Vorwort
Eigentlich wollten wir uns nach unserem letzten Review über den i850, i845D und SiS645 [1] nur noch den DDR-RAM-Vertretern widmen, da diese im Moment die größere Käuferschaft besitzen. Mit der Veröffentlichung des neuen Pentium4 mit 133MHz FSB [2] (533MHz QDR) und dem damit verbundenen Test befand sich aber schon ein Mainboard mit i850E-Chipsatz in unseren Reihen. Als wir dann die Möglichkeit bekamen, auch noch das Asus P4T533-C mit i850E vor der offiziellen Veröffentlichung zu erhalten, warfen wir die Planung über Board und steigen doch wieder mit den Rambus-Varianten ein. Aber auch dieses Mal wollen wir es in Zukunft eigentlich bei diesem einen Test belassen und uns dann den DDR-RAM-Versionen widmen, die schon bald mit weiteren Chipsätze versorgt werden.
Doch bis dahin ist noch etwas Zeit und wir sehen uns erst einmal den Nachfolger des i850, den i850E, etwas genauer an.
Der Chipsatz
Schon der Name „i850E“ deutet mehr auf eine überarbeitete Version des Vorgängers als auf eine komplette Neuentwicklung hin. Und auch die Tatsache, dass der i850E nur mit dem ICH2 ( I/O Controller Hub) und nicht zusammen mit dem neuen ICH4 verbaut wird, lässt auf wenig Neuerungen hoffen.
Interessant ist aber, warum Intel entgegen früheren Gerüchten den i850E nun doch nur mit dem ICH2 ausstattet. Da der i850 und i850E pin-kompatibel sind, ist es ein leichtes für die Mainboard-Hersteller den neuen Chip auf ihren alten Platinen zu verwenden, ohne das Layout verändern zu müssen. Deshalb ging die Entscheidung wohl auch von den Mainboard-Herstellern aus, da viele auf ihren Boards einen NEC USB2.0 Controller einsetzen und deshalb auf den ICH4 verzichten können. So sparen sich die Hersteller die Arbeit ein neues Design zu entwickeln. Von Intels Seite aus hätte der i850E zusammen mit dem ICH4 eingesetzt werden können. Dass es offenbar lange keine Gewissheit gab, zeigt auch das Handbuch unseres P4T533-C. Hier wird in manchen Schemata noch der ICH4 angegeben und nicht der im Endeffekt Verwendung findende ICH2. In der finalen Verkaufsversion wird man diesen Fehler wohl nicht mehr finden.
| Features | Intel 850 | Intel 850E |
|---|---|---|
| Unterstützte CPU-Sockel | Sockel 423/478 | Sockel 478 |
| Multiprozessor Unterstützung | nein | nein |
| Northbridge | Intel KC82850 | Intel KC82850E |
| Southbridge | Intel 82801 BA | Intel 82801 BA |
| Front-Side-Bus | 100/(133)MHz | 100/133MHz |
| Speichertakt | 400MHz | 400/(533)MHz |
| Asynchroner Speichertakt | ja | ja (3:4) |
| FSB Übertaktung (je nach Taktgeber) | bis 133MHz | bis 150MHz |
| max. Anzahl Rimm-Slots | 4 | 4 |
| max. Speicher | 2048 | 2048 |
| SDRAM Unterstützung | nein | nein |
| DDR-SDRAM Unterstützung | nein | nein |
| (Dual)-Rambus Unterstützung | ja | ja |
| Ultra-DMA/33/66/100/133 | ja/ja/ja/nein | ja/ja/ja/nein |
| AGP 1x/2x/4x | nein/ja/ja | nein/ja/ja |
| max. Anzahl PCI-Slots | 6 | 6 |
| USB-Ports | 4 | 4 |
| USB 2.0 | nein | nein |
| I/O-Link | Hub Interface (266MB/s) | Hub Interface (266MB/s) |
Auch in der Tabelle wird deutlich, dass der i850E als einzige Neuerung einen FSB von 133MHz (533MHz QDR) mit sich bringt. Offiziell wird dabei von Intels Chip sogar nur PC800 Rambus unterstützt. Es ist jedoch kein Problem auch PC1066 zu verwenden, da jedes Board den Speichertakt auf 533MHz setzen kann. Inoffiziell wird demnach auch PC1066 Rambus unterstützt. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man die 4,2GB/s Datentransfer, die der Pentium4 mit seinem neuen 533MHz FSB erreicht, nicht gleich beim Rambus auf 3,2GB/s beschränkt. Mit PC1066 Rambus stehen hier die vollen 4,2GB/s zur Verfügung und das Gleichgewicht zwischen CPU und RAM ist wieder hergestellt.
