Einleitung
Vor einiger Zeit musste sich der aktuelle VIA-Chipsatz für den Sockel 939 gegen den Platzhirsch aus dem Hause nVidia bei uns im Test [1] behaupten. Nun ist ein weiterer Mitbewerber angetreten, den Kaliforniern den Rang streitig zu machen. Mit dem Sapphire Pure Innovation A9RX480 stellt sich ein Vertreter der ATi-Chipsatz-Fraktion gleich zwei nVidia-Vertretern mit nForce 4 Ultra- und SLI-Chipsatz aus der Hardware-Schmiede EPoX entgegen.

Das Sapphire-Mainboard ist das erste Serien-Mainboard mit ATis RX480-Chipsatz, das den Weg in unsere Redaktion gefunden hat. Neben dem außergewöhnlichen Design will Sapphire unter anderem mit HD-Audio und hoher Übertaktbarkeit die Käufer für sich gewinnen.
Quasi Hausmannskost bietet das EPoX 9NPA+ Ultra, das sich, seines Chipsatzes bewusst, unauffällig präsentiert und mit dem beiliegenden „Power Pack“ doch Besonderes aufweist. Ähnlich hält es das große Geschwisterkind namens EPoX 9NPA+ SLI, das sich jedoch deutlich bunter geschmückt hat und auch bei der Ausstattung das ein oder andere Schmankerl vorweisen kann.
Kann sich der Neuling von Sapphire gegen die beiden alteingesessenen EPoX-Vasallen behaupten? Und, wenn ja, wie gut kann er es? Gibt es nur Gutes zu berichten oder weisen die versammelten Probanden auch Probleme auf, die für Kopfschütteln in der Redaktion sorgen? Wir werden im folgenden Review diese Umstände klären und die Teilnehmer aus dem Testfeld ausführlich vorstellen und ausgiebig „benchen“.
Lesezeichen
Neben dem Vergleich der verschiedenen Chipsätze für den Sockel 939, der einen Überblick über die Ausstattung und Leistungsfähigkeit gewährt, sind auch die Grundlagen zum verwendeten Prozessor von AMD lesenswert, genauso wie die Anleitung für das sehr interessante Cool'n'Quiet-Feature der Athlon 64-Prozessoren. Passend dazu sind der Energieverbrauch der Prozessoren und die Grundlagen von PCI Express einen Blick wert.
- Asus A8N32-SLI Deluxe [2]
- ATi Xpress 200 CrossFire Edition [3]
- nVidia nForce 4 SLI vs. VIA K8T890 [4]
- Dreimal nForce 4 SLI [5]
- Sockel 939: ATi vs. nVidia vs. VIA [6]
- EPoX EP-8KDA3+ (Sockel 754) [7]
- MSI K8T Neo-FIS2R vs. Shuttle AN50R (Sockel 754) [8]
- Asus SK8N vs. MSI K8T Master1-FAR (Sockel 940) [9]
- Athlon 64 FX-55 und 4000+ [10]
- AMD Athlon 64 3500+ und 3800+ [11]
- Athlon 64 FX-51 und Athlon 64 3200+ (Grundlagen AMD Athlon 64) [12]
- Athlon 64 mit Cool'n'Quiet (Anleitung) [13]
- Energieverbrauch aktueller Prozessoren [14]
- PCI Express - Die Grundlagen [15]
Die Probanden
Zuerst wollen wir wieder einen Überblick über die Ausstattung der getesteten Mainboards geben.
EPoX 9NPA+ Ultra
Auffällig ist beim EPoX-Board das so genannte Power Pack, eine etwa DIN A5 große, wiederverschließbare Kunststofftasche. Enthalten sind neben einem Schraubendreher kleine Kühlkörper aus Aluminium, die der Besitzer selber per Klebepad zum Beispiel auf den MOSFETs der Spannungsstabilisierung für den Prozessor anbringen kann.
- Lieferumfang
- Treiber- und Software-CD für Mainboard
- User's Manual, engl. Handbuch, ca. 77 Seiten
- Quick Installation Guide, DIN A2 doppelseitig, 8-sprachig, bebildert
- 1x Slotblende USB 2.0, 2 Ports
- 1x Slotblende FireWire400, 2 Ports
- 2x SATA-Datenkabel
- 2x Stromadapter von 4-polig Molex auf 1x SATA
- 2x IDE-Rundkabel, 2x 80-polig
- 1x Floppy-Flachkabel
- 1x ATX I/O-Blende
- Power Pack-Tasche
- engl. Kurzanleitung für Power Pack, zwei DIN A4-Seiten
- 8x Alukühlkörper, blau eloxiert
- 1x Schraubendreher, Kreuz und Schlitz
Layout
Etwas ungewohnt erscheint das Layout des EPoX 9NPA+ Ultra, liegt doch der 24-polige ATX-Stromanschluss hinter der ATX-Blende und oberhalb der PCIe x1-Steckplätze recht zentral auf dem Board. Auch der Floppyanschluss ist ungewohnt nach unten rechts gewandert. Lange Grafikkarten blockieren zwar nicht die RAM-Steckplätze, können aber mit den beiden PATA-Schnittstellen in Konflikt geraten.
Eines der besonderen Merkmale ist die „Post Port“ genannte Anzeige aus zwei Sieben-Segment-LEDs. Das EPoX-Board zeigt beim Booten damit seinen Status an. So lassen sich Fehler beim Starten des Rechners schneller lokalisieren. Platziert ist die Anzeige unten rechts zwischen Floppy- und PATA-Anschlüssen. Durch das Floppykabel kann die Anzeige allerdings verdeckt werden.
Weitere Status-Auskünfte geben drei blaue LEDs. Ist das Netzteil eingeschaltet, leuchtet die DIMM-LED rechts neben den Speicherbänken. Im Betrieb leuchten zusätzlich die CPU-LED am oberen Rand des Mainboards und die Chip-LED zwischen zweitem PCIe-Slot und Chipsatz.
Die vier SATA-Anschlüsse liegen zwischen dem Chipsatz und den PATA-Anschlüssen oberhalb des PCIe x16-Slots. Für einen CMOS-Clear des BIOS' muss ein Jumper neben der Batterie kurzzeitig umgesteckt werden. Der Chipsatz ist aktiv gekühlt, trotzdem bleiben alle drei drei-poligen Lüfter-Anschlüsse des Mainboards frei. Ganz unten rechts auf dem Board befinden sich noch zwei Mini-Taster, mit deren Hilfe ein Reset oder Start des Rechners möglich ist.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
|---|---|---|---|
| 1 | Chipsatz | nVidia nForce 4 Ultra | nVidia [16] |
| 2 | GBit-Netzwerk-PHY | Vitesse VSC8201RX | Kurz-Info, engl. [17] |
| 3 | Soundchip | Realtek ALC850 | Datenblatt (engl. PDF) [18] |
| 4 | FireWire 400 | VIA VT6307 | VIA [19] |
| 5 | Hardware-Monitor / Super-I/O | Winbond W83627THF | Dokumentation (engl. PDF) [20] |
BIOS
Das BIOS lag in der Version 10.03.2005 vor, das nVidia RAID-BIOS trägt die Versionsnummer 4.76.
