Einleitung
Hatte sich nVidia für die letzte Produktvorstellung auf dem Chipsatz-Sektor die Veröffentlichung der AM2-Prozessoren von AMD ausgesucht, so war es diesmal der hausinterne Launch der GeForce-8800-Serie. Damals gab es den nForce 500 für AMD-Prozessoren, diesmal war es der nForce 600i für Intel-Prozessoren. Wir hatten zur Vorstellung bereits einen kurzen Überblick über den Chipsatz gegeben [1]; nun wollen wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, auch in der Praxis einen Blick auf den nVidia-nForce-680i-SLI-Chipsatz zu werfen. Dazu lag uns ein Vorserien-Mainboard von EVGA vor.
Damit der nForce 680i SLI nicht ganz alleine seine Künste zeigen muss, haben wir ihm das Asus P5B-E Plus mit Intels P965-Chipsatz zur Seite gestellt. Der P965 ist jüngst überarbeitet worden und die Northbridge weist jetzt die Revision C2 auf. Dabei wurden zwei Fehler ausgemerzt, die aber leistungstechnisch keine Rolle spielten. Als Southbridge ist die aktuelle ICH8/R (82801HB) verbaut, die neben sechs SATA-Schnittstellen auch über die Matrix-RAID-Technik verfügt.
Wie bei den AMD-Mainboards beim Wechsel auf den Sockel AM2 haben wir auch bei Intel-Mainboards unseren Testparcours überarbeitet. Grundsätzlich bleiben die bestehenden Benchmarks und ihre Durchführung zwar erhalten, eine Änderung gibt es aber bei den Spiele-Tests. So werden wir dort in Zukunft Quake 4, Oblivion, Fear und Half-Life 2 - Lost Coast als Benchmarks einsetzen. Verzichten werden wir auf Messungen mit mehreren Grafikkarten, da diese in der Standard-Auflösung wenig Sinn ergeben, wie auch unser Artikel über PCIe x8 und x16 [2] zeigte. Auf vielfachen Wunsch werden wir im RAID-Bereich auch Schreibtests mit HD-Tach durchführen. Im Klangbereich werden wir mit Hilfe einer SoundBlaster X-Fi untersuchen, welche Unterschiede zum OnBoard-Sound bestehen. Somit werden AMD- und Intel-Mainboards ab sofort wieder unter gleichen Voraussetzungen getestet.
Lesezeichen
- Asus P5NSLI mit nForce 570 SLI [3]
- Asus P5N32-SLI Deluxe [4]
- Intel Core 2 Duo E6700 und E6600 [5]
- Asus P5W DH Deluxe und MSI P4N SLI XE [6]
- Intel Core 2 Extreme X6800 [7]
- nVidia nForce 500 [8]
Die Probanden
Zuerst wollen wir wieder einen Überblick über die Ausstattung der getesteten Mainboards geben. Als weiterer Vergleich dient uns das Asus P5NSLI mit nForce 570 SLI.
Asus P5B-E Plus
Das Asus P5B-E Plus verfügt über einen recht guten Lieferumfang. Alle wichtigen Kabel und Schnittstellen liegen bei. Das Handbuch liefert ausgiebige Informationen über den Funktionsumfang des Mainboards und der beiliegenden Software. Auch an die D.I.Y. (Do-it-yourselfer) wurde gedacht. Mit dem Q-Connector hat Asus endlich eine Lösung gegen das lästige Fummeln beim Aufstecken von Power-, Reset-Taster und der Kontroll-LEDs gefunden. Mit Hilfe eines Adapters kann man erst in Ruhe alle nötigen Kabel aufstecken, bevor dieser selbst auf das Mainboard gesteckt wird. Gleiches gilt für die meist losen Kabel von USB- und FireWire-Frontanschlüssen der Gehäuse.
- Lieferumfang
- Treiber-CD für das Mainboard
- User's Manual, engl. Handbuch, ca. 158 Seiten
- 1x Q-Connector
- 1x Slotblende, zwei USB 2.0-Ports
- 1x Slotblende FireWire400, 1 Port
- 6x SATA-Datenkabel
- 3x Stromadapter von 4-polig Molex auf 2x SATA
- 1x IDE-Flachkabel, 80-polig
- 1x Floppy-Flachkabel
- 1x ATX I/O-Blende
Layout
Wie von Asus gewohnt, macht das Mainboard auf Anhieb einen sehr aufgeräumten Eindruck. Der acht-polige Stromanschluss für die CPU sitzt oben links am Rand. Die anderen Anschlüsse wie ATX-Hauptstecker, IDE- und Floppy-Anschluss sind am rechten Rand verteilt. Der IDE-Stecker ist mit Rücksicht auf lange Grafikkarten um 90 ° abgewinkelt. Die SATA-Anschlüsse befinden sich unten rechts.
