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Test: MSI K8T Neo-FIS2R vs. Shuttle AN50R

von Jan-Frederik Timm

Einleitung

Die ersten Wogen haben sich vorerst wieder geglättet, die Lager rund um AMD und Intel sammeln neue Kräfte und Argumente. Wir hingegen nutzen die Zeit und widmen uns, nach unserem Ausflug auf den zwiespältigen Sockel 940-Markt und seinen Serverboards für Opteron und Athlon 64 FX, dem Mainstream-Segment.

Auch hier wollen wir mit einem Chipsatzvergleich in den Test starten und den nVidia nForce 3 150, den kleinen Bruder des nForce 3 Pro, gegen den VIA K8T800 antreten lassen, der auf dem Sockel 940 in unserem Test 20 der 23 Benchmarks gewinnen konnte. Während der VIA-Chip durch das MSI K8T Neo-FIS2R repräsentiert wird, vertritt das Shuttle AN50R das nVidia-Lager. Zwei Mainboards, die es sich zum Ziel gemacht haben, als Produkt der Wahl so bald wie möglich in die Athlon 64 3200+-Rechner der Nation zu wandern. Und somit bieten diese Hauptplatinen genau die Eigenschaften, die die abdankenden Chipsätze nForce 2 (Ultra 400) und KT600 auf dem Sockel A geboten haben.

Wir bedanken uns bei MSI und insbesondere bei Shuttle für die bereitgestellten Materialien und bei Corsair für die kurzfristige Teststellung ihrer TWINX1024 DDR400 Module und wünschen viel Spaß beim Lesen.

MSI [1] Shuttle [2]

Corsair [3]

Die Chipsätze

Zu den Chipsätzen können und wollen wir uns an dieser Stelle nicht auslassen. Nicht können aus dem Grund, weil uns zum nForce 3 150 nur die Informationen vorliegen, die nVidia selber verbreitet: Werbung. Wir waren nicht in der Lage, über irgendeine Quelle an die wirklichen, technischen Dokumente zu gelangen, um genau dahinter zu kommen, was den nForce 3 150 nun tatsächlich vom nForce 3 Pro 150 unterscheidet (existieren diese überhaupt?). Erstaunlicher Weise stießen wir an einigen Stellen auf Zweifel, ob nVidia den Chip wirklich schon in Serie fertigen könne. Klären konnten wir diese Frage jedoch nicht. Auf direkte Anfrage bei nVidia bekamen wir lediglich die Antwort "Die einfache Variante ist für Athlon 64 konzipiert und die Pro Variante für den Opteron." Wir gehen davon aus, dass der nForce 3 150 im Endeffekt vom selben Wafer stammt wie die Pro-Version, denn die Features lesen sich absolut identisch. Und über diesen Chip hatten wir im Artikel Asus SK8N vs. MSI K8T Master1-FAR [4] sehr ausführlich berichtet.

nForce 3 150
nForce 3 150
K8T800
K8T800

Und warum nicht wollen? Ganz einfach: VIA hat sowohl den Chip als auch dessen Namen für den Sockel 754 unverändert gelassen. Auch hier leistet der K8T800 [5] seine Dienste, die wir ebenfalls in unserem Sockel 940-Review bereits genauestens unter die Lupe genommen haben. An dieser Stelle wollen wir lediglich nochmals den direkten Vergleich in Form einer Tabelle ziehen.

nVidia nForce 3 150 VIA K8T800
Architektur
Design Single-Chip Dual-Chip
Northbridge - VT8385
Package - 578-pin BGA
Southbridge CrushK8 VT8237
Package 752-pin BGA 539-pin BGA
Features
Hypertransport 2,4 GB/s (down)
1,2 GB/s (up)
3,2 GB/s (down)
3,2 GB/s (up)
V-Link - 8x (533 MB/s)
AGP 8x 8x
PCI 6 6
USB 6 8
FireWire Ja Ja
Dual-LAN Nein Nein
EIDE 3x ATA133
(1x für SATA)
2x ATA133
Serial ATA optional integriert
Raid optional 0, 1 integriert
Sound AC'97 AC'97
Modem MC'97 MC'97

Speicherchaos

Die Überschrift ist Programm, denn verwöhnt vom Sockel 940, Server-Mainboards und Registered-RAM bietet der Sockel 754 schnell eine kalte Dusche. Hätte man hier vor dem Review einen Blick in das Datasheet [6] des Athlon 64 geworfen, wären einige Pannen sicherlich nicht passiert. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das Thema Speicherkompatibilität auf diesem Sektor wohl eines der Hauptthemen der nächsten Monate werden könnte.

Da Tabellen bekanntlich mehr als tausend Worte sagen, werfen wir doch zuerst einmal einen Blick auf die möglichen Speicherkombinationen des Athlon 64 (nicht des FX).

DIMM 1 DIMM 2 DIMM 3 Max
Speed
Beim Einsatz von einem Modul
x8 Single Sided or x16 - - DDR400
- x8 Single Sided or x16 - DDR400
- - x8 Single Sided or x16 DDR400
x8 Double Sided - - DDR400
- x8 Double Sided - DDR400
- - x8 Double Sided DDR400
Beim Einsatz von zwei Modulen
x8 Single Sided or x16 x8 Single Sided or x16 - DDR400
x8 Single Sided or x16 x8 Double Sided - DDR400
x8 Single Sided or x16 - x8 Single Sided or x16 DDR400
x8 Single Sided or x16 - x8 Double Sided DDR400
x8 Double Sided x8 Single Sided or x16 - DDR400
x8 Double Sided x8 Double Sided - DDR400
x8 Double Sided - x8 Single Sided or x16 DDR400
- x8 Single Sided or x16 x8 Single Sided or x16 DDR333
- x8 Single Sided or x16 x8 Double Sided DDR200
- x8 Double Sided x8 Single Sided or x16 DDR200
- x8 Double Sided x8 Double Sided DDR200
x8 Double Sided - x8 Double Sided DDR400
Beim Einsatz von drei Modulen
x8 Single Sided or x16 x8 Single Sided or x16 x8 Single Sided or x16 DDR333
x8 Single Sided or x16 x8 Single Sided or x16 x8 Double Sided DDR200
x8 Single Sided or x16 x8 Double Sided x8 Single Sided or x16 DDR200
x8 Single Sided or x16 x8 Double Sided x8 Double Sided DDR200
x8 Double Sided x8 Single Sided or x16 x8 Single Sided or x16 DDR333
x8 Double Sided x8 Single Sided or x16 x8 Double Sided DDR200
x8 Double Sided x8 Double Sided x8 Single Sided or x16 DDR200
x8 Double Sided x8 Double Sided x8 Double Sided DDR200

Dass DDR400 nur mit zwei Modulen möglich ist, hatten wir bereits in der letzten Woche nochmals aufgegriffen [7]. Die obige Tabelle bietet jedoch eine Reihe weiterer, interessanter Überraschungen. Keine Probleme gibt es mit einem Modul. Ob Single- oder Double Sided - DDR400 läuft auf jeder Bank. Doch schon beim Einsatz von zwei Modulen geht das Chaos los. In der Regel gilt, dass DIMM2 und DIMM3 nicht gleichzeitig bestückt werden dürfen. Denn nur mit zwei Single Sided-Modulen ist in dieser Konfiguration noch DDR333 möglich. Kommt mindestens ein Double Sided-Modul zum Einsatz, verkraftet der Athlon 64 nur noch DDR200.

Kombinationen mit DIMM1 und DIMM2 bzw. DIMM1 und DIMM3 laufen hingegen problemlos mit jedem RAM auf PC3200 (DDR400). Allerdings sollte sich im Test nur das Duo aus DIMM1 und DIMM2 als wirklich schnell erweisen, was die Hersteller in ihren Handbüchern ebenfalls betonen.

