Impactics K.I.S.S.S. im Test: Das Gehäuse zum passiven Betrieb von Intels Sandy Bridge

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Benjamin Marks
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Temperatur

Die Temperaturen wurden gemessen, während das System FurMark im Xtreme-Burning-Modus absolvierte und dabei die Grafikkarte auf Temperatur gebracht wurde. Parallel dazu wird der Prozessor mit Prime95 (Download) im Maximum-Heat-Modus ausgelastet. Da die auf diese Weise erzeugte Auslastung im Alltag faktisch unmöglich ist, werden so die maximalen Temperaturen erzielt und jeder Proband kann zeigen, was in ihm steckt. Dokumentiert werden die Temperaturwerte mit Hilfe des Diagnose-Tools Core Temp 0.99.8.

Systemtemperaturen
020406080Minuten, Sekunden 0 Minuten5 Minuten10 Minuten15 Minuten20 Minuten25 Minuten30 Minuten35 Minuten40 Minuten45 Minuten50 Minuten55 Minuten60 Minuten

Das Diagramm zeigt den Temperaturverlauf aller vier Kerne im oben beschriebenen „Stresstest“ sowie die Temperatur eines Kerns bei der Blu-ray-Wiedergabe. Bereits im Vorfeld teilte uns der Hersteller mit, dass die Heatpipe-Kühlung für den üblichen Betrieb eines Intel Core i5-2400S ausreiche, ausgedehnte Volllastphasen allerdings nicht möglich seien. Ein kleinerer Prozessor mit entsprechend geringerer Rechenleistung war in unserer Redaktion kurzfristig aber nicht verfügbar und so haben wir eine Kombination getestet, die so vom Hersteller Impactics nicht freigegeben ist.

Impactics sollte Recht behalten und so sind ausgedehnte Volllastphasen mit diesem recht potenten Prozessor leider nicht möglich. Die Temperaturen im Inneren des Gehäuses stiegen sukzessive an und nach 62 Minuten kam es zu einem Bluescreen, obwohl die Temperaturen auf den Prozessorkernen noch deutlich unter der Obergrenze von 86°C lagen. An dieser Stelle sollte jedoch der Blick für die Realität gewahrt bleiben, denn in der Praxis weht ein ganz anderer Wind, da ein solches System, das als Media-PC im Wohnzimmer seinen Platz findet, nur in den seltensten Fällen über längere Zeit komplett ausgelastet wird. Bei der Wiedergabe von hochauflösendem Audio- und Videomaterial lag die Auslastung lediglich zwischen fünf und zwölf Prozent und so werden dabei auch die Temperaturen mehr oder minder konstant gehalten.

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme wurde zu drei stabilen Zuständen des Komplettsystems gemessen. Zunächst während sich das System im Standby befand, anschließend im normalen Windows-Betrieb und abschließend nach mehrstündiger Volllastphase bei einem stabilen Temperaturniveau. Da die Leistungsaufnahme in der Theorie abhängig von der Temperatur ist, gilt der Stromverbrauch unter Volllast nur für die angegebenen Temperaturen sowie im Idle nur für ein stabiles Temperaturniveau.

Leistungsaufnahme
    • Impactics K.I.S.S.S. (Standby)
      1,7
    • Impactics K.I.S.S.S. (Idle)
      18,7
    • Impactics K.I.S.S.S. (Blu-ray-Wiedergabe)
      31,4
    • Impactics K.I.S.S.S. (Volllast)
      93,1
Einheit: Watt (W)

Mit 31,4 Watt während der Wiedergabe einer Blu-ray-Disc liegt das System auf Augenhöhe mit Blu-ray- und Multimedia-Playern und auch die Werte im Standby liegen, wenn man bedenkt, dass beispielsweise Nenotecs Komplettsystem mehr als sechs Watt verbraucht, mit 1,7 Watt in einem sehr akzeptablen Bereich.

Unter Last zieht das System mit 93 Watt mehr Leistung aus der Steckdose, als es mit 86 Watt laut Hersteller maximal liefern kann. Die Effizienz des Netzteils mit (wahrscheinlich zu hohen) 90 Prozent angesetzt, würden 93 Watt Leistungsaufnahme an der Steckdose intern abgegebenen 84 Watt gegenüber stehen. Damit bewegt sich unser System unter Last noch im grünen Bereich, viel Luft nach oben bietet das Netzteil unserer Komponentenwahl allerdings nicht mehr.