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Test: Speaker-SoundCheck - Volle Dröhnung Part II

von Rudolf Treschanke

Einleitung

Der allgemeine Trend zu hochwertigen Lautsprecher-Systemen hat uns dazu veranlasst, einige aktuelle Systeme ins Labor zu holen. Wir haben keine Mühe gescheut, selbst so renomierte Hersteller wie Teufel ins Boot zu holen. Creative schickt mit drei aktuellen Systemen ebenfalls starke Teilnehmer ins Feld. Auch Logitech ist mit dem aktuellen Z 680 dabei.

Inspire 6700 Presse
Inspire 6700 Presse
Inspire 2800 Digital Presse
Inspire 2800 Digital Presse
Megaworks 550 THX Presse
Megaworks 550 THX Presse
Concept_E_Magnum_Presse
Concept_E_Magnum_Presse
Logitech 5.1 Z680 Presse
Logitech 5.1 Z680 Presse
Concept E Presse
Concept E Presse

Grundsätzlich sollte man sich vor dem Kauf eines Lautsprecher-Systems darüber im Klaren sein, was man denn nun genau von der neuen Anlage verlangt. Wichtige Voraussetzung für eine saubere Wiedergabe und ungetrübten Hörgenuss ist eine gute Soundkarte, die möglichst nicht für 15,- € vom Grabbeltisch beim Discounter gekauft wird, sondern eine qualitativ hochwertige Soundkarte. Creative, Hercules oder Terratec bieten gute Karten schon ab ca. 40,- € an. Es ist wie so oft eine Frage der Prioritäten. Wer nur hin und wieder eine mp3 oder eine Audio-CD am PC hört, der wird mit einem 20,- € teuren Brüllwürfel-Set und OnBoardSound vermeintlich zufrieden sein. Wenn man das Ganze nicht bezahlen kann, dann leiste man sich wenigstens das Wichtigste, und genau hier liegt der Knackpunkt. Wenn das nötige Kleingeld nicht vorhanden ist, dann lieber warten, sparen und halt später zuschlagen. Wie sprach einst der deutsche Lyriker, Gottfried Benn:

Zitat

Das größte Vergnügen aller Geizhälse besteht darin, sich ein Vergnügen zu versagen.

Und, seien wir mal ehrlich, ca. 300,- € für die Anschaffung eines guten Soundsystems sind sicherlich sehr viel Geld, und für manch einen Leser eine fast unüberwindbare Hürde, aber die Freude, die so ein System bereiten kann, ist es ohne Zweifel wert.

Wer gerne zockt, dabei Wert auf packenden Sound und kräftige Bässe legt, oder einfach nur gute Musik in guter Qualität hört, dem wird der folgende Artikel sicherlich ein Stück weiterhelfen.

Wir haben unseren SoundCheck mit zwei verschiedenen Systemen und Konzepten durchgeführt; Im P4-System werkelt eine Creative Audigy 2 (99,- €) und im AMD-System eine Creative Audigy2 platinum eX (239,- €) und zeitweise auch eine Terrartec Aureon 5.1 Fun (40,- €). Diese drei Systeme boten eine solide Plattform für die ausführlichen Tests der 6 verschiedenen Lautsprecher-Sets, wobei die Terratec Aureon Fun der Creative Audigy2 platinum eX weichen musste, da es bezüglich der Wiedergabequalität doch erhebliche Unterschiede gab. Der Test hat sich leider über einen langen Zeitraum erstreckt, da einige Testsamples nicht gleichzeitig zur Verfügung standen. Auch ein Todesfall in der Familie verzögerte die Fertigstellung des Artikels um ein paar Wochen. An dieser Stelle möchten wir uns bei den Herstellern bedanken, die geduldig ihre Samples über diesen ungewöhnlich langen Zeitraum zur Verfügung gestellt haben. Auch die Jungs in der Community - die aus der audiophilen Ecke - , die geduldig auf die Veröffentlichung des Tests gewartet haben, boten Ihre Hilfe an. Dafür auch noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Die eigentlichen Hörtests als solches waren ein Mordsgaudi; Mit insgesamt 34 Lautsprechern rund um die Testsysteme boten sich dem Besucher (und das waren nicht wenige aus unserem Team) Bilder eines ausgewachsenen Hörstudios. Das Testlabor war, bzw. ist ein ca. 35m² grosser, und ca. 4,5 m hoher Raum im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses mit Betonfussboden. Hier befindet sich auch eine kleine High-Fidelity-Anlage, welche des öfteren mal als direkter Vergleich zu den Kandidaten angeschmissen wurde. Das ständige umstöpseln der Systeme war schon ziemlich nervend, da geeignete Systemweichen kaum erhältlich sind, und falls ja, einfach zu teuer. Der sogenannte Basstest war besonders aufwendig, da wir bezüglich der Leistung des Spitzen-Trio unterschiedlicher Meinung waren. An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass es völlig unterschiedliche Hörgewohnheiten der verschiedenen Benutzerprofile gibt; Der Eine mag es halt sanft und unaufdringlich, der andere eben knackig, basslastig und möglichst zischelnde Höhen. Im Nachhinein gab es aber einstimmige Meinungen bezüglich der Wiedergabequalität. Bei der Bewertung der Systeme kommt es bei dem Creative 2800 zu einer Überschneidung, da es nur ein 2.1-System ist. Selbiges besitzt natürlich keine Surroundeigenschaften, aber aus technischen Gründen haben wir diese Eigenschaften mitbewertet. Es hat also seine Richtigkeit, dass hier Punkte vergeben wurden.

Bitte die Passage nochmal, huch, was war das denn für ein Geräusch? Die Klingel, also doch der genervte Nachbar? Nein, die Nachbarn sind vorher geimpft worden, und die Chefin des Hauses ist ebenfalls sehr verständnisvoll gewesen. Das unmittelbare Umfeld wurde vorher sorgfältig auf eventuell klappernde oder mitschwingende Gegenstände geprüft, um Verfälschungen zu vermeiden. Das Glasregal musste aus vorgenannten Gründen demontiert werden, da die Glasplatten einfach nicht mitmachen wollten. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die leidgeprüften, mitunter ungewollten Zuhörer. Ja, auch die Mietzekatze. ;)

Lieferumfang

Der Lieferumfang der getesteten Systeme ist weitestgehend komplett, bis auf die fehlenden Übergangsadapter von Cinch auf Klinke bei den Teufel-Systemen gab es keine nennenswerten Ausrutscher und deshalb wollen wir an dieser Stelle nicht zuviel Leser-Konzentration in endlosen Textpassagen versenken.

