Einleitung
Das MSI K8N Diamond Plus ist in Japan und den USA bereits seit längerem erhältlich und nach seiner Vorstellung im Januar [1] hat es einige Zeit später auch seinen Weg nach Deutschland gefunden. MSI stellte uns ein Testmuster zur Verfügung. Als Kontrahent kommt ein Mainboard von Elitegroup und damit das erste Mainboard dieses Herstellers, das wir einem Test unterziehen, zum Einsatz. Während das Elitegroup KN1 SLI Extreme noch auf dem nForce 4 SLI basiert, ist das MSI K8N Diamond Plus das zweite Mainboard in unserem Testlabor, das mit dem neueren nForce 4 SLI X16 ausgestattet ist.
Gerade Spiele-Enthusiasten, die das letzte Quentchen Leistung aus ihren Grafikkarten quetschen wollen, sollen aus der X16-Technologie Vorteile ziehen können. Dass dies erst bei Auflösungen von 1600x1200 und eingeschaltetem AA und AF messbar wird, sollte vorab klar sein. Bei der „normalen“ TFT-Auflösung von 1280x1024 ergeben sich so kleine Unterschiede, die wohl kaum den deutlichen Mehrpreis des X16-Chipsatzes gegenüber dem normalen SLI-Chipsatz rechtfertigen. Hier sind die Benutzer eines guten alten Röhren-Monitors in der passenden Größe eindeutig im Vorteil, sind sie doch nicht strikt auf bestimmte Auflösungen beschränkt.
Doch genug der Theorie und der Marketing-Versprechen der Hersteller, wenden wir uns den Kandidaten zu. MSI platziert das Diamond Plus als Top-Board für den Sockel 939. ECS Elitegroup ist eher für günstige und teilweise sehr flexible Mainboards bekannt. Wie sich die beiden in unseren Benchmark-Parcours beweisen, zeigen die nächsten Seiten.
Lesezeichen
Neben dem Vergleich der verschiedenen Chipsätze für den Sockel 939, der einen Überblick über die Ausstattung und Leistungsfähigkeit gewährt, sind auch die Grundlagen zum verwendeten Prozessor von AMD und die Anleitung für das sehr interessante Cool'n'Quiet-Feature der Athlon 64-Prozessoren lesenswert. Passend dazu sind der Energieverbrauch der Prozessoren und die Grundlagen von PCI Express einen Blick wert.
- Sapphire PC-A9RD480 CrossFire [2]
- nForce 410/430 mit GeForce 6100/6150 [3]
- EPoX 9NPA+ Ultra/SLI und Sapphire PI A9RX480 [4]
- Asus A8N32-SLI Deluxe [5]
- ATi Xpress 200 CrossFire Edition [6]
- nVidia nForce 4 SLI vs. VIA K8T890 [7]
- Dreimal nForce 4 SLI [8]
- Sockel 939: ATi vs. nVidia vs. VIA [9]
- EPoX EP-8KDA3+ (Sockel 754) [10]
- MSI K8T Neo-FIS2R vs. Shuttle AN50R (Sockel 754) [11]
- Asus SK8N vs. MSI K8T Master1-FAR (Sockel 940) [12]
- Athlon 64 FX-55 und 4000+ [13]
- AMD Athlon 64 3500+ und 3800+ [14]
- Athlon 64 FX-51 und Athlon 64 3200+ (Grundlagen AMD Athlon 64) [15]
- Athlon 64 mit Cool'n'Quiet (Anleitung) [16]
- Energieverbrauch aktueller Prozessoren [17]
- PCI Express - Die Grundlagen [18]
Die Probanden
Zuerst wollen wir wieder einen Überblick über die Ausstattung des getesteten Mainboards geben.
Elitegroup KN1 SLI Extreme
Der Karton des KN1 SLI Extreme ist auffallend dick, denn das Zubehör liegt nicht wie gewohnt lose im Karton, sondern befindet sich in einer extra Pappschachtel. Bemerkenswert ist auch die FireWire/USB-Slotblende, die sich per beiliegendem Kunststoffhalter auch als Einbau-Gerät für den externen 3,5"-Schacht (Floppy-Schacht) eignet.
- Lieferumfang
- Treiber-CD für Mainboard
- Software-CD
- User's Manual, engl. Handbuch, ca. 73 Seiten
- 1x SLI-Bridge
- 1x Slotblenden-Halter für SLI-Bridge
- 1x Slotblende FireWire400 und USB 2.0, je 2 Ports
- 1x Slotblende Parallel-Port
- 1x Slotblende eSATA, 1 Port
- 1x Top-Hat Flash BIOS
- 1x KS-Halter für FireWire und USB-Ports, 3,5"
- 4x SATA-Datenkabel
- 1x Stromadapter von 4-polig Molex auf 2x SATA
- 1x Cat5 Cross-Over-Netzwerkkabel
- 2x IDE-Flachkabel, 80-polig
- 1x Floppy-Flachkabel
- 1x ATX I/O-Blende
Layout
Neben der besonderen Farbgebung durch das violette PCB des Mainboards fallen die großen freien Flächen auf. Sowohl zwischen den beiden PEG-Slots als auch unten rechts, wo ECS ein Schild aufgeklebt hat, finden sich keine Bauteile. Die beiden PEG-SLots haben zwei Slots Abstand, so dass es beim Betrieb von zwei Grafikkarten nicht so schnell zu Temperaturproblemen kommen sollte. Direkt über dem oberen PEG-Slot befindet sich ein vier-poliger Laufwerkstecker, der für eine bessere Stromversorgung der Grafikkarten sorgt.
