Einleitung
Nachdem Creative mit dem Gigaworks S 750 für lange Zeit relativ unangefochten an der Spitze der PC-Lautsprechersysteme-Rangliste stand, hat Teufel vor einigen Monaten das lange angekündigte und oft verschobene Concept G auf den Markt gebracht. Ob es dem Berliner Heimkinospezialisten gelungen ist, das Gigaworks S750 vom Thron zu stoßen, wird unser kleiner SoundCheck zeigen. Dass Logitech den beiden Konkurrenten nicht tatenlos das Terrain überlassen wird, war indes nicht anders zu erwarten. Das System Z-5500 THX, der vermeintliche Nachfolger des Z-680, mit SoundTouch soll die Antwort sein. Für Freunde des guten Designs haben wir von Creative einige I-Trigue-Systeme ins Boot geholt und zu guter Letzt auch das relativ preiswerte 6.1-System X-620 von Logitech.
Man kennt das ja: Häufig wird ein Produkt schon nach Preis bzw. Hersteller in irgendeine Schublade gesteckt und der Tunnelblick eingeschaltet. Da ein SoundCheck überwiegend vom Hörvermögen und -empfinden der Redakteure bzw. Redaktionskollegen abhängt, ist es immer wieder ein sehr schmaler Grat, auf dem man sich bewegt. Was der Eine als geilen Bass empfindet, deutet der Andere als überzogenes Wummern. Aus diesem Grund waren bei unseren ausführlichen, sehr zeitaufwendigen Hörtests auch wieder Redaktionskollegen und Moderatoren unseres Forums dabei, wofür ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte.
Und es gab schon die eine oder andere Überraschung. Die vermeintlich Kleinen im Test schlugen sich wacker und die Großen lieferten sich ein beispielloses Rennen um den Platz an der Sonne. Ob denn klanglich auch wirklich die Sonne aufging, werden wir im nun folgenden Review ausführlich berichten.
Testumgebung und Referenz
Das Testlabor war bzw. ist ein ca. 35 m² Großer und ca. 4,5 m hoher Raum im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses mit Betonfußboden. Hier befindet sich auch eine kleine High-Fidelity-Anlage, welche des Öfteren als direkter Vergleich zu den Kandidaten angeschmissen wurde.
- Prozessor
- Intel 3,40 GHz Extreme Edition (130 nm Northwood 2M) - FSB800, HyperThreading aktiv
- Motherboard
- Asus P4C800-E
- Arbeitsspeicher
- 2 x 512 MB OCZ EL DDR PC4000 Gold Edition
- Soundkarten
- Creative Audigy 4 Pro
- Creative Audigy 2 ZS Platinum Pro
- Grafikkarte
- Inno3D GeForce 6800
- TV-Tuner
- InnoDV DV-3300
- Peripherie
- Microsoft Optical Desktop Elite for Bluetooth
- Pioneer DVD 120 SlotIn
- Yamaha CRW F 1 CD-Brenner
- LG GSA-4040B DVD-Brenner
- Maxtor 6Y160M0 160 GB SATA / Hitachi Deskstar 7K250
- Lautsprecher
- Creative 2.1 I-Trigue 3300
- Creative 2.1 I-Trigue 3400
- Creative 5.1 I-Trigue 5600
- Logitech 6.1 X 620
- Logitech 2.1 Z 2300 Digital THX
- Logitech 5.1 Z 5500 Digital THX
- Teufel 7.1 Concept G THX
- Gehäuse
- Chieftec 601 schallgedämmt
- Tagan Netzteil 380 Watt
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 71.89
- Intel Chipsatztreiber 5.0.2.1003
- Creative Audigy4 Pro WDM Release 5.12.2.445
- Software
- Windows XP Professional SP II
- Creative MediaSourcePlayer 2 / Release 3.30.21
Unsere Hörtest Referenz:
- DENON Mono- Endstufen
- DENON Vorverstärker
- DENON CD- Player 2560
- DENON DAT DTR 2000
- ONKYO CP1057 F Plattendreher
- DENON AVR 1905 7.1 Receiver
- T&A Criterion 120 Lautsprecher
- STAX SR Lambda elektrostatische Kopfhörer
Wir sind uns völlig darüber im Klaren, dass ohne hochwertige Messtechnik und schalloptimierte Räumlichkeiten, wie die großen Audio-Zeitschriften-Labors sie besitzen, keine ausführlichen, messtechnisch optimierten Tests durchgeführt werden können, bilden uns aber ein, ein halbwegs geschultes Gehör zu besitzen und aussagekräftige Tests durchzuführen.
