Obwohl Mainboards mit dem neuen „Bearlake“-Chipsatz schon seit einigen Tagen erhältlich sind [1], dürfen erst mit dem heutigen Tage Messwerte veröffentlicht werden. Somit gibt es natürlich auch bei uns einen Artikel über die neue 3er-Familie aus dem Hause Intel. Offiziell von Intel vorgestellt werden der P35 und der G33 mit integrierter Grafik am 4. Juni im Rahmen der Computex in Taipeh. Bereits in den Startlöchern stehen auch der High-End-Chipsatz X38 als Nachfolger des 975X und der ebenfalls mit integrierter Grafik versehene G35. Diese beiden sollen noch im dritten Quartal auf den Markt kommen.
Der bisher genutzte Codename „Bearlake“ [2] ist bereits seit geraumer Zeit bekannt und auch die offizielle Bezeichnung der 3er-Familie [3] sickerte schon vor einigen Monaten durch. Nun fällt der offizielle Startschuss. Die Einführung der neuen Chipsatz-Generation beginnt mit dem P35, der den P965 (Broadwater) als neue Mainstream-Lösung ablöst. Ebenfalls ab sofort erhältlich sind Mainboards mit dem G33-Chipsatz. Dieser verfügt über eine integrierte Grafik und löst den zwei Generationen alten 945G (Lakeport) ab. Der integrierte Grafikkern ist der Hauptunterschied zwischen P35 und G33.
Geht es nach Intel, so soll der P965 nach nur einem Jahr schon wieder zum alten Eisen gehören. Der P35 verspricht neue Features und eine weiter verbesserte Performance. So steht erstmals die Unterstützung von DDR3 auf dem Programm. Auch bei der Southbridge „ICH“ (Input-/Output Controller Hub) gibt es Neues. Sie hört jetzt auf den Namen ICH9 und wurde gegenüber dem Vorgänger ebenfalls verbessert. Als Beispiel seien die nunmehr 12 USB-Ports angeführt.
Ob der Intel P35 schon reif ist, die Krone von seinem Vorgänger zu übernehmen, wollen wir auf den nächsten Seiten klären. Nach ausführlicheren Informationen zur neuen Generation kommen die Benchmarks mit Vergleichswerten zwischen P965 und dem P35. Zum Test standen uns das bereits bekannte Asus P5B-E Plus mit dem P965-Chipsatz zur Verfügung, welches wir mit aktuellen Treibern mit dem Asus P5K Deluxe WiFi-Edition auf Basis des P35 vergleichen. Das Asus P5K Deluxe verfügt ausschließlich über DDR2-Unterstützung, so dass ein direkter Vergleich möglich ist. Ein Test des Asus P5K3 mit DDR3-Unterstützung wird in Kürze in Angriff genommen.
Mit den neuen Chipsätzen wollen wir auch wieder ein kleines Facelift bei unserem Benchmarkparcours durchführen. So hält der SYSmark 2007 jetzt Einzug. Ähnlich wie beim bisher verwendeten WorldBench handelt es sich um einen Applikations-Benchmark, der mit echten Anwendungen einen Leistungsindex der verwendeten Hardware ermittelt. Auch vom WorldBench soll in Kürze eine neue Version das Licht der Welt erblicken. Wir planen die entsprechende Messwerte so bald wie möglich per Update in den Artikel einzupflegen. Ansonsten sind wir auf aktuelle Treiber und Patches der verwendeten Treiber, Benchmarks und Spiele umgestiegen. Damit sind Vergleiche zu älteren Testdurchläufen nur noch eingeschränkt möglich.
Sich im Laufe der Zeit angesammelte Artikel, die mit diesem Artikel in Zusammenhang stehen, wollen wir nachfolgend noch einmal in Erinnerung rufen. Da es mitunter vorkommt, dass im heutigen Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Tests und Technikerläuterungen zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas „mehr“ wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte zu werfen.
Für einen schnellen Überblick über die Ausstattungsmerkmale der neuen Chipsatzgeneration von Intel sorgt das Blockdiagramm.
Neben allen aktuellen Intel-Prozessoren für den Sockel 775 werden auch die kommenden CPUs auf Basis des Penryn unterstützt. Der offiziell Support von Pentium 4 und Pentium D wurde gestrichen [15]. Der FSB geht effektiv bis zu 1.333 MHz (333 MHz real), DDR2 wird mit bis zu 800 und der neue DDR3-Speicher mit 1.066 MHz getaktet. Der P35 verfügt wie heute der P965 über eine PCI-Express-x16-Schnittstelle der ersten Generation (2,5 GHz). Neu in der ICH9-Southbridge ist die Erweiterung auf zwölf USB-2.0-Schnittstellen. Auch die native Unterstützung von Port-Multipliern an den eSATA-Anschlüssen wurde integriert.