Die Drei-Phasen-Spannungsstabilisierung des Prozessors ist zwar nicht mit Kühlkörpern versehen, allerdings befindet sich in der ATX-Blende ein kleiner Airduct. Dieser ist mit einem nicht gerade leisen Mini-Lüfter versehen und saugt die erwärmte Luft aus dem Gehäuse heraus. Auch der Chipsatz ist aktiv gekühlt. Damit sind zwei der fünf Lüfteranschlüsse bereits belegt. Befindet sich im oberen Slot eine Grafikkarte, ist der Ein- oder Ausbau von RAM-Riegeln nicht möglich.
Der Haupt-Stromanschluss sowie die Floppy- und IDE-Anschlüsse befinden sich oben am rechten Rand. Die SATA-Anschlüsse sind neben dem Chipsatz platziert. Alle Anschlüsse sind farblich codiert, so fällt das Anschließen der Kabel leicht. Ganz oben rechts befindet sich eine Kontroll-LED, die von ECS als Anti-Burn-LED bezeichnet wird. Sie gibt über eine am Mainboard anliegende Spannung Auskunft.
Der PCIe-x1-Slot und die drei PCI-Slots weisen jeweils eine blaue LED auf, die bei eiinem nicht belegten Slot blinkt. Für Modder, die per Window im Seitenteil Einblick in das Innere ihres Rechners gewähren, möglicherweise interessant. Eine Umschaltplatine für SLI zwischen den PEG-Slots gibt es übrigens nicht, die SLI-Funktion wird ausschließlich über den nVidia-ForceWare-Treiber geregelt. Einen negativen Punkt in Sachen SLI gibt es: Direkt links am unteren PEG-Slot sind zwei Kondensatoren platziert. Beim Testaufbau kam es zu kleinen Problemen beim Einstecken der zweiten Grafikkarte, da diese auf die Kondensatoren drückte. Erst vorsichtiges Wegbiegen sorgte hier für Abhilfe.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
|---|---|---|---|
| 1 | Chipsatz | nVidia nForce 4 SLI | nVidia [19] |
| 2 | SATA/RAID-Controller | SiI 3132CNU PCIe | Datenblatt (engl. PDF) [20] |
| 3 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E1111 PCIe | Marvell [21] |
| 4 | 10/100-Netzwerk | Realtek RTL8100C PCI | Datenblatt (engl. PDF) [22] |
| 5 | Soundchip | Realtek ALC850 | Datenblatt (engl. PDF) [23] |
| 6 | FireWire 400 | TI TSB43AB22A PCI | Datenblatt (engl. PDF) [24] |
| 7 | Hardware-Monitor, Super-I/O | ITE IT8712F-A | Datenblatt (engl. PDF) [25] |
BIOS
Das BIOS lag in der Version 1.1a vor. Das nVidia Media-Shield-BIOS trug die Versionsnummer 5.50, das des SiI 3132 die 7.2.14.
ACPI-Suspend
Das Elitegroup-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln oder zusammen im BIOS anwählen. Aus dem S1-Modus lässt sich der Rechner per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufwecken. Um den Rechner aus dem S3-Modus oder dem Kombi-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich.
Lüftersteuerung
Fehlanzeige, mehr kann man dazu nicht sagen. Leider haben die Ingenieure bei Elitegroup auf die Implementierung verzichtet. In der heutigen Zeit fast schon eine Schande. Alle angeschlossenen Lüfter können völlig ungeregelt ihren Lärmpegel verbreiten. Schon allein aufgrund dieser Tatsache hat sich das KN1 SLI Extreme eine deutliche Abwertung eingehandelt.
BIOS flashen
Elitegroup bietet zwei Möglichkeiten für ein BIOS-Update an: Zum Einen kann man per Boot-Diskette das System starten und per Hand mit einem DOS-Programm das BIOS flashen. Die zweite Möglichkeit besteht unter Windows mit dem „Live Update“-Programm per Mausklick. Sollte man beim Übertakten einen zu hohen Wert eingestellt haben, so erkennt das BIOS dies und startet in einer Art abgesichertem Modus. So kann man in aller Ruhe die zu hohen Einstellungen wieder rückgängig machen.
Sollte das nichts helfen, kommt das „Top Hat Flash BIOS“ zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen BIOS-Baustein in einem Spezial-Sockel. Dieser wird einfach auf das auf dem Mainboard vorhandene BIOS gesteckt und überbrückt dieses. Somit kann man den Rechner mit Standard-Werten starten. Läuft der PC, wird das Top Hat Flash BIOS einfach wieder abgezogen und der normale BIOS-Baustein kann wieder passend geflasht werden.
Software
Die Installation der notwendigen Treiber geschieht per Autostart der beiliegenden CD nach einem Mausklick auf „Setup“. Die Treiber können dabei einzeln ausgewählt werden. Auch gibt das Setup-Programm vorab eine Auskunft über die jeweilige Version des Treibers aus. Leider liegt nur der AMD-CPU-Treiber für Cool & Quiet auch in einer 64-Bit-Version bei. Auf der zweiten CD sind verschiedene Programme enthalten. Neben einem Datenrettungsprogramm findet sich ein Software-Player, eine Fernwartungs-Software, ein VoIP-Programm sowie ein Dreier-Pack von Intervideo-Software im Paket.
WinFlash
Per WinFlash lässt sich unter Windows das BIOS des Mainboards flashen. Dazu muss der Benutzer das neue BIOS vorher aus dem Internet herunter laden.
MediaRing Dialer
Mit diesem Programm kamm man per VoIP kostenpflichtig vom PC aus in das Festnetz telefonieren. Als Demo kann man zum Beispiel kostenfrei bei der Wettervorhersage in Singapur anrufen.

MSI K8N Diamond Plus
Sofort fallen beim MSI die beiliegenden Disketten mit Treibern für die SATA/RAID-Controller positiv auf. So kann man auch ohne einen zweiten PC direkt mit der Installation von Windows beginnen. Ebenfalls interessant ist das „D-Bracket 2“, das über die LEDs beim Booten den Status des PC anzeigt.
