Einleitung
Mit dem heutigen Tag haben alle drei großen Chipsatzhersteller Produkte im Portfolio, deren integrierte Grafikeinheiten den aktuellen Grafikstandard DirectX 10 unterstützen (erst vor wenigen Tagen hat Intel den bereits lange ersehnten Treiber frei gegeben [1]). In unserem Kurztest wollen wir uns allerdings mit den beiden Produkten aus den Häusern AMD und Nvidia beschäftigen.
Bereits seit März ist der günstige AMD 780G Chipsatz auf dem Markt, dessen integrierte Grafik alleine oder im Zusammenspiel mit Low-End-Grafikkarten auch aktuellen Spielen Beine machen soll. Heute folgt nach mehreren Verschiebungen Nvidia mit einem neuen High-End-Chipsatz, dem nForce 780a SLI, bei dem der Hersteller den Nutzen der IGP hingegen in erster Linie in der Hybrid Power genannten Stromsparfunktion beim Einsatz einer GeForce 9800 GTX oder GeForce 9800 GX2 (beide auch im SLI-Betrieb) sieht.
Neben diesen Aspekten wollen wir zielmarktunabhängig einen genauen Blick auf die Leistungsfähigkeit der integrierten Grafikeinheiten im 3D-Modus, wie sie von Gelegenheitsspielern benötigt wird, und auf die Fähigkeiten bei der HD-Wiedergabe, welche gerade bei HTPCs interessiert, werfen. Hier könnten beide Hersteller vorerst einen dicken Pluspunkt gegenüber Intel verbuchen.
Um den jeweiligen Zielgruppen gerecht zu werden, haben AMD sowie Nvidia die Multi-GPU-Technologien CrossFire respektive SLI mit den neuen Chipsätzen entscheidend erweitert. Bei AMD darf die IGP dank Hybrid-CrossFire mit einer Low-End-Grafikkarte gemeinsam zur Arbeit bewegt werden, während Nvidia es Besitzern einer 780a-SLI-Platine sowie einer Grafikkarte vom Typ GeForce 9800 GTX oder GeForce 9800 GX2 gestattet, auf dem Windows-Desktop die diskrete Grafikkarte komplett vom Strom zu nehmen. Der von uns in der Vergangenheit so oft kritisierte, horrende Stromverbrauch in Ruhephasen soll so endlich der Vergangenheit angehören.
Lesezeichen
Nach Einführung des AMD Sockel AM2/AM2+ sind ab sofort nur noch einige Verweise für weiterführende Recherchen zu diesem Artikel relevant:
- AMD 690G vs. Nvidia nForce 7050 [2]
- Asus M2R32-MVP [3]
- Fünf Mainboards mit Sockel AM2 [4]
- Marktüberblick Sockel AM2 Mainboards [5]
- Nvidia nForce 500 [6]
Rückblickend wollen wir den Sockel 939 aber dennoch nicht aus den Augen verlieren:
Auch die Arbeit unser Foren-Mitglieder wollen wir nicht unerwähnt lassen. Neben den vielen Leseratikeln rund um Hard- und Software [10] gibt es auch noch das umfangreiche FAQ-Forum [11], unter anderem mit Themenstellungen rund um Chipsätze und Mainboards.
Die Chipsätze
AMD 780G
Mit dem 780G hat AMD einen konsequenten Schritt in der Weiterentwicklung der integrierten Chipsätze gemacht. Wie bereits im Herbst von uns angekündigt, steht seit März als Resultat der erste IGP-Chipsatz mit DX-10-Funktionalität zur Verfügung. Neben der Einführung von PCIe 2.0 stehen auch eine verbesserte UVD-Einheit und Hybrid-Graphics parat. Neben diesen neuen Funktionen in der Northbridge kommt auch die lange ersehnte Southbridge SB700 endlich zum Einsatz.
