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Test: Creative Sound Blaster X-Fi

von Pierre Wisnia

Einleitung

Die Marke „Sound Blaster“ des Herstellers Creative Labs genießt seit Einführung der ersten Soundkarten dieser Serie einen Ruf höchster Qualität im PC-Audiobereich. Gerade die Mitglieder der Audigy-Familie galten bisher als Standard für höchsten Musikgenuss. Doch mit der Verabschiedung des High-Definition-Audio-Standards zog Intel nach und ermöglichte auch Onboard-Komponenten dieselbe akustische Qualität, wie sie die vergleichsweise teuren PCI-Soundkarten erreichen. Außer der Unterstützung höherer EAX-Versionen und einer besseren Performance bei derartigen Anwendungen gab es eigentlich nichts mehr, was für den Kauf einer Creative-Soundkarte sprach.

Sounds best on X-Fi-Technology

Doch auch Creative hat sich nicht ausgeruht und lange an einem neuen Chip gearbeitet, der alles andere in den Schatten stellen soll. Das Ergebnis wurde im Mai 2005 das erste Mal angekündigt, heißt „X-Fi“ und soll einen neuen Qualitätsstandard schaffen, die „Xtreme Fidelity“. Auf der eigens dafür eingerichteten Website wurden hin und wieder neue Informationen zum neuen Soundprozessor veröffentlicht, welche dem Kunden den Mund wässrig machen sollten. Der X-Fi-Chip soll mit seinen 51,1 Millionen Transistoren die Rechenleistung eines Intel Pentium 4 aufweisen und diese in zahlreichen Effekten so umsetzen, dass selbst ein normales Stereo-Boxenset eine hohe räumliche Darstellung erhält, die einem 5.1-System gleicht. Als ganz besonderes Bonbon verfügen zwei der vier Karten über 64 Megabyte eigenen Arbeitsspeicher, um Sound-Dateien unkomprimiert zu speichern. Dies soll nicht nur die akustische Qualität abermals anheben, sondern auch das System beim Spielen von Computerspielen entlasten und somit einen weiteren Leistungsschub bringen – natürlich nur, solange die Spieleentwickler das Spiel auf die Verwendung des so genannten X-RAMs programmieren.

Leider stellt die neue Generation nicht nur rechentechnisch neue Rekorde auf: Die Preise sind gesalzen. Das kleinste Modell der Reihe, die Sound Blaster X-Fi Xtreme Music, geht mit einer Preisempfehlung von 129,90 Euro an den Start. Für die größte Variante, die Sound Blaster X-Fi Elite Pro, veranschlagt Creative sogar 349,00 Euro. Lohnt es sich dennoch, trotz High Definition Audio oder bereits vorhandener Audigy-Karte eine Karte der X-Fi-Reihe zu kaufen? Wir haben uns die komplette Serie zukommen lassen und zeigen, ob die Karten im Einsatz halten, was die Werbung verspricht.

Lieferumfang und Preis

Der Lieferumfang der vier Soundkarten enthält alles, um die Karten sofort in Betrieb nehmen zu können. Wie mittlerweile von Creative gewohnt, machen alle Komponenten einen hochwertigen Eindruck. Sämtliche Anschlüsse an den Karten, Kabeln und den jeweiligen Erweiterungsmodulen sind vergoldet und sollten einer optimalen Audio-Wiedergabe nicht im Wege stehen.

Sound Blaster X-Fi Xtreme Music:
Im Paket der Xtreme Music befindet sich neben der eigentlichen Soundkarte ein Faltblatt mit einer Kurzanleitung sowie eine CD mit den notwendigen Treibern, einem Creative-Software-Paket und einer elektronischen Bedienungsanleitung. Außerdem enthält die CD den Patch auf Version 1.3 für das Spiel Doom 3, damit der Grusel-Shooter die volle EAX-Unterstützung erhält. Weitere Beilagen gibt es nicht. Allerdings hätten diese den Preis von derzeit rund 98 Euro [1] auch nur unnötig in die Höhe getrieben.

Xtreme Music Box Xtreme Music Lieferumfang X-Fi Xtreme Music

Sound Blaster X-Fi Platinum und Fatal1ty FPS:
Sowohl die Sound Blaster X-Fi Platinum als auch die Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS Edition erweitern den Inhalt des Kartons um ein schickes Frontpanel, welches in einem freien 5,25-Zoll-Slot Platz findet. Es bietet verschiedene Ein-und Ausgänge für Mini-MIDI, koaxiale und optische Kabel und S/PDIF. Natürlich ist auch ein Kopfhörer-Ausgang sowie ein Eingang für Mikrofone nebst dazugehöriger Regler vorhanden. Den Anschluss an die Soundkarte findet das Panel über ein zwanzig-poliges Flachbandkabel mit einer Länge von 60 cm, wie es auch bei Festplatten zum Einsatz kommt. Gerade Casemodder hätten sich mit Sicherheit mehr über ein Rundkabel gefreut. Die Stromversorgung erfolgt über einen normalen Floppy-Anschluss. Für den Fall, dass der Anwender keinen mehr frei hat, hat Creative eine Y-Weiche beigelegt. Außerdem erhält der Käufer zwei Adapterkabel für Mini-MIDI-auf-Standard-MIDI-Anschlüsse und einen Klinkenstecker-Adapter von 6,35 mm auf 3,5 mm. Abgerundet wird das Paket durch eine Fernbedienung, mit welcher sich ein Großteil der Funktionen der X-Fi aktivieren und regulieren lässt. Das Paket der X-Fi Platinum ist derzeit ab etwa 155 Euro [2] zu haben, während der Kunde für die Fatal1ty FPS circa 193 Euro [3] bezahlt. Letztere ist zusätzlich mit dem X-RAM bestückt. Außerdem liegen der Fatal1ty FPS noch zwei X-Fi-Poster, Größe A2, bei.

Platinum Box Platinum Lieferumfang X-Fi Platinum


Fatal1ty FPS Box Fatal1ty FPS Lieferumfang X-Fi Fatal1ty FPS

Sound Blaster X-Fi Elite Pro:
Das High-End-Modell der Serie, die Elite Pro, hat nicht nur hochwertigere Komponenten verbaut, sie bekommt auch ein weitaus umfangreicheres Zubehör mitgeliefert. Auch sie verfügt über X-RAM. Statt des internen Panels der Platinum oder Fatal1ty FPS enthält der große Karton der Elite Pro eine geradezu riesig wirkende, externe Konsole. Sie bietet dieselben Anschlüsse wie das interne Panel. Allerdings stellt die Front neben einem weiteren Line-Eingang insgesamt sieben Regler zur Verfügung, um die X-Fi-Effekte einzustellen. Über einen großen Drehregler lässt sich die allgemeine Lautstärke regulieren. Durch einen Druck lässt sich die Ausgabe komplett stummschalten. Ähnlich funktionieren die Regler für das 3D-Midi, die EAX-Effekte, das CMSS-3D und den 24-Bit-Crystalizer. Die zwei übrigen Regler steuern die Lautstärke der beiden Line-Eingänge. Zum Aufstellen der Konsole legt Creative ein Set Gummifüße und einen Standfuß zur vertikalen Aufstellung bei. Die Stromversorgung der Konsole übernimmt die Soundkarte, welche ihrerseits über einen Floppy-Stromanschluss des Netzteils oder der mitgelieferten Y-Weiche den nötigen „Saft“ erhält. Auch eine Fernbedienung samt Batterien findet sich mit im Paket. Neben der Installations-CD beinhaltet das Paket eine weitere CD, auf welcher zusätzliche Software zur Audio-Erstellung und -Bearbeitung enthalten ist. Namentlich handelt es sich dabei um Steinberg Cubase LE, Steinberg WaveLab Lite und IK Multimedia Amplitube LE. Das Set der X-Fi Elite Pro ist aktuell ab etwa 275 Euro [4] zu haben.

Elite Pro Box Elite Pro Lieferumfang Elite Pro X-Fi Elite Pro

Wer vor der X-Fi bereits eine Soundkarte aus der Audigy-Serie besaß, wird eventuell eine Demonstrations-CD und den DVD-Audio-Sampler vermissen, die die Funktionen der Soundkarten in adäquater Weise vorzuführen vermochten. Auch auf ein Spiele-Bundle wurde leider verzichtet.

Auffällig ist, dass von den vier uns vorliegenden Karten nur die Platinum-Version einen kleinen schwarzen Aluminium-Kühlkörper besitzt. Auf Anfrage teilte Creative uns mit, dass es sich um Karten verschiedener Produktionslinien handle. Man habe die Produktion aufgrund der hohen Nachfrage leicht abändern müssen, um eine hohe Verfügbarkeit der Karten garantieren zu können. Es werden nun Chips auf den Karten verbaut, die eine bessere Kühlung erfordern, um bei optimaler Temperatur arbeiten zu können. Mit anderen Worten: die vorliegende X-Fi Platinum stammt aus der neuen Produktion, während es sich bei den anderen drei um Karten der ersten „Generation“ handelt. Bis auf die höhere Temperatur unterscheiden sich die Chips jedoch nicht.

Anschlüsse

Im Folgenden möchten wir noch einmal einen Überblick über die verschiedenen Anschlüsse geben, die die unterschiedlichen Soundkarten und deren Zusatzmodule beinhalten. Anzumerken ist, dass Creative wie bei den Vorgängerkarten sowohl das interne als auch das externe Modul auch einzeln zum Verkauf anbietet, so dass deren Anschlüsse auch später nachgerüstet werden können. Leider lässt sich das interne Modul jedoch nicht mit der X-Fi Elite Pro verwenden, da die nötige Anschlussleiste dort nicht vorhanden ist. Bezogen werden können sie ausschließlich über den Creative-eigenen Webshop [5]. Im Lieferumfang befindet sich jeweils die Fernbedienung. Bei der externen Konsole ist außerdem das Softwarepaket der X-Fi Elite Pro im Bundle enthalten. Die Preise belaufen sich auf derzeit 109,90 Euro für das interne Modul und 189,98 Euro für die externe Konsole. Darüber hinaus gibt es bei Creative noch einiges anderes Zubehör [6], mit dem sich die Soundkarten nach Belieben erweitern lassen.

Anschlüsse der verschiedenen X-Fi-Modelle
Anschlüsse X-Fi Xtreme
Music
X-Fi
Platinum
X-Fi Fatal1ty
FPS
X-Fi Elite
Pro
FlexiJack-Anschluss
Line-Level-Ausgänge v
AUX_IN Analogeingang
AD_Link-Anschluss
AD_EXT-Anschluss X
SPDIF-Ein- und -Ausgang X √ (1) √ (1) √ (2)
AUX-Eingang (2x Cinch) X √ (1) √ (1) √ (2)
optischer Ein- und -Ausgang X √ (1) √ (1) √ (2)
MIDI-Ein- und -Ausgang X √ (1) √ (1) √ (2)
Kopfhörerbuchse (6,35mm) X √ (1) √ (1) √ (2)
Line-/Mikrofon-Eingang (6,35mm) X √ (1) √ (1) √ (2)
Line-/Hi-Z-Eingang (6,35mm) X X X √ (2)
DIN-Buchse X X X √ (2)
1) über internes Modul
2) über externe Konsole

Erwähnt sei an dieser Stelle noch der FlexiJack, der eine Universallösung für Mikrofon-Eingang, Line-In und den digitalen Ausgang darstellt. Der AD_Link-Anschluss dient zur Verbindung mit der externen Konsole, während der AD-EXT-Anschluss den Kontakt zum internen Modul ermöglicht. AUX-IN ist der analoge Anschluss für CD- oder DVD-Laufwerke – ein digitaler Anschluss ist nicht vorhanden. Die DIN-Buchse ist für den Anschluss analoger Creative-Lautsprechersysteme mit Kabelfernbedienung oder Audio-Control-Pod vorgesehen.

Technische Daten

Technische Entwicklung

Um den technologischen Fortschritt des X-Fi-Soundchips gebührend in Szene zu setzen, hat Creative eine Tabelle mit Leistungsangaben bisheriger Soundchips aus dem eigenen Hause veröffentlicht. Aufgrund verschiedener Architekturen wurden die angegebenen Werte nur errechnet, geben aber dennoch einen guten Einblick in die Leistungsfähigkeit der einzelnen Chips.

