Vorwort
nForce 2 oder KT400 - diese Frage war wohl eine der am häufigsten gestellten in der Vorweihnachtszeit. Leider hat es der Artikel nicht mehr ganz auf den Gabentisch geschafft. Doch auch die dort vorgefundenen Scheinchen wollen wohlüberlegt investiert werden.
Drei Mainboards haben sich bei uns eingefunden, um Ruhm, Ehre und vielleicht auch einen Award zu erringen. Namentlich handelt es sich hierbei um die nForce 2 Platinen Asus A7N8X 'Deluxe' und EPoX 8RDA+ sowie das KT400 Brett EPoX 8K9A2+. Schon vor über zwei Monaten konnten wir einen Blick auf eine exklusive Betaversion [1] des A7N8X werfen und im Ring gegen den KT333 antreten lassen. Gepaart mit einem Athlon XP mit FSB333 hatten wir damals bisher unerreichte Geschwindigkeitsregionen betreten. Ein reproduzierbares Ergebnis? Viel ist über die Vertreter aus dem Haus nVidia und VIA berichtet worden und auch wir haben dem nForce 2 immer wieder viel Lob zugesprochen. Zu Recht oder zu Unrecht? Um den Umfang des Reviews in einem erträglichen Rahmen zu halten und die Übersichtlichkeit zu wahren, haben wir uns auf Benchmarks bei synchronem Takt (FSB333/DDR333) beschränkt. Dieser Front Side Bus wird bzw. ist dabei, den alten FSB266 abzulösen und scheint somit den besten Ausblick auf die Zukunftssicherheit der Mainboards zu gewährleisten. Und auch an das Overclocking mit FSB400/DDR400 haben wir uns gewagt. Na denn, Ring frei für die letzte Runde:
Fight!



Die Chipsätze
Über die Chipsätze wollen wir an dieser Stelle keine großen Reden schwingen, denn den nForce 2 haben wir in unserem Preview bereits ausführlichst beleuchtet und über den KT400 gibt es - für den ein oder anderen Leser sicherlich erstaunlich - nicht viel zu berichten.


Wer sich über den nForce 2 aus dem Haus nVidia genauer informieren möchte, kann dies jedoch in unserem Artikel "nForce 2 - Doping für den Athlon?" [2] tun.
Und warum gibt es über den KT400 nicht allzuviele Worte zu verlieren? Nunja, im Endeffekt beschränken sich seine Neuerungen gegenüber dem KT333 auf genau zwei Eigenschaften: AGP 8x und eine neue Southbridge - die VT8235 [3]. Doch halt! Leider entspricht auch dies nur der halben Wahrheit, denn findige Hersteller wie EPoX oder MSI hatten bereits KT333-Mainboards mit der neue Southbridge im Angebot. Diese brachte gegenüber ihrem Vorgänger, der VT8233A, acht sog. INT-Leitungen, sodass, obwohl davon vier für die OnBoard-Komponenten reserviert waren, die Konflikte auf dem PCI-Bus nachhaltig reduziert werden konnten. Auch USB 2.0 musste von nun an nicht mehr über einen extra Controller realisiert werden. Eine Erweiterung lag jedoch vorerst brach. Die VT8235 verdoppelte die Verbindung zwischen North- und Southbridge zwar theoretisch von 266MB/s auf 533MB/s. Da der KT333 hiermit jedoch noch nichts anfangen konnte, bleib diese Feature vorerst ungenutzt und hielt nun beim KT400 offiziell Einzug.


Bleibt uns als einzige, wirkliche Neuerung also die Verdoppelung der Datenübertragungsrate des AGP-Slots nach AGP8x. Doch auch hier hält sich der Reingewinn für den Heimanwender eher in Grenzen. Denn in Zeiten, in denen zumeist nichtmal AGP4x einen messbaren Vorteil gegenüber AGP2x erbringt und die Speicherausstattung aktueller Graikkarten von 64MB auf 128MB tendiert, nützt die auf 2GB/s verdoppelte Datentransferrate von AGP8x (3.0) nicht viel. Erste Tests ergaben Leistungssteigerungen lediglich in professionellen Rendering-Programmen oder der darauf basierenden Benchmarksuit Spec viewperf. Einen wirklich gelungenen Artikel zum Thema AGP8x gibt es bei Planet3DNow! [4] zu lesen.
Und warum dann KT400? Nunja, auch hier gibt es eine einfache Erklärung. Ursprünglich plante VIA, dem KT400 offiziell den Support von DDR400 zu spendieren. Doch dieses Vorhaben konnte man nicht in die Tat umsetzen und bediente sich rasch einer Ausrede: "Da es für DDR400 keinen offiziellen Standard gibt, werde man ihn mit dem KT400 offiziell nicht unterstützen". Seltsam, dass man mit dem KT333 DDR333 Monate vor seiner endgültigen Abzeichnung durch die JEDEC unterstützte. Noch vertrackter, da nVidia mit dem nForce 2 DDR400 ohne große Einschränkungen ermöglicht, während Hersteller den KT400 oftmals nur mit einem Modul für DDR400 frei geben.
Genug der Theorie, wenden wir uns nun den drei Testkandidaten zu.
Asus A7N8X Deluxe
Schon die vergangenen Boardserien hoben sich bei Asus durch die geballte Ausstattung von der Konkurrenz ab. Kein Wunder, denn in Zeiten, in denen Mainboards mit identischem Chipsatz in der Regel dieselbe Performance bieten, bedarf es anderer Eigenschaften, um die Gunst des Kunden zu erlangen. Und während Hersteller wie ECS lieber den kleinen Geldbeutel abdecken, hat sich Asus für die gehobenere Preisklasse entschieden. Das A7N8X [5] in der "Deluxe"-Fassung unterstreicht diese Firmenphilosophie eindrucksvoll.


Lieferumfang
Schon der ungewöhnlich große Karton läßt einen beim Auspacken des UPS-Paketes erahnen, welch' Fülle sich in seinem Inneren verbirgt. Und so tummelt sich im Karton alles, was derzeit Rang und Namen hat.
- Asus A7N8X
- Treiber-CD
- 2 Port USB/Gameport Blende
- 1x ATA33, 1x ATA66/100/133, 1x Floppy
- 2x Serial ATA
- Slotblende für 2. Com-Port
- ATX-Blende
- Extra Jumper
- Handbuch/Quickstep Guide/Quick Reference Card
- Slotblende für 2x FireWire (1x 6-polig, 1x 4-polig)
- 2x FireWire Kabel
- InterVideo WinCinema







Um Verwirrung zu vermeiden wollen wir an dieser Stelle gleich den Unterschied zwischen der normalen Version und dem "Deluxe" Modell klären. Wer etwas Geld sparen möchte, muss auf folgende Features verzichten:
- Dual LAN (nur noch 1 LAN-Anschluss vorhanden)
- Serial ATA / SATA Kabel
- FireWire / FireWire Kabel
- Dolby Digital 5.1 (nVidia APU/SoundStorm)
- 2x USB/Gameport Slotblende
- WinCinema
- Asus POST Reporter
Das A7N8X in der Standardausführung verfügt somit nicht über die Luxusvariante MCP-T sondern das etwas genügsamere Modell MCP. Somit beschränkt sich der OnBoard-Sound in dieser Ausführung auf die Eigenschaften des Realtek ALC650.
Layout
Bevor wir uns auf die vielen OnBoard-Komponenten des A7N8X Deluxe stürzen, werfen wir doch noch schnell einen Blick auf die herkömmlichen Features. Positiv fiel uns sofort der schon länger von Asus Mainboards bekannte Passivkühler der SPP ("System Platform Processor", nForce 2 ohne integrierte Grafik) ins Auge, der eine geräuschlose Kühlung des Chips gewährleistet. Die Zeiten, in denen eine aktive Kühlung als eine Art Statussymbol anzusehen war, sind zum Glück vorbei.


