Vorwort
Der SiS648 hat zwar mit dem SiS655, der auch bei uns in einem Review bald genauer besprochen werden wird, seinen Nachfolger gefunden, der Dank Dual-Channel DDR333 Technologie nach der Leistungskrone greifen will, aber dennoch ist der SiS648 natürlich nicht ganz abgemeldet. Schon seit einiger Zeit befinden sich zwei SiS648 Mainboards, das EP-4SDA5+ von EPoX und das GA-8SG667 von Gigabyte bei uns im Test, die aber aufgrund größerer Instabilitäten des EP-4SDA5+ bisher nicht besprochen werden konnten. Durch ein inoffizielles Bios Update sind diese Probleme nun aber aus der Welt geschafft, so dass wir die Tests endlich richtig durchführen konnten und auch dieses eigentlich schon tot geglaubte Review doch noch präsentieren können.
Durch das B0-Stepping des SiS648, das dem Chipsatz nun auch Hyper-Threading Unterstützung spendiert, könnte der SiS648 sogar noch einmal auch für all diejenigen Käufer interessant werden, die nicht immer das neueste und schnellste benötigen, das der Markt zu bieten hat, aber dennoch bei einem günstigen Preis nicht auf eine zumindest theoretische Zukunftssicherheit verzichten wollen. Die beiden hier besprochenen Mainboards verfügen jedoch noch nicht über das neue B0-Stepping. Da sich außer der hinzugekommenen Hyper-Threading Unterstützung am Chipsatz selbst aber nichts verändert hat, lässt sich trotzdem auf die Leistungsfähigkeit schließen.
Da es sich bei unseren Exemplaren nicht um das neue B0-Stepping handelt, mussten wir leider auf unser altes Testsystem zurückgreifen. Eigentlich kommt bei uns mittlerweile der Pentium4 3,06GHz mit Hyper-Threading in Verbindung mit einer GeForce4 Ti4600 zum Einsatz, doch da die Mainboards diesen Prozessor nicht unterstützen, mussten wir wieder auf den Pentium4 2,4GHz und eine GeForce3 Ti200 umsatteln. Dank unserer großen Datenbank früherer Tests verfügen wir über genügend Vergleichswerte, so dass dieser Umstand dann doch nicht allzu gravierend ist. Nach diesem Test hoffen wir dann jedoch das alte Testsystem endgültig ruhen lassen zu können und wieder mit unseren gewohnten Ergebnissen und unserem aktualisierten Benchmarkparcours weitermachen zu können.
Die Chipsätze
| Features | Intel 850E | i845E | i845PE | i845G | i845GE | E7205 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Northbridge Features | |||||||
| Northbridge | KC82850E | KC82845E | KC82845PE | KC82845G | KC82845GE | E7205 | |
| Hyper-Threading | Ja | Ja | Ja | Nein (ab B-Step) |
Ja | Ja | |
| Integrierte Grafik | Nein | Nein | Nein | Ja | Ja | Nein | |
| Speichertakt | |||||||
| 100 MHz | Ja (400) | Ja | Nein | Ja | Nein | Ja | |
| 133 MHz | Ja (533) | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 166 MHz | Nein | Nein | Ja | Ja (inoffiziell) | Ja | Nein | |
| 200 MHz | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Speicher-Slots (max) | 4 | 3 | 3 | 2 | 2 | 4 | |
| Speichersupport | |||||||
| DDR-SDRAM | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja (Dual) | |
| (Dual)-Rambus | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| AGP Support | |||||||
| 4x | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 8x | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Ja | |
| Southbridge Features | |||||||
| Southbridge | 82801BA | 82801DB | 82801DB | 82801DB | 82801DB | 82801DB | |
| Festplattencontroller | |||||||
| ATA 100 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 133 | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Anzahl PCI-Slots (max) | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| USB-Ports (max) | 4 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| USB 2.0 | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Firewire | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Sonstiges | |||||||
| I/O-Link | Hub Interface (266MB/s) | ||||||
An der Chipsatzfront gibt es dieses Mal nichts neues zu berichten, so dass sich an der alt bekannten Auflistung wieder einmal nichts verändert hat.
| Features | VIA P4X333 | VIA P4X400 | SiS 645DX | SiS 648 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Northbridge Features | |||||
| Northbridge | VT8754 | VT8754 | 645DX | 648 | |
| Hyper-Threading | Keine Angaben |
Keine Angaben |
Nein (ab B-Step) |
Nein (ab B-Step) |
|
| Integrierte Grafik | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Speichertakt | |||||
| 100 MHz | Ja (400) | Ja | Ja | Ja | |
| 133 MHz | Ja (533) | Ja | Ja | Ja | |
| 166 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 200 MHz | Nein | Ja (inoffiziell) | Nein | Ja (inoffiziell) | |
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Speicher-Slots (max) | 3 | 3 | 3 | 3 | |
| Speichersupport | |||||
| DDR-SDRAM | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| (Dual)-Rambus | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| AGP Support | |||||
| 4x | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 8x | Nein | Ja | Nein | Ja | |
| Southbridge Features | |||||
| Southbridge | VT8235 | VT8235 | SiS 961B | SiS 963 | |
| Festplattencontroller | |||||
| ATA 100 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 133 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Anzahl PCI-Slots (max) | 5 | 5 | 6 | 6 | |
| USB-Ports (max) | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| USB 2.0 | Ja | Ja | Nein | Ja | |
| Firewire | Nein | Nein | Nein | Ja | |
| Sonstiges | |||||
| I/O-Link | V-Link (533MB/s) |
V-Link (533MB/s) |
MuTIOL (533MB/s) |
MuTIOL (1GB/s) |
|
Erste Mainboards mit SiS648 Chipsatz im B0-Stepping gibt es von Gigabyte. Geändert hat sich neben dem Stepping des Chipsatzes auch der Name der Mainboards, damit diese leicht zu erkennen sind. Eine '800' statt der '667' kennzeichnet diese Boards (z.B. GA-8SG800). Etwas unglücklich ist die '800' dabei schon gewählt, da sie zufällig oder auch unzufällig geradezu eine Verbindung mit den bald kommenden Pentium4 Prozessoren mit einem Front-Side-Bus von 800MHz heraufbeschwört, obwohl die Mainboards hierfür offiziell keineswegs freigegeben sind, sondern nur FSB400 und FSB533 unterstützen.