Wer nun von einem massiven Speicherausbau träumt und dafür liebend gerne auf DDR400 verzichten kann, wird leider ebenfalls einen Dämpfer erhalten. Denn mit drei Modulen arbeitet der Athlon 64 nur in DDR333 zusammen, wenn es sich um drei Singlesided-Module oder ein Doublesided-Modul in DIMM1 handelt. Jede andere Kombination ist nur mit DDR200 zu bewerkstelligen. Schönes Chaos, wenn man bedenkt, dass AMD für die 64-Bit Technologie insbesondere die erweiterte Speicheradressierung als Vorteil anpreist. Angesichts der vielen Einschränkungen wird es hingegen sogar fast zur Unmöglichkeit, die schon mit 32 Bit maximal möglichen vier Gigabyte zu realisieren.

MSI K8T Neo-FIS2R

Lieferumfang

Der Lieferumfang des MSI K8T Neo-FIS2R liegt im üblichen Rahmen, ohne neue Maßstäbe zu setzen. Gerade bei den PATA-Kabeln hätte man allerdings ruhig zwei Stück beilegen und dafür unter Umständen auf das Floppy-Kabel verzichten können. Die beiden Handbücher können sich dafür sehen lassen und vermitteln sogar den Sinn hinter den meisten Bios-Einstellungen.

Bios / OC / Stabilität

Das Bios des MSI K8T Neo-FIS2R zählt sicherlich zu einem der umfangreicheren. Nicht nur, dass hier alle OnBoard-Komponenten und selbst der PATA-Controller der VT8237 restlos per Tastendruck an- und abgeschaltet werden können. Auch für den gewillten Systemtuner bietet das Programm eine Menge Stoff. Der Hypertransport darf zwar nicht übertaktet aber dafür notfalls herunter gesetzt werden, sollte ein zu scharf eingestellter Referenztakt - aus dem sich auch der Hypertransport-Bus ergibt - für Probleme sorgen. Für den Speicher existieren die bekannten Taktteiler, die einen Betriebstakt von 200 bis 400 MHz zulassen. An Timings dürfen die CAS Latency, tRCD, tRAS und tRP justiert werden. Auch die Burstlength ist manipulierbar. Der Menüpunkt "System Performance" erwies sich hingegen als etwas irreführend. Denn auf unserem System lief die Einstellung "Fast" in Spielen eindeutig schneller als "Turbo". Die Optimierung der AGP-Timings scheint hier nicht den gewünschten Effekt zu erbringen.

In Sachen Betriebsspannung geht MSI eher vorsichtig zu Werk. Die Speicherspannung darf von 2,55 V auf 2,85 V, die CPU-Spannung von 1,5 auf 1,67 V und die AGP-Spannung bis auf 1,85 Volt getrieben werden. Um eine Überhitzung der CPU auszuschließen, darf neben der Hardware-Sicherung des Prozessors im Bios eine Temperaturschwelle eingestellt werden, ab der das Board munter zur warnen beginnt. Die Temperatur scheint das Board unserer Ansicht nach korrekt auszulesen. Unter Last steigt die Kerntemperatur binnen Sekunden um 4-5 °C an. Mit Seti@Home erreichten wir mit dem - zugegeben relativ lauten - CoolerMaster-Lüfter 47°C. Im Leerlauf waren 42°C angesagt. Dies lässt uns jedoch zweifeln, dass man bei MSI AMDs Cool'n'Quiet-Technologie implementiert hat. In diesem Fall werden CPU-Multi und -Spannung herab gesetzt, was für nochmals niedrigere Temperaturen im Leerlauf sorgen sollte. Das Core Center bietet zwar ein Einstellungsmenü, in dem zwischen Auto und Manuel gewählt werden darf; die Einstellungen scheinen jedoch keinerlei Auswirkung auf die Betriebstemperatur unter Leerlauf zu haben und die Tatsache, dass man hier nur die Lüfterdrehzahl regulieren kann, lässt uns vermuten, dass man mit Cool'n'Quiet nicht unbedingt das Feature der CPU meint. Die Lüfter dürfen hier von 1/8 bis auf volle Drehzahl geregelt werden - in der Praxis lief unser CPU-Fan mit minimal 3800 U/min und maximal 4300 U/min. Mit der Bios-Version 1.20 ist das Menü gar nicht mehr zugänglich - hat man hier vorerst etwas verschwinden lassen, was nicht einwandfrei funktioniert hat? Leider verfügt das MSI K8T Neo-FIS2R so über keinerlei intakte Lüftersteuerung. Ein Feature, das auf einem Athlon 64-Board durchaus Sinn macht - zeichnet sich die CPU doch durch eine geringe Wärmeentwicklung aus. Auf Anfrage kurz vor Testende teilte man uns allerdings mit, dass Cool'n'Quiet in kommenden Bios-Versionen aktiviert und sich den von uns aufgezeigten Problemen angenommen wird.

CoreCenter Cool'n'Quiet
CoreCenter Cool'n'Quiet

Der CoreCell-Chip, den MSI auch auf dem K8T Neo erneut verbaut hat, kommt - im Gegensatz zum Master1 - hier auch mit der "Dynamic Overclocking Technology" zur Geltung. Im Bios darf für das D.O.T. (Dynamische Übertakten) eine von fünf Stufen gewählt oder das Feature abgestellt werden. Je nach Level hebt das Board den internen Referenztakt der CPU unter Last um 1 % - 10 % an. In unserem Fall konnten wir jedoch nur bis Captain (+ 5 % - Takt 210 MHz) stabil arbeiten. Da sowohl PCI- als auch AGP- und Speichertakt mit angehoben werden, die Betriebsspannung jedoch nicht steigt, ist dies auch nicht verwunderlich. Das Board braucht - so übertaktet - gut 5:27 min anstatt 5:43 min, um das Video in XMPEG zu encodieren. Eher fragwürdig scheint uns die Tatsache, dass MSI die Funktion in der Bios-Version 1.12 per Default auf Captain gestellt hat. So verfällt - streng betrachtet - die Garantie der CPU, ohne dass der Kunde etwas dagegen tun könnte. Die Einstellung Commander, die noch im Handbuch aufgeführt wird, hat man hingegen (wohl aus gutem Grund) nicht implementiert.

D.O.T.
D.O.T.

Speicherproblematik

Zu allererst galt es die beiden schnellsten DIMMs ausfindig zu machen, die der Athlon 64 bei DDR400 maximal ansprechen kann. Schnell wurden wir hier mit DIMM1 und DIMM2 fündig, denn während mit DIMM1 und DIMM3 die Performance spürbar zurück ging, wollte das System mit dem Riegel in DIMM2 und 3 gar nicht erst starten und selbst mit DDR333 oder DDR266 lief das Board nur ein paar Sekunden stabil - das hatten uns das Datasheet des Athlon 64 ja bereits vorher gesagt.

Module Takt Slots Latenz Lesen Schreiben Q3Bench
2x CMX512 3200LL DDR400 DIMM1, DIMM2 160 Cycles 2814 MB/s 1349,4 MB/s 415 fps
2x CMX512 3200LL DDR400 DIMM1, DIMM3 160 Cycles 2803 MB/s 1216,4 MB/s 411 fps
2x CMX512 3200LL DDR400 DIMM2, DIMM3 - - - -

Für DDR400 standen nun also DIMM1 und DIMM2 als Slots der Wahl fest und in genau diesen beiden mussten sich nun zehn verschiedene Speichermodule beweisen. Jeweils mit ihren Werksangaben (SPD-Settings) galt es paarweise den CPUMark03 zu durchstehen, der sich in unseren RAM-Artikeln [8] als zuverlässige Hürde für den Speicher heraus gestellt hat.