Auch die Kühlung der CPU dürfte auf dem A7N8X keinerlei Probleme bereiten. Die AMD KeepOut-Area wurde beispielhaft eingehalten und sollte in Zusammenarbeit mit den von Asus weiterhin genutzten Mounting Wholes auch die größten Kühlkörper beherbergen.
Bei der Stromversorgung setzt Asus auf eine zwei Phasen starke Variante und folgt hier nicht dem Trend zu drei oder sogar vier Stufen starken Spannungswandlern. Allerdings hatten wir während der gesamten Testphase mit keinerlei Instabilität zu kämpfen.
Die drei Ramslots sind, wie es das Referenzdesign vorsieht, in ein Paar und einen einzeln stehenden Steckplatz unterteilt und bieten dank der farbigen Markierung einen guten Ansatzpunkt für die Bestückung der Slots. Um in den Genuß der Dual Channel Fähigkeit des nForce 2 zu kommen, muss der einzeln stehenden, blau Slot und einer/beide der beiden anderen bestückt werden - doch dies nur am Rande.
An Stelle eines normalen AGP-Slots trifft man bei Asus auch weiterhin einen AGP-Pro Slot an, der dem normalen Heimanwender keinerlei Vorteil verspricht, da nur eine Hand voll professioneller Grafikkarten diesen Steckplatz voraussetzen. Leider fehlt dem Slot die sonst übliche Arretierung, die einen festen Halt der Karte garantiert. Positiv: Eine Rote LED warnt vor der Installation einer AGP-Karte mit 3,3Volt Spannung und ein integrierter Schutzmechanimus verhindert das Booten und den daraus resultierenden Tod der Platine.


Ebenfalls für Asus typisch ist die Ausstattung der Platine mit fünf PCI-Slots. Eher ungewöhnlich hingegen die Tatsache, dass man den blauen Slot, den man beim A7V8X und den neueren Intel-Platinen eingeführt hat, nicht auf dem Board verlötet hat. Nebeneffekt dieser nicht überladenen Slotbestückung: Zwischen AGP-Karte und Rambänken bleibt genügend Platz, so dass der Wechsel eines Moduls auch bei installierter Grafikkarte möglich ist.


Vorbildlich hat man den Standort für EIDE- und Floppy-Port sowie den Stromanschluss gewählt. Anders als z.B. auf dem 8RDA+ dürften hier keine Probleme mit zu kurzen Kabeln in großen Towergehäusen auftreten und das Stromkabel muss nicht über den CPU-Lüfter oder umständlich um diesen herum geführt werden.


Auch wenn die Zerstörung des Bios wohl weiterhin ein Ausnahmefall sein sollte, hat man sich bei Asus auf dem A7N8X für eine gesockelte Variante entschieden. So kann im Notfall der Chip und nicht das gesamte Board gewechselt werden.
Kommen wir nun zum "südöstlichen" Teil der Platine. Dort trohnt nicht nur die MCP-T des nForce 2 sondern auch der Serial ATA Controller von Silicon Image. Dieser bietet nicht nur zwei Serial ATA Ports sondern auch die Möglichkeit, beide Platten im Raid 0 oder 1 zu betreiben. Anders als z.B. das A7V8X bietet er jedoch keinen Raid Betrieb aus einer SATA und einer Standard ATA Platte. Über einen herkömmlichen Raid Controller verfügt das Mainboard nicht. Abschalten kann man ihn über einen Jumper.



Das Feature Dual LAN der MCP-T wird auf dem A7N8X Deluxe durch die Chips 8201BL und AC101L realisiert. Auf dem normalen Board mit MCP kommt nur der 8201BL von Realtek zum Einsatz. Da nVidia noch nicht auf Gigabit Ethernet setzt, beschränkt sich die Geschwindigkeit der MACs auf 10/100 MBit/s.


FireWire wird über den Realtek Chip 8801B realisiert, die Anschlüsse für die Slotblende liegen zwischen den PCI-Slots. Da die Kabel äußerst elastisch und dünn ausgefallen sind, sollte es jedoch nicht zu Komplikationen mit den Steckkarten kommen. Auch wenn das A7N8X Deluxe mit der MCP-T und der APU Dolby Digital 5.1 in sich beherbergt, stellt der Realtek ALC650 weiterhin die Schnittstelle zur Außenwelt dar. In der Standardvariante A7N8X übernimmt er hingegen auch das Encoden.


Um die unzähligen Anschlüsse (unter anderem für Dolby 5.1) ohne dutzende Slotblenden nach außen zu führen, präsentiert sich das "Back Panel" vollgestopft wie selten zuvor. Hier finden sich 4x USB 2.0, 2x LAN (Deluxe), 1x Parallel, 1x Seriell, 1x PS/2 Maus, 1x PS/2 Keyboard, 1x S/PDIF out (Für Dolby Digital 5.1) + 1 Surround L/R audio jack + 1x CNTR/LFE audio Jack (Deluxe) und 1x Audio I/O. Wir bereits erwähnt, werden bei der Deluxe Variante zwei weitere USB 2.0, zwei FireWire, der 2. serielle und der Gameport über Slotblenden hinaus geführt. Zum Test stand uns die Platine mit der Revision 1.04 zur Verfügung.


Bios
Das Bios des A7N8X zeigt sich im gewohnt grauen Gewand. Zu den Asus-typischen Extras gehören der Post Reporter (Deluxe Version), der Fehlermeldungen mittels schwer verständlicher Sprachausgabe meldet, Asus C.O.P., das im Falle eines Lüfterausfalls die AthlonXP CPU vor dem sicheren Tod bewahrt und Q-FAN, eine automatisch an die Temperatur angepasste Lüftersteuerung.
Das Menü zum Justieren von FSB, Multiplikator und Speicher ist uns bereits von der Beta-Platine bekannt und bietet alle nur erdenklichen Optionen. Der FSB läßt sich in 1MHz Schritten auf 200MHz anheben und reicht mit drei weiteren Einstellungen bis 211MHz (Mehr dazu im Abschnitt FSB400). Der Speicher läßt sich, ebenfalls typisch für den nForce 2, mit 50-200% des FSB betreiben. Anzuraten ist auf dem nVidia Chipsatz jedoch lediglich der synchrone Betrieb. Theoretisch ermöglicht das Bios RAM-Timings von 2-1-1-1-1, die in der Praxis jeden Speicher kapitulieren lassen. Auch Einstellungen für VCore (unspektakuläre 1,85V) und VDimm (2,6-2,8) sowie Schalter für den AGP-Modus und ein AGP/PCI-Fix sind vorhanden. Multiplikatoren unter 13 konnte das Board der nicht modifizierten CPU nicht zuordnen.
Updaten läßt sich das Bios wie immer über Asus Update direkt in Windows oder - neu - per Druck von "ALT + F2" im Boot Prompt von Diskette aus. Die ansonsten benötigte Boot-Diskette kann man so getrost einstampfen.














Die Benchmarks durchlief das A7N8X Deluxe mit den Timings 2-2-2-5-1 und einem von 2400+ auf 2600+ (12,5x166MHz) übertakteten Athlon XP ohne ein Fehlverhalten. Die Verteilung der Interrupts im Handbuch ist leider nicht vollständig und wir werden versuchen, in den kommenden Tagen die komplette Liste zu erhalten.
EPoX 8RDA+
Eine gänzliche andere Käuferclientel versucht das EP-8RDA+ [6] von EPoX abzudecken. Neben den geballten Features des A7N8X Deluxe spricht diese Board eher den bescheideneren Kunden an und stellt sich somit dem A7N8X in der "LowCost" Version entgegen. Allerdings sollte sich diese Bescheidenheit insbesondere in der Geschwindigkeit, Stabilität und auch den Overclockingfähigkeiten nicht wiederspiegeln. Werfen wir vorerst einen Blick auf den Lieferumfang.