Creative 2.1 Inspire 2800 Digital

Inspire 2800 Digital Presse
Inspire 2800 Digital Presse
Inspire 2800 Digital Presse


Creative 6.1 Inspire 6700

Inspire 6700 Presse
Inspire 6700 Presse
Inspire 6700 komplett Presse
Inspire 6700 komplett Presse


Creative 5.1 Megaworks 550 THX

Megaworks 550 THX Presse
Megaworks 550 THX Presse
Megaworks 550 THX komplett Presse
Megaworks 550 THX komplett Presse


Teufel 5.1 Concept E

Concept E Presse
Concept E Presse
Concept E Satellit Presse
Concept E Satellit Presse
Concept E Subwoofer Presse
Concept E Subwoofer Presse


Teufel 5.1 Concept E Magnum

Concept E Magnum Presse
Concept E Magnum Presse
Concept_E_Magnum_Presse
Concept_E_Magnum_Presse


Logitech 5.1 Z680

Logitech 5.1 Z680 Presse
Logitech 5.1 Z680 Presse
Logitech Z680 Satellit Presse
Logitech Z680 Satellit Presse
Logitech Z680 Controlcenter Presse
Logitech Z680 Controlcenter Presse

Testsysteme

Beide Systeme sind in einem Chieftech 601 Gehäuse. Das Intel-System wurde vor dem Test noch mit einem Listan-Schalldämmset ausgerüstet, welches seine hervorragenden Dämmeigenschaften in dem laufenden Test beweisen konnte, baugleich mit diesem Gehäuse. [1]

Gruppenbild
Gruppenbild
Inspire 6700 Komplett
Inspire 6700 Komplett
Megaworks 550 THX  komplett
Megaworks 550 THX komplett

Getestet wurden die Lautsprecher mit folgenden Systemen:

System I

Concept E Komplett
Concept E Komplett
Concept E Magnum
Concept E Magnum

System II

Es wurden keine zusätzlichen Gehäuselüfter installiert, um jegliche Fremdgeräusche weitestgehend auszuschliessen. Im Laufe der Hörtests wurde die Terratec Aureon Fun 5.1 gegen eine Audigy 2 Platinum eX ausgetauscht, welche wir mit Freude für die weiteren SoundChecks verwendeten. Ein ausführlicher Test der eX wird demnächst bei uns erscheinen.

Technische Daten

Bei den technischen Daten liegen die Systeme ihrer Preisklasse entsprechend weitestgehend auf einem Level. Lediglich das Logitech sowie das Megaworks drängeln sich mit den vermeintlich 500 Watt Sinusleistungen etwas in den Vordergrund. Unserer Meinung nach spielen solche Angaben eine untergeordnete Rolle, da meistens dass subjektive Hörerlebnis das entscheidende Kriterium zum Kauf eines Lautsprechersystems ist. Sicherlich spielen Gewicht und die Grösse der Kalotten eine wesentliche Rolle; Allein schon die 17 KG des Teufel Concept E Magnum-Subwoofers oder eine sauber aufgebaute Frequenzweiche im Satelliten lassen erahnen, welches Potential in diesen Systemen steckt.


Teufel Concept E Teufel Concept E Magnum Logitech Z680 THX
Leistung 150W Sinus
265W Impuls
250W Sinus
370W Impuls
505W Impuls
Kanäle 5.1 5.1 5.1
Satellit 13mm Kalottenhochtöner
80mm Mitteltöner
1,0 kg
40W (70W Impuls)
90x125x105mm
20mm Kalottenhochtöner
80mm Mitteltöner
1,2kg
40W (70W Impuls)
95x130x115mm
4x62W Impuls
Center wie Satellit 20mm Kalottenhochtöner
2x 80mm Mitteltöner
1,4 kg
40W (70W Impuls)
235x100x115mm
68W Impuls
Subwoofer 200mm Tieftöner
Downfire Bassreflex
10kg
275x420x405mm
250mm Tieftöner
Downfire Bassreflex
17kg
300x420x405mm
188W Impuls
Frequenzbereich 25Hz - 20kHz 25Hz - 20kHz 35Hz - 20kHz
Eingänge analog (Chinch)
6-Kanal analog (Klinke
analog (Chinch)
6-Kanal analog (Klinke)
2x digital (opt./koax.)
analog (Klinke)
Pegelsteuerung Software Software oder
Fernbedienung
Software und
ext. Steuergerät
mit Fernbedienung
Besonderheiten 20mm Holzkorpus
-Subwoofer
20mm Holzkorpus
-Subwoofer
THX-Zertifizierung
Dolby Pro Logic II
DTS
Verkaufspreis 249 € 379 € ca. 400 €
Creative Inspire 2800 Digital Creative Inspire 6700 Creative Megaworks 550 THX
Leistung 38W Sinus 82W Sinus 500W Sinus
Kanäle 2.1 6.1 5.1
Satellit 8W Sinus
463 Gramm
96x92x112mm
8W Sinus
463 Gramm
96x92x112mm
9 cm-Treiber
70W Sinus
Center - 20W Sinus
802 Gramm
116,5x 89,3x108mm
wie Satellit
Subwoofer 16,5-cm-Langhubtreiber
22W Sinus
3,5kg
260x240x240mm
16,5-cm-Langhubtreiber
22W Sinus
4,4kg
245,5x 272,1x 246,4mm
20 cm-Langhubtreiber
150W Sinus
Frequenzbereich 35Hz - 20kHz 40Hz - 20kHz 25Hz - 20kHz
Eingänge 2-Kanal analog (Stereo)
digital (koax.)
7-Kanal analog (Klinke) 6-Kanal analog (Klinke)
Pegelsteuerung Software oder
Kabelfernbedienung
Software oder
Kabelfernbedienung
Software oder
Kabelfernbedienung
Besonderheiten digital 7-Kanal Sound THX-Zertifizierung
Verkaufspreis ca. 100 € ca. 100 € ca. 300 €

Verarbeitung

Sämtliche Systeme leisten sich bezüglich der Verarbeitung keine grossen Ausrutscher. Besonders gefallen hat uns der Korpus der Teufel-Subwoofer. Mit 20mm dicken MDF- Platten, sehr sauber verleimt, hebt es sich von den anderen Systemen ab. Auch die soliden Standfüsse für das 550 THX-System von Creative und das Logitech Z680 stechen besonders hervor. Über die letzten Jahre betrachtet haben die Hersteller Ihre Hausaufgaben gemacht und bieten grundsolide Konstruktionen, zumindest im Midrange-Bereich. Die Zeiten von billigen, blechern tönenden Kunststoffgehäusen als Subwoofer sind vorbei. Zwei, der sechs Systeme haben externe Netzteile, welche in der Regel weniger Leistung haben, als interne Lösungen. Die im Subwoofer integrierten Netzteile sind bei den anderen Kandidaten recht üppig bemessen, was sehr wichtig für den Klang ist, insbesondere für die Dynamik.

Kleines Manko bei den Teufel-Systemen ist die fehlende Abdeckung der Downfire-Speaker im Subwoofer, hier könnte es beispielsweise beim Staubsaugen oder -wischen zur mechanischen Beschädigung der ungeschützten Membrane kommen. Ausserdem fehlen bei den Satelliten des Teufel Concept E Magnum die kleinen Gumminoppen als Standfüsse, welche beim Concept E integriert sind.

