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Test: MSI Mega 865 vs. ASUS T2-R

von Jirko Alex

Einleitung

In diesem Test vertreten sind ASUS und MSI, dessen Portfolio wir zu diesem Zwecke durchstöberten. Aufgrund des mangelnden Angebots von Mini-PCs für AMDs Athlon64-Generation [1] beschränkten wir den heutigen Test auf Protagonisten mit Chipsätzen für Intels Sockel 478-Prozessoren. Dass auch hier kein Technikstillstand zu verzeichnen ist, sollte aber nach einem Blick auf die Barebones und deren Featureliste klar werden. So ist „Multimedia“ nicht mehr nur ein Schlagwort der bunten Werbung, allein die Fähigkeit der Radiofunktion rückt das Einsatzgebiet näher an das Wohnzimmer oder den Hobbyraum heran.

MSI - ASUS
MSI - ASUS

Die Tür zu eben jenen Gefilden öffnet sich jedoch weiterhin nicht nur aufgrund eines neuen Features. Nur wer in seiner Gesamtheit als Multimediainstrument überzeugen kann, dem soll der Spagat zwischen Rechenmaschine und Wohnzimmer-PC gelungen sein. Und so gehören auch in diesem Bericht umfangreiche Tests zum Prozedere, die nicht nur auf die Spieletauglichkeit ausgerichtet sind. Ebenso beäugt werden sollen das Design sowie die tatsächliche Umsetzung des ausgeschriebenen Fortschritts. Dass hier auch noch nicht alles so funktioniert, wie es soll, sei daher einmal vorweg genommen...

Lesezeichen

Auch an dieser Stelle sei ein Blick auf frühere Berichte angeraten. Denn auch wenn die beiden Vertreter des aktuellen Tests auf die direkte Konkurrenz durch ein Shuttleprodukt verzichten können, haben wir in früheren Tests bereits deren Vorzüge erörtert. Ein Blick lohnt sich, wenngleich der Überblick plattformübergreifend ausfällt.

Vorstellung der Probanden

Zu Beginn unseres Berichtes sei als erstes das äußere Erscheinungsbild der Testobjekte zu untersuchen. Schließlich stellt der erste Eindruck des Äußeren ein nicht zu unterschätzendes Kaufkriterium dar. Interessant ist in diesem Vergleich, dass die beiden Testobjekte wohl unterschiedlicher nicht sein könnten, wie sich im Laufe des Berichtes mehrmals herausstellen wird. So beginnt schon in der Betrachtung der äußeren und inneren Werte die Liste der Unterschiede.

MSI Thumb Begonnen werden soll bei der Auswertung mit MSIs Mega 865 Barebone. Der kleine Würfel besticht rein äußerlich durch sein elegantes Erscheinungsbild, das große Display sowie die auffallende äußerliche Anlehnung an ein HiFi-Rack stechen klar hervor.

ASUS Thumb ASUS' Barebone setzt designtechnisch ganz andere Maßstäbe und erinnert, ungeachtet seiner wahren Ausmaße, eher an einen Tower denn einen platzsparenden Mini-PC. Dass aber auch hier die Platzersparnis auf Multimediatechnik trifft, soll im Test gezeigt werden.

Bevor wir nun zu der Auswertung von Design und den inneren Gegebenheiten, zu dem Alltagstest und der Multimediafähigkeit kommen, sei speziell beim ersten Aspekt noch einmal erwähnt: Die Auswertung des Äußeren kann nie ohne den Einfluss des eigenen Geschmacks vorgenommen werden. Dieser Geschmack, die persönliche Auswertung des äußeren Erscheinungsbildes, ist aber weder Kaufgrund noch Kritik, sofern es sich nicht um eindeutige optische Mängel handelt. Was dem einen missfällt, das sagt dem anderen zu. So bleibt auch in diesem Test den Produktbildern ein nicht zu unterschätzender Wert zuzusprechen, da nur sie wahrlich objektiv sind. Trotz eigener Mühe also, wertende Begriffe bei dem Beschreiben des Designs möglichst nicht zu nutzen, sei der Text des Autors dennoch nur als ein möglicher Leitfaden anzusehen.

Technik und Ausstattung

Um nicht die technischen Daten im Text mühsam zusammensuchen zu müssen und um eine klare Übersicht für die Leser zu bieten, soll der eigentlichen Untersuchung der beiden Barebones eine Tabelle aller Daten, Features sowie der Ausstattung vorangehen. Eine detaillierte Auflistung des Testsystems steht dem Benchmarkparcours voran, weshalb dieser Anfang des Berichtes auch nur den ersten Teil für Zahlendreher ausmacht.

Ausstattung und Lieferumfang der Barebones
Features/Lieferumfang MSI Mega 865 ASUS T3-R
Chipsatz Intel Springdale-G ATI RS300/IXP200
Ausbaufähigkeit für Prozessoren Pentium 4 Northwood/Prescott* CPUs
über 3,06 GHz
Pentium 4 Northwood(/Prescott) CPUs
max. 3,4 GHz
*Am Ende des Tests erschien ein neues BIOS-Update [6], das nach Angaben von MSI auch eine Prescottunterstützung enthält.
Frontside-Bus
400 MHz Ja Ja
533 MHz Ja Ja
800 MHz Ja Ja
Speichertakt/typ
100 MHz/DDR200 Ja Ja
133 MHz/DDR266 Ja Ja
166 MHz/DDR333 Ja Ja
200 MHz/DDR400 Ja Ja
Dual Channel Modus verfügbar verfügbar
maximaler RAM-Ausbau 2 GByte (2 Slots) 2 GByte (2 Slots)
OnBoardgrafik Intel Extreme Graphics 2 ATI Radeon 9100 OnBoardgrafik
OnBoardsound AC97 Soundchip, 5.1 Kanäle AC97 Soundchip, 5.1 Kanäle
interne Steckplätze 1x PCI
1x AGP (8x)
1x PCI
1x AGP (8x)
W-LAN Fähigkeit Ja (W-LAN 802.11b - 10Mbit/s) Ja, in der Deluxe-Version (W-LAN 802.11b - 10 Mbit/s)
verfügbare Anschlüsse
Vorderseite Mic-in/Kopfhörer
2x USB 2.0
2x IEEE 1394 (4-pin + 6-pin)
Optical SPDIF Eingang
MIC-in/Kopfhörer
2x USB 2.0
SPDIF Ausgang
Rückseite 1x VGA
1x Parallel
1x Seriell
2x PS2
10/100 Mbps LAN
2x USB 2.0
optischer SPDIF Ausgang
Speaker-Ausgang/Line-In/MIC-In
Modem
1x VGA
1x Parallel
2x PS2
2x USB 2.0
Game/MIDI Port
10/100Mbps LAN
Line-In/Line-Out/Speaker Ausgang
Laufwerkseinschübe 1x 5,25" (ODD)
2x 3,5" (HDD/Kartenleser)**
2x 5,25" (ODD)
2x 3,5" (FDD/HDD)***
** MSI sieht genug Anschlussmöglichkeiten für eine zweite Festplatte vor, um diese montieren zu können muss allerdings der Kartenleser ausgebaut werden, da sonst die zweite Festplatte nicht genug Platz findet. Die 2 3,5" Laufwerksschächte können also entweder für zwei Festplatten oder für eine HDD und einen Kartenleser genutzt werden!
*** Das Floppy-Laufwerk befindet sich am oberen Ende des Towers, die Festplatte sitzt quer genau am unteren Ende. Wollte man nun zwei Festplatten, eine anstatt des Diskettenlaufwerkes, einbauen, so bräuchte man ein außerordentlich langes PATA Kabel, dessen Master - und Slave-Anschluss etwa 35cm auseinanderstehen. Aus diesem Grund ist trotz der zwei verfügbaren 3,5" Schächte nur eine Festplatte sowie das FDD nutzbar.
Ausmaße des Barebones 202mm (B) x 151mm (H) x 330mm (T) 190mm (B) x 310mm (H) x 300 mm (T)
Lieferumfang Barebone
Fernbedienung
CPU-Kühler
Radioantenne
Schrauben
Barebone
CPU-Kühler
Radioantenne
Schrauben
Besonderheiten HiFi-Modus ohne installierte Hardware lauffähig - lüfterloser Betrieb im HiFi-Modus! ungewöhnliche Größe - Platzangebot für zwei optische Laufwerke