Lieferumfang
Der Lieferumfang des 8RDA+ entspricht dem üblichen Standard. Neben einem UDMA- und einem Floppy-Kabel ermöglichen drei Slotblenden den Einsatz von zwei FireWire-Ports, dem Gameport und zwei weiteren USB 2.0 Anschlüssen. Um jedes Gehäuse für die verlöteten Anschlüsse des Mainboards fit zu machen, liegt die passende ATX-Blende mit im Karton. Drei Handbücher greifen dem Käufer, sofern er Englisch kann, hilfreich unter die Arme. Die altbekannte Kurzanleitung, die die wichtigsten Schritte zur Inbetriebnahme des 8RDA+ auch in deutscher Sprache klärt, ist ebenfalls mit von der Partie. Ein drittes Heftchen übernimmt die Erläuterung des neuen EPoX Tools "Magic Flash", mit dem nun endlich nach alter "Asus Update"-Manier das Flashen des Bios unter Windows möglich ist. Eine Blende für den S/PDIF liegt dem Mainboard leider nicht bei - diese muss seperat erworben werden und ermöglicht dann die Ausgabe des Dolby Digital 5.1 Streams des nForce 2.
- EP-8RDA+
- EIDE-Kabel
- Floppy-Kabel
- Handbuch/Magic Flash/Kurzanleitung
- Gameport Blende
- USB 2.0 Blende
- FireWire Blende (2x 6-polig)
- ATX Blende
- Treiber CD





Layout
Wie es das Referenz-Design vorsieht, hat auch EPoX den SPP um 45° verdreht auf dem Board verlötet und setzt wie Asus auf eine lautlose, passive Kühlung. Beim Betrachten des Kühlkörpers kamen uns allerdings vorerst Zweifel, ob der massive Aluminium-Kern mit seinen relativ kleinen Kühlrippen den Chipsatz effektiv kühlen wird. Zumal die Grundfläche des Kühlers nichteinmal den metallenen Heatspreader des nForce 2 komplett bedeckt. Unsere Ergebnisse im späteren Verlauf des Reviews werden diese Bedenken jedoch nicht bestätigen und bescheinigen der gewählten Kühlkombination eine sehr gute Leistung.




Die KeepOut Area hat EPoX nicht ganz eingehalten und so ragen sechs Kondensatoren in den äußeren Bereich der Zone hinein. Allerdings sollten aktuell erhältliche Lüfter ohne Probleme auf das Board passen. Nur mit den schräg zur Seite zulaufenden Thermalright SLK-700 und SLK-800 sind wir uns nicht sicher. Leider fehlt uns der Kühler, um selber nachzumessen. Löblicherweise setzt EPoX auch weiterhin auf die sog. Mouting Holes, die AMD zwar offiziell aus seinen Spezifikationen gestrichen hat, von vielen Usern aber weiterhin für den Einsatz von ausladenden Kühlern (Alpha Pal, Swiftech) gewünscht werden. Die Anschlüsse für den Prozessorlüfter liegen gut erreichbar nicht weit ab vom Sockel A.
Gleich drei Phasen beschäftigt EPoX zur Spannungsversorgung der CPU und will hier auf Nummer sicher gehen. Das Gegenteil können wir leider nicht beweisen, lief das Mainboard doch ohne einen Aussetzer absolut problemlos durch alle Disziplinen. Den ATX-Powerconnector hat EPoX gleich neben den Spulen platziert. Das Kabel sollte so beim Einbau sorgfältig um den CPU-Kühler herum manövriert werden um den Luftstrom nicht zu unterbrechen.
Einwandfrei passt sich der Lila AGP-Slot in das Farbschema des 8RDA+ an. Im Gegensatz zu Asus beschränkt sich EPoX auf eine normale Ausführung, die für den Heimanwender keinerlei Einschränkung bedeutet und zudem auch schwere Karten dank Arretierung im Slot hält. Eine Sicherung gegen alte 3,3V Karten gibt es leider nicht.
Zur guten alten Tradition gehört bei EPoX der sechste PCI-Slot, den man auch auf dem 8RDA+ wieder sein Eigen nennen darf. Auf zumeist unnütze Erweiterrungsslots (CNR, AMR) hat man hier zum Glück verzichtet. Bei der Bestückung sollte man jedoch unbedingt einen Blick auf die Verteilung der Interrupts werfen, um Komplikationen zu vermeiden. Durch den sechsten PCI-Slot kann es bei langen Grafikkarte zu Problemen beim RAM-Wechsel kommen. Mit etwas Vorsicht läßt sich jedoch selbst bei genutztem AGP-Port das Modul tauschen. Und wenn schon - man kann eben nicht alles haben :-)


Einen Raid Controller sucht man auf dem 8RDA+ leider vergebens und eine Variante mit einem solchen Feature ist vorerst auch nicht geplant. Wer sich also von dem schmucken "+" am Ende der Typenbezeichnung täuschen lassen hat, geht leer aus. Hier sollte EPoX endlich einen einheitlichen Weg einschlagen und nicht von Generation zu Generation mal den Zusatz Raid und mal ein anderes Feature mit diesem Anhang kennzeichnen. Während die beiden EIDE-Ports gut erreichbar am Platinenrand und in Nähe der Festplatten liegen, wurde der (zum Glück fast schon überflüssige) Floppy-Port am unteren Rande des Mainboards platziert und könnte in großen Gehäusen so für eine Überraschung mit zu kurzen Kabeln führen. Angesichts der Bedeutungslosigkeit des Diskettenlaufwerks nicht mehr als ein Schönheitsfehler.
Eher unverständlich ist für uns die Tatsache, dass man auch auf einen Serial ATA Controller verzichtet hat. Zwar ist das Angebot an entsprechenden Festplatten noch überschaubar und wird erst in den kommenden Monaten die breite Masse erreichen. Für ein Mainboard, das leistungsmäßig zum Non-Plus-Ultra gehört und somit noch länger seinen Dienst im PC verrichten wird, wäre das Feature für die Zukunftssicherheit der Platine jedoch angebracht gewesen.
Auch wenn das 8RDA+ die Deluxe-Variante MCP-T der nVidia "Southbridge" beherbergt, hat EPoX mit dem Realtek 8201BL nur einen LAN Kanal in die Tat umgesetzt. Das Feature FireWire (Realtek 8801B) findet jedoch ebenfalls verwendung und die Platzierung der Anschlüsse hinter den PCI-Slots gefällt uns wesentlich besser als die beim A7N8X. Auch hier kam ein gesockelter Bios Chip zum Einsatz.



Auch wenn die MCP-T die APU (Audio Processing Unit) in sich trägt und somit Dolby Digital 5.1 encodieren kann, hat EPoX aus Lizenzgründen (SoundStorm) dieses Features mangels digitalem Ausgang in der Grundversion nicht aktiviert. Wer diese Funktion nutzen möchte, muss den optionalen S/PDIF-Ausgang seperat erwerben. Die Schnittstellenaufgabe übernimmt auch hier der Realtek ALC650.
Wieder mit von der Partie ist die P80P Debug Anzeige, die Fehler im Bootvorgang wesentlich eindeutiger darstellen kann, als es Beep-Codes bisher vermochten.


