Test: SuperTalent Teradrive FT SSD (7/9)

Sandforce schlägt Intel?
Autor: Norman Dittmar

Kopiertests

Im folgenden Abschnitt widmen wir uns der Analyse der Kopierleistung. Da die Schreibraten der G.Skill Falcon II und der Ultradrive GX mit 64 GB Speicherplatz geringer ausfallen als die der großen Brüder mit 128 GB, ist zu erwarten, dass auch die Kopierleistung etwas geringer ist. Außerdem sollte sich die vergleichsweise geringe Schreibleistung der Intel Postville beim Kopieren bemerkbar machen, wenngleich die hohe sequentielle Leserate, diesen Effekt teilweise kompensieren könnte. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass der komplette zweite Durchlauf, welcher den genutzten Zustand überprüft, mit deaktiviertem TRIM durchgeführt wurde. Somit können wir insbesondere bei den Kopiertests feststellen, wie gut der Garbage-Collection-Algorithmus des Controllers einen Leistungsverlust verhindert oder minimiert.

Kopiertests I – Win7 Image

 Windows 7 Image (ca. 3 GB):
SSDNow V+ 128 GB
30,5
SSDNow V+ 128 GB (genutzt)
30,6
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
34,6
Teradrive 100 GB
35,0
Corsair Nova 128 GB
35,6
Corsair Nova 128 GB (genutzt)
35,6
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB (genutzt)
35,8
Postville 80 GB
37,0
Postville 80 GB (genutzt)
40,5
Teradrive 100 GB (genutzt)
41,4
Falcon II 64 GB
44,2
Falcon II 64 GB (genutzt)
45,1
Ultradrive GX 64 GB
47,1
Ultradrive GX 64 GB (genutzt)
47,9
Velociraptor
55,8
Caviar Blue
66,3
X25-V 40 GB
66,9
X25-V 40 GB (genutzt)
70,7
Velociraptor (genutzt)
74,5
Caviar Blue (genutzt)
128,2
Angaben in Sekunden

Beim Kopieren eines ISO-Images von der SSD auf die SSD mit einer Größe von etwa drei Gigabyte liegt die SuperTalent Teradrive im ungenutzten Zustand gleich auf mit den Indilinx-SSDs mit einer Kapazität von 128 GB. Leider mussten wir feststellen, dass die Sandforce-SSDs ohne TRIM beim sequentiellen Schreiben bzw. beim Kopieren großer Dateien etwas an Leistung verliert. In unserem Test war die Teradrive im genutzten Zustand 18 Prozent langsamer beim Kopieren. Da dieser Vorgang zur Hälfte aus sequentiellen Lese- und Schreibvorgängen besteht, kann davon ausgegangen werden, dass sich die sequentielle Schreibgeschwindigkeit bei großen Dateien um weit mehr als 18 Prozent, im schlimmsten Fall um das doppelte verlangsamt. Bei Intels SSDs war dieser Verlust etwa halb so groß, bei Indilinx- und der SSDNow V+ mit Toshiba-Controller lag die reale Verlangsamung in diesem Test bei zwei bis drei Prozent.

Kopiertest II – gemischte Dateien

 20.000 Dateien (2 GB):
Teradrive 100 GB (genutzt)
111,1
Teradrive 100 GB
112,2
SSDNow V+ 128 GB
114,3
SSDNow V+ 128 GB (genutzt)
115,5
Postville 80 GB (genutzt)
125,0
Corsair Nova 128 GB (genutzt)
129,0
Corsair Nova 128 GB
129,5
Postville 80 GB
131,6
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB
132,4
Ultradrive GX2 (Micron) 128 GB (genutzt)
132,8
Ultradrive GX 64 GB
135,8
Falcon II 64 GB
135,9
Falcon II 64 GB (genutzt)
136,5
Ultradrive GX 64 GB (genutzt)
138,0
Velociraptor
141,5
X25-V 40 GB
155,4
X25-V 40 GB (genutzt)
157,1
Caviar Blue
159,8
Velociraptor (genutzt)
161,3
Caviar Blue (genutzt)
201,4
Angaben in Sekunden

Der zweite Kopiertest zeigt auf, wie gut die Kandidaten mit dem Kopieren vieler kleiner Dateien umgehen können. Hier kann die SuperTalent Teradrive wieder glänzen und sichert sich den ersten Platz vor Kingstons SSDNow V+. Der Vorsprung vor den 128-GB-Varianten der Indilinx-SSD beträgt hier 15 bis 20 Prozent.

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