- Lieferumfang
- Treiber-Diskette für nVidia-RAID- und SATA-Controller
- Treiber-Diskette für SiI-RAID- und SATA-Controller
- Treiber-CD für Mainboard
- Treiber-CD für Creative SoundBlaster Audigy SE
- User's Manual, engl. Handbuch, ca. 159 Seiten
- Quick-Guide, doppelseitige A3-Hochglanz-Beschreibung des Mainboards
- 1x SLI-Bridge
- 1x Slotblenden-Halter für SLI-Bridge
- 1x Slotblende FireWire400, 2 Ports
- 1x USB-Slotblende „D-Bracket 2“ mit vier Status-LEDs, zwei USB 2.0-Ports
- 4x SATA-Datenkabel
- 2x Stromadapter von 4-polig Molex auf 2x SATA
- 1x IDE-Rundkabel, 80-polig
- 1x Floppy-Rundkabel
- 1x ATX I/O-Blende
Layout
Die Heatpipe-Kühlung der North- und Southbridge fällt natürlich sofort ins Auge. Der Wärmetauscher ragt recht hoch auf und so mag es bei exotischen CPU-Kühlern zu Platzproblemen kommen. Völlig unverständlich ist die falsche farbliche Codierung der RAM-Slots. Anders, als es die Farben suggerieren, müssen für den Dual-Channel-Modus die beiden linken Slots belegt werden. Auch an die Benutzer von RAM-Modulen mit hoher Spannung hat MSI gedacht, so findet sich ein Boost-Jumper unterhalb der RAM-Slots, mit dem die RAM-Spannung auf 3,3 bis 4,1 Volt erhöht werden kann. Allerdings ist der Jumper versiegelt. Wer ihn benutzt, der verliert die Garantie! Fragwürdige Geschäftspraktiken, fällt uns dazu nur ein.
Auch bei eingebauter Grafikkarte lassen sich die RAM-Riegel austauschen. Steckt im unteren PEG-Slot eine sehr lange Grafikkarte, kann es mit den rechts positionierten sechs SATA-Anschlüssen eng werden. Der 24-polige Stromanschluss, der Floppy- und die IDE-Anschlüsse befinden sich am rechten Rand. Interessant ist der 8-polige EPS-Stecker links neben dem CPU-Sockel. MSI legt keinen Adapter bei und schweigt sich über den Betrieb mit nur einem 4-poligen Stecker aus. Zusätzlich werden auch noch die beiden PEG-Slots über einen 4-poligen Standard-Laufwerk-Stecker mit Strom versorgt.
Während die Drei-Phasen-Spannungsstabilisierung der CPU ohne jede Kühlung auskommen muss, sind die South- und Northbridge per Heatpipe gekühlt. Im Gegensatz zur komplett passiven Kühlung beim Asus A8N32 SLI Deluxe (Test [4]) verpasst MSI dem Wärmetauscher einen kleinen 40-mm-Lüfter, der vom Mainboard gesteuert wird und so recht leise bleibt. Um die Temperatur der Grafikkarten niedrig zu halten, lässt MSI jetzt ebenfalls zwei Slots Platz zwischen den beiden PEG-Slots. Grafikkarten werden in den Slots nur festgeklemmt, so entfällt bei der Demontage der Karte das lästige Öffnen der Slot-Verriegelung am Mainboard. Für einen CMOS-Clear braucht man nur einen Taster neben der BIOS-Batterie drücken.
Einige Worte wollen wir noch zur OnBoard-Soundkarte in Form der Creative SoundBlaster Audigy SE verlieren. Die Bezeichnung ist völlig irreführend, denn es handelt sich nicht um einen EMU10K2-Chip wie bei den „echten“ Audigy-Karten, sondern im Endeffekt um den gleichen Chip wie bei der Creative SoundBlaster Live! 24 Bit. Auch die beiliegende Treiber-CD ist mit SoundBlaster Live! 24 Bit betitelt. Die scheinbar einzige Änderung gegenüber dem auf dem MSI K8N Diamond verbauten Chip ist die nicht mehr nötige (-5)-Volt-Spannung. Hier betreiben Creative und MSI augenscheinlich Kundenfang mit dem bekannten Namen „Audigy“.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
|---|---|---|---|
| 1 | Northbridge | nVidia C51D | nVidia [18] |
| 2 | Southbridge | nVidia nForce 4 SLI | nVidia [26] |
| 3 | SATA/RAID-Controller | SiI 3132CNU PCIe | Datenblatt (engl. PDF) [19] |
| 4 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8053 PCIe | Marvell [20] |
| 5 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E1115 PCIe | Marvell [20] |
| 6 | Soundchip | Creative SB Audigy SE | Creative [27] |
| 7 | FireWire 400 | VIA VT6306 PCI | VIA [28] |
| 8 | Hardware-Monitor, Super-I/O | Winbond W83627THF | Dokumentation (engl. PDF) [29] |
BIOS
Das BIOS lag in der Version 1.12 vor. Das nVidia Media-Shield-BIOS trägt die Versionsnummer 5.27, das des SiI 3132 die 7.2.32.
Dynamic Overclocking Technologie D.O.T.
Neben dem Übertakten per Hand kann man das K8N auch automatisch übertakten lassen. Man gibt einfach einen bestimmten Prozentwert vor, um den übertaktet werden soll. Wird das System dann belastet, schaltet D.O.T. automatisch den Takt um den gewünschten Wert nach oben. Die Prozentsätze hat MSI mit Militärrängen bezeichnet:
| Bezeichnung | CPU-Takt-Erhöhung |
|---|---|
| Disabled | 0 Prozent |
| Private | 1 Prozent |
| Sergeant | 3 Prozent |
| Captain | 5 Prozent |
| Colonel | 7 Prozent |
| General | 10 Prozent |
| Commander | 15 Prozent |
Zwar lassen sich CPU-Takt, nV-Core-Takt und der RAM-Takt unabhängig per D.O.T. anheben, einen Effekt konnten wir allerdings nur beim CPU Dynamic Overclocking feststellen. Gegenüber dem älteren K8N Diamond ist die Funktion inzwischen auch tatsächlich dynamisch und schaltet quasi sofort bei Last auf einen höheren Takt und ohne Last wieder herunter.