Hergestellt werden der P35 in 90-nm-Technik und die ICH9 in der 130-nm-Technik. Die TDP beträgt beim P35 etwa 16 Watt, das FCBGA-Gehäuse besitzt 1.226 Anschlüsse und beherbergt 45 Millionen Transistoren auf etwa 34mm². Die ICH hat laut Intel eine TDP von etwa 4 Watt, verfügt über 676 Anschlüsse und zählt 4,6 Millionen Transistoren auf 31mm². Im Gegensatz zum P965, der mit 19 Watt sogar eine höhere TDP als der 975X-Chipsatz hat, ist der P35 etwas sparsamer geworden. Intel kann so mit MCH und ICH eine TDP von 20 Watt einhalten.
Zuerst wollen wir wieder einen Überblick über die Ausstattung des getesteten Mainboards geben.
| Layout | Asus P5K Deluxe | Asus P5B-E Plus | MSI P6N SLI Platinum | |
| Features | ||||
| Chipsatz | Intel P35 MCH P35 ICH9/R | Intel P965 MCH P965 ICH8/R | nVidia nForce 650i SLI SPP: C55-SLI-N-A2 MCP: NF430-N-A3 | |
| Ausbaufähigkeit für Prozessoren | Pentium 4 Celeron Pentium 4 EE Pentium D Pentium XE Core 2 Duo Core 2 Extreme (Quad-Core) | Pentium 4 Celeron Pentium 4 EE Pentium D Pentium XE Core 2 Duo Core 2 Extreme (Quad-Core) | Pentium 4 Celeron Pentium 4 EE Pentium D Pentium XE Core 2 Duo Core 2 Extreme (Quad-Core) | |
| MB-Revision | 1.01G | 1.01G | 1.0 | |
Frontside-Bus | ||||
| 533 MHz | √ | √ | √ | |
| 800 MHz | √ | √ | √ | |
| 1066 MHz | √ | √ | √ | |
| 1333 MHz | √ | X | √ | |
Speichertyp/-takt | ||||
| DDR2-400 | √ | √ | √ | |
| DDR2-533 | √ | √ | √ | |
| DDR2-667 | √ | √ | √ | |
| DDR2-711 | √ | √ | √ | |
| DDR2-800 | √ | √ | √ | |
| DDR2-1066 | √ | X | X | |
| DDR2-1200 | X | X | X | |
| Dual-Channel-Modus | verfügbar | verfügbar | verfügbar | |
| Maximaler RAM-Ausbau | 8 GByte (4 Slots) | 8 GByte (4 Slots) | 8 GByte (4 Slots) | |
| Multi-GPU-Fähigkeit | Crossfire | Crossfire | SLI | |
| Onboard-Grafik | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | |
| Onboard-Sound | ADI AD1988B 8 Kanäle HD-Audio | ADI AD1988A 8 Kanäle HD-Audio | Realtek ALC888 8 Kanäle HD-Audio | |
| Steckplätze | 1x PCIe x16 1x PCIe x16(x4) 2x PCIe x1 3x PCI | 1x PCIe x16 1x PCIe x4 1x PCIe x1 2x PCI | 2x PCIe x16 (1x x16 oder 2x x8) 1x PCIe x1 3x PCI | |
| W-LAN | √ (WiFi-Edition) (W-LAN 802.11 b/g) | √ (optionale Steckkarte) (W-LAN 802.11 a/b/g) | X | |
HDD-Controller | ||||
| ATA 133/100/66 | X (2 Geräte über JMicron-Controller) | X (2 Geräte über JMicron-Controller) | 4 Geräte | |
| Serial ATA | Intel ICH9/R SATA 300 AHCI 6 Geräte (RAID 0,1, 0+1, 5, JBOD) JMicron 363 SATA 300 AHCI 2 Geräte (RAID 0, 1, JBOD) (2x eSATA) | Intel ICH8/R SATA 300 AHCI 6 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 5, JBOD) JMicron 363 SATA 300 AHCI 2 Geräte (RAID 0, 1, JBOD) (1x eSATA) | nVidia 650i SLI MCP51 SATA 300 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 5, JBOD) JMicron 3531 SATA 300 1 Gerät (1x eSATA) | |
Anschlüsse | ||||
| USB 2.0 | 6x über Rear- Panel 6x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 6x über Mainboard- Header | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header | |
| IEEE1394-Ports (FireWire) | 1x über Rear-Panel 1x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header | 1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header | |
