Einleitung
Bald ein Jahr nach der Vorstellung der Doppel-Grafikkarten-Lösung namens SLI von nVidia hat auch ATi endlich Vergleichbares im Portfolio. Am 26.09.2005 wurde die „CrossFire“-Technik endgültig offiziell vorgestellt und Muster an die internationale Presse verteilt. Der Leistungsfähigkeit der Grafikkarten haben wir bereits einen Artikel [1] gewidmet, allerdings bietet auch das CrossFire-Mainboard einiges Neues aus dem Hause ATi. Neben den beiden PEG-Schnittstellen findet sich auch die neue SB450-Southbridge auf dem Board. Inwiefern sich das uns vorliegende Vorserien-Modell von seinem Vorgänger [2] unterscheidet, wollen wir im Artikel klären.
Lesezeichen
Neben dem Vergleich der verschiedenen Chipsätze für den Sockel 939, der einen Überblick über die Ausstattung und Leistungsfähigkeit gewährt, sind auch die Grundlagen zum verwendeten Prozessor von AMD lesenswert, genauso wie die Anleitung für das sehr interessante Cool'n'Quiet-Feature der Athlon 64-Prozessoren. Passend dazu sind der Energieverbrauch der Prozessoren und die Grundlagen von PCI Express einen Blick wert.
- nVidia nForce 4 SLI vs. VIA K8T890 [3]
- Dreimal nForce 4 SLI [4]
- Sockel 939: ATi vs. nVidia vs. VIA [1]
- EPoX EP-8KDA3+ (Sockel 754) [5]
- MSI K8T Neo-FIS2R vs. Shuttle AN50R (Sockel 754) [6]
- Asus SK8N vs. MSI K8T Master1-FAR (Sockel 940) [7]
- Athlon 64 FX-55 und 4000+ [8]
- AMD Athlon 64 3500+ und 3800+ [9]
- Athlon 64 FX-51 und Athlon 64 3200+ (Grundlagen AMD Athlon 64) [10]
- Athlon 64 mit Cool'n'Quiet (Anleitung) [11]
- Energieverbrauch aktueller Prozessoren [12]
- PCI Express - Die Grundlagen [13]
Der Proband
Als erstes möchten wir wieder einen Überblick über die Ausstattung des getesteten Mainboards geben.
| Layout | ATi Xpress 200 CrossFire-Edition | |
|---|---|---|
| Features | ||
| Chipsatz | ATi Xpress 200 CF-Edition | |
| Ausbaufähigkeit für Prozessoren |
AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 |
|
| HyperTransport-Bus | ||
| 1.600 MHz | Ja | |
| 2.000 MHz | Ja | |
| Speichertakt/-typ | ||
| 266 MHz/PC 2100 | Ja | |
| 333 MHz/PC 2700 | Ja | |
| 400 MHz/PC 3200 | Ja | |
| Dual Channel-Modus | verfügbar | |
| Maximaler RAM-Ausbau | 4 GByte (4 Slots) | |
| Onboardgrafik | Nicht vorhanden | |
| Onboardsound | Realtek ALC880 AC97 HD-Audio 8 Kanäle |
|
| Steckplätze | 2x PCIe x16 2x PCI |
|
| W-LAN-Fähigkeit | Nein | |
| HDD-Controller | ||
| ATA 133/100/66 | 4 Geräte | |
| Serial ATA | ATi SB450 SATA 150 4 Geräte (RAID 0,1, JBOD) Silicon Image 3132 SATA 300 2 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 10,5*, JBOD) |
|
| * Der RAID-Modus 5 des SiI 3132 erfordert einen Port-Replikator, da mindestens drei HDDs benötigt werden |
||
| Verfügbare Anschlüsse | ||
| USB 2.0 | 4x über Rear-Panel 4x über Mainboard-Header |
|
| IEEE 1394 Ports | 1x über Rear-Panel 1x über Mainboard-Header |
|
| LAN | Marvel 88E8052 (PCIe) | |
| Weitere Anschlüsse | 2x PS/2 6x Audio |
|
ATi Xpress 200 CrossFire-Edition
Kurz zum Lieferumfang: Da es sich um ein Vorserien-Modell handelt, liegt kein normales Zubehör bei und nicht einmal eine ATX-Blende hat den Weg in den Karton gefunden. Dies ist jedoch kein großer Mangel, da solche Zubehörteile ganz klar Sache der Vertriebspartner sind, die ihre Mainboards auf Basis des RD480 herstellen.