Unser Soundcheck soll dem geneigten PC-Audio-Freak dabei helfen, ein für ihn geeignetes Lautsprecher-System zu finden und eine kleine Reise in die große Welt der audiophilen Genüsse zu unternehmen. In der Regel beschäftigt sich der PC-User eher mit Grafikkarten und schnelleren CPUs als mit Soundkarten und Lautsprechern. Doch das wird sich sicherlich aufgrund der mittlerweile hochwertigen und klangreichen Multimediakomponenten ändern. Davon sind wir überzeugt.
Vorbetrachtung

Creative, Logitech und Teufel (als Quasi-Marktführer) sind dazu verpflichtet, eine ausgezeichnete Verarbeitungsqualität zu liefern. Der Kunde erwartet zu Recht eine sehr gute Leistung zum fairen Preis. Im Gegensatz zu manch' anderen Herstellern, die nur über den Preis ihr Produkt auf dem Markt bringen, haben die drei Großen ihre Hausaufgaben gemacht. Sei es der liebevoll „gestylte“ Satellit vom Creative I-Trigue 5600, die hochwertigen Endstufen vom Teufel Concept G oder der fette Ringkerntrafo des Logitech Z-5500. Böse Überraschungen sind hier unserer Meinung nach ausgeschlossen. Bei allen Testteilnehmern bekommt der geneigte Käufer gute Qualität zum fairen Preis.
Sehr gut gefallen hat uns das Steuergerät des Logitech Z-5500, das so genannte „Digital SoundTouch“. Mit diesem lassen sich sämtliche Parameter des Sets sehr feinfühlig einstellen, sogar die Laufzeitkorrekturen, also die Grundeinstellung der Entfernungen des Hörers zu den Satelliten. Der integrierte Decoder des Z-5500 sowie die kabellose Fernbedienung bilden das Sahnehäubchen und runden das System vollends ab.

Die Logitech-Systeme Z-2300, Z-5500 und das Concept G verfügen über die THX-Multimedia Lizenz, die verkaufsfördernde Mindestanforderungen an die Systeme stellt und im Zusammenhang mit einer Heimkinoanlage oder dem PC einen guten Sound verspricht.
Unserer SoundCheck wurde diesmal mit zwei Spielen und ein paar hochwertigen Audio-CDs/DVDs durchgeführt.
Folgende Audio-CDs und DVDs wurden verwendet:
- Mana - Sueños Liquidos / Audio-DVD
- Das fünfte Element (Neuauflage DTS ES Matrix 6.1/ Dolby Digital) DVD
- Referenz-DVD von Burosch [1] DVD
- Discovery-DVD von Burosch [2] DVD
- Creative DVD Sampler Disc / Audio-DVD
- Yello - Motion Picture / Audio-CD
- Holly Cole Trio - Don't Smoke In Bed / Audio-CD
Folgende Spiele wurden verwendet:
- Tomb Raider / The Angel of Darkness
- Call of Duty
Technische Daten
Unserer Meinung nach spielen die nachstehenden Angaben eine eher untergeordnete Rolle, da zumeist das subjektive Hörerlebnis das entscheidende Kriterium zum Kauf eines Lautsprechersystems ist. Der Vollständigkeit halber geben wir nachfolgen dennoch die technischen Daten und Preise der Teilnehmer wieder:
| Creative I-Trigue 3300 | Creative I-Trigue 3400 | Creative I-Trigue 5600 | |
|---|---|---|---|
| Gesamtspitzenleistung | 80 Watt | 85 Watt | 170 Watt |
| Kanäle | 2.1 | 2.1 | 5.1 |
| Satellit | 9 Watt Sinus pro Kanal | 8.5 Watt Sinus pro Kanal | 9 Watt Sinus pro Kanal |
| Center | / | / | 15 Watt Sinus |
| Subwoofer | 25 Watt Sinus | 24 Watt Sinus | 24 Watt Sinus |
| Frequenzumfang | 30 Hz - 20 kHz | 30 Hz - 20 kHz | 30 Hz - 20 kHz |
| Eingänge | 2-Kanal analog (Klinke) | 2-Kanal analog (Klinke) | 5-Kanal analog (Klinke) |
| Pegelsteuerung | Software oder Kabel- Fernbedienung |
Software oder Kabel- Fernbedienung |
Software oder Kabel- Fernbedienung |
| Besonderheiten | Dome-Mikrotreiber aus Titan | Dome-Mikrotreiber aus Titan | Dome-Mikrotreiber aus Titan |
| Listenpreis | 89,- Euro | 99,- Euro | 199,- Euro |
| Logitech X-620 | Logitech Z-2300 THX | |
|---|---|---|
| Gesamtspitzenleistung | 140 Watt | 400 Watt |
| Kanäle | 6.1 | 2.1 |
| Satellit | 2 x 7,4 W vorn, 2 x 7,5 W hinten | 2 x 40 Watt |
| Center | 8 Watt Sinus | / |
| Subwoofer | 24,3 Watt Sinus | 120 Watt Sinus |
| Frequenzumfang | 35 Hz - 20 kHz | 35 Hz - 20 kHz |
| Eingänge | 6-Kanal analog (Klinke) | 2-Kanal analog (Klinke) |
| Pegelsteuerung | Software oder Kabel-Fernbedienung | Software oder Kabel-Fernbedienung |
| Besonderheiten | Videospielkonsolen-Adapter | Videospielkonsolen-Adapter THX |
| Listenpreis | 99,- Euro | 149,- Euro |
| Logitech Z-5500 THX | Teufel Concept G THX 7.1 | |
|---|---|---|
| Gesamtspitzenleistung | 1010 Watt | 800 Watt |
| Kanäle | 5.1 | 7.1 |
| Satellit | 62 Watt Sinus | 70 Watt Sinus |
| Center | 69 Watt Sinus | 70 Watt Sinus |
| Subwoofer | 188 Watt Sinus | 175 Watt Sinus |
| Frequenzumfang | 33 Hz - 20 kHz | 35 Hz - 20kHz |
| Eingänge | 5-Kanal analog (Klinke) digital-optisch und Coax |
7-Kanal analog (Cinch) |
| Pegelsteuerung | Software, Infrarot-Fernbedienung oder SoundTouch |
Software oder Infrarot-Fernbedienung |
| Besonderheiten | THX, Digitales Steuergerät SoundTouch | THX, Levelanzeige am Subwoofer, Phasenumkehrschalter, AutoOff |
| Listenpreis | 379,- Euro | 299,- Euro |
Sämtliche Preisangaben in diesem Artikel beruhen auf Herstellerangaben und können von den Marktpreisen teilweise erheblich abweichen.
Lieferumfang
Der Lieferumfang der Testteilnehmer ist im Großen und Ganzen recht üppig ausgefallen. Auch Teufel liefert nun die erforderlichen Kabel für den Anschluss an einem PC gleich mit. Batterien für Fernbedienung, Dübel und Schrauben für die Wandmontage und sogar Etiketten für die Bezeichnung der einzelnen Kanäle sind bei fast allen Systemen dabei. Letzteres ist bei Logitech nicht erforderlich, da die Stecker farbcodiert sind.