| LAN-Controller | 1x Marvell 88E8056 1x Realtek RTL8110SC Dual Gigabit Ethernet | Marvell 88E8056 Single Gigabit Ethernet | 1x Realtek RTL8211B Single Gigabit Ethernet | |
| Weitere Anschlüsse | 1x PS/2 6x Audio 1x Optical S/PDIF 1x Coaxial S/PDIF | 2x PS/2 1x Seriell 6x Audio 1x Optical S/PDIF 1x Coaxial S/PDIF | 2x PS/2 1x Parallel 5x Audio 1x Optical S/PDIF 1x Coaxial S/PDIF | |
| Format | ATX 30,0 x 24,4 cm | ATX 30,0 x 24,4 cm | ATX 30,0 x 24,4 cm | |
Aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass sich Asus nicht an die Spezifikationen des P35 hält. Mit der Asus „Super Memspeed Technologie“ (Super MST) wird DDR2-RAM nativ mit bis zu 1.066 MHz unterstützt. Das passt gut zur kürzlichen Vorstellung von Aeneon und seinen DDR2-1066-Modulen [16], die JEDEC-konform nur mit 1,8 Volt betrieben werden müssen. Damit steht schnelleren, nicht übertakteten Systemen nichts mehr im Wege. Gleiches gilt beim Asus P5K3 Deluxe für die DDR3-Unterstützung. Hier werden Taktraten von bis zu 1.333 MHz von Asus per Super-MST angeboten. Intel wird DDR3-1333 erst mit dem X38-Chipsatz unterstützen, der im dritten Quartal erscheinen soll.
Im schwarzen PCB-Kleid kommt das Asus P5K Deluxe daher. Als Schmuck dienen kupferne Heatpipes mit großen Wärmetauschern. Genauer sind es drei Heatpipes, welche die Wärme von South- und Northbridge sowie der CPU-Spannungsversorgung auf zwei große Wärmetauscher verteilen. Auch der zweite Teil der acht-Phasen-CPU-Spannungsversorgung ist mit einem kupferfarbenem, allerdings aus Aluminium bestehenden Kühlkörper ausgestattet. Für eine verbesserte Leistungsfähigkeit und verlängerte Lebensdauer setzt Asus ausschließlich auf Conductive Polymer Capacitors an Stelle von herkömmlichen Elkos.
Stromanschlüsse und Schnittstellen wurden wie von Asus gewohnt am Rand des Mainboards platziert. Der vom JMicron versorgte und einzige IDE-Anschluss liegt leider am unteren Rand. So wird das Verbinden der optischen Laufwerke, die meist oben im Gehäuse sitzen, möglicherweise zu einem Problem. Auch die sechs SATA-Anschlüsse sind direkt auf Höhe des primären PCIe-x16-Slots ungünstig platziert. Die im Testsystem benutzte 7900 GTX passte noch, längere Grafikkarten führen aber doch zu Problemen mit den SATA-Kabeln. Auch bei den Speichersteckplätzen sind schmale Finger gefragt. Die Bewegungsfreiheit der RAM-Halterungen ist jedoch nicht durch die Grafikkarte eingeschränkt .
In unserer WiFi-Edition des Asus P5K Deluxe fallen zwei der insgesamt zwölf USB-Ports durch die WLAN-Steckkarte weg, da diese auf den entsprechenden USB-Header auf dem Mainboard gesteckt wird. Die Karte sitzt direkt oberhalb des ersten PCIe-x1-Slots. Die beiliegende weiße Antenne hat einen ringförmigen Fuß, aus dem ein kurzer Stab heraus geklappt werden kann. Der Fuß verfügt zum besseren Halt – zum Beispiel auf dem PC-Gehäuse – über kleine Magneten. Die Rückseite des Mainboards ist mit der inzwischen bekannten Stack-Cool-2-Technologie ausgestattet. Damit wird Wärme über das PCB verteilt, was die Komponenten zusätzlich kühlt.