Während die Grafikeinheit gesondert als ATi Radeon HD 3200 vermarktet wird, bleibt der Chipsatz bei der Marktbezeichnung AMD 780G. Hergestellt wird der 780G im 55-nm-Verfahren, verfügt über etwa 205 Millionen Transistoren und die Betriebsspannung liegt bei 1,1 Volt. Der Grafikkern des 780G trägt den Codenamen RV620. Die Verbindung zwischen North- und Southbridge wird wie gewohnt per A-Link Express II abgewickelt. Die Northbridge stellt insgesamt 22 PCIe-2.0-Lanes zur Verfügung, aufgeteilt auf einmal x16 und sechs x1. Selbstverständlich werden die aktuellen AMD-Prozessoren für den AM2/AM2+-Sockel und das HyperTransport-3.0-Protokoll unterstützt.
Die Southbridge SB700 weist gegenüber dem Vorgänger ebenfalls einige Erweiterungen auf. So stehen jetzt sechs SATA-II-Schnittstellen zur Verfügung, die auch als eSATA genutzt werden können. Bei den RAID-Modi stehen 0, 1 und 0+1 bereit. Auch die Anzahl der USB-Schnittstellen wurde erhöht - auf nun zwei USB-1.1- und zwölf USB-2.0-Schnittstellen. HD-Audio bleibt unverändert und für Netzwerkverbindungen wird weiterhin ein externer Chip benötigt.
Für die Video-Ausgabe stehen alle aktuellen digitalen Schnittstellen bereit: DVI, HDMI und DisplayPort werden unterstützt. Welche Schnittstellen tatsächlich am Mainboard zur Verfügung stehen, hängt jedoch vom jeweiligen Hersteller und seiner Kostenkalkulation ab. Verbessert wurde laut AMD auch die UVD-Einheit, die MPEG2, H.264 und VC1 komplett Hardware-beschleunigt verarbeiten kann.
Noch einige Worte zum Thema Hybrid-CrossFire, die den Unterschied zur Nvidia-Technik Hybrid-SLI klären sollen. Bei AMD können sowohl der Grafikkern der IGP als auch die diskrete Grafikkarte unabhängig als zwei Grafikadapter arbeiten, oder zusammen im Hybrid-CrossFire-Modus zur Leistungssteigerung eingesetzt werden. Natürlich lässt sich der IGP-Teil im 780G auch komplett deaktivieren, so dass kein Hauptspeicher verbraucht wird und nur eine diskrete Grafikkarte die Arbeit übernimmt. Wird Hybrid-CrossFire genutzt, erfolgt die Bildausgabe über die diskrete Grafikkarte. Sowohl der IGP als auch die Grafikkarte rendern die Bilder unabhängig voneinander, auf der zusätzlichen Grafikkarte erfolgt die Synchronisierung und dann die Ausgabe der Bilddaten. Die diskrete Grafikkarte ist also quasi die Masterkarte im CrossFire-Verbund und übernimmt die Führungsrolle. Zur Zeit werden nur die HD 3450 und die HD 3470 bei Hybrid-CrossFire unterstützt, schnellere Karten können nicht mit dem IGP zusammen geschaltet werden.
Hybrid-CrossFire erlaubt es nicht, etwaige, im System eingesetzte Grafikkarten unter Windows zu deaktivieren und die Rechenaufgaben der IGP zuzuschieben. Die diskrete Grafikkarte, die meist eine höhere Energieaufnahme aufweist, bleibt voll in Betrieb.
Der Grafikkern des AMD 780G lässt sich per BIOS problemlos übertakten. Der Standardtakt von 500 MHz konnte von uns stabil auf 900 MHz (+ 80 Prozent!) übertaktet werden. Wird zusätzlich der RAM-Takt des Hauptspeichers angehoben, sind solche hohen Werte allerdings nicht mehr möglich. In den Diagrammen sind die übertakteten Werte des 780G in Rot aufgeführt und haben zusätzlich einen Hinweis auf den erhöhten IGP-Takt.
