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Test: Intel i845E RoundUp - 5 Mainboards im Vergleich

von Frank Hüber

Vorwort

Dem i845E von Intel haben wir uns bereits zu dessen Präsentation gewidmet und das P4B533-E von Asus durfte als erster Vertreter mit Intels neuem DDR-Chipsatz zeigen, was in ihm steckt. Deshalb wollen wir uns bei diesem Review auch nicht auf den Chipsatz konzentrieren, sondern vielmehr die mit ihm bestückten Mainboards genauer unter die Lupe nehmen und in einem RoundUp gegeneinander antreten lassen. Dazu fanden sich dieses Mal vier Kontrahenten zusammen, die alle mit dem i845E bestückt sind. Es handelt sich dabei um das Abit IT7, EPoX EP-4BEAR, Gigabyte GA-8IEXP und last but not least das MSI 845E Max2-BLR.

All“ diese Mainboards mussten zeigen, wer das bessere Gesamtpaket bietet - der Vergleich zum bereits getesteten P4B533-E von Asus durfte aber natürlich auch nicht fehlen. Zudem werfen wir auch einen kleinen Blick über den Tellerrand und ziehen alle unsere bisherigen Pentium4-Mainboards mit in die Benchmarks ein, um eine möglichst große Vergleichbarkeit zwischen den Plattformen zu erreichen.

Die Chipsätze

Die Chipsätze im Vergleich
Features i850E i845E i845G i845D
Unterstützte CPU-Sockel Sockel 478 Sockel 478 Sockel 478 Sockel 478
Northbridge Features
Northbridge Intel 82850E Intel 82845E Intel 82845G Intel 82845D
Multiprozessor Unterstützung nein nein nein nein
Front-Side-Bus
400 MHz Ja Ja Ja Ja
533 MHz Ja Ja Ja Nein
Speichertakt
100 MHz Ja Ja Ja Ja
133 MHz Ja Ja Ja Ja
166 MHz Nein Nein Nein Nein
Asynchroner Speichertakt Ja Ja Ja Ja
max. Anzahl Dimm-Slots 4 3 2 3
Speichersupport
SDRAM Nein Nein Ja Ja
DDR-SDRAM Nein Ja Ja Ja
Rambus Ja Nein Nein Nein
AGP-Support
1x Nein Nein Nein Nein
2x Ja Ja Ja Ja
4x Ja Ja Ja Ja
Southbridge Features
Southbridge Intel 82801 BA Intel 82801 DB Intel 82801 DB Intel 82801 BA
Festplattencontroller
ATA 33/66 Ja Ja Ja Ja
ATA 100 Ja Ja Ja Ja
ATA 133 Nein Nein Nein Nein
Anzahl PCI-Slots (max) 6 6 6 6
USB-Ports (max) 4 6 6 4
USB 2.0 Nein Ja Ja Nein
Sonstiges
I/O-Link Hub Interface
(266MB/s)
Hub Interface
(266MB/s)
Hub Interface
(266MB/s)
Hub Interface
(266MB/s)
Intel I845E
Intel I845E
Intel i850E
Intel i850E

Wie in unseren letzten Reviews geben wir euch hier anhand einer Tabelle einen Überblick über die verschiedenen Pentium4-Chipsätze aus dem Hause Intel. Auch wenn sich seit dem letzten Artikel nichts verändert hat, möchten wir den neu hinzugekommenen und nicht mit den anderen Artikeln vertrauten Lesern die Möglichkeit bieten, sich die Unterschiede der Chipsatz-Generationen, die teilweise sehr marginal sind und deshalb vermehrt Fragen aufwerfen, vor Augen zu führen.

Für diesen Test sind sie jedoch nur bei den Benchmarks und dem Vergleich zu anderen, bereits getesteten Plattformen von Bedeutung, da alle neu getesteten Mainboards, wie bereits erwähnt, über den i845E verfügen und somit mit gleichen Voraussetzungen ins Rennen gehen.

Das Abit IT7

Lieferumfang und Dokumentation

Wie immer starten wir auch in diesem Review zuerst mit einer Besprechung jedes einzelnen Boards und gehen dabei den mittlerweile schon bekannten Weg. Deshalb listen wir euch auch hier zunächst einmal auf, was man in der Verpackung des Abit IT7 so alles findet:

Abit IT7 Board
Abit IT7 Board
Verpackung - front
Verpackung - front

Abit IT7 - Lieferumfang
Abit IT7 - Lieferumfang
Verpackung - back
Verpackung - back

Das Handbuch des IT7 macht einen sehr guten Eindruck, auch wenn es komplett auf Englisch ist. Besonders hervorzuheben ist hierbei sicherlich das 3. Kapitel „Bios Setup“. Es beschränkt sich nicht nur auf eine obligatorische Auflistung der verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten, sondern gibt bei fast allen Optionen auch eine etwas genauere Beschreibung und Tipps für die beste Wahl. Außerdem behandelt es noch die Installation des Raid-Controllers und aller beim IT7 wichtigen Treiber, sowie die Bedeutung der auf dem POST Code Display ausgegebenen Zahlencodes.

Features


IT7

Ausstattung

Mit dem IT7 holt man sich ganz sicher kein gewöhnliches Board ins Haus. Am auffälligsten ist dabei natürlich die Tatsache, dass Abit beim IT7 kurzerhand sämtliche seriellen und parallelen Anschlüsse abgeschafft und gegen zusätzliche schnellere USB2.0 und Firewire Ports ersetzt hat. Dies setzt natürlich auch voraus, dass der Käufer über die passende Peripherie verfügt. Mit einer alten PS/2 Tastatur/Maus oder einem Drucker, der noch keinen USB-Anschluss besitzt, kommt man hier nicht weit. Doch dafür bekommt man USB2.0 und Firewire in Hülle und Fülle. Sechs USB2.0 Ports sind bereits intern verdrahtet. Vier dieser Ports werden dabei vom ICH4 gesteuert, die anderen beiden über den VIA VT6202 USB2.0 Controller. Zusätzlich können noch zwei weitere Slotblenden mit jeweils zwei USB2.0 Ports auf dem Board angeschlossen werden, wobei eine derartige Slotblende gleich mitgeliefert wird. Bei den beiden auf dem Board befindlichen USB2.0-Erweiterungsanschlüssen hat man erneut die Wahl, diese über den ICH4 oder VIAs USB2.0 Controller betreiben zu lassen. Somit erhält man insgesamt sechsmal USB2.0 über den ICH4 von Intel und viermal USB2.0 über VIAs VT6202.

Abit IT7 Anschlüsse - front
Abit IT7 Anschlüsse - front
Abit IT7 Anschlüsse - back
Abit IT7 Anschlüsse - back

Abit IT7 - USB Modul
Abit IT7 - USB Modul
Abit IT7 Board - Überblick
Abit IT7 Board - Überblick


Das zweite wohl offensichtlichste Feature ist der HighPoint HPT374 Raid-Controller. Abit hat auf dem IT7 praktisch Dual-Raid platziert und man bekommt über den HighPoint Raid-Controller gleich vier zusätzliche IDE-Ports, die entweder im Raid 0, 1 oder 0+1 Modus oder aber als ganz normale ATA133 IDE-Ports betrieben werden können. Genau hier liegt auch der große Vorteil des HighPoint Controllers im Vergleich zu seinem Promise Pendant. Promise verfügt leider nicht über die Möglichkeit, Festplatten auch ohne ein aufgebautes Raid 0 oder 1 Array einzeln an den Raid-Controller anzuschließen. Der HighPoint ermöglicht es aber ohne Probleme ganze acht zusätzliche Festplatten anzuschließen (4x Master, 4x Slave).

Abit IT7 Raid
Abit IT7 Raid
Abit IT7 PowerOn & Reset Switch
Abit IT7 PowerOn & Reset Switch
Abit IT7 - USB-Modul
Abit IT7 - USB-Modul


Das Layout des IT7 ist sehr gut durchdacht und alle Anschlüsse liegen am Rand der Platine. Auf einen 2x2 12V P4-Stecker kann beim IT7 aber keinesfalls verzichtet werde. Eine Technik, wie man sie etwa von Asus mit dem EZ Plug kennt, bietet Abit somit nicht.

Abit IT7 Board - Überblick 2
Abit IT7 Board - Überblick 2
Abit IT7 Sockel
Abit IT7 Sockel
Abit IT7 Slots
Abit IT7 Slots


Mit gerade einmal vier PCI-Slots fällt die Bestückung hier zwar nicht gerade reichhaltig aus, aber jeder Käufer wird selbst entscheiden müssen, wie viele PCI-Slots er in seinem System noch benötigt, oder ob er mehr Wert auf die anderen Anschlüsse legt, die das IT7 im Überfluss mit sich bringt.

Abit IT7 - IDE-Kabel
Abit IT7 - IDE-Kabel
Abit IT7 Anschlüsse
Abit IT7 Anschlüsse
Abit IT7 Anschlüsse - front2
Abit IT7 Anschlüsse - front2


Lobenswert ist natürlich, dass Abit durch den Wegfall der alten Anschlüsse Platz für alle 5.1 Sound-Anschlüsse gemacht hat und diese auch konsequent direkt auf dem Board verbaut. Zusätzliche Slotblenden, die etwa den S/PDIF-Ausgang nach außen führen, gehören hier der Vergangenheit an.

Onboard LAN darf in Forum des Realtek 8100B Controllers natürlich auch nicht fehlen.

Abit IT7 Power-Floppy-Anschluss
Abit IT7 Power-Floppy-Anschluss
Abit IT7 Slots2
Abit IT7 Slots2
Verpackung - back2
Verpackung - back2


Vielleicht noch kurz erwähnenswert sind die praktischen Jumper, die Abit dem IT7 spendiert hat. Dank einer simplen Verlängerung hat das Gefummel zwischen den Pins ein Ende und man kann die Jumper bequem umstecken.

