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Test: Speaker SoundCheck / Bass ohne Ende?

von Rudolf Treschanke

Einleitung

Der allgemeine Trend zu hochwertigen Lautsprecher-Systemen hält unvermindert an. Sets, die preislich jenseits der magischen 200,- Euro Grenze liegen, halten ihren Einzug in die heimische PC-Umgebung. Die Mehrzahl der User gibt sich nicht mehr mit scheppernden Brüllwürfeln zufrieden und hat erkannt, dass sich die Investition in hochwertige Multimedia-Komponenten hörbar lohnt. Ob Gamer, Cineast, audiophil angetouchter oder gar Design-orientierter User, mittlerweile kommt jeder auf seine Kosten und findet in der breiten Produktpalette der Hersteller die Komponenten seiner Vorstellungen.

Mit dem Gigaworks S750 7.1 schickt Creative ein Top-System ins Rennen. Logitech ist mit dem Z5300 5.1 und dem Z2200 2.1 System dabei. Weitere Kandidaten sind das Creative Inspire T7700 7.1, das T2900 2.1 sowie das TerraTec 7.1-System TRX 884. Leider ist das neue Teufel System Concept G nicht rechtzeitig fertig geworden, so dass wir selbiges höchstwahrscheinlich im Einzeltest nachreichen werden. Insider Informationen zur Folge wird das Concept G erst Ende April lieferbar sein.

Gruppenbild II
Gruppenbild II

Basis für ungetrübten Hörgenuss ist nach wie vor eine gute Soundkarte, beispielsweise eine aus unserem letzten Review [1]. Aktuelle Soundkarten bieten mittlerweile die Möglichkeit, sieben Satelliten anzuschließen, welche durch eine kreisförmige Positionierung der Lautsprecher gerade für Gamer und Cineasten eine beeindruckende und fulminante Klangkulisse liefern. Wie so oft wird es dem kaufwilligen User auch hier nicht einfach gemacht, eine schnelle Entscheidung zu treffen. Soll es denn ein 7.1 oder 5.1-System werden? Das ist hier die Frage. Eine klare Empfehlung können wir hier nicht aussprechen, da es zu unterschiedliche Hörgewohnheiten gibt. Die Hersteller haben jedenfalls schon die Weichen gestellt und bieten bezüglich der Soundkarten ihre Spitzenmodelle nur noch mit 7.1-Technik an. Wie weit das Ganze noch gehen wird, ist momentan nicht abzusehen, aber mit 7 Satelliten scheint vorerst die Grenze erreicht zu sein, da es bezüglich der Aufstellung schon jetzt schwierig ist, die Lautsprecher optimal zu positionieren. Die Hersteller bieten zwar Standfüße für ihre Systeme an, aber selbige sind mit ca. 30,- bis 50,- Euro pro Paar schon sehr teuer.

Lieferumfang

Der Lieferumfang der getesteten Systeme ist weitestgehend komplett. Bis auf die fehlende Fernbedienung des Terratec Home Arena gab es keine nennenswerten Ausrutscher.

Creative 2.1 Inspire 2900

System komplett Creative Inspire T2900
System komplett Creative Inspire T2900
Subwoofer hinten Creative Inspire T2900
Subwoofer hinten Creative Inspire T2900


Creative 7.1 Inspire 7700

System komplett Creative Inspire T7700
System komplett Creative Inspire T7700
Satellit Draufsicht Creative Inspire T7700
Satellit Draufsicht Creative Inspire T7700


Creative 7.1 Gigaworks S750 THX

System komplett Creative Gigaworks S750
System komplett Creative Gigaworks S750
Satellit Gigaworks S750
Satellit Gigaworks S750

Logitech Z2200

System komplett Logitech Z2200
System komplett Logitech Z2200
Sattelit Logitech Z2200
Sattelit Logitech Z2200


Logitech Z5300 THX

System komplett Logitech Z5300
System komplett Logitech Z5300
Satellit mit Wandhalter/Standfuß Logitech Z5300
Satellit mit Wandhalter/Standfuß Logitech Z5300


TerraTec Home Arena TRX 884

System komplett TerraTec Home Arena TRX
System komplett TerraTec Home Arena TRX
Satellit mit Wandhalter u. Standfuß TerraTec Home Arena TRX
Satellit mit Wandhalter u. Standfuß TerraTec Home Arena TRX

Testsystem

Getestet wurden die Lautsprecher mit folgendem System:

Testumgebung

Das Testlabor war, bzw. ist ein ca. 35 m² Großer, und ca. 4,5 m hoher Raum im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses mit Betonfußboden. Hier befindet sich auch eine kleine High-Fidelity-Anlage, welche des Öfteren mal als direkter Vergleich zu den Kandidaten angeschmissen wurde. Das ständige Umstöpseln der Systeme war schon ziemlich nervend, da geeignete Systemweichen bezüglich der verschiedenen 2.1 bis 7.1-Systeme nicht erhältlich sind.

Anbei ein kleiner Einblick in das Kabel- und Speaker Chaos.

Testumgebung Front links
Testumgebung Front links
Testumgebung Front links
Testumgebung Front links
Testumgebung Front rechts
Testumgebung Front rechts
Testumgebung Subwoofer
Testumgebung Subwoofer
Testumgebung Draufsicht
Testumgebung Draufsicht
Testumgebung Draufsicht
Testumgebung Draufsicht
Testumgebung Seite
Testumgebung Seite
Testumgebung Draufsicht hinten rechts
Testumgebung Draufsicht hinten rechts

Technische Daten

Unserer Meinung nach spielen die nachstehenden Angaben eher eine untergeordnete Rolle, da meistens dass subjektive Hörerlebnis das entscheidende Kriterium zum Kauf eines Lautsprechersystems ist. Der Vollständigkeit halber die technischen Daten der Teilnehmer:

