Einleitung
Auch ATi ist endlich mit seiner neuen Northbridge auf dem Markt, jetzt stehen einem CrossFire-Gespann jeweils 16 PCIe-Lanes zur Verfügung. Über ein halbes Jahr nachdem der große Konkurrent nVidia seine X32-Lösung vorgestellt hat. Immer noch wirkt hier offenbar der Umstand nach, das ATi die Multi-GPU-Technik nicht für praktikabel hielt und zu spät mit der Entwicklung einer eigenen solchen Technologie begann.
Doch jetzt will ATi im Ethusiasten-Bereich die Krone zurück nach Kanada holen. Mit neuster Produktions-Technik und durchdachter Konstruktion will man High-End-PCs zukünftig mit der RD580-Northbridge an die Spitze der Leistungs- und Benchmark-Listen bringen. ATi verspricht ein außerordentliches Übertaktungspotential, was auch bei der Presse-Vorstellung der Hardware in Sevilla, Spanien, bereits ausgesuchten Pressevertretern vorgeführt wurde.
Kein geringerer als Sami Maekinen, einer der Top-Overclocker weltweit und seit einiger Zeit Mitarbeiter von ATi, stellte einen 3DMark-Rekord nach dem Nächsten auf. Dazu wurde für die CPU eine Kompressor-Kühlung genutzt, die beiden CrossFire-Karten wurden mit Trockeneis auf Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes gekühlt. Wen es interessiert, der sollte sich bei Futuremark die Top-20-Liste [1] ansehen.
Wir schauen wieder auf die Alltagstauglichkeit des Asus A8R32-MVP Deluxe, welche Vor- oder Nachteile die Kombination aus ATi-Northbridge und ULi-, jetzt nVidia, Southbridge mit sich bringt. Nach den Lesezeichen werden wir als erstes den RD580 genauer erläutern. Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre.
Lesezeichen
Neben dem Vergleich der verschiedenen Chipsätze für den Sockel 939, der einen Überblick über die Ausstattung und Leistungsfähigkeit gewährt, sind auch die Grundlagen zum verwendeten Prozessor von AMD lesenswert, genauso wie die Anleitung für das sehr interessante Cool'n'Quiet-Feature der Athlon 64-Prozessoren. Passend dazu sind der Energieverbrauch der Prozessoren und die Grundlagen von PCI Express einen Blick wert.
- Sapphire PC-A9RD480 CrossFire [2]
- nForce 410/430 mit GeForce 6100/6150 [3]
- EPoX 9NPA+ Ultra/SLI und Sapphire PI A9RX480 [4]
- Asus A8N32-SLI Deluxe [5]
- ATi Xpress 200 CrossFire Edition [6]
- nVidia nForce 4 SLI vs. VIA K8T890 [7]
- Dreimal nForce 4 SLI [8]
- Sockel 939: ATi vs. nVidia vs. VIA [9]
- EPoX EP-8KDA3+ (Sockel 754) [10]
- MSI K8T Neo-FIS2R vs. Shuttle AN50R (Sockel 754) [11]
- Asus SK8N vs. MSI K8T Master1-FAR (Sockel 940) [12]
- Athlon 64 FX-55 und 4000+ [13]
- AMD Athlon 64 3500+ und 3800+ [14]
- Athlon 64 FX-51 und Athlon 64 3200+ (Grundlagen AMD Athlon 64) [15]
- Athlon 64 mit Cool'n'Quiet (Anleitung) [16]
- Energieverbrauch aktueller Prozessoren [17]
- PCI Express - Die Grundlagen [18]
Der RD580 Chipsatz
Der ATi Radeon Xpress 3200 ist der jüngste Spross unter ATis Chipsätzen. Seit vielen Wochen bekannt unter dem Codenamen RD580, besitzt der Chipsatz ATi intern die Bezeichnung „Skeletor“. Die Entwicklungszeit des RD580 lag bei acht Monaten. Um auf dem ersten fertigen Silizium CrossFire zum Arbeiten zu bringen, waren nur 24 Stunden nötig, so ATi. Immerhin 22 Millionen Transistoren beherbergt die Northbridge und das auf einer Fläche von nur 39 mm². Das sei laut ATi der kleinste DIE einer aktuellen Northbridge auf dem Markt. Möglich wird die geringe Größe durch die Nutzung der 0,11-µm-Technik. Hergestellt werden die Chips bei TSMC in Taiwan. Neben der geringen Größe verspricht das eine sehr niedrige Stromaufnahme, ATi spricht von einer TDP (Thermal Design Power) von nur knapp acht Watt.
Als Vergleich hier die ATi-RD580-Northbridge (linkes Bild) mit 40 PCIe-Lanes vom Asus A8R32-MVP Deluxe und die nVidia-C51D-Northbridge (rechtes Bild) mit 18 PCIe-Lanes vom Asus A8N32-SLI Deluxe.


Immerhin hat ATi in der Northbridge echte 40 PCIe-Lanes integriert. Neben den beiden festen x16-Lanes lassen sich eine x4-Lane sowie vier einzelne x1-Lanes ansprechen. Dazu kommt quasi nur noch das Hypertransport-Interface, mehr Funktionen beinhaltet die Northbridge nicht. Allerdings hat ATi alle Schaltungen weit über die Spezifikationen hinaus ausgelegt. So soll selbst im schlimmsten Fall, ATi spricht von Tests mit bis zu 120° C Chiptemperatur, keine Erhöhung der Versorgungsspannung nötig sein. Auch das sonst beim Übertakten meist nötige Verringern des HTT-Multiplikators von 5x auf 3x sei obsolet, der RD580 soll auch über 1.500 MHz HT-Takt schaffen.
