Prolog
Erst spät wurde er zum Gerücht und nun ist er da: Der Athlon 64 FX mit 940 Pins. Ging man noch vor wenigen Wochen davon aus, der Opteron würde mit dem Athlon 64 genau einen Abkömmling auf dem Consumermarkt bekommen, sind es nun derer zwei geworden. Nicht nur der Opteron wird in einigen Varianten mit einem Dualchannel-Speicherkontroller angeboten. Auch der Athlon 64 FX wird, anders als der Athlon 64, mit 128Bit auf den Arbeitsspeicher zugreifen können. Unverhofft mehr Leistung für den Kunden? Das ja, nur mit Beigeschmack. Denn der Sockel 754, der einst allein dem Athlon 64 galt, unterstützt kein Zweikanal-Speicherinterface und somit sind entsprechende Mainboards nicht für den FX geeignet.
Anfang 2004 soll hier der Sockel 939 mit einfacherem Pin-Layout für Abhilfe sorgen. Doch wir schreiben erst den 23. September 2003. Kurzer Hand entschied sich AMD dazu, den Sockel 940 - einst für den Server-Opteron geplant - auch als Basis für den Athlon 64 FX heran zu ziehen. Mit zwei solchen Mainboards wollen wir uns heute beschäftigen. Das Problem an der Sache ist jedoch hausgemacht. Die Boards mit Sockel 940 wurden für den Opteron und somit für den kommerziellen Einsatz und nicht für den Heimanwender entworfen. Endlos lange Feature-Listen, Gameport und Overclocking dürfen auf diesem Sektor allerdings als Fremdwort angesehen werden, oder etwa nicht? Somit wollen wir in diesem Artikel nicht nur klären, welcher Chipsatz dem Athlon 64 FX die größte Performance entlockt. Wir wollen auch versuchen zu klären, ob der Kauf einer einst nicht für diesen Zweck entworfenen Platine Sinn macht. Objekte der Begierde sind hierbei das Asus SK8N und das MSI K8T Master1.
Wir wollen uns an dieser Stelle sowohl bei Asus als auch bei MSI für die zur Verfügung gestellten Samples bedanken. Und auch Corsair gehört für die großzügige Bereitstellung des verwendeten Speichers ein weiteres Mal unser Dank.
Die Chipsätze
Wie erwähnt, widmen wir uns in diesem ersten Review zum Thema Athlon 64 FX-Boards den Probanden von nVidia und VIA. Während nVidia mit den nForce 3 Pro, bekannt unter dem Codenamen CrushK8, derzeit eine einzige Lösung für AMDs 64x86-Architektur im Produktportfolio hat, prescht VIA getreu der asiatischen Entwicklertradition gleich mit einer ganzen Serie an Chipsätzen ins Händlerregal. Neben dem hier besprochenen K8T800 zielt der K8M800 mit seiner integrierten Grafik auf den Mainstream- und der K8N800 auf den Notebooksektor ab. Doch schauen wir uns nForce 3 Pro und K8T800 einmal der Reihe nach etwas genauer an.


nVidia nForce 3 Pro
Von der Architektur erinnert der nForce 3 Pro an die wohl noch gut in Erinnerung verbliebenen SiS-Chips SiS735 und SiS745, denn auch hier hat man sich für eine Single-Chip-Architektur entschieden. Da der Opteron, der Athlon 64 und der Athlon 64 FX ihren eigenen Memorycontroller auf dem Die tragen, verbleibt für die altbekannte Northbridge im Endeffekt nur noch die Ansteuerung des AGP-Ports. Eine Aufgabe, die in nVidias Augen wohl keine Berechtigung für einen ganzen Chip mehr gegeben hat und somit kurzer Hand mit in die Southbridge gewandert ist. Als logische Schlussfolgerung wurde die Northbridge (IGP/SPP beim nForce 2) wegrationalisiert.
Ab sofort besteht hier also keine indirekte Verbindung mehr zwischen CPU und Peripherie-Controller, die Southbridge ist mittels Hypertransport-Protokoll direkt an den Prozessor angebunden. nVidia hat hier allerdings nicht die theoretische Maximalleistung von 6,4 GB/s aus dem Bus gekitzelt und begnügt sich mit einer 600MHz (1200MHz DDR) schnellen und 16 Bit breiten Anbindung von der CPU zum Crush8K und einer 8 Bit breiten Leitung vom Crush8K zum Prozessor. Somit können maximal 2,4 GB/s von der CPU und 1,2 GB/S in Richtung CPU versendet werden. Der K8T800, zu dem wir gleich kommen, besitzt einen 800MHz schnellen und in beiden Richtungen 16 Bit breiten Bus.
Kommunizieren kann der Prozessor über den eben erwähnten Bus nach Passage des CrushK8 mit bis zu sechs 33MHz schnellen PCI-Ports, sechs USB 2.0 Schnittstellen, dem integrierten NVIDIA IEEE 802.3 MAC (10/100MBit), dem AGP 8x Port und laut Produktübersicht und internen, technischen Dokumenten mit bis zu drei ATA133-Kanälen. Allerdings ist der dritte Kanal nicht zuletzt durch seine 'Übertaktungsfreudigkeit' auf bis zu ATA150 für die Ansteuerung zweier, externer Serial-ATA-Kanäle vorgesehen - so nVidia. Einen nativen SATA-Support bietet der CR8 leider nicht. Zählt man eins und eins zusammen und lauscht einschlägigen Meldungen im Netz, ist dieser Teil des nForce 3 schlichtweg defekt und notgerunden abgeschaltet worden. Hier hat man gegenüber Intel und VIA noch einiges an Nachholbedarf.
Der Rest der Features liest sich in Sachen Umfang dann eher wie ein Rückschritt. Kein Dual-LAN mehr und der Dolby Digital Encoder der MCP-T wich dem altbackenen AC'97-Sound. Da nVidia in Sachen nForce 3 Pro auf der eigenen Website jedoch nur den Opteron und keine Athlon 64-Version erwähnt, könnte dieser Schritt nicht nur auf Mißstände in der Produktion zurück zu führen sondern durchaus geplant gewesen sein. Eventuell hat man hier mit den Desktop-Nachfolgern des Chipsatzes, die für Ende des Jahres geplant sind, verzettelt oder AMDs Ankündigung einer Vorstellung der Mainstream-CPUs im September nicht so recht Glauben schenken wollen. Auf jeden Fall sehen Käufer von Athlon 64 FX und nVidia-Chipssatz somit vorerst in die recht karge Ausstattungsröhre.
Mitgedacht hat man hingegen bei der Absicherung der CPU vor dem Hitzetod. Per THERMTRIP#-Signal kann der Prozessor bei Überschreiten der kritischen Grenze per Hardware abgeschaltet werden. Und auch das sog. Throtteln, d.h. das Aussetzen von CPU-Takten und somit das Herabbremsen des Prozessors, können sowohl per Software als auch bei einer zu heißen CPU mittels THERM#-Signal aktiviert werden. Verfällt der Prozessor in den S1, S3 oder S5 Modus, setzt das Throttling zwar aus. Wird nach Beendigung des Ruhezustandes jedoch sofort wieder aktiviert.
Um den Chipsatz muss man sich hingegen wohl eher keine Sorge machen. Dieser darf unter Umweltbedingungen von 0 - 88°C betrieben werden und hält selber 100°C aus. Die maximale Verlustleistung liegt bei 3,75 Watt.
VIA K8T800
VIAs K8T800 und seine Mitstreiter K8M800 und K8N800 sollen sowohl im Server/Workstation- als auch im Mainstreammarkt Fuß fassen und um einer breiten Akzeptanz bei den Mainboardherstellern keine unnötigen Stolpersteine in den Weg zu legen, sind die Desktopchips K8T800 und K8M800 pinkompatibel. Insofern macht es durchaus Sinn, dass VIA im Gegensatz zu nVidia auch weiterhin auf eine Zwei-Chip-Architektur setzt, obwohl im Falle des K8T800 praktisch nur noch die AGP-Brücke als Funktionseinheit der Northbridge übrig bleibt.
Besonders stolz scheint man bei VIA auf den maximalen Ausbau der Hypertransport-Technologie zu sein, der man mit Hyper8 gleich einen leicht eingängigen Markennamen spendiert hat. VIA implementierte in der Northbrigde (K8T800 = VT8385) der K8-Reihe zwei 800 MHz (1600MHz) schnelle und jeweils 16 Bit breite Datenleitungen, die es somit auf die theoretisch möglichen 6,4 GB/s schaffen. Da die Kommunikation zwischen CPU und Speicher allerdings nicht mehr über diesen Bus statt findet, darf durchaus bezweifelt werden, dass an dieser Stelle jedes Gigabyte zählt - zumal Daten für den Periphericontroller (die Southbridge) eh noch über den wesentlich langsameren V-Link müssen. Rein marketingtechnisch kann es auf jeden Fall nie genug sein und schon die White-Papers probieren hier den Finger möglichst Tief in die sehnlichst herbei gewünschten Wunden der Konkurrenten zu drücken [4].
Neben einem APG 8x Port darf übrigens parallel oder alternativ der VIA VPX2 an der Northbridge betrieben werden, mit dem entweder zwei 133 MHz schnelle PCI-X-Ports oder bis zu zwölf normale PCI-Steckplätze an das System angebunden werden können. Die Northbridge des K8M800 und K8N800 verfügt darüber hinaus über die integrierte UniChrome2-Grafikeinheit, steuert wahlweise 8 bis 64 MB Framebuffer an und birgt einen MPEG-2-Encoder in sich.
Als Southbridge stellt man allen K8-Chipsätzen die bereits vom Apollo KT600 bekannte VT8237 zur Seite (wahlweise kann aus Kostengründen allerdings auch die etwas ältere VT8235CE genutzt werden). Nicht nur, dass man hier kurz vor Toreschluss die einzige, native Serial-ATA-Implementation für den Sockel A vorstellen konnte. Auch auf der brandneuen 64 Bit-Plattform wird VIA hier den Vorreiter spielen. Raid 0, 1 und 0+1 runden das wirklich gelungene SATA-Paket ab. Des Weiteren gehören acht USB 2.0 Ports und ein integrierter 10/100MBit Ethernet-Controller zum Chipumfang. FireWire und TV-Out können optional über den VT6307 respektive VT1622 realisiert werden. Auch ein Gigabit-Ethernet-Chip findet wahlweise seinen Platz auf einem VIA K8-Board.
Da, anders als im Falle nForce 3 Pro, bereits die Northbridge mittels Hypertransport an der CPU hängt, setzt man bei VIA auch weiterhin auf den schon etwas älteren V-Link, die Verbindung zwischen North- und Southbridge, die VIA allerdings erst mit dem KT400 auf 533MB/s beschleunigt hat. Die Hälfte der Englisch sprachigen VIA-Websites spricht hier zwar von einem Ultra V-Link bei 1.066 MB/s. Die technischen Dokumente weisen jedoch ebenfalls nur 533 MB/s aus. Angesichts der Tatsache, dass der AGP-Port nicht wie bei nVidia über diesen Bus gefüttert werden muss, sollte die recht schmalbrüstige Datenlandstrasse allerdings nicht großartig ins Gewicht fallen.
Dass die K8-Chipsätze "VIA Vinyl ready" sind, bedeutet in der Praxis nichts anderes, als dass einer der drei von VIA entwickelten Sound-Chips an die VT8237 angebunden werden kann. Envy24 [5], Envy24HT [6] und Envy24PT [7] bieten hierbei verschiedene Leistungsumfänge, wobei die bestausgestattete Version, der Envy24PT, Achtkanalsound und bis zu 24Bit bei einer Samplingrate von 96 KHz ermöglicht. Das gesamte Konzept der modularen Chipsatz-Erweiterung nennt VIA V-MAP (VIA Modular Architecture Platform).
nVidia vs. VIA
Halten wir also vorerst fest: VIA bietet von den unterstützten Funktionen her auf dem Papier die interessantere Lösung. Zwar setzt man in Taiwan auch weiterhin auf ein Zwei-Chip-Design und muss somit auf eine etwas langsamere Anbindung des Peripherie-Controllers zurück greifen. Dafür hat man das Hypertransport-Protokoll bis an seine Grenze aufgebohrt und kann sich hier wieder einen kleinen Vorsprung in der Theorie sichern. Was in der Praxis dahinter steckt und wie die Mainboardhersteller das Potential nutzen können, steht auf einem anderen Blatt. Oder im weiteren Verlauf dieses Artikels.