Technischer Fortschritt bei Creatives Soundkarten
Sound Blaster Pro SB AWE 32 SB Live! SB Audigy SB X-Fi
Transistoren 100.000 500.000 2 Millionen 4,6 Millionen 51,1 Millionen
Rohdaten-Leistung in MIPS 1 67 335 424 10340
Prozessor-Leistung in MIPS 3+ 200+ 1000+ 1250+ 30000+
Interne Audio-Kanäle - - 16 (Effekte) 64 (Effekte) 4096 (gesamt)
simultane Echtzeit-Effekte - - 1 4 8
Leistung im Vergleich
zur Sound Blaster Live!
0,0001x 0,2x 1x 4x 67x

Audio-Ring

Die geballte Rechenkraft des X-Fi-Prozessors resultiert aus einer neuen Architektur, an welcher Creatives in Scotts Valley, Kalifornien, angesiedelten Entwickler die letzten fünf Jahre gearbeitet haben. Sie soll größtmögliche Flexibilität bei der Verarbeitung der Daten ermöglichen, welche bei bisherigen Audio-Prozessoren nicht vorzufinden war.

Typische Architektur

So sind die einzelnen Komponenten bis dato immer linear angeordnet gewesen. Der Nachteil dabei ist, dass die Daten bei der Verarbeitung immer denselben Weg nehmen und dabei alle Einheiten passieren. Soll außerdem abschließend noch ein weiterer Filter angewendet oder etwas gemixt werden, so muss dies der DSP (Digital Signal Processor) übernehmen, da die Signalverarbeitung nur unidirektional verläuft. Ein DSP kann eine solche Aufgabe allerdings nicht mit der gleichen Effektivität wie eine speziell dafür vorgesehene Einheit erledigen. Beides wirkt sich negativ auf die Performance des Prozessors aus.

X-Fi-Architektur

Bei der neu entwickelten Architektur des X-Fi-Chips hingegen, dem sogenannten „Audio Ring“, sind die Komponenten unabhängig voneinander integriert. Daher bezieht sich die Leistung von 10230 MIPS (Millionen Befehle pro Sekunde) auch nicht auf eine einzelne Einheit, sondern ist vielmehr eine Summe der Leistungen aller Einheiten. Während der Verarbeitung müssen die Daten im Audio Ring nicht jede Station durchlaufen, so dass überflüssige Arbeitsschritte eingespart werden können. Außerdem ist es möglich, dass einzelne Einheiten mehrfach zum Einsatz kommen können, bevor der Prozess abgeschlossen ist. Der Audio Ring verfügt über 4096 Kanäle, welche allerdings nicht mit der maximalen Anzahl Stimmen (128 beim X-Fi-Prozessor) zu vergleichen sind. Diese Kanäle werden für die interne Signalübertragung und zum Erzeugen der Effekte verwendet. Auch der Gebrauch von lokalem Arbeitsspeicher soll die Leistung der neuen Architektur verbessern, kann sie doch auf diese Weise mehr Bandbreite zur Datenverarbeitung verwenden, als der PCI-Bus zur Verfügung zu stellen vermag. Doch nicht nur die allgemeine Architektur wurde runderneuert, auch die einzelnen Einheiten sind überarbeitet und auf ihre Leistungsfähigkeit hin optimiert worden.

Die Prozessor-Einheiten

Der Sample Rate Converter (SRC):
Die wichtigste Komponente von Audio-Prozessoren ist nach wie vor der SRC. Er ist mit 7310 MIPS die Einheit, die am meisten zur Leistung der X-Fi-Plattform beiträgt. Diese Leistung braucht er, um hochqualitative Berechnungen bei gleichzeitig hoher Geschwindigkeit durchzuführen. Benötigt wird der SRC immer dann, wenn 3D-Audio errechnet oder mehrere Quellen mit verschiedenen Sample-Raten abgemischt werden sollen. Für den Fall, dass eine Anwendung mal keine Umwandlung der Sample-Rate erfordert, ermöglicht es der Audio Ring den SRC zu umgehen.

Der Mixer:
Den größten Anteil an der Verwirklichung des Audio Rings hat laut Creative der Mixer. Ausgestattet mit 1210 MIPS ist er zuständig für die Regelung des Datenverkehrs auf der neuen Architektur. Außerdem kann er Signale skalieren oder mehrere Signale zu einem einzelnen zusammenfügen. Daneben übernimmt der Mixer die Arbeit verschiedener weiterer Studio-Werkzeuge, darunter Synthesizer und Equalizer.

Filter:
Der X-Fi-Chip verfügt über 512 optimierte Filter-Einheiten. Mit insgesamt 200 MIPS haben diese genug Leistung, um Raumklang wie EAX-Effekte oder sehr realistischen, virtuellen Surround-Sound, gerade mit Stereo-Kopfhörern, zu erzeugen. Auch bei der Musikproduktion helfen die 13 anwendbaren Filter. Creative gibt an, dass ein DSP sehr viel mehr Leistung bräuchte, um die Filter genauso schnell anzuwenden und dabei dieselbe Qualitätsstufe zu halten.

Der DSP:
Der DSP der X-Fi besteht nun aus gleich vier Prozessor-Einheiten, weshalb Creative ihm den Namen „Quartet DSP“ verliehen hat. Außerdem unterstützt er SIMD-Befehle. Die Ergebnisse, die ein Subprozessor errechnet hat, werden in einen zwei Megabyte großen Zwischenspeicher geschrieben und können ohne größere Verzögerungen von den anderen für deren Berechnungen verwendet werden. Insgesamt trägt die DSP-Einheit 1180 MIPS zur Power der X-Fi bei.

Transport-Engine:
Auch wenn es sich hierbei um eine Einheit handelt, die nicht aktiv an der Signalverarbeitung beteiligt ist, ist die Transport-Engine ein wichtiger Teil der Architektur. Sie stellt die Verbindung mit dem PCI-Bus und dem optionalen X-RAM her und beinhaltet zu diesem Zweck mehrere DMA-Kanäle. Um die Übertragungsgeschwindigkeit an die momentanen Bedürfnisse anzupassen, wird deren Priorität mit jedem Taktzyklus neu berechnet. Diese Berechnungen stützen sich auf die für die Übertragung benötigte Bandbreite und Latenz.

Tank-Engine:
Die Tank-Engine ist mit ihren 440 MIPS für jegliche Form akustischer Verzögerung zuständig. Darunter fallen Effekte wie Reverb, Chorus, Zeitverzögerungen oder Reflexionen. Dank spezieller Pipelines für Adress- und Daten-Berechnungen und einem Zwei-Level-Cache-System kann die Tank-Engine diese Berechnungen dem DSP oder dem Hauptprozessor des Computers abnehmen. Neben deren Entlastung ist dies auch einer Verbesserung der akustischen Qualität zuträglich, da diese Komponenten womöglich Knackser und andere Fehler verursachen könnten.

Neue Technologien

Doch wie setzt Creative diese ungeheure Leistung um? Die wohl hervorstechendsten Merkmale sind unter den Bezeichnungen 24-Bit-Crystalizer, CMSS-3D, 3D-MIDI, EAX 5.0 und natürlich X-RAM zu finden. Nachfolgend möchten wir auf diese „Bestandteile der Xtreme Fidelity“, wie Creative sie nennt, eingehen.

24-Bit Crystalizer

Die wohl wichtigste (weil marketingträchtigste) Neuerung bezeichnet Creative mit dem klangvollen Namen 24-Bit Crystalizer. Mit diesem adressiert Creative das Problem, dass das heutzutage am weitesten verbreitete Audio-Medium, die CD, Daten mit einer Klangtiefe von 16 Bit speichert, was einem maximalen Hörgenuss im Weg stehen könnte. Sicher könnte der Endanwender auch einfach seine CD-Sammlung durch Audio-DVDs ersetzen, welche ihren Inhalt mit einer 24-Bit-Präzision speichern. Doch gibt es einerseits zu viel Musik, die (noch) nicht als Audio-DVD das Licht der Welt erblickt hat, zum anderen geht solch eine Neuanschaffung meist auch sehr ins Geld. Doch wie soll man diesem Problem nun begegnen? Würde ein Tontechniker gebeten, einen Song für eine Audio-DVD zu mastern statt für eine CD, würde er diesen Song erneut abmischen und versuchen, das Beste aus der ihm nun zur Verfügung stehenden Klangtiefe zu machen. Genau dieses Neuberechnen der 16-Bit-Audio-Daten übernimmt der 24-Bit Crystalizer (in Form des X-Fi-DSP). Und zwar im laufenden Betrieb, von jeglicher Audio-Quelle. Dies schließt auch die akustische Untermalung in Spielen und die eigene MP3-Sammlung mit ein.

24-Bit Crystalizer

Wie funktioniert es?
16-Bit-Audio begrenzt das Verhältnis zwischen dem lautesten Ton und dem Hintergrundrauschen. Dies hat allerdings auch einen sehr großen Einfluss auf das Klangspektrum der dargestellten Instrumente. Der 24-Bit Crystalizer erweitert dieses Klangspektrum, indem er ständig einen normalisierten Energiefluss auf Basis der Eingangs-Audio-Ströme berechnet. Setzt nun ein Instrument wie beispielsweise der vielgeliebte Kick Bass ein, so erzeugt dieser eine starke Veränderung im Energiefluss. Diese Veränderung wiederum wird dann vom DSP verwendet, um das Audiosignal proportional zu erweitern. Aufgrund der ständigen Neuberechnung des Energieflusses wirkt sich die Veränderung in voller Stärke nur auf die jeweilige Position des Audio-Signals aus. Bei weichen Klangverläufen setzt der Crystalizer hingegen nicht so stark ein. Weil ein Bild mehr sagt als tausend Worte, hier ein Beispiel anhand des Titels „Lazy Days“ von „Enya“:

Lazy Days 16Bit

Vergleichsweise ausgeglichen über das gesamte Lied, so lässt sich das Bild beschreiben. Stark hervorstechende Spitzen gibt es bis auf einige wenige Ausnahmen kaum.

Lazy Days 24Bit

Nach der Behandlung durch den 24-Bit Crystalizer ist das Bild auf den ersten Blick unverändert. Auf den zweiten Blick fällt aber ein deutlich verstärktes Klangspektrum auf. Ein Großteil der Töne, gerade bei plötzlichen Übergängen, sind erheblich ausgeprägter, als sie es ohne den Crystalizer gewesen sind. Das Ergebnis ist ein deutlich hörbar saubererer Klang in allen Frequenzbereichen. Ein Mix der beiden Abbildungen bringt die Veränderungen, hier dunkel dargestellt, noch besser zum Vorschein:

Unterschied 16Bit zu 24 Bit

Natürlich kann es auch passieren, dass es dem Benutzer nicht gefällt, wie sehr der Klang seiner geliebten Musik-Sammlung verändert wird. Für diesen Fall gibt Creative dem Anwender die Möglichkeit, den 24-Bit Crystalizer entweder komplett zu deaktivieren oder anhand eines Reglers seinen Vorlieben entsprechend anzupassen.

CMSS-3D

Die zweite Neuerung, die das Klangerlebnis mit den X-Fi-Soundkarten gehörig aufpolieren soll, ist CMSS-3D. Es handelt sich dabei um einen Up- bzw. Downmix-Algorithmus, der es ermöglicht, den Audio-Inhalt an die Ausgabe-Hardware anzupassen. So sind die Bedingungen für die Audio-Wiedergabe selten optimal. Häufig hat entweder die Quelle zu wenig Kanäle, um das extra gekaufte 5.1- oder gar 7.1-System in vollem Umfang zu nutzen, oder man hat eine Mehrkanal-Quelle und kann diese nur über Stereo-Lautsprecher oder Kopfhörer wiedergeben.

Die Schnittstelle zur optimalen Soundkulisse soll nun CMSS-3D herstellen, ohne dabei den eigentlichen Klang zu verfälschen, die Qualität zu mindern oder gar Fehler zu erzeugen. Creative unterteilt hier in „CMSS-3D Surround“, „CMSS-3D Virtual“, „CMSS-3D Headphone“ und „CMSS-3D Interactive“ – je nachdem, um welche Audio-Quelle und -Ausgabe es sich handelt.

CMSS-3D

CMSS-3D Surround
Diese Technologie soll, ähnlich wie schon viele Ansätze in der Vergangenheit, aus einem einfachen Stereo-Signal „echten“ Raumklang auf (bis zu) 7.1-Systemen erzeugen. Beispiele hierfür sind Dolby Prologic II, DTS Neo:6, SRS Circle Surround oder Lexicon Logic 7. Dabei wird der Ton der beiden Front-Kanäle auch über den Center ausgegeben, während die Surround-Lautsprecher aus den Differenzen berechnet werden. Dies ist für einzelne Ton-Quellen ausreichend. Sobald aber weitere Quellen dazu kommen, kann es passieren, dass sie so gemischt werden, dass keine der Quellen richtig zum Vorschein kommt. Die Folge ist ein verwaschen wirkender Klang. Außerdem können bei Quellen niedriger Bitrate, zum Beispiel WMA- oder MP3-Dateien, durch den Upmix auf den Surround-Kanälen die Fehler zu Tage treten, die beim Codieren der Dateien entstanden, jedoch beim normalen Hören nicht zu vernehmen sind.