ATi platziert seinen Xpress-3200-Chipsatz im Enthusiasten-Bereich, wo aus der Hardware das letzte Quentchen Leistung durch konsequentes Overclocking quasi aller Komponenten Gang und Gebe ist. Dazu soll der Gewinn beim Übertakten um zum Beispiel zehn Prozent zu einem höheren Ergebnis führen als bei Chipsätzen der Mitbewerber.
Nun hat Asus auf dem A8N32-MVP Deluxe nicht die ATi SB450 Southbridge verwendet, sondern sich mit der ULi-M1575-Southbridge eingedeckt, die kompatibel zum RD580 ist. Natürlich möchten wir auch diese kurz vorstellen.
ULi ist mit seiner Southbridge durchaus auf der Höhe der Zeit. Geboten wird SATA mit bis zu 3GB/s und den RAID-Leveln 0, 1, 0+1 und 5. Allerdings sind die vier Anschlüsse auf zwei Controller verteilt, ein RAID-0-Verbund mit drei Festplatten ist so nicht möglich. Für eine Windows-Installation bei einer RAID-Konfiguration benötigt man die Treiber von der beiliegenden Mainboard-CD.
Ansonsten stehen HD-Audio und bis zu acht USB-2.0-Hi-Speed-Anschlüsse zur Verfügung. Im Gegensatz zur ATi SB450 kann die USB-Leistung auf ganzer Linie überzeugen, wie die Diagramme im hinteren Teil des Reviews belegen. Während für die ATi-Northbridge keine Treiber installiert werden müssen, sind für die Southbridge zumindest beim RAID-Betrieb Treiber nötig. Standardmäßig ist die NCQ-Funktion des M1575 deaktiviert, sie kann nur unter Windows mit dem ULi-Treiber ein- oder ausgeschaltet werden.


Der Proband
Zuerst wollen wir wieder einen Überblick über die Ausstattung des getesteten Mainboards geben. Als Vergleich stellen wir hier die Daten des Sapphire PC-A9RD480 gegenüber.
| Layout | Sapphire PC-A9RD480 | Asus A8R32-MVP Deluxe | |
|---|---|---|---|
| Features | |||
| Chipsatz | ATi RD480/SB450 | ATi RD580/ULi1575 | |
| Ausbaufähigkeit für Prozessoren |
AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 |
AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 |
|
| HyperTransport-Bus | |||
| 1.600 MHz | Ja | Ja | |
| 2.000 MHz | Ja | Ja | |
| Speichertakt/-typ | |||
| 266 MHz/PC 2100 | Ja | Ja | |
| 333 MHz/PC 2700 | Ja | Ja | |
| 400 MHz/PC 3200 | Ja | Ja | |
| Dual Channel-Modus | verfügbar | verfügbar | |
| Maximaler RAM-Ausbau | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (4 Slots) | |
| Multi-GPU | CrossFire | CrossFire | |
| Onboardgrafik | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | |
| Onboardsound | Realtek ALC880 HD Audio 8 Kanäle |
Realtek ALC882 HD Audio 8 Kanäle |
|
| Steckplätze | 2x PCIe x16 2x PCI |
2x PCIe x16 1x PCIe x1 3x PCI |
|
| WLAN-Fähigkeit | Nein | Nein | |
| HDD-Controller | |||
| ATA 133/100/66 | 4 Geräte | 4 Geräte | |
| Serial ATA | ATi SB450 SATA 150 4 Geräte (RAID 0, 1, JBOD) Silicon Image 3132 SATA 300 2 Geräte (RAID 0, 1, JBOD) |
ULi M1575 SATA 300 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 5, JBOD) Silicon Image 3132 SATA 300 2 Geräte (RAID 0, 1, JBOD) 1x intern, 1x extern |
|
| Verfügbare Anschlüsse | |||
| USB 2.0 | 4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header |
4x über Rear- Panel 4x über Mainboard- Header |
|
| IEEE 1394 Ports | 1x über Rear- Panel 2x über Mainboard- Header |
2x über Mainboard- Header |
|
| LAN | Marvell 88E8052 PCIe (PHY) |
Marvell 88E8001 (PCI) und Marvell 88E8053 (PCIe) Dual Gigabit Ethernet |
|
| Weitere Anschlüsse | 2x PS/2 6x Audio |
1x Parallel 2x PS/2 6x Audio 1x Optical S/PDIF out 1x Coaxial S/PDIF out |
|
| Format | ATX 30x24,4 cm |
ATX 30x24,4 cm |
|
Asus A8R32-MVP Deluxe
- Lieferumfang
- Treiber-CD für das Mainboard
- InterVideo WinDVD-Suite
- User's Manual, engl. Handbuch, ca. 168 Seiten
- 1x Slotblende FireWire400, 2 Ports
- 1x Kombi-Slotblende, zwei USB 2.0-Ports und ein Game-Port
- 1x Serielle-Slotblende, ein Port
- 5x SATA-Datenkabel
- 2x Stromadapter von 4-polig Molex auf 2x SATA
- 1x Stromadapter von 4-polig Molex auf 1x SATA
- 1x IDE-Flachkabel, 80-polig
- 1x IDE-Flachkabel, 40-polig
- 1x Floppy-Flachkabel
- 1x ATX I/O-Blende
Layout
Asus und ein schwarzes PCB? Mal etwas anderes als der sonst hausübliche Farbton, der allerdings auf Technik und Leistungsfähigkeit des Mainboards sowieso keinen Einfluss hat. Einfluss hat aber die Mainboard-Rückseite. Mit „Stack Cool 2“ bezeichnet Asus eine Technik, welche die punktuell entstehende Wärme der Komponenten einfach weitflächig ableitet. Durch die normale Konvektion wird so eine lüfterlose Zusatzkühlung erreicht. Bei Mainboards für Intel-Prozessoren setzt Asus diese Technik bereits seit längerer Zeit erfolgreich ein.