An dieser Stelle die wichtigsten Merkmale nochmals in tabellarischer Form.
| nVidia nForce 3 Pro | VIA K8T800 | ||
|---|---|---|---|
| Architektur | |||
| Design | Single-Chip | Dual-Chip | |
| Northbridge | - | VT8385 | |
| Package | - | 578-pin BGA | |
| Southbridge | CrushK8 | VT8237 | |
| Package | 752-pin BGA | 539-pin BGA | |
| Features | |||
| Hypertransport | 2,4 GB/s (down) 1,2 GB/s (up) |
3,2 GB/s (down) 3,2 GB/s (up) |
|
| V-Link | - | 8x (533 MB/s) | |
| AGP | 8x | 8x | |
| PCI | 6 | 6 | |
| USB | 6 | 8 | |
| FireWire | Ja | Ja | |
| Dual-LAN | Nein | Nein | |
| EIDE | 3x ATA133 (1x für SATA) |
2x ATA133 | |
| Serial ATA | optional | integriert | |
| Raid | optional | 0, 1 integriert | |
| Sound | AC'97 | AC'97 | |
| Modem | MC'97 | MC'97 | |
Das SK8N-UAY
Lieferumfang
Der Lieferumfang des SK8N-UAY kann sich mit den bekannten Deluxe-Versionen aus dem Hause Asus nicht ganz messen. Bei einem Opteron - also Server-Board - hatten wir allerdings auch nicht viel mehr erwartet. Wie gesagt, so sieht es fast überall aus. Käufer eines Athlon 64 FX mit Sockel 940 werden hier die nächsten Monate klare Kompromisse eingehen müssen.
- SK8N-UAY
- 2x ATA66/100, 1x ATA33, 1x Floppy, 2x Serial ATA (Daten), 1x Y-Kabel SATA (Strom)
- 1x Gameport
- 1x FireWire-Blende (1 Port)
- 1x S/PDIF-Out (digital)
- 1x S/PDIF-Out (analog)
- USB-Blende (2x USB 2.0)
- ATX-Blende
- Treiber-CD, Handbuch (englisch), WinDVD Suite, Sticker



Bios / OC / Stabilität
Das AMI-Bios des SK8N bietet dem User eine ganze Reihe an Möglichkeiten, auf die Performance des Systems Einfluss zu nehmen. Zum einen kann der interne Referenztakt des Athlon 64 FX von 200 auf bis zu 300 MHz angehoben werden. In unseren Tests war es bei über 210 MHz mit der Stabilität allerdings nicht mehr allzu gut gestellt. Die 2310 MHz hat die CPU jedoch noch ohne Probleme genommen. Auch der Corsair-Speicher lief mit DDR420 (210) und unverändert scharfen Timings noch fehlerfrei.


Während man auf die CPU-Spannung auf dem SK8N keinerlei Einfluss nehmen kann, darf die VDimm auf bis zu 2,7 V und die AGP-Voltage auf 1,7 V angehoben werden. Ein fixer AGP-Takt ist ebenso möglich wie die Justierung des Speichertaktes. Von DDR200 - DDR400 darf hier der passende Teiler zum Referenztakt gesetzt werden. Bei 210 MHz CPU-Takt und eingestellten DDR200 (100MHz) kommen somit bei einem Teiler von zwei (200MHz CPU zu 100 MHz RAM) 105 MHz RAM-Takt heraus. Auch die Speichertimings dürfen auf dem SK8N den eigenen Bedürfnissen und den Fähigkeiten des Speichers angepasst werden. Das Bankinterleaving darf ein oder ausgeschaltet werden und auch einzelne Latenzen scheuen nicht vor einer Modifikation (CAS 2,0-3,0 ; TRCD 2-6 ; TRAS 5-15; TRP 2-6). Die Optionen beim Hypertransport Bus beschränken sich auf die verwendete Taktrate (200,400,600 MHz). Zwischen 16 und 8 Bit darf nicht gewählt werden. Vergangene Bios-Revisionen haben hier und an anderer Stelle deutlich mehr (fragwürdigen) Spielraum gelassen.
Sämtliche OnBoard-Komponenten dürfen auf dem SK8N im Bios deaktiviert und eingestellt werden. Massenspeichergeräte am USB-Bus dürfen wahlweise als Floppy-Disk simuliert werden, um bequem von ihnen booten zu können. Mit Asus Q-Fan steht zudem auch weiterhin ein immer komfortableres Tools zur dynamischen Ansteuerung der drei Lüfteranschlüsse zur Verfügung. Hier können Spannungen zwischen 12 und 5,5 V für drei verschiedene Temperaturschwellen definiert werden. Mit der Temperatur hatten wir allerdings ein seltsames Problem: Diese blieb ob Last oder Leerlauf unter Windows praktisch unverändert. Zwischen 50 und 51 °C pendelte sie in beiden Temperaturmodi hin und her.
In Sachen Stabilität lief das Asus SK8N mit dem Bios 1003.003 fehlerfrei. Den Benchmarkparcours bewältigte das Board ohne Aussetzer und musste sich nur in einer Disziplin geschlagen geben. Schaltet man die Fehlerkorrektur (ECC) des Speichers zu, war weder unter DDR333 mit TakeMS noch mit DDR400 von Corsair an ein stabiles System zu denken. Seltsam, sollte doch der Chipsatz im Endeffekt nichts damit zu tun haben. Eventuell ein Bios-Bug? Mehr dazu im Abschnitt über das Master1. Eine Liste mit getesteten Modulen bietet Asus.com [8].
Layout
Das SK8N präsentiert sich auf den ersten Blick als astreines Asus-Board. Typisch das braun-grüne PCB und die restliche Farbgebung. Beim Blick auf den CrushK8-Kühler fühlten wir uns gar an das A7V133 zurück erinnert, das damals eines der letzten Boards mit derartig kleinen Aluminium-Kühlern war. Klassische Überleitung - Thema: Kühlung. Die leidige Suche der KeepOut-Area hat mit AMDs x86-64-Plattform ja hoffentlich endlich ein Ende gefunden, obwohl es auch weiterhin ähnlich strenge Vorgaben [9] wie für den Sockel A gibt. So gilt ab sofort der erste Blick dem vom Pentium 4 bekannten Retention-Modul. Dieses besteht auf dem SK8N aus einer stabilen Hartplastik-Halterung, die mittels zweier Schrauben auf der Boardrückseite - so sehen es AMDs Spezifikationen vor - verschraubt ist. Die mindestens 27 kg Anpressdruck (maximal 40,8 kg), die ein Athlon 64 (FX)- oder Opteron-Kühler aufbringen muss, machen solche stabile Konstruktionen notwendig. Asus hat die KeepOut-Area allerdings nicht ganz eingehalten und auch die relativ nahe am Sockel befindlichen Kondensatoren stören bei der Lüfter(de)montage. Ohne die Kondensatoren zu verbiegen ist der Referenzkühler von AMD nicht vom Retention-Modul zu lösen.





