ComputerBase

Test: Vier H55-Mainboards im µATX-Format

von Sven Hesse

Einleitung

Der erster Vertreter der x5x-Serie namens X58 basierte auf dem Sockel 1366, der im September 2009 vorgestellte P55-Chipsatz der erste für den Sockel 1156. Auch der H55-Chipsatz setzt auf den Sockel 1156 und basiert auf dem Zwei-Chip-Design, das mit P55-Mainboards (ComputerBase-Test [1]) eingeführt wurde.

Mit der Einführung der Clarkdale-Prozessoren (i3 xxx und i5 6xx) [2] stieß der P55-Chipsatz an seine Grenzen, denn jene CPUs bieten eine integrierte Grafikeinheit – deren Ansteuerung selbstverständlich von Mainboards unterstützt werden muss. Somit beginnt die Geschichte von H55, H57 und Q57. Letztere sind dem H55 durch eine andere Ausstattung etwas überlegen, wobei beispielsweise die Anti-Diebstahl-Technologie des Q57 für private Anwender weitestgehend uninteressant sein dürfte.

Layout des H55-Chipsatzes
Layout des H55-Chipsatzes

Im Vergleich zum P55 bietet der H55 mit zwölf USB-2.0-Anschlüssen zwei Steckplätze weniger. Bei beiden stellt der PCH (Platform Controller Hub) je sechs SATA-II-Schnittstellen zur Verfügung, samt Unterstützung für eSATA. Dementsprechend sind kommende Schnittstellen wie USB 3.0 und SATA III mit SATA 6 GBit/s nur durch extra Controller zu realisieren.

Da der H55 insbesondere für kompakte Systeme prädestiniert ist, testen wir vier H55-Mainboards im µATX-Format.

Die Probanden

Zu Beginn ein kleiner Überblick über die Ausstattung der vier getesteten Mainboards.

Asus P7H55-M Pro Gigabyte H55M-UD2H Intel DH55TC MSI H55M-ED55
Bild
Asus P7H55-M Pro
Asus P7H55-M Pro
Gigabyte H55M-UD2H
Gigabyte H55M-UD2H
Intel DH55TC
Intel DH55TC
MSI H55M-ED55
MSI H55M-ED55
Format, Sockel µATX, Sockel 1156 µATX, Sockel 1156 µATX, Sockel 1156 µATX, Sockel 1156
Chipsatz H55 H55 H55 H55
Ausbaufähigkeit
für Prozessoren
Core i7 870
Core i7 860 (s)
Core i5 750 (s)
Core i5 670
Core i5 661
Core i5 660
Core i5 650
Core i3 540
Core i3 530
Pentium G6950
Core i7 870
Core i7 860 (s)
Core i5 750 (s)
Core i5 670
Core i5 661
Core i5 660
Core i5 650
Core i3 540
Core i3 530
Pentium G6950
Core i7 870
Core i7 860 (s)
Core i5 750 (s)
Core i5 670
Core i5 661
Core i5 660
Core i5 650
Core i3 540
Core i3 530
Pentium G6950
Core i7 870
Core i7 860 (s)
Core i5 750 (s)
Core i5 670
Core i5 661
Core i5 660
Core i5 650
Core i3 540
Core i3 530
Speicher 4 Slots
max. 16 GByte
DDR3 Dual-Channel
(2133), 1333, 1066
4 Slots
max. 16 GByte
DDR3 Dual-Channel
(1666), 1333, 1066, 800
4 Slots
max. 16 GByte
DDR3 Dual-Channel
1333, 1066
4 Slots
max. 16 GByte
DDR3 Dual-Channel
(2133), (2000), (1600),
1333, 1066
PCI-Erweiterungsslots 1x PCIe 2.0 x16
2x PCIe 2.0 x1
1x PCI
1x PCIe 2.0 x16
1x PCIe 2.0 x16 @ x4
2x PCI
1x PCIe 2.0 x16
2x PCIe 2.0 x1
1x PCI
2x PCIe 2.0 x16
1x PCIe 2.0 x1
1x PCI
interne Peripherie-
anschlüsse
3x USB 2.0
6x SATA II
1x Seriell
1x IDE
3x USB 2.0
5x SATA II
1x IEEE 1394a
1x Seriell
1x IDE
1x FDD
3x USB 2.0
6x SATA II
1x Seriell
1x Parallel
3x USB 2.0
6x SATA II
1x IDE
Audio Realtek 8-Channel HD Audio Realtek ALC 889 Realtek ALC 888S Realtek ALC 889
Backpanel 6x USB 2.0
1x PS/2 (Tastatur)
1x LAN
6x Audio
1x S/PDIF
6x USB 2.0
1x eSATA
1x IEEE 1394a
1x PS/2 (Combo)
1x LAN
6x Audio
1x S/PDIF
6x USB 2.0
1x PS/2 (Combo)
1x LAN
3x Audio
6x USB 2.0
1x eSATA
1x PS/2 (Combo)
1x LAN
6x Audio
1x S/PDIF
Grafikausgänge VGA
DVI-D
HDMI
VGA
DVI-D
HDMI
DisplayPort
VGA
DVI-D
HDMI
VGA
DVI-D
HDMI
Lüfter 1x CPU-Fan
1x Chassis Fan
1x Power Fan
1x CPU-Fan
1x Chassis Fan
1x CPU-Fan
2x Chassis Fan
1x CPU-Fan
3x Chassis Fan
Stromversorgung 24 Pin ATX
8 Pin für CPU
24 Pin ATX
4 Pin für CPU
24 Pin ATX
4 Pin für CPU
24 Pin ATX
4 Pin für CPU
Sonstiges Status-LEDs Status-LEDs
Base-Clock-Control-Buttons

