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Test: Soartec PicoX

von Benjamin Marks

Einleitung

Die meisten werden sich bereits beim Titel dieses Tests gefragt haben, an welcher Stelle sie bisher den Herstellernamen Soartec [1] überlesen haben sollen. Doch es besteht kein Grund zur Sorge, denn Soartec ist eine neue Firma aus Deutschland, die sich auf die Fahne geschrieben hat, speziell angeordnete und gekühlte Hardware verpackt in einem hochwertigen mini-ITX-Gehäuse auszuliefern. Auf einer Vorabversion der Homepage war ein Satz zu lesen, welcher besagte, dass man direkt merke Qualität in der Hand zu haben, wenn man den PicoX zum ersten Mal in Händen halte. Klingt im ersten Moment nach einem puren Marketingversprechen, bewahrheitet sich jedoch in der Tat direkt nach dem Öffnen der komplett schwarzen Verpackung. Soartec startet in diesem Monat den Verkauf von Komplett-PCs, untergebracht in einem schwarzen, flachen Gehäuse. Besonders ist neben dem Design, bei dem man sich denkt „Das ist mal etwas anderes“, auch die Kühlung des Prozessors nebst Grafikeinheit und Northbridge, die allesamt über Kupferkühlkörper direkten Kontakt zur Außenhülle haben und somit die massive Grundplatte sowie die Außenwände dazu nutzen ihre Temperatur zu regulieren. So viel sei bereits vorweg erwähnt, der Preis für dieses Komplettsystem beläuft sich aktuell auf etwa 1.500 Euro.

Soartec picoX – Front Seite links
Soartec picoX – Front Seite links

Lieferumfang und Daten

Gehäuse:

Hardware:

Als Software liefert Soartec die Home-Premium-Edition des aktuellen Microsoft Betriebssystems Windows 7 in der 64-Bit Version mit. Außerdem empfiehlt der Hersteller für einen optimalen Betrieb als Maus-Tastatur-Kombination die Logitech-DiNovo-Mini.

Komponenten im Überblick

Angefangen bei der Außenhülle, liefert Soartec ein eigens konstruiertes und gefertigtes Gehäuse aus schwarz eloxiertem Aluminium mit, welches einen entscheidenden Beitrag zur Kühlung der Komponenten leistet. Das Gehäuse selbst besteht neben einer etwa zwölf Millimeter dicken Grundplatte und einem etwas dünneren Blech als Deckel – vier Millimeter – aus vier weiteren Gehäuseteilen, die allesamt miteinander verschraubt sind. Beide Seitenwände bieten lange Kühlrippen, welche einen Teil zur Kühlung beitragen. Werden das Gehäuse geöffnet und die Komponenten entfernt, wird dieser Sachverhalt deutlich, da lediglich die Grundplatte über zwei massive Kupferblöcke Kontakt zu den hitzeempfindlichen Komponenten hat. Zwar sind Grundplatte und Seitenwände über Wärmeleitpaste miteinander verbunden, jedoch sollte dieser Kühleffekt aus thermodynamischer Sicht nicht ansatzweise so groß sein, als wenn die Seitenwände über Heatpipes mit den Hardwarekomponenten verbunden wären. Damit jedoch die Kühlung nicht zu kurz kommt, spendiert Soartec dem PicoX zusätzlich einen leisen 120-mm-Lüfter, welcher kalte Luft von außen ansaugt und in das Innere des Gehäuses befördert. In der rechten Seitenwand zwischen den Kühlrippen und im Deckel befinden sich einige Lüftungslöcher, durch die die aufgewärmte Luft wieder entweichen kann. Zusätzlich hat die Grundplatte einen großen Bereich mit kleinen Kühlrippen, die großflächig zur linken und etwas schmaler zur rechten Seitenwand verlaufen und von dem verbauten Lüfter gekühlt werden. Zusätzlich befinden sich auf der Rückseite des Mainboards ein paar Wärmeleitpads, welche zusätzlich den Deckel zur Wärmeabfuhr nutzen. Bei diesem Gehäuse lautete außerdem das Motto: alles auf engstem Raum unterbringen. Das Mainboard ist über Kopf eingebaut und teilweise über spezielle Kabel und Adapter mit den restlichen Komponenten verbunden. An der linken Seite befindet sich das optische Laufwerk, darunter die beiden 2,5"-Festplatten mit jeweils 500 Gigabyte Speicherplatz.