Positives
Das BIOS weist zwei besondere Einstellungen auf, die wir kurz erläutern wollen. So kann zum Einen das BIOS des in den Chipsatz integrierten RAID-Controllers ausgeblendet werden. Der Funktionalität tut dies keinen Abbruch, der Boot-Vorgang wird aber um etwa vier Sekunden beschleunigt. Einstellungen am RAID-Verbund sind dann nur noch mit dem nV RAID-Tool unter Windows möglich. Zum Anderen kann man die MAC-Adresse der Netzwerkkarte frei ändern. Das ist zum Beispiel für Kabel-Modem-Benutzer wichtig, da diese meist über eine feste IP verfügen, die an die MAC-Adresse gebunden ist.
Negatives
Stirnrunzeln und Kopfschütteln lösten zwei Unstimmigkeiten im BIOS bei uns aus. Da wäre als erstes die CPU-Temperaturanzeige. Wird diese unter Windows mit zum Beispiel Speedfan ausgelesen und die CPU belastet, so springt der Wert um zehn Kelvin in die Höhe. Um diese zehn Kelvin fällt die Temperatur dann wieder, sowie die CPU nicht mehr belastet ist. Dementsprechend reagiert dann auch die sowieso nur rudimentär implementierte Lüftersteuerung und erhöht die Drehzahl des CPU-Lüfters sofort auf volle Drehzahl.
Noch ärgerlicher ist jedoch die Tatsache, dass sich das von uns verwendeten OCZ-RAM, das auf geläufigen TCCD-Chips beruht, nicht mit einer Command-Rate von 1T und 200 MHz betreiben ließ. Das BIOS reduziert hier entweder auf 2T oder auf 166 MHz RAM-Takt. Stellt man per Hand 1T und 200 MHz ein, wird das System instabil und Windows präsentiert die blaue Vielfalt an Fehlermeldungen.
Ein Techniker von EPoX Deutschland bestätigte uns diese zwei Ärgernisse, die Zentrale in Taiwan sieht sich aber scheinbar außerstande, diese Fehler per BIOS-Update zu beheben. Da so ein Handeln völlig am Kunden vorbei geht und keinerlei Service darstellt, wirft es ein schlechtes Licht auf EPoX.
ACPI-Suspend
Das 9NPA+ Ultra unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln oder zusammen im BIOS anwählen. Aus dem S1-Modus kann der Rechner per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufgeweckt werden. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man trotz der BIOS-Einstellung „USB Resume from Suspend“ und korrekt gesetztem Jumper auf dem Mainboard den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich. Wählt man „S1&S3“ aus, lässt sich der PC aus dem Stand-by-Modus ebenfalls nur per PS/2-Tastatur oder Ein/Aus-Schalter wieder aufwecken.
Lüftersteuerung
Wie bei fast allen bisher getesteten Mainboards mit Sockel 939 ist der Begriff Lüftersteuerung eigentlich völlig falsch gewählt. Lediglich der CPU-Lüfter lässt sich durch das BIOS abhängig von der CPU-Temperatur regeln. Dieses Manko ist jedoch keineswegs in der Hardware begründet, denn der eingesetzte Chip ist durchaus in der Lage, drei Lüfter zu regeln. Vielmehr ist hier die Schuld bei den Kunden und den Ingenieuren zu suchen, die keinen Wert auf solch eine sinnvolle Funktion legen. Als positives Beispiel seien hier aktuelle Intel-Mainboards zu nennen, die alle angeschlossenen Lüfter temperaturabhängig regeln, was letzendlich auch dem Geräuschpegel zu Gute kommt.
AWD-Flash
Beim Rechnerstart kann man per „Alt-F2“ das integrierte Flash-Programm starten. Benötigt wird nur eine Diskette, auf der das neue BIOS gespeichert ist. Der eigentliche Flash-Vorgang läuft automatisch ab. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr erforderlich.
Das BIOS des EPoX-Boards bietet keinerlei Sicherheitsfunktionen, die beim fehlgeschlagenen Flashen greifen. Startet der Rechner nach einem Übertaktungsversuch nicht mehr, so muss die „Einfügen“-Taste festgehalten werden. Damit werden die Standardwerte im BIOS wieder aktiviert.
Software
Nach dem Autostart der beiligenden Treiber-CD stellt die EPoX-Anwendung dem Benutzer eine automatische oder manuelle Treiberinstallation zur Wahl. Die zusätzlich Hersteller-Software muss manuell installiert werden.
Magic Flash
Inzwischen üblich sind Tools der Hersteller, um das BIOS des Mainboards auch unter Windows flashen zu können. „Magic Flash“ ist dabei allerdings nur für das Überprüfen auf eine neue Version und deren Speicherung auf der Festplatte zuständig. Danach übernimmt „WinFlash“ von Phönix für Award-BIOS das eigentliche Flashen des Bausteins. Damit ist man nicht darauf angewiesen, mit dem aus unserer Ecke der Welt meist doch recht langsamen Server in Taiwan Kontakt aufnehmen zu müssen.
USDM (Unified System Diagnostics Manager)
Das Tool dient der Überwachung der Temperaturen, Lüfterdrehzahlen und Spannungen des Systems. Angezeigt werden können diese zum Einen über den „Ghost-Screen“, ein kleines, schwarzes, halb-transparentes und frei positionierbares Fenster, das CPU-Temperatur, CPU-Spannung und CPU-Last anzeigt. Zum Anderen öffnet sich nach einem Klick auf das blitzförmige Tray-Symbol das Hauptfenster, in dem auch Grenzwerte für einen Alarm festgelegt werden können.

Magic Screen
Neben der aktuellen Version 2.9 bietet EPoX zumindestens auf seiner taiwanesischen Internetseite „Magic-Screens“ zum Download an. Neben vorgefertigten Bildern, die beim Booten des Rechners zu sehen sind, kann man auch eigene Kreationen in das BIOS einbauen. Natürlich nur, solange sie den Vorgaben 640x480 Pixel, 16 oder 256 Farben und BMP-Format entsprechen.
EPoX 9NPA+ SLI
Wie bei der Ultra-Version gehört die Power Pack-Tasche zum Lieferumfang. Zusätzlich liegt bei der SLI-Version ein Temperaturfühler bei, der mit der beiliegenden USDM-Software unter Windows ausgelesen werden kann. Allerdings funktionierte das mit der auf der CD vorliegenden Version nicht.