Auf der North- und Southbridge thronen passive, schwarze Kühlkörper, wobei der etwa 30 mm hohe Kühler auf der Northbridge direkt an die Keep-Out-Area der CPU angrenzt. Die Spannungsversorgung der CPU kommt komplett ohne Kühlung daher. Der Wechsel von RAM-Modulen gelingt mit etwas Fingerspitzengefühl auch bei eingebauten, langen Grafikkarten.
Eine interessante Neuerung ist die Kontroll-LED für Standby und Power on. Am unteren Rand ist rechts der Asus-Schriftzug zu sehen. Dieser ist nicht aufgedruckt, sondern durch das gesamte PCB des Mainboards durchscheinend. Auf der Unterseite des Mainboards befinden sich insgesamt vier LEDs, zwei blaue und zwei rote. Leuchten nur die blauen, ist das Mainboard im Standby. Leuchten auch die roten, ist das System eingeschaltet (Power on).
Das Asus P5B-E Plus kann theoretisch mit der WLAN-Karte von Asus' WiFi-Mainboards auch um WLAN erweitert werden. Dazu wird die Karte oberhalb des PEG-Slots mit den „USB910“-Anschlüssen verbunden. Für Lüfter stehen fünf Anschlüsse zur Verfügung, wobei der CPU-Lüfter vierpolig ausgeführt ist. Inzwischen fast Standard ist bei Asus Mainboards Stack'n'Cool 2, mit der auch über die Mainboard-Rückseite die entstehende Wärme verteilt und abgeführt wird.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
|---|---|---|---|
| 1 | Northbridge | Intel P965 | Intel [9] |
| 2 | Southbridge | ICH8/R | Datenblatt (engl. PDF) [10] |
| 3 | SATA/PATA-Controller | JMicron JMB363 | JMicron [11] |
| 4 | GBit-Netzwerk-PHY | Marvell 88E8056 PCIe | Marvell [12] |
| 5 | Soundchip | ADI AD1988A | Analog Devices [13] |
| 6 | FireWire 400 | TI TSB43AB22A | Datenblatt (engl. PDF) [14] |
| 7 | Hardware-Monitor, Super-I/O | Winbond W83627EHG | Datenblatt (engl. PDF) [15] |
BIOS
Das BIOS lag in der Version 0304 vor. Das BIOS des Intel Matrix Storage Manager trägt die Versionsnummer 6.1.0.1002, das des JMicron JB363 die Version 1.06.22.
ACPI-Suspend
Das Asus-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln im BIOS anwählen. Zusätzlich gibt es die Einstellung „Auto“. Aus diesem Modus lässt sich der Computer per Ein/Aus-Schalter oder PS/2-Hardware, aus dem S1-Modus hingegen per Tastendruck, Mausklick oder durch Drücken das Ein/Aus-Schalters wieder aufwecken. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder eine PS/2-Tastatur oder -Maus. Mit einer USB-Maus bzw. -Tastatur war ein Aufwecken nicht möglich.
Lüftersteuerung
Asus setzt wie gewohnt auf die Q-Fan-Lüftersteuerung. Damit können vier von fünf Lüftern gesteuert werden. Allerdings stellt Q-Fan für den CPU- und die drei Chassis-Lüfter nur drei Leistungsstufen zur Wahl: Performance, Optimal und Silent. Eine direkte Änderung der Drehzahl ist nicht möglich, auch eine Vorgabe der Temperatur für unterschiedliche Drehzahlen existiert nicht. Die Lüftersteuerung ist also weder Fisch noch Fleisch. Trotzdem bleibt ein Fortschritt, auch wenn es nur ein recht kleiner ist.
Crashfree BIOS
Sollten Übertaktungs-Versuche einmal fehlschlagen, kommt die große Stärke der Asus-Platinen zum Vorschein. Wenn der Rechner nicht mehr ordnungsgemäß bootet, reicht es, den Netzschalter am Netzteil auszuschalten, oder den Stecker zu ziehen. Beim nächsten Hochfahren werden automatisch Standardwerte geladen, die es erlauben, das BIOS aufzurufen. Asus nennt diese Funktion „Crashfree BIOS“.
Wer sein BIOS nicht unter Windows flashen möchte, kann dies auch per „Alt-F2“-Tastenkombination beim Booten tun. Nötig ist dazu eine Diskette, CD oder ein USB-Stick mit der aktualisierten BIOS-Version, die geflasht werden soll. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig. Das dabei aufgerufene Tool „EZ Flash 2“ kann auch direkt aus dem BIOS unter dem Reiter Tools aufgerufen werden.