Die Verarbeitungsqualität bei dem Logitech-System macht auf dem ersten Blick einen recht soliden Eindruck. Lediglich die Bassreflex-Öffnungen im Center-Speaker stellen sich bei genauerem Hinschauen als reines Blendwerk heraus. Da ihre Funktion sowieso recht zweifelhaft wäre, macht das aber absolut nichts. Alle Boxen und auch das Steuerteil haben stabile Standfüsse aus Metall, die Füsse in Form von Gummiringen schonen dabei nicht nur die Standfläche sondern sorgen auch für eine einfache Wandmontage. Um die Ausrichtung der Boxen zu variieren sind die Standfüße in zwei unterschiedlichen Positionen montierbar, den dazu nötigen Inbusschlüssel liefert Logitech mit. Leider lassen sich die Boxen trotzdem nicht immer nach dem Geschmack des Nutzers ausrichten, dafür gibt's Minuspunkte. Einen weiteren Minuspunkt erhält Logitech für das Steuerteil. Zum einen ist das Steuerteil definitiv zu groß und dürfte damit so auf manchem Schreibtisch für Probleme sorgen (vom 'gewöhnungsbedürftigen Design' ganz abgesehen). Zum anderen ist die Anzeige, so schmuck ein blaues Display auch aussehen mag, unglaublich schwer ablesbar. Schwarze Schrift auf blauem Untergrund ist eine recht unglückliche Wahl. Ein weiterer Nachteil des Steuerteil ist seine Standfestigkeit. Trotz stabilem Metallfuß rutscht es beim Versuch eine der Tasten zu betätigen unweigerlich nach hinten. Glücklicherweise sind aber alle Bedienelemente des Steuerteils auch auf der handlich Fernbedienung zu finden, sodass man nicht ständig an das Steuerteil muss. Positiv sind hingegen die Einstellungsmöglichkeiten. Neben einigen Effekten können Subwoofer, Center- und Surroundlautsprecher einzeln ausgeregelt werden.

Creative 2.1 Inspire 2800 Digital

Inspire 2800 Digital Electronic
Inspire 2800 Digital Electronic
Inspire 2800 Digital Electronic Detail
Inspire 2800 Digital Electronic Detail
Inspire 2800 Digital Satellit Zerlegt
Inspire 2800 Digital Satellit Zerlegt
Inspire 2800 Digital Satellit Zerlegt Front
Inspire 2800 Digital Satellit Zerlegt Front
Inspire 2800 Digital Subwoofer innen
Inspire 2800 Digital Subwoofer innen

Creative 5.1 Inspire 6700

Inspire 6700 Electronic Detail
Inspire 6700 Electronic Detail
Inspire 6700 Electronic Detail Seite
Inspire 6700 Electronic Detail Seite
Inspire 6700 Subwoofer Innen
Inspire 6700 Subwoofer Innen
Inspire 6700 CenterSpeaker
Inspire 6700 CenterSpeaker
Inspire 6700 Satellit Zerlegt
Inspire 6700 Satellit Zerlegt

Creative 5.1 Megaworks 550 THX

Megaworks 550 THX  Satellit
Megaworks 550 THX Satellit
Megaworks 550 THX Subwoofer innen
Megaworks 550 THX Subwoofer innen
Megaworks 550 THX Subwoofer unten
Megaworks 550 THX Subwoofer unten
Megaworks 550 THX Electronic Detail
Megaworks 550 THX Electronic Detail
Megaworks 550 THX  Satellit hinten
Megaworks 550 THX Satellit hinten

Megaworks 550 THX  Satellitenfuss Detail
Megaworks 550 THX Satellitenfuss Detail
Megaworks 550 THX  Fernbedienung
Megaworks 550 THX Fernbedienung

Teufel 5.1 Concept E

Teufel Concept E Satellit offen
Teufel Concept E Satellit offen
Teufel Concept E offen die Zweite
Teufel Concept E offen die Zweite
Teufel Concept E Subwoofer Electronic Detail
Teufel Concept E Subwoofer Electronic Detail
Teufel Concept E Subwoofer innen
Teufel Concept E Subwoofer innen
Teufel Concept E Subwoofer Electronic Detail 1
Teufel Concept E Subwoofer Electronic Detail 1

Teufel Concept E - Rückseite
Teufel Concept E - Rückseite
Teufel Concept E Subwoofer unten
Teufel Concept E Subwoofer unten

Teufel 5.1 Concept E Magnum

Concept E Magnum Empfangsteil Sub vorne
Concept E Magnum Empfangsteil Sub vorne
Concept E Magnum Subwoofer Electronic
Concept E Magnum Subwoofer Electronic
Concept E Magnum Subwoofer Electronic Netzteil
Concept E Magnum Subwoofer Electronic Netzteil
Concept E Magnum Subwoofer Innen
Concept E Magnum Subwoofer Innen
Concept E Magnum Subwoofer unten
Concept E Magnum Subwoofer unten
Concept E Magnum Subwoofer hinten
Concept E Magnum Subwoofer hinten
Concept E Magnum Sattellit Detail
Concept E Magnum Sattellit Detail
Concept E Magnum Sattellit vorne
Concept E Magnum Sattellit vorne
Concept E Magnum Sattellit Hochtöner
Concept E Magnum Sattellit Hochtöner

Logitech 5.1 Z680

Logitech Subwoofer Gehäuse
Logitech Subwoofer Gehäuse
Logitech Center Speaker
Logitech Center Speaker
Logitech Satellit zerlegt
Logitech Satellit zerlegt
Logitech Center Speaker zerlegt
Logitech Center Speaker zerlegt
Logitech Subwoofer Electronic
Logitech Subwoofer Electronic
Logitech Subwoofer unten
Logitech Subwoofer unten

Installation und Aufstellung

Da die meisten Lautsprecher immer in der Nähe des Monitors stehen, ist darauf zu achten, dass die Lautsprecher gut abgeschirmt sind. Die Magneten der Lautsprecher könnten die Elektronenstrahlen der Bildschirmröhre ablenken und damit Farbfehler und Verzerrungen verursachen. Solche Schäden sind leider irreparabel. In unserem konkreten Fall leistet sich keiner der Teilnehmer Schwächen, so dass es bezüglich der Entfernung zum Monitor keine Einschränkungen gibt.

