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Test: Low-Noise Wohnzimmer-PCs

von Ralph Burmester

Einleitung

Selbst ein Büro-Rechner kann, trotz der meist höheren Geräuschkulisse durch Telefon und Kollegen, durch sein Arbeitsgeräusch unangenehm auffallen. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um ein AMD oder Intel basierendes System handelt, moderne Rechner erzeugen heute erheblich mehr Lärm als noch vor zwei, drei Jahren. Wie störend aber ist dann ein solcher Rechner im heimischen Wohnzimmer erst? Genau dafür hat sich Low-Noise [1] etwas überlegt und uns zwei völlig verschiedene Silent-Systeme zum Test zur Verfügung gestellt.

Das eine System basiert auf einem Pentium 4 Prozessor und ist mit besonders leisen Komponenten und Lüftern ausgestattet worden. Ein Silent-Netzteil, leise Papstlüfter und eine passiv gekühlte Grafikkarte lassen das System fast unhörbar werden. Der besondere Clou ist aber das Gehäuse, ein Cooler Master Aluminium Gehäuse, das eine Breite von 43cm aufweist. Damit passt der Rechner in jedes HiFi-Rack und es steht kein großer hässlicher Tower neben dem Wohnzimmerschrank und stört den meist von Frauenhand liebevoll gestalteten Gesamteindruck des Zimmers.

Das andere System basiert auf dem VIA C3 Nehemiah Prozessor und dem Epia PC Konzept. So ist das ganze Mainboard im Mini-ITX Format ausgeführt und hat nur eine Abmessung von 17x17cm. Trotzdem ist auf dem Board fast alles integriert, was der normale PC-Benutzer so braucht. Eingebaut in ein fast winziges Gehäuse verrichtet der quasi lautlose Rechner seine Arbeit und kann dabei bequem auf dem Schreibtisch stehen ohne im Weg zu sein oder gar zu stören.

VIA EPIA M10000

Das VIA auch Prozessoren herstellt, ist meistens kaum bekannt, was aber auch mit dem geringen Anteil am Markt zusammen hängt. Mit dem VIA C3 Prozessor hat VIA Anfang des Jahres die 1GHz Grenze erreicht, der Sockel370 Prozessor mit dem Nehemiah Kern hat dazu einen 64KB L2-Cache und eine FPU erhalten, die beide mit vollem Prozessortakt arbeiten. Ebenfalls unterstützt werden die SSE Instruktionen, die gerade im Multimediabereich von Vorteil sind. Hauptmerkmal des Prozessors ist allerdings seine geringe Größe, so hat der Prozessorkern gerade einmal 52mm² Flächenbedarf und die geringe Stromaufnahme von rund 10 Watt. Der Nehemiah ist auch der erste C3 Prozessor, der eine aktive Kühlung braucht. Diese hat VIA mit einem kleinen Aluminium Kühlkörper und einem 40mm Lüfter ausgeführt.

Schauen wir uns das Mainboard genauer an: Als Chipsatz kommt der VIA ProSavage CLE266 zum Einsatz, begleitet von der VT8235 Southbridge, die beide von einem Aluminiumkühlkörper verdeckt sind. Der CLE266 verfügt über einen integrierten 2D/3D Grafikkern, nämlich den S3 UniChrome, der sogar per AGP8x angebunden ist. Allerdings ist dieser AGP Bus nicht nach außen geführt. So lässt sich der Einsatz einer moderneren und leistungsfähigeren Grafikkarte maximal per PCI-Bus durchführen. Die 3D Einheit verfügt über eine Pipeline mit zwei Textureinheiten, muss sich aber die bis zu 64MB Speicher vom normalen Hauptspeicher des Systems entleihen. Ebenfalls integriert ist ein Hardware MPEG2 Dekoder für DVD Wiedergabe, Video Capturing und Dual View für Monitor und TV.