Creative Inspire T7700 TerraTec Home Arena TRX 884 Creative Gigaworks S750 THX
Leistung 92 Watt Sinus 84 Watt Sinus 700 Watt Sinus
Kanäle 7.1 7.1 7.1
Satellit 8 Watt Sinus pro Kanal
8W Sinus pro Kanal 70 Watt Sinus pro Kanal
Center 20 Watt Sinus wie Front-Satellit wie Satellit
Subwoofer 24 Watt 28 Watt 210 Watt Sinus
Frequenzbereich 40 Hz - 20 kHz 18 Hz - 22 KHz 20 Hz - 40 kHz
Eingänge 7-Kanal analog (Klinke)
7-Kanal analog (Cinch)
AUX (Cinch)
7-Kanal analog (Klinke)
Pegelsteuerung Software oder
Kabelfernbedienung
Software oder
am Subwoofer
Software oder
Infrarot-Fernbedienung
Besonderheiten 7-Kanal Sound
2-Wege Satelliten
7-Kanal Sound THX-Zertifizierung
Rauschabstand: 99 dB
Holzkorpus Subwoofer
Wandstärke 25 mm7-Kanal Sound
Verkaufspreis ca. 150,- Euro ca. 180,- Euro ca. 500,- Euro
Creative Inspire 2.1 T2900 Logitech Z2200 THX Logitech Z5300 THX
Leistung 29 Watt Sinus 200 Watt Sinus
400 Watt Impuls
280 Watt Sinus
500 Watt Impuls
Kanäle 2.1 2.1 5.1
Satellit 2 x 6 Watt 2 x 40 Watt 2 x 35,25 Watt vorne
2 x 35,25 Watt hinten
Center - - 39 Watt
Subwoofer 17 Watt 120 Watt 100 Watt
Frequenzbereich 30 Hz - 20 kHz 35 Hz - 20 kHz 35 Hz - 20 kHz
Eingänge 2-Kanal analog (Klinke) 2-Kanal analog (Klinke) 5-Kanal analog (Klinke)
Pegelsteuerung Software oder
Kabelfernbedienung
Software oder
Kabelfernbedienung
Software oder
Kabelfernbedienung
Besonderheiten 2-Wege Satelliten THX-Zertifizierung
Videospielkonsolen-Adapter
THX-Zertifizierung
Videospielkonsolen-Adapter
Verkaufspreis ca. 70,- Euro ca. 180,- Euro ca. 280,- Euro


Verarbeitung

Sämtliche Systeme sind sehr sauber verarbeitet und die Hersteller leisten sich keine Ausrutscher. Grundsolide Konstruktionen kennzeichnen den Jahrgang 2003/2004. Edle, schön anzuschauende, abnehmbare Stoffbespannungen mit leichtem Glitzereffekt, stabile Füße mit Gumminoppen zur akustischen Entkopplung, robuste Subwoofer und durchdachte Fernbedienungen mit diversen Features runden das Gesamtbild ab und lassen kaum noch Wünsche offen.

Die Creative M-Port-Schnittstelle ermöglicht beispielsweise die Wiedergabe eines mobilen Creative-Players, ohne den PC hochfahren zu müssen. Solche Features wünscht sich der User - eine gelungene Lösung.

Sehr praktisch sind die Satellitenfüße des Logitech Z5300, selbige lassen sich durch eine 180°-Drehung von Standfüßen in Wandhalterungen verstellen. Der Center-Standfuß des Creative Gigaworks erweist sich als sehr gute Lösung, der ein Verrutschen des Centerspeakers auf einem Röhrenmonitor ausschließt und selbigem sicheren Halt bietet.

Beim Creative Inspire 7700 ist der Halter des Centerspeakers für ein Röhrenmonitor fast unbrauchbar, da der Fuß konstruktionsbedingt eine Neigung nach hinten hat und wenig Auflagefläche auf einem Röhrenmonitor findet. Hier hilft nur ein leichtes Biegen der Füße und ein Fixieren des Halters mittels Doppelklebeband auf der Unterseite. Auch die Standfüße von TerraTec und die des Logitech Z5300 sind für eine Montage auf dem Röhrenmonitor schlecht geeignet. Hier würden Halter wie die des Gigaworks eine wesentlich bessere Lösung bieten. Die Aufstellung des Centerspeakers vor einem Monitor, also unterhalb der Bildfläche, verdeckt bei den meisten Monitoren die Bedienfläche und ragt z.B bei dem Creative Inspire oder Terratec Home Arena sogar noch in die Bildfläche hinein.

Zwei der sechs Systeme haben externe Netzteile, welche in der Regel weniger Leistung haben, als interne Lösungen. Besonders aufgefallen sind uns die großen Ringkerntrafos bei den Logitech-Systemen, welche auf eine liebevolle Abstimmung der Verstärkerkomponenten hinweisen.

Creative 2.1 Inspire 2900

Electronic Creative Inspire T2900
Electronic Creative Inspire T2900
Subwoofer Creative Inspire T2900
Subwoofer Creative Inspire T2900
Satellit Oberteil Creative Inspire T2900
Satellit Oberteil Creative Inspire T2900

Creative 7.1 Inspire 7700

Electronic Creative Inspire T7700
Electronic Creative Inspire T7700
Subwoofer Draufsicht Creative Inspire T7700
Subwoofer Draufsicht Creative Inspire T7700
Satellit Oberteil Creative Inspire T7700
Satellit Oberteil Creative Inspire T7700

Creative 7.1 Gigaworks THX

Electronic Creative Gigaworks S750
Electronic Creative Gigaworks S750
Subwoofer Creative Gigaworks S750 Draufsicht
Subwoofer Creative Gigaworks S750 Draufsicht

Satellit Creative Gigaworks S750 offen Detail
Satellit Creative Gigaworks S750 offen Detail
Center unten Creative Gigaworks S750
Center unten Creative Gigaworks S750

TerraTec Home Arena TRX 884

Electronic TerraTec Home Arena TRX
Electronic TerraTec Home Arena TRX
Subwoofer innen TerraTec Home Arena TRX
Subwoofer innen TerraTec Home Arena TRX
Subwoofer oben hinten TerraTec Home Arena TRX
Subwoofer oben hinten TerraTec Home Arena TRX

Logitech Z2200

Electronic Detail Logitech Z2200
Electronic Detail Logitech Z2200
180° Bassreflex-Rohr Logitech Z2200
180° Bassreflex-Rohr Logitech Z2200

Satellit Detail Logitech Z2200
Satellit Detail Logitech Z2200
Subwoofer hinten Logitech Z2200
Subwoofer hinten Logitech Z2200

Logitech Z5300 THX

Electronic/Elcos Logitech Z5300
Electronic/Elcos Logitech Z5300
Satellit offen Draufsicht Logitech Z5300
Satellit offen Draufsicht Logitech Z5300

Satellit offen hinten Logitech Z5300
Satellit offen hinten Logitech Z5300
Subwoofer hinten Logitech Z5300
Subwoofer hinten Logitech Z5300

Installation und Aufstellung

Da die meisten Lautsprecher immer in der Nähe des Monitors stehen, ist darauf zu achten, dass sie gut abgeschirmt sind, da die Magneten sonst die Elektronenstrahlen der Bildschirmröhre ablenken und damit Farbfehler und Verzerrungen verursachen könnten. Solche Schäden sind leider irreparabel. In unserem konkreten Fall leistet sich keiner der Teilnehmer Schwächen, so dass es bezüglich der Entfernung zum Monitor keine Einschränkungen gibt.

