Einleitung
Unter dem Namen „AI Life Gaming Edition“ hat Asus vor kurzem seine neuen Top-Mainboards für AMD- und Intel-Prozessoren vorgestellt. Beide beruhen auf dem neuen nVidia SLI X16-Chipsatz, der für die beiden Grafikkarten-Slots jeweils volle x16-Lanes an Stelle von zweimal x8-Lanes zur Verfügung stellt. Asus wendet sich mit diesen Mainboards an die Enthusiasten, die neben hoher Leistung auch auf eine komplette Ausstattung und technische Raffinessen achten.
Asus hat sich daher für eine komplett passive Kühlung von North- und Southbridge sowie der Spannungsstabilisierung entschieden. Zwei Heatpipes aus Kupfer befördern die Wärme des Chipsatzes zum Wärmetauscher, der ebenfalls aus Kupfer besteht und zusätzlich die Hälfte der Spannungsstabilisierung kühlt. Die andere Hälfte verschwindet unter einem Aluminium-Kühlkörper. Dabei beruht die Spannungsstabilisierung für den Prozessor auf insgesamt acht Phasen. Neben einer besseren Leistung sieht Asus hier den Vorteil in einer niedrigeren Belastung der Bauelemente und damit in einer erhöhten Lebensdauer.
Auch an die Benutzer von passiven CPU-Kühlern oder Wasserkühlungen hat Asus gedacht und Aufstecklüfter für die Spannungsstabilisierung beigelegt. So soll ausreichend kühle Luft die empfindlichen Bauteile auf leisem Wege kühlen. Die Rückseite des Mainboards ist mit der „Stack Cool 2“-Technik ausgerüstet, einem zusätzlichen Layer, der die entstehende Wärme schneller verteilen soll.
Mit „SATA on the go“ können externe Datenspeicher mit eSATA-Schnittstelle direkt an den zweiten SATA-Controller vom Mainboard angeschlossen werden. Sowohl der zweite Netzwerk- als auch der zweite SATA-Controller sind per PCIe-Bus angeschlossen – so entstehen keine Engpässe bei der Bandbreite. Natürlich beherrschen beide LAN-Anschlüsse eine Geschwindigkeit von 1 GBit/s ebenso wie sich beide SATA-Controller natürlich mit SATA 300 und verschiedenen RAID-Modi auskennen.
Zu schön um wahr zu sein, alle Wünsche erfüllt? Nun, auch nVidia und Asus kochen nur mit Wasser und wo es so viel Licht gibt, da gibt es auch Schatten. Wir werden das Licht begutachten, den Schatten ausleuchten und zeigen, welche Vor- und Nachteile das Asus A8N32-SLI Deluxe „AI Life Gaming Edition“ aufweist.
Lesezeichen
Neben dem Vergleich der verschiedenen Chipsätze für den Sockel 939, der einen Überblick über die Ausstattung und Leistungsfähigkeit gewährt, sind auch die Grundlagen zum verwendeten Prozessor von AMD lesenswert, genauso wie die Anleitung für das sehr interessante Cool'n'Quiet-Feature der Athlon 64-Prozessoren. Passend dazu sind der Energieverbrauch der Prozessoren und die Grundlagen von PCI Express einen Blick wert.
- ATi Xpress 200 CrossFire Edition [1]
- nVidia nForce 4 SLI vs. VIA K8T890 [2]
- Dreimal nForce 4 SLI [3]
- Sockel 939: ATi vs. nVidia vs. VIA [4]
- EPoX EP-8KDA3+ (Sockel 754) [5]
- MSI K8T Neo-FIS2R vs. Shuttle AN50R (Sockel 754) [6]
- Asus SK8N vs. MSI K8T Master1-FAR (Sockel 940) [7]
- Athlon 64 FX-55 und 4000+ [8]
- AMD Athlon 64 3500+ und 3800+ [9]
- Athlon 64 FX-51 und Athlon 64 3200+ (Grundlagen AMD Athlon 64) [10]
- Athlon 64 mit Cool'n'Quiet (Anleitung) [11]
- Energieverbrauch aktueller Prozessoren [12]
- PCI Express - Die Grundlagen [13]
Der Proband
Als erstes wollen wir wieder einen Überblick über die Ausstattung des getesteten Mainboards geben.
| Features | Asus A8N32-SLI Deluxe | Asus A8N-SLI Premium | |
|---|---|---|---|
| Layout | ![]() |
![]() |
|
| Chipsatz | nVidia nForce 4 SLI x16 | nVidia nForce 4 SLI | |
| Ausbaufähigkeit für Prozessoren |
AMD Sempron AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 (ab BIOS 05.06.29) |
AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 (ab BIOS 1005) |
|
| HyperTransport-Bus | |||
| 1.600 MHz | Ja | Ja | |
| 2.000 MHz | Ja | Ja | |
| Speichertakt/-typ | |||
| 266 MHz/PC 2100 | Ja | Ja | |
| 333 MHz/PC 2700 | Ja | Ja | |
| 400 MHz/PC 3200 | Ja | Ja | |
| 433 MHz/PC 3500 | Ja, siehe Abschnitt BIOS [14] |
Ja, siehe Abschnitt BIOS [13] |
|
| Dual Channel-Modus | verfügbar | verfügbar | |
| Maximaler RAM-Ausbau | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | |
| Onboardgrafik | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | |
| Onboardsound | Realtek ALC850 AC97 Audio 8 Kanäle |
Realtek ALC850 AC97 Audio 8 Kanäle |
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| Steckplätze | 2x PCIe x16 1x PCIe x4 3x PCI |
2x PCIe x16 1x PCIe x1 1x PCIe x4 3x PCI |
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| W-LAN-Fähigkeit | Ja (nur WiFi-Edition) | Nein | |
| HDD-Controller | |||
| ATA 133/100/66 | 4 Geräte | 4 Geräte Cross-RAID mit SATA |
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| Serial ATA | nForce 4 SATA 300 4 Geräte (RAID 0,1, 0+1, 5, JBOD) Silicon Image 3132 SATA 300 2 Geräte (RAID 0, 1) 1x intern, 1x extern |
nForce 4 SATA 300 4 Geräte (RAID 0,1, 0+1, JBOD) Silicon Image 3114 SATA 150 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 10, 5, JBOD) |
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| Verfügbare Anschlüsse | |||
| USB 2.0 | 4x über Rear- Panel 6x über Mainboard- Header |
4x über Rear- Panel 6x über Mainboard- Header |
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| IEEE 1394 Ports | 2x über Mainboard- Header |
1x über Rear- Panel 1x über Mainboard- Header |
|
| LAN | Marvell 88E1111 (PHY) und Marvell 88E8053 (PCIe) LAN-Controller Dual Gigabit Ethernet |
Marvell 88E1111 (PHY) und Marvell 88E8001 (PCI) LAN-Controller Dual Gigabit Ethernet |
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| Weitere Anschlüsse | 1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Optical S/PDIF out 1x Coaxial S/PDIF out |
1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Optical S/PDIF out 1x Coaxial S/PDIF out |
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Asus A8N32-SLI Deluxe
Natürlich wollen wir auch die Neuheiten des nVidia nForce 4 SLI x16-Chipsatzes genauer beleuchten. Zum ersten Mal seit dem nForce 2-Chipsatz gibt es im Desktop-Bereich wieder North- und Southbridge. Begründet liegt das in der Komplexität der Aufgaben, die einfach nicht mehr kostengünstig auf einem Chip vereinigt werden können. Den gleichen Weg hat nVidia bei ihrem IGP-Chipsatz 6100/6150 eingeschlagen. Übrigens: Sowohl letzterer als auch unserer Testproband beruhen auf einer sehr ähnlichen Northbridge, der „C51“. So trägt die IGP-Version den Zusatz „G“ für Graphics, während beim vorliegenden Asus-Mainboard die Northbridge den Zusatz „D“ für Discreet trägt.
