Einleitung
Die meisten werden sich bereits beim Titel dieses Tests gefragt haben, an welcher Stelle sie bisher den Herstellernamen Soartec [1] überlesen haben sollen. Doch es besteht kein Grund zur Sorge, denn Soartec ist eine neue Firma aus Deutschland, die sich auf die Fahne geschrieben hat, speziell angeordnete und gekühlte Hardware verpackt in einem hochwertigen mini-ITX-Gehäuse auszuliefern. Auf einer Vorabversion der Homepage war ein Satz zu lesen, welcher besagte, dass man direkt merke Qualität in der Hand zu haben, wenn man den PicoX zum ersten Mal in Händen halte. Klingt im ersten Moment nach einem puren Marketingversprechen, bewahrheitet sich jedoch in der Tat direkt nach dem Öffnen der komplett schwarzen Verpackung. Soartec startet in diesem Monat den Verkauf von Komplett-PCs, untergebracht in einem schwarzen, flachen Gehäuse. Besonders ist neben dem Design, bei dem man sich denkt „Das ist mal etwas anderes“, auch die Kühlung des Prozessors nebst Grafikeinheit und Northbridge, die allesamt über Kupferkühlkörper direkten Kontakt zur Außenhülle haben und somit die massive Grundplatte sowie die Außenwände dazu nutzen ihre Temperatur zu regulieren. So viel sei bereits vorweg erwähnt, der Preis für dieses Komplettsystem beläuft sich aktuell auf etwa 1.500 Euro.
Lieferumfang und Daten
Gehäuse:
- Material: Aluminium
- Abmessungen: ca. 69 x 388 x 255 mm (H x B x T)
- Gewicht: etwa 6,9 kg
- einen 5,25"-Slimline-Front-Laufwerkschacht und zwei 2,5"-Festplattenhalterungen
- Mainboard-Formfaktor: Mini-ITX
- zwei USB-, zwei Audio und ein FireWire-Anschluss in der Front
- Noiseblocker NB-Multiframe MF12-S1 mit 750 U/min und Drehzahlüberwachung
Hardware:
- AMD Athlon X2 4850e
- MINIX 780G-SP128MB
- ATi Radeon HD 3200
- Kingston HyperX 4 GB DDR2-800 SODIMM
- Sony Opiac BD-Rom BC5600S
- Zwei Seagate 2,5"-Festplatten à 500 GB (7.200 U/min)
- externes Netzteil
Als Software liefert Soartec die Home-Premium-Edition des aktuellen Microsoft Betriebssystems Windows 7 in der 64-Bit Version mit. Außerdem empfiehlt der Hersteller für einen optimalen Betrieb als Maus-Tastatur-Kombination die Logitech-DiNovo-Mini.
Komponenten im Überblick
Angefangen bei der Außenhülle, liefert Soartec ein eigens konstruiertes und gefertigtes Gehäuse aus schwarz eloxiertem Aluminium mit, welches einen entscheidenden Beitrag zur Kühlung der Komponenten leistet. Das Gehäuse selbst besteht neben einer etwa zwölf Millimeter dicken Grundplatte und einem etwas dünneren Blech als Deckel – vier Millimeter – aus vier weiteren Gehäuseteilen, die allesamt miteinander verschraubt sind. Beide Seitenwände bieten lange Kühlrippen, welche einen Teil zur Kühlung beitragen. Werden das Gehäuse geöffnet und die Komponenten entfernt, wird dieser Sachverhalt deutlich, da lediglich die Grundplatte über zwei massive Kupferblöcke Kontakt zu den hitzeempfindlichen Komponenten hat. Zwar sind Grundplatte und Seitenwände über Wärmeleitpaste miteinander verbunden, jedoch sollte dieser Kühleffekt aus thermodynamischer Sicht nicht ansatzweise so groß sein, als wenn die Seitenwände über Heatpipes mit den Hardwarekomponenten verbunden wären. Damit jedoch die Kühlung nicht zu kurz kommt, spendiert Soartec dem PicoX zusätzlich einen leisen 120-mm-Lüfter, welcher kalte Luft von außen ansaugt und in das Innere des Gehäuses befördert. In der rechten Seitenwand zwischen den Kühlrippen und im Deckel befinden sich einige Lüftungslöcher, durch die die aufgewärmte Luft wieder entweichen kann. Zusätzlich hat die Grundplatte einen großen Bereich mit kleinen Kühlrippen, die großflächig zur linken und etwas schmaler zur rechten Seitenwand verlaufen und von dem verbauten Lüfter gekühlt werden. Zusätzlich befinden sich auf der Rückseite des Mainboards ein paar Wärmeleitpads, welche zusätzlich den Deckel zur Wärmeabfuhr nutzen. Bei diesem Gehäuse lautete außerdem das Motto: alles auf engstem Raum unterbringen. Das Mainboard ist über Kopf eingebaut und teilweise über spezielle Kabel und Adapter mit den restlichen Komponenten verbunden. An der linken Seite befindet sich das optische Laufwerk, darunter die beiden 2,5"-Festplatten mit jeweils 500 Gigabyte Speicherplatz.