Nvidia nForce 780a SLI
Bereits im Januar hat Nvidia die 700a-Familie der Öffentlichkeit vorgestellt. ComputerBase war bei der Vorstellung in Las Vegas vor Ort und lieferte in zwei ausführlichen News alle wichtigen Informationen zu den neuen Chipsätzen. Neben den zur Zeit drei Mitgliedern der 700a-Familie [12] ist vor allem die Hybrid-SLI-Technik eine Vorzeige-Funktion [13] der neuen integrierten Chipsätze. Mit ihr wird einerseits die diskrete Grafikkarte in Ruhephasen komplett deaktiviert, was gerade beim Einsatz eines SLI-Verbundes enorm Energie sparen kann und von Nvidia Hybrid Power genannt wird. Allerdings wird Hybrid Power momentan nur von der 700a-Familie in Zusammenarbeit mit der GeForce 9800 GTX oder der GeForce 9800 GX2 unterstützt.
Das zweite Standbein von Hybrid-SLI ist Hybrid Boost, das weitestgehend ATis Hybrid CrossFire Ansatz entspricht. Mit Hilfe einer relativ schwachen 8400 GS oder einer 8500 GT kann zusammen mit dem IGP ein SLI-Verbund gebildet werden. Dann rendern beide Einheiten die 3D-Bildwiedergabe, die Ausgabe erfolgt über den Mainboard-Anschluss des IGP. So kann auf günstige Weise die 3D-Leistung verbessert werden. Während Nvidia auf dem High-End-Chipsatz 780a SLI den Fokus klar auf Hybrid-Power legt, da Kunden der Mainboards in der Regel eine leistungsfähige Grafikkarte ihr Eigen nennen sollten, wird auf den Low-End-Mainboards, deren Markteinführung noch aussteht, Hybrid-Boost in direkte Konkurrenz zu Hybrid-CrossFire treten.
Ein Übertakten der IGP-Einheit des 780a SLI ist im BIOS des Asus M3N-HT Deluxe nicht vorgesehen. Auch per nForce System Tools, den hauseigenen Nvidia-Tools, ist dies (zur Zeit) nicht möglich. Eine höhere Leistung ist somit nur über eine Takt-Erhöhung des Hauptspeichers möglich.
Zur Auffrischung zeigen wir noch die Block-Diagramme der Mitglieder der Nvidia 700a-Familie. Im Artikel konzentrieren wir uns allerdings auf den 780a SLI.



Die Probanden
An dieser Stelle wollen wir wieder einen Überblick über die Ausstattung der getesteten Mainboards geben. Als Vergleich dienen die bereits besprochenen IGP-Mainboards Biostar TF7050-M2 und MSI K9AGM2 [1].
| Layout | Biostar TF7050-M2 | MSI K9AGM2 | Asus M3N-HT Deluxe | Gigabyte GA-MA78GM-S2H |
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|---|---|---|---|---|---|
| Features | |||||
| Sockel | AM2 | AM2 | AM2/AM2+ | AM2/AM2+ | |
| Chipsatz | Nvidia 7050 (MCP68) (GeForce 7050+ nForce 630) |
AMD 690G (RS690+SB600) |
Nvidia 780a SLI (MCP78) (GeForce 8200+ nForce 780a SLI) |
AMD 780G (RS780+SB700) |
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| Ausbaufähigkeit für Prozessoren |
AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 AMD Sempron |
AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 AMD Sempron |
AMD Phenom FX AMD Phenom AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 AMD Sempron |
AMD Phenom FX AMD Phenom AMD Athlon 64 AMD Athlon 64 FX AMD Athlon 64 X2 AMD Sempron |
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| HyperTransport-Bus | |||||
| HT 1.0 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | |
| HT 3.0 | X | X | ✓ | ✓ | |
| Speichertakt/-typ | |||||
| DDR2 533 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | |
| DDR2 667 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | |
| DDR2 800 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | |
| DDR2 1066 | X | X | ✓ (je nach CPU) | ✓ (je nach CPU) | |
| Dual Channel-Modus | verfügbar | verfügbar | verfügbar | verfügbar | |