- Lieferumfang
- Treiber- und Software-CD für Mainboard
- User's Manual, engl. Handbuch, ca. 88 Seiten
- Quick Installation Guide, DIN A2 doppelseitig, 8-sprachig, bebildert
- 1x SLI-Bridge
- 1x Slotblende USB 2.0, 2 Ports
- 1x Slotblende FireWire400, 2 Ports
- 4x SATA-Datenkabel, Stecker abgewinkelt
- 4x Stromadapter von 4-polig Molex auf 1x SATA
- 2x IDE-Rundkabel, 2x 80-polig
- 1x Floppy-Flachkabel
- 1x ATX I/O-Blende
- 1x 50-mm-Lüfter für ATX-Blende
- Power Pack-Tasche
- engl. Kurzanleitung für Power Pack, zwei DIN A4-Seiten
- 8x Alukühlkörper, blau eloxiert
- 1x Temperaturfühler
- 1x Schraubendreher, Kreuz und Schlitz
Layout
Auch das Layout des EPoX 9NPA+ SLI erscheint ungewohnt, liegt doch der 24-polige ATX-Stromanschluss hinter der ATX-Blende und oberhalb der PCIe x1-Steckplätze recht zentral auf dem Board. PATA- und Floppyanschlüsse sitzen im Gegensatz zum Geschwister 9NPA+ Ultra oben rechts neben den DIMM-Slots. Lange Grafikkarten können die RAM-Steckplätze nicht blockieren. Dort, wo in der ATX-Blende die parallelen und seriellen Schnittstellen ihren Platz haben, befindet sich die Öffnung für den kleinen Zusatzlüfter, der wohl die Spannungsstabilisierung für den Prozessor zusätzlich kühlen soll.
Eines der besonderen Merkmale ist die „Post Port“ genannte Anzeige aus zwei Sieben-Segment-LEDs. Das EPoX-Board zeigt beim Booten damit seinen Status an. So lassen sich Fehler beim Starten des Rechners schneller lokalisieren. Platziert ist die Anzeige unten rechts. Weitere Status-Auskünfte geben vier blaue LEDs. Ist das Netzteil eingeschaltet, leuchtet die DIMM-LED rechts neben den Speicherbänken. Im Betrieb leuchten zusätzlich die CPU-LED am oberen Rand des Mainboards, die Chip-LED rechts vom ersten PCIe-Slot und die vierte LED zwischen erstem und zweitem PCIe-Slot. Für weitere Beleuchtung sorgen acht LEDs, die neben den RAM-Bänken paarweise in den Farben grün, gelb, hell-rot und rot die RAM-Aktivität in Manier der Corsair-Expert-Module [21] widerspiegeln.
Die vier nativen SATA-Anschlüsse liegen neben dem Chipsatz auf Höhe des zweiten PCIe x16-Slots, so kann es mit langen Grafikkarten durchaus zu Problemen kommen. Die beiden Anschlüsse des SiI 3132 befinden sich unten rechts. Für einen CMOS-Clear des BIOS' muss ein Jumper neben dem BIOS-Sockel kurzzeitig umgesteckt werden. Der Chipsatz ist aktiv gekühlt, trotzdem bleiben alle vier drei-poligen Lüfter-Anschlüsse des Mainboards frei. Ganz unten rechts auf dem Board befinden sich noch zwei Mini-Taster, mit deren Hilfe ein Reset oder Start des Rechners möglich ist. Der Anschluss für den beigelegten Thermofühler befindet sich am rechten Rand etwa in der Mitte des Boards.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
|---|---|---|---|
| 1 | Chipsatz | nVidia nForce 4 SLI | nVidia [22] |
| 2 | SATA/RAID-Controller | SiI 3132 CNU | Datenblatt (engl. PDF) [23] |
| 3 | GBit-Netzwerk-PHY | Vitesse VSC8201RX | Kurz-Info, engl. [16] |
| 4 | Soundchip | Realtek ALC850 | Datenblatt (engl. PDF) [17] |
| 5 | FireWire 400 | VIA VT6307 | VIA [18] |
| 6 | Hardware-Monitor / Super-I/O | Winbond W83627THF | Dokumentation (engl. PDF) [19] |
BIOS
Das BIOS lag in der Version 10.06.2005 vor, das nVidia RAID-BIOS trägt die Versionsnummer 4.76, das des SiI 3132 die Versionsnummer 7.2.18.
Positives/Negatives
Positive wie negative Aspekte konnten wir auch beim 9NPA+ SLI vorfinden - und zwar in exakt der Form, wie sie schon 9NPA+ Ultra zeigte. Aus diesem Grund wollen wir an dieser Stelle nicht noch einmal detailliert darauf eingehen.
ACPI-Suspend
Das 9NPA+ SLI unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln oder zusammen im BIOS anwählen. Aus dem S1-Modus kann der Rechner per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufgeweckt werden. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man trotz der BIOS-Einstellung „USB Resume from Suspend“ und korrekt gesetztem Jumper auf dem Mainboard den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich. Wählt man „S1&S3“ aus, lässt sich der PC aus dem Stand-by-Modus ebenfalls nur per PS/2-Tastatur oder Ein/Aus-Schalter wieder aufwecken.
Lüftersteuerung
Wie bei fast allen bisher getesteten Mainboards mit Sockel 939 ist der Begriff Lüftersteuerung eigentlich völlig falsch gewählt. Lediglich der CPU-Lüfter lässt sich durch das BIOS abhängig von der CPU-Temperatur regeln. Dieses Manko ist jedoch keineswegs in der Hardware begründet, denn der eingesetzte Chip ist durchaus in der Lage, drei Lüfter zu regeln. Vielmehr ist hier die Schuld bei den Kunden und den Ingenieuren zu suchen, die keinen Wert auf solch eine sinnvolle Funktion legen. Als positives Beispiel seien hier aktuelle Intel-Mainboards zu nennen, die alle angeschlossenen Lüfter temperaturabhängig regeln, was letzendlich auch dem Geräuschpegel zu Gute kommt.
AWD-Flash
Beim Rechner-Start kann man per „Alt-F2“ das integrierte Flash-Programm starten. Benötigt wird nur eine Diskette, auf der das neue BIOS gespeichert ist. Der eigentliche Flash-Vorgang läuft automatisch ab. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig.
Das BIOS des EPoX bietet keinerlei Sicherheitsfunktionen, die beim fehlgeschlagenen Flashen greifen. Startet der Rechner nach einem Übertaktungsversuch nicht mehr, so muss die „Einfügen“-Taste festgehalten werden, damit werden die Standard-Werte im BIOS wieder aktiviert.
Software
Nach dem Autostart der beiligenden Treiber-CD stellt die EPoX-Anwendung dem Benutzer eine automatische oder manuelle Treiberinstallation zur Wahl. Die zusätzlich Hersteller-Software muss manuell installiert werden.
Magic Flash
Inzwischen üblich sind Tools der Hersteller, um das BIOS des Mainboards auch unter Windows flashen zu können. „Magic Flash“ ist dabei allerdings nur für das Überprüfen auf eine neue Version und deren Speicherung auf der Festplatte zuständig. Danach übernimmt „WinFlash“ von Phönix für Award-BIOS das eigentliche Flashen des Bausteins. Damit ist man nicht darauf angewiesen, mit dem aus unserer Ecke der Welt meist doch recht langsamen Server in Taiwan Kontakt aufnehmen zu müssen.
