Der AMD Athlon 64 hat sich auf dem Markt durchgesetzt und das, obwohl es bisher noch keine finale 64-Bit-Windows-Version gibt - seinen hervorragenden Rechenleistungen auch unter 32 Bit sei Dank. Windows XP für 64 Bit soll nun in Kürze erscheinen und wird den 64-Bit-Prozessoren weiteren Vortrieb bieten.
Inzwischen sind alle großen Hersteller mit Chipsätzen für den AMD Athlon 64 auf dem Markt vertreten - jüngster Spross ist der Radeon XPress 200 aus dem Hause ATi. Die erste Generation der Sockel-754-Mainboards wurde durch den aktuellen Sockel 939 abgelöst, für den gerade der Wachwechsel der Chipsätze eingeleitet wird. nVidia stellte bereits letztes Jahr den nForce 4 vor, VIA konterte mit dem K8T890 und - wie bereits erwähnt - reiht sich auch ATi in den Reigen der Sockel-939-Mainboard-Hersteller ein.
Wir wollen einen Überblick über die aktuellen Chipsätze bieten, angefangen beim nVidia nForce 3 Ultra und dem VIA K8T800 Pro über ATi Radeon XPress 200, nVidia nForce 4 SLI bis hin zum VIA K8T890. Lediglich ein Board mit SiS-Chipsatz fehlt in der Sammlung. Neben Verkaufsversionen der Mainboards standen uns dazu zwei Engineering-Sample zur Verfügung.
Wirklich vergleichen lassen sich die Sockel-939-Boards nicht mit den Sockel-754- oder den Sockel-940-Boards, trotzdem ist ein Blick über den Tellerrand sicherlich nicht verkehrt. Auch die Grundlagen zum verwendeten Prozessor von AMD sind lesenswert, genauso wie die Anleitung für das sehr interessante Cool'n'Quiet-Feature der Athlon 64-Prozessoren. Passend dazu sind der Energieverbrauch der Prozessoren und die Grundlagen von PCI Express einen Blick wert.
Immer noch ein Frischling auf dem Markt der Mainboard-Hersteller ist ATi, hauptsächlich durch seine Grafikkarten-Sparte bekannt. Bereits in einem Vorab-Test [10] haben wir uns mit dem XPress 200P kurz auseinander gesetzt. Dieses Mal stand uns jedoch ein Engineering-Sample auf Basis des RS480 direkt von ATi zur Verfügung.
Der XPress 200 ist in klassischer Weise in North- und Southbridge aufgeteilt, neu ist hier die Verbindung per PCIe-Bus. Der interessanteste Punkt ist wohl die in die Northbridge integrierte Grafikeinheit auf Basis des RV370, der auch auf X300-Grafikkarten zum Einsatz kommt. Der RV370 ist DirectX 9-fähig und kann sowohl auf lokales RAM als auch auf den Arbeitsspeicher zugreifen. Bis zu 128 MB lokales RAM können die Hersteller dem RV370 zur Seite stellen, die über ein 32 Bit breites Speicherinterface angesprochen werden. Nutzt man nur den lokalen Speicher, so sind Taktraten von bis zu 350 MHz möglich. Wird der Arbeitsspeicher ebenfalls genutzt, reduziert sich der Takt natürlich auf den des verwendeten Speichers, in den meisten Fällen also DDR400 mit 200 MHz Taktfrequenz. Zusätzlich ist es möglich, beide Speicher gleichzeitig zu benutzen und das auf zweierlei Art. Ohne Interleaving wird erst der lokale Speicher genutzt und erst bei Bedarf auf den Hauptspeicher zugegriffen. Mit Interleaving kann der RV370 gleichzeitig auf beide Speicher zugreifen, was einen gewissen Leistungsvorteil verspricht. Genauere Testergebnisse dazu folgen später im Artikel. ATi gibt für den RV370 eine Transistoranzahl von 60 Millionen an.
