Einleitung
Es war der September des vergangenen Jahres als AMD voller Stolz, aber mit einer gehörigen Verspätung, die neuen Prozessoren mit dem Namen Athlon 64 auf den Markt brachte [1]. Wie nicht anders erwartet, schlugen diese Zwitter zwischen 32 und 64 Bit ein wie eine Bombe und beherrschen seitdem die Benchmarks vor allem im Bereich der PC-Spiele - nur der Preis und die Diskussion um Nachfolger macht ihnen derzeit noch zu schaffen. Vielerorts nicht beachtet, launchte AMD an diesem Tag aber auch einen mobilen Athlon 64, der den tragbaren Computern einen Hauch von Evolution durch die Unterstützung von 64 Bit verpassen sollte. Als einer der ersten Hersteller verbaut Yakumo nun diese CPU mit dem Rating 3000+ in ihrem Q8M Power64 XD.

Mag das Notebook doch auf den ersten Blick recht unspektakulär erscheinen, kommen die wahren Leistungsdaten erst bei genauerer Betrachtung zum Vorschein. So bietet das Q8M Power64 XD neben dem bereits erwähnten Athlon 64 M 3000+ auch eine 40 GB große Festplatte, 512 MB Arbeitsspeicher, eine ATi Mobility Radeon 9600 mit 64 MB Speicher und eine 15" großes TFT-Display. Ob sich diese Kombinationen bewähren kann, wollen wir nun in diesem Artikel ausführlich klären.
Das Yakumo Q8M Power64 XD
Technische Daten
| Technische Daten | |
|---|---|
| Typ | Two-Spindle |
| Display | 15" TFT XGA-Display mit einer Auflösung von 1024x768 Pixeln |
| Prozessor | AMD Athlon64 Mobile 3000+ Prozessor |
| Chipsatz | VIA K8T800 Norhtbridge und VT8235 Southbridge |
| Arbeitsspeicher | 512 MB PC2100 DDR SDRAM CL2.5 |
| Grafikkarte | ATi Mobility Radeon 9600 (M10) mit 64 MB Speicher (200 MHz Chiptakt, 350 MHz Speichertakt) |
| Soundkarte | C-Media AC97 |
| Festplatte | Seagate Momentus ST94011A ATA-6 40GB, 5400 U/min, 2 MB Cache |
| Optisches Laufwerk | Matshita 2x/1x8x/16x8x24xDVD-R/-RW//CD-R/-RW (Multi-DVD)+2x DVD-RAM |
| Kommunikation | VIA compatible 10/100MBit, Smart Link 56k Modem |
| Mausersatz | Touchpad |
| Anschlüsse | VGA, TV-Out (SVHS/Cinch), 4x USB 2.0, Firewire (4 pol.), Infrarot, parallel, Kopfhörer, Mikrofon, 1x PCMCIA Typ II, 4 in 1 Kartenleser |
| Akku | Sanyo Lithium-Ionen 97.68 Wh |
| Gewicht | 3,6 bis 3,9 kg |
| Gewicht Ladegerät | 0,5 kg |
| Abmessungen | 333mm x 47mm x 285mm |
| Betriebssystem | Microsoft Windows XP Home SP 1, DirectX 9.0a |
| Garantie | 2 Jahre |
Neben dem sehr aktuellen und ebenso schnellen AMD Athlon 64 Mobile 3000+ Prozessor verfügt das Notebook von Yakumo also noch über einige andere interessante Features. So ist besonders die schnelle Grafiklösung hervorzuheben, deren Leistung für viele aktuelle Spieletitel absolut ausreichend sein dürfte. Dank der Architektur der Mobility Radeon 9600 dürfte dieser Grafikchip auch mit DirectX 9-Titeln keinerlei Probleme haben. Im Zusammenspiel mit der schnellen CPU ergibt sich also ein äußerst leistungsfähiges Duo. Beim Chipsatz setzt Yakumo auf den bewährten K8T800 von VIA, der im Zusammenspiel mit der VT8235 Southbridge eine sehr gute Leistung abliefert. Auch die verbaute Festplatte aus dem Hause Seagate verspricht dank 5400 U/min und 2 MB Cache gute Leistungsdaten, die 512 MB Arbeitsspeicher geben den Rest zum rundum gelungenen Gesamtpaket hinzu. Leider verbaut Yakumo hier aber nur recht langsamen PC2100-RAM, so dass ein großer Teil der maximal erreichbaren und wichtigen Speicherbandbreite verloren geht. Dazu jedoch später mehr.