Das P4T533-C
Lieferumfang und Dokumentation
Der Lieferumfang des P4T533-C kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn die Ausstattung des Mainboards nicht zum Besten gehört, was man sich heutzutage vorstellen kann. Dem C-Modell des P4T533 liegen folgende Komponenten bei:
- P4T533-C
- P4T533-C Support CD (Rev. 29.01)
- Gameport/USB 2.0 Modul
- S/PDIF-Out Modul
- ATX Slotblende
- Zwei Ultra ATA/133/100/66 IDE-Kabel
- Ein Floppy-Kabel
- Zwei C-RIMM-Module
- Drei zusätzliche Jumper
- Englisches Handbuch (User Guide)
- „Quick Setup Guide“ und „Reference Card“
- 'Jumper und Connector“ Sticker



Das Handbuch erfüllt wieder einmal den von Asus bekannt hohen Standard, auch wenn es erneut nur in Englisch verfasst wurde. Sämtliche Einstellungsmöglichkeiten des Bios sind dokumentiert, der Post Reporter wird erklärt und man findet erneut weitere Informationen zu den Programmen von Asus.
Auf den „Quick Setup Guide“ und den „Jumper und Connector“ Sticker gehen wir an dieser Stelle nicht weiter ein, da wir ihre Funktion schon im letzten Review über das P4B266-E beleuchtet haben.
Features
P4T533-C
- Formfaktor
- Socket 478 ATX (30.5cm x 21.8cm)
- Prozessor
- Unterstützt Pentium4 (Sockel478)
- Automatische CPU Erkennung
- 400/533MHz Quad Pumped Bus
- Chipsatz
- Intel 850E Chipsatz (passiv gekühlt)
- ICH2 Southbridge
- RAM
- 4x RIMMs (Rambus)
- Unterstützt PC600/800/1066 Rambus
- Maximale Speichergröße: 2GB
- Erweiterung-Slots
- 1x AGP 4x Slot
- 5x 32 Bit PCI Slots
- 1x CNR Slot
- 3x Lüfteranschlüsse (monitorfähig)
- 2 IDE Ports (UDMA 33/66/100)
- Externe Anschlüsse
- 1x Parallel Port
- 2x Serielle Ports
- 4 USB 1.1 Ports (2x intern, 2x per Slotblende)
- 4 USB 2.0 Ports (2x intern, 2x per Slotblende)
- 1x Game Port per Slotblende
- 1x Microphone In
- 1x Line In
- 1x Line Out
- 1x S/PDIF digitaler und optischer Ausgang (über Slotblende)
- Bios
- 2MBit Award Bios
- Multiplikator manipulierbar im Bios (nur wenn CPU unlocked ist)
- Front Side Bus in 1MHz Schritten manipulierbar im Bios (100-150MHz)
- CPU Spannung regulierbar im Bios (1,10-1,85V)
- Besonderheiten
- 6-Kanal Sound AC“97
- Onboard LAN
- NEC USB 2.0 Controller (optional)
- Asus Post Reporter
- Asus MyLogo
- Asus EZ Plug
- Asus EZ Flash
- Asus Q-Fan
- Asus i-Panel Connector
- Smart Card Reader Connector
- Secure Digital und Memory Card Connector
- Chassis open alarm lead
- Sonstige Funktionen
- Keyboard Power-On, Suspend To RAM
- Wake-On-LAN, Wake-On-Modem, Wake on USB-Device
Ausstattung
Beim Layout gibt sich Asus wie eh und je Mühe, alle Anschlüsse so weit wie möglich nach außen zu legen, um einen unnötigen Verlauf der Kabel über das Board und die Komponenten zu verhindern. Sowohl der Power-Anschluss und Asus EZ Plug als auch die DIE-Ports liegen am Rand des P4T533-C. Auffällig am Layout ist ansonsten nur noch die Lage der RIMM-Slots. Je zwei Slots sind im rechten Winkel zum i850E angeordnet. Offenbar erleichtert diese Anordnung die Führung der Signalwege. Ungewöhnlich ist auch die von Asus empfohlene Bestückung der RIMM-Slots für optimale Performance. Kommen zwei Rambus-Module und zwei C-RIMMs zum Einsatz, so soll man je ein Rambus mit einem C-RIMM-Modul auf einer Rambus-Bank platzieren. Auf Slot A1 wäre so z.B. ein Rambus-Modul, auf Slot A2 ein C-RIMM-Modul, auf Slot B1 wieder ein Rambus-Modul und auf B2 schließlich wieder ein C-RIMM-Modul. Beim D850EMV2 ist eine derartige Bestückung überhaupt nicht möglich, das Board verweigert den Bootvorgang komplett.



