Einleitung
Der allgemeine Trend zu hochwertigen Lautsprecher-Systemen hat uns dazu veranlasst, einige aktuelle Systeme ins Labor zu holen. Wir haben keine Mühe gescheut, selbst so renomierte Hersteller wie Teufel ins Boot zu holen. Creative schickt mit drei aktuellen Systemen ebenfalls starke Teilnehmer ins Feld. Auch Logitech ist mit dem aktuellen Z 680 dabei.






Grundsätzlich sollte man sich vor dem Kauf eines Lautsprecher-Systems darüber im Klaren sein, was man denn nun genau von der neuen Anlage verlangt. Wichtige Voraussetzung für eine saubere Wiedergabe und ungetrübten Hörgenuss ist eine gute Soundkarte, die möglichst nicht für 15,- € vom Grabbeltisch beim Discounter gekauft wird, sondern eine qualitativ hochwertige Soundkarte. Creative, Hercules oder Terratec bieten gute Karten schon ab ca. 40,- € an. Es ist wie so oft eine Frage der Prioritäten. Wer nur hin und wieder eine mp3 oder eine Audio-CD am PC hört, der wird mit einem 20,- € teuren Brüllwürfel-Set und OnBoardSound vermeintlich zufrieden sein. Wenn man das Ganze nicht bezahlen kann, dann leiste man sich wenigstens das Wichtigste, und genau hier liegt der Knackpunkt. Wenn das nötige Kleingeld nicht vorhanden ist, dann lieber warten, sparen und halt später zuschlagen. Wie sprach einst der deutsche Lyriker, Gottfried Benn:
ZitatDas größte Vergnügen aller Geizhälse besteht darin, sich ein Vergnügen zu versagen.
Und, seien wir mal ehrlich, ca. 300,- € für die Anschaffung eines guten Soundsystems sind sicherlich sehr viel Geld, und für manch einen Leser eine fast unüberwindbare Hürde, aber die Freude, die so ein System bereiten kann, ist es ohne Zweifel wert.
Wer gerne zockt, dabei Wert auf packenden Sound und kräftige Bässe legt, oder einfach nur gute Musik in guter Qualität hört, dem wird der folgende Artikel sicherlich ein Stück weiterhelfen.
Wir haben unseren SoundCheck mit zwei verschiedenen Systemen und Konzepten durchgeführt; Im P4-System werkelt eine Creative Audigy 2 (99,- €) und im AMD-System eine Creative Audigy2 platinum eX (239,- €) und zeitweise auch eine Terrartec Aureon 5.1 Fun (40,- €). Diese drei Systeme boten eine solide Plattform für die ausführlichen Tests der 6 verschiedenen Lautsprecher-Sets, wobei die Terratec Aureon Fun der Creative Audigy2 platinum eX weichen musste, da es bezüglich der Wiedergabequalität doch erhebliche Unterschiede gab. Der Test hat sich leider über einen langen Zeitraum erstreckt, da einige Testsamples nicht gleichzeitig zur Verfügung standen. Auch ein Todesfall in der Familie verzögerte die Fertigstellung des Artikels um ein paar Wochen. An dieser Stelle möchten wir uns bei den Herstellern bedanken, die geduldig ihre Samples über diesen ungewöhnlich langen Zeitraum zur Verfügung gestellt haben. Auch die Jungs in der Community - die aus der audiophilen Ecke - , die geduldig auf die Veröffentlichung des Tests gewartet haben, boten Ihre Hilfe an. Dafür auch noch einmal ein herzliches Dankeschön.
Die eigentlichen Hörtests als solches waren ein Mordsgaudi; Mit insgesamt 34 Lautsprechern rund um die Testsysteme boten sich dem Besucher (und das waren nicht wenige aus unserem Team) Bilder eines ausgewachsenen Hörstudios. Das Testlabor war, bzw. ist ein ca. 35m² grosser, und ca. 4,5 m hoher Raum im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses mit Betonfussboden. Hier befindet sich auch eine kleine High-Fidelity-Anlage, welche des öfteren mal als direkter Vergleich zu den Kandidaten angeschmissen wurde. Das ständige umstöpseln der Systeme war schon ziemlich nervend, da geeignete Systemweichen kaum erhältlich sind, und falls ja, einfach zu teuer. Der sogenannte Basstest war besonders aufwendig, da wir bezüglich der Leistung des Spitzen-Trio unterschiedlicher Meinung waren. An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass es völlig unterschiedliche Hörgewohnheiten der verschiedenen Benutzerprofile gibt; Der Eine mag es halt sanft und unaufdringlich, der andere eben knackig, basslastig und möglichst zischelnde Höhen. Im Nachhinein gab es aber einstimmige Meinungen bezüglich der Wiedergabequalität. Bei der Bewertung der Systeme kommt es bei dem Creative 2800 zu einer Überschneidung, da es nur ein 2.1-System ist. Selbiges besitzt natürlich keine Surroundeigenschaften, aber aus technischen Gründen haben wir diese Eigenschaften mitbewertet. Es hat also seine Richtigkeit, dass hier Punkte vergeben wurden.
Bitte die Passage nochmal, huch, was war das denn für ein Geräusch? Die Klingel, also doch der genervte Nachbar? Nein, die Nachbarn sind vorher geimpft worden, und die Chefin des Hauses ist ebenfalls sehr verständnisvoll gewesen. Das unmittelbare Umfeld wurde vorher sorgfältig auf eventuell klappernde oder mitschwingende Gegenstände geprüft, um Verfälschungen zu vermeiden. Das Glasregal musste aus vorgenannten Gründen demontiert werden, da die Glasplatten einfach nicht mitmachen wollten. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die leidgeprüften, mitunter ungewollten Zuhörer. Ja, auch die Mietzekatze. ;)
Lieferumfang
Der Lieferumfang der getesteten Systeme ist weitestgehend komplett, bis auf die fehlenden Übergangsadapter von Cinch auf Klinke bei den Teufel-Systemen gab es keine nennenswerten Ausrutscher und deshalb wollen wir an dieser Stelle nicht zuviel Leser-Konzentration in endlosen Textpassagen versenken.
Creative 2.1 Inspire 2800 Digital
- 1 Netzadapter 13,5 Volt - Kabellänge 3,7m, 1 Kabel-Fernbedienung mit Lautstärkeregler Global und Bass sowie Ein/Aus-Schalter, 2 Satelliten, 1 aktiver Subwoofer im Holzgehäuse, 2 Desktop-Standfüße für die Satellitenboxen, 2 Anschlusskabel für die Satellitenlautsprecher mit je 2 m Länge, 1 Stereoklinke/Stereoklinke-Kabel mit 2 m Länge, 1 Cinch-Stecker/Cinch-Stecker-Kabel mit 2 m Länge für Digitalanschluss, 1 Cinch-Stecker/Monoklinken-Kabel als Adapter Analog/Digital, 1 Kurzanleitung


