Vorwort
Kurz vor Toreschluss flatterte uns dann doch noch ein i875P (Canterwood) Mainboard von Asus ins Haus: Das P4C800 Deluxe. Und so machten wir uns auch gleich daran, dieses Board für euch genauer unter die Lupe zu nehmen, damit wir euch heute neben dem Intel Pentium4 3,0C mit 800MHz FSB auch ein Mainboard mit dem i875P Chipsatz präsentieren können. Als ersten Vergleich und damit die Ergebnisse des P4C800 Deluxe wenigstens halbwegs eingeschätzt werden können, ziehen wir das D875PBZ von Intel heran, das ebenfalls über den i875P verfügt.
Gleich vorweg sei jedoch gesagt, dass nicht alles so reibungslos ablief, wie erhofft, und wir uns doch mit der ein oder anderen Unstimmigkeit bei den Mainboards auseinandersetzen mussten, die man sonst so nicht gewohnt ist. Doch darauf möchten wir an geeigneter Stelle noch einmal genauer eingehen.
Da einige Probleme auftraten und vor allem die Bios Versionen noch einen ziemlichen Beta-Status zu haben schienen, möchten wir uns in diesem Test auch mit der Theorie des i875P (Canterwood) beschäftigen, um euch einen Überblick zu geben, welche Veränderungen Intel vorgenommen hat und welchen Sinn und welche Auswirkungen diese Veränderungen mit sich bringen.
History
Bislang fuhr Intel zweigleisig: Wer Performance ohne wenn und aber wollte, für den war der i850E Chipsatz mit Support für PC1066 (16Bit) [1] bzw. PC4200 (32Bit) [2] RAMBUS Speicher bisher das Richtige. Dieser wurde von Intel allerdings offiziell nur mit dem ICH2 ausgeliefert, welcher USB 2.0 Support in der Southbridge, bei Intel als ICH (Input/Output Controller Hub) bezeichnet, vermissen ließ. Nichtsdestotrotz setzten sich einige Hersteller über diese vorgegebene Kombination hinweg und lieferten den i850E kurzerhand mit ICH4 [3] und den damit verbundenen Support für 6 USB 2.0 Ports aus. Ob mit ICH2 oder ICH4 der i850E war bisher der unangefochten schnellste Chipsatz und auch die Konkurrenz konnte hieran nichts ändern.
Für die breite Masse sah Intel bislang die i845 Chipsatz-Serie vor, welche sich der Pentium 4 Evolution anpasste und ausgehend von SDR SDRAM Support beim i845 um DDR SDRAM Support der Marke Single Channel DDR266 beim i845D [4] ergänzt wurde. Anschließend folgten i845E/G [5] und letztendlich i845PE und i845GE [6], welche jeweils mit dem ICH4 gepaart ausgeliefert wurden. Letztere boten sogar Support für Single Channel DDR333 (DDR SDRAM). Während Intel also für den Massenmarkt voll auf SDRAM setzte, kam im High-End-Segment bislang eine alternative Speichertechnologie zum Einsatz.
Intel i875P
Mit der Vorstellung des i875P soll sich dies nun ändern. Intel positioniert diesen leistungsmäßig über dem i850E, setzt hierbei aber auf Dual Channel DDR400 (DDR SDRAM). Darüber hinaus geht mit ihm ein neues ICH an den Start, welches einige neue Features mit sich bringt. Um die Leistung des i875P, welcher bisher auf den Codenamen Canterwood hörte, richtig zu entfallen, hat Intel außerdem den Frontside-Bus, die Verbindung zwischen Prozessor und Speichercontroller/Northbridge, von 533 MHz auf 800 MHz im Takt gesteigert. Der erste Pentium 4 Prozessor, der mit diesem höheren Frontside-Bus betrieben werden kann, ist der zusammen mit dem i875P vorgestellte 3,0C GHz Pentium 4 [7]. Das „C“ deutet hierbei auf einen Frontside-Bus von 800 MHz hin und dient zur besseren Unterscheidung vom bisher schnellsten 3,06 GHz Pentium 4 mit einem 533 MHz schnellen Frontside-Bus (FSB).
Der i875P ist dabei allerdings nur der erste Vertreter einer völlig neuen Chipsatz-Generation, die Support für Dual Channel DDR400 und einen 800 MHz FSB bieten wird. Wie bei Intel üblich fällt jedoch vorerst nur der Schleier für das schnellste Produkt der neuen Familie. In Kürze werden sich drei weitere Chipsätze dazu gesellen, welche derzeit unter dem Codenamen Springdale entwickelt werden. Der Springdale besitzt hierbei eine große Ähnlichkeit mit dem Canterwood / i875P, muss jedoch auf ein wichtiges Feature verzichten: Der Springdale wird ohne Performance Acceleration Technology (PAT) ausgeliefert. Worum es sich hierbei handelt, soll in den folgenden Abschnitten beschrieben werden. Doch auch die sonstigen Neuerungen beim i875P sollen nicht unangetastet bleiben.
Memory Controller Hub - 82875P
Bei der Northbridge des i875, dem 82875P Memory Controller Hub, welcher dem Chipsatz auch seinen Namen verleiht, gibt es insgesamt fünf Neuerungen zum bisher schnellsten Chipsatz, dem i850E. Namentlich: 800 MHz FSB Support, Dual Channel DDR400 Support, AGP 8X Support, Performance Acceleration Technology (PAT) und - last but not least - Communications Stream Architecture (CSA) für Gigabit Ethernet. Mit einer einzigen Ausnahme, nämlich AGP 8x, war keines dieser Features bisher auf einem Intel Chipsatz für den Desktop-Markt zu finden. Neben den bereits erwähnten i850E und i845PE Chipsätzen, die AGP 8X nicht unterstützten, gab es mit dem E7205 (Codename Granite Bay) [8] noch einen weiteren Chipsatz, der mit Intels Pentium 4 zusammenarbeiten konnte. Allerdings wurde dieser von Intel nicht für den Desktop-Computer zu Hause konzipiert. Aufgrund von Dual Channel DDR266 Support hat er im Vorfeld seiner Veröffentlichung für Furore gesorgt, konnte dann im Test aber nicht wirklich gegen i850E und RAMBUS überzeugen. Der Verdacht einer künstlichen Bremse lag nahe. Denn mit dem Erscheinen des E7205 war die Entwicklung des i875P weit fortgeschritten und ein zu schneller E7205 würde die Verkaufszahlen des neuen Chipsatzes vermutlich stark schmälern. Um auf den Punkt zu kommen: Da AGP 8X gar nicht mehr so neu ist und bei der Konkurrenz schon länger zum Repertoire gehört, soll im Folgenden nicht näher darauf eingegangen werden.
800MHz Frontside-Bus
Bei der Pentium 4 Architektur sorgt für die Kommunikation zwischen Prozessor und Northbridge ein 64 Bit breiter Bus, der pro Takt 4 Datenpakete übermitteln kann. Dieser hört bekanntlich auf die Bezeichnung Frontside-Bus und ist maßgeblich für die Gesamtleistung eines Computers verantwortlich. Denn schließlich kann der Prozessor auch nur die Daten verarbeiten, die er irgendwann einmal erhalten hat. Hier gilt es also kleckern statt klotzen. Je mehr Daten auf den Frontside-Bus übertragen werden können desto besser. Schließlich weiß man nie was die Zukunft noch bringen kann. Beim Pentium 4 wurde der FSB bisher mit einem Takt von real entweder 100 oder 133 MHz betrieben. Da pro Takt 4 Datenpakete übertragen werden, gibt man hier gerne einen Takt von 400 (4x100 MHz) bzw. 533 MHz (4x133 MHz) an. Damit ergeben sich folgende theoretischen Bandbreiten für den Bus des Pentium 4:
- FSB400: 64 Bit Busbreite * 100 MHz Bustakt * 4 Datenpakete / 8 = 3200 MB/s
- FSB533: 64 Bit Busbreite * 133 MHz Bustakt * 4 Datenpakete / 8 = 4200 MB/s
Da dies nach Ansicht Intels noch zu wenig für einen modernen Highend-Prozessor ist, möchte man nun mit einem Wechsel zu einem 800 MHz schnellen Bus beginnen. Dieser würde es auf eine Bandbreite von 6,4 GB/s Sekunde bringen. Der i875P unterstützt einen 800 MHz schnellen FSB.
- FSB800: 64 Bit Busbreite * 200 MHz Bustakt * 4 Datenpakete / 8 = 6400 MB/s
Dual Channel DDR400
Damit bei einem Frontside-Bus mit einer Bandbreite von 6,4 GB/s nicht die Speicheranbindung zum Nadelöhr wird, ist der i875PE mit Dual Channel DDR400 Support ausgerüstet, welcher es ebenfalls auf eine theoretische Bandbreite von 6,4 GB/s bringt. Um dies mit RAMBUS zu erreichen, bräuchte man RIMM1600 Module, der technisch derzeit noch nicht realisierbar sind.
- gle Channel DDR SDRAM
- DDR266: 64 Bit Busbreite * 133 MHz Bustakt * 2 Datenpakete / 8 = 2128 MB/s
- DDR333: 64 Bit Busbreite * 166 MHz Bustakt * 2 Datenpakete / 8 = 2666 MB/s
- DDR400: 64 Bit Busbreite * 200 MHz Bustakt * 2 Datenpakete / 8 = 3200 MB/s
Dual Channel DDR SDRAM - DDR266: 2x 64 Bit Busbreite * 133 MHz Bustakt * 2 Datenpakete / 8 = 4256 MB/s
- DDR333: 2x 64 Bit Busbreite * 166 MHz Bustakt * 2 Datenpakete / 8 = 5332 MB/s
- DDR400: 2x 64 Bit Busbreite * 200 MHz Bustakt * 2 Datenpakete / 8 = 6400 MB/s
Dual Channel RDRAM (Rambus) - RIMM800: 2x 16 Bit Busbreite * 400 MHz Bustakt * 2 Datenpakete / 8 = 3200 MB/s
- RIMM1066: 2x 16 Bit Busbreite * 533 MHz Bustakt * 2 Datenpakete / 8 = 4256 MB/s
- RIMM1600: 2x 16 Bit Busbreite * 800 MHz Bustakt * 2 Datenpakete / 8 = 6400 MB/s
Beim Dual Channel Modus wird hierbei parallel von und auf zwei Speichermodule gelesen bzw. geschrieben. Dadurch lässt sich der Speicherdurchsatz rein theoretisch verdoppeln. Allerdings muss hierfür möglichst baugleicher Arbeitsspeicher verwand werden.




