Einleitung
Die 2,5"-Festplatten werden langsam erwachsen und so sind nicht nur die Kapazitäten in den letzten Jahren auf bis zu 100 GB angewachsen, auch bei den Drehzahlen hat sich einiges getan. 5.400 U/min sind Standard und wer es schneller braucht, greift zu Notebook-Festplatten mit 10.000 U/min. Beim Cache sind 16 MB keine Seltenheit mehr, wie jedoch bei den größeren Desktop-Festplatten gehören acht MB Cache zum guten Ton. Auch hinsichtlich der Schnittstellen gibt es Neues zu berichten: Statt der Mini-ATA-Schnittstelle wird zukünftig von den Herstellern auf Serial Attached SCSI (SAS), Fibre-Channel und Ultra 320 SCSI gesetzt, wodurch die Integration auch im professionellen Server-Bereich erleichtert werden soll.
Allgemein stehen die kleinen Notebook-Festplatten inzwischen auch bei den Desktop-Besitzern hoch im Kurs, geringerer Energieverbrauch, dadurch weniger Wärme sowie meist ein leiseres Arbeitsgeräusch sind zugkräftige Argumente für die kleinformatigen Festplatten. Grund genug für uns, dass wir uns mit den 2,5"-Festplatten intensiver beschäftigen und eine Serie von Testberichten einläuten, die in loser Reihenfolge aktuelle Notebook-Festplatten aller Coleur begutachtet.
Die Kandidaten
Fujitsu MHT2060AH
Fujitsu wurde bereits 1935 gegründet und hat sich nach dem zweiten Weltkrieg zu einem der größten Elektronik-Konzerne gemausert. Neben dem alten Standbein Kommunikation werden Server-Systeme, Plasma- und TFT-Bildschirme und natürlich auch Festplatten hergestellt. Der weltweit ansässige Konzern hat etwa 156.000 Mitarbeiter, der Hauptsitz ist Tokio in Japan. Einen kleinen Anteil der 2003 umgesetzten etwa 37 Milliarden Euro machen die 2,5"-Festplatten aus, mit denen wir uns hier näher beschäftigen. Im Produkt-Katalog stehen Kapazitäten von 20 bis 100 GB, bei Umdrehungen zwischen 4.200 und 5.400 U/min. Schauen wir zuerst auf die Herstellerangaben der AH-Serie.
| Fujitsu MHT2060AH | Wert |
|---|---|
| Kapazität | 60 GB |
| Drehzahl | 5.400 U/min. |
| Cache | 8.192 KB |
| Platter | 2x à 40 GB |
| Köpfe | 3 Stück |
| Zugriff (Ø) | 12 ms |
| Zugriff (full stroke) | 22 ms |
| AAM | Ja |
| Datenrate intern | 55,4 MB/s |
| MTBF | 300.000 h |
| Stoßfestigkeit (Ruhe) | 900 G |
| Stoßfestigkeit (Betrieb) | 225 G |
| Temperaturbereich | 5°C bis 55° C |
| Stromverbrauch (Schreib/Lese) | 2,3 W |
| Stromverbrauch (Suche) | 2,5 W |
| Stromverbrauch (Ruhe) | 0,85 W |
| Gewicht | 99 g |
| Hot-Plug | Nein |
| Garantiedauer | 1 Jahr |
Die Datendichte der mit „Glass Direct Texture“ ausgestatteten Platter liegt bei 69 GBit/inch² und damit auf der Höhe aktueller 3,5"-Festplatten wie z.B. der Hitachi 7K250 Serie [1]. Bezüglich der MTBF (mean time between failures) muss noch gesagt werden, dass diese nur bei einer Laufzeit von bis zu 250 h/Monat oder 3.000 h/Jahr gelten. Die ATA-Schnittstelle unterstützt maximal ATA/100. Die Festplatte kann per Jumper zwischen Master, Slave und CableSelect umgestellt werden. Unser Testmodell stammt aus dem Juli 2003 und wurde in Thailand gefertigt.
