ComputerBase

Test: Apple iMac - Avantgarde for the masses

von Christoph Becker

Einleitung

In den heimischen Wohn- und Arbeitszimmern ist die Lage an der Front recht eindeutig. Hier dominiert ganz klar der Windows-PC mit Prozessoren von Intel, AMD oder VIA. Eine kleine Gruppe von Enthusiasten hat sich jedoch einer anderen Seite verschrieben und setzt auf Komplett-PCs der Firma Apple. Die Geschichte des ersten Computers dieses Unternehmens ist geradezu typisch für das Silicon Valley und begann im Jahre 1976. Stephen Gary Wozniak (damals 25) und Steven Paul Jobs (damals 21) entwickelten damals im Schlafzimmer der Stiefeltern von Steven den Apple I und erst als das Projekt größere Dimensionen erreichte, mussten die zwei notgedrungen ihre Arbeit in die angrenzende Garage verlagern.

Geschichte

Rückhalt bekamen die beiden Firmengründer dabei von Gerald Wayne (damals 45), der bei Atari arbeitete und dort als leitender Grafiker am Video Game Maker beschäftigt war. 1976 unterschrieb auch er einen Vertrag, doch wohl nur wegen der Aussicht auf eine 10 prozentige Gewinnbeteiligung am gerade neu entstandenen Projekt. Die Partnerschaft der drei war also besiegelt und wenig später wurde auch schon der erste Prototyp des Apple I in einem Computerclub vorgestellt. Damals war auch Paul Jay Terell anwesend, Besitzer der wohl ersten Computer-Verkaufs-Kette 'Byte Shop'. Er war vom Erstlingswerk der drei so begeistert, dass er am darauf folgenden Tag 50 Stück orderte, zu einem Stückpreis von je 500 Dollar.

Jedoch wollte Terell komplette Computer haben, Apple hatte aber nur den Verkauf von einzelnen Komponenten geplant. Tastatur, Monitor, etc. hätte der Kunde selber kaufen müssen. Da sie keine andere Möglichkeit zur Vorfinanzierung sahen, verkaufte Steven Jobs kurzerhand seinen VW-Bus und sein Mitstreiter Wozniak trennte sich von seinem programmierbaren Taschenrechner. Nachdem noch ein weiterer Kredit über 5.000 Dollar aufgenommen wurde und Zahlungsaufschübe von den Zulieferern gebilligt wurden, stand dem Geschäft nichts mehr im Wege. Gerald Wayne bekam jedoch Zweifel an diesem Projekt, und gab seinen Anteil an der Firma gegen eine Zahlung von 800 Dollar ab. Er blieb jedoch freier Mitarbeiter bei Apple und entwarf Benutzeranleitung und später auch Gehäuse.

Kurz vor Ablauf der von den Zulieferungen gesetzten Frist, erschien Steven Jobs im 'Byte Shop' von Paul Terrell und lieferte alle 500 vereinbarten Apple I dort ab. Jedoch reagierte der Ladenbesitzer zunächst entsetzt, da die Computer ohne Netzteil, Tastatur, Monitor und Gehäuse geliefert wurden. Er zahlte jedoch trotzdem den vollen vereinbarten Preis und die Firma Apple konnte den ersten Gewinn von rund 8.000 Dollar einstreichen. Der Preis für einen Mac der ersten Generation betrug übrigens damals 666,66 Dollar. Für Interessierte gibt es eine komplette Chronik, sowie eine Auflistung aller legendärer Apple-Computer auf der Website des deutschen Apple Museums [1].

Der iMac der zweiten Generation

Seit den Gründungsjahren von Apple sind mittlerweile über 25 Jahre vergangen und das Unternehmen hat viel aus sich gemacht. Neben Hardware entwickelt Apple mittlerweile auch mit zunehmendem Erfolg eigene Software und Betriebssysteme, die voll und ganz auf die eigenen Computer abgestimmt sind. Doch auch an der Hardware-Front hat sich einiges getan. So entwickelt man seit einiger Zeit neben normalen Rechenknechten auch die iMacs. Jene zeichnen sich besonders durch ihr kompaktes Design (er ist am Fuß nur 27cm breit) und große Funktionalität auf kleinem Raum aus.

Lieferumfang

Der iMac erreichte uns in einem relativ großen Karton, der ausreichend Schutz beim Transport leisten soll und dies aufgrund des vielen Styropors wohl auch definitiv tut. Neben dem eigentlichen iMac, fanden wir weiterhin diverse Treiber- und Software-CDs, sowie eine Tastatur, eine Mouse und ein paar Boxen (alles im typischen Mac-Look). Um den iMac an die Steckdose anschließen zu können, legte Apple ebenfalls noch ein besonders Stromkabel bei. Normale Kabel, wie wir sie von PCs gewohnt sind, könnte man hier nicht verwenden, da der Anschluss am iMac dreigeteilt ist. Ebenfalls legte Apple ein Verbindungskabel für die Telefonbuchse bei, um einen möglichst schnellen Einstieg ins Internet zu gewährleisten. Sämtliche Kabel sind großzügig dimensioniert und sollten für jeden Arbeitsplatz lang genug sein.

Lieferumfang iMac
Lieferumfang iMac
iMac, Tastatur, Mouse und Boxen
iMac, Tastatur, Mouse und Boxen
iMac Frontansicht
iMac Frontansicht
iMac Hinteransicht
iMac Hinteransicht
Modemkabel
Modemkabel
iMac-Adapter für Modemkabel
iMac-Adapter für Modemkabel

Ebenfalls mit im Lieferumfang: Eine ausführliche deutsche Anleitung. Diese ist uns besonders positiv aufgefallen, da sie auch dem blutigsten Mac-Anfänger erste Schritte mit dem neuen Computer näher bringt und ebenfalls einen kleinen Guide zum Umstieg von Windows auf das Mac OS liefert. Ebenfalls lobenswert: Apple legt einen Quick-Installation-Guide bei, der mit Bildern illustriert in wenigen und ebenso einfachen Schritten die Installation der Hardware schildert.

Quick-Installation-Guide
Quick-Installation-Guide
Handbuch
Handbuch
Handbuch - Übersicht
Handbuch - Übersicht
Guide - Wechsel von Windows zu Mac
Guide - Wechsel von Windows zu Mac
Handbuch
Handbuch

Handbuch
Handbuch
Handbuch
Handbuch

Die Hardware

Der Prozessor

Als Grundlage für den iMac diente den Entwicklern von Apple der 'Power PC G4'- Prozessor, Codename 'Apollo'. Dieser ist mittlerweile mit Taktgeschwindigkeiten von bis zu 1,425Ghz erhältlich und wird im iMac mit 1,0Ghz eingesetzt. Ebenso existiert eine kleinere Version des Alleskönners mit einer 800MHz schnellen CPU. Für unserem Test wurde uns von Apple jedoch freundlicher Weise die 1,0GHz-Variante zugesandt.