Vergleicht man die Schaubilder von nVidia, so wird klar, dass dem C51D der komplette Grafikkern fehlt und nur die 18 PCIe-Lanes verblieben sind. Diese werden nun aufgeteilt auf einmal x16 und zwei weitere x1-Lanes. Für die Northbridge nutzt nVidia auch die Bezeichnung „System Plattform Processor“ und kürzt dies mit SPP ab. Den ersten x16 PEG-Slot hat nVidia also abgedeckt, fehlt noch der zweite.
Hier haben es sich die Kalifornier einfach gemacht und den „normalen“ nForce 4 SLI-Chipsatz benutzt. Dieser behält seine Bezeichnung „Media and Communication Processor“ (MCP) und kann neuerdings auch den RAID-Modus 5, der den AMD-Chipsätzen bisher verwehrt blieb. Auf der Strecke blieb dafür die Cross-RAID-Funktionalität. Das Mischen von PATA- und SATA-Festplatten für einen RAID-Verbund ist somit nicht mehr möglich. Damit nicht genug, ist das Ein- und Ausschalten des RAID-Modus nicht mehr für jedes SATA-Laufwerk möglich. Im BIOS sind je zwei Laufwerke zu einem Kanal zusammengefasst und lassen sich nur zusammen auf SATA oder RAID schalten. Ein deutlicher Rückschritt also. Vor allem muss so – wie bei unserem Testsystem mit vier SATA-Platten – die Betriebssystem-Platte tatsächlich per Spanning als JBOD-Platte eingebunden werden. Ein Aufwand, der beim nForce 4 so bisher nicht nötig war – hier ist dringend Abhilfe gefragt!
Offenbar hat nVidia beim X16 also auf den Intel-MCP zurückgegriffen. Über die Verbindung zwischen MCP und SPP macht nVidia zwar keine Angaben, ein Blick in das BIOS hilft aber. Dort wird die Bus-Geschwindigkeit mit 1.000 MHz und einer Bandbreite von 16 Bit angegeben. Bei der Intel-Version kommt dagegen nur ein mit 800 MHz getakteter 16-Bit breiter HyperTransport-Link zum Einsatz.
Mit dem MCP kommen die nächsten 20 PCIe-Lanes. Die somit insgesamt 38 Lanes lassen sich über sieben Controller ansteuern. Zieht man die zwei x16-Lanes und die nötigen zwei Controller ab, bleiben immer noch sechs Lanes und fünf Controller übrig. Die Mainboard-Hersteller können also nach Belieben die Lanes weiter aufteilen.
Asus hat sich für einen x4 PCIe-Slot entschieden, die verbleibenden beiden x1-Lanes teilen sich der SiI 3132 SATA-Controller und der zweite Marvell LAN-Controller. Nicht vergessen wollen wir die PCI-Anbindungen: Der MCP kann bis zu fünf PCI-Slots verwalten. Asus hat drei auf dem Board verbaut und trägt damit der mangelhaften Marktpräsenz von PCIe-Steckkarten wie z.B. Sound- oder TV-Karten Rechnung.
Neben soviel Leistung gibt es auch kleine Schwächen: Bei nVidia fehlt immer noch Unterstützung für HD-Audio. Leider wird hier lediglich der veraltete und leistungsschwache AC97-Sound unterstützt. Ebenfalls interessant wäre eine FireWire800-Schnittstelle, Asus überlässt dieses Merkmal weiter dem Konkurrenten Gigabyte.
Lieferumfang
Der Lieferumfang ist einer Deluxe-Version entsprechend gut. Interessant ist natürlich die SLI-Bridge, die jetzt aus einem flexiblen Flachkabel besteht. So können keine Spannungen mehr zwischen den beiden Grafikkarten entstehen und man benötigt den beim Asus A8N-SLI Premium mitgelieferten Zusatzhalter nicht mehr.
Ebenfalls neu ist der aufsteckbare Zusatzlüfter für den Heatpipe-Kühlkörper. Asus weist ausdrücklich darauf hin, das sein Einsatz nur in Verbindung mit passiven CPU-Kühlern oder Wasserkühlern nötig ist. Bei normalen, mit Lüftern versehenen CPU-Kühlern können sich sonst die Luftströmungen überschneiden und aufheben und so den Kühleffekt deutlich einschränken.
- Lieferumfang
- Treiber- und Software-CD für Mainboard
- InterVideo WinDVD-Suite
- User's Manual, engl. Handbuch, ca. 104 Seiten
- 1x SLI-Flex-Bridge
- 1x Aufstecklüfter für Heatpipe-Kühlkörper
- 1x Kombi-Slotblende, zwei USB 2.0-Ports und ein Game-Port
- 1x Slotblende FireWire400, 2 Ports
- 1x Serielle-Slotblende, ein Port
- 5x SATA-Datenkabel
- 2x Stromadapter von 4-polig Molex auf 2x SATA
- 1x Stromadapter von 4-polig Molex auf 1x SATA
- 1x IDE-Flachkabel, 1x 80-polig, 1x 40-polig
- 1x Floppy-Flachkabel
- 1x ATX I/O-Blende
Layout
Als erstes fallen sicher die Heatpipes und die beiden großen passiven Kühler auf der Spannungsversorgung des Prozessors auf. North- und Southbridge des A8N32-SLI Deluxe werden mit jeweils einer Kupfer-Heatpipe gekühlt. Der Kupfer-Kühlkörper hinter den ATX-Anschlüssen hält gleichzeitig auch die eine Hälfte der Spannungsversorgung auf Temperatur. Die zweite Hälfte wird durch den von anderen Asus-Boards bekannten Aluminium-Kühlkörper besänftigt.
