Einleitung
Vor knapp zwei Monaten stellte man in Taiwan bei VIA einen neuen Chipsatz vor, der die Firma endlich wieder ins rechte Licht rücken und der scheinbar übermächtigen Konkurrenz von nVidia Paroli bieten soll. Die Rede ist von VIAs neuester Waffe im Kampf um den schnellsten Chipsatz für AMDs Athlon XP-Prozessoren, den VIA Apollo KT600. Nach der Quasi-Pleite KT400 und dem vollkommen in der Versenkung verschwundenen KT400A wohl eine der letzten Chancen, noch einmal auf den Profitzug Sockel A aufzuspringen. Denn der rollt schon lange die letzten Kilometer in Richtung Abstellgleis.
Nach vielen Testberichten zu aktuellen Platinen für Intels Pentium 4 wollen wir nun also wieder einmal einen genaueren Blick auf die Neuerungen rund um den Sockel A werfen. So traf zu unserem heutigen Test der KT600 in Zusammenarbeit mit der VT8237-Southbridge auf einem EPoX 8KRA2+ ein. Das Mainboard trägt die Revisionsnummer 0.3 und ist somit ein recht frühes Vor-Serien-Modell, von dem nur eine Hand voll Exemplare auf dem Globus unterwegs sind. Wir haben für den Test sowohl einen nForce 2 als auch den offiziell FSB400 tauglichen nForce 2 Ultra 400 heran gezogen und mit den jeweils aktuellsten Bios-Versionen samt XP3200+ nochmals durch den Benchmarkparcours geschickt. Erst vor einigen Tagen hatten wir in einer Meldung darauf aufmerksam gemacht [1], dass gerade der nForce 2 auf vielen Platinen mit der Zeit immer langsamer geworden ist, um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten. Eine gute Voraussetzung für den KT600? Dieses Review wird es zeigen!
Der Chipsatz
Als Prozessorhersteller AMD den ersten Athlon XP mit einem 400MHz (real 200 MHz) schnellen Frontside-Bus ankündigte, herrschte bei den Chipsatzproduzenten kollektive Ratlosigkeit, denn kein bisher verfügbares Produkt konnte mit diesem Frontside-Bus ohne Probleme umgehen. Einzig einige Modelle von nVidias nForce 2 und VIAs KT400 beherrschten die 200MHz - allerdings zumeist nur für kurze Zeit und schon gar nicht garantiert. Nur SiS konnte bereits vor der Vorstellung der neuen Athlon XP Prozessoren mit einem FSB400 Chipsatz [2] aufwarten. Dieser ist jedoch nur auf sehr wenigen Mainboards zu finden.
Mit einiger Verspätung schickt nun also VIA den KT600 für den 200MHz-Frontside-Bus ins Rennen. Fast panikartig hatte man diesen Chipsatz im Mai vorgestellt und damit direkt auf den Flop des KT400A [3] reagiert, der seinem Vorgänger, dem KT400, bis auf den offiziellen Support von DDR400 eigentlich nichts voraus hatte und angesichts des unvermeidbaren FSB400 bei vielen Mainboardherstellern schnell wieder von der Roadmap verschwunden war. Kann der KT600 diese Serie beenden?
Die Northbridge
Werfen wir zuerst einen Blick auf die Features des KT600.
| Features | KT600 | KT400A | KT333 | nForce 2 400 Ultra |
nForce 2 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Hersteller | VIA | VIA | VIA | nVidia | nVidia | |
| Frontside-Bus | ||||||
| 266 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 333 MHz | Ja | Ja | Ja* | Ja | Ja | |
| 400 MHz | Ja | Nein* | Nein | Ja | Nein* | |
| * Stellenweise möglich, bzw. nicht möglich | ||||||
| Integrierte Grafik | Nein | Nein | Nein | Nein | Ja* | |
| * Je nach Variante | ||||||
| Speichertakt/typ | ||||||
| 133 MHz/DDR266 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 166 MHz/DDR333 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 200 MHz/DDR400 | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja | |
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Speicherbestückung | ||||||
| Speicherkanäle | 1 | 1 | 1 | 2 | 2 | |
| DIMMs pro Kanal | 3 | 3 | 3 | 2 | 2 | |
| DIMMs insgesamt | 3 (4GB) | 3 (4GB) | 3 (4GB) | 3 (3 GB) | 3 (3 GB) | |
| AGP Support | ||||||
| 4x | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 8x | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja | |
| Sonstiges | ||||||
| I/O-Link | 533 MB/s 8xV-Link |
533 MB/s 8xV-Link |
266 MB/s 4xV-Link |
800 MB/s HyperTransport |
||
| Southbridge | VT8237 | VT8237 VT8235CE |
VT8235 VT8233 |
MCP-T, MCP |
MCP-T, MCP |
|
Besonders interessant ist natürlich die neue Northbridge des KT600, wenngleich die wirklichen Neuerungen mit der Lupe zu suchen sind. Auf dem Papier ist letztendlich nur der 400 MHz Frontside-Bus Support dazu gekommen. Entgegen früherer Gerüchte handelt es sich bei diesem nach wie vor um eine Single-Channel-Lösung, die jedoch laut VIA durch besonders niedrige Latenzzeiten glänzen soll und so dem nForce 2 nacheifern könnte. Was letztendlich daraus geworden ist, werden wir im weiteren Verlauf des Artikels bei den Benchmarks klären. Denn schon beim KT400A hatte man mit der "Faststream 64" Technologie geworben - eine reine Marketingblase, wie sich später herausstellen sollte.


