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Test: MSI PT880 Neo-LSR

von Frank Hüber

Einleitung

In den letzten Monaten ist es ruhig geworden an der Chipsatz-Front für den Pentium 4, doch die nächsten Monate versprechen nicht erst mit der Einführung der neuen Chipsätze durch den Chipgiganten Intel interessant zu werden. Etwas verspätet, aber vielleicht doch noch rechtzeitig, ist auch VIA mit einem nicht zu unterschätzenden Chipsatz für den Pentium 4 an der Start gegangen, welcher mit Dual Channel DDR400 Unterstützung aufwarten kann.

Intro
Intro

Genau diesem Chipsatz aus dem Hause VIA widmen wir uns in diesem Review und haben deshalb das MSI PT880 Neo-LSR unter die Lupe genommen, das, wie der Name schon vermuten lässt, mit dem PT880 von VIA ausgestattet ist. Ob man gegen die starke Konkurrenz aus dem Hause Intel bestehen kann und wie sich der Chipsatz im Vergleich zum i865 und i875P von Intel schlägt, soll ebenso geklärt werden, wie die Frage, ob das Board von MSI in der Leistung, im Preis, in der Ausstattung und Verarbeitung überzeugen kann. Steigen wir somit gleich ein und werfen einen Blick auf VIAs jüngsten Spross, den PT880 Chipsatz.

Der VIA PT880 Chipsatz

Wie üblich möchten wir uns den VIA PT880 erst einmal in der direkten Gegenüberstellung zu den anderen etablierten Chipsätzen vor Augen führen, ehe wir auf einzelne Eigenschaften genauer eingehen:

PT880 und VT8237
PT880 und VT8237
Aktuelle Dual-Channel Chipsätze im Vergleich
Features VIA PT880 R9100 IGP i875P i865PE i865G i865P E7205
Northbridge Features
Northbridge PT880 RS300 KC82875P KC82865PE KC82865G KC82865P E7205
Package 819 BGA keine Angaben 1005 FCBGA 932 FCBGA 932 FCBGA 932 FCBGA 1077 FCBGA
Frontside-Bus
400 MHz Ja Ja Nein Ja Ja Ja Ja
533 MHz Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
800 MHz Ja Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Hyper-Threading Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Perf.-Accel.-Tech. (PAT) Nein Nein Ja Nein Nein Nein Nein
Com.-Strea.-Archi. (CSA) Nein Nein Ja Ja Ja Ja Nein
Integrierte Grafik Nein Ja Nein Nein Ja (266 MHz) Nein Nein
Speichertakt/typ
100 MHz/DDR200 Nein Ja Nein Ja Nein Nein Ja
133 MHz/DDR266 Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
166 MHz/DDR333 Ja Ja Ja* Ja* Ja* Ja Nein
200 MHz/DDR400 Ja Ja Ja Ja Ja Nein Nein
* Speicher wird bei FSB800 mit 320 MHz betrieben.
Asynchroner Speichertakt Ja Ja Ja Ja Ja Ja Nein
Speicherbestückung
Speicherkanäle 2 2 2 2 2 2 2
DIMMs pro Kanal 2 2 2 2 2 2 2
DIMMs insgesamt 4 4 4 4 4 4 4
AGP Support
4x Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
8x Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Southbridge Features
Southbridge VT8237 IXP150/200/250 82801EB/ER 82801EB/ER 82801EB/ER 82801EB/ER 82801DB
Southbridge - - ICH5/ICH5R ICH5/ICH5R ICH5/ICH5R ICH5/ICH5R ICH4
Package 539 BGA keine Angaben 460 MBGA 460 MBGA 460 MBGA 460 MBGA 421 uBGA
Festplattencontroller
P-ATA 100 Ja/2 Ch. Ja/2 Ch. Ja/2 Ch. Ja/2 Ch. Ja/2 Ch. Ja/2 Ch. Ja/2 Ch.
P-ATA 133 Ja/2 Ch. Nein Nein Nein Nein Nein Nein
S-ATA 150 Ja/2 Ports. Nein Ja/2 Ports. Ja/2 Ports. Ja/2 Ports. Ja/2 Ports. Nein
PCI-Slots (max) 6 6? 6 6 6 6 6
USB-Unterstützung
USB Ports 8 6 8 8 8 8 6
USB 2.0 Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Firewire Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein
Audio 20bit AC'97
Audio
20bit AC'97
Audio
20bit AC'97
Audio
20bit AC'97
Audio
20bit AC'97
Audio
20bit AC'97
Audio
20bit AC'97
Audio
Sonstiges
I/O-Link Ultra V-Link A-Link Hub Interface (266MB/s)
PT880 Blockdiagramm
PT880 Blockdiagramm

Wie immer hat sich VIA für einige Eigenschaften sehr klangvolle Namen einfallen lassen, hinter denen sich mitunter jedoch recht bekannte Features verbergen. So verbirgt sich hinter der „VIA V-MAP (VIA Modular Architecture Platform) Architecture“ schlicht und einfach die Fähigkeit der VT8237 Southbridge, mit verschiedenen Northbridges kombiniert zu werden. Ob PT800, PT880, PM800 oder PM880 spielt für die Southbridge keine Rolle, sie verrichtet ihren Dienst wie eh und je. Der „Ultra V-Link“ stellt eine aufgebohrte Version des alt bekannten V-Link von VIA dar, der jetzt jedoch bis zu 1066 MB/s zwischen North- und Southbridge übertragen kann. VIA möchte so verhindern, dass die Strecke zwischen beiden Chips zum Flaschenhals werden kann.

Hinter DualStream64 verbirgt sich die Dual Channel Fähigkeit des PT880. VIAs Speichercontroller verfügt über ein verbessertes „Data Prefetch Protocol“ und verbesserte „Memory Branch Predicitons“.

Sehr lobenswert ist auch die Implementierung von S-ATA in die VT8237 Southbridge, die neben P-ATA 100 und 133 somit alle auf dem Desktop-Markt wichtigen Festplattenprotokolle unterstützt. VIAs Raid-Unterstützung, V-Raid genannt, beherrscht Raid 0, Raid 1, Raid 0+1 und JBOD Konfiguration. VIAs „Vinyl Multichannel Audio Suite“ liefert den obligatorischen 6- und mittlerweile über passende onboard Komponenten sogar 8-Kanal Sound. Hier liegt die Qual der Wahl wie immer beim Mainboardhersteller, welche Komponenten er auf der Platine zum Einsatz kommen lassen möchte. VIA bietet eine Vielzahl von zusätzlichen onboard Komponenten, die einer Platine Firewire und Gigabit Ethernet zur Seite stellen können.

AGP 8x ist jedoch jeder Platine mit PT880 gleich ebenso wie die Unterstützung für bis zu acht USB2.0-Ports und bis zu acht Gigabyte Arbeitsspeicher.

PCI-XEin weiterer interessanter Punkt ist der VIA VPX2 Chip, der optional auf einem Board mit PT880 Chipsatz verbaut werden kann. Er beschert dem Board Unterstützung für zwei 133 MHz PCI-X Steckplätze oder bis zu zwölf gewöhnliche PCI Steckplätze. Eine Dual Channel VPX2 Lösung erlaubt sogar gleichzeitige Unterstützung für AGP8X und PCI-X. VIA möchte den Chipsatz so auch für Workstations und Server interessanter machen. Es gibt dabei mehrere Konfigurationsmöglichkeiten, die hier nur kurz aufgeführt werden sollen:

Es ist somit möglich, die Verbindungsvielfalt der Platine deutlich zu steigern und auch in Zukunft attraktiv zu halten.

VIA VPX2
VIA VPX2

Lieferumfang

Wer mit den Bezeichnungen von MSI vertraut ist, dem dürfte schnell aufgefallen sein, dass es sich beim MSI PT880 Neo-LSR nicht um die voll ausgestattete Variante der PT880 Platine handelt, sondern auf einige Extras verzichtet wurde, um den Verkaufspreis zu drücken. Auch der Lieferumfang ist dementsprechend ausgefallen und beinhaltet so nur die nötigsten Accessoires. Wie immer beginnen wir deshalb mit einer Auflistung des Lieferumfang des MSI PT880 Neo-LSR:

Alle Leistungsmerkmale des Mainboards können mit diesem Lieferumfang demnach nicht genutzt werden. Wer etwa zwei Laufwerke als Master an die beiden IDE-Schnittstellen anschließen möchte, ist bereits gezwungen, ein weiteres IDE-Kabel zu erwerben. Mit gerade einmal 65 Euro liegt der Preis dafür jedoch auch deutlich unter den teureren Modellen der Konkurrenz. Für ein MSI PT880 Neo-FIS2R, das über mehr onboard Komponenten verfügt als das MSI PT880 Neo-LSR und so beispielsweise Firewire und Gigabit LAN unterstützt, muss man rund 90 Euro auf den Tisch legen. Doch all dies ist nichts wert, wenn der Preis nicht auch in einem angemessenen Bezug zur Leistung und Stabilität steht, auf die wir natürlich noch genauer eingehen werden.