Das EPoX EP-4SDA5+
Lieferumfang und Dokumentation
Beim EP-4SDA5+ setzt EPoX eher auf die Ausstattung als den Lieferumfang und legt dem Kunden deshalb nicht viele Extras ins Paket. Man beschränkt sich hier eher auf das Notwendige.
- EP-4SDA5+
- EP-4SDA5+ Installations CD
- Ein IDE-Kabel
- Ein Floppy-Kabel
- GamePort-Modul
- EP-4SDA5+ Handbuch
- HighPoint Raid-Handbuch
- Raid Installations Diskette
- Magic Flash und USDM Handbuch
- I/O Blende
Die Dokumentation des EP-4SDA5+ wird den Ansprüchen, die man hier aufgrund der bisherigen Tests an EPoX stellen darf, gerecht. Gerade das Kapitel über das Bios im Handbuch lässt wieder einmal kaum Fragen offen und führt die Optionen nicht nur auf, sondern geht auch erklärend auf diese ein. Auch die Treiberinstallation, das Flashen des Bios und die Benutzung von GHOST 7 werden in den Anhängen kurz erläutert.
Die Handbücher sind dabei alle in Englisch gehalten. Auf der deutschen EPoX Homepage [1] kann das Handbuch des EP-4SDA5+ aber auch als PDF-Dokument in Deutsch heruntergeladen werden.
Ausstattung
Das EP-4SDA5+ verfügt über einige Extras. Weder auf Raid, noch Onboard Sound, LAN und Firewire muss verzichtet werden. Allerdings hapert es etwas bei der Umsetzung und so lassen sich nicht alle Features gleich beim Kauf uneingeschränkt nutzen.
So verfügt das EP-4SDA5+ theoretisch zwar über Firewire und auch über die notwendigen Anschlüsse, ein Modul, um diese aber auch nutzen zu können, liegt dem Mainboard nicht bei. Alle anderen Onboard Komponenten können glücklicherweise sofort benutzt werden.
Als Raid-Controller kommt der HighPoint HPT372 zum Einsatz, der bis zu vier Festplatten aufnehmen kann. Er unterstützt auch die einfache Benutzung von IDE-Festplatten, ohne dass man ein Raid-Array konfigurieren muss.
Dank der SiS963 Southbridge besitzen SiS648 Mainboards ohnehin schon Unterstützung für ATA133, was Platinen mit Chipsätzen von Intel verwehrt bleibt.
Für Onboard Sound sorgt der Realtek ALC650 Codec, der schon in einigen Tests durchaus gute Ergebnisse erzielen konnte. Drei RAM-Steckplätze warten darauf bestückt zu werden und auch der AGP Slot wurde farbig von EPoX etwas aufgepeppt.
Die Anschlüsse für den Power- und Reset-Knopf sowie alle anderen LEDs sind vorbildlich an den Rand der Platine gelegt und Dank ihrer sehr einfachen aber zweckmäßigen Aufreihung kommt man bei der Installation ganz ohne das Handbuch aus.
Die Northbridge wird von EPoX passiv gekühlt und somit können auch alle Kunden, die besonderen Wert auf ein leises System legen, ohne weitere Maßnahmen zum EP-4SDA5+ greifen. Eine aktive Kühlung nachzurüsten dürfte für Kunden, die extreme Übertaktungsunternehmungen vorhaben, bei denen eine aktive Kühlung eventuell erforderlich werden könnte, angesichts der Aufmachung des Kühlkörpers aber etwas schwierig werden.
Einzige Kritik am ansonsten gelungenen Layout der Platine müssen wir an der Anordnung des Power-Connectors üben. Die Nase des Anschlusses ist zu den Kondensatoren ausgerichtet, so dass es schon etwas mühselig ist, den Power-Stecker wieder vom Mainboard zu lösen. Eine andere Anordnung, die EPoX sicherlich auch gerne gewählt hätte, war aber wohl nicht möglich, da dann sämtliche Leitungen andersherum vergelegt werden müssten.
Etwas ungewöhnlich auf dem EP-4SDA5+ ist die passive Kühlung der Southbridge. Andere Mainboards mit der SiS963 Southbridge verfügen nicht über eine derartige Kühllösung. Auch beim I/O-Controller wurde nicht unnötig gespart und so setzt EPoX hier auf einen Chip aus dem Hause Winbond.
Als kleines Extras legt EPoX dem EP-4SDA5+ ein GamePort-Modul bei, das direkt an das Mainboard angeschlossen werden kann. Für Onboard Lan sorgt der RTL8201BL Chip von Realtek. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen in letzter Zeit in Mode gekommenen Gigabit Ethernet-Chip, sondern 'lediglich' um einen 10/100 MBit fähigen LAN-Chip.