| EPP Memory | X | X | X | X | |
| Maximaler RAM-Ausbau | 4 GByte (4 Slots) | 4 GByte (2 Slots) | 8 GByte (4 Slots) | 16 GByte (4 Slots) | |
| Multi-GPU | X | X | Hybrid SLI | Hybrid CrossFire | |
| Onboardgrafik | GeForce 7050 VGA+HDMI |
ATi X1250 VGA+HDMI |
GeForce 8200 VGA+HDMI (+HDMI-DVI-Adapter) |
ATi Radeon HD 3200 VGA+DVI-D+HDMI |
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| Onboardsound | Realtek ALC888 8 Kanäle HD-Audio |
Realtek ALC888 8 Kanäle HD-Audio |
ADI 1988B 8 Kanäle HD-Audio |
Realtek ALC889A 8 Kanäle HD-Audio |
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| Steckplätze | 1x PCIe x16 (PCIe 1.0) 1x PCIe x1 2x PCI |
1x PCIe x16 (PCIe 1.0) 1x PCIe x1 2x PCI |
3x PCIe x16 (PCIe 2.0) 1x PCIe x1 2x PCI |
1x PCIe x16 (PCIe 2.0) 1x PCIe x1 2x PCI |
|
| WLAN-Fähigkeit | X | X | X | X | |
| HDD-Controller | |||||
| ATA 133/100/66 | 2 Geräte | 2 Geräte | 2 Geräte | 2 Geräte | |
| Serial ATA | nForce 630 SATA 300 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 5, JBOD) |
ATi SB600 SATA 300 (AHCI) 4 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, JBOD) |
nForce 780a SATA 300 6 Geräte (RAID 0, 1, 0+1, 5, JBOD) Marvell 6111 SATA300 1 Gerät eSATA |
AMD SB700 SATA 300 (AHCI) 6 Geräte (5x intern, 1x eSATA) (RAID 0, 1, 0+1, JBOD) |
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| Verfügbare Anschlüsse | |||||
| USB 2.0 | 4x über Rear-Panel 6x über Mainboard- Header |
4x über Rear-Panel 6x über Mainboard- Header |
4x über Rear-Panel 6x über Mainboard- Header |
4x über Rear-Panel 8x über Mainboard- Header |
|
| IEEE 1394 | X | 1x über Rear-Panel 1x über Mainboard- Header |
2x über Mainboard- Header |
1x über Rear-Panel 1x über Mainboard- Header |
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| LAN | 1x Realtek 8111B (PCIe) Single Gigabit Ethernet |
1x Realtek 8111B (PCIe) Single Gigabit Ethernet |
Atheros F1 (PHY) Single Gigabit Ethernet |
Realtek RTL8111C (PCIe) Single Gigabit Ethernet |
|
| Weitere Anschlüsse | 2x PS/2 6x Audio S-Video TV-out |
1x Parallel 2x PS/2 6x Audio |
1x PS/2 6x Audio 1x Optical S/PDIF-Out 1x Coax S/PDIF-Out |
2x PS/2 6x Audio 1x Optical S/PDIF-Out |
|
| Format | Micro-ATX 23,5 x 24,4 cm |
Micro-ATX 21,5 x 24,4 cm |
ATX 30,5 x 24,4 cm |
Micro-ATX 24,4 x 24,4 cm |
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Testsystem
- Prozessor
- CPU-Kühler
- AMD Boxed-Kühler
- Motherboard
- Asus M3N-HT Deluxe, BIOS 0701 (Beta)
- Gigabyte GA-MA78GM-S2H, BIOS F3
- Arbeitsspeicher
- Grafikkarte
- ATi Radeon HD 3850 (RV670) [16]
- ATi Radeon HD 3450 (RV620)
- Point of View GeForce 9800 GTX (G92) [17]
- Peripherie
- 5x Samsung SpinPoint T166 250 GB 16 MB SATA II (HD252KJ), (1x System, 4x RAID)
- Pioneer DVD-ROM DVD-105
- Pleiades Super S-Combo mit 74 GB WD Raptor HDD [18]
- Sonstiges
- Avance B031 Gehäuse [19]
- Tagan TG480-U22-2Force-Netzteil, 480 Watt
- 3x Noiseblocker S2 Ultra-Silent-Fan 80 mm [20]
- Software
- Windows Vista Ultimate, Service Pack 1, 64-Bit
- Treiber
- AMD/ATi Catalyst 8.3 WHQL
- Nvidia nForce 18.11 WHQL
- Nvidia GeForce 175.14 (Beta)
Benchmarks
- Synthetische Benchmarks
- 3DMark06 1.1.0
- System-Benchmarks
- PCMark Vantage 1.0
- Spiele
- Company of Heroes 1.71, DX10
- Fear 1.08
- Quake 4, 1.3
- World in Conflict Demo, DX10
- HD-TV- und HD-DVD-Wiedergabe
- PowerDVD 7.3 3730a
Alle Benchmarks werden in einer Auflösung von 1.280 x 1.024 Bildpunkten mit 32 Bit Farbtiefe durchgeführt. Alle Messungen werden unabhängig vom Chipsatz mit nur einer Grafikkarte vorgenommen.