Der Standort des Subwoofers erweist sich bei den meisten Kandidaten als unproblematisch. Oftmals ist der geneigte User an den Räumlichkeiten gebunden und hat keine grosse Auswahl bezüglich der Aufstellung. Wer mit der gewünschten Position des Subwoofers unzufrieden ist, was durch gute Ortbarkeit sehr auffällig ist, der sollte ein wenig experimentieren und verschiedene Positionen ausprobieren. Sollte kein gewünschter Erfolg eintreten, so ist die Mitte der Frontlautsprecher als Aufstellungsort zu bevorzugen. Schwierig wird es bei der Aufstellung der Satelliten bei einem Surroundsystem. Optimal wäre hier die Positionierung der Speaker mit jeweils gleichen Abstand zum User, was aber in den meisten Fällen kaum möglich ist. Wer die Möglichkeit hat, seinen Arbeitsplatz rückwärtig zu einer Wand zu positionieren, der sollte seinen Schreibtisch ca. 1,0-1,3m von der Wand entfernt aufstellen, um genügend Bewegungsfreiheit, aber auch ein optimales Sounderlebnis zu erzielen. Bei der Nutzung von Surroundsystemen an einem Standalone-DVD-Player im Wohnzimmer hilft beispielsweise ein Konfigurator der Firma Teufel [2]weiter.

Creative Media Source Subwoofer
Creative Media Source Subwoofer
Wer eines der getesteten Systeme mit einer Creative Audigy 2 betreibt, sollte darauf achten, dass der Subwoofer (Bassumleitung) im Menue Lautsprechereinstellungen auch aktiviert wird, da selbiger Standardmässig deaktiviert ist. Die Bass-Management-Funktion steht bei der Audigy 2 nur für 5.1- und 6.1-Lautsprecherkonfigurationen zur Verfügung. Bei 4.1-Lautsprechersystemen können Töne von Subwoofern oder Low Frequency Effects-Kanal-Lautsprechern nur von Ihrem Lautsprechersystem erzeugt werden.

Die Lautstärke oder die Crossover-Frequenz des Subwoofers lässt sich mittels des oben abgebildeten Schiebereglers einfach anpassen. Auf diese Weise kann man festlegen, welche Frequenzen an den Subwoofer geleitet werden. Empfehlenswert ist eine Einstellung um die 120 Hz. Diese Einstellungen sind jedoch nur für 4/4.1-, 5.1- oder 6.1-Lautsprechersysteme anwendbar.

Creative Inspire 2.1 Digital 2800

Die Installation der mitgelieferten Kabel und der Fernbedienung ist durch gute Kennzeichnung am Subwoofer problemlos. Der Anschluss ist sowohl analog wie auch digital über das mitgelieferte Cinchkabel möglich. Die 2 Satelliten sollten möglichst mit dem User ein gleichschenkliges Dreieck bilden. In der Regel sitzt der User ca. 50 cm von seinem Monitor entfernt, daraus resultierend sollten die Satelliten am hinteren Ende des Monitors eine Linie bilden, was wiederrum bedeutet, das die Satelliten in einem Abstand von ca. 80cm bei einem Röhrenmonitor, und ca. 60cm bei einem TFT-Monitor in der Tiefe vom User entfernt stehen. Der seitliche Abstand wäre demzufolge aus der Mitte heraus ebenfalls 60-80cm. Das Kabel der Fernbedienung ist ca. 2m lang und schränkt den Benutzer bei der Position des Subwoofers etwas ein. Selbiger ist bei der Positionierung unkritisch.

Creative Inspire 6.1 6700

Um die 6 Satelliten des Systems anzusteuern, bedarf es einer 6.1-Soundkarte. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können das beispielsweise die Creative Audigy2, die Terratec Aureon 7.1 Space oder die Hercules Game Theater XP 7.1.

Die Installation der mitgelieferten Kabel und der Fernbedienung ist durch gute Kennzeichnung am Subwoofer problemlos. Wie beim 2800 Digital ist die Aufstellung der vorderen Satelliten vorzunehmen - also vorne links und vorne rechts ein gleichschenkliges Dreieck zum User. Der Centerspeaker vorne sollte möglichst auf dem Monitor stehen, was aber bei einem TFT unmöglich ist. Hier muss der Centerspeaker vor dem Monitor stehen, was in den meisten Fällen durch die Aufbauhöhe des TFT nicht weiter stört, jedoch bei eventuellen Einstellungen des TFT hinderlich ist. Die hinteren Lautsprecher sollten ebenfalls ein gleichschenkliges Dreieck zum User bilden, was, plastisch veranschaulicht, wie eine Fünf beim Würfel aussieht. Der User bildet dabei den mittleren Punkt. Der hintere Centerspeaker steht genau in der Mitte zwischen den beiden Surroundspeakern. Das Kabel der Fernbedienung ist ca. 2m lang und schränkt den Benutzer bei der Position des Subwoofers erheblich ein, welcher, um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sehr aufstellungskritisch ist. Wie oben bereits erwähnt, sollte man hier ein wenig experimentieren und verschiedene Positionen ausprobieren, um ein guten Klang zu erzielen.

Creative MegaWorks THX 5.1 550

Um die Leistungsfähigkeit des Megaworks 550 THX voll auszuschöpfen, sollte schon was adäquates im PCI-Slot des Rechners stecken. Eine schlichte Onboardsound-Variante oder gar eine billige 4.1-Karte wäre hier wie Perlen vor die Säue werfen. Die Installation der mitgelieferten Kabel und der Fernbedienung ist durch gute Kennzeichnung am Subwoofer problemlos. Sämtliche Lautsprecherkabel sind sorgfältig markiert, um eine Verwechselung der Polarität auszuschliessen. Creative hat die Lautsprecherkabel einerseits mit Klinkenstecker versehen, andererseits sind die Kabelenden abisoliert und zum Einstecken in die massiven Klemmbuchsen der Satelliten vorgesehen. Bei eventuellen Kürzungen der Kabellänge ist darauf zu achten, dass die Kabel der jeweiligen Boxenpaare gleich lang bleiben, um die Signallänge nicht zu beeinträchtigen. Die Aufstellung der Satelliten sollte wie beim Inspire 6700 erfolgen. Eine leichte, ca. 15° Drehung der Satelliten zum User verschafft mehr Lebendigkeit des Systems. Die sehr komfortable Kabelfernbedienung mit ihren vielen Funktionen wie Master-, Rear-, Center-, und Subwoofer Lautstärkeregelung sowie Mute-Standby Funktion und Treble Regelung wird in Griffnähe plaziert. An den Dioden der Fernbedienung lässt sich die jeweilige Einstellung der Lautstärke oder des Betriebszustands gut erkennen. Der Subwoofer, zu dessen Eigenschaften wir später noch einmal kommen werden, sollte bei diesem System möglichst vorne in der Mitte plaziert werden.

Teufel Concept E

Ähnlich wie bei dem Megaworks 550 THX sollte auch bei dem Teufel-System eine gute Soundkarte verwendet werden. Teufel liefert bei dem Concept E ca. 30m Lautsprecherkabel mit dem Querschnitt von 2 x 0,75mm² mit. Wir empfehlen allerdings, um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ein etwas dickeres Kabel zu verwenden. Auf Anfrage bei Teufel ist es auch möglich, ein Kabel von 2 x 1,5mm² gegen Aufpreis geliefert zu bekommen. Die Konfektionierung des Lautsprecherkabels sollte erst nach der Aufstellung der Satelliten erfolgen, um eventuelle Fehlschnitte zu vermeiden. Die Kabel der vorderen und hinteren Boxenpaare sollten möglichst gleich lang sein, um die Signalwege nicht zu beeinträchtigen.