Performance Acceleration Technology
Ein vorerst exklusives Features des i875P ist die Performance Acceleration Technology. Sie soll den Speicherzugriff beim Einsatz eines FSB800 Prozessor unter Verwendung von Dual Channel DDR400 RAM (und nur da) beschleunigen, ohne dabei den Speicher selbst stärker zu belasteten. Doch wie funktioniert das?
Das Prinzip dahinter ist eigentlich simpel. Zuvor gilt es jedoch zu wissen, dass der Zugriff auf den Speicher nicht nur von den Speichertimings selbst begrenzt wird. Vielmehr benötigt auch die Northbridge einige Takte, um aus dem Arbeitsspeicher gelesene Datenpakete zu verarbeiten und beispielsweise dem Prozessor zur Verfügung zu stellen oder Pakete in den Speicher abzulegen. Mit aktivier PAT benötigt die Northbridge nun jedoch beispielsweise nicht 5 Takte, um auf den Speicher zuzugreifen, sondern derer nur noch 3. Mit PAT lassen sich also zwei Takte einsparen. Die Latenzzeiten sinken in diesem Fall spürbar. Allerdings bedeutet dies auch eine erhebliche Mehrbelastung für den Chipsatz.
Dementsprechend sind nur die Filetstücke auf dem Wafer für PAT geeignet. Bevor eine Northbridge also zu einer 82875P wird, muss sie aufwendige Stabilitätstest über sich ergehen lassen. Man arbeitet hierbei während der Tests mit dem Northbridge-Chip als solches, das bekannte grüne organische Gehäuse wird erst später drum herum gelegt. Chips, die nicht PAT tauglich sind, werden für eine andere Northbridge verwandt. Hier kommt der Springdale-Chipsatz ins Spiel. Er lässt nur PAT vermissen, bietet aber sonst alle Features des i875P. Während i875P und Springdale Northbridge also eigentlich vom selben Wafer kommen, und es sich eigentlich um den selben Chip handelt, trennen sich ihre Wege mit dem Bestehen oder nicht Bestehen der PAT Stabilitätstests. Die i875 Northridge landet in einem 1005 Pin FCBGA Gehäuse, die Springdale Northridge dagegen in einem mechanisch dazu nicht kompatiblen.
Communications Streaming Architecture
Auf modernen Mainboards sind immer mehr Features zu finden und so gehört beispielsweise ein auf dem Mainboard integrierter Ethernet-Anschluss inzwischen zum Muss. Ausgehend von 100 Mbit Lösungen hat man sich inzwischen jedoch auf 1 Gbit Ethernet-Anschlüsse gesteigert. Dabei ergibt sich jedoch ein Problem: Die auf dem Mainboard integrierteren 1 Gbit Ethernet-Adapter werden über den PCI an das System angebunden. Dieser wiederum bietet jedoch lediglich eine theoretische Bandbreite von 133 MB/s, 1 Gbit Ethernet bringt es allerdings auf eine maximale Übertragungsrate von 125 MB/s Duplex bzw. gar 250 MB/s Voll Duplex. Der PCI würde somit fast vollkommen durch die Ethernet-Kommunikation ausgelastet bzw. sogar überlastet werden - für Steckkarten bliebe kaum noch nutzbare Bandbreite übrig.
Vor einem ähnlichen Problem stand man bereits einmal: Vor ungefähr 7 Jahren waren es die Grafikkarten, die bei der Auslagerung ihrer Texturen in den Arbeitsspeicher vom PCI limitiert wurden. Um das Problem zu umgehen, schuf man kurzerhand den Acclerated Graphics Port (AGP), der direkt am Speichercontroller angebunden wurde und es in der ersten Ausführung AGP 1X auf eine Bandbreite von 266 MB/s brachte.
Ebenso verhält es sich nun mit Gigabit Ethernet (GbE), welches mittels cdf Communications Streaming Architecture (CSA) direkt mit der Northbridge verbunden werden kann. Die zur Verfügung stehende Bandbreite beträgt hier 266 MB/s. Damit haben Gigabit Ethernet Adapter nicht nur deutlich mehr Bandbreite zur Verfügung, vielmehr sinken auch die Latenzzeiten, da sich die Daten den Weg durchs ICH nun sparen können. Allerdings lässt sich bislang nur Intels eigener Gigabit Ethernet Chip am CSA betreiben, der leider auch seinen Preis hat.
I/OController Hub - 820801EB/ER
Auch vom Input/Output Controller Hub (ICH) gibt es in Verbindung mit dem neuen Memory Controller Hub 82875P eine überarbeitete Version, welche mit dem Hub-Interface 1.5 an die Northbridge angebunden wird. Im Vergleich zum ICH4 bietet das ICH5 (820801EB) nun zwei weitere USB 2.0 Ports, womit nun insgesamt 8 Ports zur Verfügung stehen. Darüber hinaus hat es Intel als erster Hersteller geschafft, native Serial ATA Unterstützung in die Southbridge zu integrieren. Native bedeutet hierbei, dass der Chipsatz den kompletten S-ATA Befehlssatz interpretieren kann, ohne auf zusätzliche externe Chips als Übersetzer von S-ATA auf P-ATA angewiesen zu sein. Die Luxusvariante des ICH, das ICH5/R (820801ER), bietet darüber hinaus die Möglichkeit, einen RAID0-Verbund mit zwei S-ATA Festplatten zu erstellen. Diese Neuerung war uns einen gesonderten ausführlichen Test [9] wert.