Positiv überrascht haben uns darüber hinaus die zwei nur unweit vom Sockel 940 positionierten Lüfteranschlüsse. So sind auch Ventilatoren mit getrennter Strom- und Tacholeitung problemlos auf dem Board zu montieren. Den dritten Anschluss entdecken wir in der unteren, rechten Ecke der Platine. Dort, wo er meistens sitzt. Für einen Gehäuse-Lüfter in der Front sicherlich erste Wahl.


Bei der Stromversorgung der hungrigen CPU setzt man bei Asus auch weiterhin auf eine Drei-Phasen-Lösung. Auf eine passive Kühlung der MOSFETS hat man in diesem Fall verzichtet. Über derartige Kühlmethoden läßt sich allerdings eh streiten, denn das Kühlen der Plastik-Oberseite stellt sicherlich kein Optimum dar. Ein Trend, den man schon bei den letzten nForce 2 Ultra 400 und KT600-Boards absehen konnte, wird mit der x86-64-Architektur zum Standard auf der AMD-Plattform erhoben: Der zusätzliche 12V-Stecker, wie ihn Intel zur Präsentation des Pentium 4 vor Jahren eingeführt hat. Und so findet sich die vierpolige Buchse auch auf dem SK8N wieder. Beide Anschlüsse liegen am äußersten Platinenrand, angeschlossene Kabel können hier jedoch im Tower mit den Festplatten-Käfigen ins Gehege kommen.


Konsquent umgesetzt hat Asus die neu erworbenen Freiheiten in Sachen Speicherslot-Platzierung. Da für die Kommunikation RAM -> CPU ab sofort keine Zwischeninstanz mehr erforderlich ist, wurden die vier Steckpätze über dem Sockel und weit ab vom CrushK8 platziert. Die Aufteilung in zwei Paar Slots und ihre farbliche Kodierung erleichtert die Bestückung, um den so wichtigen Dual-Channel-Betrieb zu ermöglichen. Ganz nebenbei sind somit Streitereien zwischen RAM-Modulen und ausladenden Grafikkarten passé. Zudem dürfte im eingebauten Zustand keine Gehäusekomponente den Zugriff auf den Speicher versperren.
Layout (Fortsetzung)
Ein Blick auf die Ausgänge des SK8N verdeutlicht, dass man es hier bei Asus trotz der ursprünglichen Auslegung der Platine für den Server-Markt nicht so eng gesehen hat. Neben den üblichen Anschlüssen (2x PS/2, 1x Seriell, 1x Parallel) führt man vier USB 2.0-, ein FireWire- und den LAN-Port nach Außen. Darüber hinaus sorgen LineIn, LineOut und Mikrofon für den richtigen Klang. Gameport und eine zweite, serielle Schnittstelle sucht man indes vergebens und auch eine entsprechende Slotblende ist dem Board nicht beigelegt. Zumindest für den 2. COM-Anschluss ist der Steckplatz auf dem Board jedoch vorhanden. Unter uns: Die Zeiten dieser Art der Datenübertragung sind eigentlich schon seit USB 1.1 gezählt. Die passende Blende für dieses doch recht ungewöhnliche Boardlayout liegt der Platine bei.
Obwohl der Opteron - und hierfür wurde das SK8N ursprünglich entworfen - eher in Server-Umgebungen sein Zuhause hat, setzt man bei Asus, anders als in der jüngsten Vergangenheit, auf einen normalen AGP-Slot. Den Endanwender wird dieser Umstand jedoch kaum stören, setzen die Grafikkartenhersteller aufgrund der geringern Verbreitung der Pro-Variante doch weiterhin lieber auf einen zusätzlichen Stromanschluss auf der Renderplatine. Zum Grafik-Steckplatz gesellen sich auf dem Board fünf der vom nForce 3 Pro unterstützten sechs PCI-Slots.
Rund um den CrushK8, der zu Gunsten kürzerer Leiterbahnen in der unmittelbaren Umgebung zum AGP-Slot seinen Platz gefunden hat, tummeln sich eine ganze Reihe an Zusatzchips, die die Feature-Liste des SK8N trotz den eher mageren Chipsatz-Voraussetzung dann doch noch gehörig aufmöbeln. Zum einen wäre da der FireWire-Controller aus dem Hause Texas Instruments, der die zwei optionalen Ports des nForce 3 Pro bereit stellt. Neben dem fest verdrahteten kann der zweite Anschluss mittels beigelegter Blende jeder Zeit nachgerüstet werden.



Neben dem fünften PCI-Slot befindet sich der altbekannte Serial-ATA Chip PDC20378 aus dem Hause Promise. Der Promise Serial ATA150 Raid-Controller erlaubt zumindest theoretisch den Raid 0/1 Betrieb von zwei Serial-ATA Festplatten. Zusätzlich führt der Raid-Controller noch einen weiteren ATA133 IDE-Port nach außen, der es erlaubt, ein Raid aus IDE- und Serial-ATA Festplatten aufzubauen. Der Promise ATA133 IDE-Anschluss unterstützt aber nur den Betrieb einer einzigen IDE-Festplatte als Master. Eine Master-Slave-Konfiguration, wie man sie von normalen IDE-Ports kennt, ist hier nicht möglich. Im Raid 1 kann die ATA133 IDE-Festplatte mit einem beliebigen der zwei zur Verfügung stehenden S-ATA Anschlüsse verbunden werden. Ein Raid 1 Array darf jedoch nur aus entweder zwei S-ATA Festplatten oder aber einer S-ATA Festplatte und einer IDE-Festplatte bestehen! Entscheidet man sich für Raid 0, können sogar drei Festplatten (2x S-ATA und 1x ATA133) im Array betrieben werden. Im späteren Review sollten wir hier jedoch vor eine vorerst nicht zu überspringende Hürde laufen.
Die Lage des Floppy-Anschlusses haben wir schon in der Vergangenheit oftmals bemängelt, da sich hier insbesondere in Big-Towern schnell das Kabel als zu kurz erweist. In Zeiten der Brenner und USB-Sticks sehen wir dieses Randproblem jedoch als wenig tragisch. Dafür hat Asus das Bios nicht fest verlötet sondern gesockelt, was im Notfall eine Menge Geld sparen kann. Der Anschluss für die USB-Ports Fünf und Sechs befindet sich ebenfalls am Platinenende. Eine Slotblende liegt hier leider nicht bei - Schade. Den CMOS-Clear hat Asus mit einem Platz zwischen Battery und 3. EIDE-Port ungünstig platziert. Nur mühsam ist der kleine Jumper dort zu erreichen.


Die Ausgabe des AC'97-Sound übernimmt auf dem SK8N der altbekannte Realtek ALC650, der mit akzeptabler Leistung und niedriger Prozessorbelastung durchaus eine gute Figur macht. Auch der Netzwerkcontroller stammt aus dem selben Haus.


Das K8T Master1
Lieferumfang
Einen Karton, wir er uns mit dem K8T Master1-FAR erreichte, haben wir ehrlich gesagt noch nie gesehen. Doch die üblichen Beigaben scheinen die Verpackung nicht derart voluminös ausfallen zu lassen - hier herrscht eher Magerkost. Dafür hat MSI einen Vollkupfer-CPU-Kühler mit dem Mainboard gebundelt. Dieser darf im Normalbetrieb getrost als Radaubruder bezeichnet werden, konnte im Bios jedoch dauerhaft auf der Silent-Einstellung gehalten werden und kühlte so praktisch lautlos den Athlon 64 FX-51 auch im Benchmarkparcours auf um die 50°C. Der Sockel passt allerdings nicht auf das Standard-Retention-Modul, wie Asus oder Shuttle es verwenden. Ebenso passen die Referenzkühler nicht auf das MSI-Modul! Eine kleine Anekdote am Rande: Der beigelegte Sticker trägt den formschönen Schriftzug: "MSI - P4 Mainboard". :-)
- K8T Master1-FAR
- 1x ATA66/100, 1x Floppy, 2x Serial ATA (Daten)
- Blende: 2x USB2.0, Line-In, Mic-In, Speaker-Out
- ATX-Blende
- Treiber-CD, Handbuch (englisch), Treiber, Utilities
- CPU-Kühler





