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Test: nForce 680i SLI vs. Intel P965

von Ralph Burmester

Einleitung

Hatte sich nVidia für die letzte Produktvorstellung auf dem Chipsatz-Sektor die Veröffentlichung der AM2-Prozessoren von AMD ausgesucht, so war es diesmal der hausinterne Launch der GeForce-8800-Serie. Damals gab es den nForce 500 für AMD-Prozessoren, diesmal war es der nForce 600i für Intel-Prozessoren. Wir hatten zur Vorstellung bereits einen kurzen Überblick über den Chipsatz gegeben [1]; nun wollen wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, auch in der Praxis einen Blick auf den nVidia-nForce-680i-SLI-Chipsatz zu werfen. Dazu lag uns ein Vorserien-Mainboard von EVGA vor.

EVGA 680i SLI

Damit der nForce 680i SLI nicht ganz alleine seine Künste zeigen muss, haben wir ihm das Asus P5B-E Plus mit Intels P965-Chipsatz zur Seite gestellt. Der P965 ist jüngst überarbeitet worden und die Northbridge weist jetzt die Revision C2 auf. Dabei wurden zwei Fehler ausgemerzt, die aber leistungstechnisch keine Rolle spielten. Als Southbridge ist die aktuelle ICH8/R (82801HB) verbaut, die neben sechs SATA-Schnittstellen auch über die Matrix-RAID-Technik verfügt.

Wie bei den AMD-Mainboards beim Wechsel auf den Sockel AM2 haben wir auch bei Intel-Mainboards unseren Testparcours überarbeitet. Grundsätzlich bleiben die bestehenden Benchmarks und ihre Durchführung zwar erhalten, eine Änderung gibt es aber bei den Spiele-Tests. So werden wir dort in Zukunft Quake 4, Oblivion, Fear und Half-Life 2 - Lost Coast als Benchmarks einsetzen. Verzichten werden wir auf Messungen mit mehreren Grafikkarten, da diese in der Standard-Auflösung wenig Sinn ergeben, wie auch unser Artikel über PCIe x8 und x16 [2] zeigte. Auf vielfachen Wunsch werden wir im RAID-Bereich auch Schreibtests mit HD-Tach durchführen. Im Klangbereich werden wir mit Hilfe einer SoundBlaster X-Fi untersuchen, welche Unterschiede zum OnBoard-Sound bestehen. Somit werden AMD- und Intel-Mainboards ab sofort wieder unter gleichen Voraussetzungen getestet.

Lesezeichen

Die Probanden

Zuerst wollen wir wieder einen Überblick über die Ausstattung der getesteten Mainboards geben. Als weiterer Vergleich dient uns das Asus P5NSLI mit nForce 570 SLI.

Ausstattung der Probanden
Layout Asus P5NSLI Asus P5B-E Plus EVGA nForce 680i SLI
Features Asus P5NSLI Asus P5B-E Plus EVGA 680i SLI
Chipsatz nForce 570 SLI
(C19SLI)
Intel P965 nVidia nForce 680i SLI
Ausbaufähigkeit
für Prozessoren
Pentium 4
Celeron
Pentium 4 EE
Pentium D
Pentium XE
Core 2 Duo
Core 2 Extreme
Pentium 4
Celeron
Pentium 4 EE
Pentium D
Pentium XE
Core 2 Duo
Core 2 Extreme
(Quad-Core)
Pentium 4
Celeron
Pentium 4 EE
Pentium D
Pentium XE
Core 2 Duo
Core 2 Extreme
(Quad-Core)
MB-Revision 2.00G 1.01G Vorserienmodell
Frontside-Bus
533 MHz
800 MHz
1066 MHz
1300 MHz X X
Speichertakt/-typ
DDR2-400
DDR2-533
DDR2-667
DDR2-711 X
DDR2-889 X
DDR2-1066 X
Dual Channel Modus verfügbar verfügbar verfügbar
Maximaler RAM-Ausbau 16 GByte (4 Slots) 8 GByte (4 Slots) 8 GByte (4 Slots)
Multi-GPU-Fähigkeit SLI X SLI
Onboardgrafik Nicht vorhanden Nicht vorhanden Nicht vorhanden
Onboardsound ADI AD1986A
6 Kanäle
HD-Audio
ADI AD1988A
8 Kanäle
HD-Audio
Realtek ALC885
8 Kanäle
HD-Audio
Steckplätze 2x PCIe x16(x8)
3x PCIe x1
2x PCI
1x PCIe x16
1x PCIe x4
1x PCIe x1
2x PCI
2x PCIe x16
1x PCIe x16(x8)
2x PCIe x1
2x PCI
W-LAN Fähigkeit √, (optionale Steckkarte)
(W-LAN 802.11 b/g)
√ (optionale Steckkarte)
(W-LAN 802.11 a/b/g)
X
HDD-Controller
ATA 133/100/66 2 Geräte X
(2 Geräte über
JMicron-Controller)
2 Geräte
Serial ATA nForce 570
SATA 300
4 Geräte
(RAID 0,1, 0+1, 5, JBOD)
Intel ICH8/R
SATA 300
AHCI
6 Geräte
(RAID 0, 1, 0+1, 5, JBOD)

JMicron 363
SATA 300
AHCI
2 Geräte
(RAID 0, 1, JBOD)
(1x eSATA)
nVidia 680i
SATA 300
6 Geräte
(RAID 0, 1, 0+1, 5, JBOD)
Anschlüsse
USB 2.0 4x über Rear-
Panel

