Einleitung
In unserem neuesten Artikel über Shuttles XPC ST61G4 legen wir das Augenmerk gleich auf zweierlei Dinge. Neben dem Barebone von Shuttle steht auch erstmals ein Chipsatz von ATi für den Pentium 4, der ATi Radeon 9100 IGP, bei uns auf dem Prüfstand und muss zeigen, ob er eine sinnvolle Alternative zu den anderen auf dem Markt erhältlichen Produkten darstellt.
Sein größter Vorteil dürfte die integrierte Grafik sein, die aus technischer Sicht seine Konkurrenten deutlich in den Schatten stellen sollte und in etwa den Spezifikationen einer Radeon 9200 entspricht. Ob RS300 Northbridge und IXP150 Southbridge von ATi zu überzeugen wissen und ob dieser Chipsatz neben dem Einsatz im Büroalltag oder im Wohnzimmer-PC auch für absolute Hochleistungssysteme geeignet ist, soll unser Artikel ebenso klären wie die Frage, ob Shuttle ein weiteres Mal ein gut durchdachtes, schickes, aber auch stabiles und schnelles Barebone auf den Markt gebracht hat und wie man die Eigenschaften des ATi Chipsatzes umsetzen konnte.
Lieferumfang
Das ST61G4 ist gegen Stöße und Schäden sicher in einem großen Karton verpackt, so dass die silberne Oberfläche und das Aluminiumgehäuse keinen Schaden nehmen sollten. Doch dem Paket liegt natürlich nicht nur das Herzstück - der XPC an sich - bei, sondern noch etliche Komponenten, die eine sofortige Inbetriebnahme und Installation so leicht wie möglich gestalten sollen. Dies fängt bei der Dokumentation an und endet bei Kabeln und einem Staubtuch, mit dem man den XPC immer schön sauber halten kann.
- ST61G4
- Gehäuse
- Mainboard FT61
- 250W-Netzteil
- I.C.E. Kühlsystem
- Cardreader
- Kaltgeräteanschluss
- 2x ATA-, 1x Serial ATA, 1x Floppy-Kabel
- TV-Adapter (S-Video zu Composite)
- Installations-Anleitung für das Barebone
- Handbuch für das Mainboard
- Handbuch für Serial-ATA-RAID
- Treiber/Tools-CD
- Schrauben
- Kabelbinder
- Standfüße
- Reinigungstuch




Zubehör wie ein WLAN-Modul und eine Fernbedienung bietet Shuttle [1] darüber hinaus zum optionalen Erwerb an.
Das Gehäuse
Das Gehäuse des ST61G4 ist komplett aus Aluminium gefertigt, lediglich die Front ist leider aus Plastik und lässt Raum für Verbesserungen. Die Farbgebung ist mit Silber zwar schick und zeitnah gewählt, sorgt in Verbindung mit einem eingebauten 5,25" Laufwerk aber leider nicht für optische Hochgenüsse. Hier muss man entweder für das 5,25" Laufwerk eine passende Aluminiumfront kaufen und anbauen, oder mit dem Stilbruch leben. Schick ist die verspiegelte Frontplatte des ST61G4, die sich auch beim SN85G4, dem Athlon 64 Barebone von Shuttle, wieder findet.



In ihr finden sich auch ebenso die Slots für das Kartenlesegerät wieder. Einerseits eine leicht zugängliche und praktische Position, andererseits verhindert eben diese Anordnung aber auch den Einbau eines Floppy-Laufwerks und verringert die Anzahl der 3,5"-Schächte auf einen einzigen freien im Inneren des XPCs. Die kompakte Bauweise der XPCs von Shuttle erlaubt aber kaum eine andere Platzierung für den Kartenleser, die auch noch leicht zugänglich gewesen wäre. Im unteren Bereich sind bereits zwei USB2.0- und ein Firewire-Port sowie Mic-In, Line-Out und Line-In untergebracht. Zudem kann ein Kartenleser an dieser Stelle nicht eingebaut werden, da er aufgrund seiner Tiefe mit den direkt dahinter liegenden Stromanschlüssen und RAM-Steckplätzen kollidieren würde. Aus diesem Grund ist die Position zwar nicht optimal, allerdings wohl die einzig sinnvolle Lösung.


Der Gehäusedeckel wird an der Rückseite des XPCs mit drei Thumbscrews verschraubt und kann so jederzeit schnell gelöst werden. Die durchaus sinnvollen Änderungen, die man im Inneren des SN85G4 vorfindet, wurden beim ST61G4 aber leider noch nicht übernommen. Hier erwartet uns das alt bekannte Innenleben, das uns schon von früheren Modellen von Shuttle bekannt ist. Auch die Kabel für die IDE-Geräte waren bei unserem Modell leider nicht vorverlegt und müssen so vom Kunden selbst durch die engen Gassen des ST61G4 manövriert werden. Alle anderen Kabel, etwa für den Kartenleser, die USB- und Firewire-Ports an der Vorderseite, die Stromversorgung oder die Lüfter, sind bereits angeschlossen, so dass ein langes Hantieren mit dem Handbuch und Suchen nach den Anschlüssen entfällt.



Um eine Festplatte in den 3,5" Schacht einzubauen, muss man jedoch den gesamten Laufwerks-Rahmen aus dem ST61G4 entfernen. Es handelt sich demnach nicht um die Variante, die etwa im SN85G4 eingesetzt wird, bei der man den 3,5" Schacht für die Festplatte seitlich einzeln entnehmen kann. Der Laufwerks-Rahmen lässt sich jedoch wie üblich mit zwei Schrauben schnell aus dem XPC lösen.
Auch beim Netzteil geht Shuttle mit dem ST61G4 andere Wege als beim SN85G4, in dem ein 240 Watt Netzteil mit einem 60 mm Lüfter verbaut wird. Das mit 250 Watt stark bemessene, Silent X getaufte Netzteil im ST61G4 wird durch zwei kleine 40mm Lüfter gekühlt, die die warme Luft aus dem Gehäuse saugen und gerade durch das Netzteil nach außen transportieren.
Shuttle möchte mit dem ST61G4 vor allem zwei Forderungen erfüllen: Zum einen soll der ST61G4 ein leistungsfähiges System mit einem starken Netzteil darstellen, aber dabei auch leise und vor allem kühl bleiben. Deshalb erreicht das Silent X Netzteil nach eigenen Angaben auch unter Volllast lediglich 32 dB und wird auch unter schwersten Bedingungen sehr gut gekühlt. Shuttle möchte so die Anforderungen der neuesten Prozessoren und Grafikkarten befriedigen.



Auch auf der Northbridge sorgt ein aktiver Lüfter für ausreichend Kühlung, so dass das System immerhin über vier Lüfter verfügt, die eine gewisse Grundlautstärke nicht verhindern, auch wenn man das System Dank vielfältiger Einstellungsmöglichkeiten im Bios durchaus in den Lüfterdrehzahlen bändigen kann. Uns fielen so weniger die Laufgeräusche der Lüfter als das hochfrequente Laufgeräusch unserer Festplatte negativ auf. Dennoch stellen vier Lüfter immer ein Risiko dar, die durchaus zu störenden Lärmquellen werden können, sobald sie erste Ermüdungserscheinungen zeigen.
Dank integrierter Grafik im Radeon 9100 IGP verfügt das ST61G4 an der Rückseite sowohl über einen TV-Ausgang als auch über einen VGA-Ausgang. Somit ist es auch ohne zusätzliche Grafikkarte möglich, den ST61G4 XPC etwa im Wohnzimmer neben dem Fernseher zu betreiben und so als Wohnzimmer-PC zu nutzen, auch wenn dies nach eigenen Aussagen von Shuttle nicht sein primäres Einsatzgebiet darstellen soll.



Auch die I.C.E. Heatpipe lässt sich einfach mittels vier Thumbscrews lösen und stellt die beste Lösung dar, um einerseits warme Luft aus dem Gehäuse zu transportieren und gleichzeitig die CPU zu kühlen. Weder an der Verarbeitung der Heatpipe noch des restlichen Gehäuses gibt es etwas auszusetzen. Kratzer in der Aluminium-Oberfläche des XPCs oder auf der spiegelnden Frontpartie sollte man allerdings tunlichst vermeiden, um nicht auf ewig an diesen Ausrutscher erinnert zu werden.
Das Mainboard
Im Inneren des Shuttle XPC ST61G4 steckt sich das FT61 Mainboard von Shuttle, das mit 25,4 x 18,5 dem MicroATX Formfactor entspricht. Es ist mit dem ATi Radeon 9100 IGP Chipsatz ausgerüstet, der aus RS300 Northbridge und IXP150 Southbridge besteht. Auf diese Komponenten werden wir jedoch in einem gesonderten Abschnitt genauer eingehen, da wir sie mit Shuttles XPC ST61G4 zum ersten Mal im Test haben. Das FT61 unterstützt alle aktuellen Pentium 4 Prozessoren mit 400, 533 und 800 MHz Frontside-Bus. Im Handbuch wird sogar von einer Unterstützung des Prescott geredet. Der alte Willamette Kern wird auf dem FT61 jedoch nicht mehr unterstützt.



Auf engstem Raum bietet das FT61 Platz für eine Vielzahl von onboard Komponenten, die teilweise auch fehlende Features der IXP150 Southbridge ersetzen müssen, doch dazu später mehr. Die Anschlussmöglichkeiten übersteigen bei weitem das Fassungsvermögen des ST61G4. So besitzt das Mainboard zwei IDE-Anschlüsse und bietet somit die Möglichkeit gleich vier IDE-Geräte anzuschließen. Das Gehäuse bietet wohl gemerkt nur Platz für ein 5,25" und ein 3,5" Laufwerk. Zusätzlich findet sich ein Floppy-Port auf der Platine, obwohl es keine Möglichkeit gibt, ein Floppy Laufwerk im XPC zu verstauen. Der Floppy-Port macht so nur dann Sinn, wenn man etwa Windows installiert und bei der Installation zwingend auf eine Treiber-Diskette für Serial-ATA Treiber angewiesen ist. Dann muss der XPC während der Installation offen betrieben werden und das Floppy-Laufwerk muss für diesen Zeitraum neben dem ST61G4 Platz nehmen. Um die Fülle an Laufwerken, die an Shuttles XPC angeschlossen werden können, auf die Spitze zu treiben, verfügt das FT61 außerdem über einen Silicon Image Sil3512 SATA Raid Controller, der zwei SATA-Laufwerke aufnehmen kann. Das Netzteil besitzt jedoch nur einen Serial-ATA-Stromanschluss, so dass die Raid-Funktion auch angesichts des Mangels eines zweiten 3,5" Schachtes im ST61G4 wohl nur in Ausnahmefällen genutzt werden dürfte.



