Nachdem Intel vor etwas mehr als einem halben Jahr [1] die ersten Prozessoren mit der Nehalem-Architektur ins Rennen geschickt hat, legt der Marktführer zum Beginn des Sommers die Messlatte noch einmal höher. Ein neues Stepping der Bloomfield-Prozessoren mit dem Namen Core i7 erlaubt dem Hersteller, dass trotz der TDP der Vorgänger die Taktfrequenzen leicht gesteigert werden konnte. Das neue Flaggschiff hört ab dem heutigen Tage offiziell auf den Namen Core i7 975 Extreme Edition und kommt, wie der Name bereits vermuten lässt, mit einem frei wählbaren Multiplikator zum Kunden.
Mit von der Partie ist auch wieder der (stromfressende) Turbo-Modus [2] und das Simultaneous MultiThreading (SMT) [3], früher unter der Bezeichnung HyperThreading bekannt, welches es erlaubt, vier zusätzlich Threads zu bearbeiten.
Neben einem ausführlichen Blick auf das neue Flaggschiff mit 3,33 GHz werden wir uns genau diesem Features noch einmal im Detail widmen. Dabei schicken wir den Prozessor jeweils in verschiedenen Kombinationen durch unseren Parcours – mal mit aktiviertem oder deaktiviertem Turbo, parallel dazu auch mit aktiviertem oder eben deaktiviertem SMT. Die Unterschiede in der Performance dieser vier Möglichkeiten wollen wir genau so aufzeigen wie auch deren Einfluss auf die Leistungsaufnahme und somit die Temperatur des Prozessors.
Abgerundet wird der Prozessor-Test vom ebenfalls heute an den Start gehenden Core i7 950, der mit 3,06 GHz in die Fußstapfen des Core i7 940 tritt. Auf dem Papier kostet er etwas mehr als die Hälfte des Flaggschiffes, dafür muss das Modell jedoch mit 266 MHz weniger, einem auf 4,8 GT/s zurecht gestutzten QPI-Link und nur noch 1.066 MHz schnellem DDR3-Speicher auskommen. Was diese auf dem Papier recht deutlichen Unterschiede letztendlich in der Praxis bewirken, werden wir versuchen heraus zu finden.
Doch bevor es richtig los geht, müssen wir vorweg noch einmal explizit einige Worte zum Turbo-Modus verlieren, obwohl wir ihn im Launch-Artikel bereits ausführlich untersucht hatten: Der Modus ist weiterhin eine schwer zu bestimmende Komponente in einem Test, was sich bereits anhand von drei Screenshots zeigen lässt. Der Core i7 975 taktet je nach Bedarf und Ausnutzung der TDP von 130 Watt den Multiplikator in ganzen aber auch halben Schritten von ursprünglich 25 auf maximal 27 hoch. Dies tut er aber nicht immer zum selben Zeitpunkt – ein Umstand, den wir mit unserem Setup von jeweils mehreren Wiederholungen über alle Benchmarks ausgleichen wollen.
Mit dem Start des Nehalem [4] hatten wir auch unser bisheriges Testsystem in die verdiente Rente geschickt, davon wird auch das neue AMD-Testsystem profitieren. Beide haben im letzten Jahr insgesamt 36 Prozessoren gesehen, 21 davon aus dem Hause Intel, 15 von AMD. Da im Laufe der Monate, in denen wir solch einem Testsystem keinerlei Änderungen unterziehen, viele Änderungen auf dem Markt stattgefunden haben, war es nicht nur in Anbetracht der neuen Prozessorgeneration Zeit für einen Wechsel. Natürlich bietet sich ein kompletter Generationswechsel für einen Wechsel des kompletten Systems immer am besten an, so dass wir die vormals frühen Pläne aus dem Sommer in den Herbst verschoben haben. Dabei haben wir auch auf viele Anregungen der Leser zurückgegriffen, die wir in den letzten Monaten bekommen haben. An dieser Stelle wollen wir erneut einige Erläuterungen zum neuen Testsystem abgeben und erklären, warum wir uns für diese Bauteile entschieden haben.
Einer der größten und oft angebrachten Kritikpunkte war mit Sicherheit das ältere Tagan-Netzteil mit 480 Watt. Dieses wird in den wohl verdienten Ruhestand geschickt und durch ein nagelneues Netzteil von Cooler Master ersetzt. Die UCP-Serie hat zu Beginn des Sommers 2008 als eines der ersten Desktop-Netzteile eine „80Plus Silver“-Zertifizierung bekommen [5]. Diese steht für einen Wirkungsgrad von sehr hohen 89 Prozent bei einer Auslastung von 50 Prozent, aber auch unter geringer Last (20%) und Volllast (100%) kann sich das UCP-Netzteil mit 87 respektive 85 Prozent mehr als sehen lassen. Für unseren Test setzen wir auf die kleinste Version mit 700 Watt, da stärkere Netzteile vor allem unter geringer Last im Wirkungsgrad mitunter deutlich abfallen. Liegt die 20-Prozent-Schwelle bei dem 700-Watt-Probanden bei 140 Watt, wird sie bei dem 1.100-Watt-Modell bereits auf 220 Watt hoch geschraubt – ein Wert der mit dem neuen Testsystem bei kleineren Prozessoren nicht einmal unter Volllast mit Prime erreicht wird.
Der zweite wichtige Punkt ist die neue Grafikkarte. Nachdem wir das komplette letzte Jahr eine nicht gerade stromsparende ATi Radeon HD 2900 XT im Einsatz hatten, setzen wir auf Nvidias erste (relativ stromsparende) 55-nm-Lösung im High-End-Segment, die GeForce 9800 GTX+ [6]. Insbesondere die deutlich geringere Leitungsaufnahme (sh. auch in dem Artikel von HT4U [7]), auch gegenüber den Konkurrenten von ATi in Form der HD 4850 [8], und die durchweg schnellere Performance waren wichtige Gründe für die Auswahl. Alle weiter in Frage kommenden Modelle (HD 4870, GTX 260, GTX 280) liefern zwar eine höhere Performance, aber nur bei unverhältnismäßig steigender Leistungsaufnahme – darum geht es in einem Prozessortest aber auch nicht.
Um dem neuen Triple-Channel-RAM gerecht zu werden, war auf der Software-Seite fast zwingend der Umstieg zu Windows Vista in der 64-Bit-Variante erforderlich. Auch diesen Schritt sind wir mit dem neuen Testsystem gegangen, so dass fortan die drei Slots bei den X58-Mainboards mit je zwei Gigabyte bestückt werden – alle anderen Intel-Platinen greifen für den Dual-Channel-Modus auf zwei dieser Module zurück. Der Unterschied von 4 auf 6 GByte existiert damit natürlich auf dem Papier, ist in Benchmarks aber quasi nicht zu merken. Zudem glauben wir, dass solche Konstellationen in naher Zukunft die gebräuchlichsten Varianten werden dürften bzw. in Form von DDR2-Speicher mit den alt-eingesessenen Core 2 Duo und Core 2 Quad bereits sind. Deshalb kommen alle (älteren) AMD-Prozessoren ebenfalls mit potentem DDR2-Speicher daher, der maximal 1.066 MHz leistet. Da bisher jedoch nur die Phenom und Phenom II von diesem Speicher profitieren, arbeiten die älteren Modelle mit geringerem Takt, dafür aber mit besseren Timings. Für den Sockel AM3 steht uns parallel dazu eine Platine von Asus zur Verfügung, die auf den 790FX und die SB750 setzt. Weiterhin gibt es auch noch einen quasi identischen Ableger für den Sockel AM2, der logischerweise auf DDR2 setzt. Diese beiden Platinen, die wir in einer News bereits in Bildern vorgestellt haben [9], sollen neben dem Referenzmainboard auf Basis des 790GX die Unterschiede aufzeigen.