Soartec picoX – Doppelpack
Soartec picoX – Doppelpack

Soartec picoX – Front Seite rechts
Soartec picoX – Front Seite rechts
Soartec picoX – Schriftzug
Soartec picoX – Schriftzug
Soartec picoX – Deckel
Soartec picoX – Deckel
Soartec picoX – Unterseite
Soartec picoX – Unterseite
Soartec picoX – Noisblocker Lüfter am Deckel
Soartec picoX – Noisblocker Lüfter am Deckel

Bei dem verbauten Mainboard handelt es sich um ein mini-ITX-Board aus dem Hause J&W Technology, welches über einen AM2+ Sockel verfügt und integrierte Grafik von ATi, namentlich HD 3200, mitbringt. Als Chipsatz kommt AMDs 780G zum Einsatz, welcher für den IGP über einen Speicher von 128 Megabyte verfügt. Neben vier SATA-II-Anschlüssen stellt das Mainboard einen PCI-Express-Steckplatz bereit, womit theoretisch auch leistungsstärkere Grafikkarten als die verbaute On-Board-Grafik mit bis zu vier Lanes versorgt werden könnten. Auf der anderen Seite des Prozessors stehen zwei SO-DIMM-Speicherbänke parat, die maximal vier Gigabyte DDR2-1066-Speicher aufnehmen können. Anschlussseitig stellt das MINIX 780G alles Notwendige zur Verfügung. So gibt es sechs USB-2.0- sowie jeweils einen eSATA-, HDMI-, VGA-, DVI-, PS2- und optischen Soundanschluss. Wer die Tonwiedergabe konventionell nutzen möchte, kann auch via Klinkeanschlüsse auf den integrierten 7.1-Sound zurückgreifen.

Soartec picoX – Mainboard und Blu-Ray-Laufwerk
Soartec picoX – Mainboard und Blu-Ray-Laufwerk

Als Speicher kommt in diesem Komplettsystem Notebookspeicher, bestehend aus einem vier Gigabyte DDR2-800-Kit, aus dem Hause Kingston zum Einsatz. Dieser erreicht bei einem Takt von 800 MHz Latenzen von 5-5-5-18 und wird mit einer maximalen Spannung von 1,8 Volt betrieben.

Wie einigen Lesern bereits aufgefallen sein sollte, standen uns für den heutigen Test direkt zwei Exemplare des PicoX zur Verfügung, was einem kleinen technischen Defekt verschuldet ist, allerdings wissenswerte Informationen zu Tage gefördert hat. So gibt es vom PicoX bereits zwei verschiedene Versionen, die sich, bedingt durch den neueren AMD-Sockel AM3 in puncto Prozessor und Chipsatz ein wenig voneinander unterscheiden. Während in der ersten Version, die auch Grundlage des heutigen Tests ist, noch ein Athlon X2 4850e seinen Dienst verrichtete, kommt bei der Neuauflage bereits ein Athlon II X4 600e zum Einsatz. Dieser Prozessorwechsel ergab sich während der Projektphase zum PicoX, da der zunächst verwendete Prozessor vom Markt genommen wurde. Deshalb sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass in unserem heutigen Test der etwas in die Tage gekommene AMD Athlon X2 4850e seine Arbeit verrichtet. Dieser Dual-Core von AMD leistet bei einer Verlustleistung von rund 45 Watt eine Taktfrequenz von 2,5 GHz. Für einen ausführlichen Überblick sei auf unseren ComputerBase-Test verwiesen [2]. In der nun erhältlichen Version wird das Nachfolgemainboard MINIX 785G-SP128MB verbaut werden, welches neben dem neueren 785-Chipsatz auch On-Board-Grafik in Form der ATi HD 4200 mitbringt.