Die äußeren Werte

MSI Mega 865

Kandidat Nummer Eins aus dem Hause MSI hält sich an eher bekannte Größen, die man von einem Barebone gewöhnt ist. Mit den Maßen 202(B)x151(H)x330(T) (in Millimetern) belegt dieser kompakte Quader nur einen kleinen Schreibtischbereich. Nichtsdestotrotz versucht auch der kleinste Vertreter in unserem Test durch große LED-Augen das Testerherz zu erweichen. So findet sich auf der Gehäusefront ein ca. 12 x 4 cm großes Display wieder. Hinter diesen stattlichen Ausmaßen verbergen sich Anzeigen für die Uhrzeit sowie den Radiosender, CD-Spielzeit, Equalizereinstellungen und eine Lautstärken-gerechte Farbuntermalung des gespielten Musikstückes. Auf die einzelnen Funktionen soll aber später noch einmal gesondert eingegangen werden.

Unter dem Display, das sich fast fließend in die verspiegelte Oberfläche der Front einfügt, befinden sich übliche Bedienelemente für eine HiFi-Anlage. Die fünf Knöpfe lassen sich ebenfalls auf der beiliegenden Fernbedienung wieder finden.

Frontalsicht
Frontalsicht
HiFi-Elemente
HiFi-Elemente

MSI Mega Front
MSI Mega Front
Schrägansicht MSI Mega
Schrägansicht MSI Mega

Unter diesen in Silber gehaltenen Steuerelementen erdachten MSIs Designer die Positionierung für den Kartenleser. Und so finden sich, in die spiegelnde Oberfläche nahtlos integriert, zwei Einschübe für insgesamt fünf Typen von Speicherkarten. Geschluckt werden von dem Barebone CompactFlash-Speicherkarten, Memory Sticks sowie SD-, SM- und MMC-Speichermedien. Den Abschluss und somit die untere Grenze der Spiegelfläche bildet eine robuste Klappe, hinter der sich zahlreiche Zusatzanschlüsse verbergen. Neben einem Mirkofoneingang sowie Kopfhörerausgang befinden sich noch zwei USB-Anschlüsse, ein SPDIF-Eingang sowie zwei IEEE1394-Ports in der Front.

Geöffnet wird die gut in die Vorderseite integrierte Klappe übrigens über einen separaten Knopf. Dieser befindet sich auf einem ebenfalls dem HiFi-Design angelehnten rötlichen Seitenstreifen, dessen markantestes Merkmal der große Drehknopf in der oberen Hälfte des Barebones ist. Dieser ist für die Regelung der Lautstärke zuständig, befindet sich der Barebone im „HiFi“ Modus. Im normalen PC-Betrieb ist er quasi nutzlos, was aber auch nicht groß ins Gewicht fällt, regelt man doch unter Windows die Lautstärke zumeist über die Ausgabegeräte selbst.

Unter dem Lautstärkeregler befindet sich der Startknopf für den PC-Modus. Dieser ist auch durch den fast unauffälligen Schriftzug „PC“ markiert, der bei Inbetriebnahme mit einer LED hinterlegt wird. Eine kleine Öffnung unter dem Startknopf erlaubt das Zurücksetzen aller Einstellungen, die am Barebone vorgenommen wurden.

Aufmerksamen Beobachtern wird ebenso aufgefallen sein, dass durch die Spiegelfront kein Herankommen an den eigentlichen Öffnungsmechanismus des CD- oder DVD-Laufwerkes möglich ist. Dieses verbietet sich rein logisch her auch von selbst, würde doch jeder Druck auf einen imaginären Knopf spuren auf der spiegelnden Oberfläche hinterlassen. Wohl aus diesem Grunde erdachte MSI, den Öffnungsmechanismus auf der linken Seite über dem großen Lautstärkeregler anzubringen. Dieser Knopf öffnet das Laufwerk zuverlässig, schließt es jedoch nicht, da er nicht, wie vielleicht zu vermuten wäre, durch eine mechanische Konstruktion das Laufwerk öffnet, sondern durch einen Befehl ähnlich wie man ihn unter Windows mit der „Auswerfen“ Funktion erteilen kann. Somit bleibt das Hereinschieben des geöffneten Laufwerks per Hand.

Anschlüsse hinten
Anschlüsse hinten
Lüftungsschlitze
Lüftungsschlitze

Seitenwand
Seitenwand
Anschlüsse vorne
Anschlüsse vorne

Um nun einmal von der Front als solche Distanz zu nehmen und den Mini-PC als Ganzes zu beschreiben, sei als nächstes der genauere Blick auf den kompletten Quader gewährt. Zu aller Erst wären hier die großflächigen Lüftungsschlitze an den Seiten zu nennen, die sich am Innenleben orientieren. So ist der Luft auf der rechten Seite der direkte Weg zum CPU-Kühler gegeben, der gleichzeitig auch Systemlüfter ist. Auf der linken Seite hingegen wird dem Netzteil Luft gemacht. Auch die Laufwerke werden zu beiden Seiten von einer Vielzahl von Lüftungseinlässen umringt.

