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Vorschau: ATis Radeon XPress 200-Serie

von Parwez Farsan, Thomas Hübner

Einleitung

RubyIn den letzten Jahren konnten nVidia und VIA den lukrativen Chipsatz-Markt für Systeme mit AMD-Prozessoren weitestgehend unter sich aufteilen. Doch nun möchte auch ATi ein Stück vom Kuchen ab haben und der Konkurrenz wie auf dem heiß umkämpften Grafikkarten-Markt das Leben so schwer wie möglich machen. Erfahrungen sammelte man die letzten drei Jahre bereits mit diversen Chipsätzen für Intel-Prozessoren. Auf dem Grafikkarten-Markt musste man einst mit dem R300 jedoch primär schneller sein als die Konkurrenz von nVidia, die Features standen damals an zweiter Stelle. Anders verhält es sich nun auf dem Chipsatz-Markt. Durch den integrierten Memory-Controller in AMDs K8-Prozessoren gibt es in Sachen Performance eigentlich keinen Unterschied mehr zwischen den Chipsätzen der verschiedenen Hersteller, so dass die Features zum wichtigsten Verkaufsargument geworden sind. Was dies betrifft, blieb man bei den Grafikkarten zuletzt hinter dem Erzrivalen nVidia zurück, der mehr Features bot. Wie schaut es nun beim Einstieg in den AMD-Chipsatz-Markt aus?

Wie unsere ersten Benchmarks zeigen, sieht es mit den kaum messbaren Unterschieden in der Performance bei dem uns für den Test zur Verfügung gestellten MSI-Board etwas anders als vermutet aus, doch dazu mehr im Verlauf des Artikels. Es sei darüber hinaus noch ausdrücklich erwähnt, dass dies nur ein erster Ausblick auf die Leistung von ATis neuem Chipsatz ist und keinesfalls als der Wahrheit letzter Schluss in Sachen Performance angesehen werden sollte. Dafür fehlen einfach noch entsprechende Treiber und fertige Serien-Boards. Ein Radeon XPress 200-Board mit integrierter Grafik-Einheit konnten wir ebenfalls noch nicht selbst testen, so dass an dieser Stelle mit den von ATi freigegebenen Daten Vorlieb genommen werden muss.

Technische Details

RX200 Series

ATi fertigt die neue 130-nm-Northbridge in zwei Versionen. Zum Einen die von uns getestete RX480 (Radeon XPress 200P) und zum Anderen die RS480 (Radeon XPress 200), die mit integriertem Grafik-Kern auf Basis der DirectX 9-kompatiblen X300-Karte (RV370) aufwarten kann. Dieser ist mit 333 MHz sogar minimal höher getaktet als eine X300-Karte mit 325 MHz. Als Arbeistsspeicher dient der Grafik-Einheit der Systemspeicher, auf den sie mittels der vor kurzem vorgestellten HyperMemory-Technik [1] zugreift. Zudem kann sie für die bestmögliche Performance bis zu 128 MB Dedicated Frame Buffer erhalten, was aber aus Kostengründen eher selten passieren dürfte. Besondere Grafikkarten-Treiber benötigt man unterdessen nicht - ATis Catalyst-Treiber verrichtet auch mit dem RS480 seinen Dienst.

Im Zusammenspiel mit einer Grafikkarte lassen sich selbst Surroundview-Displays mit mehr als drei Bildschirmen ansteuern. Was die integrierte Grafik-Einheit betrifft, so ist man zumindest der Konkurrenz von nVidia ein Stück voraus, die bisher keine offiziellen Pläne für eine nForce 4-Version mit integrierter Grafik-Einheit verlauten lies. Von VIA soll es gegen Ende des Jahres den K8M890 mit integrierter Grafik auf Basis des ebenfalls DirectX 9-fähigen DeltaChrome von S3 geben, auf dessen Leistung man gespannt sein kann.