Als ganz und gar nicht mobil erwies sich leider das Gewicht des Q8M Power64 XD. Das Notebook bringt fast vier Kilogramm auf die Waage und gehört somit nicht zu den Leichtgewichten, wie wir sie von Intels Centrino-Reihe gewohnt sind. Hat man zusätzlich noch das Ladegerät mit im Koffer, steigert sich das Gesamtgewicht schnell auf über 4,5 kg. Das Notebook taktet im Batteriemodus standardmäßig nur mit 800 statt der vollen 1800 MHz.
Der Athlon 64 Mobile 3000+
| Merkmale | Athlon 64 3400+ | Athlon 64 M 3000+ | Pentium 4 M 2,6 GHz | Pentium M 1,7 GHz |
|---|---|---|---|---|
| Taktfrequenz | 2200/1000 MHz | 1800/800 MHz | 2600/1200 MHz | 1700/600 MHz |
| L1-Cache | 64/64 kB | 64/64 kB | 12.000 µOps/8 kB | 32/32 kB |
| L2-Cache | 1024 kB | 1024 kB | 512 kB | 1024 kB |
| L2-Cache-Takt | 2200 MHz | 1800 MHz | 2600 MHz | 1700 MHz |
| Frontside-Bus | entfällt | entfällt | 100 MHz | 100 MHz |
| Multiplikator | 11 | 9 | 26 | 17 |
| Kernspannung | 1,5 V / 1,1 V | 1,5 V / 1,1 V | 1,3 V / 1,2 V | 1,484 V / 0,956 V |
| Thermal Design Power | 89 W / 22 W | 81,5 W / 19 W | 35 W / 20,8 W | 24,5 W / 6 W |
| Transistoren | 106 Mio. | 106 Mio. | 55 Mio. | 77 Mio. |
| Strukturbreite | 0,13 µm | 0,13 µm | 0,13 µm | 0,13 µm |
| Die-Fläche | 193 mm² | 193 mm² | 132 mm² | 83 mm² |
Wirft man einen Blick auf diese Daten, fällt unweigerlich auf, dass auch die mobile Variante des Athlon 64 3000+ bei weitem keine langsame CPU ist. Allerdings darf man das Desktop-Modell nicht mit dem für Notebooks verwechseln. Basiert das Modell für den heimischen PC auf dem Newcastle-Core mit einem Level 2-Cache von nur 512 kB und einer Taktfrequenz von 2000 MHz, bringt es die mobile Version auf nur 1,8 GHz, dies aber bei vollem Cache von 1024 kB. Auch weiterhin unterscheiden sich die beiden Varianten des Athlon 64 nur unwesentlich voneinander. Die Die-Size beider Athlon 64-Prozessoren ist zwar gleich, dennoch besitzt die mobile Variante keinen Heatspreader. Dieser kommt nur bei der Desktop-CPU um Einsatz, um den empfindlichen Kern vor eventueller Beschädigung zu schützen. Weiterhin unterstützt natürlich auch der mobile 64er die Cool'n'Quiet-Technologie, die wohl vor allem im Batteriemodus ihre Vorzüge ausspielen kann. Bei mobilen Athlons wird diese allerdings unter dem Label "PowerNow!" vertrieben. Ist der Prozessor also kaum bis gar nicht belastet, taktet er nur noch mit 800 MHz, wird mit einer Spannung von 1,1 Volt angesprochen und verbraucht nur noch 19 Watt (TDP). Seit der Einführung eines neuen Steppings [2] kommt übrigens auch der Athlon 64 3400+ auf ähnliche Werte, taktet jedoch in der niedrigsten Throttling-Stufe mit 1,0 GHz. Mehr über die Architektur des Athlon 64 könnt ihr in unserem großem Launchartikel [3] nachlesen. Zur besseren Übersicht anbei noch ein kleines Diagramm bezüglich der Architektur aller Athlon 64 Prozessoren aus dem Hause AMD.

Besonders hervorzuheben sind natürlich weiterhin der integrierte Speichercontroller, der bis zu 3,2 GB/s Daten übertragen kann, und der HyperTransport-Link, der einen konventionellen Frontside-Bus überflüssig macht. All diese Features besitzt natürlich auch die mobile Variante des Athlon 64, die der Desktop-Variante nahezu gleicht.
Maximale Mobilität?
