Vorwort
Dem i845E von Intel haben wir uns bereits zu dessen Präsentation gewidmet und das P4B533-E von Asus durfte als erster Vertreter mit Intels neuem DDR-Chipsatz zeigen, was in ihm steckt. Deshalb wollen wir uns bei diesem Review auch nicht auf den Chipsatz konzentrieren, sondern vielmehr die mit ihm bestückten Mainboards genauer unter die Lupe nehmen und in einem RoundUp gegeneinander antreten lassen. Dazu fanden sich dieses Mal vier Kontrahenten zusammen, die alle mit dem i845E bestückt sind. Es handelt sich dabei um das Abit IT7, EPoX EP-4BEAR, Gigabyte GA-8IEXP und last but not least das MSI 845E Max2-BLR.
All“ diese Mainboards mussten zeigen, wer das bessere Gesamtpaket bietet - der Vergleich zum bereits getesteten P4B533-E von Asus durfte aber natürlich auch nicht fehlen. Zudem werfen wir auch einen kleinen Blick über den Tellerrand und ziehen alle unsere bisherigen Pentium4-Mainboards mit in die Benchmarks ein, um eine möglichst große Vergleichbarkeit zwischen den Plattformen zu erreichen.
Die Chipsätze
| Features | i850E | i845E | i845G | i845D | |
|---|---|---|---|---|---|
| Unterstützte CPU-Sockel | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel 478 | |
| Northbridge Features | |||||
| Northbridge | Intel 82850E | Intel 82845E | Intel 82845G | Intel 82845D | |
| Multiprozessor Unterstützung | nein | nein | nein | nein | |
| Front-Side-Bus | |||||
| 400 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 533 MHz | Ja | Ja | Ja | Nein | |
| Speichertakt | |||||
| 100 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 133 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 166 MHz | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| max. Anzahl Dimm-Slots | 4 | 3 | 2 | 3 | |
| Speichersupport | |||||
| SDRAM | Nein | Nein | Ja | Ja | |
| DDR-SDRAM | Nein | Ja | Ja | Ja | |
| Rambus | Ja | Nein | Nein | Nein | |
| AGP-Support | |||||
| 1x | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| 2x | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 4x | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Southbridge Features | |||||
| Southbridge | Intel 82801 BA | Intel 82801 DB | Intel 82801 DB | Intel 82801 BA | |
| Festplattencontroller | |||||
| ATA 33/66 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 100 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 133 | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Anzahl PCI-Slots (max) | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| USB-Ports (max) | 4 | 6 | 6 | 4 | |
| USB 2.0 | Nein | Ja | Ja | Nein | |
| Sonstiges | |||||
| I/O-Link | Hub Interface (266MB/s) |
Hub Interface (266MB/s) |
Hub Interface (266MB/s) |
Hub Interface (266MB/s) |
|


Wie in unseren letzten Reviews geben wir euch hier anhand einer Tabelle einen Überblick über die verschiedenen Pentium4-Chipsätze aus dem Hause Intel. Auch wenn sich seit dem letzten Artikel nichts verändert hat, möchten wir den neu hinzugekommenen und nicht mit den anderen Artikeln vertrauten Lesern die Möglichkeit bieten, sich die Unterschiede der Chipsatz-Generationen, die teilweise sehr marginal sind und deshalb vermehrt Fragen aufwerfen, vor Augen zu führen.
Für diesen Test sind sie jedoch nur bei den Benchmarks und dem Vergleich zu anderen, bereits getesteten Plattformen von Bedeutung, da alle neu getesteten Mainboards, wie bereits erwähnt, über den i845E verfügen und somit mit gleichen Voraussetzungen ins Rennen gehen.
Das Abit IT7
Lieferumfang und Dokumentation
Wie immer starten wir auch in diesem Review zuerst mit einer Besprechung jedes einzelnen Boards und gehen dabei den mittlerweile schon bekannten Weg. Deshalb listen wir euch auch hier zunächst einmal auf, was man in der Verpackung des Abit IT7 so alles findet:
- IT7
- IT7 Treiber/Tools CD
- ATX Slotblende
- Zusätzliches USB-Modul (2x USB)
- HPT 374 Treiber Diskette (Raid)
- Drei Ultra ATA/133/100/66/33 IDE-Kabel
- Ein Floppy-Kabel
- Drei Kabelbinder und Kabelhalterungen
- Englisches Handbuch (User“s Manual)




Das Handbuch des IT7 macht einen sehr guten Eindruck, auch wenn es komplett auf Englisch ist. Besonders hervorzuheben ist hierbei sicherlich das 3. Kapitel „Bios Setup“. Es beschränkt sich nicht nur auf eine obligatorische Auflistung der verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten, sondern gibt bei fast allen Optionen auch eine etwas genauere Beschreibung und Tipps für die beste Wahl. Außerdem behandelt es noch die Installation des Raid-Controllers und aller beim IT7 wichtigen Treiber, sowie die Bedeutung der auf dem POST Code Display ausgegebenen Zahlencodes.
Features
IT7
- Formfaktor
- Socket 478 ATX (30.5cm x 24.4cm)
- Prozessor
- Unterstützt Pentium4 (Sockel478)
- Automatische CPU Erkennung
- 400MHz und 533MHz Quad Pumped Bus
- Chipsatz
- Intel 845E Chipsatz (passiv gekühlt)
- ICH4 Southbridge
- RAM
- 3x 184 Pin DIMMS (DDR RAM)
- Unterstützt PC1600/2100 DDR RAM
- Maximale Speichergröße: 2GB
- Erweiterung-Slots
- 1x AGP 4x Slot
- 4x 32 Bit PCI Slots
- 5x Lüfteranschlüsse (monitorfähig)
- 2 IDE Ports (UDMA 33/66/100)
- 1 Floppy Port
- Externe Anschlüsse
- 10 USB 2.0 Ports (6x intern, 4x per Slotblende)
- 3 Firewire Ports (2x intern, 1x per Slotblende)
- 1x Microphone In
- 1x Line In
- 1x Front Left/Right Out
- 1x Rear Left/Right Out
- 1x Center/Subwoofer Out
- 1x optischer S/PDIF Digitalausgang
- 1x Onboard LAN (RJ45)
- Bios
- 4MBit Award Bios
- Multiplikator manipulierbar im Bios (nur wenn CPU unlocked ist)
- Front Side Bus in 1MHz Schritten manipulierbar im Bios (100-250MHz)
- CPU Spannung regulierbar im Bios (1,10-1,70V)
- VDimm Spannung regulierbar im Bios (2,5V - 3,2V)
- AGP/PCI Frequenz fixierbar (66,66/33,33 + FSB/3 + FSB/4 + 88/44 + 74/37)
- Interrupt Mode APIC (bis zu 24 IRQs)
- Besonderheiten
- Onboard HighPoint HPT374 IDE ATA/133 Raid Controller (4 zusätzliche IDE-Ports)
- 6-Kanal AC97 (Realtek) Sound
- Onboard LAN
- Onboard Firewire (1394) Chip
- Power On und Reset Button Onboard
- POST Code Display
- Thermal Header
- Keine seriellen oder parallelen Anschlüsse
- Sonstige Funktionen
- Keyboard Power-On, Suspend To RAM
- Wake-On-LAN, Wake-On-Modem, Wake on USB-Device
Ausstattung
Mit dem IT7 holt man sich ganz sicher kein gewöhnliches Board ins Haus. Am auffälligsten ist dabei natürlich die Tatsache, dass Abit beim IT7 kurzerhand sämtliche seriellen und parallelen Anschlüsse abgeschafft und gegen zusätzliche schnellere USB2.0 und Firewire Ports ersetzt hat. Dies setzt natürlich auch voraus, dass der Käufer über die passende Peripherie verfügt. Mit einer alten PS/2 Tastatur/Maus oder einem Drucker, der noch keinen USB-Anschluss besitzt, kommt man hier nicht weit. Doch dafür bekommt man USB2.0 und Firewire in Hülle und Fülle. Sechs USB2.0 Ports sind bereits intern verdrahtet. Vier dieser Ports werden dabei vom ICH4 gesteuert, die anderen beiden über den VIA VT6202 USB2.0 Controller. Zusätzlich können noch zwei weitere Slotblenden mit jeweils zwei USB2.0 Ports auf dem Board angeschlossen werden, wobei eine derartige Slotblende gleich mitgeliefert wird. Bei den beiden auf dem Board befindlichen USB2.0-Erweiterungsanschlüssen hat man erneut die Wahl, diese über den ICH4 oder VIAs USB2.0 Controller betreiben zu lassen. Somit erhält man insgesamt sechsmal USB2.0 über den ICH4 von Intel und viermal USB2.0 über VIAs VT6202.