Die RAM-Slots sind frei zugänglich, auch dann, wenn lange Grafikkarten verbaut werden, da selbst der erste PCIe-Slot, der x4 PCIe-Slot, genügend Platz lässt. Darum ist auch der primäre IDE-Anschluss nicht wie gewohnt nach oben, sondern zur Seite geführt. Floppy- und sekundärer IDE-Anschluss sind wie gewohnt rechts an der Seite positioniert, zusammen mit dem 24-poligen ATX-Stromanschluss.
Die vier nativen SATA 2-Anschlüsse befinden sich auf Höhe der Southbridge, genau zwischen den beiden x16 PCIe-Slots. Der EZ-Plug, bisher direkt neben dem ersten x16 PEG-Slot angesiedelt, wurde jetzt unterhalb der RAM-Bänke verlegt. Der fünfte interne SATA 2-Anschluss befindet sich ganz links unter den ATX-Anschlüssen. So muss das Datenkabel quer über das Mainboard geführt werden. Hier hat Asus wegen des externen SATA-Anschlusses offenbar einen Kompromiss eingehen müssen. Obwohl alle SATA-Anschlüsse dem neuen SATA 2-Standard entsprechen, liegen nur SATA 1-Kabel bei, deren Stecker nicht in den Buchsen arretieren. Hier hat Asus am falschen Ende gespart.
Einen SLI-Selektor oder entsprechende ICs werden nicht mehr benötig. Demzufolge sucht man sie auf dem Mainboard vergebens. Die grüne Power-Kontroll-LED liegt wieder ganz unten unterhalb des letzten PCI-Slots und ist damit kaum einsehbar, wenn das Mainboard verbaut ist. Entfallen ist die rote LED neben dem EZ-Plug-Anschluss, der laut Asus nur benötigt wird, wenn ein Netzteil mit 20-poligem ATX-Stecker oder zwei Grafikkarten ohne Zusatzstromversorgung betrieben werden. Für Lüfter stehen sechs dreipolige Anschlüsse zur Verfügung. Alle Anschlüsse sind farbig codiert, insbesondere bei den Bedienelementen wie Power- und Reset-Taster.
Eine weitere, technische Besonderheit und Premiere in der Mainboard-Sparte für AMD-Prozessoren aus dem Hause Asus stellt die Mainboard-Rückseite dar. Mit „Stack Cool 2“ bezeichnet Asus eine Technik, welche die punktuell entstehende Wärme der Komponenten einfach weitflächig ableitet. Durch die normale Konvektion wird so eine lüfterlose Zusatzkühlung erreicht. Bei Mainboards für Intel-Prozessoren setzt Asus diese Technik bereits seit längerer Zeit erfolgreich ein.
Gut für eine effiziente Kühlung der Grafikkarten ist der zwei Slot breite Abstand zwischen den beiden PEG-Steckplätzen. So können auch im SLI-Modus Grafikkarten mit einer ausladenden Kühllösung, den Dual-Slot-Kühlern, problemlos betrieben werden, ohne das die obere Karte zu nahe an der unteren sitzt und kaum frische Luft erhält. Die jetzt flexible SLI-Brücke verhindert außerdem Spannungen zwischen den Grafikkarten, Gehäuse und Mainboard.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
|---|---|---|---|
| 1 | Northbridge | nVidia C51D | nVidia [15] |
| 2 | Southbridge | nVidia nForce 4 SLI | nVidia [16] |
| 3 | SATA/RAID-Controller | SiI 3132 CNU | Datenblatt (engl. PDF) [17] |
| 4 | GBit-Netzwerk-PHY | Marvell 88E1111-RCJ | Kurz-Info [18] |
| 5 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8053 NNC | Kurz-Info [19] |
| 6 | Soundchip | Realtek ALC850 | Datenblatt (engl. PDF) [20] |
| 7 | FireWire 400 | TI TSB43AB22A | Datenblatt (engl. PDF) [21] |
| 8 | Hardware-Monitor, Super-I/O | ITE IT8712F-A | Datenblatt (engl. PDF) [22] |
Interrupt-Tabelle
Asus ist beim A8N32-SLI sehr ausführlich, was die Interrupt-Belegung angeht. Das Handbuch stellt zwei Tabellen zur Verfügung, die Auskunft geben.
| IRQ Nummer | Priorität | Funktion |
|---|---|---|
| 0 | 1 | Zeitgeber |
| 1 | 2 | Tastatur |
| 2 | - | Umgeleitet zu IRQ 9 |
| 4 | 12 | COM1-Schnittstelle |
| 5 | 13 | IRQ-Händler für PCI |
| 6 | 14 | Floppy |
| 7 | 15 | Drucker LPT1 |
| 8 | 3 | Systemuhr |
| 9 | 4 | IRQ-Händler für PCI |
| 10 | 5 | IRQ-Händler für PCI |
| 11 | 6 | IRQ-Händler für PCI |
| 12 | 7 | PS/2 Maus |
| 13 | 8 | Co-Prozessor |
| 14 | 9 | Primärer IDE-Kanal |
| 15 | 10 | Sekundärer IDE-Kanal |
Neben dieser generellen Verteilung wird auch das IRQ-Sharing der verbauten Komponenten aufgezeigt.