Einzig MSI nennt auf seiner Kompatibilitätsliste der Prozessoren den Pentium G6950 nicht. Dafür wird gemeinsam mit Asus übertakteter DDR3-Speicher mit bis zu 2133 MHz unterstützt. Löblich ist die Ausstattung des Gigabyte-Boards mit FireWire, eSATA und DisplayPort, wobei ein Lüfteranschluss mehr sicher wünschenswert wäre.

Keiner der Testkandidaten wurde vom Hersteller mit einem extra Controller für USB 3.0 versorgt. Trotz ihrer Größe müssen die Boards von Gigabyte und MSI hingegen nicht auf kleine optische Highlights wie Status-LEDs verzichten. Größere Status-Indikatoren wie ein POST-Code LED-Display bietet keiner der Kandidaten.

Asus P7H55-M Pro

Zum Anfang betrachten wird das Asus P7H55-M Pro [3] genauer. Mit einem Preis von etwa 85 Euro [4] liegt das Mainboard im mittleren Preisbereich unter den Testkandidaten.

Layout

Bei der Farbgebung des P7H55-M Pro geht Asus den gewohnten Weg, daher kommt das Board im dunkelbraunen PCB und größtenteils blauen Slots daher. Ein modern gestalteter Kühlkörper nahe des Prozessors soll für eine gute Wärmeverteilung sorgen, seine Lamellen sind recht dick und weit voneinander entfernt. Der PCH wird von einem aerodynamisch geformten, etwa zwei Zentimeter hohen Kühlkörper auf möglichst niedrigen Temperaturen gehalten.

Asus P7H55-M Pro
Asus P7H55-M Pro

Das Layout des Boards entspricht insgesamt dem typischen Aufbau der µATX-Fraktion. Löblich ist, dass die sechs SATA-Slots etwas aufgeteilt wurden: zwei sind unterhalb des Grafikkarten-Steckplatzes positioniert und vier oberhalb. Sofern beispielsweise Festplattensteckplätze am unteren Gehäuseende positioniert sind, muss das SATA-Kabel bei installierter Grafikkarte nicht umständlich verlegt werden.

Wie bei allen aktuellen Mainboards zeigt Asus eine interessante Art die RAM-Riegel zu befestigen. Statt einem Einraster auf beiden Seiten muss auch beim P7H55-M Pro nur noch einmal geklickt werden – und trotzdem sitzt der Speicher fest.

Asus P7H55-M Pro
Asus P7H55-M Pro
Asus P7H55-M Pro

Der PS/2-Port am Backpanel kann nur für Tastaturen verwendet werden, andere Hersteller setzen bei einem PS/2-Port auf kombinierte Lösungen für Maus und Tastatur. Auch wenn durch solch' betagte Anschlüsse – wie es auch der 40-Pin-IDE-Anschluss ist – einiges an Platz auf dem Board verschenkt wird, ist deren Existenz dennoch löblich. Viele Nutzer besitzen noch gute DVD-Brenner oder -Laufwerke, die den IDE-Port benötigen, obwohl dieser mittelfristig (seit Jahren) durch SATA abgelöst wird.

Die typische Ausstattung des Backpanels eines H55-Mainboards zählt drei Grafikausgänge: VGA, DVI-D und HDMI. Selbstredend sind diese auch beim P7H55-M Pro vorhanden.

Asus P7H55-M Pro
Asus P7H55-M Pro

Asus P7H55-M Pro
Asus P7H55-M Pro

Etwas Kritik muss das Mainboard bei der Zusatzausstattung einstecken. Neben einer grünen Status-LED, welche leuchtet, wenn das System in Betrieb ist, sind keine weiteren optischen Indikatoren am P7H55-M Pro vorhanden. Diese eine LED ist bei installierten Doppelslot-Grafikkarten ohnehin kaum erkennbar. Sinnhaft wären noch Übertaktungs-LEDs, welche auf zu hohe Spannungen hinweisen, gerade aufgrund der mitgelieferten OC-Software.

Bei der Kompatibilität der drei Speicherkits des Testsystems schlägt sich das Asus-Mainboard wacker und erkennt alle einwandfrei. Lediglich die Frequenz musste manuell angepasst werden. Zu beachten ist, dass ein einzelner Riegel oder ein Paar in den blauen Slots untergebracht werden müssen.

Software

Auf der beiliegenden Software-DVD befindet sich ein recht einfacher Installationsassistent namens InstAll, welcher neben nötigen Treibern auch ein paar hauseigene Programme installieren kann. Darunter Tools zum Stromsparen und Übertakten wie TurboV und EPU-6 Engine, welche bereits beim Test des Asus P7P55D [5] beäugt wurden.