Das zweite wohl offensichtlichste Feature ist der HighPoint HPT374 Raid-Controller. Abit hat auf dem IT7 praktisch Dual-Raid platziert und man bekommt über den HighPoint Raid-Controller gleich vier zusätzliche IDE-Ports, die entweder im Raid 0, 1 oder 0+1 Modus oder aber als ganz normale ATA133 IDE-Ports betrieben werden können. Genau hier liegt auch der große Vorteil des HighPoint Controllers im Vergleich zu seinem Promise Pendant. Promise verfügt leider nicht über die Möglichkeit, Festplatten auch ohne ein aufgebautes Raid 0 oder 1 Array einzeln an den Raid-Controller anzuschließen. Der HighPoint ermöglicht es aber ohne Probleme ganze acht zusätzliche Festplatten anzuschließen (4x Master, 4x Slave).



Das Layout des IT7 ist sehr gut durchdacht und alle Anschlüsse liegen am Rand der Platine. Auf einen 2x2 12V P4-Stecker kann beim IT7 aber keinesfalls verzichtet werde. Eine Technik, wie man sie etwa von Asus mit dem EZ Plug kennt, bietet Abit somit nicht.



Mit gerade einmal vier PCI-Slots fällt die Bestückung hier zwar nicht gerade reichhaltig aus, aber jeder Käufer wird selbst entscheiden müssen, wie viele PCI-Slots er in seinem System noch benötigt, oder ob er mehr Wert auf die anderen Anschlüsse legt, die das IT7 im Überfluss mit sich bringt.



Lobenswert ist natürlich, dass Abit durch den Wegfall der alten Anschlüsse Platz für alle 5.1 Sound-Anschlüsse gemacht hat und diese auch konsequent direkt auf dem Board verbaut. Zusätzliche Slotblenden, die etwa den S/PDIF-Ausgang nach außen führen, gehören hier der Vergangenheit an.
Onboard LAN darf in Forum des Realtek 8100B Controllers natürlich auch nicht fehlen.



Vielleicht noch kurz erwähnenswert sind die praktischen Jumper, die Abit dem IT7 spendiert hat. Dank einer simplen Verlängerung hat das Gefummel zwischen den Pins ein Ende und man kann die Jumper bequem umstecken.
Stabilität
An der Stabilität des IT7 gab es keinen einzigen Kritikpunkt und es überstand sämtliche Tests ohne Stabilitätsprobleme. Jedoch hätte uns dies auch überrascht, da wir von keinem unserer zuletzt getesteten Mainboards etwas anderes gewohnt sind.
Overclocking
Das Overclocking geht beim IT7 komplett im Bios von Statten. Die VCore kann dabei „nur“ zwischen 1,1 und 1,7V in 0,025V Intervallen verstellt werden. Dafür darf bei der DIMM-Spannung aus den Vollen geschöpft werden und zwischen 2,5 und 3,2V in 0,1V Schritten beliebig gewählt werden.
Beim interessantesten Teil, nämlich der CPU, kann man zwei Wege gehen. Entweder wählt man aus einem vordefinierten Bereich, der sich von 800MHz/100MHz-FSB bis hin zu 3200MHz/133MHz-FSB erstreckt, oder aber man wählt „User Define“ und bestimmt daraufhin den FSB, PCI- und RAM-Takt selbst.
Wir können hier nur empfehlen „User Define“ zu wählen, da das IT7 unseren Pentium4 2,4/533 bei der automatischen Erkennung leider nur mit einem FSB von 100MHz betrieb und somit den DDR-RAM auch nur auf 200MHz laufen ließ.
Wählt man aber „User Define“, kann man sich natürlich auch am Übertakten versuchen. Der FSB darf dabei zwischen 100 und 250MHz in 1MHz Intervallen frei gewählt werden, der Multiplikator (bei entsprechender CPU) von 8 - 24x und das DDR-RAM-Verhältnis zum FSB zwischen 4:3, 1:1 und „by SPD“. Löblich ist die Möglichkeit den PCI/AGP-Takt im Bios zu fixieren. Aus fünf verschiedenen Auswahlmöglichkeiten darf man dabei das passende für sich raussuchen. Man kann entweder den Teiler des FSB auf 3 oder 4 stellen, oder aber man wählt den PCI-Takt fest mit 44, 37 oder 33MHz aus.
Der RAM kann natürlich auch beliebig in seinen Timings eingestellt werden. In unserem Test lief er problemlos auf 2-2-2-5.
FSB-Überprüfung:
Auch beim IT7 von Abit durfte natürlich die obligatorische Front-Side-Bus-Überprüfung nicht fehlen, um festzustellen, ob sich der ein oder andere Hersteller durch einen leicht erhöhten Takt von der Konkurrenz absetzen möchte.
Der FSB des IT7 lag bei 133,5MHz, was einen Quad-Pumped-Bus von 533,98MHz ergibt und in Verbindung mit unserem Pentium4 2,4 bei einem Multiplikator von 18 insgesamt 2004,92MHz liefert. Somit kann man mit der Taktung des FSB voll und ganz zufrieden sein.
Das Epox EP-4BEAR
Lieferumfang und Dokumentation
Wie schon beim IT7 folgt hier nun auch eine einfache Auflistung des Lieferumfanges des EP-4BEAR. Folgende Komponenten findet der geneigte Käufer, wenn er die Verpackung des EP-4BEAR öffnet:
- EP-4BEAR
- EP-4BEAR Treiber/Tools CD
- PowerQuest Drive Image 4.0 und Partition Magic SE 6.0 CD
- ATX Slotblende
- Zusätzliches USB-Modul (2x USB)
- Zusätzliches Game-Port-Modul
- Zwei Ultra ATA66/33 IDE-Kabel (ein ATA133)
- Ein Floppy-Kabel
- Englisches Handbuch (User“s Manual)



Auch das Handbuch aus dem Hause Epox kann überzeugen, auch wenn es erneut komplett in Englisch ist. Das Kapitel über das Bios fällt ähnlich umfangreich wie beim IT7 von Abit aus, jedoch beschränkt sich Epox oftmals auf die Auflistung der verschiedenen Optionen, die zur Auswahl stehen. In den Appendix wird auf einige mitgelieferte Tools eingegangen und die Erklärung der POST-Codes, die die Epox-typische POST-Debug LED ausgibt, nimmt mehrere Seiten ein. Sämtliche für die Inbetriebnahme wichtigen Jumper und Anschlüsse werden zwar kurz und knapp, aber sehr übersichtlich und verständlich, abgehandelt.
Features
EP-4BEAR
- Formfaktor
- Socket 478 ATX (30.5cm x 24.5cm)
- Prozessor
- Unterstützt Pentium4 (Sockel478)
- Automatische CPU Erkennung
- 400MHz und 533MHz Quad Pumped Bus
- Chipsatz
- Intel 845E Chipsatz (passiv gekühlt)
- ICH4 Southbridge
- RAM
- 3x 184 Pin DIMMS (DDR RAM)
- Unterstützt PC1600/2100 DDR RAM
- Maximale Speichergröße: 2GB
- Erweiterung-Slots
- 1x AGP 4x Slot
- 6x 32 Bit PCI Slots
- 3x Lüfteranschlüsse (monitorfähig)
- 2 IDE Ports (UDMA 33/66/100)
- 1 Floppy Port
- Externe Anschlüsse
- 1x Parallel Port
- 2x Serielle Ports
- 6 USB 2.0 Ports (4x intern, 2x per Slotblende)
- 1x Game-Port (per Slotblende)
- 1x Microphone In
- 1x Line In
- 1x Line Out
- Bios
- 4MBit Award Bios
- Multiplikator manipulierbar im Bios (nur wenn CPU unlocked ist)
- Front Side Bus in 1MHz Schritten manipulierbar im Bios (90-200MHz)
- CPU Spannung regulierbar im Bios (1,40-1,85V)
- VDimm Spannung regulierbar onboard (2,5V - 2,9V)
- AGP/PCI Frequenz fixierbar (66,66/33,33 + FSB/4 + Auto)
- Interrupt Mode APIC (bis zu 24 IRQs)
- Besonderheiten
- Onboard HighPoint HPT372 IDE ATA/133 Raid Controller
- 6-Kanal AC97 (Realtek) Sound
- POST Debug LED
- kein 2x2 12V Stecker notwendig
- Sonstige Funktionen
- Keyboard Power-On, Suspend To RAM
- Wake-On-LAN, Wake-On-Modem, Wake on USB-Device
Ausstattung
Bei der Ausstattung lässt es Epox etwas ruhiger zugehen. Wer eine Fülle an Features auf seinem Board sein Eigen nennen möchte, liegt hier wohl falsch. So muss man sowohl auf OnBoard LAN, Firewire und Bluetooth verzichten. Epox beschränkt sich auf die im ICH4 integrierten USB2.0 Ports und liefert ansonsten keine neuen Anschlüsse.
Für den 6-Kanal Sound sorgt, wie auch schon auf dem IT7, der AC97 Codec des Realtek ALC650. Einen S/PDIF-Ein- oder Ausgang sucht man jedoch vergebens. Auf dem EP-4BEAR ist zwar ein entsprechender S/PDIF-In/Out Anschluss vorhanden, eine Slotblende liefert Epox jedoch nicht mit.