Die Zusammenarbeit mit Cool'n'Quiet klappt inzwischen auch sehr gut. Der HTT wird um den eingestellten Prozentwert angehoben. Fällt die Last dann weg, schaltet Cool'n'Quiet vorschriftsmäßig sofort den Multiplikator auf x5 und der erhöhte HT-Takt wird ebenfalls sofort zurückgesetzt.
ACPI-Suspend
Das MSI-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln im BIOS anwählen. Zusätzlich gibt es die Einstellung „Auto“. Aus dem Auto-Modus lässt sich der Computer nur per Ein/Aus-Schalter, aus dem S1-Modus hingegen per Tastendruck, Mausklick oder Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufwecken. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich.
Lüftersteuerung
Einen sehr guten Ansatz verfolgt MSI bei der Lüftersteuerung. Diese erfolgt generell temperaturabhängig. Zum Einen kann man zwei CPU-Temperaturen vorgeben, bei denen der CPU-Lüfter um einen einstellbaren Wert schneller drehen soll. Zum Anderen kann man einfach eine CPU-Temperatur vorgeben, ab welcher der CPU-Lüfter mit voller Umdrehungszahl arbeiten soll. Auch der Lüfter im Wärmetauscher der Heatpipe wird ähnlich geregelt, er kann jedoch generell nur nach der zweiten Methode eingestellt werden.
Ab dem Rechnerstart dauert es zirka zwei Minuten, bis die niedrige Drehzahl erreicht wird. Leider hat MSI nicht zu Ende gedacht, denn die anderen beiden am Mainboard anschließbaren Lüfter dürfen völlig ungeregelt ihren Dienst entsprechend lautstark verrichten.
BIOS flashen
MSI bietet zwei Möglichkeiten für ein BIOS-Update an: Zum Einen kann man per Boot-Diskette das System starten und per Hand mit einem DOS-Programm das BIOS flashen. Die zweite Möglichkeit besteht unter Windows mit dem „Live Update“-Programm per Mausklick. Sollte das Flashen fehlgeschlagen sein, kommt man um eine Diskette nicht herum. MSI bietet keine Sicherheitsfunktion beim BIOS wie etwa Asus (Crashfree BIOS) oder Gigabyte (Dual BIOS). Sollte man beim Übertakten einen zu hohen Wert eingestellt haben, so kann man beim Starten durch Drücken der „Einfügen“-Taste den PC mit Standard-Werten wieder zum Arbeiten bewegen.
Software
Gerne würden wir unseren Lesern Auskunft über die auf CD beiliegenden Treiber und die Software Auskunft geben. Allerdings ist uns dies nicht möglich, da die CD ganz einfach einen großen Riss aufwies, der offenbar bei der Endkontrolle nicht aufgefallen ist. Auf jeden Fall sind wohl die beiden MSI-Tools Digi-Cell und Core-Center auf der CD gespeichert, denn diese werden im Handbuch besprochen.
Testsystem
- Prozessor
- AMD Athlon 64 4000+ [12]
- CPU-Kühler
- AMD Boxed-Kühler
- Zalman CNPS7000B Cu [30]
- Motherboard
- Elitegroup ECS KN1 SLI Extreme
- MSI K8N Diamond Plus
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB OCZ PC3200 EL Platinum Rev. 2 [31]
- Grafikkarte
- MSI NX6800GT T2D256E
- Peripherie
- Samsung P80SD SATA II, 80 GB (1x System, 3x RAID)
- Pioneer DVD-ROM DVD-105
- Iomega 250 GB USB 2.0 / FireWire 400/800 extern
- Sonstiges
- Avance B031 Gehäuse [32]
- Tagan TG480-U22-2Force-Netzteil, 480 Watt
- Noiseblocker S2 Ultra-Silent-Fan 80 mm [33] (Drei Stück)
- Software
- Windows XP Professional SP2
- DirectX 9.0c
- Treiber
- nVidia nForce 4 X16 6.82
- nVidia nForce 6.53
- nVidia ForceWare 77.72
Benchmarks
- Synthetische Benchmarks
- PCMark05 1.01
- SiSoft Sandra Professional 2005SR2a
- PCI Express-Rückkanal-Bandbreite
- System-Benchmarks
- WorldBench 5
- Schnittstellen
- Netzwerk: NTtttcp
- USB 2.0: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- FireWire 400/800: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- Sound: RightMark Audio Analyzer 5.5
- Controller
- RAID 0: HDTach 3.0.1.0
- RAID 1: HDTach 3.0.1.0
- RAID 5: HDTach 3.0.1.0
- Spiele
- Doom 3 1.3
- Earth 2160 1.2
- FarCry 1.32
- Half-Life 2
- Painkiller 1.64
Alle Benchmarks werden in einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 mit 32 Bit Farbtiefe durchgeführt. Alle Messungen werden unabhängig vom Chipsatz mit nur einer Grafikkarte vorgenommen. Ausnahme bilden die Multi-GPU-Chipsätze, bei denen die Spiele-Benchmarks zusätzlich mit zwei Grafikkarten gemessen werden (auch hier mit einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 und 32 Bit Farbtiefe).
Synthetische Benchmarks
PCMark05
- Offizielle Website:
www.futuremark.com [34]
- Download:
ComputerBase.de [35]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Version 1.01 Professional
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Version 1.01 Professional
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Speicher
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
|
Sandra 2005
- Offizielle Website:
www.sisoftware.co.uk [36]
- Download:
ComputerBase.de [37]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Sandra Professional 2005 SR2a
- Arithmetik- und Multimedia-Leistung der CPU, Speichertransferraten
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Sandra Professional 2005 SR2a
Sandra 2005 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
|
Sandra 2005 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
PCI Express-Leistung
Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [38] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt kann man so die Bandbreite des PCIe-Buses messen.
