Vorwort
Nachdem wir uns in letzter Zeit schon mehrfach mit den Prozessoren von Intel befasst hatten, möchten wir uns nun auch die passenden Mainboards mit den verschiedenen zur Zeit auf dem Markt befindlichen Chipsätzen genauer ansehen. Damit erweitern wir auch unsere Mainboard-Reviews, die sich bisher nur auf Plattformen für den AMD Athlon konzentrierten, um eine neue Sparte.
In unserem ersten Review widmen wir uns dabei in erster Linie dem Unterschied zwischen Rambus- und DDR-RAM-Plattformen.
In der Theorie sollte nur Rambus einem Pentium4 die maximale Leistung entlocken können und nachdem sich auch Intel offiziell der DDR-RAM-Unterstützung verschrieben hat, war es besonders die Konkurrenz, die von der „Kastration des Pentium4“ sprach. Ob sich dies auch in der Theorie bewahrheitet, möchten wir klären und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Speichertechnik gegenüberstellen. Deshalb haben wir zwei Vertreter der DDR-RAM-Riege gegeneinander und gegen eine Rambus-Plattform antreten lassen.
Als DDR-RAM-Plattformen dienten uns dabei das ASUS P4B266-E mit i845(D)-Chipsatz und das ASUS P4S333 mit SiS645-Chipsatz. Für die Rambus-Plattform sprang das aus unseren Prozessortest bekannte Intel D850MD mit i850-Chipsatz in die Bresche.
Doch bevor wir die einzelnen Mainboards genauer vorstellen und uns der Praxis zuwenden, betrachten wir die verschiedenen Chipsätze in der Theorie.
Die Chipsätze
| Features | Intel 850 | Intel 845D | SiS 645 |
|---|---|---|---|
| Unterstützte CPU-Sockel | Sockel 423/478 | Sockel 478 | Sockel 478 |
| Multiprozessor Unterstützung | ja | nein | nein |
| Northbridge | Intel KC82850 | Intel 82845 | SiS 645 |
| Southbridge | Intel 82801 BA | Intel 82801 BA | SiS 961 |
| Front-Side-Bus | 100/(133)MHz | 100/(133)MHz | 100/(133)MHz |
| Speichertakt | 400MHz | 100/133MHz | 100/133/166MHz |
| Asynchroner Speichertakt | ja | ja (3:4) | ja (3:4/3:5) |
| FSB Übertaktung (je nach Taktgeber) | bis 133MHz | bis 200MHz | bis 166MHz |
| max. Anzahl Dimm-Slots | 4 (Rimm) | 3 | 3 |
| max. Speicher | 2048 | 2048 | 3072 |
| SDRAM Unterstützung | nein | nein | ja |
| DDR-SDRAM Unterstützung | nein | ja | ja |
| (Dual)-Rambus Unterstützung | ja | nein | nein |
| Ultra-DMA/33/66/100/133 | ja/ja/ja/nein | ja/ja/ja/nein | ja/ja/ja/nein |
| AGP 1x/2x/4x | ja/ja/ja | ja/ja/ja | ja/ja/ja |
| max. Anzahl PCI-Slots | 6 | 6 | 6 |
| USB-Ports | 4 | 4 | 6 |
| USB 2.0 | nein | nein | nein |
| I/O-Link | Hub Interface (266MB/s) | Hub Interface (266MB/s) | MuTIOL (533MB/s) |
Dass Intel anfänglich nur auf Rambus für den Pentium4 setzte, dürfte jedem bekannt sein. Dies war vor allem dadurch begründet, dass einzig Rambus dazu in der Lage war dem hohen Speicherdurchsatz des Pentium4 gerecht zu werden. Denn anders als etwa ein AMD Athlon, der mit PC2100 seinen Speichdurchsatz schon komplett ausschöpfen kann, bringt es ein Pentium4 mit 100MHz FSB schon auf 3,2GB. Für optimale Leistung sollte der Durchsatz des Speichers immer mindestens genauso hoch sein wie der des Prozessors. Da Rambus genau dies erfüllt und PC2100 im normalen Betrieb eben nicht, war der Schritt zu Rambus von Intel eigentlich nur logisch. Doch der Markt hat den Speicher zum großen Teil nicht angenommen, so dass man sich nun auch bei Intel immer mehr auf DDR-RAM konzentriert. Hier kommt der i845D ins Spiel, der nun auch offiziell von Intel DDR-RAM unterstützt. In Intels Dokumenten taucht der i845D immer ohne das bezeichnende „D“ auf. In seiner Entwicklungsphase trug er diesen Zusatz und auch heute wird er noch oft verwendet, um den Unterschied zu seinem Vorgänger zu kennzeichnen, der für SD-RAM ausgelegt war.
Der i845(D) unterstützt auch DDR-RAM und soll so dem Pentium4 zu einer größeren Beliebtheit verhelfen. Durch die größere Verbreitung des DDR-RAMs und einen Betrieb, der keine Dual-Channel-Technik verlangt wie beim i850, sollte dies auch möglich sein. Doch zumindest in der Theorie muss man eben wegen des noch fehlenden Dual-Channel-Support auch eine schlechtere Leistung in Kauf nehmen, da der i845D mit einer DDR266-Unterstützung nur maximal 2,1 GByte Daten transferieren kann. Der Pentium4 kann aber bis zu 3,2 GByte liefern.
Genau diesen Abstand verkleinert SiS mit seinem SiS645, der im Gegensatz zum i845D schon DDR333 und somit maximal 2,7 GByte Datentransfer unterstützt. Bleibt aber eine Differenz von 0,5 GByte, die man mit DDR-RAM wohl erst mit DDR400 oder aber Dual-Channel-Technik schließen können wird.
Auf dem Papier ist der SiS645 dem i845D ein kleines Stück voraus. So liegt der maximale Speicherausbau mit 3072 MB insgesamt 1024 MB über dem des i845D und bei der Anzahl der maximal möglichen USB-Anschlüsse liegt er mit 6 zu 4 auch leicht vorne. Die meisten Kunden werden aber wohl keine 6 USB-Anschlüsse benötigen, so dass dieser „Vorteil“ außer Acht gelassen werden kann. Eine weitere interessante Technik von SiS ist der so genannte „Multi-Thread I/O Link“, der die Datenübertragung zwischen North- und Southbridge beschleunigen soll. Normalerweise findet die Kommunikation dieser beiden Komponenten über den PCI-Bus statt, der aber nur 133 MB/s übertragen kann. Durch die Verbindung über den Multi-Thread I/O Link von SiS sind 533 MB/s möglich. Intels „Hub Interface“, das die North- mit der Southbridge (I/O Controller Hub - ICH) verbindet, ermöglicht „nur“ 266 MB/s.
Das P4B266-E
Lieferumfang und Dokumentation
Der Lieferumfang des P4B266-E gehört sicherlich zur gehobenen Klasse, was sich vor allem in den Features des Boards deutlicher zeigen wird. Der Verpackung liegen folgende Komponenten bei:
- P4B266-E
- P4B266-E Support CD (Rev. 26.04)
- Gameport/USB 2.0 Modul
- S/PDIF Modul
- ATX Slotblende
- Zwei Ultra ATA/133/100/66 IDE-Kabel
- Ein Floppy-Kabel
- Drei zusätzliche Jumper
- Englisches Handbuch (User Guide)
- „Quick Setup Guide“ und „Reference Card“
- 'Jumper und Connector“ Sticker