Serial ATA
Intels S-ATA Ansatz ist jedoch mehr als nur die Integration eines simplen PCI S-ATA Controllers in die Northbridge. Denn mit dem ICH5 oder dem ICH5/R gibt es zwei Grund verschiedene Betriebsmodi für die S-ATA bzw. P-ATA Controller. Im neuen „Native IDE“ Modus, der derzeit unter anderem von Windows 2000 oder Windows XP unterstützt wird, löst man sich endlich von dem Gedanken, dass IRQ14 und IRQ15 lediglich von Festplattencontroller belegt werden dürfen. Somit verabschiedet man sich auch von der fixen Vorstellung, es gebe ausschließlich einen primären und einen sekundären Festplattencontroller. Im Native-Modus stehen nun insgesamt vier Festplattencontroller (2xP-ATA für insgesamt 4 Geräte und 2xS-ATA für noch einmal 2 Datenspeicher) ohne Beschränkungen unter Windows 2000/XP zur Verfügung.
Doch auch an ältere Betriebssysteme wurde mit einem Kompatiblitäts-Modus gedacht. Hier belegen die Festplattencontroller, derer allerdings nur noch zwei, die altbekannten IRQ14 und 15. Es stehen entweder zwei P-ATA Controller für vier Festplatten, zwei S-ATA Controller für zwei Festplatten, oder jeweils ein P-ATA und ein S-ATA Controller für insgesamt drei Geräte zur Verfügung, wobei bei letzteren entweder der S-ATA oder der P-ATA Controller als primär festgelegt werden kann.


Trusted Platform Module
Eigentlich hat Intel beim i875P Chipsatz und auch dessen kleinem Bruder, dem Springdale-Chipsatz, den Einsatz eines Trusted Platform Module (TPM) wie es für TCPA benötigt wird, vorgesehen, allerdings konnten wir ein solches Modul noch nicht auf unseren Testplatinen ausfindig machen. Es scheint so, also möchte hier keiner der Erste sein. Darüber hinaus möchte Intel nach eigenen Angaben ein TPM nur auf ihren Business Mainboards verbauen, der Enduser daheim soll vorerst nicht in den „Genuss“ eines TPM-Chips kommen.
Ein Wort zum D875PBZ von Intel




An dieser Stelle möchten wir kurz auf das D875PBZ von Intel eingehen, das ebenfalls über den i875P verfügt und mit dem ICH5R ausgestattet ist. Positiv fielen die sechs nach außen geführten USB2.0 Ports auf und die onboard Gigabit LAN Lösung, die mittels CSA realisiert wurde.




Bis auf einige Features wie etwa Onboard Sound, über die das D875PBZ nicht verfügt, kann sich das D875PBZ durchaus mit anderen Mainboards messen und stellt ein vollwertiges i875P Mainboard dar, das für manche Käufer durchaus interessant sein dürfte.




Wie gewohnt bietet das Bios des D875PBZ nicht die reichhaltigen Einstellungsmöglichkeiten wie die meisten anderen Mainboards. Intel erlaubt mit dem i875P seinen Käufern zwar erstmals gezielt mittels Burst-In Modus das System zu übertakten, jedoch nur um bis zu vier Prozent. Doch auch das Bios des D875PBZ ist nicht fehlerfrei und verfügte über eine merkwürdige Eigenart.
So war es aus für uns bisher nicht erklärlichen Gründen der Fall, dass das D875PBZ in Verbindung mit Dual Channel DDR333 auf automatischen Speichertimings eine deutlich bessere Leistung lieferte als bei manuell gewählten und schnellst möglichen Timings. Um knapp 9 Frames pro Sekunde stieg die Performance durch die Auswahl 'Auto' bei den Speichertimings in Quake3Arena unter 640x480 und den Settings 'Normal'. Welche Timings bei der automatischen Auswahl hochgesetzt werden, oder ob in diesem Fall etwa die 'Performance Accerleration Technology' (PAT) aktiviert wird, die nach Angaben von Intel bei Dual Channel DDR333 eigentlich nicht aktiviert ist, kann leider nicht nachvollzogen werden.



Das Asus P4C800 Deluxe
Lieferumfang und Dokumentation
Frei nach dem Motto "What you see is what you get" geben wir euch zunächst wieder einmal eine Auflistung über den Inhalt des Kartons des P4C800 Deluxe:
- P4C800
- 3x IDE-Kabel
- 2x SATA-Kabel
- Ein Floppy-Kabel
- Treiber CD
- Handbuch
- Quick Setup Guide
- Connection Sticker
- AI Features Heft
- ATX Slotblende
- Jumper
- WinCinema
- Audio-Aufkleber für die Tastatur




Auch wenn sich manche fragen werden, wo etwa zusätzliche USB-, GamePort- oder Firewire-Module geblieben sind, handelt es sich bei unserer Testversion um die Deluxe Variante des P4C800. Hier scheint Asus einige Abstriche gemacht zu haben. Denn, soviel sei vorweggenommen, alle acht USB2.0 Ports des ICH5 haben es nicht geschafft, direkt nach außen geführt zu werden. Firewire wurde zwar verbaut, aber auch nur mit einem einzigen Port nach außen geführt.




Mit den Audio Stickern soll man die Tasten seiner PS/2 Tastatur bekleben, um so ein ganz spezielles Audio-Features des P4C800 Deluxe nutzen zu können, auf die wir im nächsten Abschnitt näher eingehen.


