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Test: SSDs von Corsair, SuperTalent und Intel

von Norman Dittmar

Einleitung

In diesem Test widmen wir uns vor allem zwei Fragen: Zum einen werden wir genau aufzeigen wie groß die Leistungsunterschiede aktueller Indilinx-SSDs mit einer Kapazität von 128 GB sind, wenn unterschiedliche Flash-Chips verwendet werden. Dazu treten die Corsair Nova mit Intel-Flash, eine SuperTalent Ultradrive GX2 mit Micron-Chips und eine Ultradrive GX2 mit Toshiba-NAND gegeneinander an. Des Weiteren wird der kleine Bruder von Intels Postville genau unter die Lupe genommen, die X25-V.

Die Testkandidaten

Corsairs Nova Serie wird in zwei Kapazitäten ausgeliefert. Die V64 bietet 64 GB Speicherplatz und die V128 die doppelte Kapazität. Das Gehäuse besteht aus schwarzem Aluminium und ist mit einem schwarz-weißen Aufkleber versehen, der Details wie die Produktnummer, den Hersteller und die Größe preisgibt. Für die von uns getestete 128-GB-Version gibt Corsair maximale Übertragungsraten von 270 MB/s beim Lesen und 195 MB/s beim Schreiben an, was wir natürlich überprüfen werden. Neben einer zweijährigen Garantie liegt der Nova Serie auch eine Halterung für einen 3,5"-Schacht bei. Diese ist ebenfalls in schwarz gehalten und trägt einen Corsair-Schriftzug.

Nova7
Nova7

Nova5
Nova5
Nova8
Nova8

Das Innere der V128 offenbart die aktuelle Revision des Indilinx Barefoot-Controllers, der die Bezeichnung IDX110M01-LC trägt. Des Weiteren kann man einen 64 MB RAM-Chip von Elpida erkennen. Die genaue Bezeichnung lautet S51321DBH-6DTS. Laut Elpida hat dieser RAM einen Takt von 166 MHz und eine CAS Latenz von 3 Taktzyklen bzw. 18 ns. Als NAND-Flash kommen Intels 34-nm-Chips mit der Bezeichnung 29F64G08CAMDB zum Einsatz. Somit setzt Corsair bei der Nova-Serie auf den gleichen Controller und MLC-NAND, den auch G.Skill bei der Falcon II verwendet, welche wir in unserem letzten Test [1] genauer betrachtet haben.

NovaInside2
NovaInside2

NovaInside1
NovaInside1
Intel Flash
Intel Flash

Als zweiten Testkandidaten haben wir Intels X25-V. Die SSD ist mit etwa 100 Euro sehr günstig, bietet dafür aber auch nur 40 GB Speicherplatz. Die maximalen Transferraten gibt Intel mit 170 MB/s beim Lesen und 35 MB/s beim Schreiben an. Da Intel im Gegensatz zu den meisten Indilinx-SSDs eher vorsichtige und etwas zu niedrige Angaben zu den maximalen Transferraten macht, wird sich zeigen, wie hoch die realen Lese- und Schreibraten im Vergleich zur Konkurrenz wirklich sind. Wie Corsair liefert auch Intel einen 3,5"-Adapter mit und legt noch einen Aufkleber mit dem Schriftzug "MY SSD ROCKS!" bei. Die Garantie beträgt drei Jahre.

Intel3
Intel3

Intel4
Intel4
Intel5
Intel5

Neben der Corsair Nova und der Intel X25-V überprüfen wir außerdem die Leistung der Ultradrive GX2, ebenfalls mit einer Kapazität von 128 GB. Dabei wird sowohl ein Modell mit Micron-Flash als auch eine GX2 mit Toshiba-Flash getestet. Somit lassen sich eventuell vorhandene Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen NAND-Chips aufzeigen. SuperTalent setzt bei der Ultradrive-Serie auf ein Plastikgehäuse, welches etwas leichter ist als die Metallgehäuse anderer Produzenten von Indilinx-SSDs oder auch der Intel-Produkte. Der Hersteller bietet für die Ultradrive GX2 wie Corsair eine Garantie von zwei Jahren.

Ultradrive4
Ultradrive4

Ultradrive5
Ultradrive5
Ultradrive1
Ultradrive1

Testsystem & -methodik

Testsystem:

Testmethodik:
Für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse ist es von größter Bedeutung, dass die getesteten realen Szenarien bei allen Probanden so gleich wie möglich ablaufen. Um einen eventuell auftretenden Leistungsverlust zu simulieren, haben wir die gesamte Testroutine zweimal in unterschiedlichen Zuständen durchgeführt. Als erstes wurde die SSD mit dem Programm HDDErase in den Ursprungszustand versetzt. Danach wurde mit Hilfe der Windows-7-Backup-Funktion ein zuvor erstelltes Image geladen. Somit wurde ein vollständiges Betriebssystem mit installierten Programmen sowie Virenschutz, Firewall und ein paar Windows Sidebar Gadgets auf die SSD kopiert, so dass keine bzw. sehr wenige Flash-Zellen mit invaliden Daten entstehen. Danach haben wir verschiedene Tests wie die Bootzeit, den Start von Anwendungen, die Kopierleistung usw. manuell mit der Stoppuhr gemessen. Zwischen gleichartigen Tests wie beispielsweise dem Starten einer Anwendung wurde jeweils ein Neustart durchgeführt, da Dateien beim Ausführen der Aktion in den Arbeitsspeicher geladen werden. Ein erneuter Test ohne Neustart würde zum Teil die Lese- bzw. Schreibleistung des Arbeitsspeichers statt der SSD messen.

Nachdem der gesamte Testparcours einmal durchlaufen wurde, haben wir das Image erneut geladen, die gesamte SSD mehrmals mit realen Dateien gefüllt, TRIM deaktiviert und die letzten 10 GB entfernt, um das Ausführen von Benchmarks und Realtests zu ermöglichen. Da wir in der Vergangenheit bereits aufgezeigt haben, dass es durch die Verwendung des TRIM-Befehls mit Windows 7 keinen Leistungsverlust bei aktuellen SSDs gibt, wird die TRIM-Funktionalität des Betriebssystems vor der zweiten Testreihe deaktiviert. Aktuelle SSDs sollten mit Hilfe von GC auch ohne TRIM in der Lage sein, einen realen Leistungsverlust zu verhindern, da ansonsten viele Einsatzfelder wie z.B. RAID-Arrays sinnlos wären.

Neben den realen Szenarien aus unserem letzten Test verwenden erneut den ATTO Benchmark, um die Herstellerangaben zu den sequentiellen Transferraten zu überprüfen. Zusätzlich wird außerdem der AS SSD Benchmark genutzt, um verschiedene Leistungsaspekte genauer zu untersuchen.

Benchmarks

ATTO

Das Referenztool der meisten SSD-Hersteller zur Messung der max. möglichen Übertragungsraten ist momentan der ältere ATTO-Benchmark. Dieser zeigt das absolute Maximum an, das mit einer Festplatte bzw. SSD sequentiell erreichbar ist. Diese Werte sollten aber keinesfalls mit realen Transferraten verwechselt werden.

ATTO Leseleistung

Hinweis: Durch das Anklicken eines Graphen oder dem entsprechenden Eintrag in der Legende wird dieser Graph hervorgehoben und es erscheinen die Testergebnisse auf dem Graphen.

Beim sequentiellen Lesen verschiedener Dateigrößen mit dem ATTO Benchmark zeigen sich bei den drei Indilinx-SSDs mit 128 GB zum Teil erhebliche Unterschiede. So liegt die Corsair Nova mit Intel-Flash bis zu einer Dateigröße von 16 KB ungefähr gleichauf mit der Falcon II (ebenfalls Intel-Flash) und der Ultradrive GX (Samsung-Flash) und kann sich bei größeren Dateien leicht von diesen absetzen. Die Ultradrive GX2 mit Micron-Chips zeigt einen ähnlichen Verlauf, liegt aber ab 8 KB leicht hinter der Corsair Nova. Die große Überraschung bildet jedoch die Ultradrive GX mit Toshiba-Flash. Sie muss sich beim sequentiellen Lesen allen anderen Indilinx-SSDs geschlagen geben und kann erst ab 128 KB mit den 64-GB-Versionen der Falcon II und Ultradrive GX aufschließen. Intels X25-V liegt bis 8 KB gleichauf mit der Postville und erreicht dort ihr Limit beim sequentiellen Lesen mit knapp unter 200 MB/s.

ATTO Schreibleistung

Hinweis: Durch das Anklicken eines Graphen oder dem entsprechenden Eintrag in der Legende wird dieser Graph hervorgehoben und es erscheinen die Testergebnisse auf dem Graphen.

Die Übersicht der sequentiellen Schreibraten zeigt wieder ein etwas anderes Bild. Für die beiden Intel-SSDs endet der Pfad nach oben relativ schnell. Die X25-V erreicht mit ca. 45 MB/s etwa die Hälfte der X25-M G2. Im Mittelfeld liegen die 64-GB-Versionen der Ultradrive GX und Falcon II. Erwartungsgemäß erreichen alle SSDs mit einer Kapazität von 128 GB höhere sequentielle Schreibraten. Alle drei Indilinx-Modelle kommen hier auf knapp 200 MB/s. Doch auch hier fällt auf, dass die Toshiba-Flash-Chips nicht mit Intel, Micron oder Samsung mithalten können, zumindest nicht bis zu einer Dateigröße von 32 KB. Wie wir in unserem letzten Test mehrfach erwähnt haben, müssen diese Ergebnisse allerdings nicht der realen Leistung entsprechen.