Ein interessante technische Neuerung bringt das Asus P5K Deluxe mit sich. „AI Slot Detector“ hat Asus die SMD-LEDs genannt, die direkt oberhalb von allen Slots sitzen und bei nicht korrekt eingesteckten Erweiterungskarten leuchten. Dazu muss das System nicht eingeschaltet werden. Es reicht, wenn das Netzteil mit Spannung versorgt ist. Die Slot-Detector-LEDs leuchten rot und sehr hell. Dadurch genügt ein Blick durch das rückwärtige Lüftergitter des Gehäuses um Sicherheit über den korrekten Sitz der Steckkarten zu haben. Als weiteres praktisches Hilfsmittel liegt auch der Q-Connector zum Verbinden von Power-LED, Reset-Taster und ähnlichem dem Mainboard bei.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
| 1 | Northbridge | Intel P35 | Intel |
| 2 | Southbridge | Intel ICH9R | Intel |
| 3 | (e)SATA/PATA-Controller | JMicron JMB363 | JMicron [17] |
| 4 | GBit-Netzwerk PHY | Marvell 88E8056 PCIe | Marvell [18] |
| 5 | GBit-Netzwerk | Realtek RTL8110SC | Realtek [19] |
| 6 | Soundchip | ADI AD1988B | Analog Devices [20] |
| 7 | FireWire 400 | Agere (LSI) FW3227-100 | LSI [21] |
| 8 | Hardware-Monitor, Super-I/O | Winbond W83627DHG | Winbond [22] |
Das BIOS lag zum Testzeitpunkt in der Version 0304 vor. Das BIOS des Intel Matrix Storage Manager trägt die Versionsnummer 7.5.0.1017, das des JMicron JB363 die Version 1.06.69.
ACPI-Suspend
Das Asus-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln im BIOS anwählen, zusätzlich steht die Option „Auto“ zur Verfügung. Aus dem S1-Modus lässt sich der Computer per Tastendruck, Mausklick oder Drücken des Ein/Aus-Schalters wieder aufwecken. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter. Mit einer USB- oder PS/2-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich (siehe Update am Ende des Fazit!).
Lüftersteuerung
Asus setzt wie gewohnt auf seine Q-Fan Lüftersteuerung. Damit können fünf der sechs Lüfter gesteuert werden, der CPU-Lüfter sowie die Chassis-Lüfter eins bis vier. Der Q-Fan-Modus ist leider nicht beeinflussbar und regelt die Drehzahl nach internen Temperaturvorgaben im BIOS (Optimal, Silent, Performance Mode). Die Chassis-Lüfter können nur gemeinsam in 10er-Schritten zwischen 60 und 90 Prozent geregelt werden, zusätzlich gibt es eine Auto-Einstellung. Als Zieltemperatur muss man eine Gehäuse-Temperatur zwischen 28 und 46°C vorgeben. Eine Überwachung der Drehzahl ist nur beim CPU-Lüfter und den Chassis-Lüftern eins bis drei möglich. Immerhin erlaubt Asus auf diesem Weg die Regelung von fünf Lüftern. Besser wären flexiblere Einstell- und Kontrollmöglichkeiten (Q-Fan) für sämtliche Anschlüsse.
Overclocking und Flashen
Sollten Übertaktungsversuche einmal fehlschlagen, kommt die große Stärke der Asus-Platinen zum Vorschein. Wenn der Rechner nicht mehr ordnungsgemäß bootet, reicht es den Netzschalter am Netzteil auszuschalten oder den Netzstecker zu ziehen. Beim nächsten Hochfahren werden automatisch Standardwerte geladen, die es erlauben, das BIOS aufzurufen. Asus nennt diese Funktion „Crashfree BIOS“.
Auch missglücktes Flashen des BIOS' lässt sich wieder reparieren, indem beim Booten entweder eine CD oder ein mit einem passenden BIOS versehener USB-Stick eingeschoben werden. Das Notsystem greift automatisch auf die entsprechende Quelle zu und flasht dann das dort gespeicherte BIOS zurück in das System. Ein Flashen per Diskette ist beim P5K nicht mehr möglich, da das BIOS eine Größe von 2 MByte hat.
Wer sein BIOS nicht unter Windows flashen möchte, kann dies generell immer per „Alt-F2“-Tastenkombination beim Booten tun. Nötig ist dazu eine CD oder ein USB-Stick mit der aktualisierten BIOS-Version, die geflasht werden soll. Das dabei aufgerufene Tool „EZ Flash 2“ kann auch direkt aus dem BIOS unter dem Reiter „Tools“ aufgerufen werden.