Der Standort des Subwoofers erweist sich bei den meisten Kandidaten als unproblematisch. Oftmals ist der geneigte User an die Räumlichkeiten gebunden und hat keine große Auswahl bezüglich der Aufstellung. Wer mit der gewünschten Position des Subwoofers unzufrieden ist, was durch gute Ortbarkeit sehr auffällig ist, der sollte ein wenig experimentieren und verschiedene Positionen ausprobieren. Sollte kein gewünschter Erfolg eintreten, so ist die Mitte als Aufstellungsort zu bevorzugen. Schwierig wird es bei der Aufstellung der Satelliten bei einem Surroundsystem. Optimal wäre hier die Positionierung der Speaker mit jeweils gleichem Abstand zum User, was aber in den meisten Fällen kaum möglich ist. Wer die Möglichkeit hat, seinen Arbeitsplatz rückwärtig zu einer Wand zu positionieren, der sollte seinen Schreibtisch ca. 1,0-1,3 m von der Wand entfernt aufstellen, um genügend Bewegungsfreiheit, aber auch ein optimales Sounderlebnis zu erzielen. Bei der Nutzung von Surroundsystemen an einem Standalone-DVD-Player im Wohnzimmer hilft beispielsweise ein Konfigurator der Firma Teufel [2] weiter.

Creative Mixer
Creative Mixer
Wer eines der getesteten Systeme mit einer Creative Audigy 2 oder Creative Audigy 2 ZS betreibt, sollte darauf achten, dass der Subwoofer (Bassumleitung) im Menue Lautsprechereinstellungen auch aktiviert wird, da selbiger standardmässig deaktiviert ist. Die Bass-Management-Funktion steht bei der Audigy 2 / 2 ZS nur für 5.1- und 6.1-, 7.1 Lautsprecherkonfigurationen zur Verfügung. Bei 4.1-Lautsprechersystemen können Töne von Subwoofern oder Low Frequency Effects-Kanal-Lautsprechern nur von ihrem Lautsprechersystem erzeugt werden.

Die Lautstärke oder die Crossover-Frequenz des Subwoofers lässt sich mittels des oben abgebildeten Schiebereglers einfach anpassen. Auf diese Weise kann man festlegen, welche Frequenzen an den Subwoofer geleitet werden. Die obere Trennfrequenz sollte nach persönlicher Vorliebe eingestellt werden. Wenn die Trennfrequenz besonders tief ist (40-75 Hertz) wird der Subwoofer kaum zu orten sein. Dies hat den Vorteil, dass man ihn unauffällig in irgendeiner Ecke positionieren könnte. Bei einer oberen Trennfrequenz von 110-140 Hertz wird der Subwoofer wesentlich druckvoller, kann aber auch zu sehr lästigem Dröhnen oder Überschlägen neigen. Empfehlenswert ist, wie gesagt, je nach persönlicher Vorliebe jedoch eine Einstellung um die 120 Hertz.

Diese Einstellungen sind jedoch nur für 4/4.1-, 5.1-, 6.1- oder 7.1 Lautsprechersysteme anwendbar.

Bezüglich der Kompatibilität zwischen Creative und TerraTec Produkten sei folgendes gesagt:

Creative codiert die analogen Anschlüsse Vorne Links und Vorne Rechts seperat an einem Stecker, Hinten Links, Hinten Rechts und Seite Rechts sind an einem zweiten Stecker, sowie Vorne Mitte, Seite Links und Subwoofer an einem dritten - jeweils 3,5 mm Klinke.

Die TerraTec Aureon 7.1 Space ist an den Ausgängen anders codiert. TerraTec hat bei der Aureon 7.1 Space 4 analoge Audio-Output-Anschlüsse, davon jeweils einen 3,5 mm Klinke für Front, Rear, Center-Sub und Back-Surround. Aus diesem Grund haben wir mit insgesamt 3 Soundkarten getestet. Das TerraTec-System wurde mit der Aureon 7.1 Space kombiniert und die Creative Produkte mit der Audigy 2 ZS (Platinum Pro). Da diese Soundkarten von der Wiedergabequalität weitestgehend gleichwertig sind, gab es bezüglich der Bewertung auch keinerlei Unstimmigkeiten.

Wünschenswert und kundenfreundlich wäre eine einheitliche Codierung der Systeme, aber da kocht wohl jeder Hersteller sein eigenes Süppchen, wie auch bei vielen anderen Produkten zu Ungunsten des Verbrauchers mittlerweile üblich.

Die Software-Einstellungen für die Soundkarten haben wir in unserem letzten Review [3] ausführlich beschrieben.

Um eine optimale Wiedergabe zu erzielen, sollten sich alle Satelliten möglichst auf der gleichen vertikalen Ebene befinden und direkt auf den Hörer strahlen. Dadurch wird eine besondere räumliche Klangkulisse erzeugt, da die Satelliten auf der sogenannten Null-Grad-Achse ihr bestes Abstrahlverhalten besitzen.

Sämtliche Systeme in diesem Test sind mit festen Kabeln und Steckern versehen und sind nur umständlich mit grösseren Kabel-Querschnitten aufzurüsten. Wer die Möglichkeit hat, mit geeignetem Werkzeug die Kabel selber zu konfektionieren, sollte folgende Mindest-Kabelquerschnitte berücksichtigen.

Als Faustregel bei kleineren Systemen gelten folgende Querschnitte:

Kabellänge bis 5,0 m mindestens 0,75 mm²

Kabellänge bis 7,5 m mindestens 1,5 mm²

Kabellänge bis 10, m mindestens 2,5 mm²

Das System wird sich durch so eine Aufrüstung mit einer lebendigeren und druckvolleren Wiedergabe bedanken.

