Vorwort
Noch vor wenigen Jahren konnten wir unsere Daten nur mit Mühe von Punkt A nach B transportieren. Klar, für kleine Dateien gab es die Diskette oder für größere Datenmengen dann endlich die CD-R oder -RW. Auch heute ist die CD nach wie vor die Nummer Eins unter den portablen Medien. Doch was, wenn man einmal etwas Größeres als eine CD transportieren möchte? DVDs schaffen hier zwar ein wenig Abhilfe, jedoch hat bei weitem noch nicht jeder einen DVD fähigen Computer. Wäre es nicht viel schöner, seine komplette Festplattenkapazität ständig verfügbar zu haben? An sich kein schlechter Gedanke. Allerdings haben normale IDE Festplatten die negative Eigenschaft, nicht sehr robust zu sein und dann noch das ewige Ein- und Ausbauleiden bei jedem Transport. Die Lösung sind externe Festplatten in einem kompakten und robusten Gehäuse, welche die Datenmengen bequem von einem Ort zum anderen bringen - ohne großen Aufwand bei der Installation. "Auf die Stecker - Fertig - Los!", heißt das Motto. Praktisch jeder seit 1997 verkaufter PC verfügt mindest über einen USB1.1 Anschluss, sodass nur in Ausnahmeällen ein rascher Anschluss unmöglich ist. Wem das nicht reicht, der kann sich mit USB2.0 und Firewire nochmals an deutlich höheren Datenraten erfreuen. Neben dem praktischen Transport stellen die externen Laufwerke zudem eine handliche Backuplösung dar. Dank ihrer riesigen Kapazität lassen sich Unmengen an Musik, Bilder und Videos archivieren und sichern. Gerade im digitalen Videobereich, wo eine Stunde DV schon mal an die 15GB Daten benötigen, ist man auf solche Dimensionen angewiesen, wenn man nicht auf die Qualität verzichten möchte.
Lang lang ist es her - beinahe 16 Monate - , als wir mit der Iomega HDD 20GB USB2.0 [1] zuletzt eine mobile Festplatte bei uns zu Gast hatten. In dieser Zeit hat sich viel getan und die tragbaren Massenspeicher, welche mittlerweile die Kapazitäten ihrer internen Kollegen erreicht haben, erfreuen sich - nicht zuletzt durch ihren praktischen Nutzen im Alltag - immer größerer Beliebtheit und so war es mal wieder an der Zeit, das ein oder andere Modell ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. So fanden sich bei uns jeweils die 120GB und 250GB Versionen mit USB2.0, Firewire oder beidem aus dem Hause Maxtor und Iomega zu einem Test ein. Die beiden Topmodelle mit 250GB Kapazität verfügen sowohl über einen USB2.0- als auch einen Firewireanschluss, weshalb wir ebenfalls einen kleinen Blick auf den direkten Performancevergleich dieser beiden Anschlüsse werfen möchten.
Iomega HDD 120GB
Als erstes in unserem Review begrüßen wir die 120 GB HDD aus dem Hause Iomega. Das 120 GB Modell kommt mit 2 MB Cache und einer Geschwindigkeit von 7200 Umdrehungen pro Minute daher. Wahlweise gibt es das Modell mit USB2.0 (abwärtskompatibel zu 1.1) oder Firewireschnittstelle. Wir möchten uns in diesem Test ausschließlich mit der Variante mit Firewire Anschluss beschäftigen.
Systemvoraussetzungen:
- 300MHz oder höher PC oder G4/G3 Mac (nur blaue und weiße G3)
- IEEE Firewire Anschluss (6-Pin)
- Microsoft Windows 98 (nur USB 1.1)/ 98 SE/ 2000/ ME /XP bzw. Mac OS X 9.1
- 4X CD-ROM (zur Softwareinstallation)
- 65MB Festplattenkapazität
- Microsoft Internet Explorer 5.0 / Netscape 6.1 oder höher


Die Iomega HDD 120 GB Firewire kommt in einem schlichten schwarzen und silbernen Gehäuse daher. Unten am Gehäuse befinden sich vier Noppen für einen sicheren Stand. Die beißende, hellblaue Kontroll-LED kann man im laufenden Betrieb wirklich als auffällig bezeichnen. Das Laufwerk macht einen sehr soliden Eindruck und ist bereit auf Reisen zu gehen.