Schauen wir uns den Chipsatz genauer an. Der Codename lautet RD480 und er ist ein direkter Verwandter des RX480 [14] und RS480 [15]. Letzterer weist zusätzlich die integrierte Grafikeinheit in Form des RV370 auf, welche auch als X300 bekannt ist. Neu beim RD480 ist die Unterstützung von HD-Audio und die Aufteilung der PCIe-Lanes. Erst durch die Teilung auf zwei x8-Lanes wird der Einsatz von CrossFire ermöglicht.



Im Gegensatz zu der Konkurrenz fehlen dem RD480 aber immer noch einige grundlegende Funktionen. So gibt es weder native LAN- noch SATA 300-Unterstützung. Eine hardware-basierte Firewall oder Cross-RAID über PATA und SATA, wie sie von nVidia geboten werden, sucht man ebenfalls vergeblich. Hier ist ATi ähnlich wie VIA im Zugzwang, denn selbst ULI bietet mit dem M1575, der übrigens als Southbridge mit dem RD480 verbunden werden kann, bereits SATA 300 und den RAID 5-Modus. Es wird also wahrscheinlich Hersteller geben, die nur die Northbridge bei ATi kaufen und als Southbridge auf die etwas besser ausgestattete Version von ULI setzen.
Layout
Auch hier wieder vorab der Hinweis auf die Vorserien-Version des Mainboards. Hersteller können das Layout natürlich aus Gründen der Kostenersparnis übernehmen, sind jedoch nicht dazu gezwungen. So kann es neben Ausstattungsunterschieden je nach Hersteller auch zu einer völlig unterschiedlichen Anordnung der Komponenten kommen.
Recht klassisch ist das Layout des ATi Mainboards gestaltet. Die RAM-Steckplätze weisen einen angenehmen Abstand von dem oberen PEG-Slot auf. Lange Grafikkarten können aber sowohl mit den PATA- als auch, zumindest im unteren PEG-Slot, mit den SATA-Anschlüssen ins Gehege kommen. So gelang es uns beim Testsystem nicht, den obersten SATA-Anschluss in Verbindung mit der MSI 6800 GT zu nutzen.
Ähnlich wie das EPoX-Mainboard verfügt auch das ATi Referenzboard über zwei Sieben-Segment-Anzeigen, die beim Booten Status-Angaben ausgeben. Die Anzeige ist unten links auf dem Board angebracht. Auffällig ist in jedem Fall das Fehlen sowohl der seriellen als auch der parallelen Schnittstelle in der ATX-Blende.
Die Northbridge verfügt über einen relativ großen Kühlkörper, der zusätzlich von einem erstaunlich leisen 40-mm-Lüfter aktiv gekühlt wird. Die Southbridge besitzt nur einen flachen passiven Kühlkörper, der Grafikkarten nicht im Wege steht. Insgesamt sind sechs Lüfteranschlüsse auf dem Board verteilt, je drei zweipolige und dreipolige. Die zweipoligen sind strategisch günstig bei Spannungsversorgung, North- und Southbridge angeordnet. Von den dreipoligen befinden sich zwei bei den RAM-Bänken und einer am unteren rechten Rand.
Eine Besonderheit stellen vier LEDs dar, die über anliegende Spannungen informieren. Zwei oberhalb des Prozessor-Sockels, eine neben dem Hauptstromanschluss, die vierte neben der CMOS-Batterie. Drei weitere LEDs befinden sich neben den vier SATA-Anschlüssen, je eine für zwei der SATA-Anschlüsse, die dritte ersetzt die IDE-Aktivitäts-LED. Power-On- und Reset-Taster sind als Mini-Taster rechts unten auf der Platine angeordnet.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
|---|---|---|---|
| 1 | Northbridge | ATi Xpress 200 | ATi [16] |
| 2 | Southbridge | ATi SB450 | ATi [15] |
| 3 | SATA/RAID-Controller | SiI 3132CNU PCIe | Datenblatt (engl. PDF) [17] |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8052 PCIe | Marvell [18] |
| 5 | Soundchip | Realtek ALC880 | Realtek [19] |
| 6 | FireWire 400 | VIA VT6306 PCI | VIA [20] |
| 7 | Hardware-Monitor, Super-I/O | ITE IT8712F-A | Datenblatt (engl. PDF) [21] |
| 8 | „Post Port“ Anzeige | - | - |




Interrupt-Tabelle
Dem ATi Radeon Xpress 200-Mainboard lagen keine Unterlagen zur Verteilung der Interrupts bei.