Die beiliegende Software-DVD startet automatisch nach dem Einlegen und bietet die Möglichkeit der Installation aller notwendigen Treiber an. Eine automatische Installation ist inzwischen per „InstAll Wizard“ sowohl bei den Treiber als auch bei den Tools möglich.
Per „Make Disk“ können Treiber-Disketten für die Windows-Installation sowohl für 32-Bit- als auch für 64-Bit-Systeme angefertigt werden. Wird die DVD beim Booten des Rechners eingelegt, können ohne Betriebssystem direkt von der DVD aus dem Boot-Menü heraus die Treiber-Disketten für die Windows-Installation erstellt werden.
Neben dem bekannten Asus Update stehen auch wieder der AI Booster, AI NOS, AI Gear und PC Probe II zur Verfügung. Zusätzlich zu den Treibern für Windows XP sind auch Treiber für Windows Vista und Linux auf der DVD vorhanden. Damit bietet Asus eine sehr gute und aktuelle Softwareausstattung.
Alle Benchmarks werden in einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 mit 32 Bit Farbtiefe durchgeführt. Alle Messungen werden unabhängig vom Chipsatz mit nur einer Grafikkarte vorgenommen. Auch bei den DDR2-1066-Benchmarks kam der oben genannte Corsair-Speicher zum Einsatz, die Timings blieben unverändert bei 4-4-4-12.
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
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PCMark05 - Speicher
Angaben in Punkten
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Sandra XI – Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
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Sandra XI – Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [28] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt kann man so die Bandbreite des PCIe-Busses messen.
PCI Express Rückkanal Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Bei SYSmark 2007 Preview handelt es sich um eine Benchmark-Suite, die aus diversen Einzelanwendungen besteht. Insgesamt 14 Programme werden in vier verschiedenen Kategorien zur Leistungsbewertung heran gezogen.
E-Learning (EL)
Video Creation (VC)
Office Productivity (PR)
3D Modeling (3D)
SYSmark 2007 – Gesamt
Angaben in Punkten
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SYSmark 2007 – EL
Angaben in Punkten
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SYSmark 2007 – VC
Angaben in Punkten
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SYSmark 2007 – PR
Angaben in Punkten
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SYSmark 2007 – 3D
Angaben in Punkten
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Das Messen der im Netzwerk erreichten Geschwindigkeit ist nicht ganz einfach. Wir greifen daher auf ein Tool von Microsoft zurück, das im DDK von Windows 2000 enthalten ist. Es hört auf den Namen NTttcp und hilft bei der Treiberentwicklung. Wir nutzen folgende Einstellungen:
Server: NTttcps -m 4,0,‹client IP› -a 4 -l 256000 -n 30000
Client (zu testender Rechner): NTttcpr -m 4,0,‹Server IP› -a 4 -l 256000 -n 30000
Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf nicht vorhandene zweite Controller hin.
Netzwerk - Daten-Durchsatz
Angaben in Megabit pro Sekunde
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Netzwerk - CPU-Last
Angaben in Prozent
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Mit einer externen Festplatte und der Software HD Tach 3.0.1.0 RW messen wir die Schnittstellengeschwindigkeiten. Wir verwenden dabei die Einstellung „Long bench (32 MB Zones)“.
USB Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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USB Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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USB Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
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FireWire Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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FireWire Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
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Um einen Vergleich zum direkten Anschluss der verwendeten WD Raptor zu bieten, folgen hier in Textform die Messwerte beim Anschluss an die ICH8/R des Asus P5B-E Plus. Durchschnitt: 65,1 MB/s, Burst: 123,7 MB/s, CPU-Last: 1 Prozent.
Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf eine nicht vorhandene eSATA-Schnittstelle hin.
eSATA Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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eSATA Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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eSATA Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
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Mit dem RightMark Audio Analyzer messen wir den OnBoard-Sound der jeweiligen Probanden. Dazu wird mit einer Creative X-Fi in einem zweiten System die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen. Als Vergleich sind noch die Werte der X-Fi mit einem Loop-Kabel angegeben.
