Vorwort
Bei der Präsentation der neuen Pentium4 Chipsätze für einen 533MHz schnellen Front-Side-Bus überraschte Intel vor einigen Monaten, als man dem 82850E MCH (die Northbridge der Chipkombination i850E) doch nur den ICH2 als Southbridge zur Seite stellte.
Im Vorfeld ging man davon aus, dass der 82850E MCH (Memory Controller Hub) ebenfalls in Kombination mit dem ICH4 Verwendung finden wird, wie es beim 82845E und 82845G der Fall ist. Der ICH4 bietet - anders als der ICH2 - bereits integrierte USB2.0 Unterstützung.
Die Begründung für den Verzicht auf den ICH4 beim i850E war schnell gefunden. Die Mainboard-Hersteller wollten ihre Boards nur dahingehend verändern, dass sie den i850 gegen den i850E austauschen. Da beide Chipsätze pin-kompatibel sind, war dies ein Leichtes und erforderte keine weiteren Anpassungen.
Einige Hersteller sehen hierin nun aber eine Chance eine mögliche Marktlücke zu füllen und präsentieren dennoch Boards mit 82850E MCH und ICH4. Neben EPoX, die vor wenigen Tagen ihr EP-4T4A+ mit 82850E MCH und ICH4 [1] vorgestellt haben, gehört auch Gigabyte zu diesen Herstellern und setzt beim GA-8IHXP ebenfalls auf den 82850E MCH und ICH4 von Intel. Genau diesem Board wollen wir uns auch in diesem Review widmen.
Die Chipsätze
| Features | Intel 850E | i845E | i845G | |
|---|---|---|---|---|
| Unterstützte CPU-Sockel | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel 478 | |
| Northbridge Features | ||||
| Northbridge | KC82850E | KC82845E | KC82845G | |
| Multiprozessor Support | Nein | Nein | Nein | |
| Front-Side-Bus | ||||
| 400 MHz | Ja | Ja | Ja | |
| 533 MHz | Ja | Ja | Ja | |
| Speichertakt | ||||
| 100 MHz | Ja (400) | Ja | Ja | |
| 133 MHz | Ja (533) | Ja | Ja | |
| 166 MHz | Nein | Nein | Ja (inoffiziell) | |
| 200 MHz | Nein | Nein | Nein | |
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | |
| Speicher-Slots (max) | 4 | 3 | 2 | |
| Speichersupport | ||||
| SDRAM | Nein | Nein | Ja | |
| DDR-SDRAM | Nein | Ja | Ja | |
| (Dual)-Rambus | Ja | Nein | Nein | |
| AGP Support | ||||
| 1x | Nein | Nein | Nein | |
| 2x | Ja | Ja | Ja | |
| 4x | Ja | Ja | Ja | |
| 8x | Nein | Nein | Nein | |
| Southbridge Features | ||||
| Southbridge | Intel 82801 BA | Intel 82801 DB | Intel 82801 DB | |
| Festplattencontroller | ||||
| ATA 33/66 | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 100 | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 133 | Nein | Nein | Nein | |
| Anzahl PCI-Slots (max) | 6 | 6 | 6 | |
| USB-Ports (max) | 4 | 6 | 6 | |
| USB 2.0 | Nein | Ja | Ja | |
| Firewire | Nein | Nein | Nein | |
| Sonstiges | ||||
| I/O-Link | Hub Interface (266MB/s) |
Hub Interface (266MB/s) |
Hub Interface (266MB/s) |
|
| Features | VIA P4X333 | VIA P4X400 | SiS 645DX | SiS 648 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Unterstützte CPU-Sockel | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel 478 | |
| Northbridge Features | |||||
| Northbridge | VT8754 | VT8754 | 645DX | 648 | |
| Multiprozessor Support | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Front-Side-Bus | |||||
| 400 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 533 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Speichertakt | |||||
| 100 MHz | Ja (400) | Ja | Ja | Ja | |
| 133 MHz | Ja (533) | Ja | Ja | Ja | |
| 166 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 200 MHz | Nein | Ja | Nein | Ja (inoffiziell) | |
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Speicher-Slots (max) | 3 | 3 | 3 | 3 | |
| Speichersupport | |||||
| SDRAM | Nein | Nein | Ja | Nein | |
| DDR-SDRAM | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| (Dual)-Rambus | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| AGP Support | |||||
| 1x | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| 2x | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 4x | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 8x | Nein | Ja | Nein | Ja | |
| Southbridge Features | |||||
| Southbridge | VT8235 | VT8235 | SiS 961B | SiS 963 | |
| Festplattencontroller | |||||
| ATA 33/66 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 100 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 133 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Anzahl PCI-Slots (max) | 5 | 5 | 6 | 6 | |
| USB-Ports (max) | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| USB 2.0 | Ja | Ja | Nein | Ja | |
| Firewire | Nein | Nein | Nein | Ja | |
| Sonstiges | |||||
| I/O-Link | V-Link (533MB/s) |
V-Link (533MB/s) |
MuTIOL (533MB/s) |
MuTIOL (1GB/s) |
|
Auch wenn das GA-8IHXP mit dem i82850E MCH und ICH4 ausgestattet ist, haben wir unsere Tabelle um weitere aktuelle Chipsätze ergänzt. Nach und nach werden die Chipsätze von VIA und SiS immer interessanter und auch wir werden uns diesem Thema in naher Zukunft annehmen.