Erkannte Timings Windows laden CPUMark03
Corsair CMX512 - 3200LL 2.0-2-3-6 ok ok
Corsair CMX256A - 3200LL 2.0-2-2-6 ok ok
Corsair CMX256A - 3700 - - -
Corsair CMX256A - 3200C2 2.5-3-3-7 ok ok
OCZ PC3700 - - -
Infineon PC3200U-30330-A0 - - -
takeMS 512MB DDR PC400 2.5-3-3-14 ok ok
takeMS 256MB DDR PC400 - - -
TwinMOS 256MB PC3200 2.5-3-3-14 ok ok
Samsung 256MB PC3200U (CCC) 3.0-3-3-14 ok ok

Mit einer Durchfallquote von 40% - und das bei Markenspeicher - ein wahrlich nicht befriedigendes Ergebnis. Darüber hinaus erkannte das Board die Timings bei weitem nicht immer korrekt. Die takeMS 512MB-Module laufen somit nicht mit ihren 2.5-3-3-8 Setting sondern 2.5-3-3-14. Und auch die Samsung-Riegel laufen nicht mit ihren SPD-Timings von 3.0-3-3-8 sondern mit 3.0-3-3-14.

Schlussendlich wollten wir noch den Betrieb von drei DDR400 Modulen testen, denn der Prozessor sollte hier einen Riegel vor schieben. Mit zwei Singlesided und einem Doublesided Modul wollte das MSI sogleich auch nicht mehr starten. Erst das Entfernen eines Riegels und das manuelle Einstellen der Taktrate auf 166 MHz erbrachte anschließend den Erfolg. Dass hier das Board auch selbständig einschreiten kann, sollte uns kurze Zeit später das Shuttle AN50R zeigen.

Layout

Im gewohnt roten Gewand strahlt einem auch das MSI K8T Neo-FIS2R entgegen. Wie bei Gigabyte ergeben die Farben der verbauten OnBoard-Komponenten übrigens einen Sinn und sollen die Suche nach dem einen oder anderen Anschluss zur Millisekundenangelegenheit verkommen lassen.

MSI K8T Neo
MSI K8T Neo

Beim Retention-Modul handelt es sich auch hier um das schon gut bekannte Modell der Firma Lotes, welches mit einer massiven Metallplatte auf der Rückseite der Platine verschraubt wird. Bei MSI darf der Käufer hier übrigens selber den Schraubenzieher in die Hand nehmen. Der Sockel bzw. dessen Befestigungsnasen stehen vollkommen frei und sollten in der Praxis keinerlei Probleme bereiten. Bei der Spannungsversorgung vertraut man auf eine dreiphasige Lösung, die man obendrein passiv gekühlt hat (Im Betrieb wurden sie nicht spürbar warm, wurden jedoch vom CPU-Lüfter mit Frischluft versorgt). Einen ebenso silbernen Kühlkörper trägt die Northbridge des K8T800. Über Sinn und Zweck lässt sich hier sicherlich streiten, beherbergt dieser doch neuerdings nicht mehr den Speichercontroller und kommt so mit einem Minimum an Verlustleistung aus. Den Charakter als Overclocker-Board unterstreicht diese Modifikation allerdings eindrucksvoll.

Keine Platzprobleme
Keine Platzprobleme
Northbridgekühlung
Northbridgekühlung

Um der CPU und dem System mit einer ganzen Reihe an überwachten Lüftern zu Leibe zu rücken, hat MSI ganze vier Lüfteranschlüsse auf dem K8T Neo verbaut. Zwei liegen in unmittelbarer Nähe zum Sockel 754, zwei finden sich in der Nähe zur VT8237 wieder. Der vierpolige 12 V-Anschluss liegt gleich neben den Spannungswandlern, der 20-polige leicht erreichbar am Platinenrand.

DIMM-Slots
DIMM-Slots

MSI hat dem Neo drei DIMM-Slots verpasst, zu dessen Bestückung wir jedem Leser nur raten können, in den fett markierten Abschnitten zur Speicherkompatibilität vorbei zu sehen. Sicher ermöglich man so dem ein oder anderen Käufer den Einsatz von drei Modulen bei DDR333 oder DDR200. Ärger kann man dem Kunden jedoch ersparen, indem man nur zwei Slots verbaut. Auf einen Schlag werden so praktisch alle Probleme mit dem Speicher und seinen Taktraten eliminiert.

In der rechten, oberen Ecke finden sich der I/O-Controller von Winbond und das verlötete Bios wieder. Käufer mit labilen Hausnetzen, die immer dann zum Ausfall neigen, wenn der Flashvorgang einen Statusbalken vor dem Abschluss steht, werden hier eine gesockelte Variante vermissen. Nichts ungewöhnliches hingegen bei den EIDE-Ports. Auch in großen Gehäusen sollten die Anschlüsse hoch genug auf dem Board liegen, um weit entfernte Laufwerk mittels Kabel erreichen zu können.

EIDE-Ports
EIDE-Ports
Bios
Bios

Unter den RAM-Slots tront der Alu-Kühlkörper des nicht einmal ansatzweise warm werdenden CoreCell-Chips. Zu dessen Funktionen, die aktuell leider auch noch Macken haben wir uns im Bios-Abschnitt ja bereits geäußert.

MSI CoreCell
MSI CoreCell
ATX-Anschlüsse
ATX-Anschlüsse

Um die nördliche Hemisphäre des MSI K8T Neo-FIS2R abzuschließen, folgt noch der Blick auf die verlöteten Anschlüsse, und die haben es in sich. Was MSI hier direkt auf dem Board verdrahtet hat, ist nicht alle Tage zu sehen. Neben den üblichen Anschlüssen finden sich gleich zwei FireWire-Ports (klein und groß), vier USB 2.0-Schnittstellen, die LAN-Buchse und eine ganze Amada an Soundanschlüssen auf dem Panel wieder. Ein digitaler sowie ein analoger S/PDIF-Out und die obligatorischen Anschlüsse für Center/Subwoofer, Front, Rear, LineIn, LineOut und Mic-In gehören hier zum Angebot.

Layout (Fortsetzung)

Für diese vollkommene Anschlussfreude sorgen auf dem MSI K8T Neo-FIS2R eine ganze Reihe an Zusatzchips. So übernimmt die Ansteuerung der zwei FireWire-Ports der VIA VT6307, der mit den beiden auf dem Board verlöteten Ports auch seine maximale Ausbaustufe bereits erreicht hat. Den LAN-Port befeuert ein RTL8110S [9] der Firma Realtek, der mit maximal einem Gigabit pro Sekunden zu Werke geht. Einen Zusatzchip zur Verbesserung der Signalqualität - wie es das K8T Master1 bot - besitzt das Neo nicht. Der Heimanwender, der in den meisten Fällen wohl maximal 100 MBit/s fahren wird, dürfte dies ohne ein Wimpernzucken verschmerzen können.

VIA VT6307 FireWire
VIA VT6307 FireWire
Realtek LAN
Realtek LAN

In Sachen Sound kommt auf dem K8T Neo der neue ALC655 [10] von Realtek zum Einsatz, der gegenüber seinem Vorgänger, dem ALC650, nun die AC'97 Norm 2.3 unterstützt. Auch weiterhin gehören ein sauberer Sechskanal-Sound und niedrige CPU-Last zu seinen Vorzügen gegenüber der Konkurrenz.

ALC655 Sound
ALC655 Sound

Den zwei SATA-Ports (Raid 0, 1) der VT8237 hat man auf dem Neo noch einen uns nur all zu gut bekannten Promise-Chip zur Seite gestellt, auf dessen Features wir im Abschnitt zum Shuttle AN50R noch etwas genauer eingehen werden. Insgesamt bietet das Board somit drei ATA133- und vier Serial ATA-Ports.

VT8237
VT8237
Promise Serial ATA
Promise Serial ATA

Der CMOS-Clear ist leicht zugänglich und die Anschlussleiste für die Gehäuseelektronik farblich klar und deutlich markiert. Während die Platine Anschlüsse für weitere USB-Ports bereit hält, können Gameport und die zweite, serielle Schnittstelle nicht nachgerüstet werden.