Stabilität

An der Stabilität des IT7 gab es keinen einzigen Kritikpunkt und es überstand sämtliche Tests ohne Stabilitätsprobleme. Jedoch hätte uns dies auch überrascht, da wir von keinem unserer zuletzt getesteten Mainboards etwas anderes gewohnt sind.

Overclocking

Das Overclocking geht beim IT7 komplett im Bios von Statten. Die VCore kann dabei „nur“ zwischen 1,1 und 1,7V in 0,025V Intervallen verstellt werden. Dafür darf bei der DIMM-Spannung aus den Vollen geschöpft werden und zwischen 2,5 und 3,2V in 0,1V Schritten beliebig gewählt werden.

Beim interessantesten Teil, nämlich der CPU, kann man zwei Wege gehen. Entweder wählt man aus einem vordefinierten Bereich, der sich von 800MHz/100MHz-FSB bis hin zu 3200MHz/133MHz-FSB erstreckt, oder aber man wählt „User Define“ und bestimmt daraufhin den FSB, PCI- und RAM-Takt selbst.

Wir können hier nur empfehlen „User Define“ zu wählen, da das IT7 unseren Pentium4 2,4/533 bei der automatischen Erkennung leider nur mit einem FSB von 100MHz betrieb und somit den DDR-RAM auch nur auf 200MHz laufen ließ.

Wählt man aber „User Define“, kann man sich natürlich auch am Übertakten versuchen. Der FSB darf dabei zwischen 100 und 250MHz in 1MHz Intervallen frei gewählt werden, der Multiplikator (bei entsprechender CPU) von 8 - 24x und das DDR-RAM-Verhältnis zum FSB zwischen 4:3, 1:1 und „by SPD“. Löblich ist die Möglichkeit den PCI/AGP-Takt im Bios zu fixieren. Aus fünf verschiedenen Auswahlmöglichkeiten darf man dabei das passende für sich raussuchen. Man kann entweder den Teiler des FSB auf 3 oder 4 stellen, oder aber man wählt den PCI-Takt fest mit 44, 37 oder 33MHz aus.

Der RAM kann natürlich auch beliebig in seinen Timings eingestellt werden. In unserem Test lief er problemlos auf 2-2-2-5.

FSB-Überprüfung:
Auch beim IT7 von Abit durfte natürlich die obligatorische Front-Side-Bus-Überprüfung nicht fehlen, um festzustellen, ob sich der ein oder andere Hersteller durch einen leicht erhöhten Takt von der Konkurrenz absetzen möchte.

Der FSB des IT7 lag bei 133,5MHz, was einen Quad-Pumped-Bus von 533,98MHz ergibt und in Verbindung mit unserem Pentium4 2,4 bei einem Multiplikator von 18 insgesamt 2004,92MHz liefert. Somit kann man mit der Taktung des FSB voll und ganz zufrieden sein.

Das Epox EP-4BEAR

Lieferumfang und Dokumentation

Wie schon beim IT7 folgt hier nun auch eine einfache Auflistung des Lieferumfanges des EP-4BEAR. Folgende Komponenten findet der geneigte Käufer, wenn er die Verpackung des EP-4BEAR öffnet:

Epox EP-4BEAR - Board
Epox EP-4BEAR - Board
Epox EP-4BEAR - Lieferumfang
Epox EP-4BEAR - Lieferumfang
Epox EP-4BEAR - USB-Game-Modul
Epox EP-4BEAR - USB-Game-Modul

Auch das Handbuch aus dem Hause Epox kann überzeugen, auch wenn es erneut komplett in Englisch ist. Das Kapitel über das Bios fällt ähnlich umfangreich wie beim IT7 von Abit aus, jedoch beschränkt sich Epox oftmals auf die Auflistung der verschiedenen Optionen, die zur Auswahl stehen. In den Appendix wird auf einige mitgelieferte Tools eingegangen und die Erklärung der POST-Codes, die die Epox-typische POST-Debug LED ausgibt, nimmt mehrere Seiten ein. Sämtliche für die Inbetriebnahme wichtigen Jumper und Anschlüsse werden zwar kurz und knapp, aber sehr übersichtlich und verständlich, abgehandelt.

Features


EP-4BEAR

Ausstattung

Bei der Ausstattung lässt es Epox etwas ruhiger zugehen. Wer eine Fülle an Features auf seinem Board sein Eigen nennen möchte, liegt hier wohl falsch. So muss man sowohl auf OnBoard LAN, Firewire und Bluetooth verzichten. Epox beschränkt sich auf die im ICH4 integrierten USB2.0 Ports und liefert ansonsten keine neuen Anschlüsse.

Für den 6-Kanal Sound sorgt, wie auch schon auf dem IT7, der AC97 Codec des Realtek ALC650. Einen S/PDIF-Ein- oder Ausgang sucht man jedoch vergebens. Auf dem EP-4BEAR ist zwar ein entsprechender S/PDIF-In/Out Anschluss vorhanden, eine Slotblende liefert Epox jedoch nicht mit.

Epox EP-4BEAR - Anschlüsse - front
Epox EP-4BEAR - Anschlüsse - front
Epox EP-4BEAR - Winbond- und Onboard Soundchip
Epox EP-4BEAR - Winbond- und Onboard Soundchip
Epox EP-4BEAR - Anschlüsse - back
Epox EP-4BEAR - Anschlüsse - back


Eine Besonderheit, die wohl vor allem Besitzer älterer Netzteile freuen wird, ist die Tatsache, dass Epox sich nicht an die Intel-Spezifikationen hält und somit auf den 2x2 poligen 12V-Stecker verzichtet, der für eine konstante Spannungsversorgung der CPU sorgen soll.

Ganz auf Extras muss man aber dennoch nicht verzichten. So setzt Epox den HighPoint HPT372 Raid-Controller ein. Auch wenn es sich nur um einen einfachen Raid-Controller handelt und nicht um die High-End-Variante, wie sie das IT7 bietet, so bietet auch dieser HighPoint Controller den Vorteil, dass man IDE-Festplatten ohne ein aufgebautes Raid-Array betreiben kann.

Epox EP-4BEAR - HighPoint Raid
Epox EP-4BEAR - HighPoint Raid
Epox EP-4BEAR - ICH4 - Raid
Epox EP-4BEAR - ICH4 - Raid
Epox EP-4BEAR - Board 2
Epox EP-4BEAR - Board 2


Das Layout des EP-4BEAR ist durchdacht und alle wichtigen Anschlüsse liegen am Rand der Platine. Einzige Ausnahme stellt der Power-Connector dar, der eine etwas untypische Position besitzt. Ob dies durch den Wegfall des 12V-Steckers zu begründen ist, kann von uns nur vermutet werden.

Epox EP-4BEAR - Raid und Debug LED
Epox EP-4BEAR - Raid und Debug LED
Epox EP-4BEAR - Slots
Epox EP-4BEAR - Slots
Epox EP-4BEAR - Sockel
Epox EP-4BEAR - Sockel


Zwei Kritikpunkte müssen wir dem EP-4BEAR dennoch ankreiden. Zumindest bei unserem Testmodell war der passive Northbridge-Kühler mir locker und ohne Wärmeleitpad mit dieser verbunden. Allerdings reichte die Kühlung während unserer Tests völlig aus.

Epox EP-4BEAR - Game-Modul
Epox EP-4BEAR - Game-Modul
Epox EP-4BEAR - Sockel und RAM-Slots
Epox EP-4BEAR - Sockel und RAM-Slots
Epox EP-4BEAR - USB-Modul
Epox EP-4BEAR - USB-Modul


Wichtig!: Ein Kritikpunkt bezieht sich auf das Bios vom 28.6.02. Lässt man hier das Bios den RAM-Takt selbst wählen, oder stellt ihn manuell auf 266MHz, wird der DDR-RAM in beiden Fällen nur mit 200MHz angesprochen, was natürlich erhebliche Leistungseinbußen verursacht. Aushilfe verschafft aber das eigentlich neu angepriesene Feature dieses Bios. So sollte es einen DDR-RAM-Takt von 354MHz unterstützen. Wählt man diese Option manuell im Bios aus, wird der RAM plötzlich mit den normalen 266MHz angesprochen. Somit ist die neue Funktion zwar erst einmal hinfällig, aber man kann den Fehler des Bios zumindest selbst wieder ausmerzen. Nach Rücksprache mit Epox versicherte man uns, dass man sich diesem Problem annehmen werde. Mittlerweile steht das Bios vom 28.6.02 nicht mehr zum Download bereit. Kurz nach unserer Anfrage erhielten wir von Epox ein Beta-Bios, das diesen Fehler nicht mehr enthielt. Der DDR-RAM wurde korrekt mit 266MHz betrieben und erzielte auch die dafür charakteristische Leistung. Vielleicht bietet diese Version dann in der finalen Version sogar tatsächlich 354MHz für den DDR-RAM, was natürlich einiges an Leistung freisetzen könnte, wenn man über geeigneten DDR-RAM verfügt. Mit einem Release einer neuen Bios-Version darf demnach jeden Tag gerechnet werden, da Epox das Problem erkannt und in dem uns vorliegenden Beta-Bios auch behoben hat.

Stabilität

Die Stabilität des EP-4BEAR konnte trotz des lockeren Northbridge-Kühlers überzeugen. Instabilität hatten wir in unserem Test somit nicht zu beklagen.

Overclocking

Lediglich die DIMM-Spannung muss man beim EP-4BEAR per Jumper auf dem Board einstellen. Dabei kann man in 0,1V Schritten von 2,5 bis 2,9 Volt wählen.

Die VCore kann im Bios um maximal 0,35V auf 1,85V erhöht und um 0,1V auf 1,4V gesenkt werden. Dazwischen steht jeder Wert in einem Abstand von 0,025V zur Verfügung. Der FSB kann in 1MHz Schritten von 90 bis 200MHz eingestellt werden und der RAM, wie bereits erwähnt, entweder mit der Option „Auto“, „DDR266“ oder „DDR354“ betrieben werden.