| Komponente | INT A | INT B | INT C |
|---|---|---|---|
| SiI RAID Controller | - | shared | - |
| PCIe LAN | shared | - | - |
| PCI_E1 x16 | shared | - | - |
| PCI_E2 x16 | - | shared | - |
| PCI_E3 x4 | - | - | shared |
| PCI-Slot 1 | shared | - | - |
| PCI-Slot 2 | - | shared | - |
| PCI-Slot 3 | - | - | shared |
| IEEE 1394 Controller | shared | - | - |
BIOS
Trotz der durchweg hohen Leistungsfähigkeit der AMD Athlon 64-Prozessoren ist das Thema Overclocking (OC) sehr beliebt. Immer mehr Hersteller bieten im BIOS oder per Software unter Windows die Möglichkeit, das System in verschiedenen Stufen zu übertakten. Die folgende Tabelle zeigt die möglichen BIOS-Einstellungen der vorliegenden Asus-Platine:
| Option | Asus A8N32-SLI Deluxe | |
|---|---|---|
| AI Overclocking | Manual, Auto, Standard, OC Profile, AI N.O.S. | |
| CPU FSB Frequency | 200 bis 400 MHz in 1er-Schritten | |
| Overclock Profile | 1, 3, 5, 8, 10 Prozent | |
| N.O.S. Option | 1, 3, 5, 8, 10 Prozent | |
| SB to NB Overclock | Auto, 200 bis 300 MHz in 1er-Schritten | |
| Adjust PCI Express Frequency | 100 bis 200 MHz in 1er-Schritten | |
| PEG Link Mode | Disable, Auto, Normal, Fast, Faster | |
| Overvoltage CPU VCore | Disable, +200mV | |
| Overvoltage NB VCore | Disable, 1,3V | |
| Overvoltage SB VCore | Disable, 1,6V | |
| Overvoltage HyperTransport | Disable, 1,3V | |
| DDR VCore | Auto, 2,60 bis 3,20 V, in 0,05-Volt-Schritten | |
| Processor Frequency Multiplier | Auto, x6 bis x12 in 0,5er Schritten | |
| CPU Voltage | Auto, 1,0 bis 1,5625 V, in 0,0125-Volt-Schritten | |
| DDR Clock Skew | Auto, -0,900 bis +0,900 ps, in 150-ps-Schritten ps=Picosekunde |
|
| Memclock Value | Auto, 100, 133, 166, 183, 200, 216, 233, 250 MHz |
|
| CAS# Latency (CL) | Auto, 1,5, 2,0, 2,5, 3,0 | |
| TRAS | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| TRP | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | |
| TRCD | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | |
| TRRD | Auto, 2 bis 4 in 1er-Schritten | |
| TRC | Auto, 7 bis 22 in 1er-Schritten | |
| TRFC | Auto, 9 bis 24 in 1er-Schritten | |
| TRWT | Auto, 1 bis 6 in 1er-Schritten | |
| K8 to NB Frequency | Auto, 200 bis 1600 MHz in 200er-Schritten | |
| SB to NB Frequency | 200 bis 1600 MHz in 200er-Schritten | |
Alle diese Werte sind direkt dem BIOS entnommen, das in der Version 0502 eingesetzt wurde. Die laut Handbuch möglichen Werte weichen zum Teil ab. Auch können einige dieser möglichen Einstellungen je nach eingesetzter CPU anders ausfallen.
Das nVidia Media-Shield-BIOS trägt die Versionsnummer 5.50. Das BIOS des Silicon Image-Controllers trägt die Nummer 7.2.24.
Bei AMD Athlon 64 Prozessoren ab Revision E4 lässt sind der RAM-Takt unabhängig vom Referenztakt einstellen. Beim Asus A8N32-SLI Deluxe wurden Takt-Angaben oberhalb 200 MHz jedoch ignoriert.
Asus Multilanguage BIOS
Das BIOS ist dreisprachig. Gewählt werden kann zwischen Englisch, Französisch und Deutsch. Allerdings ist zumindest die deutsche Übersetzung stellenweise misslungen. Wenn das erste und das vierte SATA-Laufwerk als „Zuerst SATA Master Laufwerk“ und „Viertel SATA Master Laufwerk“ bezeichnet werden, ist das auf den ersten Blick sicherlich amüsant, allerdings verwirrt es Anfänger und die Endkontrolle hat hier völlig versagt. Wenn ein Unternehmen wie Asus den Anspruch hat, der Marktführer bei Mainboards zu sein, sollten solche Fehler nicht passieren.
ACPI-Suspend
Das A8N32-SLI Deluxe unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Die BIOS-Einstellung lautet Auto, S1, S3. Aus dem S1-Modus kann der Rechner per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufgeweckt werden. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich. Wählt man „Auto“ aus, lässt sich der PC aus dem Stand-by-Modus ebenfalls nur per PS/2-Tastatur oder Ein/Aus-Schalter erwecken.
Lüfter-Steuerung
Wie bei fast allen bisher getesteten Mainboards mit Sockel 939 ist der Begriff Lüftersteuerung eigentlich völlig falsch gewählt. Lediglich der CPU-Lüfter und ein Gehäuselüfter lassen sich durch das BIOS abhängig von der CPU-Temperatur regeln. Dieses Manko ist jedoch keineswegs in der Hardware begründet, denn der eingesetzte Chip ist durchaus in der Lage, drei Lüfter zu regeln. Immerhin können bei diesen drei von sechs möglichen Lüftern die Drehzahlen überwacht werden. Doch was nützt die technisch aufwändige passive Kühlung von North- und Southbridge, wenn die ungeregelten Gehäuselüfter ungestört ihren Lärm verbreiten dürfen?
Hier ist die Schuld beim Kunden und den Ingenieuren zu suchen, die keinen Wert auf solch eine sinnvolle Funktion legen. Als positives Gegenbeispiel seien aktuelle, original Intel-Mainboards zu nennen, die alle angeschlossenen Lüfter temperaturabhängig regeln, was letztendlich auch dem Geräuschpegel zu Gute kommt.
„Q-Fan“, so der Name der Lüftersteuerung bei Asus, regelt die Lüfter nicht dynamisch, sondern stufenweise. Bis 35°C CPU-Temperatur steht der CPU-Lüfter, darüber läuft der Zalman-Lüfter mit etwa 1.500 U/min., ab 45°C schaltet Q-Fan auf volle Umdrehungszahl. Sinkt die CPU-Temperatur unter die 45°C, sinkt die Drehzahl sofort wieder, allerdings schaltet der CPU-Lüfter nicht mehr ab. So bleibt trotz niedriger CPU-Temperatur stets das Lüfter-Geräusch präsent.
N.O.S.
Die N.O.S.-Funktion (Non-delay Overclocking System, verzögerungsfreies Übertaktungs-System) misst die Systemauslastung und übertaktet das System um einen vorgegebenen Prozentwert. Auf unserem Testsystem lief das allerdings nur bis 105 % stabil. Das liegt hauptsächlich an der Tatsache, dass diese Funktion sofort nach dem POST (Power On Self -Test) eingreift. Mit 108 % konnten wir zwar Windows booten, bei Test mit Prime95 kam es jedoch zu Fehlern.
Bei 105 % wird bei Last der HTT auf 210 MHz angehoben, die CPU hat dann einen Takt von 2.520 MHz. Kommt der Prozessor zur Ruhe, wird auch sofort die Übertaktung zurück genommen. Somit wird der Prozessor tatsächlich nur unter Last übertaktet und nicht ständig, wie es beim herkömmlichen Übertakten der Fall ist.
Es ist sogar möglich Cool'n'Quiet und N.O.S. gleichzeitig zu betreiben. So wird im Idle-Modus die CPU nur mit 1 GHz getaktet, unter Last dann allerdings mit 5 % Übertaktung. Auf dem Asus A8N32-SLI Deluxe erhöht N.O.S. die CPU-Spannung nicht, im Gegensatz zum Vorgänger.
AI Overclock
Im Gegensatz zu N.O.S. gelten beim AI Overclock ständig die erhöhten Werte. Selbst bei aktiviertem Cool'n'Quiet wird zwar der Multiplikator auf x5 gestellt, der HTT bleibt aber erhöht. Auch hier wird die CPU-Spannung nicht erhöht. Genau wie beim N.O.S. gelang es uns nicht, das System mit mehr als 5 % Übertaktung stabil zu betreiben.