IGP
Die Benchmarks werden mit 256 MB Grafik-Speicher, der vom Hauptspeicher abgezweigt wird, bei einer Auflösung von 1.280 x 1.024 durchgeführt. Lediglich bei den Spiele-Benchmarks wird die Auflösung auf 1.024 x 768 Bildpunkte reduziert und die weiteren Spiele-Einstellungen ohne Änderung vom Spiel übernommen.
Synthetische Benchmarks
3DMark06
IGP – 3DMark06 – Gesamt
Angaben in Punkten
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IGP – 3DMark06 – SM2
Angaben in Punkten
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IGP – 3DMark06 – SM3
Angaben in Punkten
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IGP – 3DMark06 – CPU
Angaben in Punkten
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System-Benchmarks
PCMark Vantage
Der PCMark Vantage wird in 1.280 x 960 Bildpunkten ausgeführt, da der Benchmark die Auflösung von 1.280 x 1.024 Pixeln nicht unterstützt.
IGP – Vantage – PCMark Suite
Angaben in Punkten
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IGP – Vantage – Memories Suite
Angaben in Punkten
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IGP – Vantage – Gaming Suite
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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IGP – Vantage – TV and Movies Suite
Angaben in Punkten
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IGP – Vantage – Music Suite
Angaben in Punkten
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IGP – Vantage – Communications Suite
Angaben in Punkten
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IGP – Vantage – Productivity Suite
Angaben in Punkten
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IGP – Vantage – HDD-Suite
Angaben in Punkten
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Spiele
Company of Heroes
Auf den Patch 1.70 von Company of Heroes haben sicherlich viele Spieler gewartet, denn so bringt die aktuelle Version des Strategietitels nicht nur einige weitere Fehlerbeseitigungen mit sich, sondern führt auch die Unterstützung von Direct3D 10 ein. Die neue API kann man bei einer entsprechenden Grafikkarte im Spielmenü auswählen und schon erscheinen alle Levels in neuem Glanz. Darüber hinaus kann man die Terraindetails nun eine Stufe höher auf „Ultra“ schrauben, was einige Bodendetails hinzufügt und die Texturen sichtbar verbessert. Die Direct3D-10-Version bietet dem Spieler eine pixelgenaue Beleuchtung, Percentage Closer Filtering für die Soft Shadows auf allen D3D10-Beschleunigern, schönere Partikeleffekte sowie Alpha to Coverage für alle Bäume und Sträucher, die somit auch von herkömmlichen MSAA erfasst und bearbeitet werden. Als Benchmarksequenz verwenden wir den integrierten Benchmark.
IGP – Company of Heroes
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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(*) Der Nvidia nForce 780a-SLI-Chipsatz des Asus M3N-HT Deluxe benötigt 512 MB Grafikspeicher, um in Company of Heroes den Renderpfad für DX 10 aktivieren zu können!
F.E.A.R.
Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden mittlerweile für diese Zwecke die Vollversion, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine sich frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind.
IGP – F.E.A.R.