Innenansicht
Innenansicht
Mainboard
Mainboard

Weitere Merkmale des CLE266 sind ein Frontsidebus mit 66/100/133 MHz Taktfrequenz und eine DDR-SDRAM Speicherschnittstelle mit 100/133 MHz Taktfrequenz, PC1600/PC2100 RAM ist also möglich. Es steht aus Platzgründen nur ein Steckplatz für Speichermodule zur Verfügung und somit können maximal 1GB RAM verbaut werden.

Die VIA VT8235 Southbridge ist eine alte Bekannte, denn sie ist der Partner der KT333(CE) und KT400 Northbridge. Per V-Link mit 266MB/s Bandbreite ist sie an den CLE266 angebunden und stellt zwei IDE-Ports mit ATA/133 Unterstützung und sechs USB 2.0 Anschlüsse zur Verfügung. Weiter sind ein AC97 6-Kanal Audio Codec und ein MC97 Modem Codec und zu guter Letzt auch ein 10/100MBits Netzwerkcontroller integriert.

Auf dem Board selber finden sich ein Anschluss für ein Floppy-Laufwerk, zwei IDE-Anschlüsse, ein DDR-SDRAM Steckplatz. Schnittstellen sind en Masse vertreten: PS/2 Maus- und Tastaturanschluss, 1x serielle und parallele Schnittstelle, VGA, S-Video und TV out, 2x USB, Netzwerkanschluss und 3x Audio. Die Audio-Schnittstellen können dabei so geschaltet werden, das sie ein 6-Kanal 5.1 Audio Signal liefern.

VIA EPIA M10000 (Fortsetzung)

Low-Noise hat uns für den Test des VIA EPIA M10000 zwei Gehäuse von Yeong Yang mitgeschickt, die seit 1990 PC-Gehäuse produzieren und ihren Firmensitz in Taipei, Taiwan haben. Zum einen erhielten wir das YY-A102, zum anderen das YY-A105. Beide Gehäuse können mit maximal Micro ATX Boards bestückt werden, so dass das VIA Board noch viel Platz im Gehäuse lässt.

Betrachten wir das dunkelgrau lackierte YY-A105: Die Außenmasse des Gehäuses betragen 340x136x329mm (LxBxH), das Gewicht beträgt etwa 4,6kg. Das Gehäuse ist damit nicht nur sehr klein, sondern trotz des eingebauten 200W Netzteils auch sehr leicht. An der Vorderseite befinden sich drei Klappen, hinter denen sich der Zugang für das Floppy-Laufwerk, das CD/DVD-Laufwerk sowie die Frontanschlüsse verbergen. Da das Gehäuse sowohl stehend als auch liegend platziert werden kann, befindet sich immer eines der Laufwerke in vertikaler Position. Der 3,5" Käfig bietet neben einem externen Platz für z.B. ein Diskettenlaufwerk noch einen internen Platz für eine Festplatte. Wird das Gehäuse liegend gestellt, befinden sich beide in vertikaler Position, steht das Gehäuse befindet sich wiederum das CD/DVD Laufwerk in selbiger. Das ist zum einen Geschmackssache, zum anderen auch eine Frage des zur Verfügung stehenden Platzes, ob das Gehäuse gelegt oder gestellt wird. Zum Entkoppeln liegen vier Gummipuffer bei, die per Klebepad am Gehäuse befestigt werden können. Die hinter der dritten Klappe liegende Anschlussbox umfasst zwei USB- und zwei Audio-Anschlüsse, die im Inneren über mit Steckern ausgestattete Kabel zum Anschluss an das Mainboard verfügen. Weiter findet man auf der Vorderseite den Power-Schalter, der im Betrieb blau leuchtet. Die HDD-LED ist als Lichtleiste ausgeführt, die ebenfalls blau leuchtet.