Software
Die beiliegende Software-CD startet automatisch nach dem Einlegen und bietet die Möglichkeit der Installation aller notwendigen Treiber an. Eine automatische Installation ist inzwischen per „InstAll Wizard“sowohl bei den Treiber als auch bei den Tools möglich.
Per „Make Disk“ können Treiber-Disketten für die Windows-Installation sowohl für 32-Bit-, als auch für 64-Bit-Systeme angefertigt werden. Wird die CD beim Booten des Rechners eingelegt, können ohne Betriebssystem direkt von der CD aus dem Boot-Menü heraus die Treiber-Disketten für die Windows-Installation erstellt werden.
Neben dem bekannten Asus Update stehen auch wieder der AI Booster, AI NOS und PC Probe II zur Verfügung. Zusätzlich zu den Treibern für Windows sind auch Beta-Treiber für Vista auf der CD vorhanden. Damit bietet Asus eine sehr gute Software-Ausstattung.
EVGA 680i SLI
Wie bei den meisten Vorserien-Mainboards lag auch bei unserem Modell quasi keine Zubehör bei, von einem Lieferumfang kann man also gar nicht sprechen. Natürlich verfügt das auf dem Markt erhältliche Serien-Mainboard über Beilagen, über die das englische Handbuch (PDF) [16] Auskunft erteilt.
Layout
Das Layout des Mainboards ist recht klassisch gehalten, trotz passiver Kühlung von MCP+SPP. Der große Wärmetauscher befindet sich auf der Northbridge, dort wird auch die per Heatpipe transportierte Wärme der Southbridge an die Umgebungsluft abgeführt. Für Systeme, die passive CPU-Kühler verwenden, legt EVGA einen kleinen Lüfter bei, der an den Wärmetauscher angeklickt werden kann und so für zusätzliche Kühlung sorgt. Auch die Sechs-Phasen-Spannungsversorgung für den Prozessor, die sich links und oberhalb der CPU befindet, ist mit einem passiven Kühlelement versehen.
Ganz oben links ist der acht-polige Zusatzstecker für die CPU-Versorgung platziert, am rechten Mainboard-Rand befinden sich der ATX-Hauptstecker sowie der Floppy- und der eine verbliebene IDE-Anschluss. Damit der Floppy-Anschluss langen Grafikkarten nicht ins Gehege kommt, ist er auch hier um 90 ° abgewinkelt. Eine ähnliche Lösung verwendet EVGA bei zwei der sechs SATA-Anschlüsse. In einem kleinen Block sind zwei Ports übereinander verbaut, so dass die Kabel parallel zum Mainboard geführt werden und nicht den Grafikkarten im Wege sind.
Neben dem IDE-Anschluss befindet sich noch ein vier-poliger Stromanschluss, der als Zusatzversorgung für die Grafikkarten gedacht ist. Unten rechts sind zwei Sieben-Segment-Anzeigen angebracht, die während des Bootens über den Status des Systems Auskunft geben. Ebenfalls für Bastler ein Segen sind die am unteren Rand platzierten zwei Taster für Power-On und Reset. Auch ein kleiner Piezo-Lautsprecher ist hier zu finden.
Für weitere Informationen sorgen drei kleine LEDs oben rechts auf dem Mainboard. Im Handbuch werden sie zwar nicht erwähnt, zeigen aber offenbar die Stand-By-Spannung und den Power-Status an. Für Lüfter stehen sechs Anschlüsse zur Verfügung, wobei der CPU-Anschluss wie üblich vier-polig ausgeführt ist. Auffallend ist beim EVGA-Mainboard der Einsatz von „normalen“ Elkos, gehen doch in letzter Zeit immer mehr Hersteller zur ausschließlichen Verwendung von teureren Solid-Elkos über.
Was die Ingenieure bei EVGA dazu bewogen hat, die Anschlüsse für das Frontpanel hinter dem IDE-Anschluss zu verstecken, bleibt wohl ein Rätsel. Dass es dadurch zu Problemen bei der Kabelführung und der Montage der Steckverbinder kommt, sollte eigentlich jedem klar sein.
| Nr. | Funktion | Bezeichnung | Info |
|---|---|---|---|
| 1 | Northbridge | nVidia nForce 680i SPP | nVidia [17] |
| 2 | Southbridge | nVidia nForce 680i MCP | nVidia [16] |
| 3 | GBit-Netzwerk | Marvell 88E8116 NNC | Kurz-Info [18] |
| 4 | Soundchip | Realtek ALC885 | Realtek [19] |
| 5 | FireWire 400 | TI TSB43AB22A | Datenblatt (engl. PDF) [13] |
| 6 | Hardware-Monitor, Super-I/O | Winbond W83627EHG | Datenblatt (engl. PDF) [14] |
BIOS
Das BIOS lag in der Version 691NOP17 vor. Das nVidia Media-Shield-BIOS trägt die Versionsnummer 6.91.