Anschlüsse
Anschlüsse

Shuttle AN50R

Lieferumfang

Insgesamt bringen es die beigelegten Blenden das AN50R auf drei Firewire- und sechs USB2.0-Ports, ein Gameport wird jedoch nicht nachgeliefert (in Zeiten von USB kein großes Opfer). Während die Serial-ATA-Beigabe mit zwei Daten- und zwei Stromkabeln üppig ausfällt, hat man es bei EIDE bei einem ATA66/100-Kabel belassen. Wie der Gameport fällt auch das Floppykabel den Zeichen der Zeit zum Opfer. Eine passende ATX-Blende und die Dokumentation zu Board und Serial-ATA-Controller runden den Lieferumfang ab.

Shuttle Retail-Karton
Shuttle Retail-Karton
Lieferumfang
Lieferumfang
Slot-Blenden
Slot-Blenden

Bios / OC / Stabilität

Wenn es ums Übertakten geht, präsentierte sich das Award-Bios in der Version AN50Q00Q vorerst im schlichten Gewand (siehe Update am Seitenende). Zwar darf der Referenztakt der CPU auf bis zu 250 MHz und die VCore auf maximal 1,7 V angehoben werden. Auf die Speichertimings hat der User bisher jedoch noch keinen Einfluss. Shuttle schließt allerdings nicht aus, dass man hier schon in Kürze mit einem neuen Bios nachhelfen wird. Die fest programmierten SPD-Settings unserer Module erkannte das Bios einwandfrei. Speicher- (2,7 - 2,9 V), Chipsatz- (1,7 - 1,9 V), AGP- (1,6 - 1,8 V) und LDT-Spannung (1,3 - 1,5 V) dürfen frei justiert werden.

Leider verfügt das Bios darüber hinaus zum über keine Lüftersteuerung. Der Athlon 64 3200+ konnte auf dem Asus K8V Deluxe eindrucksvoll zeigen, dass er bei moderater Umgebungstemperatur fast lautlos bis streckenweise passiv gekühlt werden kann (Q-Fan). Dass bei unserem Board die OnBoard-Komponenten trotz Deaktivieren im Bios aktiv blieben, soll hingegen auf einen Fehler zurückzuführen sein. Shuttle versicherte uns, dass dieses Problem in den käuflich zu erwerbenden Versionen nicht auftritt. In Sachen Power-Management und sonstigen Einstellungen bietet das Bios die übliche Kost. Wer möchte, der kann den AGP-Bus bis 100 MHz unabhängig vom Rest des Systems hinauf schrauben oder den AGP 2.0 Speed von 1x bis 4x frei wählen.

An der Stabilität hatten wir - als der Speicher korrekt installiert war - nicht das geringste auszusetzen (siehe Abschnitt Speicherproblematik). Schon zu unserem Prozessorreview musste sich das Board mit einem Athlon 64 3200+ huckepack durch den Benchmarkparcours schlagen und auch danach lief die Platine ohne Macken, die ein vorzeitiges Ende der Windows-Sitzung bedeutet hätten.

Update: Mit der Bios-Version AN50S00S können nun auch die Speichertimings justiert werden. Genauer gesagt darf der Besitzer bei der CAS Latency (2.0 - 3.0), der tRCD (2 Bus Clocks - 7 Bus Clocks), der tRAS (5 - 15) und der tRP (2 - 6) frei wählen. Auch die OnBoard-Features liessen sich nun auch bei uns ohne Probleme de- und aktivieren.

Speicherproblematik

Leider blieben wir auch auf dem AN50R nicht von Speicherproblemen verschohnt. Zuerst galt es, auch hier die schnellsten zwei Steckplätze für die beiden DDR400-Module zu finden und das Handbuch scheint mit DIMM1 und DIMM2 die Antwort parat zu haben.

Module Takt Slots Latenz Lesen Schreiben
2x CMX512 3200LL DDR400 DIMM1, DIMM2 141 Cycles 2877 MB/s 1336,2 MB/s
2x CMX512 3200LL DDR400 DIMM1, DIMM3 141 Cycles 2812 MB/s 1177,8 MB/s
2x CMX512 3200LL DDR400 DIMM2, DIMM3 bootet DDR200 bootet DDR200 bootet DDR200

Auch auf dem AN50R haben wir das Verhalten untersucht, wenn drei DDR400-Module im Einsatz sind. Da der Athlon 64 diese nicht verwalten kann, sollte das Board hier zurück schalten, um dennoch booten zu können. Das AN50R legte einen Gang zurück und startete korrekt mit DDR200 - nicht schlecht. Ebenso verhielt sich das Board, wenn zwei Doublesided-Module in DIMM2 und DIMM3 zum Einsatz kamen. Bei Shuttle oder nVidia, die wohl bei der Bios-Entwicklung immer noch ein gehöriges Wörtchen mitzureden haben, scheint man die Support-Tabelle gewissenhaft studiert zu haben

Erkannte Timings Windows laden CPUMark03
Corsair CMX512 - 3200LL 2.0-2-3-6 ok ok
Corsair CMX256A - 3200LL 2.0-2-2-6 ok ok
Corsair CMX256A - 3700 2.5-4-4-7 ok ok
Corsair CMX256A - 3200C2 2.0-3-3-7 ok ok
OCZ PC3700 2.5-3-3-8 ok crash
Infineon PC3200U-30330-A0 3.0-3-3-8 ok ok
takeMS 256MB DDR PC400 2.5-3-3-8 ok crash
takeMS 512MB DDR PC400 2.5-3-3-8 ok crash
TwinMOS 256MB PC3200 2.5-3-3-8 ok ok
Samsung 256MB PC3200U (CCC) 3.0-3-3-8 ok ok

In Sachen Kompatibilität sieht es beim AN50R ebenfalls etwas besser aus. Alle Module schaffen den Windows-Ladevorgang und nur drei müssen im 3DMark03 passen. Neben den beiden TakeMS-Modulen schaffen auch die OCZ die Hürde nicht. Die Timings liest das Board hingegen korrekt aus.

Layout

Nach den beiden Sockel 940-Platinen von MSI und Asus [11] verrät schon der erste Blick auf die Shuttle-Platine, dass hier die Zielgruppe eine andere ist. Wem das Fehlen der Northbridge nicht sofort auffällt, der könnte meinen, ein Sockel A-Board mit geschrumpftem Sockel vor sich zu sehen. Doch der Reihe nach. In Sachen Retention-Modul vertraut man bei Shuttle auf das selbe Modell, das auch auf dem SK8N zum Einsatz kommt. Probleme bei der Lüftermontage sind mit der gewählten Ausrichtung des Sockels praktisch ausgeschlossen. Der Anschluss für den CPU-Fan liegt in unmittelbarer Nähe zum Sockel 754. Auch der zweite ist mit seiner Platzierung neben dem AGP-Slot noch in Reichweite. Der dritten Molex-Anschluss liegt im unteren Teil des AN50R, gleich neben dem - löblicher Weise - gesockelten Bios. Dem nForce 3 150 hat man einen optisch passenden Aluminiumkühler spendiert, der auch in Extremsituationen für einen kühlen Chip sorgen soll.

Shuttle AN50R
Shuttle AN50R
freier Sockel
freier Sockel
Retention Modul
Retention Modul
Fan-Anschluss
Fan-Anschluss
Gesockeltes Bios
Gesockeltes Bios
CrushK8
CrushK8

In Punkto Stromversorgung setzt Shuttle neben einer dreiphasigen Stromversorgung auf die geläufige Kombination aus vier- und zwanzig-poligem ATX-Anschluss. Gerade in Sachen MOSFETS bleibt so zu hoffen, dass auch in ferner Zukunft noch Prozessoren mit Sockel 754 auf diesen ersten Serien-Platinen laufen werden. Wirklich gesichterte Informationen liegen hierzu jedoch leider noch nicht vor. Während der größere Anschluss am Platinenrand liegt, hat man den vier-poligen Steckplatz direkt neben dem Retention-Modul platziert.

EIDE-Ports
EIDE-Ports
Stromversorgung
Stromversorgung

Für den Betrieb handelsüblicher EIDE-Geräte stehen auf dem AN50R zwei ATA133-Ports mit jeweils zwei Kanälen zur Verfügung. Die Anschlüsse liegen im oberen Teil der Platine und helfen so gerade in großen Gehäusen mit der Verkabelung (Stichwort Kabellänge). Dafür muss man eventuell mit beengten Verhältnissen zwischen Laufwerken und Breitbandkabeln rechnen. Das selbe gilt auch für den Floppy-Port.