Bei dem verbauten Mainboard handelt es sich um ein mini-ITX-Board aus dem Hause J&W Technology, welches über einen AM2+ Sockel verfügt und integrierte Grafik von ATi, namentlich HD 3200, mitbringt. Als Chipsatz kommt AMDs 780G zum Einsatz, welcher für den IGP über einen Speicher von 128 Megabyte verfügt. Neben vier SATA-II-Anschlüssen stellt das Mainboard einen PCI-Express-Steckplatz bereit, womit theoretisch auch leistungsstärkere Grafikkarten als die verbaute On-Board-Grafik mit bis zu vier Lanes versorgt werden könnten. Auf der anderen Seite des Prozessors stehen zwei SO-DIMM-Speicherbänke parat, die maximal vier Gigabyte DDR2-1066-Speicher aufnehmen können. Anschlussseitig stellt das MINIX 780G alles Notwendige zur Verfügung. So gibt es sechs USB-2.0- sowie jeweils einen eSATA-, HDMI-, VGA-, DVI-, PS2- und optischen Soundanschluss. Wer die Tonwiedergabe konventionell nutzen möchte, kann auch via Klinkeanschlüsse auf den integrierten 7.1-Sound zurückgreifen.
Als Speicher kommt in diesem Komplettsystem Notebookspeicher, bestehend aus einem vier Gigabyte DDR2-800-Kit, aus dem Hause Kingston zum Einsatz. Dieser erreicht bei einem Takt von 800 MHz Latenzen von 5-5-5-18 und wird mit einer maximalen Spannung von 1,8 Volt betrieben.
Wie einigen Lesern bereits aufgefallen sein sollte, standen uns für den heutigen Test direkt zwei Exemplare des PicoX zur Verfügung, was einem kleinen technischen Defekt verschuldet ist, allerdings wissenswerte Informationen zu Tage gefördert hat. So gibt es vom PicoX bereits zwei verschiedene Versionen, die sich, bedingt durch den neueren AMD-Sockel AM3 in puncto Prozessor und Chipsatz ein wenig voneinander unterscheiden. Während in der ersten Version, die auch Grundlage des heutigen Tests ist, noch ein Athlon X2 4850e seinen Dienst verrichtete, kommt bei der Neuauflage bereits ein Athlon II X4 600e zum Einsatz. Dieser Prozessorwechsel ergab sich während der Projektphase zum PicoX, da der zunächst verwendete Prozessor vom Markt genommen wurde. Deshalb sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass in unserem heutigen Test der etwas in die Tage gekommene AMD Athlon X2 4850e seine Arbeit verrichtet. Dieser Dual-Core von AMD leistet bei einer Verlustleistung von rund 45 Watt eine Taktfrequenz von 2,5 GHz. Für einen ausführlichen Überblick sei auf unseren ComputerBase-Test verwiesen [2]. In der nun erhältlichen Version wird das Nachfolgemainboard MINIX 785G-SP128MB verbaut werden, welches neben dem neueren 785-Chipsatz auch On-Board-Grafik in Form der ATi HD 4200 mitbringt.