Neben einem AGP8x, der es somit auch erlaubt neben der integrierten Grafik eine Grafikkarte im XPC zu nutzen, einem PCI-Slot und zwei DDR-SDRAM Steckplätzen warten jedoch noch einige andere onboard Komponenten darauf, vom Benutzer eingesetzt zu werden. So verbaut Shuttle auf dem FT61 einen VIA VT6307 Firewire Controller, der Transferraten von 400, 200 und 100 Mbit/s unterstützt. Zudem fand ein Broadcom BCM4401 LAN-Chip den Weg auf die Platine und bietet eine Anbindung mit 10 oder 100 Mbit/s.
Für passenden Onboard-Sound sorgt Realteks ALC650 Audio-Codec, der 5.1 Surround Sound unterstützt und die AC'97 2.2 Spezifikationen unterstützt.


Der I/O-Controller stammt von ITE und sitzt direkt neben dem Award Bios. Der ST61G4 verfügt über drei Lüfteranschlüsse, von denen zwei bereits mit dem Southbridge-Lüfter und dem 80x80cm Lüfter der I.C.E Heatpipe belegt sind. Ein interner Parallel Port Connector ermöglicht es, sobald man ein passendes Kabel erworben hat, auch ältere Geräte anzuschließen. Ein ATX und vierpoliger 12V Stromanschluss fehlen dem FT61 natürlich auch nicht, um unter allen Umständen einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Kommen wir nun zu den externen Anschlüssen des FT61, die Shuttle bereits nach außen geführt hat. Wie bei einem XPC üblich, befinden sich einige häufig genutzte Ports an der Vorderseite des Gehäuses. Im Falle des ST61G4 handelt es sich dabei um zwei USB2.0-, einen Firewire-Port sowie einen Line-In, Micro-In und Line-Out, den Shuttle als Kopfhöreranschluss klassifiziert.



Auf der Rückseite des ST61G4 befindet sich ein RJ45 LAN-Port, zwei USB2.0 Anschlüsse, ein Firewire-Port, optischer SPDIF Ein- und Ausgang, ein Rear, Front und Center/Bass Ausgang, ein TV-Ausgang, ein serieller COM-Port, ein VGA-Ausgang sowie zwei PS/2 Anschlüsse für Tastatur und Maus.
Installation
Die Installation des ST61G4 stellte uns wie eh und je nicht vor größere Probleme, auch wenn man die Verlegung der IDE-Kabel selbst vornehmen musste. Gummierungen an riskanten Stellen schützen das CD-ROM Kabel vor Beschädigungen und so ist auch dies anhand des bebilderten Installations-Guide schnell quer durch den XPC verlegt. Noch einfacher verhält es sich mit dem IDE-Festplatten-Kabel, das man einfach durch eine eigens dafür vorgesehene Lasche aus Plastik an der Unterseite des Laufwerkrahmens zieht. So hat es einerseits eine feste Position im XPC und behindert anderseits nicht die Luftzirkulation rund um die North- und Southbridge.
Auch der Laufwerks-Rahmen ist, wie bereits erwähnt, nach dem Lösen zweier Schrauben schnell entnommen und kann leicht mit einer Festplatte und einem 5,25" Laufwerk bestückt werden. Wir trennten hierbei die Verbindung des Kartenlesers übrigens am Lesegerät selbst und nicht wie im Handbuch eigentlich vorgeschlagen am Gehäuse, da diese Position wegen des Stromkabels deutlich schwieriger zu erreichen ist.



Die bereits vormontierte ICE-Heatpipe muss durch das Lösen der vier Thumbscrews an der Rückseite des ST61G4 gelöst und aus dem XPC entfernt werden, ehe der Sockel mitsamt Rentention-Modul zum Vorschein kommt und man auch schon den Prozessors in das System einsetzen kann. Problemlos kann auch diese Hürde von weniger versierteren Kunden überwunden werden. Ebenso schnell, wie man sie gelöst hat, ist die ICE-Heatpipe auch wieder montiert und man kann sich den Speichersteckplätzen zuwenden, die im vorderen Bereich, gleich hinter der verspiegelten Frontblende, angeordnet sind. Für all diejenigen, die ab und zu selbst Hand am heimischen PC anlegen, ist es dabei übrigens nicht zwingend erforderlich vorher tatsächlich den Laufwerks-Rahmen zu lösen. Mit etwas Fingerspitzengefühl können die RAM-Module auch ohne viel Aufwand unter diesem hindurch geschoben und eingesetzt werden. Ein Vorteil, der uns gerade bei unseren Speicherkompatibilitätstest freudig stimmte, da wir so nicht jedes Mal den Laufwerks-Rahmen aus dem ST61G4 lösen mussten, wenn wir die Module tauschten.
Sobald nun die Stromkabel angeschlossen sind und man den XPC wieder geschlossen hat, kann es auch schon losgehen, die Inbetriebnahme des ST61G4 ist abgeschlossen. Sauber, schnell und unkompliziert - so haben wir uns das vorgestellt!
Optional kann man Dank eines AGP8x-Slots aber auch noch eine Grafikkarte in den XPC einbauen. Shuttle ist sich durchaus bewusst, dass es mit gewissen Grafikkarten zu mechanischen Kompatibilitätsproblemen kommen kann, möchte deshalb verständlicherweise allerdings nicht die Abmessungen der XPCs vergrößern, um diese auszuschließen. Denn schon mit der nächsten Grafikkarten-Generation könnten neue Inkompatibilitäten auftreten. Wir ließen uns jedoch nicht abschrecken und versuchten dennoch eine GeForce FX 5900 Ultra in den ST61G4 einzusetzen. Wie sich zeigte, sogar mit Erfolg.



Die Asus V9950 Ultra [2] ließ sich relativ problemlos in den ST61G4 einsetzen, auch wenn es an einigen Stellen schon ziemlich eng zuging. Ernsthafte Probleme taten sich jedoch erst auf, als wir die erforderliche Stromversorgung anlegen wollten. Zwar war es uns noch vergönnt mit dem Stromkabel, das eigentlich für das CD-ROM Laufwerk vorgesehen ist, den Stromanschluss zu erreichen, allerdings war es völlig unmöglich, dann auch noch das CD-ROM Laufwerk mit Strom zu versorgen. Hierfür mussten wir auf ein Verlängerungskabel zurückgreifen. Insgesamt bietet der ST61G4 drei IDE-Stromanschlüsse. Eigentlich ausreichend, um eine Grafikkarte, eine Festplatte und ein CD-ROM oder Combo-Laufwerk zu versorgen. Nur die Kabellänge macht hierbei einen Strich durch die Rechnung.
Nachdem diese Hürde jedoch überwunden war, versuchten wir nun auch noch den Gehäusedeckel wieder aufzusetzen. Problematisch ist dies bei den Grafikkarten von Nvidia, bei denen der Stromanschluss nicht nach hinten sondern im 90° Winkel zur Platine aufgesetzt ist. Sobald man an diese das Stromkabel anschließt, reichen sie leider ein kleines Stück über den eigentlichen Rand des ST61G4 hinaus. Lässt man sich von dieser Tatsache jedoch nicht beirren und versucht dennoch den Deckel zu schließen, so lässt sich dieses Vorhaben mit leichtem Druck sogar verwirklichen. Das Ende der Grafikkarte wurde leicht in den XPC gebogen, so dass wir den Deckel schließen konnten. Ob man die Grafikkarte jedoch auf Dauer derartigen Spannungen aussetzen möchte...



Neben der Asus V9950 Ultra musste dann auch eine deutlich kleine ATi Radeon 9700 zeigen, ob sie ST61G4-tauglich ist. Ergebnis: Gar kein Problem! Anders als bei den Grafikkarten von Nvidia werden die Stromanschlüsse bei den Grafikkarten mit ATI-Chip nach hinten von der Platine weggeführt, so dass sie nicht nach außen ragen. Aus diesem Grund stellten sich die oben genannten Probleme bei einer ATi Radeon 9700 nicht ein.
Auch eine MSI FX5900 SP VTD256 [1] konnte von uns erfolgreich in den ST61G4 eingesetzt werden, auch wenn sich dabei ähnliche Probleme auftaten wie bei der Asus V9950.
Eine GeForce FX, die zwei Steckplätze belegt, kann jedoch auf gar keinen Fall im XPC Platz finden. Hierfür fehlen jegliche Voraussetzungen. Eine Inno3D FX5900 Ultra oder etwa ABIT Siluro FX 5900 [1] werden daher nie ihren Weg in den ST61G4 finden können. An dieser Stelle möchten wir Shuttle jedoch keinen Vorwurf machen, auch wenn wir dem ST61G4 erhebliche Kompatibilitätsprobleme im Zusammenspiel mit Nvidia-Grafikkarten bescheinigen müssen, sondern appellieren lieber an die Grafikkarten-Hersteller, die auch bei ihren Grafikkarten die Miniaturisierung weiter vorantreiben sollten.
Der ATi Radeon 9100 IGP Chipsatz
Bevor wir jedoch mit den weiteren Tests fortfahren, möchten wir uns zuerst die technischen Eigenschaften des ATi Radeon 9100 IGP Chipsatzes zu Gemüte führen und im Vergleich zu einigen Chipsätzen aus dem Hause Intel betrachten, die auf dem Pentium 4 Sektor die größten Widersacher darstellen.
| Features | Radeon 9100 IGP | i875P | i865PE | i865G | i865P | E7205 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Northbridge Features | |||||||
| Northbridge | RS300 | KC82875P | KC82865PE | KC82865G | KC82865P | E7205 | |
| Package | keine Angaben | 1005 FCBGA | 932 FCBGA | 932 FCBGA | 932 FCBGA | 1077 FCBGA | |
| Frontside-Bus | |||||||
| 400 MHz | Ja | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 533 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 800 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein | |
| Hyper-Threading | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Perf.-Accel.-Tech. (PAT) | Nein | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Com.-Strea.-Archi. (CSA) | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein | |
| Integrierte Grafik | Ja | Nein | Nein | Ja (266 MHz) | Nein | Nein | |
| Speichertakt/typ | |||||||
| 100 MHz/DDR200 | Ja | Nein | Ja | Nein | Nein | Ja | |
| 133 MHz/DDR266 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 166 MHz/DDR333 | Ja | Ja* | Ja* | Ja* | Ja | Nein | |
| 200 MHz/DDR400 | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein | |
| * Speicher wird bei FSB800 mit 320 MHz betrieben. | |||||||
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein | |
| Speicherbestückung | |||||||
| Speicherkanäle | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | |
| DIMMs pro Kanal | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | |
| DIMMs insgesamt | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | |
| AGP Support | |||||||
| 4x | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 8x | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Southbridge Features | |||||||
| Southbridge | IXP150/200/250 | 82801EB/ER | 82801EB/ER | 82801EB/ER | 82801EB/ER | 82801DB | |
| Southbridge | - | ICH5/ICH5R | ICH5/ICH5R | ICH5/ICH5R | ICH5/ICH5R | ICH4 | |
| Package | keine Angaben | 460 MBGA | 460 MBGA | 460 MBGA | 460 MBGA | 421 uBGA | |
| Festplattencontroller | |||||||
| P-ATA 100 | Ja/2 Ch. | Ja/2 Ch. | Ja/2 Ch. | Ja/2 Ch. | Ja/2 Ch. | Ja/2 Ch. | |
| P-ATA 133 | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| S-ATA 150 | Nein | Ja/2 Ports. | Ja/2 Ports. | Ja/2 Ports. | Ja/2 Ports. | Nein | |
| PCI-Slots (max) | 6? | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| USB-Unterstützung | |||||||
| USB Ports | 6 | 8 | 8 | 8 | 8 | 6 | |
| USB 2.0 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Firewire | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Audio | 20bit AC'97 Audio |
20bit AC'97 Audio |
20bit AC'97 Audio |
20bit AC'97 Audio |
20bit AC'97 Audio |
20bit AC'97 Audio |
|
| Sonstiges | |||||||
| I/O-Link | A-Link | Hub Interface (266MB/s) | |||||
Die Angaben von ATi sind leider sehr oberflächlich gehalten und so findet man nicht einmal genaue Angaben über die maximale Anzahl an PCI Steckplätzen, die der Radeon 9100 IGP Chipsatz unterstützt. Dennoch werden auch anhand anderer Angaben erste Unterschiede zu Intels Chipsätze deutlich.
Anders als Intel mit dem ICH5R verzichtet ATi komplett auf Serial-ATA Unterstützung und überlässt dieses zusätzlichen onboard Komponenten. Auch bei der USB2.0 Unterstützung muss man sich mit maximal sechs Ports hinter Intel einreihen.
Etwas undurchsichtig sind auch die Angaben zur Southbridge. Die auf dem FT61 von Shuttle verbaute IXP150 verfügte nicht über einen integrierten LAN-Controller, dies scheint der IXP200 und IXP250 vorbehalten zu bleiben. Diese beinhalten einen 3Com Ethernet Controller.
Auf eine "Communication Streaming Architecture" wie wir sie von Intel kennen, verzichtet ATi dabei jedoch, was eigentlich nicht sonderlich tragisch ist, da der integrierte 3Com Ethernet Controller ohnehin nur Datenraten von 10/100Mbit unterstützt. Allerdings bindet ATi die Southbridge über den A-Link lediglich mit 266MB/s an die Northbridge an. Dies entspricht zwar der Leistung des Hub Interfaces von Intel, dafür hat Intel jedoch den Netzwerkverkehr mittels CSA ausgelagert.