Die Dokumentation des P4C800 Deluxe ist gewohnt gut und so wird im Handbuch neben dem Board auch auf das Bios, die Soundkonfiguration und die für Asus typische Software eingegangen. Beim Handbuch fiel diesmal jedoch auf, dass es im Abschnitt über das Bios, obwohl es an dieser Stelle erneut recht umfangreich gehalten ist, an der ein oder anderen Stelle ein paar Funktion auslässt und keine Erklärung vorhanden ist. Dies kann und wird wohl daran liegen, dass das Bios nach dem Druck der Handbücher weiter überarbeitet wurde und manche Funktionen erst später implementiert wurden.
Ausstattung
Insgesamt kann das P4C800 Deluxe bei seiner Ausstattung überzeugen, teilweise kam uns jedoch der Gedanke auf, ob man seine Prioritäten bei Asus nicht eventuell etwas anders gliedern hätte sollen.
Wichtigen Funktionen wie onboard LAN, Sound, Firewire, SATA Raid, USB2.0 und AGP8x sind vorhanden, doch wie wurden sie umgesetzt?




Beim Ethernet Adapter setzt Asus nicht auf Intels CSA Lösung , sondern auf einen Chip aus dem Hause 3com. Der 3com 3C940 Chip konnte somit nicht an den Memory Controller Hub (MCH) angeschlossen werden, sondern hängt beim P4C800 nach wie vor an der PCI Bridge. Asus ist diesen Weg sicherlich aus Kostengründen gegangen, da sich Intel CSA gut bezahlen lässt und im Desktop-Markt für den Heimanwender aktuell nur wenig Sinn macht.




Onboard Audio realisiert Asus mittels AD1985 SoundMAX Chip und auch wenn diese Lösung nicht besonders schonend mit den CPU Ressourcen umgeht, haben die SoundMAX Treiber einige Besonderheiten auf Lager. Asus faßt diese Features als 'AI (Artificial Intelligence) Audio' zusammen. Sobald man ein Kabel an einen der Audio Ein-/Ausgänge anschließt, erkennt der Chipsatz, welches Gerät angeschlossen wurde und gibt dem Benutzer daraufhin die Möglichkeit die Auswahl selbst zu verändern, indem ein entsprechendes Menü aufgerufen wird. So sollen mögliche Fehler beim Anschließen vermieden werden. Die SoundMAX Treiber erfreuten uns ohnehin ob ihrer Übersicht und der gebotenen Einstellungsmöglichkeiten.
Des Weiteren verfügt das P4C800 Deluxe über eine sogenannte 'Instant Music' Funktion, die es dem Kunden ermöglicht, auch ohne dass ein Betriebssystem geladen werden muss, den PC als CD-Spieler zu nutzen. Hierfür sind auch die im Lieferumfang enthaltenen Aufkleber für die Tastatur vorgesehen.
ZitatThis unique feature allows you to playback audio files even bevor entering the operating system. Just press the asus instant music special function key and enjoy the music!
Firewire stellt Asus über VIAs VT6307 Chipsatz zur Verfügung und, wie bereits erwähnt, wird nur ein Port direkt nach außen geführt.
Die vier RAM-Steckplätze hat Asus jeweils paarweise gefärbt, um dem Kunden durch dieses optische Signal zu Vermitteln, wie der Arbeitsspeicher eingesetzt werden muss, um den Dual-Channel Betrieb zu ermöglichen.




Natürlich setzt auch Asus auf den ICH5 von Intel, doch kommt beim P4C800 Deluxe nicht etwa der ICH5R (FW82801ER) zum Einsatz, der über die SATA Raid Funktion verfügt, sondern lediglich der 'normale' ICH5 (FW82801EB). Etwas merkwürdig erscheint es da zunächst, dass man, obwohl man sich beim ICH5 gegen die Raid Variante entschieden hat, einen weiteren SATA Raid Controller auf dem P4C800 Deluxe verbaut: Den Promise PDC20378. So hat man zwar zwei zusätzliche SATA-Anschlüsse, jedoch keine Softraid Funktion, wie sie der ICH5R bietet. Dafür kann man beim Promise PDC20378 eine weitere IDE-Festplatte anschließen und so ein Array aus einer SATA und einer PATA Festplatte aufbauen, doch wie oft wird dies vom Kunden gemacht? Der größte Vorteil des Promise PDC20378 liegt sicherlich darin, dass er, anders als der ICH5R, auch ein Raid1 Array aufbauen kann. Dies bleibt dem ICH5R verwehrt. Somit hat der Promise Raid-Controller doch noch seine Daseinsberechtigung gefunden. Richtig 'Deluxe' wäre es jedoch erst geworden, wenn sowohl der ICH5R als auch der Promise PDC20378 eingesetzt worden wären. Es gibt Gerüchte, nach denen eine derartige Variante noch auf den Markt kommen soll.
Betrachtet man die letzten Monate, so zeigt sich, dass sowohl Intel als auch die Mainboarhersteller immer mehr auf SATA setzen und daran interessiert sind, es möglichst schnell in den Markt einzuführen.




Ansonsten bietet das P4C800 Deluxe fünf PCI Steckplätze und besitzt ein gutes Layout, dass die Verkabelung nicht unnötig erschwert. Glücklicherweise verzichtet Asus auch beim P4C800 Deluxe wie in der Vergangenheit auf eine aktive Kühlung des Memory Controller Hubs. Neu ist hingegen die Halterung des Rentention Moduls auf der Unterseite des Mainboards. Diese fällt sehr viel massiver aus als bisher. Die Funktion und Benutzung ändert sich dadurch jedoch nicht.
Den BlueMagic PCI Slot tauscht Asus gegen einen sogenannten 'Asus WIFI Wireless connector', der speziell für WLAN Karten gedacht ist. Welche Addon-Karten uns hier in Zukunft von Asus erwarten, bleibt noch abzuwarten.



Unangenehm fiel uns anfänglich beim Lieferumfang auf, dass keine weiteren USB- oder Firewire-Blenden mitgeliefert werden und umso schlimmer wird dieser Umstand dadurch, dass Asus lediglich vier der acht möglichen USB2.0 Port direkt nach außen führt. Auf dem Board befinden sich jedoch zwei Anschlüsse für USB-Module, so dass die restlichen vier USB2.0 Ports an die Rückseite des PCs geführt werden können, die entsprechenden Module müssen jedoch zusätzlich erworben werden. Ebenso wird in Sachen Firewire verfahren. Ein Port wurde zur ATX Blende geführt, weitere zwei lassen sich über ein ebenfalls nicht beiliegendes Modul nach außen leiten.
Sechs USB2.0 Ports hätte Asus unserer Meinung nach ruhig direkt nach außen führen können. Direkt nach dem Kauf hat der Kunde in dieser Hinsicht so nämlich keinen Vorteil im Vergleich zu Boards mit dem ICH4, von dem alle Mainboardhersteller auch nur vier der sechs möglichen Ports nach außen geführt haben.