Asus P7H55-M Pro Software
Asus P7H55-M Pro Software

Auf der DVD befindet sich auch der sogenannte GPU-Boost-Treiber, wobei die Bezeichnung etwas irreführend ist. Denn was von Asus als eigenständiger Treiber bezeichnet wird, schaltet bei TurboV (dessen Installation also Voraussetzung für die Nutzung von diesem Boost ist) nur eine neue Registerkarte frei, die Taktanpassungen des internen Grafikchips bei Clarkdale-Prozessoren erlaubt.

Asus P7H55-M Pro Software
Asus P7H55-M Pro Software

Ein interessantes Feature bei Mainboards von Asus ist ExpressGate, welches auch beim P7H55-M Pro zum Einsatz kommt. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein kleines auf Linux basierendes Betriebssystem, welches sehr schnell gestartet werden kann und Zugang zum Internet oder zu Chat-Diensten erlaubt, ohne dass das primäre Betriebssystem hochgefahren werden muss. Sofern die angeschlossene Hardware direkt erkannt wird, ist dies sicherlich praktisch, um kurz etwas im Internet nachzusehen. Da gut konfigurierte Betriebssysteme aber auch recht schnell starten, wird man meistens wohl eher sein eigentliches OS verwenden.

Die üblichen Standardprogramme bei Software-CDs wie den Adobe Reader oder eine Testversion eines Antivirenprogramms liefert Asus ebenfalls mit.

BIOS

Die BIOS-Version wurde zu Beginn der Betrachtungen von 0401 auf 0601 aktualisiert. Dies ging mit dem beiliegenden Programm ASUSUpdate einfach und unkompliziert, wobei man sich über die optische Aufmachung des Tools sicher streiten kann – unseres Erachtens nach ist eine spielerisch anmutende Aufmachung für BIOS-Updates unpassend.

Asus P7H55-M Pro Software
Asus P7H55-M Pro Software

Das BIOS bietet alle zeitgemäßen Features – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dazu zählen Übertaktungsfunktionen von Prozessor und Speicher per BCKL oder Möglichkeiten zur Überwachung von Lüfterdrehzahlen und anliegender Spannung. Insgesamt lassen sich acht OC-Profile anlegen und speichern. Das erwähnte ExpressGate lässt sich über das BIOS vollkommen deaktivieren. Zudem lassen sich verschiedene Sprachen wählen, darunter auch Deutsch. Wie üblich sind die meisten Einstellungen in einer Randspalte kurz erläutert.

Asus P7H55-M Pro BIOS
Asus P7H55-M Pro BIOS

Asus P7H55-M Pro BIOS
Asus P7H55-M Pro BIOS
Asus P7H55-M Pro BIOS
Asus P7H55-M Pro BIOS
Asus P7H55-M Pro BIOS
Asus P7H55-M Pro BIOS
Asus P7H55-M Pro BIOS
Asus P7H55-M Pro BIOS

Die Einstellungsmöglichkeiten der integrierten Grafikeinheit eines Clarkdale-Prozessors beschränken sich auf eine Anpassungsmöglichkeit des Taktes, wobei diese Einstellung etwas versteckt ist. Ein eigener Menüpunkt für die iGPU wäre wünschenswert.

Gigabyte H55M-UD2H

Als zweites Mainboard nehmen wir das Gigabyte H55M-UD2H [6] unter die Lupe. Mit einem Preis von weniger als 80 Euro [7] gehört es zu den günstigsten Kandidaten dieses Vergleichs.

Layout

Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass das Gigabyte-Board mit blauem PCB vergleichsweise viele Anschlussmöglichkeiten auf dem kleinen Raum des µATX-Formats bietet. Allerdings ist auch die Kehrseite schnell erkannt: So muss die Gegend um den Prozessor vollkommen ohne passiven Kühlkörper auskommen. Das Vorhandensein eines einzelnen Chassis-Lüfter-Anschlusses unterstreicht die geringen Kühlmöglichkeiten. Auf dem PCH ist ein etwa zwei Zentimeter hoher Kühlkörper platziert.

Gigabyte H55M-UD2H
Gigabyte H55M-UD2H

Der grobe Aufbau des H55M-UD2H entspricht dem klassischen Bild, wenn auch mit einigen Absonderlichkeiten. So erscheint die Platzierung des Front-Audio-Headers nahe den Soundausgängen am Backpanel zwar nicht unlogisch, doch resultiert daraus, dass das entsprechende Kabel entweder quer über das Mainboard oder komplett außen verlegt werden muss. Eine Platzierung nahe der internen USB-Header oder beim FDD-Anschluss wäre wohl praktischer.

Gigabyte H55M-UD2H
Gigabyte H55M-UD2H
Gigabyte H55M-UD2H
Gigabyte H55M-UD2H

Sehr eng geht es beim unteren Steckplatzes für PCI-Express 2.0 x16, welcher im Übrigen nur mit x4 angesprochen wird, zu. Steckt darin beispielsweise eine Grafikkarte mit etwas größerem Lüfter, sind die Anschlüsse für FireWire, USB und den seriellen Port annähernd unzugänglich. Beim oberen Grafikkarten-Steckplatz kommt die eingebaute Grafikkarte den RAM-Slots etwas zu nahe.