Angaben in Punkten
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Oblivion
Bereits der Vorgänger „Morrorwind“ hat bei vielen Spielefans eine richtige Begeisterung hervorgerufen und bei dem Nachfolger „Oblivion“ scheint dies nicht anders zu sein. Zu kaum einem Spiel findet man derzeit mehr Diskussionen im Internet. Aber nicht nur spielerisch, auch grafisch kann Oblivion überzeugen und fährt, um dieses Ziel zu erreichen, schwere Geschütze auf. Noch niemals zuvor wurde HDRR mit dynamischem Tone-Mapping derartig realistisch eingesetzt. Darüber hinaus kann das Spiel mit schönen Schatteneffekten sowie stellenweise hoch auflösenden Texturen und Partikeleffekte glänzen. Dementsprechend ist Oblivion geradezu prädestiniert für einen guten Benchmarkparcours. Die verwendete Szene zeigt nicht nur eine aufwendige Beleuchtung, auch mehrere Sträucher und Bäume sind zu sehen, die vor allem die GPU extrem stark belasten.
IGP – Oblivion
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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World in Conflict
Mittlerweile sehen Strategiespiele zwar deutlich besser aus als noch vor einigen Jahren, so recht gelingen will es den Programmen aber nur selten, in die Königsklasse, die meist von First-Person-Shootern besetzt wird, vorzudringen. Den Entwicklern von World in Conflict scheint dies nicht gereicht zu haben und man entwickelte eine Grafikengine, die sich vor keinem anderen Spiel zu verstecken braucht. World in Conflicht unterstützt die Direct3D-10-API und hat keine Schwierigkeiten, Kantenglättung unter der neuen Programmierschnittstelle anzuwenden. Schicke Shadereffekte zieren das Spiel (so wirft die Sonne beispielsweise Lichtstrahlen durch die Wolken, die die Umgebung beleuchten), ebenso detaillierte Texturen und eine realistische Schattendarstellung. Die Animationen der Spielcharaktere sind gut gelungen, was in Kombination mit einer kinoreifen Schnittreihenfolge Filmatmosphäre in den Zwischensequenzen aufkommen lässt. Als Testsequenz benutzen wir nicht die integrierte Benchmarkfunktion, da diese sich etwas seltsam verhält. Stattdessen verwenden wir die Introsequenz zur ersten Kampagne der Demo.
IGP – World in Conflict
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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HDTV-Wiedergabe (H.264)
Zum Einsatz in dieser Disziplin kommt der Trailer des bekannten Films „Children of Men“, der in der Auflösung von 1.920 x 1.080 (Vollbilder, 1080p) und 1.280 x 720 Bildpunkten (Vollbilder, 720p) – die Bedingung für so genanntes Full-HD – vorliegt. Da alle aktuellen HD-Videos in H.264 codiert sind, ist natürlich auch Children of Men in demselben Format gespeichert. Als Abspielsoftware verwenden wir „PowerDVD 7“ von CyberLink, weil das Programm problemlos auf die Video-Beschleunigung von aktuellen AMD/ATi- und Nvidia-Grafikkarten zugreifen kann. Weitere Modifikationen für die Video-Beschleunigung des HD-Videos sind nicht notwendig. Die CPU-Last wird während des Abspielens von uns mit dem Vista-eigenen Performance-Monitor aufgezeichnet.
Während bei der 720p-Wiedergabe eine maximale Bandbreite von etwa 12 Mbps zu beobachten ist, fallen bei 1080p bereits etwa 26 Mbps an. Betrachtet man die maximalen und die durchschnittlichen Werte der CPU-Last, ergeben sich folgende Ergebnisse.
H.264 Wiedergabe 720
Angaben in Prozent
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H.264 Wiedergabe 1080
Angaben in Prozent
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HD-DVD-Wiedergabe (VC1)
Natürlich wollten wir auch die „echte“ HDTV-Wiedergabe von HD-Medien überprüfen. Die Hersteller werben schließlich mit deren breiten Unterstützung. Zum Einsatz kam der Film „King Kong“, genauer gesagt eine kurze Sequenz von 1,5 Minuten Länge, die eine hohe Bandbreite von bis zu etwa 30 Mbps aufweist. Der Film liegt auf der HD-DVD ausschließlich in 1080p vor. Die CPU-Last wurde dabei mit dem Performance-Monitor von Windows Vista aufgezeichnet. Als Abspielsoftware wurde erneut „PowerDVD 7“ verwendet.