Creative geht diese Probleme auf ähnliche Weise an, wie es das menschliche Gehör seit jeher tut. Für eine Trennung mehrerer Ton-Quellen wird eine Berechnung des Frequenzbereiches vorgenommen. Verschiedene Quellen nutzen verschiedene Frequenzbereiche, weshalb der Mensch sich auf eine bestimmte Quelle konzentrieren kann. Dies wird häufig als „Cocktail-Party-Effekt [7]“ bezeichnet. Ähnlich arbeitet auch der X-Fi-Soundchip. So versucht er die Haupt-Quelle von Nebengeräuschen zu unterscheiden und legt diese auf den entsprechenden Front- oder Center-Kanal. Andere Signale wie beispielsweise Applaus oder Hall werden entsprechend auf die anderen Kanäle verteilt.

3d Surround

CMSS-3D Headphone und CMSS-3D Virtual
Grundsätzlich greifen beide Technologien denselben Grundgedanken auf, nämlich die Darstellung von Mehrkanal-Inhalten mittels einer Stereo-Ausgabe. Es soll ein virtueller Raum geschaffen werden, bei dem der Ton ortbar wiedergegeben wird. Dazu verwendet Creative die Erfahrung, die IRCAM, UC Davis, Aureal, Sensaura und Creatives Advanced Technology Center über die Jahre gesammelt haben. So verwendet Creative drei Techniken, um überzeugenden Surround-Sound über Kopfhörer (CMSS-3D Headphone) zu erzeugen. Erstens: HRTF-Filter (head-related transfer functions), welche die Räumlichkeit der vorderen und hinteren Lautsprecher emulieren sollen. Zum Zweiten werden frühe Umgebungsreflexionen des Schalls im virtuellen Raum berechnet, welche beim Hören über ein Mehrkanal-System entstehen würden. Und drittens werden Umgebungsgeräusche vom Hauptton getrennt, was den räumlichen Eindruck weiter verstärken soll.

Bei CMSS-3D Virtual, welches bei Stereo- und 2.1-Lautsprechern zu Einsatz kommt, entfällt die Berechnung von Umgebungsreflexionen, da diese auf natürliche Weise entstehen. Aber auch hier setzt Creative HRTF-Filter und eine Extraktion von Umgebungsgeräuschen ein, um die übrigen Kanäle zu simulieren. Eine Übersprechkompensation nimmt eine zusätzliche Trennung vor. Dabei werden die Klanganteile aus den Kanälen entfernt, welche auf den jeweils anderen Kanal übersprechen, indem ein gegenphasiges Kompensationssignal das übersprechende Signal auslöscht. Natürlich muss sich der Anwender genau im Zentrum zwischen den beiden Lautsprechern befinden, damit der räumliche Eindruck seine optimale Wirkung erzielt. Dank der THX-Konsole kann aber auch hier softwareseitig nachgeholfen werden.

THX-Konsole

CMSS-3D Interactive
Als Nachfolger der mit der Sound Blaster Audigy eingeführten Technologie dient CMSS-3D Interactive dazu, mehrere Geräuschquellen unabhängig voneinander im virtuellen Raum zu verteilen, auch bei unpassenden Lautsprecher-Anordnungen. Es basiert zu einem großen Teil auf der Verwendung von EAX-Effekten. Im Prinzip verbessert sich mit der neuen Version nur die Präzision bei der Positionierung bei gleichzeitig erhöhter Quellenzahl. Angewendet werden müssen für eine akkurate Positionierung mehrere Filter auf jede einzelne Quelle. Diese dienen der Berechnung von zeitlichen Unterschieden, mit denen die verschiedenen Quellen das linke beziehungsweise rechte Ohr erreichen (würden). Um den Abstand zum Benutzer zu simulieren, werden Unterschiede in der Lautstärke der Effekte und Töne berechnet. Und auch HRTF-Filter kommen hier zum Einsatz, um akustische Reflexionen am Körper des Hörenden selbst nachzubilden. Um möglichst viele Quellen darstellen zu können und dennoch die Komplexität des Soundchips nicht ins Unendliche steigen zu lassen, verwendet Creative dabei ein fixes Set Filter für alle 3D-Quellen, statt jede Quelle für sich zu berechnen. CMSS-3D Interactive kann mit jeglicher Lautsprecher-Konfiguration verwendet werden.

3D-MIDI

3D-MIDI

Mit 3D-MIDI hat Creative den 1983 erstmals vorgestellten MIDI-Standard nicht neu erfunden. Statt dessen wurde er um eine Mehrkanal-Funktionalität erweitert. Der Anwender kann mit X-Fi-Unterstützung sowohl Mehrkanal-MIDI erzeugen als auch wiedergeben. Natürlich kann auch hier ein Upmix stattfinden, so dass normale Stereo-Inhalte auf dem heimischen 7.1-System wiedergegeben werden können.

EAX 5.0

Seit Einführung der Environmental Audio Extensions, kurz EAX, sorgt dieser Quasi-Standard dafür, dass die Umgebungen in Computerspielen nicht nur dreidimensional aussehen, sondern auch so klingen. Einziger Konkurrent war Aureal 3D, dessen Technik zuerst von der NASA verwendet wurde und später im PC-Sektor Einzug hielt. Mit der Übernahme von Aureal durch Creative wurde die Entwicklung allerdings eingestellt.

EAX 5.0

Und während Soundkarten und -Chips anderer Hersteller dabei noch immer mit maximal EAX 2.0 arbeiten können, steigert Creative kontinuierlich den Standard seiner eigenen Karten. So erhielt schon die 2001 veröffentlichte Sound Blaster Audigy die Unterstützung für EAX 3.0, was sich in bis zu 64 gleichzeitigen Stimmen widerspiegelte. Mit der Audigy 2 war dann EAX 4.0 an der Reihe. Damit war nun Multi-Environment-Rendering möglich, also die Darstellung verschiedener Umgebungen und deren Auswirkungen auf die Geräuschkulisse, was den Grad an Realismus erheblich anheben sollte. Inzwischen kamen weitere Soundkarten von Creative auf den Markt, doch brachte weder die Audigy 2 ZS, noch die Audigy 4 Pro eine neue Revision des EAX-Standards.

Dies ändert sich nun mit den Karten der X-Fi-Serie, denn von nun an ist EAX 5.0 das höchste der Gefühle. Es bringt neben einer von 64 auf 128 verdoppelten Stimmenanzahl einige neue Effekte mit:

EAX FlexiFX:
Die X-Fi-Karten ermöglichen bis zu vier simultane EAX-Berechnungen. Waren diese Berechnungen früher immer vorgeschrieben, so kann nun jeder „Slot“ mit jedem Effekt belegt werden. Dies gibt Entwicklern mehr Freiraum zum Umsetzen ihrer Ideen. Die Effekte lassen sich außerdem auf alle Stimmen gleichzeitig anwenden, wobei es dem Prozessor egal ist, ob es sich dabei um Zwei-Kanal- oder Mehrkanal-Quellen handelt. Zu guter Letzt lassen sich Zwei-Kanal-Quellen in einem dieser Effekt-Slots auf Surround-Sound hochrechnen, um beispielsweise Umgebungsgeräusche in Spielen zu simulieren.

EAX PurePath:
Damit ermöglicht es Creative Entwicklern, einzelne Lautsprecher gezielt anzusprechen – eine Funktion, die im (Heim-)Kino-Bereich längst zum Standard gehört. Bisher konnte man nur festlegen, aus welcher Richtung ein Ton den Anwender erreichen soll, wobei die Soundkarte diesen dann einem oder mehreren Lautsprechern zugeordnet hat. Nun kann der Entwickler Gespräche auf den Center-Kanal fixieren oder die Ausgabe einer Geräuschquelle über den Subwoofer festlegen, was gerade bei basslastigen Effekten von großem Vorteil ist. Ebenso kann ein Ton auch Hardware-beschleunigt zwischen den einzelnen Kanälen wechseln.

EAX MacroFX:
Damit soll die Tiefenwirkung von Tönen gesteigert werden. Audioquellen, die nahe am Anwender sind, sollen nun auch so klingen. Typische Beispiele hierfür sind Kugeln, die den Spieler knapp verfehlen und am Ohr vorbeizischen oder Flüstern von Kameraden im Schlachtfeld.

Environment Occlusion:
Bei dieser Funktion handelt es sich mehr um ein Update eines in älteren EAX-Versionen enthaltenen Effekts. Environment Occlusion soll dafür Sorge tragen, dass Objekte, die sich zwischen dem Anwender und der Audio-Quelle befinden, den Ton entsprechend ihrer Beschaffenheit abändern. Der Hall erreicht den Anwender dann nur noch gedämpft.

EAX Voice:
EAX Voice ist kein Effekt im eigentlichen Sinne. Mit Hilfe der „Microphone Environment FX control“ kann der Anwender seine über ein angeschlossenes Mikrofon aufgenommene Stimme direkt in die EAX-Engine einspeisen. Diese berechnet entsprechend der aktuellen Spielumgebung einen Hall und gibt diesen im Spiel aus, so dass sich der Eindruck einer realen Umgebung abermals verstärken soll. EAX Voice soll mit jedem EAX-kompatiblen Spiel funktionieren. Die Effekte werden immer in der Umgebung dargestellt, in der sich der Spieler zu dem jeweiligen Zeitpunkt aufhält.

X-RAM

Eine weitere Neuerung im Bereich der Soundkarten ist die Integration von lokalem Arbeitsspeicher auf den beiden Topmodellen X-Fi Fatal1ty FPS und X-Fi Elite Pro statt eines kleinen Zwischenspeichers, der auf den anderen beiden Karten verbaut ist. Dem Trend zu immer größer werdenden Datenvolumina entsprechend, befinden sich 64 Megabyte SD-RAM auf der Platine der Karten, welche direkt an die Transport-Engine des X-Fi-Chips angebunden sind und daher einen sehr schnellen Zugriff auf die in ihnen gespeicherten Daten ermöglichen. Dabei sollte man sich nicht von dem kleinen schwarzen Quader verwirren lassen, der die beiden großen X-Fi-Karten ziert, da dieser lediglich als Schmuck dient. Unter der Haube mit der Aufschrift „X-Fi“ befinden sich lediglich zwei LEDs, die bei der X-Fi Fatal1ty FPS das seitlich angebrachte Logo des namensgebenden Profispielers Johnathan „Fatal1ty“ Wendel im Betrieb rot beleuchten. Bei der X-Fi Elite Pro gibt es statt hingegen einen blau strahlenden X-Fi-Schriftzug.

Unter der Haube: LEDs Installation: Fatal1ty FPS eingebaut Fatal1ty-Logo an der X-Fi Fatal1ty FPS X-Fi-Schriftzug an der X-Fi Elite Pro

Der wahre X-RAM ist ein 512-Mbit-Chip von Micron, der die Bezeichnung „MT48LC32M16A2TG-75 [8]“ trägt und sich direkt über dem X-Fi-Prozessor befindet. Bei der X-Fi Xtreme Music und der X-Fi Platinum sitzt an dieser Stelle ein 16-Mbit-Chip von Samsung oder Hynix. Damit soll der betagte PCI-Bus trotz verbesserter Audio-Qualität beziehungsweise Performance in Spielen entlastet werden. Warum Creative bisher aber keine X-Fi-Soundkarte für den PCI-Express-Standard veröffentlicht hat, ist uns allerdings schleierhaft, hätte man doch auf diese Weise ebenfalls zusätzliche Bandbreite zur Verfügung gehabt. Zumindest hieß es auf der CeBIT, dass solche Karten zum Ende des Jahres erscheinen könnten [9].

X-RAM

Mit Hilfe des X-RAM kann der Entwickler beispielsweise die Audio-Daten unkomprimiert in den Speicher der Soundkarte laden und von dort aus wiedergeben lassen, ohne die CPU weiter zu belasten oder die Anzahl möglicher Effekte im Spiel erhöhen. Bisher wurde meist der umgekehrte Weg gewählt, um die Speicherlast niedrig zu halten. Entweder wurde die Effektzahl beschränkt oder, wie im Falle Doom 3, die Daten komprimiert gespeichert, so dass der Prozessor diese vor der Wiedergabe erst entpacken musste.

Um aber Vorteile aus dem X-RAM zu ziehen, muss das Spiel auf dessen Verwendung hin programmiert werden. Als bisher einziges Spiel macht Quake 4 gebraucht des Features - alle anderen gehen leer aus. Nachteilig wirkt sich der zusätzliche Arbeitsspeicher auch auf den Preis der Soundkarten aus, was besonders am Preis der X-Fi Platinum und X-Fi Fatal1ty FPS zu sehen ist. Ob sich der Aufpreis von etwa 40 Euro für das (bisher) kaum verwendete Feature lohnt, zeigen unsere Tests am Ende des Artikels.