Fujitsu MHT2060AT
Die AT-Serie ist die langsamere Serie der 2,5"-Festplatten bei Fujitsu. Hier drehen sich die Platter nur mit 4.200 U/min. Der Cache hat zudem nur eine Größe von 2 MB, womit auch schon die hauptsächlichen Unterschiede der beiden Modelle genannt sind. Hier die Herstellerdaten:
| Fujitsu MHT2060AH | Wert |
|---|---|
| Kapazität | 60 GB |
| Drehzahl | 4.200 U/min. |
| Cache | 2.048 KB |
| Platter | 2x à 40 GB |
| Köpfe | 3 Stück |
| Zugriff (Ø) | 12 ms |
| Zugriff (full stroke) | 22 ms |
| AAM | Ja |
| Datenrate intern | 41,3 MB/s |
| MTBF | 300.000 h |
| Stoßfestigkeit (Ruhe) | 900 G |
| Stoßfestigkeit (Betrieb) | 225 G |
| Temperaturbereich | 5°C bis 55° C |
| Stromverbrauch (Schreib/Lese) | 2,1/2,0 W |
| Stromverbrauch (Suche) | 2,3 W |
| Stromverbrauch (Ruhe) | 0,65 W |
| Gewicht | 99 g |
| Hot-Plug | Nein |
| Garantiedauer | 1 Jahr |
Für die MTBF gelten die selben Bedingungen wie bei der AH-Serie und leider verfügt auch diese Serie nur über eine Garantie von einem Jahr. Die Unterschiede in den internen Datentransferraten der AH und der AT trotz gleicher Datendichte auf den Plattern rühren von den verwendeten unterschiedlichen Verfahren beim Lesen und Schreiben der Daten her. Die AT stammt ebenfalls aus Thailand, wurde aber erst im Februar 2004 gefertigt.
Toshiba MK6021GAS
Die Wurzeln von Toshiba reichen bis in das 19. Jahrhundert (1875) zurück, nach dem Zusammenschluss zweier Firmen wurde 1939 aus der Tokyo Electric Company und der Shibaura Engeneering Works Co. Ltd. die Firma Toshiba gegründet. Der Hauptsitz ist immer noch Tokio, von dort werden die weltweit über 161.000 Mitarbeiter verwaltet und gesteuert. Der Produktkatalog liest sich ähnlich dem von Fujitsu, neben der Telekommunikation spielen auch hier IT-Produkte eine große Rolle, immerhin wurden letztes Jahr etwa 43 Milliarden Euro umgesetzt. Schauen wir auch hier als erstes auf die Herstellerangaben:
| Toshiba MK6021GAS | Wert |
|---|---|
| Kapazität | 60 GB |
| Drehzahl | 4.200 U/min. |
| Cache | 2.048 KB |
| Platter | 2x à 30 GB |
| Köpfe | 4 Stück |
| Zugriff (Ø) | 12 ms |
| Zugriff (full stroke) | 22 ms |
| AAM | Nein |
| Datenrate intern | 37,25 MB/s |
| MTBF | 300.000 h |
| Stoßfestigkeit (Ruhe) | 800 G |
| Stoßfestigkeit (Betrieb) | 200 G |
| Temperaturbereich | 5°C bis 55° C |
| Stromverbrauch (Schreib/Lese) | 2,3 W |
| Stromverbrauch (Suche) | 2,6 W |
| Stromverbrauch (Ruhe) | 0,7 W |
| Gewicht | 98 g |
| Hot-Plug | Nein |
| Garantiedauer | 1 Jahr |
Toshiba schränkt die MTBF auf eine Betriebsdauer von 2.800 h/Jahr ein, leider wird kein Automatic Accoustic Managment (AAM) zur Reduzierung der Zugriffsgeräusche unterstützt. Toshiba betreibt allerdings aktiven Umweltschutz und so wird bei der Herstellung nur bleifreies Lötzinn verwendet und die Platine ist zudem halogenfrei. Unsere in China produzierte Festplatte weist leider kein Produktionsdatum auf.