Für die S-ATA-Anschlüsse in der Southbridge nutzt ATi Technik von Silicon Image. Um die RAID-Fähigkeit zu gewährleisten, sind zwei 3112-Controller mit eigenem BIOS integriert, welche die RAID-Level 0 und 1 anbieten können. Von der Hardwareseite wird Hot-Plugging unterstützt, mit dem passenden Treiber und Betriebssystem lassen sich dann Festplatten auch im Betrieb an- oder abstecken.
Insgesamt acht USB-Anschlüsse bietet der Chipsatz, alle in Version 2.0. Auf unserem Referenzboard war zwar ein Parallel-Port vorhanden, ein serieller Port fiel allerdings den beiden Grafikkarten-Anschlüssen zum Opfer. Natürlich verfügt der XPress 200 über die gewohnten I/O-Schnittstellen, die dann nur ihren Platz in der ATX-Blende oder an Slotblechen finden müssen. Per Chipsatz könnten sogar bis zu sieben PCI-Steckplätze angesprochen werden.
Auch auf den nForce 4 SLI-Chipsatz aus dem Hause nVidia sind wir bereits in unserem großen SLI-Review [11]kurz eingegangen. Für viele Gamer ist dieser Chipsatz ein Wunschtraum, der am besten noch mit zwei GeForce 6800 Ultra verbunden werden sollte. Aber nicht nur die Möglichkeit, zwei Grafikkarten zu vereinen, zeichnet den nForce 4 SLI aus. Auch die restliche Technik stellt sich ganz vorne in der Reihe an.
Der auch Crush CK8-04 genannte Chipsatz besteht nur aus einem hochintegrierten IC an Stelle der klassischen North-und-Southbridge-Kombination. Da der A64-Prozessor seinen eigenen Memorycontroller mitbringt, ist dies „recht problemlos“ möglich. Im Innern des „Media and Communication Processors“ (MCP) ist dann trotzdem noch Platz für einen Vier-Kanal-SATA II-Controller, natives Gigabit-Ethernet mit Firewall und zehn USB 2.0-Ports. Die an den PATA- und SATA-Ports angeschlossenen Festplatten können zusammen als RAID betrieben werden. Dazu stehen die RAID-Modi 0, 1 und 0+1 (sowie JBO) zur Verfügung.
Hauptmerkmal ist aber sicher die SLI-Technik, die den gleichzeitigen Einsatz von zwei dafür vorgesehenen nVidia-Grafikkarten im 3D-Modus erlaubt. Dazu werden die beiden PCIe x16-Slots per Routing-Platine (oder neuerdings per Software) auf je acht Leitungen umgestellt. Gerade für Spieler und im professionellen 3D-Bereich lassen sich so sehr große Leistungswerte erzielen.
Der nForce 4 wird auch in einer Ultra-Variante und ohne Namenserweiterung angeboten. Bei der Ultra-Variante fehlt nur die SLI-Technik, das kleinste Geschwister wurde allerdings von weiteren Features befreit. So fehlen die SATA II-Unterstützung und die hardwarebasierte Firewall, was sich dann aber in deutlich niedrigeren Preisen bemerkbar macht.
Der K8T890 ist das aktuelle Top-Modell aus dem Hause VIA. Die Ausstattung des Chipsatzes ist sehenswert, allerdings setzt man bei VIA immer noch auf die klassische Teilung zwischen North- und Southbridge.
Die Verbindung zwischen den beiden Chipsatz-Teilen übernimmt der 1066 MB/s schnelle V-Link-Bus und nicht PCIe. In die neue VT8251-Southbridge (sollte sie dann irgendwann die Marktreife erreichen) hat VIA zwei zusätzliche PCIe x1-Ports integriert, so stehen bis zu sieben PCIe-Ports zur Verfügung. Dies lohnt sich allerdings zur Zeit noch nicht, da kaum PCIe-Steckkarten, außer Grafikkarten, zur Verfügung stehen. Neben acht USB 2.0-Ports stehen ein nativer Gigabit-Ethernet-Anschluss und bis zu vier SATA-Ports mit RAID 0,1 und 0+1 zur Verfügung.