Wie man schnell sieht, passt die Chipsatz-Kombination des GA-8IHXP nicht in die Tabelle, die nur die offiziellen Chipsatz-Kombinationen beinhaltet. Die Features der Northbridge sind zwar mit denen des i850E identisch, die Southbridge entspricht jedoch der Variante des i845E und i845G. Manche Leser mögen etwas verwirrt sein, da in der Regel mit dem i850E auf vielen Seiten nur die Northbridge bezeichnet wird. Dies ist jedoch nicht ganz korrekt. Als i850E bezeichnet man eigentlich die Kombination aus 82850E MCH (Northbridge) und ICH2 (Southbridge). Deshalb werden wir im Zusammenhang mit dem GA-8IHXP nicht vom i850E sprechen, sondern immer beide Komponenten einzeln benennen.
Der Unterschied im ICH2 und ICH4 besteht ohnehin nur in der USB2.0-Unterstützung und der Anzahl der maximal möglichen USB-Ports. Schon zur Vorstellung der neuen Chipsätze wurde dieser marginale Unterschied des Öfteren bemängelt und ein paar zusätzliche Features wären durchaus wünschenswert gewesen. Intel verzichtete jedoch auch beim ICH4 auf eine ATA133 Unterstützung, da man in Serial ATA die Zukunft sieht und direkt auf diesen Standard wechseln möchte.
Das Gigabyte GA-8IHXP
Lieferumfang und Dokumentation
Wie immer bei unseren Reviews geben wir euch zuerst einen Überblick über den Inhalt der Verpackung des GA-8IHXP:
- GA-8IHXP
- GA-8IHXP Treiber/Tools CD Ver. 2.1
- 2 C-RIMM Module
- ATX Slotblende
- 2 Zusätzliche USB-Module (8x USB)
- S/PDIF-Out Modul (optisch und analog)
- S/PDIF Verbindungskabel
- Drei Ultra ATA133/100/66/33 IDE-Kabel
- Ein Floppy-Kabel
- Englisches Handbuch (User“s Manual)
- Promise Raid Handbuch (User“s Manual)
- Motherboard Settings Sticker
- Quick PC Installation Guide




Der Lieferumfang des GA-8IHXP unterscheidet sich somit nur geringfügig von unserem kürzlich getesteten GA-8IEXP. Der Hauptunterschied liegt neben den verschiedenen Chipsätzen in einem kleinen Detail: Das GA-8IHXP bietet kein Firewire, dafür aber neben den USB2.0-Ports des ICH4 noch einen zusätzlichen NEC USB2.0 Controller, der mittles Slotblende weitere USB2.0-Ports zur Verfügung stellt.
So ähnelt auch das Handbuch dem des GA-8IEXP sehr und bietet wieder einen sehr informativen Abschnitt über die Installation, Jumper und Anschlüsse des Boards, macht dafür aber Abstriche in der Dokumentation des Bios. Lobenswert sind die Anhänge, die auf die hauseigenen Tools von Gigabyte eingehen und so z.B. das Flashen des Bios und die Inbetriebnahme des Onboard Sounds genau erläutern.


Damit auch der Promise Raid-Controller dokumentiert und erklärt wird, legt Gigabyte erneut ein komplett englisches Handbuch bei, das sich einzig und alleine diesem Thema widmet.



Der „Motherboard Settings Sticker“ und der „Quick PC Installation Guide“ sind und auch schon vom GA-8IEXP bekannt und erfüllen auch beim GA-8IHXP denselben Zweck. Sie sollen zum einen ein langes Suchen nach den onboard Anschlüssen des Mainboards verhindern und zum anderen einem weniger versierten Käufer erklären, welche Schritte er zur Inbetriebnahme des Mainboards nacheinander durchführen muss.