Eine Besonderheit, die wohl vor allem Besitzer älterer Netzteile freuen wird, ist die Tatsache, dass Epox sich nicht an die Intel-Spezifikationen hält und somit auf den 2x2 poligen 12V-Stecker verzichtet, der für eine konstante Spannungsversorgung der CPU sorgen soll.
Ganz auf Extras muss man aber dennoch nicht verzichten. So setzt Epox den HighPoint HPT372 Raid-Controller ein. Auch wenn es sich nur um einen einfachen Raid-Controller handelt und nicht um die High-End-Variante, wie sie das IT7 bietet, so bietet auch dieser HighPoint Controller den Vorteil, dass man IDE-Festplatten ohne ein aufgebautes Raid-Array betreiben kann.



Das Layout des EP-4BEAR ist durchdacht und alle wichtigen Anschlüsse liegen am Rand der Platine. Einzige Ausnahme stellt der Power-Connector dar, der eine etwas untypische Position besitzt. Ob dies durch den Wegfall des 12V-Steckers zu begründen ist, kann von uns nur vermutet werden.



Zwei Kritikpunkte müssen wir dem EP-4BEAR dennoch ankreiden. Zumindest bei unserem Testmodell war der passive Northbridge-Kühler mir locker und ohne Wärmeleitpad mit dieser verbunden. Allerdings reichte die Kühlung während unserer Tests völlig aus.



Wichtig!: Ein Kritikpunkt bezieht sich auf das Bios vom 28.6.02. Lässt man hier das Bios den RAM-Takt selbst wählen, oder stellt ihn manuell auf 266MHz, wird der DDR-RAM in beiden Fällen nur mit 200MHz angesprochen, was natürlich erhebliche Leistungseinbußen verursacht. Aushilfe verschafft aber das eigentlich neu angepriesene Feature dieses Bios. So sollte es einen DDR-RAM-Takt von 354MHz unterstützen. Wählt man diese Option manuell im Bios aus, wird der RAM plötzlich mit den normalen 266MHz angesprochen. Somit ist die neue Funktion zwar erst einmal hinfällig, aber man kann den Fehler des Bios zumindest selbst wieder ausmerzen. Nach Rücksprache mit Epox versicherte man uns, dass man sich diesem Problem annehmen werde. Mittlerweile steht das Bios vom 28.6.02 nicht mehr zum Download bereit. Kurz nach unserer Anfrage erhielten wir von Epox ein Beta-Bios, das diesen Fehler nicht mehr enthielt. Der DDR-RAM wurde korrekt mit 266MHz betrieben und erzielte auch die dafür charakteristische Leistung. Vielleicht bietet diese Version dann in der finalen Version sogar tatsächlich 354MHz für den DDR-RAM, was natürlich einiges an Leistung freisetzen könnte, wenn man über geeigneten DDR-RAM verfügt.
Mit einem Release einer neuen Bios-Version darf demnach jeden Tag gerechnet werden, da Epox das Problem erkannt und in dem uns vorliegenden Beta-Bios auch behoben hat.
Stabilität
Die Stabilität des EP-4BEAR konnte trotz des lockeren Northbridge-Kühlers überzeugen. Instabilität hatten wir in unserem Test somit nicht zu beklagen.
Overclocking
Lediglich die DIMM-Spannung muss man beim EP-4BEAR per Jumper auf dem Board einstellen. Dabei kann man in 0,1V Schritten von 2,5 bis 2,9 Volt wählen.
Die VCore kann im Bios um maximal 0,35V auf 1,85V erhöht und um 0,1V auf 1,4V gesenkt werden. Dazwischen steht jeder Wert in einem Abstand von 0,025V zur Verfügung. Der FSB kann in 1MHz Schritten von 90 bis 200MHz eingestellt werden und der RAM, wie bereits erwähnt, entweder mit der Option „Auto“, „DDR266“ oder „DDR354“ betrieben werden.
Bei der Fixierung des PCI/AGP-Taktes stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl: Auto, FSB/4 und 33/66MHz. Somit steht zumindest hier einem erfolgreichen Übertakten nichts mehr im Wege.
Bei den DDR-RAM-Timings darf man auch bei Epox selbst Hand anlegen. Wie schon beim IT7 machten auch hier Timings von 2-2-2-5 keinerlei Probleme.
FSB-Überprüfung:
Beim Front-Side-Bus lässt es Epox etwas ungenauer zugehen und beschert einen FSB von 134,00MHz. Dies ergibt einen QDR-Bus von 535,98MHz und bei unserem Pentium4 2,4/533 somit insgesamt 2411,92MHz. Epox steigt damit zwar noch nicht in die Regionen vor, die wir mitunter schon von Asus kennen, dass es genauer ginge, wenn man wollte, dürfte aber klar sein.
Das Gigabyte GA-8IEXP
Lieferumfang und Dokumentation
Und auch beim GA-8IEXP von Gigabyte verfahren wir nach dem alt bekannten Prinzip und geben euch zunächst wieder einen Überblick über den Verpackungsinhalt:
- GA-8IEXP
- GA-8IEXP Treiber/Tools CD Ver. 2.02
- ATX Slotblende
- Zusätzliches USB-Modul (4x USB)
- Zusätzliches Firewire-Modul (3x Firewire)
- S/PDIF-Out Modul (optisch und analog)
- Drei Ultra ATA133/100/66/33 IDE-Kabel
- Ein Floppy-Kabel
- Englisches Handbuch (User“s Manual)
- Promise Raid Handbuch (User“s Manual)
- Motherboard Settings Sticker
- Quick PC Installation Guide




Das wieder einmal komplett Englische Handbuch vom GA-8IEXP kann mit denen aus dem Hause Epox, Abit oder auch Asus leider nicht ganz mithalten. Überzeugt zwar noch das zweite Kapitel, das Aufschlüss über die Anschlüsse, Jumper und Installation gibt, so ist das dritte Kapitel über das Bios aber mehr als nur knapp gehalten und gibt praktisch gar keinen Anhaltspunkt über die verschiedenen Optionen, die in den Untermenüs zur Auswahl stehen. Im vierten Kapitel wird noch kurz auf die Treiber Installation und das hauseigene Flash-Tool informiert, mehr Informationen liefert das Handbuch dann aber auch schon nicht mehr.
Für all diejenigen, die sich bisher nicht mit dem Aufbau eines Raid-Arrays befasst haben, legt Gigabyte aber noch ein weiteres Handbuch bei, das sich ausschließlich mit diesem Thema befasst. Zwar komplett in Englisch aber dennoch informativ sollte es so auch jedem unerfahrenen Benutzer möglich sein, ein Raid-Array einzurichten.
Neben diesen beiden Handbüchern liegt dem GA-8IEXP noch ein „Motherboard Settings Sticker“ bei, wie wir ihn bereits aus dem Hause Asus kennen. Er soll in das Gehäuse geklebt werden und so immer ohne einen Blick in das Handbuch verraten, wo sich welcher Anschluss und Jumper befindet.
Der Quick Installation Guide erklärt, welche Schritte man nach einem Board-Kauf nacheinander abarbeiten sollte und wie man das Mainboard und die dazu gehörenden Komponenten überhaupt anschließen muss.