Bei der Fixierung des PCI/AGP-Taktes stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl: Auto, FSB/4 und 33/66MHz. Somit steht zumindest hier einem erfolgreichen Übertakten nichts mehr im Wege.

Bei den DDR-RAM-Timings darf man auch bei Epox selbst Hand anlegen. Wie schon beim IT7 machten auch hier Timings von 2-2-2-5 keinerlei Probleme.

FSB-Überprüfung:
Beim Front-Side-Bus lässt es Epox etwas ungenauer zugehen und beschert einen FSB von 134,00MHz. Dies ergibt einen QDR-Bus von 535,98MHz und bei unserem Pentium4 2,4/533 somit insgesamt 2411,92MHz. Epox steigt damit zwar noch nicht in die Regionen vor, die wir mitunter schon von Asus kennen, dass es genauer ginge, wenn man wollte, dürfte aber klar sein.

Das Gigabyte GA-8IEXP

Lieferumfang und Dokumentation

Und auch beim GA-8IEXP von Gigabyte verfahren wir nach dem alt bekannten Prinzip und geben euch zunächst wieder einen Überblick über den Verpackungsinhalt:

Gigabyte GA-8IEXP - Verpackung - front
Gigabyte GA-8IEXP - Verpackung - front
Gigabyte GA-8IEXP - Board
Gigabyte GA-8IEXP - Board

Gigabyte GA-8IEXP - Lieferumfang
Gigabyte GA-8IEXP - Lieferumfang
Gigabyte GA-8IEXP - Verpackung - back
Gigabyte GA-8IEXP - Verpackung - back

Das wieder einmal komplett Englische Handbuch vom GA-8IEXP kann mit denen aus dem Hause Epox, Abit oder auch Asus leider nicht ganz mithalten. Überzeugt zwar noch das zweite Kapitel, das Aufschlüss über die Anschlüsse, Jumper und Installation gibt, so ist das dritte Kapitel über das Bios aber mehr als nur knapp gehalten und gibt praktisch gar keinen Anhaltspunkt über die verschiedenen Optionen, die in den Untermenüs zur Auswahl stehen. Im vierten Kapitel wird noch kurz auf die Treiber Installation und das hauseigene Flash-Tool informiert, mehr Informationen liefert das Handbuch dann aber auch schon nicht mehr.

Für all diejenigen, die sich bisher nicht mit dem Aufbau eines Raid-Arrays befasst haben, legt Gigabyte aber noch ein weiteres Handbuch bei, das sich ausschließlich mit diesem Thema befasst. Zwar komplett in Englisch aber dennoch informativ sollte es so auch jedem unerfahrenen Benutzer möglich sein, ein Raid-Array einzurichten.

Neben diesen beiden Handbüchern liegt dem GA-8IEXP noch ein „Motherboard Settings Sticker“ bei, wie wir ihn bereits aus dem Hause Asus kennen. Er soll in das Gehäuse geklebt werden und so immer ohne einen Blick in das Handbuch verraten, wo sich welcher Anschluss und Jumper befindet.

Der Quick Installation Guide erklärt, welche Schritte man nach einem Board-Kauf nacheinander abarbeiten sollte und wie man das Mainboard und die dazu gehörenden Komponenten überhaupt anschließen muss.

Gigabyte GA-8IEXP - Dokumentation
Gigabyte GA-8IEXP - Dokumentation
Gigabyte GA-8IEXP - Verpackung-Features
Gigabyte GA-8IEXP - Verpackung-Features

Alles in allem kann die Dokumentation des GA-8IEXP somit knapp überzeugen, auch wenn das Handbuch zuerst nicht diesen Eindruck vermittelte. Einziger Kritikpunkt bleibt die schlechte Dokumentation des Bios.

Features


GA-8IEXP

Ausstattung

Bei der Ausstattung liefert Gigabyte mit dem GA-8IEXP so ziemlich alles, was das Herz begehrt - Einzig auf Bluetooth muss man verzichten. Ansonsten bekommt man USB2.0, Firewire, Raid, Onboard LAN und 6-Kanal Sound.

Für den 6-Kanal Sound ist ein Creative CT5880 Chip verantwortlich, der vermeintlich weniger CPU belastend sein sollte, als der AC97 Codec der letzten beiden Konkurrenten. Dazu jedoch im Verlauf der Benchmarks mehr. Auf einen S/PDIF-Ausgang muss man beim GA-8IEXP auch nicht verzichten. Das beigelegte Modul liefert sowohl einen analogen als auch optischen Ausgang.

Gigabyte GA-8IEXP - Anschlüsse - front
Gigabyte GA-8IEXP - Anschlüsse - front
Gigabyte GA-8IEXP - SPDIF-Modul
Gigabyte GA-8IEXP - SPDIF-Modul
Gigabyte GA-8IEXP - Board 4
Gigabyte GA-8IEXP - Board 4

Für OnBoard Raid sorgt beim GA-8IEXP aber leider kein HighPoint-Controller, sondern sein Promise Pendant. Mit ihm ist es nicht möglich, die zwei IDE-Raid-Ports auch für den normalen IDE-Festplatten-Betrieb zu nutzen, sondern man ist gezwungen ein Raid-Array einzurichten, wenn man die beiden Ports benutzen möchte. Die HighPoint Controller bieten hier indirekt ATA133, das Intel bisher nicht unterstützt.

Gigabyte GA-8IEXP - Raid
Gigabyte GA-8IEXP - Raid
Gigabyte GA-8IEXP - RAM-Slots
Gigabyte GA-8IEXP - RAM-Slots
Gigabyte GA-8IEXP - Board 3
Gigabyte GA-8IEXP - Board 3


Für Firewire sorgt ein auf dem Board verlöteter VIA VT6306 Controller und dank mitgelieferter Slotblende kann dieser auch gleich in Betrieb genommen werden.

Das Layout des GA-8IEXP ist wirklich sehr gut gelungen. Nicht nur, dass alle Anschlüsse konsequent am Rand der Platine liegen, sondern auch die Einfassung der zwei USB2.0- und drei Firewire-Anschlüsse auf der Platine sind eine erfreuliche Abwechslung, die dazu auch noch optisch aufgewertet wurden.

Gigabyte GA-8IEXP - USB-Firewire-Ports
Gigabyte GA-8IEXP - USB-Firewire-Ports
Gigabyte GA-8IEXP - USB-Modul
Gigabyte GA-8IEXP - USB-Modul
Gigabyte GA-8IEXP - Firewire-Modul
Gigabyte GA-8IEXP - Firewire-Modul


Das Dual Bios schützt zudem davor, dass man das Bios beim Flashen „zerlegt“. Tritt im „Main Bios“ ein Fehler auf, kann das „Backup Bios“ jederzeit als vollwertiger Ersatz herhalten. Als erster uns bekannter Hersteller liefert Gigabyte auch endlich ein wirkliches Multi-Language Bios aus. Deutsch ist diesem Bios keine Fremdsprache mehr, auch wenn ein deutsches Bios einem erfahrenen Benutzer teilweise eher verwirrend wirkt, als hilfreich. Das Flashen des Bios ist dank @Bios bequem unter Windows möglich und so können sich auch unerfahrene und ängstliche Benutzer durchaus einmal daran versuchen, die sonst durch die alte DOS-Oberfläche abgeschreckt werden.

Gigabyte GA-8IEXP - Anschlüsse - back
Gigabyte GA-8IEXP - Anschlüsse - back
Gigabyte GA-8IEXP - Board 2
Gigabyte GA-8IEXP - Board 2
Gigabyte GA-8IEXP - Dual Bios
Gigabyte GA-8IEXP - Dual Bios


Fraglich ist für uns der Sinn des aktiven Kühlers auf der Northbridge. Notwendig ist er in keinem Fall, verleit dem GA-8IEXP Dank seiner güldenen Färbung aber eine nicht zu verachtende optische Aufwertung. Vielleicht mag er in sehr warmen Gehäusen beim Overclocking das ein oder andere MHz mehr bringen, wirklich begründet ist er allerdings nicht. Erfreulich ist jedoch, dass er kaum hörbar ist. Leider muss man aus Erfahrung sagen, dass sich dieser Zustand bei derart kleinen Ventilatoren recht schnell ändert.

Gigabyte GA-8IEXP - IDE-Power-RAM
Gigabyte GA-8IEXP - IDE-Power-RAM
Gigabyte GA-8IEXP - NB-Lüfter
Gigabyte GA-8IEXP - NB-Lüfter
Gigabyte GA-8IEXP - Sockel
Gigabyte GA-8IEXP - Sockel

Stabilität

Auch beim GA-8IEXP von Gigabyte gab es keine böse Überraschung in Sachen Stabilität. Auch hier haben wir keinen Grund zum Klagen; das Board überstand unsere Tests tadellos.

Overclocking

Beim Overclocking kann das GA-8IEXP wirklich voll und ganz überzeugen. Welche Option man auch sucht, das Bios des GA-8IEXP lässt fast keine Wünsche offen.

Die DIMM-Spannung kann in 0,1V Intervallen um maximal 0,3V auf 2,9 Volt angehoben werden. Lediglich der VCore lässt sich nur bis auf maximal 1,725V hochschrauben. Wie üblich in 0,025V Schritten.

Großzügiger geht es wieder beim Front-Side-Bus zu. Zwischen 100 und 355MHz darf jeder Wert im 1MHz Intervall beliebig gesetzt werden. So hoch wird man den FSB stabil zwar nicht takten können, aber die Möglichkeit hätte man zumindest.