Mit Magic Bios und dem Unified System Diagnostic Manager (USDM) bietet nun auch EPoX zwei hilfreiche Tools, die das Leben des Käufers erleichtern sollen. Magic Flash ermöglicht das Flashen des Bios unter Windows. Allerdings nur bei bestehender Internetverbindung und auch nicht von ausgewählten selbst heruntergeladenen Bios Dateien. Magic Flash sucht selbständig auf dem Server von EPoX nach Updates und installiert diese. Mit einem kleinen Trick ist es dennoch möglich auch ausgewählte Bios Dateien vom Programm Flashen zu lassen. Hierzu muss man nur im Verzeichnis von Magic Flash nicht die eigentliche Startdatei des Programms öffnen, sondern die im Ordner befindliche 'winflash.exe' ausführen. Schon kann man die Datei, die zum Flashen benutzt werden soll, selbst auswählen und ist nicht mehr auf das Internet und dort befindliche Updates angewiesen.
Der USDM gibt Aufschluß über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen des Systems und warnt den Benutzer bei Überschreitung der selbst gewählten Limites.
Stabilität
In Sachen Stabilität zeigte sich uns das EP-4SDA5+ von zwei völlig verschiedenen Seiten. Mit dem letzten offiziellen Bios vom 28.10.2002 lief zwar Windows einwandfrei, bei 3D-Applikationen stürzte das System jedoch nach wenigen Sekunden ab und fror ein.
Der Fehler konnte zwar lokalisiert werden, da er wohl nur in Verbindung mit einer GeForce3 auftritt und mit den Shadowing und Caching Einstellungen des Bios eventuell behoben werden kann, jedoch lässt sich dies nicht pauschalisieren. Auf unserem System waren die Probleme leider nicht durch Veränderungen der Bios Einstellungen aus der Welt zu schaffen, so dass wir unsere Hoffnung nur in ein neues Bios legen konnten. Zwar hätten wir die Tests mit einer GeForce4 problemlos durchführen können, allerdings wäre dabei jegliche Vergleichbarkeit zu anderen bisher getesteten Systemen auf der Strecke geblieben, so dass wir diesen Weg nicht wählten.
Nach erneuter Rücksprache mit EPoX erhielten wir ein Bios, das auf den 12.2.2003 datiert ist und noch nicht veröffentlicht wurde. Glücklicherweise präsentierte sich das EP-4SDA5+ mit diesem Bios wie ausgewechselt und ermöglichte auch mit einer GeForce3 einen problemlosen Betrieb; sowohl unter Windows als auch bei sämtlichen 3D-Applikationen. Endlich konnten wir zur Tat schreiten und das Board einem Test unterziehen.
Deshalb können wir dem EP-4SDA5+ nur in Verbindung mit dem Beta-Bios vom 12.2.2003 eine sehr gute Stabilität zusprechen, die hinter seinen Konkurrenten in nichts nachsteht. Ohne dieses Beta-Bios sieht dies leider ganz anders aus!
Bis zur Veröffentlichung dieses Artikels ist noch kein neues Bios für das EP-4SDA5+ auf den Seiten von EPoX [2] erschienen. Somit ist das Bios vom 28.10.2002 immer noch das letzte offiziell erhältliche.
Die RAM-Timings liefen bei 333MHz DDR-Takt mit den schnellen Timings von 2-2-2-5-2. Mit nur einem Modul waren hier sogar Werte von 2-2-2-5-1 stabil zu erreichen.
Der DDR354 Betrieb war ebenso wie mit DDR333 mit den Timings 2-2-2-5-2 zu erzielen; hier mussten keine Veränderungen vorgenommen werden.
Um stabil mit DDR400 arbeiten zu können, mussten die Timings dann aber auf 2-3-2-5-2 herabgesetzt werden. Diese kleine Einbuße lässt sich sicherlich verschmerzen, jedoch setzt das EP-4SDA5+ bei DDR400 offenbar die Timings des Bus' deutlich hoch, was sich sehr negativ auf die Leistung auswirken sollte. Doch darauf gehen wir bei den Benchmarks noch genauer ein.
Da immer wieder Fragen über die IRQ Verteilung bei den getesteten Mainboards aufkamen, sei auch hier noch einmal die INT-Tabelle mit angegeben, um so mögliche Fragen zu etwaigen Instabilitäten in dieser Hinsicht schon im Vorfeld zu klären.
| A | B | C | D | |
|---|---|---|---|---|
| PCI Slot 1 | - | shared | - | - |
| PCI Slot 2 | - | - | shared | - |
| PCI Slot 3 | - | - | - | shared |
| PCI Slot 4 | shared | - | - | - |
| PCI Slot 5 | - | shared | - | - |
| PCI Slot 6 | - | - | shared | - |
| AGP Slot | shared | - | - | - |
| Onboard USB HC0 | - | shared | - | - |
| Onboard USB HC1 | - | - | shared | - |
| Onboard USB HC2 | shared | - | - | - |
| Onboard USB 2.0 | - | - | - | shared |
| Onboard LAN | - | - | - | shared |
| Onboard Sound | - | - | shared | - |
| Firewire | - | shared | - | - |
| Raid | - | - | - | shared |
Bios und Overclocking
FSB-Überprüfung:
EPoX macht vor, wie genau man doch takten kann. Genau 133,0MHz beim FSB sind dabei sogar 0,33MHz weniger als erlaubt, so dass EPoX den 2,4GHz Pentium4 sogar leicht untertaktet.