Die kleinere Ausstattung findet sich auch an den Boardanschlüssen wieder. Hier trifft man eher auf die übliche Kost.
Bios
Nicht nur das Layout und die Ausstattung hat uns an das 8KHA+ erinnert, auch beim durchforsten der unzähligen Bios-Einstellungen fühlen wir uns über ein Jahr zurück versetzt. Insbesondere die Settings zum Übertakten können sich sehen lassen. Das Menü zur Einstellung von Speichertimings und Takt haben zwar die meisten nForce 2 Platinen gemeinsam, bis zu 2,2V VCore und 2,9V VDimm fallen jedoch weit aus dem üblichen Rahmen. Der Multiplikator kann theoretisch frei gewählt werden und den FSB darf man neuerdings sogar auf 250MHz treiben. Unserem nicht modifizierten Athlon XP Thoroughbred wollte das Board allerdings nur Multiplikatoren von unter 12,5 und seinen Default Multi von 15 frei zuordnen. Andere Multis müssen somit vorerst noch per Silberleitlack Modifikation erzwungen werden. (Update: Die neuesten Bios Revisionen beheben das Problem und ermöglichen beim Thorougbred die Wahl des Multis von 5-24)













Auch das 8RDA+ verhielt sich vorbildlich und lief bei 2-2-2-5-1 und dem XP2600+ ohne einen Aussetzer. Die Verteilung der Interrupts sieht wie folgt aus. Die restlichen vier Interrupts sind den OnBoard Komponenten zugeordnet.
EPoX 8K9A2+
Neben den beiden nForce 2 Platinen muss sich auch der größte Konkurrent, der KT400 von VIA, in unserem Test behaupten. Als Vertreter seiner Zunft fand sich das 8K9A2+ [7], ebenfalls von EPoX, bei uns ein, welches einige interessante Überraschungen parat halten sollte.


Lieferumfang
Zwar bestand der Lieferumfang bei unserem Sample unter anderem noch aus den üblich matten Flachbandkabeln doch diese hat EPoX in der Verkaufsversion der Variante 8K9A2+ durch AirFlow-Kabel ersetzt, wie in dieser Meldung [8] nachzulesen ist. Gepaart mit einem weiteren Feature, auf das wir im späteren Verlauf eingehen wollen, sollen hier vorallem Case-Modder angesprochen werden. Der restliche Lieferumfang entspricht hingegen wieder dem gehobenen Standardrepertoire.
- 8K9A2+
- Rounded IDE Kabel
- Rounded Floppy Kabel
- Serial ATA Kabel
- Handbücher
- Manual (Englisch)
- Magic Flash (Englisch
- Serial ATA Raid
- Promise Raid
- Raid Treiberdisketten
- USB 2.0 Slotblende
- Gameport Blende
- ATX-Panel
- Treiber CD




Verzichtet der Käufer auf das "+" am Ende der Typenbezeichnung, muss er auf folgende Beigaben verzichten:
- Serial ATA (Raid)
- ATA 133 Raid
- OnBoard LAN
- Rounded IDE Kabel
- Rounded Floppy Kabel
- Serial ATA Kabel
- Leuchtenden Aktivkühler
Die Version EP-8K9A2 schlägt dafür mit 25€ weniger zu Buche.
Layout
Wir hatten schon beim Lieferumfang darauf hingedeutet und so präsentiert der aktive Lüfter der Northbridge einen weitere Kaufanreiz für CaseMod-willige Käufer des 8K9A2+. Dieser wurde mit zwei blauen Leuchtdioden versehen und soll so zusammen mit einem Window-Kit dem PC ohne Modifikation zu mehr Ausstrahlung verhelfen. Sicherlich mag es Kunden geben, die auf derartige Features Wert legen und so in Kombination mit den AirFlow-Kabeln ihrem Rechner zu mehr Eleganz verhelfen. Uns hat der Lüfter jedoch eher gestört, da er zwar recht leise aber dennoch wahrnehmbar in einem Silent-PC seinen Dienst verrichtet und zudem die KeepOut-Area verletzt. Allerdings sollte es wie schon beim 8RDA+ mit den uns bekannten Kühlern keinerlei Probleme geben und dank Mounting Holes lassen sich auch größere Boliden sicher auf dem 8K9A2+ verschrauben.



Die Stromversorgung der leistungshungrigen AthlonXP CPUs wird auch hier von einer dreiphasigen Variante übernommen und stellte sich im Betrieb als absolut zuverlässig heraus. Mit dem ATX-Stecker verhält es sich wie auf dem 8RDA+. Die einen schwören auf die Platzierung der Stromversorgung in der Nähe des Sockels, die anderen Verfluchen sie, da das Kabel vorsichtig am Kühler vorbei geführt werden muss.


Ansonsten präsentiert sich die obere Hälfte des 8K9A2+ eher unspektakulär. Die Drei RAM-Slots liegen, wie für Single Channel Chipsätze üblich, dicht bei dicht und die Molex-Buchsen für den CPU-Kühler befinden auch für kurze Kabel nah genug am CPU Sockel.
Auf eine bekannte Farbe trifft man beim AGP-Slot, der auch hier nicht einer umstrittenen Pro-Variante weichen musste. Bedingt durch die auf dem Board verbauten sechst PCI-Slots kann es auch hier vorteilhaft sein, die Grafikkarte vor einem Speichermodulwechsel zu entfernen. Negativ kann man dies dem Layout jedoch nicht ankreiden.


Das Bild des 8RDA+ noch gut im Kopf, wird man von der Fülle an Anschlussmöglichkeiten rund um die Southbridge VT8235 beinahe erschlagen. Nicht nur einen ATA133 Raid-Controller (Highpoint 372) sondern auch noch einen Serial ATA Controller (Raid 0 + 1) hat man dem Mainboard in der "+" Version spendiert. Die Ports sind farblich hervorragend markiert und ohne Probleme auch in eingebautem Zustand zu erreichen. Alle OnBoard-Komponenten sind bequem über das Bios abstellbar. Wie im Falle des 8RDA+ kann man sich höchstens über die Positionierung des Floppy-Ports aufregen. Die Betonung liegt jedoch auf "kann" - wir tun es nicht. Dafür präsentiert sich die Anschlussleiste für die Gehäuseanschlüsse in der EPoX typischen Manier und läßt sich ohne die Zuhilfenahme eines Handbuchs mit den notwendigen Steckern versehen.



Auch hier dürfen selbstverständlich die P80P Debug Anzeige und die im Handbuch dazu abgedruckten Fehlercodes nicht fehlen.


Den Ethernet-Controller stellt auf der "+" Variante der VIA Chip VT6301 bereit und ermöglicht somit Übertragungsraten von bis zu 100MBit/s. Als Soundchip kommt auch hier der Realtek ALC650 zum Einsatz, der sich neben einem akzeptablen Sound insbesonders durch seine geringe CPU-Last auszeichnet. Wer auf den Sechskanal-Sound nicht verzichten möchte, muss das optionale S/PDIF-Modul seperat erwerben.
Ganz am unteren Mainboardrand hat EPoX neben dem löblicherweise erneut gesockelten Bios den Anschluss für den optionalen Gameport und das zusätzliche USB 2.0 Modul positioniert. Dieser bietet wahlweise sogar die Möglichkeit, ein Bluetooth Modul anstelle von USB 2.0 Port fünf und sechs zu verwenden.