BIOS
Trotz der durchweg hohen Leistungsfähigkeit der AMD Athlon 64-Prozessoren ist das Thema Overclocking (OC) sehr beliebt. Immer mehr Hersteller bieten im BIOS oder per Software unter Windows die Möglichkeit, das System in verschiedenen Stufen zu übertakten. Die Möglichkeiten für den Benutzer im BIOS der ATi-Platine, solche OC-Einstellungen vorzunehmen, zeigt die nächste Tabelle.
| Option | ATi Radeon Xpress 200 CrossFire-Edition | |
|---|---|---|
| Processor Frequency Multiplier | x4,5 bis x12 in 0,5er-Schritten | |
| Processor Voltage | 0,800 bis 1,450 V in 0,025er-Schritten | |
| Processor Voltage Offset | 0,00 bis +0,60 V in 0,02er-Schritten | |
| CPU/HT Reference Clock | 200 bis 500 MHz in 1er-Schritten | |
| CPU Tuning Frequency | 0 bis 15 Prozent in 1er-Schritten | |
| T Start Tuning | 0 bis 80°C in 1er-Schritten | |
| T Stop Tuning | 0 bis 70°C in 1er-Schritten | |
| Radeon Xpress 200 Voltage | 1,22, 1,32, 1,4, 1,5 Volt | |
| HT Link Voltage | 1,22, 1,29, 1,39, 1,5 Volt | |
| PCI-E 1.2 Voltage | 1,22, 1,29, 1,39, 1,5 Volt | |
| PCI-E 1.8 Voltage | 1,8, 1,9 Volt | |
| Memclock Value | Auto, 100, 133, 166, 183, 200, 216, 233, 250 MHz | |
| CAS Latency (Tcl) | Auto, 2,0, 2,5, 3,0 | |
| Tras | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| Trp | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Trcd | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Trrd | Auto, 2 bis 4 in 1er-Schritten | |
| Trc | Auto, 7 bis 22 in 1er-Schritten | |
| Trfc | Auto, 9 bis 24 in 1er-Schritten | |
| Trwt | Auto, 1 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Twcl | Auto, 1, 2 | |
| Twtr | Auto, 1, 2 | |
| Twr | Auto, 2, 3 | |
| DRAM Voltage (VDIMM) | Auto, 2,5 bis 4,0 V, in 0,05-Volt-Schritten | |
Alle diese Werte sind direkt dem BIOS entnommen, das in der Version 080012 eingesetzt wurde.


Das ATi RAID-BIOS trägt die Versionsnummer 4.2.61., das des SiI 3132 die 7.2.12. Auch das ATi-BIOS beherrscht die Änderung des RAM-Takts, ohne den CPU-Takt zu ändern. Funktioniert haben mit unserem Testsystem nur die Einstellungen 166, 183 und 233 MHz.












ACPI-Suspend
Das ATi-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln oder zusammen im BIOS anwählen. Aus dem S1-Modus kann der Rechner per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufgeweckt werden. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man trotz der BIOS-Einstellung „USB Resume from Suspend“ den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich.
Lüfter-Steuerung
Die Option ist nicht im BIOS integriert. Hier bleibt zu hoffen, dass die Mainboardhersteller die Ausstattung des ITE IT8712F-A-Chips nutzen und nicht nur den Anschluss für den CPU-Lüfter regeln.
Software
Folgende Inhalte werden von der ATi-Anwendung nach dem Autostart der CD angeboten:
- CrossFire Install and User's Guide
- Install CrossFire drivers
- Install additional drivers
Der erste Punkt umfasst die zweiteilige pdf-Serie, in der die Mainboard- und Grafikkarten-Installation beschrieben wird. Punkt Zwei installiert automatisch die CF-Edition der Catalyst 5.8-Treiber. Dazu gehört auch .NET und das Catalyst Control Center (CCC).