Blockdiagramm

Dafür können nVidia mit dem nForce 4 SLI und VIA mit dem K8T890 Pro SLI-fähige Versionen ihrer neuen Chipsätze vorweisen. nVidia setzt hier auf zwei PCIe x8-Slots, während VIA eine Lösung mit einem PCIe x16- und einem PCIe x4-Slot bevorzugt, dann allerdings nur noch über die Southbridge zwei PCI Express x1-Lanes bieten kann. Bei Systemen mit nur einer Grafikkarte setzen alle drei Hersteller auf einen PCIe x16-Slot. Die übrigen vier Lanes sind für PCIe x1-Slots und, nur bei ATi und nVidia, Gigabit-Ethernet vorgesehen. nVidia hat den Ethernet-Controller bereits im Chip integriert, während ATi auf Chips von Broadcom und Marvell setzt, die für Unternehmen auch mit Trusted Platform Module erhältlich sind. Alle drei Hersteller unterstützen mit den Sockeln 754, 940 und 939 die ganze Bandbreite der aktuellen K8-Plattformen mit wahlweise 800 oder 1000 MHz HyperTransport-Takt.

RX200P

ATis aktuelle Southbridge hört auf den Namen SB400 und ist über PCI Express mit der Northbridge verbunden. Mit den gebotenen Features kann ATi der Konkurrenz nichts vormachen, in praktisch allen Belangen haben nVidia und VIA gleichwertige oder bessere Lösungen. So hat die SB400 zwar wie nVidias Ein-Chip-Lösung und VIAs über Ultra V-Link (1066 MB/s) mit der Northbridge verbundene Southbridge VT8251 vier S-ATA-Ports und zwei P-ATA-Channels, doch bietet die SB400 nur S-ATA 150 und RAID 0,1. nVidia kann hier mit S-ATA 2 (S-ATA 150 und NCQ bei der Standard-Version des nForce 4), gemischten S-ATA/P-ATA-RAIDs (0, 1, 0+1) und RAID-Morphing glänzen. Auch VIA ist den Kanadiern ein Stück voraus und hat dem S-ATA-Controller der neuen Southbridge ein Advanced Host Controller Interface und RAID 0, 1, 0+1 & JBOD spendiert.

RX200

Vernünftigen Onboard-Sound erhält man nur bei VIA, dort stehen den Mainboard-Herstellern AC '97, VIA Envy 24PT und HD Audio zur Wahl. ATi und nVidia begnügen sich hier mit nicht mehr ganz zeitgemäßem AC '97. Speziell dem auch für Multimedia-PCs gedachten Radeon XPress 200-Chipsatz hätte eine vernünftige Soundkulisse sicher gut getan.

Keine Blöße geben sich die Herstellerbei der Anzahl der möglichen PCI- und USB 2.0-Slots. ATi bietet sieben PCI und acht USB 2.0-Slots, nVidia derer sechs und zehn und VIA sechs bzw. acht - die Hersteller werden dieses Potenzial wohl kaum ausschöpfen.

Theater 550

Für wen hat ATi nun welchen Chipsatz vorgesehen? Der Radeon XPress 200P-Chipsatz soll der ideale Partner für eifrige Spieler sein und ist dem zufolge auch die einzige Version, die Overclocking-Features bieten soll. Wie genau diese aussehen werden, können wir momentan noch nicht sagen, da das MSI-Board, wie bereits erwähnt, nicht gerade mit üppigen Einstellungs-Optionen glänzte. Die ATi-Dokumente sind nur so weit informativ, dass eine „CPU Auto Tuning“-Funktion und Einstellungs-Optionen für HTT und PCI aufgeführt werden. Für alle anderen Kunden empfiehlt ATi den Radeon XPress 200-Chipsatz mit integrierter Grafik-Einheit. In Multimedia-PCs kann ihm zusätzlich der kostengünstige Theater 550-Chip zur Seite gestellt werden, der auch mit der Media Center Edition von Microsofts Windows XP zusammenarbeitet.