MSI PT880 Neo-LSR
MSI PT880 Neo-LSR
MSI PT880 Neo-LSR - Verpackung
MSI PT880 Neo-LSR - Verpackung
MSI PT880 Neo-LSR - Treiber CD
MSI PT880 Neo-LSR - Treiber CD

Das Mainboard

Einige Funktionen sind nicht mehr von aktuellen Platinen wegzudenken und so bietet auch das MSI PT880 Neo-LSR zumindest eine Grundausstattung in Sachen onboard Komponenten. Denn wie bereits erwähnt, die LSR-Variante stellt nicht die Version mit den meisten Features, sondern eher eine rudimentäre und preiswerte Variante dar. Viele Lötpunkte auf dem PCB des MSI PT880 Neo-LSR bleiben ungenutzt und man erkennt sofort, an welchen Stellen MSI auf zusätzliche onboard Chips verzichtet hat, die sich jedoch auf dem MSI PT880 Neo-FIS2R wiederfinden. So deckt MSI wieder einmal die komplette Bandbreite ab und bietet für jeden Kunden eine passende Version, auf die je nach Bedürfnis zurückgegriffen werden kann. Doch sehen wir uns erst einmal an, welche Features ihren Weg auf die Platine gefunden haben.

MSI PT880 Neo-LSR - Onboard Komponenten
MSI PT880 Neo-LSR - Onboard Komponenten
MSI PT880 Neo-LSR - USB-Modul
MSI PT880 Neo-LSR - USB-Modul

MSI PT880 Neo-LSR - Kabel
MSI PT880 Neo-LSR - Kabel
MSI PT880 Neo-LSR - S-ATA Stromkabel
MSI PT880 Neo-LSR - S-ATA Stromkabel


Etwas irreführend ist die Aufschrift "IEEE 1394" auf der Verpackung des MSI PT880 Neo-LSR. Vermutet man so doch Firewire-Unterstützung, lässt das enthaltene Mainboard einen passenden Chip und Ausgänge jedoch gänzlich vermissen. Bei der Verpackung scheint MSI noch keinen Unterschied zwischen LSR- und FIS2R-Version zu machen, was mittlerweile im Handel jedoch behoben worden ist und vielleicht nur ein Fehler bei unserem recht frühen Testsample sein kann.

MSI PT880 Neo-LSR - Anschlüsse - 2
MSI PT880 Neo-LSR - Anschlüsse - 2
MSI PT880 Neo-LSR - RAM und Strom
MSI PT880 Neo-LSR - RAM und Strom

MSI PT880 Neo-LSR - Anschlüsse
MSI PT880 Neo-LSR - Anschlüsse
MSI PT880 Neo-LSR - RAM und PATA
MSI PT880 Neo-LSR - RAM und PATA

Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass der PT880 komplett ohne aktive Kühlung auskommt und lediglich mit einem angenehm kleinen und schlichten Passivkühlkörper versehen werden muss. Die Stabilität der Platine gibt MSI Recht, auf unnötige Bauteile zu verzichten, die bei engagierten Übertaktungsfreunden zwar freudige Augen hervorrufen würden, vielen aber vor allem durch unnötige Geräuschentwicklung und langfristige Verschleißerscheinungen unangenehm aufstoßen.

MSI PT880 Neo-LSR - Kühler
MSI PT880 Neo-LSR - Kühler
MSI PT880 Neo-LSR - ICS
MSI PT880 Neo-LSR - ICS

MSI PT880 Neo-LSR - Front Panel
MSI PT880 Neo-LSR - Front Panel
MSI PT880 Neo-LSR - ATX Blende
MSI PT880 Neo-LSR - ATX Blende

Die ATX Blende fördert die üblichen Anschlüsse zu Tage: PS2, einen COM-Port, einen Parallel-Port, vier USB2.0-Ports, einen LAN-Anschluss, einen SPDIF Ausgang, Line-In, Mic-In und Line-Out. Optische Ausgänge und Firewire lässt die LSR-Variante des MSI PT880 Neo somit vermissen, hier muss der Kunde bei Interesse auf die teurere FIS2R-Variante zurückgreifen, die MSI ebenfalls im Portfolio hat.

Von sechs möglichen PCI-Steckplätzen haben immerhin fünf ihren Weg auf die Platine gefunden. Vier DDR-SDRAM-Steckplätze warten darauf, mit maximal acht Gigabyte Arbeitsspeicher bestückt zu werden. IDE-, Floppy- und Stromanschluss liegen gut platziert am Rand des PCB und ermöglichen so eine einfache Verkabelung. Zwei Serial-ATA Anschlüsse werden über die VT8237 Southbridge bereit gestellt. Die FIS2R-Variante des Mainboards bietet hier ebenfalls wieder mehr als die von uns getestete LSR-Version und stellt über einen VIA VT6420 zwei weitere Serial ATA Steckplätze zur Verfügung.

MSI PT880 Neo-LSR - SATA
MSI PT880 Neo-LSR - SATA
MSI PT880 Neo-LSR - USB- und Sound-Anschlüsse
MSI PT880 Neo-LSR - USB- und Sound-Anschlüsse

MSI PT880 Neo-LSR - USB
MSI PT880 Neo-LSR - USB
MSI PT880 Neo-LSR - VT8237 - 2
MSI PT880 Neo-LSR - VT8237 - 2

Für vier weitere USB-Ports stehen auf der Platine weitere USB-Anschlüsse zur Verfügung, von denen zwei über die mitgelieferte D-Bracket nach außen geführt werden können. Somit lassen sich mit einem weiteren USB-Modul theoretisch alle acht USB2.0-Ports der VT8237 Southbridge nutzen. Für 6-Kanal Sound sorgt der bereits bestens bekannte Realtek ALC655 Soundcodec, der auf sehr vielen Mainboards seinen Dienst verrichtet. Wenn MSI sich keinen Patzer erlaubt hat, kann man sich hier also auf gute Ergebnisse einstellen, die in den vergangenen Reviews dem Codec von Realtek zugesprochen wurden. Dies werden jedoch unsere Tests zeigen.

Der LAN-Anschluss wird über die VIA VT8237 Southbridge in Verbindung mit einem Realtek 8201BL PHY realisiert. Gigabit LAN ist erneut dem MSI PT880 Neo-FIS2R vorbehalten und musste in der Low-Cost Version "LSR" dem Rotstift zum Opfer fallen. Der AGP8x Steckplatz verfügt über eine Arretierung, die die Karte fest im Griff halten soll.

MSI PT880 Neo-LSR - ALC655
MSI PT880 Neo-LSR - ALC655
MSI PT880 Neo-LSR - 2
MSI PT880 Neo-LSR - 2

MSI PT880 Neo-LSR - Realtek RTL8201BL
MSI PT880 Neo-LSR - Realtek RTL8201BL
MSI PT880 Neo-LSR - PCI
MSI PT880 Neo-LSR - PCI

Insgesamt gibt es am Layout der Platine des MSI PT880 Neo-LSR nichts auszusetzen. Auch die Verarbeitung gibt keinen Grund zur Beanstandung. Langjährige Erfahrungen der großen Mainboard-Hersteller lassen hier auch nichts anderes mehr erwarten. Ob man als Kunde bei Interesse am MSI PT880 Neo nun zur LSR- oder FIS2R-Variante greifen sollte, muss jeder Kunde nach seinen eigenen Gewohnheiten und Bedürfnissen entscheiden. Nicht jeder braucht Firewire, Gigabit LAN, optische Sound-Ausgänge oder volle Anschlüsse für den 5.1 Sound. Wer jedoch über Peripherie verfügt, die beispielsweise zwingend einen Firewire-Anschluss voraussetzt und man nicht über eine zusätzliche Steckkarte verfügt, ist man mit der LSR-Variante falsch beraten und muss in jedem Fall zu einer besser ausgestatteten Version greifen.