Creative 2.1 I-Trigue 3300
- Zwei Lautsprecher mit je einem zwei Meter langen und fest angeschlossenen Kabel, ein Subwoofer, eine Kabelfernbedienung, zwei Lautsprecherfüße aus Metall, zwei abnehmbare Stoffblenden für die Lautsprecher, ein Audiokabel 3,5-mm-Stereoklinke auf 3,5-mm-Stereoklinke, Cinch-Klinke-Adapter (2x Cinch auf 3,5-mm-Stereo-Klinke), ein externes Netzteil, eine Kurzanleitung
Creative 2.1 I-Trigue 3400
- Zwei Lautsprecher mit je einem zwei Meter langen und fest angeschlossenen Kabel, ein Subwoofer, eine Kabelfernbedienung, zwei Lautsprecherfüße aus Metall, zwei abnehmbare Stoffblenden für die Lautsprecher, ein Audiokabel 3,5-mm-Stereoklinke auf 3,5-mm-Stereoklinke, Cinch-Klinke-Adapter (2x Cinch auf 3,5-mm-Stereo-Klinke), ein externes Netzteil, eine Kurzanleitung
Creative 5.1 I-Trigue 5600
- Ein Center-Satellitenlautsprecher mit einem zwei Meter langen und fest angeschlossenen Kabel, zwei Front-Satellitenlautsprecher mit einem je zwei Meter langen und fest angeschlossenen Kabeln, zwei Rear-Satellitenlautsprecher mit je einem fünf Meter langen und fest angeschlossenen Kabeln, ein Subwoofer, eine Kabelfernbedienung, fünf Wandhalterungen für die Satellitenlautsprecher, ein dreifach codiertes Stereokabel (3,5-mm-Stereoklinke auf 3,5-mm-Stereoklinke), ein Stereokabel zum Anschluss von Audiogeräten an den Aux-Eingang, ein Cinch-Klinke-Adapter (2x Cinch auf 3,5-mm-Stereo-Klinke), ein externes Netzteil, eine Kurzanleitung
Logitech X-620
- Ein Subwoofer, fünf Satelliten-Lautsprecher mit schwenkbaren Füßen für Wand- oder Standmontage, ein Center-Lautsprecher mit Standfuß und verstellbarem Neigungswinkel, eine Kabelfernbedienung, ein Adapter für Videospielkonsolen, sechs farbkodierte Audiokabel (fest am Speaker installiert), ein Benutzerhandbuch
Logitech Z-2300 THX
- Ein Kaltgerätekabel, ein aktiver Subwoofer mit drei integrierten Endstufen im Holzgehäuse, zwei Satelliten-Lautsprecher, zwei abnehmbare Lautsprecherfüße aus Metall für wahlweise Montage an der Wand oder als Standfuß, eine Kabelfernbedienung, ein Adapter für Videospielkonsolen, zwei farbkodierte Audiokabel (fest am Speaker installiert), ein Benutzerhandbuch
Logitech Z-5500 THX
- Ein Kaltgerätekabel, ein aktiver Subwoofer mit sechs integrierten Endstufen im Holzgehäuse, vier Satellitenlautsprecher vorne und hinten, ein Center-Satellit vorne, ein Steuergerät „Digital SoundTouch“, eine Infrarot-Fernbedienung, ein 6-Kanal-Direktkabel, zwei Batterien (1,5 V) für die Fernbedienung, ein Benutzerhandbuch.
Update: Das Z-5500 wird nun mit handelsüblichen Lautsprecherkabel ausgeliefert. Die Verbindungen zu den Satelliten sind somit individuell abzulängen oder ggf. durch dickeres Kabel ersetzbar.
Teufel Concept G 7.1
- Ein Kaltgerätekabel, ein aktiver Subwoofer mit acht integrierten Endstufen im Holzgehäuse, sechs Satellitenlautsprecher für vorne, hinten und seitlich, ein Center-Satellit vorne, 35 m Lautsprecherkabel 2 x 0,75 mm², ein Verbindungskabelsatz Cinch auf 3,5-mm-Klinke, bestehend aus zwei Stück 3,5-mm-Stereoklinke auf 3 x Cinch und zwei Stück 3,5-mm-Stereoklinke auf 2 x Cinch, eine Infrarot-Fernbedienung, zwei Batterien (1,5 V) für die Fernbedienung, 35 Gummifüße, sieben Schrauben 4x40 mm und sieben Dübel 6 mm, ein Benutzerhandbuch
Probanden
Creative 2.1 I-Trigue 3300
„Klein, aber fein!“, so präsentiert sich das Creative 2.1 I-Trigue 3300 seinen Hörern. Überrascht waren wir vom sehr homogenen Klangbild der beiden designorientierten Satelliten. Bei höheren Lautstärken findet das System jedoch seine Grenzen und die Membranen verzerren. Der Subwoofer kann im Wesentlichen durch knackige, klare Bässe überzeugen, ist jedoch ortbar. Bei höherer Lautstärke fängt er je nach Standposition an zu dröhnen. Die Kabelfernbedienung mit separat einstellbarem Bassniveau und integrierter, Blau leuchtender Funktions-LED ist sehr praktisch und bietet eine Anschlussmöglichkeit für einen Kopfhörer.