Die Rückseite des kompakten Rechenknechts wartet mit einer Vielzahl von Anschlüssen auf, derer wir uns jedoch bei der Behandlung der „inneren Werte“ annehmen wollen.

ASUS T2-R

Der Mini-PC von ASUS strebt augenscheinlich ganz andere Dimensionen an als MSIs bereits betrachteter Barebone. Das Gehäuse ist gut doppelt so hoch wie unser Testkandidat aus dem Hause MSI und erinnert auch so eher an einen Mini-Tower denn ein Barebone. Diesen Eindruck verstärkt die für einen Mini-PC unübliche Anzahl von 5,25"-Einschüben, derer wir zwei vorfinden. Unter den zwei Laufwerkseinschüben findet sich ein Display sowie ein Kartenlesegerät, das durch das Öffnen der Klappe zum Vorschein kommt. Der 6-in-1-Kartenleser liest hierbei neben CompactFlash- und Microdrive-Speicherkarten auch Memory Sticks, Secure Digital- sowie Multimediacards und bietet ebenfalls einen SmartMedia-Slot.

ASUS T2-R
ASUS T2-R
ASUS T2-R - vergrößert
ASUS T2-R - vergrößert

ASUS Seitenansicht
ASUS Seitenansicht
ASUS-Gravur
ASUS-Gravur

Unter dem Kartenleser und dem Display finden sich auf einer großen Frontpartie neben dem Powerknopf acht Bedienelemente für die Radiofunktion des ASUS-Barebones. Elegant abgerundet wird dieser Teil der Front durch eine Betriebs-LED sowie eine LED für die Festplattenaktivität. Letztere erstrahlt bei Aktivität in einem dezenten Orangeton. Die Betriebs-LED erglimmt in einem relativ dunklen Blauton.

Die Unterseite der Vorderfront bildet auch beim ASUS-Barebone eine Anschlusspalette mit vielen Extraports. So finden sich auch hier Kopfhörerausgang sowie Mikrofoneingang, zwei USB-Anschlüsse sowie ein optischer SPDIF-Ausgang.

Auf der linken Seite des Barebones findet sich auf Höhe der 5,25“-Schächte auch noch ein besonderes Vorkommnis bei heutigen PCs und vor allem bei Barebones: Hinter der unauffälligen Verkleidung erreicht der Nutzer mit einem Druck auf „Push“ ein 3,5“-Diskettenlaufwerk, welches vertikal in den Tower eingebaut wurde.

Da die Front nun zur Genüge behandelt scheint, soll der Barebone als Ganzes wieder Ziel unserer Untersuchungen sein. Als erstes fällt bei näherer Betrachtung die Schlichtheit und doch Eleganz des Gehäuses auf. Die Eleganz steckt aber auch hier im Detail. So fallen dem Betrachter wohl als erstes die sehr runden „Kanten“ an der Oberseite des Barebones auf. Dem folgen auf der linken und rechten Seite Luftlöcher, die in einer quadratischen Form exakt spiegelbildlich in die Seiten geschnitten wurden. Zudem ziert der „ASUS“-Schriftzug die Oberseite der genannten Lüftungsquadrate. Diese sind im übrigen nicht etwa direkt auf die Komponenten im Inneren abgestimmt. Sie dienen zwar ebenfalls der Belüftung, entgegen der Handhabung von MSI könnte man die Löcher hier wohl auch weglassen. So fällt beispielsweise auf der rechten Seite auf, dass hinter den Lufteinlässen das Mainboard auf den inneren Käfig geschraubt wurde, was fast die gesamte Wand zur Blechwüste macht.

Draufsicht ASUS T2-R
Draufsicht ASUS T2-R
Frontansicht ASUS
Frontansicht ASUS
Display und Bedienelemente
Display und Bedienelemente

Um jedoch zurück auf die äußeren Eindrücke zu kommen, sei an dieser Stelle der Lack löblich hervorgehoben. Das matte Schwarz kombiniert mit der durchdachten silbernen Front macht den ASUS zu einer eleganten Begleitung im Arbeits- und Wohnzimmer. Ob der Sprung neben Fernseher und Musikanlage allerdings gelingt, bleibt im weiteren Test zu klären.

Zu guter Letzt sei auch hier ein Phänomen angesprochen, das bei der Funktionsüberprüfung der Laufwerke auffiel: Der interessierte Betrachter wird erkannt haben, dass ASUS bei den 5,25“-Laufwerkblenden einen Öffnungsknopf integriert hat. Dieser öffnet die Laufwerke in gewohnter Weise durch die Weiterleitung des Drucks auf die Bedienelemente des Laufwerks selbst. Da die ganze Blende jedoch beim Ausfahren heruntergeklappt wird, berührt auch der Frontknopf des ASUS Barebones die Laufwerkselemente nicht mehr, weshalb auch hier das Laufwerk per Hand zurückgeschoben werden muss (bis es von selbst einfährt).

Die inneren Werte

MSI Mega 865

Beim Öffnen des Gehäuses und dem sich anschließenden näheren Betrachten fallen mehrere Dinge sofort ins Auge: So nimmt der bullige Kühlkörper im hinteren Mittelteil des Gehäuses fast die gesamte Breite des Barebones ein. Weiterhin zeigt sich durch die Lage des Kühlkörpers, dass dieser nicht nur zur Kühlung des Prozessors dient sondern das gesamte Gehäuse mit Frischluft versorgt.

Lüfter 1 MSI
Lüfter 1 MSI
Kühlkörper MSI
Kühlkörper MSI

Kühlkörper MSI Schrägansicht
Kühlkörper MSI Schrägansicht
Lüfter 2 MSI
Lüfter 2 MSI

Diese Luft bekommt er, wie schon Eingangs erwähnt, durch die entsprechend platzierten Lüftungslöcher in den Seitenwänden. Die Luft wird also durch den einen an der Seite befindlichen Lüfter angesogen, durch die Kupferlamellen geleitet um dann über dem AGP- sowie PCI-Slot wieder zu entweichen, beschleunigt durch den zweiten, am Kühlkörper befestigten Lüfter. Auf dem Weg von der einen Seite zur anderen wird dabei die CPU gekühlt, die Northbridge des Springdale-Boards wird ebenfalls von einem kleinen Aktivkühler vor der Überhitzung bewahrt, der sich kaum sichtbar unter den Laufwerkskäfigen versteckt.

Lässt man nun den Blick von der Kühlkonstruktion ab, so fallen wohl die gut beschrifteten Kabel auf, die sich durch das Gehäuse ziehen. Neben den Anschlüssen für das CD-ROM- oder DVD-Laufwerk finden sich auch entsprechende Kabel für die Festplatte. Sehr löblich ist der bereits vorhandene Stromanschluss für SATA-Festplatten, die an dem nativen SATA-Controller des Springdale-Boards angeschlossen werden können.