Ob die SATA-Anschlüsse nun alle in gleicher Lage ausgerichtet sein sollten, ist Geschmackssache, aber unterschiedliche Ausrichtungen wären sicher nicht unpraktisch. Löblich ist die farbliche und schriftliche Kennzeichnung der Anschlüsse des Front-Panel-Header. Somit bleibt Neulingen der Blick ins Handbuch erspart.

Gigabyte H55M-UD2H
Gigabyte H55M-UD2H

Eine kleine Eigenheit weist das H55M-UD2H beim Betrieb mit einem grafikfähigen Prozessor auf: Sobald man das Verbindungskabel zum Monitor entfernt (sei es HDMI oder VGA), fährt das Mainboard herunter.

Sehr lobenswert am H55M-UD2H ist eine Anzeige, die den Status der Prozessorauslastung mit Hilfe von vier LEDs anzeigt. Bei voller Auslastung leuchten zwei grüne, eine gelbe und eine rote LED. Dies ist ein seltenes Feature unter den kompakten Mainboards.

Unsere drei verschiedenen Speicher-Kits bereitetem dem Gigabyte-Board keine Probleme, lediglich ein OCZ-Riegel verlangte einen kurzen Besuch des BIOS zur Korrektur der Frequenz auf 1333 MHz. Das Anwählen von XMP machte keine Probleme.

Software

Die beiliegende Software des H55M-UD2H entspricht dem üblichen Standard an Treibern und kleinen extra Programmen des Herstellers und Standardsoftware wie dem Adobe Reader.

Gigabyte H55M-UD2H Software
Gigabyte H55M-UD2H Software

Gigabyte H55M-UD2H Software
Gigabyte H55M-UD2H Software
Gigabyte H55M-UD2H Software

Ein Assistent erkennt automatisch, welche Treiber bereits auf dem System verfügbar sind und welche noch installiert werden sollten. Extra Tools wie @BIOS zum Aktualisieren des BIOS, der Dynamic EnergySaver oder UltraSmart sind selbst auszuwählen und zu installieren. Unter UltraSmart findet sich auch eine simple Möglichkeit zum Übertakten des Rechners, wobei einfach drei unterschiedliche (als Boost-Level bezeichnete) Übertaktungs-Profile gewählt werden können.

BIOS

Eine Aktualisierung des BIOS' war bei diesem Board nicht notwendig, da die aktuellste Version F4 bereits installiert war. Ein Programm für BIOS-Updates auf der Oberfläche des Betriebssystems liefert Gigabyte mit.

Gigabyte H55M-UD2H BIOS
Gigabyte H55M-UD2H BIOS

Gigabyte H55M-UD2H BIOS
Gigabyte H55M-UD2H BIOS
Gigabyte H55M-UD2H BIOS
Gigabyte H55M-UD2H BIOS
Gigabyte H55M-UD2H BIOS
Gigabyte H55M-UD2H BIOS

Das BIOS selbst bietet keine Überraschungen, es ist logisch gegliedert und alle Funktionen sind direkt zu finden. Manche Funktionen, wie beispielsweise das Anwählen der XM-Profile des Speichers, finden sich sogar an zwei Stellen wieder. Die sonst üblichen Funktionen zu Systemstatus oder Übertaktungsmöglichkeiten finden sich auch im BIOS des H55M-UD2H wieder. Allerdings können keine OC-Profile abgespeichert werden.

Intel DH55TC

Dritter Kandidat ist Intels DH55TC [8]. Ein Preis von unter 80 Euro [9] macht das Mainboard neben dem Brett von Gigabyte zum günstigsten Testkandidaten.

Layout

Das DH55TC wirkt auf den ersten Blick sehr übersichtlich, was an der vergleichsweise geringeren Anzahl der Anschlussmöglichkeiten liegt. Das Board in dunklem Türkis hat wenig Kühlkörper. Im Vergleich zum H55M-UD2H von Gigabyte stellt Intel aber einen Lüfteranschluss mehr zur Verfügung.

Intel DH55TC
Intel DH55TC

Insgesamt bietet das Board mit üblichem Layout alle nötigen Anschlussmöglichkeiten. Besonders hervor zu hebende Steckplätze sind allerdings nicht vorhanden. Etwas unlogisch erscheint die Tatsache, dass der ATX-Anschluss etwas nach Innen versetzt und von zwei recht großen Kondensatoren umgeben ist – für die Verkabelung ist dies etwas unpraktisch.

Intel DH55TC
Intel DH55TC
Intel DH55TC
Intel DH55TC

Intel verzichtet bei einigen Boards auf PS/2-Anschlüsse für Maus oder Tastatur. Beim DH55TC sind diese in Form eines kombinierten Ports aber erfreulicherweise vorhanden. Dafür hält sich Intel im Vergleich zur Konkurrenz mit lediglich drei Audio-Ausgängen am Backpanel stark zurück. Auch auf eSATA muss am Backpanel verzichtet werden. Bei einer längeren Grafikkarten können die internen SATA-Anschlüsse etwas mit dieser in Konflikt kommen.