In diesem Abschnitt wollen wir einmal genauer auf die Unterschiede zwischen dem Athlon 64 Mobile und dem Intel Pentium M eingehen. Warum der Pentium M? Ganz einfach: Er besitzt eine ähnliche Taktfrequenz (1,3 bis 1,7 GHz) wie der mobile Athlon-Prozessor und wird im Gegensatz zum Pentium 4 ausschließlich in Notebooks eingesetzt.
Trotzdem unterscheiden sich beide CPUs natürlich eklatant voneinander. Allein schon bedingt durch die unterschiedlichen Architekturen des Banias (Pentium M) und des ClawHammers (Athlon 64). Besonders auffällig ist dieser Umstand bei einem Blick auf die Thermal Design Power, kurz TDP. Der Athlon 64 Mobile 3000+ kommt hier auf einen Spitzenwert von 81,5 Watt bei einer Kernspannung von 1,5 Volt und voller Taktfrequenz von 1800 MHz. Der Pentium M hat hingegen auch bei vollen 1,7 GHz und einer nahezu identischen Kernspannung lediglich eine maximale TDP von 24,5 Watt - weniger als ein Drittel des mobilen Athlons. Bezieht man alle Stromsparmaßnahmen wie z.B. Throttling mit ein, kommt der Pentium M bei knapp einem Volt Spannung noch auf sechs Watt, der Athlon 64 verbraucht bei 800 MHz Taktfrequenz und 1,1 Volt Kernspannung noch 19 Watt. Doch wieso unterscheiden sich diese beiden Prozessoren trotz ähnlicher Taktfrequenz?
Betrachtet man die Spezifikationen beider Prozessoren genauer, liegt die Antwort auf diese Frage eigentlich auf der Hand. So muss der Athlon 64 ständig fast 106 Mio. Transistoren mit Strom versorgen und hat somit eine weitaus höhere Gesamtkapazität aller Gates. Der Pentium M hingegen muss nur rund 77 Mio. Transistoren bei Laune halten; er hat also von vorne herein einen großen Vorteil. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der üppige Level 2-Cache beider Prozessoren, der mit jeweils einem Megabyte nicht gerade knapp bemessen ist. Dieser macht einen nicht zu vernachlässigenden Teil der Transistoren einer CPU aus und ist somit direkt am Stromverbrauch beteiligt. Intel hat sich hier einen Trick einfallen lassen und aktiviert dauerhaft nur 1/32 des Caches des Pentium M. Der Rest wird je nach Auslastung hinzugeschaltet. Dieses Feature besitzt der Athlon 64 nicht und muss so immer den vollen Cache mit Strom versorgen. Rein auf dem Papier ist auch der mobile Athlon 64 nicht gerade als Stromsparwunder zu bezeichnen. Maximale Mobilität? Leider nein.
Lieferumfang
Folgendes legt Yakumo dem Karton des Q8M Power 64 bei:
- Yakumo Q8M Power 64 Notebook mit einem Athlon 64 Mobile 3000+
- Netzteil und Stromkabel zum Betrieb an der Steckdose
- Zwei Akkus der Firma Sanyo
- Anschlusskabel für das eingebaute Modem des Q8M Power 64
Design, Ergonomie, Haptik
Für knapp 1500 bis 1600 Euro - je nach Versandhändler - wechselt das Yakumo Q8M Power 64 den Besitzer. Für diesen Preis kann der Kunde natürlich Einiges erwarten und so legte sich Hersteller Yakumo auch ordentlich ins Zeug, um ein rundum gelungenes Notebook zu präsentieren. Leider blieb der eine oder andere Schönheitsfleck nicht aus und so mussten wir in unserer Bewertungen einige Abstriche machen. Das Äußere des Notebooks präsentiert sich in einem auf Hochglanz polierten Silberton, der sicherlich den breiten Geschmack der Masse treffen dürfte. Die titangraue Applikation an der Vorderseite des Displaydeckels frischt das Gesamtbild etwas auf und trägt zusammen mit dem Namen des Herstellers zum guten Gesamteindruck bei. Nützlich sind die drei LEDs an der Außenseite des Notebooks, die auch bei eingeklapptem Display jederzeit den Status des Notebooks verraten.