Hergestellt werden diese Prozessoren bei Motorola und tragen die Kennnummern 'Motorola 7455'. Sie verfügen beide über einen Bustakt von 133Mhz und sprechen jeweils 64kB Level 1-Cache (32kB Instruktionen, 32kB Daten) mit voller Prozessorgeschwindigkeit an. Der Level 2-Cache beträgt 256kB und kann im Chip verbaut werden. Auch sind vier Integer-Einheiten (je 32 Bit breit), eine FPU mit doppelter Genauigkeit (64 Bit) sowie vier AltiVec-Units vorhanden (je 128 Bit). Die AltiVec-Units (auch Velocity Engine genannt) sind letztendlich nichts anderes als die vom Pentium 4 und Athlon bekannten ISSE-Einheiten. Jedoch arbeiten diese bei den Motorola-Prozessoren mit 160 einzelnen Befehlen, wo hingegen Intels ISSE2 nur 144 solcher nutzt.

Ebenfalls haben die Power PC-Prozessoren der neuesten Generation die Möglichkeit einen insgesamt bis zu 2MB großen Level 3-Cache anzusprechen, der jedoch außerhalb des eigentlichen Chips verbaut werden muss. Als Fertigungstechnik nutzt man bei Motorola noch das mittlerweile etwas alt wirkende 0,18µm-Verfahren und erzeugt so bei circa 33 Millionen Transistoren eine Die-Fläche von 106 mm². Eine komplette Auflistung [2] aller bisher erhältlichen Prozessoren dieser Bauweise gibt es bei 'geek.com'.

Als Kernspannung nutzt man dabei verhältnismäßig niedrige 1,6 Volt und erzielt somit einen Verbrauch von durchschnittlich 30 Watt. Erhältlich sind die 800 und 1000MHz-Versionen seit dem 28. Januar 2002. Die neuen Varianten mit 1250 und 1425MHz sind dagegen erst seit August letzten Jahres zu haben, setzen jedoch schon auf einen 166Mhz schnellen Front-Side-Bus. Diese beiden Prozessoren werden vornehmlich in den aktuellen PowerMac G4-Systemen verbaut und kommen dort oftmals auch im Doppelpack zum Einsatz. Aufgrund der niedrigen Verlustleistung wird es den Entwicklern von Apple ermöglicht, die Prozessoren sehr geräuscharm zu kühlen. Bei der 7455er-Serie kam auch erstmals die SOI-Technik (Silicon on Insulator) zum Einsatz, sowie die Fähigkeit DDR SDRAM ansprechen zu können.

Systembus Power Mac G4 CPU
Systembus Power Mac G4 CPU
Systembus Power Mac G4 CPU - dual
Systembus Power Mac G4 CPU - dual

Neben den normalen Varianten gibt es auch stromsparende Prozessoren, die Apple vornehmlich in den eigenen Notebooks einsetzt. Diese glänzen durch eine geringe Stromaufnahme von nur 1,3 Volt und einen ebenso niedrigen Verbrauch von 10-20 Watt, je nach Geschwindigkeit.

17" TFT-Display

Das gelieferte TFT-Display gehört mit Sicherheit zu den eindeutigen Stärken des iMacs. Es ist insgesamt in der Diagonale 43cm (17") groß und in der Horizontalen 36cm breit. Jedoch handelt es sich hierbei nicht um ein konventionelles 17"-Display nach Schema F, sondern um eines im 16:9-Format. Dies wirkt sich besonders positiv auf das Betrachten von DVD-Filmen aus. Diese können so in voller Breite ohne Balken dargestellt werden. Dementsprechend krumm scheint dem Otto Normal-Verbraucher auch die gebotene Maximalauflösung zu erscheinen. Sie beträgt 1440x900 Pixel, beim kleineren Bruder mit 15" Display 1024x768. Des Weiteren ist das Display extrem flach. Die Tiefe beträgt lediglich 2,1cm und lässt es nahezu unscheinbar daherkommen. Über die Reaktionszeit des Panels konnten wir leider nichts in Erfahrung bringen. Jedoch verzeichneten wir zu keinem Zeitpunkt unseres Tests Schlierenbildung. Ebenfalls sehr lobenswert: Apple liefert mit Mac OS X einige Farb-Profile aus denen der Anwender wählen kann. Ist einem das Bild also einmal zu dunkel, kann man einfach per Mausklick z.B. die Farbsättigung oder die Helligkeit regulieren.

iMac Frontansicht
iMac Frontansicht
17" WD-TFT-Display
17" WD-TFT-Display
17" WD-TFT-Display
17" WD-TFT-Display
17" WD-TFT-Display
17" WD-TFT-Display
17" WD-TFT-Display
17" WD-TFT-Display

Die nächste Besonderheit erwartet uns bei der Betrachtung des Aufhängemechanismus für den TFT-Monitor. Dieser wurde mit Hilfe eines Metallarms am eigentlichen iMac arretiert und gleitet nahezu schwerelos in jede beliebige Position. Schon durch eine kleine Berührung lässt er sich verstellen und bleibt auch in dieser Position. Dank dieses Mechanismus ist es also möglich nahezu mühelos Höhe, Tiefe und Neigungswinkel zu verändern und den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Haltearm
Haltearm
Haltearm
Haltearm

SuperDrive-Laufwerk

Apple wäre nicht Apple, wenn man ihrem iMac nicht ein weiteres Schmankerl mit auf den Weg gegeben hätte. So gehörte das vormalige SuperDrive-Laufwerk zu den ersten DVD-Authoring- und Aufnahmesystemen auf dem Markt. Die zweite Generation dieses optischen Laufwerkes kann nun auch DVD-Rs mit bis zu 4facher Geschwindigkeit beschreiben. Es liest DVDs mit 8facher Geschwindigkeit, beschreibt CD-Rs mit 16facher Geschwindigkeit und CD-RWs mit 8facher Geschwindigkeit. Aufgrund dieses Multitalentes konnte Apple getrost auf ein Diskettenlaufwerk verzichten. Braucht man trotzdem ein solches, kann man es separat erwerben und über das USB-Interface an den iMac anschließen.

Anschlüsse

Da der iMac von Apple als Allround-Talent ins Rennen geschickt wird, verzichtet man natürlich nicht darauf dem Computer eine ganze Reihe von Anschlüssen mit auf den Weg zu geben. So wird sichergestellt, dass man mit dem iMac möglichst viele andere Geräte ansteuern kann, insofern Treiber für Mac-Systeme vorhanden sind.

Anschlussleiste am iMac
Anschlussleiste am iMac

So bietet der von uns getestete 17" iMac folgende Anschlussmöglichkeiten (von links nach rechts):

Restliche Komponenten

Beim Rest der Hardware setzt Apple eher auf weitläufigen Standard. So verpasste man unserem getesteten iMac eine 80GB große Festplatte, die sicherlich absolut ausreichend für heutige Verhältnisse ist. Sie wurde im Gehäuse direkt über dem SuperDrive-Laufwerk platziert und verrichtet trotz 7200 Umdrehungen pro Minute dort sehr lautlos ihren Dienst.