Mit seinen 664 Pins ist auch die neue Northbridge nach wie vor mit den direkten Vorgängern KT400A und KT400 Pin-kompatibel, so dass Mainboard-Hersteller diese theoretisch auf ein bestehendes KT400 Layout verbauen können. Die Praxis sieht jedoch etwas anders aus. Denn während sich die Anzahl der Pins der Northbridge von KT400 auf KT600 nicht verändert hat, sind bei der Southbridge 62 Pins dazu gekommen. Letztendlich wäre für die Industrie nur ein Wechsel von KT400A auf KT600 ohne ein Redesign möglich - in beiden Fällen kommt die Southbridge in einem 539 Pin BGA-Package daher. Doch selbst hier gibt es Probleme. So ist die neue Southbridge zwar Pin-kompatibel mit der des KT400A, bietet jedoch mehr Features, die auch auf den Mainboards untergebracht werden wollen.
Somit mussten auch die, welche sich die Arbeit gemacht haben, ein KT400A zu entwerfen - EPoX war hier mit dem 8K9A9I [2] einer der Wenigen, die eine KT400A Platine mit VT8235CE Southbridge (der 539 Pin-Variante der sonst mit 487 Pins bestückten VT8235) entworfen und in den Handel gebracht haben - ein neues Layout für ihr KT600 Board entwerfen. Soviel also zur Pin-Kompatibliät der North- und Southbridges von VIA.
Während sich die Neuerungen bei der Northbridge des KT600 wahrlich in Grenzen halten, deutet die gestiegene Pin-Anzahl bei der Southbridge des KT600 auf ein Mehr an Features hin, die wir auf der folgenden Seite vorstellen möchten.
Die Southbridge
Mit der neuen VT8237-Southbridge stehen auch bei VIA die Zeichen auf Sturm und so präsentiert man hier erstmals einen nativen S-ATA-Controller, der ebenfalls eine RAID-Funktion mit sich bringt. Dieser unterstützt den Modus 0, 1 und 0+1 sowie JBOD und soll vor allem der Konkurrenz von nVidia das Fürchten lehren. Folgend haben wir einmal die am weitesten verbreiteten Southbridges für Sockel A-Systeme mitsamt ihren spezifischen Features aufgelistet.
| Southbridge | VT8237 | VT8235(CE) | VT8233 | MCP-T | MCP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Hersteller | VIA | VIA | VIA | nVidia | nVidia | |
| Chipsätze | KT600, KT400A |
KT400, KT333, (KT400A) |
KT333, KT266A |
nForce2, nForce2 400 (Ultra) |
nForce2, nForce2 400 (Ultra) |
|
| Festplattencontroller | ||||||
| P-ATA 100 | Ja/2 Ch. | Ja/2 Ch. | Ja/2 Ch. | Ja/2 Ch. | Ja/2 Ch. | |
| P-ATA 133 | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja | |
| S-ATA 150 | Ja/2 Ports | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| RAID | 1,0,1+0,JBOD | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| PCI-Bustmaster | 6 | 6 | 5 (6) | 5 | 6 | |
| USB-Unterstützung | ||||||
| USB Ports | 8 | 6 | 4 | 6 | 6 | |
| USB 2.0 | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja | |
| Firewire | Nein | Nein | Nein | 2 | Nein | |
| LAN | 1x100Mbps | 1x100Mbps | 1x100Mbps | 2x100Mbps | 1x100Mbps | |
| Audio | AC'97 6 Kanal Audio |
AC'97 6 Kanal Audio |
AC'97 6 Kanal Audio |
AC'97 Audio Dolby Digital |
AC'97 Audio | |
Wirft man einen Blick hinüber zum Konkurrent Intel aus dem Pentium 4 Lager, so sind die Neuerungen der VT8237 gar nicht mehr so neu, denn vieles davon konnte man auch schon in der ICH5/R-Southbridge sehen. Für Sockel A Prozessoren ist die neueste Southbridge aus dem Hause VIA dennoch ein guter Wurf, denn vor allem die Implementierung eines S-ATA-Controllers mit seinen RAID-Features bietet derzeit noch kein anderer Mainboard-Hersteller für den Athlon XP. Dieser Umstand dürfte sich positiv auf die Verkaufszahlen von VIA auswirken und stellt einen guten Schritt in Richtung Zukunft dar.