Dank eines NEC USB2.0 Controllers verfügt das P4T533-C trotz ICH2 über vier USB 2.0 Ports, die zur Hälfte direkt auf dem Board nach Außen geführt werden und zur anderen Hälfte über eine Slotblende, die auch den Game-Port beinhaltet.



Der 6-Kanal OnBoard Sound wird leider nur über den im ICH2 integrierten AC“97 Codec realisiert. Das P4T533-C verfügt somit nicht über den von uns gelobten C-Media Soundchip, der noch beim P4B266-E und P4S333 verwendet wurde. AC“97-Sound hat leider den Nachteil, dass er nicht hardwareseitig encodiert wird, sondern die CPU diese Arbeit übernehmen muss, was mitunter zu Frameeinbrüchen führen kann. Dafür liegt dem P4T533-C eine zusätzliche Slotblende mit einem optischen und digitalem S/PDIF-Ausgang bei. Dem optischen Ausgang musste der digitale Eingang weichen. Dafür ist der S/PDIF-Ausgang vergoldet.



Da der ICH2 über OnBoard LAN verfügt, war es ein leichtes für Asus diesen nach außen zu führen, so dass dem Käufer eine zusätzliche Komponenten in Form einer Netzwerkkarte erspart wird. Der integrierte Intel Pro/100 VE Adapter bietet keinen Grund zur Beanstandung.



Auf die Features Asus MyLogo, EZ Plug und den Post Reporter gehen wir an dieser Stelle nicht weiter ein, da wir sie bereits in unserem Review über das P4B266-E und P4S333 besprochen haben.
Kurz erwähnen möchten wir hier nur die EZ Flash Funktion, die das Flashen des Bios ohne vorheriges Booten per Boot-Diskette/CD-ROM ermöglicht. Per ALT+F2 gelangt man während des Boot-Screens direkt in das Flash-Tool. Bedenkt man aber das „Asus Update“ Programm, erscheint diese Funktion zumindest für Windows-Benutzer schon fast wieder überflüssig, da man Dank „Asus Update“ das Bios auch bequem in Windows flashen kann.
Die Support CD wurde weiter verbessert. So startet die Installation des NEC USB2.0 Controllers und sämtlicher anderer Komponenten nun direkt von der CD und man muss nicht mehr den Weg über den Geräte Manager gehen.
Die Ausstattung des P4T533-C ist zwar nicht das absolute Optimum, für jeden, der auf OnBoard Raid, FireWire und Bluetooth verzichten kann, aber völlig ausreichend.
Stabilität
Weder von Asus noch von den meisten anderen Boards ist man in der Vergangenheit etwas anderes gewöhnt. Das P4T533-C bietet trotz seiner frühen Bios-Phase keinerlei Grund zur Bemängelung an der Stabilität. In unserem Test lief das Board ohne Probleme durch. Auch der Rambus lief auf Turbo Settings, Instabilität war dadurch nicht festzustellen.
Overclocking
Beim Overclocking geht Asus den bekannten Weg und teilt diese Funktionen auf Bios und Jumper auf. Bei dem Front-Side-Bus und Multiplikator hat man die Wahl zwischen Bios oder Jumper. Sie können entweder per Jumper auf der Platine umgestellt werden, oder aber bequem im Bios, wenn man das Board per Jumper in den „Jumper Free“ Modus versetzt, wie es standardmäßig ausgeliefert wird. Wählt man aber den „Jumper Mode“, so werden die Einstellungen über DIP-Switches vorgenommen. Natürlich bietet das Bios auf Grund der beschränkten Möglichkeiten eines DIP-Switches dabei die umfangreicheren Optionen.