Lieferumfang
In dem kleinen, unscheinbaren Paket findet der geneigte User alles, was man für den Betrieb benötigt. Beim Öffnen der Schachtel stößt man außer auf den normalen Stromanschluss auf ein zweites Kabel für einen anderen Steckdosentyp, welcher zum Beispiel in Großbritannien vorherrscht. Für die Verbindung zum PC liefert Iomega das passende Firewireadapterkabel (6-Port) mit. Optional ist für dieses Modell auch ein USB Adapterkabel zu haben, welches jedoch separat erworben werden muss. Auf ein gedrucktes Handbuch hat verzichtet und so befindet sich nun auf der Installations-CD eine elektronische Version. In der Kurzanleitung wird der Installationsvorgang ausreichend beschrieben. Für die Erstellung von Backups liefert Iomega die Software Norton Ghost in der recht aktuellen Version 2003 mit. Auf der Installations-CD befindet sich zusätzlich eine "QuickSync" Software, zur schnellen Sicherung von Daten und eine Datenrettungssoftware.
Iomega HDD 250GB
Mit der HDD 250 GB USB2.0/Firewire erreichte uns das derzeitige Topmodell der externen Festplatten von Iomega. Wie sein Mitstreiter verfügt dieses Laufwerk über einen 2 MB großen Cache und dreht ebenfalls mit 7200 Umdrehungen pro Minute. Anders als das 120 GB Modell unterstützt die von uns getestete 250 GB Variante sowohl eine USB2.0- als auch einen Firewireanschluss vom Werk aus und bietet damit die bestmögliche Konnektivität.
Systemvoraussetzungen:
- 300MHz oder höher PC oder G4/G3 Mac (nur blaue und weiße G3)
- IEEE Firewire Anschluss (6-Pin) und/oder USB2.0 (mind. USB1.1)
- Microsoft Windows 98 (nur USB 1.1)/ 98 SE/ 2000/ ME /XP bzw. Mac OS X 9.1
- 4X CD-ROM (zur Softwareinstallation)
- 65MB Festplattenkapazität
- Microsoft Internet Explorer 5.0 / Netscape 6.1 oder höher
Vom Aussehen her unterscheidet sich das 250GB Modell nur in der Rückansicht von seinem kleineren Bruder.


Lieferumfang
Auch der Lieferumfang ist bis auf das zusätzliche USB Kabel identisch zu der 120GB Variante. Mit nur einem Meter ist das Kabel allerdings recht knapp ausgefallen. Der ein oder andere Zentimeter mehr täte hier sicherlich nicht weh. Gleiches gilt für das Firewirekabel. Die Softwareausstattung ist ebenfalls die gleiche wie beim 120GB Firewire Modell. Nur der Firewireadapter wird durch ein reines 6-Pin Firewirekabel ersetzt.
Maxtor OneTouch 120GB
Mit der Maxtor OneTouch 120GB hat sich bei uns das USB only Modell aus der neuen OneTouch Serie mit 120 GB Kapazität eingefunden. Die spezielle OneTouch Lösung erlaubt es, mit nur einem Knopfdruck ein komplettes Backup der gewünschten Daten zu erstellen. Im Inneren arbeitet eine 3,5 Zoll ATA133 Festplatte mit 7200 Umdrehungen pro Minute, die über 2 MB Cache verfügt. Für einen leisen Betrieb hat Maxtor die Platte mit einem "Whisper quite bearing" Motor ausgestattet. Die tatsächlich zu erwartene Übertragungsrate mit USB2.0 wird von Maxtor mit 34 MB/s angegeben. Ob die Festplatte auch hält, was sie verspricht, werden wir später noch klären.
Systemvoraussetzungen
- Pentium II Klasse oder höher
- Windows 98SE, Me, 2000 Professional, XP
- CD-ROM Laufwerk
- 64MB RAM
- USB 1.1/2.0 Anschluss
- Internetverbindung (für Systemupdates)
Warum eine Internetverbindung als Voraussetzung angegeben wird, können wir uns selbst nicht erklären. Systemupdates sind zwar immer gut, für eine Installation sollten sie im Normalfall jedoch nicht von Nöten sein.