Creative 6.1 Inspire 6700
- 1 Netzadapter 13,5 Volt - Kabellänge 3,7m, 1 Kabel-Fernbedienung mit Lautstärkeregler Global und Bass, Ein/Aus-Schalter, sowie einem Kopfhörer-Ausgang an der Fernbedienung, 1 aktiver Subwoofer im Holzgehäuse, 2 Satellitenlautsprecher (vorne links und rechts) mit 2 m langen Kabeln, 1 Center-Satellit (vorne) mit 2 m Kabel, 2 Satellitenlautsprecher (hinten links und rechts) mit 5 m langen Kabeln , 1 Center-Satellit (hinten) mit 7 m Kabel, 6 Desktop-Standfüße für die Satellitenboxen, 1 Monitor-Standfuß für den Center- Satellit vorne, 1 Stereoklinke/Stereoklinke-Kabel mit 2 m Länge, 1 Kurzanleitung


Creative 5.1 Megaworks 550 THX
- 1 Kaltgerätekabel, 1 multifunktionale Kabel-Fernbedienung mit Lautstärkeregler Global und Bass, Ein/Aus-Schalter, sowie einem Kopfhörer-Ausgang an der Fernbedienung , 1 aktiver Subwoofer im Holzgehäuse, 3 Satellitenlautsprecher (vorne links, rechts, Center) mit 3 m langen Kabeln, 2 Satellitenlautsprecher (hinten links und rechts) mit 5 m langen Kabeln, 4 Desktop-Standfüße für die Satellitenboxen vorne und hinten, 1 Monitor-Standfuß für den Center- Satellit vorne, 1 Stereoklinke/Stereoklinke-Kabel mit 2 m Länge, 1 Standfuß für die Fernbedienung, 1 ausführliches Handbuch, 1 Kurzanleitung


Teufel 5.1 Concept E
- 1 Kaltgerätekabel, 5 identische Satellitenlautsprecher mit kleinen Gummifüssen und Abdeckung aus Metallgitter, 1 aktiver Subwoofer mit 6 integrierten Verstärkern im Holzgehäuse, 3 Stereochinch/Stereochinch-Kabel mit 1,5 m Länge, ca. 30m Lautsprecherkabel 2 x 0,75 mm², 1 ausführliches Handbuch,



Teufel 5.1 Concept E Magnum
- 1 Kaltgerätekabel, 1 drahtlose multifunktionale Fernbedienung mit Channel-Selection-Lautstärkeregler und Mute-Schaltung, 2 Batterien 1,5 V für die Fernbedienung, 4 Satellitenlautsprecher vorne und hinten mit Abdeckung aus Metallgitter, 1 Center- Satellit vorne mit kleinen Gummifüssen und Abdeckung aus Metallgitter, 1 aktiver Subwoofer mit 6 integrierten Verstärkern im Holzgehäuse, 3 Stereochinch/Stereochinch-Kabel mit 1,5 m Länge, ca. 30m Lautsprecherkabel 2 x 1,5 mm², 1 ausführliches Handbuch,


Logitech 5.1 Z680
- 1 Kaltgerätekabel, 1 Steuergerät Digital SoundTouch, 1 drahtlose Fernbedienung, 2 Batterien 1,5 V für die Fernbedienung, 4 Satellitenlautsprecher vorne und hinten , 1 Center- Satellit vorne, 1 aktiver Subwoofer mit 6 integrierten Verstärkern im Holzgehäuse



Testsysteme
Beide Systeme sind in einem Chieftech 601 Gehäuse. Das Intel-System wurde vor dem Test noch mit einem Listan-Schalldämmset ausgerüstet, welches seine hervorragenden Dämmeigenschaften in dem laufenden Test beweisen konnte, baugleich mit diesem Gehäuse. [1]



Getestet wurden die Lautsprecher mit folgenden Systemen:
System I
- Prozessor
- Intel Pentium 4 2.53
- Motherboard
- Asus P4PE Bios Version 1003 Final
- Arbeitsspeicher
- 2x512MB DDR333 Samsung
- Soundkarte
- Creative Audigy 2
- Grafikkarte
- Leadtek Winfast A280 TD Ti4800 SE
- Peripherie
- Pioneer DVD 105 SlotIn
- Yamaha CRW F 1- Brenner
- 2x Maxtor 6L080J4
- 1x Maxtor 4G120J6
- 2x Seagate ST380023AS SATA
- nVidia Detonator 41.09
- Creative Audigy2 Treiber
- Software
- Windows XP Professional SP1 Dt.
- Creative MediaSourcePlayer