4x über Mainboard-
Header
4x über Rear-
Panel

4x über Mainboard-
Header
4x über Rear-
Panel

6x über Mainboard-
Header
IEEE 1394 Ports nicht vorhanden 1x über Rear-
Panel

1x über Mainboard-
Header
1x über Rear-
Panel

1x über Mainboard-
Header
LAN-Controller Marvell 88E8001

Single Gigabit Ethernet
Marvell 88E8056

Single Gigabit Ethernet
2x Marvell 88E1116

Dual Gigabit Ethernet
Weitere Anschlüsse 2x PS/2
1x Seriell
6x Audio
1x Coaxial S/PDIF
2x PS/2
1x Seriell
6x Audio
1x Optical S/PDIF
1x Coaxial S/PDIF
2x PS/2
6x Audio
1x Optical S/PDIF
Format ATX
30,0 x 24,4 cm
ATX
30,0 x 24,4 cm
ATX
30,0 x 24,4 cm

Asus P5B-E Plus

Das Asus P5B-E Plus verfügt über einen recht guten Lieferumfang. Alle wichtigen Kabel und Schnittstellen liegen bei. Das Handbuch liefert ausgiebige Informationen über den Funktionsumfang des Mainboards und der beiliegenden Software. Auch an die D.I.Y. (Do-it-yourselfer) wurde gedacht. Mit dem Q-Connector hat Asus endlich eine Lösung gegen das lästige Fummeln beim Aufstecken von Power-, Reset-Taster und der Kontroll-LEDs gefunden. Mit Hilfe eines Adapters kann man erst in Ruhe alle nötigen Kabel aufstecken, bevor dieser selbst auf das Mainboard gesteckt wird. Gleiches gilt für die meist losen Kabel von USB- und FireWire-Frontanschlüssen der Gehäuse.

Asus P5B-E Plus Lieferumfang

Layout

Wie von Asus gewohnt, macht das Mainboard auf Anhieb einen sehr aufgeräumten Eindruck. Der acht-polige Stromanschluss für die CPU sitzt oben links am Rand. Die anderen Anschlüsse wie ATX-Hauptstecker, IDE- und Floppy-Anschluss sind am rechten Rand verteilt. Der IDE-Stecker ist mit Rücksicht auf lange Grafikkarten um 90 ° abgewinkelt. Die SATA-Anschlüsse befinden sich unten rechts.

Auf der North- und Southbridge thronen passive, schwarze Kühlkörper, wobei der etwa 30 mm hohe Kühler auf der Northbridge direkt an die Keep-Out-Area der CPU angrenzt. Die Spannungsversorgung der CPU kommt komplett ohne Kühlung daher. Der Wechsel von RAM-Modulen gelingt mit etwas Fingerspitzengefühl auch bei eingebauten, langen Grafikkarten.

Eine interessante Neuerung ist die Kontroll-LED für Standby und Power on. Am unteren Rand ist rechts der Asus-Schriftzug zu sehen. Dieser ist nicht aufgedruckt, sondern durch das gesamte PCB des Mainboards durchscheinend. Auf der Unterseite des Mainboards befinden sich insgesamt vier LEDs, zwei blaue und zwei rote. Leuchten nur die blauen, ist das Mainboard im Standby. Leuchten auch die roten, ist das System eingeschaltet (Power on).

Asus-Logo, blau Asus-Logo, rot

Das Asus P5B-E Plus kann theoretisch mit der WLAN-Karte von Asus' WiFi-Mainboards auch um WLAN erweitert werden. Dazu wird die Karte oberhalb des PEG-Slots mit den „USB910“-Anschlüssen verbunden. Für Lüfter stehen fünf Anschlüsse zur Verfügung, wobei der CPU-Lüfter vierpolig ausgeführt ist. Inzwischen fast Standard ist bei Asus Mainboards Stack'n'Cool 2, mit der auch über die Mainboard-Rückseite die entstehende Wärme verteilt und abgeführt wird.

Asus-P5B-E-Plus-Komponenten

Komponenten Asus P5B-E Plus
Nr. Funktion Bezeichnung Info
1 Northbridge Intel P965 Intel [9]
2 Southbridge ICH8/R Datenblatt (engl. PDF) [10]
3 SATA/PATA-Controller JMicron JMB363 JMicron [11]
4 GBit-Netzwerk-PHY Marvell 88E8056 PCIe Marvell [12]
5 Soundchip ADI AD1988A Analog Devices [13]
6 FireWire 400 TI TSB43AB22A Datenblatt (engl. PDF) [14]
7 Hardware-Monitor, Super-I/O Winbond W83627EHG Datenblatt (engl. PDF) [15]

Asus P5B-E Plus Asus P5B-E Plus ATX-Blende Asus P5B-E Plus Asus P5B-E Plus

Asus P5B-E Plus Asus P5B-E Plus Asus P5B-E Plus Asus P5B-E Plus

BIOS

Das BIOS lag in der Version 0304 vor. Das BIOS des Intel Matrix Storage Manager trägt die Versionsnummer 6.1.0.1002, das des JMicron JB363 die Version 1.06.22.

Asus P5B-E Plus CPU-Z CPU Asus P5B-E Plus CPU-Z RAM

Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS

Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS

Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS

Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS

Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS Asus P5B-E Plus BIOS

Asus P5B-E Plus BIOS

ACPI-Suspend
Das Asus-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln im BIOS anwählen. Zusätzlich gibt es die Einstellung „Auto“. Aus diesem Modus lässt sich der Computer per Ein/Aus-Schalter oder PS/2-Hardware, aus dem S1-Modus hingegen per Tastendruck, Mausklick oder durch Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufwecken. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur oder -Maus. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich.

Lüftersteuerung
Asus setzt wie gewohnt auf die Q-Fan-Lüftersteuerung. Damit können vier von fünf Lüftern gesteuert werden. Allerdings stellt Q-Fan für den CPU- und die drei Chassis-Lüfter nur drei Leistungsstufen zur Wahl: Performance, Optimal und Silent. Eine direkte Änderung der Drehzahl ist nicht möglich, auch eine Vorgabe der Temperatur für unterschiedliche Drehzahlen existiert nicht. Die Lüftersteuerung ist also weder Fisch noch Fleisch. Trotzdem bleibt ein Fortschritt, auch wenn es nur ein recht kleiner ist.