Doch ob das MSI PT880 Neo überhaupt einen genaueren Blick wert ist, müssen erst unsere weiteren Tests zeigen, die das MSI PT880 Neo-LSR noch absolvieren muss. Die technischen Daten lassen einiges erhoffen, doch Spezifikationen sind nichts, wenn sie nicht auch entsprechend in die Tat umgesetzt wurden und dem Mainboard so zu Stabilität und guter Leistung verhelfen.

MSI PT880 Neo-LSR - 4
MSI PT880 Neo-LSR - 4
MSI PT880 Neo-LSR - ST
MSI PT880 Neo-LSR - ST

MSI PT880 Neo-LSR - USB-Modul - 2
MSI PT880 Neo-LSR - USB-Modul - 2
MSI PT880 Neo-LSR - VIA PT880
MSI PT880 Neo-LSR - VIA PT880

Bios / Stabilität

Die Stabilität des MSI PT880 Neo-LSR konnte während der gesamten Testzeit überzeugen und hinterließ in dieser Kategorie einen durchweg positiven Eindruck. In unserem Test nutzen wir das Bios mit der Version 1.2 und gaben MSI somit die Möglichkeit, erste Kinderkrankheiten des PT880, die in der Bios Version 1.1 eventuell noch aufgetreten sind, auszumerzen. Aufbauend auf den Erfahrungen mit VIAs vorherigen Pentium 4 Chipsätzen scheinen die Mainboard-Hersteller erfreulich wenig Probleme mit dem PT880 zu haben, so dass schon frühe Versionen einen problemlosen Betrieb ermöglichen.

Beim Bios lässt sich MSI auf keinerlei Spielereien ein und setzt auf ein bewährtes AMI-Bios, das auch auf dem MSI PT880 Neo-LSR seinen Dienst hervorragend verrichtet und dem Benutzer einige Optionen zur Verfügung stellt, um das Mainboard an die individuellen Bedürfnisse anzupassen und zu optimieren. Natürlich wird dabei auch nicht an den passenden Einstellungen für den Arbeitsspeicher, Prozessor und die jeweiligen Taktraten gespart. Die von MSI bekannten Windows Programme setzen auf die breiten Möglichkeiten und ermöglichen so auch unter Windows ein Aktualisieren des Bios oder eine Veränderung der Taktraten - Pflicht für jedes aktuelle Mainboard und jeden Hersteller, der seine Kunden auch durch Service an sich binden möchte und durch kleine Extras auf sich aufmerksam machen möchte.

MSI PT880 Neo-LSR - 3
MSI PT880 Neo-LSR - 3
MSI PT880 Neo-LSR - Core Cell
MSI PT880 Neo-LSR - Core Cell
MSI PT880 Neo-LSR - VIA PT880 Northbridge
MSI PT880 Neo-LSR - VIA PT880 Northbridge

MSIs Core Cell hat bereits in der Vergangenheit für Aufsehen gesorgt und wird auch auf dem MSI PT880 Neo eingesetzt. Worum es sich bei MSIs Core Cell genau handelt, haben wir bereits in früheren Reviews [1] erörtert, auf die an dieser Stelle verwiesen werden soll.

Lange Rede, kurzer Sinn, sehen wir uns doch erst einmal an, welche Einstellungen dem Benutzer überhaupt zur Verfügung stehen und wie sich diese im direkten Vergleich mit der Konkurrenz behaupten können.

Speicheroptionen im Vergleich
Features MSI PT880 Neo EPoX EP-4PCA3+ Gigabyte GA-8KNXP MSI 875P Neo
Speichertakt Auto
500
466
450
433
400
333
266
Auto
400
320
266
Auto
400
320
266
Auto
532
500
400
320
266
Timing-Modes By SPD
Manuell
Ultra
Turbo
By SPD
Manuell
By SPD
Manuell
By SPD
Manuell
Speichertimings (Manuell)
CAS Latency (CL) 1,5/2/2,5/3 2/2,5/3 2/2,5 2/2,5/3
RAS to CAS
Delay (tRCD)
2/3/4/5 2/3/4 2/3/4 2/3/4
RAS Precharge
(tRP)
2/3/4/5 2/3/4 2/3/4 2/3/4
Active to Precharge
Delay (tRAS)
6/7/8/9 5/6/7/8 5/6/7/8/9/10 5/6/7/8
Burst Length - - - 4/8
Refresh Cycle - - 7,8µSec
15,6µSec
64µSec
-
Idle Timer - - - -
Besonderheiten Command Rate: 1/2T
DRAM Bus Selection:
Auto
Single Channel
Dual Channel
tRFC: 12/13/14/15
Command Per Clock
Fast Chip Select
PSB Parking
Command Per Clock
Fast Chip Select
Dynamic Paging
Top Performance
Performance Mode:
Slow
Fast
Turbo
Ultra-Turbo
Speicheroptionen im Vergleich
Features Shuttle ST61G4 Abit IC7-G AOpen AX4C Max Asus P4C800-E Deluxe
Speichertakt Auto
Sync
400
333
266
200
Auto
400
320
266
Auto
400
320
266
Auto
400
320
266
Timing-Modes By SPD
Manuell
By SPD
Manuell
By SPD
Manuell
By SPD
Manuell
Speichertimings (Manuell)
CAS Latency (CL) 1/1,5/2/
2,5/3/3,5/4
2/2,5/3 2/2,5/3 2/2,5/3
RAS to CAS
Delay (tRCD)
1/2/3/4 2/3/4 2/3/4 2/3/4
RAS Precharge
(tRP)
1/2/3/4 2/3/4 2/3/4 2/3/4
Active to Precharge
Delay (tRAS)
1/2/3/4/
5/6/7/8
5/6/7/8 5/6/7/8 5/6/7/8
Burst Length - - - 4/8
Refresh Cycle - (Bei Game Accel.)
Auto
Normal
Enhanced
Strengthened
Aggressive
- 7,8µSec
15,6µSec
64µSec
64T
Auto
Idle Timer - - - Auto
0
8
16
64
Infinite
Besonderheiten Smart Fan Game Accelerator
(CPC, tRD, tRDA)
Silent Bios Performance Mode:
Turbo

Bei den Speicheroptionen gibt sich das MSI PT880 Neo-LSR keine Blöße, obwohl der Active to Precharge Delay (tRAS) keine Option für ein Timing von 5 bietet. Dafür können die Taktraten des Speichers auf bis zu 500 MHz getrieben werden und bieten viele Auswahlmöglichkeiten. Als kleines Extra kann man selbst bei Dual Channel Konfiguration des Speichers eine Single Channel Konfiguration im Bios auswählen. Über Sinn oder Unsinn einer deratigen Funktion kann man sich natürlich streiten.