Am untersten Platinenrand findet sich der Silicon Image 3112A wieder, der den Betrieb von zwei SATA-Platten auch mit Raid 0, 1 ermöglicht. Einen Einblick in dessen Performance gewährt unser SATA-Controller-Vergleich [12]. Trafen wir auf dem SK8N mit nForce 3 Pro noch vier RAM-Slots für den Dual-Channel-Betrieb an, finden sich auf dem AN50R nur derer drei. Unter dem 5. PCI-Slot liegen die farbig hervor gehobenen Anschlüsse für die zusätzlichen Slot-Blenden.

Silicon Image Serial ATA
Silicon Image Serial ATA
DIMM-Slots 1-3
DIMM-Slots 1-3

Layout (Fortsetzung)

Nach unserem Blick auf zwei professionelle Server-Platinen mit ihrer klaren Ausrichtung auf die nicht am PC spielende Klientel, treffen wir an fest verdrahteten Anschlüssen nun wieder auf den gehobenen Standard für Heimanwender. Neben den üblichen Buchsen für Tastatur, Maus und Drucker hat man gleich vier USB2.0-, einen FireWire-Port und einen optischen Digital-Ausgang für den verwendeten Sechskanal-Codec ALC650 von Realtek verbaut.

ATX-Anschlüsse
ATX-Anschlüsse

Auch wenn der nForce 3 150 kein Dual-LAN Feature mehr bietet, hat man bei Shuttle auf einen zweiten Ethernet-Controller gesetzt. Während der externe Controller von einem Intel 82450EM (Gigabit-Ethernet, Techbrief [13]) gestellt wird, übernimmt die Schnittstelle zwischen nVidias MAC und der Außenwelt der Realtek RLT8201BL. Somit bietet das Board sowohl einen 1000 MBit/s als auch einen 100 MBit/s Port - beide selbstverständlich zu den langsameren Standards abwärtskompatibel. Der Intel-Chip hängt jedoch am PCI-Bus, was im Betrieb schnell zu Engpässen auf dem Bus führen kann.

Intel Pro Gigabit-LAN
Intel Pro Gigabit-LAN
Realtek-LAN
Realtek-LAN

Da der nForce 3 150 wie der nForce 3 Pro auf einem Single-Chip-Design beruht und neben der AGP-Funktion im Endeffekt als reiner Peripherie-Controller fungiert, hat auch Shuttle den Chip im unteren Teil der Hauptplatine positioniert. Auf dem Weg von CPU zu Chipsatz sind die Leitungen für den Hypertransport-Bus klar und deutlich zu erkennen. Bei nVidia handelt es sich hier um eine 3,6 GB/s schnelle Verbindung. Haben wir beim nForce 2 und auch beim nForce 3 Pro auf dem SK8N zumeist eine um 45° gedrehte Chipsatzkonstellation angefunden, sitzt der Chip auf dem Shuttle-Board übrigens parallel zu den Rändern auf dem blauen PCB. Bessere Singalwege hin oder her - auch diese Anordnung hat im Betrieb einwandfrei funktioniert. Neben dem AGP-Port steuert der Chip fünf herkömmliche PCI-Steckplätze an.

Revision 1.20
Revision 1.20
nForce 3 150
nForce 3 150
AGP-, PCI-Slots
AGP-, PCI-Slots

Neben den bisher aufgeführten OnBoard-Komponenten finden sich noch zwei weitere, gewichtige Chips auf dem Mainboard wieder. Zum einen wäre da der Sechskanal-Soundchip aus dem Hause Realtek, der ALC650. Er bietet passablen Sound bei nur geringer Prozessorauslastung. Zum anderen VIAs VT6306, der die Ansteuerung der drei FireWire-Ports übernimmt. Für das Hardware-Monitoring und I/O-Aufgaben wie Floppy und Co. zeichnet sich kein Winbond-Chip sondern ein Modell von ITE verantwortlich. Genauere Details liefert der Hersteller [14].

VT6306, ALC650
VT6306, ALC650

Die Anschlüsse für die Gehäuseelektronik sind gut beschriftet und auch ohne Handbuch in Betrieb zu nehmen. Ein nettes Feature hält das Board für den werten Tester bzw. den einem Gehäuse abgeneigten Käufer parat. Zwei kleine Druckknöpfe ermöglichen den Reset und Start des Rechners mit dem Zeigefinger. Neben den zwei LEDs für DIMM und Betriebszustand der Platine (an/aus) bietet das AN50R darüber hinaus eine hellrote, flackernde LED, die den Festplattenzugriff sichtbar macht.

On/Off-, Reset-Schalter
On/Off-, Reset-Schalter
OnBoard LEDs
OnBoard LEDs

MSI vs. Shuttle

MSI K8T Neo-FIS2R Shuttle AN50R
Features
Chipsatz K8T800 nForce 3 150
Architektur Zwei Chips Ein Chip
Sockel Sockel 754 Sockel 754
Hypertransport 6,4 GB/s 3,6 GB/s
Kühlung 4x Lüfteranschluss
passiv auf Chipsatz
und MOSFETS
3x Lüfteranschluss
passiv auf Chipsatz
Stromversorgung 20 + 4 Polig ATX
drei Phasen
20 + 4 Polig ATX
drei Phasen
Probleme bei
Lüftermontage
keine keine
RAM-Slots 3 3
AGP 1x AGP 8x 1x AGP 8x
PCI 5 5
USB 6 (+ 2 optional) 6
FireWire 2 3
LAN 1x 10/100/1000 MBit/s 1x 10/100/1000 MBit/s
1x 10/100 MBit/s
ATA133 2x (+ 1x Promise) 2x
Serial ATA 2x Promise PDC30278
2x VIA VT8237
2x Silicon Image
Sound 6-Kanal (ALC655) 6-Kanal (ALC650)
S/PDIF 1x Digital-Out
1x Analog-Out
1x Digital-Out
Gameport Nein Nein
Bios verlötet gesockelt
Preis
ca. 170.00 Euro ca. 140.00 Euro
AN50R vs. MSI K8T Neo
AN50R vs. MSI K8T Neo

Testsystem

Unser Testsystem haben wir gehörig auf Vordermann gebracht. Neben den neuesten Treibern nutzen wir jetzt eine GeForce FX5900 Ultra von Asus und ein Gigabyte RAM zum Testen.

Benchmarks

Wir haben die Neuvorstellung des Athlon 64 / 64 FX genutzt und unseren Benchmarkparcours generalüberholt. Dabei haben wir insbesondere auf Anwendungen, die uns Leser auf Anfrage im Forum [15]genannt haben, Wert gelegt. Neben einer Reihe aktueller Spiele liegt der Schwerpunkt nun auf Audio- und Video-Encoding. Aber auch CAD/Render-Anwendungen haben wir nach durchweg positiver Resonanz im Sortiment behalten. Wie und was wir genau gebencht haben, steht im jeweiligen Infokasten über den Ergebnissen.

Speichertests

SiSoft Sandra 2003 Max

Sisoft Sandra 2003 MAX - Speicher

 Int. Buffered:
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
3.052
MSI K8T Neo (K8T800)
3.036
 Float. Buffered:
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
3.052
MSI K8T Neo (K8T800)
3.034

Trotz identischer Taktraten und Timings (2.0-3-2-6) liefert das AN50R mit nForce 3 150 eine leicht bessere Speicherbandbreite als der K8T800 auf dem MSI.