Installation

Je nachdem, welche Karte man sein Eigen nennt, benötigt die Installation der Hardware zwischen fünf und 15 Minuten. Bevor man zur Tat schreitet, sollte erst einmal der mitgelieferte Aufkleber auf der Blende der Soundkarte angebracht werden. Dieser hilft durch eine farbliche Markierung beim späteren Anschluss der Lautsprecher-Kabel, da die Anschlüsse an der Soundkarte selbst nur mit 1 – 3 bezeichnet sind.

Am leichtesten fällt die Installation natürlich bei der X-Fi Xtreme Music aus, müssen hier doch lediglich die PCI Karte in einen freien Slot gesteckt und die Lautsprecherkabel angeschlossen werden. Nach der Installation der Treiber steht die Karte dann zur sofortigen Nutzung zur Verfügung.

Installation: Elite Pro eingebaut Installation: Elite Pro mit Kabel Installation: Konsole mit Kabel

Die Installation der X-Fi Elite Pro dauert schon einen Augenblick länger, da die externe Konsole mit Strom versorgt werden möchte. Diesen bezieht sie über die Soundkarte, welche ihrerseits einen Floppy-Stromanschluss besitzt. An diesem muss nun ein freier Stecker oder die beigelegte Y-Weiche zum Anschluss an einen 4-Pin-Molex-Stecker befestigt werden. Die Verbindung zwischen Soundkarte und Konsole übernimmt ein dickes, 26-poliges Kabel, welches ähnlich einem Monitorkabel einfach an die Anschlüsse der beiden Komponenten geschraubt wird. Mit einer Länge von zwei Metern sollte das Kabel genügend Spielraum bieten, die Konsole an einem geeigneten Ort zu platzieren.

Installation: Platinum eingebaut Installation: Platinum mit Kabel Installation: Kabel am Modul

Der Einbau der X-Fi Platinum und X-Fi Fatal1ty FPS kann unter Umständen am meisten Zeit beanspruchen, je nachdem, wie der Benutzer den Einbau plant. Um das Front-Panel zu installieren, muss zunächst die Verbindung zwischen Karte und Panel über das Flachbandkabel hergestellt werden. Am leichtesten geht dies natürlich, wenn man die Soundkarte mit dem Kabel bestückt und erst dann einbaut. Anschließend wird das andere Ende des Kabels durch einen freien 5,25-Zoll-Schacht aus dem PC gezogen und an der Kontakt-Leiste des Panels befestigt, welches danach in den Schacht geschoben und befestigt werden kann. Zu guter Letzt muss das Panel entweder an einen freien Floppy-Stromanschluss oder über die mitgelieferte Y-Weiche an einen 4-Pin-Molex-Stecker angeschlossen werden.

Kabel behindern sich

Problematisch könnte sich der Anschluss höherwertiger Lautsprecherkabel an der Soundkarte gestalten, da die Anschlüsse für die einzelnen Kanäle sehr nahe beieinanderliegen. So können sich dickere Kabel oder Stecker beim Anschluss gegenseitig blockieren. Dies ist jedoch kein spezieller Kritikpunkt der X-Fi-Karten, sondern gängige Praxis bei allen Soundkarten. Ebenfalls eher unpraktisch gelöst ist der FlexiJack, welcher den Mikrofon- und Line-Eingang und den digitalen Ausgang in einem Anschluss vereint. Welche der drei Schnittstellen gerade zur Verfügung stehen soll, stellt der Benutzer im Treiber ein. Allerdings ist es für Besitzer der X-Fi Xtreme Music damit unmöglich etwas über Mikrofon aufzunehmen oder über eine TV-Karte, die den Sound über den Line-In einspeist, fernzusehen und den Ton dabei digital auszugeben. Eine zusätzliche Slotblende mit den übrigen Anschlüssen wäre hier besser gewesen. Das hätte auch das schon erwähnte Platzproblem zumindest lindern können.

Treiber

Die Installation der Treiber verlief auf dem Testsystem reibungslos. Eine komplette Installation nimmt bis zu 20 Minuten in Anspruch und ist in drei Bereiche eingeteilt: die X-Fi-Software, das MediaSource-Paket und den Doom-3-Patch. In den jeweiligen Bereichen kann der Benutzer zusätzlich den zu installierenden Inhalt auswählen, so dass unbenötigte Software außen vor bleiben kann. Während der Installation muss sich der Benutzer dann zum ersten Mal entscheiden, welches Soundsystem an der Soundkarte angeschlossen ist und in welchem der drei Betriebsmodi die Karte nach dem abschließenden Neustart ihr Werk verrichten soll. Nach dem Neustart startet der Lautsprecher-Assistent, der dem Anwender beim Anschließen seiner Lautsprecher hilft. Dazu wählt der Benutzer, ob die Ausgabe digital oder analog erfolgt und wieviel Kanäle das verwendete System hat. Anschließend lassen sich die einzelnen Kanäle auf korrekten Anschluss und Funktionstüchtigkeit überprüfen.

Treiber
Lautsprecher-Assistent Diagnose Systeminformationen Audiokonsole

In der Anwendung auf dem Testsystem machten die Treiber einen soliden Eindruck und verursachten keinerlei Probleme. Gleiches gilt auch für eine testweise Installation auf einem System mit nForce-4-Mainboard. Die Inkompatibilitäten [10], die einige Zeit nach der Veröffentlichung der neuen Soundkarten bekannt wurden, konnten wir nicht feststellen. Sollte es dennoch zu Problemen mit der Wiedergabe kommen, helfen die zusammen mit dem Treiber installierten Assistenten dabei, die Wurzel des Übels herauszufinden. Wie von Creative gewohnt, sind die Bedienoberflächen für die Treiber komplett durchgestaltet, was zwar gut aussieht, sich aber gleichzeitig in einer leicht erhöhten Ladezeit äußert. Einfacher und schneller, aber auch optisch anspruchsloser, erfolgt die Bedienung über die Audiokonsole. Sie beinhaltet die wichtigsten Einstellungen für jeden Betriebsmodus.

Wichtig: Um die externe Konsole der X-Fi Elite Pro zum Regulieren von Lautstärke und Effekten nutzen zu können, ist ein Prozess (XFIHLP.EXE) nötig, der nach der Installation automatisch mit dem System gestartet wird und sein Werk im Hintergrund verrichtet. Wird dieser Prozess beendet, sei es um Ressourcen für Spiele freizumachen oder um den Systemstart zu beschleunigen, können zwar die Anschlüsse, nicht aber die Regler der Konsole verwendet werden.

Die Fernbedienung

Den drei größeren Versionen der X-Fi beigelegt, ermöglicht die Fernbedienung die Handhabung verschiedener Player-Software aus der Distanz. Zu den unterstützten Programmen gehören unter anderem der Windows MediaPlayer, Winamp und PowerDVD. Natürlich ist damit auch das Softwarepaket der X-Fi-Karten bedienbar. Lediglich mit dem Creative MediaSource Player mussten wir feststellen, dass die Play-Taste nicht funktioniert. Um die Fernbedienung nutzen zu können, muss diese vorher in den über das Start-Menü erreichbaren „Entertainment Center“-Einstellungen aktiviert werden. Dort kann der Benutzer ebenfalls festlegen, ob sie ausschließlich in Verbindung mit dem Entertainment Center arbeiten soll, oder ob sie auch mit anderen Playern genutzt werden kann.

Die Datenübertragung erfolgt über Infrarot. Je nach Karten-Version übernimmt dabei entweder das Frontpanel oder die externe Konsole den Empfang. Wer beides an seiner Soundkarte angeschlossen hat, muss sich in den Einstellungen für einen Empfänger entscheiden. Für den Kontakt zwischen Fernbedienung und Empfänger muss kein direkter Blickkontakt bestehen, jedoch sollte möglichst genau in die Richtung des Empfängers gezielt werden. Die Reichweite der Fernbedienung beträgt etwa fünf Meter bei Blickkontakt.

Fernbedienung
Fernbedienung: Tastenräder Fernbedienung: Seite Fernbedienung - Einstellungen

Creative gab der Fernbedienung eine ergonomische Form, die gut in der Hand liegt. Die Verarbeitung ist gut. Die Idee, für die Steuerung der Effekte gerasterte Tasten-Rädchen statt digitaler Tasten zu nutzen, gefällt, ist allerdings verbesserungswürdig. Einerseits passiert es oft, dass der Daumen über die glatten Plastikräder rutscht, ohne dass diese sich drehen. Andererseits reagiert die Abtastung sehr ungenau, so dass die Software oft nicht genau erkennt, ob der Benutzer den jeweiligen Effekt höher oder niedriger einstellt. Das Ein- oder Ausschalten des Effektes mittels Druck auf das Rad funktioniert hingegen tadellos, ebenso wie die restlichen Tasten.

Eine für alles, alles in einer

Creative zu Folge lassen sich alle Anwendungen in drei große Gruppen einteilen: Spiele, Audioerstellung und Unterhaltung. Jede dieser Gruppen hat ihre ganz eigenen Anforderungen an die Sound-Hardware. So gibt es speziell auf diese Szenarien angepasste Hardware ebenso auf dem Markt wie Alleskönner, bei denen bestimmte Teile des Chips während der Anwendung in einem Gebiet brachliegen, wodurch Leistung ungenutzt verpufft. Mit dem X-Fi-Chip bietet Creative nun Soundkarten für alle Gelegenheiten an.

Modusumschaltung

Dank der modularen Architektur, von Creative „Active Modal Architecture“ genannt, lassen sich überflüssige Funktionen des Chips abschalten, um dessen gesamte Leistung den aktuellen Anforderungen zuzuteilen und die höchstmögliche Performance aus der Hardware zu holen. Dazu muss der Benutzer lediglich in der „Modusumschaltung“ des Treibers oder in der Audiokonsole das Szenario auswählen, das seiner momentanen Anwendung entspricht. Die folgende Liste gibt Aufschluss darüber, welche Funktionen in welchen Modus aktiviert oder deaktiviert sind und welche wahlweise hinzugeschaltet werden können.

Funktionen in den Betriebsmodi
Spiele Unterhaltung Audioerstellung
Bildwiederholrate hat Priorität X X
Hardware-3D-Audioberechnung X wahlweise
EAX-Effekte wahlweise wahlweise
hochauflösende Audio-Wiedergabe X
Verbesserung der Audio-Qualität X wahlweise
Mehrkanal-Upmix aus Stereo wahlweise X
Mehrkanal-Aufnahme X X
Hardware-MIDI-Wiedergabe X wahlweise
Hardware-Effekte wahlweise
Sample-synchronisierte Aufnahme und Wiedergabe X X
niedrige Audio-Streaming-Verzögerung X X
Bit-genaue Audio-Wiedergabe X wahlweise

Unterstützt wird die Wahl des Modus' auch durch die Darstellung im Treiber. Je nach Anwendungszweck ähnelt das Menü einer Stereo-Anlage (Unterhaltung), einem Mischpult (Audio-Erstellung) oder einem futuristischen Spielmenü. Die grundlegenden Einstellungen wie die Wahl der Lautsprecher, der Grafik-Equalizer oder die Lautstärkeregelung sind in jedem Menü zugänglich. Manche Funktionen sowie die eingestellten Lautsprecher bleiben nur für den jeweiligen Modus gespeichert, so dass man zum Beispiel den Grad des 24-Bit Crystalizers für jeden Modus unterschiedlich einstellen kann.

Unterhaltungsmodus

Unterhaltungsmodus Während es für Spiele und die Audioerstellung feste Anforderungen an die Hardware gibt, ist es schwierig, im Bereich der Unterhaltung eine deutlich Verbesserung der Audio-Qualität zu erreichen. Neben der Unterstützung sämtlicher wichtiger Kompressions- und hochqualitativer Formate wie AC3, DTS oder DVD-Audio sowie der Wiedergabe bei 192 KHz oder der Wiedergabe auf 7.1-Systemen will Creative mit den Audio-Verbesserungen durch CMSS-3D und den 24-Bit Crystalizer punkten. Hier steht ganz klar die Wiedergabe-Qualität im Vordergrund.