Soartec picoX – stapelbar
Soartec picoX – stapelbar
Soartec picoX – Kühlrippen
Soartec picoX – Kühlrippen
Soartec picoX – Ober- und Unterseite
Soartec picoX – Ober- und Unterseite

Da dieses kleine Komplettsystem von seinen Leistungsdaten her nicht gerade auf den Spielebereich sondern viel mehr auf den Bereich Media-PC ausgerichtet ist, sollte vor allen Dingen ein Blu-Ray-Laufwerk nicht fehlen. Diesem Sachverhalt hat sich Soartec in Form des Sony-Opiac BC-5600S angenommen und spendiert dieser Multimedia-Maschine ein Combo-Laufwerk, welches CDs und DVDs lesen und beschreiben kann sowie Blu-Ray-Discs abzuspielen vermag.

Erfahrungen

Soartec liefert den PicoX komplett mit installiertem Microsoft Windows 7 aus, womit man in den selben Genuss kommt, als würde man einen Komplett-PC aus einem Elektronik-Fachmarkt kaufen – auspacken, anschließen, fertig. Dank der verhältnismäßig leistungsfähigen Komponenten ist die Arbeitsgeschwindigkeit angenehm. Das System startet schnell und bietet ausreichend Ressourcen für den gewöhnlichen Desktop-Betrieb. Auch Videos in HD-Qualität werden ohne Weiteres abgespielt und laufen durchweg ruckelfrei. Damit ist auch schon das Haupteinsatzgebiet des PicoX benannt – der Media-PC. Gerade dort überzeugte der PicoX mit einem äußerst leisen Betrieb, was sich auch in den Messergebnissen unter dem Punkt „Lautstärke“ widerspiegelt. Das Kühlkonzept wirkt ausgereift und arbeitet dank der hauptsächlich passiven Kühlung angenehm leise. Von Werk aus wird der verbaute Lüfter mit einem Widerstand in seiner ohnehin schon geringen Drehzahl noch etwas gebremst und sorgt lediglich für einen leichten Luftzug bei subjektiver Stille.

Soartec picoX – Front
Soartec picoX – Front
Soartec picoX – Rückseite
Soartec picoX – Rückseite
Soartec picoX – Seitenansicht rechts
Soartec picoX – Seitenansicht rechts
Soartec picoX – Seitenansicht links
Soartec picoX – Seitenansicht links
Soartec picoX – Kühlrippen und Lüfter
Soartec picoX – Kühlrippen und Lüfter
Soartec picoX – Lüftungslöcher
Soartec picoX – Lüftungslöcher

Trotz der geringen Abmessungen des Gehäuses sind alle Kabel im Inneren ordentlich verlegt und gut auf die Gegebenheiten angepasst. Die Demontage erwies sich anfangs als sehr komplex, da das Mainboard im eingebauten Zustand einen Großteil des Innenraums und der darunter befindlichen Kabel abdeckte. Allerdings ließen sich, wenn das Konzept einmal bekannt ist, alle Komponenten mit Ausnahme der beiden Festplatten problemlos auseinander bauen und wieder zusammensetzen. Die zwei 2,5"-Festplatten sind mit Wärmeleitpads an die Grundplatte geklebt und lassen sich dementsprechend nur mit etwas Kraftaufwand entfernen.