Alles in allem kann die Dokumentation des GA-8IEXP somit knapp überzeugen, auch wenn das Handbuch zuerst nicht diesen Eindruck vermittelte. Einziger Kritikpunkt bleibt die schlechte Dokumentation des Bios.
Features
GA-8IEXP
- Formfaktor
- Socket 478 ATX (30.6cm x 24.4cm)
- Prozessor
- Unterstützt Pentium4 (Sockel478)
- Automatische CPU Erkennung
- 400MHz und 533MHz Quad Pumped Bus
- Chipsatz
- Intel 845E Chipsatz (aktiv gekühlt)
- ICH4 Southbridge
- RAM
- 3x 184 Pin DIMMS (DDR RAM)
- Unterstützt PC1600/2100 DDR RAM
- Maximale Speichergröße: 2GB
- Erweiterung-Slots
- 1x AGP 4x Slot
- 6x 32 Bit PCI Slots
- 3x Lüfteranschlüsse (monitorfähig)
- 1x CNR Slot
- 2 IDE Ports (UDMA 33/66/100)
- 1 Floppy Port
- Externe Anschlüsse
- 1x Parallel Port
- 2x Serielle Ports
- 6 USB 2.0 Ports (2x intern, 4x per Slotblende)
- 3x Firewire (über Slotblende)
- 1x Game-Port
- 1x Microphone In
- 1x Line In
- 1x Line Out
- 1x S/PDIF-Out analog/optisch (per Slotblende)
- 1x RJ45
- Bios
- Dual AMI Bios
- Multiplikator manipulierbar im Bios (nur wenn CPU unlocked ist)
- Front Side Bus in 1MHz Schritten manipulierbar im Bios (100-350MHz)
- CPU Spannung regulierbar im Bios (1,50-1,725V)
- VDimm Spannung regulierbar im Bios (2,6V - 2,9V)
- AGP/PCI Frequenz fixierbar (66,66/33,33 - 50/100MHz)
- Interrupt Mode APIC (bis zu 24 IRQs)
- Besonderheiten
- Onboard Promise PDC20276 IDE ATA/133 Raid Controller
- 6-Kanal Creative CT5880 Soundchip (Sigmatel 9708T Codec)
- OnBoard LAN
- OnBoard VIA VT6306 Firewire-Controller
- Dual Bios
- Easy Tune 4
- Q-Flash
- Sonstige Funktionen
- Keyboard Power-On, Suspend To RAM
- Wake-On-LAN, Wake-On-Modem, Wake on USB-Device
Ausstattung
Bei der Ausstattung liefert Gigabyte mit dem GA-8IEXP so ziemlich alles, was das Herz begehrt - Einzig auf Bluetooth muss man verzichten. Ansonsten bekommt man USB2.0, Firewire, Raid, Onboard LAN und 6-Kanal Sound.
Für den 6-Kanal Sound ist ein Creative CT5880 Chip verantwortlich, der vermeintlich weniger CPU belastend sein sollte, als der AC97 Codec der letzten beiden Konkurrenten. Dazu jedoch im Verlauf der Benchmarks mehr. Auf einen S/PDIF-Ausgang muss man beim GA-8IEXP auch nicht verzichten. Das beigelegte Modul liefert sowohl einen analogen als auch optischen Ausgang.



Für OnBoard Raid sorgt beim GA-8IEXP aber leider kein HighPoint-Controller, sondern sein Promise Pendant. Mit ihm ist es nicht möglich, die zwei IDE-Raid-Ports auch für den normalen IDE-Festplatten-Betrieb zu nutzen, sondern man ist gezwungen ein Raid-Array einzurichten, wenn man die beiden Ports benutzen möchte. Die HighPoint Controller bieten hier indirekt ATA133, das Intel bisher nicht unterstützt.



Für Firewire sorgt ein auf dem Board verlöteter VIA VT6306 Controller und dank mitgelieferter Slotblende kann dieser auch gleich in Betrieb genommen werden.
Das Layout des GA-8IEXP ist wirklich sehr gut gelungen. Nicht nur, dass alle Anschlüsse konsequent am Rand der Platine liegen, sondern auch die Einfassung der zwei USB2.0- und drei Firewire-Anschlüsse auf der Platine sind eine erfreuliche Abwechslung, die dazu auch noch optisch aufgewertet wurden.



Das Dual Bios schützt zudem davor, dass man das Bios beim Flashen „zerlegt“. Tritt im „Main Bios“ ein Fehler auf, kann das „Backup Bios“ jederzeit als vollwertiger Ersatz herhalten. Als erster uns bekannter Hersteller liefert Gigabyte auch endlich ein wirkliches Multi-Language Bios aus. Deutsch ist diesem Bios keine Fremdsprache mehr, auch wenn ein deutsches Bios einem erfahrenen Benutzer teilweise eher verwirrend wirkt, als hilfreich. Das Flashen des Bios ist dank @Bios bequem unter Windows möglich und so können sich auch unerfahrene und ängstliche Benutzer durchaus einmal daran versuchen, die sonst durch die alte DOS-Oberfläche abgeschreckt werden.



Fraglich ist für uns der Sinn des aktiven Kühlers auf der Northbridge. Notwendig ist er in keinem Fall, verleit dem GA-8IEXP Dank seiner güldenen Färbung aber eine nicht zu verachtende optische Aufwertung. Vielleicht mag er in sehr warmen Gehäusen beim Overclocking das ein oder andere MHz mehr bringen, wirklich begründet ist er allerdings nicht. Erfreulich ist jedoch, dass er kaum hörbar ist. Leider muss man aus Erfahrung sagen, dass sich dieser Zustand bei derart kleinen Ventilatoren recht schnell ändert.



Stabilität
Auch beim GA-8IEXP von Gigabyte gab es keine böse Überraschung in Sachen Stabilität. Auch hier haben wir keinen Grund zum Klagen; das Board überstand unsere Tests tadellos.
Overclocking
Beim Overclocking kann das GA-8IEXP wirklich voll und ganz überzeugen. Welche Option man auch sucht, das Bios des GA-8IEXP lässt fast keine Wünsche offen.
Die DIMM-Spannung kann in 0,1V Intervallen um maximal 0,3V auf 2,9 Volt angehoben werden. Lediglich der VCore lässt sich nur bis auf maximal 1,725V hochschrauben. Wie üblich in 0,025V Schritten.
Großzügiger geht es wieder beim Front-Side-Bus zu. Zwischen 100 und 355MHz darf jeder Wert im 1MHz Intervall beliebig gesetzt werden. So hoch wird man den FSB stabil zwar nicht takten können, aber die Möglichkeit hätte man zumindest.
Auch auf den wichtigen PCI/AGP-Fix muss beim GA-8IEXP natürlich nicht verzichtet werden. Zwischen 33,33/66,66MHz und 50/100MHz darf man jede nur erdenkliche Taktmöglichkeit selbst wählen. Somit legen auch beim Gigabyte Board die AGP-Grafikkarte oder andere PCI-Komponenten dem erfolgreichen Übertakten keine Steine mehr in den Weg.
Dass man auch beim GA-8IEXP die DDR-RAM-Timings selbst einstellen darf, muss wohl eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden. Wie schon bei den anderen beiden Boards lief auch auf dem GA-8IEXP unser RAM ohne Beanstandungen auf den scharfen 2-2-2-5 Timings. Für alle, die sich nicht gerne mit Handbüchern beschäftigen, noch ein kleiner Tipp am Rande: Beim ersten Vorbeischauen im Bios wird man wahrscheinlich das Menü „Advanced Chipset Features“ vermissen und kann so die RAM-Timings nicht selbst verändern. Ein kurzer Druck von „STRG+F1“ schaltet dieses Menü jedoch frei.
Sehr hilfreich beim Übertakten ist das mitgelieferte „Easy Tune 4“ Programm von Gigabyte. Mit diesem kleinen Programm kann man alle Änderungen auch in Windows und ohne Neustart übernehmen.
FSB-Überprüfung:
Beim Front-Side-Bus lässt es Gigabyte auch etwas ungenauer zugehen und taktet den FSB mit 133,98MHz. Dank QDR-Bus ergeben sich so 535,91MHz und bei unserem Pentium4 2,4/533 insgesamt 2411,59MHz. Auch Gigabyte steigt somit in das muntere FSB-Übertakten ein und versucht wohl ebenfalls, sich so den ein oder andere Prozentbruchteil von der Konkurrenz abzuheben. Ob es erfolgreich ist, werden wir später in unseren Benchmarks klären.
Das MSI 845E Max2-BLR
Lieferumfang und Dokumentation
Gleiches Spiel auch beim 845E Max2-BLR von MSI. Zuerst widmen wir uns wieder einmal dem Inhalt der Packung und der Qualität der Dokumentation:
- 845E Max2-BLR
- 845E Max2-BLR Treiber/Tools CD (fehlte bei unserer Version)
- Zwei zusätzliches USB-Module (3-4x USB)
- S/PDIF-Out (optisch und analog), Center/Subwoofer und Rear-Out Modul
- Bluetooth PC2PC Transceiving Modul
- Zwei Ultra ATA133/100/66/33 IDE-Kabel
- Ein Floppy-Kabel
- Englisches Handbuch (Quick User“s Guide)
- Promise Raid Handbuch (Quick User“s Guide)
- Raid-Treiber Diskette
- Quick Installation Guide