Bios / OC / Stabilität
Das Award-Bios, das schon im Bootprompt die Erweiterung Workstation trägt, vertritt seine Linie als von Haus aus eingestelltes Steuerprogramm konsequent. In Sachen Tuning gibt MSI dem Nutzer nur rudimentäre Funktionen in die Hand - der wirklich auf Nummer sicher gehende Serveradmin wird wahrscheinlich sogar darauf verzichten. Der interne Referenztakt des Athlon 64 FX, der Default auf 200 MHz läuft, darf in 1 MHz Schritten zwar auf 233 MHz angehoben werden, in Sachen Speicher herrscht hingegen eher Ebbe. Auf die Timings, die ohne Frage gravierende Einflüsse auf die Systemstabilität haben können, darf der User keinen Einfluss nehmen (VDimm bis maximal 2,65 V). Im Falle der Registered-Module aus dem Hause Corsair scheint dieser Schritt allerdings kaum erforderlich, laufen die Riegel doch "by SPD" mit Latenzen von 2.0-3-2-6. Auch den maximalen RAM-Takt kann man nicht über die Vorgaben des verwendeten Speichers tragen - zumindest nicht offiziell. Während unserer Tests fiel uns ein Fehler auf, der es dennoch ermöglicht hat, DDR333 als DDR400 zu betreiben. Wurde der eben noch eingesetzte DDR400 durch DDR333 ersetzt, ohne beim Reboot das Bios zu konsultieren, liefen die Module auch weiterhin mit DDR400. Das Board scheint hier nicht automatisch nach neuen Vorgaben zu suchen. Unsere Registered DDR333 von TakeMS nahmen diese Hürde dann auch ohne zu Murren hin.
Neben den üblichen AGP-Einstellungen darf man hingegen auf den Hypertransport-Bus bis ins Detail Einfluss nehmen. Hier dürfen sowohl die Taktraten als auch die Bandbreite für Up- und Downstream justiert werden. Im Normalfall sollte man es allerdings bei den maximal möglichen 16 Bit / 800 MHz belassen.
In unserem Test als besonders angenehm erwiesen haben sich die Lüftereinstellungen im Menü "PC Health Status". An dieser Stelle kann dem MSI K8T Master1 beigebracht werden, die beiden Lüfteranschlüsse je nach Temperatur mit verschiedenen Drehzahlen anzusteuern. In unserem Test (System lag offen, wir nutzten den mit dem Board gebundelten Lüfter) regelte der Lüfter ca. drei Minuten nach dem Bootvorgang auf ein beinahe lautloses Geräuschniveau und verblieb dort während des gesamten Benchmarkparcours. Der Kühlkörper wurde hierbei nichteinmal handwarm.
In Sachen Stabilität können wir trotz zweitägigem Dauereinsatz (fast) keinen einzigen Patzer vermelden - zumindest bis kurz vor Testende. Sowohl mit Corsair Registered DDR400 ECC als auch mit Modulen von TakeMS (Registered DDR333 ECC) lief das Board einwandfrei. Sicher spielt hier die Tatsache, dass der User praktisch keine eigenen Einstellungen an den Timings vornehmen kann, eine wichtige Rolle. Da das Board die extrem scharfen Einstellungen der Corsair-Module jedoch ohne Problem hingenommen hat, scheint hier viel Raum nach oben offen zu sein. Im Endeffekt ist es mit dem Athlon 64 FX ja die CPU, die mit dem Speicher im Einklang arbeiten muss. Auch der Betrieb der Platine mit einem normalen ATX-Netzteil hat sich als unkompliziert heraus gestellt.
Nicht funktionieren wollte hingegen die ECC-Funktion (Fehlerkorrektur) des K8T Master1. Sowohl im DDR333- oder DDR400-Betrieb versagte das System schon nach wenigen Sekunden. Bei DDR333 folgte der Bluescreen in Windows bei DDR400 hing der Rechner bereits beim Ladebildschirm. Somit tritt dieses Problem nicht nur beim Asus SK8N mit nForce 3 Pro sondern auch beim K8T800 auf, was nahe legt, dass nicht ein Fehler im Bios sondern ein Problem mit der CPU in Frage kommt. Schließlich sollte der Chipsatz von der Fehlerkorrektur zwischen Speicher und Prozessor unbehelligt bleiben.
In Sachen Temperaturmessungen scheint hingegen wieder MSI ein kleines Problem zu haben. Im Silent-Modus bei 2400 U/Min lag die Core-Temp im Leerlauf bei 48°C und unter voller Drehzahl (5300U/Min) bei 41°C. So weit, so einleuchtend. Allerdings stieg die Temperatur beim Einsatz von Seti@Home oder anderen Anwendungen nicht, sie sankt. Zwar jeweils nur um 1-2 °C aber reproduzierbar und dem Lastwechsel eindeutig zuzuordnen. Wir schließen daraus, dass die Temperaturmessung auf dem K8T Master1 definitiv nicht richtig funktioniert.
Layout
Konnte das SK8N durchaus noch als normales Desktop-Board durchgehen, präsentiert sich das MSI K8T Master1 als waschechtes Server/Workstation-Board. Doch der Reihe nach. Auch hier strahlen einem nach dem Öffnen des Kartons die typischen Farben des Herstellers entgegen. Doch noch ein Gedanke schießt einem durch den Kopf: Da fehlt ein Sockel. Nun, fehlen tut er sicherlich nicht. Doch kann das K8T Master1 seinen optionalen Charakter eines Dual-Boards nicht verstecken. Hierfür ist jedoch der größere Bruder, das K8T Master2 [10] verantwortlich. Für den Athlon 64 (FX), der nicht im Gespann betrieben werden kann, bleibt somit in Sachen Sockel 940 bei MSI das Master1 erste Wahl.
Wie beim SK8N ist auch hier das Retention-Modul mit einer massiven Metallplatte auf der Platinenrückseite verschraubt. Auch wenn es sich auf dem Master1 um ein zweigeteiltes Modul handelt, sitzt der Kühler sicher und fest. Leider hat MSI nur einen Lüfteranschluss in der unmittelbaren Nähe des Sockels platziert, so dass Besitzer exotischer Kühler schnell vor einem Problem stehen. Der zweite und letzte Anschluss liegt unerreichbar am unteren Rand der Platine. Neben der Northbridge befindet sich allerdings noch ein zweipoliger Fan-Connector, der auf Mainboards mit K8M800 wohl die Kühlung der internen Grafik befächern soll.




Einen weiteren Hinweis dafür, dass es sich beim MSI KT8 Master1 um ein potentes Server/Workstation-Board handelt, liefert die aus vier Phasen aufgebaute Stromversorung der CPU. Zudem hat man die acht MOSFETS jeweils paarweise mit passiven Alu-Kühlern versehen, um hier auf Nummer sicher gehen zu können (obwohl wir da, siehe Layout SK8N, durchaus unsere Bedenken haben). Auch der Northbridge, die im Falle des K8T800 nur noch das AGP-Interface und die Schnittstelle zum Hypertransport-Bus beherbergt, hat man einen passiven Kühlkörper spendiert.



Und schon finden sich die nächsten Indizien für den kommerziellen Einsatz der Platine. Denn nicht nur, dass der normale ATX-Anschluss nicht über die sonst üblichen 20 sondern ganze 24 Pins verfügt (zusätzlich: +12 V, +3,3 V, -12 V, -3,3 V). Neben dem zum Standard avanzierenden, vierpoligen 12 V Stecker findet sich auch noch ein achtpoliger Anschluss auf dem K8T (4x +12V, 4x Erdung). Das Board läuft jedoch auch mit den üblichen Anschlüssen eines ATX-Netzteils.



Die Speicherslots finde sich auf dem MSI-Board an der üblichen Stelle. Die farbliche Codierung soll auch hier den korrekten Speichereinsatz möglichst einfach gestalten - denkt der Tester, und wird sofort dafür bestraft. Denn wie auf jedem Sockel 940-Board laufen die nebeneinander liegenden Slots parallel, weshalb die Farbe hier in die Irre führt! Der Abstand zum AGP-Pro-Slot ist groß genug, so dass es hier zu keinerlei Problemen kommen kann.
Layout (Fortsetzung)
Wer auf Leistung gezüchtete Server schon einmal vor sich gesehen hat, wird festgestellt haben, dass weder ausartende Boxensystem noch eine Reihe an Joysticks um das Gehäuse herum stehen. Und so verwundert es nicht, dass das MSI-Board in Sachen fest verdrahteter Anschlüsse einen Sparkurs fährt. Zwei PS/2-Ports, zwei serielle und eine parallele Schnittstelle sowie zwei magere USB2.0-Anschlüsse und die LAN-Buchse - das wars. Per beigelegten Slotblenden können darüber hinaus nochmals zwei USB2.0-Ports sowie die konventionellen drei Sound-Anschlüsse nachgerüstet werden. Auf FireWire, S/PDIF, GamePort und sonstige Schmankerln muss der Besitzer einer 940-Pin-CPU also verzichten. Aber, auch hier sei nochmal das eigentliche Einsatzgebiet ins Gedächtnis gerufen.
Haben wir den Slot auf dem SK8N gesucht, springt er uns auf dem K8T sofort blutrot ins Auge: Der AGP-Pro. Hier finden auch professionelle Karten mit bis zu 110 Watt Leistungsaufnahme (AGP Pro110) ihren Platz. Auch vier PCI-Slots zeugen erneut von einem nicht auf den Spieler zugeschnittenen Board-Layout. Gerade bei den fehlenden OnBoard-Komponenten (FireWire, qualitativ hochwertiger Sound etc.) können diese vier Steckplätze schnell belegt sein. Das IRQ-Sharing sieht wie folgt aus:
Dort, wo man auf Sockel A-Platinen ansonsten die Southbridge vorfindet, liegt - ähnlich wie auf dem SK8N der CrushK8 - die Northbridge des K8T800. Der per 6,4 GB/s breiten Hypertransport-Bus an die CPU gebundene Chip sitzt somit erneut in unmittelbarer Nähe zum AGP-Slot. Auch die Entfernung zur Southbridge, die bei VIA über den 533 MB/s schnellen V-Link an ihren Partner angebunden ist, wird so kurz gehalten.



An optionalen Chips beherbergt das Board zum einen den bekannten Broadcom Ethernet-Chip, der Gigabit-Ethernet bereit stellt. Zum anderen als Audiocodec den ALC201A [11] und nicht den wesentlich bekannteren ALC650 [12]. Dieser bietet neben einer Reihe anderer Einschränkungen nur zwei anstatt sechs Channel und keine S/PDIF-In - ist also klar als minderwertigere Lösung anzusehen. Für das Hardware-Monitoring zeichnet sich der Winbond W83627THF (White Paper [13]) verantwortlich. Dieser wurde ursprünglich für Intels Canterwood und Springdale ausgelegt, unterstützt bereits den Prescott und verfügt über eine Reihe, neuer Funktionen. So kann entweder per Thermal Cruise die Lüftergeschwindigkeit nach der Temperatur geregelt werden oder per Speed Cruise für einen möglichst gleichmäßigen und somit ruhigen Lauf der Ventilatoren gesorgt werden.



Zwei ATA133- und die beiden Serial-ATA-Anschlüsse stellt die Southbridge VT8237 zur Verfügung. Alle Ports liegen neben dem Floppy-Steckplatz am unteren Ende der Platine. Hier dürfte es somit generell ein Problem mit zu kurzen Kabeln in zu großen Gehäuse geben.