Soartec picoX – Innenraum mit Hardware
Soartec picoX – Innenraum mit Hardware
Soartec picoX – Kühlblöcke
Soartec picoX – Kühlblöcke
Soartec picoX – Kühlrippen und -blöcke
Soartec picoX – Kühlrippen und -blöcke
Soartec picoX – Rückseite ohne Hardware
Soartec picoX – Rückseite ohne Hardware
Soartec picoX – Seitenansicht links
Soartec picoX – Seitenansicht links
Soartec picoX – Kühlrippen im Innenraum
Soartec picoX – Kühlrippen im Innenraum
Soartec picoX – Port-Kit
Soartec picoX – Port-Kit
Soartec picoX – Gehäuseteile
Soartec picoX – Gehäuseteile
Soartec picoX – Gehäuseteile
Soartec picoX – Gehäuseteile

Testbetrieb

Da dieses System in der Regel als Media-PC im Wohnzimmer an einem Fernseher betrieben wird, kommt erneut unser viergeteiltes Testverfahren zum Einsatz. Während eines Auslastungstests werden zwei bekannte Tools verwendet. Mit FurMark [3] im Xtreme-Burning-Modus wird die Grafikkarte auf Temperatur gebracht. Diese OpenGL-basierte Software kann die Grafikkarte durch das Rendern eines Felltorus' über ihre Spezifikationen hinaus auslasten und enorm aufheizen. Dies geschieht in einem Maß, welches im Alltagsbetrieb durch kein 3D-Spiel erreicht wird. Parallel dazu wird der Prozessor mit Prime95 (Download [4]) im Maximum-Heat-Modus ausgelastet. Da die auf diese Weise erzeugte Auslastung im Alltag faktisch unmöglich ist, werden so die maximalen Temperaturen erzielt und jeder Proband kann zeigen, was in ihm steckt. Dokumentiert werden die Temperaturwerte mit Hilfe des Diagnose-Tools Everest Ultimate Edition [5].

Anschließend folgen drei Lautstärkemessungen. Zunächst im normalen Windows-Betrieb, anschließend bei der DVD-Wiedergabe auf dem Fußboden und abschließend während der DVD-Wiedergabe auf einem TV-Tisch, um reale Einsatzbedingungen zu simulieren. Die Lautstärkemessungen wurden mit einem „Voltcraft Digitales Schallpegelmessgerät 320“ durchgeführt, das Schallpegel im Bereich von 30 bis 120 Dezibel misst. Die Grundlautstärke des Messraumes lag bei subjektiv empfundener Stille unterhalb des Messbereiches, d.h. bei weniger als 30 Dezibel. Die Entfernung betrug hierbei einen halben Meter. Die Messungen während der DVD-Wiedergabe wurden entsprechend des üblichen Einsatzes nur von vorn durchgeführt.

Messungen

Was bislang im Abschnitt „Erfahrungen“ lediglich subjektiv erfasst wurde, bestätigt sich auch in den Messungen der Lautstärke. So nimmt der Soartec PicoX im 5-V-Ranking ausnahmslos die Spitzenposition ein und arbeitet, mit maximal etwa 36 Dezibel an der Oberseite, auch im Betrieb bei zwölf Volt angenehm leise. Interessanter Weise lag die Lautstärke bei der DVD-Wiedergabe auf dem TV-Tisch (Holz) sowohl bei fünf als auch bei zwölf Volt etwas niedriger als auf dem Fußboden (Teppich). Sogar bei mehrmaliger Wiederholung dieser Messung ergab sich stets das gleiche Messergebnis. Zu diesen guten Messwerten tragen neben dem Kühlsystem auch der hochwertig verarbeitete Lüfter aus dem Hause Noiseblocker, welcher bei fünf Volt subjektiv lautlos agiert, sowie die dämpfenden Standfüße ihren Teil bei.