Crashfree BIOS
Sollten diese Übertaktungs-Versuche fehlschlagen, kommt die große Stärke der Asus-Platinen zum Vorschein. Wenn der Rechner nicht mehr ordnungsgemäß bootet, reicht es den Netzschalter am Netzteil auszuschalten oder den Stecker zu ziehen. Beim nächsten Hochfahren werden automatisch Standardwerte geladen, die es erlauben, das BIOS aufzurufen. Asus nennt diese Funktion „Crashfree BIOS“.
Auch missglücktes Flashen des BIOS' lässt sich wieder reparieren, indem beim Booten entweder die Mainboard-CD oder eine passend, mit einem BIOS versehene Diskette eingeschoben werden. Das Notsystem greift automatisch auf diese zu und flasht dann das dort gespeicherte BIOS.
Wer sein BIOS regulär nicht unter Windows flashen möchte, kann dies auch per „Alt-F2“-Tastenkombination beim Booten tun. Nötig ist dazu noch eine Diskette mit der aktualisierten BIOS-Version, die geflasht werden soll. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig.
AI NET 2
AI NET 2 ist eigentlich keine Erfindung von nVidia (sondern von Marvell, deren Netzwerk-ICs auf dem A8N32-SLI Deluxe eingesetzt sind). Wird die Funktion im BIOS aktiviert, überprüft der zweite Marvell-Chip, sofern er aktiviert ist, ob ein Kabel angeschlossen ist und alles innerhalb normaler Parameter arbeitet. Dabei wird sogar die Entfernung zum Fehler bei bis zu 100 Metern Länge auf einen Meter genau ausgegeben. Im Gegensatz zum A8N-SLI Premium funktioniert die Messung nur beim zweiten Controller, der primäre, mit Firewall ausgestattete Anschluss bietet diese Überprüfung nicht. Für den Heimgebrauch meistens nicht so wichtig, für Administratoren jedoch eine echte Arbeitserleichterung.
PEG Link Mode
PEG steht für „PCI Express Graphics“ und Asus hat hier eine weitere Overclocking-Möglichkeit in das BIOS eingebaut. Das BIOS bietet fünf Einstellmöglichkeiten. Leider wird die Grafikkarte bereits im 2D-Modus unnötig übertaktet. Anhand der verwendeten 6800 GT zeigen wir die mit RivaTuner gemessenen Frequenzen:
| Einstellung | GPU-Kern Frequenz |
GPU-Speicher Frequenz |
|---|---|---|
| Disabled | 351 | 1002 |
| Auto | 351 | 1002 |
| Normal | 372 | 1061 |
| Fast | 379 | 1075 |
| Faster | 390 | 1103 |
Software
Folgende Inhalte werden von der Asus-Anwendung nach dem Autostart der CD angeboten:
- Treiber
- nVidia nForce 4 X16, 6.82
- AMD Cool'n'Quiet 1.2.2.2
- Realtek ALC850 3.76
- Marvell Yukon LAN 8.24.3.3
- Silicon Image
- USB 2.0
- Utilities
- Asus AMD Cool'n'Quiet Software 1.022
- Marvell Yukon Virtual Cable Tester 2.13.2.3
- Asus PC Probe II 1.00.43
- Asus Update 6.10.01
- Asus Screen Saver
- Acrobat Reader 7
- DirectX 9.0c
- Asus AI Booster 2.00.70
- Norton Internet Security 2005
- Make Disk
- nVidia nForce 32-Bit SATA RAID
- nVidia x64 SATA RAID
- Silicon Image 32-Bit RAID
- Silicon Image 32-Bit SATA
- Silicon Image 64-Bit RAID
- Silicon Image 64-Bit SATA
- Manuals
- SiI 3132 User Guide
- nVidia RAID User's Guide
- Realtek RTL8187 Wireless LAN User Guide
- nVidia Firewall User Guide
- Contact
- Auflistung aller Support-Adressen von Asus
Per Knopfdruck auf eines von vier Icons kann man sich eine Kurz-Info über Mainboard, BIOS und CPU ausgeben lassen. Ein weiteres ruft den Dateimanager zum Durchsuchen der CD, das dritte ein „Support Request Form“ auf und das vierte Icon schließlich listet die auf der CD vorhandenen Dateien und ihre Versionen als Text-Datei.
Asus Update
Mit „Asus Update“, das aktuell die Versions-Nummer 6.10.01 trägt, kann man sich per Internet mit einem BIOS-Update für das Mainboard versorgen und dieses auch gleich unter Windows im laufenden Betrieb einspielen. Zu Asus Update gehört noch „MyLogo“ (Version 6.03.01), mit dem das Vollbild-Logo, das normalerweise beim Einschalten während des POST gezeigt wird, mit einem eigenen Logo ausgetauscht werden kann.

AI Booster
Das AI bei einigen Asus-Tools stammt eigentlich vom Begriff „Artificial Intelligence“ (Künstliche Intelligenz), wurde von den Werbestrategen allerdings zu „Asus Intelligence“ umbenannt. In diesem Fall handelt es sich um das Steuerungs- und Übertaktungstool von Asus. Viele BIOS-Einstellungen können so direkt unter Windows durchgeführt und das System per Knopfdruck übertaktet werden. Das Programm startet automatisch bei jedem Windowsstart. Leider lässt sich das OC-Profil – einmal aktiviert – nicht mehr deaktivieren. Hier hilft dann nur das manuelle Eingreifen ins BIOS. Die N.O.S.-Einstellungen lassen sich dagegen problemlos ein- und ausschalten.
Asus PC Probe II Ein Hardware-Überwachungstool, das jetzt in der zweiten Ausführung mit der Versions-Nummer 1.00.43 vorliegt. Neben der Anzeige der Spannungen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen beherbergt das Programm einen DMI-, PCI- und WMI-Browser. Diese geben genaue Auskunft über die verbaute Hardware und die benötigten Ressourcen.

