Es ist derzeit nicht einfach, eine geeignete Plattform für aktuelle Intel-Prozessoren auszuwählen. Der in die Tage gekommene i955-Chipsatz sowie dessen kleinere Version, der i945, besitzen in vielen Bereichen gute Performance-Werte und wurden jüngst sogar um CrossFire-Funktionalität erweitert [1], die sie bei den Spielern noch attraktiver machen konnte. Gegen ebenfalls aufkommende CrossFire-Plattformen, die sich einen ATi-Chipsatz zu Nutze machen, kam man mit Intels nachträglich freigegebener Dual-Grafikkarten-Lösung jedoch nicht an. Der aktuelle i975X-Chipsatz sollte diesen Makel nun wett machen und kommt von Haus aus mit CrossFire-Freigabe daher und bietet unter Umständen gar drei PCIe-x16-Steckplätze, so denn der dritte abermals über die Southbridge geroutet wird. Dies würde dem aktuellen Intel High-Performance-Chipsatz nicht nur eine gewisse zukunftssichere Aufrüstbarkeit garantieren, es ließe ihn auch sowohl für Spieler-Naturen als auch für Anhänger des Multi-Monitor-Betriebes attraktiv werden.
Dennoch ließ der Gegenschlag von anderer Seite nicht lange auf sich warten: Mit einer Überarbeitung der SLI-fähigen Chipsätze für Intel-Prozessoren [2] brachte nVidia sich Anfang des Jahres neu ein. Zwei nicht limitierte PCIe-x16-Steckplätze locken hier den Computer-Spieler und Intel-Anhänger. Außerdem wurde der Sound verbessert und im günstigeren Preissegment liegen die nVidia-Chipsätze auch noch. Der nunmehr über ein Jahr währende Kampf zwischen nVidias Intel-Edition-Plattformen und den Intel-eigenen Chipsätzen geht also in die zweite Runde, während sich ATi-gestützte Probanden ebenfalls auf das Feld drängen. Doch freut sich hier wirklich der sprichwörtlich Dritte, wenn zwei sich schon länger streiten?
Elitegroup versucht mit dem ECS PA1 MVP Extreme jedenfalls genau in dieser Situation Fuß zu fassen. Basierend auf ATis Xpress200-Chipsatz verfügt das Mainboard über die besten nur denkbaren Voraussetzungen für eine gute CrossFire-Fähigkeit und nutzte diese auch, um sich in unserem früheren Vergleich [3] gegen Intels i955- und i975-Chipsatz durchzusetzen. Inwieweit ein Vorsprung jedoch auch auf anderen Gebieten erzielt werden kann, dass soll unser ausführlicher Test des ECS PA1 MVP Extreme an dieser Stelle aufzeigen.
Auch der zweite Testkandidat weist eher ungewöhnliche Eigenschaften auf und versucht sich nicht nur durch eine weitere Interpretation von Chipsatzeckdaten von der Konkurrenz abzuheben. Das ECS PF88 Extreme besitzt nämlich einen speziellen Elite Bus, der mit SIMA-Karten bestückt werden kann. Mit diesen Erweiterungskarten ist es möglich, auf dem nativen Sockel775-Board auch andere Prozessoren wie Intels Pentium M oder AMDs K8-Prozessoren zu verbauen - eine geeignete Northbridge wird jeweils auf den Steckkarten mitgeliefert. Die große Variabilität auf dem Papier sucht gewiss seinesgleichen, doch durchsteht das Mainboard unsere Tests oder verringert die hohe Variabilität die Kompatibilität bei unserer Standard-Testbestückung?
Da sich im Laufe der Zeit einige Artikel angesammelt haben, die mit diesem Artikel in Zusammenhang stehen, wollen wir diese noch einmal in Erinnerung rufen. Da es mitunter vorkommt, dass im heutigen Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Tests und Technikerläuterungen zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas „mehr“ wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte zu werfen.