Der dritte Punkt ruft einfach das zusätzliche Treiber-Verzeichnis auf der CD im Explorer auf. Hier kann dann der kundige Benutzer z.B. den Treiber für den Marvell-LAN-Chip installieren.
Natürlich handelt es sich um eine CD für Tester aus Presse und Industrie. Daher sollte man die Auswahl und Anzahl der Software nicht bewerten. Sonstige Software ist nicht beigelegt.
Testsystem
- Prozessor
- CPU-Kühler
- AMD Boxed Kühler
- Zalman CNPS7000B Cu [22]
- Motherboard
- ATi Xpress 200 CrossFire-Edition
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB OCZ PC3200 EL Platinum Rev. 2 [23]
- Grafikkarte
- MSI NX6800GT T2D256E
- Peripherie
- Samsung P80SD SATA II, 80 GB (1x System, 3x RAID)
- Pioneer DVD-ROM DVD-105
- Iomega 250 GB USB 2.0 / FireWire 400/800 extern
- Sonstiges
- Avance B031 Gehäuse [24]
- Tagan TG480-U22-2Force Netzteil, 480 Watt
- Noiseblocker S2 Ultra-Silent-Fan 80 mm [25] (Drei Stück)
- Software
- Windows XP Professional SP2
- DirectX 9.0c
- Treiber
- ATi Catalyst 5.8 CF-Edition Southbridge-Treiber
- nVidia ForceWare 77.72
- Marvell LAN-Treiber 8.27.4.3
- Silicon Image 3112A
- Silicon Image 3132
- Realtek HD Audio Treiber R1.22
Benchmarks
- Synthetische Benchmarks
- PCMark05 1.01
- SiSoft Sandra Professional 2005SR2a
- PCI Express-Rückkanal-Bandbreite
- System-Benchmarks
- WorldBench 5
- Schnittstellen
- Netzwerk: NTtttcp
- USB 2.0: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- FireWire 400/800: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- Sound: RightMark Audio Analyzer 5.5
- Controller
- RAID 0: HDTach 3.0.1.0
- RAID 1: HDTach 3.0.1.0
- RAID 5: HDTach 3.0.1.0
- Spiele
- Doom 3 1.3
- Earth 2160 1.2
- FarCry 1.32
- Half-Life 2
- Painkiller 1.64
Alle Benchmarks werden in einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 mit 32 Bit Farbtiefe durchgeführt. Alle Messungen werden unabhängig vom Chipsatz mit nur einer Grafikkarte vorgenommen.
Synthetische Benchmarks
PCMark05
- Offizielle Website:
www.futuremark.com [26]
- Download:
ComputerBase.de [27]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Version 1.01 Professional
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Version 1.01 Professional
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
|
Sandra 2005
- Offizielle Website:
www.sisoftware.co.uk [28]
- Download:
ComputerBase.de [29]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Sandra Professional 2005 SR2a
- Arithmetik- und Multimedia-Leistung der CPU, Speichertransferraten
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Sandra Professional 2005 SR2a
Sandra 2005 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
|
Sandra 2005 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
PCI Express-Leistung
Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [30] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt kann man so die Bandbreite des PCIe-Buses messen.
PCI Express Rückkanal Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
System-Benchmarks
WorldBench
- Offizielle Website:
www.pcworld.com [31]
- Download:
Kein Download möglich
- Kostenpunkt: 249 US-Dollar
- Was benchen wir?
- Version 5
- Kompletter Benchmark-Durchlauf
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Version 5
WorldBench - Gesamt
Angaben in Punkten
|
ACDSee PowerPack 5.0
WorldBench - ACDSee
Angaben in Sekunden
|
Adobe Photoshop 7.0.1
WorldBench - Adobe Photoshop
Angaben in Sekunden
|
Adobe Premiere 6.5
WorldBench - Adobe Premiere
Angaben in Sekunden
|
Nero Express 6.0.0.3
WorldBench - Nero Express
Angaben in Sekunden
|
Discreet 3ds max 5.1
WorldBench - 3ds max (DirectX)
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - 3ds max (OpenGL)
Angaben in Sekunden
|
MS Office XP SP2
WorldBench - MS Office
Angaben in Sekunden
|
MS Media Encoder 9.0
WorldBench - MS Media Encoder
Angaben in Sekunden
|
Mozilla 1.4
WorldBench - Mozilla
Angaben in Sekunden
|
Multitasking
WorldBench - Multitasking
Angaben in Sekunden
|
Musicmatch Jukebox 7.10
WorldBench - MusicMatch Jukebox
Angaben in Sekunden
|
VideoWave Movie Creator 1.5
WorldBench - Roxio Movie Creator
Angaben in Sekunden
|
WinZip 8.1
WorldBench - WinZip
Angaben in Sekunden
|
Schnittstellen
Netzwerk
- Offizielle Website:
www.microsoft.com [32]
- Download:
Kein Download möglich
- Kostenpunkt: 199 US-Dollar oder per MSDN-Mitgliedschaft
- Was benchen wir?