Overclocking-Optionen im Vergleich
Features MSI PT880 Neo EPoX EP-4PCA3+ Gigabyte GA-8KNXP MSI 875P Neo
Taktraten
Frontside-Bus FSB400: 100 bis 355
FSB533: 133 bis 388
FSB800: 200 bis 455
1 MHz Schritte
100 bis 350
(1 MHz Schritte)
100 bis 355
(1 MHz Schritte)
100 bis 500
(1 MHz Schritte)
Speichertakt
FSB:DRAM
1:1
3:2
6:5
1:1 (2,3)
3:4 (1)
4:5 (2)
5:4 (3)
6:4 (3)
1:1 (2,3)
3:4 (1)
4:5 (2)
5:4 (3)
6:4 (3)
1:1 (2,3)
3:4 (1)
4:5 (2)
5:4 (3)
6:4 (3)
1: Nur bei FSB400, 2: Bei FSB533, 3: Bei FSB800
AGP/PCI Takt 66,9 bis 100,9
1 MHz Schritte
Auto
FSB/3:FSB/6
manuell: 50 bis 80
(1MHz Schritte)
66,66/33,33 bis 96/48
(1MHz Schritte)
Auto
66,66/33,33 bis 151/75,50
(1MHz Schitte)
Spannungen
CPU 1,55 bis 1,60
(0,0125V Schritte)
Auto
-0,1 bis +0,05
(0.0125V Schritte)
Normal
0.8375 bis 1.600
(0.0125V Schritte)
Auto
Default bis 1,60
(0,0125V Schritte)
1,600 bis 2,300
(1V Schritte)
DRAM 2,5 Bis 3,30
(0,05/0,1V Schritte)
+0,1 bis +0,7
(0,1V Schritte)
Normal
+0.1 (2.70V)
+0.2 (2.80V)
+0.3 (2.90V)
2,5 bis 3,3
(0,05V Schritte)
AGP 1,5 bis 2,2
(0,05/0,1V Schritte)
+0,1 bis +0,7
(0,1V Schritte)
Normal
+0.1 (1.60V)
+0.2 (1.70V)
+0.3 (1.80V)
1,55 bis 2,10
(0,05V Schritte)
Overclocking-Optionen im Vergleich
Features Shuttle ST61G4 Abit IC7-G AOpen AX4C Max Asus P4C800-E Deluxe
Taktraten
Frontside-Bus 100/133/166/200
max +15 MHz
100 bis 412
(1 MHz Schritte)
100 bis 400
(1 MHz Schritte)
100 bis 400
(1 MHz Schritte)
Speichertakt
FSB:DRAM
1:1 (2,3)
3:4 (1)
4:5 (2)
5:4 (3)
6:4 (3)
1:1 (2,3)
3:4 (1)
4:5 (2)
5:4 (3)
6:4 (3)
1:1 (2,3)
3:4 (1)
4:5 (2)
5:4 (3)
6:4 (3)
1:1 (2,3)
3:4 (1)
4:5 (2)
5:4 (3)
6:4 (3)
1: Nur bei FSB400, 2: Bei FSB533, 3: Bei FSB800
CPU/AGP/PCI Takt - Auto
3:2:1
4:2:1
5:2:1
6:2:1
7:2:1
8:2:1
Fixed
Fest bei
66.66/33.33
Auto
66,66/33,33
72,73/36,36
80/40
Spannungen
CPU Auto
0.825 bis 1.5875
(0.0125V Schritte)
Auto
1.550 bis 1.925
(0.025V Schritte)
Normal
1.10 bis 1.85
(0.025V Schritte)
Auto
1,550 bis 1,950
(0,025V Schritte)
DRAM Auto
2.60
2.70
2.80
Auto
2.50
2.55
2.60
2.65
2.70
2.80
Auto
2,50 bis 2,80
(0,025V Schritte)
Auto
2,55
2,65
2,75
2,85
AGP Auto
1,60
1,65
1,70
1,50
1,55
1,60
1,65
1,50 bis 1,65
(0,05V Schritte)
+/-0.00 (1.50)
1,50 bis 1,80
(0,10V Schritte)

Als Besonderheit kann man beim PT880 sogar die Spannung der North- und Southbridge erhöhen. Die Northbridge-Spannung beginnt bei normalen 1,62 Volt und lässt sich in vier Etappen auf maximal 1,80 Volt erhöhen. Die der Southbridge kann ebenfalls von 2,50 auf maximal 3,0 Volt erhöht werden. Zudem kann man den V-Link Modus wählen, allerdings steht hier keine Dokumentation bereit, welcher Modus welche Vor- oder Nachteile bietet. An der mittlerweile vielerorts obligatorischen Grenze von 1,6 Volt bei der CPU Spannung kommt auch das MSI PT880 Neo-LSR nicht vorbei.

Speicherkompatibilität

Wie schon in der Vergangenheit muss auch der PT880 auf dem MSI PT880 Neo-LSR zeigen, mit welchen Speichermodulen er problemlos zusammenarbeitet. Aufgrund der Vielzahl von Modulen auf dem Markt können wir natürlich nur eine kleine Auswahl treffen, dennoch lässt sich so schon eine grundsätzliche Aussage über die Anfälligkeit mit bestimmten Speichermodulen treffen.

Hersteller / Modell Erkannte Timings Windows laden CPUMark03
Corsair CMX512 - 3200LLPRO 2,0 - 3 - 2 - 6 ok ok
Corsair CMX256A - 3700 2,5 - 4 - 4 - 7 ok Absturz
OCZ PC3700 Gold 256 MB EL 2,5 - 3 - 3 - 8 ok ok
TwinMOS Twister PC3200 512 MB
M2GDJ16A-TT
2,0 - 3 - 3 - 8 ok ok
TwinMOS PC3200 CL2,5 256 MB
313M53026410040
2,5 - 3 - 3 - 8 ok Absturz
Infineon PC3200U-30330-A0
HYS64D32300GU-5-B
3,0 - 3 - 3 - 8 ok ok
takeMS 512 MB DDR PC400 10/03
MS64D64020U-5
3,0 - 3 - 3 - 8 ok ok
takeMS 256 MB DDR PC400 10/03
MS64D32000U-5
3,0 - 3 - 3 - 8 ok ok
Samsung 256 MB PC3200U (CCC)
M368L3223ETM-CCC
3,0 - 3 - 3 - 8 ok ok
Samsung 256 MB PC3200 CL3
M368L3223DTM-CC4
3,0 - 4 - 4 - 8 ok ok

Die Kompatibilität des PT880 mit den von uns getesteten Speichermodulen ist leider nicht ganz ohne Ausrutscher. Der eigentlich als sehr kompatibel geltende Corsair CMX256A - 3700 führt mit SPD-Timings im CPU-Mark des 3DMark03 zu einem Absturz. Setzt man die Timings manuell nur leicht auf 3,0-4-4-7 herunter, so verrichtet auch der Corsair CMX256A - 3700 seinen Dienst auf dem MSI PT880 Neo-LSR ohne Probleme. Beim TwinMOS PC3200 CL2,5 mit 256 MB verhält es sich ähnlich. Rufen die SPD-Timings einen Absturz im CPU-Mark hervor, erreicht man schon mit Timings von 3,0-3-3-8 einen stabilen Betrieb, in dem auch der CPU-Mark problemlos gemeistert wird. Insgesamt kann man dem PT880 demnach eine gute, wenn auch nicht ganz fehlerfreie, Kompatibilität zusprechen, die sich glücklicherweise bei den von uns verwendeten Modulen durch etwas Feintuning mit allen Modulen erzielen ließ.

Testsystem

Benchmarks

Wir haben die Neuvorstellung des Athlon 64 / 64 FX genutzt und unseren Benchmarkparcours generalüberholt. Dabei haben wir insbesondere auf Anwendungen, die uns Leser auf Anfrage im Forum [2]genannt haben, Wert gelegt. Neben einer Reihe aktueller Spiele liegt der Schwerpunkt nun auf Audio- und Video-Encoding. Aber auch CAD/Render-Anwendungen haben wir nach durchweg positiver Resonanz im Sortiment behalten. Wie und was wir genau gebencht haben, steht im jeweiligen Infokasten über den Ergebnissen.

Speicherbenchmarks

SiSoft Sandra 2003 Max

Sisoft Sandra 2003 MAX - Speicher

 Int Buffered (SSE2):
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
4.983
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
4.901
Intel 865GBF (i865G)
4.640
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
4.264
 Float Buffered (SSE2):
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
4.980
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
4.825
Intel 865GBF (i865G)
4.611
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
4.290

In SiSoft Sandra reicht es für den PT880 knapp zur Führung. Der PT880 erreicht in unserem Testfeld die besten Durchsatzraten und liegt so vor dem i875P, i865G und Radeon 9100 von ATi. Gute Speicherdurchsatzraten sind in der Vergangenheit oft ein Zeichen für sehr gute Leistung gewesen, ob sich dies auch beim PT880 bewahrheitet, werden die nächsten Benchmarks zu zeigen haben. Sollte es VIA etwa gelingen, Intels 875P vom Thron zu stoßen?

Cachemem

Cachemem - Latenzen

MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
346,00
Intel 865GBF (i865G)
351,00
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
424,00
Angaben in Taktzyklen

Auch Cachemem bescheinigt dem Memory Controller des PT880 sehr gute Werte und so liegen die Latenzen ebenfalls leicht vor der Konkurrenz. Der Dual Channel Memory Controller scheint VIA sehr gut gelungen zu sein, doch damit ist erst die halbe Miete eingefahren.