Das Handbuch erfüllt die gewohnt hohe Qualität, die wir schon aus den Reviews der Mainboards für den SockelA kennen. Es ist zwar nach wie vor komplett in Englisch gehalten, gibt aber Aufschluss über alle Komponenten, die wichtigen Schritte zu Inbetriebnahme, Anschlüsse, BIOS Einstellungen und gibt im letzten Kapitel sogar noch weiter Informationen zu den ASUS Programmen auf der Support-CD. Auf diese Programme gehen wir jedoch später noch etwas genauer ein.
Der „Quick Setup Guide“ oder auch die „Kurzanleitung“ geht, wie der Name schon sagt, kurz auf die wichtigen Punkte bis zur Inbetriebnahme des neuen Mainboards ein. Folgende Punkte werden dabei der Reihe nach betrachtet:
- Konfiguration des Motherboards
- Installation des Speichers
- Installation von CPU und „Ventilatorkasten“ (hiermit ist der Kühler gemeint)
- Verbinden von IDE und Diskettenlaufwerkkabel
- Montage des Motherboards
- Verbinden von Disketten- und IDE-Laufwerk
- Verbinden der Gehäuse-LEDs
- Installation von Erweiterungskarten
- Verbinden der Stromkabel
- Verbinden von Tastatur, Maus, Monitor und Lautsprechern
- Einschalten



Dieser mehrsprachigen, auch deutschen, „Kurzanleitung“ liegt die „Quick Reference Card“ bei, welche die zum jeweiligen Abschnitt gehörenden Komponenten kennzeichnet. Als Grundlage dient dazu ein vereinfachtes Schema des Boardlayouts. Ebenfalls sehr hilfreich ist hier der schnelle Überblick über die Anschlussleiste für die Gehäuse-LEDs.
Auf dem „Jumper und Connector“ Sticker sind, wie der Name auch schon vermuten lässt, alle auf dem Board befindlichen Anschlüsse und Jumper eingetragen. Asus empfiehlt diesen Sticker auf das Gehäuse zu kleben, um so immer schnell nachsehen kann, wo sich der Anschluss/Jumper befindet, den man gerade benötigt. Bei den Jumpern sind hierbei zusätzlich die jeweils möglichen Belegungen mit eingezeichnet. Auf dem Sticker ist der Raid Controller zwar noch als ATA/100-Version und nicht in der aktuellen ATA/133-Version eingezeichnet, ansonsten stellt dieser Sticker aber eine nette Ergänzung dar, die das Suchen nach der richtigen Seite im Handbuch das ein oder andere Mal verhindert.
Features
P4B266-E
- Formfaktor
- Socket 478 ATX (30.5cm x 24.5cm)
- Prozessor
- Unterstützt Pentium4 (Sockel478)
- Automatische CPU Erkennung
- 400MHz Quad Pumped Bus (533MHz durch Übertaktung)
- Chipsatz
- Intel 845D (Brookdale) Chipsatz (passiv gekühlt)
- ICH2 Southbridge
- RAM
- 3x 184 Pin DIMMS (DDR RAM)
- Unterstützt PC1600/2100 DDR RAM mit 2,5V
- Maximale Speichergröße: 2GB
- Erweiterung-Slots
- 1x AGP 4x Slot
- 6x 32 Bit PCI Slots
- 1x CNR Slot
- 3x Lüfteranschlüsse (monitorfähig)
- 2 IDE Ports (UDMA 33/66/100)
- Externe Anschlüsse
- 1x Parallel Port
- 2x Serielle Ports
- 4 USB 1.1 Ports (2x intern, 2x per Slotblende)
- 4 USB 2.0 Ports (2x intern, 2x per Slotblende)
- 1x Game Port per Slotblende
- 1x Microphone in
- 1x Line in
- 1x Line Out
- 1x S/PDIF Digitalausgang/-eingang (über Slotblende)
- Bios
- 2MBit Award Bios
- Multiplikator manipulierbar im Bios (nur wenn CPU unlocked ist)
- Front Side Bus in 1MHz Schritten manipulierbar im Bios (100-200MHz)
- CPU Spannung regulierbar im Bios (1,50-1,70V) per „Over-Volt“ Jumper bis 1,75 im Bios
- VDimm Spannung regulierbar auf Board (2,5-2,7V)
- Interrupt Mode APIC (bis zu 24 IRQs)
- Besonderheiten
- Onboard Promise IDE ATA/133 Raid Controller (optional)
- Dolby Digital 6-Kanal C-Media CMI8738 Sound (optional)
- Onboard LAN
- Nec USB 2.0 Controller (optional)
- Asus Post Reporter
- Asus MyLogo
- Asus EZ Plug
- AGP Warning LED (leuchtet bei 3.3V Karten)
- Asus i-Panel Connector
- Smart Card Reader Connector
- Secure Digital und Memory Card Connector
- Chassis open alarm lead
- Sonstige Funktionen
- Keyboard Power-On, Suspend To RAM
- Wake-On-LAN, Wake-On-Modem, Wake on USB-Device
Ausstattung
Wenn man sich das P4B266-E ansieht, wird man am Layout des Boards nicht viel zu bemängeln haben. Die Lage des ATX Power Connectors und EZ Plug erscheint auf den ersten Blick etwas weit an die rechte äußere Seite des Mainboards gerutscht zu sein, jedoch ist so auch eine Führung des Kabels möglich, die nicht quer über den CPU-Sockel und somit Kühler gehen muss. Die IDE und Floppy-Ports liegen wie gewohnt am Rande des Mainboards, wo sie leicht zu erreichen sind. Lediglich bei der Verwendung des Raid-Constrollers kann man nicht alle sechs PCI-Steckplätze in voller Länge bestücken. Dies ist aber nur verständlich, da in der oberen Hälfte des Boards schlichtweg kein Platz mehr für die zusätzlichen Anschlüsse gewesen wäre.



Positiv fällt auch der Sitz des Gameport-Anschlusses auf dem Board auf. Er liegt links neben dem ersten PCI Slot, so dass man diesen nicht mehr nutzen kann, wenn man den Gameport anschließt. Doch was ist daran positiv? Es wird von vorne herein kaum jemanden geben, der den ersten PCI-Steckplatz nutzen wird. Zum einen weil der AGP-Slot genau daneben liegt und er so meistens sowieso durch den Grafikkartelüfter verbaut ist und zum anderen ist er mit dem AGP-Slot „geshared“. Hätte Asus den Anschluss neben einen anderen PCI-Slot gelegt, würde ein weiterer Steckplatz wegfallen. So gilt dies nur für den in der Regel ohnehin ungenutzten ersten PCI-Slot. Bei der Fülle von sechs PCI-Steckplätzen dürfte aber niemand in akuten Slotmangel geraten.
Doch bevor wir uns noch länger mit dem Layout aufhalten, wollen wir genauer auf die zum Teil bereits angerissenen Features eingehen.
Besonders auffällig dürften dabei der Onboard Promise ATA/133 Raid, NEC USB 2.0 Controller und C-Media 6-Kanal CMI8783 Soundchip sein. Besonders der NEC USB 2.0 Controller stellt eine wirkliche Besonderheit dar. Mit diesem Controller ist es Asus möglich, trotz ICH2 schon USB 2.0 anzubieten. Und dies tut man auch äußerst konsequent. Neben den beiden externen USB 2.0 Anschlüssen an der Boardrückseite, liegt dem P4B266-E eine Slotblende bei, die weitere zwei USB 2.0 Anschlüsse liefert. Die meisten anderen Mainboard-Anbieter verzichten momentan aus Kostengründen auf diesen USB 2.0 Controller von NEC, da er in der Anschaffung nicht gerade billig ist. Sie warten auf den ICH4, in den die USB 2.0 Unterstützung bereits integriert ist.