Lautstärke

 Vorne:
Soartec PicoX (5 V)
30,0
Lian Li PC-Q07
30,3
OrigenAE M10 (5 V)
30,9
Soartec PicoX (12 V)
34,2
OrigenAE M10 (12 V)
48,4
 Hinten:
Soartec PicoX (5 V)
30,0
OrigenAE M10 (5 V)
31,0
Lian Li PC-Q07
31,6
Soartec PicoX (12 V)
35,3
OrigenAE M10 (12 V)
47,3
 Links:
Soartec PicoX (5 V)
30,0
Lian Li PC-Q07
31,3
OrigenAE M10 (5 V)
31,7
Soartec PicoX (12 V)
34,2
OrigenAE M10 (12 V)
46,3
 Rechts:
Soartec PicoX (5 V)
30,2
Lian Li PC-Q07
30,4
OrigenAE M10 (5 V)
32,1
Soartec PicoX (12 V)
33,9
OrigenAE M10 (12 V)
49,1
 Oben:
OrigenAE M10 (5 V)
30,1
Soartec PicoX (5 V)
30,1
Lian Li PC-Q07
30,7
Soartec PicoX (12 V)
36,3
OrigenAE M10 (12 V)
46,2
 DVD-Wiedergabe:
Soartec PicoX (5 V)
31,9
Lian Li PC-Q07
34,8
Soartec PicoX (12 V)
36,3
OrigenAE M10 (5 V)
39,4
OrigenAE M10 (12 V)
44,1
 DVD-Wiedergabe auf TV-Tisch:
Soartec PicoX (5 V)
31,4
Soartec PicoX (12 V)
34,6
Lian Li PC-Q07
35,4
OrigenAE M10 (5 V)
40,1
OrigenAE M10 (12 V)
45,3
Angaben in Dezibel

Die nachfolgenden Temperaturwerte sollen als reiner Überblick zu den bisherigen Messungen mit unserem hauseigenen Testsystem dienen. Da es sich bei den Komponenten des PicoX jedoch um vollkommen andere Hardware handelt, können sie nicht als objektive Vergleichswerte herangezogen werden. Dennoch hat Soartec seinem ersten Komplettsystem eine durchaus performante Kühlung mit auf den Weg gegeben, das seine Leistungsfähigkeit auch nach mehrstündiger Auslastung unter Beweis stellt. Dass das größtenteils passive Kühlkonzept seinen Zweck erfüllt, beweist die Oberflächentemperatur des Gehäuses. An der rechten Seite, wo der Prozessor seinen Dienst verrichtet, erreicht das Aluminium nach einiger Zeit eine Temperatur von etwa 45°C, gefolgt von den rechten Kühlrippen, welche immerhin rund 42°C erreichen. Wie sich bei den gemessenen Temperaturen zeigt, variieren zum einen die Werte von Grafikkarte und Prozessor nicht sehr stark zwischen dem Betrieb bei fünf und bei zwölf Volt, zum anderen weichen diese Werte nicht sehr stark von der Gehäusetemperatur ab.

Systemtemperaturen

 CPU:
Soartec PicoX (12 V)
48
Soartec PicoX (5 V)
50
 GPU:
Soartec PicoX (12 V)
53
Soartec PicoX (5 V)
54
 Festplatte:
Soartec PicoX (12 V)
31
Soartec PicoX (5 V)
44
Angaben in °C

Benchmarks

Damit wir die Leistungsfähigkeit des PicoX auch von der objektiven Seite bewerten können, wurden diverse Benchmarks durchgeführt, welche die Gesamtleistung des Systems überprüfen und auch einzelne Komponenten wie zum Beispiel die Festplatten, den Speicher oder auch den Prozessor beleuchten. Als Vergleichswerte wurden dabei vier andere Testsysteme herangezogen, die im Folgenden aufgelistet werden. Dabei handelt es sich um unsere beiden Testsysteme auf mini-ITX-Basis sowie das System auf micro-ATX-Basis, die allesamt für die Gehäusetests eingesetzt werden, und um den Besser-Leise Schwartz-PC, der im vergangenen September getestet wurde.