Um einen möglichst fairen und realitätsnahen Vergleich zwischen den Kontrahenten zu ermöglichen, werden sämtliche Tests in einem geschlossenen Midi-Tower mit werksseitiger Lüfterbestückung (ein Lüfter rückseitig saugend, einer beim Festplattenkäfig in Front blasend) durchgeführt, um so auch auf thermische Probleme bei den Boliden aufmerksam zu werden. Zum Einsatz kommt ein „Cooler Master Stacker RC-832“, der uns von Caseking [10] zur Verfügung gestellt wurde. Das Gehäuse erlaubt den Einsatz von bis zu neun 120-mm-Lüftern, von denen die beiden verwendeten Lüfter zum Lieferumfang gehören.
Neben dem von Grund auf neu gestalteten Testsystem haben wir auch den Benchmarkparcours einem Update unterzogen. Nach wie vor sind einige theoretische Tests mit von der Partie, da diese in der Regel einen Schritt weiter sind als jede reale Anwendung. Dort werden neue Funktionen, die in Prozessoren einen Platz gefunden haben, als erstes in ihrer Leistungsfähigkeit geprüft. Da diese theoretischen Tests dem Anwender vor dem PC aber nicht viel nutzen, ziehen wir auch viele Praxis-Anwendungen zu Rate. Dazu gehören heutzutage in erster Linie vielfältige Multimedia-Anwendungen, aber auch alltägliche Dinge wie das Packen von Dateien. Abgerundet wird der Test von einigen Spielen, bei denen wir eine Auswahl aus Spielen mit integrierter Benchmarkfunktion sowie Spielen heraus gesucht haben, bei denen mittels Fraps nicht nur die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde, sondern auch die Minima und Maxima ermittelt wurden.
Wie bereits in der Vergangenheit üblich, wird jeder Benchmark fünf Mal durchgeführt, um auf etwaige Ausreißer in der Performance stoßen zu können. Dieses geschieht in fast allen Anwendungen leider häufiger als erwartet, sowohl in die negative als auch in die positive Richtung. Der Mittelwert aus den fünf Tests (ohne extreme Ausreißer) wird dann in die einzelnen Diagramme übernommen. Bei Spielen wird auf die Auflösung von 1.280 x 1.024 Bildpunkten zurückgegriffen, da bei höheren Auflösungen quasi nur noch die Grafikkarte ein Rolle spielt, geringere Auflösungen aber kein Bezug zur Realität haben. In der Regel testen wir dabei, sofern nicht näher beschrieben, mit den höchsten Details. Die Werte vom AA/AF können dabei von Spiel zu Spiel variieren, jedoch sollen die unterschiedlichen Setups eine kleine Simulation dafür sein, was sich heutzutage mit jedem neuen Spiel ändern kann. Alle getesteten Prozessoren müssen zusammen mit der Grafikkarte in diesen Tests beweisen, dass sie sowohl mit wenigen qualitätssteigernden Features als auch mit einem Maximum klar kommen können.
Um die Grafikkarte weitestgehend zu eliminieren, haben wir auch einen zusätzliche Punkt eingeführt: die realitätsfernen Spiele-Tests. Vier Anwendungen unterschiedlichen Alters zeigen in minimalen und maximalen Details bei sehr kleiner Auflösung ihr Ergebnis.
Die allseits bekannte Benchmarkserie von Futuremark ist zwar mittlerweile in der Vantage-Version erschienen, aber „3DMark06“ erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Von den sechs Testszenen messen vier Sequenzen die Performance der Grafikkarte und zeigen eine Grafikpracht, die auch heute mitunter noch ihresgleichen sucht. Um jene zu erreichen setzen die Finnen auf moderne 3D-Technologie, weswegen nicht nur massiv das Shader-Model 3.0 verwendet wird – auch extrem aufwendige Texturen, spektakuläre Partikeleffekte, komplexe Schattenberechnungen und als weiteres Highlight „High Dynamic Range Rendering“ – kurz HDRR – werden eingesetzt. Dabei setzt Futuremark auf FP16-HDR, das eine sehr hohe Bildqualität liefert, aber auch aufwendig zu berechnen ist. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [16].
Download: 3DMark06 [17]
3DMark06 – Gesamt
Angaben in Punkten
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3DMark06 – Prozessor
Angaben in Punkten
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Nachdem der altgediente 3DMark06 schon einige Jahre auf dem Buckel hat und somit nicht nur die Grafik mittlerweile etwas angestaubt wirkt sondern darüber hinaus das CPU-Limit bei schnellen Grafikkarten immer mehr bemerkbar wird, wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger. Der finnische Hersteller Futuremark hat dementsprechend nach einer langen Wartezeit den 3DMark Vantage auf den Markt gebracht, der von vornherein für die Direct3D-10-API programmiert worden ist. Grafisch bieten die zwei Spieletests dementsprechend viel fürs Auge, wobei vor allem der zweite Test Glanzpunkte setzen kann. Mit FP16-HDR, Tiefenunschärfe, Parallax Occlusion Mapping, einer physikalische Simulation auf der GPU, diversen Shadereffekten und noch vielem mehr bringt der 3DMark Vantage die 3D-Hardware problemlos ans Leistungslimit. Wir testen das Programm im Performance-Preset. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [18].
Download: 3DMark Vantage [19]
3DMark Vantage – Gesamt
Angaben in Punkten
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3DMark Vantage – Prozessor
Angaben in Punkten
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Das populäre, aus Deutschland stammende Maxon Cinema4D ist in unserem Benchmarkparcours in Form von Cinebench R10 vertreten. Die Software nutzt zum Raytracing bis zu 16 Prozessoren und profitiert damit von allen derzeit am Markt erhältlichen Desktop-Prozessoren von AMD oder Intel. In unserem Test präsentieren wir die Mitte 2007 veröffentlichte Version Cinebench R10. Wie üblich zeigen die Diagramme einerseits den Test mit nur einem Prozessorkern, zum anderen auch den Multi-Core-Test, der auch Hyper-Threading nutzt.