Crashfree BIOS
Sollten Übertaktungs-Versuche einmal fehlschlagen, kommt die große Stärke der Asus-Platinen zum Vorschein. Wenn der Rechner nicht mehr ordnungsgemäß bootet, reicht es, den Netzschalter am Netzteil auszuschalten, oder den Stecker zu ziehen. Beim nächsten Hochfahren werden automatisch Standardwerte geladen, die es erlauben, das BIOS aufzurufen. Asus nennt diese Funktion „Crashfree BIOS“.

Wer sein BIOS nicht unter Windows flashen möchte, kann dies auch per „Alt-F2“-Tastenkombination beim Booten tun. Nötig ist dazu eine Diskette, CD oder ein USB-Stick mit der aktualisierten BIOS-Version, die geflasht werden soll. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig. Das dabei aufgerufene Tool „EZ Flash 2“ kann auch direkt aus dem BIOS unter dem Reiter Tools aufgerufen werden.

Software

Die beiliegende Software-CD startet automatisch nach dem Einlegen und bietet die Möglichkeit der Installation aller notwendigen Treiber an. Eine automatische Installation ist inzwischen per „InstAll Wizard“sowohl bei den Treiber als auch bei den Tools möglich.

Per „Make Disk“ können Treiber-Disketten für die Windows-Installation sowohl für 32-Bit-, als auch für 64-Bit-Systeme angefertigt werden. Wird die CD beim Booten des Rechners eingelegt, können ohne Betriebssystem direkt von der CD aus dem Boot-Menü heraus die Treiber-Disketten für die Windows-Installation erstellt werden.

Neben dem bekannten Asus Update stehen auch wieder der AI Booster, AI NOS und PC Probe II zur Verfügung. Zusätzlich zu den Treibern für Windows sind auch Beta-Treiber für Vista auf der CD vorhanden. Damit bietet Asus eine sehr gute Software-Ausstattung.

EVGA 680i SLI

Wie bei den meisten Vorserien-Mainboards lag auch bei unserem Modell quasi keine Zubehör bei, von einem Lieferumfang kann man also gar nicht sprechen. Natürlich verfügt das auf dem Markt erhältliche Serien-Mainboard über Beilagen, über die das englische Handbuch (PDF) [16] Auskunft erteilt.

Layout

Das Layout des Mainboards ist recht klassisch gehalten, trotz passiver Kühlung von MCP+SPP. Der große Wärmetauscher befindet sich auf der Northbridge, dort wird auch die per Heatpipe transportierte Wärme der Southbridge an die Umgebungsluft abgeführt. Für Systeme, die passive CPU-Kühler verwenden, legt EVGA einen kleinen Lüfter bei, der an den Wärmetauscher angeklickt werden kann und so für zusätzliche Kühlung sorgt. Auch die Sechs-Phasen-Spannungsversorgung für den Prozessor, die sich links und oberhalb der CPU befindet, ist mit einem passiven Kühlelement versehen.

Ganz oben links ist der acht-polige Zusatzstecker für die CPU-Versorgung platziert, am rechten Mainboard-Rand befinden sich der ATX-Hauptstecker sowie der Floppy- und der eine verbliebene IDE-Anschluss. Damit der Floppy-Anschluss langen Grafikkarten nicht ins Gehege kommt, ist er auch hier um 90 ° abgewinkelt. Eine ähnliche Lösung verwendet EVGA bei zwei der sechs SATA-Anschlüsse. In einem kleinen Block sind zwei Ports übereinander verbaut, so dass die Kabel parallel zum Mainboard geführt werden und nicht den Grafikkarten im Wege sind.

Neben dem IDE-Anschluss befindet sich noch ein vier-poliger Stromanschluss, der als Zusatzversorgung für die Grafikkarten gedacht ist. Unten rechts sind zwei Sieben-Segment-Anzeigen angebracht, die während des Bootens über den Status des Systems Auskunft geben. Ebenfalls für Bastler ein Segen sind die am unteren Rand platzierten zwei Taster für Power-On und Reset. Auch ein kleiner Piezo-Lautsprecher ist hier zu finden.

Für weitere Informationen sorgen drei kleine LEDs oben rechts auf dem Mainboard. Im Handbuch werden sie zwar nicht erwähnt, zeigen aber offenbar die Stand-By-Spannung und den Power-Status an. Für Lüfter stehen sechs Anschlüsse zur Verfügung, wobei der CPU-Anschluss wie üblich vier-polig ausgeführt ist. Auffallend ist beim EVGA-Mainboard der Einsatz von „normalen“ Elkos, gehen doch in letzter Zeit immer mehr Hersteller zur ausschließlichen Verwendung von teureren Solid-Elkos über.

Was die Ingenieure bei EVGA dazu bewogen hat, die Anschlüsse für das Frontpanel hinter dem IDE-Anschluss zu verstecken, bleibt wohl ein Rätsel. Dass es dadurch zu Problemen bei der Kabelführung und der Montage der Steckverbinder kommt, sollte eigentlich jedem klar sein.

EVGA 680i SLI Komponenten

Komponenten EVGA nForce 680i SLI Referenz-Mainboard
Nr. Funktion Bezeichnung Info
1 Northbridge nVidia nForce 680i SPP nVidia [17]
2 Southbridge nVidia nForce 680i MCP nVidia [16]
3 GBit-Netzwerk Marvell 88E8116 NNC Kurz-Info [18]
4 Soundchip Realtek ALC885 Realtek [19]
5 FireWire 400 TI TSB43AB22A Datenblatt (engl. PDF) [13]
6 Hardware-Monitor, Super-I/O Winbond W83627EHG Datenblatt (engl. PDF) [14]

EVGA 680i SLI EVGA 680i SLI ATX-Blende EVGA 680i SLI EVGA 680i SLI

EVGA 680i SLI EVGA 680i SLI EVGA 680i SLI EVGA 680i SLI

BIOS

Das BIOS lag in der Version 691NOP17 vor. Das nVidia Media-Shield-BIOS trägt die Versionsnummer 6.91.