AS SSD Bechmark

Der AS SSD Benchmark ist das relativ junge Werk eines deutschen Programmiers. Er betrachtet wie der Crystal Diskmark verschiedene Leistungsaspekte von SSDs und Festplatten, gibt aber statt der maximal erreichten Werte den Durchschnitt aus mehreren Durchgängen an, wodurch die Ergebnisse eher der Realität entsprechen.

AS SSD Benchmark (sequentiell)

 sequentiell (lesen):
Corsair Nova 128 GB
236,01
SSDNow V+ 128 GB
221,28
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
215,23
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
211,45
Falcon II 64 GB
207,91
Ultradrive GX 64 GB
189,44
X25-V 40 GB
182,14
 sequentiell (schreiben):
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
209,30
Corsair Nova 128 GB
182,67
SSDNow V+ 128 GB
176,23
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
171,63
Falcon II 64 GB
105,65
Ultradrive GX 64 GB
97,86
X25-V 40 GB
43,23

Beim sequentiellen Lesen lässt sich erkennen, dass Intels X25-V nicht ganz mit den Indilinx-SSDs und der Kingston SSDNow V+ mithalten kann. Erwartungsgemäß liegen hier die 128-GB-Versionen vorn. Die Corsair Nova erreicht hier den ersten Platz mit einer maximalen Lesegeschwindigkeit von 236 MB/s. Die Ultradrive GX2 ordnet sich 211 bzw. 215 MB/s zwischen den kleineren Indilinx-Varianten und der Kingston SSDNow V+ ein. Die realen Schreibergebnisse ähneln den Resultaten, welche wir mit dem ATTO-Benchmark gemessen haben. Die Intel X25-V bildet das Schlusslicht und schreibt sequentiell nicht einmal halb so schnell wie die kleinen Indilinx-SSDs. Im Vergleich zur schnellsten 128-GB-Version muss sie sich sogar mit einem Fünftel der Schreibleistung begnügen. Hier bildet die Ultradrive GX2 mit Toshiba-Chips klar die Spitze mit 209 MB/s.

AS SSD Benchmark (4k)

 4k (Lesen):
Falcon II 64 GB
28,89
Corsair Nova 128 GB
28,55
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
27,57
Ultradrive GX 64 GB
27,33
X25-V 40 GB
21,07
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
17,44
SSDNow V+ 128 GB
14,22
 4k (Schreiben):
X25-V 40 GB
37,95
SSDNow V+ 128 GB
9,85
Corsair Nova 128 GB
9,58
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
9,36
Ultradrive GX 64 GB
9,12
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
7,92
Falcon II 64 GB
7,66

Beim zufälligen Lesen 4 KB großer Dateien zeigt sich ein komplett anderes Bild. Die Ultradrive GX2 mit Micron-Chips und die Corsair Nova liegen etwa gleich auf mit der Ultradrive GX und der Falcon II. Die zufällige Lesegeschwindigkeit der X25-V ist um ein Viertel niedriger aber immernoch höher als die der Ultradrive GX2 mit Toshiba-Chips. Die Kingston SSDNow V+liegt hier mit 14 MB/s auf dem letzten Platz. Bei zufälligen Schreiben kleiner Dateien kann sich erstmals die X25-V von Intel an die Spitze setzen und ist mit 38 MB/s vier bis fünf mal so schnell wie die Indilinx-Konkurrenz.

AS SSD Benchmark (4k_64Thrd)

 4k_64Thrd (Lesen):
X25-V 40 GB
131,81
Corsair Nova 128 GB
68,42
Falcon II 64 GB
67,69
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
63,92
Ultradrive GX 64 GB
61,99
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
37,90
SSDNow V+ 128 GB
16,56
Hinweis: kein NCQ
 4k_64Thrd (Schreiben):
X25-V 40 GB
38,95
Corsair Nova 128 GB
10,30
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
10,21
Ultradrive GX 64 GB
9,40
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
8,59
Falcon II 64 GB
8,04
SSDNow V+ 128 GB
7,71
Hinweis: kein NCQ

Der "4K_64Thrd" zeigt auf, wie gut die SSD mit zufälligen Zugriffen mit einer Größe von 4 KB umgehen kann, wenn sie mit einer Warteschlange von 64 Befehlen bzw. Anfragen von der CPU konfrontiert wird. Hierbei spielt NCQ natürlich eine zentrale Rolle, da damit die eigentlich zufällig über den Speicher verteilten Zugriffe per Software optimiert werden, um einen maximalen Durchsatz zu ermöglichen. Dies wird durch eine Überprüfung und Neuordnung der Befehlskette erreicht. Bei diesem Test kann sich Intels X25-V erneut an ersten Stelle platzieren. Beim zufälligen Lesezugriffen mit einer sehr hohen Last ist sie etwa doppelt so schnell wie die Indilinx-SSDs. Eine negative Ausnahmen bildet hier die Ultradrive GX2 mit Toshiba-Flash, die mit 38 MB/s das schlechteste Ergebnis aller getesteten SSDs mit NCQ-Unterstützung liefert. Die SSDNow V+ ist hier erwartungsgemäß auf dem letzten Platz, da dieses Feature fehlt. Beim Schreiben kann sich die X25-V ebenfalls von der Konkurrenz absetzen. Die Unterschiede zwischen den Indilinx-SSDs und der SSDNow V+ sind hier minimal.