Kabel
Kabel
Northbridge Lüfter MSI
Northbridge Lüfter MSI

Schrägsicht ins Innenleben
Schrägsicht ins Innenleben
CPU Kühler eingebaut
CPU Kühler eingebaut

Leider stellte sich heraus, dass der Netzteilausgang, an dem die Stromkabel herausgeführt werden, eher ungünstig gewählt ist. Dieser führt die Kabel nämlich direkt über dem AGP-Slot ins Gehäuse, was bei der Montage einer größeren Grafikkarte schon mal zu Platznot führen kann. So mussten die Kabel auch bei unserer verwendeten Geforce FX 5900XT von MSI hinter dem PCB gequetscht werden, damit die Karte gerade im Slot saß. Zudem muss, wenn man eine PATA-Platte in dem Barebone verbauen will, ein Y-Stromkabel verwendet werden, um die zusätzliche Stromversorgung aktueller Grafikkarten zu gewährleisten. Verbaut man hingegen eine SATA-Festplatte, so kann der übrig gebliebene und für die Versorgung der Festplatte gedacht 4-polige Stromanschluss die Grafikkarte speisen.

Interessant ist ebenso der Einbau der Festplatte, da diese auf dem Kopf liegend montiert wird. Dies ergibt sich aus dem voluminösen Kühlkörper, dessen Aluminiumaußenhülle zu hoch wäre, als dass man bei normaler Montage noch die nötigen Anschlüsse der Festplatte erreichen könnte. Aus diesem Grunde muss bei MSI ein entsprechendes Chassis genutzt werden, das der geneigte MSI-Barebonekäufer vom eigentlichen Aluminiumskelett des Gehäuses abschraubt. Wurde die Festplatte dann entsprechend der Anleitung verschraubt, so gibt es in der Tat keine Probleme mehr mit dem Kühlkörper und die Anschlüsse, die nun oben sind, können einfach erreicht werden.

Draufsicht offen
Draufsicht offen
Sockel MSI
Sockel MSI
Seitenansicht - Innenleben
Seitenansicht - Innenleben

Obacht ist auch beim Einbau eines Laufwerks für Silberlinge geboten, da hier die Platzverhältnisse beschränkt sind. So konnten wir zwar ein dem Tester eigenes DVD-Laufwerk problemlos verbauen, ein drei Jahre alter CDRW-Brenner der Marke CyberDrive ließ sich hingegen nicht an seinen neuen Teststandort gewöhnen, da er schlicht zu lang war. Das Netzteil bot nicht genügend Platz nach hinten, um die Kabel noch anschließen zu können.

Weiterhin ist nichts Nennenswertes beim allgemein als reibungslos zu bezeichnenden Einbau zu verzeichnen gewesen. Hält man sich an die vorgegebenen Werte, die beispielsweise maximal 2 GB Arbeitsspeicher und einen 3,2 GHz schnellen Pentium 4 Northwood-Prozessor (oder Prescott-Prozessor nach BIOS-Update) vorsehen, so dürften keine Probleme auftreten - das nötige Fingerspitzengefühl wie bei jedem Mini-PC vorausgesetzt.

ASUS T2-R

Der Mini-PC von Asus konnte rein äußerlich durch ausgewachsene Dimensionen glänzen, die ein geräumiges Inneres erhoffen lassen. Größer als bei einem normal großen Barebone ist der Innenraum in jedem Fall, doch birgt dies auch wahre Vorteile?

Einer der Vorteile ist in jedem Fall, dass ASUS die Montage von zwei 5,25“-Laufwerken zulässt. Diese werden „towertypisch“ im oberen Bereich neben dem Diskettenlaufwerk befestigt und angeschlossen. Nicht von den ausgewachsenen Towern übernommen wurde die Position des Netzteils. Dieses ist über dem CPU-Kühler angebracht und damit noch unterhalb der Laufwerke. Über dem eingehängten Netzteil saugt ein 120-mm-Lüfter warme Luft aus dem Gehäuse.

ASUS Innenleben - CPU Kühler
ASUS Innenleben - CPU Kühler
ASUS Innenleben ohne Netzteil
ASUS Innenleben ohne Netzteil

CPU- und Northbridge-Kühler
CPU- und Northbridge-Kühler
Netzteil
Netzteil

Erst beim Ausbauen des Netzteils wird das eigentlich unübliche in einem Barebone offenbart: Denn als CPU-Kühler sitzt ein Quasi-Standardexemplar auf dem Sockel, keine ausgeklügelte Kühllösung also sondern die Fusion aus Normalcomputer und Mini-PC. Kühl gehalten werden die kupfernen Lamellen jedenfalls von einem 80-mm-Thermaltake-Lüfter, der auf der höchsten Drehzahlstufe gehörig krach macht. Bei einer Freigabe für Prozessoren bis Intel Pentium 4-CPUs bis 3,4 GHz auf Prescott-Basis ist diese höchste Stufe auch nicht sonderlich selten anzutreffen, weshalb vielleicht doch eine alternative Kühllösung erstrebenswert gewesen wäre.

Weiterhin fällt auf, dass die Steckkarten in dem Barebone am unteren Ende des Gehäuses einzubauen sind. Das ist an sich nichts Unübliches, trifft man doch auf den meisten Mainboards die PCI-Steckplätze an dieser Stelle an. Hier ist es nur so, dass auch der AGP Slot knapp über dem Boden liegt. Eine Grafikkarte, die nur all zu gern zu hohen Temperaturen neigt, sieht ihren Kühlkörper also einer undurchlässigen Bodenwand gegenüber. Zumindest theoretisch ist hier MSIs Lösung überlegen, da durch den senkrechten Einbau und durch die Positionierung von Lüftungslöchern in den Seitenwänden ein guter Luftstrom denkbar ist.

Weiterhin zu bemängeln ist, dass das Mainboard, das sich auf ATis RS 300-Northbridge stützt und VIAs VT6202 genannte Southbridge nutzt, keinen nativen SATA-Controller beherbergt. Nutzer einer solchen Festplatte müssen den einzigen PCI-Slot also Wohl oder Übel für einen PCI-SATA-Controller hergeben.

Seitenansicht Innenleben ASUS
Seitenansicht Innenleben ASUS
CPU-Kühler ASUS Schrägsicht
CPU-Kühler ASUS Schrägsicht
Kühlkörper ASUS
Kühlkörper ASUS

Interessant ist die Position der Festplatte, die an der Front verschraubt wird und somit senkrecht im Gehäuse hängt. Ihre Anschlüsse zeigen in Richtung Seitenteil, was sich als unproblematisch erweist, nutzt man die gehäuseeigenen Stromanschlüsse und PATA-Stecker. So sind alle der vierpoligen Stromanschlüsse gewinkelt, was die Montage der Festplatte so dich bei der Seitenwand überhaupt möglich macht. Ein normal langer Anschluss würde über die Breite des Gehäuses hinausragen.