Das Handbuch des 845E Max2-BLR gehört ohne Zweifel zu dem besten, was wir bisher in unseren Händen halten durften. Zwar ist es wie alle anderen auch komplett in Englisch, bietet aber wirklich alles, was das Herz begehrt. MSI lässt keine Frage offen und geht sogar noch ausführlich auf die hauseigenen Tools und die Verwendung von 6-Kanal Audio ein. Über die Treiber Installation bis hin zur richtigen Konfiguration ist alles verständlich und bebildert erläutert.


Die „MSI Special Features“, wie die System-Tools im Handbuch betitelt werden, werden zwar nicht in jeder Einzelheit und Funktionsweise genau erklärt, man erhält aber einen guten Überblick, wofür Fuzzy Logic 4, PC Alert III, Live Bios/Live Driver und der Live Monitor zuständig sind und was überhaupt ihre Aufgabe ist.
Lobenswert ist auch bei MSI die Dokumentation des Bios. Auch MSI hat erkannt, dass man mehr als eine bloße Auflistung der verschiedenen Optionen bereitstellen kann und so vor allem weniger versierten Benutzern den Umgang mit dem Bios deutlich erleichtert.
Der Quick Installation Guide, der allgemein auf den Zusammenbau eines PCs eingeht, und das Promise Raid Handbuch runden die ohnehin schon sehr gute Dokumentation ab, so dass wir MSI bei der Dokumentation unser uneingeschränktes Lob aussprechen können.
Features
845E Max2-BLR
- Formfaktor
- Socket 478 ATX (30.5cm x 24.5cm)
- Prozessor
- Unterstützt Pentium4 (Sockel478)
- Automatische CPU Erkennung
- 400MHz und 533MHz Quad Pumped Bus
- Chipsatz
- Intel 845E Chipsatz (aktiv gekühlt)
- ICH4 Southbridge
- RAM
- 3x 184 Pin DIMMS (DDR RAM)
- Unterstützt PC1600/2100 DDR RAM
- Maximale Speichergröße: 2GB
- Erweiterung-Slots
- 1x AGP 4x Slot
- 6x 32 Bit PCI Slots
- 3x Lüfteranschlüsse (monitorfähig)
- 1x CNR Slot
- 2 IDE Ports (UDMA 33/66/100)
- 1 Floppy Port
- Externe Anschlüsse
- 1x Parallel Port
- 2x Serielle Ports
- 6 USB 2.0 Ports (2x intern, 4x per Slotblende)
- 1x Game-Port
- 1x Microphone In
- 1x Line In
- 1x Line Out
- 1x S/PDIF-Out analog/optisch (per Slotblende)
- Rear-Out und Center/Subwoofer-Out (per Slotblende)
- 1x RJ45
- Bios
- AMI Bios
- Multiplikator manipulierbar im Bios (nur wenn CPU unlocked ist)
- Front Side Bus in 1MHz Schritten manipulierbar im Bios (133-233MHz)
- CPU Spannung regulierbar im Bios (1,50-1,80V)
- VDimm Spannung regulierbar im Bios (2,6V - 2,8V)
- Interrupt Mode APIC (bis zu 24 IRQs)
- Besonderheiten
- Onboard Promise PDC20276 IDE ATA/133 Raid Controller
- 6-Kanal-Sound AC97 (Realtek)
- OnBoard LAN
- Bluetooth-Modul
- Fuzzy Logic 4
- PC Alert III
- Live Bios/Live Driver
- Live Monitor
- Sonstige Funktionen
- Keyboard Power-On, Suspend To RAM
- Wake-On-LAN, Wake-On-Modem, Wake on USB-Device
Ausstattung
Musste man bei dem GA-8IEXP noch auf Bluetooth verzichten, so liefert das 845E Max2-BLR genau dieses. Doch jede Medaille hat zwei Seiten und so muss man bei dem 845E Max2-BLR von MSI dafür auf Firewire verzichten. Jeder potentielle Käufer wird aber ohnehin abwägen müssen, aus welches Feature er verzichten kann, da bisher kein Hersteller alle Komponenten auf nur einem Board vereint.



Das Layout des 845E Max2-BLR weiß zu überzeugen, da auch MSI alle wichtigen Anschlüsse an den Rand der Platine verlegt hat und so die Kabelführung und den Anschluss vereinfacht. Eine so ordentliche Anordnung der IDE-, Floppy-Ports und des Power Connectors sieht man nicht häufig.



Die zusätzlichen Slotblenden gefallen uns ebenfalls sehr gut, da sich MSI beim S/PDIF-Out Modul z.B. nicht nur auf eben diesen Ausgang beschränkt, sondern gleichzeitig noch den Rear-Out und Center/Subwoofer-Out mit über dieses Modul nach außen führt. Zum Thema Sound lässt sich auch noch sagen, dass das MSI-Board hierbei ebenfalls auf den AC97 Codec mittels Realteks ALC650 setzt.



Das 845E Max2-BLR setzt ebenso wie das GA-8IEXP auf einen Raid Controller aus dem Hause Promise, den PDC20276. Somit kann man auch beim 845E Max2-BLR keine Festplatten über den Raid-Controller betreiben, ohne das diese ein Raid-Array bilden. ATA133 bleibt ihm somit genau wie dem GA-8IEXP schon in der Theorie verwehrt.



Mit Fuzzy Logic 4, PC Alert III, Live Bios/Live Driver und Live Monitor lässt es sich MSI aber nicht entgehen, dem geneigten Käufer gleich einige Programme zur Hand zu geben, die den Betrieb vereinfachen sollen. Fuzzy Logic 4 funktioniert dabei im Prinzip wie Easy Tune 4 von Gigabyte. Es ermöglicht ebenfalls die einfache Übertaktung und Veränderung der Spannungen unter Windows. PC Alert III überwacht zudem die Temperaturen, Lüfterdrehzahlen und Spannungsschwankungen. Live Bios/Live Driver und Live Monitor sollen dabei behilflich sein, automatisch immer die neuesten Treiber für das 845E Max2-BLR von der MSI Homepage zu erhalten. Eine bestehende Internetverbindung ist hierfür natürlich Voraussetzung.



Auch beim 845E Max2-BLR fanden wir auf der Northbridge einen aktiven Kühler vor, der Sage und Schreibe mit über 5000 Umdrehungen in der Minute arbeitet. Doch das wirklich Verblüffende daran ist, dass man ihn praktisch überhaupt nicht wahrnimmt, obwohl er so immens schnell dreht. Doch auch hier darf wohl die Frage erlaubt sein, ob er wirklich notwendig ist. Für den normalen Heimanwender wohl auf keinen Fall. Außerdem kann auch dieser Lüfter irgendwann nicht mehr rund laufen und dann eine zusätzliche Lärmquelle darstellen.