Intel DH55TC
Intel DH55TC

Für die Optik während des Betriebs stellt das DH55TC ausschließlich eine Status-LED zur Verfügung, die über den Betriebsstatus des Mainboards informiert. Weitere LEDs, die etwa über Prozessorauslastung oder zu hohe Spannungen informieren, finden sich nicht wieder.

Kritik muss das DH55TC des Weiteren bei der Kompatibilität des Arbeitsspeichers einstecken, so konnten lediglich zwei der drei getesteten Kits mit 1333 MHz zum Laufen gebracht werden. Das dritte Modul, welches eigentlich auch für 1600 MHz ausgelegt ist, wurde lediglich mit 1066 MHz erkannt. Eine manuelle Anpassung der Werte war nicht möglich, worauf im Abschnitt BIOS genauer eingegangen wird.

Software

Das Programm namens Intel Desktop Utilities zeigt Informationen zum aktuellen System recht übersichtlich an. Dazu zählen Werte über installierten Prozessor und Arbeitsspeicher sowie die Temperaturen, Lüfterdrehzahlen und anliegenden Spannungen. Ein Eingriff in die Daten ist nicht möglich.

Intel DH55TC Software
Intel DH55TC Software

Bei anderen Mainboards des Herstellers dient das Desktop Control Center zum Übertakten des Systems. Doch Intel listet sein DH55TC nicht auf der Kompatibilitätsliste des Programms und tatsächlich versagt bereits die Installation des im Allgemeinen recht gut aufgebauten Programms bei diesem Board unter Verweis auf die „Intel Extreme Series“ seinen Dienst.

Intel DH55TC Software
Intel DH55TC Software

BIOS

Zu Beginn der Betrachtungen wurde die aktuellste BIOS-Version von der Herstellerseite geladen, sie trägt die Versionsnummer 0028. Im Normalfall sollte das Update mit der sich selbst ausführenden EXE-Datei problemlos klappen, dennoch scheiterte das Update von Version 0027 am Testrechner. Doch nach längerem Entfernen der Batterie ließ sich das BIOS im Recovery-Mode (Jumper entfernt) mittels eines BIO-Files auf CD wieder neu aufsetzen.

Das BIOS des Intel-Boards ist sehr übersichtlich aufgebaut. Bestimmte Einstellungen sind auch für Anfänger recht schnell zu finden. Wie üblich sind alle Menüpunkte in einer Randspalte kurz erläutert.

Möglichkeiten zur Überwachung der anliegenden Spannungen bietet auch das DH55TC. Das Anlegen von OC-Profilen ist bei diesem BIOS allerdings nicht möglich. Die Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der Grafik halten sich stark in Grenzen, abgesehen von der Wahl der Grafik lässt sich bei interner Prozessorgrafik nicht einmal die Taktrate anpassen.

Intel DH55TC BIOS
Intel DH55TC BIOS

Intel DH55TC BIOS
Intel DH55TC BIOS
Intel DH55TC BIOS
Intel DH55TC BIOS
Intel DH55TC BIOS

Wie bereits erwähnt hat das DH55TC ein kleines Problem mit der Speichererkennung und -verwaltung. So wurde eines der getesteten RAM-Kits mit lediglich 1066 MHz erkannt und im BIOS war keine manuelle Anpassung per Multiplikator auf 1333 MHz möglich (geschweige denn eine Anwahl des XMP).

MSI H55M-ED55

Zu guter Letzt erfolgt die Betrachtung des MSI H55M-ED55 [10], welches preislich mit über 90 Euro [11] das teuerste Board in diesem Test darstellt.

Layout

Das H55M-ED55 wirkt mit seinem schwarzen PCB und den in blau und schwarz eingefärbten Slots sehr edel. Als einziges unter den Testkandidaten hat das Board von MSI zwei recht üppige Kühlkörper in Prozessornähe, welche per Heatpipe verbunden sind. Der Kühlkörper auf dem PCH ist recht flach, dafür etwas breiter.

Für Freunde des Übertaktens bietet das Board zwei Knöpfe zur manuellen Anpassung des BCKL-Taktes im laufenden Betrieb. Allerdings hat man „in Hardware“ keine Kontrolle über die Höhe des aktuellen Taktes, daher sind extra Programme unumgänglich. Ein Button OCGenie übertaktet das System automatisch bei einem Neustart. Lobenswert ist auch ein extra Schalter zum Ein- bzw. Ausschalten des Mainboards.

MSI H55M-ED55
MSI H55M-ED55

Die Anordnung der SATA-Anschlüsse ist sehr gut gelöst. Vier von ihnen stehen zu den anderen beiden im rechten Winkel, somit stehen zum Anschließen von Festplatten oder optischen Laufwerken verschiedene Möglichkeiten zur optimalen Verkabelung bereit. Weniger durchdacht ist allerdings die Platzierung des IDE-Anschlusses unterhalb des PCI-Steckplatzes, der Anschluss für ältere Laufwerke wäre nahe den SATA-Anschlüssen besser aufgehoben.