Toshiba MK6026GAX
Kommen wir zum großen Geschwisterchen der vorherigen Platte. Die GAX-Serie zeichnet sich im Vergleich zur GAS-Serie durch 5.400 U/min und einen Cache von 16 MB aus. Hier die Herstellerdaten:
| Toshiba MK6026GAX | Wert |
|---|---|
| Kapazität | 60 GB |
| Drehzahl | 5.400 U/min. |
| Cache | 16.384 KB |
| Platter | 2x à 40 GB |
| Köpfe | 3 Stück |
| Zugriff (Ø) | 12 ms |
| Zugriff (full stroke) | 22 ms |
| AAM | Nein |
| Datenrate intern | 41,65 MB/s |
| MTBF | 300.000 h |
| Stoßfestigkeit (Ruhe) | 800 G |
| Stoßfestigkeit (Betrieb) | 200 G |
| Temperaturbereich | 5°C bis 55° C |
| Stromverbrauch (Schreib/Lese) | 2,5 W |
| Stromverbrauch (Suche) | 2,9 W |
| Stromverbrauch (Ruhe) | 0,85 W |
| Gewicht | 101 g |
| Hot-Plug | Nein |
| Garantiedauer | 1 Jahr |
Auch hier gelten wieder die gleichen Einschränkungen bei der MTBF wie beim GAS-Modell. Im Gegensatz zur eben genannten ist die GAX auf den Philippinen gefertigt worden, auch hier ist kein Produktionsdatum vermerkt.
Testsystem
Um den Festplatten auf den Zahn zu fühlen, haben wir uns als Testplattform für einen Intel i865PE-(Springdale-)Chipsatz mit ICH5/R entschieden. Im Gegensatz zu Onboard-Controllern oder PCI-Steckkarten besteht hier nicht der Flaschenhals des PCI-Bus' mit seiner Bandbreite von 133 MByte/s. Die ICH5/R unterstützt S-ATA nativ und ist mit einer Bandbreite von 266 MByte/s an die Northbridge und damit den Memorycontroller angebunden. Vor allem beim Burstlesen direkt aus dem Cache der Festplatte kann das schon zu Leistungssteigerungen führen. Ganz interessant wird dies dann beim Thema RAID-Verbund, bei dem schon mal mehr als 130 MByte/s übertragen werden können. Die nötige Systemfestplatte wird als P-ATA Festplatte an die ICH5/R angeschlossen, an den anderen Kanal kommen dann die 2,5"-Probanden. Da die normalen IDE-Kabel nicht direkt an die 2,5"-Festplatten passen, haben wir uns eines handelsüblichen Adapters bedient.
- Gehäuse
- Prozessor
- Motherboard
- EPoX 4PDA2+ [4]
- Speicher
- Grafikkarte
- Festplatten:
- Peripherie
- Pioneer DVD-ROM DVD-105
- Software
- Windows XP SP1
Benchmarks
Neben den bisher eingesetzten Benchmarkprogrammen haben wir zusätzlich den HDD-Test des PCMark04 und das neue HD-Tune 2.00 [8] benutzt. Nicht dokumentierte Kontrollmessungen wurden mit HD-Tach 2.70 [9] und h2benchw [10] durchgeführt. Letzteres wird auch während der Lautstärkemessungen genutzt, genauer der enthaltene Test der Zugriffszeiten. Die Temperaturmessungen werden per HD-Tune 2.00 bzw. Motherboard Monitor [11] durch Auslesen der Smartwerte vorgenommen. Das AAM (Automatic Accoustic Managment) der Festplatten wurde, sofern möglich, auf den Wert „254“ gesetzt, was der schnellsten Stufe entspricht.
Nach einigen Anregungen aus dem Forum haben wir auch einen praxisnahen Test durchgeführt: Der komplette Inhalt einer Windows XP SP1 CD wurde auf die Systemfestplatte kopiert. Dies sind 6.606 Dateien in 141 Ordnern, die zusammen 513 MB belegen. Als Erstes wurden diese Dateien von der P-ATA Systemplatte auf die leere Testplatte kopiert und die benötigte Zeit gemessen. Dann wurde auf der Testplatte ein neues Verzeichnis angelegt und die Dateien aus dem ersten in das zweite Verzeichnis kopiert, sprich auf den Testkandidaten. Wie auch bei allen anderen Tests führen wir diesen dreimal durch und mitteln die gemessenen Werte. Dadurch fallen besonders gute oder schlechte Werte (Ausreißer) sofort auf und verfälschen die Testergebnisse nicht.