Wie schon beim 8RDA+ zeigt sich auch hier die Blende mit den Mainboardanschlüssen im üblichen Design.
Bios
Und auch bei unserem 3. Kandidaten lassen wir an Stelle vieler Worte lieber die Screenshots sprechen. Insgesamt präsentiert sich das Bios das 8K9A2+ ebenfalls in alter EPoX Manier und bietet Einstellungen in Hülle und Fülle. Diese reichen von den Optionen zum Übertakten, über die Powermanagement Menüs bis hin zur Deaktivierung einzelner OnBoard-Komponenten. Während der FSB wahlweise auf bis zu 255MHz (1MHz Schritte) geschraubt werden darf, präsentieren sich auch die Volt Settings als äußerst freizügig. 2,2V VCore und bis zu 3,2V VDimm darf der mutige Übertakter seinen Komponenten zumuten - die freie Wahl des Multiplikators ist da schon fast selbstverständlich. Athlon XP CPUs mit Thoroughbred Kern kann das Board ohne die kleinste Modifikation mit allen Multis (5-23) ansprechen. Einen fixen AGP/PCI-Takt bietet der KT400 leider nicht. Dafür präsentieren sich die "Wake On -" und Stromsparmenüs außerordentlich umfangreich. Alle OnBoard-Komponenten können über das Bios deaktiviert werden.


