Sehen lassen kann sich jedoch die Northbridge des Radeon 9100 IGP, der RS300. Er unterstützt nicht nur den Dual Channel Betrieb, sondern auch jede offizielle Taktrate des DDR-Speichers und jeden bisher genutzten Frontside Bus des Pentium 4. Mit bis zu 4 GByte unbuffered DDR-SDRAM können die vier Speicherbänke bestückt werden.
Zusätzlich besitzt er neben einer integrierten Grafik, auf die wir gesondert eingehen möchten, auch AGP 8x Support, so dass auch externe Grafikkarten genutzt werden können, und Unterstützung für Intels Hyper-Threading Technologie.
Ebenso wie Intels Canterwood und Springdale Chipsätze verfügt der ATi Radeon 9100 IGP über eine In-Order Queue mit einer Tiefe von 12 und eine Dynamic Bus Inversion (DBI), die die Signale des Chipsatzes glättet und Störsignale unterbindet.
Besonders die Daten des RS300 können somit überzeugen, auch wenn der IXP150 etwas weniger bietet als die meisten anderen Southbridges. Doch technische Daten sind nicht alles, sie müssen auch umgesetzt werden können und ihre theoretische Leistung voll entfalten können. Ob dies der Fall ist, klären wir nach einem Blick auf die integrierte Grafik im ATi Radeon 9100 IGP.
Die integrierte Grafik
Die integrierte Grafik des Radeon 9100 IGP ist in etwa mit einer Radeon 9200 zu vergleichen, bietet jedoch etwas abgespeckte Eigenschaften, wie der Name auch schon vermuten lässt. Der RS300 wird in der 0,15µm Technologie gefertigt und mit 300 MHz getaktet. Dies spricht nicht gerade für eine sehr geringe Temperaturentwicklung, was sich im späteren Verlauf unseres Tests auch bestätigen sollte. 85 bis 90°C erreicht der RS300 bei aktivierter integrierter Grafik problemlos.
Zunächst jedoch die technischen Eigenschaften im Überblick:
3D Grafik-Eigenschaften:
- Pixel Shader 1.4 Unterstützung
- Hyper-Z II Speicher Optimierung
- DirectX 8.1
- Unterstützt bis zu 2048x1536 bei 32bit
- Anisotrope Textur-Filterung (AF) und Full Screen Anti-Aliasing (FSAA)
2D Grafik-Eigenschaften:
- Highly optimized 128-bit 2D Engine
- Hardware Cursor bis zu 64x64x32bit
- Unterstützung für Microsoft Windows XP alpha cursor
Video Eigenschaften:
- Video Scaling und Filtering mit advanced 4-tap horizontal und vertical Filter
- Enhances MPEG-2 Hardware Decoding
- Integrierte Hardware Motion Kompensation und iDCT
- Hardware DVD sub-picture Decoding
Display Controller:
- 400 MHz Dual RAMDAC
- Display Rotation unterstützt
- Hot Plug Unterstützung
TV-Out Unterstützung:
- Integrierter TV-Encoder
- Unterstützung für PAL und NTSC Format
- Bis zu 1024x768x32bit
Dank DirectX 8.1 und Pixel Shader 1.4 Unterstützung sollte es somit eigentlich ein Leichtes für den Radeon 9100 IGP sein, an Intels betagter Extreme Graphics 2 vorbeizuziehen. Der Radeon 9100 IGP setzt dabei auf zwei Pixel-Pipelines, was auch schon einen Unterschied zur Radeon 9200 deutlich macht, die über vier Pixel-Pipelines verfügt. Außerdem verfügt der Radeon 9100 IGP nicht über eine eigene Vertex-Shader-Einheit. Derartige Berechnungen müssen deshalb von der CPU übernommen werden. Auch der Radeon 9100 IGP nutzt den Arbeitsspeicher des Systems wie Intels Extreme Graphics 2 - Stichwort "Shared Memory Architecture".
Eine Schelte müssen wir ATi aber leider doch im Zusammenhang mit der integrierten Grafik erteilen. Leider kombiniert ATi die Chipsatz-Treiber mit den Catalyst Treibern für den Grafikkern. Dies hat aber zur Folge, dass man die Chipsatz-Treiber nicht installieren kann, wenn man eine externe Grafikkarte ins System einbaut, die nicht von ATi stammt. Setzt man etwa eine Grafikkarte aus dem Hause Nvidia in das System ein, erhält man bei der Installation des Chipsatz-Treibers für den Radeon 9100 IGP die Fehlermeldung, dass keine passende Hardware gefunden wurde. Auch wir mussten so die externe Grafikkarte zunächst wieder ausbauen, dann die Chipsatz-Treiber installieren, um schließlich wieder die Nvidia-Grafikkarte einzusetzen, um dann erst die Detonator Treiber zu installieren. Umständlich, ärgerlich, unnötig! Hier muss ATi handeln und den Chipsatz-Treiber auch einzeln anbieten.
Besonders Dank des integrierten TV- und DVI-Ausganges eignet sich der ATi Radeon 9100 IGP hervorragend für ein Barebone, wie es der XPC ST61G4 von Shuttle darstellt. Dem Wohnzimmer-PC steht so eigentlich nichts mehr im Wege, wenn die Leistung stimmt. Genau dieser Frage nähern wir uns immer weiter und steigen tiefer in die Technik des ST61G4 hinab.
Bios
Im Test setzten wir auf ein Performance Bios FT61ST01 von ATi und wählten nicht das Serien Bios von Shuttle, da das Performance Bios von ATi keinerlei Instabilitäten aufwies, jedoch etwas schneller als das Serien Bios ist.
Das Bios hatte leider die unerfreuliche Angewohnheit nach jedem CMOS Clear mit schnellsten Timings und im Dual Channel DDR400 Betrieb zu booten, so dass es uns anfänglich auch nicht gelang, die Settings etwa auf DDR266 zu stellen, da das System stets einfror, bevor wir die Einstellungen im Bios speichern konnten. Einige CMOS Clears später gelang es uns aber schließlich doch noch und wir konnten dann mit geminderter Leistung auch endlich ein neues Bios aufspielen.
Im Folgenden möchten wir einen Überblick über eine Auswahl der Optionen im Bios geben. Um dabei zumindest einen kleinen Vergleich zu ermöglichen, haben wir zudem die Tabellen aus unserem Canterwood-Roundup übernommen:
| Features | Shuttle ST61G4 | Abit IC7-G | AOpen AX4C Max | Asus P4C800-E Deluxe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Speichertakt | Auto Sync 400 333 266 200 |
Auto 400 320 266 |
Auto 400 320 266 |
Auto 400 320 266 |
|
| Timing-Modes | By SPD Manuell |
By SPD Manuell |
By SPD Manuell |
By SPD Manuell |
|
| Speichertimings (Manuell) | |||||
| CAS Latency (CL) | 1/1,5/2/ 2,5/3/3,5/4 |
2/2,5/3 | 2/2,5/3 | 2/2,5/3 | |
| RAS to CAS Delay (tRCD) |
1/2/3/4 | 2/3/4 | 2/3/4 | 2/3/4 | |
| RAS Precharge (tRP) |
1/2/3/4 | 2/3/4 | 2/3/4 | 2/3/4 | |
| Active to Precharge Delay (tRAS) |
1/2/3/4/ 5/6/7/8 |
5/6/7/8 | 5/6/7/8 | 5/6/7/8 | |
| Burst Length | - | - | - | 4/8 | |
| Refresh Cycle | - | (Bei Game Accel.) Auto Normal Enhanced Strengthened Aggressive |
- | 7,8µSec 15,6µSec 64µSec 64T Auto |
|
| Idle Timer | - | - | - | Auto 0 8 16 64 Infinite |
|
| Besonderheiten | Smart Fan | Game Accelerator (CPC, tRD, tRDA) |
Silent Bios | Performance Mode: Turbo |
|
| Features | EPoX EP-4PCA3+ | Gigabyte GA-8KNXP | MSI 875P Neo | |
|---|---|---|---|---|
| Speichertakt | Auto 400 320 266 |
Auto 400 320 266 |
Auto 532 500 400 320 266 |
|
| Timing-Modes | By SPD Manuell |
By SPD Manuell |
By SPD Manuell |
|
| Speichertimings (Manuell) | ||||
| CAS Latency (CL) | 2/2,5/3 | 2/2,5 | 2/2,5/3 | |
| RAS to CAS Delay (tRCD) |
2/3/4 | 2/3/4 | 2/3/4 | |
| RAS Precharge (tRP) |
2/3/4 | 2/3/4 | 2/3/4 | |
| Active to Precharge Delay (tRAS) |
5/6/7/8 | 5/6/7/8/9/10 | 5/6/7/8 | |
| Burst Length | - | - | 4/8 | |
| Refresh Cycle | - | 7,8µSec 15,6µSec 64µSec |
- | |
| Idle Timer | - | - | - | |
| Besonderheiten | Command Per Clock Fast Chip Select |
PSB Parking Command Per Clock Fast Chip Select Dynamic Paging Top Performance |
Performance Mode: Slow Fast Turbo Ultra-Turbo |
|
Shuttle bietet gerade bei den Timings eine Vielzahl von Optionen, auch wenn diese teilweise in utopische Dimensionen abdriften, die aktuell von keinem Speicher erfüllt werden können. Einige Optionen zum Feintuning werden in der aktuellen Bios Version noch nicht geboten, allerdings sollte man ATi etwas Zeit geben, sich auch in diesem Bereichen noch zu verbessern.
| Features | Shuttle ST61G4 | Abit IC7-G | AOpen AX4C Max | Asus P4C800-E Deluxe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Taktraten | |||||
| Frontside-Bus | 100/133/166/200 max +15 MHz |
100 bis 412 (1 MHz Schritte) |
100 bis 400 (1 MHz Schritte) |
100 bis 400 (1 MHz Schritte) |
|
| Speichertakt FSB:DRAM |
1:1 (2,3) 3:4 (1) 4:5 (2) 5:4 (3) 6:4 (3) |
1:1 (2,3) 3:4 (1) 4:5 (2) 5:4 (3) 6:4 (3) |
1:1 (2,3) 3:4 (1) 4:5 (2) 5:4 (3) 6:4 (3) |
1:1 (2,3) 3:4 (1) 4:5 (2) 5:4 (3) 6:4 (3) |
|
| 1: Nur bei FSB400, 2: Bei FSB533, 3: Bei FSB800 | |||||
| CPU/AGP/PCI Takt | - | Auto 3:2:1 4:2:1 5:2:1 6:2:1 7:2:1 8:2:1 Fixed |
Fest bei 66.66/33.33 |
Auto 66,66/33,33 72,73/36,36 80/40 |
|
| Spannungen | |||||
| CPU | Auto 0.825 bis 1.5875 (0.0125V Schritte) |
Auto 1.550 bis 1.925 (0.025V Schritte) |
Normal 1.10 bis 1.85 (0.025V Schritte) |
Auto 1,550 bis 1,950 (0,025V Schritte) |
|
| DRAM | Auto 2.60 2.70 2.80 |
Auto 2.50 2.55 2.60 2.65 2.70 2.80 |
Auto 2,50 bis 2,80 (0,025V Schritte) |
Auto 2,55 2,65 2,75 2,85 |
|
| AGP | Auto 1,60 1,65 1,70 |
1,50 1,55 1,60 1,65 |
1,50 bis 1,65 (0,05V Schritte) |
+/-0.00 (1.50) 1,50 bis 1,80 (0,10V Schritte) |
|
| Features | EPoX EP-4PCA3+ | Gigabyte GA-8KNXP | MSI 875P Neo | |
|---|---|---|---|---|
| Taktraten | ||||
| Frontside-Bus | 100 bis 350 (1 MHz Schritte) |
100 bis 355 (1 MHz Schritte) |
100 bis 500 (1 MHz Schritte) |
|
| Speichertakt FSB:DRAM |
1:1 (2,3) 3:4 (1) 4:5 (2) 5:4 (3) 6:4 (3) |
1:1 (2,3) 3:4 (1) 4:5 (2) 5:4 (3) 6:4 (3) |
1:1 (2,3) 3:4 (1) 4:5 (2) 5:4 (3) 6:4 (3) |
|
| 1: Nur bei FSB400, 2: Bei FSB533, 3: Bei FSB800 | ||||
| AGP/PCI Takt | Auto FSB/3:FSB/6 manuell: 50 bis 80 (1MHz Schritte) |
66,66/33,33 bis 96/48 (1MHz Schritte) |
Auto 66,66/33,33 bis 151/75,50 (1MHz Schitte) |
|
| Spannungen | ||||
| CPU | Auto -0,1 bis +0,05 (0.0125V Schritte) |
Normal 0.8375 bis 1.600 (0.0125V Schritte) |
Auto 1,550 bis 1,600 (0,0125V Schritte) 1,600 bis 2,300 (1V Schritte) |
|
| DRAM | +0,1 bis +0,7 (0,1V Schritte) |
Normal +0.1 (2.70V) +0.2 (2.80V) +0.3 (2.90V) |
2,50 bis 3,30 (0,05V Schritte) |
|
| AGP | +0,1 bis +0,7 (0,1V Schritte) |
Normal +0.1 (1.60V) +0.2 (1.70V) +0.3 (1.80V) |
1,55 bis 2,10 (0,05V Schritte) |
|
Auch in diesen Optionen kann der Shuttle ST61G4 durchaus mithalten. Lediglich die CPU Voltage fällt mit maximalen 1,5875 Volt recht gering aus. Zudem lässt sich der Frontside Bus neben den vier festen Punkten bei 100/133/166 und 200 MHz jeweils in 1 MHz Schritten um maximal 15 MHz übertakten. Allerdings beziehen sich die 1 MHz Schritte auf einen FSB von 133 MHz, so dass etwa +10MHz bei einem FSB von 200 schon 214 MHz und nicht etwa 210MHz ergeben, wohingegen +10 MHz bei einem FSB von 133 MHz logischerweise 143 MHz liefern. Dies ist jedoch im Bios selbst erklärt.