Der C-Media 6-Kanal Audiochip verrichtet seine Arbeit sehr ordentlich und bietet im Vergleich zu einer softwareseitigen Berechnung per AC97-Codec natürlich den Vorteil, dass er der CPU einiges an Rechenarbeit abnimmt und so besonders bei Multimedia-Anwendungen den Prozessor nicht unnötig belastet. Erfreulicherweise liegt dem P4B266-E gleich eine Slotblende bei, welche den S/PDIF Ein- und Ausgang nach außen führt. Optische Anschlüsse werden aber nicht geboten. Trotzdem sollte man als Heimanwender überlegen, ob man dieser Ausstattung überhaupt noch eine zusätzliche Soundkarte benötigt. Einen wirklich ersichtlichen Grund sehe ich dafür eigentlich nicht, es sei denn man möchte professionelle Audiobearbeitung betreiben.



Onboard 10/100MBit Lan gehört mittlerweile zu fast jedem aktuellen Mainboard und darf natürlich auch beim P4B266-E nicht fehlen. Da der ICH2 diese Funktion integriert hat, wäre es auch eine Verschwendung sie nicht zu nutzen. Eine zusätzliche Netzwerkkarte ist hier absolut unnötig. Der integrierte Intel Pro/100 VE Adapter verrichtet seinen Dienst absolut zuverlässig und fehlerfrei.
Ein weiteres Feature, das bei immer mehr Mainboard-Hersteller Einzug erhält, heißt bei Asus „EZ Plug“. Dabei handelt es sich schlicht und einfach um einen auf dem Mainboard verbauten Stromanschluss, der die Nutzung des 2x2-poligen ATX12V-Steckers unnötig macht. Schließt man an den „EZ-Plug“ einen normalen 4-poligen Stromanschluss des Netzteils an, braucht man kein Pentium4 taugliches Netzteil mehr. Unsere Versuche komplett ohne einen der beiden Anschlüsse zu booten, schlugen fehl. Eine der beiden zusätzlichen Stromquellen muss man dem Prozessor somit zur Verfügung stellen.
„Asus Update“ bietet dem Benutzer das einfache Flashen des Bios unter Windows an, was einige ängstliche Gemüter vielleicht doch das ein oder andere Mal dazu verleiten dürfte, ihr Bios auf den neuesten Stand zu bringen. In Verbindung mit „Asus MyLogo“ hat man zudem die Möglichkeit ein eigenen Logo in das Bios zu integrieren, das beim Booten angezeigt wird. Asus liefert auf der Treiber-CD eine kleine Auswahl vorgefertigter Bilder mit. Die Boot-Logo-Funktion lässt sich natürlich über das Bios de- und aktivieren.
Der „Asus Post Reporter“ macht endlich Schluss mit den einfachen Beep-Codes des Bios bei Fehlern, die während des Power-On-Self-Test (POST) auftreten. Anders als andere Hersteller, die die Fehler über eine Debug-Card ausgeben, gibt Asus den Fehler oder andere Systemnachrichten über Sprachmeldungen (Vocal POST Messages) aus. Normalerweise werden diese Meldungen auf Englisch ausgegeben, jedoch liegt der Treiber-CD ein Programm bei, mit dem man diese Meldungen entweder in einer anderen Sprache ausgeben lassen oder komplett selbst erstellen kann. Leider gibt es bei dem deutschen Sprachsatz nicht für jede Meldung einen eigenen Text, da der Speicherplatz hierfür nicht ausreicht. Uns gefallen die englischen Meldungen dabei aber auch am besten. Treten allerdings keine Probleme beim Booten auf, werden die meisten Benutzer den „Post Reporter“ aber wohl im Bios deaktivieren, da solche Sprachmeldungen wie „System completed Power-On Self Test. Computer now booting from operating system“ auf Dauer doch etwas nervig werden können. Wir empfehlen hier ganz einfach, den „Post Reporter“ nur zu aktivieren, wenn Fehler beim Booten auftreten.
Ein weitere Feature ist das so genannte „Chassis open alarm lead“, das in Verbindung mit dem richtigen Chassis das unautorisierte Öffnen und Entfernen von Komponenten verhindern soll.
Kurz ansprechen wollen wir auch die APIC-Funktion im Bios. Bei der Wahl des Interrupt Modus hat man die Auswahl zwischen PIC und APIC. Entscheidet man sich für PIC (Programmable Interrupt Controller) so stehen dem Board nur die normal üblichen 16 Interrupts zur Verfügung. Mit der Funktion APIC (Advanced Programmable Interrupt Controller) können noch weitere Interrupts als die normalen 16 verwendet werden. IRQs in den Regionen von 20-24 sind so keine Seltenheit mehr.
An der mitgelieferten Support-CD kann eigentlich nur bemängelt werden, dass die Installation des USB 2.0 Controllers und des 6-Kanals-Sounds nicht selbständig abläuft, sondern über den Geräte Manager vorgenommen werden muss. Auf der CD finden sich neben den nicht selbst installierenden Treibern für USB 2.0 und 6-Kanal-Sound lediglich ReadMEs, die erläutern, wie die Installation vorgenommen werden muss. Alle anderen Komponenten können bequem aus dem Menü der Support-CD installiert werden.