Das Innere des Q8M Power 64 präsentiert sich in einem schicken Dunkelblau, von dem auch das Display umschlossen wird. Dieses bietet bei einer Bilddiagonale von 15" eine Auflösung von 1024x768 Pixel (XGA). Der Kontrast (schwarz - weiß) beträgt 155:1, die maximale Helligkeit 150 Canela pro m². Vor allem wegen der letzten beiden Werte geben wir dem Display des Yakumo Q8M Power 64 leider nur die Note "durchschnittlich". Der Druckpunkt der verbauten, leicht transparenten Tastatur ist gut, die Verteilung der Tasten folgt dem weitläufigen Standard. Das Touchpad reagiert etwas zu schwammig; nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hat sich dieses Manko aber erledigt. Während des Betriebes wird besonders die Auflage des rechten Handballens recht warm. Einen Vorteil hat dies: Man muss nicht damit rechnen, kalte Finger zu bekommen. Eine weitere LED-Staffel zeigt optisch die Aktivität des Notebooks auf.
An der Frontseite des Yakumo Q8M Power 64 befindet sich gut platziert der 4in1-Kartenleser, die Infrarotschnittstelle, ein FireWire-Anschluss, der Lautstärkeregler für die relativ schwachbrüstigen Boxen sowie die Audioanschlüsse und der Schalter für das optional erhältliche WLAN-Modul. An der rechten Außenseite befinden sich neben dem DVD-Brenner von Matshita auch zwei von vier USB-Anschlüssen, der PC-Card-Slot sowie der Ausgang für das eingebaute Modem und den 100 MBit Netztwerkadapter. Die restlichen zwei USB-Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite des Q8M Power 64 zusammen mit dem Druckerport, dem VGA- und S-Video-Ausgang und dem Stromanschluss für das Netzteil.
Wenn wir die bereits erwähnte recht warme, rechte Handballenauflage einmal außen vor lassen, präsentierte sich das Yakumo Q8M Power 64 im Betrieb als durchaus gut. Der Lüfter nimmt seine Arbeit erst bei voller Prozessorlast auf und ist die meiste Zeit lautlos. Erst wenn man das eine oder andere Spielchen wagen möchte, muss man mit einem deutlich hörbaren Geräusch rechnen. Tippt man jedoch nur auf seinem Notebook, wird man den Lüfter wohl nie zu Gehör bekommen. Im Akkubetrieb taktet der AMD Athlon 64 Mobile 3000+ standardmäßig mit nur 800 MHz, nur der Betrieb am Stromnetz ermöglicht die Ausnutzung der vollen 1,8 GHz Taktfrequenz. Angesichts der Tatsache, dass die CPU in diesem Zustand bis zu 81,5 Watt verbraucht, ist diese Entscheidung seitens Yakumo durchaus gern gesehen, würde sich die Akkulaufzeit doch sonst zu sehr verringern. Im Stromsparmodus bei 800 MHz Takt und 1,1 Volt Kernspannung sind es nur noch 21 Watt, die der Prozessor dem Akku von Sanyo abverlangt. Läuft der DVD-Brenner von Matshita einmal an, vernimmt man eine deutliche Vibration. Die Zugriffsgeräusch gestalten sich recht leise, ganz im Gegensatz zu den Tönen, die der Brenner von sich gibt, wenn er eine CD/DVD wieder ausspucken soll. Man könnte beinahe denken, er hätte den Silberling gerade in Drachenmanier zerkaut und verschluckt. Nach einer überdurchschnittlich langen Wartezeit sieht die Datenscheibe dann doch wieder das Tageslicht. Die beiden Boxen vor dem Display geben Notebook-typisch einen eher blechernen Ton von sich, reichen aber für den kurzen Musikgenuß zwischendurch.
Einen kurzen Blick wollen wir auch noch auf die "inneren Werte" des Yakumo Q8M Power 64 werfen. So sind auf der Unterseite des Notebooks zwei Abdeckungen eingebaut, die, nachdem man die Arretierungsschrauben gelöst hat, zumindest zwei markante Bauteile dem Tageslicht aussetzen. Sicherlich am eindrucksvollsten ist die verbaute Heatpipe, die den AMD Athlon 64 Mobile 3000+ bei Laune und auf niedriger Temperatur halten soll. Insgesamt drei Leitungen transportieren die Verlustwärme zu einem massiven Kupferkühlkörper, der von einem Lüfter mit Frischluft versorgt wird - wohl einer der Faktoren, die dem Yakumo Q8M ein stolzes Gewicht von vier kg bescheren.
