dieser These ist aber ebenfalls in unseren Benchmarks zu suchen.
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
Alle Benchmarks werden mit maximalen Details ausgeführt, damit die Grafikkarte möglichst hoch belastet wird. Als Einstellungen haben wir uns dabei in den Spiele-Benchmarks für 1280x1024 entschieden. Damit zollen wir Tribut an die modernen High-End-Beschleuniger, die durch ihre Rechenkraft niedrigere Auflösungen als 1280x1024 CPU-limitiert werden lassen. Ferner wurden die Einstellungen im Catalyst Control Center genau so vorgenommen, wie sie auch in unseren Grafikkartentests gehandhabt werden.
Treibereinstellungen: ATi-Grafikkarten
Wohl kaum ein Strategiespiel wie „Age of Empires“ und dessen Nachfolger haben aufgrund deren Erfolge Geschichte unter den PC-Spielern geschrieben. Nun erscheint der dritte Teil der Serie, welcher mit einer für Strategietitel atemberaubenden Grafik erscheint, die dazu modernste Techniken wie das Shader-Model 3.0 und gar High-Dynamik-Range-Rendering unterstützt. Wir lassen für den Testparcours eine Zwischensequenz aus der Demo durchlaufen, die einige anspruchsvolle Szenen enthält.
Age of Empires 3 Demo
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Bei dem Test des Intel D975XBX traten Grafikfehler in der Age of Empires-Demo auf; zusätzlich entspricht die erreichte Performance in keinem Maße den Erwartungen an den Chipsatz. Es ist an dieser Stelle von einem noch bestehenden Treiberkonflikt auszugehen, der das Intel-Mainboard unnötig ausbremst. Dieser Benchmark wurde aus diesem Grunde aus dem Performance-Rating entfernt.
Angst? Schock? Dunkelheit? Grafikpracht? All dies gibt es wohl zu Genüge im Gruselshooter Doom 3. John Carmack, einer der Chefentwickler des Spiels und eine legendäre Persönlichkeit, wenn es um spektakuläre Grafik-Engines geht, hat bei seinem neuesten Werk die größte Aufmerksamkeit den Stencil-Schatten gewidmet. Dementsprechend dunkel ist das gesamte Spiel, damit die schablonenartigen Schatten gut auf den Spieler wirken. Aber dies waren noch nicht genug Effekte für den Entwickler id Software. So macht Doom 3 auch Gebrauch von den Pixelshader-Einheiten der Grafikkarten und setzt ebenfalls massiv auf Bump Mapping sowie Normal Maps. Zwar sind die Texturen verbesserungswürdig, aber trotzdem gehört Doom 3 zu den anspruchsvollsten Titeln des Jahres 2004 und ist somit prädestiniert für unseren Benchmarkparcours. Das Spiel setzt id-typisch nicht auf DirectX als API, sondern auf OpenGL.
Doom 3
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Earth 2160 ist der Nachfolger des erfolgreichen Echtzeit-Startegiespiels Earth 2150 und setzt wie der Vorgänger auf modernste Techniken, was sich auch in der sehr guten Grafikqualität bemerkbar macht. Das Spiel bietet nicht nur detaillierte Texturen, aufwendige Rauch- sowie Partikeleffekte, auch „Geometry Instancing“, ein Shader-Model-3.0-Effekt, wird geboten. Zudem setzen die Hersteller auf reichlich Licht- und Schatten-Effekte, ebenso protzt die Grafik mit überaus schicken Feuergefechten und Explosionen. Wir verwenden die integrierte Timedemo, die eine effektvolle Schlacht mit vielen Fahr- und Fluggeräten zeigt.
Earth 2160
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Far Cry gehört wohl zweifellos zu den technisch am weitesten entwickelten Spielen und sieht dementsprechend auch sehr gut aus. Es gibt fast kein Feature einer Grafikkarte, das die Programmierer vom deutschen Entwicklerteam Crytek nicht bedacht und implementiert haben. Die Liebe zur Grafik geht sogar soweit, dass Features wie die Unterstützung des Shader-Model 3, High Dynamic Range oder die Texturkompression 3Dc nachträglich per Patch eingebaut werden. Dementsprechend fordert Far Cry das Maximum an Leistung aus jedem PC und eignet sich somit hervorragend als Benchmark.
FarCry
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Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des neue Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden für diese Zwecke die integrierte Benchmarkfunktion. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine sich frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind.
F.E.A.R.