Auch hier eine kleine Übersicht zur Verdeutlichung der Leistungsfähigkeit.
VC1 Wiedergabe 1080
Angaben in Prozent
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Insgesamt kann sich der Nvidia- in der Disziplin Videobeschleunigung also recht deutlich vom ATi-Chipsatz absetzen.
Leistungsaufnahme
Wie gehabt messen wir die Leistungsaufnahme der Mainboards. Zum Einen im Idle-Modus auf dem Windows-Desktop, zum Anderen unter Last, erzeugt durch Prime95 und 3DMark05. Auch die Leistungsaufnahme im BIOS wird ermittelt. Wir geben die Leitungsaufnahme des gesamten Systems (ohne Monitor!) an.
IGP – Leistungsaufnahme – BIOS
Angaben in Watt (W)
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IGP – Leistungsaufnahme – Idle
Angaben in Watt (W)
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IGP – Leistungsaufnahme – Last
Angaben in Prozent
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Wird per Hybrid Power die diskrete Grafikkarte GeForce 9800 GTX deaktiviert, sinkt die Leistungsaufnahme von 206,3 auf beachtliche 156,5 Watt, mit Cool'n'Quiet gar von 180,1 auf 89,8 Watt. Hier zeigt sich also ganz deutlich, dass die Hybrid-Power-Funktion des nForce 780a SLI das hält, was sie verspricht. Wenn sie denn unterstützt wird.
Leistungsaufnahme bei Multi-Display-Konfiguration (IGP + diskrete Grafikkarte)
Werden die IGP- und die diskrete Grafikeinheit ohne Hybrid-CrossFire oder Hybrid-SLI für den Multi-Display-Betrieb von bis zu vier Monitoren aktiviert, ergeben sich im Idle-Betrieb folgende Werte.
Multi-Display Konfiguration
Angaben in Watt (W)
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Leistungsaufnahme bei HD-DVD-Wiedergabe (nur IGP)
Während der HD-DVD-Wiedergabe wurden folgende Maximal-Werte gemessen.
HD-DVD Wiedergabe
Angaben in Watt (W)
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Da es sich um ein externes HD-DVD-Laufwerk handelt, geht dessen Strombedarf nicht in den Wert ein. Das ganze System ohne Monitor benötigt also beim 780G etwa 14 Watt mehr als im Idle-Betrieb unter Windows Vista, der 780a etwa 19 Watt mehr. Die im Diagramm angegebenen Werte werden auch bei aktiviertem Cool'n'Quiet erreicht!
Ranking
Kommen wir zur Zusammenfassung des IGP-Ranking der beiden Probanden bei Spielen.
Spiele-Ranking
Angaben in Prozent
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Auch wenn der 780a hier leicht in Führung liegt, zeigen die erreichten Frameraten der beiden Kontrahenten bei genauer Betrachtung, dass Spielen in einer Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten auf beiden Chipsätzen nur mit deutlichen Einschränkungen möglich ist – sofern (wie von uns gewählt) die Details auf maximal gestellt sind. DirectX-10-Spiele wie Company of Heroes oder World in Conflict sind unspielbar langsam.
Fazit
Zwei Chipsätze, zwei Mainboards, zwei Ansätze. Während die IGP auf Nvidias rund 160 Euro teuren High-End-Board überwiegend in Verbindung mit einer High-End-Karte vom Typ GeForce 9800 GTX oder GeForce 9800 GX2 zum Einsatz kommen wird, die der Chipsatz dank seiner eigenen Grafikeinheit unter Windows komplett deaktivieren kann, setzt AMDs 780G auf ein Rundum-Sorglos-Paket für Kunden, die wenig Geld für ein komplettes System ausgeben und dennoch nicht gänzlich auf (aktuelle) PC-Spiele verzichten wollen. Die Beschleunigung von HD-Video-Inhalten bieten beide Chipsätze.