Cachemem - Bandbreite

 Lesen:
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
3.212,8
Intel 865GBF (i865G)
2.927,4
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
2.509,7
 Schreiben:
Intel 865GBF (i865G)
1.591,8
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
1.568,2
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
1.293,7
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)

Die Bandbreiten des PT880 liegen in Cachemem beim Lesen vor der Konkurrenz, das Schreiben in den Arbeitsspeicher geht allerdings etwas langsamer von Statten.

Science Mark

Science Mark - Latenzen

 64 byte stride:
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
18,98
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
20,27
Intel 865GBF (i865G)
20,99
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
24,74
 256 byte stride:
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
79,95
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
85,74
Intel 865GBF (i865G)
90,85
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
110,26
 512 byte stride:
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
83,99
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
101,02
Intel 865GBF (i865G)
109,33
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
113,07
Angaben in Nanosekunden


Science Mark - Bandbreite

MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
4.209,02
Intel 865GBF (i865G)
4.039,80
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
3.851,41
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
3.544,73

Science Mark bestätigt die in den beiden vorherigen Benchmarks gewonnen Ergebnisse und so ist auch im Science Mark der PT880 etwas schneller als die Konkurrenz. Wenden wir uns nun der Audio-Encodierung zu und warten wir ab, ob der PT880 sich auch hier vor der Konkurrenz behaupten kann.

Audio-Encoding

Lame 3.93.1

Lame 3.93.1

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
1:28
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
1:28
Intel 865GBF (i865G)
1:29
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
1:29
Angaben in Minuten, Sekunden

Zeitgleich mit dem i875P und leicht vor dem i865G und Radeon 9100 von ATi geht der PT880 in Lame ins Ziel.

Ogg Vorbis

Ogg Vorbis

MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
0:57
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
0:58
Intel 865GBF (i865G)
0:58
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
0:58
Angaben in Minuten, Sekunden

Unter Ogg Vorbis sieht es für den PT880 wieder etwas besser aus und VIA kann sich erneut knapp vor die Kontrahenten setzen. Sollte es VIA tatsächlich gelungen sein, kurz vor der Wachablösung des i875P durch Intels neue Chipsätze noch an dem bisherigen Musterschüler vorbeizuziehen?

Windows Media Encoder 9

Windows Media Encoder 9 - Audio

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
1:35
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
1:35
Intel 865GBF (i865G)
1:36
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
1:38
Angaben in Minuten, Sekunden

Auch im Windows Media Encoder liefert man sich ein Kopf-an-Kopf Rennen mit Intel und gibt sich keine Blöße. Gehen wir also weg von Audio-Encoding hin zu Video-Encoding.

Video-Encoding

XMPEG 5.0 Divx 5.1

XMPEG 5.02 Divx 5.1

Intel 865GBF (i865G)
4:43
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
4:45
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
4:54
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
4:54
Angaben in Minuten, Sekunden

Unerwartet schlecht schneidet der PT880 unter XMPEG ab und liegt immerhin elf Sekunden hinter dem i865G und neun Sekunden hinter Intel 875P. Doch vielleicht sind diese Leistungseinbußen im nächsten Benchmark schon wieder vergessen?

TMPEGEnc

TMPGEnc 2.520

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
4:22
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
4:24
Intel 865GBF (i865G)
4:27
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
4:32
Angaben in Minuten, Sekunden

Auch TMPGEnc befördert den PT880 nicht wieder an die Spitze, auch wenn der Rückstand hier deutlich geringer ausfällt. Nur zwei Sekunden trennen den i875P, der als Erster aus diesem Benchmark geht, und den PT880 voneinander.

Windows Media Encoder 9


Windows Media Encoder 9 - Video

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
21:33
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
21:34
Intel 865GBF (i865G)
22:05
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
22:59
Angaben in Minuten, Sekunden

Doch auch der Windows Media Encoder 9 bestätigt die schlechten Ergebnisse im Video-Encoding, die XMPEG und TMPGEnc aufgezeigt haben. Durch die lange Laufzeit liegt der PT880 hier 1:26 Minuten hinter dem i875P, der auch diesen Benchmark am schnellsten absolvierte.

CAD & 3D-Rendering

Spec Viewperf 7.1

Spec Viewperf 7.1 3dsmax-02

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
16,08
Intel 865GBF (i865G)
15,75
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
14,89
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
14,71

Spec Viewperf 7.1 drv-09

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
67,56
Intel 865GBF (i865G)
64,20
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
53,91
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
37,50

Spec Viewperf 7.1 dx-08

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
47,81
Intel 865GBF (i865G)
47,59
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
46,75
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
37,55

Spec Viewperf 7.1 light-06

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
14,45
Intel 865GBF (i865G)
14,22
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
13,86
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
13,82

Spec Viewperf 7.1 proe-02

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
18,04
Intel 865GBF (i865G)
17,66
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
16,27
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
15,57

Spec Viewperf 7.1 ugs-03

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
9,10
Intel 865GBF (i865G)
8,91
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
8,65
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
8,41

Unerwartetes auch unter Spec Viewperf 7.1. Da der Memory Controller eigentlich einen sehr guten Eindruck hinterließ, muss das schlechte Abschneiden in einigen Teilergebnissen eigentlich dem AGP-Port angekreidet werden. Erinnerungen an den nForce3 werden wach, der damals auch durch schlechte Ergebnisse unter Spec Viewperf auffiel.

Cinema 4D 8.1

Cinema 4D 8.1 - Caustic Animated

MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
5:37
Intel 865GBF (i865G)
5:38
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
5:48
Angaben in Minuten, Sekunden

Cinema 4D 8.1 - Cloud Sun

MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
1:22
Intel 865GBF (i865G)
1:23
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
1:23
Angaben in Minuten, Sekunden

Cinema 4D schauffelt keine großen Datenmengen über den AGP-Port und so sieht es für den PT880 in diesem Benchmark deutlich besser aus. Plötzlich befindet man sich wieder knapp vor der Konkurrenz.

Lightwave 7.5

Lightwave 7.5c - Skullhead Newest

 1 Thread:
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
2:42
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
2:43
Intel 865GBF (i865G)
2:44
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
2:48
Angaben in Minuten, Sekunden

Lightwave 7.5c - Tracer No Radiosity

 1 Thread:
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
6:04
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
6:07
Intel 865GBF (i865G)
6:09
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
6:09
Angaben in Minuten, Sekunden

Unter Lightwave muss man sich jedoch schon wieder knapp hinter Intels 875P einordnen, auch wenn die Abstände sehr gering sind. Insgesamt muss sich VIAs PT880 beim Video-Encoding also Intels Chipsätzen geschlagen geben und kann nicht ganz an die Leistung des i875P heranreichen.

Datenkomprimierung

WinRAR 3.20

WinRAR 3.20

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
4:16
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
4:34
Intel 865GBF (i865G)
4:35
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
4:59
Angaben in Minuten, Sekunden

Sehr gute Ergebnisse im Speicherdurchsatz und dennoch langsamer als der i875P Chipsatz unter Winrar? Auch hier behält der i875P seine Spitzenposition und muss den PT880 von VIA nicht fürchten. Langsam zehren sich die guten Ergebnisse aus den ersten Benchmarks auf und der PT880 muss sich immer öfter mit einem Platz hinter dem i875P begnügen.

7-Zip

7-Zip 3.09.01 Beta

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
11:27
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
12:01
Intel 865GBF (i865G)
14:33
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
15:34
Angaben in Minuten, Sekunden

Auch 7-Zip bestätigt das Ergebnis, das mit Winrar gewonnen wurde, und erneut liegt der PT880 knapp hinter Intels Flaggschiff.

Sonstiges

Seti@Home

Seti @ Home 3.03

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
2:55
Intel 865GBF (i865G)
2:58
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
2:59
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
3:06
Angaben in Stunden, Minuten

Seti @ Home belastet das gesamte System, CPU und Speicher werden vor allem Dank Hyper-Threading an ihre Grenzen gebracht, und auch hier kann sich der PT880 nicht ganz an die Spitze setzen. Drei Minuten trennen ihn von Intels Spitzenwert, der allerdings mit einem ausgereiften Bios erzielt wurde, was in unseren Tests grundsätzlich nicht außer Acht gelassen werden sollte. Die Hersteller hatten mehrere Monate Zeit, den i875P voll auszuschöpfen, so dass davon ausgegangen werden kann, dass sich auch der PT880 in der Zukunft mit neuen Bios Versionen noch leicht steigern kann.