YY-A105 Gehäuse
YY-A105 Gehäuse
Klappen geöffnet
Klappen geöffnet
Frontanschlüße
Frontanschlüße
Powerschalter und LED-Leiste
Powerschalter und LED-Leiste
YY-A105 stehend
YY-A105 stehend
Rückansicht
Rückansicht

Auf der Rückseite finden sich vier geschraubte Slotblenden, sowie Platz für einen 60x60mm Gehäuselüfter. Die Blende für diesen Lüfter ist geschraubt und kann wieder montiert werden, falls doch kein Lüfter nötig ist. Das 200W Netzteil im SFX Format ist mit einem temperaturgesteuertem Lüfter ausgestattet und reduziert dadurch unnötigen Lärm. Auf der 3,3V Schiene werden 17A angeboten, auf der 5V Schiene sind es 18A. Das sind 105 Watt Gesamtleistung, also nichts für allzu stromhungrige Systeme. Ein Austausch des geschraubten Netzteils stellt kein Problem dar, eher das auf Grund der Gehäusegröße kleine Format. Das P4 fähige Netzteil mit PFC hat die Abmessungen von etwa 100x130x63mm (LxBxH), Standard-ATX Netzteile weisen hier etwa 140x150x85mm auf.

Innenansicht
Innenansicht
Laufwerkschächte
Laufwerkschächte
Mainboard
Mainboard

Sowohl der 3,5" als auch der 5,25" Käfig sind mit dem Gehäuse verschraubt und lassen sich damit einfach demontieren. Allerdings dürfte trotzdem der Einbau einer Wasserkühlung äußerst schwer fallen. Selbst der Radiator von kompakten Wasserkühlungen ist zu groß, um im Gehäuse Platz zu finden und müsste nach draußen verlegt werden. Auf Grund der geringen Wärmeentwicklung macht eine Wasserkühlung für den VIA Nehemia auch kaum Sinn.

Das zweite Gehäuse, das YY-A102 sieht seinem Bruder im Inneren zum verwechseln ähnlich. Kein Wunder, denn beide Gehäuse haben die gleiche Basis. Von außen sieht das Gehäuse ganz anders aus, denn auch die Kunststoffverkleidung ist anders aufgebaut. Es finden sich nur eine Klappe, hinter der sowohl das 5,25" Laufwerk, als auch die dort angebrachten zwei USB-Anschlüsse Platz finden. Wer diese USB-Anschlüsse nutzt, muss also immer die große Klappe geöffnet lassen. Das Floppylaufwerk befindet sich hinter einer integrierten Öffnung, mit den bekannten Nachteilen. Zum einen ist das Gehäuse damit immer geöffnet, der Lärm aus dem Inneren dringt nach außen, andererseits kann Staub recht einfach in das Gehäuse gelangen. Das Einlegen und Entnehmen von Disketten wird durch die Blende nicht gerade vereinfacht, allerdings wird zu Zeiten der USB-Sticks das Diskettenlaufwerk kaum noch genutzt. Im Gegensatz zum YY-A105 verfügt das YY-A102 allerdings über einen Resettaster an der Front, der blaue Ein-Schalter erinnert an IBM Rechner.

YY-A102
YY-A102
Klappe geöffnet
Klappe geöffnet

YY-A102 stehend
YY-A102 stehend
Innenansicht
Innenansicht

Zum Lieferumfang gehören auch hier eine ATX-Blende für das Mainboard, sowie Schrauben, Kabelbinder und die vier Gummipuffer. Einziger großer Unterschied ist das verbaute 200W Netzteil, welches über eine höhere Leistung verfügt und anders aufgebaut ist. So sitzt der Lüfter auf der Unterseite und drückt die warme Luft durch die gelochte Netzteil-Rückwand nach draußen. Das geht mit einer geringeren Lautstärke vor sich, da beim YY-A105 der Netzteillüfter direkt an der Rückseite angebracht ist und seine Arbeit vernehmbar verrichtet. Bei den Leistungsdaten stehen hier 21A auf der 5V Schiene und 17A bei der 3,3V Schiene zur Verfügung. Das summiert sich zu 130W - immer noch nicht der Reißer bei den Netzteilen, da allerdings der Platz im Gehäuse begrenzt ist, reicht die Leistung für das VIA System völlig aus. Die Drehzahl des temperaturgesteuerten Lüfters lässt sich über den Lüfteranschluss auf dem Mainboard auslesen. Im "kalten Zustand" liegt die Drehzahl bei ca. 2.500U/min, ist das System fleißig am werkeln steigt die Drehzahl auf etwa 3.100U/min, ohne aber wirklich laut zu werden. Die Messung im Abstand von 40cm, wie bei unserem Lüftertest [2], ergab 35,2 dB(A). Im Büro eine sehr geringe Lautstärke, beim der DVD Wiedergabe kann das Arbeitsgeräusch aber trotzdem in leisen Passagen störend sein.