Testsystem
- Prozessor
- CPU-Kühler
- AMD Boxed Kühler
- Zalman CNPS7000B Cu [23]
- Motherboard
- Asus A8N32-SLI Deluxe
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB OCZ PC3200 EL Platinum Rev. 2 [24]
- Grafikkarte
- 2x MSI NX6800GT T2D256E
- Peripherie
- Samsung P80SD SATA II, 80 GB (1x System, 3x RAID)
- Pioneer DVD-ROM DVD-105
- Iomega 250 GB USB 2.0 / FireWire 400/800 extern
- Sonstiges
- Avance B031 Gehäuse [25]
- Tagan TG480-U22-2Force Netzteil, 480 Watt
- Noiseblocker S2 Ultra-Silent-Fan 80 mm [26] (Drei Stück)
- Software
- Windows XP Professional SP2
- DirectX 9.0c
- Treiber
- nVidia nForce 4 X16 6.82
- nVidia ForceWare 77.72
- Silicon Image 3132
Benchmarks
- Synthetische Benchmarks
- PCMark05 1.01
- SiSoft Sandra Professional 2005SR2a
- PCI Express-Rückkanal-Bandbreite
- System-Benchmarks
- WorldBench 5
- Schnittstellen
- Netzwerk: NTtttcp
- USB 2.0: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- FireWire 400/800: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- Sound: RightMark Audio Analyzer 5.5
- Controller
- RAID 0: HDTach 3.0.1.0
- RAID 1: HDTach 3.0.1.0
- RAID 5: HDTach 3.0.1.0
- Spiele
- Doom 3 1.3
- Earth 2160 1.2
- FarCry 1.32
- Half-Life 2
- Painkiller 1.64
Alle Benchmarks werden in einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 mit 32 Bit Farbtiefe durchgeführt. Alle Messungen werden unabhängig vom Chipsatz mit nur einer Grafikkarte vorgenommen. Ausnahme bilden die Multi-GPU-Chipsätze, bei denen die Spiele-Benchmarks zusätzlich mit zwei Grafikkarten gemessen werden, ebenfalls mit einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 und 32 Bit Farbtiefe.
Synthetische Benchmarks
PCMark05
- Offizielle Website:
www.futuremark.com [27]
- Download:
ComputerBase.de [28]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Version 1.01 Professional
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Version 1.01 Professional
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
|
Sandra 2005
- Offizielle Website:
www.sisoftware.co.uk [29]
- Download:
ComputerBase.de [30]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Sandra Professional 2005 SR2a
- Arithmetik- und Multimedia-Leistung der CPU, Speichertransferraten
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Sandra Professional 2005 SR2a
Sandra 2005 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
|
Sandra 2005 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
PCI Express-Leistung
Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [31] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt kann man so die Bandbreite des PCIe-Buses messen.
PCI Express Rückkanal Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
System-Benchmarks
WorldBench
- Offizielle Website:
www.pcworld.com [32]
- Download:
Kein Download möglich
- Kostenpunkt: 249 US-Dollar
- Was benchen wir?
- Version 5
- Kompletter Benchmark-Durchlauf
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Version 5
WorldBench - Gesamt
Angaben in Punkten
|
ACDSee PowerPack 5.0
WorldBench - ACDSee
Angaben in Sekunden
|
Adobe Photoshop 7.0.1
WorldBench - Adobe Photoshop
Angaben in Sekunden
|
Adobe Premiere 6.5
WorldBench - Adobe Premiere
Angaben in Sekunden
|
Nero Express 6.0.0.3
WorldBench - Nero Express
Angaben in Sekunden
|
Discreet 3ds max 5.1
WorldBench - 3ds max (DirectX)
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - 3ds max (OpenGL)
Angaben in Sekunden
|
MS Office XP SP2
WorldBench - MS Office
Angaben in Sekunden
|
MS Media Encoder 9.0
WorldBench - MS Media Encoder
Angaben in Sekunden
|
Mozilla 1.4
WorldBench - Mozilla
Angaben in Sekunden
|
Multitasking
WorldBench - Multitasking
Angaben in Sekunden
|
Musicmatch Jukebox 7.10
WorldBench - MusicMatch Jukebox
Angaben in Sekunden
|
VideoWave Movie Creator 1.5
WorldBench - Roxio Movie Creator
Angaben in Sekunden
|
WinZip 8.1
WorldBench - WinZip
Angaben in Sekunden
|
Schnittstellen
Netzwerk
- Offizielle Website:
www.microsoft.com [33]
- Download:
Kein Download möglich
- Kostenpunkt: 199 US-Dollar oder per MSDN-Mitgliedschaft
- Was benchen wir?
- NTttcp Windows 2000 DDK
- Server: Ntttcps -m 4,0,‹client IP› -a 4 -l 256000 -n 30000
Client (zu testender Rechner): Ntttcpr -m 4,0,‹server IP› -a 4 -l 256000 -n 30000 - Besondere Einstellungen: - keine -
- NTttcp Windows 2000 DDK
Netzwerk - Daten-Durchsatz
Angaben in Megabit pro Sekunde
|
Netzwerk - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
USB
- Offizielle Website:
Simpli Software.com [34]
- Download:
ComputerBase.de [35]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
- Besondere Einstellungen: Long bench (32 MB zones)
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
USB Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
FireWire
FireWire Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Sound
- Offizielle Website:
audio.rightmark.com [36]
- Download:
audio.rightmark.com [37]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Per Loop-Kabel wird die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Per Loop-Kabel wird die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen
| Mainboard | Frequency response (40 Hz bis 15 kHz), dB |
Noise level dB (A) |
Dynamic range dB (A) |
THD % |
IMD % |
Stereo crosstalk dB |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Asus A8N-SLI Premium (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,71 (Durchschnitt) |
-76,2 (Durchschnitt) |
77,1 (Durchschnitt) |
0,035 (Gut) |
0,107 (Durchschnitt) |
-74,8 (Gut) |
| Asus A8N32-SLI Deluxe (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,83 (Durchschnitt) |
-62,2 (Schlecht) |
62,3 (Schlecht) |
0,062 (Durchschnitt) |
0,200 (Durchschnitt) |
-64,8 (Durchschnitt) |
| ATi Xpress 200 CF-Edition (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-88,0 (Gut) |
87,9 (Gut) |
0,0032 (Sehr gut) |
0,018 (Sehr gut) |
-87,5 (Exzellent) |
| EPoX 9HEAI (Realtek ALC850) |
+019, -0,84 (Durchschnitt) |
-73,8 (Durchschnitt) |
74,3 (Durchschnitt) |
0,021 (Gut) |
0,064 (Gut) |
-74,1 (Gut) |
| Gigabyte GA-K8NXP-SLI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,85 (Durchschnitt) |
-73,6 (Durchschnitt) |
73,2 (Durchschnitt) |
0,020 (Gut) |
0,064 (Gut) |
-75,0 (Durchschnitt) |
| Gigabyte GA-K8N Pro-SLI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,84 (Durchschnitt) |
-74,2 (Durchschnitt) |
72,4 (Durchschnitt) |
0,032 (Gut) |
0,077 (Gut) |
-74,3 (Gut) |
| MSI K8N Diamond (Creative CA0106) |
+0,08, -0,23 (Sehr Gut) |
-99,8 (Exzellent) |
91,2 ( Sehr gut) |
0,0067 (Sehr gut) |
0,014 (Sehr gut) |
-99,9 (Exzellent) |
Controller
- Offizielle Website:
Simpli Software.com [33]
- Download:
ComputerBase.de [34]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
- Besondere Einstellungen: Long bench (32 MB zones), nur Lesen
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
Durch den eSATA-Anschluss („SATA on the go“), an den kein normales SATA-Kabel passt, lässt sich nur eine HDD am internen Anschluss des zweiten Controllers betreiben. Somit waren uns keine RAID-Messungen am zweiten Controller möglich.