Gesteht man dem 780a SLI auf dem Asus M3N-HT Deluxe noch Treiber- und BIOS-Probleme zu, so hat der Chipsatz, sobald diese behoben sind, durchaus Chancen auf einen echten Verkaufserfolg. Vor allem die innovative Hybrid-Power-Technologie, die per Mausklick das An- und Abschalten einer oder mehrerer diskreter Grafikkarten erlaubt, weist großes Potenzial auf. Kein Wunder also, dass diese Technik vermutlich in allen kommenden Chipsätzen von Nvidia integriert werden soll und den Einzug von IGP-Lösungen im High-End-Segment rechtfertigen wird. Wenn Hybrid Power dann auch mit anderen Grafikkarten außer der 9800 GTX und der 9800 GX2 funktioniert, hätte sich in Sachen Leistungsverbrauch im Ruhebetrieb endlich etwas getan.
Im Moment hapert es beim 780a SLI noch etwas an der Leistung, wir werden jedoch in absehbarer Zeit einen „normalen“ Test mit dem Asus M3N-HT Deluxe durchführen, der genauer darauf eingehen wird.
Der 780G-Chipsatz von AMD verrichtet seine Arbeit solide und ist verdammt günstig. Auch er bietet DirectX-10-Unterstützung, zeigt sich – ob des gewählten Preissegmentes – aber leider nicht ganz so durchdacht und innovativ wie der Konkurrent von Nvidia. Bei der 3D-Leistung liegen beide Probanden bzw. ihre IGPs quasi gleich auf. Für Spieler ist der Einsatz von Hybrid-CrossFire unserer Ansicht nach leider nur als uninteressant zu bezeichnen, zu gering ist der Gewinn durch die zusätzliche diskrete Grafikkarte.
Zusammengefasst: Mit dem nForce 780a SLI bietet Nvidia endlich einen Chipsatz, der in Ruhephasen das Leistungsproblem aktueller High-End-PCs zumindest in Sachen Grafikkarten lösen kann. Zu hoffen ist nur, dass in Zukunft alle Grafikkarten von Nvidia und nicht nur eine Auswahl das Feature unterstützen werden. Dass sich AMD und Nvidia gar über einen gemeinsamen Standard einig werden, darf indes bezweifelt werden.
Mit AMD 780G bekommt der preisbewusste Käufer derweil einen günstigen Chipsatz mit aktueller HD-Video-Beschleunigung, wie sie beispielsweise Intel noch nicht zu bieten hat, und einen der schnellsten IGPs am Markt. Sofern eher ältere als aktuelle Spiele auf dem Spielplan stehen, ist man mit dem 780G auch für die kleine Runde zwischendurch gewappnet.
Beide Probanden sind bereits im Handel erhältlich. Das Asus M3N-HT Deluxe wird zur Zeit ab etwa 166 Euro [21] gehandelt, das Gigabyte GA-MA78GM-S2H ist mit etwa 65 Euro [22] deutlich günstiger verfügbar. Ein Preisunterschied, der auf der Suche nach einem IGP-Chipsatz auf jeden Fall mit in Betracht gezogen werden muss.
Update
Wir müssen eingestehen, dass der Artikel in seiner ursprünglichen Fassung seinen Zweck nicht erfüllt hat. In den Kommentaren wurde dies zurecht häufig kritisiert. Zwar sollte der Test nie einen direkten Vergleich der beiden Chipsätze 780G und 780a SLI darstellen, was sich schon allein aufgrund des Preises verbietet. Genau dieser Eindruck wurde allerdings schon aufgrund des gewählten Titels erweckt. Wir hoffen, dass die leicht überarbeitete Fassung nun klar macht, dass wir einen nur bedingt vergleichenden Blick auf die IGP-Entwicklungen bei AMD und Nvidia werfen und bitten vielmals um Entschuldigung.