Als Arbeitsspeicher stehen 256MB nach PC2100-Spezifikation zur Verfügung. Das Top-Modell hat standardmäßig 1GB Arbeitsspeicher an Board, jedoch können auch die kleineren Versionen aufgerüstet werden. Dazu muss man einfach das Gehäuse an der Unterseite öffnen und kann dort recht einfach ein neues Modul arretieren. Jedoch kann man nur Module nach SO-DIMM-Bauweise verwerten. Diese sind oft teurer als handelsübliche DRAM-Module, die mittlerweile zu Spottpreisen erhältlich sind. In jenen Erweiterungsslot kann beim 17"-Modell ebenfalls ein sogenanntes AirPort Extreme-Modul eingebaut werden. Dies ist letztendlich nichts anderes als WLAN nach dem IEEE 802.11g-Standard, welcher bis zu 54mBit/s übertragen kann.

iMac Bodenplatte
iMac Bodenplatte
iMac Bodenplatte
iMac Bodenplatte
iMac Erweiterungsslots
iMac Erweiterungsslots

Als Grafikeinheit setzen die Entwickler von Apple auf eine GeForce 4 MX-Grafikkarte, die auf insgesamt 64MB Speicher zurückgreifen kann. Die kleinere 15"-Variante des iMac besitzt lediglich eine GeForce 2 MX-Karte und kann so dem großer Bruder auch hier nicht das Wasser reichen.

iMac Innenleben
iMac Innenleben
iMac Innenleben

Peripherie

Geradezu typisch für alle Computer aus dem Hause Apple ist die Peripherie der Marke Designer-Ware. Beim iMac macht man da natürlich keine Ausnahme und präsentiert die mit Abstand am besten gestylte Hardware, die zur Zeit auf dem Markt erhältlich ist.

Apple Pro Keyboard

Apple legt dem iMac eine an das schlichte Design der Rechenkugel angepasste Tastatur bei, die vor allem durch ihre geringe Größe auffällt. Die Verarbeitungsqualität ist makellos und auch der Tastenanschlag ist ohne Fehl und Tadel. Benutzer von vormals größeren Eingabegeräten [3], zum Beispiel der Firma Logitech, brauchen mit großer Sicherheit eine kleine Eingewöhnungsphase. Hat man sich erst einmal eingewöhnt, so fällt einem auch das Tippen von langen Texten nicht weiter schwer.

Apple Pro Keyboard
Apple Pro Keyboard
Tastatur und Mouse
Tastatur und Mouse
Apple Logo
Apple Logo

Neben dem großen Teil der Standard-Tasten, platzierte Apple jedoch noch einige Mac-spezifische auf das edle Eingabegerät. So lässt sich einfach über die Tastatur die Lautstärke des iMacs regeln, oder das Super-Drive öffnen. Ebenso fungiert die Tastatur als USB-Hub und kann bis zu zwei Geräte aufnehmen. Vornehmlich sollte man dies jedoch nutzen, um die Mouse anzuschließen, da das Kabel dieser sehr kurz geraten ist. Apple dachte auch an die Linkshänder und lässt den Anwender die Mouse auch optional an der linken Seite der Tastatur anschließen. Das einzige was wir leider vermissten waren kleine Füßchen mit denen man die Neigung verändern kann.

Sondertasten
Sondertasten
Rückseite der Tastatur
Rückseite der Tastatur
Nummernblock
Nummernblock

Apple Pro Mouse

Die Mouse ist unser Meinung nach eine der größten Schwachstellen am iMac. So setzt Apple hier nun mittlerweile auch auf einen optischen Sensor und schafft es ebenfalls diesen recht präzise die Oberfläche abtasten zu lassen. Auf den von uns verwendeten Mousepads kam es zu keinerlei Problemen und auch die Holzplatte des Schreibtisches stellte für den Sensor kein Hindernis dar. Als Gleitfläche setzt Apple eine Art Plastikumrandung ein, die aber leider auf ganzer Linie versagt. So lässt sich die Mouse nur sehr schwer über Oberflächen jeglicher Art bewegen und hinterlässt jedes Mal ein auffallend lautes Kratzgeräusch. Hier hätte man mehr fürs Geld bieten können.

iMac Mouse
iMac Mouse
iMac Mouse Unterseite
iMac Mouse Unterseite
iMac Mouse-Sensor
iMac Mouse-Sensor

Ansonsten setzt Apple auf alt bekannten Standard und liefert auch mit dem iMac der neuesten Generation eine Ein-Tasten-Mouse aus. Der Mouseklick wird hierbei durch leichtes Drücken auf die Vorderseite des Nagers ausgelöst. Der Mechanismus an sich ist im Inneren der Mouse beherbergt. So besteht diese aus zwei Teilen (Auflagefläche und Oberseite), die beim Klick ineinander bewegt werden - simpel aber effektiv.

Apple Pro Speaker

Um das Rundum-glücklich-Paket abzuschließen, legt Apple dem iMac auch noch ein Paar Apple Pro Speaker bei. Auch diese treten im typischen Look der Serie auf und bestechen in erster Linie durch Transparenz. Beide bieten laut Apple volldigitalen, verzerrungsfreien Sound bei einer Leistung von 18 Watt pro Brüllwürfel. Ebenso benötigt man zum Betrieb kein gesondertes Netzteil, da der iMac sie mit Strom versorgt. Kabelsalat wird so vermieden. Um eventuelle Schwingungen nicht auf die Unterlage weiterzuleiten, besitzen die Apple Pro Speaker jeweils einen ca. 2mm hohen Gummisockel. Dies trägt außerdem zur Verbesserung der Klangqualität bei, da so der Untergrund nicht als zusätzlicher Resonanzkörper mitwirkt.

Apple Pro Speaker
Apple Pro Speaker
Apple Pro Speaker
Apple Pro Speaker

Soweit die Theorie. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Hier können die Lautsprecher zwar halten was sie versprechen, aber so richtig überzeugt haben sie uns nicht. Beim normalen Musikgenuss oder Desktoparbeiten fällt die Minderleistung kaum auf. Legt man jedoch eine DVD ein, so werden die Schwächen der Apple Pro Speaker offensichtlich. Ihnen fehlt ganz einfach die Kraft, um satte Bässe ordentlich herüberzubringen. Ambitionierte Anwender sollten also lieber zu einem anderen Stereo-Lautsprecher-System greifen. Dies mindert jedoch nicht den grundsoliden Eindruck der Testkandidaten, die durch ihre geringe Größe und das schicke Design überzeugen können.