Das gute alte HD-Tach 2.61 wird ab jetzt durch die Version 3 RW abgelöst, das auch über Schreibtests verfügt und somit einen aktuellen und vollwertigen Ersatz für die Version 2.61 darstellt. Trotz allem führen wir noch undokumentierte Vergleichsmessungen mit der Version 2.61 durch. Um vergleichbare Werte zu erhalten, wird bei HD-Tach 3 RW für alle Probanden die Zonengröße auf 32 MB (Long Bench) gestellt.
- HD-Tach 3 RW [8]
- HD-Tune 2.00 [7]
- tecChannel DiskBenchmark [12]
- WinBench 99 2.0 [13]
- PCMark04 1.10 [14]
Lesegeschwindigkeit
Lesen - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Lesen - Maximum
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Lesen - Minimum
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Natürlich können die 2,5"-Festplatten ihren großen Geschwistern im 3,5"-Format nicht das Wasser reichen, allerdings schlagen sich gerade die beiden Laufwerke mit 5.400 U/min recht gut. Die Toshiba GAX bricht am wenigsten ein und kann sich auch im Schnitt an die Spitze der Kontrahenten setzen. Die beiden 4.200er Festplatten liegen beim Lesen quasi gleichauf.
Lesen aus Cache
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Etwas zu schwach ist allerdings das Burst-Lesen aus dem Cache bei der Toshiba GAX-Serie. Trotz der 16 MB wird hier der niedrigste Wert erreicht. Allerdings liegen alle Testgeräte nahe beieinander, an die Werte der S-ATA Schnittstelle reicht jedoch keiner heran.
Schreibgeschwindigkeit
Schreiben - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Schreiben - Maximum
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Schreiben - Minimum
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Auch beim Schreiben kann sich die Toshiba GAX wieder an die Spitze setzen, die Werte ähneln stark den Ergebnissen beim Lesetest. Die 4.200er Laufwerke liegen wieder rund 6 MB/s hinter den Modellen mit 5400 U/min.
Zugriffszeiten
Zugriffszeiten
Angaben in Millisekunden
|
Die beiden 5.400er Festplatten zeigen bei den Zugriffszeiten, dass sie ihren Geschwistern nicht nur bei der Umdrehungszahl überlegen sind. Allerdings ist selbst die nicht gerade schnelle 3,5"-Festplatte von Samsung noch rund 2 ms schneller.
Prozessorlast
CPU Belastung
Angaben in Prozent
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Wie zu erwarten war, liegen die Werte der CPU-Belastung im bekannten Rahmen, die Toshiba GAX benötigt dabei im Vergleich zu den anderen Probanden noch am wenigsten Prozessorzeit.
HD-Tune und PCMark
PCMark04 1.10
Angaben in Punkten
|
Trotz des größeren Caches kann sich die Toshiba GAX nicht gegen die Fujitsu AH behaupten. Diese liegt mit gut 200 Punkten vorne. Auch die MHT2060AT kann sich deutlich gegenüber der Toshiba GAS absetzen und liegt erstaunlich nahe an der GAX. Offenbar hat Fujitsu eine bessere Cache-Strategie, die sich in diesem praxisnahen Test bemerkbar macht.
Arbeitsgeschwindigkeit
Winbench 99 2.0 Business
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
|
Winbench 99 2.0 Highend
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Werden die 2,5"-Laufwerke im Business-Bench noch um das Doppelte von den 3,5"-Laufwerken geschlagen, können sie sich im Highend-Bench doch gut schlagen. Auch hier können sich die beiden Fujitsu-Laufwerke von ihren Toshiba-Pendants deutlich absetzen, selbst die Fujitsu AT knackt die 20.000er Grenze.
Kopiergeschwindigkeit
Kopieren 3,5" - 2,5"
Angaben in Sekunden
|
Kopieren 2,5" - 2,5"
Angaben in Sekunden
|
Kann sich die Toshiba GAX beim Kopieren auf die Festplatte noch durch ihre höhere Rohleistung an die Spitze setzen, zeigt die Fujitsu AH beim Kopieren auf der Festplatte wieder ihre Vorteile und setzt sich deutlich an die Spitze. Selbst die langsam rotierende Fujitsu AT verweist die sonst schnelle GAX auf den dritten Platz. Deutlich abgeschlagen verbleibt die Toshiba GAS mit fast 2,5 Minuten Kopierdauer.