Das Mainboard

MS-7093

Bei dem uns von ATi für den Test zur Verfügung gestellten Mainboard MS-7093 handelt es sich um ein von MSI für HP gefertigtes OEM-Produkt. Während das Board-Layout bereits final ist, merkt man dem BIOS sein noch recht frühes Entwicklungsstadium deutlich an. Gepaart mit dem geplanten Einsatz als OEM-Board lässt sich so auch erklären, dass sich keine der für eine Leistungssteigerung interessanten Einstellungen von uns ändern lies. Dies hatte leider auch zur Folge, dass wir den mit 2387 MHz etwas zu niedrig eingestellten Takt des Prozessors nicht von Hand korrigieren konnten. Die im Vergleich zum VIA-System durchweg schlechteren Ergebnisse mag dies zwar nicht komplett erklären, es ist aber mit ein Grund für das im ersten Test mäßige Abschneiden von ATis neuem Chipsatz.

ATi RX480 CPU-Z ATi RX480

Da es bei OEM-Produkten immer auch sehr auf den Preis ankommt, entschied man sich wohl mangels entsprechender Erweiterungskarten auf PCIe x1-Slots zu verzichten, so dass das Board neben dem PCIe x16-Slot für die Grafikkarte nur mit drei gewöhnlichen PCI-Slots aufwarten kann. Bei Einsatz einer entsprechend dimensionierten Grafikkarte - wie der von uns eingesetzten GeForce 6800 GT (NV45) - bleiben sogar nur zwei Slots übrig, da der erste vom Kühler der Grafikkarte verdeckt wird. Der unterhalb des letzten PCI-Slots positionierte Adapter-Stecker scheint für eine Extender-Platine vorgesehen zu sein, so dass man hier bei Bedarf zum Beispiel doch noch PCI Express-Slots nachliefern könnte.

OEM-Board von MSi: MS-7093Viel Platz für Erweiterungskarten bleibt hier nicht.Ist der Adapter-Stecker für eine Extender-Platine gedacht?Ist der Adapter-Stecker für eine Extender-Platine gedacht?

Der verbaute Radeon XPress 200P-Chipsatz besteht aus der RX480-Northbridge ohne integrierte Grafikeinheit und ATis aktueller SB400-Southbridge. Die Northbridge ist mit einem Passivkühler versehen, der sich im Betrieb aber nicht sehr stark erwärmt. Für eine ausreichende Stromzufuhr verfügt das Board gemäß ATX 2.2-Spezifikation über einen 24-poligen und einen vier-poligen Anschluss. Bei den vier nativ an der Southbridge hängenden S-ATA-Anschlüssen setzt man auf das während des IDF präsentierte [2], neue Stecker-Design. Dieses ist abwärtskompatibel zum alten Design, bietet jedoch den Vorteil, nicht mehr so wackelig zu sein.

Die Northbridge - ATis RX480 ohne integrierte Grafik-EinheitDie Southbridge - ATis SB400S-ATA-Anschlüsse der zweiten Generation

Die externen Anschlüsse des MSI-Mainboards sind Alles in Allem recht unspektakulär und bieten keine Besonderheiten. Höherwertiger Sound gibt es leider nicht, der ALC658-Chip von Realtek bietet lediglich AC '97-Qualität. Für den FireWire-Support zeichnet sich VIAs VT6307 verantwortlich, während für den 10/100 Mbit/s Ethernet-Anschluss mit dem RTL8100C wiederum ein Chip von Realtek zum Einsatz kommt.

Die externen Anschlüsse des MS-7093MS-7093 von vorne......und von hinten

Insgesamt ist das MS-7093 ein typisches OEM-Board. Die vorhandenen Slots und Anschlüsse wurden zur Kostensenkung auf ein Minimum reduziert und die Möglichkeiten des Chipsatzes nicht ausgenutzt. Erste Boards für den Consumer-Markt werden hier eine üppigere Ausstattung bieten.