Ohrenfreundlich sind die drei passiven Kühlkörper auf South- und Northbridge, sowie auf den Bauteilen der Spannungsstabilisierung für den Prozessor. Wie von Asus gewohnt finden sich alle Strom-, IDE- und der Floppy-Anschluss an der Außenseite. Der Floppyport ist fast nach ganz unten gewandert, auch dies ist ungewohnt bei Asus. Zusätzlich ist der Portstecker abgewinkelt und somit langen Grafikkarten im zweiten Slot nicht im Weg.
Die obere Grafikkarte ist weit von den RAM-Slots entfernt, so kann der Ein- und Ausbau letzterer auch bei installierter Grafikkarte vorgenommen werden. Eng kann es allerdings mit ausladenden CPU-Kühler werden. Selbst der von uns verwendete Zalman CNPS 7000 ragt über den äußerst linken RAM-Slot hinaus. Die vier SATA-Anschlüsse sind neben der Southbridge platziert, der weitere interne Anschluss von SiI3132 sitzt direkt hinter der ATX-Blende. Dort ist wegen des externen SATA-Anschlusses auch das IC selbst positioniert.
Für einen CMOS-Clear muss ein direkt neben der Batterie sitzender Jumper umgesteckt werden. Unten rechts neben dem BIOS-Baustein befindet sich eine grüne Kontroll-LED, die über anliegende Spannung am Mainboard informiert. Zwischen den beiden PEG-Slots sind zwei Slots Platz, so dass auch Grafikkarten mit Dual-Slot-Kühlung nicht ins Schwitzen kommen. Die Riegel zum Lösen der Grafikkarte aus dem PEG-Slot sind nur von „oben“ zu bedienen, eine sehr gute Lösung!
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
|---|---|---|---|
| 1 | Northbridge | ATi Xpress3200 | ATi [19] |
| 2 | Southbridge | ULi M1575 | ULi [20] |
| 3 | SATA/RAID-Controller | SiI 3132CNU PCIe | Datenblatt (engl. PDF) [21] |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8001 PCI | Marvell [22] |
| 5 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8053 PCIe | Marvell [21] |
| 6 | Soundchip | Realtek ALC882 | Realtek [23] |
| 7 | FireWire 400 | TI TSB43AB22A | Datenblatt (engl. PDF) [24] |
| 8 | Hardware-Monitor, Super-I/O | ITE IT8712F-A | Datenblatt (engl. PDF) [25] |







BIOS
Das BIOS lag in der Version 0201 vor, das ULi-RAID-BIOS trägt die Versionsnummer 1.1F, das des SiI 3132 die 7.2.24.























ACPI-Suspend
Das Asus-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln im BIOS anwählen, zusätzlich gibt es die Einstellung „Auto“. Aus dem Auto-Modus lässt sich der Computer per PS/2-Tastatur oder Ein/Aus-Schalter, aus dem S1-Modus per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufwecken. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich.
Lüftersteuerung
Einen recht guten Ansatz verfolgt Asus bei der Lüftersteuerung „Q-Fan“. Diese erfolgt generell temperaturabhängig. Dabei gibt man eine Start-Temperatur vor, ab welcher der Lüfter arbeiten soll. Die Anfangsgeschwindigkeit ist anhand einer Pulsweitenmodulation von 0-100 auswählbar. Zusätzlich kann die Temperatur vorgegeben werden, ab welcher der CPU-Lüfter mit voller Drehzahl arbeitet.
Ähnliches gilt auch für den CHA1-Fan-Anschluss. Zusätzlich steht hier jedoch eine Off-Temperatur zur Wahl, unterhalb derer der angeschlossene Gehäuselüfter stehen bleibt. Leider hat Asus nicht zu Ende gedacht, denn die anderen beiden am Mainboard anschließbaren Lüfter dürfen völlig ungeregelt ihren Dienst entsprechend lautstark verrichten.
N.O.S.
Die N.O.S.-Funktion (Non-delay Overclocking System, verzögerungsfreies Übertaktungs-System) misst die Systemauslastung und übertaktet das System um einen vorgegebenen Prozentwert. Auf unserem Testsystem lief das allerdings nur bis 107 % stabil. Dies liegt hauptsächlich an der Tatsache, dass diese Funktion sofort nach dem POST (Power On Self -Test) eingreift. Mit 110 % konnten wir zwar Windows booten, bei Test mit Prime95 kam es jedoch zu Fehlern.
Bei zum Beispiel 105 % wird bei Last der HTT auf 210 MHz angehoben, die CPU hat dann einen Takt von 2.520 MHz. Kommt der Prozessor zur Ruhe, wird auch sofort die Übertaktung zurückgenommen. Somit wird der Prozessor tatsächlich nur unter Last übertaktet und nicht ständig, wie es beim herkömmlichen Übertakten der Fall ist.
Es ist sogar möglich Cool'n'Quiet und N.O.S. gleichzeitig zu betreiben. So wird im Idle-Modus die CPU nur mit 1 GHz getaktet, unter Last dann allerdings mit 5 % Übertaktung. Auf dem Asus A8R32-MVP Deluxe erhöht N.O.S. die CPU-Spannung nicht.
AI Overclock
Im Gegensatz zu N.O.S. gelten beim AI Overclock ständig die erhöhten Werte. Selbst bei aktiviertem Cool'n'Quiet wird zwar der Multiplikator auf 5x gestellt, der HTT bleibt aber erhöht. Auch hier wird die CPU-Spannung nicht angehoben. Genau wie beim N.O.S. gelang es uns nicht, das System mit mehr als 7 % Übertaktung stabil zu betreiben.