Doch auch die Konkurrenz arbeitet an neuen Input/Output-Controllern (Southbridge). So steht bei nVidia schon der Nachfolger der MCP-T [4] in den Startlöchern, der unter anderem S-ATA und Gigabit-Ethernet Support bieten wird. Selbst die in die Tage gekommene MCP-T Southbridge muss sich mit ihren Features allerdings keinesfalls hinter dem neuen Chip von VIA verstecken. Die MCP-T bietet zwar keinen nativen S-ATA-Support, kann dagegen aber mit Dual-Ethernet, Firewire und Dolby Digital aufwarten. Die Revolution leitet VIA mit der VT8237 sicher nicht ein.
An dieser Stelle noch eine kleine Anmerkung zur USB2.0 Performance der VT8237 Southbridge, die wir kurz mit einer Iomega 20GB USB2.0 HDD [5] nachgemessen haben:
USB 2.0 Performance
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Im Vergleich zu Intels ICH4 und 5 sowie der SiS 693 Southbridge bietet sie wahrlich ausgezeichnete Ergebnisse im Burst Speed (Auslesen aus dem Festplatten Cache). Letztendlich bleibt von diesem Vorsprung beim Schreiben und Lesen nicht mehr so viel übrig, weil hier die Festplatte selbst wie eine Bremse wirkt.
Das EPoX 8KRA2+
Natürlich gehört zu einem neuen Chipsatz auch ein passender Untersatz, den EPoX in Form des brandneuen 8KRA2+ liefert. Dieses Board lag uns in der Revisionsnummer 0.3 vor und konnte mit einigen netten Features durchaus überzeugen. Wir wollen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht all zu viele Worte über die neue Platine verlieren, denn diesem werden wir uns in einer finalen Version dann noch einmal genauer annehmen.




Das EPoX 8KRA2+ ist ein klassisches ATX-Mainboard, welches mit der KT600 North- und der VT8237 Southbridge, beides im "CD"-Stepping, ausgerüstet ist, und in der uns vorliegenden Version ohne Mounting-Holes für massive Prozessorkühler daher kommt. Damit bietet es Support für alle aktuellen Athlon XP Prozessoren mit einem Frontside-Bus von bis zu 200 MHz. Der Speicherausbau kann bis zu 4 GB, bei drei Speichersteckplätzen, betragen. Hierbei können DDR266, DDR333 oder DDR400 Module zum Einsatz kommen, wobei ein asynchroner Betrieb möglich ist: bei FSB400 Prozessoren kann der Speicher mit DDR333 oder DDR266 betrieben werden. Die entsprechenden Taktteiler sind vorhanden.



Von den bei der VT8237 8 möglichen USB 2.0 Ports werden von EPoX vier über die ATX-Blende nach außen geführt. Dort befindet sich neben einem 100 MBit Ethernet Anschluss, realisiert durch VIAs VT6203 Physical Layer Device [6], nichts Besonderes. Vielleicht sollte man auf den zweiten COM-Port zu Gunsten weiterer USB-Anschlüsse oder eines S/PDIF Ausgangs verzichten. Über Slot-Blenden lassen sich vier weitere USB 2.0 Boards, zwei Firewire 400 Ports (über den VIA VT6307 Chip [7]) nach außen führen. Apple hat Firewire inzwischen allerdings schon auf 800 Mbps beschleunigt. Über Slot-Blenden stehen auch Game-Port sowie der eben angesprochene S/PDIF Ausgang zur Verfügung.
Intern finden beim EPoX 8KRA2+ insgesamt bis zu 10 Festplatten Anschluss: Das Board bietet hier neben den zwei ATA133 Channels der VT8237 und den zwei Serial ATA 150 Ports noch zwei weitere ATA133 Channels, welche über einen Highpoint-Controller (HPT372N) angesprochen werden. Für Steckkarten stehen insgesamt 6 PCI-Slots zur Verfügung.