Testsystem

Für den Test gesellte sich ein Athlon 64 3800+ (Newcastle) zum Board.nVidia GeForce 6800 GT (PCI Express)

Beim Grafikkarten-Treiber wurden die Standard-Einstellungen beibehalten; die Anwendungs-spezifischen Optimierungen waren also aktiv. Für unsere Tests auf der PCI Express-Plattform diente ein frühes Muster der GeForce 6800 GT PCI Express mit NV45-Chip, welches uns schon bei den ersten Gehversuchen auf dem Sockel 775 [7] zur Verfügung stand. Leider ist diese Karte noch immer nicht im Handel erhältlich.

Benchmarks by CB

Synthetische Benchmarks

Bevor wir uns in die Performance des ATi RX480 vertiefen, soll zuvor mit Hilfe von synthetischen Programmen wie Sandra 2004, PCMark04 und Science Mark 2.0 überprüft werden, inwiefern unsere Vergleichsplatinen bei der Prozessor- und Speicherrohleistung in etwa die gleichen Ausgangsbedingungen besitzen, so dass der Vergleich zwischen VIA K8T800 Pro-Plattform mit AGP und ATi RX480 mit PCI Express mit rechten Dingen zugeht.

Sandra 2004 SP2 - Arithmetic

 Dhrystone ALU:
VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
11.010
ATi RX480 (MSI MS-7093)
10.952
Angaben in MIPS

Sandra 2004 SP2 - Speicherdurchsatz

 Int ALU:
VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
6.023
ATi RX480 (MSI MS-7093)
6.017

Sandra liefert nahezu identische Ergebnisse für die beiden mit AMDs Athlon 64 3800+ bestückten Systeme. Es sei an dieser Stelle nochmals ausdrücklich betont, dass der Prozessor bei der MSI Platine nur mit einem Bus-Speed von 199 MHz betrieben wurde. Die hier gefundene - wenn auch minimale - Abweichung kann mit 0,5 Prozent (Sandra Arithmetic) eindeutig auf den verminderten Prozessortakt zurückgeführt werden.

PCMark04

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
4.826
ATi RX480 (MSI MS-7093)
4.695
Angaben in Punkten

PCMark04 CPU

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
4.510
ATi RX480 (MSI MS-7093)
4.468
Angaben in Punkten

PCMark04 RAM

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
5.545
ATi RX480 (MSI MS-7093)
5.481
Angaben in Punkten

Während die Teiltests „CPU“ und „RAM“ des PCMark04 die Ergebnisse von SiSoft Sandra 2004 bestätigen, ist die Abweichung bei der PCMark04-Gesamtbewertung mit über zwei Prozent ungleich größer. Science Mark muss zur weiteren Klärung beitragen:

Science Mark - Speicherlatenz

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
43,28
ATi RX480 (MSI MS-7093)
45,65
Angaben in Nanosekunden

VIA K8T800 Pro Science Mark ATi RX480 Science Mark

Science Mark vermag bei der Speicherbandbreite die zuvor gewählten Applikationen zu unterstreichen und liefert darüber hinaus eine Erklärung für das „schlechte“ PCMark04-Ergebnis: Offensichtlich sind die Speicherzugriffszeiten beim ATi RX480 fünf Prozent langsamer, was sich zweifelsohne auch bei den nun folgenden Anwendungen und Spielen niederschlagen dürfte. Da das BIOS der MSI-Platine noch als unausgereift zu bewerten ist und wichtige Einstellungsmöglichkeiten zum Feintuning noch fehlen, sind die folgenden Leistungsmessungen als Vorschau zu verstehen; ausführliche Tests werden mit der Verfügbarkeit fertiger Retail-Platinen folgen.