EVGA 680i SLI CPU-Z CPU EVGA 680i SLI CPU-Z RAM

EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS

EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS

EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS

EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS

EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS EVGA 680i SLI BIOS

ACPI-Suspend
Das EVGA-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 ebenfalls die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln im BIOS anwählen. Zusätzlich gibt es die Einstellung „S1&S3“. Aus diesem Modus lässt sich der Computer per Ein/Aus-Schalter oder PS/2-Hardware, aus dem S1-Modus hingegen per Tastendruck, Mausklick oder durch Drücken des Ein/Aus-Schalters wieder aufwecken. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder PS/2-Tastatur oder -Maus. Mit USB-Eingabegeräten war ein Aufwecken nicht möglich.

Lüftersteuerung
Per „Dynamic-Fan-Control“ lassen sich neben dem CPU-Fan noch vier von fünf weiteren Lüftern steuern. Das ist durchaus als gut zu bezeichnen. Zur Regelung stehen verschiedene Möglichkeiten bereit: SmartFan oder Manual. Während bei der ersten Methode temperaturabhängig die Drehzahl in Prozent einstellbar ist, kann man bei der zweiten Methode nur prozentual die Drehzahl regeln. Allerdings steht SmartFan nur für den CPU- und Chassis-Lüfteranschluss zur Verfügung. Die drei anderen Lüfter können ausschließlich prozentual geregelt werden.

Overclocking und Flashen
Misslungene Overclocking-Versuche erkennt das Mainboard automatisch und bootet mit Standard-Einstellungen neu. Somit wird das Risiko von Beschädigungen durch zu hohe Werte zumindest reduziert. Auch den lästigen Clear-CMOS-Vorgang kann man sich so meist ersparen.

Wer sein BIOS regulär nicht unter Windows flashen möchte, kann dies auch per „Alt-F2“-Tastenkombination beim Booten tun. Nötig ist dann nur noch eine Diskette oder CD mit der aktualisierten BIOS-Version, die geflasht werden soll. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig.

Software

Wie schon beim Lieferumfang lässt sich auch bei der Softwareausstattung aufgrund des Vorserien-Status des Probanden keine Aussage treffen.

Hier noch ein Blick auf nTune auf dem EVGA nForce 680i SLI. Im Vergleich zu anderen nForce-Boards wird die unterschiedliche Unterstützung durch das Tool, je nach BIOS, deutlich. Ausgegraute Werte lassen sich nicht verändern.

nTune EVGA 680i SLI

Testsystem

Benchmarks

Alle Benchmarks werden in einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 mit 32 Bit Farbtiefe durchgeführt. Alle Messungen werden unabhängig vom Chipsatz mit nur einer Grafikkarte vorgenommen.

Synthetische Benchmarks

PCMark05

PCMark05 - Gesamt

Asus P5B-E Plus
6.164
EVGA 680i SLI
6.046
Angaben in Punkten

PCMark05 - Festplatte

Asus P5B-E Plus
6.461
EVGA 680i SLI
6.423
Angaben in Punkten

PCMark05 - Grafikkarte

EVGA 680i SLI
8.748
Asus P5B-E Plus
8.346
Angaben in Punkten

PCMark05 - Prozessor

Asus P5B-E Plus
4.796
EVGA 680i SLI
4.792
Angaben in Punkten

PCMark05 - Speicher

EVGA 680i SLI
4.649
Asus P5B-E Plus
4.490
Angaben in Punkten

Sandra 2007

Sandra 2007 - Multimedia

  •  Integer
  •  Float
EVGA 680i SLI
102.790
55.406
Asus P5B-E Plus
103.081
55.561

Sandra 2007 - Memory

  •  Int ALU
  •  Float FPU
Asus P5B-E Plus
5.387
5.390
EVGA 680i SLI
5.669
5.672

PCI Express-Leistung

Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [23] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt kann man so die Bandbreite des PCIe-Buses messen.

PCI Express Rückkanal Bandbreite

Asus P5B-E Plus
1.331
EVGA 680i SLI
1.280

System-Benchmarks

Worldbench

Der Worldbench [24] ist eine Sammlung aus einem dutzend Anwendungen, die per Script automatisch ablaufen. Die dabei benötigte Zeit wird automatisch gemessen und bildet neben den Einzelwertungen dann einen Gesamtwert für das gestetete System.

Worldbench - Gesamt

EVGA 680i SLI
123
Asus P5B-E Plus
122
Angaben in Punkten

ACDSee PowerPack 5.0

Worldbench - ACDSee

EVGA 680i SLI
488
Asus P5B-E Plus
499
Angaben in Sekunden

Adobe Photoshop 7.0.1

WorldBench - Adobe Photoshop

Asus P5B-E Plus
293
EVGA 680i SLI
295
Angaben in Sekunden

Adobe Premiere 6.5

WorldBench - Adobe Premiere

Asus P5B-E Plus
358
EVGA 680i SLI
366
Angaben in Sekunden

Nero Express 6.0.0.3

WorldBench - Nero Express

EVGA 680i SLI
218
Asus P5B-E Plus
218
Angaben in Sekunden

Discreet 3ds max 5.1

WorldBench - 3ds max (DirectX)

Asus P5B-E Plus
251
EVGA 680i SLI
257
Angaben in Sekunden

WorldBench - 3ds max (OpenGL)

