Kurz bevor Intels neueste Prozessorgeneration auf dem Markt erhältlich sein wird, soll an dieser Stelle ein Vergleich zwischen Intels weiterhin aktuellem i975X-Chipsatz sowie nVidias noch aktuellem Gegenstück, dem nForce 4 in der überarbeiteten „nForce 4 SLI XE“-Version [1], gezogen werden. Getestet wurde zu diesem Zwecke das Asus P5W DH Deluxe (i975X) sowie das MSI P4N SLI XE (nForce 4 SLI XE). Letzteres wird demnächst vermutlich durch Mainboards mit nForce 500-Chipsatz [2] ersetzt, allem voran dem nForce 590 SLI. Nichts desto trotz handelt es sich bei dem nForce-4-Chipsatz um eine nunmehr ausgereifte Plattform, die über anfängliche Kinderkrankheiten wie fehlende Prozessorunterstützung für ein Pentium-D-Modell oder nur durchschnittlichen Sound hinweggekommen sein sollte.
Da sich im Laufe der Zeit einige Artikel angesammelt haben, die mit diesem Artikel in Zusammenhang stehen, wollen wir diese noch einmal in Erinnerung rufen. Da es mitunter vorkommt, dass im heutigen Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Tests und Technikerläuterungen zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas „mehr“ wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte zu werfen.
Bevor es zu einer Einzelbetrachtung der verschiedenen Mainboards kommt, soll eine Übersichtstabelle die wichtigsten Eckdaten aller Testteilnehmer zusammenfassen:
| Layout | Asus P5W DH Deluxe | MSI P4N SLI XE | |
| Features | |||
| Chipsatz | Intel 975X | nVidia nForce 4 SLI XE | |
| Ausbaufähigkeit für Prozessoren | Pentium 4 Celeron Pentium 4 EE Pentium D Pentium XE Core 2 Duo Core 2 Extreme | Pentium 4 Celeron Pentium 4 EE Pentium D Pentium XE | |
| Frontside-Bus | |||
| 533 MHz | Ja | Ja | |
| 800 MHz | Ja | Ja | |
| 1066 MHz | Ja | Ja | |
| Speichertakt/typ | |||
| DDR2-400 | Ja | Ja | |
| DDR2-533 | Ja | Ja | |
| DDR2-667 | Ja | Ja | |
| DDR2-711 | Ja | Nein | |
| DDR2-889 | Ja | Nein | |
| DDR2-1066 | Ja | Nein | |
| Dual Channel Modus | verfügbar | verfügbar | |
| Maximaler RAM-Ausbau | 8 GByte (4 Slots) | 8 GByte (4 Slots) | |
| Onboardgrafik | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | |
| Onboardsound | Realtek ALC882M 8 Kanäle | Realtek ALC880 8 Kanäle | |
| Steckplätze | 2x PCIe x16* 2x PCIe x1 3x PCI | 2x PCIe x16* 2x PCIe x1 2x PCI | |
| * Im SLI/CrossFire-Modus laufen beide PCIe x16 Steckplätze im PCIe x8-Modus. | |||
| W-LAN Fähigkeit | Ja (Steckkarte) (W-LAN 802.11 a/b/g | Nein | |
| HDD-Controller | |||
| ATA 133/100/66/33 | 2 Geräte 2x Intel ICH7/R UDMA 100/66/33 | 4 Geräte 4x nForce 430 UDMA 133/100/66 | |
| Serial ATA | 7 Geräte 3x Intel ICH7/R (RAID 0,1,10** ) 2x Silicon Image 4732 (RAID 0, 1) 2x Jmicron JMB363 (RAID 0,1) | 4 Geräte 4x nForce 430 (RAID 0, 1, 5, 10 ) | |
| ** Ein RAID10-Array wird durch den kombinierten Einsatz der ICH7/R-Southbridge sowie des SI-4723-Controllers realisiert. Drei der vier Festplatten werden über die ICH7/R angesprochen, eine über den Silicon-Image-Controller. | |||
| Anschlüsse | |||
| USB 2.0 | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | |
| IEEE 1394 Ports | 1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header | nicht vorhanden (optional) | |
| LAN-Controller | 2x Marvell 88E8053 Dual Gigabit Ethernet | Marvell 88E1115 Gigabit Ethernet | |
| Weitere Anschlüsse | 2x PS/2 1x Seriell 6x Audio 1x Optical S/PDIF 1x Coaxial S/PDIF 1x eSATA | 1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Coaxial S/PDIF 1x Optical S/PDIF | |
Die WiFi-Karte kann, als Accesspoint konfiguriert, diesen auch bei einem PC bereitstellen, der sich im Standby-Modus befindet. Ganz auf einen angeschalteten PC kann man beim MP3-in-Modul, einem Audio-Eingang, über den Stereo-Quellen angeschlossen werden können, verzichten. Schließt man einen MP3-Player oder ein Radio an, reicht es, das Boxensystem, das an dem Asus-Mainboard angeschlossen ist, anzuschalten, um Musik zu hören.