Leistungswerte
Natürlich wollen wir in diesem Artikel auch auf die genaueren Leistungsdaten des Yakumo Q8M Power 64 eingehen. Besonders der verbaute AMD Athlon 64 Mobile erregte unsere Aufmerksamkeit und wir waren äußerst gespannt, wie sich dieses Notebook in unseren Benchmarks schlagen würde. Zur kleinen Zusammenfassung hier nochmals die Leistungsdaten des Prüflinges.
| Technische Daten Yakumo Q8M Power 64 | |
|---|---|
| Typ | Two-Spindle |
| Display | 15" TFT XGA-Display mit einer Auflösung von 1024x768 Pixeln |
| Prozessor | AMD Athlon64 Mobile 3000+ Prozessor |
| Chipsatz | VIA K8T800 Norhtbridge und VT8235 Southbridge |
| Arbeitsspeicher | 512 MB PC2100 DDR SDRAM CL2.5 |
| Grafikkarte | ATi Mobility Radeon 9600 (M10) mit 64 MB Speicher (200 MHz Chiptakt, 350 MHz Speichertakt) |
| Soundkarte | C-Media AC97 |
| Festplatte | Seagate Momentus ST94011A ATA-6 40GB, 5400 U/min, 2 MB Cache |
| Optisches Laufwerk | Matshita UJ815 A 2x/1x8x/16x8x24xDVD-R/-RW//CD-R/-RW (Multi-DVD)+2x DVD-RAM |
| Kommunikation | VIA compatible 10/100MBit, Smart Link 56k Modem |
| Mausersatz | Touchpad |
| Anschlüsse | VGA, TV-Out (SVHS/Cinch), 4x USB 2.0, Firewire (4 pol.), Infrarot, parallel, Kopfhörer, Mikrofon, 1x PCMCIA Typ II, 4 in 1 Kartenleser |
| Akku | 2x Sanyo Lithium-Ionen 97.68 Wh |
| Gewicht | 3,6 bis 3,9 kg |
| Gewicht Ladegerät | 0,5 kg |
| Abmessungen | 333 x 285 x 47 mm |
| Betriebssystem | Microsoft Windows XP Home SP 1, DirectX 9.0a |
| Garantie | 2 Jahre |
Als Gegenkandidat kam des Redakteurs Asus M6800N ins Spiel. Dies ist ein Notebook auf Basis von Intels Centrino-Technologie und verfügt über folgende Leistungsdaten:
| Technische Daten Asus M6800N | |
|---|---|
| Typ | Two-Spindle |
| Display | 15.1" TFT SXGA-Display mit einer Auflösung von 1400x1050 Pixeln |
| Prozessor | Intel Pentium M 1500 MHz |
| Chipsatz | Intel i855PM Chipsatz, ICH4-M Southbridge |
| Arbeitsspeicher | 2x256 MB PC2700 DDR SDRAM CL2.5 von Nanya |
| Grafikkarte | ATi Mobility Radeon 9600 (M10) mit 64 MB Speicher (200 MHz Chiptakt, 350 MHz Speichertakt) |
| Soundkarte | C-Media AC97 |
| Festplatte | 2.5-inch 9.5mm IDE HDD mit DMA 100, 60GB, 4200 U/min, 2 MB Cache |
| Optisches Laufwerk | Toshiba 24X/24X/8X/24X DVD+CD-RW Combo-Laufwerk |
| Kommunikation | 10/100/ 1000 Base T PCI LAN, 56k Modem, WLAN nach 802.11b |
| Mausersatz | Touchpad |
| Anschlüsse | VGA, TV-Out (SVHS/Cinch), 4x USB 2.0, Firewire (4 pol.), Infrarot, parallel, Kopfhörer, Mikrofon, 1x PCMCIA Typ II, 4 in 1 Kartenleser (SD/MMC/MS/MS PRO) |
| Akku | Li-Ion 8 cells, 14.8V, 4400mAh, 65W battery pack |
| Gewicht | 2,6 kg mit Tasche |
| Gewicht Ladegerät | 0,25 kg |
| Abmessungen | 354 x 273 x 22-34 mm |
| Betriebssystem | keines im Lieferumfang enthalten |
| Garantie | 2 Jahre |

Beide Notebooks besitzen auf den ersten Blick nur wenig Gemeinsamkeiten, einzig die ATi Mobility Radeon 9600 (M10) ist beiden gemein. Das Asus M6800N kann sich vor allem dank seiner 60 GB großen, aber mit 4200 U/min langsameren, Festplatte absetzen und trumpft ebenfalls durch das schöne 15.1" SXGA-Display auf. Das integrierte WLAN gehört zum Centrino-Standard, genau wie der Intel Pentium M. Leider fehlt dem M6800N ein DVD-Brenner, wie ihn das Yakumo Q8M Power 64 inne hat, ist aber mit einem Gesamtgewicht von 2,6 kg samt Tragetasche über ein Kilogramm leichter als der Kontrahent. Zudem ist der Akku kleiner dimensioniert.