Prozessortakt im Vergleich
Angaben in MHz
|
Das Gigabyte GA-8SG667
Lieferumfang und Dokumentation
Gigabyte legt dem GA-8SG667 zwar auch nicht mehr zur Seite als EPoX, dafür dürften die Dreingaben für einige etwas sinnvoller erscheinen, da ein USB-Modul für viele nützlicher sein dürfte als ein GamePort-Modul. Dies ist jedoch Ansichtssache. Folgende Extras findet der Käufer beim Öffnen der Packung vor:
- GA-8SG667
- GA-8SG667 Installations CD
- Zwei IDE-Kabel
- Ein Floppy-Kabel
- USB-Modul
- GA-8SG667 Handbuch
- Motherboard Settings Sticker
- Quick PC Installation Guide
Die Dokumentation des GA-8SG667 ist insgesamt etwas schlechter als die der EPoX Platine. Das ebenfalls auf Englisch verfasste Handbuch behandelt vor allem das Kapitel über das Bios deutlich spartanischer und erklärt die einzelnen Optionen schlechter als sein EPoX Pendant. In den Anhängen wird dabei ebenso auf die hauseigenen Tools und Treiberinstallation eingegangen.
Ausstattung
Anders als bei EPoX verzichtet man bei Gigabyte auf Onboard LAN, Firewire und Raid. Lediglich Onboard Sound hat es in Form des ALC650 Codecs von Realtek auf die Platine geschafft. Auf der Northbridge findet sich der Gigabyte typische Kühlkörper mitsamt Lüfter wieder, der eigentlich nicht notwendig wäre, bei Gigabyte nach eigenen Angaben jedoch eingesetzt wird, um genügend Spielraum zum Übertakten zu lassen und dennoch einen stabilen Betrieb zu ermöglichen.
Die Platine wurde von Gigabyte farblich etwas aufgepeppt, so dass sie auch in Gehäusen mit Window-Kit einen guten Eindruck macht. Beim GA-8SG667 kommt ein von Gigabyte ansonsten sehr gern eingesetztes Feature nicht zum Zuge: Dual Bios. So ist das GA-8SG667 lediglich mit einem Bios ausgerüstet, was im Normalfall natürlich keinen Nachteil hat.
Beim AGP-Port setzt Gigabyte auf die sogenannte EZ-Fix Technik, bei der ein kleiner Stift die AGP-Karte davor bewahrt aus dem Slot zu rutschen. Welche Technik der Hersteller benutzt, ist für den Kunden jedoch weniger relevant, solange sie ihren Zweck erfüllt und das ist auch bei Gigabytes Lösung der Fall.
Eine farbliche Kennzeichnung der Power-, Resetknopf- und LED-Anschlüsse ermöglicht auch beim GA-8SG667 eine sehr einfache Installation und hat vor allem einen Wiedererkennungswert, den man beim erneuten Anschließen des Boards nicht missen möchte, um einen zusätzlichen Blick ins Handbuch vermeiden zu können.
Um neben den zwei intern verbauten USB-Ports zwei weitere nutzen zu können, legt Gigabyte dem Mainboard ein USB-Modul zur Seite.
Anders als EPoX nutzt Gigabyte die SiS963 Southbridge jedoch nicht voll aus und verbaut so nur fünf PCI-Slots auf der Platine. Das EP-4SDA5+ von EPoX bietet hier die Möglichkeit sechs PCI-Karten einzusetzen.
Wie schon bei EPoX können auch beim GA-8SG667 drei RAM-Steckplätze bestückt werden. DDR400 geht hier jedoch sehr viel einfacher von der Hand als beim EP-4SDA5+, doch darauf gehen wir im weiteren Verlauf des Reviews noch genauer ein.
Insgesamt kann man am Layout des GA-8SG667 somit nur wenig bemängeln, jedoch fiel uns auch hier die ungünstige Platzierung des Power-Connectors auf. Die Nase liegt direkt neben dem CPU-Kühler, so dass auch hier etwas Mühe und Fingerfertigkeit aufgebracht werden muss, um den Stecker zu lösen.
Während das EP-4SDA5+ mit vielen Onboard Features glänzt, beschränkt sich das GA-8SG667 von Gigabyte eher auf alt Bewährtes und lockt den Kunden nicht mit vielen Extras. Wie es jedoch mit der Leistung aussieht und ob das GA-8SG667 hier eventuell die Nase vorn haben wird, klären unsere Benchmarks.
Doch sehen wir uns noch kurz die Preise etwas genauer an.
Für das EP-4SDA5+ bezahlt man angesichts seiner Ausstattung auch immerhin noch knapp 140 Euro. Selbst für die preiswertere Variante, das EP-4SDAI, das ohne Raid auskommen muss, müssen noch knapp 120 Euro hingelegt werden.
Das GA-8SG667 von Gigabyte bekommt man da schon sehr viel günstiger. Es wechselt bereits für knapp 90 Euro den Besitzer. Ein wirkliches Schnäppchen also, wenn es sich bei den weiteren Tests keine großen Aussetzer leistet.
Stabilität
Die Stabilität des GA-8SG667 von Gigabyte konnte überzeugen und bot uns keinen Anlass zur Kritik. Tadellos waren sämtliche Tests möglich und sogar in Verbindung mit DDR400 und zwei single-sided Modulen machte das Board keine Probleme. Allerdings sollten hier wohl nur ausgewählte High-End Module zum Einsatz kommen. Verbindliche Zusagen lassen sich diesbezüglich aber nicht treffen.
Mit DDR333 konnten wir den RAM mit den schnellen Timings von 2-2-2-5 betreiben.