USDM (Unified System Diagnostics Manager)
Das Tool dient der Überwachung der Temperaturen, Lüfterdrehzahlen und Spannungen des Systems. Angezeigt werden können diese zum Einen über den „Ghost-Screen“, ein kleines, schwarzes, halb-transparentes und frei positionierbares Fenster, das CPU-Temperatur, CPU-Spannung und CPU-Last anzeigt. Zum Anderen öffnet sich nach einem Klick auf das blitzförmige Tray-Symbol das Hauptfenster, in dem auch Grenzwerte für einen Alarm festgelegt werden können.

Magic Screen
Neben der aktuellen Version 2.9 bietet EPoX zumindestens auf seiner taiwanesischen Internetseite „Magic-Screens“ zum Download an. Neben vorgefertigten Bildern, die beim Booten des Rechners zu sehen sind, kann man auch eigene Kreationen in das BIOS einbauen. Natürlich nur, solange sie den Vorgaben 640x480 Pixel, 16 oder 256 Farben und BMP-Format entsprechen.
Sapphire PI A9RX480
Der im schicken Silber gehaltene Karton weist auf der Vorderseite ein großes Sichtfenster auf, durch den das in Weiß und Rot gehaltene Mainboard in seinem durchsichtigen Kunststoffhalter sichtbar ist. Hat man das Mainboard dann entnommen, fällt einem die verbleibende Leere auf. Keine Blende für zusätzliche USB-Ports, nur ein SATA-Datenkabel: Für heutige Verhältnisse ein recht magerer Lieferumfang.
- Lieferumfang
- Treiber-CD für Mainboard
- Software-CD
- Sapphire Select-CD, Trial-Version
- User's Manual, engl. Handbuch, ca. 60 Seiten
- 1x Slotblende FireWire400, 2 Ports
- 1x Slotblende S/PDIF Cinch, in + out
- 1x SATA-Datenkabel
- 1x IDE-Flachkabel, 80-polig
- 1x Floppy-Flachkabel
- 1x ATX I/O-Blende
Layout
Das Layout des A9RX480 erinnert sehr an das Vorserienmodell des Xpress 200 CrossFire-Mainboards, das wir kürzlich getestet [2] haben. Hauptunterschied ist der fehlende zweite x16 PEG-Slot. Ebenfalls fehlen einige Ausstattungsmerkmale gegenüber dem CrossFire-Board. Auffallend ist natürlich das weiße PCB und der große Aufdruck auf der Rückseite.
Der Ein- oder Ausbau von RAM-Riegeln misslingt bei montierter Grafikkarte, da alle unteren Verschlüsse der vier RAM-Steckplätze blockiert sind. Dafür kommt die Grafikkarte weder den PATA-, noch den SATA-Anschlüssen in die Quere. Sowohl North- als auch Southbridge sind mit passiven Kühlkörpern versehen. Ebenfalls passiv gekühlt ist die Spannungsstabilisierung des Prozessors und einige kleine ICs.
Insgesamt stehen drei dreipolige Lüfteranschlüsse zur Verfügung. Am unteren rechten Rand befinden sich die beiden Taster für Reset und Power. Auch die Info-LEDs wurden angebracht. Sie geben Auskunft über Belegung der RAM-Plätze, Stromversorgung und dienen als Kontroll-LEDs für PATA- und SATA-Laufwerke.
Für den CMOS-Clear muss ein Jumper direkt neben der Batterie für ein paar Sekunden umgesteckt werden. Ärgerlich war die beiliegende ATX-Blende, aus der vor dem Einbau des Mainboards erst einmal einige scharfe Teile per Hand heraus gebrochen werden mussten. Das kann nicht nur zu Verletzungen führen. Möglicherweise kann es gar zu Schäden am Mainboard kommen, wenn diese überflüssigen Blendenteile einen Kurzschluss verursachen.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
|---|---|---|---|
| 1 | Northbridge | ATi Xpress 200 | ATi [24] |
| 2 | Southbridge | ATi SB450 | ATi [25] |
| 3 | SATA/RAID-Controller | SiI 3132CNU PCIe | Datenblatt (engl. PDF) [22] |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8052 PCIe | Marvell [26] |
| 5 | Soundchip | Realtek ALC880 | Realtek [27] |
| 6 | FireWire 400 | VIA VT6307 PCI | VIA [18] |
| 7 | Hardware-Monitor, Super-I/O | ITE IT8712F-A | Datenblatt (engl. PDF) [28] |
BIOS
Das BIOS lag in der Version A0926 vor, das Sapphire RAID-BIOS trägt die Versionsnummer 4.2.61., das des SiI 3132 die 7.2.12.
ACPI-Suspend
Das Sapphire-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln oder zusammen im BIOS anwählen. Aus dem Kombi-Modus lässt sich der Computer nur per Tastatur oder Ein/Aus-Schalter, aus dem S1-Modus per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufgeweckt werden. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich.
Lüftersteuerung
Völlig unverständlich ist für uns das Fehlen einer Lüftersteuerung. Die Option ist einfach nicht im BIOS integriert. Trotz des ITE IT8712F-A-Chips mit Hardware-Monitoring und -Steuerung hat Sapphire es nicht geschafft, diese Funktion in ihr BIOS zu integrieren.
CPU Auto-Overclocking
Mit dieser Funktion bietet das Sapphire-Board eine dynamische Übertaktung in Abhängig der CPU-Temperatur an. So kann die CPU in einem vorgegebenen Temperatur-Bereich um ein bis fünfzehn Prozent übertaktet werden. Leider schweigt sich das Handbuch völlig über die Funktion aus. Uns war es darüber hinaus nicht möglich, einen Effekt per CPU-Z nachzuweisen.
Software
Folgende Inhalte werden von der Sapphire-Anwendung nach dem Autostart der CD angeboten:
- Treiber
- ATi Chipsatz-Treiber
- HD Audio-Treiber
- ATi System Manager
- Utility
- Trend Micro Internet Security 2004
- On-Board Device
- SiI SATA II RAID Driver
- Marvell Pcie GLan Driver
Des Weiteren werden noch drei Icons angezeigt. Das erste Icon listet die auf der CD vorhandenen Dateien und ihre Versionen als Text-Datei. Das zweite Icon ruft den Dateimanager zum Durchsuchen der CD auf und mit dem dritten Icon kann man die Sapphire-Anwendung beenden.
Teilweise liegen die Treiber auch in einer x64-Version auf der CD vor, allerdings nicht für alle Komponenten. Vermisst haben wir den AMD Prozessor-Treiber, ohne den Cool & Quiet nicht möglich ist. Auch fehlt ein Tool zur Hardwareüberwachung. Sowohl SiSoft Sandra als auch SpeedFan brachten den Rechner beim Versuch, die Sensoren auszulesen, zum Absturz. Sapphire sollte am Umfang seiner Mainboard-CD auf jeden Fall arbeiten.