Als Audio-Lösung kommt der neue Realtek ALC655 zum Einsatz, welcher 6 Audio-Kanäle zur Verfügung stellt. Als Super-I/O-Controller vertraut man auf den Winbond W83697HF, die Taktgeneratoren stammen von ICS. Der Jumper Free Over Clock Controller stammt von Attansic [8]. Der 3-Phasen-Spannungswandler wird von einem IRF-Chip [9] gesteuert. Da ein Over Clock Controller natürlich nicht ohne Grund verbaut wird, bietet das Board diverse Übertaktungsmöglichkeiten. Der Frontside-Bus lässt sich auf bis zu 250 MHz anheben, die Prozessorspannung lässt sich in 0,025V Volt Schritten um bis zu 0,350V Volt erhöhen. Bei der Speicherspannung kann man - ausgehend von 1,50 Volt - die Spannung um 0,70 Volt auf 2,20 Volt erhöhen. An der AGP-Spannung kann derzeit noch nicht Hand angelegt werden, was sich jedoch bis zur Massenproduktion durchaus noch ändern kann. Deshalb möchten wir an dieser Stelle nicht näher auf das Bios eingehen.
Kinderkrankheiten:
Wie bei einem Vorserienmodell üblich, ist natürlich auch das EPoX 8KRA2+ nicht frei von kleinen Schönheitsfehlern. So mussten wir während unseres Tests eine stärke Wärmeentwicklung der Northbridge beobachten, die mit dem von EPoX verbauten Passivkühler unserer Meinung nach nicht gänzlich gebändigt werden kann. Bis zum finalen Board ist es daher nicht unwahrscheinlich, dass hier Anstelle eines passiven Kühlkörpers ein Lüfter seinen Dienst verrichtet.
Im Übrigen macht das Board von der Hardware-Seite her einen recht ausgereiften Eindruck - provisorische Lötbrücken konnten wir nicht ausfindig machen. Allerdings bereitete uns der erste DIMM ein wenig Sorgen. Aus Stabilitätsgründen mussten wir für schnelle Speichertimings unsere Corsair TWINIX512-3200LL Riegel im DIMM 2 und 3 beheimaten, in denen es dann weniger Probleme gab. So ist es nun Aufgabe der Bios-Programmierer, das Board auf Performance und Stabilität zu trimmen. Hier gibt es sicherlich noch Nachholbedarf. Für unseren Test erreichten uns insgesamt drei verschiedene Versionen, von denen die letzte vom 4. Juli den vorerst besten Eindruck machte. Allerdings fehlte hier beispielsweise noch ein Boot-Logo, das den Standard-Boot-Screen ersetzt, der wie bei EPoX üblich mit zahlreichen Informationen über Spannungen und Temperaturen aufwarten kann. Auch im Bios-Menü "Power-Features" ist noch nicht alles in trockenen Tüchern. So kann derzeit die AGP-Spannung noch nicht angehoben werden - ein Umstand der sich bis zur Massenproduktion sicherlich noch ändern wird.
An dieser Stelle einige Impressionen der aktuellsten uns vorliegenden Bios-Version für das EPoX 8KRA2+:





An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass nicht mit den auf den Bildern gezeigten Einstellungen Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt wurden - während dieser Fotos waren wir noch in der Experimentier-Phase, um die schnellst möglichen Einstellungen auszuloten. Bei den CPU-Timings konnten wir letztendlich nur mit "Normal" stabil arbeiten und testen - mit dem Mode "Fast" war uns meist nicht einmal der Windows-Desktop hold.
Testsystem
Bei unserem EPoX-Mainboard handelte es sich noch um eine Vor-Serien-Version mit der Revisionsnummer 0.3 und der Northbridge mit dem CD-Stepping. Gerüchte [10], die besagten, dass VIA eine neue CE-Revision der Northbridge plane, die noch einmal knapp 5% mehr Leistung bringen würde, wurden nun jedoch dementiert. Somit sollte der auf unserem Exemplar verbaute Chipsatz der finalen Version entsprechen.