Bevor es zu einer Einzelbetrachtung der verschiedenen Mainboards kommt, soll eine Übersichtstabelle die wichtigsten Eckdaten aller Testteilnehmer zusammenfassen:
| Features | Asus P5WD2 Premium | Asus P5LD2 Deluxe | Asus P5ND2 SLI | ECS PF88 Extreme | ECS PA1 MVP Extreme | |
| Chipsatz | Intel 955X | Intel 945P | nVidia nForce 4 SLI Intel Edition | SiS646 und SiS965 | ATi Xpress200 | |
| Ausbaufähigkeit für Prozessoren | Pentium 4 Celeron Pentium 4 EE Pentium D | Pentium 4 Celeron Pentium 4 EE Pentium D | Pentium 4 Celeron Pentium 4 EE Pentium D* | Pentium 4 Celeron Pentium 4 EE Pentium D | Pentium 4 Celeron Pentium 4 EE Pentium D | |
| * Der Pentium D 820 wird von diesen Mainboards nicht unterstützt. „Pentium D“-Prozessoren funktionieren erst ab einer Taktrate von 3,0 GHz (Pentium D 830) als Dual-Core-CPUs. | ||||||
| Frontside-Bus | ||||||
| 533 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 800 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 1066 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Speichertakt/typ | ||||||
| DDR2-400 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| DDR2-533 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| DDR2-667 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| DDR2-711 | Ja | Ja | Nein | Nein | Nein | |
| DDR2-889 | Ja | Ja | Nein | Nein | Nein | |
| DDR2-1066 | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Dual Channel Modus | verfügbar | verfügbar | verfügbar | verfügbar | verfügbar | |
| Maximaler RAM-Ausbau | 8 GByte (4 Slots) | 8 GByte (4 Slots) | 8 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | |
| Onboardgrafik | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | RD400 | |
| Onboardsound | Realtek ALC882D 8 Kanäle | Realtek ALC882M 8 Kanäle | Realtek ALC850 8 Kanäle | Realtek ALC850 8 Kanäle | Realtek ALC880 8 Kanäle | |
| Steckplätze | 2x PCIe x16** 1x PCIe x1 3x PCI | 2x PCIe x16** 1x PCIe x1 3x PCI | 2x PCIe x16*** 2x PCIe x1 3x PCI | 2x PCIe x16 1x PCIe x1 3x PCI 1x Elite Bus | 2x PCIe x16 2x PCIe x1 2x PCI | |
| ** Der zweite PCIe X16 Anschluss läuft im PCIe x4-Modus. | ||||||
| *** Im SLI-Modus laufen beide PCIe x16 Steckplätze im PCIe x8-Modus. | ||||||
| W-LAN Fähigkeit | Ja (optional) (W-LAN 802.11 a/b/g | Ja (optional) (W-LAN 802.11 a/b/g | Nein | Nein | Nein | |
| HDD-Controller | ||||||
| ATA 133/100/66/33 | 6 Geräte 2x Intel ICH7/R UDMA 100/66/33 4x ITE IDE UDMA 133/100/66 | 6 Geräte 2x Intel ICH7/R UDMA 100/66/33 4x ITE IDE UDMA 133/100/66 | 4 Geräte 4x nForce 4 UDMA 133/100/66 | 4 Geräte 4x SiS965 UDMA 133/100/66 | 4 Geräte 4x SBA400 UDMA 133/100/66 | |
| Serial ATA | 6 Geräte 4x Intel ICH7/R (RAID 0,1,5,10 ) 2x Silicon Image 3132 (RAID 0, 1) | 6 Geräte 4x Intel ICH7/R (RAID 0, 1, 5, 10 ) 2x Silicon Image 3132 (RAID 0, 1) | 6 Geräte 4x nForce 4 (RAID 0, 1, 5, 10, JBOD) 2x Silicon Image 3132 (RAID 0,1) | 6 Geräte 4x SiS965 (RAID 0, 1, JBOD) 2x Silicon Image 3132 (RAID 0,1) | 6 Geräte 2x Silicon Image 3132 4x Silicon Image 3112A (RAID 0,1)° | |
| ° Das ECS PA1 MVP verfügt laut Handbuch über einen „Silicon Image 3132“-Controller sowie vier über die SB450 realisierte SATA-Anschlüsse. In unserem Test meldeten sich jedoch drei verschiedene „Silicon Image“-Controller für je zwei Anschlüsse. | ||||||
| Anschlüsse | ||||||