PCI Express Rückkanal Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
System-Benchmarks
WorldBench
- Offizielle Website:
www.pcworld.com [39]
- Download:
Kein Download möglich
- Kostenpunkt: 249 US-Dollar
- Was benchen wir?
- Version 5
- Kompletter Benchmark-Durchlauf
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Version 5
WorldBench - Gesamt
Angaben in Punkten
|
ACDSee PowerPack 5.0
WorldBench - ACDSee
Angaben in Sekunden
|
Adobe Photoshop 7.0.1
WorldBench - Adobe Photoshop
Angaben in Sekunden
|
Adobe Premiere 6.5
WorldBench - Adobe Premiere
Angaben in Sekunden
|
Nero Express 6.0.0.3
WorldBench - Nero Express
Angaben in Sekunden
|
Discreet 3ds max 5.1
WorldBench - 3ds max (DirectX)
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - 3ds max (OpenGL)
Angaben in Sekunden
|
MS Office XP SP2
WorldBench - MS Office
Angaben in Sekunden
|
MS Media Encoder 9.0
WorldBench - MS Media Encoder
Angaben in Sekunden
|
Mozilla 1.4
WorldBench - Mozilla
Angaben in Sekunden
|
Multitasking
WorldBench - Multitasking
Angaben in Sekunden
|
Musicmatch Jukebox 7.10
WorldBench - MusicMatch Jukebox
Angaben in Sekunden
|
VideoWave Movie Creator 1.5
WorldBench - Roxio Movie Creator
Angaben in Sekunden
|
WinZip 8.1
WorldBench - WinZip
Angaben in Sekunden
|
Schnittstellen
Netzwerk
- Offizielle Website:
www.microsoft.com [40]
- Download:
Kein Download möglich
- Kostenpunkt: 199 US-Dollar oder per MSDN-Mitgliedschaft
- Was benchen wir?
- NTttcp Windows 2000 DDK
- Server: Ntttcps -m 4,0,‹client IP› -a 4 -l 256000 -n 30000
Client (zu testender Rechner): Ntttcpr -m 4,0,‹server IP› -a 4 -l 256000 -n 30000 - Besondere Einstellungen: - keine -
- NTttcp Windows 2000 DDK
Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf nicht vorhandene zweite Controller hin.
Netzwerk - Daten-Durchsatz
Angaben in Megabit pro Sekunde
|
Netzwerk - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
USB
- Offizielle Website:
Simpli Software.com [41]
- Download:
ComputerBase.de [42]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
- Besondere Einstellungen: Long bench (32 MB zones)
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
USB Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
FireWire
FireWire Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Sound
- Offizielle Website:
audio.rightmark.com [43]
- Download:
audio.rightmark.com [44]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Per Loop-Kabel wird die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Per Loop-Kabel wird die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen
| Mainboard | Frequency response (40 Hz bis 15 kHz), dB |
Noise level dB (A) |
Dynamic range dB (A) |
THD % |
IMD % |
Stereo crosstalk dB |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Asus A8N-SLI Premium (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,71 (Durchschnitt) |
-76,2 (Durchschnitt) |
77,1 (Durchschnitt) |
0,035 (Gut) |
0,107 (Durchschnitt) |
-74,8 (Gut) |
| Asus A8N-VM CSM (ADI AD1986A) |
+0,22, -0,39 (Gut) |
-80,2 (Gut) |
79,7 (Durchschnitt) |
0,0051 (Sehr gut) |
0,057 (Gut) |
-79,4 (Sehr gut) |
| Asus A8N32-SLI Deluxe (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,83 (Durchschnitt) |
-62,2 (Schlecht) |
62,3 (Schlecht) |
0,062 (Durchschnitt) |
0,200 (Durchschnitt) |
-64,8 (Durchschnitt) |
| ATi Xpress 200 CF-Edition (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-88,0 (Gut) |
87,9 (Gut) |
0,0032 (Sehr gut) |
0,018 (Sehr gut) |
-87,5 (Exzellent) |
| Elitegroup KN1 SLI Extreme (Realtek ALC850) | +0,20, -0,85 (Durchschnitt) |
-74,9 (Durchschnitt) |
74,8 (Durchschnitt) |
0,020 (Gut) |
0,071 (Gut) |
-73,2 (Gut) |
| EPoX 9HEAI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,84 (Durchschnitt) |
-73,8 (Durchschnitt) |
74,3 (Durchschnitt) |
0,021 (Gut) |
0,064 (Gut) |
-74,1 (Gut) |
| EPoX 9NPA+ SLI (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,71 (Durchschnitt) |
-68,9 (Durchschnitt) |
72,9 (Durchschnitt) |
0,032 (Gut) |
0,115 (Durchschnitt) |
-66,7 (Gut) |
| EPoX 9NPA+ Ultra (Realtek ALC850) |
+0,21, -1,70 (Durchschnitt) |
-74,8 (Durchschnitt) |
77,3 (Durchschnitt) |
0,034 (Gut) |
0,103 (Durchschnitt) |
-71,8 (Gut) |
| Gigabyte GA-K8N51GMF-9 (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,31 (Gut) |
-86,2 (Gut) |
86,0 (Gut) |
0,0074 (Sehr gut) |
0,029 (Gut) |
-78,1 (Sehr gut) |
| Gigabyte GA-K8N51PVMT-9 (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-87,2 (Gut) |
87,0 (Gut) |
0,0063 (Sehr gut) |
0,020 (Gut) |
-78,7 (Sehr gut) |
| Gigabyte GA-K8NXP-SLI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,85 (Durchschnitt) |
-73,6 (Durchschnitt) |
73,2 (Durchschnitt) |
0,020 (Gut) |
0,064 (Gut) |
-75,0 (Durchschnitt) |
| Gigabyte GA-K8N Pro-SLI (Realtek ALC850) |
+0,19, -0,84 (Durchschnitt) |
-74,2 (Durchschnitt) |
72,4 (Durchschnitt) |
0,032 (Gut) |
0,077 (Gut) |
-74,3 (Gut) |
| MSI K8N Diamond (Creative CA0106) |
+0,08, -0,23 (Sehr Gut) |
-99,8 (Exzellent) |
91,2 ( Sehr gut) |
0,0067 (Sehr gut) |
0,014 (Sehr gut) |
-99,9 (Exzellent) |
| MSI K8N Diamond Plus (Creative CA0106) | +0,08, -0,21 (Sehr Gut) |