Durch unseren Benchmarkpacours konnten wir das Board ohne Probleme mit den RAM-Timings 2-2-2-5-1 schiffen. Bei FSB400/DDR400 mussten wir die Timings aufgrund der verwendeten Corsair PC3000 Module auf 2.5-3-3-6-2 zwar zurück schrauben. Ein Betrieb mit zwei Modulen war jedoch trotz eines Ramtaktes von 200MHz weiterhin möglich. Die Verteilung der Interrupts sieht wie folgt aus.
Hier wir eine leider allzu häufig anzutreffende Misere offensichtlich. Obwohl der KT400 mit seiner neuen Southbridge VT8235 theoretisch achte Interrupts bereit hält, hat EPoX nur derer vier genutzt. Zwar lassen sich von den acht Leitungen nur vier für die Steckplätze nutzen, die anderen vier hätte man allerdings den OnBoard-Komponenten zuweisen können. So teilen sich Slots und OnBoard Features die Hälfte der Interrupts und einer der Vorteile des KT400 verpufft im Nichts.
Testsystem
Das Testsystem erfuhr gegenüber unserer alten Konfiguration ein gehöriges Update. Der Athlon XP 1700+ wich einem XP2600+ (FSB333) und die betagte GeForce 2 Ultra einer Ti4400 von Asus. Windows XP spendierten wir das aktuelle Service Pack 1 und auch die Treiber erfuhren eine Frischzellenkur. Für die Grafik kam der aktuelle Detonator 41.09 zum Einsatz. Dem VIA-Chipsatz durfte der 4in1-Treiber 4.45 "Hyperion" Beine machen.
Getestet haben wir alle drei Boards bei einem FSB von 166MHz und einem synchron getakteten Speicher (DDR333). Auf einen Test bei FSB266 haben wir der Übersicht halber verzichtet. Zum einen lösen FSB333 Prozessoren schon in naher Zukunft die alten Kollegen ab. Zum anderen wäre eigentlich jedem Besitzer eines "alten" Athlon XP anzuraten, per Unlock-Methode den Multiplikator zu senken und den FSB auf ein synchrones Verhältnis zum DDR333 zu treiben.
Dass der Asynchrone Betrieb beim nForce 2 mit erheblichen Performanceinbrüchen einhergeht, haben wir in unseren Artikel FSB400 - Ein Hauch von Barton [9] vor ein paar Wochen nachgewiesen.
- Prozessor
- AMD Athlon XP 2600+ (FSB333)
- Motherboard
- Asus A7N8X (nForce 2)
- EPoX 8RDA+ (nForce 2)
- EPoX 8K9A2+ (KT400)
- Arbeitsspeicher
- 2x256MB DDR333 Corsair XMS3000C2
- Grafikkarte
- Asus V8440 (GeForce4 Ti4400)
- Peripherie
- Waitec Storm 40
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 41.09
- Via 4in1 4.45 "Hyperion"
- Software
- Windows XP Professional SP1
Benchmarks
- Synthetische Benchmarks
- Cachemem
- Sisoft Sandra 2003 Pro
- Madonion PCMark2002
- Madonion 3DMark 2001 SE
- Games
- Epic Games Unreal Tournament 2003
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- Winace 2.11
- Lame 3.91
- Seti@Home
- 3D Render Performance
- Maxon Cinema 4D XL R8
SiSoft Sandra 2003 Pro
- SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Als besonders nützlich stellt sich hier der sog. "Memory Benchmark" heraus, der das Zusammenspiel zwischen Speicher, Chipsatz und Prozessor ermittelt. Hier kommt es also nicht nur auf den Speichertakt und die maximale Speicherbandbreite an. Da sämtliche Daten auch über den Prozessor geschickt werden, spielen Northbridge und Frontside Bus eine ebenso wichtige Rolle. Zum Einsatz kam die SiSoft Sandra Version 2003 Pro.
- Weitere Informationen: SiSoftware.demon.co.uk [10]
- Download: ComputerBase.de [11]
SiSoft Sandra 2003 Pro
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Obwohl alle drei Boards mit einem FSB von 166MHz liefen und somit theoretisch einheitlich in der Lage sind, 2,7 GB/s über den Front Side Bus zu schaufeln, ergibt sich bereits in unserem ersten Test eine Aufteilung der Kandidaten in zwei Lager. Während sich die beiden nForce 2 Boliden praktisch im Synchronflug an der Spitze bewegen, liegt der KT400 auf dem 8K9A2+ in beiden Disziplinen gut 60MB/s zurück. Allerdings fällt der Vorsprung des nVidia Chipsatzes mit gut 2,5% noch recht moderat aus.
Cachemem
- Cachemem scheint wie geschaffen für das Ausloten der Speicherlatenzen (Verzögerungen). Diese stellen neben der reinen Bandbreite die wichtigsten Faktoren für die Geschwindigkeit eines Systems dar und sind zumeist ausschlaggebend für die finale Rangfolge der Hauptplatinen.
Cachemem
Angaben in Nanosekunden
|
Cachemem hatte uns schon in unserem nForce 2 Beta Preview den wohl ausschlaggebenden Vorteil des nForce 2 präsentiert: Die Speicherlatenz. Und auch die Final Boards geben sich in diesem Test keine Blöße und liegen gut 25% vor dem KT400 von VIA. Dieses Ergebnis dürfte eindrucksvoll verdeutlichen, warum VIA nach letzten Meldungen vorallem die Verzögerungen des Memorycontrollers beim KT400A verbessern will. Ein Schritt, der vor einigen Monaten bereits dem KT266A auf die Sprünge geholfen hat.
Auch wenn wir mit Sandra bereits einen Blick auf die Datentransferraten geworfen haben, wollen wir auch den Ergebnissen von Cachemem noch kurz unserer Aufmerksamkeit widmen.
Cachemem Read
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Cachemem Write
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Während der KT400 im Lesetest nur gut 4% zurück hinkt, trennen nForce 2 und den VIA Chip im Schreibtest satte 34% voneinander - beachtlich.
PCMark 2002
- Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [12]
- Download: MadOnion.com [13]
PCMark 2002
Angaben in Punkten
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Wie schon in der Vergangenheit scheint sich das Ergebnis aus Sandra relativ eindeutig auf den Praxisalltag zu übertragen. Während die beiden nForce 2 Platinen nicht wirklich unterschiedliche Resultate erzielen, folgt der KT400 erneut nur auf dem 3. Platz. 2,7% bzw. 5% an Leistung fehlen dem Board für einen Platz an der Sonne.
WinACE 2.11
- Neben dem wohl verbreitetsten Packformat *.zip dürfte das *.ace-Format sicherlich das beliebteste sein. Erstellt wird es in erster Linie durch den grafisch übersichtlichen und recht flinken Packer WinACE. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Encoden einer gepackten Datei die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In unserem Test gilt es, mit WinACE 2.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren.
- Weitere Informationen: WinAce.com [14]
- Download: ComputerBase.de [15]
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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Schon in der Vergangenheit konnte man in WinACE oftmals die größten Diskrepanzen innerhalb unseres Benchmarkparcours verbuchen und auch dieses Mal scheinen sich hier die Geister zu scheiden. Erstmals kann sich das Asus Board gut zwei Sekunden vor den Kandiaten 8RDA+ von EPoX schieben und der KT400 liegt sogar 10% hinter dem schnellsten Probanden zurück. Bei größeren Kompressionsaufgaben kann sich so etwas durchaus bemerkbar machen. Insbesondere die guten Latenzzeiten kommen hier dem nForce 2 zugute.
Quake3Arena
- Quake3Arena und auf dieser Engine basierende Programme gelten als die speicherabhängigsten Spiele überhaupt. Neben den Latenzzeiten spielt hier vor allem die reine Bandbreite eine entscheidende Rolle, weshalb Rambus mit seinen bis zu 4,2 GB/s hier zumeist die Führung übernimmt. Ein nützliches Tool, dass das Benchmarken mit dieser Software enorm erleichtert, ist der Q3Bench. Hier können vordefinierte Configs sowie die gewünschten Auflösungen und Detailsstufen gewählt werden. Das Protokollieren der Ergebnisse übernimmt der fleißige Helfer ebenfalls.
- Weitere Informationen: guru3d.com [16]
- Download: G256.com [17]
Quake3Arena |
Welchem Benchmark sollte der neue 4in1 Treiber namens 'Hyperion' aus dem Haus VIA Beine machen? Richtig, dem Q3Bench. Leider entpuppte sich das Paket bei unserem Test nicht als Offenbarung. 30 FPS bzw. 10% Geschwindigkeit fehlen dem KT400 auf seine Konkurrenz, die einmal mehr Hand in Hand über die Ziellinie spurtet. Allerdings sollte man auch dem 2. Ergebnis in höherer Auflösung Beachtung schenken. Denn wie so oft in der Vergangenheit zeigt sich auch hier ein weiteres Mal, dass in größeren Dimensionen die Grafikkarte zum limitierenden Faktor und das Mainboard zum Statisten wird.
Comanche 4
- Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
- Weitere Informationen: Novalogic.com [18]
- Download: Novalogic.com [19]
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Dass Comanche 4 trotz der gewählten Auflösung von 1024x768 und 32 Bit Farbtiefe nicht von der Grafikkarte in seinen Frameraten eingebremst wird, verdeutlich der erneute Vorsprung des nForce 2. Über 2,4 FPS können hier das A7N8X und das 8RDA+ an Vorsprung heraus holen. Das EPoX Board liegt leicht in Front.
3DMark 2001SE