System II
- Prozessor
- AMD Athlon XP 2000+
- Motherboard
- MSI KT266A Pro2/RU
- Arbeitsspeicher
- 2x256MB DDR333 Nanya
- Soundkarte
- Creative Audigy 2 eX
- Terratec Aureon 5.1
- Grafikkarte
- AOpen Aeolus GeForce4 Ti4200
- Peripherie
- Pioneer DVD 105 SlotIn
- Ricoh MP7320A Brenner
- 1x Maxtor 6L80J4
- 1x Western Digital WD450AA
- nVidia Detonator 41.09
- VIA 4in1 4.45 "Hyperion"
- Creative Audigy2 Treiber
- Software
- Windows 2000 Professional SP3
- Creative MediaSourcePlayer
- Standalone DVD-Player
- Redstar 230G (Digital Out: Koax und optisch)
Es wurden keine zusätzlichen Gehäuselüfter installiert, um jegliche Fremdgeräusche weitestgehend auszuschliessen. Im Laufe der Hörtests wurde die Terratec Aureon Fun 5.1 gegen eine Audigy 2 Platinum eX ausgetauscht, welche wir mit Freude für die weiteren SoundChecks verwendeten. Ein ausführlicher Test der eX wird demnächst bei uns erscheinen.
Technische Daten
Bei den technischen Daten liegen die Systeme ihrer Preisklasse entsprechend weitestgehend auf einem Level. Lediglich das Logitech sowie das Megaworks drängeln sich mit den vermeintlich 500 Watt Sinusleistungen etwas in den Vordergrund. Unserer Meinung nach spielen solche Angaben eine untergeordnete Rolle, da meistens dass subjektive Hörerlebnis das entscheidende Kriterium zum Kauf eines Lautsprechersystems ist. Sicherlich spielen Gewicht und die Grösse der Kalotten eine wesentliche Rolle; Allein schon die 17 KG des Teufel Concept E Magnum-Subwoofers oder eine sauber aufgebaute Frequenzweiche im Satelliten lassen erahnen, welches Potential in diesen Systemen steckt.
| Teufel Concept E | Teufel Concept E Magnum | Logitech Z680 THX | |
|---|---|---|---|
| Leistung | 150W Sinus 265W Impuls |
250W Sinus 370W Impuls |
505W Impuls |
| Kanäle | 5.1 | 5.1 | 5.1 |
| Satellit | 13mm Kalottenhochtöner 80mm Mitteltöner 1,0 kg 40W (70W Impuls) 90x125x105mm |
20mm Kalottenhochtöner 80mm Mitteltöner 1,2kg 40W (70W Impuls) 95x130x115mm |
4x62W Impuls |
| Center | wie Satellit | 20mm Kalottenhochtöner 2x 80mm Mitteltöner 1,4 kg 40W (70W Impuls) 235x100x115mm |
68W Impuls |
| Subwoofer | 200mm Tieftöner Downfire Bassreflex 10kg 275x420x405mm |
250mm Tieftöner Downfire Bassreflex 17kg 300x420x405mm |
188W Impuls |
| Frequenzbereich | 25Hz - 20kHz | 25Hz - 20kHz | 35Hz - 20kHz |
| Eingänge | analog (Chinch) 6-Kanal analog (Klinke |
analog (Chinch) 6-Kanal analog (Klinke) |
2x digital (opt./koax.) analog (Klinke) |
| Pegelsteuerung | Software | Software oder Fernbedienung |
Software und ext. Steuergerät mit Fernbedienung |
| Besonderheiten | 20mm Holzkorpus -Subwoofer |
20mm Holzkorpus -Subwoofer |
THX-Zertifizierung Dolby Pro Logic II DTS |
| Verkaufspreis | 249 € | 379 € | ca. 400 € |
| Creative Inspire 2800 Digital | Creative Inspire 6700 | Creative Megaworks 550 THX | |
|---|---|---|---|
| Leistung | 38W Sinus | 82W Sinus | 500W Sinus |
| Kanäle | 2.1 | 6.1 | 5.1 |
| Satellit | 8W Sinus 463 Gramm 96x92x112mm |
8W Sinus 463 Gramm 96x92x112mm |
9 cm-Treiber 70W Sinus |
| Center | - | 20W Sinus 802 Gramm 116,5x 89,3x108mm |
wie Satellit |
| Subwoofer | 16,5-cm-Langhubtreiber 22W Sinus 3,5kg 260x240x240mm |
16,5-cm-Langhubtreiber 22W Sinus 4,4kg 245,5x 272,1x 246,4mm |
20 cm-Langhubtreiber 150W Sinus |
| Frequenzbereich | 35Hz - 20kHz | 40Hz - 20kHz | 25Hz - 20kHz |
| Eingänge | 2-Kanal analog (Stereo) digital (koax.) |
7-Kanal analog (Klinke) | 6-Kanal analog (Klinke) |
| Pegelsteuerung | Software oder Kabelfernbedienung |
Software oder Kabelfernbedienung |
Software oder Kabelfernbedienung |
| Besonderheiten | digital | 7-Kanal Sound | THX-Zertifizierung |
| Verkaufspreis | ca. 100 € | ca. 100 € | ca. 300 € |
Verarbeitung
Sämtliche Systeme leisten sich bezüglich der Verarbeitung keine grossen Ausrutscher. Besonders gefallen hat uns der Korpus der Teufel-Subwoofer. Mit 20mm dicken MDF- Platten, sehr sauber verleimt, hebt es sich von den anderen Systemen ab. Auch die soliden Standfüsse für das 550 THX-System von Creative und das Logitech Z680 stechen besonders hervor. Über die letzten Jahre betrachtet haben die Hersteller Ihre Hausaufgaben gemacht und bieten grundsolide Konstruktionen, zumindest im Midrange-Bereich. Die Zeiten von billigen, blechern tönenden Kunststoffgehäusen als Subwoofer sind vorbei. Zwei, der sechs Systeme haben externe Netzteile, welche in der Regel weniger Leistung haben, als interne Lösungen. Die im Subwoofer integrierten Netzteile sind bei den anderen Kandidaten recht üppig bemessen, was sehr wichtig für den Klang ist, insbesondere für die Dynamik.
Kleines Manko bei den Teufel-Systemen ist die fehlende Abdeckung der Downfire-Speaker im Subwoofer, hier könnte es beispielsweise beim Staubsaugen oder -wischen zur mechanischen Beschädigung der ungeschützten Membrane kommen. Ausserdem fehlen bei den Satelliten des Teufel Concept E Magnum die kleinen Gumminoppen als Standfüsse, welche beim Concept E integriert sind.
Die Verarbeitungsqualität bei dem Logitech-System macht auf dem ersten Blick einen recht soliden Eindruck. Lediglich die Bassreflex-Öffnungen im Center-Speaker stellen sich bei genauerem Hinschauen als reines Blendwerk heraus. Da ihre Funktion sowieso recht zweifelhaft wäre, macht das aber absolut nichts. Alle Boxen und auch das Steuerteil haben stabile Standfüsse aus Metall, die Füsse in Form von Gummiringen schonen dabei nicht nur die Standfläche sondern sorgen auch für eine einfache Wandmontage. Um die Ausrichtung der Boxen zu variieren sind die Standfüße in zwei unterschiedlichen Positionen montierbar, den dazu nötigen Inbusschlüssel liefert Logitech mit. Leider lassen sich die Boxen trotzdem nicht immer nach dem Geschmack des Nutzers ausrichten, dafür gibt's Minuspunkte. Einen weiteren Minuspunkt erhält Logitech für das Steuerteil. Zum einen ist das Steuerteil definitiv zu groß und dürfte damit so auf manchem Schreibtisch für Probleme sorgen (vom 'gewöhnungsbedürftigen Design' ganz abgesehen). Zum anderen ist die Anzeige, so schmuck ein blaues Display auch aussehen mag, unglaublich schwer ablesbar. Schwarze Schrift auf blauem Untergrund ist eine recht unglückliche Wahl. Ein weiterer Nachteil des Steuerteil ist seine Standfestigkeit. Trotz stabilem Metallfuß rutscht es beim Versuch eine der Tasten zu betätigen unweigerlich nach hinten. Glücklicherweise sind aber alle Bedienelemente des Steuerteils auch auf der handlich Fernbedienung zu finden, sodass man nicht ständig an das Steuerteil muss. Positiv sind hingegen die Einstellungsmöglichkeiten. Neben einigen Effekten können Subwoofer, Center- und Surroundlautsprecher einzeln ausgeregelt werden.
Creative 2.1 Inspire 2800 Digital
- Subwoofergehäuse mit 13mm Holzkorpus
- Strömungsoptimiertes Bassreflex-Rohr
- Abnehmbare Stoffbespannungen der Lautsprecher
- Wandmontierbare Satellitenlautsprecher
- Kompakter nach unten gerichteter 20 cm-Langhubtreiber