Download: Cinebench [20]
Maxon Cinebench R10
Angaben in Punkten
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Egal ob es um Mainboard, Speicher, Festplatte, Peripherie, Steckkarten, Prozessor, Netzwerk, Schnittstellen, BIOS, Windows oder DirectX geht, SiSoft Sandra hat umfangreiche Antworten parat. Für einen Großteil der Hardware im PC gibt es zudem Benchmark-Tests, mit denen sich der PC auf seine Performance im Vergleich zu einigen Referenz-Rechnern testen lässt. All' diese Werte sind jedoch fast ausschließlich rein theoretischer Natur und haben wenig Bezug zur Praxis, jedoch lassen sich Prozessoren in ihren theoretischen Möglichkeiten gut vergleichen. Auch bieten Programme wie Sandra meist deutlich eher Möglichkeiten, neu integrierte Features von Prozessoren zu testen, ehe diese in Monaten oder Jahren in wirklichen Programmen integriert sind. Wir haben uns aus dem umfangreichen Repertoire für die Tests Arithmetik, Multimedia und Kryptografie sowie für die Speicherbandbreite, die Speicherlatenz und den Cache- und Speicherzugriff entschieden. Weiterhin kommt eine Beta-Version vom 22. Oktober 2008 zum Einsatz, da diese erstmalig die neuen SSE4.2-Instruktionen des Nehalem nutzt.
Download: SiSoft Sandra [21]
SiSoft Sandra – Arithmetik
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SiSoft Sandra – Multimedia
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)
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SiSoft Sandra – Kryptografie
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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SiSoft Sandra – Speicherbandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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SiSoft Sandra – Speicherlatenz
Angaben in Nanosekunden
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SiSoft Sandra – Speicher- und Cachezugriff
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Seit einigen Jahren gehört SuperPi zu Tests wie das Amen in der Kirche. Leider ist der Test aufgrund seines hohen Alters für aktuelle Prozessoren nur sehr bedingt aussagekräftig, weshalb er bei uns in Zukunft nur noch mit zur Schau gestellt wird, aber nicht in die Bewertung mit einfließt. Als Alternative bieten wir wPrime und MaxxPi² an. MaxxPi² ist etwas neuer und genauer, liegt aber noch sehr nah om originalen Super Pi, so dass die Ergebnisse in unserem Test ebenfalls nur eine untergeordnete Rolle spielen. wPrime in der Version 2.00 ist Ende September 2008 erscheinen und liefert in unseren Augen die besten Ergebnisse, da alle Prozessorkerne bzw. Threads unter Windows voll ausgelastet und genutzt werden.
Download: wPrime 2.00 [22]
Download: MaxxPi² v1.11ß [23]
Download: Super Pi 1.5 XS-Mod [24]
wPrime 1024M
Angaben in Sekunden
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MaxxPi² 4M
Angaben in Sekunden
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Super Pi 1M
Angaben in Sekunden
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Etwas über zwei Jahre nach der Vorstellung des PCMark05, dem Futuremark-Benchmark zur Beurteilung der Leistung eines Rechners in verschiedensten Anwendungsszenarien, stellt der finnische Hersteller den PCMark07, „PCMark Vantage“ genannt, vor. Einmal mehr sollen Privatanwender und Firmen anhand eines kompakten Programms in der Lage sein, die Leistung eines Rechners auf Grundlage einer breiten Basis an Tests möglichst objektiv bewerten zu können. Alle Details zu dem neuen Benchmark stellt unser Artikel zu PCMark Vantage [25] bereit.
Download: PCMark Vantage [26]
PCMark Vantage – Gesamt
Angaben in Punkten
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PCMark Vantage – Einzeltests
Angaben in Punkten
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Obwohl 7-Zip kostenlos und in Sachen Kompressionsrate vielen Konkurrenten überlegen ist, kommt die Software in Sachen Verbreitung bei Weitem nicht an WinRAR heran, das in Form von RAR seit DOS und Windows 3.1 verfügbar ist. Mittlerweile ist WinRAR zwar in der Lage neben rar auch andere Formate wie beispielsweise 7z zu entpacken, zum Komprimieren stehen allerdings nur rar und zip zur Verfügung. Seit WinRAR 3.60 [27] bietet nun auch der beliebte Packer Multi-Core-Support. Anzumerken ist dem Programm, dass mit jeder neuen Version und schnelleren Prozessoren alles ein klein wenig schneller und besser komprimiert wird, so dass der Vorsprung von 7-Zip deutlich geringer geworden ist. Das Programm in der Version 3.80 muss den Programmordner der installierten Demo des Spiels Sacred 2 (1,64 GByte, 928 Dateien, 14 Ordner) bei maximalen Qualitätseinstellungen in das Format .rar komprimieren. Parallel dazu zeigen wir den integrierten Benchmark auf, um auf die Unterschiede zwischen theoretischem Benchmark und realem Packen näher eingehen zu können.
Download: WinRAR [28]
WinRAR
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POV-Ray ist eines der bekanntesten Programme zum Erstellen realistischer Grafiken und Animationen mit dem Computer. Mit Hilfe einer von Bilder können virtuelle Objekte erzeugt werden. POV steht dabei für „Persistence Of Vision“, was soviel wie die „Beharrlichkeit des Sehens“ bedeutet. Das zusätzlich Wort „Ray“ steht für Raytracing, die Technik, auf der dieses Programm basiert. Nach ein wenig Zeit mit entsprechender Einarbeitung lassen sich mit dem Programm sogar fotorealistische Bilder erzeugen, die mit vermehrter Anzahl auch zu einem Video zusammengefasst werden können. Der größte Pluspunkt schlussendlich ist noch der Preis: Es kostet nichts und steht frei im Internet zum Download bereit. Wir nutzen das Programm und die integrierte Benchmark-Funktion und zeigen die Zeit auf, nach der das Beispielbild vollständig sichtbar ist.
Download: POV-ray 3.7 beta 29 [29]
POV-ray
Angaben in Minuten, Sekunden
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TrueCrypt ist ein Open-Source-Verschlüsselungstool, welches seit der Version 6.0 auch Multi-Core-Unterstützung bietet, welche dem Programm auf Dual-/Mehrkern- oder Multi-Prozessor-Systemen zu einer deutlich verbesserten Performance bei der Ver- und Entschlüsselung der Daten verhilft. Wie verwenden den integrierten Benchmark-Test mit einem 100-MB-File. Weitere Ergebnisse auch zu diesem Test: TrueCrypt 6.0 veröffentlicht (Benchmark) [30]
Download: TrueCrypt 6.0a [31]
TrueCrypt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Seit DivX 6.1 (Codename Helium) [32] unterstützt der für Videos sehr beliebte Codec auch Dual-Core-Prozessoren und erreicht je nach Konfiguration eine Steigerung der Encoding-Rate um mehr als 150 Prozent. Die Leistungsunterschiede sind dabei umso stärker ausgeprägt, je höher die gewählte Qualitätsstufe ist. Bei früheren Prozessortests wurde DV- und MPEG2-Videomaterial mit unterschiedlichen Qualitätseinstellungen nach DivX 6.1 encodiert. Tendenziell waren auch hier die Ergebnisse gleich. Die bei DV gewählten, niedrigen Qualitätseinstellungen für Audio- und Video-Encoding ließen Single-Core-Prozessoren ein wenig besser abschneiden. Aufgrund des größeren Praxisbezugs werden fortan nur noch die Ergebnisse des MPEG2-Encodings veröffentlicht.