- Der 3DMark 2001SE ist ohne Frage das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs". In einer Reihe synthetischer aber recht praxisnaher Einzeltests (zum Teil basierend auf der Max Payne Engine) wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Neben der Grafikkarte werden hier CPU und Speicher bzw. deren reibungslose Kooperation besonders in den Vordergrund gestellt. Allerdings ist der Benchmark in den letzten Monaten immer öfter in die Kritik geraten, weil man ihm parteiische Messungen zu Gunsten nVidia oder andere Manipulationen zu Gunsten eines Herstellers nachweisen konnte.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [20]
- Download: ComputerBase.de [21]
MadOnion.com 3DMark 2001
Angaben in Punkten
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Auf den ersten Blick scheint sich uns hier das gewohnte Bild zu präsentieren. Allerdings scheint das Asus A7N8X hier leicht zu schwächeln, denn mit einem Rückstand von 200 Punkten auf das 8RDA+ und einem Vorsprung von lediglich 160 Punkten auf das 8K9A2+ liegt es erstmals näher am KT400 als an seinem Chipsatzbruder. Gravierend sind die Unterschiede zwar nicht. Doch sollte sich hier eine Tendenz abzeichnen?
Unreal Tournament 2003
- Seit einigen Tagen ist der Nachfolger des Egoshooters UT, Unreal Tournament 2003, auch in Deutschland erhältlich. In einem Report [22] hatten wir uns bereits den Hardwareanforderungen der Demo angenommen und ein fast perfektes Umfeld für einen CPU-Test vorgefunden. Denn wie schon UT (1) ist auch UT2003 stark von Prozessor und Speicher-Anbindung, also auch dem FSB, abghängig.
- Weitere Informationen: ComputerBase.de [21]
- Download: UnrealTournament2003.com (Demoversion) [23]
Unreal Tournament 2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Der vierte Spielebenchmark und zum 4. Mal in Folge verteidigt das 8RDA+ seinen ersten Platz. Auch wenn das A7N8X nach dem Fauxpas im 3DMark 2001SE erneut nur wenige Zehntelframes fehlen, muss es sich mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Während der KT400 im FlyBy, der überwiegen Grafikkarten limitiert ist, noch mithalten kann, fällt er im praxisnahen Botmatch erneut 5% zurück.
Seti@Home
- Ab sofort beziehen wir auch bei den Mainboardtests den Textclienten von Seti@Home (3.03) ein. Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Platinen ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.
- Weitere Informationen: ComputerBaseTeam.de [24]
- Download: berkeley.edu [25]
Seti@Home
Angaben in Stunden, Minuten
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Rekapitulieren wir: Die vier Spielebenchmarks musste Asus jeweils an EPoX verloren geben, obwohl es in den Anwendungstest zuvor noch anders ausgesehen hatte. Nun erfolgt mit Seti@Home erneut der Wechsel auf reine CPU/Board/Speicher Programme und das A7N8X übernimmt tatsächlich wieder die Führung. Zwar mit einer Minute äußerst knapp, liegt das Board an erster Stelle. Neun Minuten Später schafft es das 8K9A2+ die WU fertig berechnet an Berkley zu senden.
Cinema4D XL R8
- Cinema 4D XL7 gehört zu den ausgewachsenen Rendering-Programmen a la 3D Studio Max. Für den Privatanwender praktisch unerschwinglich, bietet es dem Profi unendliche Möglichkeiten in den Welten des 3D-Renderings und der Animation. Auch hier spielt das Zusammenspiel zwischen Prozessor, Northbridge (Chipsatz) und Speicher erneut eine übergeordnete Rolle.
- Weitere Informationen: Maxon.de [26]
- Download: Maxon.de [25] (eingeschränkte Demoversion)
Cinema4D XL R8
Angaben in Minuten, Sekunden
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Zum Schluss noch der altbewärte Cinema 4D Benchmark, der die Fähigkeit der Boards für Renderingeinsätze durchleuchten soll. Und kaum spielt der Grafikkarte bzw. das AGP-Interface erneut eine Rolle, holt sich das 8RDA+ in letzter Sekunde die Führung zurück. Recht deutlich kann es dem A7N8X gut vier Sekunden abknöpfen. Auch das 8K9A2+ mit seinem KT400 ist nun von der Last der Benchmarks befreit und darf sich bis auf Quake3Arena in der hohen Auflösung als ewig Letzter titulieren.
FSB400
Nachdem wir dem EPoX 8RDA+ bereits in einem extra Artikel [8] bei den unterschiedlichsten Taktraten auf den Zahn gefühlt hatten, um einerseits die Overclockingfähigkeiten des Boards und andererseits die Kompatibilität zu einem womöglich erscheindenden Athlon XP "Barton" mit FSB400 zu überprüfen, mussten sich diesem Test nun auch unsere beiden anderen Kandidaten unterziehen. Der nForce 2 scheint hierbei rein theoretisch einen entscheidenden Vorteil zu haben, läßt sich der AGP- und PCI-Takt doch auf 66MHz bzw. 33MHz festsetzen - ein Feature, dass man sonst nur bei Intel Platinen findet.
Darüber hinaus warf unser Artikel jedoch noch eine andere, wichtige Erkenntnis über den nForce 2 ab: Nur mit einem synchron zum FSB laufendem Speichertakt entfaltet der Chipsatz seine wahre Kraft. Taktverhältnisse wie 266:333 machen demnach schlichtweg keinen Sinn. Genauere Details liefert der Artikel [8].
EPoX 8RDA+
Wie in der Einleitung bereits kurz angesprochen umschiffte das EPoX 8RDA+ die Hürde FSB400 ohne den kleinsten Navigationsfehler. Das Board lief stabil und extrem schnell durch den gesamten Benchmarkparcours. Und das trotz passiver Chipsatzkühlung, die nicht einmal den ganzen Heatspreader des nForce 2 bedeckt. Respekt!
EPoX 8K9A2+
Besonders überraschen konnte uns das 8K9A2+ von EPoX, denn dem verwendeten Chipsatz KT400 hätten wir wesentlich weniger zugetraut. Doch das Board lief mit einem FSB von 200 MHz (FSB400) und zwei Riegeln Corsair PC3000CL2 bei DDR400 ebenso problemlos wie zuvor das 8RDA+. Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass VIA nichtmal DDR400 mit einem Modul validiert hat. Pauschalisieren wollen wir diese Leistung jedoch nicht. Und auch die Tatsache, dass das Board bei uns frei auf dem Boden liegend keinen großen thermischen Belastungen ausgesetzt war, sollte man beachten. Da das Mainboard über keinen 1:6 Teiler verfügt, liefen bei 200MHz FSB der PCI-Takt mit 40MHz und der AGP-Bus mit 80MHz, was dem Mainboard im Vergleich zu den nForce 2 Kollegen einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil verschaffen dürfte.
Asus A7N8X
Angesichts der Leistung der 8RDA+ gingen wir äußerst entspannt an den FSB400 Test auf dem A7N8X. "Gleicher Chipsatz, gleiches Resultat", lautete unsere Devise. Doch, weit gefehlt! Mit dem zum Benchen verwendeten Bios 1001E wollte das Board zwar bei 10x200MHz starten, fiel jedoch schon wenige Sekunden nach dem Booten unangenehm auf. Bei jedem Mausklick verschwand für einen Bruchteil einer Sekunde das Bild auf dem Monitor und als wir zu Kontrolle der Einstellungen WCPUID bemühten, geriet die Darstellung endgültig außer Kontrolle. Und das, obwohl wir den AGP-Takt per Bios fest auf 66MHz gelockt hatten. Und auch bei der Einstellung Auto bzw. 50 oder 67MHz zeigten sich die selben Fehler und der 3DMark sowie jede andere, rechenintensive Anwendung verabschiedete sich nach wenigen Sekunden und hunderten an Bildfehlern von der Bildschirmfläche.
Während des Test erschien mit dem 1001G eine neue Bios-Version, die postwendend in das EEPROM geflasht wurde. Allerdings beschehrte uns auch dieses Update keine Besserung. Neben den bekannten Fehler bootete das Board nun von Zeit zu Zeit bei der Einstellung von 10x200MHz mit 7x200MHz und trieb den Tester endgültig in den Wahnsinn. Schlussendlich gaben wir uns mit kleineren Brötchen zufrieden und fanden die Stabilitätsgrenze bei 191MHz FSB. Ein Fehlverhalten des "AGP-Fix" wollen wir somit ausschließen und kommen zu dem Fazit, dass unser Modell eben keine 200MHz FSB mitmachen wollte. Rücksprachen mit Kollegen anderer Seiten ergaben Ergebnisse von 185-200MHz, was ein weiteres Mal verdeutlichen dürfte, dass das Resultat eines einzelnen Chips nicht zum Gesetz der Serie werden muss.
Benchmarks
SiSoft Sandra 2003 Pro - FSB400
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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2,5% Betrug der Vorsprung des nForce 2 auf den KT400 bei FSB333/DDR333. Nun sind es 5% bzw. 6%. Das 8RDA+ kann aus dem höheren Takt demnach wesentlich mehr Leistung schöpfen.
Cachemem - FSB400
Angaben in Nanosekunden
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Auch Cachemem bescheinigt dem nForce 2 bei FSB400/DDR400 trotz identischer Speichertimings ein besseres Verhalten. Während der nForce 2 die Latenzen noch leicht nach unten korrigieren konnte, ist beim KT400 ein leichter Zuwachs zu verbuchen. Aus 23,4% werden 31% Performanceunterschied.
3DMark 2001SE - FSB400
Angaben in Punkten
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Im 3DMark 2001 legen beide Chipsätze ordentlich zu. Der KT400 erreicht mit FSB400 und XP2400+ das Ergebnis des nForce 2 mit XP2400+ und FSB333. Dieser liegt nun jedoch wiederum 3,2% in Front. Bei 333/333 waren es noch 2,9%. Das Ergebnis des 8RDA+ entspricht dem des nForce 2 mit FSB333 und XP2600+.