- Prozessor
- AMD Athlon XP 3200+ (FSB400)
- Motherboard
- EPoX 8RDA+ Rev. 1.1, Bios 09.06.2003 (nForce 2)
- EPoX 8RDA3+ Rev. 1.1, Bios 19.06.2003 (nForce 2 Ultra 400)
- EPoX 8KRA2+ Rev. 0.3, Bios 04.07.2003 (KT600)
- Arbeitsspeicher
- 2x256MB DDR400 Corsair XMS3200C2 'Platinum'
- Grafikkarte
- Asus V8440 (GeForce4 Ti4400)
- Peripherie
- Waitec Storm 40
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 44.03
- Via 4in1 4.48 "Hyperion"
- nForce Driver Package 2.03
- Software
- Windows XP Professional SP1
Wir haben uns für den Test mit drei verschiedenen Settings entschieden. Aus Stabilitätsgründen wurden die Corsair-Module in DIMM 2 und DIMM 3 platziert. Die in unseren Diagrammen dargestellten, als "Normal" deklarierten Testergebnisse, wurden mit den "Load Optimized Default" Settings gefahren. Der Speicher wurde mit mit SPD-Timings betrieben. Die DRAM Burst Lenght betrug 4, Write Recovery Time wurde mit 3 und tWTR mit 2 Takten angesteuert. AGP Fast Writes war deaktiviert und das System wurde mit Standard-Performance betrieben. (CPU Timing: Normal, ROMSIP Table: Normal, DRAM Command: Rate 2T)
Hinter den Testergebnissen "Fast" werden die Werte geführt, welche ohne Spannungserhöhung, in erster Linie also mit einer DIMM-Spannung von 2,6 Volt, erreicht wurden. Unser Speicher wurde über DRAM Timings im Mode "Fastest" und den Timings 2-2-2-6 betrieben. Die DRAM Burst Lenght wurde 8, Write Recovery Time wurde auf 2 und tWTR auf 1 beschleunigt. AGP Fast Writes wurde aktiviert und die System Performance manuell justiert. (CPU Timing: Normal, ROMSIP: Fastest, DRAM Command: Rate 1T)
Bei Fastest haben wir die DIMM-Spannung auf 2,7 Volt angehoben und den Speicher im "Ultra"-Mode über DRAM Timings betrieben. Alle übrigen Einstellungen blieben gegenüber "Fast" unverändert. Übrigens sorgte bei allen Tests ein zusätzlicher Lüfter auf der Northbridge für genügend Frischluft.
Benchmarks
- Synthetische Benchmarks
- Sisoft Sandra 2003 Pro
- Futuremark PCMark2002
- Futuremark 3DMark 2001 SE
- Futuremark 3DMark 2003
- Cachemem
- Games
- Epic Games Unreal Tournament 2003
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- WinACE 2.11
- 3D Render Performance
- Maxon Cinema 4D XL R8
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [11].
Synthetische Benchmarks
Sandra 2003 Pro
- SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Für unseren Prozessorvergleich sind jedoch drei Messungen besonders interessant:
- Sandra Prozessor-Test
Hierbei kommt zum Einen der Dhrystone Benchmark zum Einsatz, der ursprünglich von Siemens entwickelt wurde, um die Leistung des Hauptprozessors zu messen. Zum anderen wird über den Whetstone Benchmark die Leistung des Co-Prozessors bestimmt. Beide Tests erfolgen ohne die Berücksichtigung der erweiterten Multimedia-Befehlssätze. - Sandra Multimedia-Test
Beim Multimedia-Test von Sandra 2002 wird ein Algorithmus eingesetzt, der unter anderem auch beim Generieren von realistischen Naturobjekten wie Bergen oder Wolken zum Einsatz kommt. Die Rede ist hier von der Chaostheorie, die von Mandelbrot aufgestellt wurde. Bei diesem Benchmark werden auch die erweiterten Befehlssätze des Pentium 4 oder die des Athlon XP berücksichtigt. Da die Implementierung von SSE1 in diesem Teiltest besser als die von 3DNow! ist, haben wir den Athlon XP mit seiner SSE1 Einheit (d.h. 3DNow! Professional) arbeiten lassen. Beim Pentium 4 kam dagegen SSE2 zum Einsatz. - Sandra Speicher-Test
Der Memory-Benchmark bietet einen perfekten Überblick über das Zusammenspiel von CPU, Frontside Bus, Northbridge und Speicher. Da die Daten nicht nur vom Speicher zur Northbridge sondern darüber hinaus auch zum Prozessor geschickt werden, sind beide Bus-Systeme für die Performance von entscheidender Rolle. Ein alter Athlon XP, der zwar mit DDR333 (166MHz) theoretisch 2,7GB Daten aus dem RAM erhalten kann, wird hier durch seinen FSB von nur 133MHz auf 2,1GB/s limitiert.