-95,5 (Exzellent) |
90,7 ( Sehr gut) |
0,0073 (Sehr gut) |
0,034 (Gut) |
-94,5 (Exzellent) |
| Sapphire PC-A9RD480 (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-86,5 (Gut) |
86,0 (Gut) |
0,0053 (Sehr gut) |
0,021 (Gut) |
-84,8 (Sehr gut) |
| Sapphire PI-A9RX480 (Realtek ALC880) |
+0,25, -0,32 (Gut) |
-86,6 (Gut) |
86,3 (Gut) |
0,0041 (Sehr gut) |
0,024 (Gut) |
-84,9 (Sehr gut) |
Controller
- Offizielle Website:
Simpli Software.com [40]
- Download:
ComputerBase.de [41]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
- Besondere Einstellungen: Long bench (32 MB zones), nur Lesen
- Wir ermitteln die Schnittstellen-Geschwindigkeit mit Hilfe von HD Tach 3.0.1.0 RW
Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf nicht vorhandene zweite Controller hin oder auf das Fehlen der technischen Möglichkeit, den entsprechenden Modus auszuführen.
RAID 0
RAID 0 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 1
RAID 1 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 5
RAID 5 - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Spiele
Doom 3
Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert.
- Offizielle Website:
idsoftware.com [45]
- Download:
Doom3.com [46] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.3
- Besondere Einstellungen: Precache time: 1000, Graphics settings: High details, Demo: Run default demo.
- Version 1.3
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Doom 3 Multi-GPU
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Earth 2160
Mal kein Ego-Shooter, der die Grafikkarte belastet, sondern Echtzeit-Strategie. Reichlich Licht- und Schatten-Effekte, schicke Explosionen und detaillierte Gelände-, Fahrzeug- und Gebäude-Modelle müssen hier dargestellt werden. Earth 2160 wird zur Zeit nicht von SLI unterstützt.
- Offizielle Website:
Earth2160.com [47]
- Download: noch keine Demo veröffentlicht
- Kostenpunkt: kostenlose Presse-Version des Herstellers
- Was benchen wir?
- Version 1.2
- Eingebaute Timedemo
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details
- Version 1.2
Earth 2160
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Earth 2160 Multi-GPU
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Farcry
Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Die Cry-Engine ist die dritte im Bunde der Top-Grafik-Engines aus dem Jahr 2004, die bisher kaum an Aktualität verloren haben.
- Offizielle Website:
FarCry.de [48]
- Download:
Farcry-theGame.com [49] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.32
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Fort-Demo.
- Version 1.32
Farcry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Farcry Multi-GPU
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Half-Life 2
Neben Doom3 und FarCry war Half-Life2 wohl das Spiel des Jahres 2004 mit der aufwändigsten Grafikengine. Riesige, mit prachtvollen Effekten versehene Außen- und Innenlevel belasten Grafikkarten dank der Source-Engine.
- Offizielle Website:
Half-Life2.com [50]
- Download: ATi.com [51]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- canals_08-Demo von Anandtech
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Reflect world.
- canals_08-Demo von Anandtech
Half-Life 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Half-Life 2 Multi-GPU
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Painkiller
Mit reichlich Polygonen wird die Grafikkarte zur Arbeit bewegt, dazu kommen viele Shader-Effekte in detaillierten Spiele-Leveln. Das aus Polen stammende Spiel stammt ebenfalls aus dem Jahr 2004.
- Offizielle Website:
Painkiller.com [52]
- Download: nVidia [53]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.64
- Level: City on the Water
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details.
- Version 1.64
Painkiller
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Painkiller Multi-GPU
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Lautstärke
Auch die Lautstärke spielt eine immer größere Rolle beim Arbeiten am PC. Leistungshungrige Prozessoren und Grafikkarten wollen gekühlt werden und auch die Chipsätze der Mainboards werden immer komplexer und produzieren damit auch mehr Wärme.
Diese Wärme wird in der Regel per aktiver Luftkühlung abtransportiert, was meistens mit mehr oder weniger großer Schallerzeugung verbunden ist. Genau dieser Schall wird von uns mit einem handelsüblichen Dezibel-Messgerät aufgezeichnet, wie üblich im Abstand von 40 cm. Dazu messen wir nur das Mainboard ohne alle anderen Schallquellen wie Laufwerke oder CPU-Lüfter.
Zusätzlich wird die System-Lautstärke (also alle Komponenten) bei geöffnetem Gehäuse im Idle-Modus unter dem Windows-Desktop gemessen. Dabei führen wir diese Messungen mit dem Zalman CNPS7000Cu durch. Auf die bisherigen Messungen bei geschlossenem Gehäuse verzichten wir.
Um die Übersichtlichkeit beim Diagramm der Mainboard-Lautstärke zu erhöhen, führen wir die „lautlosen“ Mainboards, also solche mit komplett passiver Kühlung, nicht mehr auf. Wird ein Mainboard im Diagramm vermisst, dann handelt es sich um ein passiv gekühltes Modell.