An der Ausstattung des P4B266-E kann man wohl kaum etwas bemängeln. Das Board schöpft aus den Vollen und lässt wohl kaum Wünsche offen. Von Lan, Sound, Raid und USB 2.0 ist alles, was Rang und Namen hat, auf dem Board vertreten und für Asus typisch, verfügt das Board über weitere Features, die das Arbeiten erleichtern sollen.
Stabilität
Absolut nichts zu bemängeln hatten wir an der Stabilität des P4B266-E. Beim RAM konnten wir die schärfsten Settings wählen und erhöhten zusätzlich die Spannung für den DDR-RAM auf 2,7 Volt. Und selbst mit diesen schnellst möglichen Einstellungen verrichtete das Board seinen Dienst absolut fehlerfrei. Wir hatten in unserer Testzeit nicht einen einzigen Absturz zu beklagen und trotz der Fülle an zusätzlichen Features liefen alle Komponenten problemlos. Auch die Asus typischen Features wie „EZ Plug“, der „Asus Post Reporter“, „Asus Update“ und „MyLogo“ funktionierten einwandfrei.
Der „Post Reporter“ gab beim jeweiligen Anlass die für ihn vordefinierten Meldungen aus und gab bei unseren Tests ohne RAM oder 12V-Stecker zu booten die richtigen Sprachmeldungen aus.
In Sachen Stabilität konnte das P4B266-E somit voll überzeugen. Von einem Board dieser Preisklasse und von einem Markenhersteller wie Asus sollte man heutzutage aber auch nichts anderes erwarten dürfen.
Overclocking
Beim Overclocking geht Asus den bekannten Weg und teilt diese Funktionen auf Bios und Jumper auf.
Die VDimm-Spannung (2,5-2,7V) kann weiterhin ausschließlich per Jumper auf dem Board erhöht werden. Hier muss man Asus aber eine kleine Unachtsamkeit bei der Dokumentation vorwerfen. Der Jumper für die Erhöhung der VDimm-Spannung ist zwar dokumentiert, allerdings lässt sich nirgends eine Angabe finden, wie hoch die Spannung beim Umstecken des Jumpers denn nun eigentlich erhöht wird. Nur mit sehr viel Mühe bekommt man die angelegte Spannung selbst heraus. Die VDimm-Spannung lässt sich leider auch nur per Jumper auf dem Board umstellen. Eine einfache Option hierfür fehlt im Bios.
Bei dem Front-Side-Bus und Multiplikator hat man die Wahl zwischen Bios oder Jumper. Sie können entweder per Jumper auf der Platine umgestellt werden, oder aber bequem im Bios, wenn man das Board per Jumper in den „Jumper Free“ Modus versetzt, wie es standardmäßig ausgeliefert wird. Wählt man aber den „Jumper Mode“, so werden die Einstellungen über DIP-Switches vorgenommen. Natürlich bietet das Bios auf Grund der beschränkten Möglichkeiten eines DIP-Switches dabei die umfangreicheren Optionen.
So darf der FSB im Bios von 100-200MHz in 1MHz Schritten frei gewählt und der Multiplikator von 8,0x bis 24,0x in Abständen von 1,0 frei gesetzt werden. Dies kommt jedoch nur bei „unlockten“ Pentium4 Prozessoren zum Tragen, die man im Handel nicht erstehen kann. Damit der DDR-RAM nicht nur mit 100MHz angesprochen wird, kann man das Taktverhältnis von 1:1 auf 4:3 umstellen, so dass der FSB 100MHz beträgt, der RAM aber mit 133MHz betrieben wird.
Da beim Pentium4 eigentlich nur der Weg über den FSB ein erfolgreiches Übertakten ermöglicht, ist es sehr schade, dass es beim P4B266-E keine Funktion gibt, um den PCI- und AGP-Takt fest bei 33 bzw. 66MHz zu halten. Erhöht man den FSB, so erhöht sich leider auch der PCI- und AGP-Takt dementsprechend, was dem Übertakten bei empfindlichen Komponenten schnell den Gar ausmachen kann. Zumindest bei einem FSB von 133MHz springt der Teiler um und liefert wieder 33 bzw. 66MHz für den PCI- und AGP-Takt, so dass das P4B266-E theoretisch schon für die neuen Pentium4 mit 133MHz FSB geeignet ist.
Die Core-Spannung kann im Bios von 1,5 auf 1,7 Volt in 0,025 Volt Intervallen erhöht werden. Setzt man auf dem Board einen Over-Volt Jumper, so kann man die Core-Spannung im Bios sogar bis auf 1,75 Volt erhöhen. Beim Willamette kann ebenfalls in 0,025 Intervallen zwischen 1,75 und 1,85 Volt gewählt werden. Per Over-Volt Jumper erreicht man hier sogar bis zu 2,1 Volt.
Bei den Speichertimings trifft man im Bios auf die üblichen Einstellungsmöglichkeiten. Dabei kann man die Konfiguration entweder dem SPD (Serial Presence Detect) überlassen oder aber selbst Hand anlegen. Dabei kann man die „CAS Latency“ von 2,5T auf 2,0T, den „RAS to CAS Delay“ von 3T auf 2T, den „RAS Precharge Delay“ von 3T auf 2T und den „Active Precharge Delay“ von 6T auf 5T senken. Zusätzlich kann man beim „Idle Timer“ zwischen 0T, 8T, 16T, 64T und Infinite wählen. Lediglich die „Command Lead-Off Time“ kann im Bios nicht verstellen werden. In unseren Test lief der Speicher mit den Timings 2,2,2,5.
Im Bios mussten wir aber auch den einzigen wirklichen Fehler des P4B266-E feststellen. So kann man bei der „AGP Aperture Size“ zwar zwischen 4, 8, 16, 32, 64, 128 und 256MB wählen, einen Einfluss auf die tatsächliche „AGP Aperture Size“ scheint eine Veränderung dieses Wertes aber nicht zu haben. Die „AGP Aperture Size“ betrug bei uns laut diverser Tools zum Auslesen immer 256MB, egal welche Größe wir im Bios festlegten. Die Option ist demnach schlichtweg unbrauchbar, da eine Veränderung keine Auswirkungen zeigt.
FSB-Überprüfung:
Auch dieses Mal überprüften wir den FSB auf seine Richtigkeit. Eigentlich bieten 100,9MHz FSB an sich nur wenig Grund zur Beanstandung, doch multipliziert sich dieser Wert beim Pentium4 natürlich enorm. Diese 100,9MHz FSB ergeben beim Quad-Pumped-Bus schon 403,59MHz und mit einem Multiplikator von 20 ergaben sich bei unserem Pentium4 2,0A schon 2017,96MHz. Insgesamt ist man dann doch 18MHz vom Richtwert entfernt. Ob andere Hersteller den Takt des Pentium4 genauer erzielen können, werden wir in unserem nächsten Review klären.
Das P4S333
Lieferumfang und Dokumentation
Der Lieferumfang des P4S333 fällt auf Grund seiner anderen Positionierung am Markt natürlich geringer aus als der des P4B266-E. So liegen dem P4S333 „nur“ folgende Komponenten bei:
- P4S333
- P4S333 Support CD (Rev. 25.03)
- USB 1.1 Modul
- COM2-Port
- ATX Slotblende
- Ein Ultra ATA/100/66/33 IDE-Kabel
- Ein ATA/33 IDE-Kabel
- Ein Floppy-Kabel
- Drei zusätzliche Jumper
- Englisches Handbuch (User Guide)
- „Quick Setup Guide“ und „Reference Card“
- ‘Jumper und Connector“ Sticker