Auch auf den wichtigen PCI/AGP-Fix muss beim GA-8IEXP natürlich nicht verzichtet werden. Zwischen 33,33/66,66MHz und 50/100MHz darf man jede nur erdenkliche Taktmöglichkeit selbst wählen. Somit legen auch beim Gigabyte Board die AGP-Grafikkarte oder andere PCI-Komponenten dem erfolgreichen Übertakten keine Steine mehr in den Weg.

Dass man auch beim GA-8IEXP die DDR-RAM-Timings selbst einstellen darf, muss wohl eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden. Wie schon bei den anderen beiden Boards lief auch auf dem GA-8IEXP unser RAM ohne Beanstandungen auf den scharfen 2-2-2-5 Timings. Für alle, die sich nicht gerne mit Handbüchern beschäftigen, noch ein kleiner Tipp am Rande: Beim ersten Vorbeischauen im Bios wird man wahrscheinlich das Menü „Advanced Chipset Features“ vermissen und kann so die RAM-Timings nicht selbst verändern. Ein kurzer Druck von „STRG+F1“ schaltet dieses Menü jedoch frei.

Sehr hilfreich beim Übertakten ist das mitgelieferte „Easy Tune 4“ Programm von Gigabyte. Mit diesem kleinen Programm kann man alle Änderungen auch in Windows und ohne Neustart übernehmen.

FSB-Überprüfung:
Beim Front-Side-Bus lässt es Gigabyte auch etwas ungenauer zugehen und taktet den FSB mit 133,98MHz. Dank QDR-Bus ergeben sich so 535,91MHz und bei unserem Pentium4 2,4/533 insgesamt 2411,59MHz. Auch Gigabyte steigt somit in das muntere FSB-Übertakten ein und versucht wohl ebenfalls, sich so den ein oder andere Prozentbruchteil von der Konkurrenz abzuheben. Ob es erfolgreich ist, werden wir später in unseren Benchmarks klären.

Das MSI 845E Max2-BLR

Lieferumfang und Dokumentation

Gleiches Spiel auch beim 845E Max2-BLR von MSI. Zuerst widmen wir uns wieder einmal dem Inhalt der Packung und der Qualität der Dokumentation:

MSI Max2-BLR - Verpackung - front
MSI Max2-BLR - Verpackung - front
MSI Max2-BLR - Board
MSI Max2-BLR - Board

MSI Max2-BLR - Verpackung - back
MSI Max2-BLR - Verpackung - back
MSI Max2-BLR - Verpackung - Bluetooth
MSI Max2-BLR - Verpackung - Bluetooth

Das Handbuch des 845E Max2-BLR gehört ohne Zweifel zu dem besten, was wir bisher in unseren Händen halten durften. Zwar ist es wie alle anderen auch komplett in Englisch, bietet aber wirklich alles, was das Herz begehrt. MSI lässt keine Frage offen und geht sogar noch ausführlich auf die hauseigenen Tools und die Verwendung von 6-Kanal Audio ein. Über die Treiber Installation bis hin zur richtigen Konfiguration ist alles verständlich und bebildert erläutert.

MSI Max2-BLR - Lieferumfang
MSI Max2-BLR - Lieferumfang
MSI Max2-BLR - Bluetooth
MSI Max2-BLR - Bluetooth


Die „MSI Special Features“, wie die System-Tools im Handbuch betitelt werden, werden zwar nicht in jeder Einzelheit und Funktionsweise genau erklärt, man erhält aber einen guten Überblick, wofür Fuzzy Logic 4, PC Alert III, Live Bios/Live Driver und der Live Monitor zuständig sind und was überhaupt ihre Aufgabe ist.

Lobenswert ist auch bei MSI die Dokumentation des Bios. Auch MSI hat erkannt, dass man mehr als eine bloße Auflistung der verschiedenen Optionen bereitstellen kann und so vor allem weniger versierten Benutzern den Umgang mit dem Bios deutlich erleichtert.

Der Quick Installation Guide, der allgemein auf den Zusammenbau eines PCs eingeht, und das Promise Raid Handbuch runden die ohnehin schon sehr gute Dokumentation ab, so dass wir MSI bei der Dokumentation unser uneingeschränktes Lob aussprechen können.

Features


845E Max2-BLR

Ausstattung

Musste man bei dem GA-8IEXP noch auf Bluetooth verzichten, so liefert das 845E Max2-BLR genau dieses. Doch jede Medaille hat zwei Seiten und so muss man bei dem 845E Max2-BLR von MSI dafür auf Firewire verzichten. Jeder potentielle Käufer wird aber ohnehin abwägen müssen, aus welches Feature er verzichten kann, da bisher kein Hersteller alle Komponenten auf nur einem Board vereint.

MSI Max2-BLR - Anschlüsse
MSI Max2-BLR - Anschlüsse
MSI Max2-BLR - Board 2
MSI Max2-BLR - Board 2
MSI Max2-BLR - Board 4
MSI Max2-BLR - Board 4


Das Layout des 845E Max2-BLR weiß zu überzeugen, da auch MSI alle wichtigen Anschlüsse an den Rand der Platine verlegt hat und so die Kabelführung und den Anschluss vereinfacht. Eine so ordentliche Anordnung der IDE-, Floppy-Ports und des Power Connectors sieht man nicht häufig.

MSI Max2-BLR - Board 3
MSI Max2-BLR - Board 3
MSI Max2-BLR - IDE-Power-Anschlüsse
MSI Max2-BLR - IDE-Power-Anschlüsse
MSI Max2-BLR - Slots 2
MSI Max2-BLR - Slots 2


Die zusätzlichen Slotblenden gefallen uns ebenfalls sehr gut, da sich MSI beim S/PDIF-Out Modul z.B. nicht nur auf eben diesen Ausgang beschränkt, sondern gleichzeitig noch den Rear-Out und Center/Subwoofer-Out mit über dieses Modul nach außen führt. Zum Thema Sound lässt sich auch noch sagen, dass das MSI-Board hierbei ebenfalls auf den AC97 Codec mittels Realteks ALC650 setzt.

MSI Max2-BLR - Audio-Modul
MSI Max2-BLR - Audio-Modul
MSI Max2-BLR - Slots
MSI Max2-BLR - Slots
MSI Max2-BLR - Sockel und Lüfter
MSI Max2-BLR - Sockel und Lüfter


Das 845E Max2-BLR setzt ebenso wie das GA-8IEXP auf einen Raid Controller aus dem Hause Promise, den PDC20276. Somit kann man auch beim 845E Max2-BLR keine Festplatten über den Raid-Controller betreiben, ohne das diese ein Raid-Array bilden. ATA133 bleibt ihm somit genau wie dem GA-8IEXP schon in der Theorie verwehrt.

MSI Max2-BLR - ICH4 - Raid
MSI Max2-BLR - ICH4 - Raid
MSI Max2-BLR - IDE-RAM-Sockel-Kühler
MSI Max2-BLR - IDE-RAM-Sockel-Kühler
MSI Max2-BLR - Slots und Raid
MSI Max2-BLR - Slots und Raid


Mit Fuzzy Logic 4, PC Alert III, Live Bios/Live Driver und Live Monitor lässt es sich MSI aber nicht entgehen, dem geneigten Käufer gleich einige Programme zur Hand zu geben, die den Betrieb vereinfachen sollen. Fuzzy Logic 4 funktioniert dabei im Prinzip wie Easy Tune 4 von Gigabyte. Es ermöglicht ebenfalls die einfache Übertaktung und Veränderung der Spannungen unter Windows. PC Alert III überwacht zudem die Temperaturen, Lüfterdrehzahlen und Spannungsschwankungen. Live Bios/Live Driver und Live Monitor sollen dabei behilflich sein, automatisch immer die neuesten Treiber für das 845E Max2-BLR von der MSI Homepage zu erhalten. Eine bestehende Internetverbindung ist hierfür natürlich Voraussetzung.

MSI Max2-BLR - Bluetooth-Modul
MSI Max2-BLR - Bluetooth-Modul
MSI Max2-BLR - Verpackung - back2
MSI Max2-BLR - Verpackung - back2
MSI Max2-BLR - Bluetooth-Modul 2
MSI Max2-BLR - Bluetooth-Modul 2

Auch beim 845E Max2-BLR fanden wir auf der Northbridge einen aktiven Kühler vor, der Sage und Schreibe mit über 5000 Umdrehungen in der Minute arbeitet. Doch das wirklich Verblüffende daran ist, dass man ihn praktisch überhaupt nicht wahrnimmt, obwohl er so immens schnell dreht. Doch auch hier darf wohl die Frage erlaubt sein, ob er wirklich notwendig ist. Für den normalen Heimanwender wohl auf keinen Fall. Außerdem kann auch dieser Lüfter irgendwann nicht mehr rund laufen und dann eine zusätzliche Lärmquelle darstellen.

MSI Max2-BLR - Sockel und Kühler
MSI Max2-BLR - Sockel und Kühler
MSI Max2-BLR - USB-Modul
MSI Max2-BLR - USB-Modul

MSI Max2-BLR - USB-Modul 2
MSI Max2-BLR - USB-Modul 2
MSI Max2-BLR - Verpackung - back1
MSI Max2-BLR - Verpackung - back1

Stabilität

Um die Stabilität muss man sich auch beim 845E Max2-BLR aus dem Hause MSI keinerlei Sorgen machen. Wie schon alle anderen Boards leistete sich auch dieses keinen Schnitzer und konnte in unseren Test mit sehr guter Stabilität glänzen.

Overclocking

Die eigentlich guten Overclocking-Voraussetzungen des 845E Max2-BLR macht eigentlich nur eine einzige Tatsache ziemlich schnell wieder zunichte. Das Board bietet leider keine Möglichkeit den PCI/AGP-Takt in irgendeiner Weise zu fixieren, so dass andere Komponenten eventuell schon vor der CPU aussteigen und ein weiteres Übertakten verhindern.