SILENTstar Home Cinema PC

Eine ganz andere Basis bildet der SILENTstar von low-noise, der ein vollwertiges Pentium 4 System beinhaltet. Allerdings kommen im Inneren besonders leise Komponenten zum Einsatz. Selbst bei geöffnetem Gehäuse ist der Rechner kaum hörbar am arbeiten. Bei dem Mainboard wurde auf ein ASUS P4P800-VM gesetzt, welches mit dem Springdale i865G von Intel ausgestattet ist. 800MHz FSB und DDR400 Dual-Channel Speicher Technologie in Zusammenarbeit mit dem verbauten Pentium 4 Prozessor mit 2,4GHz versprechen ausreichende Leistung in allen Bereichen. Die im Chipsatz integrierte Extreme Graphics 2 kommt nicht zum Einsatz, denn low-noise baut hier auf eine GeForce4 MX440 Grafikkarte mit passiver Kühlung. Damit ist der PC zwar kaum noch spieletauglich, allerdings ist dies auch nicht der eigentliche Verwendungszweck des Gerätes. Die Grafikkarte verfügt über einen TV Ausgang, die ideale Ergänzung zu der ebenfalls verbauten Hauppauge PVR 350 TV-Karte. Letztere ermöglicht das direkte Aufnehmen von TV-Sendungen und verfügt über einen Hardware MPEG2 Encoder. Zusätzlich bietet die PVR 350 auch die Möglichkeit Radio am PC zu hören oder die Sendungen und die Musik direkt aufzunehmen. Wem das nicht reicht, der kann auch per Firewire-Karte seine mit digitaler Videokamera eingefangenen Bilder in den Rechner schicken. Als Datenspeicher kommt eine Seagate Barracuda 7200.7 mit S-ATA Schnittstelle zum Einsatz, von der nur die Zugriffsgeräusche nach außen dringen. Das Laufgeräusch ist nicht zu hören. Wer die aufgenommenen Sendungen gerne seinen Freunden zeigen möchte, kann den eingebauten Toshiba SD-R5002 DVD-Brenner nutzen. Leider ist der SD-R5002 nur ein 2-fach Brenner, der dazu nur mit DVD-R/-RW Medien zurecht kommt.

SILENTstar Home Cinema PC
SILENTstar Home Cinema PC
Klappen geöffnet
Klappen geöffnet
Seitenansicht
Seitenansicht
Rückansicht
Rückansicht
Powerschalter und LEDs
Powerschalter und LEDs

Frontanschlüße
Frontanschlüße
Detail: Gehäusefuß
Detail: Gehäusefuß

Low-noise hat im Inneren des Rechners hohen Wert auf leise Komponenten gelegt. So stammt das mit 370 Watt angegebene Netzteil von "be quiet!" und arbeitet nahezu unhörbar. Die verbauten Gehäuse- und der CPU-Lüfter stammen alle von Papst und sind, wie auch unser Test bereits gezeigt hat, äußerst leise.