ACPI-Suspend
Das EVGA-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 ebenfalls die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln im BIOS anwählen. Zusätzlich gibt es die Einstellung „S1&S3“. Aus diesem Modus lässt sich der Computer per Ein/Aus-Schalter oder PS/2-Hardware, aus dem S1-Modus hingegen per Tastendruck, Mausklick oder durch Drücken des Ein/Aus-Schalters wieder aufwecken. Um den Rechner aus dem S3-Modus wieder zum Arbeiten zu bewegen, braucht man den Ein/Aus-Schalter oder PS/2-Tastatur oder -Maus. Mit USB-Eingabegeräten war ein Aufwecken nicht möglich.
Lüftersteuerung
Per „Dynamic-Fan-Control“ lassen sich neben dem CPU-Fan noch vier von fünf weiteren Lüftern steuern. Das ist durchaus als gut zu bezeichnen. Zur Regelung stehen verschiedene Möglichkeiten bereit: SmartFan oder Manual. Während bei der ersten Methode temperaturabhängig die Drehzahl in Prozent einstellbar ist, kann man bei der zweiten Methode nur prozentual die Drehzahl regeln. Allerdings steht SmartFan nur für den CPU- und Chassis-Lüfteranschluss zur Verfügung. Die drei anderen Lüfter können ausschließlich prozentual geregelt werden.
Overclocking und Flashen
Misslungene Overclocking-Versuche erkennt das Mainboard automatisch und bootet mit Standard-Einstellungen neu. Somit wird das Risiko von Beschädigungen durch zu hohe Werte zumindest reduziert. Auch den lästigen Clear-CMOS-Vorgang kann man sich so meist ersparen.
Wer sein BIOS regulär nicht unter Windows flashen möchte, kann dies auch per „Alt-F2“-Tastenkombination beim Booten tun. Nötig ist dann nur noch eine Diskette oder CD mit der aktualisierten BIOS-Version, die geflasht werden soll. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig.
Software
Wie schon beim Lieferumfang lässt sich auch bei der Softwareausstattung aufgrund des Vorserien-Status des Probanden keine Aussage treffen.
Hier noch ein Blick auf nTune auf dem EVGA nForce 680i SLI. Im Vergleich zu anderen nForce-Boards wird die unterschiedliche Unterstützung durch das Tool, je nach BIOS, deutlich. Ausgegraute Werte lassen sich nicht verändern.
Testsystem
- Prozessor
- Intel Core 2 Duo E6300 [4], 1,86 GHz, FSB1066
- CPU-Kühler
- Intel Boxed-Kühler
- Motherboard
- Asus P5B-E Plus
- EVGA 680i SLI Referenzboard
- Arbeitsspeicher
- 2x1024 MB DDR2-800 Corsair TWIN2X2048-6400C4 (DDR2-800 CL4-4-4-12)
- Grafikkarte
- nVidia 7900 GTX [20]
- Peripherie
- Samsung P80SD SATA II, 80 GB (1x System, 3x RAID)
- Pioneer DVD-ROM DVD-105
- Iomega 250 GB USB 2.0 / FireWire 400/800 extern
- Sonstiges
- Avance B031 Gehäuse [21]
- Tagan TG480-U22-2Force-Netzteil, 480 Watt
- Noiseblocker S2 Ultra-Silent-Fan 80 mm [22] (Drei Stück)
- Software
- Windows XP Professional SP2
- DirectX 9.0c (Juni 2006)
- Treiber
- Intel Chipsatztreiber 8.1.1.1010
- nForce 9.53 WHQL
- nVidia ForceWare 91.31 WHQL
Benchmarks
- Synthetische Benchmarks
- PCMark05 1.1.0
- SiSoft Sandra Professional 2007
- PCI Express-Rückkanal-Bandbreite
- System-Benchmarks
- WorldBench 5
- Schnittstellen
- Netzwerk: NTtttcp
- USB 2.0: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- FireWire 400/800: HDTach 3.0.1.0 zur externen Festplatte
- Sound: RightMark Audio Analyzer 5.5
- Controller
- RAID 0: HDTach 3.0.1.0
- RAID 1: HDTach 3.0.1.0
- RAID 5: HDTach 3.0.1.0
- Spiele
- Fear
- Half-Life 2 - Lost Coast
- Oblivion
- Quake 4
Alle Benchmarks werden in einer Bildschirmauflösung von 1280x1024 mit 32 Bit Farbtiefe durchgeführt. Alle Messungen werden unabhängig vom Chipsatz mit nur einer Grafikkarte vorgenommen.