Stabilität
Um die Stabilität muss man sich auch beim 845E Max2-BLR aus dem Hause MSI keinerlei Sorgen machen. Wie schon alle anderen Boards leistete sich auch dieses keinen Schnitzer und konnte in unseren Test mit sehr guter Stabilität glänzen.
Overclocking
Die eigentlich guten Overclocking-Voraussetzungen des 845E Max2-BLR macht eigentlich nur eine einzige Tatsache ziemlich schnell wieder zunichte. Das Board bietet leider keine Möglichkeit den PCI/AGP-Takt in irgendeiner Weise zu fixieren, so dass andere Komponenten eventuell schon vor der CPU aussteigen und ein weiteres Übertakten verhindern.
Ansonsten darf man den Front-Side-Bus aber zwischen 133 und 233MHz in 1MHz Schritten frei setzen und auch der VCore kann von 1,5 auf maximal 1,80 Volt in 0,025V Abständen angehoben werden.
Die DIMM-Spannung kann zwischen 2,5 und 2,8 Volt in 0,1V Intervallen justiert werden und auch die AGP Voltage kann von 1,5 auf maximal 1,8V erhöht werden.
Bei den DDR-RAM-Timings erlebten wir keine Überraschung und so konnte auch das 845E Max2-BLR unseren Samsung RAM ohne Probleme mit den Timings 2-2-2-5 ansprechen.
FSB-Überprüfung:
Bei der Taktung des Front-Side-Bus macht MSI den anderen Boards vor, wie es richtig aussehen kann. Der FSB liegt bei 133,34MHz und der QDR-Bus somit bei 533,35MHz. Im Zusammenspiel mit unserem Pentium4 2,4/533 ergibt sich so die genaue Taktung von 2400,08MHz. So zeigt das 845E Max2-BLR sogar dem relativ gut abschneidenden IT7 von Abit, dass man den Takt noch genauer halten kann.
Testsystem
Als Testsystem kam der kürzlich von uns getestete Pentium4 2,4GHz mit 133MHz FSB zum Einsatz. Als Betriebssystem verwendeten wir Windows XP Professional. Dabei ließen wir das integrierte DirectX 8.1 unverändert. Funktionen wie System Restore oder automatische Systemupdates wurden deaktiviert. Um dennoch eine normale Arbeitsumgebung zu schaffen, haben wir als Qualitätseinstellungen für die Systemoberfläche mit geglätteten Schriften und der Standard Windows XP Oberfläche gearbeitet. Alle weiteren visuellen Optionen wurden ebenfalls aktiviert. Die Inno3D GeForce3 Ti200 wurden mit dem offiziellen Detonator in der Version 28.32 betrieben.
- Prozessor
- Intel Pentium 4 2,4 GHz - 533MHz FSB
- Motherboards
- Abit IT7 (Bios: 8H)
- Epox EP-4BEAR (Bios: 4BEA2628 / 4BEA2717)
- Gigabyte GA-8IEXP (Bios: F5)
- MSI 845E Max2-BLR (Bios: 5.3)
- Arbeitsspeicher
- Grafikkarte
- Inno3D Tornado Geforce3 Ti200
- Peripherie
- Maxtor 92041U4
- Philips PCCD048
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 28.32
- Intel Inf-Treiber 4.00.1009
- Intel Application Accelerator 2.2
- Software
- Windows XP Professional
- DirectX 8.1