Features
GA-8IHXP
- Formfaktor
- Socket 478 ATX (30.5cm x 24.4cm)
- Prozessor
- Unterstützt Pentium4 (Sockel478)
- Automatische CPU Erkennung
- 400MHz und 533MHz Quad Pumped Bus
- Chipsatz
- Intel 82850E Chipsatz (aktiv gekühlt)
- ICH4 Southbridge
- RAM
- 4x 184 Pin RIMMS (Rambus)
- Unterstützt PC800/1066 Rambus
- Maximale Speichergröße: 2GB
- Erweiterung-Slots
- 1x AGP 4x Slot
- 6x 32 Bit PCI Slots
- 3x Lüfteranschlüsse (monitorfähig)
- 1x CNR Slot
- 2 IDE Ports (UDMA 33/66/100)
- 1 Floppy Port
- Externe Anschlüsse
- 1x Parallel Port
- 2x Serielle Ports
- 10 USB 2.0 Ports (2x intern, 8x per Slotblende | 6 per ICH4 und 4 per NEC D720100AS1)
- 1x Game-Port
- 1x Microphone In
- 1x Line In
- 1x Line Out
- 1x S/PDIF-Out analog/optisch (per Slotblende)
- 1x RJ45
- Bios
- Dual 4MBit Multi-Language AMI Bios
- Multiplikator manipulierbar im Bios (nur wenn CPU unlocked ist)
- Front Side Bus in 2-3MHz Schritten manipulierbar im Bios (100-156MHz)
- CPU Spannung regulierbar im Bios (1,50-1,70V)
- RIMM Over Voltage (2,8V)
- AGP-Spannung regulierbar (1,5-1,8V)
- Interrupt Mode APIC (bis zu 24 IRQs)
- Besonderheiten
- Onboard Promise PDC20276 IDE ATA/133 Raid Controller
- 6-Kanal Creative CT5880 Soundchip (Sigmatel 9708T Codec)
- OnBoard LAN RTL8100BL
- OnBoard NEC D720100AS1 USB2.0 Controller
- Dual Bios
- Easy Tune 4
- Q-Flash
- Face Wizard
- @Bios
- Sonstige Funktionen
- Keyboard Power-On, Suspend To RAM
- Wake-On-LAN, Wake-On-Modem, Wake on USB-Device
Ausstattung
Bei der Ausstattung fühlt man sich sofort an das GA-8IEXP erinnert, da diese sich praktisch nur durch die fehlenden Firewire-Anschlüsse und die zusätzlichen USB2.0-Ports von diesem unterscheidet.
Somit ist schnell klar, was das GA-8IHXP nicht bietet: Bluetooth und Firewire.
Ansonsten bekommt man USB2.0 in Hülle und Fülle, Onboard LAN, Onboard 6-Kanal Sound und Promise Raid.
Eine Frage muss man sich angesichts der Ausstattung sicherlich stellen: Wenn Gigabyte schon den ICH4 in Verbindung mit dem 82850E Memory Controller Hub verbaut und so sechs USB2.0 Ports nach außen führen kann, wieso wird dann zusätzlich noch ein NEC USB2.0 Controller eingesetzt und nicht etwa wie beim GA-8IEXP ein Firewire-Controller?
Ein zusätzlicher Firewire-Controller wäre sicherlich sinnvoller gewesen, da wohl kaum ein Kunde mehr als die sechs maximal möglichen USB2.0-Ports des ICH4 benutzen wird.
Gigabyte ist diesen Weg aber nicht gegangen, so dass man diese Tatsache schlichtweg so hinnehmen muss, auch wenn sie etwas fragwürdig erscheint.





Doch so bietet das GA-8IHXP insgesamt 10 USB2.0-Ports, von denen zwei intern nach außen geführt werden. Die anderen acht können über zwei zusätzliche USB-Slotblenden nach außen geführt werden. Je vier dieser zusätzlichen Ports werden per ICH4 und NEC USB2.0-Controller realisiert.
Der Onboard Sound wird wieder durch den CT5880 Soundchip von Creative realisiert, der auch schon auf dem GA-8IEXP zu finden war. Leider glänzte dieser Chip in unserem letzten Review nicht gerade durch geringe CPU-Last und musste sich deutlich den AC97 Codecs der Konkurrenz geschlagen geben. Auch beim GA-8IHXP liegt erneut ein S/PDIF-Modul bei, das sowohl einen analogen als auch einen optischen S/PDIF-Ausgang nach außen führt.




Auch der Raid Controller des GA-8IHXP gleicht dem des GA-8IEXP. So kommt wieder einmal kein High-Point Controller zum Einsatz, sondern der Promise PDC20276 IDE ATA/133 Raid Controller. Mit dem Promise PDC20276 ist es übrigens auch möglich, nur eine Festplatte am Raid-Anschluss anzuschließen. Im Bios hat man beim Promise-Controller drei Optionen 'Disable', 'Raid' und 'ATA'. Die Option 'Raid' wählt man, wenn man ihn wirklich als Raid-Controller benutzen möchte oder ein derartiges Array vortäuschen möchte. Stellt man 'ATA' ein, so fungiert der Raid-Controller als normaler ATA-Anschluss, 'detected' beim Booten die Festplatte und das Betriebssystem wird ganz normal gestartet. Wählt man im Bios jedoch die Option 'Raid' aus und schließt nur eine Festplatte an, so täuscht der Controller auf der angeschlossenen Festplatte ein Raid-Array vor und kann ebenso einfach genutzt werden. Er baut dabei natürlich kein richtiges Raid-Array auf. Die Vorteile eines Raid-Arrays bleiben zwar bei beiden Varianten verwehrt, aber man erhält immerhin ATA133, was Intels Chipsätze bisher nicht unterstützen. In beiden Fällen muss man bei der Windows-Installation allerdings die Raid-Treiber installieren, da Windows sonst nicht fehlerfrei booten kann.