Kommen wir zum Gehäuse, dem ATC 620C von Cooler Master: Ein Aluminium Desktopgehäuse der Extra-Klasse, das im Inneren allerdings einige Einschränkungen aufweist. So können ATX Mainboards nicht verbaut werden - maximal können Micro-ATX Mainboards verwendet werden. Problemlos können jedoch vorhandene Netzteile eingesetzt werden, hier steht genügend Platz zur Verfügung. Zusätzlich besteht auf der Rückseite die Möglichkeit, mit einem 60x60mm Lüfter die erwärmte Luft aus dem Gehäuseinneren nach außen zu transportieren. Für Laufwerke stehen zwei von außen zugängliche 5,25" Schächte zur Verfügung, beim 3,5" Format bietet das Gehäuse gar drei Schächte, von denen einer von außen zugänglich ist. Auf der Vorderseite hat das Gehäuse zwei große Klappen, die über die gesamte Gehäusebreite reichen. Hinter der oberen verbergen sich die beiden 5,25" Schächte, die untere verhindert die freie Sicht auf den 3,5" Schacht und die ebenfalls dort ansässigen Frontanschlüsse für Firewire, USB und Audio.

Innenansicht
Innenansicht
Laufwerkschächte
Laufwerkschächte
Mainboard und CPU-Kühler
Mainboard und CPU-Kühler

Der Clou des Gehäuses ist jedoch seine Breite: nicht ganz 430mm, das entspricht der Breite von "normalen" Hifi-Geräten. Damit passt das Gehäuse einwandfrei in jedes Audio-Rack und muss nicht auf dem Schreibtisch sein Dasein fristen. Das klappt natürlich nur, wenn die Anschlusskabel für Monitor, Tastatur und Maus über die entsprechende Länge verfügen. Zur weiteren Geräuschreduzierung haben die Gehäusefüße Einsatze aus Gummi, welche die Weitergabe von Schwingungen an den Untergrund verhindern. Neben den schön anzusehenden blauen LEDs für Power und HDD haben wir jedoch einen Reset-Schalter vermisst.

Noch ein Wort zum Einbau der Komponenten in das Gehäuse: Man sollte mit den 3,5" Laufwerken beginnen, gefolgt vom Mainboard und den 5,25" Laufwerken. Zu guter Letzt platziert man das Netzteil. Eine andere Reihenfolge führt schnell zu Problemen, die auch mal zum Frust führen können. Das Gehäuse ist natürlich auch einzeln erhältlich. Bei low-noise sind dafür knappe 160 Euro zu bezahlen.

Ergebnisse

Synthetische Benchmarks

Kommen wir zu den Ergebnissen, denn wir haben natürlich beide Systeme durch einen Testparcours gejagt. Bei beiden muss man jedoch zum Teil deutliche Abstriche machen: So kann das VIA System bei der reinen Rechenleistung in keinster Weise mithalten. Andererseits ist der SILENTstar wegen seiner Grafikkarte auch nicht zum Spielen geeignet, trotz seines aktuellen Prozessors.

Synthetische Benchmarks

Sandra 2003 Arithmetic

 Dhrystone:
SILENTstar
7.367
VIA EPIA M10000
1.597
 Whetstone:
SILENTstar
4.530
VIA EPIA M10000
368
Angaben in Punkten

Sandra 2003 Multimedia

 Integer:
SILENTstar
11.030
VIA EPIA M10000
0
Hinweis: n.m.
 Floating-Point:
SILENTstar
17.182
VIA EPIA M10000
0
Hinweis: n.m.
Angaben in Punkten

PCMark 2002

 CPU Result:
SILENTstar
5.865
VIA EPIA M10000
1.126
 RAM Result:
SILENTstar
6.886
VIA EPIA M10000
880
Angaben in Punkten

3DMark 2001 SE

SILENTstar
3.931
VIA EPIA M10000
756
Angaben in Punkten

3DMark03

SILENTstar
97
Hinweis: nur erster Test möglich
VIA EPIA M10000
0
Hinweis: n.m.
Angaben in Punkten

Vergleicht man die Werte untereinander, sieht man, dass der VIA C3 natürlich keinerlei Chance gegen den P4 hat. Allerdings muss auch der P4 Abstriche machen, zeigt er doch gegen unser Prozessor-Testsystem [3] deutliche Schwächen.