Auf einer weiteren CD befinden sich ein Backup-Tool, ein Privacy-Tool, ein Data-Recovery-Tool und eine Anti-Spyware-Software. Die beiden zuletzt genannten sind lediglich Trial-Versionen. Auf der dritten CD befinden sich dann noch die Trial-Versionen der folgenden Spiele:
- Brothers in Arms - Road to Hill 30
- Prince of Persia - Warrior within
- Tony Hawk's Underground 2
- Richard Burns Rally
Testsystem
- Prozessor
- CPU-Kühler
- AMD Boxed-Kühler
- Zalman CNPS7000B Cu [29]
- Motherboard
- EPoX 9NPA+ SLI
- EPoX 9NPA+ Ultra
- Sapphire Pure Innovation A9RX480
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB OCZ PC3200 EL Platinum Rev. 2 [30]
- Grafikkarte
- MSI NX6800GT T2D256E
- Peripherie
- Samsung P80SD SATA II, 80 GB (1x System, 3x RAID)
- Pioneer DVD-ROM DVD-105
- Iomega 250 GB USB 2.0 / FireWire 400/800 extern
- Sonstiges
- Avance B031 Gehäuse [31]
- Tagan TG480-U22-2Force-Netzteil, 480 Watt
- Noiseblocker S2 Ultra-Silent-Fan 80 mm [32] (Drei Stück)
- Software
- Windows XP Professional SP2
- DirectX 9.0c
- Treiber
- nVidia nForce 6.53
- ATi Catalyst 5.10
- nVidia ForceWare 77.72
Benchmarks
- Synthetische Benchmarks
- PCMark05 1.01
- SiSoft Sandra Professional 2005SR2a
- PCI Express-Rückkanal-Bandbreite
- System-Benchmarks
- WorldBench 5
- Schnittstellen
- Netzwerk: NTtttcp
- USB 2.0: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- FireWire 400/800: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- Sound: RightMark Audio Analyzer 5.5
- Controller
- RAID 0: HDTach 3.0.1.0
- RAID 1: HDTach 3.0.1.0
- RAID 5: HDTach 3.0.1.0
- Spiele
- Doom 3 1.3
- Earth 2160 1.2
- FarCry 1.32
- Half-Life 2
- Painkiller 1.64
Alle Benchmarks werden in einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 mit 32 Bit Farbtiefe durchgeführt. Alle Messungen werden unabhängig vom Chipsatz mit nur einer Grafikkarte vorgenommen. Ausnahme bilden die Multi-GPU-Chipsätze, bei denen die Spiele-Benchmarks zusätzlich mit zwei Grafikkarten gemessen werden (auch hier mit einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 und 32 Bit Farbtiefe).
Synthetische Benchmarks
PCMark05
- Offizielle Website:
www.futuremark.com [33]
- Download:
ComputerBase.de [34]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Version 1.01 Professional
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Version 1.01 Professional
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
|
Sandra 2005
- Offizielle Website:
www.sisoftware.co.uk [35]
- Download:
ComputerBase.de [36]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Sandra Professional 2005 SR2a
- Arithmetik- und Multimedia-Leistung der CPU, Speichertransferraten
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Sandra Professional 2005 SR2a
Sandra 2005 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
|
Sandra 2005 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
PCI Express-Leistung
Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [37] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt kann man so die Bandbreite des PCIe-Buses messen.
PCI Express Rückkanal Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
System-Benchmarks
WorldBench
- Offizielle Website:
www.pcworld.com [38]
- Download:
Kein Download möglich
- Kostenpunkt: 249 US-Dollar
- Was benchen wir?
- Version 5
- Kompletter Benchmark-Durchlauf
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Version 5
WorldBench - Gesamt
Angaben in Punkten
|
ACDSee PowerPack 5.0
WorldBench - ACDSee
Angaben in Sekunden
|
Adobe Photoshop 7.0.1
WorldBench - Adobe Photoshop
Angaben in Sekunden
|
Adobe Premiere 6.5
WorldBench - Adobe Premiere
Angaben in Sekunden
|
Nero Express 6.0.0.3
WorldBench - Nero Express
Angaben in Sekunden
|
Discreet 3ds max 5.1
WorldBench - 3ds max (DirectX)
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - 3ds max (OpenGL)
Angaben in Sekunden
|
MS Office XP SP2
WorldBench - MS Office
Angaben in Sekunden
|
MS Media Encoder 9.0
WorldBench - MS Media Encoder
Angaben in Sekunden
|
Mozilla 1.4
WorldBench - Mozilla
Angaben in Sekunden
|
Multitasking
WorldBench - Multitasking
Angaben in Sekunden
|
Musicmatch Jukebox 7.10
WorldBench - MusicMatch Jukebox
Angaben in Sekunden
|
VideoWave Movie Creator 1.5
WorldBench - Roxio Movie Creator
Angaben in Sekunden
|
WinZip 8.1
WorldBench - WinZip
Angaben in Sekunden
|
Schnittstellen
Netzwerk
- Offizielle Website:
www.microsoft.com [39]
- Download:
Kein Download möglich
- Kostenpunkt: 199 US-Dollar oder per MSDN-Mitgliedschaft
- Was benchen wir?