Für Onboard 10/100MBps LAN ist der Realtek RTL8100B Chip zuständig, der eine Ein-Chip-Lösung darstellt und dadurch besonders kosteneffektiv ist. Onboard LAN ist mittlerweile zu einer festen Größe auf fast allen aktuellen Mainboards geworden und auch wir können diesem Trend nur positives abgewinnen.




Ein Dual-Bios sollte auch zögerlichen Kunden das Flashen des Bios ermöglichen, da sofort das zweite Bios in Aktion tritt, sobald im Haupt-Bios ein Fehler auftritt. Das Flashen des Bios erleichtert Gigabyte durch ein hauseigenes Tool namens @Bios, das ein einfaches Flashen im Windows-Betrieb erlaubt.
Zudem ist ein weiteres interessantes Programm hinzugekommen, das so ähnlich schon in der Vergangenheit bei Asus unter dem Namen „MyLogo“ zu finden war. Bei Gigabyte nennt sich dieses Programm „Face-Wizard“, erfüllt aber denselben Zweck wie Asus“ MyLogo. So hat man nun auch bei Gigabyte die Möglichkeit den Bios-Boot-Bildschirm mit einem individuellen Logo auszustatten.




Das Layout des GA-8IHXP ist sehr durchdacht und gibt keinen Grund zur Kritik. Einzig die aktive Kühlung der Northbridge dürfte bei Freunden eines Silent-PCs Unmut hervorrufen. Jedoch können wir hier zumindest teilweise Entwarnung geben. Der verwendete Lüfter glänzt durch eine überraschende Laufruhe, allerdings besteht natürlich immer die Gefahr, dass er irgendwann nicht mehr ganz so rund läuft.




Stabilität
Bei der Stabilität konnte das GA-8IHXP vollkommen überzeugen. Alle Test konnten ohne Absturz durchgeführt werden und wie zu erwarten war, machte der ICH4 in Verbindung mit dem 82850E MCH keinerlei Probleme.
Overclocking
Alle wichtigen Optionen des GA-8IHXP können bequem im Bios umgestellt werden. Für den Front-Side-Bus ist der ICS 9250-37 zuständig, der für den Intel Tehama Chipsatz ausgelegt ist und einen maximalen FSB von 156MHz erlaubt. Im Bios kann somit zwischen 100 - 156MHz in 2-3MHz Schritten frei gewählt werden.
Mit dem ICS9212-13 ist zudem ein Taktgeber auf dem GA-8IHXP verbaut, der es theoretisch möglich macht, den Rambus-Speicher mit bis zu 600MHz anzusprechen. Das GA-8IHXP verfügt im Bios über die Option „Over RIMM Voltage“, so dass die Spannung des Rambus-Speichers leicht angehoben wird. Eine Dokumentation, in welcher Größenordnung sich diese Veränderung bewegt, bleibt Gigabyte jedoch schuldig. Unsere Messungen ergaben bei aktivierter „Over RIMM Voltage“ 2,8 Volt.
Auch bei der VCore darf man eigenhändig die Spannung etwas erhöhen und kann hier in 0,025V Schritten bis zu 0,2 Volt mehr anlegen. Bei einem Pentium4 Northwood sind auf diesem Weg somit maximal 1,7V VCore möglich.
Auch die AGP-Spannung darf in 0,1V Intervallen von 1,5 Volt auf maximal 1,8 Volt erhöht werden.


Auch wenn das Bios mit seinen sieben Sprachen und umfangreichen USB-Boot-Optionen einen sehr guten Eindruck hinterlässt, fehlt dem GA-8IHXP eine wichtige Option. Der PCI/AGP-Takt kann leider nicht fixiert werden! Demzufolge erhöht sich automatisch der PCI/AGP-Takt, wenn man den Front-Side-Bus erhöht. Dies kann dazu führen, dass beim Übertakten nicht der Prozessor zuerst aussteigt, sondern eine andere Komponente, die am PCI- oder AGP-Bus hängt.
Um das Übertakten dennoch so einfach wie möglich zu gestalten, kann das mitgelieferte Programm 'Easy Tune 4' von Gigabyte eingesetzt werden, mit dem der Front-Side-Bus bequem unter Windows erhöht werden kann. Auch die Voltages können so verändert werden.
FSB-Überprüfung:
Auch das GA-8IHXP musste zeigen, ob es sich nicht vielleicht durch einen leicht erhöhten Front-Side-Bus das ein oder andere Prozentpünktchen von der Konkurrenz absetzen möchte.
Unser Modell taktete noch relativ moderat mit 2405,46MHz, was einem FSB von 133,64MHz entspricht. Es geht zwar genauer, aber wie wir in der Vergangenheit immer öfter gesehen haben, schrecken andere Hersteller auch von einem um mehr als 20MHz erhöhten CPU-Takt nicht zurück, so dass die 5MHz des GA-8IHXP noch als normal bewertet werden können.