Synthetische u. Applikationsbenchmarks
Den Anfang machen wir mit SiSoft Sandra 2004 SP1 [4]. Durch diesen Benchmark erhoffen wir uns vor allem Auskünfte über die Leistungsfähigkeit des AMD Athlon 64 Mobile 3000+ und des Intel Pentium M 1500.
Sisoft Sandra 2004 SP1 - Arithmetic
Angaben in Punkten
|
Da das Yakumo Q8M Power 64 im Akkubetrieb nur mit 800 statt der vollen 1800 MHz taktet, erwarteten wir hier keine besonders großen Überraschungen. So fällt der im Stromsparmodus gefangene Athlon 64 im Whetstone FPU und SSE2 weit hinter den Pentium M 1500 zurück und kann nur im Drystone ALU diesen überholen. Gerade hier trafen wir bezüglich des Pentium M auf etwas verwirrende Werte, denn eigentlich hätten Akku- und Netzbetrieb identisch sein müssen, taktet die CPU doch unter Last immer mit der vollen Frequenz. Der Athlon 64 Mobile vermag erst zu überzeugen, wenn man das mitgelieferte Netzteil in die Steckdose steckt und der Prozessor endlich mit vollen 1800 MHz zu Werke gehen kann.
Sisoft Sandra 2004 SP1 - Multimedia
Angaben in Punkten
|
Bezüglich des Athlon 64 Mobile 3000+ zeigte auch das Multimedia-Benchmark von SiSoft Sandra 2004 SP1 nichts wirklich Neues. Wird das Yakumo Q8M Power 64 extern mit Strom versorgt, verdoppelt sich die Leistung der CPU. Der Pentium M mit 1500 MHz kann in den Floating-Point-Messungen gut mithalten. Nur im Integer-Vergleich trafen wir wieder einmal auf leicht abstrus wirkende Werte. Hier ist der Pentium M mit dem Powerschema "Laptop" schneller als mit dem Schema "Desktop", in dem seine Leistung nicht im Idlemodus nach unten skaliert wird. Trotzalledem kann sich der im Akkubetrieb ermittelte Wert durchaus sehen lassen.
Sisoft Sandra 2004 SP1 - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Beide Notebooks zeigten in beiden Betriebsarten nahezu identische Werte, die Diskrepanz lässt sich ohne weitere Vorbehalte als Messungenauigkeit darstellen. Und so zeigt sich besonders in diesem Benchmark eine der wirklichen Schwächen des Yakumo Q8M Power 64. Aufmerksame Leser werden bestimmt schon im Vorfeld bemerkt haben, dass dieses Notebook nur mit PC2100-Speicher (DDR 266) ausgestattet wird und somit nur eine maximale Speicherbandbreite von 2,1 GB/s erreichen kann. An diesen Wert kommt das Notebook zwar nahe heran, entäuscht aber trotzdem, da es unter der Verwendung von DDR400-Speicher 3,2 GB/s hätten sein können. Hier sparte man unserer Meinung nach an der falschen Stelle. Zudem verschenkt man so zusätzlich noch einmal gut fünf Prozent mehr Prozessorleistung. Das Asus M6800N liefert dank i855PM-Chipsatz und DDR333-Speicher die besseren Ergebnisse.
Synthetische u. Applikationsbenchmarks (Fortsetzung)
Weiter geht es mit dem PC Mark 04 [5] in der Version 1.10. Dieses Benchmarkprogramm aus dem Hause Futuremark misst die Leistung eines Systems in verschiedenen Untergruppen und ist somit besonders gut für das Testen von Komplettrechnern, wie zum Beispiel Notebooks, geeignet.
PC Mark 04
Angaben in Punkten
|
Während das Asus M6800N im Akku- und Netzbetrieb nahezu identische Werte liefert, differierten diese beim Yakumo Q8M Power 64 erwatungsgemäß stark. Vor allem der CPU-Benchmark macht klar, dass der Athlon 64 Mobile 3000+ bei 800 MHz keine Chance gegenüber dem Pentium M 1500 hat. Nimmt man am Schreibtisch Platz und hat eine Steckdose zur Hand, kann der Athlon 64 jedoch seine Leistung voll entfalten und trumpft auf ganzer Linie auf. Etwas spanisch kamen uns die Werte des Memory-Benchmarks vor, bei denen dem Yakumo Q8M Power 64 im Akkumodus weniger Leistung attestiert wird als im Netzmodus. SiSoft Sandra 2004 SP1 sprach noch eine ganze andere Sprache und bescheinigte keinerlei Differenzen.