RAID 0
RAID 0 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 1
RAID 1 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 5
RAID 5 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Spiele
Doom 3
Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert.
- Offizielle Website:
idsoftware.com [38]
- Download:
Doom3.com [39] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.3
- Besondere Einstellungen: Precache time: 1000, Graphics settings: High details, Demo: Run default demo.
- Version 1.3
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Doom 3 SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Earth 2160
Mal kein Ego-Shooter, der die Grafikkarte belastet, sondern Echtzeit-Strategie. Reichlich Licht- und Schatten-Effekte, schicke Explosionen und detaillierte Gelände-, Fahrzeug- und Gebäude-Modelle müssen hier dargestellt werden. Earth 2160 wird zur Zeit nicht von SLI unterstützt.
- Offizielle Website:
Earth2160.com [40]
- Download: noch keine Demo veröffentlicht
- Kostenpunkt: kostenlose Presse-Version des Herstellers
- Was benchen wir?
- Version 1.2
- Eingebaute Timedemo
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details
- Version 1.2
Earth 2160
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Earth 2160 SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Farcry
Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Die Cry-Engine ist die dritte im Bunde der Top-Grafik-Engines aus dem Jahr 2004, die bisher kaum an Aktualität verloren haben.
- Offizielle Website:
FarCry.de [41]
- Download:
Farcry-theGame.com [42] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.32
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Fort-Demo.
- Version 1.32
Farcry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Farcry SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2
Neben Doom3 und FarCry war Half-Life2 wohl das Spiel des Jahres 2004 mit der aufwändigsten Grafikengine. Riesige, mit prachtvollen Effekten versehene Außen- und Innenlevel belasten Grafikkarten dank der Source-Engine.
- Offizielle Website:
Half-Life2.com [43]
- Download: ATi.com [44]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- canals_08-Demo von Anandtech
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Reflect world.
- canals_08-Demo von Anandtech
Half-Life 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2 SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller
Mit reichlich Polygonen wird die Grafikkarte zur Arbeit bewegt, dazu kommen viele Shader-Effekte in detaillierten Spiele-Leveln. Das aus Polen stammende Spiel stammt ebenfalls aus dem Jahr 2004.
- Offizielle Website:
Painkiller.com [45]
- Download: nVidia [46]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.64
- Level: City on the Water
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details.
- Version 1.64
Painkiller
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Lautstärke
Auch die Lautstärke spielt eine immer größere Rolle beim Arbeiten am PC. Leistungshungrige Prozessoren und Grafikkarten wollen gekühlt werden und auch die Chipsätze der Mainbaords werden immer komplexer und produzieren damit auch mehr Wärme.
Diese Wärme wird in der Regel per aktiver Luftkühlung abtransportiert, was meistens mit mehr oder weniger großer Schallerzeugung verbunden ist. Genau dieser Schall wird von uns mit einem handelsüblichen Dezibel-Messgerät aufgezeichnet, wie üblich im Abstand von 40 cm. Dazu messen wir nur das Mainboard ohne alle anderen Schallquellen wie Laufwerke oder CPU-Lüfter.
Zusätzlich wird die System-Lautstärke bei geöffnetem Gehäuse, also alle Komponenten, im Betrieb im Idle-Modus unter dem Windows-Desktop gemessen. Dabei führen wir diese Messungen mit dem Zalman CNPS7000Cu durch. Auf die bisherigen Messungen bei geschlossenem Gehäuse verzichten wir.
Da der Betrieb von Aufstecklüfter und Zalman als Passiv-Kühler nicht möglich war, haben wir nur das Mainboard ohne CPU und Lüfter, aber mit Aufstecklüfter gemessen. Dabei wurde ein Schallpegel von 41,2 dB(A) erreicht.
Lautstärke - Mainboard
Angaben in Dezibel
|
Lautstärke - System offen (Zalman)
Angaben in Dezibel
|
Stromaufnahme
Ab sofort verzichten wir auf die wenig aussagekräftigen Temperaturmessungen und messen dafür die Stromaufnahme. Zum Einen im Idle-Modus auf dem Windows-Desktop, zum Anderen unter Last, erzeugt durch Prime95 und 3DMark05. Bei beiden Messungen kommt nur eine Grafikkarte zum Einsatz. Wir geben die gesamte Stromaufnahme des Systems an, ohne Monitor.
Stromaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Overclocking
Nach der Auflistung der Möglichkeiten zum Overclocken haben wir auch eingeschränkte Versuche des Übertaktens unternommen. Wir wollen hier keine Rekorde aufstellen, sondern einfach die OC-Möglichkeiten zeigen und mit Screenshots von CPU-Z dokumentieren. Die maximal erreichte Höhe des Referenztaktes dient uns dabei als Vergleichswert zwischen den getesteten Mainboards. Wir geben diesen Wert im Diagramm an. Die CPU-Spannung wurde auf 1,45 Volt, die des RAMs auf 2,8 Volt angehoben. Die maximale stabile Prozessorfrequenz haben wir bei 2.700 MHz erreicht, darüber meldet Prime95 Fehler. Die RAM-Timings bleiben unangetastet.
Nun erhöhen wir den Referenztakt erst in 5-MHz-Schritten, bis die Grenzen des Mainboards erreicht sind, danach wird in 1-MHz-Schritten der höchste Wert ermittelt. Natürlich wird dazu der Multiplikator der CPU, die Geschwindigkeit des HT-Link und der RAM-Takt gesenkt. Überprüft wird die System-Stabilität mit Prime95, das recht empfindlich auf zu hoch getaktete Systeme reagiert.
Die nachstehend gezeigten OC-Ergebnisse wurden mit folgenden Einstellungen erreicht:
- HTT auf 3x200 MHz
- RAM-Takt auf 100 MHz
- CPU-Multiplikator auf 6x
OC - Referenztakt
Angaben in MHz
|
Wir wollen nicht unerwähnt lassen, dass das Asus A8N32-SLI Deluxe auch einen CL-Wert von „1,5“ unterstützt. Mit dem von uns eingesetzten OCZ-RAM war diese Einstellung aber nur in Verbindung mit einem verringerten Speicher-Takt von 166 MHz (DDR333) möglich. Auch eine Spannungserhöhung auf 2,8 Volt konnte unser RAM nicht zur Mitarbeit mit 200 MHz (DDR400) bringen.