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Half-Life 2 ist wohl zweifellos aufgrund seines legendären Vorgängers eines der meist erwarteten Spiele aller Zeiten gewesen. Nun ist es da und begeistert nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch durch seine Grafik, die unter anderem durch massiven Shader Model 2.0-Einsatz ermöglicht wird. Für Half-Life 2 haben wir uns eine eigene Timedemo aufgenommen. Sie spielt in der Map „Canals_08“ und zeigt eine Szene, in der der Held Gordon Freeman in einem kleinen Hovercraft-Boot auf eine geschlossene Schleuse zu fährt um sich dann in ein Feuergefecht zu werfen - eine typische Half Life 2-Szene eben.
Half Life 2
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Mit reichlich Polygonen wird die Grafikkarte zur Arbeit bewegt, dazu kommen viele Shader-Effekte in detaillierten Spiele-Leveln. Für den Benchmark-Einsatz ist Painkiller auch prädestiniert, da aktuelle Grafikkarten mit diesem Titel keine Probleme mehr haben und einen mehr als flüssigen Bildaufbau zu liefern im Stande sind. Kleinere Performance-Unterschiede treten hier also schon früher ans Tageslicht, als dies bei Spielen mit prinzipiell beschränkter Framerate der Fall wäre. Bei diesen Tests kam der integrierte Benchmark „benchmark c5l1“ zum Einsatz. Das in Polen entwickelte Spiel stammt ebenfalls aus dem Jahr 2004.
Painkiller
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Der neueste Shooter auf Basis der „Doom 3“-Engine erhöht den Anspruch der selbigen an die Hardware nocheinmal um ein gutes Stück. So tragen vor allem neu zu bewundernde Außenareale dazu bei, dass der vierte Spross in der Quake-Reihe mehr fordert, als der technische Vorgänger aus dem Hause id Software. Für diesen Test nahmen wir eine eigene Timedemo auf, da das Spiel selbst keinen Benchmark mitliefert. Aufgenommen wurden zu diesem Zweck Spielszenen in der ersten Mission.
Quake 4
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„Chaos Theory“ ist der Titel des dritten Teils der bekannten Schleichreihe „Splinter Cell“ vom Publisher Ubi Soft und setzt auf ein stark modifiziertes Grundgerüst der zweiten Unreal-Grafikengine auf. Diese wurde für den neuesten Splinter Cell-Spross deutlich umgeändert und unterstützt nun neben dem Shader-Model 3.0 unter anderem auch High Dynamic Range-Effekte. Somit ist Splinter Cell 3 das zweite Spiel neben Far Cry, welches einen deutlich erweiterten Wertebereich der erfassbaren Lichtintensität aufweisen kann. Weiterhin kann das Spiel mit schönen Schatten- sowie Bump Mapping-Effekten auftrumpfen. Die selbst erstellte Timedemo zeigt einen kleinen Ausschnitt aus der ersten Mission, die den Hauptprotagonisten Sam Fischer über einen dunklen Strand bei Regen und durch eine mit schicken Lichteffekten verzierte Höhle führt.
Splinter Cell: Chaos Theory
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Der 3DMark05 ist das neueste Produkt aus dem Hause Futuremark und liegt technisch auf sehr hohem Niveau. So kommen große Texturen mit der Auflösung 2048x2048, gemischt mit der Benutzung des Shader-Model 3.0, 2.x oder 2.0, zum Einsatz. Das letztes Jahr erschienene Programm setzt auf komplexe Lichteffekte, dynamische Schatten, aufwendige Bump Mapping-Effekte und benötigt vor allem eine hohe Geometrieleistung. Im Ergebnis spiegelt sich allerdings nur die Geschwindigkeit der Grafikkarte wieder, da diese selbst bei aktueller Hardware immer den Flaschenhals darstellt. Der wohl größte Nachteil beim 3DMark05 sind die weitläufigen Treiberoptimierungen aller aktuellen Grafikkartenhersteller. Diese gehen soweit, dass sich die Endergebnisse je nach Treiber im zweistelligen Prozentbereich verändern, somit können qualitätsmindernde Optimierungen nicht ausgeschlossen werden. Zudem basiert der synthetische Benchmark auf keinerlei Spieleengine, weshalb er keine reale Situation darstellt. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [13].
3DMark05
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Performance-Rating
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Beim Performance-Rating wurden die Ergebnisse des Age of Empires-Benchmarks außen vor gelassen, da das fehlerbehaftete Abschneiden des Intel D975XBX das Gesamt-Rating verzerrt hätte. Schuld an diesem Ergebnis ist vermutlich eine mangelhafte Unterstützung des Catalyst 5.11-Treibers für Intels D975XBX. So können Treiberkomplikationen aufgrund der allgemein schwächelnden Ergebnisse nicht ausgeschlossen werden - hier besteht wohl noch Nachholbedarf für ATi.