Für den Einsatz im Wohnzimmer sind die meisten Systeme wegen sehr kurzen Kabellängen der Fernbedienung oder die der Satelliten teilweise ungeeignet. Einzig das Creative Gigaworks hat mit drei Meter Kabellänge der Front-Satelliten und mit der drahtlosen Fernbedienung die Voraussetzungen für ein Einsatz im heimischen Wohnzimmer geschaffen. Es wird uns wohl immer ein Rätsel bleiben, weshalb einige Hersteller die Kabel so kurz halten. Bei einem Preis von max. 30 Cent pro Meter würden die Hersteller bei längeren Kabeln bestimmt nicht am Hungertuch nagen, sich aber bei den Usern außerordentlich beliebt machen, da ein zu kurzes Kabel sehr ärgerlich ist, gerade bei vorkonfektionierten Systemen. Erfahrungsgemäß sollten die Kabel der Frontspeaker mindestens 3 m, die der Seite 5 m, und die der hinteren Lautsprecher min. 10 m lang sein.

Creative 2.1 Inspire T2900

Die Aufstellung des 2.1-Systems gestaltet sich denkbar einfach. Die Installation der mitgelieferten Kabel und der Fernbedienung ist durch gute Kennzeichnung am Subwoofer problemlos. Die zwei Satelliten sollten möglichst mit dem User ein gleichschenkliges Dreieck bilden. In der Regel sitzt der User ca. 50 cm von seinem Monitor entfernt, daraus resultierend sollten die Satelliten am hinteren Ende des Monitors eine Linie bilden, was wiederrum bedeutet, das die Satelliten in einem Abstand von ca. 80 cm bei einem Röhrenmonitor, und ca. 60 cm bei einem TFT-Monitor in der Tiefe vom User entfernt stehen. Der seitliche Abstand wäre demzufolge aus der Mitte heraus ebenfalls 60-80 cm. Der Subwoofer ist bei der Positionierung unkritisch. Die 2,03 m langen Kabel der Satelliten schränken den User je nach Aufstellung des Subwoofers etwas ein, reichen aber in den meisten Fällen von der Länge her aus.

Logitech Z2200

Wie bei dem Creative 2.1-System ist auch die Aufstellung des Logitech Z2200 unproblematisch. Der mächtige, edle Subwoofer des Systems ist aufstellungsunkritisch, sollte jedoch nicht mit der Lautsprecheröffnung zur Wand stehen, da es bei seiner brachialen Leistung zu unerwünschten Resonanzen kommen kann. Die 2,05 m langen Kabel der Satelliten schränken den User je nach Aufstellung des Subwoofers etwas ein, reichen aber in den meisten Fällen von der Länge her aus.

Logitech Z5300 THX

Um die Leistungsfähigkeit des Logitech Z5300 THX voll auszuschöpfen, sollte schon etwas adäquates im PCI-Slot des Rechners stecken. Eine schlichte Onboardsound-Variante oder gar eine billige 4.1-Karte wäre hier wie Perlen vor die Säue werfen. Die Installation der mitgelieferten Kabel und der Fernbedienung ist durch gute Kennzeichnung am Subwoofer problemlos. Sämtliche Lautsprecherkabel sind mit farbigen Steckern versehen, um eine Verwechselung auszuschliessen. Auch an der Rückseite des Subwoofers befinden sich farblich codierte Buchsen; eine sehr vorbildliche Lösung, wie wir finden. Logitech hat die Lautsprecherkabel einerseits mit Cinchstecker ausgerüstet, andererseits sind die Kabel fest am Satellit angeschlossen. Wie beim Z2200 ist die Aufstellung der vorderen Satelliten vorzunehmen - also vorne links und vorne rechts ein gleichschenkliges Dreieck zum User. Der Centerspeaker vorne sollte möglichst auf dem Monitor stehen, was aber bei einem TFT unmöglich ist. Hier muss der Centerspeaker vor dem Monitor stehen, was in den meisten Fällen durch die Aufbauhöhe des TFT nicht weiter stört, jedoch bei eventuellen Einstellungen des TFT hinderlich ist. Die hinteren Lautsprecher sollten ebenfalls ein gleichschenkliges Dreieck zum User bilden, was, plastisch veranschaulicht, wie eine Fünf beim Würfel aussieht. Der User bildet dabei den mittleren Punkt. Das Kabel der Fernbedienung ist ca. 2 m lang und schränkt den Benutzer bei der Position des Subwoofers etwas ein, welcher jedoch bei der Aufstellung durch seine geschlossene Bauweise aufstellungsunkritisch ist. Die 1,85 m langen Kabel der Front-Satelliten schränken den User je nach Aufstellung des Subwoofers erheblich ein, reichen aber in den meisten Fällen von der Länge her aus.

Die wuchtige Kabel-Fernbedienung rutscht trotz Gummipads an der Unterseite doch leicht nach hinten, da das massive Kabel durch das Eigengewicht schon ein wenig zerrt. Hier sollte man eine Zugentlastung durch Kabelbinder oder ähnliches vornehmen. Der große benutzerfreundliche Drehregler für die Lautstärke lässt sich fein dosieren. Lautstärke, Subwoofer und Satelliten lassen sich durch eine Taste selektieren und ermöglichen unterschiedliche Einstellungen mit dem Drehregler.

TerraTec Home Arena TRX 884

Um die sieben Satelliten des Systems anzusteuern, bedarf es einer 7.1-Soundkarte. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können das beispielsweise die Creative Audigy2, 2 ZS, die Terratec Aureon 7.1 Space oder die Hercules Game Theater XP 7.1. Wer allerdings noch keine 7.1-Soundkarte im System hat, kann durch die integrierte Upmix-Funktion des TerraTec Home Arena TRX 884 bequem mittels Wahlschalter auf 5.1, 6.1 oder 7.1 umschalten. Zusätzlich bietet das System die Möglichkeit, externe Stereoquellen wie beispielsweise TV, CD-Player oder Radio am AUX-Eingang anzuschließen, welche sich durch ein Inputschalter zwischen Stereo- und Multikanaleingang einstellen lässt.

Die Installation der Satelliten ist durch die gute Kennzeichnung am Subwoofer problemlos. Die 2,85m langen Kabel der Front-Satelliten sind einerseits fest am Gehäuse, andererseits mit einem Cinchstecker versehen.