Das Layout des Asus P5W DH Deluxe ist durchdacht. Markantester Blickfang ist die Kühlkonstruktion des Mainboards, die aus einem Heatpipe-System und einem passiven Kühlkörper auf der Southbridge besteht. Für den Einsatz einer Wasserkühlung oder passiver Prozessorkühlung wird ein optionaler Lüfter empfohlen, der auf dem Kühlkörper der Spannungsstabilisatoren neben dem CPU-Kühler montiert werden kann.
Das Asus P5W DH Deluxe verfügt über zwei PCIe-x16-Slots, die bei gemeinsamen Einsatz mit je 8x-Bandbreite angesprochen werden, sowie über drei PCI- und zwei PCIe-x1-Steckplätze. Beim Einsatz zweier Grafikkarten mit Dual-Slot-Kühlkonzept bleiben stets ein PCIe-x1-Steckplatz sowie zwei PCI-Steckplätze verfügbar.
Ungewöhnlich fällt die Verteilung der Steckplätze für Massenspeicher aus. Das Mainboard verfügt über drei via Southbridge angebundene SATA-Steckplätze sowie über zwei weitere, die an einem Silicon-Image-RAID-Controller angebunden sind. Ferner findet sich ein weiterer SATA-Anschluss neben der Heatpipe-Konstruktion und ein eSATA-Ausgang an der Slotblende. Die letzteren beiden werden über einen dritten RAID-Controller von Jmicron angesteuert. Ein zweiter IDE-Steckplatz befindet sich unterhalb der PCI-Steckplätze.
Die Wifi-Lösung des Mainboards wurde nicht mehr via Chipdesign auf dem PCB oder einer optionalen PCI-Steckkarte realisiert, sondern befindet sich in Steckkartenform am unteren Ende der Slotblende. Trotz der orthogonal vom Mainboard abstehenden Mini-Karte kommt es beim Einsatz von großen CPU-Kühlern oder -Grafikkarten nicht zu Komplikationen.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Northbridge | i975X | - |
| 2 | Southbridge | ICH7/R | - |
| 3 | SATA-RAID-Controller | SiI 4723 | Kurz-Info [14] |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8053 | Kurz-Info [15] |
| 5 | Soundchip | Realtek ALC882M | Realtek Info [16] |
| 6 | FireWire-Controller | Texas-Instruments-Controller | PDF-Datei [17] |
| 7 | Super I/O | Winbond W83627EHG | Kurz-Info [18] |
| 8 | RAID-Controller | Jmicron JMB363 | Hersteller-Info [19] |
Interrupt-Tabelle
Ein Blick in das Handbuch offenbart eine gute Verteilung der IRQs. So werden acht IRQ-Leitungen auf die einzelnen Komponenten verteilt, höchstens vier Geräte müssen sich dabei eine Leitung teilen.