| USB 2.0 | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 6x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel | |
| IEEE 1394 Ports | 1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 2x über Mainboard- Header | 2x über Mainboard- Header | |
| LAN-Controller | Intel PCIe Ethernet Marvell 88E8001 Dual Gigabit Ethernet | Marvell 88E8053 Gigabit Ethernet | nVidia MCP-04 Marvell 88E81111 Dual Gigabit Ethernet | Marvell 88E1111 Gigabit Ethernet | Realtek RTL 8110C (10/100 MBit/s) Marvel 88E8053 (1000 MBit/s) | |
| Weitere Anschlüsse | 1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Optical S/PDIF 1x Coaxial S/PDIF 1x SATA | 1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Coaxial S/PDIF 1x Optical S/PDIF 1x SATA | 1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Optical S/PDIF 1x Coaxial S/PDIF 1x SATA | 2x Seriel 2x PS/2 6x Audio 1x Parallel | 1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x VGA | |
Obwohl das ECS PA1 MVP Extreme auf dem ersten Blick die üblichen Packungsbeilagen mitbringt, verbergen sich unter diesen auch extravagante Extras. So wird dem Elitegroup-Mainboard beispielsweise ein Crossover-Netzwerkkabel beigelegt, dass die zwei verbauten LAN-Ports nicht einsam werden lässt. Außerdem findet sich eine 3,5"-Blende in dem Paket, die es ermöglicht, das USB/FireWire-Bracket statt nach hinten nach vorne zu führen. So muss nur die Blende des Brackets abgeschraubt werden und die Kabel können problemlos an dem Plastikeinschub befestigt und damit wie ein Kartenleser an die Vorderseite des Towers geführt werden. Auch interessant ist ein Top-Hat-Flash genannter Chip, der im Falle einer BIOS-Beschädigung auf den BIOS-Chip gedrückt werden kann und so einen neuen Flash-Vorgang ermöglicht.
Das ECS PA1 MVP Extreme ist einfach strukturiert: Die Festplattenanschlüsse jeglicher Coleur befinden sich in der näheren Umgebung der Southbridge, die Anschlüsse für die Erweiterungs-Module liegen auf einer Linie entlang der Unterseite des Mainboards und die Steckplätze für Erweiterungskarten wurden nach PCIe und PCI sortiert. Gerade hier muss einem jedoch der Gedanke kommen, dass im Falle einer Bestückung des ECS PA1 MVP Extreme mit zwei Grafikkarten etwaige PCIe-Erweiterungskarten ein enges Leben fristen. Falls die beiden Grafikkarten sogar über eine Dual-Slot-Kühllösung verfügen, ist die Installation weiterer PCIe-Steckkarten unmöglich und nur die älteren PCI-Steckplätze sind zugänglich. Noch ist dieser Umstand aber verschmerzbar, da nicht jeder ein riesiges CrossFire-System nutzt und die Zahl der verfügbaren PCIe-Karten auch gering ist. Dennoch wäre es wünschenswert, zumindest einen der PCIe-Steckplätze an das untere Ende des Mainboards zu setzen.
Erfreulich bei der Installation von Grafikkarten und CPU-Kühlern ist, dass keine umfangreich dimensionierten North- oder Southbridge-Kühlkörper den Weg versperren. In beiden Fällen kommen vergleichsweise kleine Lösungen zum Einsatz, die dann auch passiv gekühlt sind. Leider gibt es jedoch auch einen kleinen Lüfter im Bereich der Slotblende, der dem Mainboard unverdientermaßen eine eigene Geräuschkulisse beschert. So war der 40mm-Lüfter in unseren Tests deutlich wahrnehmbar und übertraf beizeiten das Niveau größerer Gehäuselüfter. An dieser Stelle wäre eine passive Kühlung der Kondensatoren eindeutig vorzuziehen.