Zum neuerlichen Einsatz kommt DivX 6.8.4.7, der volle Unterstützung für die SSE4-Befehlssätze beinhaltet. Intel hat gerade durch diese Instruktionen im Zusammenspiel mit DivX einen großen Performanceschub für Anwender versprochen, der sich auch durchweg bemerkbar macht. Alle AMD-Prozessoren haben deshalb einen schweren Stand.
TMPGenc Xpress 4: MPEG2 zu DivX 6.8
Angaben in Minuten, Sekunden
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Das Zielformat für alle Hobbyfilmer ist nach wie vor die DVD und damit ein Film im MPEG2-Standard. Das Videomaterial selbst liegt dabei üblicherweise als Digital Video (DV) vor. Für den Test haben wir auf TMPGEnc 4.0 XPress 4.5.2.255 vertraut und ein 20 Minuten langes und unbearbeitetes Video mit einer Größe von vier Gigabyte in ein 1,32 Gigabyte MPEG2-File umgewandelt.
TMPGenc Xpress 4: DV zu MPEG2
Angaben in Minuten, Sekunden
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Das 1985 entwickelte Audiokompressionsverfahren MP3 ist das heute vorherrschende Format für Musik. Es wird von einer breiten Palette an Endgeräten unterstützt und bietet in der letzten Weiterentwicklung sogar Support für 5.1 Mehrkanal-Audio [33]. Das Spektrum an Encodern für MP3 ist mannigfaltig. Für unseren Test haben wir das populäre iTunes gewählt, mit dem wir eine 701 MB große Musikdatei einmal in das Format .mp3 umwandeln, danach in AAC. In den Einstellungen wurde dabei darauf geachtet, dass auch die Qualitätseinstellungen von 192 kbit/s beibehalten wurden.
iTunes 7: WAV zu MP3
Angaben in Minuten, Sekunden
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iTunes 7: WAV zu AAC
Angaben in Minuten, Sekunden
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Was passiert, wenn ein Konsolentitel erfolgreich ist? Man portiert ihn natürlich für den PC! Und dies ist UbiSoft mit Assassin's Creed wohl auch ohne Zweifel gelungen, da man es nicht nur bei einer reinen 1:1-Umsetzung gelassen, sondern darüber hinaus noch einige weitere Spielinhalte eingefügt hat. Doch worum geht es in Assassin's Creed überhaupt? Man spielt den Auftragsmörder Altair, der neben seinem eigentlichen Hauptberuf gerne mit Pferden reitet, Passanten umschubst, spektakuläre Kämpfe ausübt und sich vor allem gerne in schwindelerregenden Höhen, also auf sämtlichen Dächern der verschiedenen Städte, herumtreibt. Und was braucht man dazu? Eine potente Grafikengine, die Assassin's Creed auch durchaus hat. Ein Highlight sind die Charakteranimationen, die einwandfrei umgesetzt sind. Zudem gibt es noch schicke Texturen, sehr schöne Licht- und Schatten-Spiele, eine gut hervorgehobene Weitsicht und noch so einiges mehr, das Assassin's Creed zu einem Fest für die Augen macht. UbiSoft hat es sich nicht nehmen lassen, einen Direct3D-10-Renderer für die PC-Version einzubauen. Dieser soll die Performance bei gleicher Qualität gegenüber der Direct3D-9-Version erhöhen und zudem die Grafikqualität ein wenig verbessern. Genau diese DirectX-10-Version nehmen wir unter die Lupe.
Assassin's Creed
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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„Bioshock“, mehr oder weniger der inoffizielle Nachfolger von „System Shock 2“, hatte es bei seinem Erscheinen wahrlich nicht leicht. Die Erwartungen waren dermaßen hoch, dass es nahezu unmöglich schien, diese allesamt zu erfüllen. Im Vorfeld sprach man davon bereits als „bestes Spiel aller Zeiten“. Mittlerweile ist BioShock erschienen – ob es tatsächlich das beste Spiel aller Zeiten ist, kann man wohl noch ewig diskutieren. Eines ist aber eindeutig: Technisch ist Bioshock nicht nur sehr weit vorne, sondern wohl derzeit allen anderen Titeln voraus. Grund dafür ist die Unreal Engine 3, die die Entwickler modifiziert haben, um diese auf die eigenen Ansprüche anzupassen. Herausgekommen ist ein Direct3D-10-Renderer, der mit bisher noch nie dagewesene Wassereffekten punkten kann. So interagiert das Wasser physikalisch korrekt mit dem Spieler, wenn dieser beispielsweise durch einen überfluteten Raum läuft. Darüber hinaus bietet Bioshock viele weitere optische Schmankerl: Schicke Partikeleffekte, spektakuläre Feuerdarstellung, realistische Schatten, schöne Oberflächen, Physikinteraktionen mit den Gegnern sowie der Umwelt und noch vieles mehr machen Bioshock grafisch zu einem Leckerbissen. Wir testen die erste Minute vom Kampf gegen den Endboss Fontaine, da diese immer nach dem gleichem Schema abläuft und sich somit gut für einen Vergleich eignet.
BioShock
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auf den Patch 1.70 von Company of Heroes haben in der Vergangenheit viele Spieler gewartet, denn damit gab es nicht nur einige weitere Fehlerbeseitigungen, sondern auch die Unterstützung von Direct3D 10. Die neue API kann man bei einer entsprechenden Grafikkarte im Spielmenü auswählen und schon erscheinen alle Levels in neuem Glanz. Darüber hinaus kann man die Terraindetails nun eine Stufe höher auf „Ultra“ schrauben, was einige Bodendetails hinzufügt und die Texturen sichtbar verbessert. Die Direct3D-10-Version bietet dem Spieler eine pixelgenaue Beleuchtung, Percentage Closer Filtering für die Soft Shadows auf allen D3D10-Beschleunigern, schönere Partikeleffekte sowie Alpha to Coverage für alle Bäume und Sträucher, die somit auch von herkömmlichen MSAA erfasst und bearbeitet werden. Als Benchmarksequenz verwenden wir den integrierten Benchmark auf der Ultra-Stufe.
Company of Heroes
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Crysis – alleine der Name sagt wohl schon alles. Kaum ein anderes Spiel hat bereits vor der Veröffentlichung so viel Aufmerksamkeit erhalten wie der First-Person-Shooter von Crytek, der als inoffizieller Nachfolger zum Actionhit Far Cry betrachtet wird. Far Cry sagt eigentlich auch schon alles: Denn kaum ein anderes Spiel lässt Spieler sofort an einen sonnigen Strand und an große Palmen denken. Und genau diesen (und noch viel mehr) sieht man in Crysis wieder – selbst wenn man ihn kaum wiedererkennen wird. Denn wie Far Cry setzt Crysis neue Maßstäbe in Sachen Grafik und hebt die Messlatte dabei gleich dermaßen hoch an, dass es wohl noch einige Zeit dauern wird, bis ein anderes Spiel der grafische Qualität von Crysis Paroli bieten wird. Die Direct3D-10-API, High-Dynamic-Range-Rendering, Parallax Occlusion Mapping, Soft Shadows, Motion Blur, Depth of Field, Soft Particles und noch eine Menge mehr bekommt man bei Crysis geboten. Dementsprechend hoch fallen die Hardwareanforderungen aus, die selbst den schnellsten Rechner problemlos ins Schwitzen bringen. Für den Prozessorvergleich setzen wir anders als bei unseren Tests für Grafikkarten auf den integrierten Test in der Detailstufe „hoch“ und führen neben dem durchschnittlichen Wert auch die Maxima und Minima auf.