Spiele

3DMark2001SE

3DMark2001SE

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
17.115
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
16.757
Intel 865GBF (i865G)
16.732
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
15.987
Angaben in Punkten

Leider reicht es auch im 3DMark2001SE nicht für den Platz an der Sonne. Intels i875P ist auch hier den entscheidenden Tick schneller, der die Konkurrenz verzweifeln lässt.

3DMark03

3DMark03

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
6.283
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
5.994
Intel 865GBF (i865G)
5.958
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
5.914
Angaben in Punkten

3DMark03 CPUMark

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
725
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
725
Intel 865GBF (i865G)
713
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
678
Angaben in Punkten

Gleiches Bild beim 3DMark03. Auch hier kann sich der PT880 trotz sehr guter Ergebnisse in unseren Speicherbenchmarks nicht vor Intels i875P setzen und muss sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. An der CPU Leistung kann es jedoch nicht liegen, hier schneiden beide Chipsätze gleich gut ab.

Comanche 4

Comanche 4 - 1024x768x32

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
66,2
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
65,2
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
62,7
Intel 865GBF (i865G)
62,6

Knapp vorbei und doch daneben heißt es auch bei Comanche 4. Ein Bild pro Sekunde trennen die beiden größten Kontrahenten durchschnittlich. Der zweite Platz hinter Intels Canterwood wird immer sicherer. Die Überraschung scheint somit auszubleiben.

Quake 3 Arena

Quake 3 Arena - 1024x768 Max

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
413,5
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
405,8
Intel 865GBF (i865G)
400,8
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
381,9

Prozentual zwar eher gering, aber dennoch deutlich messbar ist auch die Differenz in Quake 3 Arena. Gerade hier hatten wir dank enorm guter Speicherdurchsatzraten mit einem Auftrumpfen des PT880 gerechnet, doch wieder ist der i875P ein kleines Stückchen schneller. Sollten tatsächlich Probleme mit dem AGP-Port die Leistung ausbremsen?

Serious Sam - The Second Encounter

Serious Sam - 1024x768x32 HQ++

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
123,0
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
114,9
Intel 865GBF (i865G)
114,1
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
110,0


Serious Sam - Tiefmittel

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
90,9
Intel 865GBF (i865G)
86,8
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
85,5
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
84,1

Neues Spiel, altes Bild.

Unreal Tournament 2003

Unreal Tournament 2003 - Flyby

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
235,5
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
231,3
Intel 865GBF (i865G)
227,3
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
215,0

Unreal Tournament 2003 - Botmatch

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
84,4
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
82,8
Intel 865GBF (i865G)
81,3
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
77,1

Und auch unter Unreal Tournament 2003 reicht es nicht ganz für den Spitzenplatz. VIA hat somit offenbar einen sehr schnellen, aber eben nicht den schnellsten Chipsatz für den Pentium 4 auf den Markt gebracht.

X-2 The Threat

X-2 The Threat - 1024x768x32

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
110,3
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
108,3
Intel 865GBF (i865G)
107,2
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
104,2

Vor i865G und hinter i875P heißt es auch bei X-2 The Threat. An Intels Spitzenmodell scheint in Spielen kein Weg vorbei zu führen.

Gunmetal

Gunmetal - 1024x768x32 2xFSAA

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
37,6
Intel 865GBF (i865G)
37,4
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
37,2
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
36,4

Massiver DirectX Einsatz ändert auch nichts daran, dass VIA nicht an Intel vorbeiziehen kann und, wenn auch denkbar knapp, dahinter Platz nehmen muss.

Splinter Cell

Splinter Cell - 2_2_1_Kalinatek

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
61,9
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
61,0
Intel 865GBF (i865G)
60,4
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
57,9

Splinter Cell kann als letzter Benchmark auch keine neuen Erkenntnisse mehr zu Tage fördern und so lag der PT880 in Spielen immer knapp hinter Intels 875P (Canterwood), der sich um seine Spitzenposition so wohl doch keine Sorgen mehr machen muss.

Schnittstellen

Onboard-Sound Performance

Performance mit Onboard-Sound (Stereo)

MSI PT880 Neo-LSR (Sound off)
405,80
Shuttle ST61G4 (Sound off)
381,90
MSI PT880 Neo-LSR (Sound on)
305,70
Shuttle ST61G4 (Sound on)
281,10

2.0 Sound (Stereo) führt im Zusammenspiel mit einem onboard Soundcodec immer zu teilweise recht deutlichen Leistungseinbußen, die auch der ALC655 von Realtek nicht verbergen kann. Die Leistungseinbußen liegen auch auf dem MSI PT880 Neo-LSR im gewohnten Rahmen und so kann MSI kein Vergehen angelastet werden.

Performance mit Onboard-Sound (5.1)

MSI PT880 Neo-LSR (Sound off)
405,80
Shuttle ST61G4 (Sound off)
381,90
MSI PT880 Neo-LSR (Sound on)
301,50
Shuttle ST61G4 (Sound on)
274,70

5.1 Sound, von den Herstellern immer gerne für die Werbung genutzt und deshalb auch immer auf den Verpackungen groß und deutlich vermerkt, nagt noch mehr an den Leistungsreserven, auch wenn der Unterschied im Gegensatz zu Ton An/Aus deutlich geringer ist.

Onboard-Sound Qualität

Nun, da die reine Performance des MSI PT880 Neo-LSR betrachtet wurde, soll es an dieser Stelle um die Audio-Qualitäten gehen. Hierbei gilt: Mit der Zeit sind die Onboard-Soundkarten immer leistungsfähiger geworden. Die neueste Generation kann mit 5.1 Sound und gutem Klang aufwarten. Doch ist hierbei der verwendete Soundchip entscheidend und genau auf diesen möchten wir an dieser Stelle unser Augenmerk legen.