Science Mark

Science Mark - Latenzen

 4 byte stride:
MSI K8T Neo (K8T800)
2,00
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
2,01
 16 byte stride:
MSI K8T Neo (K8T800)
6,50
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
6,52
 64 byte stride:
MSI K8T Neo (K8T800)
24,50
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
24,56
 256 byte stride:
MSI K8T Neo (K8T800)
43,00
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
43,61
 512 byte stride:
MSI K8T Neo (K8T800)
45,50
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
46,62
Angaben in Nanosekunden

Science Mark - Bandbreite

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
2.957,10
MSI K8T Neo (K8T800)
2.953,74

Auch im Sciencemark kann das AN50R den Bandbreiten-Test für sich entscheiden, muss jedoch bei den Latenzzeiten marginale Rückstände hinnehmen.

Cachemem


Cachemem - Latenzen

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
141,00
MSI K8T Neo (K8T800)
160,00
Angaben in Taktzyklen

Cachemem - Bandbreite

 Lesen:
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
2.877,00
MSI K8T Neo (K8T800)
2.814,60
 Schreiben:
MSI K8T Neo (K8T800)
1.349,40
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
1.336,20
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)

Cachemem sieht den nForce 3 150 auf dem AN50R nicht nur in Sachen Bandbreite vorne. Auch in der Speicherlatenz ermittelt das Programm einen erstaunlichen Vorsprung, der angesichts der Tatsache, dass der Speichercontroller in der CPU sitzt, nicht so leicht zu erklären ist. Auch die anderen Ergebnisse widersprechen diesem Ergebnis, das allerdings reproduzierbar war.

Audio-Encoding

Lame 3.93.1

Lame 3.93.1

MSI K8T Neo (K8T800)
1:47
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
1:48
Angaben in Minuten, Sekunden

Ogg Vorbis

Ogg Vorbis

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
1:08
MSI K8T Neo (K8T800)
1:08
Angaben in Minuten, Sekunden

Windows Media Encoder 9

Windows Media Encoder 9 - Audio

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
1:51
MSI K8T Neo (K8T800)
1:53
Angaben in Minuten, Sekunden

Video-Encoding

XMPEG 5.0 Divx 5.1

XMPEG 5.02 Divx 5.1

MSI K8T Neo (K8T800)
5:39
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
5:42
Angaben in Minuten, Sekunden

TMPEGEnc

TMPEGEnc 2.520

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
5:56
MSI K8T Neo (K8T800)
5:57
Angaben in Minuten, Sekunden

Windows Media Encoder 9


Windows Media Encoder 9 - Video

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
25:35
MSI K8T Neo (K8T800)
25:35
Angaben in Minuten, Sekunden

CAD & 3D-Rendering

Spec Viewperf 7.1

Spec Viewperf 7.1 3dsmax-02

MSI K8T Neo (K8T800)
14,62
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
11,27

Spec Viewperf 7.1 drv-09

MSI K8T Neo (K8T800)
41,15
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
38,07

Spec Viewperf 7.1 dx-08

MSI K8T Neo (K8T800)
47,33
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
46,91

Spec Viewperf 7.1 light-06

MSI K8T Neo (K8T800)
13,67
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
12,47

Spec Viewperf 7.1 proe-02

MSI K8T Neo (K8T800)
14,65
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
10,92

Spec Viewperf 7.1 ugs-03

MSI K8T Neo (K8T800)
8,65
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
8,51

Cinema 4D 8.1

Cinema 4D 8.1 - Caustatic Animated

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
4:04
MSI K8T Neo (K8T800)
4:04
Angaben in Minuten, Sekunden

Cinema 4D 8.1 - Cloud Sun

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
1:13
MSI K8T Neo (Promise)
1:13
Angaben in Minuten, Sekunden

Lightwave 7.5c

Lightwave 7.5c - Skullhead Newest

 1 Thread:
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
3:17
MSI K8T Neo (K8T800)
3:18
Angaben in Minuten, Sekunden

Lightwave 7.5c - Tracer No Radiosity

 1 Thread:
MSI K8T Neo (K8T800)
6:13
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
6:22
Angaben in Minuten, Sekunden

Datenkomprimierung

WinRAR3.20

WinRAR 3.20

MSI K8T Neo (K8T800)
4:27
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
4:33
Angaben in Minuten, Sekunden

7-Zip

7-Zip 3.09.01 Beta

MSI K8T Neo (K8T800)
13:20
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
13:22
Angaben in Minuten, Sekunden

Sonstiges

Seti@Home

Seti @ Home 3.03

MSI K8T Neo (K8T800)
3:55
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
3:56
Angaben in Stunden, Minuten

Spiele

3DMark2001SE

3DMark2001SE

MSI K8T Neo (K8T800)
18.274
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
18.068
Angaben in Punkten

3DMark03

3DMark03

MSI K8T Neo (K8T800)
6.024
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
5.986
Angaben in Punkten

3DMark03 CPUMark

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
785
MSI K8T Neo (K8T800)
782
Angaben in Punkten

Comanche 4

Comanche 4 - 1024x768x32

MSI K8T Neo (K8T800)
66,64
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
66,36

Gunmetal

Gunmetal - 1024x768x32 2xFSAA

MSI K8T Neo (K8T800)
38,12
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
37,85

Quake 3 Arena

Quake 3 Arena - 1024x768 Max

MSI K8T Neo (K8T800)
418,53
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
413,00

Serious Sam - The Second Encounter

Serious Sam - 1024x768x32 HQ++

MSI K8T Neo (K8T800)
138,2
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
137,1

Serious Sam - Tiefmittel

MSI K8T Neo (K8T800)
104,0
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
103,2

Splinter Cell

Splinter Cell - 2_2_1_Kalinatek

MSI K8T Neo (VT8237)
67,3
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
67,2

Unreal Tournament 2003

Unreal Tournament 2003 - Flyby

MSI K8T Neo (K8T800)
265,8
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
264,2

Unreal Tournament 2003 - Botmatch

MSI K8T Neo (K8T800)
99,20
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
98,19

Warcraft 3

Warcraft 3 - 1024x768x32 High

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
54,6
MSI K8T Neo (K8T800)
52,6

Warcraft 3 - Tiefstwert

Shuttle AN50R (nForce 3 150)
38,0
MSI K8T Neo (K8T800)
36,0

X-2 The Threat

X-2 The Threat - 1024x768x32

MSI K8T Neo (K8T800)
118,0
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
111,3

Schnittstellen

USB 2.0

HD-Tach - USB2.0

 Maximum:
MSI K8T Master1 (K8T800)
20,9
MSI K8T Neo (VT8237)
20,9
Asus SK8N (nForce 3 Pro)
20,8
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
20,8
 Minimum:
MSI K8T Master1 (K8T800)
9,7
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
9,7
Asus SK8N (nForce 3 Pro)
9,7
MSI K8T Neo (VT8237)
9,1
 Durchschnitt:
Asus SK8N (nForce 3 Pro)
16,3
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
16,3
MSI K8T Master1 (K8T800)
16,3
MSI K8T Neo (VT8237)
16,3
 Burst:
MSI K8T Neo (VT8237)
34,3
MSI K8T Master1 (K8T800)
34,2
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
31,1
Asus SK8N (nForce 3 Pro)
30,3
 Zugriffszeit:
Asus SK8N (nForce 3 Pro)
19,8
Hinweis: In Millisekunden
MSI K8T Neo (VT8237)
19,3
Hinweis: In Millisekunden
MSI K8T Master1 (K8T800)
18,6
Hinweis: In Millisekunden
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
18,6
Hinweis: In Millisekunden

Beide Boards liefern im USB 2.0-Test die Werte, die man von Vertretern mit selbem Chipsatz bereits gewöhnt ist. Der nForce 3 150 scheint hier im Burst jedoch eine schlechtere Leistung zu besitzen.