Asus P5B-E Plus
271
EVGA 680i SLI
279
Angaben in Sekunden

MS Office XP SP2

WorldBench - MS Office

Asus P5B-E Plus
512
EVGA 680i SLI
522
Angaben in Sekunden

MS Media Encoder 9.0

WorldBench - MS Media Encoder

Asus P5B-E Plus
269
EVGA 680i SLI
271
Angaben in Sekunden

Mozilla 1.4

WorldBench - Mozilla

EVGA 680i SLI
328
Asus P5B-E Plus
370
Angaben in Sekunden

Multitasking

WorldBench - Multitasking

EVGA 680i SLI
401
Asus P5B-E Plus
429
Angaben in Sekunden

Musicmatch Jukebox 7.10

WorldBench - MusicMatch Jukebox

Asus P5B-E Plus
495
EVGA 680i SLI
497
Angaben in Sekunden

VideoWave Movie Creator 1.5

WorldBench - Roxio Movie Creator

Asus P5B-E Plus
247
EVGA 680i SLI
249
Angaben in Sekunden

WinZip 8.1

WorldBench - WinZip

EVGA 680i SLI
266
Asus P5B-E Plus
266
Angaben in Sekunden

Schnittstellen

Netzwerk

Das Messen der im Netzwerk erreichten Geschwindigkeit ist nicht ganz einfach. Wir greifen daher auf ein Tool von Microsoft zurück, das im DDK von Windows 2000 enthalten ist. Es hört auf den Namen NTttcp und hilft bei der Treiberentwicklung. Wir nutzen folgende Einstellungen:

Server: NTttcps -m 4,0,‹client IP› -a 4 -l 256000 -n 30000
Client (zu testender Rechner): NTttcpr -m 4,0,‹Server IP› -a 4 -l 256000 -n 30000

Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf nicht vorhandene zweite Controller hin.

Netzwerk - Daten-Durchsatz

  •  LAN 1
  •  LAN 1 (TCP/IP Beschl.)
  •  LAN 2
  •  LAN 2 (TCP/IP Beschl.)
Asus P5B-E Plus
940
EVGA 680i SLI
941
942
939
941

Netzwerk - CPU-Last

  •  LAN 1
  •  LAN 1 (TCP/IP Beschl.)
  •  LAN 2
  •  LAN 2 (TCP/IP Beschl.)
Asus P5B-E Plus
19,34
EVGA 680i SLI
20,74
12,05
23,04
16,92
Angaben in Prozent

USB

Mit einer externen Festplatte und der Software HD Tach 3.0.1.0 RW messen wir die Schnittstellengeschwindigkeiten. Wir verwenden dabei die Einstellung „Long bench (32 MB Zones)“.

USB Schnittstelle - Durchschnitt

EVGA 680i SLI
30,8
Asus P5B-E Plus
30,8

USB Schnittstelle - Burst

Asus P5B-E Plus
31,2
EVGA 680i SLI
30,9

USB Schnittstelle - CPU-Last

EVGA 680i SLI
6
Asus P5B-E Plus
4
Angaben in Prozent

FireWire

FireWire Schnittstelle - Durchschnitt

EVGA 680i SLI
40,6
Asus P5B-E Plus
40,5

FireWire Schnittstelle - Burst

EVGA 680i SLI
43,0
Asus P5B-E Plus
42,9

FireWire Schnittstelle - CPU-Last

EVGA 680i SLI
1
Asus P5B-E Plus
1
Angaben in Prozent

Sound

Mit dem RightMark Audio Analyzer messen wir den OnBoard-Sound der jeweiligen Probanden. Dazu wird mit einer Creative X-Fi in einem zweiten System die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen. Als Vergleich sind noch die Werte der X-Fi mit einem Loop-Kabel angegeben.

Mainboard Frequency response
(40 Hz bis 15 kHz), dB
Noise level
dB (A)
Dynamic range
dB (A)
THD
%
IMD
%
Stereo crosstalk
dB
Asus P5B-E Plus
(ADI AD1988A)
Wiedergabe
+0,13, -0,07
(Sehr gut)
-87,3
(Gut)
86,8
(Gut)
0,0041
(Sehr gut)
0,059
(Gut)
-80,2
(Sehr gut)
Asus P5B-E Plus
(ADI AD1988A)
Aufnahme
+0,16, -0,08
(Sehr gut)
-72,1
(Durchschnitt)
72,3
(Durchschnitt)
0,0097
(Sehr gut)
0,127
(Durchschnitt)
-71,9
(Gut)
EVGA 680i SLI
(Realtek ALC885)
Wiedergabe
+0,01, -0,05
(Exzellent)
-87,6
(Gut)
87,5
(Gut)
0,0016
(Exzellent)
0,019
(Sehr gut)
-85,5
(Exzellent)
EVGA 680i SLI
(Realtek ALC885)
Aufnahme
+0,06, -0,05
(Exzellent)
-77,1
(Durchschnitt)
77,6
(Durchschnitt)
0,0030
(Sehr gut)
0,089
(Gut)
-80,3
(Sehr gut)
Creative SoundBlaster
X-Fi Elite Pro
[25]
+0,02, -0,08
(Exzellent)
-94,8
(Sehr gut)
94,7
(Sehr gut)
0,0009
(Exzellent)
0,0054
(Exzellent)
-94,7
(Exzellent)

Controller

Für die Messung der Geschwindigkeit der Festplatten nutzen wir wieder HD Tach 3.0.1.0 RW. Wir nutzen dabei die Einstellung „Long bench (32 MB Zones)“ im Schreib- und Lese-Modus.

Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf nicht vorhandene zweite Controller hin oder auf das Fehlen der technischen Möglichkeit, den entsprechenden Modus auszuführen.