- NTttcp Windows 2000 DDK
- Server: Ntttcps -m 4,0,‹client IP› -a 4 -l 256000 -n 30000
Client (zu testender Rechner): Ntttcpr -m 4,0,‹server IP› -a 4 -l 256000 -n 30000 - Besondere Einstellungen: - keine -
- NTttcp Windows 2000 DDK
Netzwerk - Daten-Durchsatz
Angaben in Megabit pro Sekunde
|
Netzwerk - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
USB
- Offizielle Website:
Simpli Software.com [40]
- Download:
ComputerBase.de [41]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
- Besondere Einstellungen: Long bench (32 MB zones)
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
USB Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
FireWire
FireWire Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Sound
- Offizielle Website:
audio.rightmark.com [42]
- Download:
audio.rightmark.com [43]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Per Loop-Kabel wird die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Per Loop-Kabel wird die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen
| Mainboard | Frequency response (40 Hz bis 15 kHz), dB |
Noise level dB (A) |
Dynamic range dB (A) |
THD % |
IMD % |
Stereo crosstalk dB |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Asus A8N-SLI Premium (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,71 (Durchschnitt) |
-76,2 (Durchschnitt) |
77,1 (Durchschnitt) |
0,035 (Gut) |
0,107 (Durchschnitt) |
-74,8 (Gut) |
| Asus A8N32-SLI Deluxe (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,83 (Durchschnitt) |
-62,2 (Schlecht) |
62,3 (Schlecht) |
0,062 (Durchschnitt) |
0,200 (Durchschnitt) |
-64,8 (Durchschnitt) |
| ATi Xpress 200 CF-Edition (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-88,0 (Gut) |
87,9 (Gut) |
0,0032 (Sehr gut) |
0,018 (Sehr gut) |
-87,5 (Exzellent) |
| EPoX 9HEAI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,84 (Durchschnitt) |
-73,8 (Durchschnitt) |
74,3 (Durchschnitt) |
0,021 (Gut) |
0,064 (Gut) |
-74,1 (Gut) |
| EPoX 9NPA+ SLI (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,71 (Durchschnitt) |
-68,9 (Durchschnitt) |
72,9 (Durchschnitt) |
0,032 (Gut) |
0,115 (Durchschnitt) |
-66,7 (Gut) |
| EPoX 9NPA+ Ultra (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,70 (Durchschnitt) |
-74,8 (Durchschnitt) |
77,3 (Durchschnitt) |
0,034 (Gut) |
0,103 (Durchschnitt) |
-71,8 (Gut) |
| Gigabyte GA-K8NXP-SLI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,85 (Durchschnitt) |
-73,6 (Durchschnitt) |
73,2 (Durchschnitt) |
0,020 (Gut) |
0,064 (Gut) |
-75,0 (Durchschnitt) |
| Gigabyte GA-K8N Pro-SLI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,84 (Durchschnitt) |
-74,2 (Durchschnitt) |
72,4 (Durchschnitt) |
0,032 (Gut) |
0,077 (Gut) |
-74,3 (Gut) |
| MSI K8N Diamond (Creative CA0106) |
+0,08, -0,23 (Sehr Gut) |
-99,8 (Exzellent) |
91,2 ( Sehr gut) |
0,0067 (Sehr gut) |
0,014 (Sehr gut) |
-99,9 (Exzellent) |
| Sapphire PI A9RX480 (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-86,6 (Gut) |
86,3 (Gut) |
0,0041 (Sehr gut) |
0,024 (Gut) |
-84,9 (Sehr gut) |
Controller
- Offizielle Website:
Simpli Software.com [39]
- Download:
ComputerBase.de [40]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
- Besondere Einstellungen: Long bench (32 MB zones), nur Lesen
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
RAID 0
RAID 0 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 1
RAID 1 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 5
RAID 5 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Spiele
Doom 3
Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert.
- Offizielle Website:
idsoftware.com [44]
- Download:
Doom3.com [45] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.3
- Besondere Einstellungen: Precache time: 1000, Graphics settings: High details, Demo: Run default demo.
- Version 1.3
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Doom 3 SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Earth 2160
Mal kein Ego-Shooter, der die Grafikkarte belastet, sondern Echtzeit-Strategie. Reichlich Licht- und Schatten-Effekte, schicke Explosionen und detaillierte Gelände-, Fahrzeug- und Gebäude-Modelle müssen hier dargestellt werden. Earth 2160 wird zur Zeit nicht von SLI unterstützt.
- Offizielle Website:
Earth2160.com [46]
- Download: noch keine Demo veröffentlicht
- Kostenpunkt: kostenlose Presse-Version des Herstellers
- Was benchen wir?
- Version 1.2
- Eingebaute Timedemo
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details
- Version 1.2
Earth 2160
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Earth 2160 SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Farcry
Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Die Cry-Engine ist die dritte im Bunde der Top-Grafik-Engines aus dem Jahr 2004, die bisher kaum an Aktualität verloren haben.
- Offizielle Website:
FarCry.de [47]
- Download:
Farcry-theGame.com [48] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.32
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Fort-Demo.
- Version 1.32
Farcry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Farcry SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2
Neben Doom3 und FarCry war Half-Life2 wohl das Spiel des Jahres 2004 mit der aufwändigsten Grafikengine. Riesige, mit prachtvollen Effekten versehene Außen- und Innenlevel belasten Grafikkarten dank der Source-Engine.
- Offizielle Website:
Half-Life2.com [49]
- Download: ATi.com [50]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- canals_08-Demo von Anandtech
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Reflect world.
- canals_08-Demo von Anandtech
Half-Life 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2 SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller
Mit reichlich Polygonen wird die Grafikkarte zur Arbeit bewegt, dazu kommen viele Shader-Effekte in detaillierten Spiele-Leveln. Das aus Polen stammende Spiel stammt ebenfalls aus dem Jahr 2004.
- Offizielle Website:
Painkiller.com [51]
- Download: nVidia [52]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.64
- Level: City on the Water
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details.
- Version 1.64
Painkiller
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller SLI
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Lautstärke
Auch die Lautstärke spielt eine immer größere Rolle beim Arbeiten am PC. Leistungshungrige Prozessoren und Grafikkarten wollen gekühlt werden und auch die Chipsätze der Mainboards werden immer komplexer und produzieren damit auch mehr Wärme.
Diese Wärme wird in der Regel per aktiver Luftkühlung abtransportiert, was meistens mit mehr oder weniger großer Schallerzeugung verbunden ist. Genau dieser Schall wird von uns mit einem handelsüblichen Dezibel-Messgerät aufgezeichnet, wie üblich im Abstand von 40 cm. Dazu messen wir nur das Mainboard ohne alle anderen Schallquellen wie Laufwerke oder CPU-Lüfter.
Zusätzlich wird die System-Lautstärke (also alle Komponenten) bei geöffnetem Gehäuse im Idle-Modus unter dem Windows-Desktop gemessen. Dabei führen wir diese Messungen mit dem Zalman CNPS7000Cu durch. Auf die bisherigen Messungen bei geschlossenem Gehäuse verzichten wir.
Lautstärke - Mainboard
Angaben in Dezibel
|
Lautstärke - System offen (Zalman)
Angaben in Dezibel
|
Stromaufnahme
Ab sofort verzichten wir auf die wenig aussagekräftigen Temperaturmessungen und messen dafür die Stromaufnahme. Zum Einen im Idle-Modus auf dem Windows-Desktop, zum Anderen unter Last, erzeugt durch Prime95 und 3DMark05. Bei beiden Messungen kommt nur eine Grafikkarte zum Einsatz. Wir geben die gesamte Stromaufnahme des Systems an (ohne Monitor!).
Stromaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Overclocking
Trotz der durchweg hohen Leistungsfähigkeit der AMD Athlon 64-Prozessoren ist das Thema Overclocking (OC) sehr beliebt. Immer mehr Hersteller bieten im BIOS oder per Software unter Windows die Möglichkeit, das System in verschiedenen Stufen zu übertakten. Die Möglichkeiten für den Benutzer im BIOS solche OC-Einstellungen vorzunehmen, zeigen die nächsten Tabellen.