Den Festplattenabschnitt kann das Yakumo Q8M erwartungsgemäß für sich entscheiden, schließlich verbaut der Hersteller in diesem Notebook eine schnelle HDD mit 5.400 U/min, das Asus hat hingegen - ganz im Sinne der Stromversorgung - nur eine mit 4.200 U/min. Trotz gleicher Ausstattung kann das Yakumo den Grafikkarten-Abschnitt ebenfalls für sich entscheiden.
3DMark 03
Angaben in Punkten
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Da es sich um zwei absolut identische Grafikchips mit identischen Treibern handelt, zogen wir auch den mehr als umstrittenen 3DMark 03 in der Version 340 heran. Große Unterschiede zwischen den einzelnen Konkurrenten konnten wir hier nicht feststellen. Allerdings bestätigte sich wieder einmal die These, dass 3DMark 03 extrem von der Grafikkarte abhängig ist und nur wenig von einem schnellen Prozessor profitiert. Das beste Beispiel dafür ist das Yakumo Q8M im Batteriemodus.
Ziff Davis BatteryMark
Angaben in Stunden, Minuten
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Um die maximale Laufzeit des mitgelieferten Akkus messen zu können, setzten wir auf BatteryMark 4.0.1. aus dem Hause Ziff Davis. Um gleiche Bedingungen zu schaffen, deaktivierten wir beim Asus M6800N das WLAN und stellten das Display bei beiden Notebooks auf einen augenscheinlich gleichen Helligkeitswert. Als Powerschema kam jeweils "Tragbarer/Laptop" zum Einsatz, da in diesem Profil alle Skalierungsmechanismen der beiden Prozessoren greifen. Zudem nahmen wir nochmals das bereits von uns getestete Dell Inspiron 8600 [6] mit in diesen Vergleich auf, das ebenfalls ein Centrino-Notebook ist und einen Pentium M mit 1,7 GHz als Rechenherz hat.
Das Asus M6800N entscheidet diesen Test also eindeutig für sich und erreicht fast eine Stunde mehr Akkulaufzeit. Beim Yakumo Q8M Power 64 muss man allerdings anmerken, dass im Lieferumfang ein zweiter Akku enthalten ist. Dieser verdoppelt natürlich die Batterielaufzeit, muss allerdings konventionell gewechselt werden und kann nicht im Doppelpack betrieben werden. Ein Reboot ist also zwingend notwendig.
Spielebenchmarks
Beliebt bei Jung und Alt gehören natürlich auch Spiele zum Testrepertoire. Bei den Leistungsdaten heutiger Notebooks dürfte dies auch kein großes Problem darstellen, vermag doch auch eine ATi Mobility Radeon 9600 genug Bilder pro Sekunde zu zaubern, um auch neue Spiele einigermaßen spielen zu können. Wir testeten jeweils in drei Auflösungen, wobei die höchste - 1280x1024(960) - auf dem Yakumo-Notebook leider nicht darstellbar ist. Hier bedienten wir uns eines einfachen Tricks und schlossen über den VGA-Ausgang ein externes Display an. Um den RAMDAC der Grafikkarte nicht zu überfordern, deaktivierten wir das Display des Notebooks.
Unreal Tournament 2003 - Flyby
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Unreal Tournament 2003 - Botmatch
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Den Anfang macht Unreal Tournament 2003, ein mittlerweile altbekanntes Spiel, dessen Nachfolger in Kürze erscheinen wird. Die bereits eingebaute Benchmarkfunktion zeigt dabei anhand zwei verschiedener Tests gut die Leistungsdaten des jeweiligen Prüflinges auf. Besonders der Flyby-Benchmark belastet vor allem in niedrigen Auflösungen den Prozessor, in höheren Auflösungen limitiert die Grafikkarte. Das Botmatch simuliert hingegen ein Deathmatch mit Computergegnern und ist sehr CPU-lastig - ein starker Prozessor ist also ungemein wichtig. Und so zeigt sich auch hier wieder, dass das Yakumo Q8M Power 64 vor allem im Akkubetrieb dem Asus M6800N unterlegen ist. Einzig im Flyby in der höchsten Auflösung kann man den Pentium M überholen. Betreibt man das Notebook jedoch an der Steckdose, geht so richtig die Post ab. Hier können sich die 1800 MHz des Athlon 64 so richtig entfalten und liefern durchweg gute Frameraten, die das Yakumo Q8M Power 64 voll spieletauglich erscheinen lassen.