Neben diesen Optionen möchten wir jedoch noch auf einige Besonderheiten vor allem in Bezug auf die integrierte Grafik eingehen. Die AGP Aperture Size kann auf 32, 64, 128, 256, 512, 1GByte oder gar 2GByte gesetzt werden. Den onboard Grafikspeicher kann man auf 8, 16, 32, 64 oder 128 MByte festsetzen. Da wir mit 1024 MByte Arbeitsspeicher testeten, stellten wir den onboard Frame Buffer auf 128 MByte. Natürlich kann auch der TV-Standard im Bios eingestellt werden. NTSC, PAL, NTCS-JAP und PAL-N stehen dabei zur Auswahl.
Damit der ST61G4 auch sein selbst gestecktes Ziel eines leisen XPCs erfüllt, besitzt das Bios im PC Health Status einige Optionen, um die Lüfter zu regulieren. In der dort verborgenen Lüftersteuerung können fünf Menüpunkte ausgewählt werden: Smart Fan, Ultra Low, Low, Mid, Full. Wählt man eine der Einstellungen Ultra Low, Low oder Mid, drehen die Lüfter 1 und 2 mit den jeweils vorgegebenen Drehzahlen der jeweiligen Stufe. Ab einer Temperatur von 80°C springen die Lüfter auf volle Drehzahl. Dies entspricht dem Full Mode, der die Lüfter durchgängig mit voller Drehzahl betreibt.
Wählt man Smart Fan aus, kann die Temperatur ab der in eine höhere Stufe geschaltet wird, selbst festgelegt werden. Dies folgt einem einfachen Schema. Wählt man beispielsweise 60°C aus, so werden die Lüfter immer im Ultra Low Mode betrieben, wenn die Temperatur weniger als 60°C beträgt, über 60°C schaltet das Bios auf Low um, um dann bei über 65° auf Mid umzuspringen. Bei Temperaturen oberhalb von 70°C werden alle Lüfter automatisch im Full Mode betrieben, wenn man 60°C als Grenze eingestellt hat. Die Grenzen richten sich dabei jeweils nach dem eingestellten Wert und liegen immer +5 bzw. +10°C oberhalb der festgelegten Grenze. Bei einer Grenze von 70°C würden die Lüfter so erst bei einer Temperatur von über 80°C (70°C + 10°C) in den Full Mode schalten.