Crashfree BIOS
Sollten diese Übertaktungs-Versuche fehlschlagen, kommt die große Stärke der Asus-Platinen zum Vorschein. Wenn der Rechner nicht mehr ordnungsgemäß bootet, reicht es den Netzschalter am Netzteil auszuschalten oder den Stecker zu ziehen. Beim nächsten Hochfahren werden automatisch Standardwerte geladen, die es erlauben, das BIOS aufzurufen. Asus nennt diese Funktion „Crashfree BIOS“.
Auch missglücktes Flashen des BIOS' lässt sich wieder reparieren, indem beim Booten entweder die Mainboard-CD oder eine mit einem BIOS versehene Diskette eingeschoben werden. Das Notsystem greift automatisch auf diese zu und flasht dann das dort gespeicherte BIOS.
Wer sein BIOS regulär nicht unter Windows flashen möchte, kann dies auch per „Alt-F2“-Tastenkombination beim Booten tun. Nötig ist dazu noch eine Diskette mit der aktualisierten BIOS-Version, die geflasht werden soll. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig.
AI NET 2
AI NET 2 ist eigentlich keine Erfindung von Asus (sondern von Marvell, deren Netzwerk-ICs auf dem A8R32-MVP Deluxe eingesetzt sind). Wird die Funktion im BIOS aktiviert, überprüft der zweite Marvell-Chip, sofern er aktiviert ist, ob ein Kabel angeschlossen ist und alles innerhalb normaler Parameter arbeitet. Dabei wird sogar die Entfernung zum Fehler bei bis zu 100 Metern Kabellänge auf einen Meter genau ausgegeben. Für den Heimgebrauch meistens nicht so wichtig, für Administratoren jedoch eine echte Arbeitserleichterung.
PEG Link Mode
PEG steht für „PCI Express Graphics“ und Asus hat hier eine weitere Overclocking-Möglichkeit in das BIOS eingebaut. Das BIOS bietet fünf Einstellmöglichkeiten. Leider wird die Grafikkarte bereits im 2D-Modus unnötig übertaktet. Anhand der verwendeten 6800 GT zeigen wir die mit RivaTuner gemessenen Frequenzen:
| Einstellung | GPU-Kern Frequenz |
GPU-Speicher Frequenz |
|---|---|---|
| Disabled | 351 | 1002 |
| Auto | 351 | 1002 |
| Normal | 358 | 1023 |
| Fast | 358 | 1023 |
| Faster | 358 | 1023 |
Software
Nach dem Autostart der beiliegenden Treiber-CD stellt die Asus-Anwendung dem Benutzer eine automatische oder manuelle Treiberinstallation zur Verfügung. Die zusätzliche Hersteller-Software kann ebenfalls automatisch installiert werden.
Asus Update
Mit „Asus Update“ kann man sich per Internet mit einem BIOS-Update für das Mainboard versorgen und dieses auch gleich unter Windows im laufenden Betrieb einspielen. Zu Asus Update gehört noch „MyLogo“, mit dem das Vollbild-Logo, das normalerweise beim Einschalten während des POST gezeigt wird, mit einem eigenen Logo ausgetauscht werden kann. Dazu befinden sich auf der CD bereits einige fertige Vorlagen.
Asus PC Probe II
„Asus PC Probe“ ist ein Hardware-Überwachungstool, das jetzt in der zweiten Ausführung vorliegt. Neben der Anzeige der Spannungen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen beherbergt das Programm einen DMI-, PCI- und WMI-Browser. Diese geben genaue Auskunft über die verbaute Hardware und die benötigten Ressourcen.
Testsystem
- Prozessor
- AMD Athlon 64 4000+ [12]
- CPU-Kühler
- AMD Boxed-Kühler
- Zalman CNPS7000B Cu [26]
- Motherboard
- Asus A8R32-MVP Deluxe
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB OCZ PC3200 EL Platinum Rev. 2 [27]
- Grafikkarte
- MSI NX6800GT T2D256E
- Sapphire X850 CrossFire-Edition
- Sapphire X850XT
- Peripherie
- Samsung P80SD SATA II, 80 GB (1x System, 3x RAID)
- Pioneer DVD-ROM DVD-105
- Iomega 250 GB USB 2.0 / FireWire 400/800 extern
- Sonstiges
- Avance B031 Gehäuse [28]
- Tagan TG480-U22-2Force-Netzteil, 480 Watt
- Noiseblocker S2 Ultra-Silent-Fan 80 mm [29] (Drei Stück)
- Software
- Windows XP Professional SP2
- DirectX 9.0c
- Treiber
- ULi Integrated 2.13
- ATi Catalyst 5.13
- nVidia ForceWare 77.72
Benchmarks
- Synthetische Benchmarks
- PCMark05 1.01
- SiSoft Sandra Professional 2005SR2a
- PCI Express-Rückkanal-Bandbreite
- System-Benchmarks
- WorldBench 5
- Schnittstellen
- Netzwerk: NTtttcp
- USB 2.0: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- FireWire 400/800: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- Sound: RightMark Audio Analyzer 5.5
- Controller
- RAID 0: HDTach 3.0.1.0
- RAID 1: HDTach 3.0.1.0
- RAID 5: HDTach 3.0.1.0
- Spiele
- Doom 3 1.3
- Earth 2160 1.2
- FarCry 1.32
- Half-Life 2
- Painkiller 1.64
Alle Benchmarks werden in einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 mit 32 Bit Farbtiefe durchgeführt. Alle Messungen werden unabhängig vom Chipsatz mit nur einer Grafikkarte vorgenommen. Ausnahme bilden die Multi-GPU-Chipsätze, bei denen die Spiele-Benchmarks zusätzlich mit zwei Grafikkarten gemessen werden (auch hier mit einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 und 32 Bit Farbtiefe).