Um das Concept E- System an einer Soundkarte anzuschliessen, bedarf es sogenannter Y-Stecker. Originalwortlaut Teufel: Alles, was Sie neben dem Concept E und Ihrer Soundkarte noch für einen powervollen Computersound benötigen, sind die mitgelieferten drei Stereo-Verbindungskabel und drei Y-Adapter Stereoklinke 3,5 mm auf Stereo-Cinch. Diese Adapter finden Sie im Teufel-Zubehör für 0,99 Euro pro Stück.

Der Anschluss des Systems an einer Soundkarte mit oben gebannten Adaptern erweist sich jedoch zumindest bei der Creative Audigy2 als unmöglich, da die einzelnen Buchsen der Kanäle zu dicht positioniert sind. Hier muss der geneigte User noch einmal 3 Übergangskabel von 2 x Cinch auf 1 x Stereo-Klinke 3,5mm kaufen. Zu beziehen beispielsweise bei Conrad für 3,95 € das Stück. Die von Teufel mitgeliefeten Cinch-Cinch-Kabel sind dann zumindest für den PC überflüssig.

Bei Stereo-Quellen wird von allen Lautsprechern das gleiche Signal wiedergegeben. Dabei lassen sich die Lautsprecher alle einzeln auf der Rückseite des Subwoofers in der Lautstärke regeln.

Teufel Concept E Magnum

Die Aufstellung ist identisch wie beim Concept E. Die drahtlose Fernbedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig zum einstellen der einzelnen Channels. Im Gegensatz zu dem Megaworks 550 THX weiss man nie genau, auf welchem Lautstärke- Level des einzelnen Channel man sich befindet. Aber einmal auf die Hörgewohnheiten des Users eingerichtet, wird nur noch die Gesamtlautstärke benötigt.

Bei Stereo-Quellen wird von allen Lautsprechern das gleiche Signal wiedergegeben. Dabei lassen sich die Lautsprecher alle einzeln in der Lautstärke regeln. Das geschieht beim Concept E Magnum entweder direkt per Fernbedienung, oder aber an den etwas unterdimensionierten Drucktasten direkt an der Front des Subwoofers. Die Einschaltautomatik funktioniert wie folgt: In der Stellung AUTO schaltet sich der Subwoofer automatisch ein, wenn er ein Signal erhält. Er schaltet sich ohne Signal nach ca. 15 min aus.

Logitech Z680 THX

In dem großen Paket befinden sich neben den 5 Boxen und dem Subwoofer auch das Steuerteil, eine Fernbedienung und sämtliche Kabel zum Anschluss der Boxen. Ein optisches und ein koaxiales Kabel zum Anschluss an digitale Soundquellen runden die umfangreiche Ausstattung ab.

Alle Boxen und auch das Steuerteil haben stabile Standfüsse aus Metall, die Füsse in Form von Gummiringen schonen dabei nicht nur die Standfläche sondern sorgen auch für eine einfache Wandmontage. Um die Ausrichtung der Boxen zu variieren sind die Standfüße in zwei unterschiedlichen Positionen montierbar, den dazu nötigen Inbusschlüssel liefert Logitech mit. Leider lassen sich die Boxen trotzdem nicht immer nach dem Geschmack des Nutzers ausrichten, dafür gibt's Minuspunkte. Einen weiteren Minuspunkt erhält Logitech für das Steuerteil.

Abzüge muss sich Logitech auch im Betrieb gefallen lassen. Übermäßiges Rauschen in den Rear und Center Boxen, lautes Knacksen beim Umstellen der Singalquellen und der Lautstärke sowie gelegentliche unüberhörbare Resonanzschwingungen des Subwoofers mindern die sonst sehr positiven Eindrücke.

Die Verkabelung der einzelnen Lautsprecher hinterlässt zweischneidige Eindrücke. Positiv fielen uns die Schraubverbindungen an den Boxen auf, die für eine langlebige und sehr niederohmige Verbindung sorgen. Nachteilig stechen aber die unglaublich dünnen Anschlusskabel für die Boxen ins Auge. Mit lediglich 0.4 mm² wirken diese für die versprochene Leistung des Systems etwas unterdimensioniert.

Aufgrund der vielseitigen Anschlussmöglichkeiten und der Fähigkeit DTS-Signale zu dekodierten, bietet sich das Z680 nicht nur für den Anschluss an den heimischen PC an, sondern drängt sich für den Betrieb an einem Standalone-DVD-Player nahezu auf. Bei DVDs, die über eine DTS-Spur verfügen, vermittelt das Z680 eine einzigartige Klangkulisse, was bei anderen Systemen nur über einen vorgeschalteten DTS-Decoder möglich ist.

Relax & Enjoy

Wer es bis hierher geschafft hat, den Artikel zu lesen und nicht nur zu überfliegen, dem unterstellen wir mal ein grosses Interesse an guter Musik mit ausgewählten Komponenten am PC und deren Nebenwirkungen. Der FunFaktor ist kaum zu überbieten - es macht einfach grossen Spass und bereitet viel Freude, natürliche Wiedergabe von Musik, oder Spielen mit guten Komponenten zu geniessen. Wir können den geneigten User nur dazu animieren, ein paar Euro mehr für Speaker oder SoundCard auszugeben, denn diese Investition ist im Gegensatz zu einer CPU oder Graka sehr viel langlebiger und vor allem: Die akkustische Wahrnehmung von warmen, angenehmen, nicht klirrenden oder dröhnenden Klängen ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art und wird völlig anders von unseren Sinnen wahrgenommen, als ein paar Frames mehr mit einer neuen Graka. In unserem Forum [3] gibt es sogar einige Freaks, die an einem PC-System ein Teufel Concept M [4] für 445,- € betreiben wollen. Wir haben uns die Mühe gemacht, und ein paar audiophile Leckerbissen für die einzelnen Hörtests verwendet. Wie schon beim Test der Audigy 2 [5]haben wir einige Audio-DVDs verwendet, welche ihre volle Bandbreite bei den getesteten Lautsprechern entfalten konnten.

Dank der Mehrkanalfähigkeit kann man mit DVD-Audio die Akustik der besten Konzertsäale nachempfinden oder sich direkt in die Mitte eines virtuellen Orchesters begeben. Die natürliche Klangfülle sorgt für eine besonders lebendige Wiedergabe und schafft einen überzeugenden Surround-Eindruck, der einen mit einem verblüffend realistisch wirkendem Klangfeld umgibt. Besonders angenehm waren die Soundchecks bei der klassischen Musik. Der audiophile Genießer hat hier beispielsweise die Möglichkeit, seine heißgeliebte Morgenstimmung (Peer Gynt) von Edvard Grieg völlig neu zu erleben. Es ergibt sich ein orchestraler Höhepunkt: Flöte und Oboe jonglieren mit einem sanft wiegenden Motiv, und immer stärker und strahlender klingt das Orchester.