Audioerstellungsmodus

Audio-Erstellung Im Bereich der Audioerstellung unterstützt die X-Fi-Plattform den Anwender, indem sie die CPU des Rechners entlastet und die Verarbeitung der Daten beschleunigt. So sollen Verzögerungen ganz ausgemerzt beziehungsweise auf ein Minimum reduziert werden. Außerdem bietet dieser Modus umfangreiche Einstellmöglichkeiten zum Verändern des Klangs. Die Vielfältigkeit der möglichen Einstellungen reicht dabei von der Steuerung der Laustärke über eine Zuordnung der verschiedene Eingänge zu den Ausgängen bis hin zum Addieren von Nachhall und anderen Effekten. Dazu kommt das neue 3D-MIDI, mit dem man die Ausgabe der MIDI-Kanäle frei im Raum positionieren kann. Dank der Unterstützung für ASIO 2.0 kann ein Standardwert der Sampling-Frequenz gewählt werden, der für alle Veränderungen gilt. Verschwanden die Effektmodule bei früheren Soundkarten, sobald 96 KHz eingestellt wurde, so bleiben diese im Zusammenspiel mit einer X-Fi-Karte auch weiterhin aktiv.

Spielemodus

Spielmodus Der Spielemodus ist hauptsächlich auf den 3D- und Raumklang bei gleichzeitig höchster Spieleperformance ausgelegt. So nimmt die Hardwarebeschleunigung von EAX-Effekten die Last nahezu restlos von der CPU, was sich im Spiel wiederum positiv auf die Anzahl der Bilder pro Sekunde auswirkt. Zusätzlich ist im Spielemodus die Verwendung von EAX Voice möglich, welches mit beinahe jedem EAX-kompatiblen Spiel funktionieren und dessen Realismus weiter steigern soll. Des Weiteren stehen dem Anwender nur in diesem Modus zusätzliche Einstellmöglichkeiten für den Bass und die EAX-Effekte zur Verfügung. Mit CMSS-3D ist auch Creatives Raumklang-Upmix mit an Bord, während der 24-Bit Crystalizer den Klang der Soundeffekte optimieren soll.

Softwarepaket

Auf der Installations-CD, die jeder X-Fi-Karte beigelegt ist, befindet sich neben den eigentlichen Treibern ein umfangreiches Paket Creative-eigener Anwendungen, um das Beste aus seiner Soundkarte herauszuholen. Es gibt mehrere Programme zur Audio- und Video-Wiedergabe, zur Audio-Aufnahme, zum Bearbeiten von Musikdateien und zum Erstellen von Sounds.

MediaSource Go Launcher Lautstärke-Fenster Media Toolbox

Media Source Go

Die meisten Programme (ebenso die THX-Einrichtungskonsole) sind neben dem Startmenü auch über „MediaSource Go“, einer Art Schnellstart-Leiste, oder das Lautstärkefenster erreichbar. Beide starten nach der Installation gemeinsam mit dem Betriebssystem, sofern der Benutzer dies nicht manuell ändert.

Creative MediaSource Player:

Media Source Player

Dabei handelt es sich um die mittlerweile dritte Auflage von Creatives hauseigenem Mediaplayer. Er unterstützt alle gängigen Dateiformate, verzichtet auf bunte Visualisierungen und bietet stattdessen einige andere interessante Funktionen. Neben dem obligatorischen Anlegen von Playlists oder verschiedenen Designs ist auch Crossfading möglich, das nacheinander abgespielte Titel ineinander übergehen lässt. Daneben lässt sich ein Audio-Cleanup aktivieren, wodurch Störungen und Fehler in den abgespielten Musikdateien entfernt werden sollen. Auch die Audio-Aufnahme inklusive Mehrkanal-Unterstützung und das Brennen von Audio-CDs ist möglich .

DVD-Audio Player

DVD-Audio Player

Natürlich muss auch eine Software im Paket sein, die für das Abspielen von Audio-DVDs zuständig ist. Bei der Wiedergabe des hochqualitativen Inhalts muss der Zuhörer jedoch auf eine analoge Ausgabe zurückgreifen, da jedweder S/PDIF-Ausgang stummgeschaltet wird. Dies ist Teil des CPPM-Kopierschutzes, der von 4C Entity [11], einer Zusammenarbeit von Intel, IBM, Toshiba und EIM, entwickelt wurde und auf der X-Fi zum Einsatz kommt.

WaveStudio:

Lazy Days 16Bit

Als Programm zum leichten Bearbeiten der eigenen Musiksammlung liefert Creative das „Wave Studio“ mit. Inhaltlich ähnelt das Tool dem Nero Wave Editor. So lassen sich auch hier Teile ausschneiden oder mit Effekten versehen. Dazu zählen unter anderem Echo, Kanal-Wechsel und Normalisieren. Auch das Wandeln einer Datei in ein anderes Format und die Audio-Aufnahme bei gleichzeitigem Überspielen einzelner Ausschnitte einer zuvor geöffneten Datei ist problemlos möglich.

Smart Recorder:

Smart Recorder

Speziell für die Aufnahme ist der Creative Smart Recorder im Paket enthalten. Damit lassen sich Aufnahmen schnell und einfach durchführen. Als mögliche Ziel-Dateiformate stehen MP3, WMA und Wave, jeweils in Mono und Stereo, zur Verfügung. Während der Aufnahme kann der Lautstärkepegel analysiert und automatisch auf einen „optimalen“ Wert eingestellt werden. Auch Rauschen und Knackser können in Echtzeit entfernt werden. Zu guter Letzt stellt der Smart Recorder noch einen Zeitplan zur Verfügung, in dem Audio-Aufnahmen geplant werden können. Einzugeben sind dafür Quelle, Dateiformat, Qualität sowie Start- und Endzeitpunkt der Aufnahme.

3D-MIDI Player

3D-MIDI Player

Dieser Player dient einzig und allein der Wiedergabe von MIDI-Dateien. Das Hauptfenster zeigt einen großen Kreis, dessen Zentrum die Position des Zuhörers darstellt. Öffnet man nun eine beliebige Datei, werden sämtliche verwendeten Instrumente vor den Zuhörer gelegt. diese lassen sich nun frei im Raum um den Anwender positionieren. Je nach Entfernung zum Benutzer werden die einzelnen Instrumente dabei leiser oder lauter. Mit einem anschließenden Druck auf die Wiedergabe-Taste kann die nun räumliche(re) Anordnung angehört werden. Bei laufender Wiedergabe ist ein Verschieben der Instrumente allerdings nicht möglich.

Karaoke Player

Karaoke Player

Ein beliebter Party-Spaß soll nun auch auf dem PC Einzug halten. Vorausgesetzt man ist im Besitz entsprechender LRC-Dateien (Lyrics), kann man sich den Text zum gewählten Song anzeigen lassen und mitsingen. Sollten diese Daten nicht vorhanden sein, ist ein ein leichtes, sich diese aus dem Internet herunterzuladen und zu importieren. Ist zu einem Lied keine LRC-Datei aufzutreiben, kann man sich diese auch selbst erstellen. Im entsprechenden Fenster muss dann zeilenweise der Text eingegeben werden. Zusätzlich kann der jeweilige Startzeitpunkt für die einzelnen Zeilen festgelegt werden, was es der Software ermöglicht, vergangene Passagen auszublenden und die jeweils aktuelle Zeile hervorzuheben. Weitere Einstellmöglichkeiten des Players umfassen das Ausblenden des Tons oder die Entfremdung der Musik, wodurch der Text kaum noch verständlich oder hörbar wird. Leider betrifft diese Entfremdung auch den Rest der Töne, wodurch dieses Feature nahezu unbrauchbar wird.

Softwarepaket (Fortsetzung)

Vienna SoundFont Studio 2.4:
Die SoundFont-Technologie wurde in den 90er Jahren gemeinsam von E-MU und den Creative Labs entwickelt. Es handelt sich dabei um ein Audio-Sampling-Format, das es dem Anwender ermöglicht, aus einem Minimum an Audio-Daten verschiedene Sounds auf MIDI-Basis zu erzeugen und diese mit Filtern und anderen Effekten zu bearbeiten. Seit der Sound Blaster AWE 32 unterstützen Creatives Soundkarten diese Technologie. Aber auch hier geht die X-Fi einen Schritt weiter und ermöglicht 24-Bit-Qualität. Das SoundFont Studio stellt die dafür nötige Bearbeitungssoftware dar. Zum einfachen Verwalten der erstellten Klänge befindet sich der „SoundFont Bank Manager“ im Paket.

SoundFont Bank Manager 24-Bit Soundfont SoundFont Studio

Creative Entertainment Center:
Mittlerweile scheint jeder Hersteller seinen Geräten eine „Media Center“-Software mitzugeben, um dem Anwender einen einfachen Zugriff auf seine sich auf dem PC befindenden Daten zu ermöglichen und diese auf dem heimischen Großbildfernseher wiederzugeben. Bei Creative nennt sich diese „Entertainment Center“ und beinhaltet die üblichen Funktionen. Genauer gesagt sind das die Wiedergabe von Audio, Foto und Video. Auch mit „Power Point“-Präsentationen kann die Software umgehen. Die Dateikompatibilität lässt alle wichtigen Formate zu. Bedient wird das Entertainment Center ausschließlich über die Fernbedienung oder die Tastatur. Wo aber die Fernbedienung mit allen Funktionen des Programms umgehen kann, ist die Tastatur gerade einmal gut genug, um sich mit den Pfeiltasten sowie der Return- und Backspace-Taste durch die Menüs zu navigieren und das gewünschte Medium aufzurufen. Weitere Funktionen wie voriger/nächster Titel und Pause lassen sich mit einer Tastatur nicht aufrufen. Dies ist von Creative scheinbar gewünscht, lässt sich das Entertainment Center doch auch nur über die Fernbedienung starten, sofern man die entsprechende EXE-Datei nicht direkt aufruft. Eine weitere Einschränkung: Zur Wiedergabe von Video-DVDs mit Mehrkanal-Ton muss entweder Cyberlinks PowerDVD ab Version 5.0 oder Intervideos WinDVD ab Version 7.0 auf dem Rechner installiert sein.

Entertainment Center 2 Unbenannt

Die der Sound Blaster X-Fi Elite Pro beziehungsweise der externen Konsole zusätzlich beigelegte "Music Creation Application CD" enthält weitere Software für Musiker und engagiertere Anwender, die sich speziell der Audio-Bearbeitung verschrieben haben. Zwar handelt es sich um Lite-Versionen, die nicht den vollen Funktionsumfang der Vollversionen enthalten. Dennoch bieten sie dem halbprofessionellen Anwender mehr als genug Möglichkeiten, Songs aufzunehmen, abzumischen und zu bearbeiten.

Steinberg Cubase LE:

Cubase

Für den Einstieg in die professionellere Audio-Bearbeitung eignet sich Steinbergs Cubase LE. Das Programm beherrscht die wichtigsten Funktionen der High-End-Systeme Cubase SX und Nuendo und vermag Audio-Daten bei einer Auflösung von 24 Bit und 96 KHz zu verarbeiten. Im Funktionsumfang sind etliche Plug-Ins enthalten, die dem künftigen Profi die Arbeit angenehmer gestalten sollen, egal ob er von einem MIDI-Gerät aufnimmt, einen oder mehrere Songs abmischt oder einen Film neu vertont.

IK Multimedia Amplitube LE:
Speziell für Gitarristen liegt mit Amplitube LE ein umfangreiches Plug-In im Software-Paket, welches eine komplette Gitarren-Anlage ersetzen soll und dem Musiker ein breites Spektrum an Einstellungen und Effekten zur Verfügung stellt, um die verschiedensten Klänge ohne umständliche Einstellungen am Verstärker zu erzeugen.

Steinberg WaveLab Lite:

Wavelab

Mit dem WaveLab Lite ist ein weiteres Bearbeitungsprogramm für die eigene Musiksammlung im Lieferumfang. Wie das Creative Wave Studio und andere Programme kann es Dateien wandeln, zusammenfügen oder klanglich verändern. Im Gegensatz zu den Konkurrenten lassen sich hier aber bis zu drei Effekte bei laufender Wiedergabe einstellen. WaveLab Lite kann ausschließlich mit MP3-, Wave- und AIFF-Dateien umgehen. Nützlich für DJs: Beim Speichern der Audio-Daten können die Kanäle unabhängig voneinander als Mono-Dateien gesichert werden.

Angehört

Das wichtigste und gleichzeitig am schwierigsten zu bewertende Kriterium einer Soundkarte ist ihre Akustik. Wer vor der X-Fi lediglich Onboard-Sound nach AC'97-Spezifikation gehört hat, wird vom deutlich hörbar besseren Klang der neuen Karten begeistert sein. Doch auch Besitzer voriger Soundkarten inklusive des bisherigen Spitzenreiters, der Sound Blaster Audigy 4 Pro, werden einen Unterschied wahrnehmen – ein entsprechendes Lautsprechersystem vorausgesetzt. Gute Kandidaten haben wir bereits vor einiger Zeit [12] getestet. In diesem Test überprüfen wir die Karten in drei verschiedenen Szenarien: Raumklang mit dem Creative GigaWorks ProGamer G500, Stereo anhand des Logitech Z-2300 und Kopfhörer-Betrieb mit dem Sennheiser HD595.