| Komponente | IRQ A | IRQ B | IRQ C | IRQ D | IRQ E | IRQ F | IRQ G | IRQ H |
| PCI Slot 1 | - | - | - | - | - | shared | - | - |
| PCI Slot 2 | - | - | - | - | - | - | shared | - |
| PCI Slot 3 | - | - | - | - | - | - | - | shared |
| Onboard IDE | - | shared | - | - | - | - | - | - |
| Onboard 1394 | - | - | - | - | - | shared | - | - |
| Onboard LAN2 | - | - | - | shared | - | - | - | |
| Onboard LAN2 | shared | - | - | - | - | - | - | - |
| PCIE x16 1 | shared | - | - | - | - | - | - | - |
| PCIE x16 2 | shared | - | - | - | - | - | - | - |
| PCIE x1 | shared | - | - | - | - | - | - | - |
| PCIE x1 | - | - | shared | - | - | - | - | - |
| USB Controller 1 | - | - | - | - | shared | - | - | - |
| USB Controller 2 | - | shared | - | - | - | - | - | - |
| USB Controller 3 | - | - | shared | - | - | - | - | - |
| USB Controller 4 | - | - | - | shared | - | - | - | - |
| USB 2.0 Controller | - | - | - | - | shared | - | - | - |
| Serial ATA | - | - | - | - | - | - | - | shared |
| IDE | - | - | - | - | - | - | shared | - |
| Azalia | - | - | - | shared | - | - | - | - |
Das BIOS lag zum Testzeitpunkt in der Version 0502 vor.
Lüftersteuerung
Das Asus P5W DH Deluxe verfügt über eine Lüftersteuerung, die zwar im Gegensatz zu den Mainboards mit Vorgängerchipsätzen nicht erweitert wurde, dafür aber ausreichend Features bietet. So kann der CPU-Lüfter getrennt von den anderen Gehäuselüftern geregelt werden. Dies geschieht über Profile, die entweder hohe Drehzahlen (Performance-Mode), geringe Drehzahlen (Silent-Mode) oder Drehzahlen nach Bedarf (Optimal Mode) bedingen. Die Steuerung der Lüfter funktionierte tadellos.
BIOS flashen
Das Flashen des BIOS' ist aus der DOS-Umgebung heraus via Boot-Diskette sowie mit dem Asus Update-Programm unter Windows möglich. Letzteres erlaubt ebenso das Sichern des BIOS' sowie das Updaten via Internet oder von einer Datei aus. Auch Downgrades sind mit diesem Programm möglich. Ein eingebauter Versionscheck überprüft die neue BIOS-Version zudem auf ihre Kompatibilität zum Mainboard hin.
Folgende Inhalte werden nach dem Autostart der Treiber- und Programm-CD angezeigt:
Über einen weiteren Reiter "Kontakt" gelangt man auf eine Weltkarte, auf der sich das entsprechende Heimatland auswählen lässt. Es erscheinen bei Anwahl eines Landes die entsprechenden Support-Adressen.
Einige Treiber liegen auch in einer 64-bit-Version auf der CD vor. Für Linux werden außerdem der Audio-Treiber sowie der LAN-Treiber angeboten. Das Asus DH-Remote-Programm ermöglicht die Programmierung der beigelegten Fernbedienung. So ist es möglich, jeder Taste eine entsprechende Funktion zuzuweisen.
Das MSI P4N SLI XE ist gut ausgestattet. Es besitzt zwei PCI-, zwei PCIe-x1- sowie zwei PCIe-x16-Steckplätze. Letztere werden bei Mainboards mit „nForce 4 SLI XE“-Chipsatz im Multi-GPU-Betrieb mit „x8“ angesprochen. Da sich die SLI Switch Card zwischen den beiden PCIe-x16-Steckplätzen befindet, verzichtet man dort auf einen weiteren Kartensteckplatz. Im Falle einer Grafikkarte mit Dual-Slot-Kühlsystem entsteht hierbei kein Verlust, andernfalls aber auch kein Gewinn. Zudem sitzen Dual-Slot-gekühlte Grafikkarten sehr dicht beieinander, so man denn zwei von ihnen einsetzt. Es kann hier zu erhöhten Temperaturen kommen - die im Testparcours verwendeten GeForce 7900 GTX zeigten sich jedoch unbeeindruckt.