Es sei vor dem Test erwähnt, dass das ECS PA1 MVP Extreme in der Version 1 getestet wurde. Diese Version wird so nicht in den Handel kommen und stattdessen durch die Version 2 ersetzt werden. Der einzige Unterschied zwischen diesen besteht jedoch darin, auf die integrierte Grafiklösung zu verzichten. Die Leistung des Elitegroup-Mainboards der Version 1 soll sich von der der zweiten Generation nicht unterscheiden. Statt der RD400-Northbridge wird in der Verkaufsversion die RD400X-Northbridge (kein embedded VGA) eingesetzt werden. Es wird daher im Folgenden auf den Test der integrierten Grafikeinheit verzichtet.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Northbridge | ATi RD400 | - |
| 2 | Southbridge | ATi SB450 | - |
| 3 | SATA-RAID-Controller | SiI 3132 | Kurz-Info [13] |
| 4 | LAN-Controller | Realtek 8100C | Kurz-Info [14] |
| 5 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8053 | Kurz-Info [15] |
| 6 | Soundchip | Realtek ALC880 | Realtek Info [16] |
| 7 | FireWire-Controller | VIA VT6307 | - |
| 8 | Super I/O | ITE IT8712 | Kurz-Info [17] |
Interrupt-Tabelle
Leider bietet das Handbuch keine Übersicht über die Interrupt-Verteilung des ECS PA1 MVP Extreme.
Das BIOS wartet mit den meisten der bekannten Einstellungsmöglichkeiten auf. Leider fehlt eine Lüftersteuerung, die das Regeln der Rotationsgeschwindigkeiten etwaiger Gehäuselüfter regulieren könnte. Eine solche Funktion stellte sich als Q-Fan-Option bei vergleichbaren Asus-Mainboards stets als sehr praktikabel heraus. Viel nerviger als dieser Umstand ist aber, dass an das ECS PA1 MVP Extreme zwar insgesamt sechs SATA-Geräte angeschlossen und auch in diversen RAID-Modi betrieben werden können, dabei aber nur jeweils zwei Laufwerke an einem Controller hängen. Das heißt, dass nur aus jeweils zwei Laufwerken ein RAID-Array gebildet werden kann und für weitere Laufwerke zusätzliche Controller aktiviert werden müssen. Die Controller unterstützen damit per se keinen RAID5-Modus, der mindestens drei Festplatten voraussetzt, und können auch nur zwei Festplatten spiegeln oder stripen.
Aus diesem Grunde konnte die in unserem Test üblichen RAID1- und RAID5-Arrays nicht erstellt werden, da in beiden Fällen jeweils drei Festplatten benötigt werden. Die entsprechenden Ergebnisse entfallen.
Beim Einlegen der Software- und Treiber-CD kann eine automatische Treiberinstallation gestartet werden, die selbstständig die entsprechenden Geräte-Treiber heraussucht und installiert. Etwaige Software muss per Hand im Ordner der CD ausgewählt werden, in den man über "Browse CD" geleitet wird. Dieser bietet neben einem Flash-Tool ein recht umfangreiches Programm zum Verwalten des Elitegroup-Mainboards.
EZSonic
Das EZSonic genannte Programm in schicken Design ist die Anlaufstelle für mehrere Tools, die teilweise nützlicher, teilweise oberflächlicher Natur sind. Sicherlich zu ersteren gehört der Hardware-Monitor, der neben den aktuellen Prozessor-Daten auch den verbrachten Arbeitsspeicher sowie die Betriebstemperatur der CPU und Lüfterdrehzahlen anzeigt. Mit dem EZLogo-Tool lässt sich das Logo beim Power on Self Test des BIOS' verändern. Statt des ECS-Logos, das für gewöhnlich in dieser Phase eingeblendet wird, kann der Benutzer also ein beliebiges .bmp-Bild der maximalen Größe von 640x480 Pixeln in den BIOS-Rom-Chip schreiben.
Ein weiteres Programm ist das EZFlash, dass zum überschreiben des BIOS' genutzt werden kann und auch zur Sicherung taugt. Kurioser Weise finden sich jedoch noch weitere Flash-Programme auf der CD, beispielsweise das WinFlash genannte Tool. Ein Installationsassistent, der statt der einfachen Weiterleitung aus dem CD-Hauptmenü auf die Ordnerübersicht die richtigen Programme für das ECS-Mainboard selbstständig heraussucht, wäre wünschenswert. Ferner lies sich das Overclocking-Tool, dass vom EZSonic genannten Hauptprogramm aus gestartet werden könnte, nicht nutzen, da das ECS PA1 MVP nicht unterstützt würde.