Synthetische Benchmarks
PCMark05
PCMark05 - Gesamt
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Festplatte
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Grafikkarte
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Prozessor
Angaben in Punkten
|
PCMark05 - Speicher
Angaben in Punkten
|
Sandra 2007
Sandra 2007 - Multimedia
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
|
Sandra 2007 - Memory
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
PCI Express-Leistung
Mit einem älteren Tool aus dem Jahr 2002 von der Firma Serious Magic [23] lässt sich die Geschwindigkeit des Rückkanals der Grafikkarte messen. Indirekt kann man so die Bandbreite des PCIe-Buses messen.
PCI Express Rückkanal Bandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
System-Benchmarks
Worldbench
Der Worldbench [24] ist eine Sammlung aus einem dutzend Anwendungen, die per Script automatisch ablaufen. Die dabei benötigte Zeit wird automatisch gemessen und bildet neben den Einzelwertungen dann einen Gesamtwert für das gestetete System.
Worldbench - Gesamt
Angaben in Punkten
|
ACDSee PowerPack 5.0
Worldbench - ACDSee
Angaben in Sekunden
|
Adobe Photoshop 7.0.1
WorldBench - Adobe Photoshop
Angaben in Sekunden
|
Adobe Premiere 6.5
WorldBench - Adobe Premiere
Angaben in Sekunden
|
Nero Express 6.0.0.3
WorldBench - Nero Express
Angaben in Sekunden
|
Discreet 3ds max 5.1
WorldBench - 3ds max (DirectX)
Angaben in Sekunden
|
WorldBench - 3ds max (OpenGL)
Angaben in Sekunden
|
MS Office XP SP2
WorldBench - MS Office
Angaben in Sekunden
|
MS Media Encoder 9.0
WorldBench - MS Media Encoder
Angaben in Sekunden
|
Mozilla 1.4
WorldBench - Mozilla
Angaben in Sekunden
|
Multitasking
WorldBench - Multitasking
Angaben in Sekunden
|
Musicmatch Jukebox 7.10
WorldBench - MusicMatch Jukebox
Angaben in Sekunden
|
VideoWave Movie Creator 1.5
WorldBench - Roxio Movie Creator
Angaben in Sekunden
|
WinZip 8.1
WorldBench - WinZip
Angaben in Sekunden
|
Schnittstellen
Netzwerk
Das Messen der im Netzwerk erreichten Geschwindigkeit ist nicht ganz einfach. Wir greifen daher auf ein Tool von Microsoft zurück, das im DDK von Windows 2000 enthalten ist. Es hört auf den Namen NTttcp und hilft bei der Treiberentwicklung. Wir nutzen folgende Einstellungen:
Server: NTttcps -m 4,0,‹client IP› -a 4 -l 256000 -n 30000
Client (zu testender Rechner): NTttcpr -m 4,0,‹Server IP› -a 4 -l 256000 -n 30000
Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf nicht vorhandene zweite Controller hin.
Netzwerk - Daten-Durchsatz
Angaben in Megabit pro Sekunde
|
Netzwerk - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
USB
Mit einer externen Festplatte und der Software HD Tach 3.0.1.0 RW messen wir die Schnittstellengeschwindigkeiten. Wir verwenden dabei die Einstellung „Long bench (32 MB Zones)“.
USB Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
USB Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
FireWire
FireWire Schnittstelle - Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
FireWire Schnittstelle - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Sound
Mit dem RightMark Audio Analyzer messen wir den OnBoard-Sound der jeweiligen Probanden. Dazu wird mit einer Creative X-Fi in einem zweiten System die Qualität des Audio-Eingangs und -Ausgangs gemessen. Als Vergleich sind noch die Werte der X-Fi mit einem Loop-Kabel angegeben.