Fan3, der Lüfter auf der Northbridge, dreht konstant mit etwa 4500 bis 4700 U/min, da der RS300 mit Werten zwischen 75 und 85°C eine recht hohe Temperatur erreicht. Angesicht dieser Werte, die durch die integrierte Grafik, die mit 300MHz taktet, begründet werden, ist der aktive Lüfter vollkommen gerechtfertigt. Der 80mm Lüfter Heatpipe dreht im Ultra Low Modus mit etwa 1800 Umdrehungen pro Minute. Das System ist im Ultra Low Modus angenehm leise, auch wenn es selbst dann noch kein absolutes "Silent System" darstellt.
Speicherkompatibilität
Da wir anfänglich mit dem ersten Bios, das uns vorlag, doch erhebliche Probleme mit einem stabilen Betrieb hatten und das Board oftmals sogar nicht einmal den Weg ins Bios fand, um die Einstellungen zu ändern, darf in diesem Artikel keinesfalls das Thema Speicherkompatibilität fehlen.
Shuttle hat dem FT61 zwar nur zwei RAM-Slots spendiert, dafür kann es jedoch nicht zu Problemen bei der Bestückung im Dual Channel Betrieb kommen. Für unseren Kompatibilitätstest wählten wir jeweils zwei gleiche Module - also ein Paar - aus und betrieben diese mit den Timings, die das SPD bzw. in unserem besonderen Fall das FT61 vorgibt. Ob die Timings aus dem SPD korrekt übernommen wurden, konnten wir, wie bereits erwähnt, nicht testen, da der Chipsatz von keinem passenden Tool erkannt wurde. Wieder einmal setzten wir auf den CPUMark des 3DMark03, der schon in der Vergangenheit ein sicherer Indikator für eine stabile Speicherkonfiguration darstellte.
| Hersteller / Modell | Erkannte Timings | Windows laden | CPUMark03 |
|---|---|---|---|
| Corsair CMX512 - 3200LL | - | ok | ok |
| Corsair CMX256A - 3700 | - | ok | ok |
| OCZ PC3700 Gold 256MB | - | ok | ok |
| Infineon PC3200U-30330-A0 | - | ok | ok |
| takeMS 512MB DDR PC400 10/03 | - | ok | ok |
| Samsung 256MB PC3200U (CCC) | - | ok | ok |
Nach dem Bios Update hatten wir glücklicherweise keinerlei Probleme mit den uns zur Verfügung stehenden Modulen einen stabilen Betrieb zu erreichen. Dabei sei jedoch angemerkt, dass wir keine Auskunft über die tatsächlichen Timings geben können, mit denen die Module betrieben wurden und zudem war es uns nicht bei allen Modulen möglich, die Timings auch nur geringfügig zu ändern.
Besonders beim Corsair CMX512 - 3200LL, den wir für unsere weiteren Tests nutzen, war es uns nicht vergönnt, die im Bios offenbar eingestellten Timings von 2-3-4-8 zu verändern. Bereits bei 2-3-4-7 war das System nicht mehr bereit fehlerfrei zu booten und fror schon nach wenigen Sekunden ein.
Testsystem
- Prozessor
- Intel Pentium 4 3,2 GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Motherboard (Timings per SPD)
- Intel 865GBF (Bios P11)
- Shuttle ST61G4 (Performance Bios FT61ST01)
- Arbeitsspeicher
- 2x512MB DDR400 Corsair CMX512 - 3200LL
- Grafikkarte
- Asus V9950 (GeForce FX 5900 Ultra)
- Peripherie
- Philips PCCD048
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- Intel Extreme Graphics 2 6.13.01.3485
- ATi Catalyst 3.9
- nVidia Detonator 45.23
- Intel Inf-Treiber 5.02.1003
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP1
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft Windows Movie Maker 2.0
- Microsoft DirectX 9.0b
Benchmarks
Wir haben die Neuvorstellung des Athlon 64 / 64 FX genutzt und unseren Benchmarkparcours generalüberholt. Dabei haben wir insbesondere auf Anwendungen, die uns Leser auf Anfrage im Forum [3]genannt haben, Wert gelegt. Neben einer Reihe aktueller Spiele liegt der Schwerpunkt nun auf Audio- und Video-Encoding. Aber auch CAD/Render-Anwendungen haben wir nach durchweg positiver Resonanz im Sortiment behalten. Wie und was wir genau gebencht haben, steht im jeweiligen Infokasten über den Ergebnissen.
- Synthetische Benchmarks
- SiSoft Sandra 2003 Max!
- Cachemem
- Science Mark
- Audio-Encoding
- Lame 3.93.1
- Ogg Vorbis
- Windows Media Encoder 9
- Video-Encoding
- XMPEG 5.0 Divx 5.1
- TMPEGEnc
- Windows Media Encoder 9
- CAD & 3D-Rendering
- Spec Viewperf 7.1
- Cinema 4D 8.1
- Lightwave 7.5c
- Datenkomprimierung
- WinRAR3.20
- 7-Zip
- Sonstiges
- Seti@Home
- Spiele
- 3DMark2001SE
- 3DMark03
- Comanche 4
- Gunmetal
- Quake 3 Arena
- Serious Sam - The Second Encounter
- Splinter Cell
- Unreal Tournament 2003
- X-2 The Threat
Speicherbenchmarks
SiSoft Sandra 2003 Max
- Offizielle Website:
www.sisoftware.co.uk [4]
- Download:
ComputerBase.de [5]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Speichertransferraten
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Speichertransferraten
Sisoft Sandra 2003 MAX - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Im Test der Speichertransferraten unter SiSoft Sandra zeigt sich eine erste Schwäche des ATi Radeon 9100 IGP bzw. der Northbridge RS300. Die Speicherbandbreite kann auch bei deaktivierter Grafik nicht mit Intels i865G oder gar i875P mithalten und muss sich um einige hundert Megabyte geschlagen geben. Auch mit aktivierter integrierter Grafik landet man hinter dem i865G mit aktivierter integrierter Grafik, allerdings muss man hier anmerken, dass ATis Chipsatz deutlich weniger Transferrate einbüßt als der i865G, sobald die integrierte Grafik aktiviert wird.
Ohne Performance Bios mit Shuttles Serien Bios fallen die Werte etwa 200 MByte schlechter aus.
Cachemem
- Offizielle Website:
Benchmarkhq.ru [6]
- Download:
Benchmarkhq.ru [5]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Default-Benchmark
Cachemem - Latenzen
Angaben in Taktzyklen
|
Auch bei den Latenzwerten muss sich der ST61G4 dem i865G Mainboard von Intel geschlagen geben und kann weder mit externer noch mit interner Grafik an die Leistungen der Springdale-Platine anschließen.
Cachemem - Bandbreite
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)
|
Die Ergebnisse beim Lesen und Schreiben bestätigen die Werte aus SiSoft Sandra und zeigen erneut, dass ATi wohl vor allem beim Memory-Controller des Chipsatzes Nachholbedarf hat und zumindest mit dem RS300 noch nicht die Leistungen eines Intel MCH erreichen kann.
Science Mark
- Offizielle Website:
Sciencemark.org [7]
- Download:
Sciencemark.org [6]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Den in Sciencemark enthaltenen Membench.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Den in Sciencemark enthaltenen Membench.
Science Mark - Latenzen
Angaben in Nanosekunden
|
Auch Science Mark reiht den ST61G4 mit ATis Radeon 9100 IGP hinter den Intel Platinen ein und liefert keine neuen Erkenntnisse.
Science Mark - Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Auch der Bandbreitentest weist ATi erneut relativ schlechte Werte aus. Das i865GBF von Intel schlägt sich unter Science Mark überraschend gut und überholt sogar die i875P-Platine. Auch wenn uns die Ergebnisse verwunderten, waren sie reproduzierbar, so dass wir sie als korrekt annehmen müssen.
Audio-Encoding
Lame 3.93.1
- Offizielle Website:
lame.sourceforge.net [8]
- Download:
Freenet.de [9]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Komprimieren einer Wave-Datei in MP3: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
- Besondere Einstellungen: bitrate 192kbit / joint stereo, optimization; quality, VBR: 320kbit, Quality 0
- Komprimieren einer Wave-Datei in MP3: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
Lame 3.93.1
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Lame hängt größtenteils vom Prozessortakt ab. Da die getesteten Mainboards die CPU alle sehr zurückhaltend takten, gibt es kaum Differenzen. Unterschiede von einer Sekunde können im Grunde als Messungenauigkeiten abgetan werden und rechtfertigen keine eindeutige Wertung. Vor allem die Tatsache, dass Intels i865GBF mit externer Grafik hinter seiner internen Lösung zurückfällt, obwohl das Speicherinterface entlastet wird, zeigt die Abhängigkeit vom CPU-Takt und den Einfluss von Messungenauigkeiten.
Ogg Vorbis
- Offizielle Website:
Vorbis.com [10]
- Download:
Vorbis.com [11] (Oggdrop)
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Komprimieren einer Wave-Datei in OGG-Vorbis mittels Ogg-Drop: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
- Besondere Einstellungen: nominal Bitrate 320 kBps (Quality 9)
- Komprimieren einer Wave-Datei in OGG-Vorbis mittels Ogg-Drop: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
Ogg Vorbis
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Auch Ogg Vorbis lässt keine weiteren Schlüsse zu. Alle geprüften Platinen sind in unserer Testkonfiguration praktisch gleich auf, da das Audio-Encoden zu sehr vom CPU-Takt als von anderen Komponenten abhängt.
Windows Media Encoder 9
- Offizielle Website:
Microsoft.com [12]
- Download:
Microsoft.com [11]
- Kostenpunkt: kostenlos, Windows 2000/XP benötigt
- Was benchen wir?
- Auch hier kommt die selbe Datei zum Zuge und wird in ein WMA konvertiert: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
- Besondere Einstellungen: 320kbps VBR
- Auch hier kommt die selbe Datei zum Zuge und wird in ein WMA konvertiert: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
Windows Media Encoder 9 - Audio
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Im Windows Media Encoder 9 zeigen sich zumindest geringfügige Unterschiede, die Intels Springdale Chipsatz leicht vor ATis Radeon 9100 IGP sehen.
Video-Encoding
XMPEG 5.0 Divx 5.1
- Offizielle Website:
Mp3guest.com [13]
- Download:
Download.de [14]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- XMPEG 5.0 encodiert einen 328MB großen THX-Werbetrailer aus dem von DVD gerippten vob-Format in ein DivX 5.1. Heraus kommen 47,35 MB.
- Besondere Einstellungen: no audio, divx 780 kbps, "home theater", disable logo, disable feedback windows, crop 720x480 auf 720x309, DivX Commandozeile: "-bv1 780 -psy 2 -key 300 -p -b -sc 50 -pq 5 -vbv 6951200,3145728,2359296 -profile 3 -nf"
- XMPEG 5.0 encodiert einen 328MB großen THX-Werbetrailer aus dem von DVD gerippten vob-Format in ein DivX 5.1. Heraus kommen 47,35 MB.
XMPEG 5.02 Divx 5.1
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Im Video-Encoding fallen die Ergebnisse wieder deutlicher aus, da die Laufzeiten länger sind und sich Unterschiede somit deutlicher herauskristallisieren. Auch unter XMPEG kann Intels i865G mit Intel Extreme Graphics 2 ATis Radeon 9100 IGP ausstechen und sich sowohl mit externer als auch mit interner Grafik vor den Konkurrenten setzen. Bisher sieht es demnach so aus, als müsste ATi auf die Grafikbenchmarks warten, um sich womöglich noch gegen Intels Kontrahenten durchzusetzen. In diesem Bereich sind zumindest die technischen Daten eindeutig auf der Seite von ATi und so sollte der Radeon 9100 IGP Intels betagter Extreme Graphics 2 deutlich überlegen sein.
TMPEGEnc
- Offizielle Website:
TMPEGEnc.net [15]
- Download:
TMPEGEnc.net [16]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Aus der soeben mit XMPEG 5.0 erstellten DivX wird mittels TMPEGEnc eine SVCD (PAL) erstellt. Die Datei ist 168,93 MB groß.
- Besondere Einstellungen: Super Video-CD PAL (MPEG-2 480x576 25fps CBR 2520kbps, Layer-2 44100Hz 224kbps), fullscreen, no resize
- Aus der soeben mit XMPEG 5.0 erstellten DivX wird mittels TMPEGEnc eine SVCD (PAL) erstellt. Die Datei ist 168,93 MB groß.
TMPGEnc 2.520
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Auch TMPGEnc bestätigt die schon in XMPEG gewonnenen Ergebnisse. Der Shuttle ST61G4 kann sich auch hier weder mit GeForce FX 5900 Ultra noch mit integrierter Grafik gegen Intels i865G Chipsatz durchsetzen.
Windows Media Encoder 9
- Offizielle Website:
Microsoft.com [11]
- Download:
Microsoft.com [11]
- Kostenpunkt: kostenlos, Windows 2000/XP benötigt
- Was benchen wir?
- Das mit XMPEG erstellte DivX wird in ein Windows Media Movie (wmv) konvertiert. Die entstandene Datei hat 120MB.
- Besondere Einstellungen: DVD quality video (VBR), 2000Kbps, PAL 25pfs
- Das mit XMPEG erstellte DivX wird in ein Windows Media Movie (wmv) konvertiert. Die entstandene Datei hat 120MB.
Windows Media Encoder 9 - Video
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Das Video-Encoden im Windows Media Player 9 bringt sehr unterschiedliche Ergebnisse zu Tage. Während Intels Platine mit integrierter Grafik die beste Performance erreicht und im Zusammenspiel mit der GeForce FX 5900 Ultra erstaunlicherweise deutlich langsamer ist, verhält es sich bei ATi genau anders herum. Der ST61G4 mit FT61 Mainboard ist mit externer Grafik deutlich schneller als mit der aktivierten, internen Grafikeinheit.
CAD & 3D-Rendering
Spec Viewperf 7.1
- Offizielle Website:
Specbench.org [17]
- Download:
Specbench.org [18]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Alle in Spec Viewperf 7.1 enthaltenen Benchmarks werden ausgeführt.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Alle in Spec Viewperf 7.1 enthaltenen Benchmarks werden ausgeführt.
Spec Viewperf 7.1 3dsmax-02
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 drv-09
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 dx-08
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 light-06
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 proe-02
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 ugs-03
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Auch Spec Viewperf sieht die Lösung von Intel stets vor ATis Chipsatzgespann. Sehr schön kann hier die Abhängigkeit von der Grafikkarte beobachtet werden. Intels integrierte Grafikeinheit kann sich hier vor ATis technisch überlegenen Lösung platzieren, da ATi hier der schlechte Memory Controller des RS300 in den Rücken fällt, der die Leistung offenbar spürbar schmälert. Spec Viewperf greift oft auf die im Arbeitsspeicher ausgelagerten Texturen zurück, so dass der ATi Radeon 9100 IGP hier seine Schwächen offenbaren muss. Ob dies auch in den folgenden zusehends grafikabhängigeren Benchmarks weiterhin der Fall sein wird, die weniger vom Speicherdurchsatz beeinflusst werden, darf jedoch bezweifelt werden.
Cinema 4D 8.1
- Offizielle Website:
Maxoncomputer.com [19]
- Download:
Maxoncomputer.com [20]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Rendern zweier Demos in der aktuellen Ansicht (render view).
- Besondere Einstellungen: caust static (320x240 NTSC), cloud sun (640x480 NTSC)
- Rendern zweier Demos in der aktuellen Ansicht (render view).
Cinema 4D 8.1 - Caustic Animated
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Cinema 4D 8.1 - Cloud Sun
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Cinema 4D erlaubt wiederum nur in der Caustic Animated Szene eine aussagekräftige Wertung, da hier die längere Laufzeit größere Abstände hervorruft. Und auch unter Cinema 4D muss sich der ATi Radeon 9100 IGP Chipsatz auf Shuttles FT61 Mainboard dem i865G auf Intels hauseigener Platine geschlagen geben. Dennoch scheint die Implementierung der Hyper-Threading Technologie im ATi Chipsatz keinen Grund zur Sorge zu geben.
Lightwave 7.5
- Offizielle Website:
NewTek.com [21]
- Download:
- keiner -
- Kostenpunkt: 1595 $ (Vollversion)
- Was benchen wir?
- Rendern der jeweiligen Datei mit "Render in Progress".
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Rendern der jeweiligen Datei mit "Render in Progress".
Lightwave 7.5c - Skullhead Newest
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Lightwave 7.5c - Tracer No Radiosity
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Lightwave bestätigt die Ergebnisse größtenteils. Lediglich in der Tracer No Radiosity Szene kann sich der Shuttle ST61G4 mit externer Grafik überraschend direkt hinter dem i875P platzieren. Langsam aber sicher nähern wir uns den Spiele-Benchmarks, die die erhoffte Wendung für ATis Chipsatz bringen könnten, doch zuerst sehen wir uns die Performance bei der Datenkomprimierung genauer an.
Datenkomprimierung
WinRAR 3.20
- Offizielle Website:
Rarlabs.com [22]
- Download:
Rarlabs.com [23]
- Kostenpunkt: kostenlose Trialversion
- Was benchen wir?
- WinRAR bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 288,87 MB.
- Besondere Einstellungen: best compression
- WinRAR bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 288,87 MB.
WinRAR 3.20
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Wie leider zu erwarten war, kann der ATi Radeon 9100 IGP auch unter Winrar keine Wunder mehr bewirken und muss sich wohl erneut wegen eines schlechten Memory Controllers geschlagen geben. Nicht umsonst arbeitet ATi bereits an einem Nachfolger des RS300, der genau dieses Problem beheben soll.
7-Zip
- Offizielle Website:
7-zip.org [24]
- Download:
7-zip.org [25]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Auch 7-Zip bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 264,69 MB.
- Besondere Einstellungen: compression ultra
- Auch 7-Zip bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 264,69 MB.
7-Zip 3.09.01 Beta
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Auch 7-Zip deckt das Manko des RS300 gnadenlos auf. Immerhin eineinhalb Minuten trennen die Kontrahenten bei identischer Konfiguration voneinander, was rund 10 Prozent entspricht.
Sonstiges
Seti@Home
- Offizielle Website:
setiathome.ssl.berkeley.edu [26]
- Download:
Seti@Home [27], ComputerBase WU1 und WU2 [28]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Bei Seti@Home gilt es, zwei verschiedene Work Units (WUs) zu berechnen. Prozessoren mit Hyperthreading bekommen beide Files gleichzeitig. CPUs ohne dieses Feature müssen sie hintereinander berechnen. Die Zeit bis zur Beendigung der letzten WU wird gemessen.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Bei Seti@Home gilt es, zwei verschiedene Work Units (WUs) zu berechnen. Prozessoren mit Hyperthreading bekommen beide Files gleichzeitig. CPUs ohne dieses Feature müssen sie hintereinander berechnen. Die Zeit bis zur Beendigung der letzten WU wird gemessen.
Seti @ Home 3.03
Angaben in Stunden, Minuten
|
Als letzte Applikation vor den Spielebenchmarks pflichtet auch Seti@Home unseren bisher gewonnenen Erkenntnissen bei und hält an der bewährten Reihenfolge fest, die sich schon bei einer Vielzahl von Tests eingestellt hat.
Spiele
3DMark2001SE
- Offizielle Website:
Futuremark.com [29]
- Download:
ComputerBase [30]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: Update auf Version 330.
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
3DMark2001SE
Angaben in Punkten
|
Obwohl der 3DMark2001 SE schon etwas betagt ist, erreichen die integrierten Grafikeinheiten trotzdem keine Bestleistungen. Dennoch kann der Radeon 9100 IGP erstmals deutlich am i865G mit Intels Extreme Graphics 2 vorbeiziehen und lässt andeuten, was in den nächsten Tests zum Standard werden sollte.
Bei gleicher Grafikkarte, sprich GeForce FX 5900 Ultra, hat der Radeon 9100 IGP aber erneut das Nachsehen gegenüber dem i865G und i875P.
3DMark03
- Offizielle Website:
Futuremark.com [31]
- Download:
ComputerBase [32]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: Update auf Version 330.
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
3DMark03
Angaben in Punkten
|
Der i865G mit aktivierter integrierter Grafik bringt es gerade einmal auf 132 Punkte, die aus einer einzigen Szene stammen. Zu mehr reicht es mit der Intel Extreme Graphics 2 nämlich nicht, da die nötige Unterstützung fehlt. Für den ATi Radeon 9100 IGP sieht es deutlich besser aus und er kann Dank PixelShader 1.4 und DirectX 8 Unterstützung den i865G in die Schranken weisen, laufen doch nun auch zusätzlich die höherbewerteten Tests Battle of Proxycon und Troll's Lair und generieren weitere Punkte. An eine GeForce FX 5900 Ultra kann natürlich keine der beiden integrierten Lösungen heranreichen.
3DMark03 CPUMark
Angaben in Punkten
|
Während der i865G mit aktiviertem IGP keine Wertung erhält, da zu wenig Tests durchlaufen werden können, schafft es der ATi Radeon 9100 IGP auf dem FT61 im ST61G4 von Shuttle auch nicht zu wirklichen Bestleistungen und muss sich hinter der Springdale und Canterwood Platine einreihen.
Comanche 4
- Offizielle Website:
Novalogic.com [33]
- Download:
Novalogic.com [34]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Comanche-Demo in 1024x768 bei 32 Bit.
- Besondere Einstellungen: texture compression, disable sound, disable vsny, hardware shaders, full screen antialiasing 0
- Comanche-Demo in 1024x768 bei 32 Bit.
Comanche 4 - 1024x768x32
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Ein weitere Mal zeigt sich, dass Intels Extreme Graphics 2 nicht mehr ganz Up-to-Date ist und so leider kein Hardware Transform & Lighting besitzt, was Comanche 4 daran hindert, den Benchmark zu durchlaufen. Die Leistung des Radeon 9100 IGP ist ordentlich und kann sich sogar im Verhältnis zur GeForce FX 5900 Ultra durchaus sehen lassen. Wer sich nun wundert, warum wir eingangs schrieben, dass der RS300 über kein HW-TnL verfügt, aber diesen Test trotzdem durchläuft, dem kann geholfen werden. Wie auch in den letzten Treibern der seligen Voodoo4 und 5, sowie dem lange angekündigten Kyro II SE wird hier per Treiber eine vorhandene HW-TnL Einheit vorgetäuscht, deren Aufgaben aber von der CPU ausgeführt werden.
Quake 3 Arena
- Offizielle Website:
Quake3Arena.com [35]
- Download:
Guru3D.com [36] (Q3Bench)
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Wir benchen Quake3Arena Point Release 1.31 mit Q3bench 2.00 beta. Das Mittel aus drei Durchgängen wird gewertet.
- Besondere Einstellungen: Demo four.dm_76, 1024x768 Max Details, Sound aus, Text compression off
- Wir benchen Quake3Arena Point Release 1.31 mit Q3bench 2.00 beta. Das Mittel aus drei Durchgängen wird gewertet.
Quake 3 Arena - 1024x768 Max
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake 3 Arena stellt für aktuelle Grafikkarten kein Problem mehr dar, bringt die integrierten Grafikeinheiten aber durchaus ins Schwitzen. Auch hier ist der Radeon 9100 IGP dem i865G hoffnungslos überlegen und zaubert mehr als doppelt so viele Bilder pro Sekunde auf den Bildschirm.
Doch Quake 3 Arena ist auch sehr speicherlastig und zeigt erneut, dass der ST61G4 mit FT61 Mainboard und ATi Radeon 9100 IGP nichts gegen Intels i865G ausrichten kann, wenn beide auf dieselbe Grafikkarte zurückgreifen. Etwa fünf Prozent sind bei Frameraten jenseits der 350 jedoch nicht gerade bedeutend und sollten nicht überbewertet werden.
Serious Sam - The Second Encounter
- Offizielle Website:
Serioussam.com [37]
- Download:
Fileplanet.com [38] (Demo)
- Kostenpunkt: 10,00 Euro (Amazon.de [39])
- Was benchen wir?
- Serious Sam - The Second Encounter - Version 1.07
- Besondere Einstellungen: 3DCenter.org 32bit HQ++ Settings, Demo Kathedrale
- Serious Sam - The Second Encounter - Version 1.07
Serious Sam - 1024x768x32 HQ++
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Serious Sam - Tiefmittel
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Ein richtiges Spielvergnügen würde sich zwar auch bei Serious Sam - The Second Encounter mit den integrierten Grafikprozessoren nicht einstellen, für ein Spielchen zwischendurch reicht aber immerhin der Radeon 9100 IGP. Wieder einmal lässt er Intels Extreme Graphics 2 alt aussehen. Doch wieder einmal kann ATi Intel ohne integrierte Grafik nicht ganz das Wasser reichen und landet im Zusammenspiel mit der GeForce FX 5900 Ultra erneut hinter dem Chipsatz aus den USA.
Unreal Tournament 2003
- Offizielle Website:
Blizzard.de [40]
- Download:
Atari.com [41]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Ur-Demo Version 2206.
- Besondere Einstellungen: 1024x768
- Ur-Demo Version 2206.
Unreal Tournament 2003 - Flyby
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unreal Tournament 2003 - Botmatch
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Neues Spiel, altes Bild. Auch beim relativ aktuellen Titel Unreal Tournament 2003 kann ATi von den viel besseren Merkmalen der integrierten Grafik profitieren und zeigt Intel deutlich, wie eine integrierte Grafik sein kann und sollte, um auch kurze Spielchen zwischendurch zu ermöglichen, wenn man den PC zwar hauptsächlich für Büroarbeiten nutzt, aber etwa auch bei aktuellen Demos mal kurz in die virtuelle Welt eintauchen möchte.
X-2 The Threat
- Offizielle Website:
Egosoft.com [42]
- Download:
EgoSoft.com [43]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: 1024x768 bei 32 Bit, automatic quality, bumpmaps, fullscreen
- Default-Benchmark
X-2 The Threat - 1024x768x32
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Wieder einmal zeigt sich auch bei X-2 The Threat ein völlig umgedrehtes Bild im Vergleich zu den Audio, Video und CAD Benchmarks. Bei Spielen weiß der ATi Radeon 9100 IGP gerade mit integrierter Grafik zu überzeugen und kann sich in diesem Bereich anders als in den anderen auch problemlos vor Intel platzieren.
Gunmetal
- Offizielle Website:
Yetistudios.com [44]
- Download:
nVidia.com [45](Demo), Games Domain [46] (Benchmark)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo und Benchmark
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
Gunmetal - 1024x768x32 2xFSAA
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Gunmetal ist ebenfalls ein aktueller Titel, der Intels Extreme Graphics 2 seine Grenzen aufzeigt. Unsere Testsettings mit 2xFSAA können von Intels integrierter Grafik nicht erfüllt werden, ATi schafft es immerhin auf acht Bilder pro Sekunde.
Splinter Cell
- Offizielle Website:
Splintercell.de [47]
- Download:
Splintercell.de [48] (Demo)
- Kostenpunkt: 29,85 ? (Amazon.de [49]), Demo nicht zum Benchen geeignet
- Was benchen wir?
- Splinter Cell 1.2
- Besondere Einstellungen: 1024x768 bei 32 Bit, no sound, shadow high, shadowresolution high, effectquality very high, shadowmode projector
- Splinter Cell 1.2
Splinter Cell - 2_2_1_Kalinatek
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch in Splinter Cell entsprachen unsere Einstellungen nicht ganz dem Geschmack einer Intel Extreme Graphics 2 und so beendete sich das Spiel mit einer Fehlermeldung. Für ATis Radeon 9100 IGP waren auch diese Settings kein Problem, auch wenn man im Durchschnitt keine Frameraten erreichte, die ein angenehmes Spielen ermöglichen. Mit etwas abgespeckten Einstellungen wäre dies aber durchaus möglich.
Schnittstellen
Onboard-Sound Performance
- Offizielle Website:
-
- Download:
-
- Kostenpunkt: -
- Was benchen wir?
- Quake 3 Arena 1.31 mit aktiviertem und deaktiviertem OnBoard-Sound (Stereo).
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Quake 3 Arena 1.31 mit aktiviertem und deaktiviertem OnBoard-Sound (Stereo).
Performance mit Onboard-Sound (Stereo)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Performance mit Onboard-Sound (5.1)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Der Onboard-Sound schlägt sich wie üblich auf die Leistung nieder. Auch Shuttles ST61G4 mit ALC650 Audio Codec ist von diesem Laster nicht befreit, verliert allerdings im üblichen Rahmen an Performance, soviel können wir aus unseren Erfahrungswerten aus der Vergangenheit sagen.
Onboard-Sound Qualität
Nun, da die reine Performance des Shuttle ST61G4 betrachtet wurde, soll es an dieser Stelle um die Audio-Qualitäten gehen. Hierbei gilt: Mit der Zeit sind die Onboard-Soundkarten immer leistungsfähiger geworden. Die neueste Generation kann mit 5.1 Sound und gutem Klang aufwarten. Doch ist hierbei der verwendete Soundchip entscheidend und genau auf diesen möchten wir an dieser Stelle unser Augenmerk legen.
| Frequency response (40 Hz bis 15 kHz), dB |
Noise level dB (A) |
Dynamic range dB (A) |
THD % |
IMD % |
Stereo crosstalk dB |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Abit IC7-G (Realtek ALC650) |
+0.36, -0.30 (Gut) |
-78.0 (Durchschnitt) |
77.9 (Durchschnitt) |
0.0079 (Sehr gut) |
0.615 (Schlecht) |
-75.3 (Sehr gut) |
| Abit IS7-G (Realtek ALC650) |
+0.36, -0.29 (Gut) |
-57.7 (Schlecht) |
48.0 (Schlecht) |
0.104 (Durchschnitt) |
1.112 (Schlecht) |
-77.3 (Sehr gut) |
| AOpen AX4C Max (Realtek ALC650) |
+0.36, -0.30 (Gut) |
-77.5 (Durchschnitt) |
76.6 (Durchschnitt) |
0.012 (Gut) |
0.616 (Schlecht) |
-74.4 (Gut) |
| Asus P4PE (ADI AD1980) |
+0.11, -0.45 (Gut) |
-75.2 (Durchschnitt) |
75.0 (Durchschnitt) |
0.0044 (Sehr gut) |
0.065 (Gut) |
-75.9 (Gut) |
| Asus P4C800 (ADI AD1985) |
+0.17, -0.45 (Gut) |
-85.4 (Gut) |
84.1 (Gut) |
0.0043 (Sehr gut) |
0.036 (Gut) |
-83.9 (Sehr gut) |
| Asus P4C800-E Deluxe (ADI AD1985) |
+0.33, -0.08 (Gut) |
-82.5 (Gut) |
82.1 (Gut) |
0.0087 (Sehr gut) |
0.050 (Gut) |
-81.2 (Sehr gut) |
| Asus P4P800 (ADI AD1985) |
+0.20, -0.15 (Sehr Gut) |
-84.9 (Gut) |
83.6 (Gut) |
0.0042 (Sehr gut) |
0.034 (Gut) |
-82.4 (Sehr gut) |
| EPoX EP-4PCA3+ (C-Media CMI9739A) |
+0.21, -0.15 (Sehr gut) |
-66.9 (Durchschnitt) |
65.3 (Durchschnitt) |
0.051 (Durchschnitt) |
1.691 (Schlecht) |
-67.4 (Gut) |
| EPoX 4PDA2+ (C-Media 9738A) |
+0.13, -1.38 (Durchschnitt) |
-72.4 (Durchschnitt) |
67.9 (Durchschnitt) |
0.089 (Durchschnitt) |
1.671 (Schlecht) |
-73.3 (Gut) |
| Gigabyte GA-8KNXP (Realtek ALC655) |
+0.21, -1.38 (Durchschnitt) |
-83.1 (Gut) |
82.7 (Gut) |
0.185 (Durchschnitt) |
0.617 (Schlecht) |
-59.2 (Durchschnitt) |
| Gigabyte GA-8PENXP (Realtek ALC655) |
+0.21, -1.38 (Durchschnitt) |
-83.5 (Gut) |
82.4 (Gut) |
0.183 (Durchschnitt) |
0.617 (Schlecht) |
-58.8 (Durchschnitt) |
| Gigabyte GA-8S648FX (Realtek ALC650) |
+0.36, -0.30 (Gut) |
-86.9 (Gut) |
85.7 (Gut) |
0.0077 (Sehr gut) |
0.610 (Schlecht) |
-82.8 (Sehr gut) |
| Intel D865PERL (ADI AD1985) |
+0.09, -0.15 (Sehr Gut) |
-81.1 (Gut) |
80.7 (Gut) |
0.0079 (Sehr gut) |
0.046 (Gut) |
-79.6 (Sehr gut) |
| Intel D865GBF (ADI AD1985) |
+0.09, -0.14 (Sehr Gut) |
-81.2 (Gut) |
80.7 (Gut) |
0.0078 (Sehr gut) |
0.045 (Gut) |
-79.0 (Sehr gut) |
| MSI 865PE Neo2-FIS2R (C-Media 9739A) |
+0.14, -2.05 (Durchschnitt) |
-74.7 (Durchschnitt) |
71.8 (Durchschnitt) |
0.146 (Durchschnitt) |
1.792 (Schlecht) |
-74.8 (Gut) |
| MSI 875P Neo (ADI AD1980) |
+0.78, -0.21 (Gut) |
-77.6 (Durchschnitt) |
77.3 (Durchschnitt) |
0.026 (Gut) |
0.073 (Gut) |
-76.0 (Sehr gut) |
| QDI P4i865GA-6A (Realtek ALC650) |
+0.38, -0.30 (Gut) |
-63.3 (Schlecht) |
61.6 (Schlecht) |
0.043 (Gut) |
0.752 (Schlecht) |
-60.1 (Durchschnitt) |
| Shuttle XPC ST61G4 (Realtek ALC650) |
+0.24, -0.29 (Gut) |
-84.8 (Gut) |
84.5 (Gut) |
0.010 (Gut) |
0.611 (Schlecht) |
-57.6 (Durchschnitt) |
Shuttle erreicht mit dem ALC 650 Sound-Codec von Realtek ähnlich gute Werte wie das Gigabyte GA-8S648FX und kann sich so von den anderen Platinen, die ebenfalls auf den ALC650 setzen, etwas abheben. An die in unseren Tests bisher besten Chips von ADI reicht es zwar nicht ganz heran, dennoch stellt der ALC650 eine gute Onboard-Lösung dar, die wenig Kritik zulässt und für die meisten Benutzer ausreichendes Klangvergnügen und genügend Optionen bieten sollte.
Fazit
Shuttle XPC ST61G4
Das Fazit unseres Artikels möchten wir Zweiteilen. In diesem Abschnitt gehen wir auf den XPC ST61G4 von Shuttle näher ein und im nächsten Abschnitt versuchen wir ein Fazit zum ATi Radeon 9100 IGP zu entwickeln.
Der ST61G4 ist insgesamt ein sehr gelungener XPC aus dem Hause Shuttle, hat jedoch auch seine Schwächen, die nicht zuletzt mit dem Radeon 9100 IGP zusammenhängen. Doch auch am XPC selbst gibt es kleinere Kritikpunkte, die wir im Folgenden erläutern werden.