Ansonsten darf man den Front-Side-Bus aber zwischen 133 und 233MHz in 1MHz Schritten frei setzen und auch der VCore kann von 1,5 auf maximal 1,80 Volt in 0,025V Abständen angehoben werden.

Die DIMM-Spannung kann zwischen 2,5 und 2,8 Volt in 0,1V Intervallen justiert werden und auch die AGP Voltage kann von 1,5 auf maximal 1,8V erhöht werden.

Bei den DDR-RAM-Timings erlebten wir keine Überraschung und so konnte auch das 845E Max2-BLR unseren Samsung RAM ohne Probleme mit den Timings 2-2-2-5 ansprechen.

FSB-Überprüfung:
Bei der Taktung des Front-Side-Bus macht MSI den anderen Boards vor, wie es richtig aussehen kann. Der FSB liegt bei 133,34MHz und der QDR-Bus somit bei 533,35MHz. Im Zusammenspiel mit unserem Pentium4 2,4/533 ergibt sich so die genaue Taktung von 2400,08MHz. So zeigt das 845E Max2-BLR sogar dem relativ gut abschneidenden IT7 von Abit, dass man den Takt noch genauer halten kann.

Testsystem

Als Testsystem kam der kürzlich von uns getestete Pentium4 2,4GHz mit 133MHz FSB zum Einsatz. Als Betriebssystem verwendeten wir Windows XP Professional. Dabei ließen wir das integrierte DirectX 8.1 unverändert. Funktionen wie System Restore oder automatische Systemupdates wurden deaktiviert. Um dennoch eine normale Arbeitsumgebung zu schaffen, haben wir als Qualitätseinstellungen für die Systemoberfläche mit geglätteten Schriften und der Standard Windows XP Oberfläche gearbeitet. Alle weiteren visuellen Optionen wurden ebenfalls aktiviert. Die Inno3D GeForce3 Ti200 wurden mit dem offiziellen Detonator in der Version 28.32 betrieben.

Abit IT7 Board - Überblick
Abit IT7 Board - Überblick
Epox EP-4BEAR - Board
Epox EP-4BEAR - Board

Gigabyte GA-8IEXP - Board
Gigabyte GA-8IEXP - Board
MSI Max2-BLR - Board
MSI Max2-BLR - Board

Benchmarks

Bei den Benchmarks griffen wir diesmal auf einen Mix zurück, der sowohl Spiele, Windows-Anwendungen als auch Rendering und Audio-Encoding berücksichtigte.

Viele Benchmarks basieren dabei auf tatsächlichen Anwendungen. Aber neben diesen praxisnahen Benchmarks kamen aber auch synthetische Benchmarks wie die 3DMarks zum Einsatz.

Um den Onboard Sound genauer unter die Lupe zu nehmen, haben wir nun auch bei den Pentium4-Boards unsere Benchmarks um zwei spezielle Programme erweitert, die sowohl die Qualität des Sounds als auch die entstehende CPU Auslastung durch den Onboard Sound ermitteln sollen.

SiSoft Sandra

Wieder einmal durfte SiSoft Sandra den ersten Schritt machen und uns die theoretische Streaming-Performance unserer vier neuen Kandidaten verdeutlichen. Nicht immer muss das Ergebnis dabei die spätere Reihenfolge in den Benchmarks wiederspiegeln. In den letzten Reviews gab es schon die ein oder andere Überraschung.

SiSoft Sandra 2002

 Integer Data:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
3.369
i850E - P4T533-C (PC1066)
3.336
i850E - D850EMV2 (PC1066)
3.322
i850E - D850EMV2 (PC800)
2.798
i850E - P4T533-C (PC800)
2.776
Asus - P4B533-E
2.053
Gigabyte - GA-8IEXP
2.047
EPoX - EP-4BEAR
2.039
i845G - D845GBV, GF3Ti200
2.034
MSI - 845E Max2-BLR
2.026
i845D - P4B266-E (PC266)
1.959
Abit - IT7
1.957
i845G - D845GBV (PC266)
1.639
 Floating Point:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
3.364
i850E - P4T533-C (PC1066)
3.324
i850E - D850EMV2 (PC1066)
3.317
i850E - D850EMV2 (PC800)
2.792
i850E - P4T533-C (PC800)
2.755
Asus - P4B533-E
2.056
Gigabyte - GA-8IEXP
2.045
EPoX - EP-4BEAR
2.035
i845G - D845GBV, GF3Ti200
2.034
MSI - 845E Max2-BLR
2.021
i845D - P4B266-E (PC266)
1.956
Abit - IT7
1.954
i845G - D845GBV (PC266)
1.628

Die Ergebnisse in SiSoft Sandra liegen alle im Bereich des Erwarteten. Etwas aus der Reihe fällt hier lediglich das IT7 von Abit, dass mit fast 100MB/s doch recht deutlich hinter den anderen i845E-Boards zurückliegt. Vielleicht wird dies aber schon mit zukünftigen Bios-Versionen der Vergangenheit angehören, da das Bios des IT7 momentan noch die aller erste Version darstellt. Doch da wir nur den aktuellen Stand testen können, heißt das Ergebnis hier ganz klar: Asus vor Gigabyte, Epox, MSI und Abit.

WinACE 2.11

Wie immer kam auch dieses Mal als weiterer Test für das Speicherinterface WinACE in der Version 2.11 zum Einsatz. Die Systeme mussten dabei bei maximaler Kompression einen Mix aus bereits gepackten und ungepackten Dateien, Musiktiteln, Dokumenten und Bildern mit insgesamt 390 MByte packen.

WinACE 2.11

i850E - P4T533 (RIMM4200)
7:43
i850E - P4T533-C (PC1066)
7:45
i850E - D850EMV2 (PC1066)
7:59
i845G - D845GBV, GF3Ti200
8:28
i850E - D850EMV2 (PC800)
8:37
i850E - P4T533-C (PC800)
8:40
Asus - P4B533-E
8:49
EPoX - EP-4BEAR
8:56
MSI - 845E Max2-BLR
8:57
Gigabyte - GA-8IEXP
8:58
Abit - IT7
9:00
i845D - P4B266-E (PC266)
9:04
i845G - D845GBV (PC266)
9:37
Angaben in Minuten, Sekunden

Auch in WinAce bestätigt sich die schlechtere Streaming-Performance des IT7, so dass es auch hier den schwarzen Peter unter den i845E-Platinen zugeschoben bekommt. Überraschend ist aber eigentlich nur der enorme Vorsprung des P4B533-E, dass die Konkurrenz glatt um mindestens sieben Sekunden überflügeln kann. Epox, MSI, Gigabyte und Abit liegen dann wieder recht nah beieinander, wenn auch nur knapp vor dem i845D. Unangefochten an der Spitze unserer Pentium4-Mainboards liegen nach wie vor sämtliche mit i850E ausgestatteten Probanden, geführt vom P4T533 mit RIMM4200.

Magix Music Maker

Im Magix Music Maker 3.03 galt es auch für unsere neuen Probanden eine 251MB große Wave-Datei in ein MP3 mit 128kBit und High Quality Settings zu encodieren. Da es sich um die gleiche Wave-Datei handelt, wie in allen bisherigen Tests, blieb die Vergleichbarkeit erhalten.

Magix Music Maker 3.03

Abit - IT7
36
i850E - P4T533 (RIMM4200)
37
i850E - P4T533-C (PC1066)
37
EPoX - EP-4BEAR
37
i850E - P4T533-C (PC800)
38
Asus - P4B533-E
38
i845G - D845GBV, GF3Ti200
38
i845D - P4B266-E (PC266)
39
i845G - D845GBV (PC266)
39
Gigabyte - GA-8IEXP
39
i850E - D850EMV2 (PC1066)
40
i850E - D850EMV2 (PC800)
40
MSI - 845E Max2-BLR
40
Angaben in Sekunden

Beim Music Maker aus dem Hause Magix dann plötzlich ein ganz anderes Bild. Das bisher am Ende des Feldes liegende IT7 kann sich nun alleine an die Spitze setzen und zusammen mit dem EP-4BEAR von Epox sogar die bisgerigen Spitzenreiter mit Rambus-Speicher übertrumpfen. Dieses Mal muss sich das 845E Max2-BLR von MSI mit dem letzten Platz begnügen, doch noch ist nichts entschieden.

Cinebench 2000

Dieser recht kompakte Benchmark beruht auf dem Raytracing-Programm Cinema 4D und gibt einen guten Überblick über die Rendering-Eigenschaften des CPU-Chipsatz-Memory Subsystems und durfte natürlich auch in diesem Test nicht fehlen.