Wie beim Creative Inspire 2900 ist die Aufstellung der vorderen Satelliten vorzunehmen - also vorne links und vorne rechts ein gleichschenkliges Dreieck zum User. Der Centerspeaker sollte möglichst auf dem Monitor stehen, was aber bei einem TFT unmöglich ist. Wir haben das System aus optischen Gründen ohne die mitgelieferten ca. 9 cm hohen Füße der Satelliten aufgestellt, so konnte der Centerspeaker bequem unterhalb des Monitor plaziert werden. Die hinteren Lautsprecher sollten ebenfalls ein gleichschenkliges Dreieck zum User bilden, was, plastisch veranschaulicht, wie eine Fünf beim Würfel aussieht. Der User bildet dabei den mittleren Punkt. Eine leichte, ca. 15 -30° Drehung der Front- und Rear-Satelliten zum User verschafft mehr Lebendigkeit des Systems.

Das Positionieren der Satelliten ist bei einem 7.1-System je nach örtlichen Verhältnissen nicht immer einfach und erfordert mitunter auch bauliche Maßnahmen, soll heißen, das notfalls der Schreibtisch umgestellt werden sollte.

Ideal wäre eine Aufstellung in der Zimmerecke mit dem Rücken zur Wand, da man dann zumindest 6 der 7 Satelliten problemlos aufstellen, bzw. aufhängen könnte. Der Abstand vom Schreibtisch zur Wand sollte ca. 1,0 - 1,3 m betragen. Die seitlichen Satelliten könnten nun an der Wand befestigt werden oder auf einem Regal stehen. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, muß leider Standfüße als Zubehör kaufen, die aber in den meisten Fällen recht teuer sind.

Eine Fernbedienung ist bei dem TerraTec Home Arena TRX 884 nicht im Lieferumfang enthalten, so dass die Einstellungen direkt am Subwoofer vorgenommen werden müssen. Wenn selbiger in unmittelbarer Nähe steht, ist das sicherlich kein Problem, wenn nicht, jedoch ein großer Nachteil.

Terratec sollte hier nachbessern und für den stolzen Preis von 179,- Euro, die das Set kostet, zumindest eine Kabel-Fernbedienung beilegen.

Creative 7.1 Inspire T7700

Die Aufstellung des Creative Inspire T7700 ist identisch mit der des Terratec-7.1-System. Eine 7.1-Soundkarte sollte auch hier ihren Dienst verrichten, um alle Satelliten direkt zu versorgen. Mithife der Upmix-Funktion kann man aber auch 5.1- und 6.1-Kanal-Inhalte wiedergeben, so dass alle Satelliten genutzt werden. Dadurch lässt sich ein in Breite und Tiefe überlegenes Kanal-Klangfeld simulieren.

Die Installation der mitgelieferten Kabel und der Fernbedienung ist durch gute Kennzeichnung am Subwoofer problemlos. Die Satelliten sind mit Kabelanschluss-Klemmen versehen, die durch eine farbliche Markierung für den richtigen Anschluss versehen sind. Diese Klemmen können auch etwas dickere Kabel aufnehmen. Die Satelliten lassen sich auch direkt an der Wand befestigen, was mittels einer Bohrung auf der Gehäuse-Rückwand möglich ist. Die massiven Metallfüße lassen sich einfach demontieren. Die relativ hohen Front-Satelliten sind mit einem 2-Wege-System ausgestattet. Der Centerspeaker lässt sich, durch seine Höhe bedingt, kaum unter dem Monitor platzieren, es sei denn, man legt selbigen seitlich auf eine Moosgummi-Unterlage, so dass der Speaker nicht mehr das Bild oder die Bedienungselemente des Monitors verdeckt. Ein Platzieren auf einem CRT-Monitor ist fast unmöglich, denn durch das bauartbedingte, leicht nach hinten geneigte Gehäuse würde der Schall Richtung Decke wandern und nicht wie gewünscht zum Hörer. Man könnte zwar den Metallfuß leicht umbiegen, und selbigen dann mittels Doppelklebeband auf dem Monitor sichern, aber da erscheint uns die seitliche Lagerung unter dem Monitor doch einfacher.

Die handliche Kabel-Fernbedienung ist mit dem mittlerweile Creative-üblichen M-Port ausgestattet, der durch eine Abdeckung vor Verschmutzung geschützt ist. Dieser Port, vom Anschluss her identisch mit USB, erlaubt das Andocken von mobilen Creative-Geräten. Ein Kopfhörer- und Mikrofon- Anschluss sind mittels vergoldeten 3,5 mm Klinkebuchsen seitlich integriert. Der etwas kipplige Kombiregler zum Ein- und Ausschalten sowie zur Regelung der Lautstärke ist mit einem zarten grünen Ring ebenso beleuchtet wie der des Bassreglers. So ist mit einem Blick zu erkennen, ob das System mit Strom versorgt wird. Insgesamt gesehen ist die Fernbedienung gut gelungen, neigt jedoch durch das massive Kabel zum Rutschen; hier könnte ein Doppelklebeband Abhilfe schaffen.

Creative 7.1 Gigaworks S750 THX

Um den primären Ansprüchen des Gigaworks gerecht zu werden, sollte schon eine gute 7.1 Soundkarte als Zulieferer installiert sein, vorzugsweise eine Audigy 2 ZS (Platinum Pro), wegen den vorher beschriebenen Anschlüssen.