Und genau das ist das Problem bei der Montage einer SATA-Festplatte. Nicht nur, dass kein SATA-Port vorhanden ist, was natürlich auch einen fehlenden Stromanschluss am Netzteil bedingt. Durch die normale Länge des schwarzen SATA-Stromanschlusses ragt dieser über die maximal vertretbare Breite hinaus und landet deutlich im Aus des Gehäuses. Die Verkleidung kann so natürlich nicht geschlossen werden.

Denkbar wäre als Ausweichmöglichkeit, die Festplatte in einen 5,25“-Rahmen zu hängen und anstatt einem der CD-ROM- oder DVD-Laufwerke zu verbauen. Immerhin gibt es für diese Laufwerke ausreichend Platz. Das hätte weiterhin den Vorteil, dass der große 120-mm-Lüfter die Festplatte mit kühlen würde, während er die Luft an ihnen vorbeisaugt.

Multimediafähigkeiten

Da bei der Betrachtung der beiden Protagonisten schon festgestellt wurde, dass ihre Ausstattung über die reine PC-Funktionalität hinaus geht, ist es nur logisch, über diesen Tellerrand hinaus zu schauen und ihre anderen Werte zu untersuchen. Denn MSIs Barebone sieht nicht um sonst aus wie eine HiFi-Anlage und auch ASUS hat nicht versehentlich eine Radioantenne in den Karton des Barebones gelegt.

Die Antenne für den Radioempfang soll hierbei einmal als Ausgangspunkt des Vergleiches der Multimediaeigenschaften sein, denn sie ist die einzige Verbindung, die beiden Barebones gemein ist. Geht man in der Betrachtung nämlich ein Stück weiter, so fallen deutliche Unterschiede in den verschiedenen Funktionen auf. Ein Beispiel hierfür wäre, dass das große Display des MSI Mega 865-Barebones viel besser zum Ablesen von Informationen geeignet ist als das kleine Anzeigefeld des ASUS-Gegenstückes. Des Weiteren vermag der PC-Nutzer die Funktionen des MSI Mini-PCs durch eine Fernbedienung zu steuern, was vor allem im HiFi-Modus sinnvoll ist.

Antenne
Antenne
Fernbedienung
Fernbedienung

Apropos HiFi-Modus, ein Begriff, der in diesem Vergleich schon mehrmals genannt wurde: Um es einmal genau zu beschreiben, ist der HiFi-Modus der wohl beste Versuch des kleinen MSI-Rackers, in den Wohnzimmerbereich zu gelangen. Denn in diesem Modus, der ebenso wie der PC-Modus durch den Druck auf den entsprechenden, mit "HiFi" markierten Knopf oder per Fernbedienung ausgelöst werden kann, gibt der Barebone CDs wieder, bringt den Hörer in den Genuss des gewählten Radiosenders oder spielt MP3-Datein ab. Der Clou an der Sache: Weder Festplatte noch der Arbeitsspeicher oder die CPU werden für diesen Modus beansprucht! Nicht nur, dass diese Hardware nicht anläuft (was sich beispielsweise in einem andrehenden CPU Lüfter äußern würde), vielmehr muss hierfür das Genannte nicht einmal eingebaut sein. Der Barebone läuft bereits im Auslieferungszustand. Netzteil rein, Radioantenne und Lautsprecher angeschlossen und es kann losgehen.

Dies hat natürlich gleich mehrere Vorteile: Einerseits spart es Strom, was bei heutigen verfügbaren Hardwarekomponenten durchaus als Vorteil angesehen werden kann. Andererseits ist der PC (oder sollte man ihn schon als HiFi-Anlage bezeichnen?) komplett geräuschlos. Störend fällt in der Tat nur ein optisches Laufwerk auf, das, will man denn eine CD hören, nicht so lautlos zur Tat schreiten kann. Auch eine DVD kann in diesem Modus nicht wiedergegeben werden, dennoch steht MSI damit sehr vielen vergleichbaren Barebones in Punkte Multimedia weit voraus.

Nicht nur ein möglicher sondern ein in unserem Test vertretener Vergleichsbarebone ist der ASUS T2-R, der leider nicht mit einem ähnlichen Feature aufwarten kann. Auch hier kann man, ohne das Betriebssystem aufzurufen, CDs wiedergeben oder einen Radiosender wählen und hören, nur werden hierfür installierte Hardwarekomponenten vorausgesetzt. Bei einer Unterstützung von Pentium 4-Prozessoren mit bis zu 3,4 GHz und dem vorhandenen Prescott-Support, den wir natürlich durch das Einbringen eines 3,2GHz schnellen Modells ausnutzten, entsteht eine nicht zu verachtende Geräuschkulisse, die wohl eher nicht wohnzimmertauglich erscheint. Besitzer eines sparsameren Prozessors, dessen Ruf nicht durch eine sehr hohe Verlustleistung geprägt ist, haben an dieser Stelle aber wohl keine Probleme. Der CPU-Lüfter kann auch leiser, was er schon beim Einbau einer Northwood 3,2 GHz-CPU bewies. Alternativ können auch andere CPU-Kühler montiert werden, entsprechende Modelle werden allerdings durch die durch das Netzteil beschränkte Höhe in ihrer Zahl dezimiert.

Die Fernbedienung, die dem MSI Mega 865 beliegt, trägt nicht unerheblich zu dessen guter Mutlimediafähigkeit bei. Zwar muss sich ziemlich genau auf den Empfängerpunkt des Barebones gerichtet werden, dann jedoch erleichtert sie die Bedienung zuverlässig auch auf größere Distanzen. Leider ließ die Reaktionsschnelligkeit bei einigen Funktionen zu wünschen übrig. So verstellte sich die Lautstärke erst nach kurzer Verzögerung. Im PC Betrieb selbst, in dem ja auch Musik gehört werden kann, die auch durch die Fernbedienung gesteuert werden kann, reagierte der Mini-PC sogar sehr verzögernd, weshalb der Tester teilweise unabsichtlich mehrmals den Knopf drückte, um etwas umzustellen. Hierbei kam es nicht selten durch die Verzögerung zu einer Aktivierung und anschließenden Deaktivierung des Befehls. Äußert ungünstig, will man beispielsweise von "lautlos" auf "normale Lautstärke" stellen.

Testsystem

Aufgrund der Tatsache, dass nur einer der beiden Barebones die neuen Prescott Pentium-4-Prozessoren von Intel unterstützt, haben wir uns eine mit 3,2 GHZ getakteten Northwood-CPU für unsere Testzwecke ausgesucht. Zu beachten ist auch, dass die Test-Festplatte ein SATA-Modell ist. Da jedoch kein nativer SATA-Controller in dem ASUS-Barebone zu finden war, nutzten wir den Fasttrak S150 TX2-Plus PCI-RAID-Controller.