Creative 5.1 Inspire 6700
- Subwoofergehäuse mit 13mm Holzkorpus
- Strömungsoptimiertes Bassreflex-Rohr
- Abnehmbare Stoffbespannungen der Lautsprecher
- Wandmontierbare Satellitenlautsprecher
- Kompakter nach unten gerichteter 20 cm-Langhubtreiber





Creative 5.1 Megaworks 550 THX
- Solides Subwoofergehäuse mit 16mm Holzkorpus
- Beidseitig strömungsoptimiertes Bassreflex-Rohr
- Schweres Metallgitter als Schutz für den nach unten gerichteten 20 cm-Langhubtreiber
- Wandmontierbare Satellitenlautsprecher, magnetisch geschirmt mit NeoDym-Magneten
- Stabile Kunststofffüsse für den Subwoofer
- Stabile Kabelklemmen der Lautsprecheranschlüsse an den Satelliten
- Abnehmbare Stoffbespannungen der Lautsprecher
- Wandmontierbare Satellitenlautsprecher
- Kompakter nach unten gerichteter 20 cm-Langhubtreiber
- Internes Netzteil







Teufel 5.1 Concept E
- Solides Subwoofergehäuse mit 20mm Holzkorpus
- Beidseitig Strömungsoptimiertes Bassreflex-Rohr
- Sehr stabile, kegelförmige Kunststofffüsse für den Subwoofer
- Stabile Kabelklemmen der Lautsprecheranschlüsse am Subwoofer
- Stabile Kabelklemmen der Lautsprecheranschlüsse an den Satelliten
- Metallgitter an den Satelliten
- Wandmontierbare Satellitenlautsprecher
- Kompakter 20cm Downfire-Subwoofer
- Internes Netzteil







Teufel 5.1 Concept E Magnum
- Solides Subwoofergehäuse mit 20mm Holzkorpus
- Beidseitig Strömungsoptimiertes ca. 70mm dickes Bassreflex-Rohr
- 30mm Gummifüsse zur akkustischen Entkopplung am Subwoofer
- Stabile Kabelklemmen der Lautsprecheranschlüsse am Subwoofer
- Stabile Kabelklemmen der Lautsprecheranschlüsse an den Satelliten
- Wandmontierbare Satellitenlautsprecher
- Metallgitter an den Satelliten
- Schwerer 25cm Downfire-Subwoofer
- Internes Netzteil









Logitech 5.1 Z680
- Solides Subwoofergehäuse mit 16mm Holzkorpus
- Beidseitig Strömungsoptimiertes Bassreflex-Rohr
- Schweres Metallgitter als Schutz für den zur Seite gerichteten 20 cm-Langhubtreiber
- Abnehmbare Stoffbespannungen der Lautsprecher
- Wandmontierbare Satellitenlautsprecher
- Aluminium-Standfüsse der Satellitenlautsprecher
- Internes Netzteil






Installation und Aufstellung
Da die meisten Lautsprecher immer in der Nähe des Monitors stehen, ist darauf zu achten, dass die Lautsprecher gut abgeschirmt sind. Die Magneten der Lautsprecher könnten die Elektronenstrahlen der Bildschirmröhre ablenken und damit Farbfehler und Verzerrungen verursachen. Solche Schäden sind leider irreparabel. In unserem konkreten Fall leistet sich keiner der Teilnehmer Schwächen, so dass es bezüglich der Entfernung zum Monitor keine Einschränkungen gibt.
Der Standort des Subwoofers erweist sich bei den meisten Kandidaten als unproblematisch. Oftmals ist der geneigte User an den Räumlichkeiten gebunden und hat keine grosse Auswahl bezüglich der Aufstellung. Wer mit der gewünschten Position des Subwoofers unzufrieden ist, was durch gute Ortbarkeit sehr auffällig ist, der sollte ein wenig experimentieren und verschiedene Positionen ausprobieren. Sollte kein gewünschter Erfolg eintreten, so ist die Mitte der Frontlautsprecher als Aufstellungsort zu bevorzugen. Schwierig wird es bei der Aufstellung der Satelliten bei einem Surroundsystem. Optimal wäre hier die Positionierung der Speaker mit jeweils gleichen Abstand zum User, was aber in den meisten Fällen kaum möglich ist. Wer die Möglichkeit hat, seinen Arbeitsplatz rückwärtig zu einer Wand zu positionieren, der sollte seinen Schreibtisch ca. 1,0-1,3m von der Wand entfernt aufstellen, um genügend Bewegungsfreiheit, aber auch ein optimales Sounderlebnis zu erzielen. Bei der Nutzung von Surroundsystemen an einem Standalone-DVD-Player im Wohnzimmer hilft beispielsweise ein Konfigurator der Firma Teufel [2]weiter.