Die Maxtor OneTouch Serie erscheint in einem dezenten, matten Silbergrau mit blauer Front- und Heckabdeckungen. Der "OneTouch" Button ist unscheinbar und auf den ersten Blick würde man nie darauf kommen, dass eine ganze Menge dahintersteckt. In dem Button selbst sind auch zwei hellblaue Kontroll-LEDs integriert, die bei Belastung der Festplatte abwechselnd blinken. Das Gehäuse selbst ist aus Aluminium gefertigt und symetrisch aufgebaut, d.h. die Platte sieht - egal auf welcher Seite sie liegt - immer gleich aus.
Lieferumfang
In dem Karton der Maxtor OneTouch 120 GB USB2.0 findet sich in der Tat so einiges wieder. Neben dem eigentlichen Laufwerk befinden sich zwei Netzadapterkabel, das Netzeil und ein Standhalterung für ein senkrechtes Aufstellen der Festplatte. Das zweite Netzkabel sieht durch sein kleines Schaufenster für die Sicherung fast schon wie ein Teilnehmer der nächsten Moddingmeisterschaft aus. Zudem findet man ein ausreichend dimensioniertes USB Kabel, eine Installations-CD sowie eine Software-CD und nicht zuletzt - oh Wunder - ein dickes, gedrucktes, mehrsprachiges Handbuch.
Maxtor OneTouch 250GB
Kommen wir nun zum Topmodell der OneTouch Serie mit 250 GB Kapazität. Topmodell? Es gibt zwar auch eine Variante mit 300 GB Kapazität, allerdings muss man hier der Größe Tribut zollen, sodass die Platte nur noch mit 5400 Umdrehungen pro Minute dreht und auf einen im Verhältnis kleinen 2 MB großen Cache zurückgreifen muss. Das Modell mit 250 GB verfügt hingegen über einen 8 MB großen Cache und dreht wie die anderen auch mit einer Geschwindigkeit von 7200 upm. Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit gibt Maxtor mit 34 MB/s für den USB2.0 und 41 MB/s für den Firewireanschluss an. Ob die Platte in der Realität diesen Wert auch schafft, klären wir zu einem späteren Zeitpunkt.
Systemvoraussetzungen
- Pentium II Klasse oder höher / iMac oder G3 (blau oder weiß)
- Windows 98SE, Me, 2000 Professional, XP / Mac OS 9.1 oder höher, Mac OS X 10.1.2-10.1.5; 10.2.4 oder höher
- CD-ROM Laufwerk
- 64MB RAM
- USB 1.1/2.0 oder Firewire Anschluss
- Internetverbindung (für Systemupdates)


Lieferumfang
Ähnlich wie schon bei den Geräten von Iomega unterscheidet sich auch bei den Maxtor OneTouch der Lieferumfang des größeren Modell nicht sonderlich vom kleineren Bruder. So befindet sich neben der größere Platte mit standardmäßiger Firewire/USB2.0 Unterstützung nun auch ein 6-Pin Firewirekabel im Lieferumfang wieder. Das Kabel ist ausreichend lang und gut isoliert. Der Rest ist identisch zu dem 120GB Modell, weshalb wir an dieser Stelle auch nicht unnötigerweise darauf eingehen wollen.
Alltagstauglichkeit
Während unseres Test erwiesen sich alle getesteten Festplatten als sehr alltagstauglich und komfortabel. Dort, wo man die Daten benötigt, sind sie ohne viel Aufwand flink und sicher verfügbar. Dank Plug&Play und HotSwap-Fähigkeit, ohne Treiberinstallation einfach an den USB bzw. Firewireport eines Windows ME/2000/XP Computer gesteckt, lässt sich überall die Datenvielfalt und Geschwindigkeit genießen. Lediglich bei der Maxtor OneTouch 250GB sollten die mitgelieferten Treiber installiert werden. Die Platte verrichtet zwar auch ohne diese Treiber ihren Dienst, jedoch muss man einige Einschränkungen in der Geschwindigkeit und ein gelbes Ausrufezeichen im Gerätemanager in Kauf nehmen. Unter Windows 98(SE) ist eine Treiberinstallation zwingend notwendig.