Mit einem DDR-Takt von 400MHz und zwei Modulen mussten die Timings auf 2-3-3-6 zurückgeschraubt werden, damit das Board stabil lief. Doch die Anzahl der RAM-Module scheint hierauf keine Auswirkungen zu haben, da wir auch bei der Verwendung von nur einem Modul keine schnelleren Timings realisieren konnten.
Eine INT-Tabelle weist auch das Handbuch des GA-8SG667 nicht auf; ein typisches Manko bei allen bisher von uns getesteten Gigabyte Mainboards.
Bios und Overclocking
FSB-Überprüfung:
Im Vergleich zu EPoX sieht Gigabyte das mit dem von Intel vorgeschriebenen Frontside-Bus von 133,33 MHz schon etwas lockerer und beschehrt dem Pentium 4 gute 10MHz mehr. Der FSB wird mit 133,90MHz leicht übertaktet. Sicherlich auch kein Beinbruch, aber es geht genauer.
Prozessortakt im Vergleich
Angaben in MHz
|
Testsystem
In diesem Test mussten wir, wie bereits erwähnt, wieder auf unser altes Testsystem zurückgreifen und so kam der bereits von uns getestete Pentium4 2,4GHz mit 133MHz FSB [3] zum Einsatz. Als Betriebssystem verwendeten wir Windows XP Professional. Dabei ließen wir das integrierte DirectX 8.1 unverändert. Funktionen wie System Restore oder automatische Systemupdates wurden deaktiviert. Um dennoch eine normale Arbeitsumgebung zu schaffen, haben wir als Qualitätseinstellungen für die Systemoberfläche mit geglätteten Schriften und der Standard Windows XP Oberfläche gearbeitet. Alle weiteren visuellen Optionen wurden ebenfalls aktiviert. Die Inno3D GeForce3 Ti200 wurde mit dem offiziellen Detonator in der Version 28.32 betrieben. Auch wenn dieser nicht mehr ganz aktuell ist, mussten wir diesen wählen, damit die Vergleichbarkeit zu früheren Tests gewahrt blieb.
Sämtliche i845E Mainboards, die in unseren umfangreichen Vergleichswerten auftauchen, wurden in unseren Tests mit DDR266 betrieben, da sie nicht über eine DDR333 Unterstützung verfügen! Dies ist in den Benchmarks nicht noch einmal explizit gekennzeichnet.
- Prozessor
- Intel Pentium 4 2,4 GHz - 533MHz FSB
- Motherboard
- EPoX EP-4SDA5+
- Gigabyte GA-8SG667
- Arbeitsspeicher
- Grafikkarte
- Inno3D Tornado Geforce3 Ti200
- Peripherie
- Maxtor 92041U4
- Philips PCCD048
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 28.32
- Intel Inf-Treiber 4.04.1007
- Intel Application Accelerator 2.2
- Software
- Windows XP Professional
- DirectX 8.1
Benchmarks
Bei den Benchmarks griffen wir wieder auf einen Mix zurück, der sowohl Spiele, Windows-Anwendungen als auch Rendering und Audio-Encoding berücksichtigte.
Viele Benchmarks basieren dabei auf tatsächlichen Anwendungen. Neben diesen praxisnahen Benchmarks kamen aber auch synthetische Benchmarks wie die 3DMarks zum Einsatz.
Um den Onboard Sound genauer unter die Lupe zu nehmen, haben wir auch dieses Mal wieder einen Soundtest durchgeführt, der mit zwei speziellen Programmen abläuft, die sowohl die Qualität des Sounds als auch die entstehende CPU Auslastung durch den Onboard Sound ermitteln sollen.
Genaueres über die einzelnen Benchmarks erfahrt ihr jeweils an gegebener Stelle.
- DirectX 7.0
- 3DMark 2000 1.1
- Unreal Tournament 4.36 (utbench)
- DirectX 8.0
- 3DMark 2001 SE
- OpenGL
- Vulpine GL Mark 2001 1.1
- Quake 3 Arena 1.17
- Speicherperformance
- SiSoft Sandra 2002
- Sonstiges
- WinACE 2.11
- Cinebench 4D
- Magix Music Maker 3.03
- Lightwave 7.0b
- Audio Winbench 99
- Audio Analyzer
SiSoft Sandra 2002
- SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Als besonders nützlich stellt sich hier der sog. "Memory Benchmark" heraus, der das Zusammenspiel zwischen Speicher, Chipsatz und Prozessor ermittelt. Hier kommt es also nicht nur auf den Speichertakt und die maximale Speicherbandbreite an. Da sämtliche Daten auch über den Prozessor geschickt werden, spielen Northbridge und Frontside Bus eine ebenso wichtige Rolle. So wird DDR333 mit einer Bandbreite von 2700MB/s in diesem Test beispielsweise bei einem Front-Side-Bus von 133MHz, wie ihn der AMD Athlon besitzt, nicht über dessen Transferrate von 2100MB/s kommen.
- Weitere Informationen: SiSoftware.demon.co.uk [5]
- Download: ComputerBase.de [6]
SiSoft Sandra 2002
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Unter Sandra kann das GA-8SG667 leichte Vorteile für sich verbuchen und liegt etwas vor den übrigen SiS648 Platinen. An die Speichertransferrate eines Rambus-Systems kommt natürlich keines der Boards heran, weder im DDR333 noch im DDR400 Betrieb heran.
WinACE 2.11
- Neben dem wohl verbreitetsten Packformat *.zip dürfte das *.ace-Format sicherlich das beliebteste sein. Erstellt wird es in erster Linie durch den grafisch übersichtlichen und recht flinken Packer WinACE. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Encoden einer gepackten Datei erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In unserem Test gilt es, mit WinACE 2.11 einen bunten Mix aus Bild- und Audiodateien (insg. 390MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu kompremieren.