Die Position des Kartenlesers ist zwar nicht optimal und benötigt immerhin einen 3,5" Schacht des ST61G4, wegen der Kompaktheit des XPCs kann man Shuttle aber auch hier keinen wirklichen Vorwurf machen, da eine andere, sinnvolle Position kaum zu realisieren gewesen wäre. Ein Floppy-Laufwerk wird so zwar ebenfalls unmöglich, angesichts der weiten Verbreitung von USB-Sticks und der Fähigkeit von diesen zu Booten, allerdings ein aus unserer Sicht nicht allzu gravierender Umstand. Gleichzeitig kann man so die schicke Spiegelfront des ST61G4 auch nicht durch ein altes Floppy-Laufwerk herabwerten. Das schicke Silber des ST61G4 macht es ohnehin schon schwer genug, auch nur ein beige farbenes CD-ROM Laufwerk in das System einzubauen. Falls möglich, empfiehlt es sich das CD-ROM Laufwerk mit einer silbernen Frontpartie zu versehen, die in fast jedem Online-Shop erhältlich sind, um nicht einen allzu gravierenden Stilbruch zu begehen.
Die im Artikel beschriebene Inkompatibilität mit manchen Grafikkarten mag für einige zwar nicht erfreulich sein, ist angesichts des Radeon 9100 IGP von ATi aber nicht verheerend. Zumal die eigentliche Zielgruppe des ST61G4 ohnehin nicht auf eine externe Grafikkarte zurückgreifen wird. Die Tatsache, dass man den ST61G4 aber überhaupt mit einer externen Grafikkarte versehen kann, ist lobenswer. So ist man nicht zwingend auf die integrierte Grafik des Radeon 9100 IGP angewiesen und kann bei Bedarf eine schnellere Grafikkarte in das System einsetzen.