Lautstärke
Lautstärke in Ruhe
Angaben in Dezibel
|
Die 3,5"-Festplatte von Samsung ist tatsächlich die leiseste bisher getestete Festplatte, vor allem die Toshiba GAX erzeugt ein helles Geräusch, das ungedämmt aus der Nähe schnell störend wirkt.
Lautstärke beim Zugriff
Angaben in Dezibel
|
Beim Zugriff bleiben die Probanden recht zurückhaltend, auffällig ist hier die Toshiba GAS, die ein recht lautes Zugriffsgeräusch entwickelt und sogar lauter als die Hitachi 7K250 ist. Die an sich laute GAX hat im Gegensatz dazu ein sehr leises, dunkles Zugriffsgeräusch, das nicht störend ist.
Temperatur
Temperatur
Angaben in °C
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Alle aufgeführten Festplatten verfügen über die modernen flüssigkeitsgelagerten Antriebe, die auch der Temperaturentwicklung zuträglich sind. Wie schon im Vorfeld zu erwarten war, erzeugen die beiden 4.200er Festplatten eine etwas niedrigere Temperatur, entsprechend der niedrigeren Energieaufnahme. Noch zu erwähnen ist, dass die 2,5"-Festplatten nicht in ein Gehäuse eingebaut waren und so Wärme nur an die Auflagefläche abgeben konnten. Ein Luftstrom war nicht vorhanden, weshalb die gemessenen Temperaturen wohl höher ausfielen, als dies im verbauten Zustand der Fall gewesen wäre.
Fazit
Betrachtet man die Ergebnisse der aktuellen 2,5"-Festplatten und die Ergebnisse eines älteren Tests [15] von uns, kann man beruhigt behaupten, dass zumindest die 2,5"-Festplatten mit 5400 U/min mit 3,5"-Festplatten der Baujahre 2000 und 2001 (IBM DTLA und IC35L (75GXP und 60GXP)) vergleichbar sind. Die langsameren 4.200er Festplatten im 2,5"-Format sind mit den Leistungen einer IBM DJNA (22GXP) aus dem Jahre 1999 vergleichbar.
Damit ist die Frage des Ersatzes für den Desktop-Bereich wohl geklärt. Wer kein Highspeed-System benötigt, der wird nicht nur im Wohnzimmer- oder Büro-PC, sondern auch im Spiele-System mit einer 2,5"-Festplatte gut auskommen. Die verlängerten Ladezeiten sind wohl gerade noch im spürbaren Bereich. Wer AV-Anwendungen nutzt, sollte bei schnellen 3,5"-Festplatten bleiben. Auch für den Home Theater PC (HTPC) sind die getesteten 2,5"-Festplatten uneingeschränkt geeignet.
Die beiden Festplatten mit ihren 5.400 U/min sind natürlich ob ihrer Leistungen auch für den Notebook-Bereich zu empfehlen - geringer Stromverbrauch, Lautstärke und Wärme sprechen gerade auch im Notebook für sich. Wer seinen Laptop aufrüsten möchte, sollte sich die Modelle von Toshiba und Fujitsu genauer anschauen. Die langsameren Modelle sind leistungstechnisch nicht mehr auf der Höhe, allerdings vom Preis doch beachtenswert. Natürlich liegt der Preis/GB etwa doppelt so hoch wie bei den 3,5"-Festplatten, was beim Kauf nicht unbeachtet bleiben sollte.
Bedauernswert ist die kurze Garantiezeit von nur einem Jahr. Eine verlängerte Garantiedauer gerade bei den schnelleren Modellen wäre wünschenswert. Wir haben die aktuellen Preise der getesteten Festplatten wie gewohnt in Tabellenform aufgeführt:
| Hersteller | Kapazität | Preis | Preis pro GB |
|---|---|---|---|
| Fujitsu MHT2060AH | 60 GB | 129 Euro | 2,15 Euro |
| Fujitsu MHT2060AT | 60 GB | 104 Euro | 1,74 Euro |
| Toshiba MK6021GAS | 60 GB | 111 Euro | 1,86 Euro |
| Toshiba MK6026GAX | 60 GB | 134 Euro | 2,23 Euro |

