- Weitere Informationen: WinAce.com [7]
- Download: ComputerBase.de [8]
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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Unter WinACE traten die typischen Ergebnisse auf. Je nach Speicheranbindung schwankte die benötigte Zeit im gleichen Verhältnis. Einzig das EP-4SDA5+ machte eine Ausnahme und konnte bei der Verwendung von DDR400 nicht überzeugen. Doch wie kommt es dazu? In Sandra steigerte sich die Speichertransferrate bei DDR400 erwartungsgemäß und eigentlich wäre auch eine Leistungssteigerung unter WinACE zu vermuten. Die Erklärung ist relativ einfach: EPoX hat bei einem RAM-Takt von 400MHz offenbar die Timings des Busses verlangsamt, so dass sich kein effektiver Nutzen einstellt. Anscheinend ist nur so ein stabiler DDR400 Betrieb zu gewährleisten. Bei Gigabyte war dies nicht nötig, so dass die Leistung mit DDR400 nochmals gesteigert werden kann.
Magix Music Maker 3.03
- Der Magix Music Maker dürfte jedem Nutzer ein Begriff sein, der sich schonmal mit dem Vorhaben befaßt hat, am PC eigene Musikstücke zu entwerfen. Das Programm bietet für einen Einsteiger ein fast unerschöpfliches Repertoire an Tools und Audio-Dateien. Uns interessiert an dieser Stelle allerdings nur der integrierte MP3-Encoder. Dieser unterstützt die Befehlssatzerweiterung SSE2 des Pentium 4 und kommt in Verdingung mit einer solchen CPU somit richtig in Fahrt. Es gilt ein 251MB große Wave-Datei in ein MP3 mit 128kBit und High Quality Settings zu encodieren. Hier spielen insbesondere extrem niedrige Latenzzeiten eine außerordentlich große Rolle, weshalb sich Rambus-Speicher trotz seiner gigantischen Bandbreite hier bisher nicht an der Spitze platzieren konnte.
- Weitere Informationen: Magix.com [9]
- Download: Magix.com [10] (eingeschränkte Demoversion)
Magix Music Maker 3.03
Angaben in Sekunden
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Keine großen Unterschiede zwischen den Kontrahenten mit SiS648 Chipsatz gibt es im Magix Music Maker zu verzeichnen. Auch hier leistet sich das EP-4SDA5+ im Zusammenspiel mit DDR400 einen Aussetzer und fällt hinter sein eigenes DDR333 Ergebnis zurück. Dieser Trend dürfte sich angesicht der wohl extrem langsamen Timings auch in den nächsten Tests fortsetzen.
Cinema 4D XL7
- Cinema 4D XL7 gehört zu den ausgewachsenen Rendering-Programmen à la 3D Studio Max. Für den Privatanwender praktisch unerschwinglich, bietet es dem Profi unendliche Möglichkeiten in den Welten des 3D-Renderings und der Animation. Auch hier spielt das Zusammenspiel zwischen Prozessor, Northbridge (Chipsatz) und Speicher erneut eine übergeordnete Rolle. Der OpenGL Benchmark ermöglich zudem einen guten Überblick über die AGP-Performance.
- Weitere Informationen: Maxon.de [11]
- Download: Maxon.de [10] (eingeschränkte Demoversion)
Cinema 4D
Angaben in Punkten
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Auch unter Cinema 4D ändert sich an der Struktur der Ergebnisse nichts. Gigabytes GA-8SG667 erzielt wieder knapp die besten Werte und überzeugt erneut durch seinen DDR400 Support. Hier schwächelt das EP-4SDA5+ erneut und kann lediglich mit DDDR354 noch etwas an Leistung hinzu gewinnen.
Quake 3 Arena
- Quake3Arena und auf dieser Engine basierende Programme gelten als die speicherabhängigsten Spiele überhaupt. Neben den Latenzzeiten spielt hier vorallem die reine Bandbreite eine entscheidende Rolle, weshalb Rambus mit seinen bis zu 4,2 GB/s hier zumeist die Führung übernimmt. Ein nützliches Tool, das das Benchmarken mit dieser Software enorm erleichtert, ist der Q3Bench. Hier können vordefinierte Configs sowie die gewünschten Auflösungen und Detailstufen gewählt werden. Das Protokollieren der Ergebnisse übernimmt der fleißige Helfer ebenfalls.
- Weitere Informationen: guru3d.com [12]
- Download: G256.com [13]
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch Quake 3 Arena birgt dieses Mal keine Überraschungen in sich. Das EP-4SDA5+ schneidet mit DDR400 aber nicht so schlecht ab wie in den anderen Benchmarks, da unter Quake 3 Arena der höhere Takt und die somit gestiegene Transferrate des Speichers offensichtlich eine größere Rolle spielt als die Timings des Bus'.
Vulpine GLMark
- Der GLMark aus dem Hause Vulpine stellt neben Quake3Arena die zweite OpenGL Anwendung in unserem Benchmarkparcours dar. Wir benchen hier einmal in der grafisch aufwendigen Auflösung 1024x768 unter 32Bit und einmal in 640x480 unter 16Bit, um die Hauptlast auf die Komponenten Speicher und CPU abzuwälzen.