Erkläuterung zu diesem Test: An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass eine Warteschlange von 64 Befehlen bei einer SSD in einem Consumer-PC ein unrealistisch hoher Wert ist. Der Bootvorgang von Windows stellt zum Beispiel eine sehr hohe Belastung für eine Festplatte oder SSD dar. Doch selbst mit unserem Q9550, welcher mit 4 GHz getaktet ist, lag die Warteschlange für eine Ultradrive GX praktisch immer zwischen 0 und 10. Um auf eine Warteschlangenlänge von 64 Befehlen bzw. Anfragen zu kommen bräuchte man mindestens einen massiv übertakteten Corei7, wenn nicht sogar mehrere CPUs, da aktuelle SSDs die Anfragen von der CPU einfach zu schnell abarbeiten. Das ist auch der Grund, warum eine SSD einen Desktop-PC mit einem Quadcore stärker beschleunigt als ein Notebook mit einem niedrig getakteten DualCore. Die SSD ist so schnell, dass sie die Befehlsschlange zum Teil schneller abarbeitet als sie von der CPU verlängert wird.

AS SSD Benchmark (Zugriffszeit)

 Zugriffszeit Lesen:
X25-V 40 GB
0,062
Falcon II 64 GB
0,134
SSDNow V+ 128 GB
0,135
Corsair Nova 128 GB
0,136
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
0,141
Ultradrive GX 64 GB
0,142
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
0,222
 Zugriffszeit Schreiben:
X25-V 40 GB
0,083
Ultradrive GX 64 GB
0,419
Corsair Nova 128 GB
0,445
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
0,457
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
0,487
Falcon II 64 GB
0,548
SSDNow V+ 128 GB
0,727
Angaben in Millisekunden

Bei den Zugriffszeiten erlebten wir abermals ein paar Überraschungen. Der Intel-Controller der X25-V benötigt bei Lesezugriffen gerade einmal 0,06 Millisekunden und ist damit etwa doppelt so schnell wie die restlichen SSDs, mit Ausnahme der GX2 mit Toshiba-Flash, die mit mehr als 0,2 Millisekunden den letzten Platz belegt. Bei den Zugriffszeiten von Schreibvorgängen deklassiert der Intel-Controller die Konkurrenz. Die X25-V ist die einzige, die unter 0,1 Millisekunden bleibt. Die Indilinx-SSDs benötigen für Schreibzugriffe eine Reaktionszeit von 0,42 bis 0,55 Millisekunden. Die SSDNow V+ von Kingston ist noch ein wenig langsamer.

AS SSD Benchmark Kopieren

 Kopiertest "ISO":
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
7,73
SSDNow V+ 128 GB
8,37
Corsair Nova 128 GB
8,50
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
8,71
Falcon II 64 GB
9,36
Ultradrive GX 64 GB
10,96
X25-V 40 GB
17,09
 Kopiertest "Spiel":
SSDNow V+ 128 GB
11,31
Falcon II 64 GB
16,06
Ultradrive GX 64 GB
16,61
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
16,70
Corsair Nova 128 GB
16,91
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
17,45
X25-V 40 GB
31,93
 Kopiertest "Programm":
Corsair Nova 128 GB
11,76
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
13,43
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
13,82
SSDNow V+ 128 GB
15,01
Ultradrive GX 64 GB
19,42
Falcon II 64 GB
19,79
X25-V 40 GB
26,56
Angaben in Sekunden

Der Kopiertest des AS SSD Benchmarks besteht aus drei Gruppen. "ISO" bedeutet, dass eine große Datei auf der SSD kopiert wird. "Spiel" testet das Kopieren gemischter Dateigrößen und "Programm" zeigt die Kopierleistung mit vielen kleinen Dateien. Der ISO-Test ist erwartungsgemäß die Domäne der 128-GB-SSDs, da diese die höchsten sequentiellen Transferraten bieten. Die kleineren Indilinx-Offerten liegen 7 bis 42 Prozent hinter den großen Geschwistern, sind aber immernoch einiges schneller als die X25-V, die hier aufgrund der niedrigen sequentiellen Schreibraten mehr Zeit benötigt. Beim zweiten Test mit gemischten Dateigrößen kann sich die SSDNow V+ mit Toshiba-Controller an der Spitze behaupten. Der Vorsprung vor Indilinx liegt etwa bei 50 Prozent. Die Intel-SSD muss sich auch hier geschlagen geben und liegt noch einmal 83 Prozent hinter der langsamsten Indilinx-SSD. Der dritte Test zeigt dann nochmal ein leicht anderes Bild. Hier können sich die großen Indilinx-SSDs, allen voran die Corsair Nova, vor der SSDNow V+ positionieren und erreichen mit 41 bis 68 Prozent einen komfortablen Vorsprung vor den kleinen Varianten der Ultradrive GX und Falcon II. Die Intel bildet erneut das Schlusslicht.