Bei dem Handbuch können wir uns nur wiederholen. Auch komplett in Englisch gehalten, entspricht es der hohen Qualität des P4B266-E Handbuches.
Auch der „Quick Setup Guide“ weicht nur in dem Punkt „Lieferumfang“ von seinem P4B266-E Pendant ab, so dass wir hier auch auf den oberen Abschnitt verweisen und nicht noch einmal auf sämtliche Inhalte eingehen. Gleiches gilt auch für die „Quick Reference Card“ und den „Jumper und Connector Sticker“. Sie sind lediglich an das Design des P4S333 angepasst, erfüllen aber ansonsten denselben Zweck.
Features
P4S333
- Formfaktor
- Socket 478 ATX (30.5cm x 22cm)
- Prozessor
- Unterstützt Pentium4 (Sockel478)
- Automatische CPU Erkennung
- 400MHz Quad Pumped Bus (533MHz durch Übertaktung)
- Chipsatz
- SiS 645 Chipsatz (passiv gekühlt)
- SiS 961 Southbridge
- RAM
- 3x 184 Pin DIMMS (DDR RAM)
- Unterstützt bis zu 3GB PC1600/2100 und 2GB PC2700 DDR RAM
- Erweiterung-Slots
- 1x AGP 4x Slot
- 6x 32 Bit PCI Slots
- 1x ACR Slot
- 3x Lüfteranschlüsse (monitorfähig)
- 2 IDE Ports (UDMA 33/66/100)
- Externe Anschlüsse
- 1x Parallel Port
- 2x Serielle Ports (1x extern + 1x über Slotblende)
- 6x USB 1.1 Ports (2x extern, 2x optional, 2x über Slotblenden)
- 1x Game Port
- 1x Microphone in
- 1x Line in
- 1x Line Out
- Bios
- 2MBit Award Bios
- Multiplikator manipulierbar im Bios (nur wenn CPU unlocked ist)
- Front Side Bus in 1MHz Schritten manipulierbar im Bios (100-166MHz)
- CPU Spannung regulierbar im Bios (1,50-1,70V) oder per „VEN1“ Jumper um 0,2V
- VDimm Spannung regulierbar auf Board (2,5-2,9V)
- CPU/Memory Frequency Ration 1:1 / 3:4 und 3:5
- Besonderheiten
- Dolby Digital 6-Kanal C-Media CMI8738 Sound (optional)
- Asus Post Reporter
- Asus MyLogo
- Asus EZ Plug
- Asus i-Panel Connector
- Smart Card Reader Connector
- Secure Digital und Memory Card Connector
- Chassis open alarm lead
- Sonstige Funktionen
- Keyboard Power-On, Suspend To RAM
- Wake-On-LAN, Wake-On-Modem, Wake on USB-Device
Ausstattung
Schon bei der Features-Liste fällt auf, dass das P4S333 in einer anderen Preisklasse als etwa das P4B266-E um die Gunst der Käufer buhlt. Einen Raid-Controller vermissten wir in unserer Version ebenso wie Onboard LAN, USB2.0 und einen digitalen SPDIF Ein- und Ausgang. Natürlich besteht aber wie schon beim P4B266-E die Möglichkeit, den Mic- und Line-In Anschluss umzuleiten, so dass diese als Rear- und Center/Bass-Out fungieren, und der 5.1 Sound zumindest analog ausgegeben wird. Dies muss über Onboard Jumper eingestellt werden.



Positiv fällt aber auf, dass Asus trotz der Ansiedlung im Low-Cost-Bereich nicht den in der SiS961 Southbridge integrierten AC97-Codec zur Soundausgabe benutzt hat, sondern dem P4S333 einen extra C-Media CMI8783 Sound-Chip beschert hat. Dies hat zum einen den Vorteil, dass die Sound-Wiedergabe hochwertiger ist und die CPU nicht zusätzlich belastet wird, da der C-Media Chip die komplette Dekodierung hardwareseitig übernimmt.
Das Layout des P4S333 erscheint auf den ersten Blick sehr gestaucht. So liegt der ATX Power Connector noch über dem Sockel478 und bei Installation des Kabels berührt es ebenso wie auch der SiS645 mit seinem passiven Kühler direkt den Kühlkörper des Pentium4. Es geht demnach etwas eng zu im oberen Bereich des P4S333. Durch die doch sehr ungewöhnliche Position des ATX Power Connectors wird das Stromkabel aber keinesfalls über den Sockel oder andere Komponenten geführt und ist dem Luftstrom im PC somit nicht im Weg. Außerdem erreicht Asus so, dass man alle sechs PCI-Steckplätze in voller Länge nutzen kann. Dass der sechste PCI-Slot bei Verwendung des ACR-Slots nicht benutzt werden kann, dürfte die meisten auch nicht stören, da der ACR-Slot in fast allen PCs wohl ohnehin ungenutzt bleiben wird. Auch der EZ-Plug und sämtliche Flachkabelanschlüsse sind an den äußeren Rand des Boards gelegt worden, so dass eine einfache Kabelführung möglich ist. Auf die Features „EZ Plug“, „Asus Update“, „Asus MyLogo“, „Asus Post Reporter“ und „Chassis open Alarm lead“ gehen wir an dieser Stelle nicht erneut ein, da sie ihren Dienst einwandfrei verrichteten und im oberen Abschnitt beim P4B266-E bereits besprochen wurden. Bemängeln können wir lediglich den beim P4S333 nicht dokumentierten „Speech1“ Jumper, der es ermöglicht, die Meldungen des „Post Reporters“ entweder auf den System-Speaker oder Line-Out umzuschalten. Er wird mit keiner Silbe in der Dokumentation des Boards erwähnt, befindet sich aber wie beim P4B266-E auf der Platine.