Im Verlauf unseres Tests sind die Satelliten durch die geringe Stellfläche öfter umgekippt, was wir durch selbstklebendes Teppichklebeband an der Unterseite der Füsse dann erfolgreich verhindert haben. Ansonsten ist das System sehr gut verarbeitet und bietet eine hohe Qualität. Das Creative 2.1 I-Trigue 3300 findet seine Freunde somit beim designorientierten Anwender, der nicht so großen Wert auf hohe Lautstärke legt. Bei mittlerer Lautstärke kann das System durchaus überzeugen.







Creative 2.1 I-Trigue 3400
Die Technik der singenden Ampelanlage, wie sie in Fachkreisen betitelt wird, ist weitestgehend identisch mit der des Creative 2.1 I-Trigue 3300. Was jedoch erstaunt, ist die Tatsache, dass das I-Trigue 3400 zumindest subjektiv gesehen etwas pegelfester ist. Auch der Subwoofer mit seinen geringeren Abmessungen ist straff konturiert und überzeugt durch klare Bässe. Leider kommen die Mitten etwas zu kurz, so dass das klangliche Gesamtbild getrübt wird.
Die praktische Kabelfernbedienung bietet ebenfalls die Möglichkeit zum Anschluss eines Kopfhörers und läßt sich im Vergleich zur der des I-Trigue 3300 etwas feiner abstimmen. Ein zusätzlicher Line-Eingang an der Kabelfernbedienung ermöglicht die sofortige Wiedergabe der Inhalte von Digital Audio Playern und anderen tragbaren Geräten.
Freunde des futuristischen Designs kommen hier voll auf Ihre Kosten. Die Verarbeitungsqualität entspricht dem gewohnt hohen Creative-Niveau und läßt kaum Wünsche offen.




Creative 5.1 I-Trigue 5600
Als weiterer optischer Leckerbissen präsentiert sich das Creative 5.1 I-Trigue 5600. Hervorragend verarbeitet und mit eleganten Metallstandfüßen versehen, ist das 5600 ein echtes Design-Highlight. Die Upmix-Funktion bietet beim Anschluss eines tragbaren Audioplayers oder anderer Stereogeräte vollwertigen 5.1-Surroundklang. Vollmundig verspricht Creative durch die „revolutionäre Acoustic Loaded Module-Technologie“ einen voluminösen und natürlichen Klang, sowie ausgewogene Wiedergabe der Mitten und Höhen. Das können wir an dieser Stelle absolut bestätigen. Die Satelliten bieten eine sehr feine Detailauflösung, die eine gute Räumlichkeit produziert. Voller Klang sowie ein konturiertes Klangbild ohne Löcher machen das I-Trigue 5600 zu einem akkustischen Leckerbissen.
Der volle und satte Bass neigt bei sehr hohen Lautstärken jedoch zum Dröhnen, was den Gesamteindruck trübt. Creative hat es mit dem I-Trigue 5600 dennoch geschafft, nicht nur optisch ein Highlight zu setzen, sondern auch akkustisch (zumindest in dieser Preisklasse) ein wahres Filet am Markt zu platzieren.



Logitech 6.1 X-620
Das relativ preiswerte Logitech X-620 eignet sich sehr gut für den preisbewußten Spieler. Ein angenehm voller, nicht dröhnender Bass, der jedoch leicht ortbar ist, gepaart mit sehr feinen, nicht spitzen Höhen überraschen in diesem Preissegment. Leicht bedienbar durch integrierte Lautstärkeregelung, Tiefenanpassung, Kopfhöreranschluss sowie Ein-Ausschalter im linken Frontsatelliten bietet das 6.1-System mit seinem hinteren Centerspeaker den idealen Einstieg in die Welt der Surround-Systeme.