Folgende CDs, DVDs und Spiele nehmen wir für unser Urteil als Grundlage:

Musik

Klingt Musik, sei es von MP3, CDs oder gar DVD-Audio, besser beim Einsatz einer Soundkarte der Generation X-Fi? Ja! Insgesamt klingen die neuen Karten wärmer und runder als ihre Vorgänger. Dies lässt sich schon bei der Xtreme Music feststellen. Das Zuhören macht einfach nur Spaß. Der klangliche Unterschied der reinen Karten zu den Vorgängern aus den Audigy-Reihen fällt dabei aber nicht so gewaltig aus, dass es einen zwingenden Grund zum Aufrüsten darstellt, wenn man nicht unbedingt das Beste vom Besten haben muss und/oder zur Riege der audiophilen Anwender gehört. Eine Sonderstellung unter den X-Fis nimmt die X-Fi Elite Pro ein, welche sich durch die Verwendung eines (noch) besseren Digital-Analog-Wandlers abermals von den kleineren X-Fi-Karten unterscheidet. Er verhilft der Karte zu einem Rauschabstand von 116 dB – 7 dB mehr als bei den kleinen Geschwistern. So erreicht die Elite Pro eine Qualität, die Ihresgleichen sucht und auch audiophilere Naturen und Lautsprecher glücklich zu machen vermag.

Was die X-Fi-Serie im Guten wie im Schlechten am deutlichsten von den Vorgängern unterscheidet, das sind die Zusatzeffekte. Der 24-Bit Crystalizer macht seinem Namen alle Ehre. Bässe werden satter, Höhen wirken mehr akzentuiert. Sämtliche Titel im Test, allen voran Enyas "It's in the rain", wirkten besser separiert und erhielten eine höhere räumliche Tiefe. Doch sollte man aufpassen und den Effekt nicht zu stark einstellen: Teilweise wurden Gitarrenriffe und harte Anschläge – beispielsweise bei Nightwishs "Wish I had an angel" – deutlich überbetont. Für den Einsatz von Kopfhörern ist der Bass eine Spur zu stark, wobei an dieser Stelle die persönlichen Vorlieben bei jedem Anwender anders sind. Auch hängt die Qualität stark von der wiederzugebenden Quelle ab. Handelt es dabei um eine MP3-Datei mit niedriger Bitrate oder eine Liveaufnahme, ist eine sehr niedrige Einstellung oder eine komplette Deaktivierung von Vorteil, da der Crystalizer Codierungsfehler und Grundrauschen gnadenlos aufdeckt und darstellt.

Auch CMSS-3D hat zwei Seiten: So ist der Surround-Sound auf Kopfhörern (CMSS-3D Headphone) sehr überzeugend und Musikstücke können hier deutlich an Weite gewinnen. Teilweise kann sich diese Weite jedoch zu einem Nachteil entwickeln, da sich der Klang bei einer zu hohen Einstellung entgegen Creatives Zielen gut hörbar verfärbt. Doch auch hier kann sich das Empfinden von Anwender zu Anwender stark unterscheiden. CMSS-3D Surround hingegen ist unserer Meinung nach eher nicht zu empfehlen. Der Upmix legt den Klang wie einen breiten Gürtel auf alle Kanäle und versucht, Stimmen und Hauptgeräusche auf den Centerlautsprecher zu fixieren. Leider geht die Stereo-Separation dabei unter, so dass sich Instrumente nicht mehr genau orten lassen. Hinzu kommt ein dumpfer Bass, der die Freude am Hören nimmt.

Zusammenfassend kann durch CMSS-3D und den 24-Bit Crystalizer aus einem sehr guten Audio-Stück ein grandioses Klangerlebnis werden, wenn man es bei der Dosierung nicht übertreibt. Ein Allheilmittel stellen diese Funktionen jedoch nicht dar, denn schlecht codierte MP3-Dateien können sie nicht zu klanglichen Meisterwerken machen. Eine gute Demonstration der Fähigkeiten von CMSS-3D und 24-Bit Crystalizer bietet Creative auf der eigenen Website [13] zum Download an. Zur Wiedergabe der Demos ist der Cretive DemoPlayer notwendig, welcher ebenfalls auf der Seite heruntergeladen werden kann.

Spiele

Vom klanglichen Standpunkt aus sind die wichtigsten Argumente für den Kauf einer X-Fi-Karte CMSS-3D Headphone, der 24-Bit Crystalizer und EAX 5.0 mit seinen 128 möglichen Stimmen. Ersteres erzeugt wirklich guten Raumklang in Spielen und ermöglicht so auch mit Stereo-Kopfhörern eine bessere Ortung von Geräuschen im dreidimensionalen Raum als "echte" 5.1-Headsets wie beispielsweise das Medusa von Speedlink. So kann man in Far Cry genau heraushören, wo sich der verfolgende Hubschrauber befindet, egal ob hinten links oder vorne rechts. Selbst die Flughöhe und der Abstand zum Spieler lässt sich erahnen.

EAX 5.0 ist zwar noch nicht allzuweit verbreitet. Derzeit nutzen nur eine Hand voll Spiele, darunter Battlefield 2 und Quake 4, die neueste Evolutionsstufe der Environmental Audio Effects. Doch sollten sich in den nächsten Monaten weitere hochkarätige Titel dazugesellen, weshalb diese Technologie zum Muss für anspruchsvolle Spieler werden dürfte. In Battlefield 2 lässt sich die höchste Soundqualität beispielsweise nur im Zusammenspiel mit einer X-Fi-Karte aktivieren. Und ja, es lohnt sich. Der Grad an Realismus wird durch die zusätzlichen Stimmen weiter gesteigert, so dass das Schlachtfeld auch auf klanglicher Ebene zu neuem Leben erwacht. Nun fliegen einem die Schüsse der Gegner wirklich von allen Seiten um die Ohren und man kann die Quelle eines Geräuschs deutlicher orten als mit der High-Einstellung, die bei anderen Soundkarten die maximale Qualitätsgrenze darstellt. Apropos Schüsse: Der 24-Bit Crystalizer kann den Klang eines Feuerstoßes, einer vorbeizischenden Kugel und einer explodierenden Handgranate ordentlich aufwerten und realistischer werden lassen. Auch wenn es im ersten Moment kaum auffällt, so merkt man, dass all diese Geräusche ohne den Crystalizer ein wenig verwaschener klingen.

Den Realitätsgrad eines Spiels soll auch das neu eingeführte EAX Voice erhöhen, wie wir schon im Abschnitt EAX 5.0 erklärten. Aktiviert wird es im Menü des Spielemodus im Punkt „Mixer“. Hier ist es allerdings nicht unter dem Namen EAX Voice zu finden, sondern heißt „Mikrofonumgebungseffekt“ und kann auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent eingestellt werden. Beim Test mit Unreal Tournament und Battlefield 2 zeigte sich allerdings, dass der Effekte je nach eingestellter Intensität viel zu leise wird. bei 100 Prozent ist der Nachhall, der aus der eigenen Stimme berechnet wird, kaum wahrnehmbar und geht in den Gefechten des Spiels einfach unter. Auch ist der Effekt leicht verzögert und wird erst etwa eine halbe Sekunde nach dem Sprechen dargestellt. Davon abgesehen funktioniert der Wechsel in andere Umgebungen sehr gut. Läuft man also in Battlefield 2 in einem Hangar herum, so wird ein starkes Echo berechnet. In dem Moment, in dem man den Hangar aber verlässt, verschwindet dieses Echo, da es in der freien Natur nichts gibt, das den Schall stark reflektieren könnte. EAX Voice ist ein nettes Feature, das auch ohne Spiel funktioniert und Voice-Chats mit einem Echo untermalen kann – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Filme

Auch beim wöchentlichen DVD-Abend leisten sich die neuen Karten keine Schlappe. Die 5.1-Positionierung ist einfach nur als hervorragend zu bezeichnen und kommt perfekt zur Geltung. Explosionen, Schüsse und zerspringende Fensterscheiben wirken genau so, wie man es sich wünscht. Beinahe hat man das Gefühl, man stehe bei Neos finalen Kampf mit Smith in Matrix Revolutions im Regen und müsse sich ab und an das Wasser aus dem Gesicht wischen. Nicht, dass dies nicht auch schon für ältere Soundkarten-Generationen zutrifft, nur schafft es die X-Fi-Architektur, hier noch einmal einen drauf zu setzen.

Dabei wurden der 24-Bit Crystalizer und CMSS-3D noch gar nicht bedacht. Das Verhalten der beiden Sonderfunktionen lässt sich mit dem in Spielen vergleichen. Explosionen aller Art erhalten durch den Crystalizer mehr Druck, Stimmen klingen natürlicher und alles ist (noch) deutlicher wahrnehmbar. CMSS-3D liefert auch hier die bereits genannten Resultate. Bei Stereo-Lautsprechern und -Kopfhörern ist die Funktion ein wahrer Segen, der dem Klang beinahe die Räumlichkeit eines echten Surround-Systems verleiht. Der Upmix von Stereo-Inhalten - wie beispielsweise VCDs - ist nicht schlecht, jedoch hatten wir auch hier das Gefühl, dass er zu Ungunsten des Klangspektrums geht und einige Frequenzen zusammengemischt werden.

Testsystem

Creative GigaWorks G500

Benchmarks

Natürlich dürfen auch Leistungsmessungen in Spielen nicht fehlen, wirkt sich eine Soundkarte doch zumeist deutlich auf die Geschwindigkeit der Spiele aus. Um zu überprüfen, wieviel Zusatzleistung die Karten der X-Fi-Serie aus dem System kitzeln, haben wir sie gegen eine Audigy 2 ZS antreten lassen. So soll auch geklärt werden, ob sich das Aufrüsten von einer Karte der Audigy-Serie zu einer Karte der X-Fi-Serie für den geneigten Spieler lohnt und sich so das ein oder andere Bild pro Sekunde mehr aus dem System herausholen lässt.

Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:

Die Soundkarten werden für die folgenden Tests auf 5.1-Ton eingestellt. Zusatzfunktionen (24-Bit Crystalizer, CMSS-3D) werden, mit Ausnahme von EAX, abgeschaltet. Die X-Fi-Karten arbeiten natürlich im Spiele-Modus. Als Auflösung für die Spielebenchmarks wurde 1024x768 gewählt, als genutzte Farbtiefe 32 Bit. Im Catalyst-Treiber wurden keine weiteren Veränderungen vorgenommen. Die weiteren Parameter geben wir für jedes Spiel einzeln als Klapptext an.

3DMark03

Schon etwas älter und seit Veröffentlichung hart umstritten ist der 3DMark03 aus dem Hause Futuremark. Während es durch modifizierte Treiber immer wieder zu Eklats beim Vergleichen von Grafikkarten kam, eignet sich der integrierte Soundtest gut, um die Einflüsse der Sound-Qualität auf die Bildwiederholrate herauszufinden. Dabei wird einmal die Systemperformance ohne Ton, einmal mit 24 gleichzeitigen und einmal mit 60 gleichzeitigen Sounds gemessen. Die Ergebnisse unseres Tests sind Durchschnittswerte aus fünf Läufen.

3DMark Soundtest

3DMark03 - Soundtest, kein Sound

Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
65,0
Sound Blaster X-Fi Platinum
65,0
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
65,0
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
64,8
Sound Blaster Audigy 2 ZS
64,6

3DMark03 - Soundtest, 24 Stimmen

Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
57,8
Sound Blaster X-Fi Platinum
57,8
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
57,8
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
57,4
Sound Blaster Audigy 2 ZS
55,9

3DMark03 - Soundtest, 60 Stimmen

Sound Blaster X-Fi Platinum
52,7
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
52,7
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
52,6
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
52,0
Sound Blaster Audigy 2 ZS
49,3

Während die Performance der Audigy 2 ZS um mehr als 15 Bilder pro Sekunde einbricht, wenn 60 simultane Sounds wiedergegeben werden sollen, sinkt die Bildwiederholrate beim Einsatz einer X-Fi nicht ganz so stark. Hier ist ein Abfall um 12,3 FPS zu verzeichnen. Auffällig, wenn auch nicht besorgniserregend, ist dabei der stärkere Leistungsabfall der X-Fi Elite Pro. Sie liefert immer etwas weniger Leistung als ihre kleineren Geschwister.

Rightmark 3DSound

Um die Systembelastung der einzelnen Soundkarten zu erfahren, bedienen wird uns des Rightmark 3DSound 2.2, genauer gesagt des CPU Utilization Tests. Dieser misst die CPU-Last abhängig vom gewählten Modus - DirectSound, OpenAL oder ASIO, sofern unterstützt - und emuliert eine typische Spiele-Sound-Engine samt EAX 2.0. Die neueste Version erkennt neben EAX 5.0 auch den X-RAM der X-Fi Fatal1ty FPS und Elite Pro. Wir ließen die Soundkarten in den Disziplinen DirectSound (DS) und OpenAL (OAL) gegeneinander antreten.