Frequency response
(40 Hz bis 15 kHz), dB
Noise level
dB (A)
Dynamic range
dB (A)
THD
%
IMD
%
Stereo crosstalk
dB
Abit IC7-G
(Realtek ALC650)
+0.36, -0.30
(Gut)
-78.0
(Durchschnitt)
77.9
(Durchschnitt)
0.0079
(Sehr gut)
0.615
(Schlecht)
-75.3
(Sehr gut)
Abit IS7-G
(Realtek ALC650)
+0.36, -0.29
(Gut)
-57.7
(Schlecht)
48.0
(Schlecht)
0.104
(Durchschnitt)
1.112
(Schlecht)
-77.3
(Sehr gut)
AOpen AX4C Max
(Realtek ALC650)
+0.36, -0.30
(Gut)
-77.5
(Durchschnitt)
76.6
(Durchschnitt)
0.012
(Gut)
0.616
(Schlecht)
-74.4
(Gut)
Asus P4PE
(ADI AD1980)
+0.11, -0.45
(Gut)
-75.2
(Durchschnitt)
75.0
(Durchschnitt)
0.0044
(Sehr gut)
0.065
(Gut)
-75.9
(Gut)
Asus P4C800
(ADI AD1985)
+0.17, -0.45
(Gut)
-85.4
(Gut)
84.1
(Gut)
0.0043
(Sehr gut)
0.036
(Gut)
-83.9
(Sehr gut)
Asus P4C800-E Deluxe
(ADI AD1985)
+0.33, -0.08
(Gut)
-82.5
(Gut)
82.1
(Gut)
0.0087
(Sehr gut)
0.050
(Gut)
-81.2
(Sehr gut)
Asus P4P800
(ADI AD1985)
+0.20, -0.15
(Sehr Gut)
-84.9
(Gut)
83.6
(Gut)
0.0042
(Sehr gut)
0.034
(Gut)
-82.4
(Sehr gut)
EPoX EP-4PCA3+
(C-Media CMI9739A)
+0.21, -0.15
(Sehr gut)
-66.9
(Durchschnitt)
65.3
(Durchschnitt)
0.051
(Durchschnitt)
1.691
(Schlecht)
-67.4
(Gut)
EPoX 4PDA2+
(C-Media 9738A)
+0.13, -1.38
(Durchschnitt)
-72.4
(Durchschnitt)
67.9
(Durchschnitt)
0.089
(Durchschnitt)
1.671
(Schlecht)
-73.3
(Gut)
Gigabyte GA-8KNXP
(Realtek ALC655)
+0.21, -1.38
(Durchschnitt)
-83.1
(Gut)
82.7
(Gut)
0.185
(Durchschnitt)
0.617
(Schlecht)
-59.2
(Durchschnitt)
Gigabyte GA-8PENXP
(Realtek ALC655)
+0.21, -1.38
(Durchschnitt)
-83.5
(Gut)
82.4
(Gut)
0.183
(Durchschnitt)
0.617
(Schlecht)
-58.8
(Durchschnitt)
Gigabyte GA-8S648FX
(Realtek ALC650)
+0.36, -0.30
(Gut)
-86.9
(Gut)
85.7
(Gut)
0.0077
(Sehr gut)
0.610
(Schlecht)
-82.8
(Sehr gut)
Intel D865PERL
(ADI AD1985)
+0.09, -0.15
(Sehr Gut)
-81.1
(Gut)
80.7
(Gut)
0.0079
(Sehr gut)
0.046
(Gut)
-79.6
(Sehr gut)
Intel D865GBF
(ADI AD1985)
+0.09, -0.14
(Sehr Gut)
-81.2
(Gut)
80.7
(Gut)
0.0078
(Sehr gut)
0.045
(Gut)
-79.0
(Sehr gut)
MSI 865PE Neo2-FIS2R
(C-Media 9739A)
+0.14, -2.05
(Durchschnitt)
-74.7
(Durchschnitt)
71.8
(Durchschnitt)
0.146
(Durchschnitt)
1.792
(Schlecht)
-74.8
(Gut)
MSI 875P Neo
(ADI AD1980)
+0.78, -0.21
(Gut)
-77.6
(Durchschnitt)
77.3
(Durchschnitt)
0.026
(Gut)
0.073
(Gut)
-76.0
(Sehr gut)
QDI P4i865GA-6A
(Realtek ALC650)
+0.38, -0.30
(Gut)
-63.3
(Schlecht)
61.6
(Schlecht)
0.043
(Gut)
0.752
(Schlecht)
-60.1
(Durchschnitt)
Shuttle XPC ST61G4
(Realtek ALC650)
+0.24, -0.29
(Gut)
-84.8
(Gut)
84.5
(Gut)
0.010
(Gut)
0.611
(Schlecht)
-57.6
(Durchschnitt)
MSI PT880 Neo-LSR
(Realtek ALC655)
+0.30, -0.47
(Gut)
-77.4
(Durchschnitt)
74.5
(Durchschnitt)
0.051
(Durchschnitt)
0.635
(Schlecht)
-77.5
(Sehr gut)

Bereits auf zwei Mainboards von Gigabyte befand sich der ALC655 bei uns im Test und auch MSI kann insgesamt an die Ergebnisse von damals anknüpfen, auch wenn manche Teilbereiche voneinander abweichen. Dass man von einem onboard Codec nicht die Leistungen einer ausgewachsenen Soundkarte erwarten darf, sollte jedem Käufer klar sein. Für den alltäglichen Musikgenuss reicht jedoch auch eine onboard Lösung in jedem Fall aus.

Leistungsrating

Im Folgenden möchten wir nun die von uns im Detail durchgeführten Benchmarks wie immer in nach Kategorien geordneten Leistungsratings und einem abschließenden Gesamtrating mitteln.

Leistungsbewertung Audio- & Videoencoding


Media Encoding - Rating

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
99,6
Intel 865GBF (i865G)
98,6
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
98,2
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
97,7
Angaben in Prozent

Die teils „deutlichen“ Rückstände bei der Video-Encodierung verschaffen dem PT880 in unserem Media Encoding-Rating nur den dritten Platz hinter Intels i875P und i865G. Die Abstände sind im Rating zwar sehr gering, im Video-Encoding trennten die Kontrahenten aber dennoch teilweise über eine Minute.

Leistungsbewertung in CAD


CAD-Rating

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
99,9
Intel 865GBF (i865G)
98,0
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
93,4
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
87,3
Angaben in Prozent

Die schlechten Ergebnisse in Spec Viewperf 7.1 machen ein gutes Abschneiden des PT880 auf dem MSI PT880 Neo-LSR gänzlich unmöglich, so dass der Chipsatz in dieser Kategorie deutlich hinter der Konkurrenz liegt. Bleibt abzuwarten, ob dieser Patzer durch zukünftige Bios-Versionen ausgemerzt werden kann.

Leistungsbewertung Speicher


Speicher - Rating

MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
100,0
Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
92,8
Intel 865GBF (i865G)
89,5
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
79,9
Angaben in Prozent

In unseren Speicherbenchmarks führte kein Weg an VIAs PT880 vorbei, so dass das MSI PT880 Neo-LSR hier die 100 Prozent einheimst und sich sogar Dank sehr guter Latenzen recht deutlich von Intels Chipsätzen abheben kann. Doch wie wirkt sich dieser Vorsprung in den Speicherbenchmarks auf das Gesamtergebnis aus, in das fast alle Benchmarks einfließen? Bevor wir dieser Frage nachgehen, sehen wir uns zuerst das Rating für die Spiele an, dessen Ergebnis all denen schon bekannt sein sollte, die auf den vorherigen Seiten die Benchmarks genauer studiert haben.

Leistungsrating (Fortsetzung)

Eines der interessantesten Ergebnisse ist sicherlich das Leistungsrating für Spiele. Wer die Einzeltests betrachtet hat, dem dürfte das Ergebnis eigentlich schon klar sein.

Leistungsbewertung Spieleperformance


Spiele - Rating

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
100,0
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
97,5
Intel 865GBF (i865G)
96,4
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
93,4
Angaben in Prozent

In den Spielen lag der PT880 immer knapp hinter dem i875P von Intel, der sich in dieser Kategorie die 100 Prozent sichert. Der PT880 findet sich zwischen i875P und i865G wieder, wie wir es im Verlauf der Benchmarks bereits eingeschätzt hatten.

Das Gesamt-Rating stellt einen Mix aus den anderen Ratings dar und beinhaltet folgende Tests.

Leistungsbewertung Gesamt


Gesamt-Rating

Asus P4C800-E Deluxe (i875P)
99,9
MSI PT880 Neo-LSR (PT880)
97,4
Intel 865GBF (i865G)
96,1
Shuttle XPC ST61G4 (Radeon 9100 IGP)
93,2
Angaben in Prozent

Das Gesamt-Rating bestätigt unsere Einschätzungen und sieht den i875P mit 99,9 Prozent fast in jedem Benchmark an der Spitze. Der PT880 ist somit sehr schnell, kann jedoch nicht an Intels schnellstem Chipsatz vorbeiziehen. Der Radeon 9100 ist etwas abgeschlagen, während sich die Chipsätze aus dem Hause Intel und VIA an der Spitze drängeln und um jeden Prozentpunkt feilschen.

Fazit

VIA PT880

MSI PT880 Neo-LSR - VIA PT880 Northbridge
MSI PT880 Neo-LSR - VIA PT880 Northbridge
Der PT880 von VIA macht insgesamt einen sehr guten Eindruck und stellt eine konsequente Weiterentwicklung des PT800 ohne Dual Channel DDR-RAM Interface dar. VIA hat es sichtlich gut getan, dem Chipsatz ein Dual Channel Interface zur Seite zu stellen. Der Speichercontroller muss sich vor keinem Kontrahenten verstecken und konnte in unserem Testfeld alle anderen Chipsätze, auch den i875P von Intel, in die Schranken weisen. Sehr gute Latenzen gepaart mit sehr guten Speicherdurchsatzraten bringen den Chipsatz in dieser Kategorie ganz nach vorne. Bei CAD-Anwendungen muss der Chipsatz unerwartet Federn lassen. Hier fällt insbesondere Spec Viewperf 7.1 aus der Reihe und zeigt auf, dass der Chipsatz wohl doch noch nicht ganz fehlerfrei läuft. Ob die schlechten Ergebnisse tatsächlich auf den AGP-Port zurückzuführen sind, ließ sich nicht hundertprozentig klären. Der Speichercontroller kann angesichts der anderen Ergebnisse aber eigentlich nicht in Frage kommen. Insgesamt ordnet sich der PT880 ansonsten direkt zwischen dem i875P und i865 ein. In manchen Disziplinen liegt jedoch auch der i865 vor dem PT880. Media-Encoding scheint den Intel Chipsätzen grundsätzlich etwas besser zu liegen. Bei den Spielen trumpft der PT880 dann, wohl vor allem Dank seines hervorragenden Speichercontrollers, auf und lässt den i865 hinter sich. Für jeden, der eine ausführliche Einordnung der Chipsätze sehen möchte, bleiben unsere Leistungsratings und die einzelnen Benchmarks.