Bei so viel Drang zur Stabilität und Sicherheit scheint das gesockelte Bios schon fast selbstverständlich zu sein. Eine Premiere war selbst für uns jedoch der GS5008-Chip, der zwischen Broadcom-Ethernet-Controller und RJ45-Buchse für stabile Signale auf dem Datenbus sorgt. Der CMOS-Clear-Jumper liegt leicht erreichbar am unteren Platinenrand. Das Mainboard lag uns in der Version 1 vor.



Der sog. CoreCell, den MSI erstmals mit der eigenen Springdale-Platine vorgestellt hat, findet sich auch auf dem Master1 wieder. Allerdings bietet er hier verständlicher Weise kein dynamischen Übertakten und auch unter Windows darf nicht an der Tuningschraube gedreht werden. Einzig und allein die Temperaturen, Lüferdrehzahlen und Spannungswerte können im CoreCenter, einem Tool zur Nutzung des Chips, ausgelesen werden. Ungünstig platziert hat man den CMOS-Clear-Jumper. Denn dieser sitzt exakt neben dem Floppyport und ist so nur schlecht zu greifen.
Asus vs. MSI
Obwohl das Asus SK8N seine Herkunft aus der Server-Ecke nicht verheimlichen kann, sprechen OnBoard-Features und Lieferumfang nicht zwingend gegen den Einsatz im heimischen Spiele-PC. Sowohl USB 2.0 als auch Firewire und fünf PCI-Slots gehören schon zum gehobenen Standard. Anders sieht es da beim MSI K8T Master1 aus. Das Board zeigt mit den eigenwilligen Stromanschlüssen nicht nur seine direkte Verwandtschaft zum Master2 - einem waschechten Dual-Mainboard für potente Workstations. Auch Features und Lieferumfang sprechen in erster Linie den nach reiner Leistung und Zuverlässigkeit strebenden "Sys-Admin" an. FireWire und Gameport müssten hier nachträglich realisiert werden. Das Board selber bietet keine Option.
Neben der Einzelauswertung wollen wir den beiden Boards noch einmal eine aussagekräftige Tabelle widmen.
| Asus SK8N | MSI K8T Master1 | ||
|---|---|---|---|
| Features | |||
| Chipsatz | nForce 3 Pro | K8T800 | |
| Architektur | Ein Chip | Zwei Chips | |
| Sockel | Sockel 940 | Sockel 940 | |
| Hypertransport | 3,6 GB/s | 6,4 GB/s | |
| Kühlung | 3x Lüfteranschluss passiv auf Chipsatz |
2x Lüfteranschluss passiv auf Chipsatz und MOSFETS |
|
| Stromversorgung | 20 + 4 Polig ATX drei Phasen |
24 + 8 + 4 Polig ATX vier Phasen |
|
| RAM-Slots | 4 | 4 | |
| AGP | 1x AGP 8x | 1x AGP Pro 8x | |
| PCI | 5 | 4 | |
| USB | 6 | 6 (2 optional) | |
| FireWire | 2 | - | |
| LAN | 10/100 MBit/s | 1000 MBit/s | |
| ATA133 | 2x (+ 1x Promise) | 2x | |
| Serial ATA Raid | Promise PDC30278 | VIA VT8237 | |
| Sound | 6-Kanal (ALC650) | 2-Kanal (ALC201A) | |
| S/PDIF | Digital/Analog | Nein | |
| Gameport | Ja | Nein | |
| Bios | gesockelt | gesockelt | |
| Preis (Alternate.de) | |||
| 229.00 Euro | 229.00 Euro | ||
Testsystem
Unser Testsystem haben wir gehörig auf Vordermann gebracht. Neben den neuesten Treibern nutzen wir jetzt eine GeForce FX5900 Ultra von Asus und ein Gigabyte RAM zum Testen.
- Prozessor
- Athlon 64 FX-51 (2,2 GHz, Dual Channel) - Sockel 940
- Motherboard
- MSI K8T Master1-FAR (Version 1, Bios 1.0Bd)
- Asus SK8N-UAY (Version 1.03, Bios 1003.003)
- Arbeitsspeicher
- 2x512MB DDR400 Corsair CMX512RE-3200LL (Registered/ECC)
- 2x512MB TakeMS DDR333 (Registered/ECC)
- Grafikkarte
- Asus V9950 (GeForce FX 5900 Ultra)
- Peripherie
- Asus CRW 4012A
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 45.23
- nVidia nForce Treiberpaket 2.45
- VIA Hyperion 4.49
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP1
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft Windows Movie Maker 2.0
- Microsoft DirectX 9.0b
In Sachen Speichertimings haben wir beide Platinen mit den Vorgaben der Corsair-Module laufen lassen. Setzen andere Hersteller bei ECC/Registered-Modulen auf eher konservative Einstellungen, bringt es der Corsair-Ram mit 2.0-3-2-6 auf beachtlich geringe Verzögerungszeiten.