Anwendungen

Das, was die synthetischen Benchmarks bereits andeuteten, kann der Großteil der Anwendungen bestätigen. In den meisten Tests kann der VIA K8T800 Pro mit einem meist minimalen Vorsprung die Oberhand behalten.

Razorlame (Lame 3.96.1)

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
1:42
ATi RX480 (MSI MS-7093)
1:43
Angaben in Minuten, Sekunden

Windows Media Encoder - Video

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
22:16
ATi RX480 (MSI MS-7093)
22:19
Angaben in Minuten, Sekunden

TMPGEnc 3.0 Express - DivX 5.2.1

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
4:50
ATi RX480 (MSI MS-7093)
5:00
Angaben in Minuten, Sekunden

Während beim Encoden jede Anwendung dieser Aussage folgt, lässt sich beim Packen mit WinRAR ein Ausreißer beobachten. Mit einem Vorsprung von mehr als 20 Sekunden kann hier der RX480 das Rennen für sich entscheiden.

WinRAR 3.40

ATi RX480 (MSI MS-7093)
5:13
VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
5:36
Angaben in Minuten, Sekunden

7-Zip 3.13

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
10:31
ATi RX480 (MSI MS-7093)
10:55
Angaben in Minuten, Sekunden

Bei der kompletten Spec Viewperf-Familie lässt sich dagegen ein Wechselspiel der Gefühle beobachten. Von den insgesamt acht Tests gehen vier an ATi und vier VIA. Die Abstände sind dabei unterschiedlich groß.

Spec Viewperf 8.01 - 3dsmax-03

ATi RX480 (MSI MS-7093)
21,70
VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
20,87

Spec Viewperf 8.01 - proe-03

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
18,66
ATi RX480 (MSI MS-7093)
17,44
Weitere Spec Viewperf 8.01-Ergebnisse


Spec Viewperf 8.01 - catia-01

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
13,52
ATi RX480 (MSI MS-7093)
13,38


Spec Viewperf 8.01 - ensight-01

ATi RX480 (MSI MS-7093)
12,84
VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
12,65


Spec Viewperf 8.01 - light-07

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
12,62
ATi RX480 (MSI MS-7093)
12,59


Spec Viewperf 8.01 - maya-01

ATi RX480 (MSI MS-7093)
25,88
VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
25,71


Spec Viewperf 8.01 - sw-01

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
15,36
ATi RX480 (MSI MS-7093)
14,53


Spec Viewperf 8.01 - ugs-04

ATi RX480 (MSI MS-7093)
4,731
VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
4,715


Spiele

Die nun folgenden Spiele-Messungen möchten wir nicht weiter kommentieren. Bis auf eine Ausnahme - nämlich 3DMark05 - hinkt die ATi-Lösung immer einige wenige Frames hinterher. In keinem Fall kann jedoch von gravierenden Leistungseinbrußen die Rede sein, die ein flüssiges Spielerlebnis undenkbar machen würden.

3DMark2001SE

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
23.596
ATi RX480 (MSI MS-7093)
22.648
Angaben in Punkten

3DMark03

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
11.461
ATi RX480 (MSI MS-7093)
11.340
Angaben in Punkten
3DMark03 CPU-Mark Ergebnis


3DMark03 CPU

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
1.075
ATi RX480 (MSI MS-7093)
1.009
Angaben in Punkten

3DMark05

ATi RX480 (MSI MS-7093)
4.596
VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
4.588
Angaben in Punkten
3DMark05 CPU-Mark Ergebnis


3DMark05 CPU

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
4.779
ATi RX480 (MSI MS-7093)
4.489
Angaben in Punkten

Doom 3 1.0

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
97,8
ATi RX480 (MSI MS-7093)
95,6

FarCry 1.1

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
71,7
ATi RX480 (MSI MS-7093)
68,3

Quake 3 Arena 1.32

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
476,7
ATi RX480 (MSI MS-7093)
451,3

Unreal Tournament 2004 Patch 3323

VIA K8T800 Pro (Asus A8V)
190,1
ATi RX480 (MSI MS-7093)
182,5

Die Spiele-Performance wird nicht zuletzt von den Speicherlatenzen beinflusst, derenz Differenz von gut fünf Prozent sich in beinahe jedem Diagramm unterschiedlich stark ausgeprägt wieder finden lässt.