| Mainboard | Frequency response (40 Hz bis 15 kHz), dB |
Noise level dB (A) |
Dynamic range dB (A) |
THD % |
IMD % |
Stereo crosstalk dB |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Asus P5B-E Plus (ADI AD1988A) Wiedergabe |
+0,13, -0,07 (Sehr gut) |
-87,3 (Gut) |
86,8 (Gut) |
0,0041 (Sehr gut) |
0,059 (Gut) |
-80,2 (Sehr gut) |
| Asus P5B-E Plus (ADI AD1988A) Aufnahme |
+0,16, -0,08 (Sehr gut) |
-72,1 (Durchschnitt) |
72,3 (Durchschnitt) |
0,0097 (Sehr gut) |
0,127 (Durchschnitt) |
-71,9 (Gut) |
| EVGA 680i SLI (Realtek ALC885) Wiedergabe |
+0,01, -0,05 (Exzellent) |
-87,6 (Gut) |
87,5 (Gut) |
0,0016 (Exzellent) |
0,019 (Sehr gut) |
-85,5 (Exzellent) |
| EVGA 680i SLI (Realtek ALC885) Aufnahme |
+0,06, -0,05 (Exzellent) |
-77,1 (Durchschnitt) |
77,6 (Durchschnitt) |
0,0030 (Sehr gut) |
0,089 (Gut) |
-80,3 (Sehr gut) |
| Creative SoundBlaster X-Fi Elite Pro [25] |
+0,02, -0,08 (Exzellent) |
-94,8 (Sehr gut) |
94,7 (Sehr gut) |
0,0009 (Exzellent) |
0,0054 (Exzellent) |
-94,7 (Exzellent) |
Controller
Für die Messung der Geschwindigkeit der Festplatten nutzen wir wieder HD Tach 3.0.1.0 RW. Wir nutzen dabei die Einstellung „Long bench (32 MB Zones)“ im Schreib- und Lese-Modus.
Fehlende Werte in den Diagrammen deuten auf nicht vorhandene zweite Controller hin oder auf das Fehlen der technischen Möglichkeit, den entsprechenden Modus auszuführen.
RAID 0
RAID 0 - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 0 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Reichlich seltsam sind die Ergebnisse im RAID 0 bei Verwendung von mehr als zwei HDDs auf dem nForce 680i. Je nachdem welche der fünf freien SATA-Ports belegt werden, zeigt HD-Tach völlig unterschiedliche Ergebnisse an. Auch HDTune zeigte bei den Messungen quasi keinen Unterschied beim 680i mit zwei oder drei HDDs im RAID 0. Ob dies nun an den Benchmarks liegt oder am nVidia-Chipsatz müssen wir leider ungeklärt lassen.
RAID 1
RAID 1 - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 1 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
RAID 5
RAID 5 - Lesen Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - Schreiben Durchschnitt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - Burst
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
RAID 5 - CPU-Last
Angaben in Prozent
|
Spiele
F.E.A.R.
Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden mittlerweile für diese Zwecke die Vollversion, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine sich frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind.
Fear
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2 - Lost Coast
Half-Life 2 ist wohl zweifellos aufgrund seines legendären Vorgängers eines der meist erwarteten Spiele aller Zeiten gewesen. Den Erwartungen wurde das Spiel oftmals gerecht und begeistert nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch durch seine Grafik, die unter anderem durch massiven „Shader Model 2.0“-Einsatz ermöglicht wird. Einige Monate nach der Erscheinung brachte Valve die kostenlose Technologiedemo „Lost Coast“ auf den Markt, die als Besonderheit High-Dynamic-Range-Rendering unterstützt und somit nicht nur einen deutlich höheren Lichtumfang sowie Lichtdynamik bietet, sondern auch die Hardware bis auf das Äußerste fordert.
Half-Life 2 - Lost Coast
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Oblivion
Bereits der Vorgänger „Morrorwind“ hat bei vielen Spielefans eine richtige Begeisterung hervorgerufen und bei dem Nachfolger „Oblivion“ scheint dies nicht anders zu sein. Zu kaum einem Spiel findet man derzeit mehr Diskussionen im Internet. Aber nicht nur spielerisch, auch grafisch kann Oblivion überzeugen und fährt, um dieses Ziel zu erreichen, schwere Geschütze auf. Noch niemals zuvor wurde HDRR mit dynamischem Tone-Mapping derartig realistisch eingesetzt. Darüber hinaus kann das Spiel mit schönen Schatteneffekten sowie stellenweise hoch auflösenden Texturen und Partikeleffekte glänzen. Dementsprechend ist Oblivion geradezu prädestiniert für einen guten Benchmarkparcours. Die verwendete Szene zeigt nicht nur eine aufwendige Beleuchtung, auch mehrere Sträucher und Bäume sind zu sehen, die vor allem die GPU extrem stark belasten.