EPoX 9NPA+ SLI
| Option | EPoX 9NPA+ SLI | |
|---|---|---|
| CPU Frequency | 200 bis 450 MHz in 1er-Schritten | |
| PCIe Clock | 100 bis 145 MHz in 1er-Schritten | |
| CPU Clock Ratio | StartUp, x4 bis x12 in 0,5er-Schritten | |
| CPU Voltage | Auto, -0,100 bis +0,350 V, in 0,025-Volt-Schritten | |
| DIMM Voltage | Auto, 2,50 bis 3,20 V, in 0,1-Volt-Schritten | |
| Chipset Voltage | 1,50 bis 1,80 V, in 0,1-Volt-Schritten | |
| Memory Frequency | Auto, 100, 133, 166, 200, 216, 233, 250 MHz | |
| CAS# Latency (Tcl) | Auto, 2,0, 2,5, 3,0 | |
| RAS# to CAS# Delay (Trcd) | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Min RAS# Active Time (Tras) | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| Row precharge Time (Trp) | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Row to Row Delay (Trrd) | Auto, 2 bis 4 in 1er-Schritten | |
| Write Recovery Time (Twr) | Auto, 2, 3 | |
| Write to Read Delay (Twtr) | Auto, 1, 2 | |
| Row Cycle Time (Trc) | Auto, 7 bis 21 in 1er-Schritten | |
| Row Refresh Cycle Time (Trfc) | Auto, 10 bis 24 in 1er-Schritten | |
| Read to Write Time(Trwt) | Auto, 1 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Refresh Period (Tref) | Auto, 15,6 µs, 7,8 µs, 3,9 µs | |
Die mit Prozessoren ab der Revision E4 möglichen, erweiterten RAM-Takt-Einstellungen führten zu folgendem Ergebnis:
| Takt-Vorgabe | tatsächlicher Takt | POST-Anzeige |
|---|---|---|
| 166 MHz | 161 MHz | DDR 400@166 MHz |
| 216 MHz | 101 MHz | DDR 400@216 MHz |
| 233 MHz | 142 MHz | DDR 400@233 MHz |
| 250 MHz | 134 MHz | DDR 400@250 MHz |
EPoX 9NPA+ Ultra
| Option | EPoX 9NPA+ Ultra | |
|---|---|---|
| CPU Frequency | 200 bis 450 MHz in 1er-Schritten | |
| PCIe Clock | 100 bis 145 MHz in 1er-Schritten | |
| CPU Clock Ratio | StartUp, x4 bis x12 in 0,5er-Schritten | |
| CPU Voltage | Auto, -0,100 bis +0,350 V, in 0,025-Volt-Schritten | |
| DIMM Voltage | Auto, 2,50 bis 3,20 V, in 0,1-Volt-Schritten | |
| Chipset Voltage | 1,50 bis 1,80 V, in 0,1-Volt-Schritten | |
| Memory Frequency | Auto, 100, 133, 166, 200, 216, 233, 250 MHz | |
| CAS# Latency (Tcl) | Auto, 2,0, 2,5, 3,0 | |
| RAS# to CAS# Delay (Trcd) | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Min RAS# Active Time (Tras) | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| Row precharge Time (Trp) | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Row to Row Delay (Trrd) | Auto, 2 bis 4 in 1er-Schritten | |
| Write Recovery Time (Twr) | Auto, 2, 3 | |
| Write to Read Delay (Twtr) | Auto, 1, 2 | |
| Row Cycle Time (Trc) | Auto, 7 bis 21 in 1er-Schritten | |
| Row Refresh Cycle Time (Trfc) | Auto, 10 bis 24 in 1er-Schritten | |
| Read to Write Time(Trwt) | Auto, 1 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Refresh Period (Tref) | Auto, 15,6 µs, 7,8 µs, 3,9 µs | |
Die mit Prozessoren ab der Revision E4 möglichen, erweiterten RAM-Takt-Einstellungen führten zu folgendem Ergebnis:
| Takt-Vorgabe | tatsächlicher Takt | POST-Anzeige |
|---|---|---|
| 166 MHz | 161 MHz | DDR 400@166 MHz |
| 216 MHz | 100 MHz | DDR 400@216 MHz |
| 233 MHz | 141 MHz | DDR 400@233 MHz |
| 250 MHz | 133 MHz | DDR 400@250 MHz |
Sapphire Pure Innovation A9RX480
| Option | Sapphire Pure Innovation A9RX480 | |
|---|---|---|
| Memclock Index Value | Auto, 100, 133, 166, 183, 200, 216, 233, 250 MHz | |
| CAS Latency (Tcl) | Auto, 2,0, 2,5, 3,0 | |
| Tras | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| Trcd | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Trp | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Trrd | Auto, 2 bis 4 in 1er-Schritten | |
| Trc | Auto, 7 bis 22 in 1er-Schritten | |
| Trfc | Auto, 9 bis 24 in 1er-Schritten | |
| Trwt | Auto, 1 bis 5 in 1er-Schritten | |
| Twtr | Auto, 1, 2 | |
| Twr | Auto, 2, 3 | |
| DRAM Voltage (VDIMM) | Auto, 2,5 bis 4,0 V, in 0,05-Volt-Schritten | |
| CPU Fid Control | Startup, x4 bis x12 in 0,5er-Schritten | |
| CPU Vid Control | Startup, 0,825 bis 1,550 V in 0,025er-Schritten | |
| CPU Vid Offset | 0,00 bis +0,60 V in 0,02er-Schritten | |
| CPU/HT Reference Clock | 200 bis 440 MHz in 1er-Schritten | |
| PCIe Clock | 100 bis 200 MHz in 1er-Schritten | |
| Radeon Xpress 200 Voltage | 1,22, 1,32, 1,4, 1,5 Volt | |
| HT Link Voltage | 1,22, 1,29, 1,39, 1,5 Volt | |
| PCI-E 1.2 Voltage | 1,22, 1,29, 1,39, 1,5 Volt | |
| PCI-E 1.8 Voltage | 1,8, 1,9 Volt | |
| CPU Tuning Frequency | 1 bis 15 Prozent in 1er-Schritten | |
| T Start Tuning | 25 bis 99°C in 1er-Schritten | |
| T Stop Tuning | 0 bis 99°C in 1er-Schritten | |
| Overclocking Retry Count | 0 bis 100 in 1er Schritten | |
Die mit Prozessoren ab der Revision E4 möglichen, erweiterten RAM-Takt-Einstellungen führten zu folgendem Ergebnis:
| Takt-Vorgabe | tatsächlicher Takt | POST-Anzeige |
|---|---|---|
| 166 MHz | 161 MHz | DDR 333 |
| 183 MHz | 172 MHz | - |
| 216 MHz | 100 MHz | DDR 433 |
| 233 MHz | 141 MHz | DDR 466 |
| 250 MHz | 133 MHz | DDR 500 |
Nach der Auflistung der Möglichkeiten zum Overclocken haben wir auch eingeschränkte Versuche zum Übertakten unternommen. Wir wollen hier keine Rekorde aufstellen, sondern einfach die OC-Möglichkeiten zeigen und mit Screenshots von CPU-Z dokumentieren. Die maximal erreichte Höhe des Referenztaktes dient uns dabei als Vergleichswert zwischen den getesteten Mainboards. Wir geben diesen Wert im Diagramm an. Die CPU-Spannung wurde auf 1,45 Volt, die des RAMs auf 2,8 Volt angehoben. Die maximale stabile Prozessorfrequenz haben wir bei 2.700 MHz erreicht, darüber meldet Prime95 Fehler. Die RAM-Timings bleiben unangetastet.