Synthetische Benchmarks
PCMark05
- Offizielle Website:
www.futuremark.com [30]
- Download:
ComputerBase.de [31]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Version 1.01 Professional
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Version 1.01 Professional
Leider müssen wir die Ergebnisse für den PCMark05 schuldig bleiben. Auf Grund einer bisher nicht geklärten Inkompatibilität zwischen Hardware und Benchmark waren keine Messungen möglich. Wir werden uns bemühen, die Werte nach Lösung des Problems nachzureichen.
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Speicher
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
|
Sandra 2005
- Offizielle Website:
www.sisoftware.co.uk [32]
- Download:
ComputerBase.de [33]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Sandra Professional 2005 SR2a
- Arithmetik- und Multimedia-Leistung der CPU, Speichertransferraten
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Sandra Professional 2005 SR2a
Sandra 2005 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
|
Sandra 2005 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
PCI Express-Leistung
Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [34] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt kann man so die Bandbreite des PCIe-Bus' messen.
PCI Express Rückkanal Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
System-Benchmarks
WorldBench
- Offizielle Website:
www.pcworld.com [35]
- Download:
Kein Download möglich
- Kostenpunkt: 249 US-Dollar
- Was benchen wir?
- Version 5
- Kompletter Benchmark-Durchlauf
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Version 5
WorldBench - Gesamt
Angaben in Punkten
|
ACDSee PowerPack 5.0
WorldBench - ACDSee
Angaben in Sekunden
|
Adobe Photoshop 7.0.1
WorldBench - Adobe Photoshop
Angaben in Sekunden
|
Adobe Premiere 6.5
WorldBench - Adobe Premiere
Angaben in Sekunden
|
Nero Express 6.0.0.3
WorldBench - Nero Express
Angaben in Sekunden
|
Discreet 3ds max 5.1
WorldBench - 3ds max (DirectX)
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - 3ds max (OpenGL)
Angaben in Sekunden
|
MS Office XP SP2
WorldBench - MS Office
Angaben in Sekunden
|
MS Media Encoder 9.0
WorldBench - MS Media Encoder
Angaben in Sekunden
|
Mozilla 1.4
WorldBench - Mozilla
Angaben in Sekunden
|
Multitasking
WorldBench - Multitasking
Angaben in Sekunden
|
Musicmatch Jukebox 7.10
WorldBench - MusicMatch Jukebox
Angaben in Sekunden
|
VideoWave Movie Creator 1.5
WorldBench - Roxio Movie Creator
Angaben in Sekunden
|
WinZip 8.1
WorldBench - WinZip
Angaben in Sekunden
|
Schnittstellen
Netzwerk
- Offizielle Website:
www.microsoft.com [36]
- Download:
Kein Download möglich
- Kostenpunkt: 199 US-Dollar oder per MSDN-Mitgliedschaft
- Was benchen wir?
- NTttcp Windows 2000 DDK
- Server: Ntttcps -m 4,0,‹client IP› -a 4 -l 256000 -n 30000
Client (zu testender Rechner): Ntttcpr -m 4,0,‹server IP› -a 4 -l 256000 -n 30000 - Besondere Einstellungen: - keine -
- NTttcp Windows 2000 DDK
Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf nicht vorhandene zweite Controller hin.
Netzwerk - Daten-Durchsatz
Angaben in Megabit pro Sekunde
|
Netzwerk - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
USB
- Offizielle Website:
Simpli Software.com [37]
- Download:
ComputerBase.de [38]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
- Besondere Einstellungen: Long bench (32 MB zones)
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
USB Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
FireWire
FireWire Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Sound
- Offizielle Website:
audio.rightmark.com [39]
- Download:
audio.rightmark.com [40]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Per Loop-Kabel wird die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Per Loop-Kabel wird die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen
| Mainboard | Frequency response (40 Hz bis 15 kHz), dB |
Noise level dB (A) |
Dynamic range dB (A) |
THD % |
IMD % |
Stereo crosstalk dB |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Asus A8N-SLI Premium (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,71 (Durchschnitt) |
-76,2 (Durchschnitt) |
77,1 (Durchschnitt) |
0,035 (Gut) |
0,107 (Durchschnitt) |
-74,8 (Gut) |
| Asus A8N-VM CSM (ADI AD1986A) |
+0,22, -0,39 (Gut) |
-80,2 (Gut) |
79,7 (Durchschnitt) |
0,0051 (Sehr gut) |
0,057 (Gut) |
-79,4 (Sehr gut) |
| Asus A8N32-SLI Deluxe (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,83 (Durchschnitt) |
-62,2 (Schlecht) |
62,3 (Schlecht) |
0,062 (Durchschnitt) |
0,200 (Durchschnitt) |
-64,8 (Durchschnitt) |
| Asus A8R32-MVP Deluxe (Realtek ALC882) | +0,25, -0,33 (Gut) |
-85,7 (Gut) |
85,4 (Gut) |
0,0080 (Sehr gut) |
0,030 (Gut) |
-78,9 (Sehr gut) |
| ATi Xpress 200 CF-Edition (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-88,0 (Gut) |
87,9 (Gut) |
0,0032 (Sehr gut) |
0,018 (Sehr gut) |
-87,5 (Exzellent) |
| Elitegroup KN1 SLI Extreme (Realtek ALC850) |
+0,20, -0,85 (Durchschnitt) |
-74,9 (Durchschnitt) |
74,8 (Durchschnitt) |
0,020 (Gut) |
0,071 (Gut) |
-73,2 (Gut) |
| EPoX 9HEAI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,84 (Durchschnitt) |
-73,8 (Durchschnitt) |
74,3 (Durchschnitt) |
0,021 (Gut) |
0,064 (Gut) |