Crysis
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch wenn der bekannte Vorgänger Far Cry noch von dem deutschen Unternehmen Crytek (nun Crysis und Crysis Warhead) entwickelt worden ist, so hat UbiSoft die Marke Far Cry nicht fallen gelassen, sondern einen zweiten Teil entwickelt, auch wenn dieser mit dem ursprünglichen Spiel nicht mehr viel gemeinsam hat. Gleich geblieben, wenn auch auf nicht ganz so hohem Niveau, ist jedoch eine sehr gute Technik, die Afrika in frischem Glanz erscheinen lässt. Dazu hat UbiSoft mit Dunia eine völlig neue Engine entworfen, die auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Dunia ist gar ein Direct3D-10.1-Renderer, der bei GPUs von niedrigerem Technikstand auf die Direct3D-10-API umschaltet, dort dann jedoch (zumindest auf GeForce-Karten) einige Fähigkeiten nutzt, um dennoch normales MS-Anti-Aliasing darstellen zu können. Wir verwenden von Far Cry 2 das integrierte Benchmark-Tool und testen das Spiel mit der Small-Flyby-Sequenz.
Far Cry 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Das Actionspiel „Lost Planet: Colonies“ gibt es in zwei verschiedenen Versionen: Eine Direct3D-9- und eine Direct3D-10-Variante; Letztere hat es in unseren Parcours geschafft. Das Spiel kann technisch nicht nur durch die D3D-10-Erweiterung und somit der Nutzung des Shader-Model 4 inklusive des neuen Geometry-Shaders glänzen, auch abseits der API weiß Lost Planet zu gefallen. Mit Soft Shadows, FP16-High-Dynamic-Range-Rendering, detaillierten Texturen, massig Partikeleffekten und noch vielem mehr ist das technisch weit fortgeschrittene Spiel ein regelrechter Augenschmaus. Dass Lost Planet dabei noch eine Menge Spaß macht, könnte man fast schon als nebensächlich bezeichnen. Das Spiels bietet praktischerweise eine integrierte Benchmarksequenz, die einen Kameraflug aus der Sicht des Spielers durch zwei verschiedene Levels zeigt. Dabei kommt die etwas krumme Auflösung von 1.280 x 960 Bildpunkten zum Einsatz, der Parcour wird mit hohen Details bei 4facher anisotroper Filterung gemeistert. Da der zweite Teil des Benchmarks eher GPU-limitiert ist, präsentieren wir die Ergebnisse aus dem ersten Test.
Lost Planet: Colonies
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Race Driver Grid gehört zu den Rennspielen der Spitzenklasse. Neben atemberaubender Grafik bietet es fast alles, was das Fahrerherz begehrt. Auch wir haben uns deshalb auf den Fahrersitz geschwungen und drehen eine Testrunde auf der Strecke Okutama in Japan in der Disziplin „Profi Tuning“. Als Streckenart haben wir uns dabei für „großer Ring“ entschieden. Wir beginnen mit der Fraps-Messung direkt nach dem Stillstand der Kamera, also noch vor dem Start des Rennens. Anschließend fahren wir so schnell und nahe wie möglich hinter dem Feld her, ohne dabei einen Konkurrenten zu überholen oder mit dem Streckenrand zu kollidieren. Weitere Details zum Spiel und der Performance der Grafikkarten liefert unserer ausführlicher Performance Report [34].
Race Driver Grid
Angaben in Prozent
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Nach dem riesigen Erfolg von Sacred und Sacred Underworld, mit weltweit über zwei Millionen verkauften Spielen, gibt es seit dem Herbst 2008 die Fortsetzung Sacred 2 – Fallen Angel. Für viele ist das Spiel der Action-Rollenspiel-Blockbuster des Jahres 2008, eine halbwegs originelle Story und eine sehr hübsche Grafik sollen dafür Sorge tragen, dass sich nicht nur alt eingesessene Fans sondern auch neue Spieler für Sacred 2 begeistern. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Charakters und taucht in eine spannende Geschichte voller Abenteuer und Geheimnisse ein. Viele Kampftechniken, diverse Zaubersprüche, eine große Auswahl an Waffen und Gegenständen, erlaubt es dem Spieler, die Attribute des Charakters aufzuwerten und einen einzigartigen, individuellen Helden zu erschaffen.
Sacred 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Mittlerweile sehen Strategiespiele zwar deutlich besser aus als noch vor einigen Jahren – so recht gelingen will es den Programmen aber nur selten, in die grafische Königsklasse, die meist von First-Person-Shootern besetzt wird, vorzudringen. Den Entwicklern von World in Conflict scheint dies nicht gereicht zu haben und man entwickelte eine Grafikengine, die sich vor keinem anderen Spiel zu verstecken braucht. World in Conflict unterstützt die Direct3D-10-API und hat keine Schwierigkeiten, Kantenglättung unter der neuen Programmierschnittstelle anzuwenden. Schicke Shadereffekte zieren das Spiel (so wirft die Sonne beispielsweise Lichtstrahlen durch die Wolken, welche die Umgebung darunter beleuchten), ebenso detaillierte Texturen und eine realistische Schattendarstellung. Die Animationen der Spielcharaktere sind gut gelungen, was in Kombination mit einem kinoreifen Schnitt Kinoatmosphäre in den Zwischensequenzen aufkommen lässt. Als Testsequenz benutzen wir nicht die integrierte Benchmarkfunktion, da sich diese mitunter wenig berechenbar verhält und teilweise sehr hohe und unglaubwürdige Ergebnisse präsentiert. Stattdessen verwenden wir die Introsequenz zur dritten Mission der ersten Kampagne in 1.280 x 1.024 Bildpunkten und 4-fachem AA/AF.
World in Conflict
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Neu in unseren Prozessortests ist die Kategorie der „realitätsfernen Spiele-Benchmarks“. Dafür senken wir in vier Spielen die Auflösung auf das minimal mögliche und zeigen in detaillierten Diagrammen die Performance auf. Dabei greifen wir sowohl auf die Einstellung mit den wenigsten Details zurück, als auch auf die Möglichkeit der Darstellung maximaler Details. Auf die qualitätssteigernden Features FSAA & AF der Grafikkarte wird in jedem Fall verzichtet.