Die Ausstattung des P4S333 ist somit zwar vollständig, bietet aber keine Besonderheiten. Asus verkauft das P4S333 natürlich noch in einer etwas umfangreicheren Variante mit Onboard Lan und digitalem SPDIF Ein- und Ausgang. An die Ausstattung des P4B266-E kommt es aber in keinem Fall heran. Bei einem Preis von ca. 130€ darf man aber auch nicht mit dem üppigen Lieferumfang des P4B266-E rechnen, das immerhin fast 200€ kostet und ganz klar auf eine andere Preisklasse abzielt.
Der größte Vorteil des P4S333 ist die Unterstützung von PC2700 DDR SDRAM (DDR333). DDR333 liefert eine maximale Datenübertragung von 2,7GB und schließt die Lücke zwischen maximal nutzbarer Bandbreite des Pentium4 (3,2GB) und bisher verfügbarer Bandbreite von DDR266 (2,1GB) zumindest ansatzweise. Theoretisch sollte der SiS645 in Verbindung mit DDR333 deshalb eine bessere Leistung bescheren als der i845 mit DDR266. Ob sich dies bewahrheitet, werden unsere Benchmarks zeigen.
Stabilität
Wir testeten das P4S333 sowohl mit Apacer CL2 DDR266 als auch mit dem ganz neuen Crucial CL2,5 DDR333, der als einer der ersten die JEDEC-Spezifikationen erfüllt.
Der Apacer DDR266 lief in unseren Test mit den Settings „CAS Latency“ 2, „RAS to CAS Delay“ 2, „RAS Precharge Delay“ 2, „Active Precharge Delay“ 5, „Command Lead-Off Time“ 2. Der ‘Acitve Precharge Delay“ hätte sich noch auf 4 und die ‘Command Lead-Off Time“ auf 1 senken lassen, jedoch verweigerte das P4S333 schon bei einer Verschärfung dieser Settings das Booten. Somit lief das P4S333 im DDR266 Betrieb mit denselben Settings wie das P4B266-E. Die Werte sind zu unserer Freude somit sehr gut vergleichbar.
Beim Crucial DDR333 konnten wir die Timings leider nicht ganz so stark anziehen. Crucials DDR333 lies sich selbst mit 2,7 Volt Dimm-Spannung nicht zu einem stabilen CL2 Betrieb bewegen, so dass wir ihn auf den teilweise deutlich langsameren Cl2,5 Wert zurückdrosseln mussten. Unsere DDR333 Timings lauten deshalb 2.5, 2, 2, 5, 2.
Bei der Stabilität können wir dem P4S333 leider nicht die Bestnote des P4B266-E zusprechen. Das Board lief zwar auch absolut stabil, aber eben nur, wenn es denn lief. Setzten wir beispielsweise die RAM-Timings so scharf, dass das Board den Bootvorgang komplett verweigerte, hörten wir vom Post Reporter die nette Meldung: „System failed memory test“. An für sich nicht weiter tragisch, doch lies sich das P4S333 danach nur noch sehr schwer zu einem erneuten Booten bewegen. Etliche CMOS Clears und das damit verbundene komplette Abschalten des Stroms bewegten das Board oftmals nicht sofort wieder zum Starten. Stattdessen wurden wir hiernach des Öfteren mit der netten Meldung „System failed CPU test“ begrüßt. Unsere CPU war aber, wie wir mehrmals kontrollierten, völlig richtig installiert und keinesfalls beschädigt. Nach einigen weiteren CMOS Clears startete das P4S333 dann doch plötzlich völlig reibungslos, obwohl wir nichts am System verändert hatten. 20 Minuten waren hier aber meistens schon vergangen.
Wir hätten diesen Punkt noch verschmerzen können, wenn er wirklich nur in Verbindung mit Overclocking versuchen oder zu scharfen RAM-Timings aufgetreten wäre, aber auch nachdem wir den Rechner heruntergefahren hatten und ihn daraufhin lediglich neu starten wollten, verweigerte er dies ab und an mit der uns mittlerweile wohl bekannten Meldung „System failed CPU test“. Seit wenigen Tagen bietet Asus auf ihrem FTP ein neues Beta-Bios für das P4S333 an, mit dem die Probleme eventuell schon behoben sind. Bei unserem Test kam noch die offizielle Version 1005c zum Einsatz.
Doch wie gesagt, wenn es lief, hatten wir auch hier keinerlei Probleme mit der Stabilität.
Overclocking
In Sachen Overclocking hält Asus auch beim P4S333 an seiner altbewährten Technik fest und ermöglicht sowohl das Übertakten per Dip-Switches als auch per Bios. Doch auch beim P4S333 lässt sich die Dimm-Spannung nicht im Bios, sondern nur per Jumper auf dem Board, zwischen 2,5, 2,7 und 2,9 Volt wählen.
Der Front Side Bus darf im „Jumper Free“ Modus bequem im Bios in 1MHz Schritten von 100 bis 166MHz gewählt werden. Ist man im Besitz eines unlockten Pentium4, hat man auch beim P4S333 erneut die Möglichkeit den Multiplikator zwischen 8x und 24x zu setzen. Das besondere Highlight des P4S333 ist natürlich die Option sowohl DDR266 als auch DDR333 einzusetzen. Deshalb kann man das FSB/RAM-Taktverhältnis im Bios von 1:1 auf 3:4 und für DDR333 auf 3:5 umstellen.
Eine gerade für das Overclocken des Pentium4 sehr wichtige Funktion vermissten wir wie schon beim P4B266-E auch beim P4S333. Der PCI/AGP-Takt lässt sich nicht fix auf 33/66MHz setzen, so dass er im Zuge einer Erhöhung des FSB leider auch mit angehoben wird. Erst bei einem FSB von 133MHz springt der Teiler um und liefert wieder 33/66MHz PCI/AGP-Takt.
Dies ermöglicht dann immerhin zumindest mittels Übertakten den Betrieb des neuen Pentium4 mit 133MHz (533 QDR) FSB.
Die Core-Spannung kann im Bios von 1,5 auf 1,7 Volt in 0,025 Volt Intervallen erhöht werden. Außerdem hat man neben der Option im Bios die Möglichkeit die Core-Spannung per Jumper auf dem Board um 0,2 Volt zu erhöhen. Beim Willamette kann ebenfalls in 0,025 Intervallen zwischen 1,75 und 1,85 Volt gewählt werden.
FSB Überprüfung:
Auch beim P4S333 läuft der FSB mit 100,9MHz. Durch den Quad-Pumped-Bus ergeben sich hieraus wie schon beim P4B266-E 403,59MHz und bei einem Multiplikator von 20, wie ihn unser Pentium4 2,0A nutzt, ein realer Takt von 2017,96Mhz.
Nachdem wir die beiden Mainboards nun ausführlich besprochen haben, möchten wir natürlich auch sehen, wie sich ihre unterschiedlichen Chipsätze in unseren Benchmarks behaupten können und gehen deshalb nun zum praktischen Teil über.
Testsystem
Als Testsystem kam der kürzlich von uns getestete Pentium4 2,0A zum Einsatz.. Als Betriebssystem verwendeten wir Windows XP Professional. Dabei ließen wir das integrierte DirectX 8.1 unverändert. Immer häufiger setzen auch Spieler auf Windows 2000 und nun auch auf den Nachfolger, so dass wir bewusst Windows XP für die Tests verwenden. Die Vorzüge von Windows XP überwiegen im Vergleich zu Windows 98 unserer Meinung auch so stark, dass es eigentlich keinen Grund gibt, nicht auch beim Spielen auf dieses OS zu setzen, auch wenn man mitunter eventuell ein paar Frames einbüßt. Diese Entscheidung hängt aber natürlich auch immer von der Hardware ab, die man zur Verfügung hat. Funktionen wie System Restore oder automatische Systemupdates wurden deaktiviert. Um dennoch eine normale Arbeitsumgebung zu schaffen, haben wir als Qualitätseinstellungen für die Systemoberfläche mit geglätteten Schriften und der Standard Windows XP Oberfläche gearbeitet. Alle weiteren visuellen Optionen wurden ebenfalls aktiviert. Die Inno3D GeForce3 Ti200 wurden mit dem offiziellen Detonator in der Version 28.32 getestet.
- Prozessor
- Intel Pentium 4 2,0A GHz
- Motherboard
- Asus P4B266-E (Bios: 1001 / i845)
- Asus P4S333 (Bios 1005c / SiS645)
- Intel D850MD (i850)
- Arbeitsspeicher
- 2x 256MB PC266 Apacer CL2 DDR SDRAM
- 2x 256MB PC333 Crucial CL2,5 DDR SDRAM
- Grafikkarte
- Inno3D Tornado Geforce3 Ti200
- Peripherie
- Maxtor 92041U4
- Philips PCCD048
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 28.32
- Intel Inf-Treiber 3.20.1008 + Intel Application Accelerator 2.1
- SiS AGP-Treiber 1.09
- Software
- Windows XP Professional
- DirectX 8.1
Benchmarks
Bei den Benchmarks griffen wir diesmal auf einen Mix zurück, der sowohl Spiele, Windows-Anwendungen als auch Rendering und Audio-Encoding berücksichtigte.
Viele Benchmarks basieren dabei auf tatsächlichen Anwendungen. Aber neben diesen praxisnahen Benchmarks kamen aber auch synthetische Benchmarks wie die 3DMarks zum Einsatz.
- DirectX 7.0
- 3DMark 2000 1.1
- Unreal Tournament 4.36 (utbench)
- DirectX 8.0
- 3DMark 2001 SE
- OpenGL
- Vulpine GL Mark 2001 1.1
- Quake 3 Arena 1.17
- Speicherperformance
- SiSoft Sandra 2002
- Sonstiges
- WinACE 2.11
- Cinebench 4D
- Magix Music Maker 3.03
- Lightwave 7.0b
SiSoft Sandra
Wie schon aus unseren Reviews für AMD Athlon Mainboards möchten wir auch hier SiSoft Sandra den ersten Schritt machen lassen und uns die theoretische Streaming-Performance genauer ansehen. Nicht immer muss das Ergebnis dabei die spätere Staffelung in den Benchmarks wiederspiegeln, aber gerade beim Pentium4 erhält man einen ersten Anhaltspunkt für die sehr wichtige Speicherperformance.
Nicht gerade ein überraschendes, sondern eher ein erwartetes Ergebnis. In der ALU-Wertung kommt keines der beiden DDR-RAM-Boards an den Rambus Vertreter von Intel heran. Mit DDR333 kann sich das P4S333 immerhin 300MB/s vom P4B266-E absetzen und auch mit DDR266 liegt es noch leicht vor dem P4B266-E.
Auch bei der FPU-Wertung bestätigen sich die Ergebnisse. Die Reihenfolge ist auch hier unverändert. Anzumerken bleibt aber noch, dass weder das Rambus-Board noch das P4S333 nah an ihre maximal möglichen Werte herankommen. Anders sieht es beim P4B266-E aus. Nicht einmal 100MB/s fehlen auf den maximal möglichen Wert.
WinACE 2.11
Als weiterer Test für das Speicherinterface setzten wir WinACE in der Version 2.11 ein. Die Systeme mussten dabei bei maximaler Kompression einen Mix aus bereits gepackten und ungepackten Dateien, Musiktiteln, Dokumente und Bildern mit insgesamt 390 MByte packen.
WinACE zeigt dann doch ein etwas anderes Ergebnis als SiSoft Sandra. Zwar ist Intels Rambus-Board immer noch knapp an erster Stelle, doch dahinter tauschen das P4S333 und P4B266-E die Positionen. Besonders interessant ist auch, dass das P4B266-E mit 256MB DDR266 immerhin sieben Sekunden schneller ist als mit 512MB. Anscheinend kommt der Memory Controller des i845 mit einem RAM-Modul besser zurecht, als wenn er zwei verwalten muss. Das P4S333 fällt vor allem mit DDR266 mit einer halben Minute doch deutlich zurück und kann erst wieder in Verbindung mit DDR333 an den Konkurrenten aus dem eigenen Hause aufschließen.
Magix Music Maker
Im Magix Music Maker 3.03 galt es eine 251MB große Wave-Datei in ein MP3 mit 128kBit und High Quality Settings zu encodieren.
Bei gleicher Speichergröße muss sich das P4B266-E auch hier dem MD850D von Intel geschlagen geben. Mit 512MB RAM kann das P4B266-E dann aber doch die alleinige Spitzenposition verbuchen und landet zum ersten Mal vor dem Rambus-Board. Das P4S333 muss sich sowohl mit DDR266 als auch mit DDR333 hinter dem vermeintlich langsameren P4B266-E einordnen.
Cinebench 2000
Dieser recht kompakte Benchmark beruht auf dem Raytracing-Programm Cinema 4D und gibt einen guten Überblick über die Rendering-Eigenschaften des CPU-Chipsatz-Memory Subsystems und durfte auch bei unseren Pentium4 Boards nicht fehlen.