Benchmarks
Bei den Benchmarks griffen wir diesmal auf einen Mix zurück, der sowohl Spiele, Windows-Anwendungen als auch Rendering und Audio-Encoding berücksichtigte.
Viele Benchmarks basieren dabei auf tatsächlichen Anwendungen. Aber neben diesen praxisnahen Benchmarks kamen aber auch synthetische Benchmarks wie die 3DMarks zum Einsatz.
Um den Onboard Sound genauer unter die Lupe zu nehmen, haben wir nun auch bei den Pentium4-Boards unsere Benchmarks um zwei spezielle Programme erweitert, die sowohl die Qualität des Sounds als auch die entstehende CPU Auslastung durch den Onboard Sound ermitteln sollen.
- DirectX 7.0
- 3DMark 2000 1.1
- Unreal Tournament 4.36 (utbench)
- DirectX 8.0
- 3DMark 2001 SE
- OpenGL
- Vulpine GL Mark 2001 1.1
- Quake 3 Arena 1.17
- Speicherperformance
- SiSoft Sandra 2002
- Sonstiges
- WinACE 2.11
- Cinebench 4D
- Magix Music Maker 3.03
- Lightwave 7.0b
- Audio Winbench 99
- Audio Analyzer
SiSoft Sandra
Wieder einmal durfte SiSoft Sandra den ersten Schritt machen und uns die theoretische Streaming-Performance unserer vier neuen Kandidaten verdeutlichen. Nicht immer muss das Ergebnis dabei die spätere Reihenfolge in den Benchmarks wiederspiegeln. In den letzten Reviews gab es schon die ein oder andere Überraschung.
SiSoft Sandra 2002
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Die Ergebnisse in SiSoft Sandra liegen alle im Bereich des Erwarteten. Etwas aus der Reihe fällt hier lediglich das IT7 von Abit, dass mit fast 100MB/s doch recht deutlich hinter den anderen i845E-Boards zurückliegt. Vielleicht wird dies aber schon mit zukünftigen Bios-Versionen der Vergangenheit angehören, da das Bios des IT7 momentan noch die aller erste Version darstellt. Doch da wir nur den aktuellen Stand testen können, heißt das Ergebnis hier ganz klar: Asus vor Gigabyte, Epox, MSI und Abit.
WinACE 2.11
Wie immer kam auch dieses Mal als weiterer Test für das Speicherinterface WinACE in der Version 2.11 zum Einsatz. Die Systeme mussten dabei bei maximaler Kompression einen Mix aus bereits gepackten und ungepackten Dateien, Musiktiteln, Dokumenten und Bildern mit insgesamt 390 MByte packen.
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Auch in WinAce bestätigt sich die schlechtere Streaming-Performance des IT7, so dass es auch hier den schwarzen Peter unter den i845E-Platinen zugeschoben bekommt. Überraschend ist aber eigentlich nur der enorme Vorsprung des P4B533-E, dass die Konkurrenz glatt um mindestens sieben Sekunden überflügeln kann. Epox, MSI, Gigabyte und Abit liegen dann wieder recht nah beieinander, wenn auch nur knapp vor dem i845D. Unangefochten an der Spitze unserer Pentium4-Mainboards liegen nach wie vor sämtliche mit i850E ausgestatteten Probanden, geführt vom P4T533 mit RIMM4200.
Magix Music Maker
Im Magix Music Maker 3.03 galt es auch für unsere neuen Probanden eine 251MB große Wave-Datei in ein MP3 mit 128kBit und High Quality Settings zu encodieren. Da es sich um die gleiche Wave-Datei handelt, wie in allen bisherigen Tests, blieb die Vergleichbarkeit erhalten.
Magix Music Maker 3.03
Angaben in Sekunden
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Beim Music Maker aus dem Hause Magix dann plötzlich ein ganz anderes Bild. Das bisher am Ende des Feldes liegende IT7 kann sich nun alleine an die Spitze setzen und zusammen mit dem EP-4BEAR von Epox sogar die bisgerigen Spitzenreiter mit Rambus-Speicher übertrumpfen. Dieses Mal muss sich das 845E Max2-BLR von MSI mit dem letzten Platz begnügen, doch noch ist nichts entschieden.
Cinebench 2000
Dieser recht kompakte Benchmark beruht auf dem Raytracing-Programm Cinema 4D und gibt einen guten Überblick über die Rendering-Eigenschaften des CPU-Chipsatz-Memory Subsystems und durfte natürlich auch in diesem Test nicht fehlen.
Cinema 4D
Angaben in Punkten
|
Beim Cinebench lagen die Ergebnisse immer schon recht nah beieinander, doch diesesmal sind sich die Boards überhaupt nicht einig, wer denn nun diesen Benchmark für sich entscheiden soll. Ist das 845E Max2-BLR im 4D Shading noch an der Spitze, findet es sich im OpenGL Shading plötzlich erneut am Ende des Feldes wieder. Einen eindeutigen Favoriten auszumachen fällt schwer, auch wenn das GA-8IEXP von Gigabyte zumindest in den beiden Teilen des Benchmarks, in denen die Grafikkarte nicht zum Zuge kommt, durch sein gutes CPU-Chipsatz-System den anderen etwas voraus zu sein scheint.
Quake 3 Arena
Quake 3 Arena und auf dieser Engine basierende Spiele dürfen zu Recht zu den speicherintensivsten Spielen gezählt werden. Dass die i845E-Mainboards hier nicht an ihrem großen Bruder, dem i850E, vorbeiziehen werden, dürfte damit schon im Vorfeld klar sein. Mit Quake 3 Arena steigen wir aber auch gleichzeitig in die grafik-basierenden Benchmarks ein und verlassen zumindest vorerst die theoretischen Benchmarks.
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Eigentlich ein klares Bild. Asus vor Epox, MSI, Abit und Gigabyte. Doch in 1280x1024 zeigt sich dann plötzlich wieder ein anderes Bild. Frei nach dem Motto "Die letzten werden die ersten sein", setzen sich das Gigabyte- und Abit-Board an die Spitze und dies sogar für diese Region überraschend deutlich mit über einem Frame.
Es bestätigten sich somit die Ergebnisse der letzten Benchmarks: Es geht verdammt eng zu zwischen unseren i845E-Platinen und mal ist der eine und das andere Mal wieder ein anderes Board vorne.
Vulpine GLMark v1.1
Die zweite OpenGL Hürde stellt auch für unsere vier neuen Mainboards mit i845E der Vulpine GLMark in der Version 1.1 dar. Dabei durften die Boards sich sowohl bei den niedrigsten als auch bei sehr hohen Settings regelrecht austoben und zeigen, was in ihnen steckt.
Vulpine GLMark v1.1
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Die Ergebnisse unter hohen Qualitäts-Einstellungen können getrost unbeachtet bleiben, da die Boards hier alle so durch die Grafikkarte limitiert werden, dass sich keines einen Vorsprung herausarbeiten kann. Interessanter ist da schon eher das Ergebnis in 640x480. Diese Reihenfolge scheint sich zumindest im bisherigen Verlauf der Benchmarks immer mehr abzuzeichnen, da sie bereits mehrfach auftrat. Auch hier heißt es somit: Asus vor Epox, MSI, Abit und Gigabyte.
Doch an dieser Stelle muss man sich natürlich fragen, was ist wirklich entscheidend? Die Leistung in einer Auflösung von 640x480, in der ohnehin niemand spielt, der ein solches Board und natürlich auch ein passendes System besitzt, oder das Ergebnis in einer Auflösung, in der die meisten spielen und in der fast immer eher die Grafikkarte limitierender Faktor ist als das Mainboard? Doch können die Unterschiede der Mainboards oft nur in niedrigen Auflösungen richtig aufgezeigt werden, so dass sie zumindest in unseren Benchmarks wieder ihre Daseins-Erlaubnis erhalten.
Lightwave 7.0b
Bevor wir uns im nächsten Abschnitt den DirectX-Ergebnissen zuwenden, wagen wir noch einen Abstecher in die Rendering-Abteilung und lassen die Boards zwei Szenen aus Lightwave 7.0b rendern. Da es sich in unserem Test nur um Pentium4-Platinen handelt, kann die spezielle Pentium4 Optimierung der Software vernachlässigt werden. Schon in der Vergangenheit haben sich hier die Mainboards mit i850E-Chipsatz das ein oder andere Mal von der Konkurrenz überflügeln lassen.
Lightwave 7.0b
Angaben in Sekunden
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Ein neuer Benchmark ein neues Ergebnis. Unsere eben aufgestellte vorläufige Reihenfolge wird gleich wieder durcheinander geworfen und es scheint auch nicht viel Sinn zu machen, hier noch zu versuchen Ordnung hinein zu bringen. Doch es zeigt sich auch hier erneut, dass das GA-8IEXP in Benchmarks seine Qualitäten zu haben scheint, in denen es besonders auf das Zusammenspiel zwischen CPU und Chipsatz ankommt.
3DMark 2000
Wenn auch schon recht alt, stellt der 3D Mark 2000 aus dem Hause MadOnion.com auch weiterhin einen sehr aussagekräftigen Benchmark für Mainboards dar. Da die verwendeten Tests schon im Default-Run keine wirkliche Hürde für die GeForce3 Ti200 darstellen, können sich CPU, RAM und Chipsatz so richtig austoben.
3DMark 2000
Angaben in Punkten
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Im 3DMark 2000, der unseren ersten Direct3D Benchmark darstellt, behalten die fünf Kontrahenten zumindest einigermaßen eine geordnete Reihenfolge. Klar auf dem ersten Platz ist das P4B533-E von Asus, den zweiten und dritten teilen sich das EP-4BEAR und GA-8IEXP, der vierte geht an das 845E Max2-BLR und dieses Mal wieder am Ende unserer i845E-Mainboards ist das IT7 von Abit zu finden. Doch darf man ein paar Punkte Unterschied im 3DMark auch nicht überbewerten, da sie in realen Alltagsszenerien oft eher unbedeutend und kaum wieder zu finden sind.
CPU Mark
Ein beliebter Bestandteil des 3DMark 2000 ist der CPU Mark. In dieser Disziplin muss der Prozessor ohne große Hilfe der Grafikkarte zwei Spielszenen berechnen. Lediglich die T&L-Einheit und die Performance von Mainboard und Speicher sind bedeutend.
CPU Mark
Angaben in Punkten
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Der CPU Mark spiegelt als Teil des 3DMarks 2000 in diesem Fall sehr schön sein Endergebnis wieder. Gehen wir deshalb gleich zu seinem Nachfolger über.
3DMark 2001 SE
Wenn es derzeit einen Benchmark gibt, der immer wieder als das Vorzeigeprogramm die Leistung des eigenen Rechners repräsentieren muss, dann ist dies der 3DMark 2001 SE. Sicherlich einer der Hauptgründe, warum er auch diesmal wieder in unserem Benchmarkparcours zu finden ist.
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
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Und wieder einmal bringt ein neuer Benchmark eine andere Reihenfolge zu Tage. Schneidet das IT7 im 'Default Run' noch relativ schlecht ab, ist es in 640x480 plötzlich das schnellste Board unserer vier neuen Kontrahenten. Eins lässt sich somit schon jetzt sagen: Jedes Board hat seine Qualitäten und eine feste Reihenfolge werden unsere Benchmarks wohl nicht ergeben. Zu gering sind die Performance-Unterschiede der i845E-Mainboards und zu unterschiedliche die Ergebnisse in den jeweiligen Tests. Aber auch im 3DMark 2001 bestätigt das P4B533-E seine Vormachtstellung in der Leistung und kann erneut in beiden Tests den ersten Platz für sich verbuchen.
Unreal Tournament
Auf den ersten Blick scheint der Ego-Shooter aus dem Hause Epic aufgrund seiner bereits etwas betagten Technik schon lange kein zeitgemäßer Benchmarkkandidat mehr zu sein. Mit dem so genannten "UT Bench", einer Aufzeichnung eines Multiplayer-Matches gegen eine Reihe von Bots, wurde jedoch eine kaum zu übertreffende Hürde für CPU und somit auch Board und Speicher geschaffen, die ein sehr klares Bild der Mainboard-Performance liefert.
Unreal Tournament - UTBench
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch wenn die Unterschiede in Unreal Tournament gewohnt marginal ausfallen, lässt sich hier doch wieder eine uns bereits bekannt Reihenfolge ablesen. Auf jeden Fall kann man fast am Ende unserer Benchmarks behaupten, dass das P4B533-E wohl ingesamt die beste Performance liefert. Doch Performance ist nicht alles und so wird wohl gerade das Preis/Leistungs-Verhältnis und der Lieferumfang in unserem Test das Zünglein an der Waage sein.
Audio Winbench 99
Das erste Mal in unserem Testparcours befindet sich der Audio Winbench 99 von ZDNet. Zwar mag die Kennziffer '99' auf einen veralteten Benchmark hindeuten. Doch auch heute noch verrichtet das Programm seinen Dienst. Der Audio Winbench mißt bei verschiedensten Soundqualitäten die Belastung des Hauptprozessor. Das Resultat ist somit ein Garant für die Qualität des OnBoard-Codecs. Besonders der AC97-Codec musste sich in der Vergangenheit oft nachsagen lassen, dass er den Prozessor zu stark belastet. Ob dies wirklich der Fall ist, soll nun dieser Benchmark klären.
Audio Winbench 99
Angaben in Prozent
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Auch wir waren von diesem Ergebnis etwas überrascht. Ist es doch gerade der Hardware-Soundchip CT5880 von Creative auf dem GA-8IEXP, der mit 7,85 Prozent CPU-Auslastung ein sehr schlechtes Ergebnis erzielt und weit hinter dem Software AC97-Codec von Realtek landet, der auf den anderen drei Boards zum Einsatz kommt. Dass die Boards aus dem Hause Abit, Epox und MSI derart dicht beieinander liegen, war zu erwarten, da sie alle auf den AC97-Codec setzen und so die Voraussetzungen praktisch identisch sind.
Audio Analyzer
Auch der 'RightMark Audio Analyzer' feiert dieses Mal seine Premiere. Das Programm testet Sound-Chips auf ihre Qualität. Der Line-Out und Line-In der Soundkarte wird hierfür per Loop-Through-Kabel verbunden, so dass der 'Audio Analyzer' das ausgesendete und wieder aufgenommene Signal direkt mit einem Referenzwert vergleichen kann.
| Abit | Epox | MSI | |
|---|---|---|---|
| Freq. response | + | + | + |
| Noise level | + | + | + |
| Dynamic range | + | + | + |
| THD | ++ | ++ | ++ |
| IMD+noise | + | + | + |
| Stereo crosstalk | +++ | +++ | +++ |
| Overall | ++ | ++ | ++ |