Bei den DVD- Filmen hat uns besonders das fünfte Element gefallen. Das bekannte Solo der blauen Sängerin kam bei *hoher Lautstärke* derart gewaltig rüber, dass einige Systeme hier ihre liebe Mühe hatten. Einzig das Concept E Magnum konnte hier richtig auftrumpfen, das Megaworks 550 THX war auch sehr nahe dran, musste aber letztendlich passen; Die Satelliten waren an dieser Stelle wie auch bei den anderen Systemen bei derart hoher Lautstärke doch etwas überfordert. Nun, wir waren bezüglich der Dauerbelastung auch etwas streng, jedes System hatte eine dreistündige Dauerbelastung mit hoher Lautstärke zu absolvieren.

Zu den Spielen kann man im allgemeinen nur festhalten, dass hier alle Systeme, bis auf das 2800 Digital, da 2-Wege, grossen Spass gemacht haben. Knallharte, wuchtige Bässe lassen den Gamer das Blut in den Adern gefrieren und peitschende Schüsse zucken durch den Raum.

Gerne zitieren wir an dieser Stelle Creative:
Stell es Dir mal so vor: Du befindest dich mitten in einem packenden PC-Spiel, vor einer anrückenden Überzahl von Gegnern konntest Du dich gerade noch in eine Höhle retten. Es herrscht pechschwarze Nacht. Aus dem dumpfen Rauschen links und im Hintergrund schliesst Du, daß sich hier ein unterirdischer Wasserlauf befindet. Plötzlich hörst Du auf Deiner rechten Seite das metallische Klicken einer Waffe, die entsichert wird. Instinktiv wirfst Du dich zur Seite - gerade noch rechtzeitig, denn die Kugel pfeift gefährlich nahe an Deinem Kopf vorbei und prallt dann als heulender Querschläger von der Wand links und vor Dir ab. Du verhälst dich absolut still und hörst, wie die Schritte Deines Feindes schnell näherkommen. Du kannst ihn nicht sehen, aber Du kannst genau hören, wo er sich gerade befindet.

Das Creative Inspire 6.1 konnte hier seine Stärken durch den hinteren CenterSpeaker voll ausspielen.


Folgende Audio-CDs und DVDs wurden verwendet:

Folgende DVDs wurden verwendet:

Folgende Spiele wurden verwendet:

Fazit

Man kann den Menschen nicht zu seinem Glück zwingen, manchmal jedoch bedarf es einen kräftigen Schubs in die richtige Richtung. Passend wäre auch der Spruch; Die bittere Erinnerung an eine schlechte Qualität währt viel länger als die kurze Freude an einem niedrigen Preis. Wer erst einmal hochwertige Audio-Komponenten als Peripherie seines geliebten Rechners im Einsatz hatte, der weiss, wovon hier die Rede ist. Unsere Absicht ist es, mit diesem Artikel eine tiefe Sehnsucht zu wecken, die in jedem von uns schlummert. Die Mehrheit der PC-User vernachlässigt leider immer noch den vermeintlich genussvollsten Bereich seines PC- Equipments. Die ständige Hatz nach immer schnelleren Systemen und Grafikkarten haben ihren Preis, die Multimedia-Komponenten fallen in der Regel nicht sehr üppig aus. Dabei ist gerade dieser Part am interessantesten.

Gerne zitieren wir hier auch Lars "Borsti" Weinand von Rivastation: An dem Schreck, eine Basslastige Explosion plötzlich rechts hinter sich zu hören, zehrt man bedeutend länger, als an 10 oder 20 FPS mehr durch eine schnellere Grafikkarte oder 100MHz mehr CPU Power!

Wie bereits erwähnt, empfehlen wir unbedingt eine gute Soundkarte. Die Audigy 2 von Creative wäre beispielsweise ein vorzüglicher Kandidat für die Systeme ab 200,- €. Ein schallgedämmtes Gehäuse ist zwar nicht Bedingung, erhöht den Funfaktor jedoch erheblich, da gerade störende Lüftergeräusche den Hörgenuss erheblich trüben können. Kommen wir nun zum grossen Finale. Die Systeme boten mitunter so überzeugende Leistungen, dass wir gleich mehrfach unseren berühmten Hammer rausholen mussten. ;)

Creative Inspire 2.1 Digital 2800

Hardware-HammerLeistung-Hammer


Inspire 2800 Digital Presse
Inspire 2800 Digital Presse
Jedem das seine, oder wie es so schön heißt. Die eigentliche Überraschung des SoundChecks war das Creative Inspire 2.1 Digital 2800. Ein kleines 2.1-System, welches die Grossen, was die Musikwiedergabe angeht, auch schon mal das Fürchten lehrt. Lebendige, klare und feinfühlige Mitten sowie ein satter trockener Bass machen einfach nur Spass mit diesem so vermeintlich unscheinbaren System. Der Nachfolger des beinahe legendären SW Digital ist der Musikspezialist unter den Inspire-Lautsprechern und sorgt für ein wirklich atemberaubendes Audioerlebnis. Zwei Analogeingänge ermöglichen die flexible Verwendung der Lautsprecher mit vielen verschiedenen Klangquellen. Der Digitaleingang liefert beim Anschluss an 24 Bit/96 kHz-Geräte ein extrem differenziertes und dynamisches Klangbild. Jawohl, es gibt sie noch; User, deren Festplatte noch nie ein Spiel oder ein Film gesehen hat, sogenannte Puristen, die den PC als Office-Arbeitstier nutzen und sich dabei von sanfter Popmusik oder gar Klassik verwöhnen lassen, quasi die Zielgruppe des Inspire 2.1 Digital 2800. Es muss also nicht immer Surround sein. Wer für relativ wenig Geld (ca. 100,- €) nur Musik am PC hören möchte, der kommt an dem Inspire 2.1 Digital 2800 nicht vorbei, denn hier ist Genuss pur angesagt.

Creative Labs Inspire 2.1 Digital 2800
Positive Eigenschaften
  • ausgezeichneter Stereoklang
  • Digitaler Eingang
  • 2 Analoge Eingänge
Negative Eigenschaften
  • Fernbedienung ohne Kopfhöreranschluss
  • keine Standfüsse am Subwoofer
  • externes Netzteil

Creative Inspire 6.1 6700

Inspire 6700 Presse
Inspire 6700 Presse
Das Creative 6.1 Inspire 6700, welches eine 6.1 Soundcard zur Ausnutzung seiner Fähigkeiten benötigt, hat sich in dem Test ebenfalls tapfer geschlagen. Gegen so vermeintlich übermächtiger Konkurenz wie dem Logitech Z680, die beiden Teufel-Systeme und dem Megaworks 550 THX aus eigenem Hause sucht sich das System seine Nische, welche auch im Gamer-und Cineastenbereich gefunden wurde. Bei einer normalen 5.1 Soundkarte wird der 6. Kanal hochgerechnet, eine Lösung, mit der man auch zufrieden sein kann. Bei gutem Surroundklang und packenden Gamesessions überzeugte das ca. 100,- € teure System. Im direkten Vergleich zu den anderen Testteilnehmern klingt das Set etwas mittenbetont und der vorlaute Subwoofer wirkt bei höherer Lautstärke etwas angestrengt. Wir haben ehrlich gesagt auch nicht erwartet, dass das Inspire 6700 den anderen Kandidaten bei der Musikwiedergabe übertrumpft. Für den Gamer mit kleinem Geldbeutel ist das Inspire 6700 genau die richtige Wahl, denn das Preis/Leistungsverhältnis ist für dieses Produkt ausgezeichnet.