- NTttcp Windows 2000 DDK
- Server: Ntttcps -m 4,0,‹client IP› -a 4 -l 256000 -n 30000
Client (zu testender Rechner): Ntttcpr -m 4,0,‹server IP› -a 4 -l 256000 -n 30000 - Besondere Einstellungen: - keine -
- NTttcp Windows 2000 DDK
Netzwerk - Daten-Durchsatz
Angaben in Megabit pro Sekunde
|
Netzwerk - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
USB
- Offizielle Website:
Simpli Software.com [33]
- Download:
ComputerBase.de [34]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
- Besondere Einstellungen: Long bench (32 MB zones)
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
USB Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
FireWire
FireWire Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Sound
- Offizielle Website:
audio.rightmark.com [35]
- Download:
audio.rightmark.com [36]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Per Loop-Kabel wird die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Per Loop-Kabel wird die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen
| Mainboard | Frequency response (40 Hz bis 15 kHz), dB |
Noise level dB (A) |
Dynamic range dB (A) |
THD % |
IMD % |
Stereo crosstalk dB |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Asus A8N-SLI Premium (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,71 (Durchschnitt) |
-76,2 (Durchschnitt) |
77,1 (Durchschnitt) |
0,035 (Gut) |
0,107 (Durchschnitt) |
-74,8 (Gut) |
| ATi Xpress 200 CF-Edition (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-88,0 (Gut) |
87,9 (Gut) |
0,0032 (Sehr gut) |
0,018 (Sehr gut) |
-87,5 (Exzellent) |
| EPoX 9HEAI (Realtek ALC850) |
+019, -0,84 (Durchschnitt) |
-73,8 (Durchschnitt) |
74,3 (Durchschnitt) |
0,021 (Gut) |
0,064 (Gut) |
-74,1 (Gut) |
| Gigabyte GA-K8NXP-SLI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,85 (Durchschnitt) |
-73,6 (Durchschnitt) |
73,2 (Durchschnitt) |
0,020 (Gut) |
0,064 (Gut) |
-75,0 (Durchschnitt) |
| Gigabyte GA-K8N Pro-SLI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,84 (Durchschnitt) |
-74,2 (Durchschnitt) |
72,4 (Durchschnitt) |
0,032 (Gut) |
0,077 (Gut) |
-74,3 (Gut) |
| MSI K8N Diamond (Creative CA0106) |
+0,08, -0,23 (Sehr Gut) |
-99,8 (Exzellent) |
91,2 ( Sehr gut) |
0,0067 (Sehr gut) |
0,014 (Sehr gut) |
-99,9 (Exzellent) |
Controller
- Offizielle Website:
Simpli Software.com [32]
- Download:
ComputerBase.de [33]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
- Besondere Einstellungen: Long bench (32 MB zones), nur Lesen
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
ATi hat zwar auf dem Board als zweiten Controller den Silicon Image 3132 eingesetzt, allerdings war es uns nicht möglich, in das BIOS des Controllers zu gelangen. Auch unter Windows mit dem GUI-Tool von SiI war kein Zugriff auf den Controller möglich. So müssen wir dessen Messwerte leider schuldig bleiben.
RAID 0
RAID 0 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 1
RAID 1 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 5
RAID 5 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Spiele
Doom 3
Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert.
- Offizielle Website:
idsoftware.com [37]
- Download:
Doom3.com [38] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.3
- Besondere Einstellungen: Precache time: 1000, Graphics settings: High details, Demo: Run default demo.