Lautstärke - Mainboard
Angaben in Dezibel
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Lautstärke - System offen (Zalman)
Angaben in Dezibel
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Stromaufnahme
Ab sofort verzichten wir auf die wenig aussagekräftigen Temperaturmessungen und messen dafür die Stromaufnahme. Zum Einen im Idle-Modus auf dem Windows-Desktop, zum Anderen unter Last, erzeugt durch Prime95 und 3DMark05. Bei beiden Messungen kommt nur eine Grafikkarte zum Einsatz. Wir geben die gesamte Stromaufnahme des Systems an (ohne Monitor!).
Stromaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Overclocking
Trotz der durchweg hohen Leistungsfähigkeit der AMD-Athlon-64-Prozessoren ist das Thema Overclocking (OC) sehr beliebt. Immer mehr Hersteller bieten im BIOS oder per Software unter Windows die Möglichkeit, das System in verschiedenen Stufen zu übertakten. Die Möglichkeiten für den Benutzer im BIOS solche OC-Einstellungen vorzunehmen, zeigt die nächste Tabelle.
Elitegroup KN1 SLI Extreme
| Option | Elitegroup KN1 SLI Extreme | |
|---|---|---|
| CPU Frequency | 200 bis 400 MHz in 1er-Schritten | |
| Memclock Index Value | Auto, 100, 133, 166, 183, 200, 216, 233, 250 MHz | |
| CAS Latency (Tcl) | Auto, 2,0, 2,5, 3,0 | |
| Tras | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| Trcd | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| Trp | Auto, 2 bis 7 in 1er-Schritten | |
| CPU Voltage Control | Normal, +25 bis +375 mV in 25er-Schritten | |
| DIMM Voltage Control | 2,55 bis 4,11 V, in 0,08-Volt-Schritten | |
| Hammer Fid Control | Startup, x4 bis x12 in 0,5er-Schritten | |
Die mit Prozessoren ab der Revision E4 möglichen, erweiterten RAM-Takt-Einstellungen führten zu folgendem Ergebnis:
| Takt-Vorgabe | tatsächlicher Takt | POST-Anzeige |
|---|---|---|
| 166 MHz | 161 MHz | - |
| 216 MHz | 100 MHz | - |
| 233 MHz | 142 MHz | - |
| 250 MHz | 134 MHz | - |
MSI K8N Diamond Plus
| Option | MSI K8N Diamond Plus | |
|---|---|---|
| Adjust CPU FSB Frequency | 200 bis 450 MHz in 1er-Schritten | |
| Adjust CPU Ratio | Startup, x5 bis x25 in 1er-Schritten | |
| Adjust CPU VID | Startup, 0,800 bis 1,450 V in 0,025er-Schritten | |
| Adjust Extra CPU Voltage | default, 0,05 bis +0,75 V in 0,05er-Schritten | |
| Memory Clock (DRAM/FSB) | Auto, 1/2, 2/3, 5/6, 1/1 | |
| Adjust DDR Voltage | default, 2,6 bis 3,2 V, in 0,05-Volt-Schritten | |
| CAS Latency (Tcl) | Auto, 2,0, 2,5, 3,0 | |
| Row Cycle Time (Trc) | Auto, 7 bis 22 in 1er-Schritten | |
| Row Refresh Cycle Time (Trfc) | Auto, 9 bis 24 in 1er-Schritten | |
| RAS# to CAS# Delay (Trcd) | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | |
| RowtoRow Delay (Trrd) | Auto, 2 bis 4 in 1er-Schritten | |
| Min RAS# Active Time (Tras) | Auto, 5 bis 15 in 1er-Schritten | |
| Row Precharge Time (Trp) | Auto, 2 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Write Recovery Time (Twr) | Auto, 2, 3 | |
| Write-to-Read-Delay (Twtr) | Auto, 1, 2 | |
| Read to Write Delay (Trwt) | Auto, 1 bis 6 in 1er-Schritten | |
| Refresh Rate (Tref) | Auto, 100, 133, 166, 200 MHz, je 3,9, 7,8, 15,6 µs | |
| Write CAS Latency (Twcl) | Auto, 1, 2 | |
| PCIe Clock | 100,000 bis 148,4375 MHz in 1,5625er-Schritten | |
| Adjust PCIe VGA Voltage | 1,50 bis 1,85 Volt in 0,5er-Schritten | |
| Adjust C51D(NB) Voltage | 1,20 bis 1,50 Volt in 0,1er-Schritten | |
Auf die D.O.T.-Funktion sind wir bereits im BIOS-Abschnitt [54] eingegangen. Zwar sind mit Prozessoren ab der Revision E4 erweiterte RAM-Takt-Einstellungen möglich, diese werden vom MSI-Board jedoch nicht angeboten. Es lassen sich lediglich die oben aufgeführten Teiler einstellen.
Nach der Auflistung der Möglichkeiten zum Overclocken haben wir auch eingeschränkte Versuche zum Übertakten unternommen. Wir wollen hier keine Rekorde aufstellen, sondern einfach die OC-Möglichkeiten zeigen und mit Screenshots von CPU-Z dokumentieren. Die maximal erreichte Höhe des Referenztaktes dient uns dabei als Vergleichswert zwischen den getesteten Mainboards. Wir geben diesen Wert im Diagramm an. Die CPU-Spannung wurde auf 1,45 Volt, die des RAMs auf 2,8 Volt angehoben. Die maximale stabile Prozessorfrequenz haben wir bei 2.700 MHz erreicht, darüber meldet Prime95 Fehler. Die RAM-Timings bleiben unangetastet.
Nun erhöhen wir den Referenztakt erst in 5-MHz-Schritten, bis die Grenzen des Mainboards erreicht sind, danach wird in 1-MHz-Schritten der höchste Wert ermittelt. Natürlich wird dazu der Multiplikator der CPU, die Geschwindigkeit des HT-Link und der RAM-Takt gesenkt. Überprüft wird die System-Stabilität mit Prime95, das recht empfindlich auf zu hoch getaktete Systeme reagiert.