Creative Labs Inspire 6.1 6700
Positive Eigenschaften
  • guter Surround Klang
  • Fernbedienung mit Kopfhöreranschluss
Negative Eigenschaften
  • Subwoofer etwas vorlaut
  • keine Standfüsse am Subwoofer
  • externes, schwaches Netzteil

Creative MegaWorks THX 5.1 550

Hardware-Hammer

Megaworks 550 THX Presse
Megaworks 550 THX Presse
"Mit dem Lautsprechersystem Creative MegaWorks THX 5.1 550 erleben Sie den perfekten 5.1 SurroundKlang bei Filmen und Games", so das vollmundige Versprechen der Creative-Marketing Abteilung. Schon beim auspacken dieses ca. 300,- € teuren Systems fiel die hochwertige Verarbeitung der Komponenten besonders auf. Kleine, sorgfältig mit Gumminoppen bestückte Standfüsse für die Satelliten und der Fernbedienung, Metallschrauben an den Haltern der Satelliten, stabile gedämpfte Füsse und der Metallkorb um den Subwoofer sind nur einige Punkte, die hier genannt werden wollen. Creative hat hier sehr sorgfältig und liebevoll ein System produziert, dessen Zielgruppe ohne Frage der High-End-User ist. Beim Hörtest fiel als erstes das sehr homogene Zusammenspiel aller Lautsprecher auf. Die abgeschirmten Satelliten mit ihren 9-cm-Treibern sind in der Lage, den kompletten Frequenzbereich abzudecken und ermöglichen daher eine besonders detailreiche, eindrucksvolle Klangwiedergabe, wobei sie einen seidenweichen Klang bei mittleren und hohen Frequenzen produzieren. Der Subwoofer unterstützt das ganze mit kräftigen, druckvollen und furztrockenen Bässen. Das Löwengebrüll von der AUDIO-Stakkato-CD kam mit diesem System derart realistisch rüber, dass unsere Mietze um Ihr Leben rannte, und erstmal Deckung suchte. In dieser Preisklasse setzt das MegaWorks THX 5.1 550 Akzente und überzeugt auf der ganzen Linie. Wie beim Inspire 6700 ist auch hier der Subwoofer etwas vorlaut und lässt sich leicht orten. Bei sorgfältiger Plazierung des Subwoofers wirkt das aber nicht unbedingt störend.


Creative Labs Megaworks THX 5.1 550
Positive Eigenschaften
  • hervorragender Klang
  • sehr gute Verarbeitung
  • Pegelfest
  • Fernbedienung mit Kopfhöreranschluss
  • gute Impulswiedergabe
Negative Eigenschaften
  • Subwoofer etwas vorlaut

Teufel Concept E

Preis-Hammer

Concept E Presse
Concept E Presse
Mit dem Teufel Concept E testen wir erstmals ein Boxensystem aus dem Hause Teufel. Mit einem Preis von 249,- €, für ein gutes 5.1 System recht preiswert, setzt Teufel beim Concept E voll auf den Mainstream-Markt. Das Concept E ist sehr hochwertig verarbeitet und äusserst pegelfest. Die Satelliten mit integriertem 2-Wegesystem sowie der Subwoofer mit seinen 6 Endstufen sind in dieser Preisklasse dass Maß aller Dinge. Das Concept E bietet ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis. Wir empfehlen allerdings, die mitgelieferten 0,75mm² Lautsprecherkabel gegen 1,5mm² auszutauschen, da das System damit deutlich voluminöser rüberkommt.

Teufel Concept E
Positive Eigenschaften
  • sehr guter Klang
  • sehr gute Verarbeitung
  • Pegelfest
  • gute Impulswiedergabe
Negative Eigenschaften
  • Abdeckung Subwoofer fehlt
  • 0,75mm² Lautsprecherkabel
  • keine Fernbedienung

Teufel Concept E Magnum

Hardware-Hammer

Concept_E_Magnum_Presse
Concept_E_Magnum_Presse
Das Teufel Concept E Magnum verspricht schon beim auspacken eine ganze Menge. Der 17 Kg schwere Subwoofer und die 1,2 Kg schweren Satelliten (1,4 Kg Center) sind vom Gewicht her die schwersten Teilnehmer im Feld. Hochwertige Komponenten und sehr saubere, solide Verarbeitung kennzeichnen das Concept E Magnum. Die 20 mm Wandungen des Subwoofers sowie umschaltbare Phase und Einsatzfrequenz sind sind nur einige Indikatoren, die von einer langjährigen Erfahrung des Berliner Heimkino-Spezialisten zeugen. Dass die Satelliten nicht mit kleinen Gumminoppen als Standfüsse bestückt sind, wie die kleine Schwester, ist wohl nur ein kleiner Ausrutscher, und wird hoffentlich im Laufe der Zeit korrigiert. Das Concept E Magnum mit seinen 6 aktiven Endstufen überzeugt durch ein sehr homogenes, klar differenziertes Klangbild sowohl den anspruchsvollen Gamer, als auch den audiophilen Geniesser am PC. Im direkten Vergleich zieht es klar an seinem kleinen Bruder, dem Concept E, vorbei und überzeugt hier durch mehr Transparenz und Raumfülle. Warme, unaufdringliche Höhen und Mitten gepaart mit satten, abgrundtiefen Bässen sind das Kennzeichen des Concept E Magnum. Dem audiophilen Geniesser wird hier ein Produkt geboten, welches in dieser Preisklasse seinesgleichen sucht und als einziges den "Opern-Härtetest" aus "The Fifth Element" mit Bravour bestand.

Ein hartes Duell in der Referenzklasse lieferte sich das Concept E Magnum mit dem Creative MegaWorks THX 5.1 550. Das Creative-System unterlag letztendlich knapp, da es nicht ganz so pegelfest war, wie das Teufel-System. Auch der äusserst räumliche Klangeindruck und die harmonische Abstimmung mit dem Subwoofer kommen bei dem Teufel-System etwas besser rüber.