RAID 0

RAID 0 - Lesen Durchschnitt

 Chipsatz:
Asus P5B-E Plus
97,6
Hinweis: 129,5 mit 3 HDDs
EVGA 680i SLI
92,7
Hinweis: 87 mit 3 HDDs

RAID 0 - Schreiben Durchschnitt

 Chipsatz:
Asus P5B-E Plus
97,6
Hinweis: 135,9 mit 3 HDDs
EVGA 680i SLI
91,9
Hinweis: 129,3 mit 3 HDDs

RAID 0 - Burst

 Chipsatz:
Asus P5B-E Plus
295,2
Hinweis: 346,3 mit 3 HDDs
EVGA 680i SLI
261,7
Hinweis: 257,4 mit 3 HDDs

RAID 0 - CPU-Last

 Chipsatz:
EVGA 680i SLI
5
Hinweis: 7 mit 3 HDDs
Asus P5B-E Plus
5
Hinweis: 11 mit 3 HDDs
Angaben in Prozent

Reichlich seltsam sind die Ergebnisse im RAID 0 bei Verwendung von mehr als zwei HDDs auf dem nForce 680i. Je nachdem welche der fünf freien SATA-Ports belegt werden, zeigt HD-Tach völlig unterschiedliche Ergebnisse an. Auch HDTune zeigte bei den Messungen quasi keinen Unterschied beim 680i mit zwei oder drei HDDs im RAID 0. Ob dies nun an den Benchmarks liegt oder am nVidia-Chipsatz müssen wir leider ungeklärt lassen.

RAID 1

RAID 1 - Lesen Durchschnitt

 Chipsatz:
Asus P5B-E Plus
48,8
EVGA 680i SLI
39,3

RAID 1 - Schreiben Durchschnitt

 Chipsatz:
Asus P5B-E Plus
48,5
EVGA 680i SLI
46,7

RAID 1 - Burst

 Chipsatz:
EVGA 680i SLI
169,5
Asus P5B-E Plus
70,0

RAID 1 - CPU-Last

 Chipsatz:
EVGA 680i SLI
3
Asus P5B-E Plus
1
Angaben in Prozent

RAID 5

RAID 5 - Lesen Durchschnitt

 Chipsatz:
EVGA 680i SLI
83,9
Asus P5B-E Plus
35,9

RAID 5 - Schreiben Durchschnitt

 Chipsatz:
Asus P5B-E Plus
15,6
EVGA 680i SLI
13,9

RAID 5 - Burst

 Chipsatz:
EVGA 680i SLI
218,6
Asus P5B-E Plus
116,0

RAID 5 - CPU-Last

 Chipsatz:
EVGA 680i SLI
8
Asus P5B-E Plus
4
Angaben in Prozent

Spiele

F.E.A.R.

Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden mittlerweile für diese Zwecke die Vollversion, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine sich frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind.

Fear

Asus P5B-E Plus
101
EVGA 680i SLI
100

Half-Life 2 - Lost Coast

Half-Life 2 ist wohl zweifellos aufgrund seines legendären Vorgängers eines der meist erwarteten Spiele aller Zeiten gewesen. Den Erwartungen wurde das Spiel oftmals gerecht und begeistert nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch durch seine Grafik, die unter anderem durch massiven „Shader Model 2.0“-Einsatz ermöglicht wird. Einige Monate nach der Erscheinung brachte Valve die kostenlose Technologiedemo „Lost Coast“ auf den Markt, die als Besonderheit High-Dynamic-Range-Rendering unterstützt und somit nicht nur einen deutlich höheren Lichtumfang sowie Lichtdynamik bietet, sondern auch die Hardware bis auf das Äußerste fordert.

Half-Life 2 - Lost Coast

EVGA 680i SLI
86,15
Asus P5B-E Plus
85,92

Oblivion

Bereits der Vorgänger „Morrorwind“ hat bei vielen Spielefans eine richtige Begeisterung hervorgerufen und bei dem Nachfolger „Oblivion“ scheint dies nicht anders zu sein. Zu kaum einem Spiel findet man derzeit mehr Diskussionen im Internet. Aber nicht nur spielerisch, auch grafisch kann Oblivion überzeugen und fährt, um dieses Ziel zu erreichen, schwere Geschütze auf. Noch niemals zuvor wurde HDRR mit dynamischem Tone-Mapping derartig realistisch eingesetzt. Darüber hinaus kann das Spiel mit schönen Schatteneffekten sowie stellenweise hoch auflösenden Texturen und Partikeleffekte glänzen. Dementsprechend ist Oblivion geradezu prädestiniert für einen guten Benchmarkparcours. Die verwendete Szene zeigt nicht nur eine aufwendige Beleuchtung, auch mehrere Sträucher und Bäume sind zu sehen, die vor allem die GPU extrem stark belasten.

Oblivion

EVGA 680i SLI
53,6
Asus P5B-E Plus
52,2

Quake 4

Die bekannte Quake-Reihe von ID-Software ist jedes mal ein Highlight für einen „First Person Shooter“-Fan, da die Spiele nicht nur einen hohen Unterhaltungswert bieten, sondern auch mit einer Grafikpracht daherkommen, die häufig die Messlatte ein gutes Stück höher legt. Die aktuelle Version, Quake 4, wurde allerdings von Raven Software programmiert und nutzt eine leicht weiterentwickelte Doom-3-Engine. Somit liegt die Grafik auf einem hohen Niveau, kann aber keine neue Maßstäbe setzen. Nichtsdestotrotz bietet das Spiel mit aufwändigen Charaktertexturen und vielen Schattenspielen einiges fürs Auge. Die ausgesuchte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte sowie spektakuläre Schatten- und Farbspiele. Nach dem Patchen des Spiels auf die Version 1.2 ist auch der Bug verschwunden, dass weder die Spielerschatten noch die Waffeneffekte dargestellt werden. Somit entsprechen die ermittelten Ergebnisse nun dem „wahren“ Spielverlauf.