Unter dem neuen Oberbegriff AI (Artificial Intelligence) vermarktet Asus eine ganze Reihe Features, die teilweise neu sind, teilweise jedoch auch schon alt bekannt. AI Audio haben wir bereits erläutert. Bei AI Net handelt es sich in erster Linie um ein Diagnostic Programm (Virtual Cable Tester), welches das Netzwerk auf Fehler in der Verkabelung durchsucht. Auf bis zu 100 Meter wird die Verbindung untersucht und das Programm gibt dabei sogar die Entfernung der schadhaften Stelle an. Ob das Programm hält, was es verspricht, konnten wir in der Kürze der Zeit leider noch nicht testen.
Auf AI Overclocking gehen wir im Abschnitt über das Bios näher ein.
Unter dem Begriff AI Bios fast Asus die bereits wohl bekannten Festures wie Asus Crashfree Bios, Asus Q-Fan und den Asus Post Reporter zusammen.
Kinderkrankheiten
Dieser Abschnitt bezieht sich auf die Probleme und Ungereimtheiten, die während des Tests des P4C800 Deluxe auftraten. Deshalb geht es in diesem Abschnitt vor allem um Ungereimtheiten im Bios.
Schnell mussten wir feststellen, dass das mitgelieferte Bios wohl den Namen 'Beta' verdient gehabt hätte. So fehlte die AI Overclocking Funktion komplett und bei einigen anderen Einstellungsmöglichkeiten musste man an ihrer Wirkung zweifeln.
So lief das P4C800 Deluxe selbst bei FSB800 und Dual Channel DDR400 mit den schnellsten Speichertimings, erreichte hier jedoch bei weitem nicht die Leistung, die wir beim D875PBZ auf den schnellst möglichen Timings erreichten. Leider lief das D875PBZ bei den schnellsten Timings nicht stabil durch, jedoch erreichten wir beispielsweise in Sandra eine Datentransferrate von 5047MB/s. Das Asus P4C800 kommt hier 'lediglich' auf 4890MB/s. Wir bezweifeln, dass hier wirklich die schnellsten Timings benutzt wurden, oder aber die Timings auf dem Bus wurden bei dieser Einstellung heruntergesetzt.
Zudem ließ sich die 'Performance Acceleration Technology' (PAT), bei Asus 'Memory Acceleration Mode' genannt, auch im DDR333 Betrieb und sogar beim Einsatz einer FSB 533MHz CPU aktivieren. Laut Intel lässt sich diese Technologie jedoch nur beim Einsatz von DDR400 und einer FSB800 CPU nutzen. Entweder hält Asus sich hier absichtlich nicht an die Vorgaben oder es zeigt, dass das Bios noch nicht 100%ig angepasst wurde. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn PAT auch in zukünftigen Bios Versionen aktivierbar bleibt! Einen verständlichen Grund es nicht freizuschalten, gibt es unserer Meinung nach nicht.
HardTecs4U.de [10] hat zudem herausgefunden, dass bei der aktuellen Bios Version der PCI-Takt mit fast 37MHz knapp 4MHz über der Spezifikation liegt. Über Absicht oder Fehler können und wollen wir an dieser Stelle nicht urteilen.
Des Weiteren scheint das uns zu Beginn vorliegende Bios vor allem auf den Dual Channel DDR400 Betrieb in Verbindung mit einer FSB800 CPU optimiert gewesen zu sein. Wie man in unseren Benchmarks sehen kann, liegt die Leistung bei einem Pentium4 mit 533MHz FSB und Dual Channel DDR333 unerwartet weit hinter der Leistung des D875PBZ in diesem Modus, obwohl das P4C800 von Asus mit dem neuen Pentium4 3.0C mit 800MHz FSB und Dual Channel DDR400 vor der Intel Platine liegt.
Dass wir mit dieser Vermutung nicht ganz falsch zu liegen scheinen, bestätigte ein neues Bios, das uns nach der Fertigstellung unserer Benchmarks erreichte. In diesem Bios war beispielsweise die AI Overclocking Funktion implementiert und auch die Leistung in Verbindung mit einem Pentium4 mit 533MHz FSB scheint sich ersten Tests zufolge gesteigert zu haben. Aus diesem Grund werden wir dem P4C800 Deluxe auch keine endgültige Wertung verleihen, da uns das Bios noch zu unreif erschien und wir erst abwarten möchten, ob Asus hier noch etwas Optimierungsarbeit leistet, so dass wir die Benchmarks ggf. aktualisieren werden, wenn sich die Leistung verbessert, wie erste Tests mit einem neuen Bios vermuten lassen.
Bios und Overclocking




Bis auf die schon beschriebenen Mängel am Bios macht das AMI Bios eine erstaunlich gute Figur und bietet sehr viele Einstellungsmöglichkeiten. Dabei ist das Bios im Vergleich zu seinen Konkurrenten sogar optisch durch eine blau schimmernde Laufleiste am oberen Rand etwas aufgepeppt.




AI Overclocking beschreibt eine Biosfunktion, die das Übertakten einfacher gestalten soll. Anstatt sämtliche Einstellungen manuell vorzunehmen, wählt man im Bios einen Prozentsatz aus, um den das System übertaktet werden soll und alles weitere übernimmt das Mainboard. Um bis zu 30 Prozent kann das System dabei übertaktet werden. Durch die automatische Erkennung der besten Einstellungen soll das System dennoch stabil bleiben.
Das ist die Theorie, in der Praxis funktioniert das jedoch nicht anders als auch das manuelle Übertakten. Wählt man beim AI Overclocking eine zu hohe Einstellung, bleibt der PC beim Booten hängen. Die Funktion sucht sich somit nicht alleine die schnellsten noch stabilen Einstellungen. AI Overclocking faßt somit eher mehrere Optionen zu einer zusammen, ohne dass der Benutzer dabei genauen Einfluss auf die jeweiligen Settings hat. Erkennen, welches Setting dafür verantwortlich ist, dass der PC nicht mehr bootet, kann man bei dieser pauschalen Herangehensweise somit nicht. Für Neulinge in Sachen Übertakten ist es sicherlich ein netter Einstieg etwas mehr aus dem System zu holen. Ambitionierte Overclocker werden die Option jedoch außen vor lassen.




Alle wichtigen Optionen wie der FSB, die Speichertimings, die Spannungen und alles andere, was dem System etwas mehr Leistung entlocken soll, sind gut integriert und können weitreichend manuell justiert werden. Der Front-Side-Bus kann so beispielsweise von 100 bis 400MHz in 1MHz Schritten gewählt werden.