Benchmarks

Kommen wir nun zu den Benchmarks und beginnen mit SiSofts Sandra. Der Speicherbenchmark sowie der Multimediatest sollen uns hier als Einstieg dienen.

Sisoft Sandra 2003 MAX - Speicher

 Int Buffered (SSE2):
MSI Mega 865
4.610
ASUS T2-R
3.443
 Float Buffered (SSE2):
MSI Mega 865
4.594
ASUS T2-R
3.536

ASUS´ Barebone der „Terminator“-Reihe schneidet im Bandbreitenvergleich schlechter ab als MSIs Pendant. Durch einen Rückstand von mindestens 1200 MB/s gerät der ASUS-Mini-PC in diesem Vergleich also ins Hintertreffen, die Leistungskrone rückt dabei ebenfalls in die theoretische Ferne, bringt doch ein Rückstand in der Bandbreite zumeist auch deutliche Einbußen bei der Gesamtperformance mit sich.

Sisoft Sandra 2003 MAX - Multimedia

 Integer:
MSI Mega 865
14.800
ASUS T2-R
14.713
 Floating-Point:
MSI Mega 865
23.439
ASUS T2-R
23.247
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)

Im Multimedia-Benchmark gibt es der Messtoleranz zuzuschreibende Unterschiede, denen wir praktisch keinerlei Beachtung schenken müssen. Die Differenz ist zu banal.

Media-Encoding

Bei unseren Media-Encoding-Benchmarks wollen wir zuerst die Decodierergebnisse bei Audio-Tests untersuchen.

Lame 3.93.1

MSI Mega 865
1:29
ASUS T2-R
1:30
Angaben in Minuten, Sekunden

Der Zeitunterschied, der die beiden Barebones beim Komprimieren der Wave-Datei trennt, ist praktisch nicht vorhanden. Es bleibt also zeitaufwendigeren Benchmarks überlassen, wahre Leistungsunterschiede aufzuweisen.

Ogg Vorbis

MSI Mega 865
0:58
ASUS T2-R
0:59
Angaben in Minuten, Sekunden

Auch hier hat der MSI-Barebone die Sekundennase vorn, wenngleich die Zeit, die zum Komprimieren der Datei gebraucht wurde, wieder nicht ausreichend scheint, um wirkliche Performanceunterschiede aufzuzeigen.

Windows Media Encoder 9 - Audio

MSI Mega 865
1:36
ASUS T2-R
1:42
Angaben in Minuten, Sekunden

Sechs Sekunden Unterschied, dies erlaubt zwar einen deutlichen Längenunterschied bei den Balken festzustellen. Wirklich ein Ergebnis ableiten kann man von diesen Werten jedoch nicht.

Media-Encoding (Fortsetzung)

Der zweite Media-Encoding-Bereich deckt nun auch die Video-Encoding-Benchmarks ab, deren Anfang XMPEG machen soll.

XMPEG 5.02 Divx 5.1

MSI Mega 865
4:54
ASUS T2-R
5:01
Angaben in Minuten, Sekunden

Wenn aus sechs Sekunden sieben werden, dann ist dies nur eine kleine Bestätigung dessen, was langsam vermutet werden darf: Der ASUS-Barebone gerät ins Hintertreffen. So verliert er auch diesen Performancevergleich mit knappem Rückstand.

TMPGEnc 2.520

MSI Mega 865
4:25
ASUS T2-R
4:49
Angaben in Minuten, Sekunden

Bekanntes Bild, bekannte Erklärung: Die Diskrepanz zwischen der erzielten Speicherbandbreite des MSI-Barebones und des ASUS-Barebones sorgt auch in diesem Media-Encoding-Benchmark für einen zweiten Platz des Terminators.

Windows Media Encoder 9 - Video

MSI Mega 865
22:45
ASUS T2-R
25:02
Angaben in Minuten, Sekunden

Beim Videoencoding zeiht einmal mehr der ASUS-Barebone den Kürzeren, wahrscheinlich führt auch hier die geringere Speicherbandbreite zu einer Zeitdifferenz von 137 Sekunden, einem durchaus deutlichen Ergebnis.

CAD & 3D Rendering

An dieser Stelle soll mit den CAD & 3D Rendering-Benchmarks begonnen werden. Den Anfang macht SpecViewPerf, dessen Benchmarks zumeist klare Ergebnisse liefern.

Spec Viewperf 7.1 3dsmax-02

MSI Mega 865
15,11
ASUS T2-R
12,67

Spec Viewperf 7.1 drv-09

MSI Mega 865
37,50
ASUS T2-R
36,30

Spec Viewperf 7.1 dx-08

MSI Mega 865
72,97
ASUS T2-R
43,24

Spec Viewperf 7.1 light-06

MSI Mega 865
16,03
ASUS T2-R
13,09

Spec Viewperf 7.1 proe-02

MSI Mega 865
14,35
ASUS T2-R
12,11

Spec Viewperf 7.1 ugs-03

MSI Mega 865
7,68
ASUS T2-R
7,60

Als erster der durchgeführten Benchmarks, neben der Bandbreitenmessung mit Hilfe von Sisofts Sandra, liefern die Spec ViewPerf-Tests Werte, die eine Analyse sinnvoll erscheinen lassen. So fällt insbesondere im dx-08 Test auf, dass die Leistungsunterschiede sehr für den MSI-Barebone mit unserer Testbestückung sprechen. Der Vorsprung kann in allen der im Programm enthaltenen Benchmarks behauptet werden, wenngleich er im ugs-03 genannten Test so gering ausfällt, dass wir die Differenz der Messtoleranz anrechnen.

CAD & 3D Rendering (Fortsetzung)

Cinema 4D 8.1 - Caustic Animated

MSI Mega 865
3:03
ASUS T2-R
3:20
Angaben in Minuten, Sekunden

Cinema 4D 8.1 - Cloud Sun

MSI Mega 865
0:56
ASUS T2-R
0:56
Angaben in Minuten, Sekunden

Wieder deutlich zu erkennen ist, dass der MSI Mega 865-Barebone die „Caustic Animated“-Szene schneller rendert als ASUS' Protagonist. Das zweite zum Vergleich herangezogene Frame wird von beiden Mini-PCs gleich schnell gerendert - Differenzen in der Geschwindigkeit fallen einmal mehr der zu geringen Gesamtzeit des Tests zum Opfer.