ATA133


HD Tach - ATA133

 Maximum:
MSI K8T Master1 (K8T800)
41,50
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
41,50
MSI K8T Neo (VT8237)
41,50
Asus SK8N (nForce 3 Pro)
41,48
 Minimum:
MSI K8T Master1 (K8T800)
14,71
MSI K8T Neo (VT8237)
8,48
Asus SK8N (nForce 3 Pro)
8,22
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
2,81
 Durchschnitt:
MSI K8T Master1 (K8T800)
31,75
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
31,44
MSI K8T Neo (VT8237)
31,08
Asus SK8N (nForce 3 Pro)
31,07
 Burst:
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
91,90
Asus SK8N (nForce 3 Pro)
91,90
MSI K8T Master1 (K8T800)
90,30
MSI K8T Neo (VT8237)
89,80
 Zugriffszeit:
MSI K8T Master1 (K8T800)
13,50
Hinweis: In Millisekunden
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
12,90
Hinweis: In Millisekunden
MSI K8T Neo (VT8237)
12,80
Hinweis: In Millisekunden
Asus SK8N (nForce 3 Pro)
12,50
Hinweis: In Millisekunden

Auch in Sachen ATA-Performance bieten beide Platinen fast durchgehend eine überzeugende Leistung. Auffällig sind jedoch die extrem niedrigen Minimalwerte des Shuttle AN50R, die auch nach mehrmaligem Testdurchlauf nicht zu eleminieren waren. Da das Board in der Durchschnittsleistung an 2. Stelle liegt, handelt es sich hierbei wohl um kurze Peaks.

SATA

HD Tach - SATA

 Maximum:
MSI K8T Neo (VT8237)
91,37
MSI K8T Master1 (K8T800)
91,32
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
88,93
MSI K8T Neo (Promise)
81,89
 Minimum:
MSI K8T Master1 (K8T800)
35,33
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
29,98
MSI K8T Neo (VT8237)
28,87
MSI K8T Neo (Promise)
22,23
 Durchschnitt:
MSI K8T Master1 (K8T800)
66,43
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
61,18
MSI K8T Neo (VT8237)
61,14
MSI K8T Neo (Promise)
38,23
 Burst:
MSI K8T Master1 (K8T800)
145,20
MSI K8T Neo (VT8237)
139,20
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
103,20
MSI K8T Neo (Promise)
0,00
Hinweis: Fehler
 Zugriffszeit:
MSI K8T Master1 (K8T800)
13,80
Hinweis: In Millisekunden
Shuttle AN50R (nForce 3 150)
13,60
Hinweis: In Millisekunden
MSI K8T Neo (VT8237)
13,60
Hinweis: In Millisekunden
MSI K8T Neo (Promise)
13,50
Hinweis: In Millisekunden

Der native Controller der VT8237 des MSI K8T kommt nicht ganz an die Leistung der identischen Southbridge auf dem Master1 aus selbem Hause heran und liegt auch in der Durchschnittgeschwindigkeit durchaus deutlich zurück. Allerdings liegt die Geschwindigkeit immer noch auf hohem Niveau. Weniger rosig sieht es mit dem 2. Controller, dem Promise-Chip, aus. Dieser bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Burst-Wert fehlt, da HD Tach bei Promise-Controllern hier immer einen definitiv falschen Wert von 1.633 MB/s ausgibt.

An der Performance des Silicon Image-Chips auf dem AN50R gibt es hingegen nichts zu bemängeln.

OnBoard-Sound

Performance mit OnBoard-Sound (Stereo)

 Quake 3 Arena:
MSI K8T Neo (Sound off)
418,53
Shuttle AN50R (Sound off)
413,00
MSI K8T Neo (Sound on)
358,60
Shuttle AN50R (Sound on)
309,00

Beide Boards brechen unter Einsatz des OnBoard-Sounds spürbar in der Leistung ein. Allerdings macht sich dieser Geschwindigkeitsrückgang auf dem Shuttle AN50R fast doppelt so stark bemerkbar. Die Treiber scheinen hier noch nicht optimal in das System eingebunden zu sein.

Fazit

Das Fazit, oft herbei gesehnt und ebenso oft gefürchtet. Es kommt vor, dass schon nach wenigen Stunden mit einer Platine eine Idee für eine Bewertung heran wächst - in diesem Fall tat sie es auch, wurde nur leider letztendlich über den Haufen geworfen. Tasten wir und am besten langsam über die Chipsätze an die beiden Kandidaten heran.

Hatten wir vor etwas über einer Woche zwischen nForce 3 Pro und K8T800 eine klare 3:20 Niederlage für den nVidia-Chip vorgefunden, hat sich das Shuttle AN50R im Vergleich zum MSI K8T Neo schon besser aus der Affäre gezogen. Vier Benchmarks konnte das Board gewinnen und drei zu einem Unentschieden bekehren. Somit geht der K8T800 'nur noch' in sechszehn Disziplinen als Sieger vom Feld. Insbesondere die Leistung in den Packern, die das AN50R ohne größere Beanstandung hinter sich gebracht hat, dürften darauf hindeuten, dass die desaströse Leistung des SK8N mit nForce 3 Pro wohl auf das Mainboard und nicht auf den Chipsatz zu schieben ist. Weiterhin weit abgeschlagen ist auch der nForce 3 150 in der Spec ViewPerf. Hier scheint - ob Fehler oder Chipsatzschwäche - der nVidia-Chip weiterhin seine müde Not zu haben. Dem Otto-Normal-Anwender und Spieler wollen wir hier rein von der Leistung her allerdings keinen Chipsatz pauschal ans Herz legen. Zu gering fallen die Unterschiede in den meisten Benchmarks auf, als dass hier Gründe für oder gegen einen Chip genannt werden könnten. Verwundert hat uns lediglich die Tatsache, dass der nForce 3 150 in Sachen Latenzen auf dem AN50R laut Cachemem weit in Führung liegt und dieses Potential in den meisten Programmen nicht nutzen kann.

Als über alle Zweifel erhaben hat sich ein weiteres mal die Southbridge VT8237 des K8T800 gezeigt. Der native Serial ATA-Support läßt jeden externen Controller alt aussehen. Und bezüglich der Features gilt unser Fazit aus dem Sockel 940-Vergleich auch weiterhin: Hier macht der VIA-Chip bis auf weiteres einfach die bessere Figur. Und nun zu Kandidat eins.

MSI K8T Neo-FIS2R

Das MSI K8T Neo-FIS2R, das mit VIAs K8T800 bestückt ist, startet also mit der besseren und vorallem konstanteren Performance in die Bewertung. Und auch mit der Stabilität war es um die Platine - nachdem wir die richtigen DIMMs und die richtigen RAM-Riegel ausfindig gemacht hatte - sehr gut bestellt. Zwar trüben die Probleme, die der Athlon 64 beim Einsatz von drei Speicherslots hat, das Bild; der Platine kann man hier jedoch keinen Vorwurf machen. Höchstens den, dass man dem mündigen Käufer nicht nur zwei Speicherbänke zur Verfügung gestellt und so alle Komplikationen im Keim erstickt hat. Schon eher ein Manko des MSI K8T Neo-FIS2R war die teilweise nicht zufriedenstellende Zusammenarbeit mit verschiedenen RAM-Modulen. Zwar bliebe nur mit dem PC3700-Riegel von OZC und Corsair der Monitor schwarz und die beiden anderen Module waren mit manuellen, langsameren Timings zur Zusammenarbeit zu überreden. Das Board sollte mit dessen im SPD abgelegten Timings jedoch auf Anhieb laufen. Hier scheint man jedenfalls noch etwas Feintuning betreiben zu müssen, denn die SPD-Timings wurden nicht immer korrekt ausgelesen.