Zur besseren Vergleichbarkeit der einzelnen Speichercontroller auf den Mainboards, vertrauen wir in diesem Test ausschließlich auf den Sandra Speicher-Test. - Sandra Prozessor-Test
- Weitere Informationen: SiSoftware.demon.co.uk [12]
- Download: ComputerBase.de [13]
SiSoft Sandra 2003 Pro
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Zum Auftakt ein Paukenschlag. Nachdem wir Tage lang mit sehr langsamen Ergebnissen zu kämpfen hatten, wirkte sich ein Ortswechsel des Testrechners wundersam auf die Stabilität der Platine aus. Mit extrem performanten Einstellungen im Bios maschiert der KT600 trotz Single-Channel Interface konsequent am nForce 2 vorbei. Über 100MB/s schaufelt der VIA-Chip mehr über den Bus. Sollte sich die Revision 0.3 der EPoX-Platine tatsächlich als erster, ernst gemeinter Angriff VIAs auf nVidia heraus stellen?
Cachemem
- Cachemem scheint wie geschaffen für das Ausloten der Speicherlatenzen (Verzögerungen). Diese stellen neben der reinen Bandbreite die wichtigsten Faktoren für die Geschwindigkeit eines Systems dar und sind zumeist ausschlaggebend für die finale Rangfolge der Hauptplatinen.
Cachemem - Latenzen
Angaben in Nanosekunden
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Streaming - top. Latenzen - flop! So könnte man das ernüchternde Ergebnis in Cachemem deuten. Zwar schaufelt der KT600 wahre Datenmassen vom Speicher zur CPU. Dafür darf es dort selbst mit den schnellsten Einstellungen gut 20% langsamer zur Sache gehen. Wir wissen aus der Vergangenheit, dass Bandbreite und Latenzzeiten unterschiedlich weit oben auf der Prioritätenliste der Programme stehen können. Hier dürfte der Kampf um die Spitze aus bisheriger Sicht wohl ein Wechselbad der Gefühle werden.
PC Mark 2002
- Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
- Weitere Informationen: Futuremark.com [14]
- Download: Futuremark.com [15]
PCMark2002
Angaben in Punkten
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Als erste, synthetische "Alltagsanwendung" scheint der PCMark2002 nur bedingt auf die hohe Bandbreite des KT600 zu reagieren. Zwar erzielt der Chipsatz hier Ergebnisse, wie man sie von VIA bisher nicht gesehen hat. Insgesamt bleibt ihm allerdings nur der 2. Platz.
3DMark 2001 SE
- Der 3DMark 2001SE ist ohne Frage das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs". In einer Reihe synthetischer, aber recht praxisnaher Einzeltests (zum Teil basierend auf der Max Payne Engine) wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Neben der Grafikkarte werden hier CPU und Speicher bzw. deren reibungslose Kooperation besonders in den Vordergrund gestellt. Allerdings ist der Benchmark in den letzten Monaten immer öfter in die Kritik geraten, weil man ihm parteiische Messungen zu Gunsten nVidias oder andere Manipulationen zu Gunsten eines Hersteller nachweisen konnte.
- Weitere Informationen: Futuremark.com [16]
- Download: ComputerBase.de [17]
3DMark2001 SE
Angaben in Punkten
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Der (umstrittene) Klassiker unter den Benchmarks scheint den soeben gewonnenen Eindruck zu bestätigen. Mit ca. 0,7% Rückstand kommt der KT600 mit den in unserem Fall schnellstmöglichen Timings zwar verdammt dicht an den nForce 2 (Ultra 400) heran, überholen kann er diesen jedoch nicht.
3DMark 03
- Umstritten wie kaum ein 2. Benchmark: Der 3DMark03. Auf grund der verwendeten Rendering-Routinen liegt das Programm den Karten aus dem Hause ATi wesentlich besser, als dem einstigen Platzhirsch nVidia. Da wir hier jedoch nicht Grafikkarten sondern Mainboards untereinander vergleichen, kann uns dieser Umstand zum Glück egal sein und im 3DMark03 CPU Mark dürfen sich im Anschluss an den Haupttest der Prozessor samt Arbeitsspeicher voll austoben. Näheres zum 3DMark03 gibt es in unserer 3DMark03 Performance Analyse [18].
- Weitere Informationen: Futuremark.com [19]
- Download: ComputerBase.de [20]
3DMark03
Angaben in Punkten
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Bedingt durch die enorme Grafiklast waren hier sicherlich auch keine großen Diskrepanzen zu erwarten. Insgesamt liegen alle drei Board dicht an dicht. Die Farben verdeutlichen es dennoch: nForce 2 vor KT600.
Games
Unreal Tournament 2003
- In einem Report [21] hatten wir uns bereits den Hardwareanforderungen der Demo angenommen und ein fast perfektes Umfeld für einen CPU-Test vorgefunden. Denn wie schon UT (1) ist auch UT2003 stark von Prozessor und Speicher-Anbindung, also auch dem FSB, abghängig.