Hersteller, die ein wenig Geld sparen wollen, können auch in Zukunft die bereits seit längerer Zeit im Einsatz befindliche VT8237 Southbridge (siehe VIA K8T800pro [12]) nutzen, die pinkompatibel zur VT8251 ist.
Der nForce 3 war der direkte Vorgänger der nForce 4-Serie und einer der ersten Chipsätze für die seinerzeit neu eingeführten Athlon 64-Prozessoren von AMD. Jedoch unterstützt der nForce 3 kein PCI Express.
Wie beim nForce 4 gibt es vom nForce 3 ebenfalls verschiedene Versionen, die dann ohne Gigabit-Ethernet (samt Firewall) oder mit einem HT von nur 800 MHz (Sockel 754) auskommen müssen. Bereits im Herbst 2004 folgte, nur rund sechs Monate nach der Top-Version nForce 3 Ultra [13], die Vorstellung des nForce 4 Chipsatzes [14].
Das Gegenstück zum nForce 3 von nVidia ist der K8T800 von VIA. Zuerst ebenfalls nur mit einem HT von 800 MHz ausgestattet, beherrscht die Pro-Version das inzwischen gewohnte Tempo von einem Gigahertz aufweisen.
Wie beim Konkurrenten mangelt es an Unterstützung von PCI Express. Vergleicht man den K8T800 Pro und den neuen K8T890, so ist PCIe quasi die einzige Änderung, die ins Auge fällt. Die meisten weiteren Funktionen werden von der Southbridge zur Verfügung gestellt, so dass dabei der Umstieg von VT8237 auf VT8251 zu beachten ist.
Die Northbridge ist durch einen kleinen Lüfter aktiv gekühlt, wobei die ganze Konstruktion nicht einmal so hoch wie der direkt daneben liegende PCIe x16-Slot ist. Die Southbridge dagegen ist nur mit einem Kühlkörper versehen. Neben einem PCIe x16-Slot stehen drei PCI x1-Slots, zwei PCI-Slots und ein recht überflüssiger CNR-Slot zur Verfügung. Da der PCIe x16-Slot ganz oben sitzt, kann man die ersten beiden RAM-Riegel nur ohne eingesetzte Grafikkarte montieren. Die 3-Phasen-Spannungsstabilisierung für den Prozessor verfügt ebenfalls über Kühlkörper. Die ATX-Blende weist alle wichtigen Anschlüsse auf. Auch ein VGA- und ein DVI-Anschluss für die integrierte Grafik stehen zur Verfügung. Der DVI-Stecker ist ein DVI-D-Stecker mit 24+1-Belegung, an den handelsübliche Adapter, die auch Grafikkarten beiliegen und meist eine 18+5-Belegung (DVD-I) aufweisen, nicht passen.
Die SATA-Anschlüsse liegen neben der Southbridge am rechten unteren Ende des Mainboard. Beim AC97-Sound hat ATi etwas gespart und nur den Realtek ALC655 verbaut, der nicht mehr ganz zeitgemäßen 6-Kanal-Sound mit immerhin EAX 1.0 und 2.0 bietet. Für Netzwerkverbindungen sorgt ein ebenfalls von Realtek stammender Chip mit der Bezeichnung RTL8110S-32. Er bietet per RJ-45-Anschluss die Geschwindigkeiten 10, 100 und 1.000 MBit/s. Allerdings wird der Anschluss über den PCI-Bus geführt - durch die nur 133 MB/s betragende Geschwindigkeit ist GBit-LAN also nur mit Einschränkungen möglich. ATi greift für FireWire beim Mitbewerber VIA ins Regal und nutzt den VT6306, einen FireWire 1394a-Chip.
Auffällig ist das Ami-BIOS des ATi-Boards, das extrem viele Einstellungsmöglichkeiten bietet, über die sich jeder Bastler und Overclocker freuen dürfte. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass es sich um ein Referenzboard von ATi handelt. Die Hersteller sind natürlich nicht verpflichtet, die Vorgaben 1:1 zu übernehmen. Daher kann es bei offiziellen Produkten gerade bei der Ausstattung und der Anordnung einzelner Komponenten zu deutlichen Änderungen kommen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der ATi-Chipsatz vorerst dem Low-End-Segment vorbehalten ist und entsprechende Platinen mit einer eher rudimentären Ausstattung daher kommen.