Prozessortakt im Vergleich
Angaben in MHz
|
Testsystem
Als Testsystem kam der bereits von uns getestete Pentium4 2,4GHz mit 133MHz FSB [2] zum Einsatz. Als Betriebssystem verwendeten wir Windows XP Professional. Dabei ließen wir das integrierte DirectX 8.1 unverändert. Funktionen wie System Restore oder automatische Systemupdates wurden deaktiviert. Um dennoch eine normale Arbeitsumgebung zu schaffen, haben wir als Qualitätseinstellungen für die Systemoberfläche mit geglätteten Schriften und der Standard Windows XP Oberfläche gearbeitet. Alle weiteren visuellen Optionen wurden ebenfalls aktiviert. Die Inno3D GeForce3 Ti200 wurden mit dem offiziellen Detonator in der Version 28.32 betrieben.
Sämtliche i845E Mainboards, die in unseren umfangreichen Vergleichswerten auftauchen, wurden in unseren Tests mit DDR266 betrieben, da sie nicht über eine DDR333 Unterstützung verfügen! Dies ist in den Benchmarks nicht noch einmal explizit gekennzeichnet.
- Prozessor
- Intel Pentium 4 2,4 GHz - 533MHz FSB
- Motherboard
- Gigabyte GA-8IHXP (Bios: F4)
- Arbeitsspeicher
- 2x 128MB PC1066 Samsung Rambus[/url]
- Grafikkarte
- Inno3D Tornado Geforce3 Ti200
- Peripherie
- Maxtor 92041U4
- Philips PCCD048
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 28.32
- Intel Inf-Treiber 4.00.1009
- Intel Application Accelerator 2.2
- Software
- Windows XP Professional
- DirectX 8.1
Benchmarks
Bei den Benchmarks griffen wir diesmal auf einen Mix zurück, der sowohl Spiele, Windows-Anwendungen als auch Rendering und Audio-Encoding berücksichtigte.
Viele Benchmarks basieren dabei auf tatsächlichen Anwendungen. Neben diesen praxisnahen Benchmarks kamen aber auch synthetische Benchmarks wie die 3DMarks zum Einsatz.
Um den Onboard Sound genauer unter die Lupe zu nehmen, haben wir auch dieses Mal wieder einen Soundtest durchgeführt, der mit zwei speziellen Programme abläuft, die sowohl die Qualität des Sounds als auch die entstehende CPU Auslastung durch den Onboard Sound ermitteln sollen.
- DirectX 7.0
- 3DMark 2000 1.1
- Unreal Tournament 4.36 (utbench)
- DirectX 8.0
- 3DMark 2001 SE
- OpenGL
- Vulpine GL Mark 2001 1.1
- Quake 3 Arena 1.17
- Speicherperformance
- SiSoft Sandra 2002
- Sonstiges
- WinACE 2.11
- Cinebench 4D
- Magix Music Maker 3.03
- Lightwave 7.0b
- Audio Winbench 99
- Audio Analyzer
SiSoft Sandra
Wieder einmal durfte SiSoft Sandra den ersten Schritt machen und uns die theoretische Streaming-Performance des GA-8IHXP verdeutlichen. Da das GA-8IHXP mit PC1066 Rambus bestückt ist, darf hier mit einem der vorderen Plätze gerechnet werden. Nicht immer muss das Ergebnis dabei jedoch die spätere Reihenfolge in den Benchmarks wiederspiegeln. In den letzten Reviews gab es schon die eine oder andere Überraschung.
SiSoft Sandra 2002
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
In SiSoft Sandra macht das GA-8IHXP eine gute Figur. Dies ist natürlich vor allem auf den PC1066 Rambus zurückzuführen. Dennoch kann sich das GA-8IHXP knapp vor dem P4T533-C und D850EMV2 platzieren, muss sich aber dem P4T533 von Asus mit 32Bit RIMM4200 geschlagen geben.
WinACE 2.11
Wie eh und je kam auch dieses Mal als weiterer Test für das Speicherinterface WinACE in der Version 2.11 zum Einsatz. Die Systeme mussten dabei bei maximaler Kompression einen Mix aus bereits gepackten und ungepackten Dateien, Musiktiteln, Dokumenten und Bildern mit insgesamt 390 MByte packen. Auch hier ist damit zu rechnen, dass das GA-8IHXP sich weit vorne platzieren wird, da Rambus in Sachen 'Packen' bisher noch ungeschlagen ist.
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Im ersten anwendungsnahen Benchmark fällt das GA-8IHXP dann jedoch schon etwas weiter von der Spitze ab und muss dem P4T533 gleich mit 10 Sekunden und dem P4T533-C mit 8 Sekunden Vorsprung Platz 1 und 2 überlassen. Es schneidet dennoch vor dem D850EMV2 (Intels Referenzboard) ab und liegt Dank PC1066 vor den PC800 und DDR-Platinen, die durch ihre geringere Speicherperformance ausgebremst werden.
Magix Music Maker
Im Magix Music Maker 3.03 galt es auch für unseren neuen Probanden eine 251MB große Wave-Datei in ein MP3 mit 128kBit und High Quality Settings zu encodieren. Da es sich um die gleiche Wave-Datei handelt, wie in allen bisherigen Tests, bleibt die Vergleichbarkeit dabei jeweils erhalten. Rambus musste hier in der Vergangenheit fast immer hinter der DDR-Konkurrenz Platz nehmen und glänzte nicht durch Höchstleistungen.