RM 3DSound - Leerlauf

Sound Blaster Audigy 2 ZS
0,78
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
0,64
Sound Blaster X-Fi Platinum
0,64
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
0,64
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
0,63
Angaben in Prozent

Creative schafft es mit der X-Fi-Serie, die CPU-Last beim Einsatz der Karten erneut zu senken. Selbst im Leerlauf liegt die Belastung um 0,14 Prozent unter der der Audigy 2 ZS.

RM 3DSound - 2D Sound (DS)

Sound Blaster Audigy 2 ZS
1,24
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
1,06
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
1,05
Sound Blaster X-Fi Platinum
1,05
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
1,05
Angaben in Prozent

RM 3DSound - 3D Sound (DS)

Sound Blaster Audigy 2 ZS
3,51
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
2,98
Sound Blaster X-Fi Platinum
2,98
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
2,98
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
2,95
Angaben in Prozent

RM 3DSound - 3D Sound + EAX (DS)

Sound Blaster Audigy 2 ZS
3,52
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
3,16
Sound Blaster X-Fi Platinum
3,14
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
3,14
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
3,13
Angaben in Prozent

Dieses Bild setzt sich bei der Soundwiedergabe fort. Die Wiedergabe von 3D-Sound in Verbindung mit EAX 2.0 resultiert in einer CPU-Belastung von etwas über drei Prozent. Damit liegt man etwa 0,4 Prozent unter den Ergebnissen der Audigy 2 ZS.

RM 3DSound - 2D Sound (OAL)

Sound Blaster Audigy 2 ZS
2,44
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
1,75
Sound Blaster X-Fi Platinum
1,72
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
1,72
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
1,72
Angaben in Prozent

RM 3DSound - 3D Sound (OAL)

Sound Blaster Audigy 2 ZS
2,45
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
1,75
Sound Blaster X-Fi Platinum
1,73
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
1,73
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
1,73
Angaben in Prozent

RM 3DSound - 3D Sound + EAX (OAL)

Sound Blaster Audigy 2 ZS
2,45
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
1,75
Sound Blaster X-Fi Platinum
1,73
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
1,73
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
1,73
Angaben in Prozent

Im OpenAL-Betrieb ist es den Karten egal, ob nur reiner 2D-Sound oder 3D-Sound mit EAX-Berechnungen wiedergegeben werden soll. Hier liegt die CPU-Last der X-Fi-Karten bei nicht einmal zwei Prozent. Doch auch die Audigy 2 ZS kann sich mit knapp 2,5 Prozent sehen lassen.

Quake 3 Arena

Dieses Spiel hat aufgrund seines Alters als Grafikkarten-Benchmark längst keine Bedeutung mehr. Die Geschwindigkeit, mit der das Spiel laufen kann, wird heutzutage nur noch von der CPU des Rechners begrenzt. Quake 3 Arena kommt gänzlich ohne EAX-Effekte aus. Grund genug also, diesen Oldie noch einmal für unseren Soundkarten-Test heranzuziehen. Dazu verwenden wir die im Point Release 1.32 enthaltene Demo „Four“.

Quake 3 Arena

"Einstellungen"
  • Grafik:
    • GL-Driver: Default
    • GL Extensions: On
    • Lightning: Lightmap
    • Geometric Detail: high
    • Texture Detail: max.
    • Texture Quality: 32 Bit
    • Texture Filter: Trilinear
  • Sound:
    • Volume: max.
    • Sound Quality: High

Quake 3 Arena, Kein Sound

Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
331,8
Sound Blaster X-Fi Platinum
331,8
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
331,8
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
331,7
Sound Blaster Audigy 2 ZS
304,8

Quake 3 Arena, Max Sound

Sound Blaster X-Fi Platinum
261,5
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
261,5
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
261,4
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
261,2
Sound Blaster Audigy 2 ZS
243,7

In Quake 3 Arena zeigen sich die Auswirkungen eines Kartenwechsels am deutlichsten. Auch ohne den Einsatz von Sound steigt die Bildwiederholrate um 10 Prozent von 304,8 auf 331,8 Bilder pro Sekunde. Setzt man hingegen die maximal mögliche Soundbelastung ein, beträgt die Differenz zwischen Audigy 2 ZS und X-Fi etwa 20 FPS.

Far Cry

Far Cry gehört wohl zweifellos zu den technisch am weitesten entwickelten Spielen und sieht dementsprechend auch sehr gut aus. Es gibt fast kein Feature einer Grafikkarte, das die Programmierer vom deutschen Entwicklerteam Crytek nicht bedacht und implementiert haben. Zusätzlich unterstützt das Spiel 5.1-Ausgabe und EAX 2.0. Dementsprechend eignet es hervorragend als Benchmark.

In unserem Test verwenden wir die Pier-Timedemo, die die Kollegen des Print-Magazins PC Games Hardware [14] aufgenommen haben. Diese Timedemo zeigt einen Ausschnitt des Levels „Pier“ und besteht somit aus weitläufigen Außenarealen mit einer extremen Sichtweite. Es werden aufwendige Wassereffekte sowie eine hohe Anzahl von Polygonen dargestellt, die den Rechner auf das Höchste beanspruchen.

Far Cry

"Einstellungen"
  • Grafik:
    • Advanced Options: "High"-Preset
    • Anisotropic Filtering Level: 1
  • Sound:
    • SoundFX & Music Volume: max.
    • Speaker Setup: 5.1
    • Doppler Effect: ja
    • H/W Mixing: ja
    • Enable EAX 2.0: ja
    • Enable Music: ja
    • Music Quality: high

Far Cry, Kein Sound

Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
73,47
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
73,44
Sound Blaster X-Fi Platinum
73,41
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
73,34
Sound Blaster Audigy 2 ZS
72,36

Far Cry, Max Sound

Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
69,33
Sound Blaster X-Fi Platinum
69,31
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
69,30
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
68,01
Sound Blaster Audigy 2 ZS
67,66

Auch in Far Cry können die X-Fi-Karten einen Leistungsvorteil verbuchen. Dieser beträgt bei deaktiviertem Sound etwa ein Bild pro Sekunde, bei höchster Tonqualität fast zwei Bilder pro Sekunde. Etwas aus dem Rahmen fällt die Elite Pro, die sich bei höchster Qualität nur knapp über die Audigy 2 ZS retten kann.

Unreal Tournament 2004

Weiter geht es mit Unreal Tournament 2004, einem recht aktuellen Multiplayer-Shooter. Dieser basiert weitestgehend auf der Engine, mit der auch schon der Vorgänger programmiert wurde. Allerdings wurde diese um Effekte bereichert, so dass jetzt auch einige Partikeleffekte darstellbar sind. Bei der Audio-Wiedergabe unterstützt das Spiel OpenAL und EAX 3.0. Für unsere Tests nutzen wir die Timedemo DM-Umark, welche auf der Website des UnrealMarks [15], einem Benchmark-Tool für Unreal Tournament 200x, zum kostenlosen Download zu Verfügung steht.

UT 2004

"Einstellungen"
  • Grafik:
    • Standardeinstellungen
    • Auflösung: 800x600
  • Sound:
    • Musik- und Effektlautstärke: max.
    • Audio-Modus: H/W 3D + EAX
    • Sprache wiedergeben: Alle
    • Reduzierter Sound: Aus
    • Systemtreiber (OpenAL): Ja
    • Ansager Lautstärke: max.
    • Ankündigungen: Alle

UT 2004, Kein Sound

Sound Blaster Audigy 2 ZS
90,6
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
90,6
Sound Blaster X-Fi Platinum
90,6
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
90,6
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
90,6

UT 2004, Max Sound

Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
74,2
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
74,0
Sound Blaster X-Fi Platinum
74,0
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
73,8
Sound Blaster Audigy 2 ZS
71,9

Ohne Ton liegen hier alle Soundkartenkarten gleichauf. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um eine Karte der Audigy- oder der X-Fi-Serie handelt. Anders sieht es aus, sobald die Soundbelastung maximiert wird. Hier erreicht eine X-Fi-Karte durchschnittlich zwei Bilder pro Sekunde mehr als eine Audigy 2 ZS.

Call of Duty 2

Der Weltkriegsshooter „Call of Duty 2“ besticht nicht nur mit einer dichten Atmosphäre und einer Menge Spielspaß, auch die Grafik weiß zu gefallen. So wurde für das Spiel eine komplett neue Grafik-Engine geschrieben, bei welcher die Entwickler viele „Grafikregister“ gezogen haben. Doch die Grafikpracht fordert ihren Tribut an den 3D-Beschleuniger und frisst die vorhanden Ressourcen der GPU zum Frühstück. Zudem ist Call of Duty 2 eines der ersten Spiele, die von einem 512 großen VRAM profitieren können, und unterstützt EAX 3.0, um Explosionen und Gewehrsalven noch realistischer werden zu lassen. Die von uns ausgesuchte Timedemo zeigt einen Abschnitt aus der „Russenkampagne“. Mehrere Schusswechsel und Rauchgranaten sind mit von der Partie, weswegen sich die Timedemo sehr gut für einen Testparcours eignet.

Call Of Duty 2

"Einstellungen"
  • Grafik:
    • Bildformat: Standard
    • Texturfilter: Bilinear
    • Antialiasing: Aus
    • Rendermethode: DirectX 9
    • Bildsynchronisation: Nein
    • Optimierung für SLI: Nein
    • Schatten: Nein
    • Anzahl dynamischer Lichter: Normal
    • Weiche Rauchkanten: Aus
    • Zahl der Gefallenen: Riesig
    • Texturqualität: Manuell
    • Texturauflösung: Gering
    • Normale Kartenauflösung: Gering
    • Spekular-Kartenauflösung: Gering
  • Sound:
    • Lautstärke: max
    • Soundqualität: 44 KHz
    • Soundmodus: EAX 3.0 (bei C-Media 2.0)

Call of Duty 2, Min Sound

Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
68,4
Sound Blaster X-Fi Platinum
68,4
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
68,4
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
68,4
Sound Blaster Audigy 2 ZS
68,3

Call of Duty 2, Max Sound

Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
63,7
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
63,6
Sound Blaster X-Fi Platinum
63,6
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
63,1
Sound Blaster Audigy 2 ZS
61,6

Die Ergebnisse zeigen dasselbe Bild, das auch UT 2004 schon hervorbrachte. Während alle Soundkarten bei minimaler Belastung gleichauf liegen, erwächst ein Vorteil von 2 Bildern je Sekunde, sobald die Soundkarte Arbeit bekommt.

F.E.A.R.

Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des neue Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Selbiges gilt auch für die Geräuschkulisse, welche Dank EAX Advanced HD äußerst realistisch wirkt. Für unsere Tests verwenden wir die die integrierte Benchmarkfunktion des Spiels. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine sich frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind.

FEAR

"Einstellungen"
  • Sound:
    • Lautstärke: max.
    • H/W-Berechnung: ja
    • EAX 2.0: ja
    • EAX Advanced HD: ja
  • Performance:
    • System: Maximum
    • Grafik: Medium

FEAR, Kein Sound

Sound Blaster Audigy 2 ZS
66
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
66
Sound Blaster X-Fi Platinum
66
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
66
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
66

FEAR, Max Sound

Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
62
Sound Blaster X-Fi Platinum
62
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
62
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
62
Sound Blaster Audigy 2 ZS
60

Auch hier dasselbe Bild. Ohne Ton ist es egal, ob eine Audigy 2 ZS oder eine X-Fi-Karte im Rechner verbaut ist. Sobald aber hardwareberechnetes EAX Advanced HD zum Einsatz kommt, gewinnt die X-Fi abermals einen Vorteil von 2 Bildern pro Sekunde.

Battlefield 2

Battlefield ist wohl zweifellos eines der beliebtesten und meist gespielten Multiplayer-Spiele aller Zeiten. Der Nachfolger Battlefield 2 knüpft an das Erfolgsrezept an und kombiniert eine schicke Grafik mit einem relativ einfachen, aber sehr spaßigen Spielkonzept. Als bisher einziges Spiel setzt es den Einsatz einer X-Fi-Soundkarte voraus, um in den Genuss der höchsten Soundqualität zu kommen, da dazu mehr als 64 gleichzeitige Stimmen von Nöten sind. Wir setzen das Tool „BF2Bench“ [16] ein, da nur jenes realistische und reproduzierbare Ergebnisse erzeugt.