| Mainboard | Frequency response (40 Hz bis 15 kHz), dB | Noise level dB (A) | Dynamic range dB (A) | THD % | IMD % | Stereo crosstalk dB |
| Asus P5B-E Plus (ADI AD1988A) Wiedergabe | +0,07, -0,06 (Exzellent) | -88,3 (Gut) | 87,7 (Gut) | 0,0037 (Sehr gut) | 0,046 (Gut) | -73 (Gut) |
| Asus P5B-E Plus (ADI AD1988A) Aufnahme | +0,15, -0,13 (Sehr gut) | -78,3 (Durchschnitt) | 78,3 (Durchschnitt) | 0,013 (Gut) | 0,061 (Durchschnitt) | -76,3 (Sehr gut) |
| Asus P5K Deluxe (ADI AD1988B) Wiedergabe | +0,08, -0,06 (Exzellent) | -90,3 (Sehr gut) | 89,4 (Gut) | 0,0058 (Sehr gut) | 0,049 (Gut) | -90,7 (Exzellent) |
| Asus P5K Deluxe (ADI AD1988B) Aufnahme | +0,12, -0,09 (Sehr gut) | -70,8 (Durchschnitt) | 70,3 (Durchschnitt) | 0,0074 (Sehr gut) | 0,180 (Durchschnitt) | -68,8 (Gut) |
| Creative SoundBlaster X-Fi Elite Pro [29] | +0,02, -0,08 (Exzellent) | -94,8 (Sehr gut) | 94,7 (Sehr gut) | 0,0009 (Exzellent) | 0,0054 (Exzellent) | -94,7 (Exzellent) |
Für die Messung der Geschwindigkeit der Festplatten nutzen wir wieder HD Tach 3.0.1.0 RW. Wir nutzen dabei die Einstellung „Long bench (32 MB Zones)“ im Schreib- und Lese-Modus.
Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf nicht vorhandene zweite Controller hin oder auf das Fehlen der technischen Möglichkeit, den entsprechenden Modus auszuführen.
RAID 0 - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - CPU-Last
Angaben in Prozent
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RAID 1 - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 5 - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die Ihresgleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden mittlerweile für diese Zwecke die Vollversion, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine sich frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind.
Fear
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2 ist wohl zweifellos aufgrund seines legendären Vorgängers eines der meist erwarteten Spiele aller Zeiten gewesen. Den Erwartungen wurde das Spiel oftmals gerecht und begeistert nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch durch seine Grafik, die unter anderem durch massiven „Shader Model 2.0“-Einsatz ermöglicht wird. Einige Monate nach der Erscheinung brachte Valve die kostenlose Technologiedemo „Lost Coast“ auf den Markt, die als Besonderheit High-Dynamic-Range-Rendering unterstützt und somit nicht nur einen deutlich höheren Lichtumfang sowie Lichtdynamik bietet, sondern auch die Hardware bis auf das Äußerste fordert.
Half-Life 2 - Lost Coast
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Bereits der Vorgänger „Morrowind“ hat bei vielen Spielefans eine richtige Begeisterung hervorgerufen und bei dem Nachfolger „Oblivion“ scheint dies nicht anders zu sein. Zu kaum einem Spiel findet man derzeit mehr Diskussionen im Internet. Aber nicht nur spielerisch, auch grafisch kann Oblivion überzeugen und fährt, um dieses Ziel zu erreichen, schwere Geschütze auf. Noch niemals zuvor wurde HDRR mit dynamischem Tone-Mapping derartig realistisch eingesetzt. Darüber hinaus kann das Spiel mit schönen Schatteneffekten sowie stellenweise hoch auflösenden Texturen und Partikeleffekte glänzen. Dementsprechend ist Oblivion geradezu prädestiniert für einen guten Benchmarkparcours. Die verwendete Szene zeigt nicht nur eine aufwendige Beleuchtung, auch mehrere Sträucher und Bäume sind zu sehen, die vor allem die GPU extrem stark belasten.
Oblivion
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Die bekannte Quake-Reihe von ID-Software ist jedes mal ein Highlight für einen „First Person Shooter“-Fan, da die Spiele nicht nur einen hohen Unterhaltungswert bieten, sondern auch mit einer Grafikpracht daherkommen, die häufig die Messlatte ein gutes Stück höher legt. Die aktuelle Version, Quake 4, wurde allerdings von Raven Software programmiert und nutzt eine leicht weiterentwickelte Doom-3-Engine. Somit liegt die Grafik auf einem hohen Niveau, kann aber keine neue Maßstäbe setzen. Nichtsdestotrotz bietet das Spiel mit aufwändigen Charaktertexturen und vielen Schattenspielen einiges fürs Auge. Die ausgesuchte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte sowie spektakuläre Schatten- und Farbspiele. Nach dem Patchen des Spiels auf die Version 1.2 ist auch der Bug verschwunden, dass weder die Spielerschatten noch die Waffeneffekte dargestellt werden. Somit entsprechen die ermittelten Ergebnisse nun dem „wahren“ Spielverlauf.