Mac OS X

Auf unserem iMac war als Betriebssystem Mac OS X in der Version 10.2 vorinstalliert. Mit Mac OS X hat Apple laut eigenen Angaben einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft gemacht und will von nun an verstärkt Programme mit Optimierungen gegenüber Mac OS X herausbringen. Streng genommen, ist v10.2 eine Symbiose aus UNIX und dem alten Mac-Betriebssystem. Laut Apple soll somit die Sicherheit von UNIX und die Benutzerfreundlichkeit vom Mac OS verbunden werden. Doch auch für Abwärtskompatibilität wurde gesorgt. So kann man ohne jeglichen Probleme auch Applikationen auf der Version 10.2 ausführen, die ehemals für die Version 9 geschrieben wurden. Mac OS X emuliert die alte Classic-Umgebung von Mac OS 9 und gewährleistet somit größte Kompatibilität. Mit dem brandneuen Power Mac G5 wird Apple übrigens offiziell mit der Auslieferung von Mac OS v10.3 beginnen. Dies trägt den Codenamen "Panther" und wird erstmals 64bit-Kompatibilität bieten. Als passende CPU wird ihm der Power PC G5 an die Seite gestellt, der erstmals 32 und 64bit beherrscht - ähnlich wie der Athlon 64 von AMD.

Desktop Mac OS X
Desktop Mac OS X
Mac OS X Papierkorb
Mac OS X Papierkorb

Umsteiger von Windows werden sich dank der intuitiven Oberfläche schnell zurechtfinden. So sieht die Desktop-Oberfläche von Mac OS X der von Windows sehr ähnlich. "Es ist ebenfalls möglich Verknüpfungen und ähnliches anzulegen. Als Taskleiste fungiert beim iMac eine Kombination aus dem so genannten "Dock" und einer Leiste am oberen Bildschirmrand. Im Dock sind oft genutzte Programme mit einem Icon vertreten und können somit sehr schnell gestartet werden. Hat man einmal eine dieser Applikationen gestartet wird dies mit einem kleinen Dreieck unter dem Symbol im Dock angezeigt. Minimierte Programme verschwinden ebenfalls mit einer netten Animation im Dock und können per Mausklick wieder aufgerufen werden. Ist ein Programm im Vordergrund, erscheinen in der Leiste am oberen Bildrand die weiteren Optionen des jeweiligen Programms. Hier können dann nähere Einstellungen vorgenommen oder zum Beispiel die Applikation beendet werden.

Obere Menüleiste
Obere Menüleiste
Mac OS X Dock
Mac OS X Dock

Mac OS X (Fortsetzung)

Natürlich fehlen auch die übrigen von Windows bekannten Einstellungsmöglichkeiten nicht. So kann man in altbekannter Manier in den Systemeinstellungen viele Modifikationen am iMac vornehmen. Von dort aus ist es unter anderem auch möglich die Auflösung des Monitors zu verändern. Am ehesten ist dieser Bereich mit der "Systemsteuerung" von Windows zu vergleichen, denn auch hier kann man zum Beispiel verschiedene Benutzerkonten einrichten oder Veränderungen an Hardwarekomponenten vornehmen. Des Weiteren ist es natürlich auch möglich aus den Systemeinstellungen heraus seinen Desktop individuell anzupassen. Hier bietet Apple eine Reihe mitgelieferter Hintergründe, die jedoch aber auch durch eigene ersetzt werden können. Als kleines Schmankerl kann man außerdem festlegen, dass Mac OS X alle 30 Minuten einen neuen Hintergrund verpasst bekommt. Für visuelle Abwechslung ist also gesorgt. Um all diese Einstellungsvielfalt möglichst schnell zu erreichen, wurde von den Entwicklern eine Verknüpfung zu den Systemeinstellungen im Dock geschaffen.

Systemeinstellungen
Systemeinstellungen
Systemeinstellungen - Monitorsettings
Systemeinstellungen - Monitorsettings
Systemeinstellungen - Schreibtisch
Systemeinstellungen - Schreibtisch
Systemeinstellungen - Dock
Systemeinstellungen - Dock
Systemeinstellungen - Mac OS 9 Emulation
Systemeinstellungen - Mac OS 9 Emulation

Systemeinstellungen - ColorSync
Systemeinstellungen - ColorSync
Systemeinstellungen - Benutzerkonten
Systemeinstellungen - Benutzerkonten

Auch das Einrichten einer Internetverbindung geht spielend leicht von der Hand. Hat man das mitgelieferte Modemkabel das erste Mal angeschlossen, so begrüßt einen beim nächsten Systemstart der Verbindungsassistent, der nach den Daten des Accounts fragt. Daraufhin kann man mit einem einfachen Klick in der Leiste am oberen Bildrand die Verbindung aufbauen. Leider wurde im iMac nur ein 56k-Modem verbaut, welches sich dann recht lautstark ins Internet einwählt. Das alt bekannte Wählgeräusch wird dabei über die Apple Pro Speaker nach außen gebracht. Leider dauert das Einwählen dementsprechend lange, so dass schnelles Abrufen von E-Mails zu einer kleinen Tortur werden kann. Hat man jedoch einen DSL-Anschluss zu Hause, so kann man den iMac ganz einfach über den eingebauten Ethernet-Anschluss an das DSL-Modem anschließen und den mitgelieferten PPPoE-Treiber konfigurieren.

PPPoE Treiber
PPPoE Treiber
Netzwerkeinstellungen
Netzwerkeinstellungen
Netzwerkeinstellungen
Netzwerkeinstellungen
Netzwerkeinstellungen
Netzwerkeinstellungen
Aktivierung der Internetverbindung
Aktivierung der Internetverbindung

Zum Durchforsten der eigenen Festplatte oder des DVD-Laufwerks sowie des Netzwerkes hat Apple den so genannten "Finder" entwickelt. Dieses Mac-Pendant zum Windows Explorer arbeitet dabei auf ganz ähnliche Weise und umfasst einen ähnlichen Funktionsrahmen. Der Finder ordnet geöffnete Ordner immer von links nach rechts an und öffnet mit jedem Neuen eine neue Spalte. So ist es jederzeit möglich den bis jetzt gegangenen Pfad zurückzuverfolgen oder in andere Ordner Dateien zu kopieren. Markiert man eine Applikation oder eine Datei, so zeigt der Finder in der letzten Spalte Informationen zu dieser an. Mit dabei: Name, Größe, Art, Versionsnummer sowie eine vergrößerte Ansicht des dazugehörigen Icons. Ebenfalls ist es mit dem Finder möglich Wechsellaufwerke anzusprechen. Dazu gehören USB-Sticks oder Digitalkameras. Hat man einmal ein solches Gerät an den iMac angeschlossen, erscheint übrigens auf dem Desktop ein passendes Icon. Nun kann man auch von dort aus durch die Dateien surfen und erkennt schnell auf einen Blick, ob das Gerät richtig erkannt wurde.