Wie das Asus P5W DH Deluxe bietet das MSI P4N SLI XE zwei IDE-Steckplätze für optische Laufwerke oder Festplatten. Zusätzlich finden sich vier SATA-Steckplätze neben der Southbridge. nVidias MCP51 ermöglicht bei Anschluss entsprechend zahlreicher Laufwerke die RAID-Modi 0, 1, 5, 10 und JBOD.
Die Umgebung des CPU-Sockels ist zu großen Teilen frei von Hindernissen, sodass auch sehr ausladende Kühlkonstruktionen Platz haben. Für die Belüftung des Gehäuses stehen allerdings nur zwei Lüfteranschlüsse auf dem Mainboard zur Verfügung; der dritte speist den Northbridge-Lüfter.
Auf FireWire-Fähigkeiten wurde beim MSI P4N SLI XE gänzlich verzichtet. Weder ein interner Mainboard-Header stehen für ein optionales Bracket zur Verfügung, noch befindet sich an der Slotblende eine Anschlussmöglichkeit. Der dafür notwendige VIA-Chip wurde auf unserem Testexemplar nicht verwendet, er fände seinen Platz neben dem zweiten PEG-Steckplatz.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Northbridge | nVidia nForce 4 SLI | - |
| 2 | Southbridge | nVidia MCP51 | - |
| 3 | MSI CoreCell | - | - |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E1115 | - |
| 5 | Super I/O | winbond W83627THF | Winbond PDF [20] |
| 6 | SLI Switch Card | - | - |
| 7 | Soundchip | Realtek ALC880 | Realtek Info [21] |
Das BIOS lag zum Testzeitpunkt in der Version 1.0 vor.
Lüftersteuerung
Das MSI P4N SLI XE besitzt eine indirekte Lüftersteuerung. Es ist der Wert einzustellen, der als CPU-Temperatur gehalten werden soll und bei dem der Prozessorlüfter mit voller Drehzahl rotieren muss. Unterhalb dieses Wertes regelt das Mainboard den CPU-Lüfter herunter. Eine gesonderte Regelung der Gehäuselüfter ist nicht möglich.
BIOS flashen
Das BIOS kann über das Tool MSI Live Update 3 geflasht werden. Eine neuere und korrekte Version wird dafür aus dem Internet geladen; das Flashen von einer Datei aus ist nicht möglich. Für separat heruntergeladene Datein bietet MSI ein weiteres Flash-Utility an.
Folgende Inhalte werden nach dem Autostart der Treiber- und Programm-CD angezeigt:
Über einen weiteren Reiter "Website" erhält man eine Übersicht über relevante und weniger relevante Internetportale. Neben der internationalen MSI-Seite findet sich auch die Anlaufstelle für nVidia-Grafiktreiber wieder. Ferner werden verschiedene Software-Datenbanken im Internet gelinkt.
Der letzte Reiter ist zwar mit "Manual" beschriftet, bietet aber keine Handbücher in Word- oder PDF-Version an. Er enthält lediglich eine Weiterleitung zum MSI-Support.
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Speicher
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
|
Sandra 2005 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
|
Sandra 2005 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [29] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt ist es so möglich, die Bandbreite des PCIe-Buses herauszubekommen.