Quake 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Wie gehabt messen wir die Stromaufnahme der Mainboards. Zum Einen im Idle-Modus auf dem Windows-Desktop, zum Anderen unter Last, erzeugt durch Orthos und 3DMark06. Auch der Stromverbrauch im BIOS wird ermittelt. Wir geben die gesamte Stromaufnahme des Systems an (ohne Monitor!).
Stromaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Mit einem Infrarot-Thermometer messen wir die Oberflächen-Temperatur von North- und Southbridge beziehungsweise ihrer Kühlkörper. Auch die CPU-Stromversorgung wird mit dem Instrument überprüft. Dabei achten wir auch auf sogenannte „Hot Spots“, einzelne heiße Bauteile, die zum Teil sehr hohe Temperaturen aufweisen.
Temperaturen Idle
Angaben in °C
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Temperaturen Last
Angaben in °C
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Natürlich ist auch das Thema Overclocking mit dem Sockel 775 und Core-Prozessoren weiterhin aktuell. Auf die Auflistung der vielen BIOS-Optionen verzichten wir in Zukunft, Interessierte finden in unseren Screenshots bereits viele Daten, ansonsten ist der Download des Handbuchs zu empfehlen.
Wie bereits bei den bisherigen Mainboard-Reviews haben wir auch wieder eingeschränkte Versuche zum Übertakten unternommen. Wir wollen hier keine Rekorde aufstellen, sondern einfach die OC-Möglichkeiten zeigen und mit Screenshots von CPU-Z dokumentieren. Die maximal erreichte Höhe des FSB dient uns dabei als Vergleichswert zwischen den getesteten Mainboards. Wir geben diesen Wert im Diagramm an. Die CPU-Spannung wurde auf bis zu 1,4 Volt angehoben. Die RAM-Timings (4-4-4-12) bleiben unangetastet.
Nun erhöhen wir den FSB erst in 10-MHz-Schritten, bis die Grenzen des Mainboards erreicht sind. Danach wird in 1-MHz-Schritten der höchste Wert ermittelt. Überprüft wird die System-Stabilität mit Orthos (Prime95), das recht empfindlich auf zu hoch getaktete Systeme reagiert.
OC - Frontside-Bus
Angaben in MHz
|
Kommen wir zur Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse in den einzelnen Kategorien. Wir geben ein Ranking der getesteten Mainboards in den Bereichen „Synthetische Benchmarks“, „Anwendungen“, „Schnittstellen“ und „Spiele“. Bei den Schnittstellen berücksichtigen wir auch schwächer ausgestattete Mainboards und verzichten bei der Aufführung in der Kategorie „Ausstattungsbereinigt“ auf zusätzliche Schnittstellen in den Bereichen Netzwerk und RAID.
Performance-Rating: Synthetisch
Angaben in Prozent
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Performance-Rating: Anwendungen
Angaben in Prozent
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Performance-Rating: Spiele
Angaben in Prozent
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Performance-Rating: Schnittstellen
Angaben in Prozent
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Schnittstellen (Ausstattungsbereinigt)
Angaben in Prozent
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Nachdem sich der interessierte Leser seinen Favoriten in den einzelnen Kategorien aussuchen konnte, geben wir natürlich auch ein Gesamt-Rating ab, in welches die Ergebnisse aus allen Kategorien einfließen. Der Gerechtigkeit halber nutzen wir bei den „Schnittstellen“ die ausstattungsbereingte Version. Darin wird nur die FireWire-, USB-, und RAID-Performance (RAID 0,1) der jeweils primären Schnittstelle bewertet.
Performance-Rating: Gesamt
Angaben in Prozent
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Nur ein Jahr hat sich Intel für die Entwicklung des Nachfolgers des sehr gut platzierten Broadwater-Chipsatzes P965 genommen. Auch die Southbridge ICH8 wird schon wieder von der ICH9 abgelöst. Und wofür das Ganze? Penryn heißt die Lösung [30], Intels demnächst erscheinender Prozessor in 45-nm-Technologie. Neue Motoren verlangen nach neuen Karosserien, auch Intel sieht das so. So muss eine neue Chipsatz-Basis für jetzige und kommende Dual- und Quad-Core-Prozessoren verfügbar sein, damit der Abverkauf neuer Prozessoren erleichtert wird.