Benchmarked by ATi

Radeon XPress 200 vs Intel 915G

Die folgenden Leistungsmessungen stammen direkt von ATi und konnten von uns mangels RS480-Platine leider nicht überprüft werden. Die Messungen wurden auf einem System mit Athlon 64 4000+ samt 2x512 MB Arbeitsspeicher und den Treibern der Version 8.07 durchgeführt. Die genauen Specs des zum Vergleich herangezogenen Intel 915G-Systems werden nicht genannt, aufgrund der ermittelten Werte ist jedoch von einem Prozessor mit ca. 3,4 GHz auszugehen. Wir werden dieses kleine Detail (hoffentlich) im Laufe heutigen Tages nachreichen können.

Die integrierte Grafikeinheit soll Leistung auf Niveau der Radeon X300 liefern und mit DirectX 9.0-Support aufwarten können. Intels im i915G zum Einsatz kommender Graphics Media Accelerator 900 [8] (siehe auch [9]) muss bei gewissen Funktionen auf eine Softwareemulation zurückgreifen. In Folge dessen verweigern beispielsweise Counter-Strike: Source oder Comanche 4 (aufgrund fehlender T&L-Einheit) den Start teilweise oder gänzlich.

Die folgenden Tests wurden in einer Auflösung von 1024x768 ohne Anti Aliasing oder anisotroper Filterung durchgeführt.

3DMark01 SE

ATi Radeon XPress 200
7.358
Intel 915G
6.167
Angaben in Punkten

3DMark03

ATi Radeon XPress 200
1.786
Intel 915G
1.530
Angaben in Punkten

3DMark05

ATi Radeon XPress 200
611
Intel 915G
273
Angaben in Punkten

CS: Source DX 8.1

ATi Radeon XPress 200
30,8
Intel 915G
27,1
Angaben in Punkten

Doom 3 Medium

ATi Radeon XPress 200
13,8
Intel 915G
6,0
Angaben in Punkten

FarCry 1.3 - Medium - Training

ATi Radeon XPress 200
27,2
Intel 915G
17,7
Angaben in Punkten
FarCry 1.3 Regulator-Ergebnis


FarCry 1.3 - Medium - Regulator

ATi Radeon XPress 200
24,6
Intel 915G
10,8
Angaben in Punkten

Splinter Cell

ATi Radeon XPress 200
36,5
Intel 915G
23,6
Angaben in Punkten

Quake 3

ATi Radeon XPress 200
112,0
Intel 915G
106,7
Angaben in Punkten

UT 2004 V3323

ATi Radeon XPress 200
27,8
Intel 915G
18,0
Angaben in Punkten

Alles in Allem sprechen die Messungen für ATis neuen Chipsatz - sonsten hätte man sie wohl auch nicht besonders hervorgehoben. Bis auf Doom 3 kann bei allen aufgeführten Spielen noch von Spielbarkeit die Rede sein. Counter-Strike: Source sollte man - auch wenn der RS480 es unterstützt - (noch) nicht im DirectX 9.0-Renderpfad arbeiten lassen. Hier erreicht die integrierte Lösung nur magere 20 Bilder pro Sekunde.

Fazit

Zum Abschluss dieser Vorschau können wir genau genommen nur 50 Prozent der Radeon Xpress 200-Serie aufgrund von eigenen Tests bewerten. Zu ATis Messungen der integrierten Grafik ist jeder geneigte Leser aufgefordert, sich seine eigenen Gedanken zu machen. Es sei jedoch angemerkt, dass sich RS480 und RX480 nur in der integrierten Grafiklösung unterscheiden und damit mit den gleichen Leistungen aufwarten sollten.