Mit seinen vier Lüftern, die angesichts der hohen Temperaturen des RS300 und der Leistung des Netzteils durchaus berechtigt sind, stellt der ST61G4 zwar kein absolutes Silent System dar, kann im Ultra Low Modus jedoch angenehm überraschen und erfreut den Benutzer mit einem relativ leisen Lüftergeräusch. Im Full Modus ist der ST61G4 dagegen unüberhörbar und alles andere als leise.
Doch nachdem wir nun einiges bemängelt haben, müssen wir auch auf die positiven Seiten des ST61G4 von Shuttle eingehen. Die Leistung kann sich für einen XPC durchaus sehen lassen und gerade die onboard Grafik in Form des Radeon 9100 IGP weiß in Spielen gegenüber Intels Extreme Graphics 2 zu überzeugen. Mit einem High-End PC mit Intels i875P kann der ST61G4 jedoch nicht mithalten - dies erwarten wir jedoch auch nicht von einem XPC, der über integrierte Grafik und TV-Ausgang verfügt und somit geradezu prädestiniert für den Einsatz im Wohnzimmer ist. Die Leistung mit integrierter Grafik reicht aus, um auch mal ab und an ein kleines Spielchen zwischendurch zu bestreiten oder um neu erschienene Demoversionen anzuspielen. Für den Office Einsatz ist die integrierte Grafik fast schon wieder überdimensioniert.
Der integrierte Kartenleser ist nützlich und kann zudem mit allen gängigen Formaten umgehen. Das 250 Watt starke Netzteil, das auch hungrige Grafikkarten mit ausreichend Strom versorgen kann, ist trotz seiner zwei 40 mm Lüfter angenehm leise und bleibt auch unter Last recht kühl. Der ST61G4 ist ohnehin sehr gut gekühlt und gerade im Full Mode muss trotz der sehr kompakten Bausweise keine Komponente ins Schwitzen kommen.
Das Design des ST61G4 gefällt uns gut und auch an der Verarbeitung haben wir nichts auszusetzen - sie ist hochwertig und sämtliche scharfen Kanten wurden entfernt oder mit Gummi ummantelt. Die Anordnung im Inneren des Systems ist durchdacht und erlaubt einen schnellen Zugriff auf alle relevanten Komponenten, auch wenn es sich natürlich nicht vermeiden lässt, dass man den Laufwerkrahmen herausnehmen muss, wenn man an die CPU gelangen möchte. Die Installation gestaltet sich sehr intuitiv und sollte so auch von unerfahrenen Käufern ohne größere Probleme durchgeführt werden können.
Vielfältige Anschlussmöglichkeiten und ein guter onboard Sound runden das Gesamtpaket sehr gut ab und machen aus dem ST61G4 einen hervorragenden Office oder Wohnzimmer PC, der die Aufgaben, für die er von Shuttle konzipiert wurde, problemlos meistert.
ATi Radeon 9100 IGP
Der ATi Radeon 9100 IGP hinterließ bei uns eine geteilte Meinung und man muss seine Leistungen differenziert betrachten. Die Gliederung in North- und Southbridge ist dabei durchaus sinnvoll um genauer auf die Stärken und Schwächen des Radeon 9100 IGP einzugehen.
Der RS300 (Northbridge) überzeugt zwar mit Features wie Dual Channel DDR400, FSB800 und Hyper-Threading Unterstützung, sein größtes Problem ist jedoch der relativ schlechte Memory-Controller, der nicht mit der Intel-Konkurrenz mithalten kann. Dies wirkt sich auch deutlich auf die Speichertransferraten aus, so dass der Radeon 9100 IGP vor allem im Zusammenspiel mit einer externen Grafikkarte gegenüber der Konkurrenz verliert. Nutzt man die integrierte Grafik, mag dieser Umstand noch zu vertreten sein, da sich die schlechte Transferrate hier weniger stark bemerkbar macht. Dennoch überarbeitet ATi den Speicher-Controller sicherlich nicht umsonst und tut gut daran, ihn bald zu ersetzen, um so vielleicht auch gegen Intels schnellste Chipsätze bestehen zu können.