Da dieses kleine Komplettsystem von seinen Leistungsdaten her nicht gerade auf den Spielebereich sondern viel mehr auf den Bereich Media-PC ausgerichtet ist, sollte vor allen Dingen ein Blu-Ray-Laufwerk nicht fehlen. Diesem Sachverhalt hat sich Soartec in Form des Sony-Opiac BC-5600S angenommen und spendiert dieser Multimedia-Maschine ein Combo-Laufwerk, welches CDs und DVDs lesen und beschreiben kann sowie Blu-Ray-Discs abzuspielen vermag.
Erfahrungen
Soartec liefert den PicoX komplett mit installiertem Microsoft Windows 7 aus, womit man in den selben Genuss kommt, als würde man einen Komplett-PC aus einem Elektronik-Fachmarkt kaufen – auspacken, anschließen, fertig. Dank der verhältnismäßig leistungsfähigen Komponenten ist die Arbeitsgeschwindigkeit angenehm. Das System startet schnell und bietet ausreichend Ressourcen für den gewöhnlichen Desktop-Betrieb. Auch Videos in HD-Qualität werden ohne Weiteres abgespielt und laufen durchweg ruckelfrei. Damit ist auch schon das Haupteinsatzgebiet des PicoX benannt – der Media-PC. Gerade dort überzeugte der PicoX mit einem äußerst leisen Betrieb, was sich auch in den Messergebnissen unter dem Punkt „Lautstärke“ widerspiegelt. Das Kühlkonzept wirkt ausgereift und arbeitet dank der hauptsächlich passiven Kühlung angenehm leise. Von Werk aus wird der verbaute Lüfter mit einem Widerstand in seiner ohnehin schon geringen Drehzahl noch etwas gebremst und sorgt lediglich für einen leichten Luftzug bei subjektiver Stille.






Trotz der geringen Abmessungen des Gehäuses sind alle Kabel im Inneren ordentlich verlegt und gut auf die Gegebenheiten angepasst. Die Demontage erwies sich anfangs als sehr komplex, da das Mainboard im eingebauten Zustand einen Großteil des Innenraums und der darunter befindlichen Kabel abdeckte. Allerdings ließen sich, wenn das Konzept einmal bekannt ist, alle Komponenten mit Ausnahme der beiden Festplatten problemlos auseinander bauen und wieder zusammensetzen. Die zwei 2,5"-Festplatten sind mit Wärmeleitpads an die Grundplatte geklebt und lassen sich dementsprechend nur mit etwas Kraftaufwand entfernen.









Testbetrieb
Da dieses System in der Regel als Media-PC im Wohnzimmer an einem Fernseher betrieben wird, kommt erneut unser viergeteiltes Testverfahren zum Einsatz. Während eines Auslastungstests werden zwei bekannte Tools verwendet. Mit FurMark [3] im Xtreme-Burning-Modus wird die Grafikkarte auf Temperatur gebracht. Diese OpenGL-basierte Software kann die Grafikkarte durch das Rendern eines Felltorus' über ihre Spezifikationen hinaus auslasten und enorm aufheizen. Dies geschieht in einem Maß, welches im Alltagsbetrieb durch kein 3D-Spiel erreicht wird. Parallel dazu wird der Prozessor mit Prime95 (Download [4]) im Maximum-Heat-Modus ausgelastet. Da die auf diese Weise erzeugte Auslastung im Alltag faktisch unmöglich ist, werden so die maximalen Temperaturen erzielt und jeder Proband kann zeigen, was in ihm steckt. Dokumentiert werden die Temperaturwerte mit Hilfe des Diagnose-Tools Everest Ultimate Edition [5].
Anschließend folgen drei Lautstärkemessungen. Zunächst im normalen Windows-Betrieb, anschließend bei der DVD-Wiedergabe auf dem Fußboden und abschließend während der DVD-Wiedergabe auf einem TV-Tisch, um reale Einsatzbedingungen zu simulieren. Die Lautstärkemessungen wurden mit einem „Voltcraft Digitales Schallpegelmessgerät 320“ durchgeführt, das Schallpegel im Bereich von 30 bis 120 Dezibel misst. Die Grundlautstärke des Messraumes lag bei subjektiv empfundener Stille unterhalb des Messbereiches, d.h. bei weniger als 30 Dezibel. Die Entfernung betrug hierbei einen halben Meter. Die Messungen während der DVD-Wiedergabe wurden entsprechend des üblichen Einsatzes nur von vorn durchgeführt.
