Die Features
Der LGA 775 Sockel
Wenn man die Plattform schon einer Radikalkur unterzieht, dann aber auch richtig, mag sich Intel gedacht haben und wechselt zum nunmehr dritten Mal den Sockel des Pentium 4. Der neue Sockel 775 setzt auf das „Land Grid Array“ und geht somit weg von den bisher bekannten Pins. Ziel des Umstieges auf den neuen Sockel ist die Verbesserung der elektrischen Eigenschaften. Mehr Leitungen und eine neue Konstruktion des Sockels ermöglichen sauberere Signale und eine verbesserte Stromversorgung des Prozessors. Hierdurch möchte sich Intel genügend Luft für höhere Taktraten verschaffen.


Dual Channel DDR2
Auf die Neuerungen, die DDR2 mit sich bringt, gehen wir bereits in einem gesonderten Artikel mit dem Titel „DDR2 - Die Grundlagen“ ein, so dass wir dieses Thema an dieser Stelle nicht noch einmal vertiefen möchten.
Neben der Zukunftssicherheit geht es bei DDR2 vor allem um eine höhere durchschnittliche Speicherperformance bei deutlich niedrigerem Stromverbrauch.
Wenn wir uns aber schon nicht mit den Grundlagen von DDR2 beschäftigen, dann werfen wir doch mal einen Blick auf die zulässige Speicherbestückung des i925X und i915.
| DRAM Technologie | Kleinste Erweiterung (Ein Single Sided DIMM) |
Größte Erweiterung (Ein Double Sided DIMM) |
Maximale Kapazität (Vier Double Sided DIMMs) |
|---|---|---|---|
| 256 Mbit | 128 MB | 512 MB | 2048 MB |
| 512 Mbit | 256 MB | 1024 MB | 4096 MB |
| 1 Gbit | 512 MB | 2000 MB | 8000 MB* |
| *Nur bei 64-bit Adressraum | |||
Hieraus resultieren natürlich auch einige unzulässige Speicherbestückungen für den i925X, auf die wir kurz in Form einer Liste eingehen möchten:
- 64, 128 Mbit und sowohl 2 Gbit als auch 4 Gbit Speichertechnologien für DDR2
- x4, x32 DIMMs (Organisation der Speicherchips)*
- Double Sided x16 DIMMs (Organisation der Speicherchips)*
- * Speichermodule gleicher Kapazität können unterschiedlich aufgebaut sein. Beispiel: Ein 64 MB Modul mit acht Chips je 64 Mbit hat eine 8 x 8 Organisation. Dieses Modul könnte jedoch auch über vier Chips mit je 128 Mbit verfügen, um dieselbe Kapazität zu realisieren, was dann jedoch einer 8 x 16 Organisation entsprechen würde.
- Registered DIMMs
- DDR1 DIMMs
Zudem unterstützt Intel beim i925X wie schon beim i875P „Error Checking and Correcting“ (ECC), allerdings ist dies bei den aktuellen Revisionen noch nicht funktionsfähig. Geneigte Kunden, die Wert auf dieses Merkmal legen, müssen sich demnach noch ein bisschen in Geduld üben, bis Intel dies in einer neuen Revision des Memory Controller Hub aktiviert hat. Zum Launch muss der i925X demnach auf ECC verzichten.
Als nächstes werfen wir einen Blick auf die zulässige Speicherbestückung der i915 Chipsätze:
| DRAM Technologie | Kleinste Erweiterung (Ein Single Sided DIMM) |
Größte Erweiterung (Ein Double Sided DIMM) |
Maximale Kapazität (Vier Double Sided DIMMs) |
|---|---|---|---|
| 256 Mbit | 128 MB | 512 MB | 2048 MB |
| 512 Mbit | 256 MB | 1024 MB | 4096 MB |
| 1 Gbit | 512 MB | 2000 MB | 8000 MB* |
| *Nur bei 64-bit Adressraum | |||
Für die illegalen Konfigurationen ergibt sich das gleiche Bild wie beim i925X, allerdings kommt noch hinzu, dass ein Mischbetrieb zwischen DDR1 und DDR2 ausgeschlossen ist.
Anbei noch einmal eine Übersicht über die möglichen Kombination von Prozessor bzw. Front-Sidebus und Speicher:
| Front-Sidebus | DDR Frequenz | Technologie | Max. Single Channel Bandbreite | Max. Dual Channel Bandbreite |
|---|---|---|---|---|
| 533 MHz | 333 MHz | DDR1 | 2,7 GB/s | 5,4 GB/s |
| 533 MHz | 400 MHz | DDR1 | 3,2 GB/s | 6,4 GB/s |
| 800 MHz | 400 MHz | DDR1 | 3,2 GB/s | 6,4 GB/s |
| 800 MHz | 400 MHz | DDR2 | 3,2 GB/s | 6,4 GB/s |
| 800 MHz | 533 MHz | DDR2 | 4,25 GB/s | 8,5 GB/s |
Anders als der i925X wird keiner der i915 Chipsätze ECC unterstützen.