PCI Express Rückkanalbandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Worldbench - Gesamt
Angaben in Punkten
|
Worldbench - ACDSee
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - Adobe Photoshop
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - Adope Premiere
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - Nero Express
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - 3ds max (DirectX)
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - 3ds max (OpenGL)
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - MS Office
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - MS Media Encoder
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - Mozilla
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - Multitasking
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - MusicMatch Jukebox
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - Roxio Movie Creator
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - WinZip
Angaben in Sekunden
|
Netzwerk Datendurchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Netzwerk CPU-Last
Angaben in Prozent
|
USB-Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB-Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB-Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
FireWire-Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire-Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire-Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
| Soundtest | Asus P5W DH Deluxe | MSI P4N SLI XE |
| Frequency response, dB | +0.25, -0.33 | +2.08, -3.11 |
| Noise level, dB(A) | -82.8 | -87.5 |
| Dynamic range, dB(A) | 82.4 | 87.5 |
| THD, % | 0.0083 | 0.020 |
| Intermodulation, % | 0.030 | 0.018 |
| Stereo crosstalk, dB | -59.6 | 86.0 |
In der Aufschlüsselung der gebotenen Werte sieht der Vergleich dann wie folgt aus:
| Soundtest | Asus P5W DH Deluxe | MSI P4N SLI XE |
| Frequency response, dB | Good | Poor |
| Noise level, dB(A) | Good | Good |
| Dynamic range, dB(A) | Good | Good |
| THD, % | Very Good | Good |
| Intermodulation, % | Good | Very Good |
| Stereo crosstalk, dB | Average | Excellent |
RAID 0 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 1 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 5 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - CPU-Last
Angaben in Prozent
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Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert.
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Doom 3 SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Mal kein Ego-Shooter, der die Grafikkarte belastet, sondern Echtzeit-Strategie. Reichlich Licht- und Schatten-Effekte, schicke Explosionen und detaillierte Gelände-, Fahrzeug- und Gebäude-Modelle müssen hier dargestellt werden. Earth 2160 wird zur Zeit nicht von SLI unterstützt.
Earth 2160
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Earth 2160 SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Die Cry-Engine ist die dritte im Bunde der Top-Grafik-Engines aus dem Jahr 2004, die bisher kaum an Aktualität verloren haben.
FarCry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
FarCry SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Neben Doom3 und FarCry war Half-Life2 wohl das Spiel des Jahres 2004 mit der aufwändigsten Grafikengine. Riesige, mit prachtvollen Effekten versehene Außen- und Innenlevel belasten Grafikkarten dank der Source-Engine.
Half Life 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half Life 2 SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Mit reichlich Polygonen wird die Grafikkarte zur Arbeit bewegt, dazu kommen viele Shader-Effekte in detaillierten Spiele-Leveln. Das aus Polen stammende Spiel stammt ebenfalls aus dem Jahr 2004.
Painkiller
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch die Lautstärke spielt eine immer größere Rolle beim Arbeiten am PC. Leistungshungrige Prozessoren und Grafikkarten wollen gekühlt werden und auch die Chipsätze der Mainboards werden komplexer und produzieren damit auch mehr Wärme.
Diese Wärme wird in der Regel per aktiver Luftkühlung abtransportiert, was meistens mit mehr oder weniger großer Schallerzeugung verbunden ist. Genau dieser Schall wird von uns mit einem handelsüblichen Dezibel-Messgerät aufgezeichnet – wie üblich im Abstand von 40 cm. Dazu messen wir nur das Mainboard ohne alle anderen Schallquellen wie Laufwerke oder CPU-Lüfter.
Zusätzlich wird die System-Lautstärke bei geöffnetem und geschlossenem Gehäuse mit allen Komponenten im Betrieb im Idle-Modus (Windows-Desktop) gemessen. Aller Lüfter wurden über das Mainboard gesteuert und wurden, sofern eine entsprechende Option im BIOS vorhanden war, im Silent-Modus betrieben. Die Messungen wurden mit dem Intel-Boxed-Kühler (neuer 4 Pin Lüfteranschluss) und dem Zalman CNPS7000Cu (alter 3-Pin Lüfteranschluss) durchgeführt.