Benchmarks
Wir haben die Neuvorstellung des Athlon 64 / 64 FX genutzt und unseren Benchmarkparcours generalüberholt. Dabei haben wir insbesondere auf Anwendungen, die uns Leser auf Anfrage im Forum [14]genannt haben, Wert gelegt. Neben einer Reihe aktueller Spiele liegt der Schwerpunkt nun auf Audio- und Video-Encoding. Aber auch CAD/Render-Anwendungen haben wir nach durchweg positiver Resonanz im Sortiment behalten. Wie und was wir genau gebencht haben, steht im jeweiligen Infokasten über den Ergebnissen.
- Synthetische Benchmarks
- SiSoft Sandra 2003 Max!
- SiSoft Sandra 2004 Pro
- Audio-Encoding
- Lame 3.93.1
- Ogg Vorbis
- Windows Media Encoder 9
- Video-Encoding
- XMPEG 5.0 Divx 5.1
- TMPEGEnc
- Windows Media Encoder 9
- CAD & 3D-Rendering
- Spec Viewperf 7.1
- Cinema 4D 8.1
- Lightwave 7.5c
- Bildbearbeitung
- Photoshop 7.0
- Datenkomprimierung
- WinRAR3.20
- 7-Zip
- Sonstiges
- Seti@Home
- Spiele
- 3DMark2001SE
- 3DMark03
- Comanche 4
- Gunmetal
- Quake 3 Arena
- Serious Sam - The Second Encounter
- Splinter Cell
- Unreal Tournament 2003
- Warcraft 3
- X-2 The Threat
Speichertests
SiSoft Sandra 2003 Max
- Offizielle Website:
www.sisoftware.co.uk [15]
- Download:
ComputerBase.de [16]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Arithmetik- und Multimedia-Leistung der CPU, Speichertransferraten.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Arithmetik- und Multimedia-Leistung der CPU, Speichertransferraten.
Sisoft Sandra 2003 MAX - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Den ersten Bandbreitentest kann recht eindeutig das K8T Master1 mit seinem VIA K8T800 für sich entscheiden. Gut 100 MB/s legt der Chipsatz hier mehr vor.
Science Mark
- Offizielle Website:
Sciencemark.org [17]
- Download:
Sciencemark.org [16]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Den in Sciencemark enthaltenen Membench.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Den in Sciencemark enthaltenen Membench.
Science Mark - Latenzen
Angaben in Nanosekunden
|
Bei den Speicherlatenzen sieht der Sciencemark das SK8N mit nForce 3 Pro durch die Bank weg vorne.
Science Mark - Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
In Sachen Bandbreite liegt allerdings erneut der K8T800 mit gut 100 MB/s vorne. Die Einzelauswertung verdeutlicht dieses Bild.
Cachemem
Cachemem - Latenzen
Angaben in Taktzyklen
|
Auch Cachemem bescheinigt dem SK8N einen um zwei Taktzyklen schnelleren Zugriff auf den Arbeitsspeicher.
Cachemem - Bandbreite
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)
|
Und als einziger von drei Bandbreitenbenchmarks darf sich auch beim Datenschaufeln der nForce 3 Pro über den ersten Platz freuen. Einen Trend, wie wir ihn nach den ersten beiden Tests schon erahnt hatten, können wir somit vorerst nicht bestätigen. Zumindest hat es den Anschein, als läge der nForce 3 Pro in den Zugriffszeiten und der K8T800 in den Übertragungsraten leicht in Front.
Zum Vergleich haben wir an dieser Stelle noch zwei Ergebnisse zum nForce 2 Ultra 400 und dem KT600 veröffentlicht. Der Nutzen der direkten Anbindung des Speichers an die CPU sollte außer Frage stehen.
Audio-Encoding
Lame 3.93.1
- Offizielle Website:
lame.sourceforge.net [18]
- Download:
Freenet.de [19]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Komprimieren einer Wave-Datei in MP3: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
- Besondere Einstellungen: bitrate 192kbit / joint stereo, optimization; quality, VBR: 320kbit, Quality 0
- Komprimieren einer Wave-Datei in MP3: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
Lame 3.93.1
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Den ersten Praxisbenchmark kann das SK8N von Asus mit zwei Sekunden für sich entscheiden und stellt somit zumindest SiSoft Sandra und den Sciencemark in Frage.
Ogg Vorbis
- Offizielle Website:
Vorbis.com [20]
- Download:
Vorbis.com [21] (Oggdrop)
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Komprimieren einer Wave-Datei in OGG-Vorbis mittels Ogg-Drop: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
- Besondere Einstellungen: nominal Bitrate 320 kBps (Quality 9)
- Komprimieren einer Wave-Datei in OGG-Vorbis mittels Ogg-Drop: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
Ogg Vorbis
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Ogg Vorbis mit seiner recht kurzen Laufzeit reicht hingegen nicht aus, um Differenzen zwischen beiden Platinen aufzuzeigen.
Windows Media Encoder 9
- Offizielle Website:
Microsoft.com [22]
- Download:
Microsoft.com [21]
- Kostenpunkt: kostenlos, Windows 2000/XP benötigt
- Was benchen wir?
- Auch hier kommt die selbe Datei zum Zuge und wird in ein WMA konvertiert: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
- Besondere Einstellungen: 320kbps VBR
- Auch hier kommt die selbe Datei zum Zuge und wird in ein WMA konvertiert: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
Windows Media Encoder 9 - Audio
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Auch der Windows Media Encoder sieht den nForce 3 Pro erneut gut zwei Sekunden in Front. In Sachen Audio-Encoding also ein erster Punkt an die nVidia-Fraktion.
Video-Encoding
XMPEG 5.0 Divx 5.1
- Offizielle Website:
Mp3guest.com [23]
- Download:
Download.de [24]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- XMPEG 5.0 encodiert einen 328MB großen THX-Werbetrailer aus dem von DVD gerippten vob-Format in ein DivX 5.1. Heraus kommen 47,35 MB.
- Besondere Einstellungen: no audio, divx 780 kbps, "home theater", disable logo, disable feedback windows, crop 720x480 auf 720x309, DivX Commandozeile: "-bv1 780 -psy 2 -key 300 -p -b -sc 50 -pq 5 -vbv 6951200,3145728,2359296 -profile 3 -nf"
- XMPEG 5.0 encodiert einen 328MB großen THX-Werbetrailer aus dem von DVD gerippten vob-Format in ein DivX 5.1. Heraus kommen 47,35 MB.
XMPEG 5.02 Divx 5.1
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Von Audio zu Video und von Asus zu MSI. In XMPEG liegt nun das K8T Master1 mit drei Sekunden spürbar in Front.
TMPEGEnc
- Offizielle Website:
TMPEGEnc.net [25]
- Download:
TMPEGEnc.net [26]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Aus der soeben mit XMPEG 5.0 erstellten DivX wird mittels TMPEGEnc eine SVCD (PAL) erstellt. Die Datei ist 168,93 MB groß.
- Besondere Einstellungen: Super Video-CD PAL (MPEG-2 480x576 25fps CBR 2520kbps, Layer-2 44100Hz 224kbps), fullscreen, no resize
- Aus der soeben mit XMPEG 5.0 erstellten DivX wird mittels TMPEGEnc eine SVCD (PAL) erstellt. Die Datei ist 168,93 MB groß.
TMPEGEnc 2.520
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Doch bereits in TMPEGEnc kehrt sich die Reihenfolge erneut um.
Windows Media Encoder 9
- Offizielle Website:
Microsoft.com [21]
- Download:
Microsoft.com [21]
- Kostenpunkt: kostenlos, Windows 2000/XP benötigt
- Was benchen wir?
- Das mit XMPEG erstellte DivX wird in ein Windows Media Movie (wmv) konvertiert. Die entstandene Datei hat 120MB.
- Besondere Einstellungen: DVD quality video (VBR), 2000Kbps, PAL 25pfs
- Das mit XMPEG erstellte DivX wird in ein Windows Media Movie (wmv) konvertiert. Die entstandene Datei hat 120MB.
Windows Media Encoder 9 - Video
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Der Windows Media Encoder sieht erneut den K8T800 auf MSIs K8T Master1 an erster Stelle. Somit geht die Kategorie Video-Encoding insgesamt knapp an den VIA-Chip.
CAD & 3D-Rendering
Spec Viewperf 7.1
- Offizielle Website:
Specbench.org [27]
- Download:
Specbench.org [28]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Alle in Spec Viewperf 7.1 enthaltenen Benchmarks werden ausgeführt.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Alle in Spec Viewperf 7.1 enthaltenen Benchmarks werden ausgeführt.
Spec Viewperf 7.1 3dsmax-02
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 drv-09
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 dx-08
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 light-06
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 proe-02
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 ugs-03
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
In Spec Viewperf 7.1 erleidet der nForce 3 Pro hingegen ein Desaster. Nachdem wir kurzzeitig davon ausgeganen waren, in diesem AGP lastigen Benchmark könnte eventuell der kleinere Hypertransport-Bus des nForce (3,6 GB/s) gegenüber dem K8T800 (6,4 GB/s) für das Einbrechen verantwortlich sein, haben wir das MSI kurzer Hand ebenfalls nocheinmal mit einem 600 MHz breiten und asynchronen Bus (16Bit down, 8 bit up) gebencht. Zwar ist auch hier ein deutlicher Performancerückgang zu verzeichnen, die desaströse Leistung des nForce 3 Pro auf dem SK8N rechtfertigt dies jedoch nicht.
Der nForce 3 Pro scheint hier enorme Problem mit hohen AGP-Lasten zu haben, denn wenn wir uns erinnern, war Spec Viewperf eine der wenigen Anwendungen, die bisher von AGP 8x profitieren konnte und ist somit als extrem AGP lastig anzusehen. Um diese These zu untermauern: Es soll der einzig gravierende Ausrutscher des nForce 3 Pro bleiben.
Cinema 4D 8.1
- Offizielle Website:
Maxoncomputer.com [29]
- Download:
Maxoncomputer.com [30]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Rendern zweier Demos in der aktuellen Ansicht (render view).
- Besondere Einstellungen: caust static (320x240 NTSC), cloud sun (640x480 NTSC)
- Rendern zweier Demos in der aktuellen Ansicht (render view).
Cinema 4D 8.1 - Caustatic Animated
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Cinema 4D 8.1 - Cloud Sun
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Als müsse sich der nForce 3 Pro nach diesem Schock erst langsam erholen, geht auch Cinema 4D in beiden verwendeten Tests an den K8T800. Pauschalisieren wollen wir dieses Ergebnis jedoch nicht, sieht es bei den Kollegen von Hardtecs4U doch genau anders herum aus.
Lightwave 7.5c
- Offizielle Website:
NewTek.com [31]
- Download:
- keiner -
- Kostenpunkt: 1595 $ (Vollversion)
- Was benchen wir?
- Rendern der jeweiligen Datei mit "Render in Progress".
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Rendern der jeweiligen Datei mit "Render in Progress".
Lightwave 7.5c - Skullhead Newest
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Lightwave 7.5c - Tracer No Radiosity
Angaben in Minuten, Sekunden
|
In Lightwave reißt der K8T800 die Diszplin CAD/3D-Rendering endgültig an sich und kann somit in Punkten zwei zu eins in Führung gehen.
Bildbearbeitung
Photoshop 7.0
- Offizielle Website:
Adobe.de [32]
- Download:
Adobe.com [33], PS7bench [34]
- Kostenpunkt: Trialversion
- Was benchen wir?