Games

Bei den synthetischen Benchmarks hatte der SILENTstar ganz klar die Nase vorne. Wie fällt das Ergebnis wohl bei realen Spielen aus?

Comanche 4

SILENTstar
26,16
VIA EPIA M10000
0,00
Hinweis: kein Hardware T&L

Unreal Tournament

 1024x768x32xHigh in D3D:
SILENTstar
43,38
VIA EPIA M10000
10,78

Unreal Tournament 2003

 Flyby (640x480x32):
SILENTstar
48,82
VIA EPIA M10000
15,10
 Botmatch (640x480x32):
SILENTstar
36,37
VIA EPIA M10000
7,80

Hier wird die Ausrichtung der Systeme auf den Office-Bereich und als Mini TV-Studio deutlich. Zur DVD Wiedergabe reicht dem VIA die integrierte Grafik. Der SILENTstar verfügt mit der GeForce über eine Grafikkarte mit einem guten TV-Ausgang. Der EPIA ist mit Spielen völlig überfordert, der SILENTstar eignet sich zumindest eingeschränkt für die kleine Zockerrunde nebenbei.

Anwendungen


WinACE 2.11

SILENTstar
3:25
VIA EPIA M10000
4:51
Angaben in Minuten, Sekunden

WinRAR 3.11

SILENTstar
1:22
VIA EPIA M10000
3:51
Angaben in Minuten, Sekunden

Lame 3.91

SILENTstar
1:41
VIA EPIA M10000
10:16
Angaben in Minuten, Sekunden

Flask - MPEG4 Encoding

SILENTstar
135,12
VIA EPIA M10000
33,57

Seti@Home

SILENTstar
3:02
VIA EPIA M10000
21:29
Angaben in Stunden, Minuten

Die geringe Leistung des VIA EPIA zeigt sich in den praktischen Anwendungen ebenfalls deutlich. Alleine über 21 Stunden für eine Seti@Home Workunit sprechen Bände. Der SILENTstar ist hier auf der Höhe der Zeit, auch wenn er nicht zu den schnellsten Pentium 4 2,4GHz Systemen gehört.

Fazit

Ein Fazit zu ziehen fällt nicht leicht, sind beide Systeme doch unterschiedlich wie Tag und Nacht. Wer nur ab und zu mit Schreibprogramm oder Tabellenkalkulation arbeitet, für den bietet die VIA EPIA M10000 Basis ein ausreichendes System, selbst Windows XP lief mit 256MB Speicher gut. Die Wiedergabe einer DVD stellte kein Problem dar, von der Onboard Soundlösung kann man jedoch nicht zu viel erwarten. Negativ fällt in ruhiger Umgebung jedoch die relativ hohe Lautstärke der kleinen Netzteile auf. Ein Umbau auf einen leisen Lüfter könnte hier noch viel ausmachen.

Der SILENTstar mit seinen ausgesuchten leisen Komponenten und dem leistungsstarken Prozessor stellt ein völlig alltagstauglichen Rechner dar, der fast unhörbar seine Arbeit verrichtet. Die eingebaute TV-Karte bietet mit ihrem MPEG2 Encoder die Möglichkeit, den PC als digitalen Videorekorder zu nutzen. Dazu kommt das bereits angemerkte Gehäuseformat, welches das HiFi-Rack als Standort ermöglicht. Wer keinen Wert auf höchste Bildwiederholraten bei Spielen legt, kann auch aktuelle Spiele mit Einschränkungen bei den Grafikeffekten genießen.

Beide Systeme haben also ihre Vor- und Nachteile - für seine Größe ist das VIA System durchaus leistungsfähig und empfehlenswert. Der SILENTstar von Low-Noise [4] macht seinem Namen alle Ehre und bietet damit auch ein vielfältig einsetzbares System, welches allen Aufgaben gewachsen ist.

URL-Liste:

  1. http://www.low-noise.de/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/32_lueftern_fluegel/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/intel_pentium_4_240c_ghz_athlon_xp_2800/
  4. http://www.low-noise.de/
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