Mac OS X Finder
Mac OS X Finder
Mac OS X Finder
Mac OS X Finder
Finder - Suchfunktion
Finder - Suchfunktion

Mac OS X (Fortsetzung)

Natürlich hat Apple das SuperDrive-Laufwerk nicht umsonst in den iMac integriert. So wird es dem Benutzer möglich gemacht recht einfach CDs, CD-RWs, DVD-Rs und DVD-RWs zu brennen. Dies lässt sich unter anderem auch mit dem Finder bewerkstelligen. Seit Windows XP gibt es solch eine Funktion ja auch im Betriebssystem aus dem Hause Microsoft. Hier musste man ganz einfach per Drag & Drop Dateien in den Ordner der zu beschreibenden CD oder DVD legen und anschließend auf "Brennen" am linken Bildrand klicken. Beim iMac funktioniert dies ähnlich. Hier nutzt man ebenfalls den File-Browser Finder um Dateien zum Beispiel auf einen CD-RW-Rohling im SuperDrive-Laufwerk zu ziehen. Hat man seine CD zusammengestellt, kann man einfach im Menüpunkt "Ablage" der Leiste am oberen Bildrand den Punkt "CD/DVD brennen" wählen. Kurz darauf startet Mac OS X das eingebaute Brennprogramm und bannt die selektierten Daten auf CD oder DVD. Ebenfalls ist es möglich mit dem mitgelieferten Tool "Disk Copy" Backups von Ordnern auf optische Medien zu schreiben. Auch dies funktioniert denkbar einfach durch das Drag & Drop-System.

Brennen mit dem Finder
Brennen mit dem Finder
Finder - Brennen einer CD
Finder - Brennen einer CD
Finder - Brennen
Finder - Brennen

Natürlich vermisst man bei Mac OS X auch keine Organizer-Programme. So wurde unter anderem ein Adressbuch integriert, in das man mit weniger Mausklicks seine Lieben eintragen und durch einen weiteren Mausklick ihnen eine E-Mail zusenden kann. Auch an ein passendes Programm zum Abrufen der so beliebten elektronischen Post, a.k.a. E-Mail, wurde gedacht. Dieses trägt den schlichten Namen "Mail", vollführt keine Wunder, ist aber zweckgemäß. Einen Pluspunkt streicht Apple hier ein, da sie vorbildlich bereits einen Junk-Mail-Filter einbauten. Dieser kann entweder automatisch nach Spamm suchen, oder dynamisch durch das Markieren von betroffenen Mails mitlernen. Das Pendant von Microsoft, Outlook oder Outlook Express, bietet diese Funktion nicht. Hier muss man auf Programme von Drittherstellern zurückgreifen, oder aber anderen Clients nutzen, wie zum Beispiel Thunderbird.

Mac OS X Mail
Mac OS X Mail
Mac OS X Mail - Junk-Mail-Einstellungen
Mac OS X Mail - Junk-Mail-Einstellungen
Mail - E-Mail lesen
Mail - E-Mail lesen

Natürlich war dies noch längst nicht alles was Mac OS X zu bieten hat. Jedoch hoffen wir, dass wir mit diesem kleinen Anriss euch - unseren Lesern - einen Eindruck dieses durchdachten Betriebsystemes vermitteln konnten. Alles in allem ist Mac OS X ein wirklich gelungenes und ebenso einfach zu bedienendes Betriebsystem, welches sich mit Sicherheit nicht hinter Windows XP und Konsorten verstecken muss. In einigen Bereichen fanden wir es sogar besser, in einigen anderen jedoch nicht. Es ist wohl größtenteils eine Frage des Geschmacks, ob man nun Mac OS X, Windows XP oder Linux vorzieht- Alle drei Delinquenten haben ihre Vorzüge, aber auch ihre Nachteile, die jeder individuell für sich abwiegen und danach entscheiden sollte für welchen Kandidaten man sich letztendlich entscheidet. Wer jedoch Windows XP schon zu bunt und verspielt fand, der wird auch mit Mac OS X sicherlich nicht zufrieden sein, denn auch hier strotzt die Oberfläche nur so vor kleinen Spielereien und Farben.

iLife - Das Softwarepaket

Zusammen mit dem iMac liefert Apple das so genannte iLife Softwarepaket aus. Dieses umfasst einige nützliche Programme, die man im alltäglichen Umgang mit dem Computer nutzen kann. Im großen und ganzen wird dem User somit der Umgang - vor allem der mit digitalen Medien - stark vereinfacht. Im Folgenden gehen wir nun einmal näher auf die vier Bestandteile des Paketes ein.

iTunes

Als erstes Programm aus der iLife-Reihe wollen wir nun einen näheren Blick auf iTunes werfen, Apples Pendant zu Winamp und dem Windows Media Player. Dieses vornehmlich als Audio-Player gedachte Tool, spielt alle handelsüblichen Formate ab, unter anderem MP3 und Musik-CDs. Will man zum Beispiel eine kleine Playlist von MP3-Dateien anlegen, so kann man diese ganz einfach per Drag & Drop in iTunes hinziehen. Das Programm liest daraufhin die ID3-Tags aus und stellt alle wichtigen Informationen in einer Auflistung aller Titel dar. Natürlich kann man so erstellte Playlists auch abspeichern oder in der Bibliothek verewigen.

Ebenso besitzt iTunes einen Equalizer. Hier lassen sich die einzelnen Tonkanäle nach Belieben einstellen oder aber fest definierte Ton-Profile auswählen, die für einen der Musik angepassten Klang sorgen sollen. Hat man den iMac an das Internet angeschlossen, kann iTunes noch mehr. Zum Beispiel kann man das Cover von Musik-CDs anzeigen lassen, oder aber die Titelinformationen einer CD anfordern. Ebenso kann man über eine Such-Funktion sich Informationen rund um seine Lieblingsband beschaffen. Genau wie beim Windows Media Player, hat der Anwender ebenfalls die Möglichkeit CDs zu importieren und sie als MP3-Files auf der eigenen Festplatte zu platzieren. Dies erledigt iTunes sehr schnell und hinterlässt die Musik in einer sehr guten Qualität auf der HDD. Zu guter letzt bietet iTunes auch einen Visualisierungmodus, der von der OpenGL API Gebrauch macht und das durchaus aus gute Paket abrundet. Übrigens, mit iTunes kann man auch den tragbaren MP3-Player iPod von Apple ansprechen und verwalten.

iTunes MP3-Wiedergabe
iTunes MP3-Wiedergabe
iTunes CDDB-Connect
iTunes CDDB-Connect
iTunes Audio CD
iTunes Audio CD
iTunes Import
iTunes Import
iTunes Equalizer
iTunes Equalizer

iTunes Visualization
iTunes Visualization
iTunes Visuelle Einstellungen
iTunes Visuelle Einstellungen

iPhoto

iPhoto gehört mit Sicherheit zu den Vorzeigeprogrammen des iMacs und der iLife-Serie. Selten begegnete uns ein so einfaches und ebenso intuitives Programm zum Editieren der eigenen Bilder zum Beispiel aus der Digitalkamera. Geradezu traumhaft einfach vollzieht sich das Importieren von Bildern vom Speicher der Digi-Cam. Einfach an den USB-Anschluss an der Tastatur angekoppelt, meldet sich die Kamera zugleich mit einem Icon auf dem Schreibtisch und wenige Sekunden später startet der iMac automatisch iPhoto. Als ob das nicht schon alles wäre, erkennt dieses Programm sogar den Namen der verwendeten Kamera und bietet zugleich an, die Bilder von der Speicherkarte auf die Festplatte zu importieren. Ist dies geschehen erzeugt iPhoto zugleich eine Übersicht aller Photos, die bis vor wenigen Sekunden noch auf der Kamera waren.