Quake 4

Asus P5B-E Plus
111,76
EVGA 680i SLI
108,35

Stromaufnahme

Wie gehabt messen wir die Stromaufnahme der Mainboards. Zum Einen im Idle-Modus auf dem Windows-Desktop, zum Anderen unter Last, erzeugt durch Prime95 und 3DMark06. Auch der Stromverbrauch im BIOS wird ermittelt. Wir geben die gesamte Stromaufnahme des Systems an (ohne Monitor!).

Stromaufnahme

  •  Idle
  •  Last
  •  BIOS
Asus P5B-E Plus
144,0
226,0
160,0
EVGA 680i SLI
164,4
242,0
180,9
Angaben in Watt (W)

Temperaturen

Mit einem Infrarot-Thermometer messen wir die Oberflächen-Temperatur von North- und Southbridge. Auch die CPU-Stromversorgung wird mit dem Instrument überprüft.

Temperaturen Idle

  •  Chipsatz
  •  CPU-Stromversorgung
Asus P5B-E Plus
47,0
Hinweis: Southbridge: 49
44,0
EVGA 680i SLI
57,0
Hinweis: Southbridge: 44,5
40,5
Angaben in °C

Temperaturen Last

  •  Chipsatz
  •  CPU-Stromversorgung
Asus P5B-E Plus
52,5
Hinweis: Southbridge: 57
55,0
EVGA 680i SLI
73,0
Hinweis: Southbridge: 64
45,0
Angaben in °C

Overclocking

Natürlich ist auch das Thema Overclocking mit dem Sockel 775 und Core-Prozessoren weiterhin aktuell. Auf die Auflistung der vielen BIOS-Optionen verzichten wir in Zukunft, Interessierte finden in unseren Screenshots bereits viele Daten. Ansonsten ist der Download des Handbuchs zu empfehlen.

Wie bereits bei den bisherigen Mainboard-Reviews haben wir erneut eingeschränkte Versuche zum Übertakten unternommen. Wir wollen hier keine Rekorde aufstellen, sondern einfach die OC-Möglichkeiten zeigen und mit Screenshots von CPU-Z dokumentieren. Die maximal erreichte Höhe des FSB dient uns dabei als Vergleichswert zwischen den getesteten Mainboards. Wir geben diesen Wert im Diagramm an. Die CPU-Spannung wurde auf bis zu 1,4 Volt angehoben. Die RAM-Timings (4-4-4-12) bleiben unangetastet.

Nun erhöhen wir den FSB erst in 10-MHz-Schritten, bis die Grenzen des Mainboards erreicht sind. Danach wird in 1-MHz-Schritten der höchste Wert ermittelt. Überprüft wird die System-Stabilität mit Prime95, das recht empfindlich auf zu hoch getaktete Systeme reagiert.

Asus P5B-E Plus Asus P5B-E Plus CPU-Z CPU max Asus P5B-E Plus CPU-Z RAM max

EVGA 680i SLI EVGA 680i SLI CPU-Z CPU max EVGA 680i SLI CPU-Z RAM max

OC - Frontside-Bus

Asus P5B-E Plus
1.980
EVGA 680i SLI
1.828
Angaben in MHz

Zumindest die Vorserien-Version des EVGA 680i SLI kann beim Overclocking nicht wirklich überzeugen. Für die Kontrolle der OC-Ergebnisse haben wir das BIOS von Version 17 auf 20 geflasht, ohne nennenswerte Änderungen. Trotz (automatisch) erhöhtem VCore und entkoppeltem RAM-Takt bleibt der nVidia-Chipsatz deutlich hinter dem Intel-Chipsatz zurück. Mit dem P965 sind trotz unverändertem VCore fast 500 MHz Taktfrequenz beim FSB möglich. Und das, obwohl das 6400er-RAM ohne Veränderung am VDimm dann schon mit 990 MHz läuft.

Ranking

Kommen wir zur Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse in den einzelnen Kategorien. Wir geben ein Ranking der getesteten Mainboards in den Bereichen „Synthetische Benchmarks“, „Anwendungen“, „Schnittstellen“ und „Spiele“. Bei den Schnittstellen berücksichtigen wir auch schwächer ausgestattete Mainboards und verzichten bei der Aufführung in der Kategorie „Ausstattungsbereinigt“ auf zusätzliche Schnittstellen in den Bereichen Netzwerk und RAID.

Performance-Rating: Synthetisch

EVGA 680i SLI
99,7
Asus P5B-E Plus
98,0
Angaben in Prozent

Performance-Rating: Anwendungen

EVGA 680i SLI
99,1
Asus P5B-E Plus
98,5
Angaben in Prozent

Performance-Rating: Spiele

Asus P5B-E Plus
99,3
EVGA 680i SLI
99,0
Angaben in Prozent

Performance-Rating: Schnittstellen

EVGA 680i SLI
61,6
Asus P5B-E Plus
53,5
Angaben in Prozent

Schnittstellen (Ausstattungsbereinigt)

EVGA 680i SLI
95,8
Asus P5B-E Plus
94,6
Angaben in Prozent

Nachdem sich der interessierte Leser seinen Favoriten in den einzelnen Kategorien aussuchen konnte, geben wir natürlich auch ein Gesamt-Rating ab, in welches die Ergebnisse aus allen Kategorien einfließen. Der Gerechtigkeit halber nutzen wir bei den „Schnittstellen“ die ausstattungsbereingte Version. Darin wird nur die FireWire-, USB-, und RAID-Performance (RAID 0,1) der jeweils primären Schnittstelle bewertet.