Die drehbaren Standfüsse eignen sich auch für eine Wandmontage und lassen sich stufenlos in allen Richtungen verstellen. Der Subwoofer mit (so Logitech) „doppelter Bassleistung“ kann in dieser Preisklasse voll überzeugen. Kurz: Ein Rundum-Sorglos-Paket für kleines Geld und mit guter Qualität.
Logitech 2.1 Z-2300 Digital THX
Als optischer Leckerbissen und Nachfolger des sehr guten Z-2200 präsentiert sich das neue 2.1-System Z-2300 im besten Gewand. Mit einer überzeugenden Räumlichkeit für ein 2.1-System und einem hervorragenden, trockenen und differenzierten Bass ist das Z-2300 in seiner Preisklasse ein audiophiler Leckerbissen mit einem sehr ausgewogenen Klangbild: Eine Phase-Plug-Antriebsspule aus poliertem Aluminium in beiden Satelliten macht's möglich. Der sehr edel verarbeitete Subwoofer mit seinem 20-cm-Treiber macht mächtig Dampf, ohne jedoch in irgendeiner Form vorlaut zu wirken. Die Kabelfernbedienung mit Reglern für Master- und Subwoofer-Lautstärke, einer Kopfhörerbuchse und einem Netz-/Standby-Schalter erweist sich in der Praxis als nicht sehr standfest und rutscht des Öfteren, gezogen durch das schwere Kabel, ungewollt nach hinten weg. Hier könnte Logitech durch ein größeres Eigengewicht oder rutschfeste Füsse nachbessern.





Bei den Hörtests hat sich das Z-2300 immer wieder nach vorne gespielt und mit feinfühligen Mitten und Höhen (gepaart mit abgrundtiefen Bässen) einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Zum wiederholten Male hat Logitech mit dem Z-2300 ein sehr gutes 2.1-System auf dem Markt gebracht, welches in dieser Preisklasse Seinesgleichen sucht. Musikliebhaber werden dieses System zu schätzen wissen.
Logitech 5.1 Z-5500 Digital THX
Schon beim Auspacken des sehr schweren Riesenkartons des Z-5500 kamen wir mächtig ins Schwitzen. Der gewaltige Subwoofer mit seinem 25-cm-Treiber macht schon beim Aufstellen ein respektablen Eindruck. Auch die edlen Satelliten mit ihren abnehmbaren Stoffbezügen versprechen zumindest optisch eine Menge und wecken Neugierde auf die ersten Hörtests.
Im Grunde genommen ist das Z-5500 ein völlig überarbeitetes Z-680, welches seinerzeit durch ein störendes Rauschverhalten und anderen leichte Schwächen heftiger Kritik ausgesetzt war. Die drehbaren Standfüsse der Satelliten aus Metall eignen sich hervorragend zur Wandmontage und selbst der Centerspeaker läßt mit verschiedenen Neigungswinkeln eine Wandmontage zu. Nachdem das System mühelos installiert ist, bleibt der Subwoofer erst einmal stumm. Leicht verwirrt und letztendlich nur durch das Aktivieren des „Subs“ mittels der kabellosen Fernbedienung kann das Spektakel dann jedoch losgehen.
Die vielversprechende Optik führte unweigerlich zum Griff nach einer sehr schwer zu reproduzierenden Referenz-CD vom Holly Cole Trio. Die zarte Stimme der Solistin sowie die musikalische Untermalung stellen höchste Anforderungen an das System, welches sich für diese Aufgabe allerdings mit einer feinen Wiedergabe bedankte. Klare und saubere Bässe, warme Mitten und Höhen, sowie eine Klangbühne, die Ihresgleichen sucht, lassen aufhorchen.








Alle Lautsprecher sind äußerst pegelfest und selbst bei sehr hoher Lautstärke bleibt ihr Klang verzerrungsfrei, so dass sie ein fulminantes Klangbild mit exzellenten Dynamikreserven abliefern. Der Subwoofer setzt gewaltige Tiefbass-Atacken packend und realistisch in Szene.