Im Folgenden soll es nun vornehmlich um den RX480-Chipsatz ohne integrierte Grafikeinheit gehen, welcher uns in Form des MSI MS-7093 für erste Tests zur Verfügung stand. Auch wenn es sich aus Hardware-Sicht um eine fertige Platine handeln soll, vermag das BIOS diesen Tatbestand nicht zu untermauern. Viele Bereiche sind von Unordnung geprägt und stellen Optionen zur Wahl (z.B. Lüftersteuerung), die keinesfalls den Status „Final“ verdient haben.

In Sachen Leistung fehlt aufgrund diverser Tuning-Optionen im Gros der Tests immer etwas zur aktuell sehr stark im Markt vertretenen VIA K8T800 Pro-Plattform, wobei in Falle des Asus A8V Deluxe sicherlich alle Performance-Register gezogen wurden. Auch im RX480/RS480 schlummert sicher noch Potenzial, das MSI bei einer auf höchste Stabilität ausgelegten OEM-Platine nicht zur vollen Entfaltung bringen wollte. Hier müssen erst ausführliche Messungen mit Mainboards für den Endkunden aus den bekannten Häusern wie beispielsweise Asus, MSI oder Sapphire abgewartet werden. Aus Herstellerkreisen ist jedoch zu hören, dass mit entsprechenden Platinen erst Mitte Dezember zu rechnen ist. Bei ATi selbst soll die Auslieferung der reinen Chipsätze Mitte dieses Monats in größeren Stückzahlen anlaufen. Damit läuft alles auf ein Wettrennen zwischen ATi Radeon Xpress 200 (P), VIA K8T890 (Pro) und nVidia nForce 4 (Ultra, SLI) hinaus.

ATi Radeon XPress 200 Series

Auf dem Papier machen ATis neue Chipsatz-Lösungen einen soliden Eindruck. Mit Gimmicks, wie sie insbesondere nVidias nForce 4 Ultra und SLI in Form einer integrierten Firewall, einem schnellen Serial ATA 300-Controller und Support für nVidias eigene SLI-Lösung (NF4 SLI) bieten, hat man sich zurückgehalten. Der Support für den High Definition Audio-Standard hat es ebenfalls nicht mehr in die SB400-Southbridge des Radeon Xpress 200 geschafft. Mit der für Februar 2005 vorgesehenen SB450 soll dieses Feature nachgeliefert werden. Bis dahin möchte man mit der aktuellen Chipsatzkombination bestehend aus RX480/RS480 und SB400 vom Enthusiasten bis hin zum Business-Segment alle Kunden abdecken. Ob das gelingt, werden die kommenden Monate und wirklich fertige Platinen zeigen.

Für Intels Pentium 4 im Sockel 775 hat ATi unter anderem den RS400 in der Mache. Der genaue Release-Termin ist noch unklar. Eine Vorstellung Ende 2004/Anfang 2005 ist wahrscheinlich.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/news/hardware/grafikkarten/ati/2004/september/ati_hypermemory-technik/
  2. http://www.computerbase.de/news/hardware/laufwerke/massenspeicher/2004/september/idf_verbesserte_sata-kabel/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2004/vorschau_atis_radeon_xpress_200-serie/3/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/arbeitsspeicher_chips/14_ddr400_speichermodule_vergleich/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2004/test_inno3d_geforce_6800_gt_ultra/
  6. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/laufwerke/2003/test_vier_dvd-multiformat_brenner/
  7. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2004/test_intels_zukunfts-plattform/
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2004/test_intels_zukunfts-plattform/9/#graphics_media_accelerator_900
  9. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2004/bericht_925x_915_express_die_grundlagen/9/#graphics_media_accelerator_900
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