Die Lautstärke oder die Crossover-Frequenz des Subwoofers lässt sich mittels des oben abgebildeten Schiebereglers einfach anpassen. Auf diese Weise kann man festlegen, welche Frequenzen an den Subwoofer geleitet werden. Empfehlenswert ist eine Einstellung um die 120 Hz. Diese Einstellungen sind jedoch nur für 4/4.1-, 5.1- oder 6.1-Lautsprechersysteme anwendbar.
Creative Inspire 2.1 Digital 2800
Die Installation der mitgelieferten Kabel und der Fernbedienung ist durch gute Kennzeichnung am Subwoofer problemlos. Der Anschluss ist sowohl analog wie auch digital über das mitgelieferte Cinchkabel möglich. Die 2 Satelliten sollten möglichst mit dem User ein gleichschenkliges Dreieck bilden. In der Regel sitzt der User ca. 50 cm von seinem Monitor entfernt, daraus resultierend sollten die Satelliten am hinteren Ende des Monitors eine Linie bilden, was wiederrum bedeutet, das die Satelliten in einem Abstand von ca. 80cm bei einem Röhrenmonitor, und ca. 60cm bei einem TFT-Monitor in der Tiefe vom User entfernt stehen. Der seitliche Abstand wäre demzufolge aus der Mitte heraus ebenfalls 60-80cm. Das Kabel der Fernbedienung ist ca. 2m lang und schränkt den Benutzer bei der Position des Subwoofers etwas ein. Selbiger ist bei der Positionierung unkritisch.
Creative Inspire 6.1 6700
Um die 6 Satelliten des Systems anzusteuern, bedarf es einer 6.1-Soundkarte. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können das beispielsweise die Creative Audigy2, die Terratec Aureon 7.1 Space oder die Hercules Game Theater XP 7.1.
Die Installation der mitgelieferten Kabel und der Fernbedienung ist durch gute Kennzeichnung am Subwoofer problemlos. Wie beim 2800 Digital ist die Aufstellung der vorderen Satelliten vorzunehmen - also vorne links und vorne rechts ein gleichschenkliges Dreieck zum User. Der Centerspeaker vorne sollte möglichst auf dem Monitor stehen, was aber bei einem TFT unmöglich ist. Hier muss der Centerspeaker vor dem Monitor stehen, was in den meisten Fällen durch die Aufbauhöhe des TFT nicht weiter stört, jedoch bei eventuellen Einstellungen des TFT hinderlich ist. Die hinteren Lautsprecher sollten ebenfalls ein gleichschenkliges Dreieck zum User bilden, was, plastisch veranschaulicht, wie eine Fünf beim Würfel aussieht. Der User bildet dabei den mittleren Punkt. Der hintere Centerspeaker steht genau in der Mitte zwischen den beiden Surroundspeakern. Das Kabel der Fernbedienung ist ca. 2m lang und schränkt den Benutzer bei der Position des Subwoofers erheblich ein, welcher, um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sehr aufstellungskritisch ist. Wie oben bereits erwähnt, sollte man hier ein wenig experimentieren und verschiedene Positionen ausprobieren, um ein guten Klang zu erzielen.
Creative MegaWorks THX 5.1 550
Um die Leistungsfähigkeit des Megaworks 550 THX voll auszuschöpfen, sollte schon was adäquates im PCI-Slot des Rechners stecken. Eine schlichte Onboardsound-Variante oder gar eine billige 4.1-Karte wäre hier wie Perlen vor die Säue werfen. Die Installation der mitgelieferten Kabel und der Fernbedienung ist durch gute Kennzeichnung am Subwoofer problemlos. Sämtliche Lautsprecherkabel sind sorgfältig markiert, um eine Verwechselung der Polarität auszuschliessen. Creative hat die Lautsprecherkabel einerseits mit Klinkenstecker versehen, andererseits sind die Kabelenden abisoliert und zum Einstecken in die massiven Klemmbuchsen der Satelliten vorgesehen. Bei eventuellen Kürzungen der Kabellänge ist darauf zu achten, dass die Kabel der jeweiligen Boxenpaare gleich lang bleiben, um die Signallänge nicht zu beeinträchtigen. Die Aufstellung der Satelliten sollte wie beim Inspire 6700 erfolgen. Eine leichte, ca. 15° Drehung der Satelliten zum User verschafft mehr Lebendigkeit des Systems. Die sehr komfortable Kabelfernbedienung mit ihren vielen Funktionen wie Master-, Rear-, Center-, und Subwoofer Lautstärkeregelung sowie Mute-Standby Funktion und Treble Regelung wird in Griffnähe plaziert. An den Dioden der Fernbedienung lässt sich die jeweilige Einstellung der Lautstärke oder des Betriebszustands gut erkennen. Der Subwoofer, zu dessen Eigenschaften wir später noch einmal kommen werden, sollte bei diesem System möglichst vorne in der Mitte plaziert werden.
Teufel Concept E
Ähnlich wie bei dem Megaworks 550 THX sollte auch bei dem Teufel-System eine gute Soundkarte verwendet werden. Teufel liefert bei dem Concept E ca. 30m Lautsprecherkabel mit dem Querschnitt von 2 x 0,75mm² mit. Wir empfehlen allerdings, um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ein etwas dickeres Kabel zu verwenden. Auf Anfrage bei Teufel ist es auch möglich, ein Kabel von 2 x 1,5mm² gegen Aufpreis geliefert zu bekommen. Die Konfektionierung des Lautsprecherkabels sollte erst nach der Aufstellung der Satelliten erfolgen, um eventuelle Fehlschnitte zu vermeiden. Die Kabel der vorderen und hinteren Boxenpaare sollten möglichst gleich lang sein, um die Signalwege nicht zu beeinträchtigen.