Die Ergebnisse des AS SSD Benchmarks lassen vermuten, dass die Ultradrive GX2 mit Toshiba-Flash bei realen Anwendungen etwas langsamer ist, als die Corsair Nova mit Intel-Flash oder die GX2 mit Micron-Chips. Wie groß die realen Unterschiede wirklich sind und ob sich die kleine Intel gegen die Indilinx-Konkurrenz behaupten kann, sehen wir in den nächsten Abschnitten.

Realtests

Bootzeiten

Bei unserem Test der Systemstartzeit haben wir wie in der Vergangenheit nicht auf eine komplett frische Installation gesetzt. Um das Szenario so realistisch wie möglich zu gestalten, wurde bei allen Tests eine vollständige Installation von Windows 7 Professional 64 Bit mit allen Treibern und diversen Programmen verwendet. Beim Start wurden automatisch das Programm AntiVir, die Firewall Outpost Pro von Agnitum und ein paar Widgets für Wetter, Uhrzeit und Kalender geladen. Gemessen wurde die Zeit vom Ende des POST bis zum vollständigen Laden der Widgets und Autostartprogramme. Die Bootzeit wurde jeweils drei Mal gemessen. In unserem Diagramm werden die arithmetischen Mittel dieser Tests dargestellt, um die Fehlertoleranz, welche durch das manuelle Messen mit der Stoppuhr entsteht, zu minimieren.

Bootvorgang

 Bootzeit Windows 7:
SSDNow V+ 128 GB (genutzt)
27,9
Postville 80 GB (genutzt)
28,0
Postville 80 GB
28,2
SSDNow V+ 128 GB
28,4
Ultradrive GX 64 GB
28,5
Ultradrive GX 64 GB (genutzt)
28,5
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
28,5
Falcon II 64 GB (genutzt)
28,8
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
28,8
Corsair Nova 128 GB (genutzt)
28,8
Falcon II 64 GB
28,9
Corsair Nova 128 GB
28,9
X25-V 40 GB
29,1
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB (genutzt)
29,2
X25-V 40 GB (genutzt)
29,3
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB (genutzt)
30,5
Velociraptor (genutzt)
58,6
Velociraptor
59,9
Caviar Blue
63,2
Caviar Blue (genutzt)
66,8
Angaben in Sekunden

Bei den Bootzeiten zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei unserem letzten Test. Alle MLC-SSDs sind ungefähr gleich schnell. Die realen Unterschiede sind sehr gering. Trotzdem fällt auf, dass die X25-V nicht ganz mit Intels Postville mithalten kann und das die 64-GB-Versionen der Indilinx-SSDs bei Booten tendenziell minimal schneller sind als die Varianten mit einer Kapazität von 128 GB. Der größte Unterschied zeichnet sich im Vergleich zu konventionellen Festplatten ab. Selbst die langsamste SSD im Testfeld sorgt im Vergleich zu einer Velociraptor immernoch für eine Halbierung der Bootzeit, obwohl die Geschwindigkeit der CPU und des Arbeitsspeichers beim Booten ebenfalls eine wesentliche Rolle spielen.

Anwendungsstarts

Nach der Analyse des Bootvorgangs widmen wir uns nun den Startzeiten von Anwendungen. Dabei haben wir vor allem auf die Programme Photoshop CS 4 und iTunes gesetzt, da diese vergleichsweise lange zum Starten benötigen. Photoshop wurde dabei direkt mit einem sieben Megabyte großen Bild geöffnet. Da alle Programmstarts hauptsächlich aus Lesezugriffen bestehen, die nicht vom Leistungsverlust betroffen sind, sind ähnliche Ergebnisse unabhängig von der zu startenden Anwendung zu erwarten. Zusätzlich zu den beiden einzelnen Programmstarts wurden drei Anwendungen per Skript gleichzeitig gestartet.