Magix Music Maker 3.03
Angaben in Sekunden
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Im Magix Music Maker konnten sich die Rambus-Platinen auch in der Vergangenheit nicht ganz vorne platzieren und so muss auch das GA-8IHXP hier einige andere Plattformen vorbeiziehen lassen. Im direkten Vergleich mit den anderen PC1066-Plattformen liegt es erneut hinter dem P4T533 und P4T533-C aber vor Intels D850EMV2.
Cinebench 2000
Der recht kompakte Cinebench 2000 beruht auf dem Raytracing-Programm Cinema 4D und gibt einen guten Überblick über die Rendering-Eigenschaften des CPU-Chipsatz-Memory Subsystems und durfte natürlich auch in diesem Test nicht fehlen. Die Ergebnisse des Cinebenchs fielen in unserem bisherigen Verlauf von Pentium4 Mainboards immer bunt gemischt aus und eine eindeutig überlegene Plattform lies sich bisher nicht ausmachen, so dass das GA-8IHXP alle Chancen hat, sich weit vorne zu platzieren.
Cinema 4D
Angaben in Punkten
|
Auch im Cinebench bestätigt sich ein weiteres Mal, dass das GA-8IHXP nicht zu den schnellsten Boards gehört und besonders beim Raytracing muss es Federn lassen. Dennoch können wir schon jetzt anmerken, dass das GA-8IHXP bisher zwar nicht zu den schnellsten, aber dafür zu den stabilsten Mainboards unserer Testreihe gehört.
Quake 3 Arena
So langsam wird es spannend. Quake 3 Arena ist der erste Benchmark in unseren Tests, der auf einem Spiel basiert, OpenGL einsetzt und darf zudem zu Recht zu den speicherintensivsten Titeln gezählt werden. Gerade in niedrigen Auflösungen war Quake 3 Arena deshalb immer schon eine Domäne der Rambus-Platinen und erst mit DDR400 oder Dual-Channel DDR-RAM dürfte sich hieran vielleicht wieder etwas ändern.
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Unter Quake 3 Arena kann das GA-8IHXP die anderen i850E und PC1066 Boards zum ersten Mal wenigstens teilweise hinter sich lassen und ist diesen insgesamt ebenbürtig. Gerade in niedrigen Auflösungen, in denen das System noch von einer schnellen Speicheranbindung profitiert, kann PC1066 seine Vorzüge voll zur Geltung bringen und die DDR-Konkurrenz hinten anstehen lassen.
Vulpine GLMark v1.1
Nach der ersten Hürde, die das GA-8IHXP erwartungsgemäß leicht überwinden konnte, steht auch gleich die zweite an - der Vulpine GLMark in der Version 1.1. Das neue Board durfte sich wie alle seine Vorläufer sowohl bei den niedrigsten als auch bei sehr hohen Settings regelrecht austoben und zeigen, was in ihm steckt.
Vulpine GLMark v1.1
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Auch im Vulpine GLMark gehört das GA-8IHXP nicht zur absoluten Performance-Spitze, schwächelt aber auch nicht sonderlich stark, so dass es sich im vorderen Mittelfeld wiederfindet. Die anderen PC1066-Mainboards ziehen ihm jedoch etwas davon. Im richtigen Spielgeschehen dürften diese Unterschiede jedoch nicht ins Gewicht fallen und dem Spieler wohl auch gar nicht weiter auffallen.
Lightwave 7.0b
Bevor wir uns im nächsten Abschnitt den DirectX-Ergebnissen zuwenden, wagen wir noch einen Abstecher in die Rendering-Abteilung und lassen auch das GA-8IHXP zwei Szenen aus Lightwave 7.0b rendern. Da es sich in unserem Test nur um Pentium4-Platinen handelt, kann die spezielle Pentium4 Optimierung der Software vernachlässigt werden. Die Rambus-Platinen konnten hier in unseren letzten Test nicht immer vor den DDR-Mainboards landen. Unter Lightwave ging es schon immer eng zu und eigentlich jeder Proband hatte eine Chance auf den vordersten Platz.
Lightwave 7.0b
Angaben in Sekunden
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Auch Lightwave bestätigt die vorher gewonnenen Eindrücke ein weiteres Mal. Das GA-8IHXP gehört nicht zu den schnellsten PC1066-Boards, die wir bisher durch unseren Testparcour geschickt haben. Auf die Frage, ob es dafür andere Qualitäten aufweist, die einen Kauf trotzdem lohnenswert erscheinen lassen, werden wir im Fazit genauer eingehen.
3DMark 2000
Wenn auch schon recht alt, stellt der 3D Mark 2000 aus dem Hause MadOnion.com auch weiterhin einen sehr aussagekräftigen Benchmark für Mainboards dar. Da die verwendeten Tests schon im Default-Run keine wirkliche Hürde für die GeForce3 Ti200 darstellen, können sich CPU, RAM und Chipsatz so richtig austoben. Es ist erneut damit zu rechnen, dass sich das GA-8IHXP dank PC1066 Rambus im vorderen Teil des Feldes platzieren wird.