Messungen
Was bislang im Abschnitt „Erfahrungen“ lediglich subjektiv erfasst wurde, bestätigt sich auch in den Messungen der Lautstärke. So nimmt der Soartec PicoX im 5-V-Ranking ausnahmslos die Spitzenposition ein und arbeitet, mit maximal etwa 36 Dezibel an der Oberseite, auch im Betrieb bei zwölf Volt angenehm leise. Interessanter Weise lag die Lautstärke bei der DVD-Wiedergabe auf dem TV-Tisch (Holz) sowohl bei fünf als auch bei zwölf Volt etwas niedriger als auf dem Fußboden (Teppich). Sogar bei mehrmaliger Wiederholung dieser Messung ergab sich stets das gleiche Messergebnis. Zu diesen guten Messwerten tragen neben dem Kühlsystem auch der hochwertig verarbeitete Lüfter aus dem Hause Noiseblocker, welcher bei fünf Volt subjektiv lautlos agiert, sowie die dämpfenden Standfüße ihren Teil bei.
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Die nachfolgenden Temperaturwerte sollen als reiner Überblick zu den bisherigen Messungen mit unserem hauseigenen Testsystem dienen. Da es sich bei den Komponenten des PicoX jedoch um vollkommen andere Hardware handelt, können sie nicht als objektive Vergleichswerte herangezogen werden. Dennoch hat Soartec seinem ersten Komplettsystem eine durchaus performante Kühlung mit auf den Weg gegeben, das seine Leistungsfähigkeit auch nach mehrstündiger Auslastung unter Beweis stellt. Dass das größtenteils passive Kühlkonzept seinen Zweck erfüllt, beweist die Oberflächentemperatur des Gehäuses. An der rechten Seite, wo der Prozessor seinen Dienst verrichtet, erreicht das Aluminium nach einiger Zeit eine Temperatur von etwa 45°C, gefolgt von den rechten Kühlrippen, welche immerhin rund 42°C erreichen. Wie sich bei den gemessenen Temperaturen zeigt, variieren zum einen die Werte von Grafikkarte und Prozessor nicht sehr stark zwischen dem Betrieb bei fünf und bei zwölf Volt, zum anderen weichen diese Werte nicht sehr stark von der Gehäusetemperatur ab.
Systemtemperaturen
Angaben in °C
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Benchmarks
Damit wir die Leistungsfähigkeit des PicoX auch von der objektiven Seite bewerten können, wurden diverse Benchmarks durchgeführt, welche die Gesamtleistung des Systems überprüfen und auch einzelne Komponenten wie zum Beispiel die Festplatten, den Speicher oder auch den Prozessor beleuchten. Als Vergleichswerte wurden dabei vier andere Testsysteme herangezogen, die im Folgenden aufgelistet werden. Dabei handelt es sich um unsere beiden Testsysteme auf mini-ITX-Basis sowie das System auf micro-ATX-Basis, die allesamt für die Gehäusetests eingesetzt werden, und um den Besser-Leise Schwartz-PC, der im vergangenen September getestet wurde.