Anwendungsstarts

 Photoshop mit Bild (7 MB):
Falcon II 64 GB
3,9
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB (genutzt)
3,9
Corsair Nova 128 GB
3,9
X25-V 40 GB
3,9
Falcon II 64 GB (genutzt)
4,0
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
4,0
Corsair Nova 128 GB (genutzt)
4,0
X25-V 40 GB (genutzt)
4,0
SSDNow V+ 128 GB (genutzt)
4,2
Ultradrive GX 64 GB
4,2
Postville 80 GB (genutzt)
4,2
Ultradrive GX 64 GB (genutzt)
4,3
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
4,3
SSDNow V+ 128 GB
4,4
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB (genutzt)
4,4
Postville 80 GB
4,4
Velociraptor (genutzt)
10,2
Velociraptor
10,3
Caviar Blue (genutzt)
11,9
Caviar Blue
12,1
 iTunes:
Postville 80 GB (genutzt)
4,9
Postville 80 GB
5,2
Falcon II 64 GB
5,3
Falcon II 64 GB (genutzt)
5,3
Ultradrive GX 64 GB
5,3
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
5,3
X25-V 40 GB
5,3
X25-V 40 GB (genutzt)
5,3
SSDNow V+ 128 GB
5,4
SSDNow V+ 128 GB (genutzt)
5,4
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB (genutzt)
5,4
Ultradrive GX 64 GB (genutzt)
5,5
Corsair Nova 128 GB (genutzt)
5,6
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
5,7
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB (genutzt)
5,7
Corsair Nova 128 GB
5,7
Velociraptor (genutzt)
9,3
Caviar Blue (genutzt)
10,0
Velociraptor
10,2
Caviar Blue
11,2
 Opera + iTunes + Photoshop:
Postville 80 GB (genutzt)
6,1
Corsair Nova 128 GB
6,2
Falcon II 64 GB
6,4
Ultradrive GX 64 GB
6,4
Ultradrive GX 64 GB (genutzt)
6,4
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB (genutzt)
6,5
Corsair Nova 128 GB (genutzt)
6,5
SSDNow V+ 128 GB
6,6
Falcon II 64 GB (genutzt)
6,6
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
6,6
Postville 80 GB
6,6
X25-V 40 GB
6,6
SSDNow V+ 128 GB (genutzt)
6,7
X25-V 40 GB (genutzt)
6,8
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
6,9
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB (genutzt)
6,9
Velociraptor
19,5
Velociraptor (genutzt)
20,0
Caviar Blue
20,4
Caviar Blue (genutzt)
21,2
Angaben in Sekunden

Auch bei den Anwendungsstarts sind die Differenzen zwischen den Testkandidaten gering. Beim Öffnen eines Bildes mit Photoshop können sich die Indilinx-SSDs zusammen mit den beiden Intel-SSDs etwas vor der SSDNow V+ von Kingston platzieren. Weiterhin kann man erkennen, dass die großen Indilinx-SSDs wie die Corsair Nova und Ultradrive GX2 mit Micron-Flash (mit Ausnahme der langsameren GX2 mit Toshiba-Chips) den Start von Photoshop etwas schneller bewältigt kriegen als die 64-GB-Versionen der Ultradrive GX und Falcon II oder die SSDNow V+. Beim Start von iTunes sieht es wieder etwas anders aus. Hier belegt die V+ den ersten Rang und die kleinen Indilinx-SSDs teilen sich mit Intel das vordere Mittelfeld. Bei gleichzeitigen Start mehrerer Anwendungen zeigt sich ein ähnliches Bild. So muss sich die Ultradrive GX2 mit Toshiba-Flash erneut der Kokurrenz geschlagen geben.

Kopiertests

Im folgenden Abschnitt widmen wir uns der Analyse der Kopierleistung. Da die Schreibraten der G.Skill Falcon II und der Ultradrive GX mit 64 GB Speicherplatz geringer ausfallen als die der großen Brüder mit 128 GB, ist zu erwarten, dass auch die Kopierleistung etwas geringer ist. Außerdem sollte sich die vergleichsweise geringe Schreibleistung der Intel Postville beim Kopieren bemerkbar machen, wenngleich die hohe sequentielle Leserate, diesen Effekt teilweise kompensieren könnte. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass der komplette zweite Durchlauf, welcher den genutzten Zustand überprüft, mit deaktiviertem TRIM durchgeführt wurde. Somit können wir insbesondere bei den Kopiertests feststellen, wie gut der Garbage-Collection-Algorithmus des Controllers einen Leistungsverlust verhindert oder minimiert.