Das ECS PF88 Extreme ist vergleichsweise spärlich ausgestattet. Im Vergleich zum PA1 MVP Extreme wird von Elitegroup auf ein Netzwerkkabel sowie einen SPDIF-Connector verzichtet, obwohl auf dem Mainboard ein entsprechender optischer SPDIF-Ausgang vorhanden ist, der nur nach außen geführt werden müsste. Positiv hervorzuheben ist, dass auch dieses Paket einen 3,5"-Einschub für das USB/FireWire-Modul enthält.
Das Layout des ECS PF88 Extreme fällt, bedingt durch die spezielle Eigenheit des Mainboards, via SIMA-Karte auch andere Prozessoren aufnehmen zu können, ungewohnt aus. So finden sich auf der Platine zwei PCIe-X16-Grafiksteckplätze wieder, die jedoch nicht zusammen genutzt werden können, um einen CrossFire- oder SLi-Verbund zu erzeugen. Vielmehr weisen bereits Aufkleber auf die spezielle Verwendung des zweiten unteren Grafikkartenslots hin: Dieser wird nämlich nur bestückt, wenn eine SIMA-Karte samt neuem Nicht-Sockel775-Prozessor installiert wird. Hierbei wird der erste PCIe-X16-Steckplatz nämlich vollends blockiert.
Neben dem Elite Bus, der als Steckplatz für die Erweiterung des Mainboards mit einer SIMA-Karte dient, findet sich jedoch noch etwas Ungewöhnliches auf dem Mainboard: Ein zweiter und leerer ROM-Steckplatz nimmt seinen unscheinbaren Platz neben dem eigentlichen BIOS-ROM ein. Ausgefüllt werden kann er mit einer Platine, die zu der jeweiligen SIMA-Karte mitgeliefert wird und dann für den jeweiligen neuen Sockel das entsprechende BIOS bereitstellt.
Das weitere Layout des Mainboards fällt weitgehend durchdacht aus. So findet sich zwar nur ein PCIe-x1-Steckplatz auf dem Mainboard wieder, dieser ist zwischen dem Elite Bus und dem zweiten Grafikkartensteckplatz aber so positioniert, dass er bei jedweder Bestückung erreichbar sein sollte. Lediglich die direkt hinter ihm auftauchenden USB-Header für eine Erweiterung der Anschlussmöglichkeiten via USB-Bracket könnten durch eine große PCIe-Steckkarte blockiert werden, was aber eher unwahrscheinlich ist.
Die Dimensionierung der Northbridge-Kühlung fällt sehr moderat aus und erfreut trotz der geringen Größe durch einen Verzicht auf einen kleinen und zumeist lautstarken Lüfter. Die verbaute SiS656-Northbridge musste allerdings auch so flach ausfallen, da die auf der SIMA-Karte zu installierenden Kühllösungen über sie hinausragen.
Die Anschlussblende des ECS PF88 Extreme wartet mit keinen Überraschungen auf und bietet den derzeit üblichen Standard: Neben zwei PS/2-Anschlüssen bietet das Mainboard zwei Serielle- sowie vier USB-Konnektoren. Ferner sorgt noch ein Gigabit-LAN-Anschluss, eine FireWire-Verbindung sowie ein Parallel-Port für Kommunikationsmöglichkeiten mit der Peripherie. Über Mainboard-Header lassen sich noch zwei weitere USB-Steckplätze, ein 1394a-Anschluss sowie ein optischer SPDIF-Ausgang nach außen führen. Über eine entsprechende Blende können diese Anschlüsse auch in einem 3,5“-Laufwerkseinschub montiert werden.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Northbridge | SiS656 | Kurz-Info (engl.) [18] |
| 2 | Southbridge | SiS965 | Kurz-Info (engl.) [19] |
| 3 | SATA-RAID-Controller | SiI 3132 | Kurz-Info [12] |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E1111 | Kurz-Info [20] |
| 5 | Soundchip | Realtek ALC880 | Realtek-Info (engl.) [21] |
| 6 | FireWire-Controller | VIA VT6307 | Kurz-Info (engl.) [22] |
| 7 | Dual-BIOS | - | - |
Interrupt-Tabelle
Leider bietet das Handbuch keine Übersicht über die Interrupt-Verteilung des ECS PF88 Extreme.