-74,1 (Gut) |
| EPoX 9NPA+ SLI (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,71 (Durchschnitt) |
-68,9 (Durchschnitt) |
72,9 (Durchschnitt) |
0,032 (Gut) |
0,115 (Durchschnitt) |
-66,7 (Gut) |
| EPoX 9NPA+ Ultra (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,70 (Durchschnitt) |
-74,8 (Durchschnitt) |
77,3 (Durchschnitt) |
0,034 (Gut) |
0,103 (Durchschnitt) |
-71,8 (Gut) |
| Gigabyte GA-K8N51GMF-9 (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,31 (Gut) |
-86,2 (Gut) |
86,0 (Gut) |
0,0074 (Sehr gut) |
0,029 (Gut) |
-78,1 (Sehr gut) |
| Gigabyte GA-K8N51PVMT-9 (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-87,2 (Gut) |
87,0 (Gut) |
0,0063 (Sehr gut) |
0,020 (Gut) |
-78,7 (Sehr gut) |
| Gigabyte GA-K8NXP-SLI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,85 (Durchschnitt) |
-73,6 (Durchschnitt) |
73,2 (Durchschnitt) |
0,020 (Gut) |
0,064 (Gut) |
-75,0 (Durchschnitt) |
| Gigabyte GA-K8N Pro-SLI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,84 (Durchschnitt) |
-74,2 (Durchschnitt) |
72,4 (Durchschnitt) |
0,032 (Gut) |
0,077 (Gut) |
-74,3 (Gut) |
| MSI K8N Diamond (Creative CA0106) |
+0,08, -0,23 (Sehr Gut) |
-99,8 (Exzellent) |
91,2 ( Sehr gut) |
0,0067 (Sehr gut) |
0,014 (Sehr gut) |
-99,9 (Exzellent) |
| MSI K8N Diamond Plus (Creative CA0106) |
+0,08, -0,21 (Sehr Gut) |
-95,5 (Exzellent) |
90,7 ( Sehr gut) |
0,0073 (Sehr gut) |
0,034 (Gut) |
-94,5 (Exzellent) |
| Sapphire PC-A9RD480 (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-86,5 (Gut) |
86,0 (Gut) |
0,0053 (Sehr gut) |
0,021 (Gut) |
-84,8 (Sehr gut) |
| Sapphire PI-A9RX480 (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-86,6 (Gut) |
86,3 (Gut) |
0,0041 (Sehr gut) |
0,024 (Gut) |
-84,9 (Sehr gut) |
Controller
- Offizielle Website:
Simpli Software.com [36]
- Download:
ComputerBase.de [37]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
- Besondere Einstellungen: Long bench (32 MB zones), nur Lesen
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf nicht vorhandene zweite Controller hin oder auf das Fehlen der technischen Möglichkeit, den entsprechenden Modus auszuführen.
Durch den eSATA-Anschluss („SATA on the go“), an den kein normales SATA-Kabel passt, lässt sich nur eine HDD am internen Anschluss des zweiten Controllers betreiben. Somit waren uns keine RAID-Messungen am zweiten Controller möglich.
RAID 0
RAID 0 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 1
RAID 1 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 5
RAID 5 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Spiele
Doom 3
Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert.
- Offizielle Website:
idsoftware.com [41]
- Download:
Doom3.com [42] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.3
- Besondere Einstellungen: Precache time: 1000, Graphics settings: High details, Demo: Run default demo.
- Version 1.3
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Doom 3 Multi-GPU
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Earth 2160
Mal kein Ego-Shooter, der die Grafikkarte belastet, sondern Echtzeit-Strategie. Reichlich Licht- und Schatten-Effekte, schicke Explosionen und detaillierte Gelände-, Fahrzeug- und Gebäude-Modelle müssen hier dargestellt werden. Earth 2160 wird zur Zeit nicht von SLI unterstützt.
- Offizielle Website:
Earth2160.com [43]
- Download: noch keine Demo veröffentlicht
- Kostenpunkt: kostenlose Presse-Version des Herstellers
- Was benchen wir?
- Version 1.2
- Eingebaute Timedemo
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details
- Version 1.2
Earth 2160
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Earth 2160 Multi-GPU
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Farcry
Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Die Cry-Engine ist die dritte im Bunde der Top-Grafik-Engines aus dem Jahr 2004, die bisher kaum an Aktualität verloren haben.
- Offizielle Website:
FarCry.de [44]
- Download:
Farcry-theGame.com [45] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.32
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Fort-Demo.
- Version 1.32
Farcry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Farcry Multi-GPU
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2
Neben Doom3 und FarCry war Half-Life2 wohl das Spiel des Jahres 2004 mit der aufwändigsten Grafikengine. Riesige, mit prachtvollen Effekten versehene Außen- und Innenlevel belasten Grafikkarten dank der Source-Engine.
- Offizielle Website:
Half-Life2.com [46]
- Download: ATi.com [47]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- canals_08-Demo von Anandtech
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Reflect world.
- canals_08-Demo von Anandtech
Half-Life 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2 Multi-GPU
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller
Mit reichlich Polygonen wird die Grafikkarte zur Arbeit bewegt, dazu kommen viele Shader-Effekte in detaillierten Spiele-Leveln. Das aus Polen stammende Spiel stammt ebenfalls aus dem Jahr 2004.
- Offizielle Website:
Painkiller.com [48]
- Download: nVidia [49]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.64
- Level: City on the Water
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details.