Das Bios liefert dabei sogar ACPI 2.0 Unterstützung. ACPI 2.0 soll eine flexibleres Power Management erlauben. ACPI 2.0 unterstützt nun auch 64Bit Prozessor Adressierung und Multi-Prozessor Systeme. Zudem kann der Stromverbrauch angeschlossener Geräte geregelt werden, worduch der Stromverbrauch weiter gesenkt werden soll. ACPI 2.0 ist abwärtskompatibel zu ACPI 1.0.
FSB-Überprüfung:
Prozessortakt im Vergleich
Angaben in MHz
|




Audio Analyzer
- Der Audio Analyzer testet Sound-Chips auf ihre Qualität. Der Line-Out und Line-In der Soundkarte werden hierfür per Loop-Through-Kabel verbunden, sodass der 'Audio Analyzer' das ausgesendete und wieder aufgenommene Signal direkt mit einem Referenzwert vergleichen kann. In diesem Test kam die Version 4.3 zum Einsatz.
- Weitere Informationen: RightMark.org [11]
- Download: RightMark.org [12]
| Modell | Gesamtergebnis | |
|---|---|---|
| Asus P4C800 Deluxe | Gut | [color=red]Detailiertes Ergebnis [13] |
| Gigabyte GA-8PE667 Ultra2 | Gut | Detailiertes Ergebnis [14] |
| EPoX EP-4GEAEI | Gut | Detailiertes Ergebnis [15] |
| Intel D845PEBT2 | Durchschnitt | Detailiertes Ergebnis [16] |
| Intel D845GEBV2 | Durchschnitt | Detailiertes Ergebnis [17] |
| Intel D850EMV2 | Durchschnitt | Detailiertes Ergebnis [18] |
| Asus P4G8X | Gut | Detailiertes Ergebnis [19] |
| Asus P4PE | Schlecht | Detailiertes Ergebnis [20] |
| Asus P4T533 | Durchschnitt | Detailiertes Ergebnis [21] |
Auf dem P4C800 Deluxe scheint Asus das Routing des AD1985 deutlich besser hinbekommen zu haben, als noch auf dem P4PE. Damals schnitt dieser Codec noch schlecht ab. Auf dem P4C800 Deluxe wird ihm hingegen ein gutes Gesamtergebnis bescheinigt.
Audio Winbench 99
- Zwar mag die Kennziffer '99' auf einen veralteten Benchmark hindeuten. Doch auch heute noch verrichtet das Programm seinen Dienst. Der Audio Winbench mißt bei verschiedensten Soundqualitäten die Belastung des Hauptprozessor. Das Resultat ist somit ein Garant für die Qualität des OnBoard-Codecs. Diese verrichten ihre Arbeit oftmals eher schlecht als recht und sind gerade auf langsameren PCs eine Zumutung für jeden Prozessor.
- Weitere Informationen: ZDNet.de [22]
- Download: ZDNet.de [23]
Audio Winbench 99
Angaben in Prozent
|
An der hohen CPU Auslastung hat sich dennoch nichts verändert und so schlägt diese mit 13,6 Prozent wieder recht stark zu Buche.
Leistungsübersicht
Bei unseren Prozessor-Tests findet das Performance-Rating schon seit längerem Anwendung und da es sich dort gut bewehrt hat, ist unserer Meinung nach die Zeit reif, auch die Leistung von Mainboards mit diesem Rating zu bewerten.
Für die Anwendungsperformance wurden folgende Ergebnisse heran gezogen:
- Anwendungen 1024x768x32
- FlaskMPEG
- MP3 Maker Platinum
- PCMark2002 (CPU)
- Seti@Home
- WinACE 2.11
Bei Spielen sind folgende Ergebnisse in die Endbewertung eingeflossen:
- Spiele 1024x768x32
- 3DMark2001 SE
- Comanche 4
- Quake 3 Arena (Max)
- Unreal Tournament 2003 (Botmatch)
Dementsprechend fließen in die Gesamtbewertung alle Ergebnisse der oben genannten Tests ein. Alle Einzelergebnisse sind im Anhang dieses Artikel [24] in voller Ausführung und ohne Beschränkung einsehbar.
Spieleleistung
Angaben in Prozent
|
In den Spielen zeigt sich das von uns schon beschriebene Verhalten sehr schön wieder. Das P4C800 Deluxe kann in Verbindung mit Dual Channel DDR400 und einem Pentium4 3.0C mit 800MHz FSB an die Spitze des Feldes ziehen und lässt das Intel D875PBZ hinter sich, wenn auch nur knapp. Doch in Verbindung mit Dual Channel DDR333 und einer FSB533 CPU fällt das P4C800 zumindest in der bei uns zum Einsatz kommenden Bios Version 1002 hinter das D875PBZ. Dies könnte mit einem neuen Bios jedoch schon wieder anders aussehen.
Der bisherige Spitzenreiter, das P4T533 mit RIMM4200, schafft 95,8 Prozent der Leistung des P4C800 mit Dual Channel DDR400 und Pentium4 3.0C.
Anwendungsleistung
Angaben in Prozent
|
In den Anwednungsbenchmarks sieht dieses Ergebnis ähnlich aus, jedoch ist der i850E mit Rambus hier mit 97,5 etwas näher am i875P. In den Anwendugen kann das P4C800 zudem an Intels D875PBZ knapp vorbeiziehen, jedoch sollte man diesen Zweikampf in diesem Review nicht überbewerten, da bei beiden Boards mit Sicherheit noch etwas Feintuning am Bios notwendig und möglich ist.
Gesamtleistung
Angaben in Prozent
|
In der Gesamtleistung gibt es dementsprechend auch keine großen Abweichungen. Der i875P ist eindeutig der schnellste Chipsatz und hat mit passenden Speichermodulen, die auch schnelle Timings mitmachen, den i850E mit Rambus nicht zu fürchten. Intel selbst musste es somit wieder einmal richten und an seinem bis dahin schnellsten Chipsatz vorbeiziehen, was anderen Herstellern bislang leider verwehrt blieb.
Speicher und Performance
Da die mit dem i875P erzeilte Leistung maßgeblich vom verwendeten Arbeitsspeicher und dem Betriebsmodus abhängig ist, haben wir im Folgenden diverse Konstellationen auf ihre Leistungsfähigkeit hin kurz angetestet. Als Plattform kam hierbei das Intel D875PBZ mit recht frühem Bios zum Einsatz.
Speicher - Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Ganz klar, mit Dual Channel DDR400 ergibt die Messung der theoretischen Bandbreite konsequenterweise den höchsten und damit besten Wert aus. Gegenüber Single Channel DDR266 ist die erzielte Bandbreite mehr als doppelt so hoch.
Speicher - Latenz
Angaben in Taktzyklen
|
Auch die Latenzzeiten beim Speicherzugriff können dank der Performance Acceleration Technology [25] voll überzeugen.
Speicher - 3DMark03
Angaben in Punkten
|
Speicher - Quake 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Auch der 3DMark03 und Quake 3 können einen klaren Vorteil aus den hohen Datendurchsatz und den niederigen Latenzzeiten im FSB800/2xDDR400 Modus ziehen. Von einer Verdopplung der Performance wie bei den ermittelten Bandbreiten ist jedoch keine Spur.
Speicher - FlaskMPEG
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Speicher - UT2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Bei FlaskMPEG und Unreal Tournament 2003 wirken sich die verschiedenen Speichermodi auch aus, allerdings bricht die Leistung im Single Channel Modus lange nicht so stark ein, wie bei den zuvor genannten Tests. Alles in allem kann man sagen, dass der i875P nicht zwangsweise mit Dual Channel DDR400 Speicher betrieben werden muss, allerdings lohnt sich dann der Wechsel ausgehend von einer schnellen RAMBUS-Platine kaum noch.
Fazit