Um das Concept E- System an einer Soundkarte anzuschliessen, bedarf es sogenannter Y-Stecker. Originalwortlaut Teufel: Alles, was Sie neben dem Concept E und Ihrer Soundkarte noch für einen powervollen Computersound benötigen, sind die mitgelieferten drei Stereo-Verbindungskabel und drei Y-Adapter Stereoklinke 3,5 mm auf Stereo-Cinch. Diese Adapter finden Sie im Teufel-Zubehör für 0,99 Euro pro Stück.
Der Anschluss des Systems an einer Soundkarte mit oben gebannten Adaptern erweist sich jedoch zumindest bei der Creative Audigy2 als unmöglich, da die einzelnen Buchsen der Kanäle zu dicht positioniert sind. Hier muss der geneigte User noch einmal 3 Übergangskabel von 2 x Cinch auf 1 x Stereo-Klinke 3,5mm kaufen. Zu beziehen beispielsweise bei Conrad für 3,95 € das Stück. Die von Teufel mitgeliefeten Cinch-Cinch-Kabel sind dann zumindest für den PC überflüssig.
Bei Stereo-Quellen wird von allen Lautsprechern das gleiche Signal wiedergegeben. Dabei lassen sich die Lautsprecher alle einzeln auf der Rückseite des Subwoofers in der Lautstärke regeln.
Teufel Concept E Magnum
Die Aufstellung ist identisch wie beim Concept E. Die drahtlose Fernbedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig zum einstellen der einzelnen Channels. Im Gegensatz zu dem Megaworks 550 THX weiss man nie genau, auf welchem Lautstärke- Level des einzelnen Channel man sich befindet. Aber einmal auf die Hörgewohnheiten des Users eingerichtet, wird nur noch die Gesamtlautstärke benötigt.
Bei Stereo-Quellen wird von allen Lautsprechern das gleiche Signal wiedergegeben. Dabei lassen sich die Lautsprecher alle einzeln in der Lautstärke regeln. Das geschieht beim Concept E Magnum entweder direkt per Fernbedienung, oder aber an den etwas unterdimensionierten Drucktasten direkt an der Front des Subwoofers. Die Einschaltautomatik funktioniert wie folgt: In der Stellung AUTO schaltet sich der Subwoofer automatisch ein, wenn er ein Signal erhält. Er schaltet sich ohne Signal nach ca. 15 min aus.
Logitech Z680 THX
In dem großen Paket befinden sich neben den 5 Boxen und dem Subwoofer auch das Steuerteil, eine Fernbedienung und sämtliche Kabel zum Anschluss der Boxen. Ein optisches und ein koaxiales Kabel zum Anschluss an digitale Soundquellen runden die umfangreiche Ausstattung ab.
Alle Boxen und auch das Steuerteil haben stabile Standfüsse aus Metall, die Füsse in Form von Gummiringen schonen dabei nicht nur die Standfläche sondern sorgen auch für eine einfache Wandmontage. Um die Ausrichtung der Boxen zu variieren sind die Standfüße in zwei unterschiedlichen Positionen montierbar, den dazu nötigen Inbusschlüssel liefert Logitech mit. Leider lassen sich die Boxen trotzdem nicht immer nach dem Geschmack des Nutzers ausrichten, dafür gibt's Minuspunkte. Einen weiteren Minuspunkt erhält Logitech für das Steuerteil.
Abzüge muss sich Logitech auch im Betrieb gefallen lassen. Übermäßiges Rauschen in den Rear und Center Boxen, lautes Knacksen beim Umstellen der Singalquellen und der Lautstärke sowie gelegentliche unüberhörbare Resonanzschwingungen des Subwoofers mindern die sonst sehr positiven Eindrücke.
Die Verkabelung der einzelnen Lautsprecher hinterlässt zweischneidige Eindrücke. Positiv fielen uns die Schraubverbindungen an den Boxen auf, die für eine langlebige und sehr niederohmige Verbindung sorgen. Nachteilig stechen aber die unglaublich dünnen Anschlusskabel für die Boxen ins Auge. Mit lediglich 0.4 mm² wirken diese für die versprochene Leistung des Systems etwas unterdimensioniert.
Aufgrund der vielseitigen Anschlussmöglichkeiten und der Fähigkeit DTS-Signale zu dekodierten, bietet sich das Z680 nicht nur für den Anschluss an den heimischen PC an, sondern drängt sich für den Betrieb an einem Standalone-DVD-Player nahezu auf. Bei DVDs, die über eine DTS-Spur verfügen, vermittelt das Z680 eine einzigartige Klangkulisse, was bei anderen Systemen nur über einen vorgeschalteten DTS-Decoder möglich ist.
Relax & Enjoy
Wer es bis hierher geschafft hat, den Artikel zu lesen und nicht nur zu überfliegen, dem unterstellen wir mal ein grosses Interesse an guter Musik mit ausgewählten Komponenten am PC und deren Nebenwirkungen. Der FunFaktor ist kaum zu überbieten - es macht einfach grossen Spass und bereitet viel Freude, natürliche Wiedergabe von Musik, oder Spielen mit guten Komponenten zu geniessen. Wir können den geneigten User nur dazu animieren, ein paar Euro mehr für Speaker oder SoundCard auszugeben, denn diese Investition ist im Gegensatz zu einer CPU oder Graka sehr viel langlebiger und vor allem: Die akkustische Wahrnehmung von warmen, angenehmen, nicht klirrenden oder dröhnenden Klängen ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art und wird völlig anders von unseren Sinnen wahrgenommen, als ein paar Frames mehr mit einer neuen Graka. In unserem Forum [3] gibt es sogar einige Freaks, die an einem PC-System ein Teufel Concept M [4] für 445,- € betreiben wollen. Wir haben uns die Mühe gemacht, und ein paar audiophile Leckerbissen für die einzelnen Hörtests verwendet. Wie schon beim Test der Audigy 2 [5]haben wir einige Audio-DVDs verwendet, welche ihre volle Bandbreite bei den getesteten Lautsprechern entfalten konnten.