MSI H55M-ED55
MSI H55M-ED55

Lobenswert ist, dass bei Verwendung zweier Doppelslot-Grafikkarten von der unteren zwar der PCI-Steckplatz verdeckt wird, aber USB-Header & Co. zugänglich bleiben.

MSI H55M-ED55
MSI H55M-ED55
MSI H55M-ED55

MSI H55M-ED55
MSI H55M-ED55

Problematisch könnte die Verwendung von Arbeitsspeicher mit vergleichsweise breiten Kühlern werden, denn die vier Slots liegen recht nah aneinander. Bei Modulen mit Kühlkörpern in normaler Ausführung kommt es nicht zu Platzproblemen.

Die drei Speicherkits stellten für das H55M-ED55 kein Problem dar. Zwei wurden direkt mit korrekter Frequenz erkannt und beim dritten war eine kurze Korrektur im BIOS nötig. Auch das Auslesen der XMP verlief problemlos.

Software

Neben den üblichen Treibern gibt es auch bei MSI einige Dienstprogramme sowie die Testversion eines Antivirusprogramms dazu. Ein Assistent, der alle noch benötigten Treiber automatisch installiert, ist nicht vorhanden.

MSI H55M-ED55 Software
MSI H55M-ED55 Software

MSI H55M-ED55 Software

Das Tool Live Update sucht nach aktualisierten Treibern oder neuen BIOS-Updates. Einen Laufzeitfehler auf dem Testsystem verursachte das MSI Control Center, wobei auch die aktuellste Version aus dem Internet nicht half. Sollte das Programm funktionieren, erlaubt es das Übertakten des Systems.

BIOS

Zu Beginn der Betrachtungen wurde das BIOS des MSI-Boards von Version 1.12 auf 1.20 aktualisiert. Der Updatevorgang verlief problemlos unter Windows mittels Live Update 4.

Insgesamt bietet auch das BIOS des MSI alle aktuell üblichen Funktionen, von Hardwaremonitor bis hin zu OC-Profilen. Auch der Takt der iGPU lässt sich extra anpassen.

MSI H55M-ED55 BIOS
MSI H55M-ED55 BIOS

MSI H55M-ED55 BIOS
MSI H55M-ED55 BIOS
MSI H55M-ED55 BIOS
MSI H55M-ED55 BIOS
MSI H55M-ED55 BIOS
MSI H55M-ED55 BIOS
MSI H55M-ED55 BIOS
MSI H55M-ED55 BIOS

Allerdings sind manche Bezeichnungen im BIOS etwas gewöhnungsbedürftig: so benennt MSI den Menüpunkt, hinter welchem sich Einstellungsmöglichkeiten für Prozessor und Speicher befinden, als Cell Menu. Warum die Einstellungen zum Aktivieren/Deaktivieren der LEDs einen eigenen Menüpunkt namens Green Power direkt auf der Hauptebene benötigen, ist ebenfalls fraglich. Abgesehen von diesen Kleinigkeiten ist das BIOS logisch strukturiert und gut aufgebaut.

Testsystem

Testsystem

Benchmarks

Wie bereits beim Test der P55-Mainboards wurden die Einstellungen innerhalb des Grafiktreibers auf den normalen Default-Settings belassen. Für den Prozessor wurde im BIOS sowohl EIST als auch SMT aktiviert.

Als Software wurde PC Mark Vantage, SiSoftware Sandra Lite 2010.1.16.11, Cinebench R10 und ATTO Disk Benchmark v2.41 verwendet. Die Überwachung der Bootzeiten erfolgte mit der Ereignisanzeige eventvwr von Windows selbst. Die Leistungsaufnahme wurde mit einem handelsüblichen Strommessgerät überprüft, dadurch erhält man also den Stromverbrauch des kompletten Systems als Wert.

Für die Benchmarks wurden die Speichermodule von Corsair verwendet, als Prozessor kam wie im letzten Test [12] der Core i7-870 zum Einsatz. Für die drei Spiele-Benchmarks wurde der neue Core i5-661 [1] verbaut um die Ansteuerung dessen interner Grafikeinheit durch den Chipsatz zu vergleichen.

Um den Vergleich zum P55-Chipsatz zu wahren, dient der Sieger des damaligen Vergleichstests hier als Referenz: das Asus P7P55D.

PCMark Vantage

PCMark Vantage

P55-Referenz
13.188
MSI H55M-ED55
13.043
Asus P7H55-M Pro
12.678
Gigabyte H55M-UD2H
12.530
Intel DH55TC
12.528
Angaben in Punkten

Erwartungsgemäß liegen alle Mainboards aufgrund der sehr ähnlichen Spezifikationen hier annähernd auf einem Niveau, wobei sich das MSI mit einem geringen Vorsprung an die Spitze setzt. Dennoch bleiben die Unterschiede unter der 5-Prozent-Marke und sind somit auch den üblichen Schwankungen zuzuschreiben.