Ein besonderes Feature bieten sicherlich die Teilnehmer der Maxtor OneTouch Serie. Mit nur einem einzigen Klick auf die so genannte "OneTouch" Taste lässt sich bequem ein komplettes Backup von bestimmten Dateien machen. Was gesichert werden soll, wird einmal per Software festgelegt und anschließend genügt ein Knopfdruck und die ausgewählten Daten werden gesichert - beliebig oft. Iomega bietet zwar ebenfalls eine Backuplösung, diese ist aber ausschließlich in Softwareform von Norton Ghost 2003 oder der hauseigenen "Automatic Backup" Software realisiert. Einen Knopf wie bei den Maxtor gibt es allerdings nicht. Die jeweils mitgelieferte Software funktioniert tadellos und ist einfach zu bedienen. Ein weiterer Vorteil der Maxtor OneTouch ist die Möglichkeit, die Festplatten hochkant zu stellen. Dafür wird eigens eine Vorrichtung mitgeliefert. Durch ihre leicht abgerundete Form der Iomega HDD und der fehlenden Vorrichtung ist ein senkrechtes aufstellen unmöglich. Die Platten kippen einfach um. ;-)
Bei den Abmessungen und beim offiziellen Wiegen vor dem Kampf kann Iomega allerdings sehr gut punkten. Mit 867 Gramm sind die Iomega HDD um mehr als 500 Gramm leichter als die Maxtor OneTouch Platten, welche ganze 1390 Gramm auf die Waage bringen. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, denn beide Hersteller setzen auf unterschiedliche Gehäuse. Während die Iomega HDD in einem stabilen Kunststoffgehäuse ihre Arbeit verrichten, werden die Maxtor durch ein richtiges Aluminiumgehäuse geschützt. Auch in der Geräuschentwicklung sind die OneTouch dank ihrer Whisper Quiet Techologie im Vorteil. Sie sind praktisch unhörbar. Die Iomega-Platten erzeugen im Betrieb einen leisen und keineswegs störenden, hochfrequenten Ton - wahrnehmbar ist er jedoch. Im Betrieb wurden die 120 und 250 GB Iomega und die 120 GB Maxtor maximal handwarm. Lediglich die Maxtor 250GB wurde deutlich wärmer als die anderen.


Die externen Festplatten verhalten sich im Prinzip genau wie ihre internen Kollegen. Sie lassen sich genauso einfach partitionieren, formatieren, konvertieren und selbstverständlich kann man auch von ihnen Booten. Dazu muss im BIOS einfach nur die Bootreihenfolge auf "USB Devices" für USB oder "Boot Other Device" für Firewire ausgewählt. Ältere Mainboards unterstützen diese Funktion jedoch nicht immer. Ein RAID Verbund lässt sich selbstverständlich aufgrund nicht vorhandener USB/Firewire RAID-Controllern nur in Software verwirklichen. Voraussetzung ist natürlich, genau wie bei den internen Lösungen, dass man identische Platten verwendet.
Testsystem
- Prozessor
- AMD Athlon XP 3200+ (FSB400)
- Motherboard
- Arbeitsspeicher
- 2x256MB DDR400 Corsair XMS3200C2 'Platinum'
- Grafikkarte
- Asus V8440 (GeForce4 Ti4400)
- Peripherie
- Waitec Storm 40
- IBM IC35LC040
- Iomega 120GB Firewire
- Iomega 250GB Firewire/USB2.0
- Maxtor OneTouch 120GB USB2.0
- Maxtor OneTouch 250GB Firewire/USB2.0
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 44.03
- Via 4in1 4.49 "Hyperion"
- nForce Driver Package 2.03
- Software
- Windows XP Professional SP1
- DirectX 9.0
Benchmarks
- HD Tach
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- HD Tach ist ein kleines, aber feines Tool zur Bestimmung der Festplattengeschwindigkeit bzw. der Fähigkeit des geforderten Controllers, Daten anzufordern und entgegen zu nehmen. Zudem können Zugriffszeit und - noch wichtiger - die CPU Auslastung beim Festplattenzugriff bestimmt werden.