Lightwave 7.5c - Skullhead Newest

MSI Mega 865
2:44
ASUS T2-R
2:45
Angaben in Minuten, Sekunden

Lightwave 7.5c - Tracer No Radiosity

ASUS T2-R
5:50
MSI Mega 865
6:11
Angaben in Minuten, Sekunden

Der letzte Benchmark in unserer „CAD & 3D Rendering“-Reihe durchbricht die Siegesreihe des MSI-Barebones. Während die Skullhead Newest genannte Szene nahezu gleich schnell gerendert wird (der Unterschied von einer Sekunde fällt der Messtoleranz zum Opfer), weiß der ASUS T2-R im Tracer No Radiosity-Benchmark den Vergleich für sich zu entscheiden. 21 Sekunden stehen nun also den bereits analysierten Ergebnissen der anderen Benchmarks gegenüber. Ist dies nur der Anfang oder ein einmaliges Vorkommen?

Sonstiges

Im Bereich „Sonstiges“ sollen dem bekannten Seti@Home-Benchmark zwei Datenkomprimierungstests bestehen aus WinRAR sowie 7-Zip voranstehen.

WinRAR 3.20

MSI Mega 865
4:31
ASUS T2-R
5:55
Angaben in Minuten, Sekunden

Bei der Komprimierung von Daten zieht der ASUS-Barebone mal wieder den kürzeren Strohhalm. 84 Sekunden beschreiben ein klares Bild zu Gunsten von MSIs Mega 865.

7-Zip 3.09.01 Beta

MSI Mega 865
12:49
ASUS T2-R
14:02
Angaben in Minuten, Sekunden

Den verlorenen Boden kann, gemäß unseren Erwartungen, der ASUS-Barebone mit seiner vergleichsweise geringen Bandbreite auch im zweiten Datenkomprimierungsbenchmark nicht wett machen.

Seti @ Home 3.03

MSI Mega 865
3:00
ASUS T2-R
3:40
Angaben in Stunden, Minuten

Da auch Seti@Home dafür bekannt ist, von einer hohen Speicherbandbreite zu profitieren, verwundert der Vorsprung des MSI-Barebones hier nicht.

Spiele

3DMark2001SE

MSI Mega 865
15.485
ASUS T2-R
13.712
Angaben in Punkten

In dem älteren der beiden 3DMarks, dessen Tests größtenteils auf DirectX 7 setzen, liegt MSI klar vorn. Trotz der identischen Grafikkarte kann ASUS aufgrund der schwächeren Speicherbandbreite nicht aufschließen und platziert sich fast 2000 Punkte hinter dem Konkurrenten.

3DMark03

 Endpunktzahl:
MSI Mega 865
5.460
ASUS T2-R
5.061
Angaben in Punkten

3DMark03 CPUMark

MSI Mega 865
543
ASUS T2-R
525
Angaben in Punkten

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch beim 3DMark der neuesten Generation. Auch hier muss sich ASUS geschlagen geben, der Abstand von 400 Punkten macht immerhin einen prozentualen Unterschied von knapp 8 % aus - eine recht klare Differenz.

Spiele (Fortsetzung)

Aquamark 3 - TriScore

MSI Mega 865
37,205
ASUS T2-R
36,527

Im bekannten Aquamark fällt der Unterschied nur marginal aus. Die Differenz von 0,7 Bildern in einer Sekunde ist gerade groß genug, um sie zu messen, nicht aber groß genug, sie mit bloßem Auge feststellen zu können. Nichtsdestotrotz blieb dieses Ergebnis stets reproduzierbar - MSI lag immer knapp vorn.

Quake 3 Arena - 1024x768 Max

MSI Mega 865
316,4
ASUS T2-R
242,1

Der Quake 3 Arena-Benchmark ist bekannt dafür, schon auf kleine Änderungen in der Konfiguration anzuspringen und dies mit mehr oder weniger Bildern pro Sekunde zu vergüten. So zeigt sich auch hier ein deutlicher Unterschied, der wohl wieder aus den gemessenen 1200 MB/s Unterschied in der Speicherbandbreite resultiert.

Comanche 4 - 1024x768x32

MSI Mega 865
53,42
ASUS T2-R
49,38

Bei Commanche 4 ist abermals ein deutlicher aber nicht erschlagender Unterschied zu Gunsten von MSI festzustellen. Auch hier sind die vier Bilder pro Sekunde mehr, die MSI auf den Bildschirm zaubert, dem perfomanteren Springdale-Chipsatz zuzuschreiben.

Spiele (Fortsetzung)

Gunmetal - 1024x768x32 2xFSAA

MSI Mega 865
29,6
ASUS T2-R
27,5

Beim farbenfrohen Gunmetal-Benchmark kann sich wieder MSI behaupten und positioniert sich mit einem durchschnittlichen Vorteil von zwei Bildern in der Sekunde vor dem ASUS-Barebone.

Serious Sam - 1024x768x32 HQ++

MSI Mega 865
102,0
ASUS T2-R
91,1

Serious Sam - Tiefmittel

MSI Mega 865
73,7
ASUS T2-R
63,1

Deutlicher geht es bei Serious Sam - The Second Encounter zu. Hier weiß sich MSI mit 10 Frames Vorsprung sowohl durchschnittlich als auch im Tiefmittel-Bereich abzusetzen. Zugegeben, kein schmerzender Unterschied in dem Bereich, in dem sich die Ergebnisse ansiedeln. Aber dennoch Balsam für das potentere MSI-Gespann.

Splinter Cell - 2_2_1_Kalinatek

MSI Mega 865
57,3
ASUS T2-R
49,1

Auch Sam Fischer fühlt sich bei MSI wohler, was unser Benchmark mit acht Bildern Differenz im Schnitt darzustellen weiß.

Spiele (Fortsetzung)

Unreal Tournament 2003 - Botmatch

MSI Mega 865
85,9
ASUS T2-R
69,8

Unreal Tournament 2003 - Flyby

MSI Mega 865
221,3
ASUS T2-R
194,8

Auch Unreal Tournament 2003, das - wie der Vorgänger auch - eher auf Veränderungen beim Prozessor sowie dem Speicher anspringt denn bei einer potenteren Grafikkarte, beschert uns klare Benchmarkergebnisse. So sind im Botmatch etwa 16 FPS Unterschied und im FlyBy-Benchmark sogar 27 FPS Differenz festzustellen.

Warcraft 3 - 1024x768x32 High

MSI Mega 865
51,0
ASUS T2-R
38,4

Blizzards Warcraft 3 besticht mehr durch deutliche Unterschiede in der festgestellten Performance denn durch gleichaufliegende Ergebnisse. Und so können wir an dieser Stelle weitere 13,6 FPS auf die Seite von MSI schreiben.

X-2 The Threat - 1024x768x32

MSI Mega 865
99,5
ASUS T2-R
88,9

Zu den eben hinzugeschriebenen 13,6 Bildern pro Sekunde addiere man weitere 10,6. Diese nämlich ergaben sich als Differenz im Benchmark X2-The Threat, der zugleich auch den letzten unserer Spielebenchmarks darstellen soll.