Das Asus A8N-SLI Deluxe auf Basis des nForce 4 SLI-Chipsatzes haben wir in unserem großen SLI-Report [15] bereits ausführlich vorgestellt und wollen an dieser Stelle nur noch einmal die wichtigsten Eckpunkte umreißen. Die beiden PCIe x16-Slots sind beim Asus-Mainboard durch zwei PCIe x1-Slots getrennt. Auch die Routing-Platine befindet sich zwischen den beiden x16-Slots. Zusätzlich befinden sich noch drei PCI-Slots auf dem Board. Die Nutzung der beiden PCIe x1-Slots fällt beim Einsatz von zwei Grafikkarten flach und selbst dann, wenn nur eine Grafikkarte genutzt wird, blockiert der Kühler mindestens einen der beiden x1-Slots.
Die ATX-Blende ist reichlich bestückt: neben PS/2-Anschlüssen und Parallel-Port stehen vier USB 2.0-Ports, zwei Gigabit-Ethernet-Ports, ein FireWire 1394a-Port, sechs analoge Audio-Buchsen und zwei digitale Audio-Buchsen (Cinch und optisch) zur Verfügung.
Der 4-polige Zusatzstecker für den Prozessor befindet sich gut platziert direkt neben der Spannungsstabilisierung. Die 24-polige Hauptstromversorgung, der Floppy-Anschluss und die beiden PATA-Anschlüsse liegen direkt beieinander am rechten Rand der Platine. Zwischen diesen und dem Prozessorsockel befinden sich die RAM-Bänke, die farbig codiert sind. Allerdings können bei der Benutzung von längeren Grafikkarten die beiden vorderen RAM-Bänke nur bestückt werden, wenn die Grafikkarte ausgebaut ist, da sich sonst die Verschlusshebel nicht öffnen lassen. Im unteren rechten Bereich finden sich die insgesamt acht SATA-Anschlüsse. Die nativen nForce-Anschlüsse sind schwarz, die vom SiI3114-Controller sind rot gefärbt. Ganz unten finden sich wie gewohnt die Anschlüsse für Power, Reset etc. - farbig codiert, so wird das korrekte Aufstecken zum Kinderspiel.
Wie bei ATi lag uns auch von VIA ein Referenzboard vor. Leider noch mit der älteren Southbridge VT8237 und nicht mit der neuen VT8251 [16]. Die Northbridge des K8T890 ist mit einem relativ großen Aluminium-Kühlkörper versehen, wodurch das Mainboard selber keinerlei Geräusch im Betrieb erzeugt. Die Southbridge verfügt erst gar nicht über einen Kühlkörper und lässt sich auch nach unseren Benchmarks noch problemlos anfassen.
Den Hauptstromanschluss und den 4-poligen Stecker für den Prozessor haben die Ingenieure von VIA direkt hinter den Anschlüssen der ATX-Blende platziert. Die Spannungsstabilisierung liegt genau zwischen dem Stromstecker und dem Prozessorsockel. Die RAM-Bänke liegen ziemlich nah am rechten Platinenrand und sollten auch bei längeren Grafikkarten die Bestückung erlauben. Die beiden PATA-Stecker liegen etwa weiter unten, direkt daneben die zwei nativen SATA-Ports.
Zwei weitere SATA-Anschlüsse des zusätzlichen VT6421L-RAID-Controllers liegen etwas auseinander am unteren Platinenrand. Wer bis jetzt den Floppy-Anschluss vermisst hat, der findet ihn ganz unten links auf der Platine, unterhalb des dritten PCI-Slots. Dieser Ort ist unglücklich gewählt und wird sicherlich von den Mainboardherstellern anders positioniert werden. Oberhalb befinden sich noch der PCIe x16- und zwei PCIe x1-Slots.