Der Audio Analyzer ist sich einig. Er bescheinigt allen Boards eine sehr gute Sound-Qualität und dies mit identischen Ergebnissen. Verwunderlich ist das Ergebnis angesichts des identischen onboard Sound-Chips von Realtek aber nicht. Leider ließ sich der Audio Analyzer nicht auf dem Gigabyte GA-8IEXP durchführen, das als einziges Board auf eine andere onboard Sound-Lösung setzt. Der Audio Analyzer konnte das durchgeschleifte Sound-Signal nicht erkennen, so dass er den Test abbrach. Dass der CT5880 von Creative auf dem GA-8IEXP noch besser abgeschnitten hätte, als der ALC-650 AC97-Codec von Realtek, der bei den übrigen Kontrahenten zum Einsatz kam, darf angesichts der guten Ergebnisse aber bezweifelt werden.
In unserem Review macht der AC97-Codec ohnehin ein sehr gutes Bild. Nicht nur, weil er mit überraschend wenig CPU-Auslastung glänzte, sondern auch, weil er zusätzlich noch in der Sound-Qualität überzeugen konnte.
Fazit
An der Bewertung unserer vier neuen Kontrahenten scheiden sich sicher einmal mehr die Geister.
Gehen wir deshalb am besten nacheinander jedes Board für sich durch und erläutern, warum der Sprung nach ganz vorne nicht geglückt ist.
Das Abit IT7: Ohne Zweifel das interessanteste Board in unserem Review. Doch sein Mut zum Fortschritt wird ihm indirekt auch wieder zum Verhängnis, da man heutzutage einfach noch nicht erwarten kann, dass jeder Käufer über die entsprechende Peripherie verfügt, um dieses Board sinnvoll nutzen zu können. In Sachen Performance kann das IT7 zwar gut mithalten, sich aber nicht ganz an der Spitze des Feldes festsetzen, so dass es hier kleinere Abstriche hinnehmen muss. Ein sehr großer Vorteil des IT7 ist wohl der sehr gute HighPoint Raid-Controller, der gleich den Betrieb von acht zusätzlichen IDE-Festplatten ermöglicht und auf keinem anderen unser Mainboards zu finden ist. Deshalb können wir das IT7 von Abit auch allen Kunden wärmstens ans Herz legen, die über die notwendige Peripherie verfügen, nicht unbedingt das schnellste i845E-Mainboard besitzen müssen, aber wert auf Stabilität und jede Menge Anschlüsse der neuesten Generation legen. Hier kann kein anderes Board mit dem IT7 mithalten.
- Ausstattung
- Dokumentation
- Stabilität
- Performance
- OnBoard LAN
- HighPoint Dual-Raid
- 10x USB 2.0
- OnBoard Firewire
- AGP/PCI-Takt Fix
- Fortschrittlichkeit
- Preis
- nur 4 PCI-Slots
- keine Legacy Anschlüsse
Das Epox EP-4BEAR: Beim EP-4BEAR liegen die Mängel im Detail. Das Board hat uns eigentlich durchweg überzeugen können, jedoch vermissen wir Features wie OnBoard LAN, das mittlerweile zu einem Mainboard dieser Klasse unserer Meinung einfach dazu gehört, und Firewire oder Bluetooth. Dafür glänzt das EP-4BEAR von Epox natürlich mit dem günstigsten Preis und dies sogar noch bei einem HighPoint Raid-Controller, an den IDE-Festplatten auch ohne ein aufgebautes Raid-Array angeschlossen werden können. Doch um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen fehlt dem Board das gewisse Etwas. Wer aber auf Features verzichten kann, die er seiner Meinung nach ohnehin nie nutzen wird, der ist bei Epox an der richtigen Adresse und wird mit dem EP-4BEAR sicherlich glücklich werden.
- Preis
- Ausstattung
- Dokumentation
- Stabilität
- Performance
- Service
- 6 PCI Slots
- HighPoint Raid
- USB 2.0
- AGP/PCI-Takt Fix
- kein 12V-Stecker nötig
- kein OnBoard LAN
- kein Bluetooth/Firewire
Das Gigabyte GA-8IEXP: Warum kann das GA-8IEXP nicht mit dem P4B533-E gleichziehen oder dieses sogar überholen? Dies ist ganz einfach mit der etwas schlechteren Leistung des GA-8IEXP zu begründen, die einfach nicht an das unangefochtene P4B533-E heranreicht. Ansonsten bietet das Board aus dem Hause Gigabyte so gut wie alles. Bei Gigabyte hat man Firewire den Vorzug vor Bluetooth gegeben, so dass man hierauf verzichten muss. Leider setzt man in Sachen Raid-Controller zudem auf Promise und nicht HighPoint, so dass er auch wirklich nur als Raid-Controller genutzt werden kann. Sicherlich kein Verhängnis, aber trotzdem ein kleiner Wermutstropfen.
- Lieferumfang
- Ausstattung
- Dokumentation
- Stabilität
- Performance
- OnBoard LAN
- 6 PCI Slots
- Promise Raid
- USB 2.0
- Firewire
- AGP/PCI-Takt Fix
- OnBoard Sound
- Dual Bios
- Q-Flash
- Easy Tune 4
- Preis
- aktiver Northbridge-Lüfter
Das MSI 845E Max2-BLR: Dem 845E Max2-BLR wird eine einzige Eigenschaft zum Verhängnis: Die für das Übertakten so eklatant wichtige PCI/AGP-Fix Option im Bios fehlt! Dies zieht natürlich eine relativ schlechte Wertung im Bereich 'Overclocking' nach sich, so dass dem Board der Sprung zum P4B533-E verwehrt bleibt. Trotz etwas schlechterer Performance hätte es sonst wohl dennoch mit diesem gleichziehen können, da der Lieferumfang exzellent ist. Anders als Gigabyte gibt MSI Bluetooth den Vorzug und verzichtet dafür auf Firewire. Hier muss sicherlich der Käufer entscheiden, auf welche der beiden Techniken er verzichten kann, da man dies pauschal keinesfalls beurteilen kann.
- Lieferumfang
- Ausstattung
- Dokumentation
- Stabilität
- Performance
- OnBoard LAN
- 6 PCI Slots
- Promise Raid
- USB 2.0
- Bluetooth-Modul
- OnBoard Sound
- Fuzzy Logic 4
- PC Alert III
- Live Bios/Live Driver
- kein AGP/PCI-Takt Fix
- aktiver Northbridge-Lüfter
- Preis
Wir hoffen in diesem Fazit eines klar gemacht zu haben: Jedes Board hat seine Vorzüge, aber auch seine Schwächen, die es zu beachten gilt. Deshalb sollte man gerade in diesem Review nicht nur auf die Gesamtwertung achten, die bei allen Konkurrenten sehr dicht beieinander liegt, sondern speziell bei den Unterkategorien genauer hinsehen, da sich diese teilweise doch recht deutlich unterscheiden. Am Ende muss aber ohnehin jeder für sich selbst entscheiden, welches Board für ihn am ehesten in Frage kommt. Diese Entscheidung können und wollen wir niemandem abnehmen.
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