Cinema 4D

 Shading (4D):
i850E - P4T533-C (PC1066)
19,25
i850E - P4T533 (RIMM4200)
19,24
i850E - D850EMV2 (PC1066)
18,79
Gigabyte - GA-8IEXP
18,77
i845G - D845GBV, GF3Ti200
18,67
Asus - P4B533-E
18,66
i850E - P4T533-C (PC800)
18,60
Abit - IT7
18,58
i845G - D845GBV (PC266)
18,56
EPoX - EP-4BEAR
18,49
i850E - D850EMV2 (PC800)
18,48
MSI - 845E Max2-BLR
18,42
i845D - P4B266-E (PC266)
18,22
 Shading (GL):
i850E - P4T533-C (PC1066)
31,55
i850E - P4T533 (RIMM4200)
31,50
MSI - 845E Max2-BLR
31,17
i850E - D850EMV2 (PC1066)
30,96
i850E - D850EMV2 (PC800)
30,76
EPoX - EP-4BEAR
30,66
Asus - P4B533-E
30,65
i850E - P4T533-C (PC800)
30,62
Gigabyte - GA-8IEXP
30,61
i845G - D845GBV, GF3Ti200
30,39
Abit - IT7
30,29
i845D - P4B266-E (PC266)
30,18
i845G - D845GBV (PC266)
24,23
 Raytracing:
Gigabyte - GA-8IEXP
24,08
Asus - P4B533-E
24,02
i850E - P4T533 (RIMM4200)
23,96
i850E - P4T533-C (PC1066)
23,90
i845G - D845GBV, GF3Ti200
23,78
Abit - IT7
23,78
MSI - 845E Max2-BLR
23,78
i850E - P4T533-C (PC800)
23,73
i850E - D850EMV2 (PC1066)
23,67
i850E - D850EMV2 (PC800)
23,67
i845D - P4B266-E (PC266)
23,61
EPoX - EP-4BEAR
23,44
i845G - D845GBV (PC266)
22,21
Angaben in Punkten

Beim Cinebench lagen die Ergebnisse immer schon recht nah beieinander, doch diesesmal sind sich die Boards überhaupt nicht einig, wer denn nun diesen Benchmark für sich entscheiden soll. Ist das 845E Max2-BLR im 4D Shading noch an der Spitze, findet es sich im OpenGL Shading plötzlich erneut am Ende des Feldes wieder. Einen eindeutigen Favoriten auszumachen fällt schwer, auch wenn das GA-8IEXP von Gigabyte zumindest in den beiden Teilen des Benchmarks, in denen die Grafikkarte nicht zum Zuge kommt, durch sein gutes CPU-Chipsatz-System den anderen etwas voraus zu sein scheint.

Quake 3 Arena

Quake 3 Arena und auf dieser Engine basierende Spiele dürfen zu Recht zu den speicherintensivsten Spielen gezählt werden. Dass die i845E-Mainboards hier nicht an ihrem großen Bruder, dem i850E, vorbeiziehen werden, dürfte damit schon im Vorfeld klar sein. Mit Quake 3 Arena steigen wir aber auch gleichzeitig in die grafik-basierenden Benchmarks ein und verlassen zumindest vorerst die theoretischen Benchmarks.

Quake 3 Arena

 640x480 - Normal:
i850E - P4T533-C (PC1066)
301,5
i850E - P4T533 (RIMM4200)
301,3
i850E - D850EMV2 (PC1066)
296,5
i850E - D850EMV2 (PC800)
277,4
i850E - P4T533-C (PC800)
275,1
i845G - D845GBV, GF3Ti200
267,5
Asus - P4B533-E
261,1
EPoX - EP-4BEAR
259,0
MSI - 845E Max2-BLR
258,5
Abit - IT7
257,4
Gigabyte - GA-8IEXP
257,3
i845D - P4B266-E (PC266)
257,2
i845G - D845GBV (PC266)
115,3
 800x600 - Normal:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
276,5
i850E - P4T533-C (PC1066)
276,5
i850E - D850EMV2 (PC1066)
273,0
i850E - D850EMV2 (PC800)
260,8
i850E - P4T533-C (PC800)
259,0
i845G - D845GBV, GF3Ti200
253,9
Asus - P4B533-E
249,2
EPoX - EP-4BEAR
248,8
MSI - 845E Max2-BLR
247,5
i845D - P4B266-E (PC266)
246,2
Abit - IT7
245,9
Gigabyte - GA-8IEXP
243,3
i845G - D845GBV (PC266)
78,8
 1024x768 - Normal:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
203,5
i850E - P4T533-C (PC1066)
203,3
i850E - D850EMV2 (PC1066)
203,2
i850E - D850EMV2 (PC800)
202,6
i850E - P4T533-C (PC800)
202,5
i845G - D845GBV, GF3Ti200
201,7
Asus - P4B533-E
200,5
EPoX - EP-4BEAR
200,2
Abit - IT7
199,8
Gigabyte - GA-8IEXP
199,7
MSI - 845E Max2-BLR
199,7
i845D - P4B266-E (PC266)
199,2
i845G - D845GBV (PC266)
51,4
 1280x1024 - Normal:
Gigabyte - GA-8IEXP
132,4
Abit - IT7
132,3
i850E - P4T533 (RIMM4200)
131,3
i850E - P4T533-C (PC1066)
131,3
i850E - D850EMV2 (PC1066)
131,3
i850E - P4T533-C (PC800)
131,2
i850E - D850EMV2 (PC800)
131,2
Asus - P4B533-E
131,2
i845G - D845GBV, GF3Ti200
131,2
EPoX - EP-4BEAR
131,2
MSI - 845E Max2-BLR
131,0
i845D - P4B266-E (PC266)
130,7
i845G - D845GBV (PC266)
32,1

Eigentlich ein klares Bild. Asus vor Epox, MSI, Abit und Gigabyte. Doch in 1280x1024 zeigt sich dann plötzlich wieder ein anderes Bild. Frei nach dem Motto "Die letzten werden die ersten sein", setzen sich das Gigabyte- und Abit-Board an die Spitze und dies sogar für diese Region überraschend deutlich mit über einem Frame.

Es bestätigten sich somit die Ergebnisse der letzten Benchmarks: Es geht verdammt eng zu zwischen unseren i845E-Platinen und mal ist der eine und das andere Mal wieder ein anderes Board vorne.

Vulpine GLMark v1.1

Die zweite OpenGL Hürde stellt auch für unsere vier neuen Mainboards mit i845E der Vulpine GLMark in der Version 1.1 dar. Dabei durften die Boards sich sowohl bei den niedrigsten als auch bei sehr hohen Settings regelrecht austoben und zeigen, was in ihnen steckt.

Vulpine GLMark v1.1

 640x480x16 - low:
i850E - P4T533-C (PC1066)
198,1
i850E - P4T533 (RIMM4200)
198,0
i850E - D850EMV2 (PC1066)
197,2
i850E - D850EMV2 (PC800)
194,6
i850E - P4T533-C (PC800)
194,3
Asus - P4B533-E
193,0
EPoX - EP-4BEAR
192,7
MSI - 845E Max2-BLR
192,3
Abit - IT7
192,1
Gigabyte - GA-8IEXP
191,3
i845G - D845GBV, GF3Ti200
146,9
i845D - P4B266-E (PC266)
146,2
i845G - D845GBV (PC266)
42,0
 1024x768x32 - high:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
67,6
i850E - P4T533-C (PC1066)
67,6
i850E - D850EMV2 (PC1066)
67,0
i850E - D850EMV2 (PC800)
66,8
Asus - P4B533-E
66,7
Abit - IT7
66,6
EPoX - EP-4BEAR
66,6
Gigabyte - GA-8IEXP
66,6
MSI - 845E Max2-BLR
66,6
i850E - P4T533-C (PC800)
66,5
i845G - D845GBV, GF3Ti200
49,4
i845D - P4B266-E (PC266)
49,3
i845G - D845GBV (PC266)
12,4

Die Ergebnisse unter hohen Qualitäts-Einstellungen können getrost unbeachtet bleiben, da die Boards hier alle so durch die Grafikkarte limitiert werden, dass sich keines einen Vorsprung herausarbeiten kann. Interessanter ist da schon eher das Ergebnis in 640x480. Diese Reihenfolge scheint sich zumindest im bisherigen Verlauf der Benchmarks immer mehr abzuzeichnen, da sie bereits mehrfach auftrat. Auch hier heißt es somit: Asus vor Epox, MSI, Abit und Gigabyte.

Doch an dieser Stelle muss man sich natürlich fragen, was ist wirklich entscheidend? Die Leistung in einer Auflösung von 640x480, in der ohnehin niemand spielt, der ein solches Board und natürlich auch ein passendes System besitzt, oder das Ergebnis in einer Auflösung, in der die meisten spielen und in der fast immer eher die Grafikkarte limitierender Faktor ist als das Mainboard? Doch können die Unterschiede der Mainboards oft nur in niedrigen Auflösungen richtig aufgezeigt werden, so dass sie zumindest in unseren Benchmarks wieder ihre Daseins-Erlaubnis erhalten.

Lightwave 7.0b

Bevor wir uns im nächsten Abschnitt den DirectX-Ergebnissen zuwenden, wagen wir noch einen Abstecher in die Rendering-Abteilung und lassen die Boards zwei Szenen aus Lightwave 7.0b rendern. Da es sich in unserem Test nur um Pentium4-Platinen handelt, kann die spezielle Pentium4 Optimierung der Software vernachlässigt werden. Schon in der Vergangenheit haben sich hier die Mainboards mit i850E-Chipsatz das ein oder andere Mal von der Konkurrenz überflügeln lassen.

Lightwave 7.0b

 Skullhead Newest:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
208,1
Gigabyte - GA-8IEXP
208,2
EPoX - EP-4BEAR
209,5
i850E - P4T533-C (PC1066)
209,6
i845G - D845GBV, GF3Ti200
210,0
Asus - P4B533-E
210,3
MSI - 845E Max2-BLR
210,3
i850E - D850EMV2 (PC1066)
211,0
i845D - P4B266-E (PC266)
211,0
Abit - IT7
211,1
i850E - D850EMV2 (PC800)
211,6
i845G - D845GBV (PC266)
211,7
i850E - P4T533-C (PC800)
214,8
 Radiosity Reflecting Things:
i850E - P4T533-C (PC1066)
60,2
i850E - P4T533 (RIMM4200)
60,5
i850E - D850EMV2 (PC1066)
60,9
Abit - IT7
61,0
Gigabyte - GA-8IEXP
61,0
i845G - D845GBV, GF3Ti200
61,1
Asus - P4B533-E
61,3
i845G - D845GBV (PC266)
61,4
MSI - 845E Max2-BLR
61,5
EPoX - EP-4BEAR
61,7
i845D - P4B266-E (PC266)
61,8
i850E - P4T533-C (PC800)
61,9
i850E - D850EMV2 (PC800)
62,1
Angaben in Sekunden

Ein neuer Benchmark ein neues Ergebnis. Unsere eben aufgestellte vorläufige Reihenfolge wird gleich wieder durcheinander geworfen und es scheint auch nicht viel Sinn zu machen, hier noch zu versuchen Ordnung hinein zu bringen. Doch es zeigt sich auch hier erneut, dass das GA-8IEXP in Benchmarks seine Qualitäten zu haben scheint, in denen es besonders auf das Zusammenspiel zwischen CPU und Chipsatz ankommt.