Die ATX-Blende ist etwas unausgereift bestückt. Neben PS/2-Anschlüssen, einem seriellen und einem parallelen Port stehen zwei USB 2.0-Anschlüsse, ein Gigabit-Ethernet-Anschluss und sechs analoge Audio-Buchsen zur Verfügung. Die Klangerzeugung übernimmt ein ENVY-24PT-Chip aus VIAs Vinyl-Audio-Serie. Dieser bietet 7.1-Sound und kann bis zu vier Ausgänge und acht Eingänge verwalten. Wie beim ATi-Board finden sich in der unteren rechten Ecke des Mainboards ein roter und grüner Taster, mit denen das Mainboard eingeschaltet oder ein Reset durchgeführt werden kann.
Auch für das VIA-Board gilt dasselbe wie für das ATi-Board. Die Platzierung der Bauteile auf dem Referenzboard ist für Hersteller nicht verpflichtend und wird daher sicherlich angepasst werden. Das gilt auch für die Ausstattung der Mainboards auf Basis des K8T890. So fehlt unserem Referenzboard beispielsweise die FireWire-Funktionalität.
Auch der nForce 3 Ultra [17] besteht nur aus einem Chip, der in unserem Fall von einem aktiven Kühler gekühlt wird. Die Lautstärke-Entwicklung des kleinen Lüfters hält sich in Grenzen. Ungekühlt bleibt leider die 3-Phasen-Spannungsstabilisierung des Prozessors. Beim von uns eingesetzten CPU-Kühler wird nicht einmal die Luft des CPU-Lüfters über die Spannungsversorgung geleitet. Auch die RAM-Slots sind nicht vertikal wie gewohnt angeordnet, sondern wurden horizontal oberhalb des Prozessors platziert. Die farbliche Codierung der RAM-Steckplätze ist leider verwirrend, denn man muss zwei nebeneinander liegende, unterschiedlich gefärbte Slots bestücken, um Dual-Channel nutzen zu können.
Neben dem AGP-Slot stehen fünf PCI-Slots zur Verfügung. Die Strom-, IDE- und Floppy-Anschlüsse liegen am rechten Rand direkt nebeneinander. Rechts unten befinden sich zwei der vier SATA-Anschlüsse, die anderen zwei sind sehr ungünstig zwischen AGP-Slot und Spannungsstabilisierung des Prozessors platziert. Eine ordentliche Kabelführung wird damit trotz der schmalen Kabel deutlich erschwert.
Ebenfalls unten rechts befindet sich der MSI-Core-Cell-Chip, der unter anderem das automatische, dynamische Übertakten bietet. Unten links befinden sich die Audio-Anschlüsse des ebenfalls dort platzierten Realtek ALC850 für Frontpanel und CD-Laufwerk, weiter weg hätten die Ingenieure diese kaum platzieren können. Die ATX-Blende weist alle wünschenswerten Anschlüsse auf: neben PS/2-Ports stehen Parallel- und Seriell-Port, vier USB-Anschlüsse, zwei GBit-LAN-Anschlüsse, ein FireWire-Port, fünf analoge Sound-Anschlüsse sowie zwei digitale (Cinch und optisch) Sound-Anschlüsse zur Verfügung.
Der VIA K8T800 [16], bei uns durch das Asus A8V Deluxe vertreten, weist die klassische Aufteilung in North- und Southbridge auf. Dabei ist lediglich die Northbridge mit einem kleinen, passiven Kühlkörper versehen, die Southbridge kommt ohne jede Kühlung aus. Auch die 3-Phasen-Spannungsstabilisierung des Prozessors muss ohne Kühlkörper zurecht kommen.
Der CPU-Sockel sitzt mittig oben, rechts daneben befinden sich die vier RAM-Slots. Am rechten Rand finden sich die Haupt-Stromversorgung und die beiden IDE-Anschlüsse. Darunter ist der Floppy-Anschluss platziert, allerdings weist dieser nicht nach oben sondern zur Seite, was gerade in kleinen Gehäusen Probleme beim Stecken des Kabels bereiten kann. Auf gleicher Höhe befinden sich die vier SATA-Anschlüsse, dazwischen der zusätzliche IDE-Anschluss des Promise-Raid-Controllers PDC 20378.