Die Aufstellung des Creative Gigaworks S750 ist bezüglich der Satelliten identisch mit der der anderen beiden 7.1-Systeme. Am Subwoofer ist alles gut bezeichnet und einfach an den vorgesehenen Buchsen anzuschließen. Die massiven 2-Wege-Satelliten sollten auf einer sicheren Unterlage stehen, da sie ein relativ hohes Eigengewicht von 1,3 kg haben. Alle Satelliten sind mit Kabelanschluss-Klemmen ausgerüstet, die mit einer farbigen Markierung für den richtigen Anschluss versehen sind. Diese Klemmen können auch etwas dickere Kabel aufnehmen. Die edlen Kunststofffüße, deren Unterseite mit kleinen schallabsorbierenden Gumminoppen versehen sind, lassen sich demontieren, um ggf. eine Montage direkt an der Wand zu ermöglichen. Bei den Füßen scheint Creative wohl einen Blick auf die ganz Großen geworfen zu haben, denn solche Konstruktionen sind erst in höheren Preislagen anzutreffen. Der Center-Standfuß erweist sich als sehr gute Lösung, der ein verrutschen des Lautsprechers auf einem Röhrenmonitor ausschließt und selbigem sicheren Halt bietet. Das Audio Control Pod verfügt neben einem Line-Eingang und einer Kopfhörerbuchse ebenfalls über den M-Port. Die etwas klobige Infrarotfernbedienung ermöglicht die bequeme Regelung und Steuerung von Standby, Upmix, Mute sowie die einzelnen Kanäle. Das Audio Control Pod verfügt über einen LED-Balken, bestehend aus sieben grünen Dioden, die je nach Lautstärke in der maximal Einstellung alle leuchten. Beim Selektieren der einzelnen Kanäle per Fernbedienung quittieren insgesamt neun runde Leuchtdioden die jeweilige Stellung für Standby, Master, Center, Side, Rear, Sub, Treble und die Upmix-Funktion. So weiß der User jederzeit, in welchem Menü er sich befindet. Wenn per Fernbedienung Einstellungen vorgenommen wurden, springt die Anzeige am Control Pod automatisch nach ca. fünf Sekunden auf die Masterfunktion zurück. Im Standby-Modus leuchtet die zuständige linke Diode rot auf, die anderen Dioden sind gelb.

Relax & Enjoy

Es war mal wieder eine Mordsgaudi und hat allen Beteiligten eine Menge Spaß gemacht. Auch diesmal wurden die Nachbarn vorher geimpft und die Chefin des Hauses auf die Prioritäten hingewiesen. ;) Die Mietzekatze kannte das ganze Prozedere schon und verzog sich rechtzeitig. Bei einem internen CB-Team Meeting im Hause gab es bezüglich der Leistung und Qualität der Systeme doch sehr verdutzte Gesichter. Blankes Entsetzen bei der brachialen Leistung einiger Systeme. Beispielsweise wurden bei dem Creative Gigaworks mit einem Sound-Level-Meter Pegelausschläge jenseits der 130 dB-Marke gemessen, und dass ohne jegliches Schwächeln des Systems. Abgrundtiefe Bässe im Raum ließen die Aufhängungen der Streifenmaske vom Röhrenmonitor (Iiyama Vision Master Pro 454) derart vibrieren, dass mehrere Lagen Moosgummi unter selbigen plaziert werden mußten. Gerade beim Spielen gab es die ein oder andere Schrecksekunde, als gewaltige Detonationen oder peitschende Schüsse auf den Gamer niederprasselten.

In einer Mietwohnung wären derartige Tests wegen der erforderlichen Lautstärke wohl kaum möglich, wobei unser Nachbar mich mittlerweile auch manchmal etwas böse anschaut. ;)

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Leidgeprüften, mitunter ungewollten Zuhörer. Ja, auch wieder die Mietzekatze. ;)

Wir haben uns vorher überlegt, ob denn das Ausmessen der Frequenzgänge mittels geeignetem Gerät, Anschaffungskosten min. 700,- Euro, eine sinnvolle Investition gewesen wäre, sind aber der Meinung, dass selbst sehr gute Messwerte noch längst nicht alles über den Klang eines Systems aussagen.

Entscheidend ist der subjektive Klang-Eindruck des Hörers, da kann das Diagramm noch so gut sein. Sicherlich weisen lineare, saubere Frequenzgänge auf die Qualität der Komponenten hin, aber wie bereits erwähnt, Theorie ist das eine, Praxis das andere. Am besten ist es immer noch, das favorisierte System selber in Ruhe zu hören, wobei das in den meisten Shops unmöglich ist. Da kann man nur hoffen, dass ein Bekannter so ein System hat.

Teufel geht da mit gutem Beispiel voran und bietet seinen Kunden acht Wochen Probehören in den eigenen vier Wänden an. Wenn's nicht gefällt, einfach ohne zusätzliche Kosten zurück, sogar mit kleinen Gebrauchsspuren.

Folgende Audio-CDs und DVDs wurden verwendet:

Folgende Video-DVDs wurden verwendet:

Folgende Spiele wurden verwendet:

Nun noch ein direkter Vergleich in der nachstehenden Tabelle bezüglich der CD/DVD-Formate.

DVD Audio: Systemvergleich
System Compact Disc DVD Video DVD Audio
Auflösung (in Bit) 16 16/20/24 16/20/24
Abtastrate (in kHz) 44,1 48/96 44,1 bis 192
Max. Datenrate für Audio (in Mbit/s) 1,4 6,1 9,6
Verlustfreie Kompression Nein Nein Ja, per MLP
Beste Qualität 2- Kanal PCM- Ton 16 Bit/44,1 kHz 24 Bit/96 kHz 24 Bit/192 kHz
Beste Qualität 5- Kanal PCM- Ton Nicht möglich Nicht standardisiert 24 Bit/96 kHz
Max. Spieldauer (in Min.) 74 ~410 (DVD5) ~600 (DVD5)

Erläuterungen zu den Auflösungen und Abtastraten: Die Angabe 96 kHz/24 Bit bedeutet zum Beispiel, dass sich ein entsprechender Wandler im DVD-Player 96000 Mal pro Sekunde und Kanal mit Hilfe von 16777216 (24 Bit) verschiedenen Spannungsstufen an das analoge Signal annähern kann und somit eine viel exaktere tonale Reproduktion ermöglicht, als eine CD dies von ihren technischen Eigenschaften her kann: Denn die CD bescheidet sich, wie der Tabelle zu entnehmen ist, mit 44,1 kHz (= 44100mal pro Sekunde) und 16 Bit, was 65536 Spannungsstufen entspricht.

Die Auswahl an Tonträgern ist identisch mit dem letzten Soundkarten-Review [8] . Auch die Firma Burosch [3] ist wieder dabei gewesen. Eine hervorragende Referenz-CD zum perfekten Klang-Tuning sowie die DVD-Discovery haben sehr gute Dienste bei den ausgiebigen Tests geleistet. Die POWER-DISC, eine sogenannte Burn-In und Check-Up-CD als Referenz-CD zum perfekten Klang-Tuning in 24-Karat-Gold-CD-Technik, darf natürlich bei den ausgiebigen Vorbereitungen nicht fehlen.

Hier ein paar Einzelheiten über die POWER-DISC:

Einzelheiten über die DVD-DISCOVERY:

Einzelheiten über die REFERENZ-DVD:

Die DISCOVERY-DVD, die REFERENZ-DVD, sowie die POWER-DISC wurden uns freundlicherweise von der Firma Burosch [3] zur Verfügung gestellt.