- Version 1.3
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Earth 2160
Mal kein Ego-Shooter, der die Grafikkarte belastet, sondern Echtzeit-Strategie. Reichlich Licht- und Schatten-Effekte, schicke Explosionen und detaillierte Gelände-, Fahrzeug- und Gebäude-Modelle müssen hier dargestellt werden. Earth 2160 wird zur Zeit nicht von SLI unterstützt.
- Offizielle Website:
Earth2160.com [39]
- Download: noch keine Demo veröffentlicht
- Kostenpunkt: kostenlose Presse-Version des Herstellers
- Was benchen wir?
- Version 1.2
- Eingebaute Timedemo
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details
- Version 1.2
Earth 2160
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Farcry
Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Die Cry-Engine ist die dritte im Bunde der Top-Grafik-Engines aus dem Jahr 2004, die bisher kaum an Aktualität verloren haben.
- Offizielle Website:
FarCry.de [40]
- Download:
Farcry-theGame.com [41] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.32
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Fort-Demo.
- Version 1.32
Farcry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2
Neben Doom3 und FarCry war Half-Life2 wohl das Spiel des Jahres 2004 mit der aufwändigsten Grafikengine. Riesige, mit prachtvollen Effekten versehene Außen- und Innenlevel belasten Grafikkarten dank der Source-Engine.
- Offizielle Website:
Half-Life2.com [42]
- Download: ATi.com [43]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- canals_08-Demo von Anandtech
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Reflect world.
- canals_08-Demo von Anandtech
Half-Life 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller
Mit reichlich Polygonen wird die Grafikkarte zur Arbeit bewegt, dazu kommen viele Shader-Effekte in detaillierten Spiele-Leveln. Das aus Polen stammende Spiel stammt ebenfalls aus dem Jahr 2004.
- Offizielle Website:
Painkiller.com [44]
- Download: nVidia [45]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.64
- Level: City on the Water
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details.
- Version 1.64
Painkiller
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Lautstärke
Auch die Lautstärke spielt eine immer größere Rolle beim Arbeiten am PC. Leistungshungrige Prozessoren und Grafikkarten wollen gekühlt werden und auch die Chipsätze der Mainboards werden immer komplexer und produzieren damit auch mehr Wärme.
Diese Wärme wird in der Regel per aktiver Luftkühlung abtransportiert, was meistens mit mehr oder weniger großer Schallerzeugung verbunden ist. Genau dieser Schall wird von uns wie üblich im Abstand von 40 cm mit einem handelsüblichen Dezibel-Messgerät aufgezeichnet. Dazu messen wir nur das Mainboard ohne alle anderen Schallquellen wie Laufwerke oder CPU-Lüfter.
Zusätzlich wird die System-Lautstärke bei geöffnetem Gehäuse, also aller Komponenten, im Betrieb im Idle-Modus unter dem Windows-Desktop gemessen. Weiter werden die Lautstärken rund um das geschlossene Gehäuse mit Lüftern im Silent- und High-Betrieb erfasst.
Ob Mainboard-Hersteller ebenfalls auf eine solche Lösung setzen, wie die Ingenieure von ATi beim Vorserien-Modell ist natürlich sehr fraglich. Wir haben daher nur mit dem Boxed-Kühler gemessen, um eine Orientierung zu erhalten.
Lautstärke - Mainboard
Angaben in Dezibel
|
Lautstärke - System offen (Boxed)
Angaben in Dezibel
|
Lautstärke - System vorne (Boxed)
Angaben in Dezibel
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Lautstärke - System rechts (Boxed)
Angaben in Dezibel
|
Lautstärke - System links (Boxed)
Angaben in Dezibel
|
Lautstärke - System hinten (Boxed)
Angaben in Dezibel
|
Temperaturen
Leider war es uns nicht möglich, Temperaturmessungen mit dem ATi Radeon Xpress 200 CF-Edition-Mainboard durchzuführen. Weder Mainboard Monitor noch Speedfan waren in der Lage, Daten aus den Sensoren des Mainboards auszulesen. Zwar liefert das BIOS alle wichtigen Werte, unter Windows lassen sie sich jedoch nicht auslesen. Abhilfe schaffen sicherlich die Mainboard-Hersteller, die das Auslesen ermöglichen werden.