Kopiertests I – Win7 Image

 Windows 7 Image (ca. 3 GB):
SSDNow V+ 128 GB
30,5
SSDNow V+ 128 GB (genutzt)
30,6
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
34,6
Corsair Nova 128 GB
35,6
Corsair Nova 128 GB (genutzt)
35,6
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB (genutzt)
35,8
Postville 80 GB
37,0
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB (genutzt)
38,5
Postville 80 GB (genutzt)
40,5
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
41,0
Falcon II 64 GB
44,2
Falcon II 64 GB (genutzt)
45,1
Ultradrive GX 64 GB
47,1
Ultradrive GX 64 GB (genutzt)
47,9
Velociraptor
55,8
Caviar Blue
66,3
X25-V 40 GB
66,9
X25-V 40 GB (genutzt)
70,7
Velociraptor (genutzt)
74,5
Caviar Blue (genutzt)
128,2
Angaben in Sekunden

Beim Kopieren eines ISO-Images von der SSD auf die SSD mit einer Größe von etwa drei Gigabyte gab es keine großen Überraschungen. Die SSDNow V+ kann sich in der 128-GB-Version vor den Indilinx-SSDs behaupten. Mit einem Abstand von etwa 15 Prozent folgen die Corsair Nova und die Ultradrive GX2 mit Micron-Chips. Die GX2 mit Toshiba-Chips muss sich von Intels Postville geschlagen geben. Dahinter folgen die kleinen Varianten der Ultradrive GX und Falcon II. Intels X25-V kann gerade so mit der WD Caviar Blue mithalten und ist bei diesem Test 40 bis 50 Prozent langsamer als die schwächste Indilinx-SSD.

Kopiertest II – gemischte Dateien

 20.000 Dateien (2 GB):
SSDNow V+ 128 GB
114,3
SSDNow V+ 128 GB (genutzt)
115,5
Postville 80 GB (genutzt)
125,0
Corsair Nova 128 GB (genutzt)
129,0
Corsair Nova 128 GB
129,5
Postville 80 GB
131,6
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
132,4
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB (genutzt)
132,8
Ultradrive GX 64 GB
135,8
Falcon II 64 GB
135,9
Falcon II 64 GB (genutzt)
136,5
Ultradrive GX 64 GB (genutzt)
138,0
Velociraptor
141,5
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
148,0
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB (genutzt)
150,9
X25-V 40 GB
155,4
X25-V 40 GB (genutzt)
157,1
Caviar Blue
159,8
Velociraptor (genutzt)
161,3
Caviar Blue (genutzt)
201,4
Angaben in Sekunden

Der zweite Kopiertest zeigt auf, wie gut die Kandidaten mit dem Kopieren vieler kleiner Dateien umgehen können. Hier kann sich erneut die SSDNow V+ von Kingston vor der Intel Postville, der Corsair Nova und der Ultradrive GX2 mit Micron-Flash an die Spitze setzen. Das Mittelfeld bilden die kleinen Indilinx-Laufwerke. Die X25-V sowie die GX2 mit Toshiba-Chips müssen sich zum Teil der Velociraptor geschlagen geben.

Da der gesamte zweite Durchlauf mit deaktiviertem TRIM durchgeführt wurde, kann man bei den Kopiertests sehen, dass alle drei SSD-Controller mit einer aktuellen Firmware auch ohne TRIM keinen bzw. einen real kaum messbaren Leistungsverlust aufweisen. Die Differenzen zwischen dem ungenutzten und genutzten Zustand liegen stets unter zehn Prozent. Zum einen gibt es wie bei allen Tests mit der Stoppuhr einen gewissen Grad an Messungenauigkeit und zum anderen haben wir den SSDs vor dem zweiten Durchlauf keine Pause gegönnt. Es ist also durchaus möglich, dass die hier dargestellten Differenzen mit einer längeren Wartezeit vollständig verschwinden (Annahme: Differenzen nicht ausschließlich durch Messungenauigkeit entstanden)

Programminstallation

Nachdem wir in unserem letzten SSD-Test 2009 [2] aufgezeigt haben, dass die Installation von einer CD bzw. DVD mit einer SSD immer gleich schnell abläuft, betrachten wir dieses Mal lediglich die Installationsdauer von Office 2007, welches von der SSD auf die SSD installiert wurde.

Installation Office 2007

Postville 80 GB (genutzt)
143,8
X25-V 40 GB (genutzt)
147,1
Corsair Nova 128 GB (genutzt)
150,3
Postville 80 GB
152,8
Ultradrive GX 64 GB (genutzt)
153,0
X25-V 40 GB
153,6
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
155,1
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB
156,2
SSDNow V+ 128 GB (genutzt)
156,4
SSDNow V+ 128 GB
156,6
Falcon II 64 GB
158,0
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB (genutzt)
158,2
Ultradrive GX2 (Toshiba) 128 GB (genutzt)
158,4
Falcon II 64 GB (genutzt)
158,5
Ultradrive GX 64 GB
161,2
Corsair Nova 128 GB
167,3
Velociraptor
191,7
Velociraptor (genutzt)
191,9
Caviar Blue
224,4
Caviar Blue (genutzt)
261,1
Angaben in Sekunden