Eine endgültige Wertung zum P4C800 Deluxe möchten wir heute noch nicht vergeben. Dazu machte uns besonders das Bios noch einen zu unausgereiften Eindruck. Wir werden uns in den nächsten Tagen noch einmal ausführlich mit dem P4C800 beschäftigen, abwarten, ob in kürzerer Zeit weitere Bios Versionen in Aussicht sind und unseren Artikel dann bei neuen Erkenntnissen dementsprechend überarbeiten und dem P4C800 Deluxe eine Wertung verleihen.
Bis auf einige leichte Abstriche - etwa bei der Anzahl der USB2.0 Ports und den beiliegenden Modulen - macht das P4C800 ansonsten einen soliden Eindruck, wenn Asus es versteht das Bios weiter zu optimieren und Ungenauigkeiten, wie sie etwa beim PCI-Takt auftreten, aus der Welt zu räumen. Dass Asus kein CSA einsetzt, sondern den 3com Chip, der sicherlich ein sehr guter Vertreter ist, ist eine Kostenfrage, jedoch wurde uns signailisiert, dass es wohl eine weitere Variante des P4C800 mit CSA und ICH5R geben wird. Wie der Preis dieser Variante dann jedoch ausfällt, möchten wir jetzt lieber noch gar nicht wissen, denn mit knapp 250 Euro ist auch das P4C800 Deluxe nicht gerade preiswert. Dies liegt zum einen aber wohl auch am Preis für den i875P, den sich Intel mit 50 Dollar für die Version ohne und mit 53 Dollar für die Variante mit RAID auch wirklich gut bezahlen lässt. Der i850E kostet zum Vergleich momentan 40 Dollar und ein i845PE Chipsatz sogar nur 28 Dollar.
Der i875P macht einen sehr guten Eindruck und ist um sinnvolle Features erweitert worden, so dass er sicherlich seine Käufer finden wird. Angesichts der Tatsache, dass zum Launch des Chipsatzes lediglich Intel und Asus ein Mainboard für Reviews zur Verfügung stellen konnten, ist aber noch unklar, wann mit einer wirklich breiten Markteinführung mit hohen Stückzahlen zu rechnen ist. Sobald die Kinderkrankheiten mit dem Bios, die sicherlich nicht nur bei Asus und Intel auftreten, aus der Welt geräumt und eventuell auch preiswertere Varianten erhältlich sind, steht einem Erfolg des i875P eigentlich nichts mehr im Wege.
Doch vielleicht macht man sich bei Intel ja bald schon wieder selbst Konkurrenz? Bevor man als Kunde zugreift, scheint es wohl nicht verkehrt zu sein, die Leistung des Springdale abzuwarten. Inoffiziell wird im Moment gemunkelt, dass der Springdale etwa vier Prozent langsamer sein wird, als der i875P. Ob er sich dann vor oder knapp hinter dem i850E einreihen wird, bleibt abzuwarten. Die Zukunft bei Intel liegt jedoch eindeutig beim i875P und dem Springdale, da sie offziell über FSB800 Unterstützung verfügen.
Anhang
Testsystem
Als Testsystem kam erneut das aufgerüstete System zum Einsatz und wir testen deshalb erneut mit dem bereits von uns getesteten Pentium4 3,06 GHz [26] mit Hyper-Threading, welches bei sämtlichen Benchmarks aktiviert ist. Als Grafikkarte setzen wir die Asus V8460 Ultra (GeForce4 Ti4600) ein, die mit den Nvidia Detonator 41.09 betrieben wird. Als Betriebssystem verwendeten wir weiterhin Windows XP Professional. Dabei ließen wir das integrierte DirectX 8.1 unverändert. Funktionen wie System Restore oder automatische Systemupdates wurden deaktiviert. Um dennoch eine normale Arbeitsumgebung zu schaffen, haben wir als Qualitätseinstellungen für die Systemoberfläche mit geglätteten Schriften und der Standard Windows XP Oberfläche gearbeitet. Da wir einen grundlegenden Vergleich zu Mainboards mit den jeweilig verwendeten Chipsätzen schaffen möchten, sind alle Werte, soweit nicht anders gekennzeichnet, in den Benchmarks unter Berücksichtigung der normalen Spezifikationen der Chipsätze ermittelt worden.
- Prozessor
- Intel Pentium 4 3,06 GHz [25] - 533MHz FSB - Hyper-Threading
- Intel Pentium 4 3,0C GHz - 800MHz FSB - Hyper-Threading
- Motherboard
- Asus P4C800 Deluxe
- Intel D875PBZ
- Arbeitsspeicher
- Grafikkarte
- Asus V8460 Ultra (GeForce4 Ti4600)
- Peripherie
- IBM Deskstar DTLA-307030
- Philips PCCD048
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 41.09
- Intel Inf-Treiber 5.00.1009
- Software
- Windows XP Professional
- DirectX 8.1
Benchmarks
Doch schon im zweiten Test mit dem neuen Testsystem gab es eine kleine Veränderung bei den Benchmarks, da Lame 3.91 und Cinema 4D zu wenig von der Chipsatz-, sondern ausschließlich von der CPU-Leistung abhängig sind und sich immer wieder identische Ergebnisse einstellten, die somit überflüssig sind, wenn man gerade die Unterschiede der Mainboards beleuchten möchte. Sie eignen sich eher für den Vergleich von Prozessoren und werden deshalb dort auch weiterhin zum Einsatz kommen.
Bei allen anderen Tests war, wie bereits erwähnt, Hyper-Threading aktiviert. So mögen manche Anwendungen, die nicht auf Hyper-Threading optimiert sind (beispielsweise Quake 3 Arena) dadurch zwar etwas langsamer sein, als sie ohne Hyper-Threading wären, jedoch wird wohl niemand im normalen Alltag auf Hyper-Threading verzichten wenn er darüber verfügt, so dass wir es auch in diesen Benchmarks aktiviert ließen.
Nachfolgend eine kleine Übersicht:
- Synthetische Benchmarks
- Sisoft Sandra 2003 Pro
- Madonion PCMark2002
- Madonion 3DMark 2001 SE
- Vulpine GLMark 1.1
- Games
- Epic Games Unreal Tournament 2003
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- Winace 2.11
- Magix MP3 Maker Platinum 3.03
- FlaskMPEG 0.6 mit DiVX 5.02
- Audio Benchmarks
- RightMark Audio Analyzer
- Audio Winbench 99
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [28].
Synthetische Benchmarks
SiSoft Sandra 2003
- SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Als besonders nützlich stellt sich hier der sog. "Memory Benchmark" heraus, der das Zusammenspiel zwischen Speicher, Chipsatz und Prozessor ermittelt. Hier kommt es also nicht nur auf den Speichertakt und die maximale Speicherbandbreite an. Da sämtliche Daten auch über den Prozessor geschickt werden, spielen Northbridge und Frontside Bus eine ebenso wichtige Rolle. Zum Einsatz kam die SiSoft Sandra Version 2003 Pro.
- Weitere Informationen: SiSoftware.demon.co.uk [29]
- Download: ComputerBase.de [30]
Sandra 2003
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Sowohl mit FSB533 und Dual Channel DDR333 als selbstverständlich auch mit FSB800 und Dual Channel DDR400 setzen sich die beiden Boards an die Spitze des Feldes und so kann sogar Dual Channel DDR333 Rambus in die Schranken weisen.
Als Höchstwert konnten wir auf dem Intel D875PBZ bei schnellsten Speichertimings 5047MB/s erreichen, jedoch lief das System in diesem Zustand nicht mehr stabil.
PCMark 2002
- Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [31]
- Download: MadOnion.com [32]
PCMark 2002
Angaben in Punkten
|
Ähnliches zeigt sich beim PCMark 2002. Angesichts der niedrigen Taktraten reicht es im CPU Result nicht für die Spitze. Beim Arbeitsspeicher trumpft der i875P jedoch wieder auf.