Mit einem einfachen Doppelklick lässt sich die Ansicht der Bilder von Thumbnail-Größe auf Vollbild verändern und ebenso bietet das Programm einige Optionen zum Editieren der Bilder. An Programme wie Photoshop oder Fireworks kommt es natürlich nicht heran, jedoch reichen die gebotenen Features für den Hobbyanwender voll und ganz aus. Neben dem Nachbessern/Nachschärfen von Bildpassagen, kann man auch dem berüchtigten Rote-Augen-Effekt zu Leibe rücken. Besitzer einer Kamera ohne Vorblitz werden Apple sicherlich dankbar sein.

Weiterhin ist es ebenso möglich durch einen Mausklick eine Dia-Show zu starten. Diese lässt sich optional noch mit Musik untermalen, wobei entweder aus vorhandenen Titeln oder aus eigenen gewählt werden kann. Ebenfalls lässt sich die Verweildauer eines Bildes auf dem Bildschirm beliebig einstellen. Natürlich kann man auch das eingebaute SuperDrive-Laufwerk nutzen, um z.B. eine Photo-CD zu erstellen. Auch dieses lässt sich durch einen einfachen Mausklick starten.

iPhoto
iPhoto
iPhoto Bildübersicht
iPhoto Bildübersicht
iPhoto Großansicht
iPhoto Großansicht
iPhoto Bildbearbeitung
iPhoto Bildbearbeitung
iPhoto Diashow
iPhoto Diashow

iPhoto Bild an E-Mail hängen
iPhoto Bild an E-Mail hängen
iPhoto Bild in E-Mail
iPhoto Bild in E-Mail

iMovie

Mit iMovie stellt man dem iMac ein Programm zur Seite, welches den Umgang mit DV-Camcordern optimieren soll. Hat man die Kamera einmal an einen der zwei FireWire-Ports an der Rückseite angeschlossen, startet sich wiederum iMovie automatisch und öffnet die Benutzeroberfläche. Das Tool analysiert nun die auf dem Speicher der Cam vorhandenen Daten und erstellt - ähnlich wie bei iPhoto - eine Übersicht. Im linken großen Fenster kann man die einzelnen Clips anschauen und in einer Leiste im unteren Teil des Programmes neu anordnen. Ebenfalls wird es dem User möglich gemacht, diverse Spezialeffekte in sein Werk einzuarbeiten, sowie unbrauchbares Material herauszuschneiden. Hat man sein Projekt einmal abgeschlossen, so kann man es entweder auf eine Internetseite hochladen oder über den Video-Ausgang am Fernseher ausgeben.

iMovie
iMovie

iDVD

Mit dem Programm iDVD liefert man bei Apple ein Tool zum einfachen Erstellen eigener DVDs mit. So wird es dem geneigten Anwender möglich gemacht, einfach per Drag & Drop vorhandene Photos oder Filmdateien in einen selbst ausgesuchten Hintergrund zu platzieren und dort verschiedene Animationen einzubauen. Ist das eigene Projekt einmal fertig, so kann man sein Werk durch einen Mausklick auf eine DVD brennen, die in fast jedem handelsüblichen DVD-Player abspielbar sein sollte. Ebenfalls gut gelungen ist die Interaktion mit anderen Programmen der iLife-Serie. So zeigt iDVD zum Beispiel die in iPhoto importierten Bilder an, oder lässt den Anwender mit iMovie erstellte Filme verwerten.

iDVD
iDVD
iDVD
iDVD
iDVD
iDVD

iDVD
iDVD

iCal

iCal soll laut Apple natürlich in erster Linie zur Terminverwaltung genutzt werden und dafür ist es definitiv auch ausgelegt. Es bietet eine Vielzahl an Optionen um persönliche Daten zu verwalten und sie ebenfalls anderen über das Internet zugänglich zu machen. Zur besseren Differenzierung bietet iCal verschiedene Farbgruppen um Termine oder Benachrichtigungen hervorzuheben. Ebenfalls ist es möglich sich per E-Mail oder SMS benachrichtigen zu lassen.

iCal
iCal
iCal
iCal
iCal
iCal

iChat

iChat ist Apples eigener Chat-Client auf Basis des AOL Instant Messengers. Hat man sich einmal angemeldet, kann man sich ab sofort mit Freunden unterhalten, die entweder ebenfalls iChat besitzen oder aber einen Account beim AOL Instant Messenger haben. Apple setzt bei iChat auf den hauseigenen .mac-Service, der neben dem Account für iChat auch weiteren Support und eine E-Mail-Adresse mit sich bringt. Ebenfalls kann man mit .mac Daten auf einen Webserver sichern, oder aber eine eigene Homepage betreiben - natürlich nur im kleinen Rahmen. Das eigentliche iChat-Tool ist relativ simpel aufgebaut und lässt den Benutzer zum Beispiel eine eigene Kontaktliste aufbauen und Daten zwischen zwei Clients hin und herschieben.

iChat
iChat
iChat
iChat
iChat
iChat

Restliche Software

DVD Player

Mit dem DVD-Player liefert Apple das passende Softwaregegenstück zum verbauten SuperDrive-Laufwerk. Legt man also eine DVD in das Laufwerk ein, so launcht Mac OS X automatisch die Player-Software und startet die Wiedergabe wahlweise im Vollbildmodus oder im Fenster. Ohne viele Schnörkel präsentiert sich letztendlich auch der Player ansich. Mit einem kleinen Steuerkreuz kann man sich durch die Menüs der DVD manövrieren, kann dieses optional aber auch mit der Mouse verrichten. Ebenso kann man von dort aus die Kapitel weiterschalten, oder zu den Menüs zurückkehren, sowie vor- und zurückspulen. Auch die Lautstärke der Apple Pro Speaker lässt sich von dort aus steuern.