Dem AGP-Slot stehen fünf PCI-Slots zur Seite, die internen Sound-Anschlüsse des Realtek ALC 850 liegen links neben den PCI-Slots, auch nicht unbedingt die beste Position auf dem Mainboard. Die ATX-Blende bietet keinen Anlass zu Kritik, neben den obligatorischen PS/2-Port und den seriellen und parallelen Anschlüssen stehen vier USB-Ports, ein Firewire-Anschluss, ein GBit-LAN-Anschluss, sechs analoge Audio-Anschlüsse und zwei digitale (Cinch und optisch) Audio-Anschlüsse zur Verfügung.
Den Anfang unserer Benchmarkreihe sollen Tests aus dem Hause Futuremark machen. Hierzu zählen wir bei diesem Benchmarkparcours die 3DMarks der Versionen 2001, 03 und 05 sowie den PCMark der Version 2004.
3DMark2001SE
3DMark2001SE
Angaben in Punkten
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3DMark03
3DMark03
Angaben in Punkten
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3DMark05
3DMark05
Angaben in Punkten
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Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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PCMark04
Angaben in Punkten
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Sandra 2005 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
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Sandra 2005 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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SYSmark 2004
Angaben in Punkten
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PDF-Konvertierung mit OpenOffice.org
PDF Konvertierung
Angaben in Minuten, Sekunden
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TMPGEnc 3.0 Express - DivX 5.2.1
Angaben in Minuten, Sekunden
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TMPGEnc 3.0 Express - MPEG
Angaben in Minuten, Sekunden
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LAME 3.96.1
Angaben in Minuten, Sekunden
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OggdropXP (Ogg Vorbis 1.1.0)
Angaben in Minuten, Sekunden
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Cinema 4D R9
Angaben in Sekunden
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Spec Viewperf 8.01 - 3dsmax-03
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spec Viewperf 8.01 - catia-01
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spec Viewperf 8.01 - ensight-01
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spec Viewperf 8.01 - light-07
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spec Viewperf 8.01 - maya-01
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spec Viewperf 8.01 - proe-03
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spec Viewperf 8.01 - sw-01
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spec Viewperf 8.01 - ugs-04
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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7-Zip 3.13
Angaben in Minuten, Sekunden
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WinRAR 3.42
Angaben in Minuten, Sekunden
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Da die aktuellen Mainboards in Massen über USB2.0-Anschlüsse und FireWire-Ports verfügen, entschlossen wir uns, die Geschwindigkeit dieser ebenfalls zu überprüfen. Dazu diente eine externe Iomega Festplatte, die sowohl über die IEEE-1394-Schnittstelle wie auch USB2.0 an den PC angeschlossen werden kann.
USB-Test
USB Test
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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FireWire-Test
FireWire
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Mit dem RightMark Audio Analyzer sollen auch die On-Board-Soundchips ihren Benchmark bekommen und wir natürlich über deren Qualität aufgeklärt werden. Denn mit der neuesten Generation von Hauptplatinen kehrte auch der Begriff HD-Audio in den On-Board-Soundchip-Bereich ein. Ob die neuen Chips jedoch tatsächlich mehr liefern als ihre Vorgänger, soll der Loopback-Test des RightMark-Benchmarks zeigen. Dieser gibt zugleich Auskunft über die Qualität des Audioaus- sowie des Audioeingangs, was das Gesamtergebnis zwar aussagefähiger macht, den für die meisten wichtigeren Audioausgang jedoch nicht einzeln bewerten lässt.