Nun erhöhen wir den Referenztakt erst in 5-MHz-Schritten, bis die Grenzen des Mainboards erreicht sind, danach wird in 1-MHz-Schritten der höchste Wert ermittelt. Natürlich wird dazu der Multiplikator der CPU, die Geschwindigkeit des HT-Link und der RAM-Takt gesenkt. Überprüft wird die System-Stabilität mit Prime95, das recht empfindlich auf zu hoch getaktete Systeme reagiert.
Die nachstehend gezeigten OC-Ergebnisse wurden mit folgenden Einstellungen erreicht:
- HTT auf 3x200 MHz
- RAM-Takt auf 100 MHz
- CPU-Multiplikator auf 6x
OC - Referenztakt
Angaben in MHz
|
Ranking
Zu guter Letzt wollen wir die Ergebnisse der Benchmarks in unseren Rankings zusammenführen. So lässt sich recht einfach ein Überblick darüber gewinnen, in welchem Bereich welches Mainboard Stärken oder Schwächen zeigt.
In das Performance-Rating fließen die Ergebnisse von Worldbench, Sandra 2005, PCMark05 und aller Spiele ohne den SLI-Modus ein.
Performance-Rating
Angaben in Prozent
|
Das Schnittstellen-Rating setzt sich aus den Werten der Messungen der PCI Express-Leistung, Netzwerk-, USB-, FireWire-Anschlüsse, sowie der Ergebnisse der Controller im RAID-0- und RAID-1-Modus zusammen. Die CPU-Last bleibt dabei unberücksichtigt.
Schlechter ausgestattete Mainboards haben hier natürlich Nachteile. Die Platzierung wird im Text unter dem Diagramm ausstattungsbereinigt angegeben.
Schnittstellen-Rating
Angaben in Prozent
|
Das EPoX 9NPA+ Ultra steht wegen der fehlenden Schnittstellen recht schlecht da. Ausstattungsbereinigt käme das SLI auf Platz sechs, das Ultra auf Platz sieben und das Sapphire fände sich auf Platz acht wieder.
Im letzten Rating kommen die Werte der Spiele im SLI-Modus zur Bewertung. Mainboards ohne SLI-Technik werden nicht aufgeführt.
SLI-Rating
Angaben in Prozent
|
Fazit
Kommen wir zu den finalen Worten des Artikels und lassen die Erfahrungen und Messwerte ihren hinterlassenen Eindruck zum Ausdruck bringen. Keiner der drei Probanden ist ohne Fehl und Tadel, was wir auch nicht erwartet haben. Das grundlegende Eigenschaften wie eine Lüftersteuerung dann aber quasi nicht implementiert sind, obwohl die Hardware durchaus in der Lage dazu ist, darf in Zeiten, in denen leise Computer gefordert werden, schlichtweg nicht sein. Die schlechten Performance-Ergebnisse hat sich EPoX selber zuzuschreiben, bei Sapphire macht die SB450 von ATi der erwarteten Schnittstellen-Performance einen Strich durch die Rechnung. Sowohl Chipsatz-Hersteller als auch Mainboard-Hersteller sind also gefordert, ausgereifte Technik auf den Markt zu bringen und die verbaute Hardware auszunutzen. Auf Grund der vielen Schwächen in dem einen oder anderen Bereich hat sich keiner der Probanden einen Award verdient.
EPoX 9NPA+ SLI
Es sind die kleinen Mängel, die den Genuss am EPoX 9NPA+ SLI stören. Ein schlecht programmiertes BIOS, das die Nutzbarkeit des Mainboards deutlich einschränkt, und kleine Layout-Mängel können schon sauer aufstoßen. Da helfen auch die bunten Steckplätze, die blauen Status-LEDs und die RAM-Nutzungs-Anzeige nicht weiter. Auch der nervige ATX-Blenden-Lüfter, dessen Sinn zusätzlich in Frage gestellt werden kann, und die nur rudimentär vorhandene Lüftersteuerung stehen auf der Minus-Seite.
Beim Overclocken haben wir trotzdem einen neuen Spitzenreiter, was dann doch zeigt, dass EPoX das Konstruieren von Mainboards nicht verlernt hat. Der Chipsatz-Lüfter ist bei weitem nicht so laut wie bei manchem Mitbewerber mit nVidia-Chipsatz. Eine nette Idee stellt das Power-Pack dar und auch der sonstige Lieferumfang ist durchaus als komplett zu bezeichnen.
Das EPoX 9NPA+ SLI ist ab rund 120 Euro [53] erhältlich.
EPoX 9NPA+ Ultra
Wie beim Geschwister mit der SLI-Version des nForce 4-Chipsatzes stehen auch beim EPoX 9NPA+ Ultra einige Dinge auf der Minus-Seite der Medaille. Die gleichen Programmier-Fehler im BIOS und leichte Layout-Fehler sind an erster Stelle zu nennen. Begleitet wird dies von der ebenfalls als solche nicht zu bezeichnenden Lüftersteuerung.
Beim Overclocking fast so gut wie sein Geschwister, fällt auch beim Ultra der recht ruhige Chipsatz-Lüfter positiv auf. Ebenfalls gut gefallen haben der Lieferumfang und das Power Pack.
Das EPoX 9NPA+ Ultra ist ab etwa 93 Euro [54] erhältlich.
Sapphire Pure Innovation A9RX480
Sapphire stellt mit dem A9RX480 ein solides Mainboard für den Sockel 939 bereit. Das BIOS ist komplett und gut programmiert. Leider krankt es an der mangelnden Leistung der Southbridge SB450, die bereits auf dem CrossFire-Referenzboard [2] von uns bemängelt wurde. Die kleinen Layout-Mängel stören wenig und positiv fallen die komplett passive Kühlung und die zahlreichen Status-LEDs ebenso wie der HD-Audio-Codec auf. Das gänzliche Fehlen einer Lüftersteuerung disqualifiziert das Sapphire-Board jedoch deutlich.
Gerne würden wir Interessenten ein Bezugsquelle nennen. Doch leider ist national kein Internet-Shop zu finden, der das A9RX480 im Angebot hat. Allerdings verkauft der britische Onlinehändler eBuyer [55] das Mainboard für etwa 125 Pfund (ca. 183 Euro). Was nützt also das nett anzusehende, weiße PCB, wenn das Mainboard in Deutschland nicht zu kaufen ist?


















































