Weitere wichtige Einstellungen findet man dann aber in der Menüleiste am oberen Bildrand. Hier lässt sich unter anderem die Bildgröße einstellen. Weitere Einstellungen am DVD-Player lassen sich leider nur von dort aus erledigen. Zum Beispiel kann man die Standard-Sprache der abgespielten DVDs einstellen, oder aber auch Untertitel aktivieren. Ebenfalls profitiert der iMac bei der DVD-Wiedergabe vom Widescreen-Display, dies fiel uns überaus positiv auf. Ansonsten bietet iDVD keine weiteren spektakulären Features. Jedoch reicht das Gebotene aus, um aus der Software zu einem grundsoliden, praktikablen und einfach zu bedienenden DVD-Player zu machen.

QuickTime

Natürlich liefert Apple das hauseigene Programm QuickTime mit. Mit diesem lassen sich - wie aus Windows bekannt - Filme im passenden Format anschauen. Zusätzlich spielt das Tool auch andere Filmformate und Musikdateien ab. Für letzteres sollte man unserer Meinung nach aber lieber zu iTunes greifen, da dies einfach mehr Optionen als QuickTime bietet. Dennoch zeichnet es sich vor allem durch seine Kompatibilität zu vielen verschiedenen Medien aus und entpuppt sich so als besonders nützlich im Umgang mit dem iMac.

QuickTime
QuickTime

Sherlock

Sherlock kann man am ehesten als ein internetgestütztes Informationssystem bezeichnen. Mit diesem Programm ist es möglich, in mehreren vordefinierten Rubriken Informationen zu suchen. Unter anderem ist es möglich Sherlock als Suchmaschine für das Internet zu nutzen, oder aber auch Fremdwörter nachzuschlagen. Dafür bietet Sherlock die Rubriken "Lexika" und "Übersetzung". Desweiteren ist es auch möglich schnell Bilder aus dem Internet zu suchen oder aber mit dem Apple Care-Service zu kommunizieren und eventuelle Fragen zu seinem iMac klären zu lassen. Ebenfalls hat man mit Sherlock die Möglichkeit bei ebay nach Gegenständen zu suchen und mitzusteigern. Hierfür hat der Sherlock eine einfache Suchmaske parat, die bei unserem Gerät leider nur Artikel aus dem amerikanischen ebay anzeigt. Ebenso erging es uns beim durchstöbern der Lexikon-Funktion. Um Englischkenntnisse kommt man hier nicht herum. Zu guter letzt kann man sich mit dem Sherlock auch noch diverse Flugverbindungen anzeigen lassen und aktuelle Abflugzeiten abgleichen. Um diesen Service bereitstellen zu können, arbeitet Apple mit einigen Partnern zusammen, die letztendlich für den Content des Sherlocks verantwortlich sind (unter anderem Lycos, Dictionary.com, ebay und Systran). Mac OS X liefert nur die Suchmaske, der Rest wird von anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Dies ist auch der Grund dafür warum eine Internetverbindung zwingend zur Nutzung von Sherlock notwendig ist.

Sherlock - Rubriken
Sherlock - Rubriken
Sherlock - Lexikon
Sherlock - Lexikon
Sherlock - Übersetzung
Sherlock - Übersetzung
Sherlock - Bilder
Sherlock - Bilder
Sherlock - Flüge
Sherlock - Flüge

Safari

Was der Internet Explorer für Windows ist, ist Safari für Mac OS X - und zwar ein komplett funktionstüchtiger Browser mit vielen nützlichen Funktionen. Recht unscheinbar kommt Safari daher, bietet aber viele innere Werte. Zu denen gehört zum Beispiel die äußerst gut gelungene Bookmarkverwaltung, die auch unter Windows-Konkurrenten für Aufsehen sorgen sollte. Auch die allgemeine Performance beim Surfen ist sehr gut und rundet das Gesamtbild des Safari-Browser durchaus positiv ab. Weiterhin bietet dieser Browser noch einige weitere Gimmicks, die ebenfalls positiv in die Bewertung fallen. So kann man in einer Leiste eine schnelle Suche bei Google.com durchführen lassen, oder aber die URL-Eingabezeile als Statusleiste für den Webseitenaufruf nutzen. Auch an einen Downloadmanager zum Fortsetzen abgebrochener Downloads wurde gedacht. Übrigens hatte unser iMac auch eine Version des Internet Explorers installiert. Diese glänzte jedoch mehr durch ständige Abstürze als durch gute Performance.

Safari-Browser
Safari-Browser
Safari - Bookmarkverwaltung
Safari - Bookmarkverwaltung
Safari - Downloadmanager
Safari - Downloadmanager

Fazit

Helmut Zerlett hat ihn und so manch anderer hätte ihn sicher auch gerne. Der iMac ist ein Stück exklusiver Hardware, wie wir sie seit einigen Jahren nicht mehr erlebt haben. Leider spiegelt sich dies auch im Preis nieder, der mit knapp 2.200 Euro für unser Modell sehr happig zu Buche schlägt. Die Top-Variante mit 1GB Arbeitsspeicher und eingebautem Bluetooth-Modul reißt ein Loch von 2.700 Euro in die Geldbörse des Käufers. Wer es sich trotzdem leisten kann, wird mit Sicherheit aber nicht enttäuscht werden, da der iMac viel zu bieten hat und vor allem durch einfache Bedienung und große innere Werte glänzen kann.

Letztendlich war es das gebotene Gesamtpaket, das uns während des Testens besonders gut gefiel, denn die im Lieferumfang enthaltene Software lässt selbst ein Windows XP in vielen Disziplinen alt aussehen. Besonders die Software der iLife-Reihe überzeugte dabei voll und ganz. Selbst blutige Anfänger sollten dank der einfachen und ebenso intuitiven Steuerung schnell damit zurecht kommen. Unsere Favoriten: iTune und iPhoto. Diese zwei Tools schossen im positiven Sinne den Vogel ab und trugen einen großen Teil zu unserem guten Testfazit bei. Aber auch Mac OS X ist ein ausgereiftes Betriebssystem, welches den Vergleich mit Windows 2000, XP oder Linux sicher nicht fürchten muss. Es ist den drei Konkurrenten in keinster Weise unterlegen und kann auch in Sachen Stabilität überzeugen. Vor allem die Vielzahl an eingebauten Funktionen beeindruckte uns des öfteren und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Doch nicht nur die Software des iMacs trug zu unserem Fazit bei. So konnte uns auch die gebotene Hardware überzeugen, denn dort wird alles geboten was ein Rundum-glücklich-Paket benötigt. Die CPU ist mit 1GHz ausreichend für alle Arbeiten dimensioniert und auch der Arbeitsspeicher erschien uns als vollkommen ausreichend. Die Festplatte ist desweiteren mit 80GB Speicherkapazität auch für intensive Videoschnittarbeiten gewappnet und auch die Vielzahl an gebotenen Anschlüssen verspricht viel Handlungsspielraum. Eines konnte uns jedoch an der Hardware nicht überzeugen: die Apple Pro Mouse. Leider verwendet Apple hier immer noch das alte Prinzip der Ein-Tasten-Mouse, welches zwar funktioniert, aber dem der zwei Tasten unterlegen ist. Ebenfalls überzeugte uns das Handling der Mouse leider auch nicht, denn einzig die Präzision des Sensor konnte gefallen. Jedoch sollte uns dies nicht weiter stören, denn die Mouse ist nur ein kleiner Teil des Gesamtkonzeptes iMac. Ansonsten fiel diese eher durch Kratzen auf. Natürlich darf man das SuperDrive-Laufwerk nicht vergessen, welches die gute Gesamtleistung des iMacs unterstreicht. Auch das 17" Widescreen-Display ist eine Erwähnung wert, da durch dieses DVD-Filme zum Hochgenuss werden.