Cinebench

Maxon Cinebench R10

 Single CPU Render:
MSI H55M-ED55
4.814
Intel DH55TC
4.807
Gigabyte H55M-UD2H
4.799
Asus P7H55-M Pro
4.783
P55-Referenz
4.528
 Multiple CPU Render:
MSI H55M-ED55
18.315
P55-Referenz
18.192
Asus P7H55-M Pro
18.107
Gigabyte H55M-UD2H
17.613
Intel DH55TC
17.412
Angaben in Punkten

Auch bei Cinebench reserviert sich das MSI H55M-ED55 die erste Position, wobei die Unterschiede im Single CPU Render aufgrund der sehr geringen Differenzen kaum beachtenswert sind. Beim Multiple CPU Render zeigt sich, dass drei Hersteller den Turbo-Modus stärker ausnutzen als Intel selbst.

SiSoft Sandra 2010

Prozessor (Arithmetik)

 Dhrystone:
MSI H55M-ED55
94,40
P55-Referenz
93,10
Asus P7H55-M Pro
90,00
Gigabyte H55M-UD2H
86,30
Intel DH55TC
86,12
Angaben in MIPS
 Whetstone:
MSI H55M-ED55
61,27
P55-Referenz
61,21
Asus P7H55-M Pro
60,85
Intel DH55TC
57,86
Gigabyte H55M-UD2H
56,00
Angaben in MFLOPS

Prozessor (Multimedia)

 Integer:
MSI H55M-ED55
175,00
P55-Referenz
175,00
Asus P7H55-M Pro
166,72
Gigabyte H55M-UD2H
160,00
Intel DH55TC
159,54
 Fließkomma:
P55-Referenz
129,78
MSI H55M-ED55
129,70
Asus P7H55-M Pro
122,00
Gigabyte H55M-UD2H
118,45
Intel DH55TC
118,14
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)

Bei den Prozessorbenchmarks zeichnet sich das Ansprechverhalten des Turbo-Modus' erneut für die Unterschiede aus. Während die Mainboards von Asus und MSI diesen recht effektiv und aggressiv ausnutzen, halten sich Gigabyte und Intel bei dessen längerfristiger Nutzung eher zurück.

Speicherbandbreite

 Integer:
P55-Referenz
16.750
Gigabyte H55M-UD2H
16.640
MSI H55M-ED55
16.610
Intel DH55TC
16.540
Asus P7H55-M Pro
16.450
 Fließkomma:
P55-Referenz
16.800
MSI H55M-ED55
16.680
Gigabyte H55M-UD2H
16.660
Intel DH55TC
16.560
Asus P7H55-M Pro
16.470

Speicherlatenzzeit

P55-Referenz
76
Gigabyte H55M-UD2H
77
Intel DH55TC
78
MSI H55M-ED55
78
Asus P7H55-M Pro
79
Angaben in Nanosekunden

Wie zu erwarten ist, halten sich die Unterschiede bei den Speicherbenchmarks stark in Grenzen. Der Speichercontroller sitzt innerhalb des Prozessors und die verwendeten Module waren stets identisch.

Spielebenchmarks

Anno 1404

Anno 1404

Intel DH55TC
17,78
MSI H55M-ED55
17,56
Gigabyte H55M-UD2H
17,43
Asus P7H55-M Pro
16,83

Die Unterschiede fallen bei Anno 1404 sehr gering aus, der Abstand zwischen erstem und letztem Platz beträgt lediglich ein Frame pro Sekunde und ist daher mit bloßem Auge praktisch nicht erkennbar.

Colin McRae: Dirt 2

Das Rennspiel Colin McRae: Dirt 2 zeigt die Grenzen des Treibers der internen Grafik. Zwar lässt sich das Spiel starten, doch man bekommt nur einen schwarzen Bildschirm zu sehen. Da die Leistung der Grafikchips zumindest ausreichen sollte, um das Spiel bei niedriger Auflösung zum Laufen zu bringen, mangelt es dem Treiber an Ausgereiftheit.

Crysis Warhead

Um die Vergleichbarkeit mit anderen Test zu wahren, wurde hier das gleiche Savegame verwendet wie auch bei unseren anderen Tests, somit wird stets die 60 Sekunden lange Szene stets identisch nachgestellt. Die Grafik-Einstellungen wurden auf dem Niveau Mainstream belassen, die Auflösung lag auch hier bei 1.024 x 768 Pixel. Die durchschnittliche Framerate wurde mit Fraps ermittelt.

Crysis Warhead

Asus P7H55-M Pro
9,40
MSI H55M-ED55
9,16
Intel DH55TC
9,05
Gigabyte H55M-UD2H
8,93

Die Unterschiede halten sich mit einem maximalen Abstand von einem halben Frame pro Sekunde erneut stark in Grenzen.

Sonstige Messungen

Schnittstellen

SATA-Schnittstelle Leseleistung
SATA-Schnittstelle Schreibleistung
USB-Schnittstelle Leseleistung
USB-Schnittstelle Schreibleistung

Bootzeit

Bootzeit

Asus P7H55-M Pro
21,2
MSI H55M-ED55
21,3
Intel DH55TC
21,6
Gigabyte H55M-UD2H
21,9
P55-Referenz
23,3
Angaben in Sekunden

Die Messungen der Bootzeit und Leistungsaufnahme wurden, um den Vergleich zum P55 zu wahren, mit Core i7-870 und Radeon HD 3870 durchgeführt.