- Weitere Informationen: GLMark.de [14]
- Download: ComputerBase.de [15]
Vulpine GLMark v1.1
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Es ist schon fast müssig die weiteren Benchmarks zu kommentieren, denn viel scheint sich offenbar nicht mehr zu verändern. Im Vulpine GLMark schneiden die beiden neuen Plattformen in 1024x768 und 32bit etwas langsamer ab als das P4S8X von Asus. Allerdings ist dieser kleine Unterschied wohl kein Grund, der eine Kaufentscheidung beeinflussen sollte.
LightWave 7.0b
- LightWave in der Version 7.0b schlägt in dieselbe Bresche wie Cinema 4D XL7. Allerdings haben die Entwickler den Kernel um den Befehlssatz SSE2 erweitert und somit für den Intel Pentium 4 optimiert. Neben Cinema 4D ermöglicht uns LightWave also eine zweite, aussagekräftige Benchmarkplattform.
- Weitere Informationen: LightWave3D.com [16]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Lightwave 7.0b
Angaben in Sekunden
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Und was für eine Überraschung, die Ergebnisse zeigen schon wieder kein neues Bild! Die Ergebnisse, die wir schon damals mit dem P4S8X verzeichnen mussten, werden bestätigt und wieder hat das Gigabyte Dank seiner guten DDR400 Unterstützung die Nase vorn.
3DMark 2000
- Nach seinem Erscheinungsjahr 1999 zu urteilen, gehört der Benchmark heute schon lange zum alten Eisen und wenn es um die Bewertung einer aktuellen Grafikkarte geht, trifft dies auch durchaus zu. Da aktuelle Karten des Kalibers GeForce 3/4 oder Radeon 8500/9700 jedoch keinerlei Probleme mehr mit der Darstellung der einzelnen Sequenzen haben, kommen hier vorallem Prozessor, Chipsatz und Speicher zur Geltung. Also genau die Komponenten, die uns im Rahmen eines Mainboard-Test am brennendsten interessieren. Ein Bestandteil des 3DMark 2000, der CPUMark, stellt diese Zusammenspiel besonders in den Mittelpunkt. Hier berechnet die CPU zwei Spielszenen "in Software", muss also auf die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte verzichten.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [17]
- Download: ComputerBase.de [18]
3DMark 2000
Angaben in Punkten
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Das GA-8SG667 kann auch im 3DMark 2000 seine gute Leistung bestätigen und setzt sich knapp vor die anderen SiS648 Platinen. Die DDR400 Umsetzung des EP-4SDA5+ verhilft ihm wieder einmal nicht zu neuen Bestleistungen und lässt es hinter dem DDR333 Wert zurückfallen.
CPU Mark
Angaben in Punkten
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Der CPU Mark spiegelt nichts Ungewöhnliches wieder. Das etwas niedrigere Ergebnis der EPoX Platine ist zu einem Teil sicherlich mit der sehr genauen Taktung des Prozessors zu begründen, die von den meisten anderen Herstellern nicht so präzise vorgenommen wird.
3DMark 2001 SE
- Der 3DMark 2001SE ist ohne Frage das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs". In einer Reihe synthetischer, aber recht praxisnaher Einzeltests (zum Teil basierend auf der Max Payne Engine) wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Aber auch der Speicher bekommt hier erneut eine nicht zu verachtende Bedeutung. Besonderen Einfluss haben hier die Latenzzeiten und nicht die reine Bandbreite. Allerdings ist der Benchmark in den letzten Monaten immer öfter in die Kritik geraten, weil man ihm parteiische Messungen zu Gunsten nVidia oder andere Manipulationen zu Gunsten eines Herstellers nachweisen konnte.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [19]
- Download: ComputerBase.de [20]
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
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Und auch der große Bruder, der mittlerweile schon wieder einen Nachfolger erfahren hat, bestätigt die bisher gewonnen Eindrücke auf ein Neues. Von Tests mit dem 3DMark03 haben wir angesichts einer GeForce3 Ti200 in diesem Testsystem jedoch abgesehen, da hier eindeutig die Grafikkarte und nicht die Mainboards oder deren Komponenten limitierend wirken würden.
Unreal Tournament
- Wie Quake3Arena oder der 3DMark 2000 gehört auch Unreal Tournament sicherlich nicht mehr zu den taufrischen Programmen. Da es uns hier jedoch nicht um die Bewertung einer aktuellen Grafikkarte geht, können wir von diesem Umstand nur profitieren, denn CPU und Speicherauslastung sind auch bei UT nicht zu verachten. Der sogenannte UTBench setzt hier noch einen drauf. Die Demo, die international als Grundlage für Benchmarks genutzt wird, simuliert ein Deathmatch gegen 16 Bots und ist enorm prozessorlimitiert. Das heisst, die Grafikkarte spielt (fast) keine Rolle.
- Weitere Informationen: 3DCenter.de [21]
- Download: UTBench [20] (3DCenter.de)
Unreal Tournament - UTBench
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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In Unreal Tournament verhilft der höhere Takt bei DDR400 dem EP-4SDA5+ zumindest unter 32bit zu einer geringfügig besseren Leistung als mit DDR333. Mit DDR354 kann das EP-4SDA5+ jedoch weitaus mehr zulegen, so dass unter diesen Bedingungen für Unreal Tournament der optimale Mittelweg aus Timings und Takt gefunden worden zu sein scheint. Das GA-8SG667 lässt sich davon nicht beirren und so geht eine Steigerung des Taktes und der Größe des Arbeitsspeichers mit einer Leistungssteigerung einher.