Den FSB kann man zwischen 100 und 150MHz in 1MHz Schritten frei wählen. Den Multiplikator kann man natürlich auch wieder selbst setzen, jedoch macht hier der Pentium4 einen Strich durch die Rechnung, da er den Multiplikator unabhängig vom Board fest vorgibt.
Offiziell zwar nicht unterstützt, per Bios aber dennoch möglich, ist PC1066 Rambus. Asus bietet die Option, den Rambus mit „Auto“, „x3“ oder „x4“ anzusprechen. Setzt man einen Pentium4 mit 133MHz FSB ein und wählt die Option „x4“, so taktet das P4T533-C den Rambus mit 533MHz.
Die Core-Spannung kann im Bios von 1,10 bis 1,85 Volt in 0,025 Volt Intervallen erhöht werden.


Erneut vermissen mussten wir aber die so wichtige Option des „PCI/AGP-Fix“. Da man den Pentium4 nur per FSB übertakten kann, ist es besonders wichtig den PCI- und AGP-Takt fest bei 33 bzw. 66MHz festzustellen. Kann man dies nicht, wird der PCI- und AGP-Takt durch den jeweiligen FSB bestimmt und verhindert bei besonders empfindlichen Komponenten schnell ein erfolgreiches Übertakten.
FSB-Überprüfung:
Bei der FSB-Überprüfung überraschte uns das P4T533-C für Asus-Verhältnisse doch etwas. Mit 133,64MHz FSB taktet das Mainboard sehr genau und auch die daraus resultieren 534,54MHz des QDR-Bus sind ohne weiteres zu vertreten. Unser Pentium4 2,4 taktete während der Tests mit 2405,45MHz.
Testsystem
Als Testsystem kam der heute vorgestellte und von uns getestete Pentium4 2,4 mit 533MHz FSB zum Einsatz.. Als Betriebssystem verwendeten wir Windows XP Professional. Dabei ließen wir das integrierte DirectX 8.1 unverändert. Immer häufiger setzen auch Spieler auf Windows 2000 und nun auch auf den Nachfolger, so dass wir bewusst Windows XP für die Tests verwenden. Funktionen wie System Restore oder automatische Systemupdates wurden deaktiviert. Um dennoch eine normale Arbeitsumgebung zu schaffen, haben wir als Qualitätseinstellungen für die Systemoberfläche mit geglätteten Schriften und der Standard Windows XP Oberfläche gearbeitet. Alle weiteren visuellen Optionen wurden ebenfalls aktiviert. Die Inno3D GeForce3 Ti200 wurden mit dem offiziellen Detonator in der Version 28.32 getestet.
- Prozessor
- Intel Pentium 4 2,4 GHz - 533MHz FSB
- Motherboard
- Asus P4T533-C (Bios: 1003 Beta 1 / i850E)
- Intel D850EMV2 (i850E)
- Arbeitsspeicher
- 2x 128MB PC1066 Samsung Rambus
- 2x 128MB PC800 Samsung Rambus
- Grafikkarte
- Inno3D Tornado Geforce3 Ti200
- Peripherie
- Maxtor 92041U4
- Philips PCCD048
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 28.32
- Intel Inf-Treiber 3.20.1008 + Intel Application Accelerator 2.2
- Software
- Windows XP Professional
- DirectX 8.1





Benchmarks
Bei den Benchmarks griffen wir diesmal auf einen Mix zurück, der sowohl Spiele, Windows-Anwendungen als auch Rendering und Audio-Encoding berücksichtigte.
Viele Benchmarks basieren dabei auf tatsächlichen Anwendungen. Aber neben diesen praxisnahen Benchmarks kamen aber auch synthetische Benchmarks wie die 3DMarks zum Einsatz.
- DirectX 7.0
- 3DMark 2000 1.1
- Unreal Tournament 4.36 (utbench)
- DirectX 8.0
- 3DMark 2001 SE
- OpenGL
- Vulpine GL Mark 2001 1.1
- Quake 3 Arena 1.17
- Speicherperformance
- SiSoft Sandra 2002
- Sonstiges
- WinACE 2.11
- Cinebench 4D
- Magix Music Maker 3.03
- Lightwave 7.0b
SiSoft Sandra
Wie schon aus unseren letzten Reviews möchten wir auch hier SiSoft Sandra den ersten Schritt machen lassen und uns die theoretische Streaming-Performance genauer ansehen. Nicht immer muss das Ergebnis dabei die spätere Staffelung in den Benchmarks wiederspiegeln, aber gerade beim Pentium4 erhält man einen ersten Anhaltspunkt für die sehr wichtige Speicherperformance.