Teufel Concept E Magnum
Positive Eigenschaften
  • hervorragender Klang
  • sehr gute Verarbeitung
  • Pegelfest
  • Einschaltautomatik
  • drahtlose Fernbedienung
  • sehr gute Impulswiedergabe
Negative Eigenschaften
  • Abdeckung Subwoofer fehlt
  • keine Satellitenfüsse (Gumminoppen)

Logitech Z680 THX

Logitech 5.1 Z680 Presse
Logitech 5.1 Z680 Presse
Bereits vor Testbeginn machten im Netz, unter anderem auch bei ForumBase [8], Informationen die Runde, nach denen das Logitech Z680THX mit diversen Kinderkrankheiten zu kämpfen hätte. Trotz alledem oder gerade deshalb nahmen auch wir uns das neue Boxensystem von Logitech genauer zur Brust. Mit dem starken Hintergrundrauschen und dem deutlichen Knacken bei Lautstärkeänderung verspielt das Logitech Z680THX die ansonsten sehr guten Eindrücke und disqualifiziert sich schon vor Antritt des Wettbewerbs. Solange Logitech hier nicht intensiv nachbessert, gibt es trotz hervorragendem Klang und einmaligem Design keine Kaufempfehlung. Auch das Display des Steuerteils kann ruhig einer Überarbeitung unterzogen werden. Logitech hat also für einen eventuellen Nachfolger des Systems eine ganze Menge Hausaufgaben zu erledigen, denn vom Grunde her hat das Logitech Z680 THX das Potential zu einem erstklassigen Boxensystem.

Einen weiteren Kritikpunkt muss sich Logitech bei der Kabelführung gefallen lassen. Die Musikdaten, sei es analog oder digital, müssen von der Soundkarte zum Steuerteil auf dem Schreibtisch. Von dort aus gehen alle Informationen (Sound und Steuerung) über ein gemeinsames Kabel zum Verstärker, der am Subwoofer angeschraubt ist. Aus audiophiler Sicht sicherlich keine optimale Lösung.

Logitech Z 680
Positive Eigenschaften
  • sehr gute Verarbeitung
  • Digitaler Eingang
  • Dolby Pro Logic II Decoder
  • Fernbedienung mit Kopfhöreranschluss
Negative Eigenschaften
  • starkes Hintergrundrauschen
  • knacken bei Lautstärkeänderung
  • Subwoofer rasselt
  • 0,40mm² Lautsprecherkabel
  • sehr kurze Lautsprecherkabel

Nun, es bleibt sehr spannend im PC-Speaker Sektor. Der deutsche Hersteller Teufel ist im Computerbereich noch ein unbeschriebenes Blatt, im HiFi-Bereich jedoch seit Jahren eine Institution. Mit der Regelmäßigkeit eines Schweizer Uhrwerks heimst das Berliner Unternehmen einen Preis nach dem anderen ein. Ein Grund für Teufel, nun auch auf dem immer größer werdenden Markt für PC-Boxensysteme Fuß zu fassen. Teufel hat hier ausgezeichnete Arbeit geleistet und wird sich seine Marktanteile durch geschickte PR-Arbeit schon sichern. Creative wird sich mit Sicherheit was einfallen lassen (müssen) , um die anstürmenden Berliner mit Ihren Concept E-Systemen in die Schranken zu verweisen. Logitech hat unserer Meinung nach das Z680 zu früh am Markt plaziert und sich mit diesem vermutlich Marketingabhängigen Schritt selbst keinen Gefallen getan. Einmal in Veruf geraten, wird es sehr schwer sein, verlorenes Terrain wieder zurück zu erobern.

Wir können nur hoffen, dass den Entwicklungsingenieuren etwas mehr Zeit gegeben wird, um saubere, ausgereifte Produkte am Markt zu plazieren, die den Endverbraucher auch den gewünschten Funfaktor bringen. Leider spielt der Faktor Zeit eine zu grosse Rolle bei der Produktion solcher Systeme. Teufel hat es vorgemacht, wie es funktionieren kann; Das Concept E Magnum war bereits zum Dezember 2002 angekündigt, wurde jedoch erst im Februar 2003 ausgeliefert. Die Berliner hätten durchaus den Weihnachtstrubel nutzen können, verzichteten jedoch aus Gründen der Qualitätssicherung auf schnelle Umsätze.

Abschliessend sei gesagt, dass alle Hersteller im Vergleich zu früheren Systemen eine deutlich bessere Qualität im Bezug auf Verarbeitung und Auslese der Einzelkomponenten anbieten. Der geneigte User weiss in der Regel sehr genau über sein gewähltes Produkt Bescheid und legt dabei grössten Wert auf ein gutes Preis/Leistungsverhältnis sowie auf Verarbeitung und Wiedergabequalität. In den einschlägigen Foren des Internet sowie diversen Onlinemagazinen werden Informationen gesammelt, wird Tagelang diskutiert und anschliessend werden die Produkte auf sehr sorgfältige Art und Weise auserwählt. Anscheinend haben auch die Hersteller die Zeichen der Zeit erkannt und wissen, wie hart heutzutage jeder einzelne Euro erarbeitet werden muss.

Schlussbemerkung

Wir sind uns völlig darüber im klaren, dass ohne hochwertige Messtechnik und schalloptimierte Räumlichkeiten, wie die grossen Audio-Zeitschriften-Labors sie besitzen, keine ausführlichen, messtechnisch optimierten Tests machen können, bilden uns aber ein, ein halbwegs geschultes Gehör zu besitzen und aussagekräftige Tests durchzuführen.

Unser SoundCheck soll dem geneigtem PC-Audio-Freak dabei helfen, ein für Ihn geeignetes Lautsprecher-System zu finden und eine kleine Reise in die grosse Welt der audiophilen Genüsse zu machen. In der Regel beschäftigt sich der PC-User eher mit Grafikkarten und schnelleren CPUs, als mit Soundkarten und Lautsprechern. Doch das wird sich sicherlich aufgrund der mittlerweile hochwertigen und funbringenden Multimediakomponenten ändern, davon sind wir überzeugt.

An dieser Stelle auch noch einmal mein herzlichen Dank an Michael Slomma, der mich bei der Arbeit bestens unterstützt hat. Auch Carsten Spille aus unserem Team gilt mein Dank, sein geschultes Gehör war eine grosse Hilfe bei den zahlreichen SoundChecks.


Ihr wollt über den Artikel diskutieren, habt Fragen, Lob oder Kritik auf dem Herzen? Am besten tut ihr all dies auf ForumBase.de [2] oder in unserem IRC-Channel [9] #computerbase im QuakeNet.

Unsere Hörtest Referenz:

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/chieftec_dx01bld_cs601/
  2. http://www.teufel.de/fra_aufstell.htm
  3. http://www.forumbase.de/
  4. http://www.teufel.de/fra_conceptm.htm
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/creative_sb_audigy_2_volle_droehnung/
  6. http://www.burosch.de/deutsch/shop/index.html
  7. http://www.scw-webshop24.de/Webshop/zounds.php
  8. http://www.forumbase.de/showthread.php?threadid=23512
  9. http://www.computerbase.de/chat/
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