Overclocking
Nach der Auflistung der Möglichkeiten zum Overclocken haben wir auch eingeschränkte Versuche des Übertaktens unternommen. Wir möchten hier keine Rekorde aufstellen, sondern einfach die OC-Möglichkeiten zeigen und mit Screenshots von CPU-Z dokumentieren. Die maximal erreichte Höhe des Referenztaktes dient uns dabei als Vergleichswert zwischen den getesteten Mainboards. Wir geben diesen Wert im Diagramm an. Die CPU-Spannung wurde auf 1,45 Volt, die des RAMs auf 2,8 Volt angehoben. Die maximale stabile Prozessorfrequenz haben wir bei 2.700 MHz erreicht, darüber meldet Prime95 Fehler. Die RAM-Timings bleiben unangetastet.
Nun erhöhen wir den Referenztakt erst in 5-MHz-Schritten, bis die Grenzen des Mainboards erreicht sind, danach wird in 1-MHz-Schritten der höchste Wert ermittelt. Natürlich wird dazu der Multiplikator der CPU, die Geschwindigkeit des HT-Link und der RAM-Takt gesenkt. Überprüft wird die System-Stabilität mit Prime95, das recht empfindlich auf zu hoch getaktete Systeme reagiert.
Die nachstehend gezeigten OC-Ergebnisse wurden mit folgenden Einstellungen erreicht:
- HTT auf 3x200 MHz
- RAM-Takt auf 100 MHz
- CPU-Multiplikator auf 6x


OC - Referenztakt
Angaben in MHz
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Ranking
Zu guter Letzt wollen wir die Ergebnisse der Benchmarks in unseren Rankings zusammenführen. So lässt sich recht einfach ein Überblick darüber gewinnen, in welchem Bereich welches Mainboard Stärken oder Schwächen zeigt.
In das Performance-Rating fließen die Ergebnisse von Worldbench, Sandra 2005, PCMark05 und aller Spiele ein.
Performance-Rating
Angaben in Prozent
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Das Schnittstellen-Rating setzt sich aus den Werten der Messungen der PCI Express-Leistung, Netzwerk-, USB-, FireWire-Anschlüsse, sowie der Ergebnisse der Controller im RAID-0- und RAID-1-Modus zusammen. Die CPU-Last bleibt dabei unberücksichtigt.
Schlechter ausgestattete Mainboards haben hier natürlich Nachteile. Die Platzierung wird im Text unter dem Diagramm ausstattungsbereinigt angegeben.
Schnittstellen-Rating
Angaben in Prozent
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Zwar verfügt das ATi-Mainboard nur über eine Netzwerk-Schnittstelle, ausstattungsbereinigt ändert sich jedoch nichts an der Position im Vergleich zu den bisherigen Mainboards.
Fazit
ATis RD480-Chipsatz auf dem CrossFire-Vorserien-Modell kann durchaus mit der Konkurrenz aus dem Hause nVidia mithalten. Die kaum schlechtere Gesamtperformance kann man getrost mit dem Vorserien-Status und dem unausgereiften BIOS erklären. ATi hat also seine Hausaufgaben gemacht und einen guten Chipsatz auf den Markt gebracht, der vor allem durch seine Multi-Grafikkarten-Fähigkeit auffällt.
Völlig unverständlich ist dagegen die USB 2.0-Leistung. Keine 20 MB/s Datendurchsatz verbunden mit 14 Prozent Prozessorlast sind für heutige Verhältnisse nicht hinnehmbar. Auch bei der LAN-Schnittstelle paaren sich niedrige Leistung mit hoher CPU-Last. Hier muss ATi, sofern per BIOS oder Treiber möglich, auf jeden Fall nachbessern. Dass nur SATA 150 unterstützt wird, ist ebenfalls nicht mehr zeitgemäß.
Sehr positiv an der neuen Southbridge SB450 ist die HD-Audio-Unterstützung zu bewerten, welche sich auch in den eine deutliche Sprache sprechenden Werten widerspiegelt. Bleibt also abzuwarten, welche Layouts die Mainboardhersteller entwerfen und ob sie die Kinderkrankheiten unseres Vorserien-Modells in den Griff bekommen. Wir werden am Ball bleiben und in Zukunft natürlich bei den Sockel 939-Mainboard-Artikeln auch auf ATi-Boards nicht verzichten.