Allerdings hat Corsair in Zusammenarbeit mit Asus spezielles RAM [47] entwickelt, das auch auf der Verpackung des Mainboards beworben wird. Es handelt sich dabei um PC3500 RAM, das für einen Takt von 437,5 MHz spezifiziert ist. Die Timings werden mit 2-3-2-6 bei einer Command Rate von 1T angegeben.
Ranking
Zu guter Letzt wollen wir die Ergebnisse der Benchmarks in unseren Rankings zusammenführen. So lässt sich recht einfach ein Überblick darüber gewinnen, in welchem Bereich welches Mainboard Stärken oder Schwächen zeigt.
In das Performance-Rating fließen die Ergebnisse von Worldbench, Sandra 2005, PCMark05 und aller Spiele ohne den SLI-Modus ein.
Performance-Rating
Angaben in Prozent
|
Das Schnittstellen-Rating setzt sich aus den Werten der Messungen der PCI Express-Leistung, Netzwerk-, USB-, FireWire-Anschlüsse, sowie der Ergebnisse der Controller im RAID-0- und RAID-1-Modus zusammen. Die CPU-Last bleibt dabei unberücksichtigt.
Schlechter ausgestattete Mainboards haben hier natürlich Nachteile. Die Platzierung wird im Text unter dem Diagramm ausstattungsbereinigt angegeben.
Schnittstellen-Rating
Angaben in Prozent
|
Da wir den zweiten SATA-Controller nicht auf seine Fähigkeiten hin überprüfen konnten, fällt das A8N32-SLI Deluxe erwartungsgemäß im Ranking zurück. Lässt man die Bewertung des zweiten Controllers außen vor, würde es den dritten Platz belegen.
Im letzten Rating kommen die Werte der Spiele im SLI-Modus zur Bewertung. Mainboards ohne SLI-Technik werden nicht aufgeführt.
SLI-Rating
Angaben in Prozent
|
Fazit
Bleibt die abschließende Zusammenfassung hier im Fazit. Das Asus A8N32-SLI Deluxe strotzt nur so vor Ausstattung. Das Wenige, was fehlt, ist für die meisten potentiellen Besitzer zu verkraften. Der neue nVidia nForce 4 SLI X16-Chipsatz, der bekanntlich keine echte Neuentwicklung ist, weiß sich zu behaupten und gerade im SLI-Betrieb ist er das Quäntchen schneller als die Konkurrenten. Wohl bemerkt, obwohl die PEG-Link-Funktion, welche die Grafikkarte übertaktet, deaktiviert war.
Die passive Kühlung schont nicht nur die Ohren, sie ist schon fast zu schade, um sie im geschlossenen Gehäuse zu verstecken. Selbst nach einigen Stunden Benchmarkparcours gab es keine Wärmeprobleme. Kühler und Wärmetauscher konnten angefasst werden, ohne Brandblasen davon zu tragen. Die Installation des Mainboards, der Komponenten und der Betrieb liefen ohne Beanstandung ab. Die „SATA on the go“-Schnittstelle ist ein Alleinstellungsmerkmal bei Asus, mit dem man sich von den Mitbewerbern absetzt.
Aber es gibt auch Punkte, die uns nicht gefallen haben. So empfiehlt Asus die Verwendng des Aufstecklüfters beim Einsatz von passiven CPU-Kühlern. Der von uns eingesetzte zwar aktive, aber dennoch weit ausladende Zalman CNPS 7000B verhinderte dies wirkungsvoll, reicht er doch bis an den Wärmetauscher der beiden Heatpipes heran. Ebenfalls völlig unverständlich ist das Bündeln der vier nativen SATA-Schnittstellen zu zwei Kanälen im BIOS. Einzelne Geräte lassen sich nicht mehr als einfaches SATA-Gerät ansprechen und müssen per JBOD-Funktion eingebunden werden. Der Wegfall der Cross-RAID-Funktionalität des nForce 4 SLI X16 ist ebenfalls unverständlich. In jedem Fall erwähnenswert ist die sehr minderwertige Qualität das Onboard-Sounds, der deutlich schlechter ist als bei den bisherigen Probanden.
Völlig unbefriedigend ist die rudimentäre Lüftersteuerung Q-Fan, die nur zwei Lüfter steuern kann. Was nützt da die wunderschöne passive Kühlung von North- und Southbridge, wenn die Gehäuselüfter ihrer Arbeit ungeregelt nachgehen und munter eine störende Geräuschkulisse als akustischen Abfall produzieren. Der Kunde ist somit quasi zum Kauf einer zusätzlichen Lüftersteuerung gezwungen.
Am Layout ist nichts auszusetzen, der abgewinkelte, primäre PATA-Stecker ist ungewohnt, erlaubt andererseits aber den unproblematischen Einsatz auch sehr langer Grafikkarten im oberen PEG-Steckplatz. Der interne Anschluss des zweiten SATA-Controllers liegt ungünstig oberhalb des ersten PCIe-Slots, so dass das Anschlusskabel quer über das Mainboard geführt werden muss. Allerdings haben hier die Signalwege ihre Grenzen, sonst hätten die Ingenieure bei Asus den externen SATA-Anschluss nicht realisieren können.
Kurz vor Redaktionsschluss haben wir von ASUS ein neues BIOS erhalten, das weitere Leistungssteigerungen verspricht. Unsere kurzen Tests haben hauptsächlich eine Erhöhung der Bandbreite des PCIe-Rückkanals auf 989 MByte/s ergeben, im PCMark05 und den Spiele-Benches lagen die Ergebnisse kaum über den bisherigen. Allerdings wurden auch die RAM-Timings (TRC und TRFC) verschärft, was natürlich ebenfalls eine leicht bessere Leistung nach sich zieht.
Das Overclocking-Ergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen. Doch auch ohne Overclocking ist das Asus A8N32-SLI Deluxe ein sehr schnelles Mainboard. Wer auf eine integrierte WLAN-Lösung Wert legt, sollte beim Kauf auf die Ausstattungsoption achten. Das A8N32-SLI Deluxe ist ab etwa 180 Euro [48] gelistet.
Wer das letzte Quäntchen SLI-Leistung braucht, dem ist ein genauerer Blick auf das Asus A8N32-SLI Deluxe, auch trotz kleiner Kritikpunkte, die eher als Jammern auf hohem Niveau zu verstehen sind, nahe zu legen. Eine komplette Ausstattung in gewohnter Asus-Qualität, die durchdachte passive Kühlung und das reichhaltige Zubehör runden das Paket ab. All dies ist uns, zusammen mit dem technisch aufwendigen, neuen nVidia nForce 4 SLI X16-Chipsatz, eine Empfehlung wert. Wir vergeben daher unseren Hardware-Hammer für besondere Produkte.
















