3DMark 2000
Angaben in Punkten
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Im 3DMark 2000 kann sich das GA-8IHXP gegenüber den DDR-RAM-Mainboards wieder etwas Luft verschaffen, fügt sich aber erneut am Ende der PC1066-Konkurrenz ein. Über zweieinhalb Prozent nimmt das P4T533 dem GA-8IHXP ab und verteidigt seine Spitzenposition.
CPU Mark
Ein beliebter Bestandteil des 3DMark 2000 ist der CPU Mark. In dieser Disziplin muss der Prozessor ohne große Hilfe der Grafikkarte zwei Spielszenen berechnen. Lediglich die T&L-Einheit der Grafikkarte und die Performance von Mainboard und Speicher sind bedeutend.
CPU Mark
Angaben in Punkten
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Auch im CPU Mark, einem Teilbereich des 3DMark 2000 kommen keine neuen Erkenntnisse zu Tage. Auch hier schneidet das GA-8IHXP noch hinter Intels Referenzboard, dem D850EMV2, ab und ist somit erneut das langsamste PC1066-Board.
3DMark 2001 SE
Der 3DMark 2001 SE darf im Moment immer wieder in die Rolle des Paradebenchmarks schlüpfen, wenn PC-User ihre High-End PCs vergleichen wollen. Deshalb kommen auch wir nicht um diesen Benchmark herum und schickten auch das GA-8IHXP wieder einmal in die beiden Testläufe. Man sollte sich aber immer wieder die Berechnung des Ergebnisses (Readme) vor Augen führen und sich anhand dessen überlegen, wieviel beispielsweise 50 oder 100 Punkte Unterschied in der Realität wirklich wert sind! Weniger, als die meisten denken.
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
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Der große Bruder des 3DMark 2000, der 3DMark 2001 SE, bestätigt dieses Ergebnis auf ein neues und der Rückstand des GA-8IHXP vergrößert sich sogar noch einmal. Fast vier Prozent fehlen ihm im 3DMark 2001 SE auf die absolute Spitze. Das P4T533-C und D850EMV2 schneiden sogar mit PC800-Rambus im low-quality Durchlauf besser ab als das GA-8IHXP mit PC1066.
Unreal Tournament
Es steht zwar fast schon der Nachfolger des erfolgreichen Ego-Shooters von Epic in den Regalen der Händler, so dass Unreal Tournament auf den ersten Blick wegen seiner bereits etwas betagten Technik schon lange kein zeitgemäßer Benchmarkkandidat mehr zu sein scheint. Mit dem so genannten "UT Bench", einer Aufzeichnung eines Multiplayer-Matches gegen eine Reihe von Bots, wurde jedoch eine kaum zu übertreffende Hürde für CPU und somit auch Board und Speicher geschaffen, die ein sehr klares Bild der Mainboard-Performance liefert. Bisher dominierten hier die Rambus-Platinen das Geschehen und keine DDR-Plattform war in der Lage ihnen das Wasser zu reichen. Leichtes Spiel für das GA-8IHXP mit PC1066 Rambus?
Unreal Tournament - UTBench
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Natürlich verhilft der PC1066 Rambus-Speicher dem GA-8IHXP in Unreal Tournament wieder zu einem ansehnlichen Ergebnis. Allerdings ändert dies nichts an der Tatsache, dass das Board aus dem Hause Gigabyte erneut das langsamste PC1066-Mainboard unserer Testreihe darstellt.
Audio Winbench 99
Zu einem festen Bestandteil in unserem Testparcours ist mittlerweile der Audio Winbench 99 von ZDNet geworden. Zwar mag die Kennziffer '99' auf einen veralteten Benchmark hindeuten. Doch auch heute noch verrichtet das Programm seinen Dienst und gibt Aufschluss über die CPU-Auslastung bei der Soundwiedergabe. Das Resultat ist somit ein Garant für die Qualität des OnBoard-Codecs.
Audio Winbench 99
Angaben in Prozent
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Da das GA-8IHXP wie sein Pedant, das GA-8IEXP, auf den CT5880 Audio-Chip von Creative setzt, ist das Ergebnis zwar wenig erfreulich, aber nicht überraschend. Der AC97 Codec, der auf den anderen getesteten Mainboards zum Einsatz kommt, schneidet deutlich besser ab als Creatives Hardware-Soundchip.