Onboardgrafik Ergebnisse

Bei unseren OnBoardgrafikergebnissen testeten wir, wie angegeben, nur unter Verwendung der integrierten Grafiklösung. Hierbei traten Intels Extreme Graphics 2 gegen ATis IGP 9100 an. Zu beachten ist auch, dass durch die DirectX 8-Fähigkeit die OnBoardgrafik im ASUS-Barebone zusätzlich zum Geschwindigskeitsplus noch Punkte erhaschen konnte.

3DMark 2003 - OnBoardgrafik

ASUS T2-R
736
MSI Mega 865
137
Angaben in Punkten

3DMark 2001 - OnBoardgrafik

ASUS T2-R
5.148
MSI Mega 865
3.074
Angaben in Punkten

Aquamark 3 - OnBoardgrafik

ASUS T2-R
10,538
MSI Mega 865
4,503

UT 2003 - OnBoardgrafik

 FlyBy:
ASUS T2-R
47,3
MSI Mega 865
21,9
 Botmatch:
ASUS T2-R
34,7
MSI Mega 865
16,6

Serious Sam - OnBoardgrafik

 Tiefmittel:
ASUS T2-R
19,3
MSI Mega 865
13,2
 Durchschnitt:
MSI Mega 865
29,4
ASUS T2-R
28,6

ASUS weiß sich in dieser Disziplin dank der Radeon 9100 IGP deutlich vor MSI zu platzieren, was alle Benchmarks bestätigen. Von der Ausgangsausstattung her gesehen hat ASUS also Vorteile auf seiner Seite.

Fazit

Nachdem nun die Benchmarks als Abrundung für die reine Leistung der Betrachtung der Multimediaeigenschaften nachgestellt wurden, scheint die Auswertung der gesammelten Werte und Erfahrung als letzter Punkt auf unserer Testliste zu stehen. Dies stellt sich wiedereinmal als nicht einfach dar, weshalb wir ein zweigeteiltes Fazit nutzen.

Beginnen werden soll auch an dieser Stelle mit dem MSI Mega 865, einem Barebone, der durchaus als gelungener Wurf angesehen werden kann. Neben seinen überzeugenden Leistungswerten, die, bis auf wenige Ausnahmen, dem Vergleichsbarebone voranstanden, weiß der kleine Würfel, sich im Multimediabereich durchzusetzen. So waren Antenne und Fernbedienung nicht nur Dreingaben, die sich auf einem Werbefoto gut tun. Vielmehr fanden sie auch wirklich Verwendung und eröffneten dem Mini-PC die Wege ins Wohnzimmer. Eine vollwertige Heim-Anlage wird er wohl nur ersetzen, wenn der AC97-OnBoardsoundchip gegen eine potente Soundkarte eingetauscht wird, dennoch überzeigte uns der Barebone auf ganzer Linie.

ASUS' Barebone konnte vor allem durch sein Platzangebot auftrumpfen. Die Montagemöglichkeit zweier 5,25"-Laufwerke ist mehr als unüblich für einen Mini-PC. Weiterhin wirkt das Design edel und die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten verdienen ebenso ihre Erwähnung. Dennoch war unser Exemplar nicht ganz auf der Höhe der Zeit. So ist der Verlust eines nativen SATA-Controllers nur schwer zu verschmerzen, auch der Speicherdurchsatz könnte in Anbetracht eines sonst so potenten Pentium 4-Systems höher ausfallen. Wer darauf allerdings verzichten kann, der erhält ein durchaus gut bestückbares System. Immerhin ist der ASUS-Barebone fähig, einen 3,4 GHz taktenden Prescott-Pentium 4-Prozessor [56] aufzunehmen und verfügt zudem mit der integrierten DirectX 8-Onboardgrafik über gute Voraussetzungen, Spiele flüssig zu bewältigen. Damit kann er seinen Kontrahenten ohne die Bestückung mit einer aktuellen Grafikkarte gehörig im 3D-Sektor einheizen. Eine allgemeine Leistungskrone gibt es dafür aber nicht, diese bleibt ihm in Ermangelung guter Speicherbandbreiten verwehrt.

In der Summe betrachtet geht MSIs Barebone als Sieger aus diesem Vergleich heraus. Letztendlich überzeugten sowohl Geschwindigkeit wie auch Aussehen und die Multimediafähigkeiten. Für den Sockel 478 ist dieser Mini-PC durchaus zu empfehlen. Leider reichten die Leistungen des OnBoardgrafikchips nicht aus, das Paket als komplett gelungen bezeichnen zu können. Ein HardwareHammer bleibt dem Mini-PC aus diesem Grunde verwehrt.

URL-Liste:

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  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/komplettsysteme/shuttle_xpc_sn85g4/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/komplettsysteme/shuttle_xpc_st61g4/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/komplettsysteme/shuttle_xpc_nforce2/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/komplettsysteme/shuttle_minibarebone_ss51g/
  6. http://www.msi-technology.de/produkte/bare_idx_view.php?Seite=BIOS&Prod_id=356
  7. http://www.sisoftware.co.uk/
  8. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//sisoft_sandra/
  9. http://lame.sourceforge.net/
  10. http://download.freenet.de/download.php?file_id=4073
  11. http://www.vorbis.com/
  12. http://www.vorbis.com/files/1.0/windows/oggdrop-win32.zip
  13. http://www.microsoft.com/windows/windowsmedia/de/9series/encoder/default.asp
  14. http://www.mp3guest.com/xmpeg_index.asp
  15. http://www.download.de/downloads/d_beitrag_8793118.html
  16. http://www.tmpgenc.net/e_main.html
  17. http://tmpg.pegasys-inc.com/download_files/TMPGEnc-2.520.54.163-Free.zip
  18. http://www.specbench.org/gpc/opc.static/opcview71.html
  19. http://www.specbench.org/gpc/downloadindex.html
  20. http://www.maxoncomputer.com/
  21. http://www.maxoncomputer.com/download_demo.asp
  22. http://www.newtek.com/products/lightwave/product/7.5c/index.html
  23. http://www.rarlabs.com/
  24. http://www.rarlabs.com/rar/wrar320.exe
  25. http://www.7-zip.org/
  26. http://www.computerbase.de/downloads/software/packprogramme//7zip/
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  28. http://www.computerbase.de/seti.php
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  30. http://www.futuremark.com/products/3dmark2001/
  31. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//3dmark2001_se/
  32. http://www.futuremark.com/products/3dmark03/
  33. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//3dmark03/
  34. http://www.aquamark3.com/
  35. http://www.aquamark3.com/am3-mirrors.htm
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  51. http://www.blizzard.de/war3/
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