SiSoft Sandra 2002
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Natürlich kann der PC1066 Rambus bei diesem Test aus den vollen Schöpfen und richtig auftrumpfen. Er ist allerdings noch weit entfernt von den maximal möglichen 4,2 GByte. Der PC800 Rambus kommt seinem Optimum da schon näher, verschenkt aber, wie man den PC1066 Daten entnehmen kann, einiges der Datentransferrate, die der neue Pentium4 mit 533MHz ermöglicht.
WinACE 2.11
Als weiterer Test für das Speicherinterface setzten wir WinACE in der Version 2.11 ein. Die Systeme mussten dabei bei maximaler Kompression einen Mix aus bereits gepackten und ungepackten Dateien, Musiktiteln, Dokumenten und Bildern mit insgesamt 390 MByte packen.
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Auch bei WinACE können sowohl das Asus als auch das Intel Board von PC1066 profitieren. Angesichts der hohen Speicherauslastung ist dies aber auch nicht verwunderlich. Erneut schafft es das Asus P4T533-C sich vor dem D850EMV2 von Intel zu platzieren.
Magix Music Maker
Im Magix Music Maker 3.03 galt es eine 251MB große Wave-Datei in ein MP3 mit 128kBit und High Quality Settings zu encodieren.
Magix Music Maker 3.03
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Der Vorsprung mit PC1066 Rambus fällt beim Magix Music Maker immerhin mit 5 - 7,5% aus. Das Asus P4T533-C liegt erneut leicht vor Intels Referenzboard.
Cinebench 2000
Dieser recht kompakte Benchmark beruht auf dem Raytracing-Programm Cinema 4D und gibt einen guten Überblick über die Rendering-Eigenschaften des CPU-Chipsatz-Memory Subsystems und durfte auch bei unseren Pentium4 Boards nicht fehlen.
Cinema 4D
Angaben in Punkten
|
Erneut ein gleiches Bild. Dieses Mal kann sich das P4T533-C aber auch mit PC800 Rambus beim Raytracing vor das D850EMV2 mit PC1066 Rambus schieben. Der Cinebench 2000 profitiert nicht so stark von dem schnelleren Rambus, wie es die anderen Anwendungen bisher getan haben.
Quake 3 Arena
Quake 3 Arena und auf dieser Engine basierende Spiele dürfen zu Recht zu den speicherintensivsten Spielen gezählt werden. In Quake 3 Arena könnte gerade der PC1066 Rambus eine sehr wichtige Rolle spielen, da er immerhin 30 Prozent mehr Datentransfer liefert als der PC800 Rambus und dies bei Quake 3 Arena besonders wertvoll ist.
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Erwartungsgemäß gut setzen beide Mainboards den PC1066 Rambus bei dem sehr speicherintensiven Quake 3 Arena in Frames um und profitieren immerhin um 7 Prozent. Die Mehrleistung des PC1066 von 30 Prozent verfehlen sie aber auch in Quake 3 Arena weit.
Vulpine GLMark v1.1
Die zweite OpenGL Hürde stellt auch bei unseren Pentium4 Kontrahenten der Vulpine GLMark in der Version 1.1 dar. Dabei durften die Boards sich sowohl bei den niedrigsten als auch bei sehr hohen Settings regelrecht austoben und zeigen, was in ihnen steckt.
Vulpine GLMark v1.1
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Nicht gerade nennenswert ist der Vorsprung der PC1066-Varianten im Vulpine GLMark. Auch wenn man zumindest in den niedrigsten Einstellungen drei Frames gewinnt, kann man dies nicht wirklich als Vorsprung bewerten, da niemand, der über diese Hardware verfügt, mit derartigen Einstellungen spielen wird. Aus diesem Grunde sind sie relativ unbedeutend.
Lightwave 7.0b
Bevor wir uns im nächsten Abschnitt den DirectX-Ergebnissen zuwenden, wagen wir noch einen Abstecher in die Rendering-Abteilung und ließen die Boards zwei Szenen aus Lightwave 7.0b rendern. Da es sich in unserem Test nur um Pentium4-Platinen handelt, kann die spezielle Pentium4 Optimierung der Software vernachlässigt werden.