- Weitere Informationen: ComputerBase.de [20]
- Download: UnrealTournament2003.com (Demoversion) [22]
UT2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Bei UT2003 sieht es auf den ersten Blick gerade im Botmatch nicht allzu rosig aus. Und zugegeben, hier liegt der KT600 doch deutlich hinter dem nForce 2 zurück. Doch gerade der weniger prozessorlastige FlyBy-Benchmark lässt erneut durchblicken, dass es VIA durchaus gelungen ist, ein gutes Stück auf den Konkurrenten aufzuholen. Und, erinnern wir uns an dieser Stelle noch einmal: Bei unserem Board handelte es sich um eine frühe Entwickler-Version.
Comanche 4
- Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
- Weitere Informationen: Novalogic.com [23]
- Download: Novalogic.com [24]
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Die Wende in Comanche. Unter Einsatz schneller Speichertimings gelingt es dem KT600 hier recht deutlich, sich an die erste Stelle zu schieben. Ein Ergebnis, das bisher nicht jedem VIA-Chipsatz gegönnt war.
Quake 3 Arena
- Quake3Arena und auf dieser Engine basierende Programme gelten als die speicherabhängigsten Spiele überhaupt. Neben den Latenzzeiten spielt hier vor allem die reine Bandbreite eine entscheidende Rolle, weshalb die Canterwood- und Springdale-Chipsätze mit ihren bis zu 6,4 GB/s hier zumeist die Führung übernehmen. Ein nützliches Tool, dass das Benchmarken mit dieser Software enorm erleichtert, ist der Q3Bench. Hier können vordefinierte Configs sowie die gewünschten Auflösungen und Detailsstufen gewählt werden. Das Protokollieren der Ergebnisse übernimmt der fleißige Helfer ebenfalls.
- Weitere Informationen: guru3d.com [25]
- Download: G256.com [26]
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake 3 Arena gilt seit jeher als eine Anwendung, die auf Speicherdurchsatz und Speicherlatenzen besonders empfindlich reagiert. Und aus diesem Grund haben wir das betagte Spiel auch weiterhin in unserem Benchmarkparcours. Allerdings scheint dem KT600 hier erneut sein hoher Datendurchsatz nur bedingt zu Gute zu kommen. Während in hohen Auflösungen die Grafikkarte die Bremse zieht, werfen sich in 640x480 die schlechten Latenzen dem KT600 in den Weg.
Anwendungen
WinACE 2.11
- Neben dem wohl verbreitetsten Packformat *.zip dürfte das *.ace-Format sicherlich das beliebteste sein. Erstellt wird es in erster Linie durch den grafisch übersichtlichen und recht flinken Packer WinACE. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Encoden einer gepackten Datei die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In unserem Test gilt es, mit WinACE 2.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren.
- Weitere Informationen: WinAce.com [27]
- Download: ComputerBase.de [28]
WinACE
Angaben in Minuten, Sekunden
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Was Quake 3 Arena bei den Spielen ist, das ist WinACE 2.11 bei den Anwendungen. Erneut kommt es hier insbesondere auf die Speichertimings an und, siehe da, der KT600 verliert ein weiteres Mal das Rennen.
3D Rendering
Cinema 4D XL R8
- Cinema 4D XL8 gehört zu den ausgewachsenen Rendering-Programmen à la 3D Studio Max. Für den Privatanwender praktisch unerschwinglich, bietet es dem Profi unendliche Möglichkeiten in den Welten des 3D-Renderings und der Animation. Auch hier spielt das Zusammenspiel zwischen Prozessor, Northbridge (Chipsatz) und Speicher erneut eine übergeordnete Rolle.
- Weitere Informationen: Maxon.de [29]
- Download: Maxon.de [28] (eingeschränkte Demoversion)
Cinema 4D
Angaben in Minuten, Sekunden
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In Cinema 4D XL R8 konnten wir in der Vergangenheit nur selten Differenzen zwischen den Mainboards entdecken, setzt das Programm doch in erster Linie auf reine MHz-Power. Allerdings vollzieht sich auch hier die altbekannte Zweiteilung: Der KT600 liegt gut eine Sekunde (Nachkommastellen gibt der Benchmark nicht aus) zurück.
Fazit
Da es sich um insgesamt zwei neue Produkte handelt, haben wir uns entschlossen, das Fazit dieses Testberichtes in zwei Teile zu gliedern. So hoffen wir eine bessere Übersicht über die Errungenschaften KT600 und 8KRA2+ geben zu können.