Bei diesem Test können die beiden Intel SSDs die ersten beiden Plätze für sich behaupten. Die Unterschiede zwischen dem ersten und zweiten Durchlauf zeigen aber deutlich auf, dass die Abweichungen bei diesem Realtest relativ groß ausfallen können. Das liegt unter anderem daran, dass wir diesen Test nicht so oft wiederholen wie beispielsweise die Anwendungsstarts. Unsere Messungen der Installationsdauer lassen vermuten, dass die Indilinx-SSDs und die SSDNow V+ bei der Installation von Office 2007 gleich schnell sind und sich knapp der Postville geschlagen geben müssen. Als harter Beleg für diese These sollten diese Daten – wie erwähnt – nicht angesehen werden, schon bei einer anderen Programminstallation mit unterschiedlichen Dateigrößen könnte die Reihenfolge wieder anders aussehen. Die Schlussfolgerungen dieser Testergebnisse sollten sein, dass es auch bei der Installation von Programmen nur minimale Unterschiede zwischen den Testkandidaten gibt.

Fazit

Kommen wir zur Einzelwertung der Testkandidaten und zu einer abschließenden Analyse.

Die Ultradrive GX2 ist schwer zu beurteilen. Das Modell mit Micron-Flash war in allen Tests vorn dabei und ist absolut empfehlenswert. Die Variante mit Toshiba-Chips brachte immernoch eine gute Leistung, lag aber etwas hinter der Ultradrive GX2 mit Micron- und der Nova mit Intel-Chips. Auch in den Benchmarks war sie selten auf den vorderen Plätzen. Es sei an dieser Stelle allerdings angemerkt, dass diese Unterschiede bei anderen Größen wie zum Beispiel 64 GB anders ausfallen können. Der Test der 128-GB-Version lässt jedenfalls keine generelle Schlussfolgerung zu, dass die Toshiba-Chips weniger leistungsfähig sind als die Konkurrenz-Chips von Intel oder Micron. Des Weiteren können wir nicht sagen, ob sich diese Unterschiede vielleicht mit einem Firmware-Update minimieren oder beseitigen lassen. Fest steht nur, dass die 128-GB-Version mit Toshiba-Chips, dem aktuellen Indilinx-Controller und der Firmware 1916 nicht ganz an die Leistung einer SSD mit Micron oder Intel-Chips heran reicht.

Der zweite Testkandidat war Intels X25-V. Auch hier fällt eine Entscheidung über eine Empfehlung schwer. Die wichtigste Leistung einer SSD in einem Notebook oder Desktop-PC ist die Leseleistung, vor allem bei zufälligen Zugriffen. Hier konnte die Intel X25-V der Indilinx-Konkurrenz durchaus Paroli bieten und lag häufig im Mittelfeld. Auf der anderen Seite ist die Schreibgeschwindigkeit mit etwa 45 MB/s sehr gering. Beim Kopieren und vermutlich auch beim Entpacken von Dateien kann die X25-V diesen Missstand zwar zum Teil durch die hohe sequentielle Leserate kompensieren, kommt aber bei solchen Vorgängen nicht über das Niveau einer normalen Festplatte hinaus. Hinzu kommt die Kapazität von 40 GB, die für ein Notebook oder einen Desktop-PC sehr gering ist. Wer ein oder zwei größere Spiele installiert, die Auslagerungsdatei und vielleicht noch die Systemwiederherstellung nutzen möchte, hat mit einer formatierten Größe von etwas mehr als 37 GB wenig Spielraum. Wenn der Speicherplatz den persönlichen Bedürfnissen genügt und die Schreibrate keine große Rolle spielt, kann bei der X25-V für etwa 100 Euro [3] unbesorgt zugegriffen werden. Für eine allgemeine Empfehlung reicht es aber gerade im Hinblick auf die Indilinx-Konkurrenz nicht.

Damit wären wir auch schon bei Corsairs Nova-Serie: Wie bei der Falcon II von G.Skill setzt auch Corsair auf die Kombination aus Indiliinx' Barefoot ECO Controller und Intel-Flash, der, wie unsere Tests gezeigt haben, besser ist als sein Ruf. Die Corsair Nova konnte in allen Tests überzeugen und leistete sich keine Schwächen. Für den ein oder anderen sind das schwarze Metallgehäuse und der ebenfalls in schwarz gehaltene 3,5"-Adapter vielleicht ein zusätzlicher Kaufanreiz. Mit einem Preis ab 270 Euro für die 128-GB-Version [4] bzw. 145 Euro für die kleine Variante [5] ist sie eine der interessantesten SSDs auf dem Markt und hat sich somit unsere Empfehlung verdient.

Empfehlung (04/10)
Empfehlung (04/10)

Preise und Verfügbarkeit

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/laufwerke/2010/test_preiswerte_ssds/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/laufwerke/2009/test_ssds_2009/
  3. http://www.computerbase.de/preisvergleich/?cat=hdssd&asuch=x25-v&sort=p
  4. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a502227.html
  5. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a502226.html
  6. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a489284.html
  7. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a482279.html
  8. http://www.computerbase.de/preisvergleich/?cat=hdssd
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