Audio Winbench 99
- Zwar mag die Kennziffer '99' auf einen veralteten Benchmark hindeuten. Doch auch heute noch verrichtet das Programm seinen Dienst. Der Audio Winbench mißt bei verschiedensten Soundqualitäten die Belastung des Hauptprozessor. Das Resultat ist somit ein Garant für die Qualität des OnBoard-Codecs. Diese verrichten ihre Arbeit oftmals eher schlecht als recht und sind gerade auf langsameren PCs eine Zumutung für jeden Prozessor.
- Weitere Informationen: ZDNet.de [22]
- Download: ZDNet.de [23]
Audio Winbench 99
Angaben in Prozent
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Der alt bekannte ALC650 Codec von Realtek gibt sich auch auf dem EP-4SDA5+ und dem GA-8SG667 keine Blöße und liefert das gewohnt gute Ergebnis ab.
Audio Analyzer
- Der Audio Analyzer testet Sound-Chips auf ihre Qualität. Der Line-Out und Line-In der Soundkarte werden hierfür per Loop-Through-Kabel verbunden, sodass der 'Audio Analyzer' das ausgesendete und wieder aufgenommene Signal direkt mit einem Referenzwert vergleichen kann.
- Weitere Informationen: RightMark.org [24]
- Download: RightMark.org [25]
| Abit IT7 |
EPoX EP-4BEAR |
MSI 845E Max2-BLR |
EPoX EP-4G4A+ |
Asus P4PE |
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|---|---|---|---|---|---|
| Freq. response | + | + | + | + | -- |
| Noise level | + | + | + | + | 0 |
| Dynamic range | + | + | + | + | 0 |
| THD | ++ | ++ | ++ | +++ | -- |
| IMD+noise | + | + | + | + | -- |
| Stereo crosstalk | +++ | +++ | +++ | +++ | -- |
| Overall | ++ | ++ | ++ | ++ | - |
| VIA P4PB400-FL |
Abit BG7 |
EPoX EP-4SDA5+ |
Gigabyte GA-8SG667 |
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|---|---|---|---|---|
| Freq. response | - | + | + | + |
| Noise level | - | + | + | + |
| Dynamic range | - | + | + | + |
| THD | -- | ++ | +++ | ++ |
| IMD+noise | -- | + | + | + |
| Stereo crosstalk | -- | ++ | +++ | +++ |
| Overall | - | + | ++ | ++ |
Auch bei der klanglichen Umsetzung bescheinigt der Audio Analyzer beiden Herstellern gute Arbeit und so ist auch hier kein für den ALC650 Codec untypisches Ergebnis zutage gekommen.
Fazit
Das EP-4SDA5+ und GA-8SG667 lassen sich nur schwer direkt miteinander vergleichen. Beide Mainboards zielen mit ihrer Ausstattung auf verschiedene Kundensegmente ab. So kann das GA-8SG667 vor allem wegen seiner guten DDR400 Unterstützung und seinem überragenden Preis von 90 Euro in der Wertung knapp am EP-4SDA5+ vorbeiziehen, bietet dafür aber weit weniger Features als das EP-4SDA5+. Hier gilt es eindeutig zu differenzieren!
Das EP-4SDA5+ bietet zwar nur eine dürftige DDR400 Unterstützung, die angesichts der Benchmarkergebnisse kaum einen Sinn zu machen scheint und lässt außerdem die fürs Übertakten so bedeutende Option des PCI/AGP-Takt Fixes vermissen, überzeugt dafür aber durch Features wie Raid, Firewire, Onboard Lan und Sound.
Manch geneigter Käufer des GA-8SG667 sollte zudem überlegen, ob er nicht zu dem kaum teureren GA-8SG800 greift, das mit dem B0-Stepping des SiS648 ausgeliefert wird und so bereits über Hyper-Threading Unterstützung verfügt, sich ansonsten jedoch außer im Layout nicht vom GA-8SG667 unterscheidet.
Wieder einmal gilt es also nicht nur das Endergebnis zu betrachten, sondern viel eher ein Augenmerk auf die Einzelwertungen zu legen und dann nach den eigenen Bedürfnissen zu urteilen. Es sei jedoch noch einmal darauf hingewiesen, dass die Bewertung des EP-4SDA5+ ausdrücklich unter Verwendung des Beta-Bios' vom 12.2.2003 durchgeführt wurde, da ohne dieses Bios auf unserem System kein stabiler Betrieb bei 3D Applikationen erreicht werden konnte.
Wertung: EP-4SDA5+
- Ausstattung
- AGP8x
- ATA133
- HighPoint Raid-Controller
- Dokumentation
- Stabilität
- Service
- OnBoard LAN
- OnBoard Sound
- 6 PCI Slots
- USB 2.0
- Firewire
- EPoX Features
- Preis
- kein PCI/AGP-Takt Fix
- schlechte DDR400 Unterstützung
Wertung: GA-8SG667
- Preis
- DDR400 Unterstützung
- AGP8x
- ATA133
- Dokumentation
- Stabilität
- Performance
- OnBoard Sound
- USB 2.0
- AGP/PCI-Takt Fix
- Gigabyte Features Features
- kaum Extras
- 5 PCI Slots
- kein Onboard Lan
- keine HT Unterstützung
Ihr wollt über den Artikel diskutieren, habt Fragen, Lob oder Kritik auf dem Herzen? Am besten tut ihr all dies auf ForumBase.de [26] oder in unserem IRC-Channel [27] #computerbase im QuakeNet.









































































