Die Reihenfolge scheint sich immer mehr zu bestätigen. Auch beim Cinebench kann sich das MD850D von Intel im Zusammenspiel mit Rambus vor dem P4B266-E platzieren, das seinerseits wiederum vor dem P4S333 liegt. Auch hier kann das P4S333 durch DDR333 etwas zulegen, kommt aber wieder nicht am P4B266-E mit DDR266 vorbei. Erneut zeigt sich auch, dass das P4B266-E mit i845(D) ein RAM-Modul offenbar besser verwalten kann, da es in unseren Test mit 256MB schneller ist als mit 512MB.
Quake 3 Arena
Quake 3 Arena und auf dieser Engine basierende Spiele dürfen zu Recht zu den speicherintensivsten Spielen gezählt werden. Somit könnte sich die Reihenfolge aus den letzten Tests doch wieder ändern und dem P4S333 wegen seiner überlegenen Speicherausstattung vielleicht doch zum Platz an der Sonne verhelfen.





Bis zu einer Auflösung von 1024x768 Bildpunkten führt kein Weg am Rambus-System vorbei. Das P4S33 kann sich in Quake 3 Arena zumindest mit DDR333 etwas Luft zum P4B266-E verschaffen, fällt mit DDR266, also ausgeglichener RAM-Bestückung, aber wieder hinter den schärfsten Konkurrenten. Bereits in 1280x1024 kann das P4B266-E aber wieder aufschließen und in 1600x1200 geht es dann sogar wieder als Sieger vom Feld. In 1024x768 liegt das P4S333 zwar noch vier Frames bzw. 2,3% vor dem P4B266-E, aber einen wirklich relevanten Vorsprung kann es nur in 640x480 und 800x600 für sich verbuchen, die heutzutage von den Spielern aber nur noch selten genutzt werden.
Vulpine GLMark v1.1
Die zweite OpenGL Hürde stellt auch bei unseren Pentium4 Kontrahenten der Vulpine GLMark in der Version 1.1 dar. Dabei durften die Boards sich sowohl bei den niedrigsten als auch bei sehr hohen Settings regelrecht austoben und zeigen, was in ihnen steckt.



Der GLMark v1.1 ist weit weniger speicherintensiv als Quake 3 Arena und so kommt das alt bekannte Bild zum Vorschein. Das P4B266-E hängt das P4S333 in den niedrigen Settings mit einem Vorsprung von mehr als 3% ab und liegt nur knapp 1% hinter ihm, wenn das P4S333 DDR333 einsetzt. Bei den maximal erzielten Frameraten liegt die Rambus-Plattform von Intel deutlich in Führung und auch das P4S333 macht hier eine recht gute Figur. Doch leider spielt die maximale Framerate keine sehr gewichtige Rolle beim Endergebnis. In 1024x768 bei der Aktivierung höherer grafischer Settings kann sich das P4B266-E dann endgültig vor dem P4S333 platzieren.
Lightwave 7.0b
Bevor wir uns im nächsten Abschnitt den DirectX-Ergebnissen zuwenden, wagen wir noch einen Abstecher in die Rendering-Abteilung und ließen die Boards zwei Szenen aus Lightwave 7.0b rendern. Da es sich in unserem Test nur um Pentium4-Platinen handelt, kann die spezielle Pentium4 Optimierung der Software vernachlässigt werden.


Und wieder zeigt das P4B266-E, was alles in ihm steckt. Diesmal kann es sogar das MD850D von Intel recht deutlich hinter sich lassen und liegt in diesem Test unangefochten an der Spitze. Beim kürzeren Radiosity-Test sieht es schon etwas positiver für das P4S333 aus. Es liegt zwar immer noch hinter dem P4B266-E, kann sich aber zumindest vor das MD850D schieben. Dass der RAM hier offensichtlich keinen wichtigen Part spielt, zeigt die Tatsache, dass das P4S333 durch den DDR333 keinen nennenswerten Leistungsschub erfährt und die Rambus-Platine das erste Mal zurückfällt.
3DMark 2000
Wenn auch schon recht alt, stellt der 3D Mark 2000 aus dem Hause MadOnion.com auch weiterhin einen sehr aussagekräftigen Benchmark für Mainboards dar. Da die verwendeten Tests schon im Default-Run keine wirkliche Hürde für die GeForce3 Ti200 darstellen, können sich CPU, RAM und Chipsatz so richtig austoben.