Die nachstehend gezeigten OC-Ergebnisse wurden mit folgenden Einstellungen erreicht:
- HTT auf 3x200 MHz
- RAM-Takt auf 100 MHz
- CPU-Multiplikator auf 6x
OC - Referenztakt
Angaben in MHz
|
Ranking
Zu guter Letzt wollen wir die Ergebnisse der Benchmarks in unseren Rankings zusammenführen. So lässt sich recht einfach ein Überblick darüber gewinnen, in welchem Bereich welches Mainboard Stärken oder Schwächen zeigt.
In das Performance-Rating fließen die Ergebnisse von Worldbench, Sandra 2005, PCMark05 und aller Spiele ohne den Multi-GPU-Modus ein.
Performance-Rating
Angaben in Prozent
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Das Schnittstellen-Rating setzt sich aus den Werten der Messungen der PCI Express-Leistung, Netzwerk-, USB-, FireWire-Anschlüsse, sowie der Ergebnisse der Controller im RAID-0- und RAID-1-Modus zusammen. Die CPU-Last bleibt dabei unberücksichtigt.
Schnittstellen-Rating
Angaben in Prozent
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Schlechter ausgestattete Mainboards haben hier natürlich Nachteile. Die Platzierung wird daher im nächsten Diagramm ausstattungsbereinigt angegeben.
Schnittstellen-Rating (Ausstattungsbereinigt)
Angaben in Prozent
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Im letzten Rating kommen die Werte der Spiele im Multi-GPU-Modus zur Bewertung. Mainboards ohne Multi-GPU-Technik werden nicht aufgeführt. Bei den SLI-Boards kommen zwei GeForce 6800 GT, bei CrossFire-Boards zwei X850 XT zum Einsatz.
Multi-GPU-Rating
Angaben in Prozent
|
Fazit
Kommen wir zu den abschließenden Worten über die beiden Probanden. Beide verwenden Chipsätze aus dem Hause nVidia. Während der eine dem Enthusiasten-Bereich entstammt, ist der andere inzwischen gerade noch High-End. Schauen wir auf die Mainboards im Einzelnen:
Elitegroup KN1 SLI Extreme
Die Farbgebung ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, allerdings fristet ein Mainboard meist sein Dasein in dunklen Gehäusen und nur die wenigsten präsentieren den Inhalt ihres PCs per Fenster der Umwelt. Bis auf die kleinen Probleme beim unteren PEG-Slot gibt es am Layout wenig auszusetzen. Der Lüfter in der ATX-Blende erscheint uns nicht nur zu laut, sondern auch fragwürdig in seiner Funktion. Zusammen mit dem Chipsatzlüfter erhebt sich das KN1 SLI in Lautstärke-Sphären, die uns bisher zum Glück erspart geblieben sind. Hier ist dringend Abhilfe gefragt, fehlt doch auch die selbstverständliche Lüftersteuerung im BIOS, was auch den CPU-Lüfter zu voller Drehzahl und Lautstärke zwingt.
Die Leistung des KN1 SLI Extreme kann getrost mit Gut bezeichnet werden. Vor allem im SLI-Betrieb ist das Elitegroup Mainboard das schnellste mit nVidia-Chipsatz. Die Übertaktungsmöglichkeiten sind recht eingeschränkt und auch das Overclocking-Ergebnis ist nicht berauschend. Die Schnittstellen entsprechen den Erwartungen. Vermutlich aus Kostengründen hat Elitegroup leider auf den zweiten GigaBit-LAN-Anschluss verzichtet.
MSI K8N Diamond Plus
Es sind die kleinen Unstimmigkeiten am MSI Mainboard, die den guten Eindruck leicht trüben. Farbig falsch codierte RAM-Slots oder Jumper, deren Änderung die Garantie aufhebt. Da ist man von MSI als Global-Player eigentlich anderes gewöhnt. Die Heatpipe-Kühlung ist ein echter Hingucker, aber wie die Farbe beim Elitegroup-Board verschwindet sie ja meist im dunklen PC-Gehäuse. Die Lautstärke lag im Test auf sehr niedrigem Niveau. Weiteres Ausstattungs-Highlight ist der Creative-Soundchip, der für erstaunlich guten Klang sorgt.
Leistungstechnisch liegt das MSI quasi gleichauf mit dem Elitegroup. Im BIOS sind reichlich Möglichkeiten zum Übertakten vorhanden und mit 300 MHz Referenztakt erreichte das K8N Diamond Plus ein ordentliches Ergebnis. Die Schnittstellen zeigen gute Ergebnisse, liegen aber meist knapp unter denen des Elitegroup Mainboards.
Fazit
Neben der Leistung und Ausstattung spielt für viele potentielle Käufer der Preis eine große Rolle. Problem: Das Elitegroup KN1 SLI Extreme wird auf deutschen Preisvergleichsseiten bisher nicht gelistet. Nur der kleine Bruder „KN1 SLI Lite“, welcher für etwa 80 Euro [55] gehandelt wird, ist online zu finden - aber nicht lieferbar. Das MSI K8N Diamond Plus liegt dagegen bei 172 Euro [56]. Dass bei der „normalen“ TFT-Auflösung von 1280x1024 die beiden x16-Schnittstellen quasi keine Vorteile bieten, sollte sich inzwischen herum gesprochen haben. Wer einen entsprechenden CRT oder TFT und eine extrem leistungsstarke CPU sein Eigen nennt, für den ist das MSI Mainboard sicher interessant.



































