- Der PS7bench wird mit all seinen Einzeltests ausgeführt.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Der PS7bench wird mit all seinen Einzeltests ausgeführt.
Photoshop 7.0
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Drei zu eins, denn auch in Photoshop filtert das MSI K8T Master1 ein wenig schneller als das Asus SK8N.
Datenkomprimierung
WinRAR3.20
- Offizielle Website:
Rarlabs.com [35]
- Download:
Rarlabs.com [36]
- Kostenpunkt: kostenlose Trialversion
- Was benchen wir?
- WinRAR bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 288,87 MB.
- Besondere Einstellungen: best compression
- WinRAR bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 288,87 MB.
WinRAR 3.20
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Das Ergebnis in WinRAR hat uns ehrlich gesagt überrascht. Kurz vor Testende erreichte uns ein neues Beta-Bios für das SK8N, das laut AMD genau hier ordentliche Leistung zeigen sollte. Wirklich genützt zu haben scheint es nicht, denn 37 Sekunden Vorsprung sind kein Pappenstil. Auch wenn wir es vorhin bei Spec ausgeschlossen hatten, könnte man hier abermals von einem herben Rückschlag für den nForce 3 Pro sprechen.
7-Zip
- Offizielle Website:
7-zip.org [37]
- Download:
7-zip.org [38]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Auch 7-Zip bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 264,69 MB.
- Besondere Einstellungen: compression ultra
- Auch 7-Zip bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 264,69 MB.
7-Zip 3.09.01 Beta
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Auch in 7-Zip ist das MSI K8T Master1 über eine Minute schneller. 8,75 Prozent kann der VIA-Chip hier an Boden gut machen.
Sonstiges
Seti@Home
- Offizielle Website:
setiathome.ssl.berkeley.edu [39]
- Download:
Seti@Home [40], ComputerBase WU1 und WU2 [41]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Bei Seti@Home gilt es, zwei verschiedene Work Units (WUs) zu berechnen. Prozessoren mit Hyperthreading bekommen beide Files gleichzeitig. CPUs ohne dieses Feature müssen sie hintereinander berechnen. Die Zeit bis zur Beendigung der letzten WU wird gemessen.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Bei Seti@Home gilt es, zwei verschiedene Work Units (WUs) zu berechnen. Prozessoren mit Hyperthreading bekommen beide Files gleichzeitig. CPUs ohne dieses Feature müssen sie hintereinander berechnen. Die Zeit bis zur Beendigung der letzten WU wird gemessen.
Seti @ Home 3.03
Angaben in Stunden, Minuten
|
Seti@Home scheint mit beiden Platinen recht zufrieden zu sein und bei seiner langen Laufzeit sind zwei Minuten schon fast zu vernachlässigen. Schade, dass der Programmcode nie wirklich entstaubt wurde. Eine optimierte Version würde auf die aktuelle Technik sicherlich anders ansprechen.
Spiele
3DMark2001SE
- Offizielle Website:
Futuremark.com [42]
- Download:
ComputerBase [43]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: Update auf Version 330.
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
3DMark2001SE
Angaben in Punkten
|
Der erste Game-Benchmark führt die zuletzt gezeigte Überlegenheit des VIA K8T800 fort. Das Board erreicht in Zusammenarbeit mit dem FX-51 den höchsten Wert, den wir unübertaktet jemals erreicht haben.
3DMark03
- Offizielle Website:
Futuremark.com [44]
- Download:
ComputerBase [45]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: Update auf Version 330.
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
3DMark03
Angaben in Punkten
|
3DMark03 CPUMark
Angaben in Punkten
|
Während das Gesamt-Resultat abermals das MSI-Board vorne sieht, erringt im CPU-Mark das SK8N mal wieder den Spitzenplatz. Hier könnte der am Testanfang aufgezeigte Vorteil in den Speicherlatenzen eine Rolle gespielt haben. Einen Konkurrenten deplatzieren ist jedoch etwas anderes.
Comanche 4
- Offizielle Website:
Novalogic.com [46]
- Download:
Novalogic.com [47]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Comanche-Demo in 1024x768 bei 32 Bit.
- Besondere Einstellungen: texture compression, disable sound, disable vsny, hardware shaders, full screen antialiasing 0
- Comanche-Demo in 1024x768 bei 32 Bit.
Comanche 4 - 1024x768x32
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Rot vor blau - ein inzwischen dann doch bekanntes Bild.
Gunmetal
- Offizielle Website:
Yetistudios.com [48]
- Download:
nVidia.com [49](Demo), Games Domain [50] (Benchmark)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo und Benchmark
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
Gunmetal - 1024x768x32 2xFSAA
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Auch in Gunmetal liegt der VIA K8T800 vorne. 0,3 Frames dürften jedoch weder in der Gegenwart noch in der Zukunft spielentscheidend sein.
Quake 3 Arena
- Offizielle Website:
Quake3Arena.com [51]
- Download:
Guru3D.com [52] (Q3Bench)
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Wir benchen Quake3Arena Point Relese 1.31 mit Q3bench 2.00 beta. Das Mittel aus drei Durchgängen wird gewertet.
- Besondere Einstellungen: Demo four.dm_76, 1024x768 Max Details, Sound aus, Text compression off
- Wir benchen Quake3Arena Point Relese 1.31 mit Q3bench 2.00 beta. Das Mittel aus drei Durchgängen wird gewertet.
Quake 3 Arena - 1024x768 Max
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Zehn Frames sind in solchen Regionen zwar nicht die Welt, sehen das MSI aber dennoch erneut klar vorne. Meßungenauigkeit kennt Quake3Arena in solchen Dimensionen nicht.
Serious Sam - The Second Encounter
- Offizielle Website:
Serioussam.com [53]
- Download:
Fileplanet.com [54] (Demo)
- Kostenpunkt: 10,00 Euro (Amazon.de [55])
- Was benchen wir?
- Serious Sam - The Second Encounter - Version 1.07
- Besondere Einstellungen: 3DCenter.org 32bit HQ++ Settings, Demo Kathedrale
- Serious Sam - The Second Encounter - Version 1.07
Serious Sam - 1024x768x32 HQ++
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Serious Sam - Tiefmittel
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Während der Tiefstwert wohl eher von der Grafikkarte bestimmt wird, kann im Mittel erneut das MSI K8T Master1 die Demo ein wenig schneller beenden. Gut sechs Prozent liegt das K8T800 in Front.
Splinter Cell
- Offizielle Website:
Splintercell.de [56]
- Download:
Splintercell.de [57] (Demo)
- Kostenpunkt: 29,85 € (Amazon.de [58]), Demo nicht zum Benchen geeignet
- Was benchen wir?
- Splinter Cell 1.2
- Besondere Einstellungen: 1024x768 bei 32 Bit, no sound, shadow high, shadowresolution high, effectquality very high, shadowmode projector
- Splinter Cell 1.2
Splinter Cell - 2_2_1_Kalinatek
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Same Procedure as every Game-Benchmark. MSI vor Asus. K8T800 vor nForce 3 Pro.
Unreal Tournament 2003
- Offizielle Website:
Blizzard.de [59]
- Download:
Atari.com [60]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Ur-Demo Version 2206.
- Besondere Einstellungen: 1024x768
- Ur-Demo Version 2206.
Unreal Tournament 2003 - Flyby
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Unreal Tournament 2003 - Botmatch
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Erneut bewegt sich das MSI zwischen ein und knapp über zwei Prozent in Front.
Warcraft 3
- Offizielle Website:
Blizzard.de [58]
- Download:
- keiner -
- Kostenpunkt: 17,00 € (Amazon.de [61])
- Was benchen wir?
- In der auf Version 1.06 gepatchten Version von Warcraft III haben wir mit dem externen Tool [url=Fraps 1.9D [62] eine Szene in einem selbsterstellten Demo gemessen. Dazu haben wir einen genau festgelegten Bildausschnitt gewählt und zur Spielzeit 10:20 vorgespult, auf einfache Geschwindigkeit reduziert und FRAPS genau zwei Minuten die Action auf dem Schirm mitloggen lassen. Alle grafischen Details waren dabei auf das Maximum eingestellt und nur auf den Umgebungssound haben wir verzichtet. Das Ergebnis ist in untenstehender Tabelle festgehalten.
- Besondere Einstellungen: 1024x768 bei 32 Bit, alle Details auf 'high', sound off
- In der auf Version 1.06 gepatchten Version von Warcraft III haben wir mit dem externen Tool [url=Fraps 1.9D [62] eine Szene in einem selbsterstellten Demo gemessen. Dazu haben wir einen genau festgelegten Bildausschnitt gewählt und zur Spielzeit 10:20 vorgespult, auf einfache Geschwindigkeit reduziert und FRAPS genau zwei Minuten die Action auf dem Schirm mitloggen lassen. Alle grafischen Details waren dabei auf das Maximum eingestellt und nur auf den Umgebungssound haben wir verzichtet. Das Ergebnis ist in untenstehender Tabelle festgehalten.
Warcraft 3 - 1024x768x32 High
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Warcraft 3 - Tiefstwert
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Und auch in Warcraft drei sehen wir den roten erneut über dem blauen Balken.
X-2 The Threat
- Offizielle Website:
Egosoft.com [63]
- Download:
EgoSoft.com [64]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: 1024x768 bei 32 Bit, automatic quality, bumpmaps, fullscreen
- Default-Benchmark
X-2 The Threat - 1024x768x32
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Mit 0,9 Frames Vorsprung beschließt das MSI K8T Master1 diese Testreihe und kann aus den Spiele-Tests wohl mehr als eindeutig als Sieger hervor gehen.
Schnittstellen
USB 2.0
- Offizielle Website:
Tcdlabs.com/hdtach.htm [65]
- Download:
HT4U.de [66]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion (keine Schreibtests möglich)
- Was benchen wir?
- Geschwindigkeit der Übertragung auf eine externe USB2.0-Platte von Iomega.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Geschwindigkeit der Übertragung auf eine externe USB2.0-Platte von Iomega.
HD-Tach USB2.0
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Leider limitiert unsere schon etwas ältere 20 GB HDD von Iomega dieses Meßverfahren. So ist zu erkennen, dass in den maximalen und minimalen Transferraten jeweils beide Boards gleich auf liegen. In Sachen Burst und Zugriffszeiten kann sich hingegen das MSI-Board leicht absetzen. Allerdings fallen die Differenzen durchaus in den Bereich der Meßungenauigkeit.
ATA133
- Offizielle Website:
Tcdlabs.com/hdtach.htm [64]
- Download:
HT4U.de [65]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion (keine Schreibtests möglich)
- Was benchen wir?
- Geschwindigkeit der Übertragung auf eine interne ATA-100 Platte von IBM (IC35LC040).
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Geschwindigkeit der Übertragung auf eine interne ATA-100 Platte von IBM (IC35LC040).
HD Tach - ATA133