Bild Bezeichnung Mainboard Prozessor Grafik Speicher Festplatte Netzteil
Mini-ITX Ion
Mini-ITX Ion
Mini-ITX ION
Zotac IONITX-A Intel Atom
330
GeForce
9400
2 GB Corsair
XMS2 DDR2-800
Maxtor 6L200MO
200 GB
extern 90 Watt
Mini-ITX 775
Mini-ITX 775
Mini-ITX 775 Zotac GeForce
9300-ITX WiFi
Intel C2D
E8600
GeForce
9300
2 GB Corsair
XMS2 DDR2-800
Maxtor 6L200MO
200 GB
Enermax MODU
82+ 425 Watt
Gehäusetest System
Gehäusetest System
Gehäusetest
System
Gigabyte
MA785GM-US2H
AMD Phenom II
X4 940 BE
GeForce
9800 GTX+
2 GB Corsair
XMS2 DDR2-800
WD Caviar
SE16 320GB
Enermax MODU
82+ 425 Watt
Besser-Leise Schwartz-PC
Besser-Leise Schwartz-PC
Besser-Leise
Schwartz-PC
Asus P5Q Pro Intel C2Q
Q9550
GeForce
GTS 250
4 GB Samsung
M3 DDR2-800
Samsung HD103UJ
1000 GB
Silverstone SST-
ST45NF 450 Watt
Soartec picoX – Mainboard, Prozessor, Speicher
Soartec picoX – Mainboard, Prozessor, Speicher
Soartec PicoX MINIX 780G-
SP128MB
AMD Athlon
X2 4850e
ATi HD
3200
4 GB Kingston
HyperX
DDR2-800
2x Seagate
ST9500420AS
500 GB
extern 150 Watt

Basierend auf Subjektivität ist die zur Verfügung stehende Leistung des Systems aus dem Hause Soartec sowohl für den Desktop-Betrieb als auch die Medienwiedergabe vollkommen ausreichend. Dieser Eindruck bestätigt sich auch in den durchgeführten Benchmarks. Gerade von dem Mini-ITX 775, dem Gehäusetest-System und dem Produkt aus dem Hause Besser-Leise wird der PicoX teilweise um Längen geschlagen, da diese Komponenten deutlich leistungsfähiger sind. Generell ist der hinterlassene Eindruck jedoch durchweg positiv.

3DMark 06

 System Score:
Besser-Leise Schwartz-PC
14.720
Gehäusetest System
14.204
Mini-ITX 775
1.861
Mini-ITX Ion
1.344
Soartec PicoX
1.297
 CPU Score:
Besser-Leise Schwartz-PC
4.695
Gehäusetest System
4.172
Mini-ITX 775
3.048
Soartec PicoX
1.782
Mini-ITX Ion
730
 SM 2.0:
Besser-Leise Schwartz-PC
6.039
Gehäusetest System
5.609
Mini-ITX 775
649
Mini-ITX Ion
516
Soartec PicoX
436
 SM 3.0:
Gehäusetest System
6.530
Besser-Leise Schwartz-PC
6.290
Mini-ITX 775
665
Mini-ITX Ion
518
Soartec PicoX
486
Angaben in Punkten

3DMark Vantage

 System Score:
Gehäusetest System
8.895
Besser-Leise Schwartz-PC
8.381
Mini-ITX 775
549
Mini-ITX Ion
298
Soartec PicoX
173
 CPU Score:
Besser-Leise Schwartz-PC
34.503
Gehäusetest System
33.235
Mini-ITX 775
6.425
Soartec PicoX
3.592
Mini-ITX Ion
1.641
 GPU Score:
Gehäusetest System
7.150
Besser-Leise Schwartz-PC
6.692
Mini-ITX 775
420
Mini-ITX Ion
234
Soartec PicoX
132
Angaben in Punkten

Cinebench R10

 Rendering (1 CPU):
Mini-ITX 775
3.652
Besser-Leise Schwartz-PC
3.478
Gehäusetest System
3.402
Soartec PicoX
1.904
Mini-ITX Ion
539
 Rendering (X CPU):
Besser-Leise Schwartz-PC
12.624
Gehäusetest System
11.984
Mini-ITX 775
6.849
Soartec PicoX
3.767
Mini-ITX Ion
1.516
Angaben in Punkten