Die Tests zeigen mitunter die Rohleistung, die ein Prozessor leisten kann. Allerdings sind viele Spiele nochmals unterschiedlich optimiert, so dass sich allein durch diesen Tests nicht sagen lässt, ob der Prozessor im nächst kommenden Spiel plötzlich besser oder schlechter abschneidet. Der Core i7 ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Im realen Leben verhindert quasi jede Grafikkarte mit aktivierten qualitätssteigernden Features, dass der Prozessor ganz vorne dabei ist. In den folgenden Benchmarks aber stampft er in quasi jedem Test die Konkurrenz deutlich in den Boden.
Company of Heroes – 800x600 low Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Company of Heroes – 800x600 max Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Crysis – 800x600 low Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Crysis – 800x600 max Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Far Cry 2 – 640x480 low Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Far Cry 2 – 640x480 max Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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World in Conflict – 800x600 low Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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World in Conflict – 800x600 max Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Wie üblich bieten wir neben dem Ergebnis aus allen Test auch eine gesonderte Aufschlüsselung für die theoretischen Tests, den Office- und Multimedia-Bereich sowie die Spiele. Anhand dieser Diagramme ist zu erkennen, welcher Prozessor wo seine Stärken oder seine Schwächen hat. Nicht berücksichtigt werden in den Diagrammen die Werte von Super Pi, MaxxPi² sowie die minimalen und maximalen Bilder pro Sekunde, die wir in einigen Spielen mit angegeben haben. Insbesondere die minimalen Frames sind in jedem Test eine Geschichte für sich, da ein Nachladeruckler beim Zugriff auf die Festplatte an einer völlig anderen Stelle als üblich das Ergebnis verfälscht. Zudem halten wir es für wenig sinnvoll, das niedrigste Ergebnis entscheidend für einen ganzen Artikel zu machen, da es ohne weiteres sein kann, dass nur innerhalb einer einzigen Sekunde solch' niedrige FPS-Zahlen erreicht werden, während das Spiel ansonsten spürbar flüssiger läuft.
Das Gesamtrating setzt sich schlussendlich nur aus dem Bereichen Office, Multimedia und den Spielen zusammen. Da die theoretischen Tests wie 3DMark, Cinebench, Sandra und die Errechnung der Zahl Pi keine direkte Aussage über die Performance im Alltag zulassen, kann man mit diesen Werten auch kein objektives Ergebnis finden.
Abschließendes Rating
Angaben in Prozent
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Nachfolgend liefern wir auch alle separaten Ratings, die noch einmal deutlich aufzeigen, in welchem Bereich ein Prozessor gewinnt oder verliert. Wie gewohnt bewegt sich mit dem Mauszeiger über die einzelnen Prozessoren in den Diagrammen der 100-Prozent-Wert mit, so dass man den Vergleich vom Vorgänger zum Nachfolger und auch untereinander zwischen den kleineren Prozessoren, die unter den teuren Flaggschiffen angesiedelt sind, genau sehen kann.
Performancerating Office & Multimedia
Angaben in Prozent
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Performancerating Spiele
Angaben in Prozent
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Performancerating theoret. Tests
Angaben in Prozent
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Alle Prozessoren werden in den Leistungstests ohne die Stromsparmodi getestet, um die maximale Performance zu zeigen (dass die Energiesparmodi seit der neuesten Generation zu so gut wie keinen Geschwindigkeitseinbußen mehr führen, ist allerdings bereits im letzten Artikel ausführlich dargelegt worden).
Leistungsaufnahme – Komplettes System
Angaben in Watt (W)
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Die Betriebsspannung des Core i7 mit dem eingeschalteten Turbo schwankt kontinuierlich zwischen 1,2 und 1,23 Volt. Deaktiviert man den Turbo-Modus im BIOS, sinkt die Spannung auf 1,16 Volt. Ändert man den Multiplikator des Prozessor im BIOS direkt, liegt die Standardspannung ebenfalls bei 1,23 Volt – weshalb ein globaler Multi +1 zur gleichen Leistungsaufnahme wie ein Betrieb bei aktiviertem Turbo-Mode führt, der Prozessor insgesamt aber minimal schneller performt, da alle Kerne immer mit dem vollen Takt betrieben werden. Hier und jetzt würde das (Zwischen-)Fazit lauten, dass man den Turbo-Modus deaktivieren sollte um dafür den globalen Multiplikator im BIOS um +1 anzuheben – in unserem Fall von 25 auf 26.
Die reale Messung der Leistungsaufnahme (im Rahmen eines kompletten Systems) ist aufgrund der schwankenden Spannungen insbesondere beim Core i7 nur bedingt möglich, da man eigentlich für alle von uns durchgeführten Tests beleuchten müsste, welche Zeit sich der Prozessor in einem aktiven Zustand befunden hat. Dennoch sind alle Ergebnisse, die wir heute ermittelt haben, kein Ruhmesblatt für die Nehalem-Plattform. Die sehr gute Performance wird schlicht durch eine hohe Leistungsaufnahme sowohl des Prozessors aber auch der dazugehörigen Plattform erkauft.
Leistungsaufnahme – Komplettes System
Angaben in Watt (W)
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Ein plattformübergreifender Vergleich ist nach wie vor sehr schwer möglich, zu unterschiedlich sind die zugrunde liegenden Systeme. Dennoch kann man den Wert unter Volllast auch bei den Intel-Prozessoren als Extremum nehmen, wobei auffällt, dass unser Intel-Testsystem mit einem Core 2 Quad Q9450 oder dem Q9550 am heutigen Tag doch deutlich weniger aus der Dose zieht als die neuen AM3-Phenom-II-System. Der Core i7 steht auf der X58-Plattform mit immerhin 50 Prozent mehr Arbeitsspeicher als der Rest kaum schlechter da als beispielsweise das aktuelle Flaggschiff von AMD. Die Mehrleistung wird auch in dem Fall mit mehr Strom bezahlt. Das Modell Core i7 950 nähert sich bis auf zehn Watt dem Phenom II X4 955 BE an. Schneller ist der Core i7 950 zwar durchweg, jedoch kostet er auch mehr als das Doppelte – wie üblich sind es viele Faktoren, die man beim Kauf zu berücksichtigen hat.
Achtung: Wie üblich sind die hier ermittelten Werte keine Verbrauchsangaben für die einzelnen Prozessoren, sie betrachten das Gesamtsystem. Auch sind sie nicht mit ähnlichen Zahlen anderer Berichte vergleichbar, da mitunter spezielle, so nicht im Handel verfügbare Produkte zum Einsatz kamen. Die Auflistung bietet nur einen groben Überblick für die ungefähre Einordnung des Prozessors.
Die Messung der Temperatur findet parallel zur Messung der Leistungsaufnahme statt. Das System wird eine Stunde belastet, während die Raumtemperatur bei wohnlich warmen 21 bis 22 Grad liegt. Die dargestellte Temperatur ist der jeweilige Maximalwert, der mit dem Einheitskühler Noctua NH-U12P mit einem passenden 120-mm-Noctua-NF-12P-Premium-Lüfter ermittelt wurde.