Fazit

Als erstes deutschsprachiges Online Magazin hat ComputerBase im Mai vergangenen Jahres einen umfassenden SoundCheck [9] mit mehreren Systemen veröffentlicht, dessen Absicht es war, eine tiefe Sehnsucht zu wecken, die in jedem von uns schlummert und nur geweckt werden will. Der Erfolg dieses Artikels war verblüffend: Mit mehr als 50.000 Hits und sehr positivem Feedback seitens der User, aber auch der Hersteller, sind wir stolz darauf, der breiten Masse die wahrscheinlich schönste Sinnesempfindung eines PCs näherzubringen.

Die Mehrheit der PC-User vernachlässigt leider immer noch den vermeintlich genußvollsten Bereich seines PC-Equipments. Die ständige Hatz nach immer schnelleren Systemen und Grafikkarten haben ihren Preis, die Multimedia-Komponenten fallen in der Regel nicht sehr üppig aus. Dabei ist gerade dieser Part mehr als reizvoll.

Wie schon in der Einleitung erwähnt, haben die Hersteller beim Jahrgang 2003/2004 großen Wert auf Design und Verarbeitung gelegt. Das schlägt sich natürlich auch auf den Preis nieder, aber die Systeme sind das Geld absolut wert. In unserer Community [10] findet gerade in dieser Hinsicht ein grundlegender Wandel statt. Die User sind gerne bereit, für ein gutes System ein bisschen mehr auszugeben; Systeme für 500,- Euro sind keine Seltenheit mehr.

Ein wichtiger Hinweis bezüglich der Preise.
Sämtliche Preisangaben in diesem Artikel beruhen auf Herstellerangaben und können von den Marktpreisen teilweise erheblich abweichen.

2.1-Systeme

Logitech Z2200

Leistung-HammerMit dem Z2200 ist es Logitech gelungen, ein 2.1-System vom allerfeinsten zu präsentieren. Dieses formschöne, ca. 180,- Euro teure Set besticht durch seine hervorragende Verarbeitungsqualität. Der edle, mächtige Subwoofer im schönen Anthrazit-Look macht gewaltig Druck und leistet sich keinerlei Schwächen. Zu jeder Zeit beeindruckt er mit kraftvollen Bässen und packender Dynamik. Die natürlich klingenden Satelliten, bekannt vom Z680, spielen frei auf und bilden mit dem Subwoofer eine harmonisierende Einheit. Dieses System findet seine Liebhaber in der audiophilen Ecke oder bei Usern, die beim Arbeiten einfach nur gute Musik hören wollen und dabei bewußt auf Mehrkanal-Systeme verzichten.

Für Design, Verarbeitung und Klangqualität gibt es unseren LeistungsHammer in der 2.1-Kategorie.

Logitech Z2200
Positive Eigenschaften
  • hervorragender Klang
  • exellente Verarbeitung
  • Pegelfest
  • gute Impulswiedergabe
Negative Eigenschaften
  • relativ teuer

Creative 2.1 Inspire T2900

Das ca. 70,- Euro teure Creative Inspire T2900 ist nicht der Nachfolger des von uns gelobten 2800 Digital und bringt nicht ganz die Leistungen des teureren Klassikers. Angenehme Klangeigenschaften, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich sind und ein sehr schönes Design runden das Gesamtbild ab. Die 2-Wege-Satelliten mit ihren glitzernden Stoffabdeckungen und den massiven Metallfüßen überzeugen durch transparente Höhen, die der Subwoofer durch ein kräftiges Bassfundament unterlegt.

Ein Schnäppchen für Musikfreaks mit ausgeprägtem Preisbewusstsein.

Creative Labs Inspire T2900
Positive Eigenschaften
  • guter Klang
  • sehr gute Verarbeitung
  • M-Port
Negative Eigenschaften
  • externes Netzteil

5.1-Systeme

Logitech Z5300 THX

Leistung-HammerDas Logitech Z5300 ist ein wahrer Alleskönner. Gewaltige Explosionen, zarte Frauenstimmen oder die Gitarrenriffs von Neil Young bildet es detailgetreu ab und überzeugt klanglich auf der ganzen Linie. Ein sehr geschmeidiges und detailreiches Klangbild mit exellenten Dynamikreserven und unglaublich tiefe Bässe sind Indikatoren dieses ca. 280,- Euro teuren Sets. Liebevolle Verarbeitung der Komponenten, ein dicker Ringkerntrafo im Subwoofer, durchdachte Halterungen, Maximallautstärken von 120 dB bei unverzerrter Wiedergabe und eine gute Kabel-Fernbedienung lassen das Herz eines jeden Cineasten oder Gamers höher schlagen. Die mit Phase-Plugs aus poliertem Aluminium versehenden Satelliten sind jederzeit Herr der Lage und schwächeln selbst beim berühmten Häretest der blauen Diva nicht. Mit dem Z5300 beweist Logitech einmal mehr, dass sie in der Lage sind, auch mit kleinem Gehäusevolumen der Satelliten ein fulminantes Klangbild zu realisieren. Eine Infrarot-Fernbedienung wäre allerdings in dieser Preisklasse Pflicht gewesen!

Für Design, Verarbeitung und Klangqualität gibt es unseren LeistungsHammer.

Logitech Z5300
Positive Eigenschaften
  • hervorragender Surround Klang
  • exellente Verarbeitung
  • Pegelfest
  • gute Impulswiedergabe
Negative Eigenschaften
  • relativ teuer
  • Centerspeaker auf CRT-Monitor schlecht platzierbar

7.1-Systeme

Creative 7.1 Inspire T7700

Preis-HammerDas ca. 150,- Euro teure Creative 7.1 Inspire T7700 ist für den breiten Mainstream-Markt gedacht und überzeugt durch sehr gute Klangqualität und sauberer Abstimmung der Komponenten. Ein wahres Multitalent mit ausgewogenem Klangcharakter und ansprechender Optik. Die Zweiwege-Frontlautsprecher mit ihren edlen, glitzernden Abdeckungen und den Metallfüßen sowie die Pendants der seitlichen und hinteren Reihe, die allerdings kein Zweiwege-System beinhalten, bilden ein vollendetes Gespann, welches in dieser Preisklasse Seinesgleichen sucht. Mit diesem System macht das Zocken Spaß, wobei auch der Cineast nicht zu kurz kommt. Der Bass ist kernig und harmoniert gut mit den Satelliten. Bei Spielen vermittelt das Set ein beeindruckend dynamisches Mittendrin-Gefühl und törnt richtig an. Dieses System macht bei Stereowiedergabe und bei 7.1-Surround gleichermaßen Laune. Zusammen mit der Audigy 2 ZS ist dieses Set ein "Musthave" für den User mit ausgeprägtem Preisbewusstsein. Vielleicht bietet Creative ja bald das Set als Bundle, wobei da noch der ein oder andere Euro fallen könnte.