Trotz all dieses Lobes bietet der iMac auch seine Schattenseiten. So ist ein größeres Hardwareupdate unmöglich, da Apple nur die Option auf eine Arbeitsspeichererweiterung anbietet. Der Prozessor, die Grafikkarte oder die Festplatte lassen sich leider nicht austauschen oder aufrüsten. Spielefreaks sollten ebenso die Anschaffung eines iMacs überdenken, da die Geforce 4 MX Grafik leider im Spielebereich nur mangelhafte Leistung bringen kann und aktuellen Spielen nicht mehr gewachsen ist. Auch ist die Anzahl an erhältlichen Mac-Spielen eher gering.

Im Großen und Ganzen ist der iMac also ein Rundum-glücklich-Paket für Anwender, die eher weniger Wert auf Spiele legen und vielmehr multimediales Arbeiten erleben wollen oder aber exklusives Design schätzen. In dieser Disziplin kann der iMac dann auch mit seiner gebotenen Software und der Hardware überzeugen. Wir freuen uns schon auf den G5.

Anhang

Benchmarks

Nach langer Überlegung wollen wir euch nun doch noch - außerhalb des eigentlichen iMac-Reviews - ein paar Benchmarks präsentieren, dessen Ergebnisse hoffentlich etwas über die Leistungsfähigkeit unseres Testlings aussagen können. Die Auswahl der Benchmark-Programme fiel uns relativ schwer, da oftmals Vergleichswerte zu Windows-Systemen fehlen, oder aber es schlichtweg das populäre Windows-Benchmark X nicht für Mac OS gab. Wir ziehen gewollt keinen Vergleich zu einem Windows-System, da wir nicht sicherstellen können, dass ein Programm auf beiden Plattformen unter gleichen Bedingungen läuft.

Auf folgende Benchmarks fiel unsere Wahl:

Testsystem

Hier noch einmal die genauen Eckdaten unseres getesteten iMacs:

Games

Quake 3 Arena

Quake 3 Arena

 32 Bit Farbtiefe:
640x480x32
52,4
800x600x32
52,0
1024x768x32
51,4
1280x1024x32
50,1
 16 Bit Farbtiefe:
640x480x32
52,9
800x600x32
52,4
1024x768x32
52,1
1280x1024x32
51,7

Offenbar sind wir hier auf einen Fehler in der Quake 3 Demo gestoßen. Auch nach mehrmaligen Testdurchläufen war es uns nicht möglich mehr als die oben angegeben FPS zu erreichen, jedoch auch keine Ursache für dieses Problem zu finden. Spielbar war es auf dem iMac jedoch gut, zumal die Frames per Second während des Spielens oft an die 100er Grenze anschlugen. Ebenfalls überzeugen könnte die Renderqualität der verbauten GeForce 4 MX, wie nachfolgende Screenshots beweisen:

Quake 3 Arena
Quake 3 Arena
Quake 3 Arena

Quake 3 Arena
Quake 3 Arena

Unreal Tournament 2003

Unreal Tournament 2003

 Flyby:
640x480x32
54,1
800x600x32
52,8
1024x768x32
51,9
 Botmatch:
640x480x32
12,9
800x600x32
12,5
1024x768x32
12,1

Synthetische Benchmarks

Cinebench 2003

Cinebench 2003

 Cinema 4D Shading:
iMac 1GHz
106
 OpenGL Software Lighting Test:
iMac 1GHz
273
 OpenGL Hardware Lighting Test:
iMac 1GHz
134
 CPU Rendering:
iMac 1GHz
89
Angaben in Punkten

MacTechNews SpeedTest

SpeedTest

 CPU Test:
PowerMac G5 2x2,00GHz
606
PowerMac G4 2x1,42GHz
310
PowerMac G4 2x1,25GHz
280
PowerMac G4 2x1,00GHz
220
iMac 1000MHz
113
iMac 800MHz
87
eMac 700MHz
78
 Disk Test:
PowerMac G4 2x1,42GHz
420
PowerMac G4 2x1,25GHz
400
PowerMac G5 2x2,00GHz
272
PowerMac G4 2x1,00GHz
200
iMac 1000MHz
153
iMac 800MHz
150
eMac 700MHz
145
 Grafiktest 2D (Quartz):
PowerMac G5 2x2,00GHz
379
PowerMac G4 2x1,42GHz
235
PowerMac G4 2x1,25GHz
220
PowerMac G4 2x1,00GHz
190
iMac 1000MHz
119
iMac 800MHz
100
eMac 700MHz
80
 Grafiktest 3D (OpenGL):
PowerMac G5 2x2,00GHz
565
PowerMac G4 2x1,42GHz
375
PowerMac G4 2x1,25GHz
330
PowerMac G4 2x1,00GHz
275
iMac 1000MHz
244
iMac 800MHz
179
eMac 700MHz
169
 Gesamtleistung:
PowerMac G5 2x2,00GHz
455
PowerMac G4 2x1,42GHz
340
PowerMac G4 2x1,25GHz
315
PowerMac G4 2x1,00GHz
225
iMac 1000MHz
157
iMac 800MHz
135
eMac 700MHz
120
Angaben in Punkten

URL-Liste:

  1. http://www.apple-museum.com/home.php
  2. http://www.geek.com/procspec/apple/g4.htm
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/peripherie/logitech_cordless_desktop_mx/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/komplettsysteme/apple_imac_avantgarde/3/#der_prozessor
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/komplettsysteme/apple_imac_avantgarde/4/#17_quot_tft_display
  6. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/komplettsysteme/apple_imac_avantgarde/4/#superdrive_laufwerk
  7. http://www.idsoftware.com/games/quake/quake3-gold/demo.php
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/ut_2003_performance_analyse/
  9. http://www.unrealtournament2003.com/?downloads
  10. http://www.maxon.de/index_d.html
  11. http://www.maxon.de/pages/download/cinebench.html
  12. http://www.mactechnews.de/
  13. http://www.mactechnews.de/index.php?function=20
  14. http://www.mactechnews.de/software/speedtest.sit
Copyright © 1999–2012 ComputerBase GmbH