| Bild | Bezeichnung | Mainboard | Prozessor | Grafik | Speicher | Festplatte | Netzteil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mini-ITX ION |
Zotac IONITX-A | Intel Atom 330 |
GeForce 9400 |
2 GB Corsair XMS2 DDR2-800 |
Maxtor 6L200MO 200 GB |
extern 90 Watt | |
| Mini-ITX 775 | Zotac GeForce 9300-ITX WiFi |
Intel C2D E8600 |
GeForce 9300 |
2 GB Corsair XMS2 DDR2-800 |
Maxtor 6L200MO 200 GB |
Enermax MODU 82+ 425 Watt |
|
| Gehäusetest System |
Gigabyte MA785GM-US2H |
AMD Phenom II X4 940 BE |
GeForce 9800 GTX+ |
2 GB Corsair XMS2 DDR2-800 |
WD Caviar SE16 320GB |
Enermax MODU 82+ 425 Watt |
|
| Besser-Leise Schwartz-PC |
Asus P5Q Pro | Intel C2Q Q9550 |
GeForce GTS 250 |
4 GB Samsung M3 DDR2-800 |
Samsung HD103UJ 1000 GB |
Silverstone SST- ST45NF 450 Watt |
|
| Soartec PicoX | MINIX 780G- SP128MB |
AMD Athlon X2 4850e |
ATi HD 3200 |
4 GB Kingston HyperX DDR2-800 |
2x Seagate ST9500420AS 500 GB |
extern 150 Watt |
Basierend auf Subjektivität ist die zur Verfügung stehende Leistung des Systems aus dem Hause Soartec sowohl für den Desktop-Betrieb als auch die Medienwiedergabe vollkommen ausreichend. Dieser Eindruck bestätigt sich auch in den durchgeführten Benchmarks. Gerade von dem Mini-ITX 775, dem Gehäusetest-System und dem Produkt aus dem Hause Besser-Leise wird der PicoX teilweise um Längen geschlagen, da diese Komponenten deutlich leistungsfähiger sind. Generell ist der hinterlassene Eindruck jedoch durchweg positiv.
3DMark 06
Angaben in Punkten
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3DMark Vantage
Angaben in Punkten
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Cinebench R10
Angaben in Punkten
|
HD Tach 3.0.4.0
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POV-Ray 3.7
Angaben in Sekunden
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SiSoft Sandra
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Betriebssysteme und Treiberversionen:
- Mini-ITX ION, Mini-ITX 775, Gehäusetest System:
- Für die Benchmarks wurde Windows Vista Business 64-Bit genutzt, als Grafikkartentreiber kam der Nvidia ForceWare 196.21 zum Einsatz.
- Besser-Leise Schwartz-PC:
- Für die Benchmarks wurde Windows Vista Ultimate 64-Bit genutzt. Lediglich für HDTach kam Windows XP mit SP3 zum Einsatz. Als Grafikkartentreiber wurde der Nvidia ForceWare 190.62 verwendet.
- Soartec PicoX:
- Für die Benchmarks wurde Windows 7 HomePremium 64-Bit genutzt, als Grafikkartentreiber kam der ATI Catalyst 10.1 zum Einsatz.
Fazit
Bekanntlich gehört nicht besonders viel Können dazu, ein Komplettsystem aufzubauen und dies zu einem adäquaten Preis an den Mann oder die Frau zu bringen. Ein komplettes System in einem selbst konstruierten und gebauten Gehäuse zu verstauen, dabei ein Kühlsystem auf die Beine zu stellen, das nahezu lautlos agiert und gleichzeitig noch sehr akzeptable Temperaturen liefert, ist hingegen nicht jedermanns Sache. Soartec beweist mit dem PicoX, dass genau dies möglich ist. Die eingangs erwähnten Gedanken „Das ist mal etwas anderes“ bestätigten sich während des gesamten Tests und es bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, dass der Verkaufsstart positiv verläuft und Soartec somit nicht zur Eintagsfliege wird.
Die Verarbeitung des Gehäuses ist durchweg tadellos, die Aluminiumkomponenten sind sauber gefräst und das Design ist vollkommen wohnzimmertauglich. Der Innenraum ist sauber aufgebaut – weder unsauber verlegte Kabel noch unordentlich verbaute Komponenten sind zu finden. In puncto Design schafft man bei den Bambergern den Spagat zwischen Aussehen und Integration des Kühlkonzeptes. Einzig der Preis liegt mit rund 1.500 Euro aktuell sehr hoch und könnte einige Kunden vom Kauf abhalten. Wirtschaftlich betrachtet sollten die Kosten mit zunehmender Stückzahl allerdings noch sinken. Auf der anderen Seite leistet man sich mit diesem Komplettsystem auch ein Stück Luxus, der für gewöhnlich seinen Preis hat.