Interessant ist zudem, was die Mainboard-Hersteller in den nächsten Wochen noch aus den Platinen kitzeln können, oder ob die aktuellen Bios-Versionen schon so ausgereift sind, dass den Programmierern nur noch wenig Raum für Optimierungen bleibt.

Der PT880, der sogar einige für VIA recht untypische Funktionen mitbringt - etwa die manuelle Justierung des AGP-Taktes und die Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten im Bios, liegt insgesamt knapp hinter dem i875P von Intel und konnte in unserem Test durchaus für die ein oder andere Überraschung sorgen. Wer demnach nicht unbedingt auf einen Chipsatz aus dem Hause Intel für seinen Intel Prozessor setzen möchte und eine kostengünstige Alternative sucht, der ist mit Platinen, die auf dem PT880 basieren, durchaus gut beraten. Der Chipsatz machte erfreulicherweise während des gesamten Testzeitraumes keinerlei Probleme und brachte ein absolut stabiles System hervor.

MSI PT880 Neo-LSR

MSI PT880 Neo-LSR - 4
MSI PT880 Neo-LSR - 4
Wenn der Chipsatz stimmt, kann der Hersteller eigentlich nur noch wenig falsch machen, insbesondere dann, wenn es sich um einen namhaften Hersteller wie MSI handelt. So war es dann auch beim MSI PT880 Neo-LSR, das sich in diesem Test behaupten musste. Anders als das MSI PT880 Neo-FIS2R bietet das MSI PT880 Neo-LSR nicht die ganze Palette an onboard Komponenten, die denkbar und verfügbar wären. Einige Erweiterungen, auf die mancher Benutzer nur ungern verzichten möchte, fehlen dem MSI PT880 Neo-LSR somit, doch in diesem Fall hat jeder potentielle Käufer die Möglichkeit auf die besser ausgestattete FISR- oder FIS2R-Version auszuweichen.

Jeder, der nicht zwingend auf das schnellste und am besten ausgestattete Mainboard angewiesen ist, der könnte auch das MSI PT880 Neo-LSR durchaus in die engere Wahl ziehen und sich angesichts des Preises zweimal fragen, welchen Chipsatz und welche Ausstattung er denn wirklich benötigt. Das MSI PT880 Neo-LSR stellt in jedem Fall eine stabile Basis und ein gut durchdachtes Mainboard für jedes System dar.

MSIs Platine fehlen natürlich auch die hauseigenen Extras wie etwa Core Cell, Live Monitor und Live Update nicht, die das Gesamtpaket abrunden und die Tiefen des Systems auch weniger erfahrenen Benutzern näher bringen sollen. Gut dokumentiert und designed leistet sich das MSI PT880 Neo-LSR auch bei den verbauten onboard Komponenten keine Schnitzer. In Sachen Lieferumfang ist das Mainboard aus dem Hause MSI natürlich nicht das Maß aller Dinge, man muss sich jedoch die Zielgruppe vor Augen führen, an die sich dieses Gesamtpaket richtet. Und diese besteht eben nicht aus Kunden, die jedes nur erdenkliche Extra und jedes Ausstattungsmerkmal benötigen, sondern an all jene, die besonders preisgünstig an eine neue, leistungsfähige Platine gelangen möchten und bereit sind, dafür auf das ein oder andere Extra bei der Ausstattung und beim Lieferumfang zu verzichten. Ein einziges IDE-Kabel, ein S-ATA Strom- und Anschlusskabel reichen kaum aus, um ein ausgewachsenen System aufzubauen, für Einsteiger, die lediglich über ein CD-ROM Laufwerk und eine Festplatte verfügen, ist dies aber dennoch ausreichend. An dieser Stelle ist wieder einmal jeder Kunde sich selbst überlassen und muss ganz klar entscheiden, was er möchte, braucht und worauf er Wert legt. Diese Entscheidung können auch wir niemandem abnehmen.

Preis-Hammer Wenn man jedoch mit dem gebotenen Lieferumfang und den Ausstattungsmerkmalen des MSI PT880 Neo-LSR zufrieden ist, trifft man mit dem Mainboard sicherlich eine gute Wahl und erhält ein stabiles, schnelles Board, das Dank Unterstützung für Sockel478 Prescotts nicht sofort zum alten Eisen gehört, auch wenn die Wachablösung schon vor der Tür steht. Ganz an die Spitze hat es das MSI PT880 Neo-LSR in unserem Testfeld leider nicht geschafft, dennoch sind wir sehr positiv vom PT880 von VIA überrascht. Ob man wirklich immer die schnellste Platine benötigt, obwohl man in vielen Bereichen - gerade bei Spielen, in denen ohnehin der Grafikkarte mittlerweile die größte Bedeutung zu Teil wird - die sehr geringen Differenzen kaum bemerkt, ist eine andere Diskussion, auf die wir an dieser Stelle nicht erneut eingehen möchten.

Für die gebotene Leistung bei einem überaus attraktiven Preis von ca. 65 Euro verleihen wir dem MSI PT880 Neo-LSR unseren Preis-Hammer.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/springdale_roundup_2/8/#lieferumfang_layout
  2. http://www.forumbase.de/showthread.php?s=&threadid=44024
  3. http://www.sisoftware.co.uk/
  4. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//sisoft_sandra/
  5. http://www.benchmarkhq.ru/english.html?/be_memory.html
  6. http://www.sciencemark.org/
  7. http://lame.sourceforge.net/
  8. http://download.freenet.de/download.php?file_id=4073
  9. http://www.vorbis.com/
  10. http://www.vorbis.com/files/1.0/windows/oggdrop-win32.zip
  11. http://www.microsoft.com/windows/windowsmedia/de/9series/encoder/default.asp
  12. http://www.mp3guest.com/xmpeg_index.asp
  13. http://www.download.de/downloads/d_beitrag_8793118.html
  14. http://www.tmpgenc.net/e_main.html
  15. http://www.tmpgenc.net/e_download.html
  16. http://www.specbench.org/gpc/opc.static/opcview71.html
  17. http://www.specbench.org/gpc/downloadindex.html
  18. http://www.maxoncomputer.com/
  19. http://www.maxoncomputer.com/download_demo.asp
  20. http://www.newtek.com/products/lightwave/product/7.5c/index.html
  21. http://www.rarlabs.com/
  22. http://www.rarlabs.com/rar/wrar320.exe
  23. http://www.7-zip.org/
  24. http://www.7-zip.org/dl/7z30901b.exe
  25. http://setiathome.ssl.berkeley.edu/
  26. http://www.computerbase.de/seti.php
  27. http://www.computerbase.de/downloads/software/workunit_master/
  28. http://www.futuremark.com/products/3dmark2001/
  29. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//3dmark2001_se/
  30. http://www.futuremark.com/products/3dmark03/
  31. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//3dmark03/
  32. http://www.novalogic.com/games.asp?GameKey=C4
  33. ftp://ftp.novalogic.com/pub/C4/C4DEMOX.EXE
  34. http://www.quake3arena.com/
  35. http://download.guru3d.com/q3bench/
  36. http://www.serioussam.com/
  37. http://www.fileplanet.com/files/80000/82639.shtml
  38. http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00008VE08/qid=1063917872/sr=2-2/ref=sr_aps_prod_2_1/302-5312134-2281624
  39. http://www.blizzard.de/war3/
  40. http://www.us.atari.com/demos/
  41. http://www.egosoft.com/x2/
  42. http://www.x2-demo.de/X2-RollingDemo.exe
  43. http://www.yetistudios.com/
  44. http://download.nvidia.com/downloads/gunmetal/GunMetalDemo.exe
  45. http://www.gamesdomain.com/demos/demo/1785.html
  46. http://www.splintercell.de/v2/
  47. http://www.splintercell.de/v2/demo/index.php
  48. http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00006K0WA/qid=1063823444/sr=2-2/ref=sr_aps_prod_2_1/302-9730403-8612858
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