Quake3Arena - FSB400
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Der KT400 in Front? Nach einer ersten Phase der Verunsicherung fiel uns die Ursache dieses Phänomen jedoch wieder ein. Das 8K9A2+ besitzt keinen fixen AGP-Takt und lief in diesen Test somit mit 80MHz AGP (Norm: 66MHz). Quake3Arena scheint hiervon besonders zu profitieren und ermöglicht dem KT400 den einzigen Sieg in unserem Benchmarkparcours.
Comanche 4 - FSB400
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch in Comanche kann der nForce 2 bei FSB400/DDR400 seinen Vorsprung von 5,7% auf 6,1% weiter ausbauen. Zwar fallen derart geringe Differenzen im Praxisalltag nicht weiter ins Gewicht. Sie verdeutlichen jedoch die gute Skalierung des nForce 2 auch bei höheren Taktraten.
Unreal Tournament 2003 - FSB400
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch im UT2003 Botmatch skalieren beide Board gut mit dem gestiegenen Takt und erreichen beinahe die Ergebnisse mit einem XP2600+ (FSB333). Im Grafikkarten limitierten FlyBy liegen die Ergebnisse sogar darüber.
WinACE 2.11 - FSB400
Angaben in Minuten, Sekunden
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In WinACE holt der KT400 erstmals auf den nForce 2 auf und kann seinen Rückstand von vorhin (FSB333/DDR333) von knapp 10% auf 7% verkürzen.
Insgesamt erstaunliche Ergebnisse. Zum einen, dass beide Boards diese hohen Taktraten ohne Probleme überstanden haben. Zum anderen, dass sie beide mehr oder weniger stark skalieren. Der KT400 erreicht in etwa die Resultate des nForce 2 mit FSB333/DDR333 bei identischem CPU-Takt und beweist somit, dass die schlechte Performance mit DDR400 bei synchroner Ansteuerung wie weggeblasen ist. Enttäuschend, dass das A7N8X diesen Test nicht bestanden hat und wir so von einer pauschalen Aussage über die FSB400-Tauglichkeit des nForce 2 vorerst absehen müssen.
Fazit
Das Fazit stand, zumindest was den Chipsatz anbelangt, für uns schon vor dem Test fest. Schließlich sprach bereits das Vorserienmodell des nForce 2 eine deutliche Sprache und ließ den KT333 im Regen stehen. Und so hat nun auch sein nur unwesentlich flinkerer Nachfolger, der KT400, beim Betrieb mit einem FSB von 166MHz nicht den Hauch einer Chance. Neben dem Dual-Channel Betrieb, der gerade in der Streaming-Performance für einige extra MB/s sorgen kann, verhelfen insbesondere die gut 25% besseren Speicherlatenzen dem nForce 2 zum Sieg. Dual LAN, FireWire, USB2.0 und Dolby Digital 5.1 machen den nVidia Chip in der Ausführung mit dem MCP-T zudem zum unschlagbaren Ausstattungskönig. Hersteller von OEM Komplettsystemen dürften den Tag herbei sehnen, an dem endlich der nForce 2 mit IGP, also mit intergrierter GeForce 4 MX, auf den Markt kommen wird. Denn auch wenn die Vorstellung bereits gut sechs Monate her ist, fehlt von diesem Chipsatz noch immer jede Spur. Unserer Entscheidung im Kampf nForce 2 (SPP) gegen KT400 geht aber auch jetzt schon eindeutig zugunsten des nForce 2 aus.
Doch widmen wir uns nun den einzelnen Mainboards und werfen gleich zu Anfang einen Blick auf die aktuellen Preise (3.1.2002 / Alternate.de):
| Modell | Preis in Euro |
|---|---|
| Asus A7N8X | 149.00 |
| Asus A7N8X Deluxe | 174.00 |
| EPoX 8RDA+ | 139.00 |
| EPoX 8K9A2 | 129.00 |
| EPoX 8K9A2+ | 154.00 |
EPoX EP-8RDA+:
Vom ersten Begutachten bis zum letzten Benchmark hat uns das 8RDA+ an das fast schon legendäre 8KHA+ (KT266A) erinnert, mit dem sich EPoX vor einiger Zeit in Deutschland einen großen Namen machen konnte: Erstklassige Geschwindigkeit, Stabilität und Overclocking-Eigenschaften zu einem 'relativ' kleinen Preis. Das Mainboard bietet die Features, die zur Zeit benötigt werden, läßt Luxus jedoch Außen vor - ein unscheinbares Arbeitstier. So bietet sich die Platine jedem an, der den Speed des nForce 2 nicht missen will, auf Extras wie Serial ATA, Dual LAN und Raid jedoch gerne verzichten kann oder dank der sechs PCI-Slots später über Zusatzkarten nachrüsten möchte. Das Layout ist durchdacht und klar strukturiert. Während der gesamten Testphase bereitete uns das Modell keinerlei Probleme und konnte insbesondere im Betrieb FSB400/DDR400 voll überzeugen. Das Bios bietet die für EPoX übliche Einstellungsvielfalt und ist dank Magic Flash nun endlich auch unter Windows updatebar. Insbesondere die Einstellungen zum Übertakten von CPU und Arbeitsspeicher können auf ganzer Linie überzeugen. Kurz und gut: Ein Mainboard, das dem genügsamen Käufer viel Freude bereiten wird und aus diesem Grund unseren Leistungs-Award zugesprochen bekommt. Die Standardversion des A7N8X kostet 10€ mehr und verfügt weder über FireWire noch einen eventuell nützlichen sechsten PCI-Slot und muss so im direkten Vergleich den Kürzeren ziehen.
Asus A7N8X Deluxe:
Spielen zukunftsträchtige Ausstattungsmerkmale keine Rolle, bietet EPoX also mehr für's Geld. Und wie sieht es aus, wenn Serial ATA, Dual LAN und OnBoard Dolby Digital Sound von Anfang an mit von der Partie sein sollen? Dann spielt das Asus A7N8X in einer eigenen Liga. Während sich das 8RDA+ nicht auf einen größeren Bruder berufen kann, schlägt das A7N8X Deluxe auf ganzer Linie in die Bresche: Mehr Features bietet derzeit auf dem AMD-Sektor keine Platine (Vom Gigabit Ethernet des A7V8X einmal abgesehen). Während die Platine in den Spieletests durchweg leicht hinter dem 8RDA+ zurück lag, konnte sie im "Office-Gebrauch" Boden gut machen. Die Unterschiede sind im Alltag jedoch zu vernachlässigen, so dass im Endeffekt nur der Geldbeutel und die gewünschte Ausstattung eine Rolle spielen sollten. Auch wenn die OC-Eigenschaften im Bios nicht ganz an die brachialen Methoden der EPoX-Boards heran reichen, sollten sie das bestmögliche Resultat im vertretbaren Rahmen ermöglichen. Features wie Asus Q-FAN und Asus C.O.P. runden das Angebot ab. Etwas unschlüssig sind wir uns noch ob der beim Overclocking gezeigten Performance. Letztendlich wird erst die Verfügbarkeit von FSB400 Prozessoren zeigen, ob der nForce 2 bzw. die Platinen in der Serie damit zurecht kommen. Ob nun das A7N8X besonders schlecht oder das 8RDA+ außergewöhnlich gut abgeschnitten hat, können wir derzeit noch nicht endgültig bewerten. Nichtsdestotrotz können wir dem A7N8X in der Deluxe Version mit gutem Gewissen unseren Hardware-Hammer verleihen.
EPoX EP-8K9A2+:
Und unser letzter Kandidat, das 8K9A2+? Es ist schwer bei einer derartig übermächtigen Konkurrenz ein Urteil zu fällen und auch in den unzähligen Hardware-Foren etabliert sich seit einigen Wochen eine Ansicht: (Fast) kein Weg führ vorbei am nForce 2. Doch wer braucht diese 5% Leistung und in welchen Lebenslagen wird man sie überhaupt bemerken? Ohne Frage, das 8K9A2+ ist ein sehr gutes Board, das nicht zuletzt beim Betrieb FSB400/DDR400 mit zwei RAM-Modulen bewiesen hat, wieviel Sorgfalt in die Entwicklung dieser Platine geflossen ist. Zwar wollen wir auch dieses Ergebnis nicht als Gesetz für die Serie auslegen, dann hätte VIA DDR400 längst offiziell validiert. Erstaunt hat es uns dennoch. Zudem bietet das Board mit Raid und Serial ATA Features, die man dem 8RDA+ nicht gegönnt hat und zusammen mit OnBoard LAN und Sechskanalsound kam selten zuvor ein EPoX Board mit einer derartigen Ausstattung daher. Zugaben wie die AirFlow-Kabel und der Neonlüfter könnten das Board durchaus für handwerklich ungeschickte und preisorientierte Käufer zu einer interessanten Alternative machen und die Biossettings sollten für jeden noch so kühnen Übertaktungsversuch ausreichen und gerade Besitzer eines "TBred" erfreuen. Die Standardvariante 8K9A2 lohnt unseres Erachtens weniger. Ohne die Masse an OnBoardkomponenten fällte es nicht nur in der Leistung sondern auch in der Ausstattung (LAN, FireWire) hinter das 8RDA+ zurück, welches mit gerade einmal 10€ Aufschlag die bessere Alternative bietet. Wer jedoch auf ein paar Prozent Leistung verzichten kann und keinen großen Wert auf Dual LAN und Dolby 5.1 Sound legt, könnte im 8K9A2+ sogar eine Alternative zum A7N8X Deluxe gefunden haben. Zumindest dann, wenn es auf ATA133 und Serial ATA Raid (0+1) sowie OnBoard LAN ankommt.
Schlussendlich muss jeder individuell entscheiden, welches Produkt seinen Anforderungen am ehesten gerecht wird, weshalb wir auf eine nur bedingt aussagekräftige Wertung verzichten wollen. Wer den Artikel aufmerksam gelesen hat, wird seinen Chipsatz und vielleicht auch sein Mainboard gefunden haben.
Ihr wollt über den Artikel diskutieren, habt Fragen, Lob oder Kritik auf dem Herzen? Am besten tut ihr all dies auf ForumBase.de [27] oder in unserem IRC-Channel [28] #computerbase im QuakeNet.