Auch die BIOS-Optionen des ECS PF88 Extreme überraschen nicht durch etwaige Außergewöhnlichkeit. Es wird ein guter Durchschnitt an Einstellungsmöglichkeiten geboten, der signifikanteste Mangel ist aber auch hier eine fehlende Lüftersteuerung.
Ebenso wie beim ECS PA1 MVP verwirrt auch die RAID-Funktion des ECS PF88 Extreme. Zwar melden sich bei diesem Mainboard nicht gleich mehrere unerwartete RAID-Controller, mehr als zwei Festplatten lassen sich aber auch hier nicht im Verbund betreiben. Der übliche RAID5-Test konnte auf diesem Mainboard folglich nicht durchgeführt werden.
Anders als das ECS PA1 MVP Extreme bietet das PF88 Extreme neben einem Programm zur Verwaltung der Festplatten, die an dem Silicon-Image-Festplattencontroller angeschlossen sind, vor allem Software aus dem Hause InterVideo. So wird mit WinDVD ein bekanntes Abspielprogramm für Film-DVDs geboten, ferner sind auch WinRip sowie der WinDVD Creator im Bundle enthalten.
WinDVD Creator
Mit dem WinDVD Creator lassen sich Filme erstellen, schneiden, aufnehmen und brennen. Zu diesem Zweck kann das Programm mit mehreren Quellen umgehen, wie besipielsweisen TV-Mitschnitten oder Filmaufnahmen des Camcorders. Eine leichte Bearbeitung soll das Brennen im Minutentakt ermöglichen, wobei nicht nur Film-DVDs, sondern auch VCDs, SVCDs sowie DVD+-Rs erstellt werden können.
WinRip
WinRip ermöglicht das Abspielen von Musikdatein jeder Coleur. Zu diesem Zweck werden die üblichen Funktionen und Gimmicks wie ein Equalizer, ein Surrounder sowie eine Visualisierung geboten. Interessant wird das Programm jedoch durch die integrierte Rip-Funktion, die es beispielsweise ermöglicht, eingelegte CDs in das WAV-, WMA- oder MP3-Format zu überführen und zu speichern. In letzteren Fällen ist auch eine Konfigurierung der Bitrate möglich, in der die Lieder gerippt werden sollen.
Alles in Allem umfasst das Software-Bundle keine überragenden Programme. Das Angebot an InterVideo-Software ist zwar relativ weit gestreut, für den einzelnen Anwender dürften aber nur selten alle Programme gleichermaßen nützlich sein.
In unserem Test war es nicht möglich, den Pentium 4 Extreme Edition mit 3,73 GHz auf dem ECS PF88 Extreme zu verwenden, da dieses die Arbeit bei der Auswahl des 1066 MHz schnellen Frontside-Buses nicht aufnehmen wollte. Alle Tests auf diesem Mainboard wurden daher mit einem Pentium 4 mit 3,6 GHz durchgeführt. Zum Vergleich wurde auch das ECS PA1 MVP nocheinmal mit einem solchen Pentium 4 getestet; dieses hatte mit der EE-Version des Pentium 4 keine Probleme und erscheint daher zwei Mal im Testparcour.
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Speicher
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
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Sandra 2005 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
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Sandra 2005 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [30] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt ist es so möglich, die Bandbreite des PCIe-Buses herauszubekommen.
PCI Express Rückkanalbandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Worldbench - Gesamt
Angaben in Punkten
|
Worldbench - ACDSee
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - Adobe Photoshop
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - Adope Premiere
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - Nero Express
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - 3ds max (DirectX)
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - 3ds max (OpenGL)
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - MS Office
Angaben in Sekunden
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Worldbench - MS Media Encoder
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - Mozilla
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - Multitasking
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - MusicMatch Jukebox
Angaben in Sekunden
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WorldBench - Roxio Movie Creator
Angaben in Sekunden
|
Worldbench - WinZip
Angaben in Sekunden
|
Netzwerk Datendurchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Netzwerk CPU-Last
Angaben in Prozent
|
USB-Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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USB-Schnittstelle - Burst |