Lightwave 7.0b
Angaben in Sekunden
|
Auch der Vorsprung im Rendering Test, Lightwave 7.0b, ist bescheiden. Je länger das Rendern dauert, umso größer wird natürlich der zeitliche Vorsprung, aber unserer Meinung nach reicht auch hier PC800 Rambus völlig aus. Einzig für Kunden, die semi-professionelles Rendering betreiben und über mehrere Tage an einem Objekt rendern, könnte der Vorsprung des PC1066 Rambus von Bedeutung sein.
3DMark 2000
Wenn auch schon recht alt, stellt der 3D Mark 2000 aus dem Hause MadOnion.com auch weiterhin einen sehr aussagekräftigen Benchmark für Mainboards dar. Da die verwendeten Tests schon im Default-Run keine wirkliche Hürde für die GeForce3 Ti200 darstellen, können sich CPU, RAM und Chipsatz so richtig austoben.
3DMark 2000
Angaben in Punkten
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Ein weiteres Mal zeigt sich, dass PC1066 Rambus besonders in niedrigen Auflösungen einen nennenswerten Unterschied bewirkt. Bereits im Default Run wird die Grafikkarte zur Bremse und das System kann von dem optimalen Verhältnis zwischen CPU und RAM, die beide 4,2 GByte/s Datentransfer ermöglichen, nicht mehr profitieren.
CPU Mark
Ein beliebter Bestandteil des 3DMark 2000 ist der CPU Mark. In dieser Disziplin muss der Prozessor ohne große Hilfe der Grafikkarte zwei Spielszenen berechnen. Lediglich die T&L-Einheit ist von Bedeutung. Da bei unseren Tests aber jeweils die GeForce3 Ti200 eingesetzt wurde, spielt dies ebenfalls keine Rolle. Die Performance von Mainboard und Speicher ist dafür umso bedeutender.
CPU Mark
Angaben in Punkten
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Das Asus P4T533-C kann dem Pentium4 2,4 mit 533MHz FSB etwas mehr Leistung entlocken. Allerdings darf man hier nicht vergessen, dass das Board von Asus mit 2405,54MHz läuft, das Intel D850EMV2 hingegen nur mit 2386,56MHz.
3DMark 2001 SE
Wenn es derzeit einen Benchmark gibt, der immer wieder als das Vorzeigeprogramm die Leistung des eigenen Rechners repräsentieren muss, dann ist dies der 3DMark 2001 SE. Sicherlich einer der Hauptgründe, warum er auch diesmal wieder in unserem Benchmarkparcours zu finden ist.
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
|
Wie schon beim 3DMark 2000 kann auch beim 3DMark 2001 SE der PC1066 Rambus nur in 640x480x16Bit für einen größeren Vorsprung sorgen. Im Default Run ist der Vorsprung erneut nicht ausschlaggebend und kann getrost vernachlässigt werden.
Unreal Tournament
Auf den ersten Blick scheint der Ego-Shooter aus dem Hause Epic aufgrund seiner bereits etwas betagten Technik schon lange kein zeitgemäßer Benchmarkkandidat mehr zu sein. Mit dem so genannten "UT Bench", einer Aufzeichnung eines Multiplayer-Matches gegen eine Reihe von Bots, wurde jedoch eine kaum zu übertreffende Hürde für CPU und somit auch Board und Speicher geschaffen, die relativ unabhängig von Grafikkarte und Co. ein sehr klares Bild der Mainboard-Performance liefert.
Unreal Tournament - UTBench
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Der eher konstante UTBench überraschte uns dann doch wieder und zeigt einen für ihn verhältnismäßig großen Unterschied zwischen PC1066 und PC800 Rambus. Er verzeichnet fast 6 Prozent mehr Leistung, was beim UTBench einen recht großen Unterschied darstellt. Dass sich das P4T533-C auch hier vor dem D850EMV2 platzieren kann, muss wohl kaum noch erwähnt werden, da es in allen vorangegangenen Test ebenfalls schneller war.
Fazit
Zum einen soll es in diesem Fazit natürlich um das P4T533-C gehen, andererseits bietet sich auch ein abschließendes Wort zum i850E und PC1066 Rambus an.