HD Tach 3.0.4.0

 Burst Speed:
Besser-Leise Schwartz-PC
242,8
Soartec PicoX
181,1
Gehäusetest System
172,5
Mini-ITX 775
135,5
Mini-ITX Ion
129,2
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
 Random Access:
Gehäusetest System
13,4
Besser-Leise Schwartz-PC
13,6
Mini-ITX Ion
15,2
Mini-ITX 775
15,9
Soartec PicoX
20,9
Angaben in Millisekunden
 Average read:
Besser-Leise Schwartz-PC
98,1
Soartec PicoX
74,7
Gehäusetest System
65,5
Mini-ITX Ion
53,0
Mini-ITX 775
52,7
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

POV-Ray 3.7

 All-CPU Rendering Benchmark:
Besser-Leise Schwartz-PC
101
Gehäusetest System
114
Mini-ITX 775
159
Soartec PicoX
388
Mini-ITX Ion
1.130
Angaben in Sekunden

SiSoft Sandra

 CPU-Multimedia-Leistung:
Besser-Leise Schwartz-PC
131,47
Gehäusetest System
112,60
Mini-ITX 775
67,54
Soartec PicoX
25,18
Mini-ITX Ion
17,46
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
 Speicherbandbreite:
Gehäusetest System
9,89
Besser-Leise Schwartz-PC
6,46
Mini-ITX 775
6,09
Soartec PicoX
4,15
Mini-ITX Ion
2,74
Angaben in Gigabyte pro Sekunde (GB/s)
 Speicher-Latenzzeit:
Gehäusetest System
94,00
Mini-ITX 775
99,00
Besser-Leise Schwartz-PC
105,00
Soartec PicoX
122,00
Mini-ITX Ion
166,00
Angaben in Nanosekunden

Betriebssysteme und Treiberversionen:

Fazit

Bekanntlich gehört nicht besonders viel Können dazu, ein Komplettsystem aufzubauen und dies zu einem adäquaten Preis an den Mann oder die Frau zu bringen. Ein komplettes System in einem selbst konstruierten und gebauten Gehäuse zu verstauen, dabei ein Kühlsystem auf die Beine zu stellen, das nahezu lautlos agiert und gleichzeitig noch sehr akzeptable Temperaturen liefert, ist hingegen nicht jedermanns Sache. Soartec beweist mit dem PicoX, dass genau dies möglich ist. Die eingangs erwähnten Gedanken „Das ist mal etwas anderes“ bestätigten sich während des gesamten Tests und es bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, dass der Verkaufsstart positiv verläuft und Soartec somit nicht zur Eintagsfliege wird.

Die Verarbeitung des Gehäuses ist durchweg tadellos, die Aluminiumkomponenten sind sauber gefräst und das Design ist vollkommen wohnzimmertauglich. Der Innenraum ist sauber aufgebaut – weder unsauber verlegte Kabel noch unordentlich verbaute Komponenten sind zu finden. In puncto Design schafft man bei den Bambergern den Spagat zwischen Aussehen und Integration des Kühlkonzeptes. Einzig der Preis liegt mit rund 1.500 Euro aktuell sehr hoch und könnte einige Kunden vom Kauf abhalten. Wirtschaftlich betrachtet sollten die Kosten mit zunehmender Stückzahl allerdings noch sinken. Auf der anderen Seite leistet man sich mit diesem Komplettsystem auch ein Stück Luxus, der für gewöhnlich seinen Preis hat.

Soartec picoX – Doppelpack
Soartec picoX – Doppelpack

URL-Liste:

  1. http://www.soartec.de/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2008/test_amd_athlon_x2_4850e/
  3. http://www.geeks3d.com/20090703/furmark-1-7-0-the-bad-boy-of-graphics-cards-utilities-is-back/
  4. http://www.computerbase.de/downloads/software/systemueberwachung/prime95/
  5. http://www.computerbase.de/downloads/software/systemueberwachung/everest/
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