Dank der Mehrkanalfähigkeit kann man mit DVD-Audio die Akustik der besten Konzertsäale nachempfinden oder sich direkt in die Mitte eines virtuellen Orchesters begeben. Die natürliche Klangfülle sorgt für eine besonders lebendige Wiedergabe und schafft einen überzeugenden Surround-Eindruck, der einen mit einem verblüffend realistisch wirkendem Klangfeld umgibt. Besonders angenehm waren die Soundchecks bei der klassischen Musik. Der audiophile Genießer hat hier beispielsweise die Möglichkeit, seine heißgeliebte Morgenstimmung (Peer Gynt) von Edvard Grieg völlig neu zu erleben. Es ergibt sich ein orchestraler Höhepunkt: Flöte und Oboe jonglieren mit einem sanft wiegenden Motiv, und immer stärker und strahlender klingt das Orchester.
Bei den DVD- Filmen hat uns besonders das fünfte Element gefallen. Das bekannte Solo der blauen Sängerin kam bei *hoher Lautstärke* derart gewaltig rüber, dass einige Systeme hier ihre liebe Mühe hatten. Einzig das Concept E Magnum konnte hier richtig auftrumpfen, das Megaworks 550 THX war auch sehr nahe dran, musste aber letztendlich passen; Die Satelliten waren an dieser Stelle wie auch bei den anderen Systemen bei derart hoher Lautstärke doch etwas überfordert. Nun, wir waren bezüglich der Dauerbelastung auch etwas streng, jedes System hatte eine dreistündige Dauerbelastung mit hoher Lautstärke zu absolvieren.
Zu den Spielen kann man im allgemeinen nur festhalten, dass hier alle Systeme, bis auf das 2800 Digital, da 2-Wege, grossen Spass gemacht haben. Knallharte, wuchtige Bässe lassen den Gamer das Blut in den Adern gefrieren und peitschende Schüsse zucken durch den Raum.
Gerne zitieren wir an dieser Stelle Creative:
Stell es Dir mal so vor: Du befindest dich mitten in einem packenden PC-Spiel, vor einer anrückenden Überzahl von Gegnern konntest Du dich gerade noch in eine Höhle retten. Es herrscht pechschwarze Nacht. Aus dem dumpfen Rauschen links und im Hintergrund schliesst Du, daß sich hier ein unterirdischer Wasserlauf befindet. Plötzlich hörst Du auf Deiner rechten Seite das metallische Klicken einer Waffe, die entsichert wird. Instinktiv wirfst Du dich zur Seite - gerade noch rechtzeitig, denn die Kugel pfeift gefährlich nahe an Deinem Kopf vorbei und prallt dann als heulender Querschläger von der Wand links und vor Dir ab. Du verhälst dich absolut still und hörst, wie die Schritte Deines Feindes schnell näherkommen. Du kannst ihn nicht sehen, aber Du kannst genau hören, wo er sich gerade befindet.
Das Creative Inspire 6.1 konnte hier seine Stärken durch den hinteren CenterSpeaker voll ausspielen.
Folgende Audio-CDs und DVDs wurden verwendet:
- Mana - Sueños Liquidos / Audio-DVD
- Referenz-DVD von Burosch [6] DVD
- Creative DVD Sampler Disc / Audio-DVD
- AUDIO- Stakkato (Hörtest-CD)
- HiFi-Visionen - Klassik CD 1
- HiFi-Visionen - Klassik CD 4
- HiFi-Visionen - Best of Oldies CD 1
- Fats Domino - Blueberry Hill / ZOUNDS [7] Gold-CD
- Live Tracks - AUDIO's Audiophile ZOUNDS [6] 24-Karat-Echtgold-CD
- Cantate Domino / ZOUNDS [6] Gold-CD
- CHESKY Records - The Collection
- Mannheim Steamroller - Fresh Aire (American Grammaphone Records)
- CLEARAUDIO - Bestseller (Limited Reference Edition 1.0)
- Guitar Crusher - Live at the Quasimodo, Berlin (Audio STAX)
- Paco de Lucia/Al di Meola/John McLaughlin - Friday Night in San Francisco (mp3-320 kBit/s]
Folgende DVDs wurden verwendet:
- Das fünfte Element (DTS)
- Terminator 2
- Herr der Ringe (Die Gefährten)
- StarWars Episode 1+2
- Stargate (DTS)
- TombRaider (DTS)
Folgende Spiele wurden verwendet:
- Quake 2
- Counterstrike
- Tony Hawks Pro Skater 3
- Beachlife
Fazit
Man kann den Menschen nicht zu seinem Glück zwingen, manchmal jedoch bedarf es einen kräftigen Schubs in die richtige Richtung. Passend wäre auch der Spruch; Die bittere Erinnerung an eine schlechte Qualität währt viel länger als die kurze Freude an einem niedrigen Preis. Wer erst einmal hochwertige Audio-Komponenten als Peripherie seines geliebten Rechners im Einsatz hatte, der weiss, wovon hier die Rede ist. Unsere Absicht ist es, mit diesem Artikel eine tiefe Sehnsucht zu wecken, die in jedem von uns schlummert. Die Mehrheit der PC-User vernachlässigt leider immer noch den vermeintlich genussvollsten Bereich seines PC- Equipments. Die ständige Hatz nach immer schnelleren Systemen und Grafikkarten haben ihren Preis, die Multimedia-Komponenten fallen in der Regel nicht sehr üppig aus. Dabei ist gerade dieser Part am interessantesten.
Gerne zitieren wir hier auch Lars "Borsti" Weinand von Rivastation: An dem Schreck, eine Basslastige Explosion plötzlich rechts hinter sich zu hören, zehrt man bedeutend länger, als an 10 oder 20 FPS mehr durch eine schnellere Grafikkarte oder 100MHz mehr CPU Power!
Wie bereits erwähnt, empfehlen wir unbedingt eine gute Soundkarte. Die Audigy 2 von Creative wäre beispielsweise ein vorzüglicher Kandidat für die Systeme ab 200,- €. Ein schallgedämmtes Gehäuse ist zwar nicht Bedingung, erhöht den Funfaktor jedoch erheblich, da gerade störende Lüftergeräusche den Hörgenuss erheblich trüben können.
Kommen wir nun zum grossen Finale. Die Systeme boten mitunter so überzeugende Leistungen, dass wir gleich mehrfach unseren berühmten Hammer rausholen mussten. ;)
Creative Inspire 2.1 Digital 2800