Leistungsaufnahme

Leistungsaufnahme

 Idle:
Intel DH55TC
68
MSI H55M-ED55
75
Asus P7H55-M Pro
76
Gigabyte H55M-UD2H
83
P55-Referenz
86
 Volllast:
Intel DH55TC
234
Gigabyte H55M-UD2H
243
MSI H55M-ED55
244
Asus P7H55-M Pro
259
P55-Referenz
262
Angaben in Watt (W)

In der Leistungsaufnahme spiegelt direkt das Ansprechverhalten des Turbo-Modus' wieder, denn je öfter und länger der Prozessor in diesem Modus verweilt, umso höher ist der Stromverbrauch des Systems. So zeigt sich, dass das DH55TC von Intel dieses Feature nur begrenzt einsetzt – während beispielsweise das Asus P7H55-M Pro recht häufig in diesen Modus zu schalten scheint. Im Vergleich zum P55-Chipsatz ist die Leistungsaufnahme des H55 um gut zehn Watt geringer, was auch die vergleichsweise kleineren Kühlkörper erklärt.

Fazit

Vier Kandidaten. Ein Chipsatz. Kein klarer Sieger. So kompliziert kann einfach sein.

Doch bevor wir zur Kaufempfehlung kommen, wollen wir noch ein paar Worte zur Sinnhaftigkeit eines Mainboards im µATX-Format verlieren. Wie die Benchmarks im Vergleich zum letzten Test der P55-Boards zeigen, liegen die Leistungswerte der kompakten Bretter mit ihren großen Brüdern auf annähernd einem Niveau. Ein Vorteil des H55 ist dabei ganz klar die Unterstützung der internen Prozessorgrafik aktueller Clarkdale-CPUs, denn die Verwendung der internen Grafik spiegelt sich sowohl im Stromverbrauch als auch in der Lautstärke des Systems wieder. Sofern mehr Leistung gefordert ist, kann jederzeit eine extra Grafikkarte installiert werden. Alles prima?

Leider nicht ganz. Denn trotz vieler Anschlussmöglichkeiten fehlt es den Boards an kleinen Feinheiten und Details. Für kompakte Office-Rechner oder gar für Multimedia-Rechner im Wohnzimmer ist der H55 allerdings eine sehr gute Wahl. Und welches Board bietet hier den besten Kompromiss?

Das DH55TC von Intel bietet die nötigsten Anschlussarten und es schlägt sich bei den Benchmarks im Allgemeinen recht wacker, doch in beiden Fällen hat die Konkurrenz mehr in petto. Ein großer Minuspunkt des Mainboards sind die mangelnden Einstellungsmöglichkeiten beim Arbeitsspeicher. XMP sowie manuelle Anpassungsmöglichkeiten sind Fremdwörter für das DH55TC.

Durch einen günstigen Preis und viel Anschlussmöglichkeiten kann das Gigabyte H55M-UD2H überzeugen. So bietet es als einziger Kandidat FireWire am Backpanel und einen zusätzlichen DisplayPort. Doch die Kehrseite der vielen Anschlüsse sind mangelnde Kühlmöglichkeiten, gerade bei stattlicher Bestückung ist dies nicht zu verachten. Insgesamt ist die Gigabyte-Platine zwar ein solides Mainboard, doch für einen Sieg reicht es in diesem Vergleich nicht.

Übrig bleiben nun Asus P7H55-M Pro und MSI H55M-ED55. Da sich beide kleinere Fehler erlauben und keines der Mainboards die Konkurrenz gnadenlos hinter sich lässt, fällt die Bestimmung des Siegers schwer. Doch der Titel „Klein aber fein!“ geht in diesem Fall an das MSI H55M-ED55. Es hat dem Asus einen eSATA-Anschluss am Backpanel voraus. Zudem überzeugen die guten Kühlmöglichkeiten und Feinheiten wie der Ein- bzw. Ausschalter. Auch Seiten der Benchmarks liegt das MSI-Board auf den vorderen Plätzen, da der Turbo-Modus stark ausgenutzt wird. Unsere Empfehlung.

Empfehlung (03/10)
Empfehlung (03/10)

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2009/test_p55-boards_asus_intel_msi/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2010/test_intel_core_i3-530_540_core_i5-661/
  3. http://www.asus.de/product.aspx?P_ID=vOvmywqPUY78qUzh&templete=2
  4. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a486949.html
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2009/test_p55-boards_asus_intel_msi/4/#abschnitt_software
  6. http://www.gigabyte.de/Products/Motherboard/Products_Overview.aspx?ClassValue=Motherboard&ProductID=4716&ProductName=GA-H55M-UD2H
  7. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a491653.html
  8. http://www.intel.com/cd/products/services/emea/deu/motherboards/desktop/DH55TC/overview/436127.htm
  9. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a490145.html
  10. http://www.msi.com/index.php?func=proddesc&maincat_no=1&cat2_no=170&cat3_no=&prod_no=1975
  11. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a495252.html
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/2009/test_p55-boards_asus_intel_msi/
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