Für das ausgezeichnete Preis-Leistungsverhältnis gibt es unseren PreisHammer.

Creative Labs Inspire T7700
Positive Eigenschaften
  • guter Surround Klang
  • sehr gute Verarbeitung
  • M-Port
Negative Eigenschaften
  • externes Netzteil
  • Centerspeaker auf CRT-Monitor schlecht platzierbar

TerraTec Home Arena TRX 884

Die optische Verwandtschaft mit dem Teufel-Set scheint nicht zufällig zu sein, da das ca. 180,- Euro teure TerraTec-System auch innerlich sehr gute Werte hat. Die Satelliten mit ihren Metallgitter-Abdeckungen machen einen sehr soliden Job und überzeugen auf der ganzen Linie. Sorgfältig abgestimmt mit dem Subwoofer lieferten die kleinen Kraftprotze erstaunlich klare Höhen und differenzierte Mitten. Das System klingt etwas neutraler als die Konkurrenz, aber diese Zurückhaltung kommt bei höheren Lautstärken besser zur Geltung. Der interne 13 cm-Treiber des Subwoofer liefert erstaunlich tiefe Bässe und schwächelte keinesfalls. Die vielseitigen Anschlußmöglichkeiten mittels Cinch-Anschlüsse am Subwoofer erfreuen das Herz eines jeden Multimediafreaks.

Wer auf eine Fernbedienung verzichten kann, ist mit dem TerraTec Home Arena TRX 884 bestens ausgerüstet.

TerraTec Home Arena TRX 884
Positive Eigenschaften
  • guter Surround Klang
  • sehr gute Verarbeitung
  • gute Impulswiedergabe
Negative Eigenschaften
  • keine Fernbedienung
  • Centerspeaker auf CRT-Monitor schlecht platzierbar

Creative 7.1 Gigaworks S750 THX

Hardware-HammerDas Creative Gigaworks S750 besticht durch sehr gute Pegelfestigkeit, hervorragende Verarbeitungsqualität und agilem Temperament. Selbst brachiale Tiefbassorgien decken bei diesem Kraftprotz keine Schwachstellen auf. Die Satelliten liefern ein brillantes und facettenreiches Klangerlebnis, sehr ausgewogen und neutral abgestimmt, ohne den mittleren Frequenzbereich zu vernachlässigen. Alle Lautsprecher sind äußerst pegelfest und selbst bei sehr hoher Lautstärke bleibt ihr Klang verzerrungsfrei, so dass sie ein fulminantes Klangbild liefern. Das formschöne, ca. 500,- Euro teure Surroundset mit aufwendiger Bestückung ist sehr hochwertig verarbeitet, harmonisch abgestimmt und hat beachtliche Pegelreserven. Hier wurde jedes Detail mit Sorgfalt ausgearbeitet und gewissenhaft in die Praxis umgesetzt.

Mit einem gemessenen Schalldruck von mehr als 130 dB ohne jegliches schwächeln erfreut das Gigaworks das Herz eines jeden Gamers und Cineasten und vermittelt ein beeindruckend dynamisches Mittendrin-Gefühl.

Für Design, Verarbeitung und Klangqualität - sprich ein rundum gelungenes Produkt - gibt es unseren HardwareHammer.

Creative Labs Gigaworks S 750
Positive Eigenschaften
  • exellenter Klang
  • hervorragende Detailauflösung
  • abgrundtiefe Basswiedergabe
  • exellente Verarbeitung
  • äußerst Pegelfest
  • Infrarot Fernbedienung
  • M-Port
Negative Eigenschaften
  • relativ teuer

Schlussbemerkung

Wir sind uns völlig darüber im Klaren, dass ohne hochwertige Messtechnik und schalloptimierte Räumlichkeiten, wie die großen Audio-Zeitschriften-Labors sie besitzen, keine ausführlichen, messtechnisch optimierten Tests gemacht werden können, bilden uns aber ein, ein halbwegs geschultes Gehör zu besitzen und aussagekräftige Tests durchzuführen.

Unser Soundcheck soll dem geneigten PC-Audio-Freak dabei helfen, ein für Ihn geeignetes Lautsprecher-System zu finden und eine kleine Reise in die große Welt der audiophilen Genüsse zu machen. In der Regel beschäftigt sich der PC-User eher mit Grafikkarten und schnelleren CPUs als mit Soundkarten und Lautsprechern. Doch das wird sich sicherlich aufgrund der mittlerweile hochwertigen und klangreichen Multimediakomponenten ändern, davon sind wir überzeugt.

Unsere Hörtest Referenz:

Demnächst bei uns: Kabelgebundene Kopfhörer von AKG, Sennheiser, Creative und das Medusa im SoundCheck.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/mittendrin_volle_droehnung_part_iii/
  2. http://www.teufel.de/fra_aufstell.htm
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/mittendrin_volle_droehnung_part_iii/5/#software_und_treiber/
  4. http://www.burosch.de/deutsch/shop/index.html
  5. http://www.scw-webshop24.de/Webshop/zounds.php?doctype=zounds-artikel&order=zounds-artikel/audioaudiophile&bestnr=27000%2000073&detail=1&gpherk=502
  6. http://www.scw-webshop24.de/Webshop/zounds.php?doctype=zounds-artikel&order=zounds-artikel/audioaudiophile&bestnr=27000%2000072&detail=1&gpherk=502
  7. http://www.scw-webshop24.de/Webshop/zounds.php?doctype=zounds-artikel&order=zounds-artikel/zoundsbest&bestnr=27000%2020125&detail=1&gpherk=502
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/mittendrin_volle_droehnung_part_iii/
  9. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/speakersoundcheck_volle_droehnung_part_ii/
  10. http://www.computerbase.de/forum/
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