Performance-Rating: Gesamt

EVGA 680i SLI
99,9
Asus P5B-E Plus
99,1
Angaben in Prozent

Fazit

Mit dem nForce-680i-SLI-Chipsatz setzt nVidia sich gut in (die Intel-)Szene. Im Vergleich zum P965 von Intel kann der 680i in fast allen Kategorien knapp die Spitze behaupten. Lediglich in der häufig gefragten Spiele-Sektion muss beim Einsatz einer Grafikkarte unter unseren Einstellungen der gute zweite Platz reichen. Mit der exklusiven SLI-Funktion hat man für Enthusiasten allerdings das entscheidende Kaufargument in petto. Nach dem ziemlich verpatzten Start des nForce 590 Intel Edition will nVidia es diesmal besser machen, viel besser sogar. Betrachtet man allein die Leistungen, so liegt man tatsächlich sehr knapp vor dem Konkurrenten Intel.

EVGA 680i SLI

Auch ein Blick auf die Ausstattung zeigt Positives für die grüne nVidia-Fraktion. Zwei echte PCIe-x16-Schnittstellen stehen bereit, dazu kommen zwei native GigaBit-LAN-Schnittstellen. Seit der Einführung der Core-2-Duo-Prozessoren gelten Intel-CPUs nach langer Zeit wieder als die Spiele-Prozessoren. Was liegt da näher, als SLI auch auf Intel-Systemen zu nutzen? Intel hat sich bereits vor längerer Zeit für die immernoch rote Alternative CrossFire von ATi entschieden. Ob sich nach der Übernahme von ATi durch AMD daran etwas ändert, liegt im Ungewissen.

Ein weiterer wichtiger Prestige-Punkt sind die Übertaktungsmöglichkeiten. Der nForce 680i entkoppelt dazu die Taktung von RAM und Prozessor komplett voneinander. So kann man auch mit normalen PC6400-RAM ausschließlich den Prozessor übertakten. Was sich in der Theorie vielversprechend anhört und in der Praxis auch einwandfrei funktioniert, verhalf unserem nForce 680i trotzdem nicht zur OC-Krone. Bei 456 MHz war Schluss, trotz automatisch erhöhtem VCore. Da lächelte der P965 nur müde und legte ohne jede Spannungserhöhung und mit gekoppeltem RAM-Takt mal eben die Messlatte auf 495 MHz.

Nun sollte man all' diese Werte nicht auf die Goldwaage legen, stammt das EVGA-Mainboard doch noch aus der Vorserien-Produktion. Auch die angesprochenen Layout-Mängel sollen angeblich noch behoben werden. Sicherlich werden noch weitere Hersteller den nVidia nForce 680i SLI als Basis für ihre Motherboards wählen. Und somit ist auch die Wahrscheinlichkeit für Tests mit Serien-Boards bei uns sehr hoch.

Asus P5B-E Plus

Das von uns getestete EVGA-Mainboard ist inzwischen unter der Bezeichnung 122-CK-NF-68 für etwa 240,- Euro [26] erhältlich. Womit wir beim letzten Vergleich wären, dem Preis. Denn das Asus P5B-E Plus wird für rund 100 Euro weniger gehandelt [27]. Setzt man diese Preise mit den erreichten Leistungen in Relation, steht die EVGA-Hauptplatine in keinem guten Licht da. Neben dem höheren Kaufpreis sind auch die Unterhaltskosten des nForce 680i SLI höher, wie der Blick auf den Strombedarf der Systeme zeigt.

nVidia hat seine Hausaufgaben gemacht, das kann man nicht leugnen. Die Leistung ist auf sehr hohem Niveau und durchaus vergleichbar mit denen der Intel-Schmieden. Allerdings verfügt Intel unumstritten über mehr Erfahrung mit den eigenen Prozessoren und zeigt dies gerade beim Übertakten sehr deutlich. Wer allerdings unbedingt auf eine Dual-Grafikkarten-Lösung von nVidia beharrt, der kommt weiterhin eh nicht an Mainboards mit (teuren) nForce-600-SLI-Chipsätzen vorbei.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/vorschau_nvidia_nforce_600i-serie/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/bericht_pcie_pcie/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/test_asus_p5nsli_nforce_570_sli/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/test_asus_p5n32-sli_deluxe/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2006/test_intel_core_2_duo_e6700_e6600/
  6. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/bericht_asus_p5w_dh_deluxe_msi_p4n_sli_xe/
  7. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2006/test_intel_core_2_extreme_x6800/
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2006/vorschau_nvidia_nforce_500/1/
  9. http://www.intel.com/cd/products/services/emea/deu/chipsets/289386.htm
  10. http://www.intel.com/design/chipsets/datashts/313056.htm
  11. http://www.jmicron.com/JMB363.html
  12. http://www.marvell.com/products/pcconn/yukon/index.jsp
  13. http://www.soundmax.com/products/index.html
  14. http://www-s.ti.com/sc/ds/tsb43ab22a.pdf
  15. http://www.winbond.com/e-winbondhtm/partner/PDFresult.asp?Pname=182
  16. http://www.evga.com/products/pdf/680i%20manual.pdf
  17. http://www.nvidia.de/page/nforce_600i_tech_specs.html
  18. http://www.marvell.com/products/transceivers/singleport/index.jsp
  19. http://www.realtek.com.tw/products/productsView.aspx?Langid=1&PFid=28&Level=5&Conn=4&ProdID=138
  20. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2006/test_geforce_7600_gt_7900_gt_7900_gtx/5/#abschnitt_nvidia_geforce_7900_gtx
  21. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2002/test_avance_b031-ti_mini_server/
  22. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2003/test_32_lueftern_fluegel/3/#abschnitt_noiseblocker
  23. http://www.seriousmagic.com
  24. http://www.pcworld.com/article/id,116985-page,1/article.html#
  25. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2006/test_creative_sound_blaster_x-fi/
  26. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a223983.html
  27. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a222525.html
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