| Soundtest | Asus A8V | MSI K8N Neo2 | K8T890 | Asus A8N-SLI | XPress 200 |
| Frequency response, dB | +0,19; -0,81 | +0,09; -1,55 | +0,08; -0,79 | +0,19; -0,85 | +0,36; -2,19 |
| Noise level, dBA | -72,9 | -93,6 | -82,4 | -73,9 | -71,4 |
| Dynamic range, dBA | 72,2 | 86,6 | 82,0 | 73,1 | 71,7 |
| THD, % | 0,027 | 0,075 | 0,0069 | 0,028 | 0,034 |
| Intermodulation, % | 0,079 | 0,055 | 0,036 | 0,071 | 0,083 |
| Stereo crosstalk, dB | -73,4 | -93,8 | -69,1 | -73,4 | -74,4 |
In der Aufschlüsselung der gebotenen Werte sieht der Vergleich dann wie folgt aus:
| Soundtest | Asus A8V | MSI K8N Neo2 | K8T890 | Asus A8N-SLI | XPress 200 |
| Frequency response, dB | Good | Average | Good | Average | Average |
| Noise level, dBA | Average | Very Good | Good | Average | Average |
| Dynamic range, dBA | Average | Good | Good | Average | Average |
| THD, % | Good | Average | Very Good | Very Good | Good |
| Intermodulation, % | Good | Good | Good | Good | Good |
| Stereo crosstalk, dB | Good | Excellent | Good | Good | Good |
Zum Testen der maximalen RAID-Performance nutzen wir zwei 160-GB-SATA-Festplatten von Samsung, die in einem RAID-0-Array an den Chipsatz (Southbridge) angeschlossen wurden. HD Tach diente in diesem Vergleich als Geschwindigkeitsmesser. Neben der effektiven Geschwindigkeit ermittelten wir auch den Burst-Speed.
RAID-Benchmark und RAID-Burst-Speed
RAID 0 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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RAID 0 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Call of Duty
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Far Cry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Half-Life 2 - canals_08_rev7
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Splinter Cell
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unreal Tournament 2004
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Wie bereits bei der Vorstellung der Chipsätze erwähnt, verfügt der ATi XPress 200 über eine integrierte Grafikeinheit. Zunächst interessiert uns natürlich, welche der vier Möglichkeiten der Speichernutzung denn für den Desktop-Bereich die sinnvollste ist. Inzwischen hat ATi ja auch die mobile Version des XPress 200 vorgestellt, bei der es selbstverständlich der lokale Speicher ist, der quasi ausschließlich genutzt werden sollte. Wird weiteres RAM aus dem Hauptspeicher benötigt, muss dazu auch die CPU mit ihrem Speicher-Controller aktiv werden, was sich schlecht auf die Energiebilanz auswirkt.
3DMark2001SE
Angaben in Punkten
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3DMark03
Angaben in Punkten
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3DMark05
Angaben in Punkten
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Aquamark 3
Angaben in Punkten
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PCMark04
Angaben in Punkten
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Bereits an diesen wenigen Werten erkennt man gut, dass sich die Kombination aus lokalem Speicher (Sideport) und PC-Speicher (UMA) am besten in Szene setzen kann und das nicht nur wegen dem Plus an zur Verfügung stehendem RAM. Allerdings lassen die Werte auch erkennen, dass die 1024er-Auslösung die RV370-Grafikeinheit bereits überlastet, 800x600 wäre eher angebracht. Beim kurzen Test mit Half-Life 2 in 1024x768 ergaben sich selbst mit der Einstellung „Welt spiegeln“ nur 20,82 FPS, viel zu wenig zum flüssigen Spielen.
Zu guter Letzt wollen wir die Ergebnisse der Benchmarks in unseren Rankings zusammenführen. So lässt sich recht einfach ein Überblick darüber gewinnen, in welchem Bereich welcher Chipsatz Stärken oder Schwächen zeigt.
Performancerating
Angaben in Prozent
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Betrachten wir das Ranking über alle Leistungs-Benchmarks, stehen alle Chipsätze recht nahe beieinander. Der nForce 4 SLI kann sich knapp an die Spitze setzen, nForce 3 und VIA K8T800 folgen dichtauf. Leicht abgeschlagen zeigen sich die beiden neuen Chipsätze von ATi und VIA, die sich den vierten Platz teilen. Hier sollte man natürlich bedenken, dass sowohl das Layout als auch das BIOS und die Treiber noch nicht ausgereift sind. Hier muss man Serienmodelle der Mainboard-Hersteller abwarten, die dann zeigen dürfen, was in den Chipsätzen steck