RtCW - Enemy Territory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Auch das OpenGL-Spiel Enemy Territory zeigt ein ähnliches Bild. Im Akkubetrieb dominiert das Asus M6800N, während das Yakumo Q8M Power 64 im Netzbetrieb den Pentium M nur Staub schlucken lässt. Erst in 1280x1024 sind beide Notebooks nahezu gleich auf, da hier die Grafikkarte beginnt, im Wege zu stehen.
Fazit
Trotz einiger Negativfaktoren fällt unser Fazit zum Yakumo Q8M Power 64 recht positiv aus, so lange die Mobilität die Länge des Stromkabels nicht überschreitet. An diesem Punkt liegt das größte Problem Yakumos, denn ist man auf den Akku angewiesen, taktet der Athlon 64 Mobile 3000+ nur noch mit 800 MHz, begnügt sich im Gegenzug allerdings mit einem weitaus geringeren Stromverbrauch. Mobilität? Ja, aber mit weniger Leistung. Betrachtet man die Ergebnisse unserer Benchmarks einmal genauer, fällt jedoch unweigerlich auf, dass dieser Prozessor auch noch mit dieser geringen Taktfrequenz absolut zum Arbeiten und selbst zum Spielen ausreicht. Letzteres nicht zuletzt dank der schnellen ATi Mobility Radeon 9600 mit 64 MB Texturspeicher, die neben einer Kompatibilität zu DirectX 9 auch eine gute Rohleistung mit sich bringt. Der bereits im Lieferumfang enthaltene DVD-Brenner (der zwar nur den „-“-Standard aber dafür DVD-RAM unterstützt) ist ebenso als sehr positiv zu bewerten wie der zweite Akku, der eine kumulierte Laufzeit von über sechs Stunden ermöglicht. Allerdings muss man so während der Arbeit eine kurze Pause einlegen, da sich beide Akkus leider nicht parallel betreiben lassen. Hätte der Hersteller den nicht wesentlich teureren DDR400-Speicher verbaut, wäre das Notebook im Endeffekt sogar noch bis zu fünf Prozentpunkte schneller gewesen. Alles in allem ist auch die Verarbeitung des Notebooks und die Tastatur lobend hervorzuheben. Ob man das Design mag oder nicht, bleibt Jedem selber überlassen, schließlich ist dies ja bekanntlich Geschmackssache.
Wie alles im Leben hat leider auch das Yakumo Q8M Power 64 seine schlechten Seiten. So ist das recht hohe Gewicht sicherlich eine davon. Mit fast vier Kilogramm Lebendgewicht ist es bei Weitem nicht leicht und dürfte für den einen oder anderen lahmen Arm sorgen. Betrachtet man die massive Heatpipe-Apparatur, die zur Kühlung des Athlon 64 Mobile 3000+ eingesetzt wird, kann man sich über dieses Gewicht allerdings kaum mehr wundern. Die 85 Watt TDP des Athlons im Netzbetrieb wollen schließlich im Zaum gehalten werden. Trotz des großen Kühlers wird der verbaufte Lüfter im Betrieb nicht sehr laut. Auch unter Volllast ist dieser nur als ein leises Säuseln zu hören - die Heatpipe und der massive Kupferkühlkörper leisten gute Arbeit. Ein weiterer Kritikpunkt unsererseits ist das verbaute Display. Dieses ist zwar 15" groß, unterstützt aber nur eine maximale Auflösung von 1024x768 Pixeln. Bei Notebooks sieht man eine solch geringe Auflösung eher selten, zudem fehlt es dem Display an einem guten Blickwinkel.
Fazit: Yakumo gelang mit dem Q8M Power 64 der Spagat zwischen einem außerordentlich leistungsfähigen Desktop-Replacement-Notebook und einem ausreichend leistungsfähigen, mobilen Arbeitsgerät, nicht zuletzt dank des Athlon 64 Mobile 3000+. Die Eierlegende Wollmilchsau ermöglicht der Prozessor leider (noch) nicht.