Lautstärke Mainboard
Angaben in Dezibel
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Lautstärke - System offen (boxed)
Angaben in Dezibel
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Lautstärke - System offen (Zalman)
Angaben in Dezibel
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Lautstärke System vorne (boxed)
Angaben in Dezibel
|
Lautstärke System vorne (Zalman)
Angaben in Dezibel
|
Immer mehr Hersteller bieten im BIOS oder per Software unter Windows die Möglichkeit, das System in verschiedenen Stufen zu übertakten. Die Möglichkeiten für den Benutzer im BIOS solche OC-Einstellungen vorzunehmen, zeigt die nächste Tabelle:
| Option | Asus P5W DH Deluxe | MSI P4N SLI XE | |
| CAS Latency | Auto, 3, 4, 5, 6 | Auto, 1 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Trcd | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | Auto, 1 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Trp | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | Auto, 1 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Trp | Auto, 4 bis 18 in 1er-Schritten | Auto, 1 bis 15 in 1er-Schritten | |
| Frontside-Bus | 400 bis 1800 MHz in 4er-Schritten | 400 bis 1400 MHz in 1er-Schritten | |
| Memory Frequency | 400 bis 1067 MHz in vorgegebenen Stufen | 400 bis 900 MHz in 1er-Schritten | |
| VCore Voltage | Standard VCore bis maximal +400 mV in 12,5 mV-Schritten | Auto, 1,3 bis 1,75 Volt in 0,025-Volt-Schritten | |
| Northbridge Voltage | Auto, 1,425 bis 1,675 Volt in 0,025-Volt-Schritten | Auto, 1,5 bis 1,65 Volt in 0,05-Volt-Schritten | |
| Southbridge Voltage | Auto, 1,05 Volt, 1,20 Volt | Auto, 1,25 bis 1,475 Volt in 0,025-Volt-Schritten | |
| Memory Voltage | Auto, 1,8 bis 2,4 V, in 0,1-Volt-Schritten | nicht konfigurierbar | |
Nach der Auflistung der Möglichkeiten zum Overclocken haben wir auch eingeschränkte Versuche zum Übertakten unternommen. Wir wollen hier keine Rekorde aufstellen, sondern einfach die OC-Möglichkeiten aufzeigen und mit Screenshots von CPU-Z dokumentieren. Die maximal erreichte Höhe des Frontside-Busses dient uns dabei als Vergleichswert zwischen den getesteten Mainboards. Wir geben diesen Wert im Diagramm an. Die CPU-Spannung wurde, wenn nötig, auf 1,45 Volt angehoben. Da zu jeder Zeit nur der Boxed-Kühler von Intel zum Einsatz kam und der Pentium 4 EE 3,73 GHz von Haus aus einen hohen Frontside-Bus besitzt, schlagen sich weitere Takterhöhungen zu Ungunsten der Temperaturen und der Stabilität nieder. Die erreichten Ergebnisse stellen also den maximalen, noch Prime stabilen Wert dar, der mit der Standardluftkühlung erreicht wurde.
Die nachstehend gezeigten OC-Ergebnisse wurden mit folgenden Einstellungen erreicht:
OC-Frontside-Bus
Angaben in MHz
|
Obwohl die erreichten Werte ein nahes Beisammensein der Mainboards suggerieren, stellten wir bei wenig höherem Takt auf dem MSI-Mainboard bereits Boot-Fehler beim Starten von Windows fest, wohingegen auf dem Asus Mainboard noch bis zu einem Frontside-Bus von 1200 MHz (entspricht 4,2 GHz CPU-Takt) fehlerfrei gebootet werden konnte. Auch der prime-stabile FSB-Wert wurde noch mit einem niedrigeren VCore als beim MSI-Probanden erreicht, bei höherem Takt musste aber auch hier an der Spannung gefeilt werden. Der Prime95-Stabilitätstest wurde jedoch nach Erreichen der in dem Diagramm dargestellten Werte nicht mehr bestanden. Der größte Hemmschuh beim Übertakten dürfte allerdings auf beiden Platinen die CPU gewesen sein.
Performance-Rating
Angaben in Prozent
|
Schnittstellen-Rating
Angaben in Prozent
|
SLI-Rating
Angaben in Prozent
|
Das Performance-Rating zwischen den beiden Testkandidaten zeigt, dass beide Kontrahenten in etwa auf einem Niveau liegen. Der entscheidende Vorteil des Asus-Mainboards liegt in der umfangreicheren Ausstattung, vor allem mit Controllern für Massenspeicher. Gleich drei RAID-Controller stehen hier zur Auswahl, Punkte, die im Schnittstellen-Rating zum Tragen kommen. Auch der fehlende FireWire-Anschluss auf dem MSI P4N SLI XE nagt hier an den Diagrammwerten.