Maximale Temperatur
Angaben in °C
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Beim Erproben der Übertaktbarkeit gingen wir – dem freien Multiplikator bei der Extreme Edition sei Dank - den Weg des geringsten Widerstandes und hoben im ersten Schritt nur diesen Faktor an. Wie üblich setzten wir uns dabei die 4-GHz-Marke zum Ziel - eine Vorgabe die bei 1,3 Volt erreicht werden konnten. Eine Taktfrequenz darüber hinaus stellte sich als kritisch heraus, insbesondere weil die Temperatur rasch ansteigt. Bei 1,325 Volt kratzten wir mit 95 Grad schon an der mit Luftkühlung erreichbaren Höchstmarke - 4,26 GHz sind möglich, völlig stabil waren schlussendlich aber nur 4,13 GHz für unseren kleinen Testparcour.
Übertakten – Gesamtrating
Angaben in Prozent
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Übertakten – Leistungsaufnahme & Temperatur
Angaben in Watt (W)
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Die Ergebnisse überraschen nicht. Eine auf dem Papier zwar deutliche Taktsteigerung macht sich in der Praxis kaum bemerkbar – die 800 MHz höhere Taktfrequenz bedeutet für unseren Core i7 eine nur 13 Prozent höher Performance. Im gleichen Atemzug steigen dafür die Leistungsaufnahme und auch die Temperatur beinahe in kritische Bereiche. Um etwa 30 Prozent schnellen beide Werte nach oben, die Temperatur erreicht dabei mit 95°C fast die Schelle des „Throttlens“, bei der sich der Prozessor zum Schutz selbst herunter taktet. Einmal mehr wird klar, dass ein Core i7 jenseits der 4 GHz wohl nur mit einer Wasserkühlung lange am Leben gehalten werden kann.
Anmerkung: Die von uns ermittelten Werte können in der Praxis nicht unerheblich abweichen, da diese mit speziellen Samples durchgeführt wurden, die uns von den Herstellern zur Verfügung gestellt wurden. Es besteht daher keine Garantie, dass alle hier im Test dargelegten Ergebnisse mit einem ähnlich konfigurierten System daheim erreicht werden können.
Wie bereits im Bereich der Leistungsaufnahme dargelegt, besteht auch beim Intel Core i7 Potential zur Einsparung. Soll jedoch der Turbo-Modus aktiviert bleiben und auch das SMT mit von der Partie sein, bleibt eigentlich nur die manuelle Änderung der Spannung des Prozessors. Wir haben uns also langsam von den bis zu 1,23 Volt Standard-Spannung auf 1,08 Volt herunter getastet, welche als letzte Einstellung einen völlig stabilen Betrieb des Prozessors erlaubte.
Undervolting – Leistungsaufnahme und Temperatur
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Die erzielte Einsparung ist nicht von der Hand zu weisen. Eine etwa 14 Prozent geringere Leistungsaufnahme des gesamten Systems ist durchaus zu erreichen, was sich wiederum in einem vergleichbaren Umfang auch auf die Temperatur niederschlägt.
Anmerkung: Die von uns ermittelten Werte können in der Praxis nicht unerheblich abweichen, da diese mit speziellen Samples durchgeführt wurden, die uns von den Herstellern zur Verfügung gestellt wurden. Es besteht daher keine Garantie, dass alle hier im Test dargelegten Ergebnisse mit einem ähnlich konfigurierten System daheim erreicht werden können.
Wir haben die aktuellen Ladenpreise für alle im Test vertretenen Prozessoren bei den günstigsten Online-Händlern herausgesucht und in einer Momentaufnahme vom 2. Juni 2009 festgehalten. Dabei wurde der Preis ausschließlich von lieferbaren Boxed-CPUs inklusive Kühler und voller Herstellergarantie berücksichtigt. Etwaige Abweichungen von dieser Richtlinie sind mit Bemerkungen wie „nur als Tray-Variante lieferbar“ oder „nicht verfügbar“ gekennzeichnet.
Preisliste (Stand 2. Juni 2009)
Angaben in Euro (aufsteigend)
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Wie üblich gilt bei der Übersicht das bekannte Motto: Fällt ein Prozessor im Preis, wandert er in dem Diagramm nach oben und sein Rating erhöht sich dadurch. Für dieses Preis-Leistung-Verhältnis wird das Gesamtrating durch den Preis dividiert und mit 1.000 multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert dann die Leistung, die man, kaufmännisch gerundet, aktuell für einen Euro erhält. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass sich der Preis der Prozessoren täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit der Liste nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 2.06.2009)
Preis-Leistungs-Verhältnis
Angaben in Prozent
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Traditionell wird das Feld von den günstigen Zwei-Kern-Prozessoren angeführt. Die kleinen AMD Athlon sind mit gerade einmal 50 Euro nur einen Bruchteil so teuer wie die Quad-Core-CPUs, leisten dafür aber verhältnismäßig viel. Neue Prozessoren sind traditionell etwas teurer, was zur Folge hat, dass der alte Phenom aufgrund seines sehr günstigen Preises deutlich vor dem neuen Modell Phenom II liegt. Kein Wunder, lässt sich der alte Phenom in den Benchmarks auch nur um durchschnittlich zehn Prozent abhängen, kostet im Gegenzug aber 40 Prozent weniger. Die Core i7 haben in dieser Bewertung durch hohe Einstiegspreise schlichtweg keine Chance, da viele Prozessoren eine hohe Performance liefern, aber nicht annähernd so viel kosten.
Die neue Core i7 975 Extreme Edition wird sich wie üblich in Intels Preisschema wiederfinden. Dies bedeutet einen Preis von 999 US-Dollar bei einer Abnahme von 1.000 Stück, der sich während der Lebenszeit des Prozessors nicht ändert. Genau diese Beschränkung führt bekanntlich seit Jahren dazu, dass die Extreme Editions mit der Möglichkeit zur freien Wahl des Multiplikators auf eben jenem Preis verharren.
Familie/Modell | Takt | QPI/FSB | Cache | Sockel | TDP | Stepping | Preis |
Core i7-975 XE | 3,33 GHz | 6,4 GT/s | 8 MB | LGA1366 | 130 W | D0 |
$999 |
Core i7-965 XE | 3,20 GHz | 6,4 GT/s | 8 MB | LGA1366 | 130 W | C0 |
$999 |
Core i7-950 | 3,06 GHz | 4,8 GT/s | 8 MB | LGA1366 | 130 W | D0 |
$562 |
Core i7-940 | 2,93 GHz | 4,8 GT/s | 8 MB | LGA1366 | 130 W | C0 |
$562 |
Core i7-920 | 2,66 GHz | 4,8 GT/s | 8 MB | LGA1366 | 130 W | C0 |
$284 |
Wie erwartet werden sowohl der Core i7 975 XE als auch das Modell 950 die Nachfolger der beiden bisherigen Modelle 965 XE und 940. Deren Abkündigung [35] kam Anfang Mai nach gerade einem halben Jahr der Marktpräsenz sehr überraschend, was Intel nun mit einem leicht gesteigerten Takt bei gleichem Preis wieder gut machen will. Der Core i7 950 nimmt deshalb die Position des Core i7 940 ein, während dieser wahrscheinlich ohne Preissenkung nach und nach aus dem Handel verschwinden wird. Eine Preissenkung des kleinsten Modells 920 ist aktuell nicht angedacht; hier wird es wahrscheinlich erst im September zum Start der Quad-Core-Prozessoren auf Basis des „Lynnfield“ [36] etwas Bewegung geben können.