3DMark 2000

Wenn auch schon recht alt, stellt der 3D Mark 2000 aus dem Hause MadOnion.com auch weiterhin einen sehr aussagekräftigen Benchmark für Mainboards dar. Da die verwendeten Tests schon im Default-Run keine wirkliche Hürde für die GeForce3 Ti200 darstellen, können sich CPU, RAM und Chipsatz so richtig austoben.

3DMark 2000

 Default:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
10.023
i850E - P4T533-C (PC1066)
10.006
i850E - D850EMV2 (PC1066)
9.977
i850E - D850EMV2 (PC800)
9.854
i845G - D845GBV, GF3Ti200
9.852
i850E - P4T533-C (PC800)
9.846
Asus - P4B533-E
9.840
EPoX - EP-4BEAR
9.823
Gigabyte - GA-8IEXP
9.813
MSI - 845E Max2-BLR
9.786
Abit - IT7
9.777
i845D - P4B266-E (PC266)
9.750
i845G - D845GBV (PC266)
3.266
 640x480x16:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
13.196
i850E - P4T533-C (PC1066)
13.111
i850E - D850EMV2 (PC1066)
12.968
i850E - P4T533-C (PC800)
12.536
i845G - D845GBV, GF3Ti200
12.524
i850E - D850EMV2 (PC800)
12.487
Asus - P4B533-E
12.457
Gigabyte - GA-8IEXP
12.340
EPoX - EP-4BEAR
12.287
MSI - 845E Max2-BLR
12.282
Abit - IT7
12.257
i845D - P4B266-E (PC266)
12.248
i845G - D845GBV (PC266)
5.223
Angaben in Punkten

Im 3DMark 2000, der unseren ersten Direct3D Benchmark darstellt, behalten die fünf Kontrahenten zumindest einigermaßen eine geordnete Reihenfolge. Klar auf dem ersten Platz ist das P4B533-E von Asus, den zweiten und dritten teilen sich das EP-4BEAR und GA-8IEXP, der vierte geht an das 845E Max2-BLR und dieses Mal wieder am Ende unserer i845E-Mainboards ist das IT7 von Abit zu finden. Doch darf man ein paar Punkte Unterschied im 3DMark auch nicht überbewerten, da sie in realen Alltagsszenerien oft eher unbedeutend und kaum wieder zu finden sind.

CPU Mark

Ein beliebter Bestandteil des 3DMark 2000 ist der CPU Mark. In dieser Disziplin muss der Prozessor ohne große Hilfe der Grafikkarte zwei Spielszenen berechnen. Lediglich die T&L-Einheit und die Performance von Mainboard und Speicher sind bedeutend.

CPU Mark

i850E - P4T533 (RIMM4200)
673
i850E - P4T533-C (PC1066)
672
i850E - D850EMV2 (PC1066)
670
i850E - P4T533-C (PC800)
653
i850E - D850EMV2 (PC800)
650
i845G - D845GBV, GF3Ti200
650
Asus - P4B533-E
647
Gigabyte - GA-8IEXP
643
i845D - P4B266-E (PC266)
642
EPoX - EP-4BEAR
642
MSI - 845E Max2-BLR
640
Abit - IT7
638
i845G - D845GBV (PC266)
419
Angaben in Punkten

Der CPU Mark spiegelt als Teil des 3DMarks 2000 in diesem Fall sehr schön sein Endergebnis wieder. Gehen wir deshalb gleich zu seinem Nachfolger über.

3DMark 2001 SE

Wenn es derzeit einen Benchmark gibt, der immer wieder als das Vorzeigeprogramm die Leistung des eigenen Rechners repräsentieren muss, dann ist dies der 3DMark 2001 SE. Sicherlich einer der Hauptgründe, warum er auch diesmal wieder in unserem Benchmarkparcours zu finden ist.

3DMark 2001 SE

 Default:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
6.959
i850E - P4T533-C (PC1066)
6.947
i850E - D850EMV2 (PC1066)
6.940
i845G - D845GBV, GF3Ti200
6.903
Asus - P4B533-E
6.872
i850E - D850EMV2 (PC800)
6.863
i850E - P4T533-C (PC800)
6.860
EPoX - EP-4BEAR
6.858
MSI - 845E Max2-BLR
6.852
i845D - P4B266-E (PC266)
6.848
Gigabyte - GA-8IEXP
6.847
Abit - IT7
6.810
i845G - D845GBV (PC266)
1.641
 640x480x16:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
9.926
i850E - P4T533-C (PC1066)
9.904
i850E - D850EMV2 (PC1066)
9.807
i850E - P4T533-C (PC800)
9.567
i850E - D850EMV2 (PC800)
9.555
i845G - D845GBV, GF3Ti200
9.522
Asus - P4B533-E
9.431
Abit - IT7
9.396
EPoX - EP-4BEAR
9.352
Gigabyte - GA-8IEXP
9.344
MSI - 845E Max2-BLR
9.320
i845D - P4B266-E (PC266)
9.306
i845G - D845GBV (PC266)
3.036
Angaben in Punkten

Und wieder einmal bringt ein neuer Benchmark eine andere Reihenfolge zu Tage. Schneidet das IT7 im 'Default Run' noch relativ schlecht ab, ist es in 640x480 plötzlich das schnellste Board unserer vier neuen Kontrahenten. Eins lässt sich somit schon jetzt sagen: Jedes Board hat seine Qualitäten und eine feste Reihenfolge werden unsere Benchmarks wohl nicht ergeben. Zu gering sind die Performance-Unterschiede der i845E-Mainboards und zu unterschiedliche die Ergebnisse in den jeweiligen Tests. Aber auch im 3DMark 2001 bestätigt das P4B533-E seine Vormachtstellung in der Leistung und kann erneut in beiden Tests den ersten Platz für sich verbuchen.

Unreal Tournament

Auf den ersten Blick scheint der Ego-Shooter aus dem Hause Epic aufgrund seiner bereits etwas betagten Technik schon lange kein zeitgemäßer Benchmarkkandidat mehr zu sein. Mit dem so genannten "UT Bench", einer Aufzeichnung eines Multiplayer-Matches gegen eine Reihe von Bots, wurde jedoch eine kaum zu übertreffende Hürde für CPU und somit auch Board und Speicher geschaffen, die ein sehr klares Bild der Mainboard-Performance liefert.

Unreal Tournament - UTBench

 640x480x16:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
70,37
i850E - P4T533-C (PC1066)
69,78
i850E - D850EMV2 (PC1066)
68,65
i850E - D850EMV2 (PC800)
65,79
i845G - D845GBV, GF3Ti200
65,57
i850E - P4T533-C (PC800)
65,25
Asus - P4B533-E
65,13
MSI - 845E Max2-BLR
64,86
EPoX - EP-4BEAR
64,72
Gigabyte - GA-8IEXP
64,28
i845D - P4B266-E (PC266)
64,25
Abit - IT7
64,25
i845G - D845GBV (PC266)
36,09
 640x480x32:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
70,05
i850E - P4T533-C (PC1066)
69,74
i850E - D850EMV2 (PC1066)
68,53
i850E - D850EMV2 (PC800)
66,02
i850E - P4T533-C (PC800)
65,18
i845G - D845GBV, GF3Ti200
65,02
Asus - P4B533-E
65,01
EPoX - EP-4BEAR
64,63
MSI - 845E Max2-BLR
64,63
Gigabyte - GA-8IEXP
64,12
Abit - IT7
63,94
i845D - P4B266-E (PC266)
63,80
i845G - D845GBV (PC266)
29,99
 1024x768x16:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
67,92
i850E - P4T533-C (PC1066)
67,67
i850E - D850EMV2 (PC1066)
66,89
i850E - D850EMV2 (PC800)
64,21
i845G - D845GBV, GF3Ti200
64,00
Asus - P4B533-E
63,53
MSI - 845E Max2-BLR
63,21
EPoX - EP-4BEAR
63,18
Gigabyte - GA-8IEXP
62,89
Abit - IT7
62,45
i845D - P4B266-E (PC266)
62,40
i850E - P4T533-C (PC800)
61,96
i845G - D845GBV (PC266)
26,05
 1024x768x32:
i850E - P4T533 (RIMM4200)
67,84
i850E - P4T533-C (PC1066)
67,60
i850E - D850EMV2 (PC1066)
66,48
i850E - D850EMV2 (PC800)
63,86
Asus - P4B533-E
63,23
i845G - D845GBV, GF3Ti200
63,05
MSI - 845E Max2-BLR
62,68
EPoX - EP-4BEAR
62,62
Abit - IT7
62,37
Gigabyte - GA-8IEXP
62,27
i845D - P4B266-E (PC266)
62,20
i850E - P4T533-C (PC800)
61,83
i845G - D845GBV (PC266)
20,52

Auch wenn die Unterschiede in Unreal Tournament gewohnt marginal ausfallen, lässt sich hier doch wieder eine uns bereits bekannt Reihenfolge ablesen. Auf jeden Fall kann man fast am Ende unserer Benchmarks behaupten, dass das P4B533-E wohl ingesamt die beste Performance liefert. Doch Performance ist nicht alles und so wird wohl gerade das Preis/Leistungs-Verhältnis und der Lieferumfang in unserem Test das Zünglein an der Waage sein.