Leider ist es nicht möglich, einen SLI-Vergleich zwischen den Mainboards zu ziehen. Zwar besitzt das Asus P5W DH Deluxe theoretisch die Kapazitäten für einen SLI-Einsatz, nVidias Treiber regeln hier jedoch immer noch auf Softwareseite ab.
Am Ende des Testparcours soll auch an dieser Stelle ein getrenntes Fazit für jedes Mainboard stehen.
Asus P5W DH Deluxe
Das Asus P5W DH Deluxe ist zweifelsohne wieder ein gutes Stück Hardware, das in Sachen Stabilität und Performance überzeugen kann. Es kann sich in den meisten Benchmarks vom MSI P4N SLI XE absetzen. Allerdings nur knapp, was angesichts des Preises von mindestens 190 Euro (Stand 16. Juli 2006) [45], der gut doppelt so hoch ist, wie der des MSI-Probanden, jedoch zu wenig ist. Der wirklich große Vorteil des Asus Mainboards liegt in dessen Chipsatz. Der i975X ist Conroe-tauglich und unterstützt damit die aktuell vorgestellten „Core 2 Duo“- und „Core 2 Extreme“-Prozessoren [46]. Auch die Ausstattung ist tadellos zusammengestellt worden, wobei ein IDE-RAID-Controller wie auf den Vorgänger-Mainboards weiterhin wünschenswert gewesen wäre.
Innovativ ist vor allem das MP3-In-Feature, das den PC auch im ausgeschalteten Zustand zur Multimediazentrale werden lassen kann.
Wie bei den Vorgängern soll auch dieses Mal die passive Kühlung aller Bauteile gelobt werden. Das Asus P5W DH Deluxe ist somit schlicht lautlos, trotz des performanten Chipsatzes. Nichtsdestotrotz erscheint die optionale Kühlung für die Spannungswandler sinnvoll. Da der Lüfter nur bei passiver CPU-Kühlung oder dem Einsatz einer Wasserkühlung Verwendung finden soll, sichert er die Stabilität des Mainboards, so sie denn unter zu hohen Temperaturen leiden sollte. Für diese optionale statt präventive Belüftung gibt es ein dickes Plus.
MSI P4N SLI XE
Das MSI P4N SLI XE setzt gut um, wozu es durch den Chipsatz befähigt werden sollte. Ein Mainstream-Mainboard mit guten Übertaktungsmöglichkeiten, bewährter Multi-GPU-Fähigkeit und ausreichend Features. Die Stabilität und Performance des Mainboards sind in unserem Test sehr zufriedenstellend gewesen. Das Problem des MSI-Mainboards liegt allerdings auch woanders: Die Anschlussmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Es müssen ja nicht gleich mehrere RAID-Controller sein, die über die MCP51 realisierten vier SATA-Anschlüsse beherrschen immerhin alle nötigen RAID-Modi bei angemessener Geschwindigkeit. Jedoch sollte ein FireWire-Anschluss mittlerweile Pflicht sein. Auch auf einem Mainstream-Mainboard.
Wünschenswert wäre auch ein zweiter Ethernet-Controller, wobei man über diesen Nachteil angesichts des Preises von nur etwa 80 Euro (Stand 16. Juli 2006) [47] hinwegsehen kann. In Kombination mit aktuellen Pentium-4- oder Pentium-D-Prozessoren ist das MSI P4N SLI XE durchaus empfehlenswert; mangels Conroe-Support eignet es sich jedoch nicht für die aktuellen Intel-Prozessoren. Damit kann erst der „nForce 4 SLI x16“-Chipsatz dienen, der als letzter nForce-Chipsatz vor dem Release der fünften Generation Intels neueste CPUs unterstützt.