PCMark 2002 Crunch-Tests
Angaben in Punkten
|
Auch im Crunch-Test überzeugen die Platinen und es scheint sich zu manifestieren, dass das P4C800 in Verbindung mit einem Pentium4 mit FSB533 und Dual Channel DDR333 hinter dem D875PBZ liegt. Wie erwähnt, kann sich dies jedoch mit einem neuen Bios ändern.
3D Mark 2001 SE
- Der 3DMark 2001SE ist ohne Frage das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs". In einer Reihe synthetischer, aber recht praxisnaher Einzeltests (zum Teil basierend auf der Max Payne Engine) wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Neben der Grafikkarte werden hier CPU und Speicher bzw. deren reibungslose Kooperation besonders in den Vordergrund gestellt. Allerdings ist der Benchmark in den letzten Monaten immer öfter in die Kritik geraten, weil man ihm parteiische Messungen zu Gunsten nVidia oder andere Manipulationen zu Gunsten eines Hersteller nachweisen konnte.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [33]
- Download: ComputerBase.de [34]
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
|
Der i875P steht mittlerweile eindeutig als neu gekürter schnellster Chipsatz fest und zeigt in einem Test nach dem anderen sein Potential.
Vulpine GLMark
- Der GLMark aus dem Hause Vulpine stellt neben Quake3Arena die zweite OpenGL Anwendung in unserem Benchmarkparcours dar. Wir benchen hier einmal in der grafisch aufwendigen Auflösung 1024x768 unter 32Bit und einmal in 640x480 unter 16Bit, um die Hauptlast auf die Komponenten Speicher und CPU abzuwälzen.
- Weitere Informationen: GLMark.de [35]
- Download: ComputerBase.de [36]
Vulpine GLMark v1.1
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Mittlerweile ist jeder Kommentar schon fast überflüssig. Die Ergebnisse bestätigen sich ein ums andere Mal. i875P liegt sowohl mit Dual Channel DDR400 als auch DDR333 sowohl mit einer FSB800 als auch FSB533 CPU vor dem bisher schnellsten i850E Rambus System.
Games
Quake 3 Arena
- Quake3Arena und auf dieser Engine basierende Programme gelten als die speicherabhängigsten Spiele überhaupt. Neben den Latenzzeiten spielt hier vor allem die reine Bandbreite eine entscheidende Rolle, weshalb Rambus mit seinen bis zu 4,2 GB/s hier zumeist die Führung übernimmt. Ein nützliches Tool, dass das Benchmarken mit dieser Software enorm erleichtert, ist der Q3Bench. Hier können vordefinierte Configs sowie die gewünschten Auflösungen und Detailsstufen gewählt werden. Das Protokollieren der Ergebnisse übernimmt der fleißige Helfer ebenfalls.
- Weitere Informationen: guru3d.com [37]
- Download: G256.com [38]
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Auch in Quake zeigt sich erneut die nun schon bekannte Staffelung. An dem i875P mit FSB800 und Pentium4 3.0C kommt nichts vorbei.
Comanche 4
- Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
- Weitere Informationen: Novalogic.com [39]
- Download: Novalogic.com [40]
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Comanche4 kann auch zulegen und bescheinigt dem i875P ebenso wie alle anderen Benchmarks die beste Leistung.
Unreal Tournament 2003
- In diesen Tagen ist der Nachfolger des Egoshooters UT, Unreal Tournament 2003, auch in Deutschland erhältlich. In einem Report [41] hatten wir uns bereits den Hardwareanforderungen der Demo angenommen und ein fast perfektes Umfeld für einen CPU-Test vorgefunden. Denn wie schon UT (1) ist auch UT2003 stark von Prozessor und Speicher-Anbindung, also auch dem FSB, abghängig.
- Weitere Informationen: ComputerBase.de [40]
- Download: UnrealTournament2003.com (Demoversion) [42]
Unreal Tournament 2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Und auch in Unreal Tournament 2003 reicht es mitunter noch einmal zu einer deutlichen Steigerung. Auch hier zeigt sich, dass besonders niedrigere Auflösungen, in denen der FSB und Arbeitsspeicher besonders wichtig ist, deutlich durch den i875P profitieren.
Anwendungen
Seti@Home
- Ab sofort beziehen wir auch bei den Mainboardtests den Textclienten von Seti@Home (3.03) ein. Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Platinen ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.
- Weitere Informationen: ComputerBaseTeam.de [43]
- Download: berkeley.edu [44]
Seti@Home
Angaben in Stunden, Minuten
|
Das schnellste System kann noch einmal ganze sieben Minuten bei Seti@Home herausholen und auch mit Dual Channel DDR333 und FSB533 CPU reicht es zu einer Verbesserung um sechs Minuten. Respektabel!
Magix Music Maker
- Um das Audio-Encoden nicht zu einseitig zu betrachten, kam in diesem Vergleichstest noch der Magix Music Maker zum Einsatz. Zum Glück des Pentium 4 bietet dieser volle SS2 Unterstützung. Wir haben auch hier die 100 MB WAV-Datei gewählt, die bereits bei Lame zum Einsatz kam.
- Weitere Informationen: Magix.com [45]
- Download: Magix.com [46] (eingeschränkte Demoversion)
Magix MP3 Maker Platinum
Angaben in Punkten
|
Im Magix Music Maker kommt dann jedoch erneut das alte Bild zu Tage und der i875P kann den Platinen in beiden Fällen zum Sieg über die anderen Chipsätze verhelfen.
WinACE 2.11
- Neben dem wohl verbreitetsten Packformat *.zip dürfte das *.ace-Format sicherlich das beliebteste sein. Erstellt wird es in erster Linie durch den grafisch übersichtlichen und recht flinken Packer WinACE. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Encoden einer gepackten Datei die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In unserem Test gilt es, mit WinACE 2.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren.
- Weitere Informationen: WinAce.com [47]
- Download: ComputerBase.de [48]
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
|
In WinACE unterliegt der i875P erstmals einem i850E System. Wenn auch nur ganz knapp.
FlaskMPEG
- Natürlich durften die Prozessoren auch zeigen, was beim Encoden von Videos in ihnen steckt. Hierfür durfte jeder der Kontrahenten ein 451MB großes MPEG1 Video mittels Flask in das DiVX (MPEG4) Format bringen. Die im Durchschnitt erreichte Framerate wurde auf Papier festgehalten. Es wurde mit High Quality Bikubischer Filterung gearbeitet, wobei lediglich der Video-Stream bearbeitet wurde. Der Audiostream blieb dagegen unverarbeitet. Als iDCT kam MMX zum Einsatz, da alle Testkandidaten diese Multimedia Befehlserweiterung voll unterstützen.
- Weitere Informationen: FlaskMPEG.net [49]
- Download: FlaskMPEG.net [50]
Flask - MPEG4 Encoding
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Und auch bei Flask erreicht der i875P die beste Leistung. Auch in unserem letzten Benchmark stellte sich somit keine Änderung an der Reihenfolge mehr ein.