- Version 1.64
Painkiller
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller Multi-GPU
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Lautstärke
Auch die Lautstärke spielt eine immer größere Rolle beim Arbeiten am PC. Leistungshungrige Prozessoren und Grafikkarten wollen gekühlt werden und auch die Chipsätze der Mainboards werden immer komplexer und produzieren damit zumeist auch mehr Wärme.
Diese Wärme wird in der Regel per aktiver Luftkühlung abtransportiert, was meistens mit einer mehr oder weniger großen Schallerzeugung verbunden ist. Genau dieser Schall wird von uns mit einem handelsüblichen Dezibel-Messgerät aufgezeichnet – wie üblich im Abstand von 40 cm. Dazu messen wir nur das Mainboard ohne alle anderen Schallquellen wie Laufwerke oder CPU-Lüfter.
Zusätzlich wird die System-Lautstärke (also alle Komponenten) bei geöffnetem Gehäuse im Idle-Modus unter dem Windows-Desktop gemessen. Dabei führen wir diese Messungen mit dem Zalman CNPS7000Cu durch. Auf die bisherigen Messungen bei geschlossenem Gehäuse verzichten wir.
Um die Übersichtlichkeit beim Diagramm der Mainboard-Lautstärke zu erhöhen, führen wir die „lautlosen“ Mainboards, also solche mit komplett passiver Kühlung, nicht mehr auf. Wird ein Mainboard im Diagramm vermisst, dann handelt es sich um ein passiv gekühltes Modell.
Lautstärke - Mainboard
Angaben in Dezibel
|
Lautstärke - System offen (Zalman)
Angaben in Dezibel
|
Stromaufnahme
Ab sofort verzichten wir auf die wenig aussagekräftigen Temperaturmessungen und messen dafür die Stromaufnahme. Zum Einen im Idle-Modus auf dem Windows-Desktop, zum Anderen unter Last, erzeugt durch Prime95 und 3DMark05. Bei beiden Messungen kommt nur eine Grafikkarte zum Einsatz. Wir geben die gesamte Stromaufnahme des Systems an (ohne Monitor!).
Stromaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Overclocking
Trotz der durchweg hohen Leistungsfähigkeit der AMD-Athlon-64-Prozessoren ist das Thema Overclocking (OC) sehr beliebt. Immer mehr Hersteller bieten im BIOS oder per Software unter Windows die Möglichkeit, das System in verschiedenen Stufen zu übertakten. Die Möglichkeiten des Asus A8R32-MVP Deluxe zeigt die nachfolgende Tabelle.
| Option | Asus A8R32-MVP Deluxe | |
|---|---|---|
| AI Overclocking | Manual, Auto, Standard, OC Profile, AI N.O.S. | |
| Overclock Profile | 3, 5, 10, 15, 20, 30 Prozent | |
| N.O.S. Option | 3, 5, 7, 10, 15, 20 Prozent | |
| CPU Frequency | 200 bis 400 MHz in 1er-Schritten | |
| PCIE Frequency | 100 bis 150 MHz in 1er-Schritten | |
| Processor Frequency Multiplier | Auto, x4 bis x12 in 0,5er-Schritten | |
| Processor Voltage | Auto, 0,800 bis 1,450 V, in 0,025-Volt-Schritten | |
| DDR Voltage | Auto, 2,60 bis 3,20 V, in 0,05-Volt-Schritten | |
| VCore Over-voltage | Disable, +100 mV, +200 mV | |
| NB Core Voltage | Disable, Auto, 1,2 bis 1,5 V in 0,1-Volt-Schritten | |
| HyperTransport Bus Voltage | Disable, Auto, 1,2 bis 1,5 V in 0,1-Volt-Schritten | |
| PCI-Express Voltage | Disable, Auto, 1,2 bis 1,5 V in 0,1-Volt-Schritten | |
| SB Over-voltage | Disable, Enable, Auto | |
| PEG Link Mode | Disable, Auto, Normal, Fast, Faster | |
| DDR Clock Skew, Bank A+B | Auto, -0,900 bis +0,900 ps, in 150-ps-Schritten ps=Picosekunde |
|
| Memclock Value | Auto, 100, 133, 166, 183, 200, 216, 233, 250 MHz |
|
| CAS# Latency (CL) | Auto, 1,5, 2,0, 2,5, 3,0 | |
| TRAS | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| TRP | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | |
| TRCD | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | |
| TRRD | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| TRC | Auto, 7 bis 22 in 1er-Schritten | |
| TRFC | Auto, 9 bis 24 in 1er-Schritten | |
| TRWT | Auto, 1 bis 6 in 1er-Schritten | |
| TREF | Auto, 3,9, 7,8, 15,6 µs | |


Die mit Prozessoren ab der Revision „E4“ möglichen erweiterten RAM-Takt-Einstellungen führten zu folgendem Ergebnis:
| Takt-Vorgabe | tatsächlicher Takt | POST-Anzeige |
|---|---|---|
| 166 MHz | 160 MHz | 333 MHz |
| 183 MHz | 172 MHz | Unknown |
| 216 MHz | 219 MHz | 433 MHz |
| 233 MHz | 219 MHz | 466 MHz |
| 250 MHz | 241 MHz | 500 MHz |
Nach der Auflistung der Möglichkeiten zum Overclocken haben wir auch eingeschränkte Versuche zum Übertakten unternommen. Wir wollen hier keine Rekorde aufstellen, wir wollen lediglich die OC-Möglichkeiten aufzeigen und mit Screenshots von CPU-Z dokumentieren. Die maximal erreichte Höhe des Referenztaktes dient uns dabei als Vergleichswert zwischen den getesteten Mainboards. Wir geben diesen Wert im Diagramm an. Die CPU-Spannung wurde auf 1,45 Volt, die des RAMs auf 2,8 Volt angehoben. Die maximal stabile Prozessorfrequenz haben wir bei 2.700 MHz erreicht, darüber meldet Prime95 Fehler. Die RAM-Timings bleiben unangetastet.