Die integrierte Grafik an sich weiß jedoch zu überzeugen und stellt jede andere Onboard-Lösung für den Pentium 4 in den Schatten. Sie ist nicht nur technisch auf einem aktuellen Stand, der für eine integrierte Grafik hervorragend ist, sondern kann die theoretischen Werte auch in Leistung ummünzen und ermöglicht dem Nutzer so das ein oder andere Spielchen zwischendurch.
Auch der vorhandene AGP8x Steckplatz erfreut das Auge und beschränkt den Käufer nicht auf die integrierte Grafik des Radeon 9100 IGP. TV- und DVI-Ausgang runden den Chipsatz ab und machen ihn zu einer sehr guten Lösung für Office und Wohnzimmer PCs. Der größte Kritikpunkt bleibt somit der Memory-Controller.
Auch der IXP 150 (Southbridge) kann nicht ganz mit den Konkurrenten mithalten und lässt einige Features vermissen, die in anderen Southbridges schon lange Einzug erhalten haben. Ein integrierter Ethernet-Controller ist dem IXP 200 und 250 vorbehalten und im IXP 150 nicht vorhanden. Ein Pendant zu Intels zugegeben kostspieligen Communication Streaming Architecture (CSA) bietet ATi nicht. Dieser Punkt ist jedoch nicht allzu negativ zu bewerten, da ATi keinen Gigabit Ethernet-Controller in den IXP 200 und 250 integriert hat. Ebenso verfügt kein IXP von ATi über Serial-ATA Unterstützung - hier ist die Konkurrenz einen Schritt voraus. Sechs USB2.0 Ports sind in aller Regel vollkommen ausreichend, Intel bietet jedoch gleich acht Ports. Firewire wurde wie bei der Konkurrenz ebenfalls nicht integriert und muss über einen onboard Chip bereitgestellt werden. Somit bietet der IXP 150 eher eine rudimentäre Lösung, als eine vor Features und Extras strotzende Southbridge. Dies macht sie jedoch vergleichsweise kostengünstig und lässt jedem Hersteller freie Wahl bei den onboard Komponenten.
Mit dem IXP 300 und IXP 400 erhalten dann im ersten Quartal 2004 auch Serial-ATA und PCI Express Einzug in die Southbridge. Zudem wird der P-ATA Standard auf ATA133 beschleunigt und die Anzahl der USB2.0 Ports auf acht erhöht. ATi arbeitet demnach sowohl bei der North- als auch bei der Southbridge an sinnvollen Erweiterungen.
Der ATI Radeon 9100 IGP ist somit ein stabiler und relativ schneller Chipsatz, der zwar nicht ganz mit den Spitzenmodellen mithalten kann, jedoch einen durchaus gelungenen Einstieg im Integrated Bereich darstellt. Die integrierte Grafik schlägt die Konkurrenz in der 3D-Leistung deutlich und macht den ATi Radeon 9100 IGP gerade in XPCs wie dem ST61G4 von Shuttle interessant. Dem leistungsfähigen Wohnzimmer PC steht somit (fast) nichts mehr im Wege.