VIA Apollo KT600 und VIA VT8237:
Den Anfang macht heute VIAs neueste Northbridge, der KT600-Chipsatz, mit dem man nun versucht, den Platzhirsch nVidia mit dem nForce 2 Ultra 400 vom Thron des schnellsten Chipsatzes zu stoßen. Ob die Ingenieure aus Taiwan dies geschafft haben? Vorerst wohl doch nicht. Man konnte zwar ein-, aber nicht überholen. Dies liegt in erster Linie an den schlechten Latenzzeiten beim Speicherzugriff. Hier hat der nForce die Nase deutlich vorne. Nur in wenigen Fällen reicht die Performance des KT600 aus, um die aktuellen Performance-Könige für den Athlon XP, den nForce 2 (400 Ultra), zu überholen. Öfter kann der Chipsatz allerdings keinen Profit aus der enorm hohen Bandbreite schlagen. Wir wollen die Arbeit VIAs natürlich in keinster Weise schmälern, denn gegenüber dem KT400A hat man durchaus einige Verbesserungen in den Chipsatz einfließen lassen. Der KT400 scheiterte. Der KT400A sollte es richten. Schlägt nun endlich der KT600 in die Bresche? Zumindest kann er nun endlich mit einem definitiv stabilen Betrieb bei FSB400 und DDR400-Support aufwarten und auch der Abstand zum nForce 2 konnte unseres Erachtens nach nachhaltig verkleinert werden. Inwiefern finale Platinen hier noch einen drauf setzen können, wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht mutmaßen. Fest steht, dass der KT600 druchaus ein enormes Potential in sich zu vereinen scheint. Inwiefern dieses Potential dann in der Praxis im Zaum gehalten werden muss - unsere Northbridge wurde im Betrieb doch erheblich warm -, bleibt abzuwarten. Wir haben es bereits beim nForce 2 gesehen, dass erste Testmuster nicht unbedingt die Performance widerspiegeln, wie sie die im Handel erhältliche Serie dann bietet (und auf der Intel-Plattform ist es oftmals nicht anders).
Ein weiterer Lichtblick verließ dann aber definitiv die Produktionshallen in Taiwan - die neue Southbridge VT8237. Vor allem ihr ist es zu verdanken, dass der KT600 nicht vollkommen untergehen wird, denn sie bringt einige durchaus interessante Features mit sich, die man bis jetzt noch auf AMD-Plattformen vermisst hat. In erster Linie ist dies natürlich die Eingliederung eines nativen S-ATA-Controllers, der ebenfalls eine RAID-Funktion mit an Bord hat. Weiterhin zu überzeugen wissen die insgesamt 8 USB-Steckplätze samt USB 2.0 Performance und die gute AC'97 6 Kanal Audio-Funktion.


Doch KT600 hin oder her. Neue Gerüchte [30] werfen ihre Schatten voraus. Das letzte besagt, dass der Chipsatzhersteller mit dem KT880 noch in diesem Jahr einen Sockel A Chipsatz mit Dual-Channel-Speicherinterface nachliefern wird. Ob dieser Schritt angesichts des zum Tode verurteilten Sockel A noch Sinn machen würde, sei dahin gestellt. Letztendlich wäre es wohl der letzte Versuch, schlussendlich doch den schnellsten Chipsatz gebaut zu haben. Und Prestige ist manchen Unternehmen halt eine Menge wert.
EPoX 8KRA2+:
Auch wenn es schwierig ist, über ungelegte Eier zu reden, können wir nicht verheimlichen, dass das Board eine durchaus gute Figur gemacht hat. Sicherlich ist das Bios noch nicht ganz ausgereift und die Northbridge-Kühlung dürfte - sollte sich am Chipsatz wirklich nichts mehr ändern - noch eine Überarbeitung erfahren. Auch hatten wir mit einigen Problemen mit bestückter erster DIMM zu kämpfen. Werden diese Hürden beseitigt, so ist das KT600 Board von EPoX, welches für 109 Euro (EVP) den Besitzer wechseln wird, ohne Frage eine gute Wahl. Dennoch ist die Konkurrenz groß: Das 8RDA3+ mit nForce 2 400 Ultra ist bereits für 5 Euro mehr, also für 114 Euro (VP), im Handel erhältlich, bietet letztendlich aber vergleichbare Features (zwei Ethernet Controller, muss dafür aber auf RAID-Support bei den Serial-ATA Ports sowie auf die zwei zusätzlichen ATA133 Kanäle verzichten).
Beide Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile. Das 8KRA2+ vor allem den, dass es noch nicht fertig ist und wir das Board in der Revision 0.3 in unseren Händen hielten. Ein abschließendes Fazit kann es daher nur mit einer Platine geben, die bereits in die Massenproduktion entlassen wurden. Das EPoX 8KRA2+ kann in jedem Fall gute Ansätze in sich vereinen.