Oblivion
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Quake 4
Die bekannte Quake-Reihe von ID-Software ist jedes mal ein Highlight für einen „First Person Shooter“-Fan, da die Spiele nicht nur einen hohen Unterhaltungswert bieten, sondern auch mit einer Grafikpracht daherkommen, die häufig die Messlatte ein gutes Stück höher legt. Die aktuelle Version, Quake 4, wurde allerdings von Raven Software programmiert und nutzt eine leicht weiterentwickelte Doom-3-Engine. Somit liegt die Grafik auf einem hohen Niveau, kann aber keine neue Maßstäbe setzen. Nichtsdestotrotz bietet das Spiel mit aufwändigen Charaktertexturen und vielen Schattenspielen einiges fürs Auge. Die ausgesuchte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte sowie spektakuläre Schatten- und Farbspiele. Nach dem Patchen des Spiels auf die Version 1.2 ist auch der Bug verschwunden, dass weder die Spielerschatten noch die Waffeneffekte dargestellt werden. Somit entsprechen die ermittelten Ergebnisse nun dem „wahren“ Spielverlauf.
Quake 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Stromaufnahme
Wie gehabt messen wir die Stromaufnahme der Mainboards. Zum Einen im Idle-Modus auf dem Windows-Desktop, zum Anderen unter Last, erzeugt durch Prime95 und 3DMark06. Auch der Stromverbrauch im BIOS wird ermittelt. Wir geben die gesamte Stromaufnahme des Systems an (ohne Monitor!).
Stromaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Temperaturen
Mit einem Infrarot-Thermometer messen wir die Oberflächen-Temperatur von North- und Southbridge. Auch die CPU-Stromversorgung wird mit dem Instrument überprüft.
Temperaturen Idle
Angaben in °C
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Temperaturen Last
Angaben in °C
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Overclocking
Natürlich ist auch das Thema Overclocking mit dem Sockel 775 und Core-Prozessoren weiterhin aktuell. Auf die Auflistung der vielen BIOS-Optionen verzichten wir in Zukunft, Interessierte finden in unseren Screenshots bereits viele Daten. Ansonsten ist der Download des Handbuchs zu empfehlen.
Wie bereits bei den bisherigen Mainboard-Reviews haben wir erneut eingeschränkte Versuche zum Übertakten unternommen. Wir wollen hier keine Rekorde aufstellen, sondern einfach die OC-Möglichkeiten zeigen und mit Screenshots von CPU-Z dokumentieren. Die maximal erreichte Höhe des FSB dient uns dabei als Vergleichswert zwischen den getesteten Mainboards. Wir geben diesen Wert im Diagramm an. Die CPU-Spannung wurde auf bis zu 1,4 Volt angehoben. Die RAM-Timings (4-4-4-12) bleiben unangetastet.
Nun erhöhen wir den FSB erst in 10-MHz-Schritten, bis die Grenzen des Mainboards erreicht sind. Danach wird in 1-MHz-Schritten der höchste Wert ermittelt. Überprüft wird die System-Stabilität mit Prime95, das recht empfindlich auf zu hoch getaktete Systeme reagiert.
OC - Frontside-Bus
Angaben in MHz
|
Zumindest die Vorserien-Version des EVGA 680i SLI kann beim Overclocking nicht wirklich überzeugen. Für die Kontrolle der OC-Ergebnisse haben wir das BIOS von Version 17 auf 20 geflasht, ohne nennenswerte Änderungen. Trotz (automatisch) erhöhtem VCore und entkoppeltem RAM-Takt bleibt der nVidia-Chipsatz deutlich hinter dem Intel-Chipsatz zurück. Mit dem P965 sind trotz unverändertem VCore fast 500 MHz Taktfrequenz beim FSB möglich. Und das, obwohl das 6400er-RAM ohne Veränderung am VDimm dann schon mit 990 MHz läuft.
Ranking
Kommen wir zur Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse in den einzelnen Kategorien. Wir geben ein Ranking der getesteten Mainboards in den Bereichen „Synthetische Benchmarks“, „Anwendungen“, „Schnittstellen“ und „Spiele“. Bei den Schnittstellen berücksichtigen wir auch schwächer ausgestattete Mainboards und verzichten bei der Aufführung in der Kategorie „Ausstattungsbereinigt“ auf zusätzliche Schnittstellen in den Bereichen Netzwerk und RAID.