Zuerst zum P4T533-C von Asus. Das Board läuft absolut stabil, bietet die Vorzüge des i850E, der z.B. jeder Komponente einen eigenen IRQ zuordnen kann, und hat keinerlei Probleme mit PC1066 Rambus. Dank des NEC USB2.0 Controller bietet es zudem vier USB2.0 Ports, die der i850E in Verbindung mit dem ICH2 nicht liefert. Das Design und Layout ist durchdacht und die Asus typischen Features wie EZ Flash, EZ Plug und Asus Update sind eine nette Ergänzung, die das Arbeiten mitunter sehr vereinfachen. Gerade für weniger versierte Benutzer stellt das Bios Flashen eine nicht zu überwindene Hürde dar, die man mit 'Asus Update' relativ leicht überwinden sollte. Bemängeln müssen wir aber leider erneut das Fehlen der wichtigen Bios-Option "Fix PCI/AGP Clock". Sie ist oft der Garant für erfolgreiches Übertakten des Pentium4. Das P4T533-C bietet zwar nicht alle Extras, die auf einem Mainboard verbaut werden können, kostet dafür aber auch nur ca. 170 - 180€ (Endkundenpreis noch unbekannt). Jeder Kunde, der ohne besondere Zusätze wie etwa OnBoard Raid, Bluetooth oder Firewire auskommt, ist mit dem P4T533-C und Onboard LAN, Sound und USB2.0 bestens bedient. Direkte Vergleiche zu anderen Mainboards gestalten sich im Moment zwar noch schwierig, da wir vor der Veröffentlichung nur das P4T533-C genauer testen konnten. Der Vergleich zum D850EMV2 zeigt aber, dass Asus es erneut verstanden hat, aus dem Referenzdesign von Intel noch etwas mehr herauszuholen.
Der i850E ist sicherlich ein zweischneidiges Schwert. Unbedingt gebraucht hat ihn eigentlich niemand, da es kein Problem ist, den Vorgänger, den i850, mittels Übertakten mit einem FSB von 133MHz (533 QDR) zu betreiben und man so auch den neuen Pentium4 mit 533MHz betreiben kann. Zusätzlich wurde auf Wunsch der Mainboard-Hersteller auf den ICH4 verzichtet, damit diese ihr Layout nicht überarbeiten müssen. Andererseits muss man natürlich auch sehen, dass Intel keinen Pentium4 mit 533MHz FSB veröffentlichen kann, ohne dass ein Chipsatz von ihnen diesen auch offiziell unterstützt. Aus diesem Grunde hat der i850E dann doch wieder seine Daseinsberechtigung und ist ein vollkommen logischer Schritt von Intel.
Offiziell gar nicht unterstützt, inoffiziell aber dennoch kein Problem: PC1066 Rambus. Besonders die Intel Gegner sprechen immer wieder von einer "Kastration des Pentium4", wenn die Speicherbandbreite nicht 1:1 mit der Bandbreite des Prozessors harmoniert. PC1066 Rambus bietet über 30 Prozent mehr Speicherbandbreite als PC800. Er liefert die optimale Bandbreite und Performance für den neuen Pentium4 und stellt auch die beste Kombination dar, dies steht sicherlich fest. Die 30 Prozent mehr Bandbreite kann er aber bei weitem nicht ausschöpfen und die Overall-Performance profitiert im Schnitt nicht einmal um 5 Prozent. Wer seinem neuen Pentium4 mit 533MHz Quad Pumped Bus die höchst mögliche Leistung entlocken will, setzt wahrscheinlich auf PC1066, sofern er ihn irgendwie erstehen kann. Von einer "Kastration", wie es manche in den nächsten Tagen wieder nennen werden, kann man im Zusammenspiel mit PC800 unserer Meinung nach aber keineswegs sprechen. Doch an dieser Stelle können auch unsere Benchmarks für sich sprechen und jeder Leser macht sich am besten ein eigenes Bild darüber, was er von PC1066 halten soll.
Für Fragen ist wie immer unser Forum [3] zuständig.
Wertung P4T533-C
- Lieferumfang
- Dokumentation
- Stabilität
- Performance
- Layout
- Verarbeitung
- Service
- USB 2.0
- PC1066 Support
- Asus EZ-Plug
- Asus Update
- "Fix PCI/AGP Clock"-Option fehlt im Bios