Zweifelsfrei steht fest, dass der Core i7 975 Extreme Edition aktuell der schnellste Desktop-Prozessor ist – daran wird so schnell auch kein anderes Modell rütteln (können). Diese Exklusivität hat aber wie üblich ihren stolzen Preis, denn wie immer kostet das Flaggschiff bei Intel knapp 1.000 US-Dollar – bei einer Abnahme von 1.000 Stück versteht sich. Nichts für den Massenmarkt, aber genau richtig, um mal zu zeigen, wo auch im Desktop-Segment der Hammer hängt. Doch wo viel Licht ist, fällt meist auch ein großer Schatten.
Unsere verschiedenen Tests mit ein und demselben Prozessor – sowohl mit und ohne Simultaneous MultiThreading (SMT) oder Turbo-Modus – brachten uns viele Einblicke. Der Turbo-Modus ist dabei sowohl ein Fluch als auch ein Segen. Ein Segen insofern, dass sich reine Single-Thread-Anwendungen mitunter deutlich beschleunigen lassen; ein Plus von 266 MHz sind im Optimalfall vorgesehen und waren auch nachweisbar unter anderem im Cinebench-1-CPU-Test im Einsatz. Doch auch nach dem Fluch muss man nicht lange suchen: Diese Leistung wird mitunter durch einen drastischen Anstieg der Spannung erkauft, der eigentlich gar nicht nötig ist. Wir sprechen in dem Fall von Unterschieden um die 0,07 Volt, was gerade beim Core i7 eine Menge bedeutet. Denn wie der Test zeigt, verbraucht der Prozessor mit deaktiviertem Turbo-Modus (im Komplettsystem) prompt zehn Prozent weniger Energie [37], dem steht aber nur ein Performancegewinn mit aktiviertem Turbo von gerade 1,4 Prozent [38] gegenüber. Der Prozessor erlaubt darüber hinaus dank frei wählbarem Multiplikator (da Extreme Edition) den Testausgang in andere Bahnen zu lenken. Entscheidet man sich für die Deaktivierung des Turbos, hebt aber parallel den globalen Multiplikator im BIOS um eine Stufe auf dann 26 an, ist die Performance am Ende höher als beim ursprünglichen Prozessor (Multiplikator auf 25) mit aktiviertem Turbo – bei gleicher Leistungsaufnahme. Mit einem Modell aus der Gattung „Extreme Edition“ fährt man so deshalb schlichtweg am besten. Bei den Modellen mit festem Multiplikator ist die Deaktivierung des Turbo-Modus die einzige Möglichkeit um den Stromverbrauch zu senken. Den Performanceverlust kann man dort dank des hohen Multiplikators aber schnell mit einer Takterhöhung um wenige MHz am Bus-Speed ausgleichen.
Unser zweiter Analysepunkt behandelt Simultaneous MultiThreadings (SMT), der neuen Form des HyperThreadings. Diese erlaubt es, dass unter Windows und in passenden Anwendungen den vier reale Kernen zusätzlich vier virtuelle zur Seite gestellt werden. Diese Funktion hat deutlich mehr Auswirkungen als der Turbo-Modus - am Ende schneidet ein Prozessor mit deaktiviertem SMT 3,2 Prozent schlechter ab als in den Default-Einstellungen. Doch auch hier gibt es Licht und Schatten. Während einige Anwendungen massiv vom SMT profitieren und beispielsweise TruCrypt 16 Prozent schneller [39] arbeitet, spaltet sich das Bild beispielsweise bei der Video-Bearbeitung [40]. DivX-Filme werden mit SMT noch sieben Prozent schneller fertig, bei der Erstellung eines MPEG2-Videos braucht man mit SMT jedoch 15 Prozent mehr Zeit. Dachten auch wir erst an einen Fehler, erfuhren wir im Test von World in Conflict in sehr geringer Auflösung [41] Bestätigung: Hier kostet das aktivierte SMT sogar über 20 Prozent der Performance.
Zusammenfassend lässt sich noch einmal sagen, dass der Core i7 in vielen Bereichen die Messlatte richtig weit nach oben gesetzt hat. Wirft man dazu nur einen Blick auf die „Office-Anwendungen“, zeigt sich, dass dies einmal mehr die Paradedisziplin der Prozessoren ist. In POV-ray liegt man satte 73 Prozent vor dem schnellsten Prozessor von AMD, bei der Video-Bearbeitung steigt der Wert gar auf 89 Prozent an. Eine Musikdatei im AAC-Format wird gar in nur 47 Prozent der Zeit von AMDs aktuellem Flaggschiff Phenom II X4 955 Black Edition erstellt. Bei den Spielen bei normaler, spielbarer Auslösung rückt dank Grafiklimitierung das Feld traditionell zusammen, der Blick auf die realitätsfremden Tests zeigt aber auch da das Potential. In allen vier Tests dieser Sparte [42] liegen die Core i7 deutlich in Front. Da jedoch auch der Grafikkartenwechsel auf das schnellste Single-GPU-Modell und der gleichzeitigen Anhebung der Auflösung auf 1680 x 1050 Bildpunkte bei aktiviertem AA/AF das Bild unseres Tests nicht verändert [43], sind diese Angaben nur in die Kategorie „könnte“ einzuordnen. Es ist theoretisch noch sehr viel Leistung da, die muss in Zukunft jedoch erst einmal abgerufen werden. Aktuell gelingt dies einem Core i7 nur mit Triple-SLI oder Quad-CrossFire [44].
Eine Kaufempfehlung ist auch am heutigen Tage einem solchen extremen Prozessor nicht auszusprechen – wie könnte man es angesichts des hohen Preises. Aber es soll ja hier und da Leute geben, bei denen Geld eine geringe Rolle spielt und die immer auf der Jagd nach dem Besten und Schnellsten sind – für die kommt dann wohl nur ein Core i7 975 XE in Frage. Alle Normalsterblichen können bei den „Yorkfield“ in Form der Core 2 Quad auf Basis des Sockel 775 bleiben, bis ab September der „Lynnfield“ als deren Nachfolger für einen Preis ab 196 US-Dollar [45] das Feld betritt. Dann werden auch hier die Karten neu gemischt, denn dann gibt es auch für dieses Marktsegment den Turbo-Modus und die Funktion des Simultaneous MultiThreadings.
Bereits von den Grafikkartentests und auch den Analysen der Boxensysteme bekannt, werden wir fortan auch bei den Prozessortests auf eine kleine Produktübersicht am Ende des Artikels zurückgreifen. Diese stellt nur eine grobe Zusammenfassung der markanten Punkte dar, warum diese oder jene Eigenschaft aber letztendlich im positiven oder negativen Feld gelandet ist, gilt es im Artikel nachzulesen.