Performance-Rating: Synthetisch
Angaben in Prozent
|
Performance-Rating: Anwendungen
Angaben in Prozent
|
Performance-Rating: Spiele
Angaben in Prozent
|
Performance-Rating: Schnittstellen
Angaben in Prozent
|
Schnittstellen (Ausstattungsbereinigt)
Angaben in Prozent
|
Nachdem sich der interessierte Leser seinen Favoriten in den einzelnen Kategorien aussuchen konnte, geben wir natürlich auch ein Gesamt-Rating ab, in welches die Ergebnisse aus allen Kategorien einfließen. Der Gerechtigkeit halber nutzen wir bei den „Schnittstellen“ die ausstattungsbereingte Version. Darin wird nur die FireWire-, USB-, und RAID-Performance (RAID 0,1) der jeweils primären Schnittstelle bewertet.
Performance-Rating: Gesamt
Angaben in Prozent
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Fazit
Mit dem nForce-680i-SLI-Chipsatz setzt nVidia sich gut in (die Intel-)Szene. Im Vergleich zum P965 von Intel kann der 680i in fast allen Kategorien knapp die Spitze behaupten. Lediglich in der häufig gefragten Spiele-Sektion muss beim Einsatz einer Grafikkarte unter unseren Einstellungen der gute zweite Platz reichen. Mit der exklusiven SLI-Funktion hat man für Enthusiasten allerdings das entscheidende Kaufargument in petto. Nach dem ziemlich verpatzten Start des nForce 590 Intel Edition will nVidia es diesmal besser machen, viel besser sogar. Betrachtet man allein die Leistungen, so liegt man tatsächlich sehr knapp vor dem Konkurrenten Intel.
Auch ein Blick auf die Ausstattung zeigt Positives für die grüne nVidia-Fraktion. Zwei echte PCIe-x16-Schnittstellen stehen bereit, dazu kommen zwei native GigaBit-LAN-Schnittstellen. Seit der Einführung der Core-2-Duo-Prozessoren gelten Intel-CPUs nach langer Zeit wieder als die Spiele-Prozessoren. Was liegt da näher, als SLI auch auf Intel-Systemen zu nutzen? Intel hat sich bereits vor längerer Zeit für die immernoch rote Alternative CrossFire von ATi entschieden. Ob sich nach der Übernahme von ATi durch AMD daran etwas ändert, liegt im Ungewissen.
Ein weiterer wichtiger Prestige-Punkt sind die Übertaktungsmöglichkeiten. Der nForce 680i entkoppelt dazu die Taktung von RAM und Prozessor komplett voneinander. So kann man auch mit normalen PC6400-RAM ausschließlich den Prozessor übertakten. Was sich in der Theorie vielversprechend anhört und in der Praxis auch einwandfrei funktioniert, verhalf unserem nForce 680i trotzdem nicht zur OC-Krone. Bei 456 MHz war Schluss, trotz automatisch erhöhtem VCore. Da lächelte der P965 nur müde und legte ohne jede Spannungserhöhung und mit gekoppeltem RAM-Takt mal eben die Messlatte auf 495 MHz.
Nun sollte man all' diese Werte nicht auf die Goldwaage legen, stammt das EVGA-Mainboard doch noch aus der Vorserien-Produktion. Auch die angesprochenen Layout-Mängel sollen angeblich noch behoben werden. Sicherlich werden noch weitere Hersteller den nVidia nForce 680i SLI als Basis für ihre Motherboards wählen. Und somit ist auch die Wahrscheinlichkeit für Tests mit Serien-Boards bei uns sehr hoch.
Das von uns getestete EVGA-Mainboard ist inzwischen unter der Bezeichnung 122-CK-NF-68 für etwa 240,- Euro [26] erhältlich. Womit wir beim letzten Vergleich wären, dem Preis. Denn das Asus P5B-E Plus wird für rund 100 Euro weniger gehandelt [27]. Setzt man diese Preise mit den erreichten Leistungen in Relation, steht die EVGA-Hauptplatine in keinem guten Licht da. Neben dem höheren Kaufpreis sind auch die Unterhaltskosten des nForce 680i SLI höher, wie der Blick auf den Strombedarf der Systeme zeigt.
nVidia hat seine Hausaufgaben gemacht, das kann man nicht leugnen. Die Leistung ist auf sehr hohem Niveau und durchaus vergleichbar mit denen der Intel-Schmieden. Allerdings verfügt Intel unumstritten über mehr Erfahrung mit den eigenen Prozessoren und zeigt dies gerade beim Übertakten sehr deutlich. Wer allerdings unbedingt auf eine Dual-Grafikkarten-Lösung von nVidia beharrt, der kommt weiterhin eh nicht an Mainboards mit (teuren) nForce-600-SLI-Chipsätzen vorbei.










































