Als Neuerung steht beim P35 die Unterstützung von DDR3-RAM an erster Stelle. Intel spielt hier wieder den Technologie-Vorreiter. Das Speicherriegel mit dem neuen Standard noch unglaublich teuer sind, stört den blau-weißen Riesen nicht. Vielmehr hofft Intel auf ein Leistungsplus, denn DDR2-RAM stellt zu wenig Bandbreite zur Verfügung. Kein Wunder, wenn sich vier Rechenkerne um den Zugriff auf die Daten prügeln müssen. Ob sich der neue Speicherstandard schon bemerkbar macht, werden wir in Kürze klären. Prinzipiell ist nicht die Speicherbandbreite das Problem. Denn Intels derzeit aktueller FSB1066 kann bereits von Dual-Channel-DDR2-667 voll ausgelastet werden. Schnellerer Speicher sorgt jedoch für mehr Spielraum in der Bandbreite (z. B. für DMA-Zugriffe auf den Speicher oder dem kommenden FSB1333) und niedrigere Zugriffslatenzen.
Kommen wir zum Namensgeber des Artikels, dem Asus P5K Deluxe in der WiFi Edition. Das schwarze PCB ist zusammen mit den kupfernen Heatpipes und Wärmetauschern natürlich ein Blickfang. Allerdings haben wir auch einige Kritikpunkte gefunden, deren Ursache vermutlich zum Teil in der noch führen Version des BIOS zu suchen sind. So war es uns nicht möglich, das Intel Matrix-Storage-BIOS per „Strg-I“ – wie beim Start angezeigt – aufzurufen. Unabhängig davon, ob eine USB- oder PS/2-Tastatur zum Einsatz kam (siehe Update am Ende des Fazit!). Ab und zu wurden auch nicht alle vier angeschlossenen Festplatten erkannt, was zeitweise Windows XP zum Bluescreen oder Neustart veranlasste, bevor der Desktop erschien. Ärgerlich ist mal wieder die nur rudimentär ausgelegte Lüftersteuerung. Was helfen dem Benutzer sechs Lüfteranschlüsse ohne entsprechende Regel- und Überwachungsmöglichkeiten?
Das Layout verdient diesmal nur eine 2-, sowohl PATA- als auch die SATA-Anschlüsse sind unglücklich platziert. Hier werden Probleme herauf beschworen. Sehr gut zu bewerten ist die neue „AI Slot Detector“-Technik, die vor nicht korrekt eingesetzten Steckkarten warnt. Gäbe es diese auch noch für die Arbeitsspeichersteckplätze, wäre es perfekt. Wie bereits in den News erwähnt [31], fiel auch uns bei der Spannungsversorgung der CPU ein Hot-Spot auf, der trotz Intel-Boxed-Kühler unter Last bis über 80°C heiß wurde. Dem Anschein nach handelt es sich um eine der vergossenen Spulen. Leider war uns aufgrund des großen Wärmetauschers und des CPU-Kühlers ein genaueres Messen nicht möglich. Auch die Stromsparmechanismen sind noch nicht ausgereift. Der P35 braucht im Leerlauf trotz SpeedStep erstaunlich viel Strom im Vergleich zum P965.
Leistungstechnisch liegt der P35 sehr knapp vor dem P965. Mit der nativen DDR2-1066-Unterstützung kann sich das Asus P5K Deluxe natürlich von anderen P35-Platinen absetzen, bei denen lediglich DDR2-800 zum Einsatz kommt. Allerdings bleibt der Vorsprung im realen Leben bei nur etwa zwei Prozent, wie der SYSmark zeigt. Jedoch ist davon auszugehen, dass zukünftige BIOS-Versionen noch für das ein oder andere Plus an Leistung sorgen werden.
Das Asus P5K Deluxe WiFi Edition ist zur Zeit für einen Preis von etwa 190 Euro [32] erhältlich. Das DDR3-Geschwister liegt bei knapp 210 Euro [33].
Update 22.05.2007, 20:17 Uhr
Inzwischen konnten wir unter anderem nach Hinweisen aufmerksamer Leser das Problem mit dem Zugang zum Matrix-Storage-BIOS per „Strg-I“ klären. In allen bisherigen Tests haben wir eine USB-Tastatur genutzt und diese mit einem USB-auf-PS/2-Adapter versehen, was bisher bei keinem Mainboard zu Problemen führte. Beim Asus P5K Deluxe ist allerdings eine native PS/2-Tastatur nötig. Auch das Aufwecken aus dem S3-Standby-Modus ist mit einer nativen PS/2-Tastatur möglich.