Nun erhöhen wir den Referenztakt erst in 5-MHz-Schritten, bis die Grenzen des Mainboards erreicht sind. Danach wird in 1-MHz-Schritten der höchste Wert ermittelt. Natürlich wird dazu der Multiplikator der CPU, die Geschwindigkeit des HT-Link und der RAM-Takt gesenkt. Überprüft wird die Systemstabilität mit Prime95, das recht empfindlich auf zu hoch getaktete Systeme reagiert.
Die nachstehend gezeigten OC-Ergebnisse wurden mit folgenden Einstellungen erreicht:
- HTT auf 3x200 MHz
- RAM-Takt auf 100 MHz
- CPU-Multiplikator auf 6x



OC - Referenztakt
Angaben in MHz
|
Ranking
Zu guter Letzt wollen wir die Ergebnisse der Benchmarks in unseren Rankings zusammenführen. So lässt sich recht einfach ein Überblick darüber gewinnen, in welchem Bereich welches Mainboard Stärken oder Schwächen zeigt.
In das Performance-Rating fließen die Ergebnisse von Worldbench, Sandra 2005, PCMark05 und allen Spiele ohne den Multi-GPU-Modus ein.
Auf Grund der Probleme mit dem PCMark05 fällt das Asus A8R32-MVP Deluxe weit ab. Lässt man diese Ergebnisse unberücksichtigt, reiht sich das Asus-Board im Mittelfeld mit 98,2 Prozent ein.
Performance-Rating
Angaben in Prozent
|
Das Schnittstellen-Rating setzt sich aus den Werten der Messungen der PCI Express-Leistung, Netzwerk-, USB-, FireWire-Anschlüsse, sowie den Ergebnissen der Controller im RAID-0- und RAID-1-Modus zusammen. Die CPU-Last bleibt dabei unberücksichtigt.
Schnittstellen-Rating
Angaben in Prozent
|
Schlechter ausgestattete Mainboards haben hier natürlich Nachteile. Die Platzierung wird daher im nächsten Diagramm ausstattungsbereinigt angegeben.
Schnittstellen-Rating (Ausstattungsbereinigt)
Angaben in Prozent
|
Im letzten Rating kommen die Werte der Spiele im Multi-GPU-Modus zur Bewertung. Mainboards ohne Multi-GPU-Technik werden nicht aufgeführt. Bei den SLI-Boards kommen zwei GeForce 6800 GT, bei CrossFire-Boards zwei X850 XT zum Einsatz.
Multi-GPU-Rating
Angaben in Prozent
|
Fazit
Gute Arbeit, ATi! Und ebenfalls gute Arbeit, Asus! Selbst in der Standardauflösung von 1280x1024 Punkten ist es dem A8R32-MVP Deluxe vergönnt, die Performance-Krone im Multi-GPU-Ranking für sich zu erlangen. Das Mainboard selbst ist – wie von Asus gewöhnt – klar strukturiert und funktioniert reibungslos. Die passive Kühlung ist sehr löblich, entstehen so beim Betrieb doch keinerlei Geräusche auf dem Mainboard.
Bei der Lüftersteuerung patzt aber auch Asus, denn nur der CPU-Kühler und ein Gehäuselüfter lassen sich regeln. Dass Asus auf die ULi M1575 Southbridge setzt, ist eine gute Wahl. Im Gegensatz zur SB450-Southbridge von ATi bietet ULi zwei GigaBit-LAN-Anschlüsse und hat auch die volle USB-2.0-Hi-Speed-Geschwindigkeit mit an Bord. Es wird für ATi Zeit, die hauseigene SB600 auf den Markt zu bringen.
Für Enthusiasten ist das A8R32-MVP Deluxe sicher einen genauen Blick wert. Höchste Leistung mit den zur Zeit schnellsten Grafikkarten auf dem Markt wird versprochen und auch bei der generellen Leistung braucht sich das Mainboard nicht zu verstecken. Vor allem die Schnittstellen zeigen sehr gute Leistungen und so kann das Asus-Mainboard sich auch hier die Leistungskrone (ausstattungsbereinigt) aufsetzen.
Ganz klar bietet ATi zur Zeit die bessere x16-Technologie, denn es gibt nicht wie bei nVidia einen Flaschenhals zwischen den beiden x16-Chips in Form des HT-Links. Auch der Herstellungsprozess mit 0,11 µm ist moderner, benötigt damit weniger Platz und weniger Strom. Nur mit dem Übertakten wollte es bei uns nicht für die Spitze reichen. Dies mag am BIOS liegen, das für Experten theoretisch reichlich Einstellungsmöglichkeiten bietet.
Das Asus A8R32-MVP Deluxe ist bereits erhältlich, Geizhals.at listet es für etwa 170 Euro [50].
Kommen wir noch zu einem abschließenden Hinweis in eigener Sache. In einem weiteren Artikel werden wir uns ausschließlich der Grafikkraft der zwei auf dem Markt erhältlichen x32-Chipsätze widmen. Während im Alltag wenige Unterschiede auszumachen sind, wollen gerade die Enthusiasten wissen, ob unter Höchstlast zwei x8-Lanes langsamer als zwei x16-Lanes sind und wenn ja, um wieviel langsamer. Wir wollen mit einigen SLI- und CrossFire-Karten prüfen, welche Lösung besser skaliert und welche Technik die bessere Qualität liefert. Alle Interessierten sollten also in naher Zukunft öfter einmal bei uns vorbei sehen.