Audio Analyzer
Auch der 'RightMark Audio Analyzer' kommt erneut zum Einsatz. Das Programm testet Sound-Chips auf ihre Qualität. Der Line-Out und Line-In der Soundkarte wird hierfür per Loop-Through-Kabel verbunden, so dass der 'Audio Analyzer' das ausgesendete und wieder aufgenommene Signal direkt mit einem Referenzwert vergleichen kann.
| Abit IT7 | EPoX EP-4BEAR | MSI 845E Max2-BLR | EPoX EP-4G4A+ | |
|---|---|---|---|---|
| Freq. response | + | + | + | + |
| Noise level | + | + | + | + |
| Dynamic range | + | + | + | + |
| THD | ++ | ++ | ++ | +++ |
| IMD+noise | + | + | + | + |
| Stereo crosstalk | +++ | +++ | +++ | +++ |
| Overall | ++ | ++ | ++ | ++ |
Leider konnten wir die Tabelle in diesem Test nicht aktualisieren. Wie schon beim GA-8IEXP war es uns auch beim GA-8IHXP nicht vergönnt, dem Audio Analyzer ein Ergebnis zu entlocken. Er konnte das vom Line-Out ausgesandte Signal am Line-In leider nicht wieder aufnehmen, so dass der Test fehlschlug. Dieses Problem mussten wir auch schon beim GA-8IEXP, das ebenfalls mit dem CT5880 von Creative ausgestattet ist, feststellen.
Fazit
Unsere Benchmarks lassen eigentlich nur ein Fazit zu: Das GA-8IHXP ist zwar ein sehr stabiles Board und auch der Lieferumfang ist sehr umfangreich, jedoch ist es dafür nicht das schnellste PC1066-Mainboard unserer Testreihe. In fast allen Tests findet es sich am Ende dieser Konkurrenz wieder und muss sich in Anwendungen, die nicht übermäßig von Rambus profitieren, mitunter sogar DDR-Platinen geschlagen geben. Dennoch wollen wir die Performance des GA-8IHXP keinesfalls schlechter reden, als sie wirklich ist. Sie ist immer noch völlig im grünen Bereich und auch vollkommen ausreichend, aber eben nicht absolute Spitze.
Dafür wartet das Board dank ICH4 und NEC USB2.0 Controller gleich mit 10 USB2.0 Ports auf, auch wenn hier, wie bereits eingangs erwähnt, der Sinn nicht ganz ergründlich ist und man vielleicht lieber einem zusätzlichen Firewire-Controller den Vorrang hätte geben sollen. Lobenswert ist dann aber wiederum, dass Gigabyte für die 10 USB-Ports auch gleich zwei Slotblenden mit je vier USB-Ports mitliefert, so dass man alle Ports nutzen kann, ohne noch weitere Module kaufen zu müssen. Der Onboard Sound wird konsequent ausgenutzt und so legt Gigabyte dem Käufer auch gleich ein S/PDIF-Modul mit in die Packung. Die hauseigenen Programme wie Face-Wizard, @Bios und Easy Tune 4 runden den Lieferumfang ab und stellen eine sinnvolle Ergänzung dar.
Neben Onboard Sound und LAN bietet das GA-8IHXP aber auch noch Onboard Raid. Gerade in letzter Zeit ist Onboard Raid immer beliebter geworden, da auch der 'Normale-Benutzer' immer öfter über ein Raid-Array nachdenkt und dies die Kaufentscheidung nicht unwesentlich beeinflussen kann. Mit der Ausstattung und dem Lieferumfang des GA-8IHXP wird so wohl jeder normale Käufer mehr als zufrieden sein, es sei denn er legt unbedingt auf Bluetooth oder Firewire wert.
Das GA-8IHXP erhält von uns zwar keinen 'Leistungs Hammer', angesichts der sehr guten Ausstattung, der hervorragenden Verarbeitung, des durchdachten Layouts und der exzellenten Stabilität verleihen wir ihm dafür aber unseren 'Hardware Hammer', der es in diesen Bereichen als sehr gutes Produkt kennzeichnen soll. Abstriche muss man sicherlich in den Breichen 'Overclocking' und 'Leistung' machen, jedoch legt nicht jeder Käufer auf diese beiden Teilaspekte den größten Wert, so dass wir diesen Kunden das GA-8IHXP durchweg empfehlen können.
Doch macht es nun Sinn den 82850E MCH mit dem ICH4 zu koppeln? Eigentlich schon, da der ICH4 über integrierte USB2.0 Unterstützung verfügt. Andererseits macht es aber auch wieder wenig Sinn, wenn man es so wie Gigabyte praktiziert und dem ICH4 trotzdem noch einen NEC USB2.0 Controller zur Seite stellt. Damit relativiert Gigabyte den eigentlichen Nutzen des ICH4 selbst wieder und hätte mit dem Verzicht auf sechs der zehn USB2.0 Ports auch den ICH2 verbauen können. Da das GA-8IHXP trotz ICH4 und NEC USB2.0 Controller aber nicht durch einen übertrieben hohen Preis auffällt, kann man den von Gigabyte eingeschlagenen Weg durchaus wieder gutheißen.
- Lieferumfang
- Onboard Raid
- ICH4
- OnBoard LAN
- OnBoard Sound
- 10x USB 2.0
- Dokumentation
- Stabilität
- 6 PCI Slots
- Dual Bios
- @Bios
- Easy Tune 4
- Face-Wizard
- kein Bluetooth/Firewire
- kein AGP/PCI-Fix
- aktiver Northbridge-Lüfter
- etwas schwache Performance
Für Fragen ist wie immer das Forum [3] zuständig.


