Da es in Anbetracht des großen Cache auch der Nachfolger des derzeitigen Pentium 4, Codename Prescott, in einigen Anwendungen schwer haben kann, gegen den Pentium 4 Extrem Edition zu parieren, haben wir bei Intel um eine Einordnung des Prescott mit seinen 1 MB großen L2 Cache in die aktuelle Produktpalette gebeten und erhielten von Christian Anderka, Pressereferent Fachpresse, Intel Deutschland GmbH, folgende Antwort:
Na wenn das nicht eine interessante Antwort ist. Damit ist auch klar, dass das Label „Extreme Edition“ durchaus länger am Markt vertreten sein könnte - ein Prescott Extreme Edition klingt zumindest sehr interessant. Sie dürfte jedoch, sollte der Prescott aus eigener Kraft in der Lage sein, AMD auf Abstand zu halten, zur Utopie verkommen. Denn es klingt unwahrscheinlich, dass ein Hersteller wie Intel dem Kunden mehr bietet, als unbedingt notwendig ist, um die Konkurrenz in Schach zu halten. Schließlich möchte man nicht schon heute die CPUs von morgen verkaufen.
Damit stellt sich jedoch die Frage, wann der Prescott mit seinen in 90nm gefertigten Strukturen und vielen Detailverbesserungen, welcher vermutlich nach wie vor unter dem Produkt-Label Pentium 4 vertrieben wird, endlich im Handel erhältlich sein wird. Bisher gingen wir immer von einer Verfügbarkeit im vierten Quartal 2003 aus und haben hier abermals um Bestätigung von Intel gebeten. Wir erhielten folgende Antwort:
Nicht wirklich eine klare Aussage. Da man hier jedoch mit Zahlentricks zu arbeiten scheint, gehen wir nicht von einer breiten Verfügbarkeit vor Ende Januar 2004 aus. Hier ist allerdings noch nicht das letzte Wort gesprochen. Das Geschäftsjahr bei Intel entspricht übrigens dem Kalenderjahr, um jedweden Spekulationen hier vorzubeugen.