Ein überraschendes Bild zeigte sich angesichts des Default Runs dann in 640x480. Hier kann sich das P4B266-E vor die Konkurrenz schieben und liegt bei gleichwertigem RAM sogar über 500 Punkte vor dem P4S333 mit SiS645. Auch im Default Run verhilft nur der DDR333 dem P4S333 knapp zur Spitzenposition. Einen Vorsprung von 0,3% kann man aber getrost vernachlässigen.
CPUMark
Ein beliebter Bestandteil des 3DMark 2000 ist der CPU Mark. In dieser Disziplin muss der Prozessor ohne große Hilfe der Grafikkarte zwei Spielszenen berechnen. Lediglich die T&L-Einheit ist von Bedeutung. Da bei unseren Tests aber jeweils die GeForce3 Ti200 eingesetzt wurde, spielt dies ebenfalls keine Rolle. Die Performance von Mainboard und Speicher ist dafür umso bedeutender.
Sehr eng geht es beim CPUMark zu. Bei identischem RAM muss man dem P4B266-E wieder die bessere Leistung zusprechen, doch mit DDR333 kann sich das P4S333 erneut äußerst knapp vor das Board mit i845-Chipsatz setzen.
3DMark 2001 SE
Wenn es derzeit einen Benchmark gibt, der immer wieder als das Vorzeigeprogramm die Leistung des eigenen Rechners repräsentieren muss, dann ist dies der 3DMark 2001 SE. Sicherlich einer der Hauptgründe, warum er auch diesmal wieder in unserem Benchmarkparcours zu finden ist.


Das P4S333 verfehlt die Spitzenposition erneut und muss sich sogar wieder dem P4B266-E geschlagen geben. In 640x480 kann sich das P4B266-E vor dem MD850D platzieren und das P4S333 muss sich wie auch im Default Run mit dem dritten und letzten Platz zufrieden geben. Hier hätten sicherlich nicht nur wir mehr von dem SiS645 im Zusammenspiel mit DDR333 erwartet.
Unreal Tournament
Auf den ersten Blick scheint der Ego-Shooter aus dem Hause Epic aufgrund seiner bereits etwas betagten Technik schon lange kein zeitgemäßer Benchmarkkandidat mehr zu sein. Mit dem so genannten "UT Bench", einer Aufzeichnung eines Multiplayer-Matches gegen eine Reihe von Bots, wurde jedoch eine kaum zu übertreffende Hürde für CPU und somit auch Board und Speicher geschaffen, die relativ unabhängig von Grafikkarte und Co. ein sehr klares Bild der Mainboard-Performance liefert.






Am MD850D von Intel kommt bei Unreal Tournament zwar keiner der beiden Kontrahenten vorbei, aber zumindest schafft es das P4S333 mit DDR333 wieder vor das P4B266-E. Dass das P4S333 mit DDR266 erneut hinter dem P4B266-E landet, brauchen wir eigentlich schon nicht mehr zu erwähnen, da es nichts neues mehr ist. Die Abstände sind aber nicht sonderlich groß. Ein weiteres Mal bestätigt sich unsere Vermutung, dass das P4B266-E in manchen Anwendungen von nur einem RAM-Modul profitiert. Dieses Verhalten kennt man schon vom Rambus, der mit zwei Modulen oftmals auch schneller ist als mit vier RAM-Riegeln.
Fazit
Jeder, der sich die einzelnen Benchmarks genau angesehen hat, wird sich sicherlich schon ein Urteil über die gezeigten Boards gemacht haben. Sowohl mit dem P4B266-E als auch mit dem P4S333 bekommt man sehr hochwertige Boards, wie man sie von Asus seit Jahren gewohnt ist. Doch obwohl das P4S333 im Gegensatz zum P4B266-E DDR333 Unterstützung mitbringt und der SiS645 auf dem Papier der bessere Chipsatz zu sein scheint, müssen wir dem P4B266-E doch eindeutig unsere Empfehlung aussprechen.
Der Preis von ca. 200€ ist zwar recht hoch, doch bringt das P4B266-E dafür auch einige Features mehr mit als das P4S333, das in unserer Variante etwa 130€ kostet. Zudem haben unsere Benchmarks gezeigt, dass der i845 auf dem P4B266-E bei identischem RAM (DDR266) schneller ist als der SiS645 auf dem P4S333. Erst mit DDR333 kann das P4S333 das ein oder andere Mal am P4B266-E vorbeiziehen, allerdings bei weitem nicht immer. Teilweise kann sich das P4B266-E trotz des langsameren RAMs vor dem Konkurrenten platzieren. Ein weiteres Problem, mit dem das P4S333 zu kämpfen hat, ist die schlechte Verfügbarkeit von hochwertigem DDR333. Unsere Crucial-Module schaffen trotz eines Anschaffungspreises von 140€ pro 256MB-Riegel nur im CL2,5 Modus einen stabilen Betrieb. Mit CL2 Modulen wäre also noch etwas mehr Leistung möglich. Allerdings fragen wir uns momentan, ob sich diese kostspielige Anschaffung wirklich lohnt. Besonders dann, wenn man schon über DDR266 verfügt, sollte man lieber dreimal darüber nachdenken, sich im Moment DDR333 zu kaufen.
Erstaunt hat uns, dass sich die DDR-RAM-Platinen mitunter vor dem Rambus-Board platzieren können. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass es sich bei dem MD850D von Intel keinesfalls um das schnellste Rambus-Board auf dem Markt handelt. Bis zu 7% mehr Leistung sind mit anderen Rambus-Platinen durchaus möglich.
Zum P4B266-E bleibt uns eigentlich nicht mehr viel zu sagen, da es uns voll und ganz überzeugen konnte. Die Ausstattung ist vom Feinsten und die Stabilität hervorragend. Diese Qualität hat aber auch seinen Preis. Kleine Abstriche muss man lediglich bei den Overclocking-Fähigkeiten machen, da hier die enorm wichtige Funktion "Fix PCI/AGP Clock" fehlt. Wer nicht auf die Einführung des i845-E in Verbindung mit dem ICH4 warten möchte, aber schon OnBoard USB 2.0 sein Eigen nennen möchte und auch Wert auf Raid legt, ist mit dem P4B266-E bestens bedient.
Die Probleme mit der Meldung "System failed CPU test" und die daraus resultierenden CMOS Clears überschatten die ansonsten sehr gute Stabilität des P4S333 leider doch erheblich (Nachtrag 29.04.2002: Das neueste Bios 1006C beseitigt diesen Fehler). Mit der Ausstattung des P4B266-E kann sich das P4S333 ebenfalls nicht messen, kostet dafür aber auch 70€ weniger. Der Vorteil des DDR333 kommt leider nur bei sehr Speicherintensiven Anwendungen einigermaßen zur Geltung, bietet aber natürlich ähnlich wie bei VIAs KT333 eine nicht zu unterschätzende Werbeplattform. Auch beim P4S333 fehlt leider der wichtige Menüpunkt "Fix PCI/AGP Clock" im Bios, der das Übertakten des Pentium4 sehr erleichtert. Beide Mainboards fallen durch ihre vollen PCI-Slot Bestückung und das durchdachte Design auf.
Am Ende des Tests machte sich bei uns teilweise die Meinung breit, dass man bei einem Pentium4 wohl immer noch mit einem Chipsatz direkt von Intel am besten bedient ist, dafür aber auch etwas tiefer in die Tasche greifen muss als bei den Boards mit Konkurrenzchipsätzen.
Für Fragen ist wie immer das Forum [1] zuständig.
Wertung P4B266-E
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Wertung P4S333
- Lieferumfang
- Dokumentation
- Layout
- Preis
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- Verarbeitung
- DDR333 Support
- 6 PCI Slots
- Asus EZ-Plug
- "Fix PCI/AGP Clock"-Option fehlt im Bios
- Boot-Probleme
- Leistung mit DDR266