- ausgezeichneter Stereoklang
- Digitaler Eingang
- 2 Analoge Eingänge
- Fernbedienung ohne Kopfhöreranschluss
- keine Standfüsse am Subwoofer
- externes Netzteil
Creative Inspire 6.1 6700

- guter Surround Klang
- Fernbedienung mit Kopfhöreranschluss
- Subwoofer etwas vorlaut
- keine Standfüsse am Subwoofer
- externes, schwaches Netzteil
Creative MegaWorks THX 5.1 550

- hervorragender Klang
- sehr gute Verarbeitung
- Pegelfest
- Fernbedienung mit Kopfhöreranschluss
- gute Impulswiedergabe
- Subwoofer etwas vorlaut
Teufel Concept E


- sehr guter Klang
- sehr gute Verarbeitung
- Pegelfest
- gute Impulswiedergabe
- Abdeckung Subwoofer fehlt
- 0,75mm² Lautsprecherkabel
- keine Fernbedienung
Teufel Concept E Magnum


Ein hartes Duell in der Referenzklasse lieferte sich das Concept E Magnum mit dem Creative MegaWorks THX 5.1 550. Das Creative-System unterlag letztendlich knapp, da es nicht ganz so pegelfest war, wie das Teufel-System. Auch der äusserst räumliche Klangeindruck und die harmonische Abstimmung mit dem Subwoofer kommen bei dem Teufel-System etwas besser rüber.
- hervorragender Klang
- sehr gute Verarbeitung
- Pegelfest
- Einschaltautomatik
- drahtlose Fernbedienung
- sehr gute Impulswiedergabe
- Abdeckung Subwoofer fehlt
- keine Satellitenfüsse (Gumminoppen)
Logitech Z680 THX

Einen weiteren Kritikpunkt muss sich Logitech bei der Kabelführung gefallen lassen. Die Musikdaten, sei es analog oder digital, müssen von der Soundkarte zum Steuerteil auf dem Schreibtisch. Von dort aus gehen alle Informationen (Sound und Steuerung) über ein gemeinsames Kabel zum Verstärker, der am Subwoofer angeschraubt ist. Aus audiophiler Sicht sicherlich keine optimale Lösung.
- sehr gute Verarbeitung
- Digitaler Eingang
- Dolby Pro Logic II Decoder
- Fernbedienung mit Kopfhöreranschluss
- starkes Hintergrundrauschen
- knacken bei Lautstärkeänderung
- Subwoofer rasselt
- 0,40mm² Lautsprecherkabel
- sehr kurze Lautsprecherkabel
Nun, es bleibt sehr spannend im PC-Speaker Sektor. Der deutsche Hersteller Teufel ist im Computerbereich noch ein unbeschriebenes Blatt, im HiFi-Bereich jedoch seit Jahren eine Institution. Mit der Regelmäßigkeit eines Schweizer Uhrwerks heimst das Berliner Unternehmen einen Preis nach dem anderen ein. Ein Grund für Teufel, nun auch auf dem immer größer werdenden Markt für PC-Boxensysteme Fuß zu fassen. Teufel hat hier ausgezeichnete Arbeit geleistet und wird sich seine Marktanteile durch geschickte PR-Arbeit schon sichern. Creative wird sich mit Sicherheit was einfallen lassen (müssen) , um die anstürmenden Berliner mit Ihren Concept E-Systemen in die Schranken zu verweisen. Logitech hat unserer Meinung nach das Z680 zu früh am Markt plaziert und sich mit diesem vermutlich Marketingabhängigen Schritt selbst keinen Gefallen getan. Einmal in Veruf geraten, wird es sehr schwer sein, verlorenes Terrain wieder zurück zu erobern.
Wir können nur hoffen, dass den Entwicklungsingenieuren etwas mehr Zeit gegeben wird, um saubere, ausgereifte Produkte am Markt zu plazieren, die den Endverbraucher auch den gewünschten Funfaktor bringen. Leider spielt der Faktor Zeit eine zu grosse Rolle bei der Produktion solcher Systeme. Teufel hat es vorgemacht, wie es funktionieren kann; Das Concept E Magnum war bereits zum Dezember 2002 angekündigt, wurde jedoch erst im Februar 2003 ausgeliefert. Die Berliner hätten durchaus den Weihnachtstrubel nutzen können, verzichteten jedoch aus Gründen der Qualitätssicherung auf schnelle Umsätze.
Abschliessend sei gesagt, dass alle Hersteller im Vergleich zu früheren Systemen eine deutlich bessere Qualität im Bezug auf Verarbeitung und Auslese der Einzelkomponenten anbieten. Der geneigte User weiss in der Regel sehr genau über sein gewähltes Produkt Bescheid und legt dabei grössten Wert auf ein gutes Preis/Leistungsverhältnis sowie auf Verarbeitung und Wiedergabequalität. In den einschlägigen Foren des Internet sowie diversen Onlinemagazinen werden Informationen gesammelt, wird Tagelang diskutiert und anschliessend werden die Produkte auf sehr sorgfältige Art und Weise auserwählt. Anscheinend haben auch die Hersteller die Zeichen der Zeit erkannt und wissen, wie hart heutzutage jeder einzelne Euro erarbeitet werden muss.
Schlussbemerkung
Wir sind uns völlig darüber im klaren, dass ohne hochwertige Messtechnik und schalloptimierte Räumlichkeiten, wie die grossen Audio-Zeitschriften-Labors sie besitzen, keine ausführlichen, messtechnisch optimierten Tests machen können, bilden uns aber ein, ein halbwegs geschultes Gehör zu besitzen und aussagekräftige Tests durchzuführen.
Unser SoundCheck soll dem geneigtem PC-Audio-Freak dabei helfen, ein für Ihn geeignetes Lautsprecher-System zu finden und eine kleine Reise in die grosse Welt der audiophilen Genüsse zu machen. In der Regel beschäftigt sich der PC-User eher mit Grafikkarten und schnelleren CPUs, als mit Soundkarten und Lautsprechern. Doch das wird sich sicherlich aufgrund der mittlerweile hochwertigen und funbringenden Multimediakomponenten ändern, davon sind wir überzeugt.
An dieser Stelle auch noch einmal mein herzlichen Dank an Michael Slomma, der mich bei der Arbeit bestens unterstützt hat. Auch Carsten Spille aus unserem Team gilt mein Dank, sein geschultes Gehör war eine grosse Hilfe bei den zahlreichen SoundChecks.
Ihr wollt über den Artikel diskutieren, habt Fragen, Lob oder Kritik auf dem Herzen? Am besten tut ihr all dies auf ForumBase.de [2] oder in unserem IRC-Channel [9] #computerbase im QuakeNet.
Unsere Hörtest Referenz:
- DENON Mono- Endstufen
- DENON Vorverstärker
- DENON CD- Player 2560
- DENON DAT DTR 2000
- ONKYO CP1057 F Plattendreher
- T&A Criterion 120 Lautsprecher
- STAX SR Lambda elektrostatische Kopfhörer