- Weitere Informationen: tcdlabs.com/hdtach.htm [3]
- Download: tcdlabs.com [4] (Demo)
- tecBench Disk Benchmark
- Business WinBench 99 2.0
Lesegeschwindigkeit
Lesen - Maximum
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
|
Lesen - Minimum
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
|
Lesen - Durchschnitt
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
|
Beim HD Tach Lesevergleich gibt es einen eindeutigen Sieger: Die Iomega HDD 250GB Firewire. Bei den Durchschnittswerten kommt sie sogar bis auf 1MB/s an die Serial-ATA Festplatte von Seagate heran. Die Firewireschnittstelle zeigt dem USB2.0 Standard klar die Rücklichter und kann sich im Durchschnitt bei den Iomega Modellen mit rund 7MB/s absetzen. Bei den Maxtor OneTouch Kandidaten zeigt sich dieser Unterschied nicht ganz so deutlich. Hier liegen in der Endabrechnung alle dicht zusammen. Gegen die Iomega Modelle mit Firewire scheint in dieser Disziplin jedoch kein Kraut gewachsen zu sein. Nur die 250GB Firewire von Maxtor schafft es, sich knapp gegen den vermeintlich langsameren USB2.0 Kontrahenten von Iomega durchzusetzen. Die internen Festplatten bleiben aber trotz der leicht angegrauten Southbridge etwas schneller.
Schreibgeschwindigkeit
Schreiben - Maximum
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
|
Schreiben - Minimum
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Schreiben - Durchschnitt
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Zeigt sich bei den minimalen Werten noch ein sehr gemischtes Bild, können sich bei den maximalen und durchschnittlichen Transferraten die Iomega HDDs klar von den Maxtor absetzen. Sogar am USB2.0 Anschluss kann sich die 250GB Variante von Iomega gegen den direkten Konkurrenten von Maxtor am Firewireanschluss durchsetzen. Anscheinend hat man bei Maxtor die Firewirefunktion ein wenig halbherzig implementiert. Lediglich bei den minimalen Werten liegt das Topmodell von Maxtor deutlich an der Spitze und setzt sich sogar vor die beiden internen Lösungen.
Lesen aus Cache
Lesen aus Cache
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Zur Erinnerung: Der Firewire 400 Anschluss besitzt eine maximale Übertragungsrate von 400 MBit/s oder umgerechnet 50 MB/s wohingegen der USB2.0 Standard mit bis zu 480 MBit/s oder 60 MB/s aufwarten kann. In der Theorie also ein klarer Vorteil für den USB Anschluss. In der Praxis sieht es jedoch ein wenig anders aus. Liegen die OneTouch-Platten ungeachtet der verschiedenen Anschlüsse innerhalb von 1 MB pro Sekunde, können die beiden Firewire Versionen von Iomega die Konkurrenz klar in Schach halten und einen recht beachtlichen Vorsprung heraus fahren. Nur die USB2.0 Variante von Iomega muss sich knapp dem Rest des Feldes geschlagen geben.
Zugriffszeiten
Zugriffszeiten
Angaben in Millisekunden
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Zugriffszeiten Random
Angaben in Millisekunden
|
Die Zugriffszeiten sind eine bittere Pille für die Teilnehmer aus dem Hause Maxtor. In keiner Disziplin können sich die Platten vor die Iomegas schieben, welche hier einen klaren Sieg heraus fahren. Beim Zugriff auf die ersten 500MB schafft es sogar die 250GB Variante von Iomega knapp vor der P-ATA und S-ATA Referenz zu landen. Respekt, hier scheint man ganze Arbeit geleistet zu haben.
WinBench 99 Business Disk
Winbench 99 2.0 Business
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Zunächst schauten wir etwas ratlos auf die Wertetabelle, doch die Ergebnisse entsprechen der Realität. Hier können die beiden 250GB von Maxtor und Iomega die restlichen Teilnehmer fast schon deklassieren, was zum Teil auf die deutlich höhere Datendichte zurückzuführen ist. Die Iomega 250GB HDD behält abermals eindeutig die Krone auf dem Lesekopf.