Battlefield 2

"Einstellungen"
  • Grafik:
    • Gesamtqualität: Mittel
  • Sound:
    • Soundmodi: Hardware (zusätzlicher Test mit: X-Fi)
    • Soundqualität: Hoch (zusätzlicher Test mit: Ultra)
    • EAX aktivieren: ja
    • Lautstärke: max.
    • Voice over IP - aktivieren: nein

Battlefield 2, Kein Sound

Sound Blaster Audigy 2 ZS
79
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
79
Sound Blaster X-Fi Platinum
79
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
79
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
79

Battlefield 2, Hohe Qualität

Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
63
Sound Blaster X-Fi Platinum
63
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
63
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
63
Sound Blaster Audigy 2 ZS
61

Battlefield 2, Extrem Hohe Qualität

Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
61
Sound Blaster X-Fi Platinum
61
Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
61
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
61
Sound Blaster Audigy 2 ZS
0
Hinweis: nicht möglich

Und wieder dasselbe Ergebnis. Das Spiel läuft im Durchschnitt um 2 Bilder je Sekunde schneller, wenn eine Karte vom Schlage der X-Fi im Rechner steckt. Und wenn dies schon der Fall ist, kann auch gleich auf die extrem hohe Soundqualität zurückgegriffen werden, da diese im Mittel etwa genauso schnell läuft wie die hohe Qualität bei der Audigy 2 ZS.

Performancerating

Kommen wir nun zum Gesamtergebnis. Einfluss auf die folgenden Diagramme haben neben sämtlichen Spieletests, ausgenommen die "Extrem Hoch"-Werte von Battlefield 2, auch die Ergebnisse des 3DMark03-Soundtests.

Ohne Sound

Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
100,0
Sound Blaster X-Fi Platinum
100,0
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
100,0
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
99,9
Sound Blaster Audigy 2 ZS
98,5
Angaben in Prozent

Mit Sound

Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
100,0
Sound Blaster X-Fi Platinum
99,9
Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
99,9
Sound Blaster X-Fi Elite Pro
99,3
Sound Blaster Audigy 2 ZS
96,0
Angaben in Prozent

Insgesamt zeigt sich eine Mehrleistung von etwa vier Prozent beim Einsatz von Creatives X-Fi-Karten im Vergleich zur Audigy 2 ZS, wobei die Bildwiederholrate in den meisten Spielen um etwa zwei Bilder je Sekunde höher liegt. Wie schon beim 3DMark03 bemerkt, verhält sich die X-Fi Elite Pro ein wenig zaghafter als ihre Kollegen und liefert minimal weniger Leistung. Der Grund dafür ist die externe Konsole. Wird diese von der Soundkarte getrennt, so spielt die Elite Pro auf exakt demselben Niveau wie Xtreme Music, Platinum und Fatal1ty FPS. Auch anzumerken ist der kaum vorhandene Mehrwert des X-RAMs. In keinem der Spiele konnte sich die Fatal1ty FPS spürbar von ihren Artgenossen absetzen.

Performance des X-RAM

Wie auf den vorangegangenen Seiten zu sehen ist, konnten sich die 64 Megabyte Arbeitsspeicher, die Creative seinen beiden Spitzenkarten spendiert hat, in keinem der getesteten Spiele als wirklich nützlich erweisen. Einen deutlichen Performancevorteil konnten wir nicht verzeichnen. Creative gibt an, dass ein Spiel speziell auf die Nutzung des X-RAMs programmiert werden muss, damit er seine volle Wirkung erzielt. Eines der X-RAM-befähigten Spiele ist Quake 4, in welchem unter anderem die Soundeffekte im Arbeitsspeicher der Soundkarte abgelegt werden. Ob dies nun aber einen Performance-Vorteil bringt oder nicht, sei dahingestellt, da Timedemos in Quake 4 grundsätzlich ohne Sound auskommen. Eine Möglichkeit, die Nutzung des X-RAMs festzustellen, erfährt man auf der Homepage von Creative [17]. Mit dem Konsolenbefehl „listsounds“ lassen sich alle aktuell genutzten Sounds auflisten. Am Ende dieser Liste ist der benötigte RAM auf dem Mainboard und der Soundkarte vermerkt.

Quake 4 mit X-Fi Platinum Quake 4 mit X-Fi Fatal1ty FPS

Auf der X-Fi Platinum stehen dem Spiel nur die 2 MB RAM zur Verfügung, die dem X-Fi-DSP als Cache dienen sollen. Diese nutzt das Spiel auch vollkommen aus. Bei der X-Fi Fatal1ty FPS hingegen kann das Spiel auf den gesamten Speicherplatz des X-RAMs zurückgreifen. Diesen benötigt es allerdings nicht vollständig, sondern füllt nur etwa 57 MB mit Sound-Daten.

Aber kann der X-RAM nun die Performance verbessern? Um dies herauszufinden, bedienen wir uns abermals des Rightmark 3DSound 2.2. Für diesen Zusatztest nutzen wir eine X-Fi Fatal1ty FPS, die wir in zweimal drei Läufen im Modus "3D-Hardware + EAX 2.0" (dreimal mit X-RAM, dreimal ohne) getestet haben. Um die CPU-Nutzung künstlich zu erhöhen, haben wir die Anzahl der Puffer von den voreingestellten 16 auf 127 erhöht.

RM 3DS - X-RAM Performance

X-RAM deaktiviert
9,092
X-RAM aktiviert
8,985
Angaben in Prozent

Der Test bestätigt die Ergebnisse der vorigen Seiten. Die Nutzung von X-RAM senkt die CPU-Last im Durchschnitt um gerade einmal 0,1 Prozent. Der X-RAM bringt also durchaus einen Leistungsgewinn mit sich, speziell, wenn eine Anwendung oder ein Spiel darauf optimiert ist. Er ist – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – aber noch verschwindend gering. Für den durchschnittlichen Anwender und Spieler lohnt sich die Anschaffung einer X-RAM-befähigten Karte somit nicht. Die preisliche Differenz von 40 Euro zwischen der X-Fi Platinum und der X-Fi Fatal1ty FPS kann gespart und bei höherem Performance-Bedarf in eine neue CPU oder Grafikkarte investiert werden.

Fazit

Die X-Fi-Architektur ist tatsächlich eine revolutionäre Entwicklung. Die Karten und die beigelegte Software lieferten kaum einen Anlass zur Kritik. Alles funktionierte im Test reibungslos, auch wenn man im weltweiten Netz hin und wieder von Problemen bei der Installation und Co. liest. Die Klangqualität der vier neuen Karten, allen voran der Elite Pro, hat uns durchweg begeistern können und zieht der gesamten Konkurrenz auf dem Heimanwender-Markt davon. Die Zusatzfunktionen in Form des 24-Bit Crystalizers und CMSS-3D haben uns von ihrer Nützlichkeit überzeugt. Für Musiker ist mit 3D-MIDI ein weiteres interessantes Feature an Bord. Bei der richtigen Einstellung fragt man sich schnell, wie man bisher ohne den Crystalizer ausgekommen ist. CMSS-3D vermag es, Mehrkanal-Ton sehr gut über Stereo-Lautsprechern zu vermitteln. Der räumliche Eindruck ist gerade über Kopfhörer verblüffend. Leider kommt der Stereo-Upmix nicht an diese Leistung heran und ist in etwa auf demselben Niveau wie das CMSS vorheriger Creative-Karten. Zusammengefasst können wir dem Casebadge, welches jeder Soundkarte beigelegt ist, nur Recht geben: „Sounds best on Sound Blaster X-Fi Technology.“

Sounds best on X-Fi-Technology

So bleibt die Frage offen, ob sich die Anschaffung einer X-Fi für einen Spieler lohnt, der bereits eine Karte aus den Reihen der Audigy hat. Wir meinen „ja“, denn neben einer niedrigeren CPU-Last und dementsprechend mehr Performance in Spielen gibt es auch mehr akustische Qualität und Effekte in Spielen. Battlefield 2 und Quake 4 geben hierfür schon sehr gute Beispiele. Welche Karte letzten Endes die richtige ist, muss jeder für sich entscheiden.

Anwender, die kaum oder gar keine Aufnahmen mit einem Mikrofon oder Headset machen, keine TV-Karte mit einer Line-In-Einspeisung haben und/oder ihr Soundsystem über die normalen analogen Anschlüsse mit dem Rechner verbinden, sind mit der X-Fi Xtreme Music durchaus gut beraten. Bei einem Preis von derzeit etwa 98 Euro lässt sich hier ein überaus gutes Preis-Leistungs-Vehältnis finden, zumal Dank EAX 5.0 und 128 möglicher simultaner Stimmen auch eine gute Zukunftssicherheit im Spielebereich gegeben ist.

Wer den Aufpreis von etwa 60 Euro nicht scheut, sollte allerdings zur X-Fi Platinum greifen. Sobald nämlich mehr als ein Audio-Eingabegerät oder eine digitale Ausgabe zum Einsatz kommt, stellt sich der FlexiJack als sehr unkomfortabel heraus. Das ständige Wechseln des Kabels, verbunden mit einer dazugehörigen Einstellung im Treiber, artet dann zu einer nervigen Angelegenheit aus. Abhilfe schafft das Frontpanel der Platinum-Version. Hier finden sich alle Anschlüsse, die Headset-Nutzer und Freunde des digitalen Musikvergnügens brauchen.

Für weitere 40 Euro mehr erhält der anspruchsvolle Gamer laut Creative seine Traumkarte. Die X-Fi Fatal1ty FPS ergänzt die Platinum um den neuen X-RAM, was sich in einer marginal höheren Bildwiederholrate in Spielen widerspiegelt, wie unsere Tests zeigen. Um richtigen Nutzen aus diesem Feature ziehen zu können, muss das Spiel aber speziell auf die Verwendung des X-RAM programmiert sein, was keines unserer Testspiele von sich behaupten kann. Allerdings braucht nicht jeder Spieler das Frontpanel, das einer Fatal1ty FPS beiliegt und den Preis der Karte deutlich erhöht. Hier wäre es eventuell sinnvoll, die Soundkarte ähnlich der X-Fi Xtreme Music auch einzeln anzubieten.

Das Flaggschiff der Serie ist die X-Fi Elite Pro. Sie unterscheidet sich von den kleineren Geschwistern nicht nur durch den Lieferumfang, sondern auch durch eine bessere Signalverarbeitung. Audio-Liebhaber, die alles aus ihren Musikstücken holen und ihre Hochleistungs-Lautsprecher mit dem bestmöglichen Klang versorgen wollen, sollten hier zuschlagen, auch wenn die Karte in Spielen nicht ganz mit ihrer Verwandschaft mithalten kann. Die externe Konsole ermöglicht das Anschließen von Lautsprechern, Headset, Kopfhörer und Mikrofon, ohne dass man dafür Hand an den PC legen muss. Ebenso nützlich sind die Tastenräder der Konsole, mit denen sich die X-Fi-Effekte auch ohne Zugriff auf die Treiber schnell auf das gewünschte Maß einstellen lassen. Zugegeben, 275 Euro sind kein Pappenstiel, doch lohnt es sich allemal. Neben der besten Soundkarte für Heimanwender und einem großartigen Lieferumfang erhält der Anwender auch zusätzliche Software, die für Musiker sicher von Nutzen ist. Somit hat sich dieses Paket unseren Hardware-Hammer redlich verdient.

Hardware-Hammer

Creative kündigte an, in den nächsten Monaten weitere Hardware auf X-Fi-Basis herauszubringen, darunter Lautsprecher und MP3-Player, so dass wir uns auf viele weitere Treffen mit dieser grandiosen Archiktektur freuen dürfen.

URL-Liste:

  1. http://www.geizhals.at/eu/a160964.html
  2. http://www.geizhals.at/eu/a160965.html
  3. http://www.geizhals.at/eu/a160799.html
  4. http://www.geizhals.at/eu/a160966.html
  5. http://de.europe.creative.com/shop/category.asp?cate=14
  6. http://www.computerbase.de/news/hardware/multimedia/soundkarten/2006/februar/viel_zubehoer_creative_x-fi/
  7. http://de.wikipedia.org/wiki/Cocktail-Party-Effekt
  8. http://www.micron.com/products/dram/sdram/part.aspx?part=MT48LC32M16A2TG-75
  9. http://www.computerbase.de/news/treiber/soundkarten/2006/maerz/cebit06_creative_x-fi_pcie/
  10. http://www.computerbase.de/news/hardware/multimedia/soundkarten/2005/oktober/creatives_x-fi_nforce4-chipsaetze/
  11. http://www.4centity.com/
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2005/test_sieben_soundsysteme_21_71/
  13. http://www.soundblaster.com/products/x-fi/demo/welcome.asp
  14. http://www.pcgameshardware.de
  15. http://unrealmark.net/
  16. http://www.bf2bench.com
  17. http://www.soundblaster.com/gaming/quake4/welcome.asp
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