Auch sonst scheint gerade das Bios noch nicht ausgereift zu sein. Zwar bietet es eine wahre Fülle an Optionen, die Tatsache, dass die Lüfterdrehzahl im CoreCenter trotz Einstellungsmöglichkeiten von 1/8 bis 8/8 nur um 500 U/Min schwankt und Cool'n'Quiet unserer Ansicht nach nicht funktioniert, deutet jedoch darauf hin. Immerhin wird das Feature groß und fett schon auf der Verpackung beworben. Auch der Umstand, dass die "System Performance" mit der Einstellung "fast" in fast allen Grafikanwendungen schneller arbeitet als "turbo", gibt zu denken. Ebenso der nicht optimal arbeitende Promise-Controller im Raid-0 Modus. Zwar dürften die zwei exzellent schnellen Schnittstellen der VT8237 für die meisten Nutzer auch in zwei Jahren noch ausreichen, dennoch sollten auch die zusätzlichen Ports ihre volle Leistung entfalten und hier hängt das Board gut 20 MB/s hinter der sonst üblichen, durchschnittlichen Übertragungsrate zurück. MSI - auf diese Problematik hin angesprochen - versicherte uns, dass Cool'n'Quiet in den nächsten Bios-Revision aktiviert werden und man sich dem Problem mit der Lüftersteuerung und dem Controller annehmen wird. Besserung ist hier also schon in Sicht, auch wenn beworbene Features nicht erst nachträglich in ein Produkt einfließen sollten. Nicht jeder Käufer verfügt über das nötige Wissen und einen Internetanschluss.

Doch neben diesen Kritikpunkten hat uns das MSI K8T Neo durchaus überzeugt. Denn die eben aufgezählten Fehler haben wir insbesondere als störend empfunden, weil der Rest der Platine ansonsten einen sehr guten Eindruck macht - ja wir hatten zwischenzeitig schon daran gedacht, dem Board eine Auszeichnung zu verleihen. Das MSI K8T Neo-FIS2R vereint eine Fülle an OnBoard-Komponenten auf dem roten PCB und lässt dabei das Layout nicht außer Acht. Gerade mit der Lüftermontage scheinen es andere Hersteller bei weitem nicht so eng genommen zu haben - Reviews hierzu werden demnächst folgen. Besitzer ausgedehnter Peripherie-Arsenale werden sich über die Anschlussfreudigkeit der Platine freuen. Kurz gesagt: Ein schnelles und stabil laufendes Board mit einer Fülle an Features, dem leider vorerst ein unausgereiftes Bios den Weg zu mehr Ruhm versperrt hat. Wir werden dessen Entwicklung weiter beobachten und unser Urteil gegebenenfalls auf den neuesten Stand bringen. Das Potential dazu besitzt die Platine.

Update 26.10.2003: Mit der Bios-Version 1.1 Beta 4 [66] funktioniert Cool'n'Quiet auf dem MSI-Board nun tadellos und auch der Raid-Controller zeigte nun in einem kurzen Nachtest die von uns gewohnte Leistung. Weiterhin nicht lauffähig ist die Platine allerdings mit den PC3700-Modulen von OCZ und Corsair. Die Inkompatibilität mit den TakeMS DDR400-Modulen, die bisher jedes A64-Board gezeigt hat, ist hingegen auf die Speicherriegel zurück zu führen - TakeMS hat uns bereits neue Revisionen geschickt, die mit dem Board laufen. Infineons DDR400 läuft jedoch auch weiterhin nicht "by SPD" mit DDR400 und bootet nach dem ersten Hänger mit DDR200. Das D.O.T.-Feature hat MSI default auf der fragwürdigen Stufe "Private" belassen.

Shuttle AN50R

Mit dem Shuttle AN50R erlebten wir einmal mehr eine Premiere auf der ComputerBase. Nach einigen Tests von Geräten aus der XPC-Reihe stand uns nun das erste Mainboard ins Haus und hinterließ - ebenso wie das MSI - einen gemischten Eindruck.

In Sachen Spitzengeschwindigkeit musste sich die Platine insgesamt doch mit dem zweiten Platz zufrieden geben, auch wenn als einziger, wirklicher Kritikpunkt die extrem schlechten Spec View Perf-Werte zu nennen sind, die ein Defizit im nForce 3 (Pro) 150 ein zweites Mal enttarnen. In den anderen Kategorien war ein Unterschied zwar ebenfalls zu spüren, Gerade die kommenden Spiele werden jedoch erneut die Last auf die Grafikkarte verlagern und somit wird das Mainboard zu gegebenem Zeitpunkt eine Aufrüstaktion nicht weiter hinauszögern, weil es 10 Frames mehr in Quake 3 Arena heraus arbeiten konnte. Leicht besser als das MSI konnte sich das AN50R bei der Speicherkompatibilität schlagen. Zum einen liefen hier nur drei Module nicht stabil, zum anderen erkannte das Board die SPD-Timings zuverlässiger und war in der Lage, bei falsch bestückten Bänken der Speichertakt automatisch herunter zu setzen - der Griff zum CMOS-Clear blieb hier erspart. Das aktuellste Bios bietet zudem ausreichend Funktionalität, um den verbauten Komponenten mit Takt und Timings auf die Pelle zu rücken.

Leider sucht man eine automatische Lüftersteuerung auf dem AN50R ebenso vergebens wie die Unterstützung der Cool'n'Quiet-Technologie. Die Temperatur lag im Leerlauf zu hoch, als dass der Prozessor in den stromsparenden Ruhemodus geschickt worden wäre. Auf Nachfrage bestätigte man uns bei Shuttle, dass Cool'n'Quiet technisch nicht auf dem Board umgesetzt wurde und auch nicht umgesetzt werden wird. Über eine Lüftersteuerung, wie es die XPC-Platinen bieten, ließe sich jedoch nachdenken.

Erfolgt der Schwenk von der Soft- zur Hardware, scheinen die kleinen Bios-Problemchen schnell vergessen. Sechs USB 2.0- und drei FireWire-Ports bieten sicherlich den meisten Käufern genug Anschlussmöglichkeiten. Ein optischer Digitalausgang garantiert die Ausgabe des 5.1-Signals des ALC650. Ob der Einsatz eines zweiten LAN-Controllers mit einem Gigabit hingegen Sinn macht, wagen wir ob unserer Unfähigkeit, in die Zukunft zu sehen, nicht zu beurteilen. Fakt ist, dass der zusätzliche Intel-Chip nicht direkt am nForce 3 150 sondern über den PCI-Bus angebunden ist und so den Vorteil des nVidia-Chips nicht nutzen kann. Der schmalbrüstige PCI-Bus kann hier schnell zum Flaschenhals werden. Eine gute Performance - die allerdings nicht an die VT8237 heran kommt - zeigte der Serial ATA-Controller von Silicon Image, das Layout erwies sich als problemfreie Zone.

Insgesamt stellt auch das Shuttle AN50R ein gelungenes Mainboard dar. Die leicht schlechtere Peformance des nForce 3 150 lässt sich im Alltagsgebrauch durchaus verschmerzen, sollte das Augenmerkt nicht auf den Anwendungen liegen, die der View Perf testet. Ansonsten bietet die Platine eine leicht bessere Speicherkompatibilität als die Konkurrenz, ein ausgereiftes Bios und für einen Preis von ca. 140 € eine ganze Reihe an OnBoard-Features. Shuttle hat kein besonders extravagantes sondern ein zuverlässiges Allzweck-Board schaffen. Die Umsetzung ist ihnen gelungen!

URL-Liste:

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  2. http://www.shuttle.com/
  3. http://www.corsairmemory.com/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/asus_sk8n_msi_k8t_master1far/2/#nvidia_nforce_3_pro
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/asus_sk8n_msi_k8t_master1far/3/#via_k8t800
  6. http://www.amd.com/us-en/assets/content_type/white_papers_and_tech_docs/24659.PDF
  7. http://www.computerbase.de/news/hardware/prozessoren/amd/2003/oktober/athlon_64_ddr400_module/
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/arbeitsspeicher_chips/14_ddr400_speichermodule_vergleich/
  9. http://www.realtek.com.tw/products/products1-2.aspx?modelid=2003043
  10. http://www.realtek.com.tw/products/products1-2.aspx?modelid=2003051
  11. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/asus_sk8n_msi_k8t_master1far/
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/laufwerke/sata_raid_controller_vergleich/
  13. ftp://download.intel.com/design/network/ProdBrf/82540EM_prodbrief.pdf
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  15. http://www.forumbase.de/showthread.php?s=&threadid=44024
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  24. http://www.microsoft.com/windows/windowsmedia/de/9series/encoder/default.asp
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