Nichtsdestotrotz lassen sich einige interessante Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen: So ist das Elitegroup PA1, das auf ATis „Xpress 200“-Chipsatz in der CrossFire-Edition setzt, erwartungsgemäß der schnellste Proband im Feld, wenn es denn zum Dual-GPU-Einsatz kommt. Es konnte mit elf Prozentpunkten im Durchschnitt knapp vier Prozentpunkte mehr aus der zweiten Grafikkarte holen als die Intel-Konkurrenz. Dieser muss man aber ebenfalls bescheinigen, dass es einen spürbaren Performance-Schub gibt. Er fällt zwar mit 7 % relativ gering aus, was aber eben auch zum Teil auf den nicht ganz ausgereiften Treiber zurückzuführen ist. Eher CrossFire-untypische Ergebnisse in einigen Benchmarks sprechen jedenfalls dafür, dass in Zukunft noch mehr erreicht werden kann.
Da beide Intel-Mainboards, also das Asus P5WD2 auf Basis des i955X und das Intel D975XBX auf Basis des i975X, gleichermaßen von der CrossFire-Technologie profitieren, drängt sich die Vermutung auf, dass der zweite PEG-Port auf dem Asus-Mainboard kein Flaschenhals ist, obwohl er über die Southbridge gerouted wird. Dass das Intel D975XBX aus den zwei über die Northbridge angebundenen Grafikkarten-Slots keinen Profit zieht, kann aber auch daran liegen, dass das verfügbare Testmuster noch weit vor dem Release bei uns eintraf und nur über ein Beta-BIOS verfügte. Verbesserungen an dieser Stelle sowie neuere Treiber könnten hier Probleme lösen.
Nach Abschluss der Benchmarks und der Betrachtung des Performance-Ratings bleibt ein erwartungsvolles Fazit. Nachdem die jeweiligen Dual-GPU-Technologien lange Zeit auf den Chipsatz des entsprechenden Entwicklers angewiesen waren, wurden zumindest Intel-Chipsätze für ATis CrossFire freigegeben. Damit entsteht mehr Wettkampf im Preis- sowie im Performance-Segment – sollten die Intel-Probanden entsprechend von ihrem neuen Feature profitieren können. Und das können sie.
So wurde gezeigt, dass das BIOS-Update dem Asus P5WD2 Premium zu unverhoffter Geschwindigkeit in den Applikationen verhilft, die auch wirklich von der Dual-GPU-Technologie profitieren. Für Besitzer dieses Mainboards ist das eine gute Nachricht. Empfehlenswerter könnte dieser Aspekt werden, wenn der Catalyst-Treiber, der noch nicht recht mit den Platinen zusammenarbeiten will, verbessert wird. Das Asus P5WD2 Premium, das vor der Beförderung zum CrossFire-tauglichen Mainboard sehr gute Ergebnisse lieferte, wird jedenfalls ein Konkurrent zu den bestehenden SLi-Lösungen, die bisher für Intel-Prozessoren angeboten wurden. Es konkurriert auch mit den langsam kommenden CrossFire-Plattformen. Allein die Tatsache, dass der Betrieb mit allen Intel-Prozessoren reibungsloser verläuft als bei so manchem Konkurrent - erinnert sei hier an das Malheur des nForce 4-Chipsatzes mit Pentium D-Prozessoren - macht das Mainboard zu einer guten Wahl, die durch CrossFire-Fähigkeiten nur verbessert wird.
Noch positiver könnte sich dies bei kommenden Mainboards mit i975X-Chipsatz verhalten: Geht man davon aus, dass durch verbesserte BIOS-Versionen sowie etwas Eigeninitiative durch den Mainboard-Hersteller und einen verbesserten Catalyst-Treiber noch Performance aus dem CrossFire-Zertifikat herausgeholt werden kann, dann könnten sich Mainboards mit diesem Chipsatz zur Alternative entwickeln. Nicht selten zeigten sich nämlich Intel-eigene Chipsätze auch als am ausgereiftesten im Zusammenspiel mit Intel-Prozessoren. Sollten sich diese Aspekte tatsächlich in den kommenden Mainboards vereinen, stünde eine Konkurrent zu den rein auf Dual-GPU-Fähigkeiten ausgelegten Platinen ins Haus.
Wie gut die kommenden Intel-CrossFire-Mainboards sind, das werden natürlich der weitere Erfolg und die damit verbundene Verbesserung von Treiber und BIOS zeigen. Bescheinigt werden kann durch diesen Bericht jedenfalls ein vorhandenes Potential, das fördernswert ist. Ob da auch eine SLi-Adaption nicht weit ist, bleibt abzuwarten. Eine Erweiterung der nVidia-Technologie auf weitere Chipsätze kann jedenfalls nur zu besseren und vor allem in einigen Belangen fehlerfreieren Lösungen führen.