Logitech ist mit dem Z-5500 Digital THX ein hervorragendes Produkt gelungen. Man hat hier sehr sorgfältig und liebevoll ein System produziert, dessen Zielgruppe ohne Frage der High-End-User ist. Akustisch beeindruckt das Set mit seiner sehr angenehmen, voluminösen Darstellung. Das System vereint sehr gute Tiefbassqualitäten, eine überragende Dynamik, eine umfangreiche Ausstattung und beste Verarbeitungsqualität.
Ob Musikliebhaber, Gamer oder Cineast: hier kommt jeder auf seine Kosten. Das System vermittelt ein beeindruckend harmonisches, und dynamisches Mittendrin-Gefühl, welches in dieser Form zumindest unsere Testräume noch nicht erlebt haben. Die hochwertigen Komponenten und eine sehr saubere Verarbeitung runden das gute Gesamtbild ab.
Teufel Concept G THX 7.1
Das mit Spannung erwartete und mit viel Vorschusslorbeeren bedachte, vollaktive 7.1-System Concept G des Berliner Heimkinospezialisten Teufel eignet sich hervorragend für den Einsatz am PC und auch im Wohnzimmer. Der gewaltige, suchtgefährdende Subwoofer mit 25-cm-Frontfire-Treiber macht mächtig Druck und liefert sehr gut konturierte, trockene und satte Bässe, die mitunter auch das Küchengeschirr des Nachbarn zum Klingeln bringen können. Selten haben wir so einen druckvollen, klaren Bass aus so wenig Raum gehört. Die tolle Detailauflösung schafft eine sehr realistische Darstellung, Bass und Grundton klingen sehr souverän, ohne allerdings aufdringlich zu wirken.
Die kompakten und baugleichen sieben Satelliten liefern gute, sehr saubere Mitten, jedoch etwas zu scharfe Höhen, was den Gesamteindruck leicht trübt. Tief beeindruckt waren wir von der Pegelfestigkeit des gesamten Systems, welches selbst bei extremer Lautstärke mit lebendiger Wiedergabe glänzte und keinesfalls schwächelte.










Das sehr homogene Zusammenspiel aller Lautsprecher im Zusammenhang mit den acht Endstufen des Systems liefert in dieser Preisklasse ein überzeugendes Resultat. Wir haben das Concept G auch an einem DENON AVR 1905 7.1 Receiver angeschlossen und dabei eine klare Verbesserung der Soundqualität, besonders der des Subwoofer, feststellen dürfen. Bei sehr tiefen Tönen scheint der Receiver klar im Vorteil zu sein und bietet bei Bedarf eine wohlige Massage für die Magengegend. Kein lustloses Dahingeplätscher sondern eine souveräne, beeindruckende Wiedergabe der Satelliten, ein fulminantes Klangbild und ein Mittendringefühl vom Feinsten, das sind die klaren Indikatoren des Concept G.
Schade, dass es keinerlei Möglichkeit für den Anschluss eines Kopfhörers gibt, denn das würde die nervende Kraucherei unter den Schreibtisch vermeiden. Mit der Fernbedienung kann man die Pegel jeder einzelnen Lautsprechergruppe seperat regeln. Die Einstellungen sind jedoch nach dem Ausschalten verloren, was nicht gerade zur Freude beiträgt.
Summa summarum ist das Concept G THX 7.1 in dieser Preisklasse ein hervorragendes Surroundsystem mit nur leichten Schwächen. Sehr kundenfreundlich gestaltet Teufel das Probehören. Der Kunde hat acht Wochen Zeit, das System seiner Wahl in Ruhe zu Hause zu testen. Bei Nichtgefallen kann das System originalverpackt (auch mit leichten Kratzern) zurückgeschickt werden bzw. Teufel lässt es kostenneutral abholen. Im Zweifelsfall schicken die Teufel aus Berlin auch ein zweites Set. Teufel setzt noch einen drauf und bietet darüber hinaus für jedes Boxenset zwölf Jahre Garantie.
Fazit
Well done! Die Hersteller haben ihre Hausaufgaben gemacht und überraschen mit teilweise sehr ausgereiften Produkten, die preislich und vor allem auch klanglich überzeugen können. Heutzutage sind die Lautsprechersysteme ein (ge)wichtiger Bestandteil eines PC-Systems und spielen keinesfalls mehr nur eine untergeordnete Rolle. In Zeiten, in denen für Grafikkarten nicht selten 300 bis 500 Euro ausgegeben werden, sind Käufer mittlerweile auch bereit, Lautsprechersysteme bis 400 Euro zu kaufen; aber die Qualität muss stimmen.