WinBench 99 HighEnd Disk
Winbench 99 2.0 Highend
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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In den High-End Werten geht es an der Spitze schon ein wenig enger zu. Bei der realen Performance scheint der USB2.0 Anschluss dank seiner theoretisch höheren Bandbreite einen kleinen Vorteil zu haben und geht in dieser Disziplin als Sieger hervor. Die 120GB HDD von Iomega bricht in diesem Benchmark erstaunlich stark ein - hier muss man dem kleineren Cache Tribut zollen. Die Maxtor können in der Realperformance durch ihren größeren Cache ein wenig aufholen. Ein weiteres Mal geht jedoch die Iomega 250GB HDD als strahlender Triumphator vom Schlachtfeld.
CPU Belastung
CPU Belastung
Angaben in Prozent
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Bei der CPU Belastung zeigt sich ein nach Anschlüssen geordnetes Bild. Die beiden Internen Lösungen fallen hier aufgrund ihrer älteren Southbridge eigentlich raus, die Werte dienen lediglich zum Vergleich. Abseits vom Vergleich Maxtor und Iomega belastet der Firewire Anschluss deutlich weniger die CPU als der USB2.0 Anschluss. Untereinander liegen die Kontrahenten allerdings jeweils recht nah beieinander. In der Realität wird man diesen Unterschied kaum merken. Den Unterschied von 14% von Firewire zu USB jedoch sehr wohl. Vor dem Kauf sollte man sich also überlegen, auf welche Schnittstelle man setzen möchte oder kann.
Fazit
Alles in allem haben uns unsere Testkandidaten sehr positiv überrascht. Nicht nur, dass seit unserem letzten Test die Kapazität enorm gestiegen ist, auch in punkto Geschwindigkeit haben sie mächtig zu ihren internen Kollegen aufgeholt. Einen Gesamtsieger möchten wir diesmal dennoch nicht nennen. Jedes der getesteten Produkte hat seine Stärken und seine Schwächen gezeigt.
Die Performancekrone hat sich die Iomega HDD 250GB Firewire/USB2.0 verdient. An den Firewireanschluss angeschlossen, konnte sich die Platte in fast allen Benchmarks teils deutlich vor der Konkurrenz behaupten und überzeugt durch sehr gute Transferraten, Zugriffzeiten und durch eine niedrige CPU Last. Am USB2.0 Anschluss büßt sie zwar etwas ein, kann sich aber in den Realiätsbenchmarks von WinBench 99 nach wie vor durchsetzen. Lediglich bei der CPU Last erzeugt sie im USB2.0 Betrieb mit 20% Last die höchste im gesamten Feld. Dahingegen können wir dem kleineren Bruder in Form der Iomega 120GB Firewire nur eine etwas durchwachsene Leistung bescheinigen. In den theoretischen Benchmarks kann sie zwar noch gut mithalten, in der Realität muss man aber ein wenig einstecken. Attraktiv ist hier der Preis. Die beiden Maxtor OneTouch finden sich dagegen oftmals im Mittelfeld oder am Ende des Feldes wieder. Insbesondere bei den Zugriffszeiten zeigte sich ein zweigeteiltes Bild im Diagramm. Anders, als bei den Iomega Platten, scheint es bei den OneTouch relativ egal zu sein, auf welchen Anschluss man setzt. USB2.0 und Firewire liegen dicht zusammen.
Vergleicht man nur die beiden Topmodelle, steckt man in einer Zwickmühle. Die Maxtor sind langsamer, größer und vor allem durch ihr Aluminiumgehäuse deutlich schwerer als die Iomega, bieten jedoch eine praktischere Backuplösung sowie einen etwas besseren Lieferumfang und sind zudem auch leiser. Hier muss also jeder selbst seine Prioritäten setzen und schauen, auf was man Wert legen möchte. Zuletzt noch die Preisfrage. Die Preise stammen jeweils von der Herstellerseite. Angefangen bei der Iomega HDD 120GB Firewire für 223,- Euro, wechselt die Iomega HDD 250GB USB2.0/Firewire für satte 359,- Euro den Besitzer. Die Maxtor OneTouch 120GB USB2.0 ist schon für 199,- Euro zu haben und für die OneTouch 250GB USB2.0/Firewire sind immerhin 349,- Euro fällig.