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Geht es um die Geschwindigkeit der EIDE-Controller, kann man dem MSI-Board in Sachen Übertragungsrate schon eher den ersten Platz zusprechen. In der maximalen Übertragungsrate aus dem Festplattencache (Burst) und der Zugriffszeit liegt jedoch das SK8N vorne. Alle Resultate liegen allerdings im normalen Rahmen.
SATA
- Offizielle Website:
Tcdlabs.com/hdtach.htm [64]
- Download:
HT4U.de [65]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion (keine Schreibtests möglich)
- Was benchen wir?
- Geschwindigkeit der Übertragung auf ein Raid-0 (16K Cluster) bestehend aus zwei Serial ATA-Platten von Seagate (120GB).
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Geschwindigkeit der Übertragung auf ein Raid-0 (16K Cluster) bestehend aus zwei Serial ATA-Platten von Seagate (120GB).
HD Tach - SATA
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Nun ja, Serial-ATA. Dieser Test sollte der letzte sein und innerhalb weniger Minuten auch zu den Akten gelegt werden. Das MSI K8T Master1 schoss dann auch sofort mit einer sehenswerten Performance durch den Benchmark. 145,2 MB/s im Burst liegen noch 18 MB/s über dem Resultat des ICH5/R von Intel - alle Achtung. Und auch die anderen Werte können sich sehen lassen.
Kurz das Asus SK8N ins System geschraubt und - Absturz. Während sich HD Tach im 1. Lauf kurz vor Beendigung des Schreibtests aufhängte, war im 2. Versuch schon nach einer Sekunde alles vorbei. Das System hing erneut. Seitdem haben wir es weder mit Bios-Version 1003.003 noch mit 1002 oder einer uralten 1001er geschafft, das Raid wieder zu beleben. Der Controller sucht nach dem Start zwar fast zwei Minuten nach den Platten. Findet jedoch entweder gar keine oder nur eine. Ein Plattendefekt kann ausgeschlossen werden, da beide Seagate-HDDs auf dem K8T Master1 weiterhin ihren Dienst ohne Grund zur Beanstandung verrichten. Nach Rücksprache mit Asus gehen wir von einem technischen Defekt aus - das ist trotz der breiten Verfügbarkeit der Platine bisher nicht aufgetreten. Anfang nächster Woche rechnen wir mit einem Ersatz-Sample, mit dem wir die SATA-Ergebnisse dann nachreichen werden.
Fazit
nVida vs. VIA
Betrachten wir beide Chipsätze und deren Platinen vorerst in Sachen Performance, denn hier fällt ein Fazit relativ leicht. Konnten in den Speichertests beide Parteien ihre Vorteile aufzeigen und entweder in Speicherlatenz oder -bandbreite leicht in Führung gehen, hat das MSI K8T Master1 mit VIAs K8T800 in den darauf folgenden Praxisbenchmarks schlussendlich 20 von 23 für sich entscheiden können. Nur in Lame, den Windows Media Encoder (Audio) und TMPEGEnc konnte das Asus SK8N mit nForce 3 Pro die Führung übernehmen. Wirklich deplatzieren konnte nVidia die auf dem Sockel A so gescholtene Konkurrenz jedoch nicht und wurde selber zwei Mal arg an die Wand gespielt. Der herbe Patzer in Spec, einer Benchmarksuite, die insbesondere die Grafikleistung potenter Workstations simulieren soll, ist für eine auf dieses Segment ausgelegte Platine mehr als ein Schönheitsfehler. Und auch die deutlich schlechtere Packleistung hat einen klaren Beigeschmack.
Versagt haben beide Boards in Sachen ECC, auch wenn uns ob der Tatsache, dass beide Chipsätze das selbe Problem zeigen, obwohl sie eigentlich mit dem Speicher nichts mehr zu tun haben, eher ein Problem im FX-51 vor Augen schwebt. Zum Thema Speicherkompatibilität können wir uns nur eingeschränkt äußern. Zwar standen uns nur zwei verschiedene Module zur Verfügung, diese liefen jedoch ohne zu Murren. Sowieso konnten beide Platinen durch eine hervorragende Stabilität glänzen. Der K8T800 lief bis auf die ECC-Tests ohne einen Aussetzer. Der nForce 3 Pro tat es ihm nach einem Update auf das Bios 1003.003 gleich. Zuvor wollte die Platine das ein oder andere Mal nicht mit DDR400 booten.
Wie wir bereits nach der Analyse der Chipsätze kurz angemerkt hatten, bietet der K8T800 nicht zuletzt dank der eingesetzten Southbridge VT8237 die interessanteren Features. Insbesondere der native Serial ATA-Support und ganze acht USB2.0-Ports sprechen für sich. Dass man es bei VIA beim Hypertransport auf 6,4 GB/s geschafft hat, ist zwar eher als Marketingssieg anzusehen, da die Southbridge auch weiterhin über den 533 MB/s breiten V-Link angebunden ist. Einen leichten Performance-Vorsprung gegenüber der von nVidia gewählten Variante mit 3,6 GB/s konnten wir allerdings doch feststellen (wie in Spec Viewperf gezeigt).
Während VIA den K8T800 jedoch sowohl für den professionellen Einsatz als auch den Heimgebrauch konzipiert hat, wird nVidia mit dem nForce 3 150 eine Alternative vorstellen. Ob diese zumindest für den Otto-Normal-Verbraucher an Attraktivität zulegen kann, wird sich zeigen - auch hier haben wir bereits einen Test in Arbeit. Zumindest in Sachen Sockel 940 scheint man die Fahne vorerst an VIA abgeben zu müssen. Der Sockel A dämmert von der Bühne, die die Welt bedeutet - die Karten werden neu gemischt.
Asus vs. MSI
Während unser Fazit bezüglich der Chipsatzleistung selbstverständlich auch für die beiden Mainboards gilt, sieht es bei der Umsetzung der durch nVidia und VIA geschaffenen Grundlagen durchaus unterschiedlich aus. Beginnen wir beim SK8N. Asus hat in der UAY-Version die durch den nForce 3 gebotenen Möglichkeiten konsequent umgesetzt. USB2.0, FireWire, OnBoard-LAN und ein Sechskanal-Soundcodec lassen das Board in Zusammenarbeit mit dem externen Promise-Controller ausstattungstechnisch in einem durchaus guten Licht erscheinen. Da unser Controller allem Anschein nach einen technischen Defekt hat, werden wir dessen Benchmarkergebnisse erst Anfang nächster Woche nachliefern. Der Lieferumfang ergänzt und erweitert das Angebot effizient. Ein digitaler und ein analoger S/PDIF sowie alle benötigten Kabel lassen vorerst keine Wünsche offen und selbst der Gameport läßt sich dank beigelegter Sloblende in Windeseile nachrüsten. Bis auf das ärgerliche Problem mit der Lüftermontage besitzt das SK8N ein durchdachtes Layout, die verwendeten Komponenten haben in der Vergangenheit ihre Alltagstauglichkeit beweisen können. Mit unserer GeForce FX5900 Ultra gab es ebenso wenig Probleme wie mit den Registered-Modulen von TakeMS und Corsair - nur der ECC-Modus ist schlichtweg als funktionsunfähig zu bezeichnen. Hier dürfte der schwarze Peter jedoch eher bei AMD zu finden sein.
Auch das Bios präsentiert sich für ein professionelles Board - auch wenn Asus hier den Kundenkreis nicht so stark einschränkt wie MSI - äußerst freizügig.
So können wir vom reinen Funktionsumfang her dem Endanwender das Asus SK8N durchaus empfehlen. Allerdings mit dem faden Beigeschmack, den das Board sich mitunter in den Benchmarks eingefangen hat. Der dürfte jedoch eher professionellen Nutzern übel aufstoßen und den Spieler - und AMD nennt den Gamer explizit als Zielgruppe des Athlon 64 FX-51 - eher kalt lassen.
Beim MSI K8T Master1 sieht die Sache schon etwas anders aus.
ZitatWährend das K8T Neo für den Einsatz im Desktop-Bereich entwickelt wurde, handelt es sich beim K8T Master1 um ein Workstation-Mainboard für den Athlon 64FX bzw. Opteron 100-Serie .
So verlautet es in der offiziellen Pressemitteilung vom vergangenen Freitag. Und dieser Anspruch zieht sich wie ein roter Faden auch durch unsere Betrachtung. Vier von acht möglichen USB2.0-Ports, 2-Kanal-Sound, 4x PCI, kein FireWire und kein Gameport - die Ausstattung zeigt für den normalen Endanwender eher mager. Da helfen auch die extravagenten Stromanschlüsse und selten anzutreffende Chips zur Optimierung der Netzwerkperformance nicht viel weiter. Auch im Bios muss der Kunde zu Gunsten der Stabilität vorerst auf erstklassige Tuning-Möglichkeiten verzichten. Ob der extrem scharfen Programmierung der Corsair-DDR400 (registered) Module bedarf es hier allerdings nicht wirkliche einer nachhelfenden Hand.
Ob MSI hier übrigens in Zukunft etwas dran ändern wird, steht für uns noch nicht fest. Weder das D.O.T. noch erweiterte Funktionen zum Tuning werden ihren Weg auf das K8T Master1 finden, bekräftigte MSI Deutschland uns gegenüber. Aus anderer Quelle war jedoch zu hören, dass man in Taiwan bereits an der Entwicklung arbeitet.
So bleibt festzuhalten, dass uns mit dem MSI K8T800 ein extrem schnelles, absolut zuverlässiges und durchdachtes Mainboard fast auf ganzer Linie überzeugt hat. Neben der Rechenleistung hat uns insbesondere die Performance der SATA-Schnittstelle des VT8237 überzeugen können. Dass wir an dieser Stelle keine pauschale Empfehlung für den FX-51-Käufer aussprechen können, liegt schlichtweg an einem ganz anderen Hersteller: AMD. Den FX-51 kurzer Hand und notgedrungen auf den Sockel 940 zu portieren, schadet genau solchen Boards, wie es das K8T Master1 ist. Für den professionellen Einsatz geschaffen und dort ohne Einschränkung empfehlenswert, wird der Otto-Normal-Verbraucher sicherlich zwei Mal überlegen, ob ihm die fehlenden Features nicht schon kurz nach dem Kauf einen Strich durch die Rechnung machen werden. Dem professionellen Anwender mit anderen Bedürfnissen können wir das MSI K8T Master1 hingegen auf jeden Fall empfehlen!
Hier scheint Asus dieses Mal also ein glücklicheres Händchen bewiesen zu haben. Oder hatte man eventuell früher als die Konkurrenz eine Ahnung vom FX-51 und der potentiellen Mainstreamrelevanz des Sockel 940? Vielleicht sollte der Anwender aber einfach seine Entscheidung hinaus zögern. Womöglich erscheint schon in Kürze ein Board, das die Stärken beider Boards vereinen kann? Und, die Spatzen pfeifen es bereits vom Dache: Der FX mit Sockel 939 wird kommen und dann wird es auch Mainboards geben, die von Anfang an auf die richtige Zielgruppe ausgerichtet sind. Auch registered RAM soll dann nicht mehr Voraussetzung sein.
Anhang
nForce Treiber 2.65
Nach Beendigung der Benchmarks erreichte uns mit dem nForce 3 Treiberpaket der Version 2.65 ein bisher noch unveröffentlichtes Release, welches durchaus für einen Geschwindigkeitszuwachs sorgen soll. Kurzer Hand haben wir also unser zuvor benutztes Paket der Version 2.45 überspielt und ein paar Tests durchgeführt. Allerdings scheint es keinerlei Veränderungen in der Performance zu geben. Das Testsystem war hier mit einer Ti4200 8x und keiner GeForce FX5900 Ultra ausgerüstet, was die durchweg schlechteren Ergebnisse erklärt.
Sandra 2003 Max!
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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3DMark2001SE
Angaben in Punkten
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UT2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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