Die kleineren Systeme halten sich da vornehm zurück und liegen im allgemeinen Trend, wobei sich das Creative 5.1 I-Trigue 5600 durch eine feine Detailauflösung und gute Räumlichkeit bestens präsentiert. Mit dem Creative 5.1 I-Trigue 5600 ist es Creative gelungen, einem designorientierten Gehäuse einen guten Klang zu entlocken. Die ausgewogene Wiedergabe setzt in dieser Preisklasse Massstäbe.
Die kleinen 2.1-I-Trigue-Brüder sind wohl eher etwas für das Auge. So können sie in unteren Lagen klanglich zwar gerade noch mithalten. Wenn es aber lauter werden soll, dann geht ihnen die Puste aus. Das Logitech X-620 überzeugt uns durch gute Qualität, guten Klang und vor Allem durch das ausgezeichnete Preis-Leistungsverhältnis.


Kommen wir nun zu den größeren Systemen, deren Klangcharakteristik kaum unterschiedlicher ausfallen könnte. Während das Teufel-System Concept G eher kühl und analytisch wirkt, ist das Logitech Z-5500 eher warm und weich. Beide Spitzensysteme überzeugen durch eine sehr gute Bühnenabbildung und beeindruckende Dynamik.
Wer nun glaubt, eine klare Empfehlung zu bekommen, der sieht sich an dieser Stelle enttäuscht, denn die Hörgewohnheiten der Nutzer im Klangkosmos des neuen Jahrtausends sind doch sehr unterschiedlich, wie auch wir in unserem Soundcheck feststellen durften.
Verglichen mit dem bereits getesteten Creative Gigaworks [3] liegt sowohl das Logitech Z-5500 als auch das Teufel Concept G auf einem Niveau. Die Systeme sind konstruktionsbedingt allerdings nicht unbedingt vergleichbar. Praktische Vorzüge wie Standfüsse bei Creative und Logitech bügelt Teufel mit frei konfektionierbaren Kabellängen und fetten, vergoldeten Schraubklemmen wieder aus, wobei - wie bereits erwähnt - Standfüsse wie beim Gigaworks für das Concept G das Optimum wären.


Teufel schwächelt etwas in den Höhen, punktet aber mit extremer Pegelfestigkeit und lebendiger Wiedergabe. Das Creative Gigaworks liefert - wie bereits in unserem letzten Test erwähnt - ein brillantes und facettenreiches Klangerlebnis und ist sehr ausgewogen und neutral abgestimmt, ohne dabei den mittleren Frequenzbereich zu vernachlässigen. Das Logitech Z-5500 Digital THX bietet eine hervorragende Verarbeitungsqualität, vermittelt ein beeindruckend harmonisches und dynamisches Mittendrin-Gefühl, eine sehr gute Bühnenabbildung und eine fulminante Dynamik.
Nun, lassen wir uns zum Abschluss doch noch dazu hinreißen und unser subjektives Hörempfinden in einem Redaktionstipp zusammenfassen. Unser persönlicher Tipp wäre das Logitech Z-5500 Digital THX und zwar auf Grund der homogenen, lebendigen und insbesondere warmen Musikwiedergabe der Systemkomponenten, immer begleitet durch die individuellen Möglichkeiten der Soundtouch-Steuereinheit, um das System optimal auf die eigenen Hörgewohnheiten einzustellen.
Ein kleiner Hinweis in eigener Sache.
Dieser Artikel ist der letzte seiner Art, den ich geschrieben habe. Meine gesundheitliche und berufliche Situation lassen weitere Artikel dieser Art nicht mehr zu. Ich möchte mich bei allen Lesern ganz herzlich für die Resonanz auf meine Artikel bedanken und wünsche meinem Nachfolger ein glückliches Händchen bei der mitunter sehr schwierigen Arbeit, ein Hörerlebnis in Worte zu verfassen.