Audio Winbench 99

Das erste Mal in unserem Testparcours befindet sich der Audio Winbench 99 von ZDNet. Zwar mag die Kennziffer '99' auf einen veralteten Benchmark hindeuten. Doch auch heute noch verrichtet das Programm seinen Dienst. Der Audio Winbench mißt bei verschiedensten Soundqualitäten die Belastung des Hauptprozessor. Das Resultat ist somit ein Garant für die Qualität des OnBoard-Codecs. Besonders der AC97-Codec musste sich in der Vergangenheit oft nachsagen lassen, dass er den Prozessor zu stark belastet. Ob dies wirklich der Fall ist, soll nun dieser Benchmark klären.

Audio Winbench 99

 44,1 KHz, 16Bit, 32 Voices:
Gigabyte - GA-8IEXP
7,85
Abit - IT7
1,64
EPoX - EP-4BEAR
1,63
MSI - 845E Max2-BLR
1,63
Angaben in Prozent

Auch wir waren von diesem Ergebnis etwas überrascht. Ist es doch gerade der Hardware-Soundchip CT5880 von Creative auf dem GA-8IEXP, der mit 7,85 Prozent CPU-Auslastung ein sehr schlechtes Ergebnis erzielt und weit hinter dem Software AC97-Codec von Realtek landet, der auf den anderen drei Boards zum Einsatz kommt. Dass die Boards aus dem Hause Abit, Epox und MSI derart dicht beieinander liegen, war zu erwarten, da sie alle auf den AC97-Codec setzen und so die Voraussetzungen praktisch identisch sind.

Audio Analyzer

Auch der 'RightMark Audio Analyzer' feiert dieses Mal seine Premiere. Das Programm testet Sound-Chips auf ihre Qualität. Der Line-Out und Line-In der Soundkarte wird hierfür per Loop-Through-Kabel verbunden, so dass der 'Audio Analyzer' das ausgesendete und wieder aufgenommene Signal direkt mit einem Referenzwert vergleichen kann.

Bewertung der Audioqualität
Abit Epox MSI
Freq. response + + +
Noise level + + +
Dynamic range + + +
THD ++ ++ ++
IMD+noise + + +
Stereo crosstalk +++ +++ +++
Overall ++ ++ ++
Abit Realtek-Sound
Abit Realtek-Sound
Epox Realtek-Sound
Epox Realtek-Sound
MSI Realtek-Sound
MSI Realtek-Sound

Der Audio Analyzer ist sich einig. Er bescheinigt allen Boards eine sehr gute Sound-Qualität und dies mit identischen Ergebnissen. Verwunderlich ist das Ergebnis angesichts des identischen onboard Sound-Chips von Realtek aber nicht. Leider ließ sich der Audio Analyzer nicht auf dem Gigabyte GA-8IEXP durchführen, das als einziges Board auf eine andere onboard Sound-Lösung setzt. Der Audio Analyzer konnte das durchgeschleifte Sound-Signal nicht erkennen, so dass er den Test abbrach. Dass der CT5880 von Creative auf dem GA-8IEXP noch besser abgeschnitten hätte, als der ALC-650 AC97-Codec von Realtek, der bei den übrigen Kontrahenten zum Einsatz kam, darf angesichts der guten Ergebnisse aber bezweifelt werden.

In unserem Review macht der AC97-Codec ohnehin ein sehr gutes Bild. Nicht nur, weil er mit überraschend wenig CPU-Auslastung glänzte, sondern auch, weil er zusätzlich noch in der Sound-Qualität überzeugen konnte.

Fazit

An der Bewertung unserer vier neuen Kontrahenten scheiden sich sicher einmal mehr die Geister.

Gehen wir deshalb am besten nacheinander jedes Board für sich durch und erläutern, warum der Sprung nach ganz vorne nicht geglückt ist.

Das Abit IT7: Ohne Zweifel das interessanteste Board in unserem Review. Doch sein Mut zum Fortschritt wird ihm indirekt auch wieder zum Verhängnis, da man heutzutage einfach noch nicht erwarten kann, dass jeder Käufer über die entsprechende Peripherie verfügt, um dieses Board sinnvoll nutzen zu können. In Sachen Performance kann das IT7 zwar gut mithalten, sich aber nicht ganz an der Spitze des Feldes festsetzen, so dass es hier kleinere Abstriche hinnehmen muss. Ein sehr großer Vorteil des IT7 ist wohl der sehr gute HighPoint Raid-Controller, der gleich den Betrieb von acht zusätzlichen IDE-Festplatten ermöglicht und auf keinem anderen unser Mainboards zu finden ist. Deshalb können wir das IT7 von Abit auch allen Kunden wärmstens ans Herz legen, die über die notwendige Peripherie verfügen, nicht unbedingt das schnellste i845E-Mainboard besitzen müssen, aber wert auf Stabilität und jede Menge Anschlüsse der neuesten Generation legen. Hier kann kein anderes Board mit dem IT7 mithalten.

Abit IT7
Positive Eigenschaften
  • Ausstattung
  • Dokumentation
  • Stabilität
  • Performance
  • OnBoard LAN
  • HighPoint Dual-Raid
  • 10x USB 2.0
  • OnBoard Firewire
  • AGP/PCI-Takt Fix
  • Fortschrittlichkeit
Negative Eigenschaften
  • Preis
  • nur 4 PCI-Slots
  • keine Legacy Anschlüsse


Das Epox EP-4BEAR: Beim EP-4BEAR liegen die Mängel im Detail. Das Board hat uns eigentlich durchweg überzeugen können, jedoch vermissen wir Features wie OnBoard LAN, das mittlerweile zu einem Mainboard dieser Klasse unserer Meinung einfach dazu gehört, und Firewire oder Bluetooth. Dafür glänzt das EP-4BEAR von Epox natürlich mit dem günstigsten Preis und dies sogar noch bei einem HighPoint Raid-Controller, an den IDE-Festplatten auch ohne ein aufgebautes Raid-Array angeschlossen werden können. Doch um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen fehlt dem Board das gewisse Etwas. Wer aber auf Features verzichten kann, die er seiner Meinung nach ohnehin nie nutzen wird, der ist bei Epox an der richtigen Adresse und wird mit dem EP-4BEAR sicherlich glücklich werden.

Elito EPoX EP-4BEAR
Positive Eigenschaften
  • Preis
  • Ausstattung
  • Dokumentation
  • Stabilität
  • Performance
  • Service
  • 6 PCI Slots
  • HighPoint Raid
  • USB 2.0
  • AGP/PCI-Takt Fix
  • kein 12V-Stecker nötig
Negative Eigenschaften
  • kein OnBoard LAN
  • kein Bluetooth/Firewire

Das Gigabyte GA-8IEXP: Warum kann das GA-8IEXP nicht mit dem P4B533-E gleichziehen oder dieses sogar überholen? Dies ist ganz einfach mit der etwas schlechteren Leistung des GA-8IEXP zu begründen, die einfach nicht an das unangefochtene P4B533-E heranreicht. Ansonsten bietet das Board aus dem Hause Gigabyte so gut wie alles. Bei Gigabyte hat man Firewire den Vorzug vor Bluetooth gegeben, so dass man hierauf verzichten muss. Leider setzt man in Sachen Raid-Controller zudem auf Promise und nicht HighPoint, so dass er auch wirklich nur als Raid-Controller genutzt werden kann. Sicherlich kein Verhängnis, aber trotzdem ein kleiner Wermutstropfen.

Gigabyte GA-8IEXP
Positive Eigenschaften
  • Lieferumfang
  • Ausstattung
  • Dokumentation
  • Stabilität
  • Performance
  • OnBoard LAN
  • 6 PCI Slots
  • Promise Raid
  • USB 2.0
  • Firewire
  • AGP/PCI-Takt Fix
  • OnBoard Sound
  • Dual Bios
  • Q-Flash
  • Easy Tune 4
Negative Eigenschaften
  • Preis
  • aktiver Northbridge-Lüfter


Das MSI 845E Max2-BLR: Dem 845E Max2-BLR wird eine einzige Eigenschaft zum Verhängnis: Die für das Übertakten so eklatant wichtige PCI/AGP-Fix Option im Bios fehlt! Dies zieht natürlich eine relativ schlechte Wertung im Bereich 'Overclocking' nach sich, so dass dem Board der Sprung zum P4B533-E verwehrt bleibt. Trotz etwas schlechterer Performance hätte es sonst wohl dennoch mit diesem gleichziehen können, da der Lieferumfang exzellent ist. Anders als Gigabyte gibt MSI Bluetooth den Vorzug und verzichtet dafür auf Firewire. Hier muss sicherlich der Käufer entscheiden, auf welche der beiden Techniken er verzichten kann, da man dies pauschal keinesfalls beurteilen kann.

MSI 845E Max2-BLR
Positive Eigenschaften
  • Lieferumfang
  • Ausstattung
  • Dokumentation
  • Stabilität
  • Performance
  • OnBoard LAN
  • 6 PCI Slots
  • Promise Raid
  • USB 2.0
  • Bluetooth-Modul
  • OnBoard Sound
  • Fuzzy Logic 4
  • PC Alert III
  • Live Bios/Live Driver
Negative Eigenschaften
  • kein AGP/PCI-Takt Fix
  • aktiver Northbridge-Lüfter
  • Preis


Wir hoffen in diesem Fazit eines klar gemacht zu haben: Jedes Board hat seine Vorzüge, aber auch seine Schwächen, die es zu beachten gilt. Deshalb sollte man gerade in diesem Review nicht nur auf die Gesamtwertung achten, die bei allen Konkurrenten sehr dicht beieinander liegt, sondern speziell bei den Unterkategorien genauer hinsehen, da sich diese teilweise doch recht deutlich unterscheiden. Am Ende muss aber ohnehin jeder für sich selbst entscheiden, welches Board für ihn am ehesten in Frage kommt. Diese Entscheidung können und wollen wir niemandem abnehmen.

Für Fragen ist wie immer das Forum [2] zuständig.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/arbeitsspeicher_chips/ddr333_400_speicherroundup/
  2. http://www.forumbase.de/
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